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Thema: Natur & Umwelt

  1. #11
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Querverweis
    Ein Skandal mehr!

    Legaler Landraub von der Lobby - 33'000 Dörfer im Regenwald betroffen!

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    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  2. #12
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    13-jähriger Erfinder entschlüsselt das Geheimnis der Bäume und öffnet den Weg zur Revolutionierung der Solarenergie

    Eine Idee des erst 13 Jahre alten Aidan Dwyer könnte die Solartechnik ein großes Stück voranbringen. Seine Idee ist derart revolutionär, dass herkömmliche Sonnenkollektoren vielleicht schon bald der Vergangenheit angehören.


    13 Years Old - DIY Solar Panels



    Aidan entdeckte bei Bäumen eine mathematische Spiralfunktion, die auf der Fibonacci-Folge beruht. Als er diese Anordnung der Äste erkannte, ging er umgehend daran, dieses neue Wissen auf das Design von Sonnenkollektoren anzuwenden. Seine Entdeckung könnte die Sammlung des Sonnenlichts in Kollektoren auf neue, effiziente Weise maximieren.


    Die Entdeckung eines Musters in Baumstämmen
    Bei einer Winterwanderung fiel Aidan etwas Besonderes an den Baumästen auf. Anhand von Fotos verschiedener Bäume erkannte er hinter der scheinbar willkürlichen Anordnung von Ästen und Blättern ein Muster. Aidan sah, dass das Verzweigungsmuster von Bäumen einer Spirale ähnlich war. Und er fand ein mathematisches Muster hinter dieser Ast-Spirale. Um der Sache weiter auf den Grund zu gehen, begann er mit dem Bau von Testmodellen.

    Nutzung der Fibonacci-Folge zur Maximierung der Sammlung des Sonnenlichts
    Bei seiner Untersuchung entdeckte Aidan ein Muster, das auf einer Zahlenfolge beruht, die nach dem mittelalterlichen Mathematiker Fibonacci benannt ist. Bei dem Versuch, ein mathematisches Rätsel zu lösen, hatte Fibonacci ein Muster entdeckt. Mit der Beantwortung der Frage, wie sich Kaninchen über einen bestimmten Zeitraum vermehren, fand Fibonacci eine Folge von Zahlen, nämlich ein mathematisches Muster, das mit null und eins begann. Durch die Addition der letzten zwei Zahlen der Folge ergab sich die jeweils nächste Zahl. Die Folge beginnt mit den Zahlen 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13 und 21.

    Diese Fibonacci-Folge und ihr Verhältnis begegnen uns in der Natur in vielen Formen des Lebens. Wie Aidan erklärt, finden sich Beispiele in der Anordnung der Samen einer Sonnenblume, in Systemen des menschlichen Körpers und sogar in Galaxien im Weltraum. Aidan erkannte, dass Baumstämmen ein ähnliches Muster auf Basis der Fibonacci-Folge zugrunde liegt: »Baumäste folgen einer Fibonacci-Formel.« Wie er berichtet, sind die Äste in Eichen in einer Folge von zwei zu fünf angeordnet. »Fünf Äste ordnen sich um den Stamm, und das zwei Mal, bis sie den Ausgangspunkt am Stamm wieder erreichen.« Dasselbe fand er auch bei Ulmen, die einem Muster von eins zu zwei folgen, und bei der Buche mit einem Muster von eins zu drei. Bei Weiden fand er ein Muster von drei zu acht und bei Mandelbäumen von fünf zu eins.

    Mithilfe des Spiralmusters die Effizienz der Sonnenkollektor-Technik maximieren
    In dem Versuch, die Bedeutung hinter diesem Muster zu verstehen, stellte Aidan die Hypothese auf, die Blätter könnten so ein Maximum an Sonnenlicht für die Fotosynthese einfangen. Um diese Hypothese zu überprüfen, baute Aidan kleine Baummodelle mit Solarpanelen zur Sammlung des Sonnenlichts. Er ordnete die Mini-Kollektoren gemäß der Fibonacci-Folge an, die er bei den Bäumen beobachtet hatte. Bei seinen Versuchen mit der Spiralanordnung führte Aidan Protokoll über Spannung und elektrischen Strom im Vergleich mit herkömmlich angeordneten Solarpanelen. Seine Modelle können Sie hier anschauen. Er fand heraus, dass die Fibonacci-Anordnung der Sonnenkollektoren viel effizienter war als normale Panele. Die spiralförmigen Modelle liefern im Durchschnitt 20 Prozent mehr Strom und absorbieren zweieinhalb Mal mehr Sonnenlicht. Noch eindrucksvoller waren seine Ergebnisse in der Zeit der Wintersonnenwende, wenn die Sonne den tiefsten Stand am Himmel erreicht. In dieser Zeit sammelten die Fibonacci-Modelle 50 Prozent mehr Sonnenlicht als die üblichen Panele! »Meine Ergebnisse zeigen, dass das Fibonacci-Muster die Sonnenkollektoren in mehrfacher Hinsicht verbessern kann. Es sammelt mehr Sonnenlicht, wenn die Sonne in einem niedrigen Winkel am Himmel steht. Das ist wichtig im Winter und in extremen Breitengraden«, erklärte Aidan. Er erwähnte noch weitere Vorteile der Spiralanordnung. Beispielsweise nehme sie in Städten, wo der Platz begrenzt ist, weniger Raum ein. Außerdem glaubt er, bei dieser Anordnung werde sich weniger Regen und Schnee ansammeln, das Modell sei wetterbeständiger als normale Sonnenkollektoren.

    Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:
    Minds.com
    NaturalNews.com

    LG Angeni
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    Angeni



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  3. #13
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    Die Schattenseite der Blüten – Monokulturen, Ausbeutung, Pestizide, Genmanipulation



    Schön anzusehen, aber häufig mit Gift hochgepäppelt. Der Winter ist noch nicht passé, da leuchten sie wieder in den Discountern, die Tulpen.
    In unseren Discountern und Supermärkten, aber auch in Baumärkten, werden zu jeder Jahreszeit Schnittblumen und Topfpflanzen angeboten. Aldi ist sogar der größte deutsche Blumen-Verkäufer.
    Den Anteil der Discounter, Supermärkte und Baumärkte an dem Geschäft ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Deren Anteil liegt bereits bei rund 40 Prozent.
    Rund 8,7 Milliarden Euro haben die deutschen Verbraucher 2012 für Schnittblumen, Garten – und Zimmerpflanzen ausgegeben – das waren rund 106 Euro pro Kopf.
    Viele der demnächst zum Valentinstag verschenkten Blumen wurden auf menschenunwürdige Art produziert, sind mit Pestiziden behandelt und gemanipuliert. Die Firmen ersinnen immer neues Saatgut. Blumen erblühen in Farben, die ihnen die Natur nicht zubilligen wollte und schon wandert z.B. die Frankenstein-Tulpe nach einer langen Reise direkt in die Blumenvase auf den Tisch, wo sie recht lange blühen soll. Ob lila, mit Streifen oder bunt, es gibt nichts was es nicht gibt. Sogar Monsanto mischt mit und wer da noch glaubt die Tulpen seien, wie es das alte Lied verspricht, aus Amsterdam, auch da müssen wir Sie enttäuschen.

