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Thema: Manipulation durch Massenmedien !!!

  1. #581
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    Google will über Wissenschaft öffentliche Meinung beeinflussen

    Der Technologie-Konzern Google hat Wissenschaftler jahrelang für gefällige Studie bezahlt.

    weiter hier: https://webcache.googleusercontent.c...ient=firefox-b
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  2. #582
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    Ich wüsste gern, von wem wir regiert werden

    Einfach herrlich!!!

    Andererseits erschreckend die "Zusammenarbeit" der Lügenmedien, um falsche Meinungen zu bilden!

    Die Schriftstellerin Birgit Vanderbeke („Das Muschelessen“) empfindet das tägliche Bombardement durch Zeitungsmeldungen und Talkshow-Geplapper als Angriff auf ihren Verstand. Zum Glück ist der sehr intakt, und so bietet die Art, wie sie haarsträubende Manipulationsversuche (offziell „Meinungsmanagement“ genannt) aufdeckt, für uns Leserinnen und Leser viel Erkenntnisgewinn: Die gute Nachricht: Wir müssen derartigen Meinungsführern nicht folgen. Wir können lernen, ihre Schliche zu durchschauen. Wir haben die Wahl. (Birgit Vanderbeke, www.birgitvanderbeke.com)

    Seit etwa zwanzig Jahren empfinde ich die täglichen Nachrichten und die rituellen politischen Talksendungen als einen Angriff auf meinen Verstand. Beide nehme ich allerdings regelmäßig zur Kenntnis.
    Seit Ende der neunziger Jahre hingegen habe ich weder eine der gängigen papierförmigen Tageszeitungen noch ein Wochenmagazin mehr erworben.
    Das schützt mich nicht davor, mitzukriegen, welches Weltbild die Leser dieser Medien für den Preis ab ca. 600 Euro jährlich erwerben können (die Bild-Zeitung verkauft ihres für um die 200 Euro), denn natürlich lese ich weiterhin Zeitung, nur etwas anders als früher.
    Ich möchte kurz ein paar dieser „Angriffe auf meinen Verstand“ erörtern, die ich nach nur einem einzigen Kriterium ausgesucht habe: sie sind mir am 6.und am 7. Februar 2017 in großen deutschen Medien begegnet, als ich gerade überlegte, wie ich diesen Text hier beginnen könnte..

    Der erste:

    „Wer illegal über die Grenze gekommen ist, der sollte ein Angebot bekommen, freiwillig zurückzugehen. Wenn er dieses Angebot nicht annimmt, bleibt nur die Abschiebung.“
    Dieser Satz ist an sich nichts Besonderes: Jemand hat gesagt, dass er mit der herrschenden gesetzlichen Lage (geregelt in § 58 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes) einverstanden ist.
    Oskar Lafontaine hat sich in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“
    so geäußert[1], die Äußerung selbst ist nicht brisant oder spektakulär.
    Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hat das Zitat anschließend übernommen, abgedruckt und ergänzt um einen Kommentar:
    „Damit ging der Oppositionsführer im saarländischen Landtag auf Distanz zu vielen Parteikollegen, die sich gegen Abschiebungen nach Afghanistan oder nordafrikanische Staaten einsetzen.“[2]
    Auf diese (grammatisch fehlerhafte) Bemerkung hin haben sich viele der erwähnten Parteikollegen eilig zu Wort gemeldet und gegen ihren Parteifreund protestiert, weil der Abschiebungen nach Afghanistan befürworte.
    Viele, die gern Streit innerhalb der Linken sehen, weil es die Partei schwächt, wenn sie sich intern zerlegt und spaltet, haben sich darauf vergnügt die Hände gerieben, weil die Deppen darauf reingefallen waren, was die Wochenzeitschrift ihnen suggeriert hatte: dass nämlich Oskar Lafontaine gesagt hätte: „Schiebt die Illegalen ruhig nach Afghanistan ab.“
    Das aber hat Lafontaine nicht gesagt.
    Die Praxis der Abschiebung in sogenannte sichere Drittländer war überhaupt nicht Thema seiner Aussage, ebenso wenig wie die Frage, ob Afghanistan eventuell als „sicheres Drittland“ gelten könne (woran die Bundesregierung „trotz angespannter Lage festhält“[3], die Linke fordert dagegen einen sofortigen Stopp aller geplanten Abschiebungen nach Afghanistan). Lafontaine hatte lediglich gesagt, dass ein Staat darüber entscheiden können müsse, wen er aufnimmt und wen nicht. Dieser unstrittigen rechtsstaatlichen Selbstverständlichkeit hatte er noch hinzugefügt, das sei nun einmal die „Grundlage staatlicher Ordnung“. Stimmt genau.
    Was er wiederum nicht gesagt hatte, war kurz darauf als Überschrift der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zu seinem Gespräch mit der „Welt“ zu lesen[4]:
    „Lafontaine fordert mehr Abschiebungen.“
    Das ist falsch: An keiner Stelle in seinem Interview mit der „Welt“ forderte Lafontaine mehr Abschiebungen.
    Der „FAZ“ war diese Überschrift allerdings nicht genug, sondern sie gibt dem Leser gleich noch eine Beurteilung der erfundenen Behauptung an die Hand und fährt unter der Überschrift ableitend fort, dass Lafontaine (a) seinem eigenen Parteiprogramm widerspreche und (b) auf die Wähler der AfD „schiele“. Diese Behauptungen sind ebenfalls (a) falsch und (b) vollkommen aus der Luft gegriffen und haben nichts mit dem zu tun, was Oskar Lafontaine gesagt hat, allerdings sind sie dazu geeignet, beim Leser einen ungünstigen Eindruck von Lafontaine zu erwecken.
    Vor etwa fünfzig Jahren habe ich zufällig, als ich unerlaubt und sehr neugierig im Bücherschrank meiner Eltern nach Bildung (oder Aufklärung?) suchte, ein paar Bücher von Immanuel Kant gefunden. In einem dieser Bücher stand ein Satz von andauernder brennender Gültigkeit, der mich seitdem völlig unbeirrbar begleitet und mir oft aus der geistigen Verwirrung herausgeholfen hat, in die jeder gerät, der nicht fassen kann, mit welcher Wahnhaftigkeit ein paar wenige mächtige Menschen (mit oder ohne Entscheidungsbefugnis) die gesamte Welt gnadenlos zugrunde richten, ohne dass der Rest der Menschheit, nämlich die überwältigende Mehrheit aller auf dem Planeten Lebenden, sie daran hindert.
    „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“
    Es ist mir längst ein Reflex geworden, wenn ich einen Satz wie den obigen aus der FAZ lese („Lafontaine fordert mehr Abschiebungen“), nachzuschauen, wann, wo und in welchem Zusammenhang dieser Satz erfolgt ist, und in diesem Fall alsbald zu erkennen, dass er gar nicht erfolgt, also von den Autoren der „Zeit“ und der „FAZ“ aus der Luft gegriffen worden ist. Danach kann es mir passieren, dass ich weitergehe und überlege, warum und zu welchem Zweck wohl ein solcher Satz erfunden worden sein mag.
