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Thema: Raubkunst-"Geschichten"

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    Raubkunst-"Geschichten"

    Liest sich gut und passt ins Zeitbild .......

    Der dubiose „Kunstraub“-Fund und seine surreale Geschichte

    Veröffentlicht am November 8, 2013 von Björn Kügler
    Die Nachricht war ein Paukenschlag. Zollfahnder konfiszierten in einer Münchener Wohnung 1.500 Kunstwerke im Schätzwert von ca. 1 Milliarde Euro. Die Umstände dieses Fundes werfen jedoch viele Fragen auf. Zum Beispiel wie diese große Sammlung von weltbekannten Künstlern fast 70 Jahre vor allen Behörden verborgen bleiben konnte. Nach allen zugänglichen Informationen muss man davon ausgehen, dass der Verbleib dieser Schätze bekannt war. Am vergangenen Sonntag veröffentlichte Focus-Online den Artikel über die „Meisterwerke zwischen Müll – Fahnder entdecken in München Nazi-Schatz in Milliardenhöhe“, der auf eigene Informationen beruhgte. Anschließend folgten darüber Berichte in sämtlichen Medien. Die wirklich spannenden Fragen blieben jedoch selbst in der daraufhin eiligst von der Staatsanwaltschaft einberufenen Pressekonferenz unbeantwortet oder wurden erst gar nicht gestellt. Im Gegenteil: So wurde die Zurückhaltung der Bilder mit der genauen Prüfung begründet, aber gleichzeitig vermittelt, dass nur eine einzige Kunsthistorikerin die 1.500 Bilder begutachtet. Neben diesen Widerspruch ranken sich viele Merkwürdigkeiten um diese Geschichte. Hier soll versucht werden, die Lücken und die Geheimnisse offen zu legen und diese mit Fragen zu füllen. Die Beschlagnahmung der gefundenen Kunstwerke erfolgte bereits zwischen dem 28. Februar und 2. März 2011, also vor über zwei Jahren. Grund für die Hausdurchsuchung war ein Verdacht auf Steuerhinterziehung. Der Verdacht ergab sich aus einem Ereignis, das wiederum 4 Monate zurück lag. Aber gehen wir die bisher vorliegenden Informationen einmal chronologisch durch. Der Kunsthändler Hildebrand Gurlitt war einer von vier Beauftragen des Propagandaministers Goebbels, die für die Veräußerung der „entarteten Kunst“ zuständig waren, die das Naziregime beschlagnahmte. Durch seine Kontakte und Fachkenntnis gelang es ihm im Laufe der Kriegsjahre eine beachtliche Privatsammlung mit mehr als 100 Werken anzulegen. Nach Kriegsende wurden diese Bilder im Jahr 1945 von den Alliierten beschlagnahmt. Hildebrand Gurlitt musste durch das Entnazifizierungsverfahren. Da er nie offiziell einer Nazi-Organisation angehörte, er eine jüdische Herkunft nachweisen konnte und sich als „Retter“ für die von den Nazis verschmähte Kunst beweisen konnte, überstand Gurlitt die Verhöre erfolgreich und bekam nach fünf Jahren bis auf zwei alle seine Bilder wieder zurück. Das klingt bis hier hin nicht unschlüssig. Merkwürdig ist jedoch folgendes: Allein im Juni 1944 erwarb er in Paris Kunstschätze für über drei Millionen Reichsmark für das „Führermuseum“ in Linz. „Der Dresdner Kunsthändler gehörte nicht nur zu den offiziellen ‘Verwertern’, die mit den 1937 in allen deutschen Museen sichergestellten Werken ‘entarteter Kunst’ handeln durften. Er hatte auch direkten Zugang zu den Berliner Speichern und Depots, in denen die Nazis etwa 20000 konfiszierte moderne Werke lagerten.“ Jetzt/Süddeutsche, 3.11.2013 Viele der für die Nazis gehandelten Bilder behielt Hildebrand Gurlitt für sich. Auf Nachfrage der Alliierten nach deren Verbleib gaben diese sich mit der Erklärung zufrieden, dass die Kunstwerke in der Villa seines Elternhauses gelagert und während des Dresdner Feuersturms, dem Flächenbombardement 1945, verbrannt wurden. Was aber die Alliierten mit einer einfachen Nachforschung vor Ort – neben des Nichtfindens von entsprechender Asche – hätten herausfinden können: „Dr. Matthias Lienert hat all das in einem Forschungsprojekt untersucht: “Die Villa der Eltern wurde beim Bombenangriff auf Dresden am 13. und 14. Februar zerstört, bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Aber der Keller ist intakt geblieben. Und es ist verbürgt, dass die Witwe von Cornelius Gurlitt, die Marie Gurlitt, im Keller nach dem Angriff lebte.” mdr-info, 5. 