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Thema: Natur & Umwelt

  1. #31
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Natur & Umwelt

    TOP! In Neuseeland gilt -Tiere sind wie Menschen “fühlende” Wesen


    Im Land der Kiwis und Hobbits wurde eine Grundsatzentscheidung getroffen, der andere Länder folgen sollten. Neuseeland hat per Gesetz entschieden, was wir schon lange wissen, Tiere können Schmerz und Freude, Angst und Wohlsein empfinden. Sie sind kein Gegenstand, welchen man nutzen kann wie man möchte.
    Ein großartiges Beispiel für die Welt, durch die Anerkennung der Grundrechte für Tiere – leider gilt das nicht überall auf der Welt
    . Weiterlesen →

    Toll und dennoch traurig mussten wir an einen solchen Punkt kommen


    LG Angeni

    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  2. #32
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
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    AW: Natur & Umwelt

    EU - Elend Umweltschutz


    Deutschland finanziert über die EU eine gewaltige Umweltzerstörung in Südeuropa. Die Propagandalügen über Umweltschutz sind dreiste Lügen.

    ...auch in Spanien und Italien!
    LG

  3. #33
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Natur & Umwelt

    Furcht vor „tödlichem“ Bahnprojekt im Amazonasgebiet


    Die folgende Presseinformation vom 16.6.2015 von Survival international ist uns so wichtig – und für Sie hoffentlich so interessant -, dass wir sie sowohl in der deutschen als auch in der englischen Version an Sie weiter geben wollen:

    Die geplante Bahnstrecke quer durch das Amazonasgebiet würde weiteres Land unkontaktierter indigener Völker zerstören. Illegaler Holzeinschlag und die Plünderung von Rohstoffen würden gefördert. Das umstrittene Megaprojekt einer Bahnstrecke vom Atlantik bis zum Pazifik quer durch das Amazonasgebiet hat Empörung bei indigenen Völkern und Survival International, der globalen Bewegung für die Rechte indigener Völker, ausgelöst.Das Bahnprojekt, das von der chinesischen Regierung unterstützt wird, würde diverse indigene Gebiete und Gegenden von hoher Biodiversität in den Regenwäldern Perus und Brasiliens durchschneiden. Sollte das Projekt umgesetzt werden, drohen den indigenen Völkern und ihrem Land die Zerstörung. Für illegale Abholzung und Bergbau bestünde freie Bahn und die Besiedlung des Gebiets würde gefördert werden.
    Ninawá Kaxinawá, ein indigener Anführer, dessen Gemeinde in unmittelbarer Nähe der geplanten Bahnstrecke lebt, erklärte gegenüber Survival: „Diese Bahnstrecke ist böse und bedroht unser Volk. Für uns Indigene und unsere unkontaktiert lebenden Verwandten stellt das Projekt eine tödliche Gefahr dar, die das Ende unseres Waldes und unserer Leben bedeuten würde.“
    Unkontaktierte indigene Völker sind die bedrohtesten Gesellschaften unseres Planeten. Ihnen würde infolge des massiven Eindringens in ihr Land die Zerstörung drohen. Ganze Bevölkerungen könnten durch die Gewalt der Außenstehenden und eingeschleppte Krankheiten wie Grippe oder Masern, gegen die Unkontaktierte keine Abwehrkräfte besitzen, ausgelöscht werden.
    Es gibt einen Präzedenzfall, der einen erschaudern lässt. In den 1980er Jahren sorgte die 900 Kilometer lange Carajás-Bahnstrecke dafür, dass indigenes Land im Amazonasgebiet im Nordosten Brasiliens für illegale Holzfäller, Viehzüchter und Siedler geöffnet wurde. Viele Völker waren betroffen, unter ihnen die isoliert lebenden Awá, das bedrohteste Volk der Welt. Unzählige Familien wurden massakriert, andere erlagen Krankheiten, die die Außenstehenden eingeschleppt hatten. Die zügellose Abholzung sorgte dafür, dass mehr als 30 Prozent des zentralen Awá-Gebietes entwaldet wurden.
    Auch Jahrzehnte später bedrohen illegale Holzfäller noch die Leben der unkontaktiert lebenden Awá. Im Dezember 2014 wurden drei Awá von Holzfällern gewaltsam aus ihrem Wald vertrieben. Der Gesundheitszustand von zwei von ihnen ist besorgniserregend.
    Die gewaltige Carajás-Bahnstrecke, die an das Land der Awá grenzt, hat illegalen Siedlern den Zugang zu ihrem Gebiet ermöglicht.

    Weiterlesen →


    Belo Monte Staudamm – Euer Profit zerstört unser Leben

    Die Geschichte vom Todesurteil der Menschen an der großen Biegung des Xingu-Fluße

    Die Lebensgrundlage tausender Indigener, die vom Regenwald und dem Fluss abhängig sind, wurde unwiederbringlich zerstört.
    Viele würden von dem angestammten Land ihrer Vorväter vertrieben.

