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Thema: aktuelle Beobachtungsstationen

  1. #11
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    Europas neues Himmelsauge

    Auf einem Berg in der Atacamawüste in Chile wollen europäische Forscher das größte Teleskop der Welt errichten. Es soll erkunden, was im Universum geschah, bevor sich Sterne und Galaxien bildeten...

    ...
    Sind die Naturgesetze, so wie wir sie kennen, räumlich und zeitlich konstant?

    Veränderungen von Naturkonstanten zeigen sich als winzige Verschiebungen der Wellenlängen des Lichts, das ferne Objekte aussenden. Mit seiner gewaltigen lichtsammelnden Kraft könnte das neue europäische Himmelsauge erstmals solche Variationen nachweisen – und damit die Tür aufstoßen zu einer neuen Physik jenseits von Relativitätstheorie und Quantenmechanik.



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    LG
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  2. #12
    Susi
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    Gasscheibe um Stern ist größer als das Sonnensystem

    Das Observatorium "Alma" in Chile hat bei einem jungen Stern beobachtet, wie sich Gasriesen formen. Bislang gab es nur rein mathematische Indizien, nun sind beobachtbare, astronomische Beweise da.


    Den jungen Stern HD 142527, der rund 450 Lichtjahre von der Erde entfernt ist, umgibt eine gigantische Gas- und Staubscheibe, die größer ist als unser Sonnensystem.

    Astronomen aus mehreren Ländern haben erstmals eine Schlüsselphase bei der Entstehung großer Gasplaneten wie dem Jupiter beobachtet. Mit dem Observatorium "Alma" in Chile spürten sie gigantische Gasströme bei einem jungen Stern auf, aus denen sich die Gasriesen formen. Die Wissenschaftler um Simon Casassus von der Universidad de Chile präsentieren ihre Entdeckung im britischen Fachblatt "Nature".

    "Astronomen hatten berechnet, dass es solche Gasströme geben müsste, aber wir waren die ersten, die sie auch wirklich direkt beobachten konnten", erläutert Casassus in einer Mitteilung der Europäischen Südsternwarte ESO, die den europäischen Beitrag zum "Atacama Large Millimetre/submillimetre Array" (Alma) koordiniert. "Mit Hilfe von ,Alma' sind wir in der Lage, Licht in das Dunkel der Planetenentstehung zu bringen und die Theorien durch Beobachtungen zu überprüfen."
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    LG

  3. #13
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    NASA-Weltraumteleskop Kepler entdeckt weitere 461 mögliche Exoplaneten


    Infografik zu den Neuentdeckungen mit Kepler im Vergleich zum Stand der letzten Veröffentlichung im Februar 2012.
    | Copyright: NASA/Ames/JPL-Caltech


    Pasadena (USA) - Der bislang erfolgreichste Planetensucher, das NASA-Weltraumteleskop "Kepler" hat weitere 461 Planetenkandidaten entdeckt. Bei vieren der möglichen Planeten handelt es sich Welten, die - so sie bestätigt werden - kaum doppelt so groß sind wie die Erde und ihre Sterne innerhalb der sogenannten habitablen Zone umkreisen. Damit wäre es auf der Oberfläche dieser Planeten warm genug, damit Wasser in flüssiger Form und damit die Grundlage zumindest für irdisches Leben, existieren könnte.

    weiter hier: http://grenzwissenschaft-aktuell.blo...-entdeckt.html
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  4. #14
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    15 Planetenkandidaten in habitabler Zone

    Im Rahmen des Projekts Planet Hunters suchen Internetnutzer auf der ganzen Welt in öffentlichen Daten der NASA-Mission Kepler nach extrasolaren Planeten. Gestern hat das Projekt nun seinen zweiten bestätigten Planeten vorgestellt. Er gehört zu insgesamt 15 neuen Planetenkandidaten des Projekts, die alle in der habitablen Zone um ihren Stern kreisen.