11.2013 Es stellt sich also die Frage, ob Hildebrand Gurlitt seine Kunstsammlung nur unter Auflagen zurück erhalten hatte. Wäre es möglich, dass Gurlitt die angeblich verbrannte Sammlung im Sinne der US-Besatzer aus Dresden, dem damaligen Sektor der Sowjetunion, in den Westen schaffen und dort für die Amerikaner weiter verwahren sollte? Diente diese Schatzkammer vielleicht als eine der geheimen Geldquellen, über die die Geheimdienste im Kampf gegen den Kommunismus Operationen und Organisationen wie z.B. Gladio finanzierten? Das klingt spekulativ. Nur muss man auch diese Frage stellen, denn es bleibt weiter dubios. Hildebrand Gurlitt konnte nach dem Krieg seine Kenntnisse weiterhin verwerten und nutzte dafür seine internationalen Kontakte. 1948 wurde er Leiter des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen. 1956 kam Gurlitt bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Sein Sohn Cornelius war zu diesem Zeitpunkt 23 Jahre alt. Wenn bei den Behörden auch nur den geringste Verdacht blieb, dass der bedeutende Kunstschatz noch existierte und eben nicht wie von Gurlitt angegeben verbrannte, dann hätten sie spätestens jetzt die Verbliebenden und deren „Nachlass“ wieder ins Visier genommen. Man muss mit einer hohen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die US-Behörden sich nicht so einfach beirren ließen – nicht bei einer international so bedeutenden Sammlung. Bis zum Jahr 2010 blieb der Kunstschatz nach heutigem Kenntnisstand verschollen und die Familie Gurlitt verschwand aus dem Licht der Öffentlichkeit. Nur die Witwe Helene Gurlitt wurde im Zusammenhang der angeblich vernichteten Bilder und den dazu gehörigen Unterlagen erwähnt, deren Verbrennung sie noch einmal in den 1960er Jahren bestätigte. 2010 kam nun durch einen „Zufall“ heraus, dass sowohl sie als auch Hildebrand Gurlitt gelogen haben. Zu diesem Zufall kommen wir noch. Aber gab es schon vorher Hinweise darauf, dass die Gurlitts Zugang zu diesem vermissten Schatz hatten? „Der österreichische Kunsthistoriker Alfred Weidinger zeigte sich über die angebliche Entdeckung dieser Sammlung verwundert, ihre Existenz und Ausmaße sei allen Kunsthistorikern im süddeutschen Raum bekannt gewesen.“ Wikipedia, Stand 6.11.2013 In der 3sat-Sendung „Kulturzeit“ vom 6.11.2013 wurde der Galerist Eberhard Kornfeld in Bern interviewt. Dieser erzählte, dass er vor 23 Jahren, im Jahr 1990 das letzte Mal geschäftlichen Kontakt mit Cornelius Gurlitt hatte, als dieser drei Bilder lieferte. Auf die Nachfrage, ob es einen Verdacht gab, dass diese Bilder unrechtmäßig zu Gurlitt gekommen sind, antwortete Kornfeld: „Also unrechtmäßig liegt bei ihm vielleicht Einzelnes an Raubkunst. Aber der ganze Bestand, der aus der „entarteten Kunst“ stammt, den also die Nazis beschlagnahmt, dann verkauft haben, das hat er rechtmäßig besitzen und durch Erbschaft erworben.“
    Letzter Kontakt vor 23 Jahren? Nach den Berichten der Augsburger Staatsanwaltschaft fiel Cornelius Gurlitt bei einer Routinekontrolle auf der Bahnfahrt von Zürich nach München auf. Das war am 22. November 2010. Er führte 18 druckfrische 500-Euro-Scheine bei sich, also 9.000 Euro. Bemerkenswert hierbei sind zwei Fakten. Erstens: Bis zu 10.000 Euro dürfen als Bargeld ausgeführt werden, es lag also keine strafbare Handlung vor. Zweitens: Gurlitt soll angegeben haben, dass er in der Schweiz die Galerie Kornfeld aufgesucht habe, was Kornfeld jedoch in der Sendung „Kulturzeit“ indirekt bestritten hat. Trotzdem: Der Sohn aus einer berühmten Kunsthändlerfamilie war demnach in Sachen Kunst unterwegs. Das soll die Fahnder stutzig gemacht haben? Gurlitt rückte plötzlich in den Blickpunkt der Behörden, allen voran der Finanzbehörde. Bis diese schließlich eineinhalb Jahre später, am 28. Februar 2012, die Münchener Wohnung von Cornelius Gurlitt