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Thema: BRICS - News

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    BRICS - News

    BRICS-Länder bauen UNABHÄNGIGES INTERNET


    Präsidentin Dilma Rousseff hat eine Serie von Maßnahmen angeordnet, die Brasilien eine größere online-Unabhängigkeit und Sicherheit verschaffen sollen, als Folge der Enthüllungen, dass die amerikanische NSA Kommunikationen abgefangen hat, sich in die staatliche Petrobras-Ölgesellschaft gehackt und Brasilianer ausspioniert hat, die ihre persönlichen Daten US-Unternehmen wie Facebook und Google anvertraut hatten.

    Viele verstehen das nicht. Der unmmittelbare Auslöser für diese Entscheidung (verbunden mit der Absage eines Besuchs beim US-Präsidenten) waren die Enthüllungen über die US-Spionage. Dilma Rousseff traf diese historische Entscheidung, weil die alternative Infrastruktur – das BRICS-Kabel von Waldiwostok (Russland) nach Shantou (China) nach Chennai (Indien) nach Kapstadt ( Südafrika) und Fortaleza (Brasilien) sich bereits im Bau befindet und in der Endphase seiner Durchführung ist.

    Keine noch so große Provokation und versuchte„Frühlings“-Destabilisierungen und Farbrevolutionen im Nahen Osten, Russland und Brasilien können diesen Prozess stoppen. Dieser gewaltige Plan der BRICS-Länder ist bisher einer breiteren Öffentlichkeit noch nicht bekannt.

    Nichtsdestoweniger ist er sehr real und effektiv. So real, dass internationale Investoren mit voller Kraft diese nie dagewesene reale ökonomische Gelegenheit ergreifen. Die Veränderung ist schon eingetreten.

    Brasilien plant, sich völlig von dem US-zentrischen Internet wegen Washingtons online-Spionage zu trennen, ein Schachzug, von dem viele Experten meinen, dass es ein potentiell gefährlicher erster Schritt wäre und zur politischen Aufspaltung eines globalen Netzwerkes führen werde, das mit minimaler Einmischung der Regierungen aufgebaut worden ist.

    Präsidentin Dilma Rousseff hat eine Serie von Maßnahmen angeordnet, die Brasilien eine größere online-Unabhängigkeit und Sicherheit verschaffen sollen, als Folge der Enthüllungen, dass die amerikanische NSA Kommunikationen abgefangen hat, sich in die staatliche Petrobras-Ölgesellschaft gehackt hat und Brasilianer ausspioniert hat, die ihre persönlichen Daten US-Unternehmen wie Facebook und Google anvertraut hatten.
    BRICS - Kabel (http://www.bricscable.com/(siehe Video)
    Das optische zwei-Fiber Kabel wird 34 000 km lang mit einer Kapazität von 12.8 Terrabits pro Sekunde.
    • Für alle globalen Investoren gibt es keine Krise – es gibt genug Wachstum. Nur nicht in der alten Welt.
    • Die BRICS-Länder haben ca. 45 % der Weltbevölkerung und 25 % des BNP der Welt.
    • Gemeinsam schaffen die BRICS-Länder eine Ökonomie von der Größe der italienischen – jedes Jahr. Das ist die 8-größte Wirtschaft der Welt.


    Die BRICS-Länder bieten genug globale geopolitische und Handels-Gelegenheiten. Russland, China, Indien, Südafria und Brasilien – die BRICS-Ökonomien werden miteinander verbunden und auch mit anderen regionalen und sonstigen Kabelsystemen in Asien, Afrika und Südamerika für eine verbesserte globale Abdeckung.

    21 afrikanische Länder erhalten sofortigen Zugang und damit Zugang zu den BRICS-Ökonomien. In der zweiten Hälfte von 2015 soll es fertiggestellt sein.

    Quelle: http://einarschlereth.blogspot.se/20...-internet.html
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  2. #2
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    Russland legt Entwurf von Strategie multilateraler Kooperation der BRICS vor

    Russland hat auf dem BRICS-Gipfel den Entwurf einer Strategie der multilateralen ökonomischen Kooperation der Mitgliedsländer der Gruppe vorgelegt. Das teilte der russische Präsident Wladimir Putin am Dienstag im brasilianischen Fortaleza mit.



    Er wies auf die Notwendigkeit, eine spezielle Arbeitsgruppe auf hoher Ebene zu bilden, die diesen Entwurf unter die Lupe nehmen soll. „Die wichtigsten Punkte der Strategie sind in einem von Russland erstellten Investitionsplan enthalten, der 37 Projekte in verschiedenen Sparten vorsieht – von hohen Technologien bis hin zur humanitären Sphäre.“
    Der russische Präsident rief die zur BRICS-Gruppe gehörenden anderen Länder – Brasilien, Indien, China und Südafrika – auf, die Zusammenarbeit in Handel und Investitionsbereich angesichts der stärker gewordenen internationalen Konkurrenz zu aktivieren. „Das wird es gestatten, den Vorteil geltend zu machen, der aus dem Charakter der Wirtschaften der BRICS-Mitgliedsländer selbst resultiert. Das wird auch die Verwundbarkeit eines jeden Staates angesichts ungünstiger Tendenzen der globalen Konjunktur verringern“, sagte Putin.
    Er sprach sich ferner für die Gründung einer Energievereinigung, einer Reservebank und eines Instituts für Energiepolitik der BRICS aus. „Das wird die Energiesicherheit unserer Länder stärken.“
    Im Anschluss an die Sitzung der führenden Repräsentanten der BRICS lud Putin seine Kollegen zu einem nächsten Gipfel des Clubs ein, der zum 9./10. Juli 2015 nach Ufa in der russischen Teilrepublik Baschkortostan einberufen ist.
    Auf Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika entfallen elf Prozent der akkumulierten Investitionen und fast 20 Prozent des globalen Handels. Der Warenumsatz zwischen den Mitgliedsländern hat sich in den zurückliegenden fünf Jahren nahezu verdoppelt.
    Quelle: http://de.ria.ru/business/20140715/269017321.html