    So könnte ein Blick von einem potentiellen Mond um den Planeten PH2 b aussehen. Bild: Haven Giguere Das Weltraumteleskop Kepler der NASA sucht mithilfe der Transitmethode nach Planeten um andere Sonnen. Dazu visiert das Teleskop ständig über 150.000 Sterne an und überwacht ihre Helligkeit. Wandert - aus Keplers Perspektive - ein Planet direkt vor seiner Sonne vorüber, verdunkelt er seinen Zentralstern ein wenig. Dies führt zu einem Helligkeitsabfall, der sich - entsprechend der Orbitperiode des Planeten - regelmäßig wiederholt.
    Das Kepler-Team wertet diese zahlreichen von Kepler aufgezeichneten Lichtkurven mit einem Computerprogramm automatisch aus, um sich so auf die Ereignisse konzentrieren zu können, bei denen es sich sehr wahrscheinlich tatsächlich um einen Transitplaneten handelt. Die Rohdaten werden allerdings nach einiger Zeit öffentlich zur Verfügung gestellt und können dann von jedermann ausgewertet werden. Genau dies tut das Projekt Planet Hunters. Auf einer speziellen Webseite können Internetnutzer am Webbrowser selbst einen Blick auf die Lichtkurven werfen und nach Planeten fahnden, die bei der automatischen Suche des Kepler-Teams unter den Tisch gefallen sind.

    weiter hier: http://www.astronews.com/news/artike...1301-010.shtml
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  5. #15
    Susi
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    Exomonde: Studie erkundet Lebensfreundlichkeit ferner Monde

    Auf der Suche nach einer zweiten Erde im Universum haben Astronomen zusehends auch Monde um Planeten außerhalb des Sonnensystems ins Visier genommen. Welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um Leben auf diesen sogenannten Exomonden zu ermöglichen, zeigt eine aktuelle Studie deutscher und US-amerikanischer Wissenschaftler auf.


    Künstlerische Darstellung zweier Exomonde - einer davon erdähnlich - auf ihrer Umlaufbahn um den Mutterplaneten.
    | Copyright: R. Heller, AIP



    Wie René Heller vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam und Rory Barnes von der Universität Washington und dem NASA Astrobiology Institute aktuell im Fachjournal "Astrobiology" berichten, gibt es die größte Wahrscheinlichkeit für Leben nach auf erdgroßen Monden um jupiterähnliche Gasriesen.

    Bislang sind rund 850 extrasolare Planeten - also Planeten außerhalb des Sonnensystems - bekannt, jedoch handelt es nur bei einem Bruchteil dieser "Exoplaneten" um Himmelskörper mit einer festen Oberfläche und noch weniger davon sind zumindest nach irdischer Vorgabe möglicherweise lebensfreundlich. Um derart lebensfreundliche Bedingungen nach irdischem Vorbild aufweisen zu können, müssen Planeten ihren Stern innerhalb der sogenannten "habitablen Zone" umkreisen, denn nur in diesem Abstandsbereich ist eine moderate Aufheizung des Planeten, damit lebensfreundliche Temperaturen und vor allem Wasser in flüssiger Form möglich. Bei dem Großteil der bislang entdeckten Exoplaneten handelt es sich jedoch um Gasriesen.

    Etwa 100 dieser Gasplaneten umkreisen ihren Stern jedoch ebenfalls innerhalb der habitablen Zone. Vor diesem Hintergrund haben sich Heller und Barnes mit der Frage beschäftigt, ob erdgroße Monde dieser Gasriesen bewohnbar sein könnten.

    "In vielerlei Hinsicht", so die Forscher, "werden sich die klimatischen Voraussetzungen auf Exomonden fundamental von denen auf Exoplaneten unterscheiden, da Exomonde, analog zum Erdmond, ihrem Planeten stets dieselbe Seite zuwenden". Auch dass Monde anders als Planeten zwei Lichtquellen am Himmel haben, habe Einfluss auf das Klima und damit die Lebensfreundlichkeit der Trabanten.

    So könnte die Einstrahlung eines jupitergroßen Planeten Nächte auf seinen Monden taghell machen, solange man sich auf der dem Planeten zugewandten - der sogenannten "proplanetaren" - Seite des Mondes befindet. In der Mittagszeit würde es zudem zur "täglichen Sonnenfinsternis" kommen, wenn sich der Planet vor den Stern schiebt und seinen Mond in Finsternis taucht. Auf der Rückseite solcher Monde - der "antiplanetaren" Hemisphäre - gäbe es hingegen während des Umlaufs des Trabanten um den Planeten zeitweise überhaupt keine Einstrahlung.


