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Thema: Natur & Umwelt

  1. #21
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Hier geht es weiter Aaljager....
    Kalifornien droht Massenflucht – 14 Gemeinden nun fast völlig ohne Wasser



    Kalifornien benötigt Starkregen, und zwar schon bald, ansonsten sitzen die 38 Millionen Bürger des US-Bundesstaates buchstäblich auf dem Trockenen. Laut jüngsten Medienberichten stehen inzwischen 14 Gemeinden in Kalifornien fast völlig ohne Wasser da. Ändert sich die Situation nicht grundsätzlich, könnten im kommenden Jahr viele weitere folgen.
    Vor wenigen Monaten waren es Kaliforniens Wasserwächtern vom State Water Resources Control Board (SWRCB) zufolge noch 28 Gemeinden gewesen, denen das Wasser fast vollständig ausging. 14 gelang es, sich zumindest temporär etwas Luft zu verschaffen. Den anderen 14 Gemeinden jedoch droht ein beispielloser Notstand, der Tausende kalifornischer Familien zwingen könnte, ihre Zelte abzubrechen und sich saftigere Weiden zu suchen.
    Dass derzeit drastische Maßnahmen ergriffen würden, sei »ein Signal dafür, wie schwer diese Dürre ist«, sagte Bruce Burton der Los Angeles Times. Burton ist stellvertretender SWRCB-Direktor. Erstmals überhaupt überwacht das Board Gemeinden im Staat, denen das Wasser vollends auszugehen droht – eine Situation, für die es keinerlei historische Präzedenzfälle gibt.
    Die meisten der gefährdeten Gemeinden liegen im Central Valley des Bundesstaates, dem »Brotkorb« Amerikas, einer Region, die die New York Times einst als größte Lebens-mittelressource des Landes bezeichnete. Nirgendwo sonst im Land werden so viele Mohrrüben angebaut, auch der Großteil der Salate, Mandeln und Zitrusfrüchte Amerikas stammt von hier – noch, denn hält die Dürre an, könnte es damit schon bald vorüber sein.
    In einigen betroffenen Gebieten konnten sich die Wasserversorger kurzfristig solange Hilfe von Nachbargemeinden sichern, bis eine dauerhaftere Lösung gefunden ist. In Siskiyou County nahe der Grenze zu Oregon hat die Stadt Montague einen neuen Bewässerungskanal gegraben, der Wasser von einem rund 40 Kilometer entfernten See transportiert. Der alte Kanal war im April leer gelaufen.
    Die meisten Gemeinden, denen ein völliger Wassermangel droht, sind vergleichsweise klein, dort leben nur wenige tausend Menschen. Dennoch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch größere Gemeinden in Mitleidenschaft gezogen werden.
    Sollte die Dürre anhalten, würden viele der bekannteren Regionen Kaliforniens leiden, sagte Tom Quinn von der Association of California Water Agencies, dem größten kalifornischen Verband von Wasserwerken.
    »Hält die Dürre weiter an, werden kommendes Jahr einige größere, modernere Gemeinden in Not geraten«, sagte Quinn der LA Times. Kalifornien leidet darunter, dass nicht nur kein neues Wasser ins Land fließt, auch die unterirdischen Vorkommen und andere Wasserquellen laufen leer.
    Im Wissenschaftsmagazin Science erschien ein Forschungsbericht, demzufolge der gesamte Westen der Vereinigten Staaten seit 2013 unglaubliche 240 Gigatonnen Wasser verloren hat – eine Menge, die ausreichen würde, alles Land westlich der Rocky Mountains zehn Zentimeter hoch unter Wasser zu setzen.
    Diese Einbußen haben der Studie zufolge nicht nur das Gravitationsfeld Kaliforniens verändert, sondern auch dazu geführt, dass sich in einigen Bereichen der Region Berge angehoben haben.
    »In 100 Prozent des Bundesstaates herrscht Dürre, in 82 Prozent des Landes herrscht eine ›extreme‹ oder ›außergewöhnliche‹ Dürre, was den beiden höchsten Kategorien auf der landesweiten Dürreskala entspricht«, heißt es im National Journal. »37 Millionen Menschen sind von der Dürre betroffen.«
    Quelle



    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  2. #22
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    Chinas neue Dämme in Tibet – Der Zusammenbruch Tibets

    Unbemerkt vom Rest der Welt arbeitet eine Armada von chinesischen Bauarbeitern daran, das Gesicht Tibets dauerhaft zu verändern. Um seine Menschen mit Strom und Wasser zu versorgen, baut China riesige Staudämme, plant die Umleitung ganzer Flüsse in Tibet und gefährdet damit die Versorgung von Hunderten von Millionen von Menschen in Indien, Bangladesch und Südostasien.

    Chinas Behörden wollen in Tibet die Energiegewinnung durch Wasserkraft massiv ausbauen. Mehr als 100 Staudämme sollen in den kommenden Jahren an den sieben großen Flüssen Salween, Brahmaputra, Irrawaddy, Indus, Ganges, Gelber Fluss und Jangtse gebaut werden. Wer an den Flüssen wohnt, wird zwangsweise umgesiedelt. Von den Stauseen im Himalaya sind nicht nur die sechs Millionen Tibeter betroffen, sondern auch hunderte Minderheiten an den Unterläufen dieser Flüsse.
    Staudämme werden die Zerstörung von 133.000 Quadratkilometer Feuchtgebiet in Tibet beschleunigen. Vom Verschwinden der Feuchtgebiete und vom Auftauen von 1,5 Millionen Quadratkilometer Dauerfrostböden in Tibet gehen akute Gefahren für das Weltklima aus, da diese Böden gigantische Kohlendioxidspeicher sind. Chinas Regierung will mit mit dem Ausbau der Wasserkraft billige Energie für ihre Industrie erzeugen.
    Mit Blick auf die Zukunft ein weiteres mögliches Konfliktthema zwischen Indien und China: Einige der wichtigsten Ströme Süd- und Südostasiens entspringen in Tibet, unter anderem der Brahmaputra. Sein Wasser ist unerlässlich für die Versorgung großer Teile Indiens und Bangladeschs. In Anbetracht der großen Dürreprobleme, sowohl in Nordchina als auch in Indien, könnten Fragen der Wassernutzung zu einem erheblichen Konfliktpotential werden.

    Der Tod eines heiligen Sees

    Wer heute durch die Berge und Täler im Hochland von Tibet reist, der trifft nicht nur auf friedliche Mönche und genügsame Yaks. Sondern vor allem auf Betonmischer und Zementfabriken. Überall an den Flüssen, oft nur wenige Kilometer voneinander getrennt, wird gebohrt und betoniert, entstehen neue Staudämme und Stauseen. China plant riesenhafte Staudämme, um aus der Kraft des Tsangpo, wie er dort heißt, Strom zu gewinnen. Ein indischer Fluss unter chinesischer Kontrolle: So könnte das Wasser zur Waffe werden, zum strategischen Werkzeug zwischen zwei der mächtigsten Staaten der Welt.
    Die Dämme stellen nicht nur eine latente Gefahr für die Umwelt der Region dar. Sie bedrohen auch den labilen Frieden zwischen Indien und China. Der Jarlung Tsangpo fließt weiter nach Indien und Bangladesch, wo er Brahmaputra heißt und Trinkwasser sowie Wasser zur Bewässerung der Felder von mehreren hundert Millionen Menschen auf dem indischen Subkontinent liefert. Indische Regierungsvertreter sind deswegen schon mehrfach in Peking vorstellig geworden.
    Schon seit Jahren besteht die Befürchtung, dass die chinesische Regierung Wasser vom Yarlung Tsangpo in die von häufiger Dürre betroffenen Gebiete Chinas ableiten könnte. Außerdem ist die Gegend seismisch instabil. Die Kontinentalplatte, auf der Indien liegt, schiebt sich nordwärts unter die asiatische Kontinentalplatte, wodurch der Himalaya angehoben wird, was zu verheerenden Erdbeben führt. Durch Staudämme wird weiterhin der Schlicksand zurückgehalten, der normalerweise in die Überflutungsebenen Indiens und Bangladeshs gespült wird und dort für ein fruchtbares Land und eine stabile Höhe des Geländes sorgt, was angesichts des steigenden Meeresspiegels lebensnotwendig ist.

    Heilige Seen und sakrale Orte der Tibeter werden zerstört, Flüsse umgeleitet, die Erosion an Berghängen und in Tälern geschürt, Menschen zwangsumgesiedelt und tiefe Eingriffe in Natur und Ökologie vorgenommen.

    Tibeter fürchten, dass durch die Staudämme noch mehr Bergrutsche ausgelöst werden, da Chinas Ingenieure auch engste Täler für Stauseen nutzen. Hinzu kommt, dass die Region akut Erdbeben gefährdet ist und es nur eine Frage der Zeit ist, wann die Mauer eines Großstaudamms bersten und eine Katastrophe auslösen wird. Das Risiko eines großen Unfalls wird auch durch die notorisch schlechte Bauqualität erhöht. Selbst staatliche chinesische Stellen bemängeln den Pfusch am Bau, der bei einer Staudamm-Katastrophe tausende Menschen das Leben kosten könnte.