    Mehr als 1000 Patente auf Pflanzengene


    http://cnx.org/ Screenshot

    Als Pionier im Bereich der grünen Gentechnologie hält Mendel Biotechnology mehr als 1.000 Patente auf Pflanzengene. Die Kalifornier haben etwa Gene identifiziert, die für Wachstum und Entwicklung von Pflanzen verantwortlich sind.
    Der Markt gentechnisch veränderter Pflanzen wird dominiert von Giganten wie der US-amerikanischen Monsanto und der Schweizer Syngenta. Mendel arbeitet intensiv mit dem Gentechnik-Riesen Monsanto als Genlieferant zusammen und kann deren Patente nutzen.
    So gibt es auch in Deutschland ein Unternehmen, welches mit Monsanto zusammen arbeitet.
    Es handelt sich hier um das Stuttgarter Unternehmen Selecta, das bestimmte Gene in die Blumen einbaut, die dann bereits vorhandenes, arteigenes Erbmaterial stimuliert. Monsato liefert die Technologie zum Einbau der Gene, Mendel die Gene und Selecta den Genpool.
    Dazu wurde auch gleich ein neues Unternehmen gegründet – Ornamental Bioscience, ein neues Joint –Venture-Unternehmen mit Sitz in Stuttgart, an dem die deutsche Selecta Gruppe und die US-amerikanische Mendel Biotechnology Inc. beteiligt sind. (S. http://www.bioregio-stern.de/de/unse...ioscience-gmbh)
    ”Das Unternehmen entwickelt und vermarktet transgene Zierpflanzen. Ornamental Bioscience vereint Mendels technologisches Know-how in den Bereichen Trocken-, Kälte- und Frosttoleranz sowie Krankheitsresistenz mit der Erfahrung von Selecta in Züchtung, Produktion und Vertrieb von Zierpflanzen. Bisher transformiert und testet Ornamental Bioscience Pflanzenarten aus der Selecta-Produktpalette wie Petunien, Poinsettien (Weihnachtssterne), Impatiens Neu Guinea (Fleißige Lieschen) und Pelargonien (Geranien). Nun sollen durch Kooperationen mit anderen Züchtern weitere Arten hinzukommen.
    Das Familienunternehmen Selecta Klemm GmbH & Co. KG ist einer der weltweit führenden Züchtungs- und Vermehrungsbetriebe im Bereich vegetativ vermehrbarer Zierpflanzen. In den vergangenen 40 Jahren hat Selecta zahlreiche Patente und Sortenschutzrechte für Schnittblumen, Beet-, Balkon- und Topfpflanzen erworben. Selecta verfügt über weltweit sieben Hauptstandorte mit Produktion, Züchtung und Vertrieb, Stuttgart ist die Zentrale. Mit der Biotechnologie beschäftigt sich Selecta seit 1996. An der Entwicklung der blauen Nelke durch das australische Unternehmen Florigene, die bis heute als einzige transgene Zierpflanze eine Zulassung für die Vermarktung in Europa hat, war Selecta Klemm beteiligt.”
    Fazit: Monsanto ist längst in Deutschland aktiv. US-Agrarkonzern Monsanto will Deutschland als Markt für gentechnisch verändertes Saatgut vorerst aufgeben. „Wir lassen unsere Pläne ruhen, solange die politische Situation so verfahren ist wie derzeit“, sagte die Deutschland-Geschäftsführerin von Monsanto, Ursula Lüttmer-Ouazane im November 2013. Bereits im August teilte Monsanto mit, der Konzern habe die Akquisition bestimmter Geschäftsbereiche der Dieckmann GmbH & Co. KG abgeschlossen. Die Dieckmann Gruppe mit Sitz in Niedersachsen ist ein Züchter von Saatgut für den Anbau in West- und Osteuropa. (S. Alles nur gelogen! Monsanto gibt Deutschland nicht auf !)

    Schattenseite der Blüten: Monokulturen, Ausbeutung und Pestizide
    Nicht nur die Pestizidbelastung, auch der hohe CO2-Ausstoß der damit verbunden ist, spielt mit. Vielen ist das gar nicht bewusst, dass eine große Airline zum Valentinstag 1.000 Tonnen Rosen alleine nach Europa fliegt. Das entspricht einer Ladung von zehn Jumbo-Jets. Auch der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie die Aufzucht in Treibhäusern, die Lagerung der Blumen in einer ununterbrochenen Kühlkette und ihre Verpackung – all das trägt zu einem erhöhten CO2-Ausstoß bei.

    Tulpen aus unserem Nachbarland, dem BLUMENLAND NIEDERLANDE
    Die Zijpe, der Anna Paulowna Polder und die Koegras zusammen bilden mit über 6.000 Hektar Blumenfeldern heute eines der größte Blumenzwiebelanbaugebiete der Welt. Die Felder ziehen sich an der Küste entlang und dehnen sich bis auf die Insel Texel aus. Noch vor 100 Jahren bestimmten hier Wiesen und Kuhweiden das Bild, daneben pflanzten die Bauern auf kleinen Feldern Getreide und Gemüse für den Eigenkonsum an. Ab 1960 waren die Blumen als billiges Massenprodukt nicht mehr zu stoppen. Auch in anderen Teilen der Niederlande verschwanden die kleinen Felder und Weiden von einst und machten Platz für Schnittblumen.
    So schön die bunten Tulpenfelder im Frühling leuchten – ökologisch sind die Monokulturen eine Wüste, in der kaum ein Tier Nahrung oder Obdach finden kann. Zudem erfordern die endlosen Reihen von bunten Blumen stets viel Wasser, Dünger und chemische Pflanzenschutzmittel. Erst sehr langsam nehmen nachhaltige Anbaumethoden heute mehr Raum ein. Noch 2007 fand die Stiftung Warentest in allen von ihr getesteten Rosen Pestizidrückstände, bis zu 16 verschiedene Substanzen an einer Blume. Unter ihnen waren auch Wirkstoffe, die beispielsweise die Weltgesundheitsorganisation WHO als hochgiftig einstuft. Die gefundenen Mengen waren so klein, dass sie für die Käufer kein Gesundheitsrisiko bedeuteten. Für die Arbeiterinnen und Arbeiter in Anbau und Handel ist allerdings ein solcher Pestizideinsatz gefährlich, weil sie den Stoffen täglich und in weit größeren Mengen ausgesetzt sind.
    “Wenn der Frühling kommt, dann schick’ ich Dir Tulpen aus Amsterdam”. Doch mit den Tulpengrüßen aus Holland könnte es bald vorbei sein, fürchteten 2008 viele holländische Blumenbauer. Sie seien alarmiert durch eine Studie der Universität Wageningen, in der die Folgen der geplanten neuen EU-Vorschriften für Pflanzenschutzmittel untersucht wurden. Der “Tulpenbauer geht baden”, fasste 2008 die Zeitung “De Telegraaf” zusammen.
    Die EU ließ sich nicht beeinflussen und erließ 2009 die neue Umweltschutzrichtlinie, die den Einsatz zahlreicher Pestizide verbot. Mehr als 120 chemische Stoffe dürfen seitdem nicht mehr eingesetzt werden. Viele davon waren auch in der niederländischen Blumenzucht Standardmittel.
    Aber nicht nur Verbote lassen die Blumenanbauer in unserem Nachbarland zittern – denn andere Länder produzieren noch billiger. In den Niederlanden machen die Energiekosten etwa 15 Prozent der Gesamtaufwendungen aus. Etwa ein Drittel muss der Produzent für die Löhne veranschlagen. In Afrika oder Lateinamerika, wo ganzjährig im Freien gearbeitet wird und die Arbeiterinnen und Arbeiter teilweise ohne jeden gewerkschaftlichen Schutz ausgebeutet werden, fällt nur ein Bruchteil dieser Kosten an. Und welches Land verbindet man gemeinhin mit Tulpen, mit dem Anbau von Zierpflanzen generell? Sie würden nun sagen, die Niederlande. Aber könnten die Tulpen eine Sprache sprechen, würden sie sich nicht auf holländisch unterhalten. Nein, die Tulpen würden die kenianische Landessprache sprechen.