    Ein weiteres Kriterium für die Habitabilität von Monden ist zudem das Phänomen der Gezeitenheizung. Exomonde sind durch Gezeiten an ihre Planeten gekoppelt und werden dadurch einen sehr viel kürzeren Tag-Nacht-Rhythmus als die Planeten selbst haben. "Die Gezeitenheizung wird durch die Nähe des Mondes zu seinem Planeten bestimmt. Monde, die ihren Planeten sehr nahe sind, werden durch Gezeiten extrem aufgeheizt und somit unbewohnbar." Für erdgroße, lebensfreundliche Monde haben die Wissenschaftler daher einen Mindestabstand vom Mutterplaneten hergeleitet, den sie - in Analogie zum Konzept der habitablen Zone - als "habitable Kante" bezeichnen. Damit kann zukünftig nun auch die Bewohnbarkeit von Exomonden bewertet werden.

    Die erste Entdeckung eines Exomondes könnte in nicht allzu ferner Zukunft gelingen. Mit seiner extrem hohen Empfindlichkeit kann das 2009 gestartete NASA-Weltraumteleskop Kepler prinzipiell auch erdgroße Monde um Gasriesen aufspüren. Seit 2012 läuft die erste exklusive Kampagne zur Suche nach Exomonden mit Kepler.

    Mit ihrer Einschätzung stützen die beiden Wissenschaftler zudem auch frühere Überlegungen und Studien über die Bewohnbarkeit von Exomonden und auch die erst kürzlich geäußerte Vermutung von Astro- bzw. Exobiologen, nach der die Trabanten anderer Planeten als die wohlmöglich wahrscheinlichsten potentiellen Heimatwelten außerirdischen Lebens einstufen (...wir berichteten, s. Links).



    Quelle

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  6. #16
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    aktuelles zu schwarze Löcher

    Schwarze Löcher: Neue Enthüllungen zu den Energiemonstern


    Sie sind unheimlich, fantastisch und rätselhaft – Kollapsare, besser bekannt als »Schwarze Löcher«. Auch heute bleiben viele Geheimnisse um sie ungeklärt, doch dieser Monat brachte unerwartete Neuigkeiten zu diesen kosmischen Materiefallen.


    Schwarze Löcher beflügeln die Fantasie von Wissenschaftlern und Romanautoren, scheinen doch kaum faszinierendere Objekte in den Tiefen des Alls zu existieren. Im Dunkel des Raumes lauern finstere Materiefallen, um in unstillbarer Gier jedes interstellare Opfer in sich hineinzusaugen, sofern es ihnen nur etwas zu nahe kommt.

    Nichts kann diesem apokalyptischen Strudel entgehen. Was in seinen Bann gerät, verschwindet nach aller Regel auf Nimmerwiedersehen. Außerdem ist es bei stellaren Schwarzen Löchern völlig egal, womit sie »gefüttert« werden. Alles würde in einen ultradichten Materiebrei verwandelt werden. Da würden gegebenenfalls auch Hochhäuser, Autobusse, Bäume, Katzen, Hunde oder Menschen keinen Unterschied mehr machen.

    Schwarze Löcher sind auch in der Realität nicht wählerisch, sie zählen zu den Allesfressern des Universums und wachsen, was das Zeug hält. Das konnten jetzt auch australische Astrophysiker bei galaktischen Schwarzen Löchern bestätigen, wobei die Forscher vor allem feststellen mussten: Diese Fässer ohne Boden wachsen sogar viel schneller als bisher erwartet. Professor Alister Graham und seine Kollegen von der Swinburne-Universität haben insgesamt 72 Galaxien genau untersucht, um dem Fressverhalten der größten Exemplare jener unheimlichen kosmischen Staubsauger auf die Spur zu kommen. Die bemerkenswerten Ergebnisse sind bereits zum Abdruck im renommierten Fachblatt Astrophysical Journal genehmigt.


    Wie die Astrophysiker fanden, wachsen zentrale Schwarze Löcher in Galaxien rund zehnmal so schnell wie die Sternsysteme selbst. In unserer und anderen Milchstraßen steht das Gas entweder zur Bildung neuer Sterne zur Verfügung oder dient dazu, das zentrale Schwarze Loch zu füttern. Bisher gingen Fachleute davon aus, dass für jeden Prozess ein fester Anteil an Gas zur Verfügung steht, wobei das Verhältnis zwischen dem stellaren Massenanteil einer Galaxie und der Masse ihres zentralen Kollapsars gleich bleibt.