    Diese Überlegungen nun – warum wohl und zu welchem Zweck wird die Behauptung a) oder b) in die Welt gesetzt – diese Überlegungen sind gefährlich. Ich komme darauf zurück, allerdings möchte ich vorher ein zweites Beispiel vorstellen, einen ziemlich lustigen Zeitungstext aus der „Süddeutschen Zeitung“ vom 7.2.2017[5], dessen beide Autoren, Georg Mascolo und Nicolaus Richter, offenbar sehr zuversichtlich davon ausgehen, dass ihre Leser komplett von dem Unvermögen befallen sein müssen, sich ihres Verstandes zu bedienen.
    Der Artikel ist überschrieben:
    „Die Angst vor dem langen Arm des Kreml“
    Es geht um die im Augenblick medial unermüdlich vorgetragene Befürchtung, dass die Bundestagswahlen im September möglicherweise von der russischen Regierung manipuliert werden könnten.
    „Die Faktenlage ist dünn“, heißt es gleich zu Anfang des Artikels.
    Das könnte, so wird erklärt, zweierlei Ursachen haben: Entweder die russische Regierung manipuliert nicht, oder sie tut es doch, aber die deutschen Geheimdienste kriegen es einfach nicht raus.
    An dieser Stelle fragt sich der geneigte und verstandesbewehrte Leser: Warum, zum Teufel, schreiben die dann was davon in die Zeitung, wenn’s doch nichts zu berichten gibt?
    Kurz darauf erfahren wir, warum: Es gibt da doch etwas zu berichten, und zwar eine dunkle Vermutung des deutschen Geheimdienstes, der ja nicht gut sagen kann, Freunde, lasst gut sein, wir haben gesucht, aber nichts gefunden. Zu seiner eigenen Entlastung muss er also Finsteres auf der Gegenseite annehmen, nämlich: Der Kreml versucht, „mit einem ‚konfrontativeren Kurs’ Unruhe zu stiften, ist aber zugleich sehr geschickt darin, sich nicht dabei erwischen zu lassen“.
    Oho, sagt da der an Kant geschulte Leser, na dann alle Achtung. Ganz der Russe. Dass der so geschickt ist, sich nicht erwischen zu lassen. Das ist wie mit den Mäusen, die uns nachts immer den Käse aus der Falle klauen, ohne sich fangen zu lassen. Abgefeimt.
    Wirklich hinreißend finde ich die Schlussfolgerung aus dem Dilemma der dünnen Faktenlage, das man nach Lektüre des Artikels auch als komplette Faktenfreiheit bezeichnen könnte. Die „Süddeutsche“ gibt es folgendermaßen wieder:
    „Aus Sicht der deutschen Dienste besteht kein Zweifel daran, dass die Fäden – sollte es welche geben – im Kreml zusammenlaufen.“
    Da reibt man sich zunächst die Augen und fragt sich, ob man noch ganz richtig tickt, denn wenn man sich das übersetzt, klingt es etwa so:
    Wir wissen nicht, ob der Stine wirklich wer untern Rock gefasst hat, aber wenn wer der Stine untern Rock gefasst hätte, man weiß es ja nicht, aber könnte ja immerhin sein, wenn also wirklich der Stine wer untern Rock gefasst hätte, dann wüssten wir sicher, das kann nur der Hansi gewesen sein.
    Dieser Befund wird nicht nur durch ein gedrucktes deutsches Leitmedium verbreitet, sondern am Abend davor hätte ich ihn mir auch im staatlichen Fernsehen ansehen können, wo er unter dem Titel „Keine Smoking Gun aus Russland“ gesendet wurde, der Autor war ebenfalls Georg Mascolo, diesmal alleine.
    Was ich mir stattdessen viel später (23.45 h) zu nachtschlafender Zeit angesehen habe, war die Dokumentation „abgehört und abgenickt“ von Hubert Seipel, die sich mit den Praktiken amerikanischer Geheimdienste in Deutschland befasst und zu dem überraschenden Ergebnis kommt, dass die Bundesrepublik seit ihrem Bestehen und ohne Rücksicht auf irgendwelche dort etablierten Rechtslagen flächendeckend abgehört wird, Wirtschaftsspionage seitens der NSA inklusive, und dass das auch jeder weiß, der es wissen will, nur dass es offenbar niemanden interessiert, wer der Stine andauernd untern Rock fasst: weil’s blöderweise gar nicht der Hansi ist.
    Der dritte Angriff auf meinen Verstand war um Klassen intelligenter, aber dennoch ein Angriff. Er stammt von Professor Marcel Fratzscher, dem Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und laut FAZ einem der wichtigsten deutschen Ökonomen. Fratzscher war Gast in der Talkshow „Hart aber Fair“, in der es hieß „Trump und wir – Experten beantworten Zuschauerfragen“.
    Es ging um die Angst mittelständischer deutscher Unternehmen vor den Strafzöllen für ausländische Produkte, die der kürzlich ins Amt gekommene amerikanische Präsident Donald Trump angekündigt hat, und es ging darum, ob der Fragesteller, ein Arbeitnehmer in einem dieser mittelständischen Unternehmen, sich Sorge machen müssten.
    Ja, sagte Fratzscher, das müsse er.
    Er erwähnt sodann in seiner ausführlichen Antwort etwas, das bislang eher selten Erwähnung gefunden hat, nämlich die deutschen Exportüberschüsse gegenüber den USA. Fratzscher nennt die sehr hohen Zahlen und gibt zu bedenken, dass an den amerikanischen Überlegungen „was dran“ sei, insofern nämlich, als Deutschland tatsächlich „Dumping“ betreibe und sich damit einen „unfairen Wettbewerbsvorteil“ verschafft hätte, gegen den sich Amerika nun zur Wehr setzen könnte.
    Diesen Vorwurf, so Fratzscher weiter, machten die Franzosen und andere Europäer Deutschland im übrigen schon seit Jahren: nämlich, so die anderen Europäer, hätten die Deutschen zu niedrige Löhne, praktizierten Protektionismus, hielten gegenüber dem europäischen Ausland ihren Dienstleistungssektor fest geschlossen, kurz – ich fasse den Vorwurf mit meinen Worten zusammen – die deutsche Wirtschaft bereichere sich seit Jahren nicht nur auf Kosten der Amerikaner, sondern auch auf Kosten ihrer Nachbarn.
    An dieser Stelle dachte ich, hoppla, und war gespannt, wie es weiter gehen würde. Was Fratzscher hier gesagt hatte, war ein ziemlicher Tabubruch.
    Denn so wahr es ist, dass Deutschland Jahr für Jahr um Längen die Exportüberschussmarge von 3% reißt, die die EU für die einzelnen Mitgliedstaaten beschlossen hat, so richtig ist es auch, dass die Medien darüber bisher entweder gar nicht oder so ähnlich triumphal berichtet haben wie seinerzeit über die Papstwahl und den Sieg der Fußballer: „Wir sind Exportweltmeister!“, als ob die ungute und kreuzgefährliche Schieflage, die dadurch entstanden ist, ein Grund sei, in Deutschland die Sektkorken knallen zu lassen und sich überlegen zu fühlen gegenüber denjenigen Ländern, denen die brutale Missachtung der EU-Richtlinien sowie auch der nachbarschaftlichen Fairnessgebote seit Jahren schweren Schaden zufügt und denen zuweilen das Messer in der Tasche aufgeht, wenn sie an Deutschland denken, und natürlich auch wenn sie an Brüssel denken, das sich von Deutschland einiges gefallen lässt und nur manchmal mit dem Zeigefinger „du du du“ macht.