    Die Chinesische Herrschaft in Tibet

    China hat den einst friedlichen Pufferstaat zwischen China und Indien in eine riesengroße Militärzone verwandelt

    • Über 6.000 Klöster wurden zerstört
    • Tausende von Tibetern schmachten immer noch in Gefängnissen
    • Über 1,2 Millionen Tibeter wurden getötet
    • Die natürlichen Ressourcen Tibets und die anfällige Ökologie werden irreversibel ausgebeutet
    • Es gibt Beweise, daß Tibet zur Lagerung von nuklearem Abfall benützt wird
    • 6 Millionen Tibeter werden bereits von schätzungsweise 7,5 Millionen Chinesen in Tibet übertroffen
    • Tibet wurde in eine riesengroße Militärbasis verwandelt Quelle

    Volksaufstand in Tibet am 10. März 1959

    Chinas Kommunistische Partei erhob nach ihrer Machtübernahme im Jahr 1949 den Anspruch, ihre Kontrolle über Tibet zu festigen und die Region von „imperialistischen Kräften” und dem „Feudalregime” zu befreien. Bis Oktober 1950 rückte die Volksbefreiungsarmee in tibetische Siedlungsgebiete in der Provinz Kham ein und verhaftete den tibetischen Gouverneur Ngawang Jigme Ngabo. Auch in der Provinz Amdo weiteten die chinesischen Militärs ihre Kontrolle immer weiter aus. Dabei vermieden sie offene, bewaffnete Auseinandersetzungen mit der tibetischen Armee, um die internationale Öffentlichkeit nicht auf die völkerrechtswidrige Besetzung aufmerksam zu machen. Angesichts des Vormarsches der Volksbefreiungsarmee zogen sich der damals 15 Jahre alte Dalai Lama und die bedeutendsten tibetischen Regierungsvertreter nach Yatung in der Nähe der indischen Grenze zurück, um von dort aus die Regierungsgeschäfte fortzuführen.
    Im Juli 1951 überredeten chinesische Abgesandte den Dalai Lama, in die tibetische Hauptstadt Lhasa zurückzukehren. Nur zwei Monate später rückten 3.000 chinesische Soldaten nach Lhasa ein. 1954 waren bereits 220.000 chinesische Soldaten in Tibet. Es herrschte eine Hungersnot, da die landwirtschaftliche Produktion den vielen Veränderungen und dem Zuzug so vieler Menschen nicht gewachsen war. Der Widerstand der Tibeter gegen die chinesische Besetzung wuchs. Erste bewaffnete Aufstände brachen 1956 in den Provinzen Kham und Amdo aus, so dass weitere chinesische Truppen in diese Unruhegebiete verlegt wurden. Klöster wurden bombardiert und geplündert, führende Mönche wurden festgenommen, öffentlich gefoltert und hingerichtet. Doch die Repression schürte nur den Widerstand der Tibeter. Bürgergruppen organisierten gewaltfreie Proteste gegen die Besatzungsmacht. Schließlich wurden bis zu 30.000 chinesische Soldaten nach Lhasa verlegt, um jeden Widerstand im Keim zu ersticken. In verschiedenen Regionen Tibets brachen Kämpfe zwischen chinesischen Truppen und Tibetern aus.
    Rund 10.000 Flüchtlinge aus den umkämpften Gebieten suchten in den Außenbezirken der Hauptstadt Zuflucht. Schließlich drohten führende chinesische Militärs im Dezember 1958 mit der Bombardierung Lhasas und des Potala-Palastes. Auch in der Umgebung der tibetischen Hauptstadt kam es zu Kämpfen zwischen tibetischen Freiheitskämpfern und chinesischen Soldaten. Die Angst der Tibeter um die Sicherheit des Dalai Lama nahm zu. Als er Anfang März 1959 mehrfach von chinesischen Offizieren zum Besuch des chinesischen Hauptquartiers ohne seine Leibwache gedrängt wurde, schöpften viele Tibeter Verdacht.
    Daher umstellten 30.000 Tibeter zum vorgesehenen Zeitpunkt des Besuches am 10. März den Norbulingka-Palast, um ihr Oberhaupt vor Übergriffen chinesischer Soldaten zu schützen. Der Dalai Lama verließ daraufhin den Palast nicht und sagte seinen Besuch in dem chinesischen Militärlager ab. Am 12. März 1959 protestierten 5.000 Frauen in den Straßen Lhasas mit Spruchbändern „Tibet den Tibetern” gegen die chinesische Besatzungsmacht. Demonstranten errichteten erste Straßenbarrikaden, die chinesischen Truppen verstärkten ihre Bewaffnung. Bis zu 50.000 chinesische Soldaten und schwere Artillerie wurden in die Umgebung Lhasas verlegt, nachdem die Spannungen in der Stadt immer mehr zunahmen. Am 17. März feuerten sie zwei Mörsergranaten auf den Norbulingka-Palast ab, die schließlich den Dalai Lama zur Flucht bewegten. Verkleidet als chinesischer Soldat wagte er sich durch die chinesischen Linien. Nach 14 Tagen erreichte er das indische Exil. In Lhasa eskalierte währenddessen die Gewalt.
    Am 19. März lieferten sich Tibeter Kämpfe mit chinesischen Soldaten. Die Besatzungsstreitkräfte schossen am 21. März 800 Granaten auf den Norbulingka-Palast ab. Dabei wurden tausende Frauen, Männer und Kinder getötet, die an der Palastmauer gezeltet hatten. 200 Angehörige der Leibwache des Dalai Lama wurden von chinesischen Soldaten entwaffnet und standrechtlich erschossen. Auch gerieten alle bedeutenderen Klöster in Lhasa unter Feuer der chinesischen Truppen. Die zwei Klöster Sera und Drepung wurden dabei zerstört. Tausende Mönche wurden bei den Angriffen getötet oder verschleppt, um Zwangsarbeit zu leisten. Die Kämpfe dauerten nur wenige Tage, da der tibetische Widerstand den chinesischen Truppen zahlenmäßig stark unterlegen und schlecht ausgerüstet war. Chinesische Soldaten durchkämmten alle Straßen und Häuser, beschlagnahmten Waffen und erschossen die Bewohner. Insgesamt fielen dem Terror chinesischer Soldaten in Zentraltibet 86.000 Menschen zum Opfer. Quelle
    Der Konflikt zwischen Tibetern und der chinesischen Führung ist nach den Unruhen im März 2008 weiter eskaliert. Seit Februar 2011 haben sich über 120 Tibeterinnen und Tibeter aus Protest selbst angezündet. Die chinesische Regierung setzt weiterhin auf einseitige Wirtschaftsentwicklung und Repression.
    Er gilt als einer der wildesten und auch wasserreichsten Flüsse der Erde: der Brahmaputra, der „Sohn von Brahma”. Während des Monsuns kann er bis zu 30 Kilometer breit werden. Von seiner Quelle am heiligen Berg Kailash in Tibet fließt er unter verschiedenen Namen gut 3.000 Kilometer lang durch China, Indien und Bangladesch.
    China will den Wasserreichtum des tibetischen Hochlands um jeden Preis wirtschaftlich nutzen und so könnte der Himalaya schon bald die Region mit der größten Dichte an Staudämmen in der Welt werden. Denn ohne Rücksicht auf die Bedenken von Tibetern plant und baut China immer neue Wasserkraftprojekte auf der Hochebene. Im Januar 2013 genehmigte der Chinesische Staatsrat drei neue Dammprojekte am Brahmaputra und 13 weitere Staudämme am Oberlauf des Salween-Flusses. Allein am Oberlauf des Brahmaputra sollen noch 28 Staudämme entstehen. Quelle


    Durch Staudämme wird Brahmaputra nicht wieder dieselbe sein

    Post dams Brahmaputra won’t be same again’ Updated: Sunday, February 15, 2015,
    Wenn alle großen Dämme, die China in Tibet geplant hat, in Betrieb gehen, wird der Brahmaputra nie wieder der Selbe sein, warnt ein Kandischer Umweltexperte, der extensive Forschungen zu diesem Thema betrieben hat.
    „Zur Zeit bauen Chinesische Ingenieure an der Konstruktion einer 5-Dämme-Kaskde im mittleren Bereich des Tsangpo (Brahmputra). Der Zhangmu-Damm, mit einer Kapazität von 540 MW ist bereits in Betrieb. Der Damm liegt 86 Milen südöstlkich von Lhasa. Die weiteren Dämme dieser Kaskade sind im Bau”, so Michael Buckle.
    „China behauptet, dass diese Dämme keine Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Flusses haben würden, aber Tatsache ist, dass dies nur der Anfang ist – größere und und nochmal größere Pläne sind schon auf dem Zeichenbrett – wie der 800-MW Zhongyu Damm. Innerhalb Tibes sind mindestens 20 große Dämme am Tsangpo und seinen Nebenarmen geplant. Wenn die alle in Betrieb sind, wird der Fluss nicht mehr der Selbe sein”. Buckley hat auch ein Buch geschrieben: „Der Zusammenbruch Tibets (Meltdown in Tibet): Chinas rücksichtslose Vernichtung des Ökosystems, angefangen im Hochland Tibets bis zum Delta in Asien”. In diesem Buch versucht er, den Fokus auf die dunkle Seite Chinas auf dem Weg zu einer Super-Weltmacht zu lenken. Das Buch, das im Palgrve Macmillan Verlag erschien, hat ein Vorwort des Dalai Lama, in der der spirituelle Führer Tibets sagt, dass „Meltdown in Tibet” ein Weckruf an die internationale Gemeinde und China sein sollte, um Ökologie und Umweltschäden im Hochland Tibets einer neuen ernsthaften Prüfung zu unterziehen”.
    Die Auswirkungen auf Assam und Arunachal Pradesh aufgrund der im Bau befindlichen Dämme am Brahmaputra und weiteren Flüssen Chinas bergen für das empfindliche Ökosystem große Gefahren, sagt Buckley.