    US$ adee!
    LG

  3. #3
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    Putin treibt in Brasilien Anti-Dollar-Allianz voran

    Russlands Präsident Putin und seine Partner aus den Brics-Staaten bereiten in Brasilien den Start einer eigenen Entwicklungs-Bank vor. Diese Alternative zum IWF ist Teil des Strebens der Schwellenländer nach Unabhängigkeit vom bestehenden Dollar-Finanzsystem.



    Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff und Russlands Präsident Wladimir Putin bereiten den Start der Brics-Entwicklungsbank voran. Diese soll eine Alternative zum IWF bieten, der von der EU und den USA dominiert wird.


    Am Montag empfing Rousseff ihren russischen Amtskollegen Putin im Präsidentenpalast Brasiliens, berichtet AP. Anschließend sagte Rousseff zu Reportern, dass die Brics-Bank das Top-Thema des Gipfeltreffens der fünf Brics-Staaten am Dienstag im brasilianischen Fortaleza sein wird. Sie hoffe, dass eine Einigung erreicht wird.


    Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika gehörten zu den „größten Staaten der Welt und können sich in der Mitte des 21. Jahrhunderts nicht mit irgendeiner Art von Abhängigkeit abfinden“, so Rousseff. Brasilien und Russland unterzeichneten am Montag auch bilaterale Abkommen über Luftabwehr, Erdgas und Bildung.


    Bei dem Brics-Treffen am Dienstag nehmen eine Reihe weiterer Staaten als Gäste teil: Argentinien, Bolivien, Chile, Kolumbien, Ekuador, Guyana, Paraguay, Peru, Surinam, Uruguay und Venezuela.


    Die gemeinsame Entwicklungsbank der Brics-Staaten soll vor allem Projekte finanzieren, für welche die internationalen Finanzinstitute nicht genügend Geld bereitstellen oder im Gegenzug politische Zugeständnisse verlangen. Als Startkapital verwenden die Brics-Staaten ihre Dollar-Reserven (mehr hier).


    Neben dieser Alternative zu IWF und Weltbank planen die Brics-Staaten einen weiteren Schlag gegen die USA. Sie wollen den internationalen Handel ohne den Dollar abwickeln und auf Dollar-Währungsreserven verzichten. Dies hatte Putins Wirtschafts-Berater Sergej Glasjew am 10. Juni bereits gefordert (mehr hier).


    Anfang Juli nannte die Chefin der Russischen Zentralbank, Elvira Nabiullina, nach einem Treffen mit Putin erste Details dieser Anti-Dollar-Allianz (mehr hier). Sie sagte:


    „Wir verhandeln mit China und unseren Brics-Partnern über die Errichtung eines Systems multilateraler Swaps, die einem Land Ressourcen bereitstellen, wenn nötig. Und ein Teil der internationalen Währungsreserven könnten dazu verwendet werden.“

    Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...allianz-voran/

    ... und noch ein YT




    ....da wächst die Liste abdrünniger Nationen, die man mit Sanktionen belegen muss!
    Wer wird da noch dazu kommen?
    Frankreich, Italien, Ungarn, Bulgarien, Slowenien, Österreich??? Eine Aufspaltung der EU???
    Alle was nicht nach Onkel Sams Pfeife tanzen???

    LG


  4. #4
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    China setzt multilaterale Entwicklungsbank AIIB auf

    China hebt eine neue multilaterale Entwicklungsbank aus der Taufe. Die von 21 Mitgliedsländern unterstützte Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) soll mit 50 Mrd. $ Kapital Infrastrukturprojekte in asiatischen Schwellenländern anstossen.



    Die am Freitag mit einer Zeremonie in Peking ins Leben gerufene Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) soll sich primär mit Finanzierungen für Infrastrukturvorhaben in strukturschwachen asiatischen Ländern hervortun. Chinas Finanzminister Lou Jiwei und Delegierte von 21 asiatischen Ländern, die als vorläufige Gründungsmitglieder das Unterfangen unterstützen, unterzeichneten eine Absichtserklärung, die am Entstehen einer neuen multilateralen Entwicklungsbank nun keinen Zweifel mehr lässt. Bis zur Hälfte des auf 50 Mrd. $ veranschlagten Kapitals der Bank soll von China eingebracht werden, das sich damit eine weitgehend uneingeschränkte Führungsrolle sichern würde.
    Chinesisches Prestigeprojekt

    Das Projekt war vom chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping im Oktober 2013 angestossen worden und gilt als ein Schlüsselelement einer grösseren regionalen Einflusssicherung Chinas sowie einer stärkeren Mitgestaltung des internationalen Finanzsystems. Die mittlerweile zweitgrösste Volkswirtschaft sieht sich in ihrem Einfluss auf etablierte multilaterale Organisationen wie den Internationalen Währungsfonds, die Weltbank, die von den USA geprägt sind, und die von Japan dominierte Asian Development Bank (ADB) unterrepräsentiert.