    Diese Vorstellung muss nun über den Haufen geworfen werden. Wächst die in Sternen gebundene Masse innerhalb einer bestimmten Zeitspanne um das Zehnfache, dann nimmt die Masse des zentralen Schwarzen Lochs im gleichen Abschnitt um das Hundertfache zu. Außerdem stellten Graham und seine Arbeitsgruppe fest, dass die dicht gepackten Sternhaufen in den Zentralregionen kleinerer Galaxien sowie auch bei Scheibengalaxien ähnlich unserer Galaxis langsamer wachsen. Auch hier bestand die nunmehr wohl überholte Ansicht, diese Sternhaufen stellten einen konstanten Anteil von 0,2 Prozent der Galaxienmasse. Die australischen Forscher konnten hingegen zeigen: »Je kleiner die Galaxie, desto größer ist der Anteil an Sternen in diesen dichten, kompakten Sternhaufen«, so erläutert Nicholas Scott, Koautor der neuen Studie. Er ergänzt: »In den Galaxien niedrigerer Masse dominieren die Sternhaufen tatsächlich über die Schwarzen Löcher und können bis zu einer Million Sterne enthalten.« Die dichten Sternhaufen könnten allerdings das rasante Wachstum der galaktischen Schwarzen Löcher erklären, die umliegende Sonnen offenbar in großer Zahl verschlingen. Schließlich sind Sterne in diesen Regionen dicht gesät.

    Solche Zusammenhänge bringen vielleicht auch Licht ins allgemeine Dunkel eines anderen Rätsels zu den Kollapsaren. In etlichen kleineren Galaxien werden nämlich Strahlungsverhältnisse gefunden, die auf ein zentrales Schwarzes Loch hindeuten, ohne dass ein solches nachgewiesen werden konnte. Bisher sind neben den viel kleineren stellaren Schwarzen Löchern nur Exemplare mit Massen im Bereich zwischen einigen Millionen und einigen Milliarden Sonnenmassen bekannt. Dazwischen liegt das unbekannte Reich der intermediären Schwarzen Löcher – eben solcher ultrakompakter Objekte, die mittlere Massen besitzen. In Zukunft dürften noch größere optische Systeme in der Lage sein, diese fehlenden Bindeglieder im Zoo der Fressfallen nachzuweisen. Schwarze Löcher sind echte Extremobjekte und bleiben vielfach obskur. Sie lassen sich nur indirekt nachweisen, beispielsweise durch intensive Röntgenstrahlung, wie sie direkt oberhalb der düsteren Sphären entsteht, während relativistisch beschleunigtes Gas auf sie zu wirbelt. Dort kommt es auch zu riesigen Jetströmen, die in entgegengesetzte Richtungen ins All hinaus schießen und die aktive Phase des Kollapsars begleiten. Offenbar drängen sie umliegende Materie schließlich nach außen weg, so dass dem Schwerkraftmonster die Nahrung ausgeht. Daraufhin verfällt es in eine inaktive Phase; die Jets brechen zusammen, neue Materie beginnt einzufallen und der Zyklus startet aufs Neue.


    Doch zu keinem Zeitpunkt kann dem Schwarzen Loch selbst elektromagnetische Strahlung entweichen, zumindest nicht ab dem Ereignishorizont, einer durch den berühmten Schwarzschildradius bestimmten Sphäre um das Zentrum des Objekts. Wenn auch etwas unkorrekt, aber zumindest einigermaßen anschaulich gesagt, erreicht die nötige Entweichgeschwindigkeit genau an dieser Grenzfläche die Lichtgeschwindigkeit. Deshalb kann nichts, nicht einmal mehr Licht, von einem weiter innen liegenden Punkt entkommen. Die Gravitation überwiegt hier alle anderen Kräfte.