    Wenn Blumen sprechen könnten, dann würden sie von miserablen Arbeitsbedingungen, Hungerlöhnen, Gesundheitsrisiken und ökologischem Desaster in der Blumenindustrie Afrikas und Lateinamerikas berichten.
    Was die wenigsten wissen ist, dass die enorme Menge an Schnittblumen von Kenia aus nach Europa exportiert werden. Seit 1995 hat sich dieser Wert allerdings auch enorm erhöht, um genau zu sein hat er sich seitdem verdreifacht. Das bedeutet, dass alleine nach Deutschland etwa 500 Millionen Stück pro Jahr an Schnittblumen aus Kenia kommen.
    Experten warnen bereits davor, dass für die Produktion dieses Wirtschaftsgutes viel zu viel Wasser verbraucht wird, das an anderer Stelle fehlt. Zudem werde es nach der Verwendung nur unzureichend geklärt.

    Die Schnittblumenproduktion wird zum Problem für die Süßwasservorräte
    Die meisten Schnittblumen aus Kenia stammen aus einer bestimmten Region im Lande, und zwar aus Naivasha. Dort jedoch sei der Süßwasserspiegel stets großen Schwankungen unterworfen, auch schon ohne die Nutzung für die Schnittblumenproduktion. Da diese nun ständig wächst, droht das Süßwasser aus dem Boden irgendwann zu versiegen. Das hätte katastrophale Folgen für die auch ansonsten fast nur auf Agrarproduktion ausgerichtete Wirtschaft Kenias. Der Naivasha-See könnte austrocknen, mit schlimmen Folgen für das Umland.
    Auch Ecuador gilt heute als wichtigster Blumenproduzent des Südens. Von Januar bis November 2010 verkaufte das Land laut Angaben der Handelsorganisation Expoflores für 586 Millionen Dollar Pflanzen. 122.000 Tonnen Pflanzen führt das Andenland aus; nach Öl, Bananen und Shrimps sind Blumen heute das wichtigste Exportprodukt geworden, allerdings nicht ohne Folgen.
    Wirtschaftlich gesehen mag das eine gute Sache für Ecuador und die dortigen Schnittblumen-Anbauer sein, doch solange die allgemeinen Zustände sich nicht ändern, z. B. der Einsatz von Pestiziden, die Monokultur u.s.w., überwiegen die Nachteile gegenüber den Vorteilen, dies gilt auch für Kenia.
    Im globalen Konkurrenzkampf schielen alle entsetzt nach China: 2008 wurden in der Provinz Yunnan auf 33.300 Hektar Blumen produziert. Von 42.000 Hektar geht die Verwaltung der Provinz für 2010 aus. Wenn bedacht wird, dass es 2005 noch 16.000 Hektar waren, hat die Provinz Yunnan ihre Anbaufläche bis heute fast verdreifacht. Zum Vergleich: Der gesamte Tulpenanbau in den Niederlanden nimmt eine Fläche von nur 7.500 Hektar ein. Und sogar „raubkopierte“ Rosen kommen aus Asien – Blumen, für deren Anbau Lizenzgebühren zu zahlen wären. Am Flughafen Schiphol allein vernichtet der niederländische Zoll jährlich Rosen im Wert von einer Viertelmillion Euro.


    www.vamos-muenster.de/

    Nur jede fünfte Blume davon ist in Deutschland gewachsen – 80 % der in Deutschland verkauften Schnittblumen werden über die Niederlande importiert, aus Kenia, Ecuador, Kolumbien, Simbabwe oder Tansania. Die Produktionsbedingungen in den Ländern des Südens lassen häufig zu wünschen übrig: Überwiegend Frauen schuften in der internationalen Blumenproduktion. Sie verdienen oft nur Hungerlöhne, haben keine festen Arbeitsverträge und sind den Belastungen durch Pflanzenschutzmittel ausgesetzt.

    Rosen mit dem Fairtrade-Siegel schreiben Erfolgsgeschichte:
    Seit ihrer Einführung 2005 stiegen die Absatzzahlen kontinuierlich, aber das Jahr 2012 brach alle Rekorde, meldet der Verein TransFair, der das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte vergibt. Demnach wurden in Deutschland gut 260 Millionen faire Rosen verkauft, gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von mehr als 200 Prozent. Der Marktanteil beträgt inzwischen knapp 20 Prozent.
    Aber auch Billig-Blumen sind auf dem Vormarsch. Den bunten Strauß suchen sich viele Verbraucher mittlerweile lieber beim Discounter zwischen Müsli und Toilettenpapier aus, statt in den Fachhandel zu gehen.

    Billig-Rosen: Afrikaner zahlen mit ihrer Gesundheit

    Billig-Rosen: Afrikaner zahlen mit ihrer Gesundheit - PANORAMA - DAS ERSTE - NDR



    Müssen es unbedingt Blumen sein, z.B. zum Valentinstag?
    Manchmal reichen auch liebe Worte. Und zu den Tulpen, der nächste Frühling kommt bestimmt.
    Quelle

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  4. #14
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    Photosynthese und Quantenmechanik: Quantenphysikalische Phänomene in biologischen Systemen

    Lichtsammelnde Makromoleküle in Pflanzenzellen übertragen Energie, in dem sie molekulare Schwingungen nutzen, für deren physikalische Eigenschaften sich keine Gegenstücke in der klassischen Physik finden lassen. Zu dieser Erkenntnis kommen britische Wissenschaftler, die damit erklären, den ersten theoretischen Beweis für Quanteneffekte innerhalb der Photosynthese bei Pflanzen gefunden zu haben.


    © grewi.de
    Symbolbild: Photosynthese.