    Parallel zur Pekinger AIIB laufen die Vorbereitungen zu einer ebenfalls von China angeführten Entwicklungsbank für die als Brics (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) bezeichnete Gruppe der führenden Schwellenländer. Im Juli wurden Vereinbarungen unterzeichnet, bis 2016 eine Brics-Entwicklungsbank mit Sitz in Schanghai zu etablieren.


    Der Bedarf für multilateral unterstützte Infrastrukturvorhaben in Schwellenländern von Indien über Myanmar bis Vietnam gilt als unzweifelhaft. Ökonomen sehen die AIIB als einen wichtigen Beitrag zur künftigen Wachstumssicherung im für die Weltwirtschaft zunehmend bedeutenderen asiatischen Raum. Seitens der USA und Japans sowie einiger anderer Bündnispartner gibt es jedoch dezidierte Vorbehalte zu einer chinesischen Führungsrolle beim Anstoss und der Finanzierung von künftigen Entwicklungsprojekten.
    Wichtige Länder draussen

    Während multilaterale Organisationen typischerweise von den führenden Wirtschaftsnationen unterstützt werden, finden sich im Gründerkreis der AIIB keine westlichen Länder. Dass beim Gründungsakt die USA und Japan fernbleiben, war von vorneherein klar. Als eine Enttäuschung aus chinesischer Sicht gilt allerdings, dass auch Australien, Indonesien und Südkorea bis dato nicht mit von der Partie sind, obwohl diese Länder bei früheren Vorbereitungstreffen für die AIIB präsent waren.


    Laut Medienberichten in den USA und Australien soll der amerikanische Aussenminister John Kerry zuletzt heftigen Druck ausgeübt haben, um dafür zu sorgen, dass US-Bündnispartner der AIIB-Gründung fernbleiben. In einer Verlautbarung des State Department heisst es, Kerry habe gegenüber China und anderen Unterzeichnungsländern klargemacht, dass die USA die Idee einer Infrastrukturbank für Asien begrüsse, aber Vorbehalte punkto Einhaltung von internationalen Standards für die Organisation und Transparenz des neuen Instituts hätten.


    In einer Ansprache am Freitag versicherte Xi, dass sich das neue Institut an den Standards der Weltbank und der ADB orientieren werde. Die AIIB müsse etablierte multilaterale Regeln befolgen. Zuvor hatte Lou hervorgehoben, dass die AIIB sich auf kommerzielle Infrastrukturinvestitionen fokussieren werde und im Gegensatz zu anderen Entwicklungsbanken keine explizite Rolle in der Armutsbekämpfung sehe.
    ADB-Chef gibt Contra

    Wenig Begeisterung wird dem chinesischen Vorhaben seitens der ADB und ihres japanischen Präsidenten Takehiko Nakao entgegengebracht. Dieser erklärte, dass er das neue Projekt nicht begrüsse, obwohl er die Ratio der Etablierung der AIIB vor dem Hintergrund des grossen Infrastrukturbedarfs in der Region verstehe. Laut Nakao ist es ein Missverständnis, die Rolle der ADB vornehmlich in der Armutsbekämpfung und Entwicklungshilfe zu sehen. Tatsächlich umfasse das Gros der Aufgaben der ADB die Finanzierung von Infrastruktureinrichtungen wie Strassen, Eisenbahnen sowie Kraftwerken. Dennoch versicherte Nakao, eine Kooperation mit der AIIB zu erwägen.


    Bei der 1966 ins Leben gerufenen ADB wird das Präsidentenamt jeweils von einem Japaner gestellt. – Die Weltbank wird bis dato stets von einem Amerikaner geführt. Das Kapital der ADB summiert sich auf mittlerweile 175 Mrd. $ und wird von 48 asiatischen und 19 westlichen Ländern getragen. Bei der Stimmrechts-Verteilung sind Japan und die USA mit je 15,6% führend vertreten. Chinas Anteil bei der ADB beläuft sich auf 5,5%
    Quelle: http://www.nzz.ch/wirtschaft/china-s...auf-1.18411044

    ...ein weiterer Schritt gegen die Arrogante US-Weltherrschaft!

    LG

  5. #5
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    Schaut mal, wer sich da im »eigenen Hinterhof« der USA bewegt

    Als Reaktion auf chinesische Initiativen in Afrika gründete Washington 2008 mit AFRICOM ein eigenes Kommando im Pentagon. China vergab damals Darlehen und zinsgünstige Kredite an afrikanische Länder, als Gegenleistung für langfristige Lieferverträge für Erdöl und andere Rohstoffe. Washingtons Bemühungen, Chinas Suche nach Rohstoffen zu stoppen, brachten nicht viel ein. Jetzt fordert China mit neuen Initiativen in Lateinamerika, Washingtons »eigenem Hinterhof«, die de facto imperialistische »Monroe-Doktrin« der USA erneut heraus.



    Mit bündelweise Dollar in Händen und mit Unterstützung der Regierung verschaffen sich Chinas Staatsbetriebe ein Entree in Lateinamerika, dem traditionellen Revier amerikanischer Banken und Unternehmen. Es ist ein teuflisch cleverer Tritt gegen Washingtons Achillesferse. US-Präsident James Monroe hatte 1823 ursprünglich beabsichtigt, die von europäischer Herrschaft befreiten Kolonien gegen erneute Kolonisierungsversuche aus Europa abzusichern, indem er mit dem Einschreiten der USA drohte.