durchsuchte und dabei auf den Kunstschatz mit 1.500 Werken gestoßen war. Bekannt wurde dieser überraschende Fund erst am vergangenen Sonntag durch Focus-Online. Von wem und aus welchem Grund Focus die Informationen bekam, bleibt im Dunkeln. Der Bundesregierung war der als „geheim“ eingestufte Fall schon Monate vorher bekannt. Und tatsächlich: So als ob nichts in diesem Zusammenhang geschehen wäre, teilte die Bundesregierung noch am 13. Juli 2013 der Öffentlichkeit mit: „Provenienzrecherche und Suche nach NS-Raubkunst wird gestärkt“ und stellte hierfür Fördermittel zur Verfügung. Was kann jedoch nun ausschlaggebend dafür gewesen sein, die geheime Kunstsammlung auffliegen zu lassen, wenn wir spekulativ davon ausgehen, dass Behördenkreise davon gewusst haben? Spiegel-Online folgert richtig: „In einem Rechtsstaat wie Deutschland verhängt kein Richter einen Beschluss für eine Wohnungsdurchsuchung auf Basis eines legalen Bargeldfundes in der Jackentasche eines Bahnreisenden. Das bestätigt auch Oberstaatsanwalt Nemetz: “Wir hatten andere Indizien, die dem Richter als Anfangsverdacht für die Anordnung einer Hausdurchsuchung vorgelegen haben.“ Spiegel-Online, 6.11.2013 Welche Indizien? Nach der Kontrolle im Zug im November 2010 tauchte der Name Gurlitt ein Jahr später in einem Artikel der „Zeit“ auf: „Positive Signale kommen auch aus dem Kunsthaus Lempertz in Köln. Dort sollen am morgigen Freitag zwei Papierarbeiten zum Aufruf kommen, die sich beide vor 1933 im Besitz des berühmten jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim befunden haben. Flechtheim floh Ende Mai 1933 über die Schweiz und Paris ins Exil nach London, wo er im März 1937 starb. Eine davon, Max Beckmanns großformatige Gouache Löwenbändiger von 1930, gehörte schon 1934 dem Kunsthistoriker Hildebrand Gurlitt, der später für die Nationalsozialisten sogenannte »Entartete Kunst« aus deutschen Museen ins Ausland verkaufte.“ zeit.de, 8. Dezember 2011 Somit war der Öffentlichkeit im November 2011 bekannt, dass Gurlitt ein Gemälde aus seinem fragwürdigen Besitz veräusserte. Das dürfte auch einigen Familien nicht entgangen sein, denen die Nazis die Kunstwerke raubten. Noch immer suchen diese enteigneten Familien nach den gestohlenen Kunstschätzen, um deren Herausgabe zu verlangen. Als Focus-Online die Berichterstattung am Sonntag in Gang setzte, endete der Artikel mit einem Absatz, dessen Inhalt später nicht mehr auftauchte, der inzwischen jedoch neu gelesen werden kann: „Zu den jetzt entdeckten Werken zählt auch ein Bild von Henri Matisse, das einst dem jüdischen Sammler Paul Rosenberg gehört hatte. Rosenberg musste vor seiner Flucht aus Paris seine Sammlung zurücklassen. Seine Enkeltochter Anne Sinclair, die Frau des ehemaligen Topbankers Dominique Strauss-Kahn, kämpft seit Jahrzehnten um die Rückgabe der von den Nazis gestohlenen Bilder. Von einem jetzt aufgetauchten Frauen-Porträt von Matisse wusste Anne Sinclair bis heute nichts.“ Fest steht, dass der Verdacht auf Steuerhinterziehung nicht den Ausschlag für die Durchsuchung der Wohnung gegeben hat und der Fund der Kunstsammlung kein Zufall war. Das bestätigte laut Spiegel-Online vom 5.11. 2013 der zuständige Staatsanwalt: „Auf die Frage, ob Ermittlern, die einem wie auch immer Verdächtigen in welcher Form auch immer auf den Fersen sind, eine Geschäftstätigkeit wie die Versteigerung eines hunderttausend Euro teuren Werkes entgehen könne, lächelt Nemetz verschmitzt: “Kein Kommentar”. Nur so viel verrät er: Die Entdeckung der Gemälde sei “kein Zufallsfund” gewesen.“ Und Cornelius Gurlitt? Er wirkt wie ein Gespenst. Gurlitt ist verschwunden. Laut Staatsanwaltschaft liegt nichts gegen ihn vor, er wird also auch nicht gesucht. Man hat wohl keine Fragen an den Mann mit dieser Geschichte. In Deutschland ist er nirgendwo gemeldet. Es gibt kein Bild, keine Beschreibung, nichts. In Zeiten von Informationsüberflutung und Google wirkt diese Figur wie einige der jetzt gefundenen Gemälde: Irgendwie surreal.