    Von dem Projekt sind bis zu 40.000 Menschen betroffen. 9.000 Familien, darunter 600 indigene Familien müssen ihre Heimat verlassen und sollen umgesiedelt werden.
    Zehntausende Arbeiter werden Tag für Tag zur Baustelle gebracht – in einen der artenreichsten Regenwälder weltweit. Diese Folgen, die allein schon dadurch entstehen, sind ein Verbrechen an der Natur. Und wenn Sie gerade an die vielen Arbeitsplätze denken, so sei Ihnen mitgeteilt, dass diese Arbeiter teils unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen. Diese artenreiche Natur wird für immer zerstört – profitieren werden wieder BlackRock, Katar und viele andere geldgierige Konzerne, auch aus Deutschland – wie Allianz, Daimler, Siemens u.s.w.
    Für das 10,5 Milliarden Euro teure Dammprojekt muss der Xingu-Fluss zudem auf einer Fläche von 502 Quadratkilometern aufgestaut werden. Große Teile des Regenwaldes wurden abgeholzt. Das trägt unter anderem dazu bei, dass nun der Süden Brasiliens von einer historischen Dürre heimgesucht wird.
    Viele seltene Tierarten sind gefährdet, eines der wichtigsten Ökosysteme der Welt bricht zusammen. Bereits seit Jahren wird das Großprojekt des Belo-Monte-Staudamms in Brasiliens Amazonasregion kritisiert.
    2005 wurde das Dammprojekt Belo Monte vom brasilianischen Kongress genehmigt, 2011 begannen die Bauarbeiten im Norden des Landes, trotz weltweiten Protests.
    Die brasilianische Staatsanwaltschaft musste allein im April 2015 innerhalb einer Woche mehr als 1.000 Beschwerden der Bevölkerung wegen Regelverstößen des Betreiberkonsortiums Norte Energia registrieren. Zudem wird gegen sechs der zehn Firmen, die das Belo-Monte-Baukonsortium bilden, aktuell wegen der Verstrickung in einen der größten Korruptionsskandale ermittelt. Aussagen bei der Staatsanwaltschaft von führenden Managern der Baufirmen legen nahe, dass der Bau des Staudamms mit systematischer Korruption einherging.
    Weiterlesen →


    LG Angeni


    Sonnige Grüsse
    Angeni



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    - Angeni

  4. #34
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    AW: Natur & Umwelt

    Climate Crimes - Vollversion 54:32 Min.
    Umweltverbrechen im Namen des Klimaschutzes
    Ein Film von ULRICH EICHELMANN



    freundliche Grüße

  5. #35
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Natur & Umwelt

    Querverweis
    NorthernGateway – Great Bear Rainforest darf nicht sterben
    – unterstützen Sie mit uns die First Nations


    DIE FÜHRER DER FIRST NATIONS FORDERN ALLE MENSCHEN AUF
    SICH GEGEN NORTHERN GATEWAY ZU VEREINEN!
    Hier weiterlesen


    Lg Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  6. #36
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    AW: Natur & Umwelt

    Eine der giftigsten Spinnen Mitteleuropas

    Das große Krabbeln:
    Giftige Dornfinger-Spinne nistet sich in Bayern ein!



    So sieht sie aus, die Dornfinger-Spinne. Mehrere Exemplare dieser Art wurden nun erstmals auch in Bayern entdeckt. (Foto: Patrick Pleul/dpa)

    Spinnen-Phobie? Dann sollten Sie noch besser auf der Hut sein! Mit dem "Ammen-Dornfinger" hat jetzt eine der giftigsten Spinnen Mitteleuropas erstmals ihren Weg nach Bayern gefunden!

    Hier herrscht nicht nur Ekel-Alarm, sondern auch Verletzungsgefahr!

    Bislang war die Dornfinger-Spinne in Deutschland eher eine Unbekannte. Jetzt wurde sie erstmals in Bayern entdeckt - und dann gleich eine ganze Kolonie: auf dem Heuberg im Landkreis Rosenheim. Das teilte die Naturschutzstation Kufstein mit.

    Experten rechnen damit, dass dies erst der Anfang ist. Denn der Ammen-Dornfinger (Cheiracanthium punctorium) liebt die Wärme. Und eben durch die Klimaerwärmung breitet sich diese Spinnenart jetzt immer weiter von Süden nach Norden aus.

    Die Dornfinger-Spinne zählt zu den ganz wenigen hierzulande, die sich mit ihren Giftklauen mühelos durch die menschliche Haut beißen können. Landschaftsökologe Manfred Mayer von der Naturschutzstation Kufstein hatte die Art gefunden und beunruhigt: "Absolute Vorsicht ist bei Kindern geboten." Nach einem Biss dieser Spinne solle man umgehend einen Arzt aufsuchen.

    Bissig sind vor allem die weiblichen Dornfinger. Zur Verteidigung ihrer Eigelege im Hochsommer können die Weibchen sehr aggressiv werden. Dann kommt es vor, dass Menschen zur Abwehr gebissen werden. Folglich finden die meisten Bisse im Hochsommer statt, hauptsächlich Ende August. Während sehr warmer Sommer auch schon ab Ende Juli.