    Es war eine seltsame Doktrin, de facto die Erklärung, ganz Lateinamerika südlich des Rio Grande sei eine Art US-amerikanischer »Einflusssphäre« oder informeller Kolonie. Den Ländern Lateinamerikas ging es, insbesondere in der Zeit nach 1945, nicht gut unter einem de facto US-Kolonialismus.

    Durch die US-»Freimarkt«-Wirtschaft und die Schuldenkrisen der 1980er Jahre – Schulden, die aufgrund der Ölkrise bei Wall-Street-Banken und dem US-Finanzministerium angehäuft worden waren – sahen sich die Länder Lateinamerikas strikter Austeritätspolitik ausgesetzt; US-geführte multinationale Konzerne, Banken und Hedgefonds wie Soros‘ Quantum Fund raubten ihnen die wertvollsten nationalen Güter.

    Als Reaktion darauf distanzierten sich in den letzten zehn Jahren mehrere Länder, angefangen mit Venezuela unter Hugo Chávez, von der Abhängigkeit von den »Yankees« im Norden. Am Vorabend des 21. Jahrhunderts herrschte in Lateinamerika die größte soziale Ungleichheit, die viele Experten auf den vom IWF verhängten Freimarkt-Neoliberalismus zurückführten.

    Nachdem Chávez in Venezuela Erfolg hatte – stillschweigend von Havanna unterstützt –, wählten die Bolivianer erstmals einen indigenen Indianer zum Präsidenten, trotz vehementer Versuche der USA, dies zu verhindern. Evo Morales blockierte die von Washington geplante Freihandelszone der Amerikas (FTAA, Free Trade Area of the Americas), eine Erweiterung der nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA, die er richtig als »Projekt der Neo-Kolonisierung … eine Politik des wirtschaftlichen Völkermords« bezeichnete.


    Ricardo Lagos in Chile (2000), Luiz Inácio Lula da Silva in Brasilien (2002) und die von ihm ausgewählte Nachfolgerin Dilma Rousseff; Lucio Gutiérrez in Ecuador (2002), Néstor Kirchner in Argentinien (2003) und Tabaré Vázquez in Uruguay (2004) versprachen, die von den USA oder dem Internationalen Währungsfonds propagierte Politik zurückzufahren. Bis 2005 wurden rund 75 Prozent der Bürger Lateinamerikas von Nationalisten regiert, die sich Washingtons neoliberaler Politik widersetzten.

    Mehrfach hat Washington vergeblich versucht, in Venezuela, Bolivien und anderen unabhängigen Ländern Farbenrevolutionen in Gang zu setzen. Mit mäßigem Resultat, da sich Washington mehr auf China und später auch auf Nahmittelost und Russland konzentrierte. Die Entscheidung der Obama-Regierung, die Beziehungen zum kommunistischen Kuba zu »normalisieren«, ist ein Hinweis auf eine bevorstehende radikale Veränderung.

    Der chinesische Drache tritt auf den Plan

    Just in dem Moment, wo Washington den Versuch verstärkt, das Entstehen eines wirtschaftlich und politisch selbstbewussten Lateinamerikas zu verhindern, hat China eine Initiative beschlossen, der Washington wirtschaftlich kaum etwas entgegenzusetzen hat.


    Wie die Website der offiziellen Zeitung China Daily meldet, erklärte Chinas Präsident Xi Jinping am 8. Januar, die chinesischen Investitionen in Lateinamerika würden in den nächsten zehn Jahren ein Volumen von 250 Milliarden US-Dollar erreichen, Schätzungen zufolge werde der bilaterale Handel im gleichen Zeitraum auf 500 Milliarden Dollar steigen.

    Bedeutsam war auch der Rahmen, in dem diese Ankündigung stattfand. Es war in Peking vor 33 Staatschefs lateinamerikanischer und karibischer Länder, ohne die USA und Kanada. Angelsachsen sind offenbar nicht willkommen. Es war das erste Forum auf Ministerebene zwischen China und der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (CELAC), das China 2014 vorgeschlagen hatte. China verschenkt keine Zeit, wenn eine Entscheidung gefallen ist, und diese hier ist von strategischer Bedeutung. CELAC wurde im Dezember 2011 von Hugo Chávez in Caracas, Venezuela, gegründet. Mitglieder sind alle Länder Lateinamerikas, einige Länder der Karibik und Mexiko.

    Chinas Staatspräsident Xi, eine Schlüsselfigur der BRICS-Staaten und Hausherr der neuen BRICS-Infrastrukturbank, erklärte vor den versammelten Staatschefs: »Ich bin überzeugt, dass diese Konferenz fruchtbare Resultate erbringen und der Welt eine engere Kooperation zwischen China und Lateinamerika signalisieren wird.« Sie werde die Süd-Süd-Kooperation fördern und zum Wohlstand der gesamten Welt beitragen.


    Der Fünfjahresplan

    Während der zweitägigen Gipfelkonferenz diskutierten die Staatschefs über die Annahme eines Fünfjahresplans für umfassende Kooperation. Präsident Xi sprach von »weitreichender Auswirkung auf die Förderung der Süd-Süd-Kooperation…« Süd-Süd ist nicht Nordamerika und nicht die EU. Es ist Teil einer der weitreichendsten globalen wirtschaftlichen Richtungsänderungen, seit Europa vor 500 Jahren zum wirtschaftlichen Zentrum der Welt aufstieg.