    Und nun hat Herr Professor Fratzscher es also ausgesprochen: Wir sind unfair, und die Trump-Administration hat keineswegs unrecht, wenn sie das auch so nennt.
    Ich bin gelernte Rhetorikerin und kenne die Mittel, die im Giftschrank der sprachlichen Verdrehungstechniken und -künste stehen, ziemlich genau.
    Der Moderator hatte schon die Frage formuliert, ob „wir vielleicht mal auf die Bremse treten müssten“, und eigentlich hätte Fratzscher an dieser Stelle die logische Folgerung aus seinen Bemerkungen ziehen müssen: Na klar, müssten wir, eigentlich hätten wir schon vorgestern auf die Bremse treten sollen, und wie! Schluss mit dem deutschen Lohndumping, dem Export der Arbeitslosigkeit in unsere Nachbarländer! Schluss mit den unfairen Wettbewerbsvorteilen, die sich Deutschland auf Kosten seiner eigenen Bürger sowie seiner EU-Freunde und –Brüder verschafft und die das Klima in Europa seit Jahren vergiften. Es lebe die europäische Idee, das Fairplay und eine gemeinsame solidarische Wirtschaftspolitik!
    Dies sagte Fratzscher allerdings nicht. Es gehört sich nicht, auf den Umstand hinzuweisen, dass „unsere“ prächtigen Wirtschaftsdaten ursächlich auf dem Rücken zweier sehr unschöner Phänomene in den Himmel gewachsen sind, nämlich zum einen auf dem Rücken unserer eigenen Bevölkerung, die wir zu großen Teilen am Hungertuch niedrigster Löhne und prekärer Beschäftigung nagen lassen, damit unsere Produkte billiger sind als die unserer italienischen, französischen oder polnischen Nachbarn, und da haben wir den zweiten Schönheitsfehler, den wir nicht gern zugeben. Niemals würden wir unsere Freunde ohne Erbarmen niederkonkurrieren, niemals, weil wir doch die Guten sind, die nichts Böses im Schilde führen, und eben weil wir die Guten sind, können wir absolut nicht verstehen, warum die anderen (unsere europäischen Nachbarn ebenso wie die Bürger unseres eigenen Landes, die wir zu unerfreulichen Existenzen verdonnert haben) die Regierungen nicht freudig wählen, die ihnen das eingebrockt haben, und das sind bei uns beinahe alle jetzt zur Wahl stehenden etablierten großen Parteien (oder auch das im amerikanischen Wahlkampf so genannte „Establishment“), angefangen bei Gerhard Schröders damaliger SPD und den Grünen, und dann ging das mit Angela Merkels CDU weiter, erst unter Beihilfe der FDP und danach seit Jahren wieder mit der SPD.
    Aber da Herr Fratzscher das nicht sagen mochte und weil man nicht so ohne weiteres die Sache beim Namen nennen darf, sagte er etwas Verdrehtes,. Er sagte nämlich, er befürchte gar nicht mal so sehr, dass ein Konflikt zwischen den USA und Deutschland drohe (warum eigentlich nicht, frage ich mich) sondern viel wahrscheinlicher sei, „dass Trump Europa spalte“.
    Wohlgemerkt, Fratzscher sagte nicht, was aus seiner Analyse der Lage glasklar und eindeutig hervorging, nämlich dass Deutschland Europa wirtschaftlich längst gespalten hat, sondern er drehte den Spieß um und schob die Spaltung elegant vom Verursacher der Schieflage weg und dem Präsidenten der Vereinigten Staaten in die Tasche.
    Mit diesem Trick ist es ihm gelungen, die deutsche Wirtschaft schon mal prophylaktisch aus der Schusslinie zu nehmen, bevor noch der erste Schuss gefallen ist, und Deutschland also von vornherein zum Opfer eines künftigen amerikanisch-europäischen Handelskrieges zu erklären, anstatt darauf hinzuweisen, dass ein solcher Handelskrieg möglicherweise gar nicht stattfinden müsste, weil sich das Thema in dem Moment erledigt hätte, in dem Deutschland seine Dumping-Politik aufgäbe und seine Exportüberschüsse auf die von der EU vorgeschriebenen 3 % herunterschrauben würde.
    Mit seiner Vermutung, Donald Trump könne womöglich die Spaltung Europas im Schilde führen, ist Marcel Fratzscher im Übrigen nicht allein, das sind Experten meiner Erfahrung nach nie, weil es ja schließlich Netzwerke gibt.
    Auch für die Europa-Expertin Almut Möller vom European Council on Foreign Relations (ECFR) droht die EU zu zerfallen: „Die Spaltung der EU wird von Washington aus betrieben“, sagte sie mit Blick auf die Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump.
    Wie ich jetzt von Marcel Fratzscher, dem aus Funk und Fernsehen bekannten Wirtschaftsexperten, auf Almut Möller komme, die keiner kennt?
    Ich kenne sie übrigens auch nicht. Ich bin ganz zufällig auf sie gestoßen, als ich eben den US-amerikanischen Weltkonzern Google danach gefragt habe, was ihm zum Thema „Trump spaltet Europa“ einfällt, und da fiel ihm gleich als eine der ersten Almut Möller vom European Council on Foreign Relations ein, welche Institution mir bislang ebenfalls unbekannt war, aber was ich an meinem Beruf so liebe, ist das „learning by writing“, und den ECFR nicht zu kennen, wäre ganz einfach ein Fehler, weil er nämlich möglicherweise wichtig ist, etwa so wichtig wie der Umstand, dass ihn vermutlich nicht so viele Leute kennen. Er ist ein Thinktank, seine Organisationsform ist die des gemeinnützigen Vereins.
    Was er will, sagt er auf seiner Homepage: „to combine establishment credibility with intellectual insurgency“. Also die Glaubwürdigkeit des europäischen Establishments mit intellektueller Insurgenz zu verbinden. Insurgenz? Was ist das gleich? Insurgency. Aufstand, mindestens Aufruhr.
    Nun. Über diese Kombination muss man eine Weile nachdenken, mir fällt ad hoc dazu nur das Wort „Farbrevolutionen“ ein, aber ich kann mich täuschen und werde dem später nachgehen.
    Bei einem ersten Blick in die Veröffentlichungen dieser Denkfabrik erkennt man: Der Verein hängt – ganz im Sinne des europäischen Establishments – an und für sich nicht der Idee an, Europa werde von seinen amerikanischen Freunden gespaltet. Eher geht er davon aus, dass Russland eine gewaltige Gefahr für Europa darstellt, wobei Spaltung noch das geringste Problem ist – bei der Lektüre hat man das Gefühl, die russische Armee stehe schon kurz vor Warschau, wenn nicht gleich vor Berlin. Das wiederum würde die „aufständische“ Absicht des ECFR erklären. Jedenfalls vermittelt er keineswegs, dass NATO-Truppen soeben ihren Posten in Litauen an der russischen Grenze bezogen haben könnten, unter anderem deutsche, deren Vorgänger vor nicht sehr langer Zeit dort schon mal waren und allein nur in Litauen gleich nach ihrer Ankunft in den ersten fünf Monaten 137.346 Juden umgebracht haben [6].
    Wenn jetzt also eine Mitarbeiterin dieser Nicht-Regierungs-Organisation ebenso wie Marcel Fratzscher und etliche andere zu der Vermutung gelangt, dass der amerikanische Präsident Europa spalten könne, dann sollte man das ernst nehmen.
    Genau das werden die Leute tun, die unser Land regieren, und ihre politischen Konkurrenten im Wahlkampf werden exakt das selbe tun: Sie werden auf Politikberater hören, die wir nicht kennen, sie werden Routen einschlagen, die ihnen aus Thinktanks suggeriert werden, die wir ebenfalls nicht kennen , sie werden weiterhin den Rat der Unternehmensberater von McKinsey befolgen und Asylanten „effizient“ ausweisen, McKinsey wenigstens kennen wir, viele andere Unternehmensberater, deren Rechnungen wir bezahlen, kennen wir nicht. Die Leute, die wir wählen, werden auch künftig auf der Grundlage undurchsichtiger Kalkulationen die Kosten unserer öffentlichen Bauten mittels privater Investorenfirmen in die Höhe treiben, die Expertise von Versicherungen einholen, um die Renten zu kürzen, sie werden die Bildung unserer Kinder in die Hände von Stiftungen legen und uns für die Veruntreuung der Gelder, mit denen wir unser staatliches Gemeinwesen zu finanzieren nur glauben, die Erklärung geben, die globalisierte Welt sei eben komplexer geworden, und wir seien leider zu doof, um da noch durchsteigen zu können (die deutsche Verteidigungsministerin regte kürzlich an, mit dem Volk in angemessener sprachlicher Schlichtheit zu kommunizieren, in einer einfachen Sprache, in Hauptsätzen)[7], weswegen wir es lieber nur bezahlen und ansonsten den Fachleuten und Thinktanks und Agenturen, den NGOs, Vermögensverwaltungen, den Consulting- und weltumspannenden Anwaltsbüros für Steuervermeidungs- und Freihandelsrecht überlassen sollten, die Einzelheiten unserer Leben auszuhandeln, die wir sowieso nicht verstehen, und wenn wir uns tatsächlich nützlich machen wollten, gäbe es ja das Ehrenamt (Eltern reparieren defekte Klos und Dächer in den maroden Schulen, Anwohner stopfen Löcher in den Straßen, und die Tafeln hungrige Mäuler). Die Regierungsform, die auf diese Weise schon seit längerer Zeit praktiziert wird, heißt „Governance“, was bedeutet, dass neben staatlichen Akteuren oder anstelle staatlicher Akteure wesentlich nicht-staatliche an der Gestaltung der Politik beteiligt sind. Die sind natürlich ebensowenig gewählt wie zum Beispiel die Mitglieder der Europäischen Kommission in Brüssel oder die sogenannte Troika, die europaweit in nationales Regierungshandeln eingreift, bis man von Regierungshandeln nicht mehr sprechen kann.
    Den diversen derart am politischen Geschehen beteiligten Beraterfirmen und -institutionen nun wieder – ich lasse hier mal den traditionellen Lobbybetrieb weg (Pharma, Energie, Waffen, Agrar, Finanz und all die anderen), der inzwischen zu weiten Teilen gesetzgeberische und parlamentarische Funktionen übernommen hat – diesen Beratern ist es gleichgültig, ob sie Frau Merkel oder Herrn Schulz zu Diensten sind, Hauptsache, sie selbst stehen in den Diensten des erst neuerdings so genannten „Establishments“ und können das auch so lange weiter tun und dazugehören, als die Glaubwürdigkeit desselben nicht derart angeschlagen ist, dass seine und somit ihre Position gefährdet wären. Das Ding nannte sich, bevor wir das vornehme Wort Establishment dafür eingesetzt haben, Macht und funktioniert nicht erst seit gestern so, nur dass wir heute in der dummen Position sind, nicht mehr so ganz genau wissen zu können, wer sie mit Hilfe welcher globalen grauen Eminenzen ausübt, weil nur die wenigsten sich zu erkennen geben. Um es mit meinem Freund Reiner zu sagen, einem Physiker, der international unterwegs ist und der es auf den Punkt gebracht hat: „Ich wüsste sehr gern, von wem wir eigentlich regiert werden.“