    Tibet Wasser marsch! W wie Wissen DAS ERSTE




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  3. #23
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    Heißt es schon bald: Tschüss Kalifornien, war nett mit Dir?

    Gelegentlich hören wir Geschichten über den »Dust Bowl«, der während der Großen Depression in den 1930er Jahren Amerikas Getreideanbaugebiet im Mittleren Westen heimsuchte. Die andauernde Dürre wurde so schlimm, dass starke Winde, Dürre und Staubwolken in fast 75 Prozent der Vereinigten Staaten zur Plage wurden. Der Dust Bowl währte acht Jahre, von 1931 bis 1939. Von dem neuen Dust Bowl, der den bevölkerungsstärksten US-Bundesstaat auszutrocknen droht, hören wir hingegen kaum etwas, vor allem nicht von den nationalen Medien der USA.



    Die Ursprünge des Dust Bowl der 1930er Jahre reichten zurück zur Einführung großflächiger mechanisierter Landwirtschaft in den Präriegebieten des Mittleren Westens. Anfang der 1920er Jahre löste die Zinspolitik der Federal Reserve eine schwere Rezession aus; um zu überleben, setzten Farmer auf Mechanisierung und die neuen Ford-Traktoren und anderes Gerät. Von 1925 bis 1930 wurden über zwei Millionen Hektar zuvor unbebauten Landes gepflügt. Dementsprechend fuhren US-Farmer in der Saison 1931 Rekordernten ein, zeitgleich mit dem Kollaps des Lebensstandards in der Großen Depression.


    Das Ergebnis war eine schwere Überproduktion von Weizen, die die Marktpreise in den Keller schickte. Verzweifelt verschuldeten sich die Farmer und erweiterten ihre Felder, um überhaupt noch einen Gewinn zu machen – ganz ähnlich wie das, was wir heute auf den Schieferölfeldern in North Dakota und Texas beim Erdöl erleben. Das Resultat war, dass auf der ganzen Prärie Weizen wuchs statt der natürlichen dürreresistenten Gräser. Ungenutzte Felder ließ man brachliegen.

    Der neue pflugbetriebene Anbau im Mittleren Westen führte zum Verlust von Humusboden, der buchstäblich vom Winde verweht wurde, sodass das Land durch Dürre verwundbar wurde. Dann blieb der Regen aus. 1932 wurden 14 Staubstürme, bekannt als »black blizzards«, gemeldet, in nur einem Jahr stieg die Zahl auf 40. Millionen Menschen mussten die Region verlassen. Erst 1939 brachte Regen eine Entspannung der Lage.

    Nur noch für ein Jahr Wasser

    Jetzt kommen wir auf Kalifornien zurück, Amerikas bevölkerungsreichsten Bundesstaat. Kalifornien hat 38 Millionen Einwohner, mehr als die meisten EU-Staaten. Mit seinem BIP von 2,2 Billionen Dollar im Jahr 2013 wäre Kalifornien als einzelnes Land die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt, nur überflügelt von den USA, China, Japan, Deutschland, Frankreich, Brasilien und Großbritannien. Kurz gesagt: Was in Kalifornien passiert, ist nicht nur wichtig für die Zukunft der Wirtschaft der USA, sondern auch der Weltwirtschaft.

    Kalifornien ist Sitz konzentrierter Hochtechnologiezentren, vom Silicon Valley bis zu den großen wissenschaftlichen Laboratorien und Universitäten wie Berkeley und dem California Institute of Technology. Seit vier Jahren herrscht im Bundesstaat eine schwere Dürre. Mit jedem Tag sinkt der Pegel von Grundwasser und Stauseen, weitere Quellen versiegen.

    Jay Famiglietti, führender Wasserwissenschaftler am NASA Jet Propulsion Laboratory des California Institute of Technology und Professor für Erdwissenschaften an der University of California, Irvine, unterstreicht den Ernst der Lage in einem Gastbeitrag der Los Angeles Times. Nach seinen Angaben haben »spärlicher Regen und Schneefall im vergangenen Winter fast nichts bewirkt, die Dürre epischen Ausmaßes zu lindern. Es war der trockenste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1895. Grundwasser und Schneedecke sind auf einem Allzeit-Tief. Wir sind nicht nur in dem sprichwörtlichen Bach ohne Paddel, sondern wir verlieren auch den Bach.«


    Famiglietti gilt in der Fachwelt als der führende Wasserwissenschaftler der USA, wenn nicht der Welt. Seine Warnung ist nicht die übliche Klima-Propaganda eines Al Gore. Sie beruht auf messbaren wissenschaftlichen Fakten. Er zitiert einige davon:

    • Der Folsom Lake war am 20. September 2014 nur zu 35 Prozent seiner Kapazität gefüllt … Mehr als 600 leere Kais liegen auf dem Trockenen, aufgeplatzte Erde am Jachthafen Folsom Lake, einem der größten Inland-Jachthäfen in Kalifornien.


    • Satellitendaten der NASA zeigen, dass die Gesamtmenge des gespeicherten Wassers in den Flussbecken des Sacramento und San Joaquin – d.h. Schnee, Fluss- und Stausee-Wasser, Wasser im Boden und Grundwasser zusammen – im Jahr 2014 34 Millionen acre-feet (ein acre-foot sind 1233,48 m3) unter normal ist. Der Verlust ist fast 1,5 Mal die Kapazität von Lake Mead, Amerikas größtem Wasserreservoir.


    • Im gesamten Bundesstaat haben wir seit 2011 über zwölf Millionen acre-feet Gesamtwasser verloren. Fast zwei Drittel davon gehen auf das Konto von abgepumptem Grundwasser für die landwirtschaftliche Bewässerung im Central Valley. Farmer haben kaum eine andere Wahl, als während einer Dürre Grundwasser zu pumpen, besonders wenn das ihnen bei der bearbeiteten Fläche zugewiesene Wasser um 80 bis 100 Prozent gekürzt wird. Aber das Pumpen in diesem Ausmaß ist übermäßig und nicht nachhaltig. Brunnen fallen trocken. In einigen Gebieten des Central Valley sackt das Land um 30 Zentimeter oder mehr pro Jahr ab.


    • Kalifornien geht das Wasser aus – und das Problem hat bereits vor dieser Dürre begonnen. NASA-Daten zeigen, dass die Speicherung von Wasser in Kalifornien rückläufig ist, spätestens seit dem Beginn der Satellitenbeobachtung im Jahr 2002.

    Famiglietti schließt mit der ernüchternden Warnung: »Momentan hat der Bundesstaat noch Wasservorräte für ein Jahr in seinen Stauseen, und unsere strategische Reserve, das Grundwasser, verschwindet rapide. Kalifornien hat keinen Notfallplan für eine andauernde Dürre wie diese (geschweige denn für eine über 20-jährige Mega-Dürre), außer, wie es scheint, im Notfall-Modus zu bleiben und um Regen zu beten. Kurz: Wir haben kein Paddel, um diese Krise zu umschiffen.«

    Kalifornien ohne Wasser, das heißt trockene Wasserhähne, kein Wasser in den Stauseen und kein Wasser für die Landwirtschaft. Trotz seines Images als Hightech-Staat ist Kalifornien nämlich einer der wichtigsten Nahrungsmittelproduzenten; betrieben wird intensives Bewässerungs-Agrobusiness, riesige Farmen produzieren einen Großteil der Früchte, Weintrauben und Milchprodukte für die Vereinigten Staaten. In den vergangenen Jahrzehnten haben große Agrobusiness-Kombinate das landwirtschaftliche Gebiet im Central Valley verändert, Seen und Flüsse wurden trockengelegt, um mehr Land für industriellen Anbau zu gewinnen.


    Die Wirkung auf die Ökologie ist, ähnlich wie in Kansas oder Oklahoma in den 1930er Jahren, ein wichtiger Faktor, der die gegenwärtige Dürre ausgelöst, zumindest aber verschlimmert hat. Und bei allem modernen Hightech-Agrobusiness gibt es immer noch manuelle Arbeit, quasi Sklavenarbeit, ausgeführt von illegalen mexikanischen Wanderarbeitern auf der verzweifelten Suche nach Dollars. Laut einem Bericht des wissenschaftlichen Dienstes des US-Kongresses von 2005 gehörte das San Joaquin Valley zu den wirtschaftlich schwächsten Regionen der USA, vergleichbar mit der Appalachen-Region. Insgesamt liegt die Armutsrate in Kalifornien bei 23,5 Prozent, die höchste in den gesamten USA.