    Beide Seiten – China und die CELAC-Länder – einigten sich auf einen Rahmenplan zur Kooperation und Finanzierung für Projekte in den Bereichen Energie, Infrastrukturentwicklung, Innovation und Landwirtschaft. Für China bedeutet es den Zugang zu den wertvollen Rohstoffen der Region, darunter Erdöl in Venezuela, Kupfer in Chile und Peru, Sojabohnen in Argentinien und Brasilien. Die lateinamerikanischen Länder wiederum erhalten chinesische Investitionen im Wert von zig Milliarden US-Dollar und langfristige Kreditlinien. So etwas bezeichnet Peking gern als »win-win«.

    Am Rande der Konferenz zeigte sich Xi auch bereit, Venezuela angesichts der Schwierigkeiten durch den derzeitigen Kollaps des Ölpreises zu helfen. Bei einem Gespräch mit Venezuelas Präsident Nicolás Maduro einigte sich China auf gemeinsame Projekte über insgesamt 20 Milliarden Dollar, während Ecuador, ebenfalls Ölförderland und OPEC-Mitglied, von China einen Kredit über 7,5 Milliarden Dollar erhielt, um den finanziellen Schock abzufedern.


    Zusammen mit den historisch und strategisch bedeutsamen Wirtschaftsabkommen zwischen China und Russland und dem Entstehen der BRICS-Gruppe – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – als politischer Ersatz für den von Washington dominierten IWF und die Weltbank, der Stärkung der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und seit dem 1. Januar der formellen Etablierung der Eurasischen Wirtschaftsunion zwischen Russland, Weißrussland, Kasachstan und Armenien, zeigen sich die Umrisse eines solchen neuen Süd-Süd-Wirtschaftsraums, der einen einbrechenden Dollar und Euro ersetzen wird. 2015 werden, wie die Chinesen sagen, »interessante Zeiten«.
    Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...651A8F053A3E0E

    ...es wird immer enger für die US-Imperialisten!

    LG

  6. #6
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    Globales Führungstrio? Die Achse Moskau-Peking-Neu Delhi etabliert sich

    Noch können die USA ihren globalen Führungsanspruch auf politischer, wirtschaftlicher, finanzieller und gesellschaftlicher Ebene halten. Doch das amerikanische Zeitalter, welches nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine Blütezeit erlebte, neigt sich unabwendbar dem Ende zu. Vor allem das euroasiatische Trio Russland, China und Indien macht sich daran, der Welt eine interessante Alternative zu bieten.



    Die seit den 1990ern faktisch geltende unipolare Weltordnung löst sich auf, da die USA als globale Hegemonialmacht zunehmend versagen.

    Ein Blick auf die ausufernde US-Staatsverschuldung, die Verelendung breiter Bevölkerungsteile und die militärische Überdehnung (die nur noch mit Hilfe der europäischen NATO-Vasallen zu halten ist), lässt die baldige Zukunft der Weltmacht erahnen, die sich längst schon in die Fänge der Oligarchen begeben hat. Längst schon prägen US-Konzerne die Welt mehr als es die US-Politik tut, welche faktisch nur noch als Erfüllungsgehilfe dient und mit den Truppen den Konzernen den Weg ebnet.

    Umso wichtiger werden insbesondere die Volkesrepublik China, Russland und Indien, die infolge ihrer Unternehmensbeteiligungen zumindest in diversen Schlüsselbereichen noch Akzente setzen können, ohne dabei völlig in der Hand von Konzernbossen und "institutionellen Anlegern" zu sein.

    Nicht nur, dass diese Länder einen großen (potentiellen) Binnenmarkt besitzen, sondern zudem auch außenpolitisch nicht mit der amerikanischen Arroganz arbeiten. Neben der BRICS-Gemeinschaft, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und der Eurasischen Wirtschaftsunion gibt es noch viele weitere bi- und multilaterale Abkommen und Vereinbarungen, die sich nicht nur auf Asien beschränken, sondern ebenso Afrika und Lateinamerika umfassen.


    Interessant ist auf jeden Fall die immer engere Zusammenarbeit zwischen Moskau, Peking und Neu Delhi, die insbesondere im asiatischen Raum für neue Stabilität sorgen könnte. Zumindest dann, wenn die US-Verbündeten Südkorea, Japan und Taiwan nicht auf eine Eskalation setzen. Indien, welches bislang eher mit den USA zusammenarbeitete, scheint die Signifikanz einer Kooperation mit dem Nachbarland China und der Russischen Föderation langsam zu erkennen. Immerhin geht es hierbei um die Versorgungssicherheit des Landes und die regionalpolitische Stabilität.


    Angesichts der Schließung strategischer Partnerschaften mit anderen Ländern – wie zum Beispiel die verstärkte Zusammenarbeit Russlands mit dem Iran, oder dem Bau des Nicaragua-Kanals durch China – etabliert sich ein Netzwerk der Schwellenländer, welches ausgehend von diesem Staatentrio zu einem bestimmenden globalen Zukunftsfaktor avanciert.

    Als Ersatz für das unipolare US-System etabliert sich hier eine neue multipolare Weltordnung, die angesichts der Kooperationsbereitschaft dieser Staaten mit völlig unterschiedlichen Regierungssystemen einen gewaltigen Beitrag zum Weltfrieden leisten könnte. Denn weder die politischen Staatsideologien, noch die Ethnizität oder die vorherrschende Religion spielt hierbei eine Rolle.

    Für Europa, welches sich sehr an die USA gebunden hat, wird diese Entwicklung eine große Herausforderung.