    Quelle: http://denkland.wordpress.com/2013/1...le-geschichte/
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    Geschäftsbücher aufgetaucht: Gurlitt senior jagte Juden Bilder zu Spottpreisen ab

    Die "Geschichte" wird vom Focus (absichtlich?) widersprüchlich weiter betrieben .......

    Bei der Nazi-Schatz-Razzia fanden die Ermittler nach FOCUS-Recherchen auch die Geschäftsbücher des 1956 verstorbenen Hildebrand Gurlitt. Darin dokumentierte er die Namen verfolgter jüdischer Sammler, denen er Bilder für Spottpreise abjagte. Der Zoll bezweifelt, dass die Nachfahren die Werke je zurückbekommen.

    Das Zollkriminalamt (ZKA) in Köln geht davon aus, dass ein großer Teil des in München sichergestellten Bilderschatzes nicht an die Nachfahren der Alteigentümer zurückgegeben werden kann. Das meldet der FOCUS unter Berufung auf einen Ermittlungsbericht des ZKA vom Montag vergangener Woche.

    In dem vierseitigen Papier an das Bundesfinanzministerium heißt es, in der Wohnung des Kunsthändler-Sohnes Cornelius Gurlitt seien im Frühjahr 2012 unter anderem 315 Bilder gefunden worden, die in der NS-Zeit zu den beschlagnahmten Werken der „entarteten Kunst“ zählten. Da diese Bilder, so der ZKA-Bericht, „ausschließlich aus staatlichen und städtischen Museen bzw. Landesmuseen stammen“, seien „Rückgabe/Restitutionsansprüche der ehemaligen Eigentümer nicht durchsetzbar“. In der aktuellen Analyse des Zolls heißt es weiter, dass in dem Verfahren gegen Gurlitt wegen des Hauptvorwurfs der hinterzogenen Einfuhrumsatzsteuer „Zweifel bestehen“, ob es überhaupt zu einer Anklage komme.

    Geschäftsbücher von Gurlitt senior

    Nach FOCUS-Recherchen fielen den Ermittlern bei der Razzia im Frühjahr 2012 neben den Bildern auch wertvolle Dokumente in die Hände, insbesondere die Geschäftsbücher des 1956 verstorbenen Hildebrand Gurlitt. In diesen Büchern, die FOCUS in Auszügen vorliegen, seien die Namen der verfolgten jüdischen Sammler dokumentiert, denen Gurlitt die Bilder, meist für Spottpreise, abjagte. Mit diesen Informationen, so FOCUS ließen sich die Nachfahren der früheren Eigentümer leicht finden. Die Augsburger Staatsanwaltschaft habe allerdings bis jetzt mit keinem einzigen der möglichen Kunsterben Kontakt aufgenommen.

    So liefen die Recherchen des FOCUS im Fall Gurlitt:

    Video, sh. Quelle!

    Quelle: http://www.focus.de/kultur/kunst/exk...d_1153755.html
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    Cornelius Gurlitt in Einkaufszentrum gesehen

    Die Posse geht weiter!

