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Thema: Natur & Umwelt

  1. #41
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    AW: Natur & Umwelt

    Zum Nachtisch Feinstaub
    Von Peter Grohmann
    Datum: 25.11.2015

    Stuttgart, die grüne Großstadt zwischen Hängen und Würgen, ist Europameister beim Feinstaub: 80 Prozent aller Betroffenen haben Keuchhusten. Da beißt auch die Maus im Amtszimmer von Fritz Kuhn keinen Faden ab. Fadenscheinig allerdings und hilflos scheint nahezu alles Bemühen, den Titel an Hamburg oder Köln abzugeben! Von den selbst gesetzten und fremden Zielen, also vom weißen, unschuldigen Papier zur schmutzigen Realität bis zur Schleimlösung für die Lungen, ist es ein weiter Weg, gepflastert gewissermaßen mit Leichen. Etwa 3,3 Millionen Menschen sterben jährlich weltweit an Luftverschmutzung. Zu den weltweit größten Ursachen der Todesfälle durch miese Luft gehören Schlaganfälle, wie etwa bei Omi Glimbzsch in Zittau das Schlägle, und der hundsgewöhnliche Infarkt. Knapp 73 Prozent der Toten könnten ein Lied davon singen. 27 Prozent der Todesfälle gehen freilich auf Atemwegserkrankungen oder Lungenkrebs zurück – vom Rauchen wollen wir jetzt mal nicht reden. Die mikroskopisch kleinen, ja fast niedlichen Feinstaubpartikel (ich sag das, weil die nicht ernst genommen werden!) dringen über die Atemluft über die Lunge auch in die Blutgefäße ein. So manches schlägt sich dann auch im Hirn nieder, führt aber denkwürdigerweise zu keiner Verbesserung, sondern erhöht nur noch das Risiko. Und ganz nebenbei: In Deutschland sterben doppelt so viele Menschen an diesen schöngeredeten "Verkehrsemissionen" wie an Verkehrsunfällen. Aber wir geben weiter Gas. Nahverkehr ist fast so poplig wie echte, alte Bäume, die in der europäischen Feinstaub-Hauptstadt zu Hunderten umgenietet wurden.

    So wie sich der TÜV und andere wichtige Behörden von VW & Co. KG verarschen lassen, so verarschen die dann ihrerseits die Anwohner der Feinstaubstraßen: Dort lebt das wehrlose Volk, die unteren Schichten, die Ärmsten der Armen, Leut ohne Lobby. Die oben in ihren PS-starken Karossen mit und ohne Manipulation vorbeidonnern, scheren sich einen Dieseldreck darum. Sie diskutieren allenfalls im Feuilleton, was die Reduzierung auf 30, 40 oder 60 km/h innerstädtisch bringt. Treffender, klarer kann sich lokale, Landes- und Bundespolitik nicht vorführen. Jetzt fehlt nur noch der Antrag auf Strafvereitelung im Amt. Mit Todesfolge.

    Peter Grohmann ist Kabarettist und Initiator des Bürgerprojekts Die Anstifter.

    http://www.kontextwochenzeitung.de/k...taub-3281.html


    24.11.2015
    Umweltschützer klagen Renault an"Abgaswerte wie aus den 80er-Jahren"
    Die Deutsche Umwelthilfe hat nach dem Opel Zafira das Fahrzeug eines weiteren Herstellers auf Stickoxid-Emissionen hin überprüft. Das Ergebnis: Der Renault Espace soll bis zu 25-fach erhöhte Abgaswerte haben. Jetzt hat Renault reagiert.

    ..."Dabei wiesen insbesondere die im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) gefahrenen Tests mit warmem Motor sehr hohe NOx-Emissionen auf", so die DUH. Die Werte überschreiten demnach den geltenden Grenzwert für Euro 6 Fahrzeuge um das 13- bis 25-fache.

    ...Abgaswerte wie aus den 80er-Jahren...