    Übrigens müssen Schwarze Löcher keineswegs immer eine extrem hohe Dichte aufweisen. Je massereicher sie sind, desto geringer darf sie ausfallen, um immer noch zum gleichen unglaublichen Ergebnis zu führen. Der Schwarzschildradius ist proportional zur Masse eines Kollapsars. Außerdem ist die Dichte logischerweise proportional zur Masse geteilt durch die dritte Potenz des Radius. Aus beidem folgt unmittelbar: Die Dichte, die zur Bildung eines Schwarzen Lochs erforderlich wird, ist ihrerseits umgekehrt proportional zum Massenquadrat. Genau wie bei der Bestimmung des Schwarzschildradius wird der Proportionalitätsfaktor durch die Gravitationskonstante und die Lichtgeschwindigkeit bestimmt, nur in einem deutlich veränderten Term. Wer ein wenig herumrechnet, findet schnell, dass die riesigen Schwarzen Löcher in Zentren von Galaxien eine mittlere Dichte aufweisen, die lediglich derjenigen von Wasser oder sogar noch weit weniger entspricht! Bei stellaren Schwarzen Löchern ist das anders.

    Sie zeichnen sich tatsächlich durch eine enorm hohe Dichte aus. Sofern sie rotieren, elektrisch aber neutral sind und damit der Kerr-Metrik als wohl realistischster von vier theoretisch möglichen Grundtypen von Schwarzen Löchern gehorchen, fällt auch die sonst notwendige Verdichtung auf eine lediglich mathematisch beschreibbare Singularität als geometrischem Punkt weg. Diese Singularität kann man sich nicht mehr annähernd vorstellen, spätestens hier würde auch jede physikalische Theorie enden. Kerr-Löcher besitzen jedoch keine Singularität, sie bieten zudem rein theoretisch sogar die Möglichkeit für Zeitreise-Phänomene.

    Eine ganz andere Zeitreise führt ins 8. Jahrhundert nach Christus und möglicherweise ebenfalls zu Schwarzen Löchern. Wie der japanische Physiker Fusa Miyake von der Universität Nagoya im vergangenen Jahr nachwies, finden sich in Baumringen hohe Werte der Isotope Kohlenstoff 14 und Beryllium 10. Etwa gegen 774 oder 775 nach Christus muss es demnach einen ungewöhnlichen Strahlungsausbruch gegeben haben. Denn die gefundenen Isotope entstehen beim Aufprall kosmischer Strahlung auf den Luftstickstoff. Nahe Supernova-Sternexplosionen senden einen Schwall energiereicher Strahlung ins All hinaus und machen sich auch auf der Erde bemerkbar. Allerdings gibt es keinerlei alte Aufzeichnungen aus jener Zeit. Ein solches Ereignis wäre jedoch sicherlich bemerkt worden, als extrem heller »neuer« Stern am Himmel. Was könnte es sonst gewesen sein? Professor Miyake dachte über einen intensiven Flare-Ausbruch auf der Sonne nach, doch nach landläufiger Ansicht dürfte selbst der mächtigste Ausbruch dieser Art bei weitem nicht ausgereicht haben, um solche Spuren zu hinterlassen. Außerdem wären wohl helle Polarlichter beobachtet worden.


    Nur gibt es auch hierzu keinerlei Überlieferungen – bis auf eine Ausnahme. Sie verfehlt allerdings das Zeitfenster um ein Haar. Oder besser gesagt um ein Jahr: Für 776 n. Chr. verzeichnet eine angelsächsische Chronik das Erscheinen eines »Roten Kruzifixes« am Himmel. Wohl ein atmosphärisches Phänomen, vielleicht ein ungewöhnliches Polarlicht. Einige Forscher vermuteten sogar eine Supernova. Doch passt das Datum eben nicht. Und knapp verfehlt ist bekanntlich auch daneben. Die deutschen Astronomen Valeri Hambaryan und Ralph Neuhauser haben diesen Monat eine neue Studie vorgelegt, die das Geheimnis jenes mittelalterlichen Ereignisses lüften könnte. Sie gehen von einem Gamma Ray Burst (GRB) aus, einem kurzen, besonders intensiven Strahlungsausbruch im energiereichsten Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Wenn zwei kompakte Sternüberreste, wie weiße Zwergsterne, Neutronensterne oder eben stellare Schwarze Löcher, kollidieren und verschmelzen, wird dabei ein Teil der Energie in Form von Gammastrahlung ausgesendet.