    Augenzeugenbericht

    Joseph Reed, ein studierter Geologe, der heute in der IT-Branche in Kalifornien arbeitet, hat dem Autor dieses Berichts eine Augenzeugen-Chronik der Katastrophe zugesandt, die er in den letzten vier Jahren in Kalifornien beobachtet hat: »Zu Beginn des Sommers letzten Jahres war ich am Lake Oroville. Damals war der Pegel bereits 18 Meter unter Normalhöhe. Meine Freunde in Oroville sagen mir, jetzt sei er 27 Meter unter normal. Das muss man gesehen haben, sonst glaubt man es nicht … Man muss dort stehen und diese riesige Wand von trockenem Schlamm und die Pfütze am Boden eines riesigen Sees gesehen haben, um das Ausmaß des Problems voll zu verstehen.« Lake Oroville ist der zweitgrößte Stausee im Bundesstaat Kalifornien. Hier und hier sind eindrucksvolle Bilder aus dem letzten Jahr.

    Sein Bericht über die Zerstörung geht weiter: »Ich war … vor etwas mehr als einem Jahr … am Lake Shasta in der Nähe von Redding, dem Kerngebiet der nordkalifornischen Landwirtschaft. Damals war der Pegel mehr als 27 Meter unter dem Normalstand. Vor einigen Monaten habe ich Bilder gesehen, laut Bildunterschriften war er mehr als 36 Meter unter dem normalen Stand. Wie der offizielle Dürrebericht des Bundesstaats Bi-Weekly Drought Briefing meldet, war Lake Shasta am 16. März nur zu 58 Prozent seiner Kapazität gefüllt. Lake Shasta ist der größte Stausee in Kalifornien und Standort eines wichtigen Wasserkraftwerks.« Hier sind Fotos von Lake Shasta vom vergangenen Sommer.


    Reed schließt mit den Worten: »Ich war auch am Lake Folsom, dem Wasserspeicher für Sacramento. Einer meiner Mitarbeiter hat dort ein Haus mit einem Ankerplatz für sein Boot. Nur dass der Ankerplatz jetzt auf trockenem Boden ist und man ein Fernglas braucht, um zu sehen, was vom Wasser noch übrig ist. Das sind die Seen. Das Grundwasser wird bald erschöpft sein und es ist zunehmend verschmutzt, wegen Frackings und der unterirdischen Entsorgung von Giftmüll (mit Genehmigung der Umweltschutzbehörde).«

    Besonders beunruhigt, dass die Schneedecke der Sierra Nevada, die für die Wasserversorgung des Bundesstaats wichtig ist, weil der Schnee während der sommerlichen Anbausaison schmilzt, bei jüngsten Messungen in der ganzen Sierra »am oder sogar unter dem niedrigsten Wert [liegt], der je gemessen wurde; berücksichtigt wurden Werte bis zurück in die 1950er Jahre. Im Weekly Drought Briefing heißt es: ›Elektronische Schneesensoren zeigen, dass die Schneedecke in der nördlichen Sierra derzeit bei 14 Prozent des Normalwerts liegt, in der zentralen Sierra bei 18 Prozent und in der südlichen Sierra bei 19 Prozent.‹

    Selbst nach einem Winter, der durchaus erhebliche Niederschläge brachte, waren die Wasserstände der Stauseen am 15. März laut dem Drought Briefing noch immer niedrig. Die größten Stauseen im Land sind:

    • Castaic Lake, 29% der Kapazität
    • Don Pedro, 43% der Kapazität
    • Exchequer, 9% der Kapazität
    • Folsom Lake, 59% der Kapazität
    • Lake Oroville, 50% der Kapazität
    • Lake Perris, 37% der Kapazität
    • Millerton Lake, 39% der Kapazität
    • New Melones, 25% der Kapazität
    • Pine Flat, 17% der Kapazität
    • San Luis, 68% der Kapazität
    • Lake Shasta, 58% der Kapazität
    • Trinity Lake, 48% der Kapazität«

    Da er die Krise versteht, bestätigt Reed Jay Famigliettis Warnungen: »Es steht außer Frage, dass Washington seit Langem über diese Krise Bescheid weiß. Dass Washington und die Regierung des Bundesstaats Kalifornien nichts unternommen haben, um die Wasserversorgung zu schützen, hat weitgehende Auswirkungen. Und nein, ich glaube nicht, dass das aus Dummheit passiert, obwohl die ein Element bei der ganzen Sache ist. Es geht nicht nur um Wasser, es geht auch um Strom. Die Stauseen sind fast ohne Wasser. Kein Wasser, keine Stromerzeugung.«

    Verliert Vegas die Wette?

    Die Dürre trifft nicht nur Kalifornien, sondern weite Gebiete des Westens der Vereinigten Staaten. Der Pegel von Lake Mead, der 90 Prozent des Wassers für Las Vegas liefert, ist 44 Meter unter normal. Es wird erwartet, dass er bis Juni 2016 um weitere sechs Meter fällt. Dann naht der Stand, an dem sich die Entnahmerohre, über die Wasser nach Vegas transportiert wird, über der Wasseroberfläche befinden und »Luft einsaugen«, wie in diesem Telegraph-Artikel beschrieben. Ein neues Wasserentnahme-Rohr und eine Pumpstation stehen kurz vor der Fertigstellung, sie werden eingesetzt, falls es so weit kommt. Aber selbst das wird nicht als langfristige Lösung betrachtet. Wenn der Wasserspiegel weiter fällt, kann am Hoover-Damm, der den Colorado River aufstaut und den Lake Mead gebildet hat, kein Strom mehr erzeugt werden. Der Colorado River, der einzige große Fluss im Südwesten der Vereinigten Staaten, trocknet selbst aus. Er versorgt ungefähr 40 Millionen Menschen in sieben Bundesstaaten mit Wasser und bewässert rund 1,6 Millionen Hektar Ackerland.


    Vielleicht erklärt das den jüngsten Vorstoß des US-Agrobusiness, sich fruchtbares Land in der Westukraine zu sichern. Zumindest weist es auf eine Krise hin, die bisher noch niemand offen diskutiert, weder in den USA noch international. Und es wirft die Frage auf, warum Washington Milliarden Dollar ausgibt, um eine islamische Armee zu bewaffnen, damit diese die Assad-Regierung stürzt, oder um die Regierung der Ukraine zu unterstützen, während sie gleichzeitig eine Krise ignoriert, die zum Verlust von einem Drittel der Nahrungsversorgung in den USA führen kann und das Leben von mehr als 40 Millionen Amerikanern direkt bedroht. Ist das Leben so vieler Amerikaner denn etwa keine Frage der »nationalen Sicherheit«?

    Die Ironie der Geschichte liegt darin, dass sich Präsident Obama, um das Leben von Millionen Amerikanern in Küstenstädten wie San Diego oder Los Angeles zu retten, möglicherweise an Wladimir Putin wenden und um die Lieferung schwimmender Kernkraftwerke bitten muss, um für diese Städte Meerwasser zu entsalzen.
    Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...AE74A1333F22B8

    ...das Problem ist schon seit Jahrzehnten bekannt, gemacht wurde dagegen NICHTS!
    Für Umweltschutz und Infrastruktur hat die USA nichts übrig!

    LG
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  4. #24
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    AW: Natur & Umwelt

    Umweltchemikalie mit versteckten Spätfolgen:
    Bisphenol A wirkt generationsübergreifend





    Mit unseren Plastikabfällen gelangt auch die Chemikalie Bisphenol A in die Gewässer. Wie sich jetzt zeigt, stört die hormonähnlich wirkende Substanz nicht nur direkt die Fortpflanzung einiger Wasserorganismen. Bei manchen Fischen macht sich der Schaden sogar erst nach mehreren Generationen bemerkbar – eine Folge, die gängige Tests nicht erfassen.
    Unsere Flüsse und Seen ersticken an Mikroplastik und Kunststoffabfällen: In der Donau schwimmen mit 4,8 Gramm pro 1.000 Kubikmeter Wasser bereits mehr Plastikpartikel als Fischlarven umher, wie Forscher vor Kurzem feststellten. Im Genfer See finden sich ebenfalls in nahezu jeder Wasserprobe Polystyrol-Kügelchen, Mikroplastik und andere Partikel. An diesen Kunststoffresten können Fische und andere Wasserorganismen nicht nur ersticken oder sich tödliche Verstopfungen ihres Darmtracks zuziehen – mit dem Plastik gelangen auch giftige Chemikalien in das Wasser.