    Zu finden ist die Dornfinger-Spinne vor allem im hohen Gras.
    Quelle


    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  7. #37
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    AW: Natur & Umwelt

    Unserer Erde geht der Sand aus – Sand wird zur Schmuggelware


    Der Sand wird knapp –der Hunger nach ihm immer grösser – mit verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt.

    Nach Wasser ist Sand der meistgenutzte Rohstoff weltweit. Sand ist der kostbarste Rohstoff der Erde
    Der Sand wird knapp, und die Knappheit macht ihn kostbar. Auf einmal ist Sand etwas, womit sich ein Vermögen verdienen lässt. Denn Sand ist nicht nur das Material, aus dem der Strand besteht, er ist auch der Rohstoff für die Bürotürme, Mietshäuser, Autobahnbrücken und Flughäfen weltweit. Es ist der Sand, der die Megastädte der Welt wuchern lässt.

    Sand ist heutzutage auch Bestandteil zahlreicher Alltagsprodukte, häufiger noch als Erdöl. Wir finden Sand in Nahrungsmitteln, Kosmetika, Putzmitteln, aber auch in elektronischen Produkten wie Computern, Handys und Kreditkarten.
    Der größte Sandbedarf entsteht jedoch durch den weltweiten Bauboom aufgrund des Bevölkerungswachstums und der wirtschaftlichen Entwicklung in den Schwellenländern. Stahlbeton besteht zu einem Drittel aus Zement und zu zwei Dritteln aus Sand.
    Angesichts dieses Bedarfs wurde Sand in den letzten Jahren zu einer Ressource von entscheidender Bedeutung. Wüstensand ist – man mag es kaum glauben – nicht zur Betonverarbeitung geeignet. Deshalb haben Baukonzerne bislang Sand aus Flussbetten oder Kiesgruben abgebaut. Doch dieser Vorrat geht langsam zur Neige, und so hat die Bauwirtschaft den Meeresboden ins Visier genommen.

    Die Sand-Mafia ist die mächtigste kriminelle Organisation in Indien

    Jeder glaubt, es gäbe ihn wie Sand am Meer. Doch er ist ein wertvoller Rohstoff, vor allem für die Bauindustrie, und die nimmt nicht jeden Sand – unserer Erde geht der Sand aus.
    Jährlich werden rund 70 Milliarden Dollar mit ihm umgesetzt – auf jedem Kontinent wird er abgegraben. Mittlerweile haben sich in vielen Ländern mafiöse Strukturen entwickelt, die sich weder um Gesetze noch um die Betroffenen scheren. Selbst vor Morden schreckt die Mafia nicht zurück.
    TDP MLA #Chintamaneni Prabhakar #Rowdyism on Lady #MROVanajakshi who stood against #Sandmafia. #ncbn . pic.twitter.com/W5sxHmCSDy

    — Harsha Vardhan Reddy (@IamHVR) 10. Juli 2015
    In Indien kommt es vermehrt zu Festnahmen, seit einiger Zeit gehen die Polizisten hart gegen die Sand-Mafia vor. Doch Anwälte beschweren sich, dass nur Arbeiter und Lkw-Fahrer festgenommen genommen werden, und nicht die eigentlichen Handlager. In Indien eskaliert das illegale Geschäft um den Rohstoff SAND. Wir haben hier ein aktuelles Video eingefügt, damit Sie sehen, wie weit der „Krieg“ um Sand fortgeschritten ist.


    India 360:Crackdown On Sand Mafia


    Neue Minen für Fracksand schießen aus dem Boden

    Der Aufschwung der vergangenen Jahre ist etwas ins Stocken geraten. Die Nachfrage nach Fracksand hängt stark von den Preisen von Öl und Gas ab, und die sind zuletzt eher gefallen.Fracking hat zudem Proteste von Umweltschützern auf sich gezogen und auch die Kritik an möglicherweise negativen gesundheitlichen Folgen von Quarzstaub wächst. zahlreiche neue Minen wurden eröffnet. Allein in Wisconsin hat sich die Zahl der Sandsteinminen seit 2012 auf mehr als verdoppelt.


    Sand ist nicht gleich Sand.


    Kuwait muss zum Beispiel Sand den sie verarbeiten importieren, obwohl sie in der Wüste liegen. Auch das neue Ölfieber in den USA zieht einen weiteren Boom nach sich: Sand erlebt eine neue Blütezeit. Denn die feinen Gesteinskörnchen sind beim so genannten hydraulischen Fracturing, oder kurz Fracking, unerlässlich.Geschätzt 56,3 Milliarden Pfund Sand dürften die Energieunternehmen in einem Jahr in Öl- und Gasbohrlöcher blasen, um mit dieser Fördermethode Gesteinsschichten aufzubrechen und den Ressourcen einen Weg nach draußen zu bahnen.
    Um den Sand im Fracking-Verfahren einsetzen zu können, muss er allerdings vorbehandelt werden. Er muss zunächst gesiebt werden, denn für die Fördermethode eignen sich nur Körner einer bestimmten Größe. Dann werden Verunreinigungen eliminiert. Und schließlich wird der Sand gewaschen und getrocknet.