    Insbesondere deshalb, weil durch die Sanktionen gegen Russland schon einiges an politischem Schaden angerichtet wurde. Klammert man sich von Lissabon bis Kiew weiterhin dermaßen an Washington, werden diese Länder von den USA irgendwann mit in den Abgrund gerissen.

    Dabei sollte die europäische Interessenpolitik vor allem auf einen Ausgleich hinarbeiten und sich nicht derart einseitig binden. Dann kann der "alte Kontinent" auch von den zukünftigen globalen Entwicklungen profitieren.
    Quelle: http://www.contra-magazin.com/2015/0...tabliert-sich/


    LG

  7. #7
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    Ersatz für Transsibirische Eisenbahn?

    China investiert 210 Milliarden Euro in High Speed Train - Neue Hochtgeschwindigkeits-Bahnlinie Moskau - Peking geplant.



    Das Presseamt der Stadt Peking vermeldet heute, am 22. Januar, dass China eine Hochgeschwindigkeitsbahnlinie zwischen der chinesischen und der russischen Hauptstadt bauen will. Danach will China voraussichtlich etwa 1,5 Billionen Yuan (210 Milliarden Euro) in das Projekt investieren. In Oktober 2014 unterschrieben die beiden Ministerpräsidenten Li Keqiang und Dmitri Medwedew in Moskau einen entsprechenden Rahmenvertrag.


    Diese Bahnlinie sollte eine Gesamtlänge von 7.000 Kilometern haben und mit einer Geschwindigkeit von bis zu 574 Kilometern pro Stunde quer durch China, Kasachstan und Russland führen. Das würde eine Zugreise zwischen den Hauptstädten auf zwei Tage verkürzen. Wer heute in den Zug steigt und von Moskau nach Peking oder umgekehrt fährt, muss sich mit einer Woche im Zugabteil anfreunden. Die neue Strecke wird wahrscheinlich teilweise die alt-ehrwürdige Transsibirische Eisenbahnlinie ersetzen, die zwischen St. Petersburg im Westen und Wladiwostok im Osten verkehrt.

    Auch neu ist, dass die Stadt Kazan, die für die russische Wirtschaft immer wichtiger wird, auch auf der neuen Route liegt. Die Transsib umfuhr diese Stadt bisher nördlich.


    Quelle: http://www.epochtimes.de/China-inves...-a1216140.html


    ...Deutschland wurde auch gefragt ob es sich mitbeteiligt, und von Peking bis Berlin eine schnelle Direktverbindung, günstigerer Warentransporte mit der Eisenbahn, nur unwesentlich teurer als Schiffstransport und fast so schnell wie Flugfracht.
    ...was macht die EU? SANKTIONEN?
    LG

  8. #8
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    Geopolitischer Schachzug: China zu einem Bail-out Russlands bereit

    China prüft offenbar Möglichkeiten, Russland in der aktuellen Finanz-Krise zu stützen. Moskau braucht Kredite und will nicht auf den IWF zurückgreifen, weil die Kredite dann mit Bedingungen verbunden sind. China könnte Russland mit Not-Krediten einspringen. Die Amerikaner betrachten die Entwicklung mit Argwohn.


    Die Lage der russischen Wirtschaft bleibt weiterhin angespannt: Der Rubel hat seit September 2014 fast die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Die Inflationsrate stieg Ende Januar 2015 von 11,4 Prozent auf 15 Prozent an. Und die Währungsreserven sind nach Angaben der russischen Zentralbank seit Februar 2014 um etwa ein Viertel geschmolzen.


    Zwar verfügt Russland noch über 374 Milliarden Dollar an Reserven. Doch der schwedische Ökonom Anders Aslund vom Peterson Institute for International Economics schätzt, dass nur knapp die Hälfte davon liquide Mittel darstellen. Etwa 49 Milliarden Dollar der Reserven liegen in Form von Goldbeständen vor. Rund 170 Milliarden Dollar liegen in illiquider Form im Reserve-Fonds und dem Nationalen Wertefonds vor, die beiden dem russischen Finanzministerium unterstehen. Die Zentralbank hat auf diese Mittel keinen Zugriff.


    Angesichts der Auslandsschulden von rund 700 Milliarden Dollar und der anhaltenden Kapitalflucht stellen die verbleibenden Währungsreserven kein ausreichendes Polster dar. Russland ist deshalb auf der Suche nach Finanzhilfe, berichtet der US-Think-Tank Council on Foreign Relations. Zwar versuchte das Land zuletzt mit einer Platzierung von Anleihen neue Geldmittel einzuwerben. Doch die dabei aufgenommenen Schulden in Höhe von rund 300 Millionen Dollar dürften nicht annährend ausreichen, um die angespannte Lage zu entschärfen.


    In den neunziger Jahren hatte Russland im Zuge einer schweren Wirtschaftskrise noch die Hilfe des IWF in Anspruch genommen. Der IWF gewährte dem Land damals Notkredite in Höhe von 35 Milliarden Dollar. Legt man die jüngsten IWF-Kredite an Griechenland, Portugal und Irland als Maßstab zugrunde, könnte Russland dieses Mal sogar bis zu 200 Milliarden Dollar vom IWF leihen. Doch angesichts der politischen Spannungen zwischen Russland, den USA und Europa will Moskau nicht auf IWF-Kredite zurückgreifen.