    London (England) - Wie die Wissenschaftler um Alexandra Olaya-Castro vom University College London (UCL) aktuell im Fachjournal Nature Communications berichten, bestehen die meisten der lichtsammelnden Makromoleküle aus für die Färbung der Moleküle verantwortlichen und an Proteine gekoppelten sogenannten Chromophoren. Diese sind für den ersten Schritt der Photosynthese, dass Einfangen des Sonnenlichts und die hocheffiziente Übertragung der damit einhergehenden Energie, verantwortlich.

    Schon frühere Experimente hatten nahegelegt, dass hierbei die Energie in einer wellenartigen Weise übertragen wird, die Quantenphänomene nutzt. Dennoch konnte bislang eine Erklärung jenseits der klassischen Physik nicht eindeutig bewiesen werden, da sich die besagten Phänomen ebenfalls mittels bekannter physikalische Prozesse erklären ließen.

    Während zur Beobachtung von quantenmechanischen Phänomenen meist extrem heruntergekühlte Systeme notwendig sind, scheint dies nicht auf entsprechende Vorgänge in einigen biologischen Systemen zuzutreffen, die aber dennoch quantenartige Eigenschaften aufweisen und das bei gemäßigten Temperaturen.

    Die nun beschriebenen Merkmale dieser biologischen Systeme, können - so die britischen Forscher: "Die Eigenschaften der Vibrationen einiger Chromophoren, die den Energietransfer während der Photosynthese übertragen, können nicht anhand der klassischen Gesetze der Physik beschrieben werden. Darüber hinaus verstärkt dieses nicht-klassischer Verhalten die Effizienz dieses Energietranfers."

    Molekulare Schwingungen sind periodische Bewegungen der Atome innerhalb eines Moleküls - ähnlich der Bewegung einer Masse an einer Saite. "Stimmt die Energie einer gemeinsamen Schwingung zweier Chromophoren mit der Energiedifferenz zwischen der elektronischen Übergang dieser Chromophoren überein, so entsteht eine Resonanz und es kommt zu einem effizienten Energieaustausch zwischen elektronischem und schwingendem Freiheitsgrad."

    Vor dem Hintergrund, dass die mit den Schwingungen assoziierte Energie höher ist als die Temperatur, könne nur eine Quanteneinheit an Energie ausgetauscht werden. Da die Energie aber von einem Chromophor an ein nächstes übertragen werde, stelle die kollektive Schwingung Eigenschaften dar, für die es kein Gegenstück in der klassischen Physik gebe, so die Wissenschaftler.
    + + + GreWi-Kommentar: Bislang galt die Quantenphysik aufgrund der Tatsache, dass ihre Auswirkungen sich nur auf das Verhalten subatomarer Teilchen zu konzentrieren schien, als eher unklare bis schwammige Hilfe bei der möglichen Erklärung und Diskussion grenzwissenschaftlicher Phänomene. Während die Quantenphysik von einer Vielzahl von Autoren geradezu willkürlich als Allgemeinerklärung für alles scheinbar Unerklärliche zu Felde geführt wurde, nutzen die Kritiker dieser Arbeiten und Argumente genau diesen Umstand, um selbst kompetente Vertreter und Theorien "keine Ahnung" auf diesem Gebiet zu unterstellen.

    Während bislang laut naturwissenschaftlicher Lehrmeinung also galt, dass sich Quantenphänomene nur und ausschließlich auf der subatomaren Ebene auswirken und ihre Wirkung jedoch in größeren (Makro-)Objekten verloren gehen, bestätigen immer mehr Studien - nicht zuletzt die obig beschriebe am UCL - dass sie auch in komplexen biologischen Systemen und somit auf Makroebene (für die bislang galt, dass sie lediglich den Gesetzen der klassischen Physik unterworfen sind) wirken und messbar sind.

    Quantenphysikalische Phänomene als Erklärung für das ein oder andere grenzwissenschaftliche Phänomen, können also tatsächlich nur noch mit zusehends schwindender Gewissheit gänzlich ausgeschlossen werden. Statt jedoch diese Erklärung, wie allzu oft geschehen, als willkürliche Allrounderklärung für alles zunächst nicht Erklärbare anzuwenden, gilt es auch hier entsprechende Theorien fundiert und sorgfältig zu formulieren, zu überprüfen und zur Diskussion zu stellen.

    Quelle



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  5. #15
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    18. Januar 2014 Demo in Berlin: 30.000 Menschen fordern STOPPT AGRARINDUSTRIE
    – WIR HABEN ES SATT



    Demonstriert haben ca. 30.000 Menschen in Berlin für eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft und folglich auch für gutes Essen. Die Netzfrauen waren mit dabei.


    Nachstehend ein Auszug aus der anlässlich der Demonstration gehaltenen Rede von Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
    „ (…)
    - wenn wir wissen, wie schwer Menschen arbeiten;
    - wenn wir wissen, wie viele Menschen Sorgen haben um die Zukunft, denn sie sind konfrontiert mit einer Konkurrenz der Agrarindustrie, mit der inzwischen die Produktion von Fleisch billiger geworden ist als die Produktion von Gemüse;
    - wenn wir wissen, dass Tiere zur Ware gemacht worden sind, denen ihre Würde genommen wurde aber auch den Menschen, die mit diesen Tieren umgehen müssen.
    Und deswegen gehen wir auf die Straße, weil wir diese Not kennen. Die Not der Menschen, der Tiere und die der Landschaft. Deshalb haben sich gestern oder heute Tausende sehr früh oder teilweise durch die Nacht fahrend nach Berlin bewegt.

    Nicht, um für sich etwas herauszuholen, sondern für das Gemeinwohl und das ist die Hoffnung, dass Menschen für das Gemeinwohl auf die Straße gehen und nicht nur für ihre eigenen kurzfristigen Lebensinteressen.
    Es ist notwendig, dass wir nicht nur die Fehlentwicklung der Agrarindustrie stoppen. Hier ist nicht nur der Verbraucher gefordert. Aber auch er ist gefordert oder sie als Verbraucherin. Wer Billigfleisch bei Aldi, Lidl & Co. kauft ist Teil dieses Ausbeutungssystems. Alle müssen dies wissen. Aber es ist auch die Politik gefordert. Denn wir wollen endlich wissen, was wir essen, wir sind für eine klare Kennzeichnung. Die entsprechende Industrie muss auf der Verpackung auch die Art der Haltung abbilden, damit der Verbraucher weiß, was er isst. Und ich bin sicher, viele bekommen dann ein schlechtes Gewissen und diese Produkte werden dann nicht mehr nachgefragt.

    Die Politik ist also gefordert, uns zu schützen. Das erwarten wir von der Politik und dass sie sich nicht länger als Mündel den kapitalistischen Wachstumsinteressen beugt.
    Und deshalb fordern wir nicht nur dass endlich die geheimen Verhandlungen des sogenannten Freihandelsabkommen als Geheimverhandlungen gestoppt werden, sondern wir fordern, dass diese Verhandlungen beendet werden; denn sie dienen nicht unseren Interessen, sondern den Interessen von Monsanto & Co.
    (…)
    Wir haben Gerichte die in der Lage sind zu entscheiden, wenn tatsächlich gegen entsprechenden Wettbewerb verstoßen wird. Aber wir brauchen keine Gerichte, um letztendlich die Interessen von Monsanto u. Co. gegen Schaden durchzusetzen. Wir brauchen keine WTO-Gerichtsbarkeit, die den Namen Gericht nicht verdient.