    Sand-Schlaraffenland Schweiz

    Die Alpen sind gigantische Sandfabriken. Tauwetter und Schwerkraft lassen Felsen ins Tal donnern. Sie zerfallen dabei in einzelne Kieselsteine. Von Bergbächen erfasst, zerbröseln die Kieselsteine mit der Zeit in unzählige Sandkörner. Dieser Sand wird schliesslich von Flüssen bis ins Meer transportiert. Doch weltweit versperren immer mehr Staudämme den Weg und dadurch schaffen es immer weniger Sandkörner bis zum Meer: Mit grossen wirtschaftlichen und politischen Folgen für die betroffenen Staaten. Quelle




    Sand: Drama und Ökozeitbombe - Einstein Spezial vom 28.8.14


    Die neue Bedrohung des Sandraubs

    Die EU zum Beispiel beschäftigt sich zwar mit dem Thema Wasser und dem Thema Landraub, aber von einem Problem „Sandraub“ scheint man dort noch nichts gehört zu haben. Und das Problem ist sehr real, Strände verschwinden und mit ihnen ganze Häuserreihen, Fischer verlieren ihre Existenzgrundlage. Allein in der Region um Sumatra sind bereits 25 Inseln von der Landkarte verschwunden. In Indien ist die Sandmafia zwischenzeitlich die Größte im Land.




    "Wer braucht schon Sand.." - Die globale Öko-Katastrophe (deutsch)



    Weggespülter Sand gefährdet Küsten

    Überall auf der Welt gehen Strände zurück, manchen Schätzungen zufolge sind zwischen 75 und 90 Prozent von ihnen im Verschwinden begriffen. Das liegt auch an der immensen Kraft des Meeres. Eileen Teen zum Beispiel hat in Topsail Beach in North Carolina vor zwei Jahren ein Haus gekauft. Doch das Meer hat den Sand darunter mittlerweile weggespült.
    „Der Strand war früher etwa so breit wie ein Fußballfeld, aber in den letzten beiden Jahren ist er viel schmaler geworden. Die Erosion schreitet an diesem Teil des Strandes viel schneller voran als wir es erwartet hatten, oder es normal wäre.“ Eileen Teen, Anwohnerin, North Carolina

    SAND – DIE NEUE UMWELTZEITBOMBE

    Der Film will vor allem aufrütteln und auf ein Problem aufmerksam machen, das bislang weitgehend unbekannt ist oder ignoriert wird. Und darin ist die Dokumentation auch sehr gelungen.




    Sand - Die neue Umweltzeitbombe 3sat Thema 18.02.2014 Teil (1/7)




    Aus der Studie Sand, rarer than one thinks

    Das Problem der Förderung besteht darin, dass bei der Sandansaugung am Meeresgrund, lebende Organismen und Tiere im Staubsaugerrohr durch den Sanddruck getötet werden und somit das marine Oekosystem Schaden nimmt. Korallen ziehen sich zurück, kleine Fische und am Ende der Nahrungskette grosse Fische finden keine Nahrung mehr. Die Fischer verlieren ihre Existenz-grundlage. – Der Sand im Meer ist ein wichtiges Lebenselement!

    Dubai

    Es ist günstiger im Meer neuen Baugrund aufzuschütten als auf dem Festland Bauland zu kaufen! Dubai hat eine Menge Sand – Wüstensand. Jedoch ist die runde Körnung des Sandes nicht geeignet zur Betonherstellung. Dubais Sandreserven im Meer sind erschöpft. Das höchste Haus der Welt, der Burj Khalifa, wurde mit Sand aus Australien gebaut!

    Australien verdient mit seinem Sandexport jährlich 5 Milliarden Dollar.

    Dubai und seine künstlichen Inseln
    The Palm (Palmeninsel), 2001 Baubeginn. Kosten 12 Milliarden Dollar. 150 Millionen Tonnen Sand.
    The World (300 künstliche Inseln in Form einer Weltkarte angeordnet)
    Bis jetzt Kosten von 14 Milliarden Dollar und dreimal mehr Sandverbrauch als The Palm.
    Das Bauvorhaben wurde 2008 infolge der Finanzkrise stillgelegt.

    Genau wie Erdöl, Erdgas und alle anderen nichterneuerbaren Ressourcen ist der Sand Gegen- stand eines Krieg um Rohstoffe der das Leben der Bevölkerung gefährdet und Konflikte zwischen den Staaten schafft. Je stärker die Nachfrage desto fataler der Teufelskreis.
    Weltweit sind 75 bis 90% der Strände auf dem Rückzug. Der Strand zieht sich zurück. Das Meer holt sich die Häuser. – Wo wir zu nah am Strand bauen, wird der Sand verschwinden. Und ohne Sand keine Strände.