    Gestörte Hormone
    Eine der in vielen Kunststoffteilen präsenten Zusätze ist das Bisphenol A (BPA). Diese Substanz gehört zu den sogenannten endokrinen Disruptoren – sie zeigt in Organismen hormonähnliche Wirkung und kann so Stoffwechsel und Fortpflanzung stören. Beim Menschen gibt es Hinweise darauf, dass BPA Übergewicht und Diabetes fördern könnte und möglicherweise sogar neurologische Veränderungen bei Ungeborenen verursacht. Die EU hat im Jahr 2010 BPA in Babyschnullern und -Fläschchen mit BPA verboten, in unzähligen anderen Plastikgegenständen darf die Chemikalie aber noch enthalten sein.
    Mit unseren Abwässern und Abfällen gelangt die Chemikalie zunehmend auch in die Umwelt. Schon jetzt zeigen Messungen, dass in vielen Gewässer bereits Bisphenol A nachweisbar ist. Das hat auch für die Wasserorganismen Folgen: Es gibt Hinweise darauf, dass das Bisphenol A bei Tieren zu Unfruchtbarkeit und Verweiblichung der Männchen führt. Einige Fischarten beginnen unter dem Einfluss der Chemikalie, auch artfremde Partner anzubalzen, wie Studien ergaben.

    Folgen erst bei den Enkeln sichtbar

    Jetzt haben Don Tillitt vom US Geological Survey und seine Kollegen in Versuchen mit Japanischen Reisfischen (Oryzias latipes) eine weitere, verborgene Wirkung des BPA aufgespürt: Werden die Fische als Larven eine Woche lang geringen Mengen von Bisphenol A ausgesetzt, dann wachsen sie zunächst scheinbar völlig normal heran. Hält man sie und später ihre Nachkommen dann wieder in ganz normalem sauberen Wasser, treten jedoch Spätfolgen zutage: Bei den Enkeln und Urenkeln der mit BPA belasteten Fische sinkt die Fortpflanzungsrate deutlich.
    “Wir haben eine 30-prozentigen Abnahme der Reproduktionsrate nach zwei Generationen und eine 20-prozentige nach drei Generationen festgestellt”, berichtet Koautor Ramji Bhandari. “Das könnte bedeuten, dass die Population der Fische noch Generationen später die Folgen dieser Exposition spürt.” Da höchstwahrscheinlich auch andere Fischarten so reagieren, könnte dies zum langfristigen Rückgang der Populationen in vielen Gebieten führen.

    Unterschätztes Problem?

    Dieses Ergebnis ist auch deshalb bedeutsam, weil viele toxikologische Tests solche Langzeitfolgen nicht erfassen. Ist an den getesteten Tieren kein Schaden erkennbar, gilt eine Umweltchemikalie schnell als unbedenklich. Dass die eigentlichen Konsequenzen erst mehrere Generationen später sichtbar werden, wird dabei nicht erfasst.
    “Unsere Studie zeigt: Selbst wenn endokrine Disruptoren die exponierten Fische nicht zu beeinträchtigen scheinen, können sie sehr wohl zukünftige Generationen negativ beeinflussen”, sagt Bhandari. Er und seine Kollegen schließen nicht aus, dass dies auch auf den Menschen übertragbar ist. Sie rufen ihre Kollegen nun zu weiteren Studien auf, um die generationsübergreifenden Folgen der BPA-Belastung auch in wilden Fischpopulationen und bei anderen Organismen genauer zu untersuchen.
    Quelle

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    EU fördert durch Importe die illegale Abholzung in den Tropen


    Seit der Jahrtausendwende wird alle zwei Minuten die Fläche eines Fußballfeldes gerodet.

    Die Brüsseler Umweltschutzorganisation Fern stellt der Europäischen Union in einer neuen Studie kein gutes Zeugnis aus. Demnach fördert die Nachfrage in Europa die illegale Abholzung in den Tropen. Seit der Jahrtausendwende sei dafür alle zwei Minuten eine Fläche von der Größe eines Fußballfeldes abgeholzt worden.
    2012 wurden laut Fern Produkte im Wert von rund sechs Milliarden Euro eingeführt, die die Abholzungvorantreiben. Fünf große EU-Mitgliedstaaten seien laut der NGO die größten Konsumenten, sie sind für drei Viertel des EU-weiten Imports dieser Produkte verantwortlich: Großbritannien bei Rindfleisch, Frankreich bei Soja, Deutschland und die Niederlande bei Palmöl und Italien bei Leder. Deutschland gehört zudem mit Gütern im Wert von rund 800 Millionen Euro zu den Hauptimporteuren.
    Das entspricht laut Studienautor Sam Lawson einem Viertel der gehandelten Ware weltweit. Rund 60 Prozent der Produkte, die mit illegaler Rodung verbunden sind, kommen aus Brasilien. Dort werden die Böden vor allem für Viehzucht und die Anpflanzung von Soja verbraucht. Auch das eiweißhaltige Soja wird zum Großteil als Futtermittel eingesetzt.

    Sojaanbau vernichtet Wald
    Laut aktuellen Schätzungen der US-Umweltorganisation Forest Trends sind 90 Prozent aller Entwaldungen in Brasilien illegal. Weitere 25 Prozent stammen aus Indonesien, wo hingegen vor allem Palmöl und Früchte gewonnen werden. Mit Abstand folgen Malaysia, Paraguay, Argentinien und Uruguay, wo die Umweltschäden besonders schwerwiegend sind. Lawson prognostiziert, dass die Bedeutung anderer Lieferanten in Zukunft wachsen werde. Als Beispiele nennt er lateinamerikanische Staaten und einige afrikanische Länder sowie Papua-Neuguinea, Kambodscha und Laos.
    “Der EU-Verbrauch zerstört nicht nur die Umwelt und trägt zum Klimawandel bei”, sagte Studienautor Lawson, da die Entwaldung illegal sei, werde auch Korruption gefördert (Mensch oder Mythos? Der globale Klimakrieg (Videos)).

    Das führe in der Folge zu Gewalt und Menschenrechtsverletzungen.
    Zwar gibt es Richtlinien der Europäischen Union bezüglich Holzimporten – Holz darf zum Beispiel nicht aus unerlaubten Rodungen in den Handel gebracht werden -, doch das Problem ist umfassender: Inzwischen würden Bäume vor allem deshalb illegal gefällt, um Platz für Landwirtschaft zu schaffen, betont Fern. Vertreter der Umweltorganisation fordern daher einen umfassenden Aktionsplan der EU. Dadurch soll sichergestellt werden, dass nur noch legale und nachhaltig produzierte Rohstoffe importiert werden.
    Konsumenten haben teilweise die Möglichkeiten, genauer hinzusehen: Bei Palmöl ist es etwa seit Ende 2014 gemäß einer EU-Verordnung nicht mehr erlaubt, es unter der Bezeichnung “Pflanzliche Öle” zu verstecken. Es muss klar deklariert werden.
    Quelle

    Was ist denn das für eine Sauerei?!!


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  6. #26
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    AW: Natur & Umwelt

    Ölpest – Die Strände auf den Kanaren werden schwarz


    Das Ölunglück vor den Kanarischen Inseln ist auch fast vier Wochen nach dem Untergang des großen russischen Fischereischiffs Oleg Naydenov noch nicht unter Kontrolle. Das Schiff liegt in 2.700 Meter Tiefe, was die Arbeiten noch erschweren dürfte. Inzwischen wurde zudem bekannt, dass nicht nur aus drei sondern aus mindestens acht Lecks im Rumpf des gesunkenen Schiffs giftiges Diesel-Schweröl ins Meer fließt.

    Wir hatten bereits am 27. April darüber berichtet. Der Ölteppich erreicht Teneriffa und La Gomera.
    Tausende Menschen werden am kommenden Sonntag, den 10.05.2015 ab Mittags bei einer Protestaktion gegen die Ölverschmutzungen an den Küsten im Süden und Südwesten von Gran Canaria und gegen die undurchsichtigen Maßnahmen des untergegangenen Fischtrawlers Oleg Naydenov protestieren.
    Vielerorts auf Gran Canaria sind Buchten von den angeschwemmten Ölflecken bis heute nicht gereinigt. Es kann nicht sein, dass ein Hotelimperium wie Lopesan kostenlose Ausrüstungen für die freiwilligen Helfer zur Verfügung stellen und die Regierung sowie der Katastrophenschutz blind zuschauen.
    Die Protestaktion wurde von Ben Magec Canaria, René Behoteguy, Noelia Sanchez und Aristides Rodriguez aufgerufen und organisiert, die zeitgleich an den Stränden von Playa de Maspalomas auf Gran Canaria, Las Teresitas auf Teneriffa, La Mareta auf Lanzarote und Molino de Antigua auf Fuerteventura stattfinden wird.

    Wetter erschwert Öl-Entfernung auf dem Atlantik

    Der größte Ölteppich schwimmt inzwischen mehr als 200 Kilometer südlich der Kanarischen Inseln auf dem offenen Meer. Zwischenzeitlich gestartete Absaug-Arbeiten mussten wegen hohen Wellengangs und schlechten Wetters immer wieder unterbrochen werden. Inzwischen werden die Öl-Reste aber wieder von Spezialschiffen aus bekämpft.