    Solche Ereignisse werden häufig beobachtet, wenn auch in fremden Galaxien, und dauern in der Regel nur zwei Sekunden lang an. Während der Gammablitz äußerst heftig ausfällt, bleibt ein analoges visuelles Aufleuchten großteils aus. Das Szenario würde auch erklären, warum keine alten Aufzeichnungen gefunden werden konnten. Nur bei einem sehr nahen Gammablitz hätte vielleicht ein auffallendes Leuchten im sichtbaren Bereich auftreten können, mit einer Dauer von wenigen Tagen. Doch allzu nah durfte der GRB nicht stattfinden, denn sonst wäre es um das Leben auf der Erde geschehen gewesen. Zumindest hätte es massive Auswirkungen auf die gesamte Biosphäre gegeben. Daher gehen die Astronomen davon aus, dass jenes Ereignis von 774/75 in einer Distanz zwischen etwa 3.000 und 12.000 Lichtjahren stattgefunden hat. In unseren Tagen würde selbst ein etliche Tausend Lichtjahre entfernter GRB für weitreichende Schäden an elektronischen Systemen sorgen. Astrophysiker wollen in Zukunft mehr über solche Kollisionen stellarer Extremobjekte herausfinden und vor allem auch deren Häufigkeit ermitteln. So halten uns Schwarze Löcher & Co. weiterhin in mannigfaltiger Weise auf Trab, während sie ihrer Lieblingstätigkeit nachgehen.
    Quelle

    G Angeni

  7. #17
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    Was war das denn?

    gestern abend ca.22,30 uhr,hab ich einen wahnsinns komet oder asteroid oder vielleicht auch weltraumschrott von west nach ost fliegen sehen.
    allso ich stand da mit meinen fernglas hab ein wenig am Himmel rum geschaut ,wollte mich gerade abwenden,als dieses
    mörder teil auftauchte.die flugbahn war wie gesagt von west nach ost ,parallel zur erde,leicht geneigt
    erst war dieses etwas eher rund von weiss gelben licht umgeben und bildete sehr rasch einen langen schweif aus.
    nach ca 20 sek. ist das teil auseinander geflogen,es kam mir so vor als würde es abgebremst ,kann auch sein das es von irgendwas getroffen wurde,sah merkwürdig aus. konnte sehen wie kleinere teile in form von licht punkten von diesem teil wegspritzten und rauchwolken waren zu sehen.
    danach flog es dann in veränderter form und farbe weiter richtung osten.es sah aus wie ein grosses oranges flugzeug von hinten
    ich schaute so lange hinterher bis es im dunstigen horizont nicht mehr zu sehen war.
    der ganze flug hat mehr als eine minute gedauert ca.80-90 sek.
    mein erster gedanke war das der asteroid da12 aber verdammt früh dran ist und es scheint auch so als wäre ich der einzige gewesen ,der diese beobachtung gemacht hat,konnte im netz nix finden,
    aber vielleicht kommt das ja noch.ich hab sowas bis dato noch nicht gesehen und es war sehr beeindruckend.

  8. #18
    Luzifer
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    Möglicherweise hast Du das hier gesehen.

    Den Asteroiden wirst Du "einfach mal so" nicht zu sehen bekommen. Bei der erwarteten Helligkeit von mag 7 braucht man ein Fernglas und die Koordinaten.

  9. #19
    Susi
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    Existenz von Leben im All wird immer wahrscheinlicher

    Bisher kleinster Exoplanet entdeckt...


    - Gestatten, der bisher kleinste bekannte Exoplanet -


    Auf diesen Moment haben Astronomen lange gewartet. Planeten in fernen Sternsystemen finden sie seit Jahren wie am Fließband. Doch solche, die so groß wie die Erde oder sogar kleiner sind, konnten sie bis jetzt nicht aufspüren.

    Soeben gab eine Forschergruppe um den Astrophysiker Thomas Barclay vom Ames Research Center der US-Raumfahrtbehörde Nasa im kalifornischen Moffett Field die Entdeckung eines Trabanten bekannt, der sogar kleiner ist als Merkur. Er kreist mit zwei Nachbarwelten im System des Sterns Kepler-37...