    Das sagt Renault zu den Vorwürfen
    Mittlerweile hat der Autohersteller reagiert und teilt mit: "Renault betont, dass alle im Verkauf erhältlichen Modelle den vorgeschriebenen Werten entsprechen...
    http://www.focus.de/auto/news/abgas-...d_5107526.html

    _______________________________

    Egal. Hauptsache der Sprit ist billig.

    Ich lebe im Zentrum einer Großstadt und bin Berufskraftfahrer.
    Es kommt noch die zunehmende Belastung mit Staub und auch Feinstaub von hunderten Baustellen hinzu.
    Wie ich das überlebe und dazu sogar noch weiter Zigarretten rauchen kann, dazu habe ich vor zwei Jahren einmal einen Beitrag geschrieben. (Klickst du hier).

    Und wegen dem Apfelessig bekomme ich gelegentlich ganz andere Rückmeldungen.
    Etwa ein Kollege: Ja, das hat mir jemand vor Jahren schon erzählt. Mir schmeckt das.
    Oder eine ältere Frau: Schon als Kinder haben wir immer Apfelessig getrunken.
    Nun werde ich bald 60 und ich beabsichtige auch weiterhin an der Seite der unterdrückten Raucher zu stehen.

    freundliche Grüße

  2. #42
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    AW: Natur & Umwelt

    Da war noch ein erwähnenswerter Artikel:

    19.11.2015
    Wundermittel Natron – das Hausmittel unserer Großmütter
    http://horizont-13.blogspot.de/2015/...ausmittel.html

    In Tansania gibt es übrigens einen Natron-See.
    Bilder vom Lake Natron gibt es z.B. hier:
    http://www.ourbreathingplanet.com/lake-natron/

    freundliche Grüße

  3. #43
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Natur & Umwelt

    Kalifornien- Seit Oktober massives Gasleck
    – Jetzt Notstand ausgerufen und Evakuierung


    Einwohner von Porter Ranch forderten schon lange, eine Speicher zu schließen, wo seit Ende Oktober ein Gasleck auftrat.
    Das Gas-Leck in Kalifornien ist die größte Umweltkatastrophe seit der BP-Ölpest 2010.

    Aus einem unterirdischen Gasspeicher der Firma Southern California Gas Company im Aliso Canyon bei Los Angeles strömt bereits seit Ende Oktober Methan aus – nach offiziellen Angaben zwischen 30’000 und 58’000 Kilogramm pro Stunde. Nun rief Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown den Notstand aus. Einwohner des Vororts Porter Ranch hatten über Kopfschmerzen, Übelkeit und Nasenbluten geklagt und wurden von dem Gasversorger vorübergehend in Notunterkünften untergebracht.

    Bereits im April 2015 berichteten wir von einem Gas-Pipeline von Pacific Gas and Electric in Kalifornien der explodierte.
    Massives Gasleck im Raum Los Angeles

    Wenn irgendwo ein Gasleck festgestellt wird, geht man davon aus, dass dieses gesichtet und der Schaden behoben wird. Nicht so in Los Angeles. Festgestellt wurde das Gasleck bereits am 23. Oktober 2015. Erst nachdem nun tausende Einwohner des Vororts Porter Ranch über Kopfschmerzen, Übelkeit und Nasenbluten klagten, wurde nun der Notstand ausgerufen. Dieser soll sogar 12 Wochen bestehen bleiben.
    Es könnte bis Ende Februar oder Ende März dauern, um festzustellen, wo sich das undichte Rohr befindet. Es soll sich in einer Länge von 8.500 Fuß (2,5908 km) befinden gab das Büro des Gouverneurs bekannt. Das Bohren müsste langsam erfolgen, damit nicht weitere neue Lecks entstehen können. Das California Air Resources Board schickte mehrfach Flugzeuge, um die Menge des austretenden Erdgases zu messen.
    Der Betreiber Southern California Gas Co. versucht, mit einer Bohrung eine defekte Pipeline in mehr als hundert Metern Tiefe zu erreichen und diese zu verschließen. Gouverneur Jerry Brown hat die Firma aufgerufen, sich schon einmal zu überlegen, was zu tun sei, falls dieser Plan scheitert – oder wenn das Leck schlimmer wird. Der Betreiber teilte mit, man kooperiere seit Beginn des Lecks mit allen Behörden.
    Nicht das es nicht bekannt war, es kam sogar in den Medien, das folgende Video ist vom November 2015
    ....Weiterlesen