    Florida

    Die Touristikbranche in Florida Beach ist auf seine Sandstrände angewiesen. Ohne Sandstrände kommen keine Touristen. 9 von 10 Stränden sind in Florida auf dem Rückzug. Dabei wird jeweils vor Saisonbeginn künstlich Sand (aus dem Meer) auf die Strände gepumpt. Was ökologisch verheerend ist und nur rein wirtschaftlichen Interessen dient. Der Staat Florida hat schon mehrere Milliarden Dollar dafür ausgegeben.
    Aufschüttung sind nur ein Heilmittel auf Zeit. Nach durchschnittlich ein bis zwei Jahren hat das Meer den Sand abgetragen und man muss von vorne beginnen. Dennoch ist diese Methode in Mode. Sehr zur Freude der Aufschüttungsindustrie.

    Wie Sand entsteht und was passiert wenn zuwenig nachkommt
    Von Granit- oder Sandsteinfelsen, durch äussere Einflüsse wie Regen oder Schnee, langsam verwittert und abgetragen, werden Körner durch Flussläufe transportiert und gelangen in hunderten bis tausenden von Jahren als Sandkorn ins Meer.


    Rot eingetragen: Staumauern weltweit

    Wieviele Sandkörner gelangen ins Meer?

    Als künstliche Barrieren blockieren 80’000 Staudämme die Flüsse in den USA. In China werden Stauanlagen so rasant gebaut, dass bis 2020 kein einziger Wasserlauf das Meer erreichen wird. Weltweit gibt es 845’000 Dämme. Der Sand der an den Stränden liegen soll, steckt hinter den Staudämmen fest. 1/4 der weltweiten Sandreserven sind durch diese Dämme gefangen und gefährdet durch den Sandabbau aus den Flüssen. 50% der Sandflüsse wird nie das Meer erreichen! Wenn bis zum Jahr 2100 nichts geschieht werden unsere Strände bald Geschichte sein.
    Zusammen mit dem vorhergesagten Anstieg des Meeresspiegels bilden sie eine oekologische Zeitbombe. Bis zum Jahr 2100 wird der Meeresspiegel um 1 bis 1.5 Meter gestiegen sein. Derzeit leben 100 Millionen Menschen weniger als 1 m über dem Meeresspiegel. Das heisst jedes Sandkorn zählt.

    In Säcken abgefüllt wird der Sand mit dem Schiff nach Male gebracht

    Malediven
    Die Sandräuber plündern die Lagunen rund um die Inseln und verkaufen den Sand an die Baufirmen. Durch die ständigen Sandentnahmen mussten bereits mehrere hundert Inseln evakuiert werden. Inzwischen ist hier die Zukunft eines ganzen Volkes bedroht. Die Hauptstadt Male ist bereits überbevölkert. Durch den Wohnungsmangel werden weitere Wohnungen gebaut. Dafür wird der Sand aus den benachbarten Lagunen verbraucht. Der selbe Sand der eigentlich die Bewohner vor dem Anstieg des Wassers schützen soll!

    Dänemark
    Das Land erhebt eine Steuer auf Meersand, seither wird nur noch 12% verbraucht. Vorher über 94%.

    Wo wird Sand verwendet
    Aus Sand wird nicht nur Glas hergestellt sondern wird auch Siliziumdioxid gewonnen. Eine chemische Verbindung die auch im Wein enthalten ist aber auch in Papier, Wasch- und Reinigungsmittel, Haarspray, Kosmetika, Zahnpasta und anderen Alltagsprodukten.
    Auch in Verkehrsmitteln ist dieser Stoff in den Kunststoffen, Leichtmetall, Farbe oder in den Triebwerken der Flugzeuge oder Reifen enthalten.

    Ohne hochwertigen Sand könnten keine Chips hergestellt werden für Mikroprozessoren in Computer, Handy oder Kreditkarten. – Sand ist ein elementarer Stoff der zu den wichtigsten Grundlagen unserer modernen Entwicklung gehört.
    Der grösste Sandbedarf hat der Bausektor. Seit 150 Jahren wird Sand mit Zement zu Beton vermischt. Er prägt unsere gesamte Infrastruktur und das Gesicht unserer Städte.
    Stahlbeton ist das ideale Baumaterial und die Herstellung ergibt niedrige Produktions-kosten. Beton ist weltweit das meistgenutzte Material. 2/3 aller Bauwerke bestehen aus Stahlbeton. Und davon sind wiederum 2/3 aus Sand.

    Sandbedarf weltweit: ca. 15 Milliarden Tonnen pro Jahr

    • Hausbau: ca. 200 Tonnen
    • Krankenhaus: ca. 3’000 Tonnen
    • Atomkraftwerk: ca. 12 Millionen Tonnen
    • 1 Kilometer Autobahn: ca. 30’000 Tonnen


    Indien

    Mumbai ist die Finanzhauptstadt des Landes.
    Die Landbevölkerung hofft auf ein besseres Leben und dringt in die Städte und Metropolen. Je stärker die Bevölkerung wächst um so schneller wird gebaut.
    Der Sandbedarf ist so gross das inzwischen auch der Sand geschmuggelt wird.
    Die Sandmafia ist die mächtigste kriminelle Vereinigung Indiens.
    Sie beherrscht auch einen grossen Teil des Bausektors in Mumbai.
    Sowohl den Bauhandel als auch das Baugeschäft selbst. Ausserdem kontrolliert sie über ihre Kontakte auch die Stadtverwaltung.