    Eine weitere Option für Russland wäre die im Juli 2014 von den BRICS-Staaten gegründete Alternative zum IWF – das sogenannte Contingency Reserve Arrangement (CRA). Der „Mini-IWF“ soll über ein Kapital von 100 Milliarden Dollar verfügen. Die fünf Gründungsstaaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika haben einen Teil ihrer Dollar-Reserven verwendet, um den Fonds mit Finanzmitteln auszustatten. China plant mit insgesamt 41 Milliarden Dollar den größten Anteil beizusteuern. Russland, Indien und Brasilien wollen sich mit jeweils 18 Milliarden Dollar am CRA beteiligt. Und Südafrika wird fünf Milliarden Dollar an den Fonds überweisen.


    Jedes Land hat im Krisenfall maximal Anspruch auf Gelder in Höhe seiner Einzahlungen. Demnach stehen Russland höchstens 18 Milliarden Dollar aus diesen Reserven zur Verfügung. Allerdings kann ein Land die volle Höhe der Notkredite nur dann ausschöpfen, wenn es sich zusätzlich in einem IWF-Programm befindet, wie aus dem Gründungsvertrag des CRA hervorgeht. Demzufolge verbleiben für Russland nur 5,4 Milliarden Dollar Notkredite aus dem CRA – eine unzureichende Summe angesichts der wirtschaftlichen Schieflage.


    Russlands letzte Hoffnung liegt deshalb in China. Die beiden Staaten handelten erst kürzlich einen Vertrag über einen Währungstausch („currency swap agreement“) aus. Dieser würde es Russland gestatten, 150 Milliarden Renminbi (rund 24 Milliarden Dollar) von der chinesischen Zentralbank zu leihen und sie gegen Dollar zu tauschen. Das wiederum würde einen Abwertungsdruck auf die chinesische Währung erzeugen, ohne, dass der Westen China direkte Währungsmanipulationen vorwerfen könnte.


    Zudem betonte Chinas Wirtschaftsminister Gao Hucheng, dass die Höhe der Währungskredite jederzeit ausgedehnt werden könne, wie Bloomberg berichtet. Somit stärkt China seine Rolle „finanzieller Retter in letzter Not“. Zuletzt hatte Peking durch einen ähnlichen Währungstauschhandel Argentinien mit 2,3 Milliarden und Venezuela mit 4 Milliarden Dollar vor der drohenden Staatspleite bewahrt.


    Sollte sich China für einen Bail-out Russlands entscheiden, dürfte dies zu einer Vertiefung der Beziehungen beider Länder führen, wie die regierungsnahe Global Times China berichtet. „Russland spielt eine unverzichtbare Rolle als strategischer Partner Chinas in der internationalen Gemeinschaft. Deshalb muss China Russland aus dieser Krise helfen.“


    Seit dem Ende des Kalten Krieges hat sich zwischen Russland und China eine regelrechte Partnerschaft entwickelt. Aber sind die beiden Länder trotz ihrer oft unterschiedlichen Interessen tatsächlich Partner? Eine interessante Analyse hat der Sender Arte dazu geliefert: (kann ich nicht einbetten)

    Quelle:http://deutsche-wirtschafts-nachrich...slands-bereit/

    LG

  9. #9
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    BRICS: Die Eröffnung der Neuen Entwicklungsbank rückt näher

    Alle fünf Länder der BRICS-Gruppe arbeiten zügig an der Ratifizierung der Vereinbarung über die Gründung der Neuen Entwicklungsbank (NDB) und des Notstands-Reserve-Arrangements (CRA) zur Finanzierung von Großprojekten und zum Schutz vor Angriffen auf Währungen.
    In Rußland stimmte der Föderationsrat am 25.2. fünf Tage nach der Duma der Vereinbarung zu, womit sie ratifiziert ist.


    Am selben Tag ratifizierte das indische Kabinett unter Ministerpräsident Narendra Modi NDB und CRA, damit die Bank noch in diesem Jahr die Arbeit aufnehmen kann. Diese kann beginnen, sobald alle Mitgliedsländer ihre Ratifizierungsunterlagen in Brasilien hinterlegt haben.
    Am 19.2. stimmte Südafrikas Kabinett zu und übergab die Unterlagen dem Parlament.


    Der brasilianische Senat hat sich noch nicht mit der Frage befaßt, aber am 10.2. rief der einflußreiche Chef des Industrieverbands CNI ihn auf, nicht länger zu warten.


    Die indische Regierung bekräftigte in einer Erklärung nach der Kabinettsitzung das Denken hinter dem ehrgeizigen Projekt: „Die Neue Entwicklungsbank wird Ressourcen für Projekte der Infrastruktur und tragfähigen Entwicklung in den BRICS und in anderen Schwellen- und Entwicklungsländern mobilisieren, um existierende Bemühungen multilateraler und regionaler Finanzinstitute für globales Wachstum und Entwicklung zu ergänzen... Die Gründung der Bank wird auch ein Ausdruck der engen Beziehungen unter den BRICS-Ländern sein und gleichzeitig ein effektives Werkzeug zur Ausweitung ihrer wirtschaftlichen Zusammenarbeit liefern.“


    Es sei darauf hingewiesen, daß die üblichen Verdächtigen in den letzten Wochen verstärkt versuchen, in Südafrika und in Brasilien „Farbenrevolutionen“ anzuzetteln - von Rußland ganz zu schweigen -, um die BRICS-Dynamik aufzuhalten.
    China baut Infrastruktur in Afrika auf


    Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua hebt in einem Beitrag aus der ugandischen Hauptstadt Kampala vom 24.2. hervor, warum Investitionen in Infrastruktur und besonders in den Ausbau der Verkehrs- und Energieinfrastruktur für die Erschließung des Wirtschaftspotentials in Afrika entscheidend sind. Xinhua zitiert hierzu zwei ugandische Ökonomen, die zu dem Thema forschen und schreiben.