    Der Kunst-Krimi geht in die nächste Runde: Seit dem spektakulären Fund von 1400 Meisterwerken in München galt der Sammler Cornelius Gurlitt (79) als verschollen. Nun wurde er offenbar von Journalisten der französischen Illustrierten "Paris Match" vor seiner Wohnung erspäht und dabei beobachtet, wie er einkaufte.

    weiter hier: http://www.t-online.de/nachrichten/p...m-gesehen.html
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    590 Bilder werden veröffentlicht

    Die Taskforce „Schwabinger Kunstfund“ legt nach: insgesamt 590 Werke unter Raubkunstverdacht werden von der kommenden Woche an im Internet zu sehen sein.


    © AFP Die bisher veröffentlichten 25 verdächtigen Bilder des Münchner Kunstfunds
    Hunderte weitere Gemälde des Münchner Kunstschatzes sollen von kommender Woche an im Internet zu sehen sein. Dies kündigte die Leiterin der Taskforce „Schwabinger Kunstfund“, Ingeborg Berggreen-Merkel, am Donnerstag in Berlin an. Die Staatsanwaltschaft Augsburg werde alle rund 590 Werke, die als mögliches NS-Raubgut gelten, bekanntgeben. „Mit der Veröffentlichung auf lostart.de kann die Herkunft der (...) sichergestellten Kunstwerke so rasch und transparent wie möglich festgestellt werden“, erklärte Berggreen-Merkel.
    Dass die insgesamt gut 1400 Bilder bisher unter Verschluss gehalten wurden, hatte internationale Kritik ausgelöst. Eine erste Liste von 25 Bildern mit möglichem Nazi-Raubkunst-Hintergrund war daraufhin Anfang der Woche auf www.lostart.de veröffentlicht worden.
    Die Staatsanwaltschaft erhält zahlreiche Anfragen von Nachkommen jüdischer Verfolgter und anderer Anspruchsteller. Alle Anfragen würden geprüft und beantwortet, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Wenn ein gesuchtes Bild nicht in der Sammlung sei, gehe die Bearbeitung schnell. In anderen Fällen seien längere Nachforschungen erforderlich.
    Wir wissen, wie wir ihn erreichen könnten

    Am Mittwoch hatten die Erben des Künstlers Max Ernst schriftlich bei der Staatsanwaltschaft Zugang zu den beschlagnahmten Werken Ernsts gefordert, wie der Kölner Anwalt Jürgen Wilhelm am Donnerstag mitteilte.
    In der Münchner Wohnung des Kunsthändler-Erben Cornelius Gurlitt waren die Bilder beschlagnahmt worden. Die Staatsanwaltschaft steht mit Gurlitt zurzeit nicht in Kontakt. „Wir wüssten aber, wo wir ihn erreichen könnten, wenn wir Kontakt haben wollten“, sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde. Einen Anwalt habe sich Gurlitt nicht genommen. „Es ist sein gutes Recht, nichts zu sagen.“ Gurlitt habe die beschlagnahmten Kunstwerke bisher nicht zurückgefordert.
    Der Kunstfund hat bisher mehrere verschollene Werke des Malers Otto Dix (1891-1969) ans Tageslicht gebracht. „Toll, dass das Aquarell „Dompteuse“ von ihm wieder da ist“, sagte der Leiter der Geraer Kunstmuseen, Holger Saupe. Er kenne das Motiv bislang nur von einer Radierung.

    Quelle: http://www.faz.net/aktuell/feuilleto...-12665191.html
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    Bayern strebt nach Kunstfund Einigung mit Gurlitt an

    Und ich dachte schon der Presse-"Quatsch" wäre vorbei!

    Aber nun will man sich gütlich einigen, obwohl gar keine Forderungen (sh. vorheriger Post) bestehen!

    Justizminister will gütliche Lösung

    Nach dem Kunstfund in München strebt Bayern eine gütliche Einigung mit dem Kunstsammlersohn Cornelius Gurlitt über die bei ihm beschlagnahmten Bilder an. Justizminister Winfried Bausback (CSU) sagte der "Süddeutschen Zeitung", es wäre im Interesse aller, "wenn es zu einer einvernehmlichen Lösung käme". Wer sich daran beteilige und damit auch an einer Rückgabe von früherem Eigentum jüdischer Bürger und anderer Verfolgter mitwirke, dem gebühre "Respekt und Anerkennung".