    Marokko

    Bis heute wurden 40 bis 50% Sand von den Sandstränden gestohlen.
    Dies ist ein ernsthaftes Problem. Die Beute wird auf Lastwagen verladen und sofort an die Unternehmer auf den Baustellen verkauft.
    Ungewaschener Sand von den Stränden ist als Material allgemein von schlechter Qualität.
    Wird er vor dem Vermischen nicht mit klarem Wasser gründlich ausgewaschen ist er stark korrosiv. Gebäude mit natriumhaltigen Sand erstellt sind gefährdet und können einstürzen. Ironie des Schicksal: Dieser schöne Sand steckt genau in den Hotelanlagen der Urlauber die wegen den schönen Stränden nach Marokko angereist sind.

    Indonesien
    Der Fischbedarf wird zu 92% noch traditionell erwirtschaftet. Jedoch gehen durch den Sandabbau im Meer die Korallenriffe verloren, der Fischbestand sinkt und die Fischer verlieren ihre Existenzgrundlage. Die Familien haben kein Einkommen mehr.
    Wegen Sandbau im Meer sind bereits 25 Inseln auf der Weltkarte verschwunden.
    Durch das verschwinden der Inseln werden die Grenzverläufe neu gezogen.

    Singapur

    Der Stadtstaat ist buchstäblich auf Sand gebaut. 20% der Landflächen sind durch Sandaufschüttungen entstanden.
    Innerhalb von 30 Jahren hat sich die Bevölkerungszahl verdoppelt.
    130 Quadratkilometer Fläche sind dazugekommen.
    Bis ins Jahr 2030 soll eine weitere Fläche von 100 Quadratkilometer hinzukommen.
    Singapur muss an Land weiter wachsen, wenn es dem Kollaps entgehen will.

    Singapur im Jahre 1972, 2006 und 2030 (von links nach rechts)


    Die Exportstaaten Kambodscha, Malaysia und Indonesien spüren die Nebenwirkungen des Sandabbaus und stellen ihre Lieferungen ein. Händler und Unternehmer organisieren im Auftrag von Immobliengesellschaften den Sandschmuggel für Singapur.

    Das weltweite Handelsvolumen von Sand beträgt pro Jahr 70 Milliarden Dollar. Täglich verschwinden Tonnenweise Sand von den Sandstränden der Karibik, Asiens oder Afrika .Strände erstrecken sich vor der Küste bis zu einer Wassertiefe von 10 bis 12 Meter. In diesem Bereich bewegt sich der Sand vorwärts und rückwärts.

    Sie verflachen sich um sich vor der Brandung zu schützen.
    Die Strände passen sich nach einem natürlichen Zyklus den wechselnden Jahreszeiten an.
    Im Sommer sind sie dicker, im Winter ziehen sie sich zurück und verflachen sich um damit die Kraft der Wellen besser aufzufangen.

    Um den Anstrum der Wellen aufzufangen brauchen sie genügend Platz.
    Wir bauen aber unsere Siedlungen und Strassen zu nahe am Wasser.
    Die Strände fallen den Wellen zum Opfer und werden ins Meer gespült.

    Wo der Mensch eingreift, Ufermauern aus Beton, Strassen, Hotels oder Parkplätze baut, können sich die Strände nicht mehr zurückziehen.
    Langfristig führt das dazu, dass sie verschwinden.

    3/4 aller Metropolen befinden sich an Küstennähe. Die Hälfte der Bevölkerung lebt da.
    Bis 2025 werden 3/4 aller Bewohner der Erde in der Nähe der Ozeane leben.

    Ein Drittel der städtischen Weltbevölkerung lebt in Slums. Während weltweit überall Geisterstädte und leerstehende Wohnungen gebaut werden.
    In Mumbai stehen über 50% der Wohnungen leer. Die Wohnungen werden nur rein spekultiv gebaut. Viele Menschen können sich keine Wohnung leisten.
    Dennoch wird weiter gebaut. Die Slumbevölkerung wächst exponentiell.

    In China stehen 65 Millionen Wohnungen leer. Dennoch floriert die chinesische Bauwirtschaft und verbraucht 1/4 des weltweit abgebauten Sandes.
    Spanien hält den Rekord für den Sandverbrauch in Europa. 30% der seit 1996 gebauten Wohnungen stehen leer, obwohl Spanien ein Wohnungsmangel hat. Daneben existieren Flughäfen die nie einen Passagier gesehen haben.
    Das Emirat Dubai baut weiter. Obwohl 90% der Wohnungen des Burj Khalifa leer stehen.
    Beim Bau einer Autobahn wird der schönste Meersand der Welt genommen, weil er am billigsten ist.