    Der Fund gelang mit Hilfe des Kepler-Weltraumteleskops der Nasa. Kepler-37 ist mit 0,8 Sonnenmassen etwas kleiner und somit auch leuchtschwächer und kühler als unser Zentralgestirn. Mit einem Alter von sechs Milliarden Jahren übertrifft er dagegen unsere Sonne, die vor 4,56 Milliarden Jahren entstand. Seine drei Trabanten – sie tragen die Katalognummern Kepler-37b, c und d – umkreisen ihn auf sehr engen Bahnen, die in unserem System noch innerhalb des Merkur-Orbits lägen. Merkur ist mit einem Durchmesser von knapp 4880 Kilometern der kleinste und mit einem mittleren Sonnenabstand von knapp 58 Millionen Kilometern der innerste Planet im Sonnensystem. Ein Umlauf dauert 88 Tage. Da er keine ausgleichende Atmosphäre besitzt, glüht die Sonnenstrahlung seine Oberfläche auf der Tagseite mit 430 Grad Celsius durch, auf der Nachtseite fallen die Temperaturen auf minus 170 Grad. Ein Merkur-Tag dauert 176 Erdentage.


    Vermutlich ein felsiger Planet ohne Wasser und Atmosphäre

    Der neu gefundene Trabant Kepler-37b gleicht dieser Höllenwelt in einigen Aspekten. Auch bei ihm dürfte es sich um einen strahlungsdurchglühten Gesteinsplaneten handeln. Alle 13 Tage vollendet er einen Umlauf um seinen Stern. Allerdings ist er mit 0,3 Erdradien kleiner als der Mond, der einen Durchmesser von 3476 Kilometer aufweist. „Aufgrund seiner geringen Größe und stark bestrahlten Oberfläche ist Kepler-37b vermutlich ein felsiger Planet ohne Wasser und Atmosphäre“, schreiben Barclay und seine Kollegen in ihrer Entdeckungsstudie, die im Wissenschaftsjournal „Nature“ veröffentlicht wird.

    Weiter außen im System kreist ein Trabant von 0,74 Erddurchmessern, der seinen Stern in jeweils 21 Tagen umläuft, gefolgt von einer so genannten Supererde von der doppelten Größe unseres Heimatplaneten. Er vollendet einen Orbit in 39 Tagen. Als Supererden bezeichnen die Astronomen Trabanten, die massereicher als die Erde, aber leichter als der Planet Uranus sind. Entsprechend müssen sie die ein- bis 14-fach Erdmasse besitzen. Insgesamt unterscheidet sich das System von Kepler-37 deutlich vom Sonnensystem. Die Existenz weiterer Trabanten lässt sich aus den bisherigen Daten nicht ableiten.





    Quelle

  10. #20
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    Haben Astronomen erstmals die Geburt eines Riesenplaneten fotografiert?

    Mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) haben Astronomen wahrscheinlich zum ersten Mal einen Planeten direkt beobachtet und fotografiert, der noch in die dicke Scheibe aus Gas und Staub eingebettet ist, aus der heraus er gerade entsteht. "Sollte sich diese Entdeckung bestätigen, wird sie unser Verständnis der Planetenentstehung deutlich vertiefen und es den Astronomen ermöglichen, momentan verfolgte theoretische Ansätze durch direkte Beobachtungen zu überprüfen", zeigen sich die Astronomen von ihrer Beobachtung fasziniert.

    Wie das internationale Team unter der Leitung von Sascha Quanz von der ETH Zürich aktuell im Fachjournal "Astrophysical Journal Letters" berichtet, umgibt die untersuchte Gas- und Staubscheibe den jungen "Stern HD 100546", der sich mit einer Entfernung von nur 335 Lichtjahren und damit in relativer Nachbarschaft zu unserem Sonnensystem befindet.

    Zu ihrer Überraschung fanden die Astronomen hier Anzeichen für einen Planeten, der sich - eingebettet in die Materiescheibe um den jungen Stern - noch im Entstehungsprozess zu befinden scheint. Sollte sich dieser Eindruck erhärten, so würde es sich um einen Gasriesen, ähnlich dem Jupiter in unserem Sonnensystem, handeln.


    "Die Planetenentstehung war bisher ein Forschungsgebiet, in dem hauptsächlich mittels Computersimulationen gearbeitet wurde”, erläutert Quanz. Wenn unsere Entdeckung wirklich ein Planet im Entstehungsstadium ist, dann versetzt das die Wissenschaft zum ersten Mal in die Lage, Entstehung und Wechselwirkung eines Planeten mit seiner Geburtsumgebung in einer sehr frühen Phase empirisch zu untersuchen."