    Es gehe um Deutschlands Verantwortung für die Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus, sagte Bausback. Ihm sei wichtig, dass die Erforschung der Herkunft der Bilder "jetzt auf breiter Front mit vereinten Kräften erfolgt". Geklärt werden müsse, welche Bilder ?Nazi-Raubkunst? seien und den Eigentümern im Zusammenhang mit der Verfolgung durch die nationalsozialistische Terrorherrschaft entzogen worden seien.
    Wenn den betroffenen Eigentümern von Bildern, die in der nationalsozialistischen Terrorherrschaft faktisch enteignet worden seien, jetzt Verjährung entgegengehalten werden könnte, dann wäre das schwer erträglich, sagte Bausback. "Wir schauen uns deshalb genau an, ob für den Fall der Enteignung von Kunstwerken durch das NS-Unrechtsregime jedenfalls für bösgläubige spätere Erwerber eine Berufung darauf ausgeschlossen werden sollte", sagte Bausback zu einer möglichen Verjährung und deutete damit eine Gesetzesnovelle an.
    In der Wohnung Gurlitts waren im vergangenen Jahr 1401 Kunstwerke gefunden worden. Diese sollen zum Teil aus NS-Raubkunst stammen, könnten zum Teil aber auch zu der privaten Sammlung von Gurlitts Vater Hildebrand gehören. Die komplizierte Aufklärung der Besitzverhältnisse hat die Staatsanwaltschaft Augsburg übernommen.

    Quelle: http://de.nachrichten.yahoo.com/baye...113009327.html
    Schade, das die doofe Merk nicht mehr Justizministerin ist, das wäre noch lustiger!

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    Keine Freunde, kein Fernseher

    Weiter geht's, es bleibt spannend!

    Das bizarre Leben des Cornelius Gurlitt

    Cornelius Gurlitt - die Fotografen erwischten den geheimnisvollen Kunstsammler beim Einkauf in München. (Quelle: Paris Match/Bestimage)

    Seit zwei Wochen steht der 80-jährige Cornelius Gurlitt im Mittelpunkt einer NS-Raubkunst-Affäre, die weltweit Aufsehen erregt. Bis dahin lebte er jahrzehntelang völlig zurückgezogen mit einem Kunstschatz in seiner eigenen Welt. Ohne Fernseher. Ohne Freunde. Aber mit Werken von Pablo Picasso und Marc Chagall. Jetzt hat er sich im "Spiegel" erstmals ausführlich öffentlich geäußert.
    Die gut 1400 Kunstwerke, die in seiner Wohnung sichergestellt wurden, habe sein Vater rechtmäßig erworben. Die Justiz und die Öffentlichkeit stellten "alles falsch dar". "Ich werde nicht mit denen reden, und freiwillig gebe ich nichts zurück, nein, nein. Der Staatsanwalt hat genug, was mich entlastet", betonte der Sohn des Nazi-Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt.
    "Hier in Augsburg sitzt der Staatsanwalt, dem ich alle Unterlagen geschickt habe. Ich verstehe nicht, warum der sich noch nicht bei mir gemeldet hat", ärgert sich der 80-Jährige. Gurlitt hat kein Verständnis für die Vorgehensweise der Behörden: "Was ist das für ein Staat, der mein Privateigentum zeigt? Wenn ich woanders gelebt hätte, wäre das alles einfach nie passiert."

    Gurlitt sprach mit seinen Bildern

    "Die hätten doch warten können mit den Bildern, bis ich tot bin. Jetzt sind die irgendwo in einem Keller, und ich bin allein. Warum haben sie die Bilder nicht dagelassen und nur immer die abgeholt, die sie prüfen wollen? Dann wäre es jetzt nicht so leer", grämt sich der 80-Jährige. Laut "Spiegel" habe er mit seinen Bildern sogar gesprochen, sie waren seine Freunde, die es im echten Leben nie gab.
    Auf die Frage, ob er mal in einen Menschen verliebt gewesen sei, antwortet Gurlitt dem Magazin kichernd: "Ach, nein." Der 80-Jährige habe vor 50 Jahren aufgehört fernzusehen, das Internet habe er noch nie genutzt. Seine Hotelzimmer buche er per Brief, geschrieben auf einer Schreibmaschine und unterzeichnet mit einem Füller, Monate im Voraus.
    Nie im Leben krankenversichert

    Gurlitt beziehe keine Rente. Er war auch nie in seinem Leben krankenversichert - seine Arztbesuche zahle der herzkranke Mann immer in bar. Seinen deutschen Pass habe er immer im Konsulat in Salzburg verlängern lassen. Seit fast zwei Jahren sei er abgelaufen.
    "Mehr als meine Bilder habe ich nichts geliebt in meinem Leben", erklärt er. "Hoffentlich klärt sich alles schnell, und ich bekomme endlich meine Bilder zurück." Einer Schuld ist sich der 80-Jährige nicht bewusst: "Ich hatte nie etwas mit der Anschaffung der Bilder zu tun, nur mit der Rettung." Er insistiert: "Ich habe noch nie eine Straftat begangen, und selbst wenn, wäre das verjährt."