    Wir brauchen kein Hormonfleisch, kein Chlorhähnchen und vieles andere mehr in Europa. Wir brauchen keine Gentechnik. Wir haben bewiesen, dass wir auch leben können ohne Agrar-Gentechnik. Das geht auf unsere Arbeit zurück und deswegen kämpfen wir gegen dieses sogenannte Freihandelsabkommen. Es ist ein Freihandelsabkommen der Konzerne, aber nicht für Menschen und deswegen sagen wir nein und wir fordern die Bundesregierung auf, sich hier klar zu positionieren. Wir fordern vor allen Dingen die Sozialdemokraten auf sich hier klar zu positionieren. Wen vertreten sie in unserem Lande? Wir werden diese Frage zum zentralen Thema des europäischen Wahlkampfes machen: Das wollen wir in der Tat wissen vor der Wahl. Seid ihr dafür oder seid ihr dagegen.
    Wir haben nicht jahrzehntelang gekämpft gegen die Agro-Gentechnik. Wir haben erreicht, dass wir bis heute gentechnikfrei leben in Deutschland. Wir wollen ein europäisches, gentechnikfreies Land. Und deswegen wollen wir nicht durch die Hintertür über den sogenannten Freihandel zum Mündel von Monsanto & Co., Syngenta & Co. degradiert werden. Einer europäischen Kommission die sagt, wir müssen Natur- und Umweltgesetze letztendlich abbauen, um der Europamüdigkeit der Bevölkerung entgegenzuwirken antworten wir: Die europäischen Völker sind nicht europamüde, weil wir bessere Natur- und Umweltgesetze haben als früher. Sie sind europamüde, weil sie erkennen, dass gegen den Willen der Mehrheit der europäischen Bevölkerung letztendlich Agro-Gentechnik in Europa und vieles andere mehr durchgesetzt werden soll. Weil ihr die Mündel von Monsanto seid, deswegen haben wir die europäische Politik.
    Deshalb fordern wir einen fairen Handel statt Freihandel.
    Ich danke Ihnen.”

    Abstract von Prof. Hubert Weiger
    „2014 ist ein entscheidendes Jahr. Es kommt darauf an, das Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU zu stoppen. Dieses Abkommen gefährdet uns, unsere Kinder, die Tiere und die Umwelt. Das dürfen wir nicht zulassen. Chlorhühnchen, Hormonfleisch und Gentechnik auf dem Teller lehnen wir ab! Stattdessen brauchen wir eine Landwirtschaft, in der bäuerliche Betriebe gefördert werden statt Massentierhaltung und Export. Agrarminister Friedrich muss sich dafür einsetzen, dass mehr Geld in tiergerechte Haltungsformen fließt und dass Gentechnik und Pestizide nicht in unsere Lebensmittel gelangen.“
    Wir haben Agrarindustrie satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Für Alle!

    Wir Netzfrauen haben teilgenommen, da es nicht unbedingt zu erwarten ist, dass sich die Dinge unter Aigners Nachfolger Hans-Peter Friedrich schlagartig zum Besseren wenden werden.
    Beispiel: Die CSU hatte sich im Wahlkampf gegen den Anbau von Genpflanzen ausgeprochen. Die Ablehnung ist jedoch nicht im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Hier setzte sich die CDU durch, die für Offenheit gegenüber der Gentechnik plädiert.
    ZEHN Gründe für unsere Teilnahme:
    1. Bundesministerium mit Monsanto, Bayer und Co. an einem Tisch - Die GFP ist ein Netzwerk, in dem deutsche und internationale Unternehmen der Agrar- und Ernährungsindustrie, Verbände und Stiftungen, der öffentliche Sektor sowie Unternehmen aus Schwellen- und Entwicklungsländern gemeinsam daran arbeiten, die Nahrungsmittelsicherung zu verbessern.
    Die Gründungsteilnehmer der GFP seit Juni 2012 sind AGCO International GmbH, BASF, Bayer CropSience AG, BioAnalyt GmbH, DEG, GIZ, Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung e.V., K+S Kali GmbH, LEMKEN GmbH & Co KG, Mars Incorporate, METRO Group, Syngenta Agro GmbH und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Inzwischen sind weitere Teilnehmer der Initiative beigetreten. Die GFP wird koordiniert von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und handelt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). (SH. Agrar-Monopoly in Ukraine – Monsanto realisiert Großprojekt)
    2. Pferdefleisch in der Lasagne, Pferdefleisch in Ravioli, Pferdefleisch in Tortellini. Pferdefleisch und kein Ende in Sicht: Wie das Jahr anfing, so endet es – mit einem Pferdefleischskandal, nur diesmal aus einer “Fabrik für Antikörper”. (S. Direkt aus dem Versuchslabor im Galopp auf den Teller- Impfstoffhersteller, Nestlé und Bertelsmann wiehern dazu)
    3. Nahrungsmittel sind zum Essen da? Von wegen – seit einiger Zeit werden Grundnahrungsmittel wie Weizen, Soja, Mais & Co. innerhalb des Rohstoffsegmentes als eigene Anlageklasse gehandelt und die Bundesregierung mischt mit und zwar mit der Deutschen Bank!(s. Deutsche Bank- Die Hungermacher im globalen Rohstoff-Kasino – und die Bundesregierung mischt mit!)
    4. Welche Auswirkungen das geplante Freihandelsabkommen gerade durch Monsanto & Co. mit „Gift & Genen“ für unsere Landwirtschaft und unsere Gesundheit am Ende der Nahrungskette haben, können wir nur erahnen. Bürger hier und in ganz Europa wollen regionale Natur- und Kulturlandschaften, Arten- und Sortenvielfalt und gesunde Ernährung erhalten – völlig gentechnik- und giftfrei. Die alleinigen Nutznießer ist die Agro-Gentechnik, also die globalen Agrochemie-Giganten der Branche. Sie vergiften den Globus nicht nur mit ihren GV-Pflanzen, sondern auch mit den Totalherbiziden, gegen die ihre gentechnisch veränderte Saat resistent ist. Wird das Unkraut resistent, verkaufen sie einfach noch mehr Gift und maximieren erneut den Profit. (Sh.Freihandelsabkommen: Nicht nur Klonfleisch – Monsanto, Basf, Bayer, Coca-Cola und Co. reiben sich die Hände
    5. Wenn wir uns die EFSA näher anschauen, dann müssen wir uns fragen, wie unabhängig ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit? Lobbyverflechtungen in der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nehmen kein Ende. Wirtschaftsinteressen: Besonders der Ausschuss für Diätprodukte, Ernährung und Allergien (NDA) ist mit 17 von 20 Mitgliedern betroffen. 460 Interessenskonflikte existieren bei der EFSA. In zehn Fällen hat die EFSA bei der Auswahl der Mitglieder die eigenen Regeln ignoriert. ( Unfassbar! Lobbyverflechtungen in der EFSA ).