    Ich vermute: von denen, für die wir demnächst unsere Kreuzchen machen dürfen, wahrscheinlich eher nicht.
    An dieser Stelle möchte ich einen Exkurs einschieben, der nach Beendigung dieses Textes entstanden ist, nämlich nachdem ich – aufgrund des Wortes „insurgency“ und meiner freien Assoziation dazu – der Frage nachgegangen bin, was der ECFR tut und wer ihn in seinem gemeinnützigen Tun finanziert. Hier also das Ergebnis, das im übrigen kein Geheimnis ist, es steht bei Wikipedia: Der European Council on Foreign Relations berät in außen- und sicherheitspolitischen Fragen und ist vor etwa zehn Jahren von fünfzig Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen worden, von denen dem deutschen Leser einige bekannt sein dürften, so etwa Joschka Fischer, Cem Özdemir, Caio Koch-Weser (deutscher SPD-Politiker, Lobbyist und Mitglied im erweiterten Vorstand der Deutschen Bank, ehemaliger Vizepräsident der Weltbank), Dominique Strauss-Kahn, der beinah mal französischer Präsident geworden wäre, sowie George Soros, dessen Name bei Wikipedia ergänzt wird durch die Berufsbezeichnung „Investmentbanker, Spekulant und Finanzier von demokratischen Oppositionsbewegungen in Osteuropa (Soros-Stiftung)“.
    Im ECFR sitzen massenhaft illustre Menschen[8], und zwar querbeet durch die Parteien und Konzerne. Darüber möchte ich an dieser Stelle nicht nachdenken, sondern kurz über ein Phänomen sprechen, das ich nur deshalb am Beispiel von George Soros erläutern will, weil ich seinen Namen zufällig in der Liste jenes oben erwähnten ECFR entdeckt habe (ich könnte auch Warren Buffet, Bill und Melinda Gates und viele andere nennen, statistisch findet man die meisten von ihnen in den USA, es gibt sie aber auch anderswo).
    Dieses Phänomen geht so: Nachdem jemand im Schweiße seines Angesichts und mit seiner Hände Arbeit die ersten zehn oder zwanzig Milliarden Dollar entbehrungsreich zusammengekratzt und auf irgend einer Offshore-Insel fern des heimischen Fiskus steuer- und krisensicher angelegt hat, überkommt ihn sehr häufig der Drang, Gutes zu tun.
    Die Philantropie ist in der amerikanischen Tradition fest verankert und hat sich inzwischen von dort über die Welt verbreitet.
    Dem Spender ist die Rührung der Medien und der für Ordensvergabe zuständigen Einrichtungen gewiss, Tier- und Menschenfreunden auf der ganzen Welt kommen die Tränen. Wer hätte nicht ergriffen geseufzt, als er davon gehört hat, dass vierzig Milliardäre versprochen haben, die Hälfte ihrer Vermögen irgendwann den Armen zu schenken, wobei, wenn man genau hinschaut, das Versprechen ihnen heute Ruhm einträgt, während das „Irgendwann“ laut Vereinbarung ruhig in der Ferne liegen und im Grunde gegen unendlich laufen kann und irgendwo am Horizont stattfinden dürfte, ganz in der Nähe des Himmelreichs.
    Die meisten guten Taten allerdings werden nicht irgendwann, sondern schon seit längerem angegangen.
    Zu unserem Beispiel: George Soros hat nicht nur den aufrührerischen ECFR mitgegründet und bis heute unterstützt, sondern mittels einer Haupt- und vieler Nebenstiftungen eine ganze Menge Aufstände finanziert (überwiegend in Osteuropa, aber auch anderswo, überwiegend unblutig, gelegentlich aber auch blutig), von denen anschließend einige einen bunten oder botanische Namen bekamen.
    Das kann man finden, wie man will, man sollte sich nur klar darüber sein, dass es so ist, und zwar ist es nicht nur bei der Aufstandsfinanzierung so, sondern es ist in allen Bereichen politischer Gestaltung seit langem gang und gäbe, und so kommt es (der Zufall war auf meiner Seite, das nennt man Recherche-Glück), dass auch zwischen dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, dessen Präsident der Hart-aber-Fair-Gast Marcel Fratzscher ist, und George Soros eine Verbindung besteht, insofern nämlich, als Soros eine Forschungsinitiative zum Klimaschutz finanziert und 2009 einen Ableger davon beim DIW installiert hat. Das mit Soros und dem Klimaschutz ist wiederum eine Sache für sich: Soros war bislang als Förderer alternativer Energien bekannt, hat im vergangenen Herbst allerdings, das berichtet jedenfalls die englische Zeitung „The Guardian“, erhebliche Gelder in den Kauf von Kohleaktien investiert.
    Noch einmal: Uns beschäftigt hier nicht die Frage, wie ich das finde, sondern was es bedeutet, dass Privatpersonen ab einer bestimmten Größe ihres Reichtums äußerst wirksam in die globale Geopolitik eingreifen können und die Menschheit auf Gedeih und Verderb davon abhängig ist, dass die Weisheit dieser Personen in halbwegs proportionaler Relation zur Größe ihres Vermögens steht und mit demselben zügig mitwächst.
    Ach so, und George Soros ist bekanntermaßen ein leidenschaftlicher Anhänger der These, dass der Hansi der Stine andauernd untern Rock fasst, er schert sich in dieser Frage nicht darum, ob unsere Dienste dafür Beweise finden oder nicht, allerdings ist er auch, vornehm ausgedrückt, kein Freund von Donald Trump, womöglich weil Trump angedeutet hat, dass er den Hansi vielleicht doch nicht für den Leibhaftigen hält.
    Ich habe nun auf die Schnelle keine detaillierte Aussage von Soros zu der Frage gefunden, mit welchen Tricks Donald Trump Europa am besten zu schaden und den Russen in die Arme zu treiben gedenken könnte, aber ich halte es für wahrscheinlich, dass auch George Soros – ebenso wie Professor Fratzscher vom DIW und Almut Möller vom ECFR – dem amerikanischen Präsidenten zutraut, Europa spalten zu wollen, und damit würde es richtig übel für uns alle aussehen und wir können – dies ist meine Schlussfolgerung aus dem ganzen Schlamassel – eigentlich nur hoffen, dass wenigstens die amerikanischen Dienste vor Ort bei uns ihre Arbeit weiterhin gewissenhaft verrichten und ordentlich auf uns aufpassen, zur Not eben auch mit Soros’ Hilfe gegen ihren eigenen Chef..
    Man muss ganz allgemein daran zweifeln, dass die Weisheit eines Menschen proportional mit der Größe seines Vermögens ins Unermessliche wächst.
    Ende des Exkurses.
    Nach all diesen Befunden könnte es so aussehen, als wäre ich der Auffassung, wir hätten keine Wahl oder wieder einmal nur die sprichwörtliche Wahl zwischen Pest und Cholera.
    Aber da hätte man die Rechnung ohne Immanuel Kant gemacht, der den Ausweg gekannt und genannt hat.
    Um Kants Ausweg zu finden, werden wir uns jetzt kurz mal in die Lage eines Unternehmensberaters versetzen. Zu dem kommt ein großer Pizza-Konzern, der das Gefühl hat, im internationalen Pizza-Geschäft sei noch „Luft nach oben“. Recht hat er übrigens, im gesamten Lebensmittelbereich ist noch Luft nach oben, allerdings nicht mehr lange.
    Diesem Business-Mann sollen wir einen Tipp geben, wie er seine Verkaufszahlen steigern könnte, und man braucht nicht lange darüber nachzudenken, weil einem sehr schnell einfällt, wie das geht. Leider wissen es inzwischen sämtliche Lebensmittelhersteller auch schon, und nicht nur die: Wenn du 900 Millionen Pizzen in Deutschland verkaufen willst, musst du vor allem dafür sorgen, dass landesweit möglichst kein potentieller Pizzakäufer darauf kommt, was das eigentlich ist. Nichts ist nämlich einfacher und billiger, als aus Mehl, Hefe, Wasser und Salz einen Teig herzustellen und mit Tomaten und Käse zu belegen.
    Nur etwas allgemeiner ausgedrückt – ich bleibe im Bild des Lebensmittels – basiert unser Rat auf folgender Erfahrung: die Leute löffeln jede Suppe bereitwillig aus, solange sie nicht auf die Idee kommen, sie könnte mit Wasser gekocht sein.
    Dummerweise, so wendet unser Geschäftsmann ein, dummerweise gibt es immer noch Subjekte, die tatsächlich selber Pizza backen können und das auch tun.
    Also wird man den erfolgsorientierten Pizzaproduzenten beruhigen mit der Annahme, dass das Thema sich demnächst biologisch erledigen wird und von künftigen Generationen nichts zu befürchten steht, weil die anständig digitalisiert sind und sich sowieso längst aus der Mikrowelle ernähren, aber sicherheitshalber werden wir ihm noch den Tipp geben, er solle, bis es so weit ist, dafür sorgen, dass nicht pausenlos irgendwo irgendwer aus der alten analogen Welt herumposaunt, dass Pizza mit Mehl gebacken und Suppe mit Wasser gekocht wird und wie einfach das geht.
    Stimmt, sagt der Pizzaproduzent, das wäre kontraproduktiv.
    Das wäre nicht nur kontraproduktiv, es könnte verheerend werden:
    Man stelle sich vor, die Leute würden ihr Essen selber kochen, bloß weil es preiswerter und gesünder ist. Allein für die Plastikverpackungsindustrie wäre das eine Katastrophe! Und wenn sie dann noch wüssten, dass man Kaffeebohnen auch mahlen und überbrühen kann, nicht auszudenken.
    Man stelle sich vor – wir schwenken mal kurz vom Lebensmittel- zum Finanzsektor -, man stelle sich vor, die Leute würden ihr Geld von der Bank holen, bloß weil die Bank ihnen keine Zinsen mehr gibt. Natürlich wissen wir alle, dass wir eigentlich keinen Grund mehr haben, unser Geld bei der Bank zu lassen, wenn’s keine Zinsen mehr gibt, aber wenn wir’s deswegen gleich abholen würden, oh je. Seit der Null-Zins-Politik berichtet das deutsche Fernsehen ununterbrochen von den Unmengen Wohnungseinbrüchen, die sich in der letzten Zeit ereignen, und unsere Wut auf die Rumänen und Bulgaren steigt, denn natürlich sind es die Rumänen und Bulgaren, die uns ans Geld wollen. Wer sonst?
    Überhaupt das Geld: Man stelle sich vor, die Leute hätten einen Schimmer davon, was Geld ist. Zum Glück glauben die meisten an den Klapperstorch und das Ammenmärchen von den Staaten und ihren Notenbanken, die das Geld drucken und verteilen und den ganzen Kinderkram. Lassen wir sie um Himmels Willen in dem Glauben, sonst kämen sie auf Ideen, bevor die staatlichen Notendruckereien demnächst endlich abgeschafft werden; dann ist Schluß mit dem Bargeld, und die Gefahr ist gebannt.