    Das System von HD 100546 ist eigentlich schon recht gut untersucht, da man schon länger einen weiteren Riesenplaneten mit dem sechsfachen Abstand der Erde zur Sonne um den Stern vermutet. Der neu entdeckte Planet befindet sich in den äußeren Bereichen des Systems, nochmals etwa zehnmal weiter vom Zentralstern entfernt.

    Wie die Pressemitteilung der ESO erläutert, wurde der mögliche neue Planet im HD 100546-System wurde unter Anwendung neuartiger Analysemethoden als schwacher Lichtfleck entdeckt - mit der adaptiven Optik NACO am Very Large Telescope der ESO. Die Beobachtungen wurden mit dem Koronografen von NACO durchgeführt, der im nahinfraroten Spektralbereich arbeitet und das gleißend helle Licht des Sterns ausblenden kann, das ansonsten an der Position des Protoplaneten-Kandidaten noch immer alles überstrahlen würde.



    Diese Zusammenstellung zeigt Aufnahmen vom NASA/ESA Hubble Space Telescope (links) und vom NACO-System am Very Large Telescope der ESO (rechts u.. unten) des Gases und Staubes um den jungen Stern HD 100546. Die Hubble-Aufnahme im sichtbaren Licht zeigt die äußere Gas- und Staubscheibe um den Stern, während das neue VLT-Bild einen Ausschnitt der Scheibe mit einem Protoplaneten-Kandidaten zeigt. Beide Bilder wurden mit einem speziellen Koronografen aufgenommen, der das gleißend helle Licht des Sterns unterdrückt. Die Position des Sterns ist jeweils mit einem roten Kreuz markiert.
    | Copyright: ESO/NASA/ESA/Ardila et al.


    Laut bisher gängigen Modellvorstellungen wachsen Riesenplaneten, indem sie einen Teil des Gases und Staubes einfangen, das bei der Bildung des Zentralsterns übrig bleibt. In der neuen Aufnahme der Scheibe um HD 100546 haben die Astronomen Belege für diese Hypothese gefunden. Nahe am Protoplaneten hat man in der Staubscheibe Strukturen entdeckt, die auf Wechselwirkungen zwischen dem Planeten und der Scheibe zurückgehen könnten. Außerdem scheint der Protoplanet seine Umgebung durch seinen Entstehungsprozess aufzuheizen.

    Adam Amara, ein weiteres Teammitglied, ist geradezu enthusiastisch in Anbetracht der Entdeckung: "Die Erforschung von Exoplaneten ist ein extrem spannender Teilbereich der modernen Astronomie, und direkte Abbildungen von Exoplaneten sind ein völlig neues Feld, das von jüngsten Fortschritten in der Instrumentierung und Datenanalyse besonders profitiert. Für unsere Studie haben wir Analysemethoden verwendet, die eigentlich für die Kosmologie entwickelt wurden. Fruchtbarer Austausch zwischen verschiedenen astronomischen Disziplinen kann also zu außergewöhnlichen Fortschritten führen."


    Obwohl die Existenz des Protoplaneten die wahrscheinlichste Erklärung für die Daten ist, werden weitere Untersuchungen nötig sein, um die Entdeckung zweifelsfrei zu bestätigen und andere Szenarien auszuschließen. Das beobachtete Helligkeitssignal könnte anstatt von einem Planeten auch von einem Hintergrundobjekt des HD 100546-Systems stammen, auch wenn dies sehr unwahrscheinlich ist. Ebenso könnte es sich statt um einen Protoplaneten um einen bereits vollständig ausgebildeten Planeten handeln, der aus einer ursprünglichen Umlaufbahn herausgeschleudert wurde, die sich näher am Zentralstern befunden hat. Sollte sich aber bestätigen, dass es sich bei dem neu entdeckten Objekt um einen Planeten handelt der sich - eingebettet in die Materiescheibe um den jungen Stern - noch im Entstehungsprozess befindet, dann wäre damit ein einzigartiges Laboratorium für die Erforschung der Bildung eines Planetensystems gefunden.

    Quelle: http://www.grenzwissenschaft-aktuell...ie-geburt.html
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