    6. Wenige Konzerne beherrschen die weltweite Lebensmittelproduktion- Die große Markenvielfalt im Supermarkregal täuscht über die konzentrierte Marktmacht einiger weniger Unternehmen hinweg. Konzerne kaufen kleinere Firmen und steigern so Marktanteile und Macht. Konzerne können damit die Preise, Geschäftsbedingungen und zunehmend auch die politischen Rahmenbedingungen diktieren. (S. Kampf der Giganten – Wenige Konzerne beherrschen die weltweite Lebensmittelproduktion)
    7. Pestizide – Rückstände im Trinkwasser, Brot, Babybrei und Tee – das Müsli zum Frühstück, das Brötchen als Snack zwischendurch – Getreideprodukte gehören zu unseren Grundnahrungsmitteln. Aber gesund ist es nicht wirklich. Eine nicht sichtbare Gefahr lauert auf unseren Tellern. Pestizide, wohin man auch schaut. Forscher finden Pflanzengift in Mensch und Tier – Glyphosat IHRE Produktion von Umweltgiften gefährdet die Gesundheit, die Biodiversität, das Wasser, die Luft, die Böden. Die Produktion von Pestiziden muss sofort gestoppt werden.(S. Pestizide – “Mord auf Raten” ! Die Macht der Agrarlobby!)
    8. Entenfleisch wird immer begehrter und so wird es vom Saisonprodukt zum Ganzjahresangebot, so wurden mit Exportgarantien Deutsche Hersteller unterstützt, die Material zur Errichtung einer Entenfarm für 860.000 Tiere im Wert von 35 Mio. Euro in die Ukraine liefern durften. Die schlechten Haltungsbedingungen der Tiere in der Ukraine wurden außer Acht gelassen. Was nicht hier “produziert ” werden darf, wird dann woanders gemacht. (S. Fleisch-Monopoly auf Kosten der Steuerzahler)
    9. Tumore, chronische Entzündungen, Pestizidbelastung – für Monsanto sind fremde Studien offenbar grundsätzlich methodisch falsch und nicht aussagekräftig. Bei Produkten, die in die Nahrungskette des Menschen gelangen, sollte es aber keiner Beweise bedürfen. Zweifel an der Unbedenklichkeit müssen reichen, um den Masseneinsatz zu stoppen und weitere Untersuchungen einzuleiten. (S.: Wir sind empört! Umstrittener Gen-Mais Smartstax kommt nach Europa!- jetzt ist es amtlich!)
    10. Nicht nur in Nahrungsmittel wird spekuliert, nein, die Profitgier macht auch nicht vor Wasser, Gesundheit, Wald und Land halt.
    Die Profitgier kennt keine Grenzen, Monopoly im wahren Leben. (S: Spekulationen mit den Lebensgrundlagen des Menschen stoppen!)
    Wir könnten die Liste unendlich fortfahren, weltweit sind die Folgen der agrarindustriellen Massenproduktion für Bäuerinnen und Bauern, Verbraucherinnen und Verbraucher, Tiere und Umwelt dramatisch. Die neue Bundesregierung muss jetzt handeln und für eine gerechte und global verantwortliche Agrarpolitik sorgen. Schluss mit der Klientelpolitik für die Agrarindustrie!
    Quelle

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  6. #16
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    Wissenschaftler sagen: Industrielle Landwirtschaft hat ihren »Scheitelpunkt« erreicht – Es ist Zeit, zu kleinen Bio-Betrieben zurückzukehren

    Die Ära großer Monokulturen mit ihren Pestiziden und gentechnisch veränderten Organismen (GVO) könnte endlich an ihr Ende kommen. Wissenschaftler der University of Nebraska-Lincoln (UNL) haben kürzlich entdeckt, dass die Ertragssteigerungsraten für die meisten wichtigen industriell angebauten Feldfrüchte ein Plateau erreichen oder in vielen Regionen der Welt sogar rückläufig sind. Diese Tatsache unterstützt das Argument für eine Rückkehr zu kleineren diversifizierten Bio-Betrieben.

    Diese jüngst in der Zeitschrift Nature Communications erschienene Studie und weitere Erkenntnisse, darunter aktualisierte Projektionen zukünftiger Erträge, helfen, das Märchen zu widerlegen, die industriellen Methoden der Nahrungsmittelproduktion (z.B. transgene Modifizierung, Einsatz von Pestiziden und Monokulturen) hätten zu dramatischen Fortschritten in der Landwirtschaft geführt, wenn sie in Wirklichkeit das genaue Gegenteil bewirkt haben. Den Zahlen zufolge haben bis zu 31 Prozent des weltweiten Angebots an Reis, Weizen und Mais ein Ertragsplateau erreicht. Das heißt, so sehr sich Pflanzenwissenschaftler auch bemühen, an unseren Nahrungspflanzen herumzupfuschen, der Ertrag wird anschließend nicht höher sein als vorher. Außerdem bringt ein erheblicher Prozentsatz dieser Pflanzen immer seltener höhere Erträge – ein Hinweis darauf, dass das System letztendlich scheitert.

    »Rückgang und Plateaus in der Produktion sind inzwischen allgegenwärtig, trotz steigender Investitionen in die Landwirtschaft. Es könnte bedeuten, dass die maximal möglichen Erträge unter dem industriellen Agrobusiness-Modell bereits erreicht sind«, schreibt Nafeez Ahmed in der englischen Zeitung The Guardian. »Erträge in ›wichtigen Getreide produzierenden Regionen steigen schon lange nicht mehr, nachdem zuvor ein ständiger linearer Anstieg zu verzeichnen gewesen war‹.« Aus dem Bericht, aus dem Ahmed seine Schlussfolgerung zieht, geht auch hervor, dass das Produktionsniveau für viele Feldfrüchte bereits stagniert und nie wieder die früheren hohen Zuwachsraten erreichen wird. Experten führen dies darauf zurück, dass Feldfrüchte irgendwann eine biophysische Ertragsobergrenze erreichen, das heißt: Auf einer gegebenen Ackerfläche kann nur eine bestimmte Menge einer Feldfrucht angebaut werden.

    Viele versuchen nun zu behaupten, diese Obergrenze wäre überhaupt nur durch die Technologien einer »grünen Revolution« wie GVO erreicht worden, aber das ist ganz einfach nicht der Fall. Diese Technologien waren von Anfang an zum Scheitern verurteilt, denn wie die Studie selbst einräumt, waren sie »einmalige Innovationen«, die laut wissenschaftlichen Untersuchungen in den letzten Jahrzehnten tatsächlich in vielen Fällen zu einem Ertragsrückgang geführt haben. »Es besteht die Sorge, dass trotz gestiegener Investitionen in landwirtschaftliche Forschung und Entwicklung sowie in Ausbildung die relative Rate der Ertragssteigerung für die wichtigsten Feldfrüchte in diesem Zeitraum [von 1981 bis 2000] zurückgegangen ist, wobei sich zeigt, dass in einigen der produktivsten Bereiche eine Ertragsobergrenze erreicht worden ist«, heißt es in der Studie.