    Aber mit dem Geld ist es wie mit der Suppe: Es gibt tatsächlich Querulanten, die erzählen in der Gegend herum, dass die staatlichen Nationalbanken beim Geldschöpfen eigentlich nur noch für die Peanuts zuständig sind, ein Fünftel gerade mal ist staatlicher Cash, der Rest die reinste Luftnummer, Buchgeld, das nur im Computer steht. Fiktiv. Aber echt. Für jeden Kredit, den jemand aufnimmt, zieht seine Bank genau die Summe Geld aus dem Hut und schreibt sie sich aufs Konto, und dann ist es da (Paul Schreyer zum Beispiel trötet das heraus, ein Schweizer Autor, oder Norbert Häring, ein deutscher Volkswirt und Wissenschaftsjournalist). Wie war das noch mit den Milliardären, die im Schweiße ihres Angesichts und mit ihrer Hände Arbeit entbehrungsreich zugange waren, bevor sie die Welt mit ihrer Mildtätigkeit beglücken?.
    Für Leute, die solche unfeinen Wahrheiten unters Volk zu bringen versuchen, gibt es in unserer Welt nur ein Wort: das sind Verschwörungstheoretiker. Mit denen will man nichts zu tun haben. Nicht mal lesen will man, was die an konspirativem Quatsch ausbrüten. Das könnte am Ende auf einen abfärben, man erzählt ahnungslos im Büro herum, was man so gelesen hat, und eh man sich’s versieht, ist es aus mit der schönen Karriere.
    Es ist natürlich nicht so, dass die Leute das nicht sagen dürften, wir haben schließlich keine Zensur, bei uns darf jeder Parano seinen Sermon ablassen, nur drucken werden wir das nicht oder senden (zur Not und ausnahmsweise mal um 23.45 h) oder in unseren Zeitungen besprechen, und lieber mag ich keinen kennen, der einen kennt, der mal eine Frage gestellt haben soll von der Sorte Fragen, von der wir doch alle wissen, dass man so was nicht fragt.
    Es gibt übrigens, wo wir schon bei den Unbotmäßigkeiten sind, tatsächlich auch Leute, die nicht einsehen wollen, dass kriminelle Schlepperbanden in Nordafrika Millionen Afrikaner auf die Idee gebracht haben, in ihre überteuerten Schlauchboote zu steigen, von denen selbst Afrikanern bekannt sein dürfte, dass sie der TÜV-Prüfung nicht standhalten (was für ein geniales Marketing diese Schlepperbanden haben müssen, ganz nebenbei gesagt), und wegen dieser Schlepperbanden kommen so viele Afrikaner im libyschen Gewässer um, dass wir lieber zu ihrem Schutz vor den Schleppern einen Zaun errichten. Oft sind die Leute, die an der Schlepper-Theorie herumnörgeln, dieselben dubiosen Personen, die nicht glauben wollen, dass Russland den Syrienkrieg losgetreten hat, obwohl doch bekanntermaßen alle Fäden – so es sie denn gäbe – im Kreml zusammenlaufen. Diese Personen nannte man bis vor kurzem Hansiversteher, damit jeder schon ab dem Kindergartenalter weiß: damit habe ich nichts zu tun, von so welchen hält man sich fern, aber das mit dem Hansiversteher ging natürlich nur so lange, wie wir Obama im Weißen Haus hatten. Da stand die Brücke über den Atlantik noch auf festen Pfeilern, inzwischen könnte es sein, dass sie wackelt. Unser Sprachvermögen wackelt übrigens auch, wenn wir mit Wörtern malträtiert werden, die mich daran erinnern, wie wir uns als Dreijährige darüber beschwert haben, dass der Tommy immer der „Bestimmer“ sein wollte, an Gefährder und Versteher kann ich mich jetzt gerade nicht erinnern, aber ich nehme an, das ist es ungefähr, was die deutsche Verteidigungsministerin mit „einfacher Sprache“ fürs Volk gemeint hat.
    Und dann gibt es, um wieder auf die europäischen Provinzen und ihr Dilemma zu sprechen zu kommen, Leute, die am Sparen zweifeln. Die gebildeten Stände sagen Austeritätsgebot dazu, und wer daran zu zweifeln wagt, der kriegt richtig Ärger. Ich weiß nicht, ob das wirklich die Schlimmsten sind, wie unser Finanzminister sagt, aber bei denen muss man höllisch aufpassen, weil der Zweifel an der reinen Lehre inzwischen anfängt sich auszubreiten wie eine Grippe, und so was kann hartnäckig sein. Angefangen hat es vor zwei Jahren mit diesem griechischen Minister, wie hieß der noch gleich, dieser Typ, der keine Schlipse um hatte und mit dem Motorrad zur Arbeit fuhr, Janis Varoufakis (der soll inzwischen auch eine Bewegung gegründet haben mit der Parole: One simple but radical idea: to democratize Europe, was für eine Frechheit: was einfach ist, hat der doch nicht zu bestimmen, der ist doch kein Bestimmer), und inzwischen hat dieses Virus nicht nur unsere europäischen Freunde am Mittelmeer samt und sonders infiziert, sondern sogar schon den Internationalen Währungsfonds, und der will jetzt aussteigen, wo wir gerade so schön in Fahrt und ganz kurz davor sind, den Griechen endgültig den Hals zu brechen, jetzt ausgerechnet will der IWF aussteigen und den Griechen die Schulden erlassen, wo wir sie schon am Boden liegen haben mit unserem Spardiktat und die Spanier und Italiener sich nicht mehr trauen, die Klappe aufzumachen, weil sie Angst haben, es könnte ihnen womöglich genauso ergehen.
    Wenn dem Trump das zu Ohren kommt, wird er es sicher in sein goldenes Präsidentenbuch schreiben, bestimmt auf die Seite, auf der sich alle amerikanischen Präsidenten immer ganz genau notieren, wen man am besten wo auf der Welt spalten und gegeneinander aufhetzen kann. Darin sind die amerikanischen Präsidenten übrigens allesamt ziemlich gut. Sie finden noch im hintersten Winkel der Welt irgendwelche ethnischen oder religiösen oder sonst welchen indigenen Stammesgruppen, die eigentlich gar keiner kennt, aber wenn’s dann mal los geht mit der Spalterei, staunt man, wie viele von denen es da gibt, von denen man vorher nicht mal die Namen kannte, und sobald man ihre Namen dann drauf hat, staunt man wieder, dass die tatsächlich die längste Zeit friedlich miteinander gelebt hatten, bevor die Spalterei losging und die Mission dann endet, wie sie eben enden muss: Failed State, Klappe zu, Affe tot. Davon sollte man eigentlich lernen, wobei es, genau genommen, die Amis ja nicht erfunden haben, das Spalten. Das „Teile-und-Herrsche“. Divide et impera. Klingt lateinisch. Egal. Wir können das jedenfalls auch, obwohl wir, also wir Europäer, nicht so viele Militärstützpunkte rund um den Globus haben wie die Amis. Aber mehr als die Russen haben wir allemal (hoffentlich, man müsste mal recherchieren, wie viele die Russen haben)[9], vorausgesetzt, der Trump lässt uns jetzt nato-mäßig nicht hängen und zieht nicht am Ende von seinen 800 Stützpunkten ausgerechnet die paarunddreißig ab, die er bei uns noch am Laufen hält, aber so weit wird er’s hoffentlich nicht treiben, sonst hätte der Soros ja recht, und wir kriegen wirklich demnächst den Hansi auf dem Hals, und da würde uns und unseren demokratischen und sonstigen Werten nur noch eines helfen: eine eigene Atombombe müssten wir haben. Nicht wir als Europa (wir als Europa haben ja schon Atombomben), sondern wir als Deutsche. Das wäre doch was. Das haben sie letztens sogar in „Panorama“ gebracht.
    Wenn ich der Trump wäre, würde ich mir das mit Griechenland jedenfalls notieren. Gleich neben dem deutschen Exportüberschuss und dem Dumping. Da kommt einiges zusammen, was sich zum Spalten eignet, und außerdem könnte es wirklich sein, dass das mit der Sparpolitik so ähnlich ist wie seinerzeit die Geschichte mit der unbefleckten Empfängnis, für die sie seit zweitausend Jahren am Suchen sind, aber bis jetzt können sie’s wissenschaftlich immer noch nicht beweisen, eher muss man vermuten, dass es nicht funktioniert (wer das genauer wissen möchte, dem erzählt es der Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck sehr gern in dem Internet-Magazin “Makroskop“, das er seit kurzem gemeinsam mit Paul Steinhardt herausgibt: Kritische Analysen zu Politik und Wirtschaft).
    Kurz: wir sind in der großartigen Situation, dass wir uns auch heute noch immer unseres Verstandes ohne Leitung eines anderen bedienen könnten. Allerdings sollten wir uns bei der Benutzung unseres Verstandes keinesfalls auf die Hilfe unserer Leitmedien verlassen, deren Aufgabe es im übrigen auch nicht ist, unseren Verstand zu schärfen oder unserer Mündigkeit auf die Sprünge zu helfen, sondern Inserenten zu werben, die uns zum Kauf ihrer Suppe überreden wollen, also müssen sie uns logischerweise so verblöden, dass wir nicht mehr wissen, was man mit Wasser alles kochen kann. Wir – im Unterschied zu den Menschen, die in den bereits gespaltenen Regionen noch am Leben gelassen worden sind – wir haben übrigens noch Wasser.
    Statt uns und unsere Kinder also systematisch für dumm verkaufen zu lassen, könnten wir uns nach denjenigen umschauen, die es auch nicht fassen können, mit welcher Wahnhaftigkeit ein paar wenige Menschen versuchen, gnadenlos die gesamte Welt zugrunde zu richten. Es gibt nämlich Leute, die ebenso wie ich hoffen, dass der Rest der Menschheit, nämlich die überwältigende Mehrheit aller auf dem geschundenen Planeten Lebenden, diese paar wenigen daran hindert.
    Aufklärung, dieser Ausweg aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit, ist – genau, wie Immanuel Kant es gesagt hat – selbstverständlich eine Frage „der Entschließung und des Mutes“.
    Das ist nicht erst seit gestern so. Vor uns gab es auch schon Menschen.
    Bei Seneca könnte man zum Beispiel lesen:
    „Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig.“
    Die für die Anschläge auf unseren Verstand im Detail zuständige Branche heißt übrigens „Meinungsmanagement“ (wenn’s der Hansi macht, nennen wir es Gehirnwäsche, manche sagen auch Propaganda dazu), und ein Mann, der gut darüber bescheid weiß und der auch toll erklären kann, wie und warum es funktioniert und was man dagegen tun kann, wenn man keine Lust hat, seinen Verstand abzugeben, ist ein Professor für Kognitionspsychologie in Kiel. Er heißt Rainer Mausfeld und hat die große Frage gestellt: „Warum schweigen die Lämmer?“[10]
    Sie haben nämlich die Wahl, wenn auch vielleicht nicht gerade jetzt beim rituellen Alle-vier-Jahre-wieder-Spektakel in diesem September.
    Eher jeden Tag von morgens bis abends.
    Und wenn man das nicht mit dem Daumen-Hoch-Daumen-Runter-Spielchen bei Facebook oder der Fertigpizza verwechselt, ist es etwas Wundervolles, jeden Tag die Wahl zu haben.
    Aber natürlich ist es gefährlich. Und wie.
    Aber so wundervoll, dass es sich lohnt, mit aller Kraft darum zu kämpfen.
    [1]