    Sorge in Kap Verde wegen Oleg Naydenov








    10 DE MAYO, 12:00 DE LA MAÑANA. MASPALOMAS - CADENA HUMANA.


    Die Bewegung „Unidos contra el fuel” wirft den spanischen Behörden vor, nicht genug gegen die Ölkatastrophe zu tun und die Gefahr herunter zu spielen. Mehr als 118.000 Menschen haben bereits eine Protestaktion unterschrieben. – Es wird gefordert, dass die Säuberungsaktion verstärkt wird. Weiter Meldungen auf hier auf Twitter

    Nachfolgend unser Beitrag vom 27. April 2015:

    Ölteppich erreicht Teneriffa und La Gomera

    13 Tage ist es her, dass nur 24 Kilometer von der Südküste Gran Canarias entfernt das russische Fischereischiff Oleg Naydenov gesunken ist. Seitdem treten aus dem Wrack, das in einer Tiefe von 2.700 Metern auf Grund liegt, stündlich zwischen 5 und 10 Liter Treibstoff aus. Wir haben darüber berichtet: ÖLKATASTROPHE VOR GRAN CANARIA! 12 Quadratkilometer öliger Film
    Das Ökosystem wird rund um die Kanarischen Inseln belastet. Die Ölpest soll bereits die Südküste von Gran Canaria bei Veneguera (nahe Mogan) erreicht haben. Die Gemeinde Mogán und der Präsident des Cabildo bestätigten, dass ein Teil des Ölteppichs die Küste von Veneguera erreicht hat.
    Was wird der Öffentlichkeit verheimlicht?

    Zahllose Bewohner helfen speziell ausgebildeten Räumtrupps dabei, die klebrigen Ölflecken von den Stränden zu beseitigen. Einige sind fingernagelgroß, andere haben den Durchmesser eines Fußballs. Der WWF, Greenpeace, oder Ecologistas en Acción, die größte Umweltschutzorganisation Spaniens, beobachten inzwischen jeden Schritt der staatlich organisierten Aufräum- und Aufklärungsarbeiten. Alleine in dem betroffenen Küstenbereich vor Gran Canaria sind 22 Badegebiete bedroht.
    Und doch heißt es in Medien, der Ölteppich hat nicht die Strände erreicht. So wurde auch auf Teneriffa Entwarnung gegeben.
    Warum wird diese Ölkatastrophe, die sich zwar weit ab von den Kanaren abspielt, von den Verantwortlichen schön geredet? Droht etwa doch der Südküste von San Agustin bis hin zu Puerto Rico eine unvermeidbare Katastrophe? Was passiert, wenn nach Aussagen von Greenpeace die noch restlichen von 1,4 Tonnen Treibstoff im Tank der Oleg Naydenov in 2.700 Meter Tiefe nicht abgepumpt werden können und der Tank in zwei bis drei Jahren durchgerottet ist ?
    Wir erhalten widersprüchliche Aussagen, doch machen Sie sich selbst ein Bild von dieser Ölkatastrophe vor den Kanaren.
    Das Gebiet um den gesunkenen Trawler «Oleg Naydenov» werde mit Helikoptern und Spezialflugzeugen genau überwacht, sagte der Staatssekretär im spanischen Verkehrsministerium, Julio Gómez Pomar, am Sonntag. Damit solle verhindert werden, dass die Verunreinigung die Küsten erreiche. Dies sei bisher nicht geschehen. In Küstennähe befinde sich nur ein kleiner Teil des ausgetretenen Öls. Es habe sich auf dem Atlantik auf einer Fläche von weniger als einem Quadratkilometer ausgebreitet. Der größte Teil des ausgeströmten Treibstoffs befinde sich etwa 370 Kilometer südlich der Kanaren.
    Nach Bekanntgabe einer eventuell auftretenden Ölverschmutzung aktivierte das Cabildo von Teneriffa kurzzeitig den Notfallplan für eventuelle Vorfälle in den Küstengebieten und stellte mehr als 200 Fachkräfte zur Beseitigung einer eventuell auftretenden Verschmutzung bereit. Nach zahlreichen Hubschrauberüberflügen über diese Gebiete sowie auch von Schiffen welche dort eingesetzt waren, konnten keine Ölverschmutzungen entdeckt werden.
    Eine Patrouille des Roten Kreuzes hat bestätigt, dass derzeit die Strände von Mogán keine Ölverschmutzungen mehr aufweisen. Die Badestrände auf Gran Canaria bleiben weiterhin geöffnet.
    Die Strömung trieb den aus den Tanks ausdringenden Treibstoff zunächst von den Kanaren weg nach Süden. Aufgrund einer Änderung der Windrichtung näherte sich der Ölteppich dann aber wieder der Inselgruppe. Das spanische Ministerium für Verkehr und Umwelt teilte mit, ein Spezialschiff habe am Samstag weiter Öl von der Wasseroberfläche abgesaugt. Die Treibstofftanks des Wracks sollen mit Hilfe eines Roboters versiegelt werden.
    Schauen wir uns die Meldungen aber von heute an , so sehen wir, dass wohlweislich Ölklumpen am Strand gefunden wurden.

    200 Kilo Öl an den Stränden von Gran Canaria!

    Freiwillige haben Samstag und Sonntag den Stand von Ölklumpen gereinigt.

    Gruppen von Freiwilligen bei der Reinigung des Strandes von La Cantera (Mogan)
    Hier können Sie eine Bildergalerie sehen: Voluntarios realizan tareas de limpieza para eliminar el fuel

    Hier ein Video, welches zeigt, dass der Strand bereits betroffen ist.


    Playas de Mogán contaminadas: "Lo que no se ve, no se limpia"



    Aus den Tanks des Schiffs, welches sich in 2.700 Metern Tiefe befindet, steigt immer noch Kraftstoff hoch. Etwa zehn Liter pro Stunde, wie durch einen Unterwasserroboter, der von der norwegischen Firma OTECH eingesetzt wurde, bestätigt wurde. Die Firma OTECH ist auch für die Versiegelung der drei Risse verantwortlich. Dieses wird am 27. April 2015 auf eldiario.es berichtet.


    Recogidos 200 metros cúbicos de agua con fue
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    Öl-Pipeline zerbricht: 400.000 Liter Öl verseuchen kalifornisches Gewässer


    Eine gebrochene Pipeline bedroht einen über 14 Kilometer langen Küstenstreifen in Kalifornien. Bis zu 400.000 Liter Öl sollen in den Pazifik geflossen sein. Unzählige Seevögel sind der Ölpest bereits zum Opfer gefallen.
    © Reuters
    Freiwillige beginnen nach dem Bruch einer Pipeline im Pazifik in Kalifornien mit den Aufräumarbeiten.
    Goleta - Notfallteams der Marine und von Hilfsorganisationen versuchen in Kalifornien einen 14,5 Kilometer langen Küstenstreifen am Pazifik von Zehntausenden Litern Öl zu befreien. Arbeiter in Schutzausrüstungen schaufelten am Mittwoch stinkende schwarze Ölflecken von den Stränden, während Boote auf dem Wasser versuchten, zwei große Ölteppiche an ihrem Ausbreiten zu hindern.

    UPDATE: Officials estimate 21,000 gallons of oil leaked into waters off Santa Barbara County http://t.co/fhUXYkTXmKpic.twitter.com/pSayb8elsl
    — Matt Hamilton (@MattHjourno) May 20, 2015

    Das Öl war am Dienstagabend nach dem Bruch einer Pipeline zunächst in einen Kanal und von dort aus in den Pazifik geflossen. Bis zu 400.000 Liter traten laut Behördenschätzungen in der Folge aus. Etwa ein Fünftel davon, rund 79.500 Liter, erreichte den Ozean.

    Die Pipeline war nahe Refugio State Beach rund 35 Kilometer nordwestlich von Santa Barbara leckgeschlagen. Sie wurde abgeschottet. Die Betreibergesellschaft Plains All American Pipeline LP erklärte, sie bedauere den Vorfall zutiefst. „Plains übernimmt die Verantwortung und zahlt für alles, das mit diesem Austritt verbunden ist“, sagte ein Manager des Konzerns, Darren Palmer. Wie hoch die Kosten für die Aufräumarbeiten sind, lässt sich bislang nicht abschätzen.

    Auf Geschäftsreisen sitzt einem die Zeit fast immer im Nacken. Da kommen die Business Travel Hacks genau richtig: Denn mit diesen Tipps sparen Sie auf Geschäftsreisen viel Zeit und Nerven! mehr...

    #Update CG overflight photo from Refugio State Beach oil spill pic.twitter.com/MCxtce8xvN
    — USCGLosAngeles (@USCGLosAngeles) May 20, 2015

    Die Pipeline wurde laut Unternehmensangaben 1991 gebaut. Es habe zuvor keine Probleme mit ihr gegeben. Als das Leck entdeckt wurde, flossen mehr als 300.000 Liter pro Stunde durch die Leitung. Es dauerte drei Stunden, um sie abzuschotten. Ermittler der Transportbehörde, die für die Sicherheit der Ölpipelines zuständig ist, nahmen Untersuchungen zur Ursache des Lecks auf.

    Unklar blieb zunächst, wie lange es dauern wird, den Küstenabschnitt zu reinigen. Die nichtstaatliche Hilfsorganisation Clean Seas, die sich an der ersten Säuberungsarbeiten beteiligte, hatte Schwierigkeiten mit ihren Booten. Denn viel Öl treibe zu nah an der Küsten, teilte Jennifer Williams von der Küstenwache mit.