    So viel zu all den »Studien«, die die Wohltaten von GVO oder Pestiziden in der Nahrungsmittelproduktion preisen. Nicht nur ist diese Bewertung grundlegend fehlerhaft – Pestizide und synthetische Düngemittel wurden in der Studie als Faktoren für rückläufige Raten der Ernteerträge benannt –, sondern sie ist die Grundlage für viele grundsätzlich falsche Ertragsprojektionen, die viel zu hoch angesetzt werden. »Die Studie kritisiert die meisten anderen Ertragsprojektionen, die zuweilen sogar exponentielle Produktionszuwächse für die nächsten Jahre und Jahrzehnte vorhersagen, obwohl diese ›in der realen Welt nicht zu verzeichnen sind‹«, schreibt Ahmed weiter. Andererseits zeigen organische landwirtschaftliche Anbaumethoden das Potenzial für steigende Erträge, zumindest nach Angaben der Vereinten Nationen.

    »Ein bahnbrechender Bericht des UN-Sonderberichterstatters über das Recht auf Nahrungsmittel hat demonstriert, dass eine Agro-Ökologie auf der Grundlage nachhaltiger, überschaubarer, organischer Anbaumethoden die Nahrungsmittelproduktion in ganzen Regionen, die mit ständigem Hunger kämpfen, in fünf bis zehn Jahren verdoppeln könnte«, schlussfolgert Ahmed in seinem Bericht in The Guardian.
    Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:
    Kopp


    TheGuardian.com
    SRFood.org
    NaturalNews.com

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  7. #17
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    Plastikmüll-Teppiche im Ozean – Plastik als Fischfutter?


    Plastikmüll in Ozeanen

    Wo ist unser Müll geblieben?

    Etwa 99 Prozent des Plastikmülls in den Ozeanen ist verschwunden. Wo er abgeblieben ist, sollte uns allen Angst machen. Experten vermuten, dass Fische einen bedeutenden Teil unseres Mülls fressen.
    Von Wasserflaschen bis zu Mikropartikeln in unserem Waschgel, schicken wir jedes Jahr Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane. Das bringt nicht nur Umweltschäden in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar mit sich, sondern es kostet auch vielen Meerestieren das Leben. Sie ersticken an unserem Abfall!!! Eine neue Studie hat sogar noch schrecklicheres zu Tage gefördert: Etwa 99 Prozent des Ozeanplastiks ist verschwunden. Es besteht die Möglichkeit, dass ein großer Teil davon auf unseren Tellern landet.
    Weltweite Studie zum Verbleib unseres Plastikmülls in den Ozeanen

    Die Studie, die vor kurzem in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, fasst alle Daten zusammen, die 2010 und 2011 zu den großen Ozeanwirbeln erhoben wurden. Als die Forscher mit Netzen Proben entnahmen, um zu bestimmen, wie viel Plastik in den Müllteppichen enthalten ist, fanden sie weniger Müll als erwartet.
    „Wir können bei 99 Prozent des Plastiks in den Ozeanen nicht sagen, wo es hingelangt ist. Es besteht die Möglichkeit, dass dieses Plastik in die globale Meeresnahrungskette gerät… und wir sind ein Teil davon.“
    Studienleiter Carlos Duarte
    Seiner Meinung nach ist es wahrscheinlich, dass Meerestiere das Ozeanplastik auffressen, das aussehen könnte wie Fischfutter, nachdem Wellen und Sonnenlicht es in kleinste Teile zerbrochen haben. Ozeanograph Peter Davison vom Farallon Institute for Advanced Ecosystem Research hält es für unzweifelhaft erwiesen, dass Tiere unseren Müll fressen – mit unbekannten Konsequenzen. Das verschluckte Material könnte in genau dem Thunfisch stecken, den wir essen, oder, wie Davison dem Science sagte, Plastik in Fischen „könnte wieder ins Meerwasser gelangen, oder er wird durch Maul oder After wieder ausgeschieden und es kommt nicht zu Langzeitschäden. Das wissen wir nicht.“
    Wo könnte das ganze Plastik sonst noch hingelangen? Mikroben könnten es verschlucken. Es könnte angeschwemmt werden oder in beinahe unerkennbar kleine Stücke zerteilt werden. Tierkot könnte es an den Meeresgrund hinunterziehen.
    Vielleicht produzieren wir aber einfach weniger Müll, als die Wissenschaftler glauben? Die Studie nutzte letzten Endes Schätzungen darüber, wieviel Plastikmüll in die Ozeane gelangt ist. Diese Schätzungen sind mittlerweile fast ein halbes Jahrhundert alt.
    „Wir brauchen dringend bessere Schätzungen darüber, wieviel Plastik im Jahr in den Ozean gelangt. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass wir uns das Worst-Case-Szenario wirklich ausmalen können. Wir wissen einfach nicht, was dieses Plastik tatsächlich anrichtet.“
    Ozeanografin Kara Law
    Es wäre schön, sich vorzustellen, dass wir unsere Lektion gelernt haben und weniger von dem verteufelten Zeug wegwerfen. Aber stichhaltige Beweise – googeln Sie einfach mal „Great Pacific Garbage Patch“ – zeigen, dass wir nicht noch mehr beunruhigende Statistiken benötigen, um uns zu zwingen, unserem Planeten weniger Schaden zuzufügen.
    Wie das ganze Plastik zu großen Müllteppichen in den Weltmeeren wurde

    Eine neue Analyse zeigt, wie auch fern von den Plastikteppichen gelegene Länder zu dem Problem beitragen könnten.
    Es ist kein Geheimnis, dass ein großer Teil unseres Plastikmülls in einem der fünf großen Müllteppiche endet, die auf den Weltozeanen schwimmen und Vögeln, Meeresschildkröten und anderen maritimen Lebewesen zur Falle werden oder ihnen den Erstickungstod bringen. Was bisher unbekannt war ist, wo genau die Plastikflasche, die am Strand aus dem Rucksack herausfiel schließlich endet. Bis jetzt.
    Australische Ozeanografen haben ein Onlinetool entwickelt, das es erlaubt vorherzusagen, auf welche Weise Plastikmüll durch Meeresströmungen verteilt wird. Das bedeutet, dass Wissenschaftler der Möglichkeit einen Schritt näher gekommen sind, genau zu bestimmen, um wieviel Müll es sich handelt und wer für die Plastikverschmutzung, die aus einem bestimmten Land kommt, verantwortlich ist.
    „Wir können bisher noch nicht sagen, ob es chinesisches oder amerikanisches Plastik ist. Um Länder zur Rechenschaft ziehen zu können, müssen wir etwas über die Strömungen wissen und wir müssen wissen, wo sich das Plastik genau in diesem Moment befindet, sogar außerhalb der Müllteppiche“.
    Erik van SebilleOzeanograf der University of New South Wales, Sydney
    Ein Quietscheentchen, das an der kalifornischen Küste in den Pazifik gespült wird, könnte beispielsweise 10 Jahre später an einem der Strände Japans angeschwemmt werden. Oder es könnte in einem ganz anderen Ozean wieder auftauchen.
    Wissenschaftler haben schon vor langer Zeit entdeckt, dass das Wasser im Ozean zirkuliert, wobei es wie eine Achterbahn an manchen Stellen sinkt und an anderen wieder steigt. Plastik schwimmt im Ozean, daher geht es nicht mit dieser Bewegung mit. „Das Plastik ist im Grunde wie der Scheißhaufen, der der Spülung standhält, es sitzt da einfach auf der Oberfläche“ sagt van Sebille. Was bisher unbekannt war, ist die Größe jedes Einzugsgebietes – die Kloschüssel, in die all der Plastikmüll von den Meeresströmungen hineingeschwemmt wird.