    Quelle: http://hinter-den-schlagzeilen.de/ic...regiert-werden
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  3. #583
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    Die Medien, Echokammer der Guten

    Was kritische Oppositionsmedien fast bis zum Überdruss ausgetreten haben, belegt nun eine Studie der Hamburg Media School und der Uni Leipzig.

    Laut Studie hatten zum sogenannten „Flüchtlingsthema“ die sogenannten „Mainstream-Medien“ vollständig die Meinung der politischen Parteien übernommen. Auf diese Weise ist die „Willkommenskultur“ zu einem quasi religiösen Erlösungsbegriff verkommen. Eine kritische Begleitung der Politik gab es deshalb nicht, weil die Medien-Klasse einfach der gleichen Meinung wie die politischen Parteien war. Und warum? Ganz einfach, weil sich das Personal von Politik und Medien aus einer Kaste mit denselben ideologischen Glaubenssätzen rekrutiert.
    Wobei die Frage zu stellen ist, ob nicht umgekehrt ein Schuh daraus wird. Folgten die Medien der Politik blind oder hat nicht die politische Kaste diese Meinung durchgesetzt, weil sie sicher war, dass sie eine quasi totalitäre Zustimmung der Medien erwarten konnte.
    Die Forscher hatten laut Zeit Online mehrere Tausend Artikel aus den führenden Tageszeitungen Deutschlands vom Zeitraum von Februar 2015 bis März 2016 ausgewertet. Als Ergebnis zeigte sich, dass sich die Medien selbst nicht als kritische Berichterstatter, sondern als Volkserzieher für die moralisch richtige Haltung betrachten.

    Das heißt, die Medien sehen ihre Aufgabe nicht mehr in der Kontrolle der Politik, sondern in der Kontrolle des Denkens der Bürger. Der Deutsche soll im Sinne einer politisch korrekten Ideologie erzogen werden. Vor dem Betreuten Wohnen kommt heute zunehmend das Betreute Denken.
    Dieser Ansatz ist nicht weit entfernt von anderen autoritären Systemen, die bereits im letzten Jahrhundert in Deutschland gewütet haben. Und das ist einer Demokratie nicht würdig.
    In der medialen Berichterstattung wurde laut Studie die Lebenswirklichkeit der Bürger ausgeblendet und zum Zug kam eine quasi totalitäre Belehrungshaltung der Medien. Eine Diskussion mit kritischen Meinungen fand nicht statt, im Gegenteil: Kritik gegen eine ungeregelte Einwanderung wurde diffamiert. Schon der Begriff „Flüchtling“ sollte eine (unzulässige) Assoziation zu den deutschen Weltkriegsflüchtlingen schaffen.

    Merke: Wer die Sprache kontrolliert, kontrolliert das Denken. Statt eine offene Diskussion zu ermöglichen, wurde diese mit Totschlagargumenten und moralischen Ausgrenzungen erstickt, ganz so, wie man es aus autoritären Systemen kennt.
    Die Forscher unter der Leitung des Medienwissenschaftlers Michael Haller merken an: „Willkommenskultur“ wurde als idealistisch romantischer Begriff etabliert, während Kritik abgewertet und ausgegrenzt wurde.
    Es wurde also ein allgemeiner „Dampfwalzenjournalismus“ gefahren, der alle Widersprüche niedermachte. Viele Journalisten sehen (bis heute) ihre aufklärerische Funktion in der Erziehung ihrer Rezipienten.
    In guter Erinnerung sind noch Claus Klebersche Kommentare: Natürlich wisse man, dass 70% der „Füchtlinge“ junge Männer seien, aber aus einer „moralischen“ Verantwortung heraus zeige man eben vor allem die wenigen Frauen und Kinder. Mit anderen Worten: Wir lügen für die „richtige“ Moral.
    Nach einer jahrzehntelang zelebrierten Schuldkultur war es sozusagen an der Zeit „guten Seiten der Deutschen herauszukehren und das Narrativ ‚Willkommenskultur‘ auszumalen“.
    Wer sich jahrzehntelang abwertet, für den ist es also an der Zeit sich, psychologisch verständlich, irrational aufzuwerten. Ein neuer deutscher Sonderweg musste her. Koste es, was es wolle. Pekunär oder als isolationistische Haltung in Europa. Egal. Wir sind die Guten, der Rest soll sich anpassen, wenn nötig bei Strafe. Am deutschen Wesen sollte die Welt genesen.
    Wer aber eine Ideologie durchsetzen will, muss seine Gegner ausgrenzen und stigmatisieren. Der Medienforscher Haller führt aus, dass dies sowohl in der Bildsprache als auch in der Berichterstattung bei der AfD der Fall war. Ausgeschlossen und diffamiert wurden nicht nur Extremisten, sondern gleich alle Kritiker.
    Dies wird von den Mainstream-Journalisten gar nicht für problematisch gehalten, sie schmücken sich sogar mit der „richtigen“ Moral. Das bedeutet, das Demokratieverständnis der Medien hat sich grundsätzlich verändert: Eine ursprünglich kritische 4. Gewalt sieht sich als missionarische Institution ihrer politisch korrekten Ideologie. Dazu passt, dass FAZ, Spiegel Online und weitere zu umstrittenen Themen einfach ihren Leser-Kommentarteil abschalten.
    Wie reagierte der Bürger auf diese Gehirnwäsche? Die Bevölkerung wurde in zwei Teile gespalten. Ein großer Teil sagte sich, wenn alle Kommentatoren, auch Illner, Will etc. der gleichen Meinung sind, wird das wohl stimmen. Die blauen Augen Klebers können nicht lügen. Wenn wir uns dieser Meinung anschließen, sind wir auf der Seite der Gewinner und der Guten.
    Der andere Teil der Bürger wanderte in die sozialen Medien ab, und folgt „gefühlten“ Wahrheiten. So sind die Mainstream-Medien wesentlich für die Spaltung in Deutschland verantwortlich.
    Und heute? Heute sind sich die große Koalition von Medien und Parteien darin einig, das Thema „Flüchtlingspolitik“, das von den Bürgern als extrem wichtig empfunden wird, im Wahlkampf zu tabuisieren. Schließlich haben wir wichtigere Themen: Die „Ehe für Alle“ zum Beispiel. Und da immer ein Beelzebub nötig ist, hören wir jeden Tag: Trump ist böse. Merke: Es lernt nur der, der lernen will.