    Es war die größte Ölkatastrophe der vergangenen Jahre in der Gegend um Santa Barbara, die für hohe Immobilienpreise bekannt ist. Das Umweltschutzzentrum von Santa Barbara äußerte tiefe Sorge über die vielen Walarten, die das Gebiet durchschwimmen. Auf Fotos waren unter anderem Wale zu sehen, die nach dem Pipeline-Bruch nahe dem Ölfeld schwammen. Biologen zählten an Stränden tote Fische und Schalentiere, zwei ölverschmierte Pelikane wurden gefunden.

    Am selben Küstenabschnitt hatte sich 1969 das bis dahin größte Ölunglück der USA ereignet. Damals flossen Tausende Liter Öl von einer Bohrplattform in das Meer, unzählige Seevögel und viele Meeressäuger starben. Nur die Katastrophe um den Öltanker Exxon Valdez 1989 vor der Küste Alaskas und das Leck der Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko 2010 hatten noch schlimmere Folgen.
    Quelle


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    Das war ja klar...

    Monokulturen in der Landwirtschaft senken Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen

    Um die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen ist es in Deutschland schlecht bestellt. Ein Drittel aller Arten ist gefährdet. Dafür ist aber nicht der sogenannte Klimawandel verantwortlich, sondern die Zunahme von Monokulturen in der Landwirtschaft. Das geht aus dem ersten Artenschutzbericht des Bundesamtes für Naturschutz hervor. Von den rund 48.000 Tierarten, 9500 Pflanzen- und 14.400
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    Delfinsterben im Golf von Mexico – sind die Meeressäuger von Santa Barbara die nächsten?


    Eine aktuelle Studie stellt einen klaren Zusammenhang zwischen dem Leck von
    Deepwater Horizon und dem Delfinsterben im Golf her.
    Und während im Golf von Mexiko die Delfine durch die Ölkatastrophe sterben, werden in Japan die Delphine weiterhin abgeschlachtet. Die Fischer wollen die brutale Treibjagd auf Delfine ungeachtet internationalen Drucks fortsetzen. Das kündigten Vertreter des Fischereiverbandes im Walfangort Taiji an, nachdem auf internationalen Druck hin Aquarien in Japan keine Delfine mehr aus dem Walfangort Taiji beziehen wollen. Das ist das Ergebnis einer Abstimmung des nationalen Verbands der Zoos und Aquarien, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Der Weltverband hatte Japan nach internationaler Kritik mit dem Ausschluss gedroht. Siehe dazu auch Protestmail an japanische Unternehmen – Die barbarische Jagd auf Delfine im japanischen Taiji
    Fünf Jahre nach der Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko macht eine neue Studie aus den USA die anschließende Ölpest für tödliche Lungenleiden zahlreicher Delfine verantwortlich.

    Delfinsterben im Golf von Mexico – sind die Meeressäuger von Santa Barbara die nächsten?

    In den vergangenen fünf Jahren war die Todesrate von Delfinen im Golf von Mexiko deutlich höher als normal. Während verschiedene Studien die 168 Millionen Gallonen, eine Folge des Lecks von Deepwater Horizon, als „einen der Faktoren“ an den Mortalität bezeichnet, hinterlässt eine neue Studie kaum Zweifel: Das Petroleum, das 210 die Golfküste mit einem Teppich belegt hat, tötet die Tiere.
    Forscher der National Oceanic and Atmospheric Administration stellten fest, dass die großen Tümmler, die in der vom Öl-Teppich betroffenen Gegend gestrandet waren, deutlich höhere Raten an Lungen- und Nebennierenläsionen aufweisen, als Delfine außerhalb der Golfregion. Das sind Krankheiten, die man auch bei anderen Meeressäugern findet, die einer Ölbelastung ausgesetzt waren.
    „Diese Delfine wiesen einige der schwersten Lungenläsionen auf, die ich in meinen über 13 Jahren gesammelten Erfahrungen bei der Untersuchung von Gewebeproben toter Delfine aus den ganzen USA je gesehen habe“, sagt Kathleen Colegrove, Professorin für Veterinär-Diagnostik von der Universität von Illinois und einer der Co-Autoren der Studie, die im Journal PLOS One veröffentlicht wurde.
    In zahlreichen Presseaussendungen versucht British Petroleum, die Studien anzufechten, die das Tiersterben mit dem Ölteppich in Zusammenhang bringen. Derzeit droht bereits eine weitere Ölkatastrophe in Santa Barbara, wenn auch deutlich kleiner – so dass der Einfluss auf die Tierwelt aufgrund von Öl jetzt auch an der Westküste erwartet wird.
    Bei den Delfinen im Golf führen die Läsionen zu deutlich höheren Störungen der Nebennieren und einer erhöhten Anzahl an Fällen bakterieller Lungenentzündung – diese Krankheiten tragen zu der ungewöhnlich hohen Todesrate bei, die seitens NOAA als das bisher höchste je verzeichnete Sterben bei den großen Tümmlern in diesem Gebiet bezeichnet wird.
    Ursachen, die in der Vergangenheit zum Tode von Delfinen geführt haben, wurden seitens der Forscher ausgeschlossen – so dass den Wissenschaftlern nur eine Schlussfolgerung übrig blieb: Die Ölkatastrophe der BP ist der wesentliche Faktor für die ungewöhnlich hohe Zahl an toten Delfinen in Alabama, Louisiana und Mississippi.

    „Es gab keine nennenswerten alternativen Erklärungen, die das Timing, den Ort und die Art der spezifischen Läsionen erklärt” so die Autorin der Studie und Veterinär-Epidemiologin Stephanie Venn-Watson bei einer Telefonkonferenz mit der Presse.
    Der Teppich in Santa Barbara ist inzwischen von zunächst geschätzten 21.000 Gallonen in einem Gebiet von ca. 4 Meilen auf See auf 105.000 Gallonen und zwei neun Meilen große Gebiete angestiegen. Der Bruch einer Festlandsleitung, die von Plains All American Pipeline aus Texas betrieben wird, ergoss sich über einen Gully an die Strände und ins Meer.
    Bis jetzt konnten nur 7.700 Gallonen des Öls durch Boote auf See gesichert werden, tausende von Gallonen verbreiten sich auf den Felsen und an den Sandstränden. Nach ersten Schätzungen sind bis zu 100.000 Gallonen ausgelaufen, bevor das Leck gestopft werden konnte. [400.000 Liter Rohöl verpesten kalifornische Küste-Santa Barbara Pipeline Spill]

    In den ersten beiden Tagen nach dem Unfall waren die Auswirkungen auf die Tierwelt noch minimal. Fünf verölte Pelikane und eine Seelöwe wurden gerettet und einer entsprechenden Station behandelt.
    „Die Tatsache, dass viel Öl ausgeströmt ist, bedeutet nicht automatisch, dass eine große Anzahl an Tieren betroffen ist“, sagt Mike Ziccardi, Leiter des Oiled Wildlife Care Network. „Manchmal betreffen kleine Lecks enorm viele Tiere und die großen nur wenige.“

    Aber der Unfall liegt noch nicht lange zurück. Das Aufräumen wird Monate in Anspruch nehmen – so die offiziellen Aussagen der Behörden. Und wie man anhand der Delfine im Golf von Mexiko beobachten kann, können sich die Folgen des Unfalls erst lange nach Ende der Reinigungsarbeiten zeigen.
    Walforscher Toni Frohoff, der für die Tierschutzorganisation „In Defense of Animals” arbeitet, kontrolliert auch die in Santa Barbara ansässigen großen Tümmler, eine Population, die bis zur Monterey Bay unterwegs ist.

    „Delfine und Wale werden durch Ölteppiche sowohl innerlich als auch äußerlich beeinflusst – sie sind dem in einer radikalen, intensiven und langanhaltenden Art und Weise ausgesetzt”, sagt Frohoff. „Sie atmen die giftigen Dämpfe und sind immer im verschmutzten Wasser, was zu Läsionen in der Lunge, Magengeschwüren und Störungen der Nebennieren führt.“
    Während eine große Population der großen Tümmler weit entfernt von der Küste im pazifischen Ozean vermutlich nicht durch den Unfall beeinflusst werden wird, könnte es sein, dass verschiedene kleinere Populationen, die sich in Küstennähe aufhalten, die Folgen zu tragen haben werden.
    „Das ist ihr zuhause – und sie sind sehr verletzlich“, sagt Frohoff.

    Aber das Schicksal der Delfine ist noch nicht restlos besiegelt. Im Golf von Mexiko stranden – laut aktuellen Zahlen der NOAA – derzeit weniger Delfine als vergangenes Jahr. Und 2014 waren es insgesamt 117 – nicht zu vergleichen mit dem Höhepunkt 2011 – direkt nach dem Unfall, als 335 Tiere an den Strand gespült wurden.
    Jonathan Pitchfort vom Institute for Marine Mammal Studies in Mississippi, hat die saisonalen Verteilungen der Tümmler im gesamten Gebiet von Mississippi für seine Organisation beobachtet: „Anfänglich war ein rasanter Anstieg an Strandungen zu beobachten, aber die Populationsstudien zeigen, dass diese jetzt ziemlich stabil sind. Es hat sich nicht viel geändert.”
    Quelle



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    Vergiftete Ureinwohner in Ecuador- Secoyas mit weiteren Aktivisten fordern Gerechtigkeit- Secoya Leader and Coalition Confront Chevron at Headquarters


    Das Video wurde am 27. Mai 2015 vor der Chevron – Jahresversammlung der Aktionäre aufgenommen
    Protest at Chevron Annual Shareholder Meeting8648/ – Infolge der Aktivitäten von Chevron-Texaco wurden in Ecuador über 480.000 Hektar Regenwald verschmutzt.