    Letztes Jahr haben van Sebille und seine Kollegen ein Dokument veröffentlicht, das zeigt, dass die Müllflecken keine Schwarzen Löcher sind. Ihre Grenzen sind undicht und Müll kann im Laufe der Zeit von einem Einzugsgebiet in ein anderes gespült werden. Die neue Untersuchung, die in der Zeitschrift „Chaos” veröffentlicht wurde, zeigt, dass Teile des Pazifiks und des Indischen Ozeans sehr nahe an den südlichen Atlantik angebunden sind, während ein anderes Band des Indischen Ozeans eigentlich in den Südpazifik gehört.

    Van Sebille weist darauf hin, dass, obgleich Ressourcen eingesetzt werden sollten, um die Müllteppiche zu beseitigen, Plastikmüll sich am verheerendsten in der Nähe der Küsten auswirkt, an denen Meeresschildkröten, Manatis, Delfine und Vögel leben.
    „Wenn Plastikmüll Teil eines Müllteppichs geworden ist, ist das Unheil bereits geschehen.“
    Quelle

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  8. #18
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    Amazonas Regenwald durch Verhaftungen geschützt

    Unter allen Amazonasregionen leidet der brasilianische Bundesstaat Pará am schlimmsten unter den Auswirkungen der Regenwaldzerstörung. Amazonien ist mit einer Fläche von etwa 5,8 Millionen Quadratkilometern das größte tropische Regenwaldgebiet der Erde. Rund 75 Prozent der Fläche davon entfallen auf Brasilien. Die Region ist die Heimat einer reichen und vielseitigen Tier- und Pflanzenwelt. Zudem ist sie für das Weltklima von entscheidender Bedeutung. Weiterlesen →

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  9. #19
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    Satellitenbild der Woche: Ostbecken des Aralsees erstmals seit Mittelalter trocken



    Der Aralsee stirbt. Erstmals ist das östliche Becken des einst gigantischen Gewässers in diesem Sommer vollständig ausgetrocknet. Ein Satellitenbild-Vergleich zeigt das Ausmaß der Umweltkatastrophe.
    In den Sechzigerjahren war der Aralsee einer der fünf größten Seen der Erde. Mit 68.000 Quadratkilometern war er in der Fläche fast so groß wie Bayern. Inzwischen aber ist kaum noch etwas von ihm übrig – und die wenigen Reste schrumpfen weiter. Jetzt ist eine neue Schwelle erreicht: Das östliche Becken des Sees ist vollständig ausgetrocknet, nach Angaben der US-Weltraumbehörde Nasa zum ersten Mal seit dem Mittelalter.
    Der Vergleich zwischen zwei Bildern, die der Nasa-Satellit “Terra” aufgenommen hat, zeigt das Ausmaß der Misere, die zu den größten vom Menschen verursachten Umwelt-katastrophen überhaupt zählt: Im August 2000 ist das östliche Becken des Aralsees noch in weiten Teilen mit Wasser bedeckt (unteres Foto), 14 Jahre später erstreckt sich an derselben Stelle nur noch staubtrockene Einöde.
    “Es ist das erste Mal in der Neuzeit, dass das östliche Becken komplett ausgetrocknet ist”, sagt Philip Micklin, emeritierter Geograf der Western Michigan University in den USA und ein Experte für den Aralsee. Zum letzten Mal sei dies vor etwa 600 Jahren geschehen, als der Fluss Amudarja ins Kaspische Meer umgeleitet wurde.



    Landwirtschaft ließ See austrocknen
    In den Fünfziger- und Sechzigerjahren ließ die sowjetische Regierung den Amudarja erneut umleiten, und mit ihm auch den Syrdarja. Die beiden größten Flüsse der Region sollten Baumwoll- und Reisfelder bewässern. Noch 1965 erreichten den Aralsee jedes Jahr 50 Kubikkilometer Süßwasser – in den frühen Achtzigerjahren war der Zustrom völlig versiegt.
    In der Folge stiegen die Konzentrationen von Salzen und Mineralien in der schrumpf-enden Wassermenge an, das Ökosystem des Aralsees wurde radikal verändert, Fisch-populationen verschwanden – und mit ihnen die einst boomende Fischereiwirtschaft. Zwischenzeitlich gab es sogar wieder Hoffnung: Der Bau eines Damms im Jahr 2005 ließ zumindest den nördlichen Aralsee wieder wachsen.
    Das östliche Becken war dagegen schon 2009 fast komplett ausgetrocknet, hatte 2010 allerdings wieder deutlich mehr Wasser. Die starken jährlichen Schwankungen erklärt Micklin mit den Unterschieden im Zufluss durch den Amudarja. Ein Grund für die vollständige Austrocknung von 2014 seien geringere Niederschläge und schwächere Schneebedeckung im Pamir-Gebirge gewesen, aus dem der Amudarja einen großen Teil seines Wassers bezieht. Zudem würden nach wie vor riesige Wassermengen für die Landwirtschaft abgezweigt.
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  10. #20
    Moderator Avatar von Aaljager
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    Ein Trauerspiel in immer schnelleren Takten, denn die Austrocknung ist in den letzten Jahren immer stärker voran geschritten. Das Pamir und seine Gletscher als Quelle der Zuflüsse des Aralsees ist ebenso wie praktisch die meisten Gletscher auf der Erde von immer stärkerem Rückgang betroffen, gleichzeitig steigen die Schneefälle immer mehr. Leider bildet sich daraus kein neues Eis sondern der Schnee taut nach jedem Winter ab und sorgt so für grosse Hochwässer, welche massive schäden an den Anbauflächen verursachen. Diese Schäden bedingen den immer höheren Einsatz von Düngemitteln und Wasser um die Erträge in etwa auf gleichbleibendem Niveau zu halten.

    Einfach gesagt dort zeigt sich der typische Kreislauf, wenn ohne Rücksicht auf die Natur gehandelt wird. Die gesammte Region um den Aralsee wird über kurz oder lang so kaputt gewirtschaftet sein und auf hunderten von Jahren nicht mehr nutzbar sein.

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