    Und die Bürger reagieren wie gehabt: Viele sagen sich: Wenn alle im Fernsehen das Gleiche vorbeten, wird es wohl richtig sein. Nur eine kleine Minderheit lässt sich nicht täuschen.


    Quelle: https://www.tichyseinblick.de/meinun...mer-der-guten/
    Die Medien, bzw. die Nachrichtendienste, sagen den Massen, was sie zu glauben haben und zum gegenwärtigen Zeitpunkt des Geschehens funktionieren diese noch recht gut ("They tell you, what they want you to know!").

    Quelle (1995): http://members.kfs.at/kingralf/ufo/buch/buch2/3.html
    Und funktioniert heute auch noch!

    Kleine Kinder wollen alles wissen und lernen!

    Ist es das, was Jesus meinte, als er sagte: Werdet wie die Kinder?

    Das würde aber auch bedeuten, lernt wahres Wissen und hört auf zu glauben!

    LG
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  4. #584
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    Zensiert Google linke Webseiten?

    Der Vorwurf, den die Macher der World Socialist Web Site (WSWS) erheben, hat es in sich: Google habe vor rund drei Monaten seinen Such-Algorithmus verändert, um politische Zensur gegen linke Webseiten auszuüben. Das Alles fände unter dem Vorwand statt, Fake News zu bekämpfen und die Nutzer vor Seiten mit Verschwörungstheorien zu beschützen. Um die Vorwürfe zu untermauern, fügt WSWS zahlreiche Zahlen an, die jedoch für Externe nicht überprüfbar sind. Auch wenn sich die Vorwürfe von WSWS bei einer stichprobenartigen Überprüfung so nicht bestätigen lassen, werfen die Ergebnisse dennoch Fragen auf. Und vollkommen unabhängig vom Fallbeispiel WSWS zeigt die Debatte, wie groß das Missbrauchspotential durch Google ist und dass es im allgemeinen Interesse sein muss, Google transparenter und demokratischer zu machen.

    weiter hier: http://www.nachdenkseiten.de/?p=39413
    Liebe Grüße
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  5. #585
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    WDR-Journalistin für Wahrheit bestraft: „Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende“

    Seht Ihr, deswegen machen all die Feiglinge mit und lügen und lügen und lügen .......

    Es war ein ehrlicher Satz, der ihr die berufliche Zukunft nahm: "Bei Sendern und Verlagen ist meine journalistische Karriere in Deutschland nach dieser Äußerung zu Ende", sagt Claudia Zimmermann, die seit einundhalb Jahren keinen Auftrag mehr bekommt.

    25 Jahre lang war Claudia Zimmermann Journalistin beim WDR. Doch dann beendete eine Aussage im niederländischen Radio ihre Karriere: Es war im Januar 2016, kurz nach der Kölner Silvesternacht 2015/16. Damals gab Zimmermann gab dem niederländischen Radio-Sender „L1 Limburg“ ein Interview zum Thema „Ist sexuelle Gewalt in der islamischen Kultur verwurzelt? Wie alarmierend ist die Situation in Deutschland?“. Darin wurde sie auch zur Berichterstattung der großen Medien in der Flüchtlingskrise befragt.

    Wie der „Tagesspiegel“ berichtete, antwortete Zimmermann wie folgt auf eine Frage des Moderators, ob der WDR positiv über Flüchtlinge berichten müsse:

    Wir sind natürlich angewiesen, pro Regierung zu berichten.“

    (Claudia Zimmermann, WDR-Studio Aachen)
    weiter hier: http://www.epochtimes.de/politik/deu...-a2179759.html


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  6. #586
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    AW: Manipulation durch Massenmedien !!!

    Streifen am Himmel

    Baumhaus vom 17. September 2016

    Schaue dir mit Juri, Singa und dem Stern die schönen Bilder und Bastelarbeiten an,
    die die Zuschauer an KiKA geschickt haben, und wünsche dem Sandmann eine Gute Nacht.



    http://www.kika.de/baumhaus/videos/video34644.html
    Wolkenkunde für Kleinkinder
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  7. #587
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    World Socialist Web Site und andere bekannte linke Online-Publikationen verzeichnen massiven Rückgang der Zugriffe über Google

    Ich will "Globale Evolution" nicht überbewerten, aber sind wir deshalb um ca. 50% runtergefallen (worden)?

    Der massive Rückgang der Leserzahlen bei sozialistischen, pazifistischen und progressiven Websites in den letzten drei Monaten ist darauf zurückzuführen, dass ihr Google-Suchtraffic um insgesamt 45 Prozent abgenommen hat. Das geht aus aktuellen Daten hervor, die die World Socialist Web Site in Zusammenarbeit mit anderen Online-Redaktionen und Experten für Suchtechnologien erhoben hat.
    Der Rückgang setzte ein, nachdem Google die Richtlinien für die Beurteilung seiner Suchergebnisse geändert hatte. Ben Gomes, Vice President of Engineering bei Google Search, hatte am 25. April angekündigt, Google werde mit der Aktualisierung seiner Suchalgorithmen den Zugang zu „anstößigen“ Seiten unterbinden und dafür sorgen, dass „zuverlässigere Inhalte angezeigt werden“.
    An statistischen Daten, die die World Socialist Web Site vom Dienstleister SEMrush angefordert hat, lässt sich ablesen, wie stark der über die Google-Suche erzeugte Traffic bei 13 Websites mit großer Leserschaft schätzungsweise zurückgegangen ist. Die Ergebnisse für den Rückgang des Suchtraffics lauten wie folgt:

    • wsws.org: 67 Prozent
    • alternet.org: 63 Prozent
    • globalresearch.ca: 62 Prozent
    • consortiumnews.com: 47 Prozent
    • socialistworker.org: 47 Prozent
    • mediamatters.org: 42 Prozent
    • commondreams.org: 37 Prozent
    • internationalviewpoint.org: 36 Prozent
    • democracynow.org: 36 Prozent
    • wikileaks.org: 30 Prozent
    • truth-out.org: 25 Prozent
    • counterpunch.org: 21 Prozent
    • theintercept.com: 19 Prozent

    Die World Socialist Web Site war von den 13 aufgelisteten Websites am stärksten betroffen. Ihr Google-Suchtraffic ist um zwei Drittel gesunken.


    weiter hier: http://www.wsws.org/de/articles/2017.../pers-a03.html
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  8. #588
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    Programmbeschwerde: Bildmanipulation bei Tages*schau zum Netz*werk*durch*setzungsgesetz im Bundestag

    Die Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien hat Programmbeschwerde gegen die Berichterstattung der Tagesschau zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz eingereicht. Der Vorwurf lautet auf manipulative Bilderauswahl. RT Deutsch dokumentiert die Beschwerde.