    “We are looking for justice – justice for life, justice for nature and justice for future generations! Chevron says this is fraud, this is no kind of fraud.”Humberto Piaguaje
    Amazon Watch unterstützt zum wiederholten Mal Humberto Piaguaje, den langjährigen indigenen Partner und mutigen Anführer der Secoyas in Ecuador sowie die wachsende Gruppe von Gemeinden, die durch die Aktivitäten von Chevron betroffen ist. Bei der jährlichen Hauptversammlung in San Ramon in Kalifornien sollen der grauenhafte Umgang mit Menschenrechten, Umweltzerstörung und die Angriffe auf die Demokratie angeprangert werden.
    Humberto ist mit derartigen Aktionen vertraut – manch einer kann sich vielleicht noch an seine Geschichte, die Familienhistorie und vergangene Besuche erinnern. Bereits 1993 reiste sein Onkel Elias Piaguaje aus dem Amazonas-Gebiet von Ecuador nach New York, um die Interessen der Secoyas zu vertreten. Gemeinsam mit den Führern anderer Stämme und ländlichen Gemeinden reichten sie eine Klage ein, die Texaco – heute Chevron – dazu verpflichten sollte, die Umweltverschmutzungen, die das Unternehmen im Regenwald hinterlassen hatte, zu beseitigen.
    Fast 18 Jahre nach dieser ersten Reise fuhr Humberto gemeinsam mit Amazon Watch quer durch die USA – mit einem historischen Urteil eines Gerichtes aus Ecuador im Gepäck, das Chevron für schuldig befand und das Unternehmen aufforderte, sein giftiges Erbe zu beseitigen
    Humberto, der auch Koordinator und offizieller Sprecher der Gesellschaft der betroffenen Gemeinden (Union de Afectados por la Petrolera Texaco/UDAPT) ist, kehrt nach Kalifornien zurück, um bei der Hauptversammlung von Chevron als berechtigter Anteilseigner aufzutreten. Sobald er im Saal ist, will er auf das Gerichtsgutachten aufmerksam machen, das beweist, dass der Kronzeuge von Chevron unter Eid gelogen hat. Darüber hinaus will er explosive interne Firmenvideos präsentieren, die verdeutlichen, wie die Wissenschaftler bei Chevron versucht haben, die Gerichte zu betrügen, um einer gerichtlichen Anweisung zur Beseitigung der jahrzehnte andauernden Öl-Verschmutzung des ecuadorianischen Regenwaldes zu entgehen.
    Während mehr und mehr Belege ans Tageslicht kommen, dass Chevron Beweise gefälschthat, um die Strafe für die Umweltverschmutzung in Höhen von 9,5 Milliarden Dollar in Ecuador nicht bezahlen zu müssen, sieht sich Chevrons CEO John Watson mit einer peinlichen öffentlichen Maßregelung konfrontiert. Humberto wird das Top-Management mit Beweisen konfrontieren, dass das Unternehmen sich in dem schier endlosen Gerichtsverfahren illegal verhalten hat.
    Drei Gerichtsinstanzen in dem von Chevron bevorzugten Umfeld in Ecuador – inklusive des höchsten Gerichts – hatten bestätigt, dass der Ölriese für den Schaden verantwortlich ist. Rund 1.000 Giftmülldeponien und 400 Brunnen wurden aufgelassen als die Firma – damals noch Texaco – das Land 1992 nach 28 Jahren verließ. Chevron weigerte sich, die Reinigung der Stätten u übernehmen, obwohl man zugesagt hatte, die Urteile aus Ecuador umzusetzen. Das war eine Voraussetzungen, damit der Fall vom Federal Court in den USA nach Ecuador verlegt werden konnte.
    „Nach vier Jahren bin ich wieder hier. Und während dieser Kampf immer weiter geht, sterben die Secoyas weiter“, sagt Humberto im Rahmen einer Pressekonferenz in San Francisco. „Unser Kampf für Gerechtigkeit hält jetzt schon 21 Jahre und 6 Monate an. Das war auch sehr teuer für uns. Aber wir wollen Gerechtigkeit. Gerechtigkeit für das Leben, Gerechtigkeit für die Natur und Gerechtigkeit für zukünftige Generationen. Auch wenn Chevron sagt, das sei Betrug. Das ist kein Betrug.“
    Zu Themen, die Humberto bei der Hauptversammlung zur Sprache bringt, gehören u.a.:

    • das explosive Gerichtsgutachten des Computer-Experten J. Christopher Racich, das belegt, dass die Anwälte von Chevron Beweise gefälscht haben.
    • Chevrons Weigerung, die vom Gericht angeordnete Reinigung zu zahlen. Die Anwohner der Gegenden, in denen Chevron tätig war, leiden an hohen Krebsraten und weiteren durch das Öl verursachten Gesundheitsproblemen u.a. auch zahlreiche Mißgeburten.
    • Chevrons Anstrengungen, die Umsetzung der Urteile in Kanada und Brasilien zu blockieren. Piaguaje und seine Partner hatten in beiden Ländern versucht, Unternehmenswerte für die Reinigung der Schäden zu erhalten. Aus „technischen“ Gründen habe Chevron jedoch versucht, die Klage gegen die Tochterunternehmen zu unterbinden.
    • Geheime interne Videos, die erst kürzlich von Vice News und Amazon Watch freigegeben wurden. Diese zeigen, wie sich Wissenschaftler von Chevron über die Umweltschäden lustig machen und einen ausgetüffelten Plan erstellen, damit die Gerichte in Ecuador nur „sauberen“ Boden während der Vorort-Inspektionen vorfinden.
    • Ein Unterstützungschreiben, das von dutzenden Prominenten unterzeichnet wurde, darunter auch drei Nobelpreisträger. Unterschrieben haben u.a. Erzbischof Desmond Tutu; der Musiker Roger Waters; der argentinische Nobelpreisträger Adolfo Perez Esquivel und William McKibbon, Gründer der Klimawandel-Organisation 350.org

    Weitere Informationen auf ChevronToxico auf englisch – und Chevron Toxico auf Deutsch
    Dies ist eine Geschichte dick und schwarz wie Öl, das aus den Tiefen des Amazonas kam – in Ecuador:
    Der alte Mann und das Öl

    Unter dem Dschungel Ecuadors liegt schwarzes Gold in großen Mengen. Doch die Indianer wehren sich gegen die Förderung. Der frühere Schamane ist in Pacuya die letzte Instanz und eine Symbolfigur im Widerstand gegen die Ölgesellschaften, die Ecuador immer systematischer ausbeuten. Sie kamen mit Bulldozern und Hubschraubern, rammten Straßen in den Regenwald und fällten Jahrhunderte alte Bäume. Für eine Handvoll Dollar oder ein paar Fußbälle hatten findige Ölmanager alkoholisierten Stammesältesten die Besitzrechte am Boden abgekauft. Doch als 1993 die ersten Ölgesellschaften in dieser Gegend auftauchten, kidnappten die Cofan die Arbeiter – und die Ölgesellschaft Petro Amazonas zog sich aus dem Gebiet zurück. Inzwischen sind die Firmen wieder auf dem Weg hierher. Vor kurzem haben junge Männer eine Brücke zerstört, die zum Fluss führt. Sie wollen die schweren Fahrzeuge daran hindern, tiefer in den Regenwald vorzudringen. Leider vergebens.
    Seit sie denken können, leben die Cofan und andere indigene Stämme im Einklang mit der Natur.
    Dazu : Höchste Strafe in der Geschichte des Umweltrechts! US-Ölkonzern Chevron muss zahlen – bis heute hat Chevron nicht gezahlt.

    Das Video zeigt The True Story of Chevron’s Ecuador Disaster

    Quelle


    Die ganzen Thema.... die waren schon vor 35 Jahren. Ich habe mich bereits schon als Kind stark damit beschäftigt.
    War traurig wie wir Menschen so achtlos mit unserem Planeten umgehen. Nun stehen wir vor dem Kollaps, denn warum
    sollte sich JETZT so schnell etwas ändern?

    Das Problem sind nicht nur die Lobbys, sondern auch der fehlende Zusammenhalt der Erdbevölkerung. Jeder wurstelt noch
    immer vor sich hin, hat Freude wenn er die Nachrichten im TV schauen kann, im Fitnesstudio unter die anderen Schweisshaufen
    gehen kann und so weiter und so fort....

    ...wer will denn Freizeit hergeben für die Allgemeinheit? Es sind wenige ich sehe das an meinen impfkritischen Abenden.
    Da wollen nicht mal Hausfrauen mir im Hintergrund helfen. Na ja ob dies nun Zeitmangel ist ist oder doch fehlende Courage
    ist dann schon wieder ein ganz anderes Thema.


    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

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