    Deutschland – Von Glas bis Zahnpasta

    250 Millionen Tonnen Sand und Kies werden jährlich in Deutschland gefördert. Bis zu zwei volle Einkaufstüten Sand und Kies entfallen laut Bundesverband Mineralische Rohstoffe auf jeden Deutschen – pro Tag. Denn Sand steckt nicht nur in Straßen- und Gebäuden, er wird auch für die Produktion vieler Alltagsgegenstände genutzt: Handys und Computerchips, geschmolzen wird er zu Glas.
    Bedarf mineralischer Rohstoffe in Deutschland



    Der grösste Sandverbraucher ist die öffentliche Hand. Doch steht der Sand auf der Liste der Umweltprobleme der Staaten? Wir sprechen über Wasser in Europa, oder Landwirtschaftlichen Boden, Fischereiabkommen. – Aber über Sand wird nicht gesprochen.
    Wir brauchen eine Alternative zum Bauprodukt Sand.

    Welche Materialien könnten Beton heute ersetzen. Sie können heute Häuser aus Stroh oder recycelbaren Stahl bauen.
    Unsere Gebäude müssen recycelbar werden. Wir sind heute an diese Materialien gebunden, weil die Unternehmer nur diese anbieten und verwenden.
    Mit diesen Materialien kennen sie sich aus.

    Ein Drittel der städtischen Weltbevölkerung lebt in Slums. Während weltweit überall Geisterstädte und leerstehende Wohnungen gebaut werden.

    Glassbeach in San Francisco

    Die Stadt hat hier Glas als Mülldeponie abgelagert. Mit der Zeit haben die Wellen das Glas rund geschliffen. An diesem Glasstrand hat die Natur aus alten zerbrochenen Flaschen Sand gemacht. Hier zeigt sich das Glas in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden kann.

    Florida Beach

    Florida geht den gleichen Weg wie San Francisco.
    Glas wird aus Sand hergestellt. Umgekehrt lässt sich auch aus Glas Sand machen.
    Glas hat die Eigenschaften wie Sand. – Meeresschildkröten legen ihre Eier in den “neuen” Sand.

    Das Potential ist gross: Ein Viertel des Altglases landet weltweit auf dem Müll.

    UN-Studie und ARTE-Dokumentation zum Sandabbau



    Wenn Sandentnahme nicht gestoppt wird, ist die Katastrophe unaufhaltsam – weltweit!
    Quelle

    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  8. #38
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    AW: Natur & Umwelt

    Wer im Senegal einkauft, findet auf den Märkten kaum einheimisches Obst und Gemüse: Die Tomaten kommen aus Italien, die Kartoffeln und Zwiebeln
    aus Holland. In den Geschäften ist es ähnlich: Dort steht Trockenmilch, importiert aus Europa.

    In Afrika, wo 85 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft und Viehzucht leben, können lokale Milchproduzenten ihre Milch nicht mehr verkaufen,
    weil die importierte Trockenmilch erheblich billiger ist. Der Grund liegt in der Subventionspolitik der EU.

    Auch die Fischer Afrikas leiden darunter. Einst fuhren sie hinaus aufs Meer und kamen zurück mit reicher Beute. Doch heute gibt es kaum noch etwas zu fangen. Die Gewässer vor Mauretanien und dem Senegal sind leergefischt – von großen Fabrikschiffen, die von Europa, Russland oder Japan aus in See stechen. Die Rechte, vor ihren Küsten zu fischen, wurden den armen afrikanischen Ländern abgekauft - von der Europäischen Gemeinschaft. Weil senegalesische Fischer kaum noch Geld mit der Fischerei verdienen können, rüsten viele ihre Boote um und vermieten sie an Menschenhändler, die Flüchtlinge aus Westafrika auf die Kanarischen Inseln schleusen. Die Bilder sind bekannt.
    Wer Glück hat, überlebt den Höllentrip. Wer noch mehr Glück hat, kriegt einen spanischen Pass. Und wer das vollkommene Glück hat, findet einen Job.
    Zum Beispiel als Matrose. Auf einem spanischen Fabrikschiff, das vor der Küste Westafrikas fischt.


    Vergiftete Geschenke - Wie die EU Afrika in die Armut treibt




    LG Angeni

    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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    - Angeni

  9. #39
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    AW: Natur & Umwelt

    Nachahmenswert!!
    Aus für Plastiktüten in Schottland – 650 Millionen Tüten weniger …. pro Jahr



    Bei all den negativen Nachrichten, die uns derzeit belasten, sind es die kleinen Erfolge, die uns Hoffnung machen.
    Und der folgende Bericht ist einer dieser kleinen Erfolge, die zeigen, wie leicht es geht, die Welt zu verändern.
    Vor 14 Tagen stürzte ein Fabrikgebäude in der Stadt Lahore – Pakistan, in dem Plastiktüten hergestellt wurden zusammen. Mindestens 109 Überlebenden konnten aus den Trümmern des vierstöckigen Rajput Polyester Plastikbeutel Fabrik gezogen worden. Die Rettungskräfte bestätigte, dass in der Morgendämmerung, nach dem Unglück noch 167 Menschen im Gebäude eingeschlossen waren. Etwa 50 konnten nur noch tot geborgen werden, darunter viele Kinder. Kinderarbeit ist in Pakistan verbreitet. Bis zum dem Zeitpunkt war uns nicht bewusst, dass diese Plastiktüten überhaupt dort produziert wurden.
    Der weltweit stetig zunehmende Plastikmüll ist eine Gefahr für die gesamte Umwelt. Eines der Hauptprobleme begegnet uns täglich: die Plastiktüte. Während andere Länder dieses umweltschädliche Symbol unserer Wegwerfgesellschaft konsequent verbieten, tut sich die EU-Kommission noch schwer.