    Programmbeschwerde: Bildtäuschende Nachricht bei der Tages*schau-Bericht*erstat*tung am 30.6.2017 um 20 Uhr über die Plenardebatte zum „Netz*werk*durch*setzungs*gesetz" im Bundestag
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    die Plenardebatte zum „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ mit anschließender Abstimmung fand im Rahmen der letzten Sitzung des Bundestages vor der Sommerpause am 30.6.2017 als TOP ZP12 direkt nach der Gesetzesabstimmung zum Gesetz für die „Ehe für alle" statt.
    Während bei der Abstimmung zum Gesetz für die „Ehe für alle" der Bundestag noch voll besetzt war, waren bei der Abstimmung für das Netzwerkdurchsetzungsgesetz der Bundestag nur noch etwa 50 bis 60 Abgeordnete anwesend. Die Geschäftsordnung des Bundestages sieht für eine gültige Abstimmung jedoch eine Anwesenheit von mehr als 50 % der Abgeordneten vor.
    § 45 Feststellung der Beschlußfähigkeit, Folgen der Beschlußunfähigkeit

    (1) Der Bundestag ist beschlußfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder im Sitzungssaal anwesend ist.
    Quelle: http://www.bundestag.de/parlament/au...tg/go06/245164
    Der Bundestag war also nach diesen Regeln nicht beschlussfähig. Trotzdem wurde ein Gesetz beschlossen, das nach Meinung vieler Rechtsexperten ein wesentliches Grundrecht - nämlich das der Meinungsfreiheit - einschränkt und demnach verfassungswidrig ist.
    In der ARD-Tagesschau wurde am 30.6.2017 um 20 Uhr über diese Gesetzesvorlage und die Abstimmung berichtet, aber mit für den Zuschauer täuschenden Einblendungen. Das Publikum konnte anhand der Einblendungen den Eindruck haben, der Bundestag habe mit voll besetztem Plenum über das Netzwerkdurchsetzungsgesetz abgestimmt. Dies ist jedoch nicht zutreffend, wie die folgenden Beobachtungen zeigen.
    In der Anmoderation von Jens Riva wird im Hintergrund als Standbild zum TOP ZP12 ein voll besetzter Bundestag gezeigt. Kurzzeitig ist im weiterem Verlauf für etwa eine knappe Sekunde (bei 6:37) die traurige Realität eines fast leeren Plenums zu sehen.

    weiter hier: https://deutsch.rt.com/inland/55121-...agesschau-ard/
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  9. #589
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    Nachrichtenunterdrückung im Monat Juli 2017

    In unseren und auch in den externen Programmbeschwerden, die bei vermuteten Programmverstößen regelmäßig an ARD, ZDF und DLF gesendet werden, wird des Öfteren bemängelt, dass wichtige Kontextinformationen unterschlagen werden, sodass das Publikum Geschehnisse nicht realitätsgetreu einordnen kann.

    Auch das komplette Vorenthalten wichtiger, nachrichtenwerter Informationen gibt Anlass für Beschwerden. Über die Gründe der Unterdrückung von Nachrichten möchten wir nicht spekulieren, jedoch bleibt festzuhalten, dass die Rundfunkstaatsverträge die Sender verpflichten, die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen und einen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben.
    Aus unserer Sicht wurden folgende Informationen in den Haupt-Nachrichtenformaten von ARD und ZDF, wie z. B. Tagesschau um 20 Uhr und heute-Journal um 19 Uhr, im Monat Juli 2017 unterschlagen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

    weiter hier: https://publikumskonferenz.de/blog/2...nat-juli-2017/
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  10. #590
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    Die Propaganda der ARD stellt Nordkorea als „große Bedrohung“ dar – und die Welt damit einmal mehr auf den Kopf

    Auch im Konflikt der USA mit Nordkorea zieht die Propaganda der ARD tagesschau alle Register, um die Welt komplett auf den Kopf zu stellen. Ähnlich wie 2003 Iraks Präsident Saddam Hussein, wird Kim Jong Un und sein erbarmungswürdiges Nordkorea zur Bedrohung für die USA stilisiert. Was angesichts politischer, wirtschaftlicher und militärischer Machtverhältnisse komplett irre ist, nennt die ARD „Journalismus“. Man braucht beinahe eine Lupe, um die „Bedrohung“ der USA auf der Landkarte zu finden. Für die Propagandaverbrecher der ARD sind Fakten und Wahrheiten allerdings irrelevant.

    Jeder halbwegs informierte Mensch weiß, dass Nordkorea dem Billionen Dollar teuren Militärapparat der USA wenig mehr als große Klappe entgegenzusetzen hat. Ausgangspunkt der aktuellen Spannungen sind auch keine Pläne Nordkoreas, das Regime in den USA zu stürzen oder eine Invasion am Malibu Beach, sondern einmal mehr Drohungen von Seiten der USA, über die die Verbrecher der ARD wohlweislich nicht berichtet hatten.
    So wissen die systematisch belogenen, manipulierten und für dumm verkauften Zuschauer der ARD nicht, dass Trumps „Sicherheitsberater“ McMaster am vergangenen Samstag Nordkorea mit einem Präventivkrieg gedroht hatte:

    Die USA sind auf einen „Präventivkrieg“ gegen Nordkorea vorbereitet, sagt McMaster
    Kim Jong Uns Drohung Richtung Guam vier Tage später ist offensichtlich eine Antwort auf eben diese Drohung aus den USA, nur erfahren die Zuschauer der GEZ-Sender davon nichts. Das Ziel der öffentlich-rechtlichen Kriegspropaganda ist, die Tatsache, wer hier der Aggressor ist und wer der Bedrohte, genauso auf den Kopf zu stellen, wie man es aus anderen Konflikten kennt.
    Schon die – wie immer – wohl durchdachte Wortwahl der tagesschau am gestrigen Abend ist verräterisch und verfolgt das gleiche Ziel.
    „US-Präsident sagte… das Regime drohte…“

    Jens Riewa: „… US-Präsident Trump sagte, Provokationen Nordkoreas würden – so wörtlich – mit Feuer und Zorn beantwortet werden. Daraufhin drohte das Regime in PjöngJang mit einem Raketenangriff auf US-Streitkräfte in Guam.“
    Außer den Wortverdrehern und Propagandisten der ARD ist jedem klar, dass Trumps Aussage eine Drohung war, wie sie klarer nicht sein konnte. Tatsächlich haben viele Medien sogar auf die exaltierte Wortwahl Trumps hingewiesen. Die tagesschau benutzt hier aber ganz gezielt nicht das Wort „drohte“, sondern „sagte“ und benutzt dann im nächsten Satz das Wort „drohte“ mit Blick auf die Äußerungen Kim Jong Uns, der schon gewohnheitsmäßig als „Regime“ tituliert wird, obwohl man mit Fug und Recht davon ausgehen kann, dass der nordkoreanische „Diktator“ und sein „Regime“ im eigenen, abgeschotteten Land größeren Rückhalt genießen, als der US-Präsident und das Establishment in den USA. Das aber nur am Rande.
    Um die propagandistische und offensichtlich vollkommen absurde Botschaft, dass Nordkorea den Ausgangspunkt der Aggressionen und eine Bedrohung für die USA darstellt und nicht etwa das Land, das in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Staaten (Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Ukraine, Jemen, …) überfallen, mit Krieg überzogen oder destabilisiert hat, zu untermauern, muss eine Umfrage unter US-Bürgern herhalten.

    Jan Philipp Burgard: „Laut einer Umfrage von CNN empfinden Zweidrittel der Amerikaner Kim Jong Un als große Bedrohung…“
    Selbstverständlich wurden „die Amerikaner“ nicht gefragt, ob sie glauben, dass Nordkorea die USA angreifen könnte oder ob sie es vielleicht für wahrscheinlicher halten, dass die USA Nordkorea attackieren, denn dann würde wohl ein Ergebnis zustande kommen, dass der transatlantischen Propaganda ganz und gar nicht in den Kram passt.
    Ob andererseits die Nordkoreaner – auch wegen McMasters aktuellen Äußerungen – die USA als Bedrohung sehen könnten, ob sie dafür „gute“ historische Gründe haben und nur deshalb deshalb nach Atomwaffen streben und den USA „drohen“ wird in der ARD-Propaganda genauso selbstverständlich in keinster Weise thematisiert, denn das wäre zu nah an der Wahrheit.
    „Ein Fünftel oder gar ein Viertel der Bevölkerung Nordkoreas wird durch die US-Luftangriffe und ihre Folgen ausgelöscht. Diese engmaschige Todesmaschinerie über einem Territorium von 120.000 Quadratkilometern steht in der ganzen Militärgeschichte ohne Vergleich da… In Korea wurde mehr Napalm eingesetzt als in Vietnam. Die USA sollen über Korea mehr als 400.000 Tonnen Bomben abgeworfen haben. Der Nordteil des Landes ist bei Abschluss des Waffenstillstandes im Juli 1953 nahezu vollständig eine Kraterlandschaft.“ (telepolis)
    Dass laut einer US-Umfrage immer mehr Menschen weltweit, darunter 70% der Südkoreaner (sic!) und über ein Drittel der Deutschen die USA als Bedrohung ansehen, erfährt man bei den Verbrechern in ARD und ZDF sowieso nicht.
    Die Wahrheit gibts in den Staatssendern – wie so oft – nur hintenrum im Kabarett:




    Quelle: https://propagandaschau.wordpress.co...bedrohung-dar/
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

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