    Einer der Ökonomen, Elly Twineyo, vergleicht die westliche und die chinesische Hilfe für Afrika: Die westliche Hilfe fließe hauptsächlich in den sofortigen Verbrauch für Humanressourcen und Regierungsführung („Governance“), die chinesische jedoch vor allem in den Ausbau der Infrastruktur, was eine langfristige Investition „mit großer Wirkung“ sei. Wenn Infrastruktur vorhanden sei, könne der Prozeß der Entwicklung voranschreiten.


    Auch der andere ugandische Ökonom, Isaac Shinekwa, wird von Xinhua dahingehend zitiert, daß Infrastruktur eine unverzichtbare Voraussetzung für die Industrialisierung ist: „Wir brauchen Straßen, um Güter transportieren zu können. Wir brauchen die Bahnstrecke, um die Kosten im Handel zu senken.“ Heute sei es teurer, Güter von Kampala zum Hafen Mombasa in Kenia zu transportieren (900 km), als von dort nach Europa.


    Chinesische Unternehmen sind in Afrika schon mit dem Ausbau der Elektrizitäts- und Verkehrsinfrastruktur befaßt. In Kenia baut China eine Standardspur-Eisenbahn von Mombasa zur Hauptstadt Nairobi. Diese soll dann in drei landeingeschlossene Staaten verlängert werden: Uganda, Ruanda, das noch nie eine Bahnverbindung zum Meer hatte, und in den Südsudan, der in einer vergleichbaren Lage ist.


    Weiterhin baut China Wasserkraftwerke in Uganda, Äthiopien und anderen Ländern Afrikas, um den Mangel bei der Stromversorgung zu beheben.
    Quelle: http://bueso.de/node/7927

    LG

    PS:
    Geändert von Stone (03.04.2015 um 23:56 Uhr)

  10. #10
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    Russland übernimmt BRICS-Vorsitz

    Russland hat von Brasilien den BRICS-Vorsitz für die nächsten 12 Monate übernommen. Während dieser Zeit will Moskau die Kooperation zwischen den Ländern ausbauen und die BRICS-Entwicklungsbank vorantreiben. Mit bislang insgesamt 37 Initiativen sollen wichtigen neue Akzente gesetzt werden.




    Von Marco Maier
    Ambitionierte Ziele sind es, welche die nächsten 12 Monate des russischen BRICS-Vorsitzes prägen werden. Neben einem Ausbau der Kooperation in Sachen Energiewirtschaft, Sicherheit und Finanzwesen, soll auch die BRICS-Entwicklungsbank und ein Fonds von Reservewährungen forciert werden. Insgesamt sind 37 Initiativen geplant. Nach Angaben des russischen Vizefinanzministers, Sergej Stortschak, soll die Entwicklungsbank schon in 4-5 Jahren die Arbeit aufnehmen können.


    Wie Sputnik Deutschland berichtet, laufen die Vorbereitungen für die Entwicklungsbank schon seit Juli vergangenen Jahres. Beim BRICS-Treffen im Juli 2014 in Brasilien wurde ein Abkommen über die Bildung der Neuen Entwicklungsbank mit einem Startkapital von insgesamt 100 Milliarden Dollar unterzeichnet. Anfang März signierte Präsident Putin einen Erlass über die Ratifizierung dieses Dokuments. An der Spitze des Verwaltungsrats der Neuen Entwicklungsbank steht Russlands Finanzminister Anton Siluanow. Als Präsident ist ein Vertreter Indiens vorgesehen, der allerdings noch nicht feststeht. Die erste Sitzung der Leitung dieser Bank ist für den 7. Juli geplant.


    Auf der neuen Website, die eigens für den russischen Vorsitz der Gruppe gestartet wurde, heißt es in einer Ansprache Präsident Putins: "Russland übernimmt den Vorsitz in der BRICS-Gruppe, einer Vereinigung von fünf großen und einflussreichen Staaten, die etwa die Hälfte der Weltbevölkerung stellen und rund 30 Prozent des weltweiten globalen Bruttoninlandsprodukts generieren."


    Am 8. und 9. Juli wollen sich die Staats- und Regierungschefs von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika in Ufa, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Baschkortostan treffen. Gleichzeitig wird es in Ufa auch ein Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) geben, der neben Russland auch Kasachstan, Kirgisien, China, Tadschikistan und Usbekistan angehören. Für den 9. Juli ist dann sogar eine gemeinsame Sitzung der Staats- und Regierungschefs der BRICS- und SOZ-Staaten anberaumt.
    weiter: http://www.contra-magazin.com/2015/0...brics-vorsitz/

    Dilma Rousseff im Tief: BRICS bald ohne Brasilien?

    Gerade erst wiedergewählt, steht Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff derzeit im Zentrum der Kritik. Vor allem der Petrobras-Korruptionsskandal belastet sie schwer, obwohl selbst Oppositionspolitiker darin verwickelt sind. Ohne Rousseff – die unter Umständen auch zurücktreten könnte – steht jedoch die Zukunft der BRICS-Staaten auf der Kippe.
    weiter: http://www.contra-magazin.com/2015/0...hne-brasilien/

    LG
    Geändert von Stone (03.04.2015 um 18:14 Uhr)

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