    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  4. #44
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Natur & Umwelt

    Chemical container fire restricts Brazil's Santos port



    LG Angeni
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    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  5. #45
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Natur & Umwelt

    KEINE SÄRGE MEHR- DIESE BIOLOGISCHE BEERIGUNGS-METHODE
    WIRD DICH IN EINEN BAUM VERWANDELN WENN DU STIRBST


    Diese unkonventionelle Art von Begraben könnte die Zukunft sein. Dieses einzigartige Beerdigungs-Methode entstand in Italien und wird Das Capsula Mandi Projekt genannt, von den Designern Anna Citelli und Raoul Bretzel. Die Designer erstellten eine biologisch abbaubare Grab-Kapsel, die den Körper des Verstorbenen tatsächlich in einen Baum transformiert. Wenn dies geschieht, würde sich der Körper in Nährstoffe für den Baum verwandeln.

    Es funktioniert im Grunde wie folgt…zuerst wird der Körper in einer fötalen Position verkapselt und dann vergraben, und dann wird entweder ein Baumsamen oder ein tatsächlicher Baum oberhalb der Kapsel angepflanzt. Du würdest sogar die Art des Baumes wählen, die du werden möchtest, ganz wie den Sarg, den du wählen würdest.

    Die Kapsel besteht aus Stärke-Kunststoff, der zu 100% biologisch abbaubar ist.




    Die Kapsel würde dann in die Erde gepflanzt werden wie ein Samen.


    Die Beerdigungs-Töpfe bestehen aus Stärke-Plastik, der die natürliche Zersetzung der Kapsel nicht verhindert und der organischen Substanz erlaubt, in Mineralstoffe umzuwandeln, der der Erde Nährstoffe für den vegetativen Organismus bietet. Im Wesentlichen werden diese Töpfe den Friedhof in Wälder verwandeln…

    Hier ist der Prozess



    Sobald die Töpfe und die Bäume gepflanzt sind, kreieren sie einen ”Erinnerungs-Wald”.


    Es ist eigentlich immer noch ein Konzept, obwohl das italienische Gesetz diese Art von Bestattung verbietet- aber wenn es vorangeht, gäbe es einen ganzen Gedenkpark von Bäumen anstatt Grabsteinen. Du würdest dann in der Lage sein, den Baum von deinen Lieben zu besuchen und zu pflegen. Es gibt tatsächlich Orte in den USA und in England, in denen diese Art von Beerdigungen legal sind…wir werden einfach abwarten und sehen, ob es das noch an anderen Orten auf der Welt gibt.
    Deine Geliebten könnten deinen Baum pflegen.

    Stelle dir nur einmal vor, wie anders Begräbnisse sein würden.

    Ausgestellt in Jaffa, Israel.

    Du kannst mehr über dieses Projekt erfahren auf ihrer Facebook-Seite. Via (boredpanda) (Fotos: capsulamundi.it)
    Quelle:
    canyouactually.com

    LG Angeni

    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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  6. #46
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Natur & Umwelt

    Riesenozean unter der Erde entdeckt - Größer als alle Weltmeere zusammen

    Geochemiker aus Russland, Frankreich und der Bundesrepublik haben in einer Tiefe von 410 bis 660 Kilometern unter der Erdoberfläche einen Ozean aus dem Archaikum entdeckt. Das 2,7 Milliarden Jahre alte Gewässer übertrifft in der Ausdehnung die Größe der Weltmeere, wie die Fachzeitschrift „Nature“ berichtet.


    © Flickr/ KLMNT!
    Der Ozean befinde sich unter der Erdkruste und sei unter hohem Druck und bei Temperaturen von bis zu 1.530 Grad Celsius entstanden. Das Wasser sei in die kristalline Struktur von Mineralien eingeschlossen. Zu diesem Schluss seien die Wissenschaftler nach Probenuntersuchungen erstarrter Lavaströme gekommen, schreibt das Fachblatt.