    Aus für Plastiktüten in Schottland

    Im vergangenen Jahr unternahm Schottland erste Schritte gegen den Plastikmüll und verrechnete 5 Pence pro Tüte in den Geschäften. Die Maßnahme zielte darauf ab, die Konsumenten zu motivieren, wiederverwendbare Einkaufstaschen von zu Hause mitzunehmen. Dieses Experiment zeigte erfreuliche Ergebnisse – rund 650 Millionen Plastiktüten wurden im gesamten Land weniger verbraucht, als das noch in den vergangenen Jahren der Fall war. Die eingenommene Gesamtsumme von über 10 Millionen Dollar wurde einer wohltätigen Organisation gespendet.
    Mehre Länder in Europa haben bereits in Verbot für Plastiktüten ausgesprochen,, um den Müll zu reduzieren und das Konsumentenverhalten in Richtung Wiederverwendung zu steuern. Schottland hat seinen Handel aufgefordert die „Carrier Bag Aktion“ zu unterzeichnen – mit überraschenden Ergebnissen.
    Ähnliche Aktionen gibt es bereits auch in Kalifornien.
    Die Märkte in ganz Schottland berichteten von signifikanten Veränderungen, seit das Gesetz vor nur einem Jahr in Kraft trat. Jeder hatte die Wahl: eigene Einkaufstaschen oder 5 Pence Kosten.In den meisten Läden ging daraufhin die Nutzung der Plastiktüten um 80% zurück, die Kette Asda berichtete sogar von 90% weniger Einsatz. Einer der größten Anbieter, Sainsbury’s, entschied sich, noch einen Schritt weiter zu gehen, verzichtete komplett darauf, Plastiktüten im Geschäft anzubieten und schaut jetzt auf einen Rückgang von 100% zurück.
    Die Plastiktüten-Aktion hat dazu geführt die Gewohnheit der Konsumenten zu verändern. Wegwerftüten müssen nicht verwenet werden. 4.000 Tonnen an Plastikabfällen bzw. 2.500 Tonnen CO2 werden eingespart. Der ganze Artikel aus: The Guardian

    Es geht auch ohne!

    In Frankreich sollen Einweg-Plastiktüten in Supermärkten und Einzelhandelsgeschäften ab Januar 2016 verboten werden. Dies betrifft Plastiktüten, die nicht biologisch zersetzbar oder kompostierbar sind. [Siehe auch: „TOPP! Verbot für das «Symbol der Wegwerfgesellschaft» in Frankreich und anderen Ländern“]
    In Italien sind seit Anfang 2011 nur noch Tüten aus biologisch abbaubaren Materialien erlaubt.
    Australien will die Kunststofftüten mit einem Totalverbot abschaffen, bislang sind sie nur in einigen Regionen verboten.
    In Bangladesch hingegen sind Plastiktüten seit dem Jahr 2000 komplett verboten. Sie verstopften während der Monsun-Zeit die Abwasserkanäle und erhöhten das Überschwemmungsrisiko.
    Supermärkten, Kaufhäusern und Großhandelsmärkten in China ist es seit dem 1. Juni 2008 untersagt, Plastiktüten kostenlos abzugeben. Sehr dünne Tüten wurden vollständig verboten. Mit dieser Anordnung soll der Plastikmüll und die daraus resultierende Verschmutzung reduziert werden. Bei Verstößen droht eine Strafe von bis zu 10.000 Yuan.
    In Indien sind Plastiktüten verboten. Verstöße werden mit bis zu 1.500 Euro bestraft.
    Auch in Bhutan wurden Kunststofftüten abgeschafft.
    Im Inselstaat Papua-Neuguinea sind Plastiktüten seit 2003 offiziell verboten. Die Gründe dafür liegen in der zunehmenden Verschmutzung der Umwelt durch weggeworfene Plastiktüten und andere Kunststoffe.
    Die ostafrikanischen Staaten Ruanda (seit 2006) und Tansania (seit 2005) haben Kunststofftüten ebenfalls verboten. Bis zu sechs Monate Haft oder eine Geldstrafe von 2.000 Dollar drohen Umweltsündern beim Gebrauch von Kunststofftüten auf der tansanischen Insel Sansibar.
    In Südafrika dürfen Kunststofftüten von Einzelhändlern nicht mehr umsonst verteilt werden. Seit 2003 droht ihnen eine Geld- oder Gefängnisstrafe, wenn sie dagegen verstoßen.
    In Mauretanien sind seit Januar 2013 aus Umweltschutzgründen Herstellung, Verbreitung und Nutzung von Plastiktüten verboten.


    Quelle


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  10. #40
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    Ohne Worte....

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