    Die Mineralien seien auf dem Gebiet Kanadas entdeckt worden und enthielten geschmolzene Komatiite, von Olivinen ummantelt. Nach Analysen der Proben auf den Wasser- und Cerium-Gehalt hin, die seit dem Archaikum nahezu unverändert geblieben seien, hätten die Forscher den Umfang der Wasservorkommen unter der Erdoberfläche einschätzen können, so Nature.

    Die Wissenschaftler hätten früher bereits einen unterirdischen Ozean vermutet. Die durchgeführten Untersuchungen hätten ihnen ermöglicht, seine Ausmaße einzuschätzen und seine Existenz zu erklären. Aller Wahrscheinlichkeit nach sei das Gewässer im Anfangsstadium der Herausbildung unseres Planeten entstanden.

    An dem Artikel hätten die russischen Wissenschaftler Alexander Sobolew (Leiter des Autorenteams), Jewgenij Assafow, Walentina Batanowa, Maxim Portnjagin und Stepan Kraschenninikow vom Wladimir-Wernadskij-Institut für Geochemie und analytische Chemie der Russischen Akademie der Wissenschaften mitgearbeitet.

    Gemeinsam mit Nikolas Arndt wirkten Alexander Sobolew und Walentina Batanowa an der Universität Grenoble mit. Maxim Portnjagin forsche zudem am Kieler GEOMAR. An den Untersuchungen sei zudem der Geowissenschaftler Dr. Dieter Garbe-Schöneberg von der Universität Kiel beteiligt gewesen.
    Quelle


    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  7. #47
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    Bravo

    Bolivien verabschiedet „Gesetz von Mutter Erde“,
    das unserem Planeten als lebendes System Rechte...
    Weiterlesen


    Dann wünsche ich gutes Durchsetzten







    Sonnige Grüsse
    Angeni



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    - Angeni

  8. #48
    Erfahrener Benutzer Avatar von Ruthle
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    AW: Natur & Umwelt

    Zitat Zitat von Angeni Beitrag anzeigen
    Quelle:
    canyouactually.com

    LG Angeni

    Das ist eine tolle Idee!
    "wo ein Wille ist, ist ein Weg, der Weg ist das Ziel"

  9. #49
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Natur & Umwelt

    Tonnen von ersticktem Lachs und verendeten Walen

    Es stinkt zum Himmel: 40.000 Tonnen erstickte Lachse und 8000 Tonnen Sardinen sowie Hunderte verendete Wale liegen an chilenischen Stränden. Ein Massensterben findet statt. Ist "El Niño" schuld

    Erstickte Lachse und Sardinen, Hunderte verendete Wale: Viele chilenische Strände waren in den vergangenen Monaten Schauplatz eines Massensterbens, für das Wissenschaftler vor allem die Erwärmung des Meeres durch "El Niño"verantwortlich machen.
    Quelle

    Es ist schon unglaublich - vor bald 40 Jahren schrieb ich den ersten Brief an Politiker,
    damit das Tiersterben und Quälen endlich aufhört. Das der Natur Sorge getragen wird. Wir
    haben doch einen so wunderschönen Planeten und nur diesen einen.

    Nichts, aber auch gar nicht hat der Mensch dazu gelernt.
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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    - Angeni

  10. #50
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    AW: Natur & Umwelt

    Steigender Kohlendioxidgehalt
    Die Erde ergrünt

    Trotz Rodungen und Verstädterung nimmt die von Blattgrün bedeckte Fläche seit Jahrzehnten zu. Forscher glauben,
    dass es neben dem steigenden CO2-Gehalt in der Luft noch andere Ursachen für den Pflanzen-Boom gibt.


    Die von Blättern bedeckte Fläche hat in vielen Erdteilen stark zugenommen
    in den vergangenen Jahrzehnten, wie Forscher anhand von Satellitendaten
    rekonstruieren konnten. (Bild: Boston University/R. Myneni)


    Die Erde ist in den letzten Jahrzehnten deutlich grüner geworden. Zwischen 1982 und 2009 habe die Blattfläche auf 25 bis 50 Prozent der bewachsenen Gebiete weltweit zugenommen, berichten Wissenschafter der Boston University. Am stärksten legten Pflanzen demnach im Südosten Nordamerikas sowie im Norden des Amazonasgebiets, in Europa, Zentralafrika und Südostasien zu. Das Ausmass des Ergrünens ist beträchtlich: Rechne man die übers Jahr gemittelten Blattoberflächen, die hinzugekommen seien, alle zusammen, dann ergebe das eine doppelt so grosse Fläche wie die der USA, schreiben die Autoren.

    17 Prozent mehr CO2

    Das Ergrünen des Planeten hält bis heute an. Die Hauptursache sieht das Team um Ranga Myneni darin, dass der Kohlendioxidgehalt der Luft zugenommen hat, wie die Forscher im Fachjournal «Nature Climate Change» berichten. Seit 1982 ist der CO2-Gehalt um mehr als 17 Prozent angestiegen – das Gas hat das Wachstum der Blätter angekurbelt. Generell nehmen Klimaforscher an, dass die Vegetation einen kleinen Teil des seit der industriellen Revolution emittierten CO2aufnimmt.
    Dass der Flora weltweit die Blätter spriessen, deutet sich in Studien schon länger an. Die nun publizierte Arbeit ist aber mit ungewöhnlich hohem Aufwand betrieben worden. Forscher von 24 Institutionen werteten drei Datensätze von Satelliten aus, die das Grün des Planeten erfasst haben. Anschliessend untersuchten die Wissenschafter mit zehn Computermodellen, was den Blätter-Boom hervorgerufen haben könnte. Laut der Studie erklärt der CO2-Anstieg 70 Prozent der Zunahme. Als weitere mögliche Ursachen nennen die Autoren aber auch Klimaveränderungen, den Stickstoffeintrag und die Veränderung der Landschaft durch Menschen.

    Alle Vegetationstypen profitieren

    Generell sei das Ergrünen auf allen Kontinenten und in allen Klimazonen zu beobachten, sagt Myneni. Alle Vegetationstypen seien beteiligt, ob Gräser, Büsche, Laub- und Nadelbäume. Berichte über Abholzung von Wäldern stehen nur scheinbar im Widerspruch dazu. Vorwiegend würden Wälder in den Tropen gerodet, sagt Myneni. Verglichen mit der gesamten Grünfläche, fielen die Rodungen aber nicht stark ins Gewicht, zumal oft Pflanzen nachwüchsen.
    Dass die Erde grüner geworden ist, dürften nun kaum mehr viele Wissenschafter bestreiten. Über die Ursachen wird aber vermutlich noch lange debattiert werden. Computermodelle für Ökosysteme geben die Wechselwirkungen zwischen Luft, Wasser, Erde und Biosphäre bis jetzt nur rudimentär wieder. Das räumen die Autoren auch ein. Das Wachstum etlicher Pflanzen wird dadurch bestimmt, wie viele Nährstoffe ihnen zur Verfügung stehen – dazu zählen auch Stickstoff, Phosphor und Kalium. Doch deren Angebot ändert sich, etwa im Zuge der Landwirtschaft.
    In vielen Regionen der Erde werden zum Beispiel Unmengen an Stickstoff freigesetzt, doch in nur fünf der zehn Ökosystem-Modelle werden seine Auswirkungen auf die Pflanzenwelt simuliert. Diese Modelle zeigen einen um 9 Prozent geringeren Einfluss des CO2. Bisher nicht berücksichtigte Prozesse in Stoffkreisläufen könnten also mehr zu dem Grüntrend beigetragen haben, als der aktuellen Studie zu entnehmen ist. In Zukunft sollen bessere Modelle diese und andere Faktoren stärker berücksichtigen.
    Quelle

    Hmmmmm...

    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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