    "Ich bin doch nicht Boris Becker"

    Gurlitt kann auch die öffentliche Aufregung um seine Person nicht nachvollziehen: "Ich bin doch nicht Boris Becker, was wollen diese Menschen nur von mir? Ich bin doch etwas ganz Stilles. Ich habe doch nur mit meinen Bildern leben wollen. Warum fotografieren die mich für diese Zeitungen, in denen sonst nur Halbweltgestalten abgelichtet werden?"

    Er hat auch eine Forderung an die Staatsanwaltschaft: "Der Staatsanwalt muss den Ruf von meinem Vater geraderücken."

    Laut einem "Focus"-Bericht wollen Mitarbeiter des Kanzleramtes und der bayerischen Justiz Gurlitt dazu bewegen, die Bilder, von denen 590 als mögliche NS-Raubkunst gelten, freiwillig dem Staat zu überlassen. Im Gegenzug könne das Ermittlungsverfahren eingestellt werden. Eine "Vertrauensperson" solle an Gurlitt herantreten und an seine Verantwortung appellieren.

    Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/p...s-gurlitt.html
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    Staatsanwalt will Gurlitt zahlreiche Bilder schnell zurückgeben

    Ob es nun sein Eigentum ist oder nicht, man braucht es in keinem Fall anzubieten!

    Die Staatsanwaltschaft Augsburg will dem Kunstsammler Cornelius Gurlitt zahlreiche Bilder so schnell wie möglich zurückgeben. Dabei geht es um Kunstwerke, die nicht im Verdacht stehen, NS-Raubkunst zu sein und "zweifelsfrei im Eigentum des Beschuldigten stehen".

    Diese sollen ihm "unverzüglich zur Rücknahme angeboten werden", teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz mit.

    Mindestens vierhundert Bilder gehören dem Sammler

    Nemetz forderte zudem die eingesetzte Taskforce auf, die die Herkunft der Bilder ermitteln soll, ihm entsprechende Informationen zukommen zu lassen.

    Nach bisherigen Erkenntnissen müssen rund 970 der etwa 1400 gefundenen Werke von Experten überprüft werden.
    Mindestens 400 Bilder gehören dem Kunsthändlersohn Gurlitt nach bisherigen Kenntnissen zu Recht.

    Gurlitt: "Freiwillig gebe ich nichts zurück"

    In einem am Wochenende veröffentlichten Interview des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" hatte Gurlitt gesagt, er wolle alle Bilder behalten: "Freiwillig gebe ich nichts zurück."

    Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/p...ueckgeben.html
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    Keine Verjährung, mehr Transparenz

    Dieses "Geschichtchen" wird wohl noch lange zelebriert! Ist ja auch eine schöne Ablenkung vom Crash-Euro .......

    Der bayerische Justizminister plant, Besitzansprüche von Kunstwerken auch rückwirkend nicht verjähren zu lassen, wenn sie bösgläubig erworben wurden. Eine Enkelin von Otto Dix fordert unterdessen, alle Werke aus dem Schwabinger Kunstfund zu veröffentlichen.

    weiter hier: http://www.faz.net/aktuell/feuilleto...-12678825.html
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    Eingeständnisse eines Ministers im Fall Gurlitt

    Ach, nee!!!

    Bayerns Justizminister Bausback hat im Landtag Fehler im Fall Gurlitt zugegeben und erklärt, was sich ändern soll. Dabei wurde auch bekannt: Gurlitt hat seine 300 Bilder noch nicht entgegengenommen.

    Er hat sich vorgenommen, die Wogen zu glätten, das merkt man Bayerns neuem Justizminister Winfried Bausback an. Wogen, die momentan immer höher schlagen. Schließlich geht es im Kunstausschuss im bayerischen Landtag um ein strittiges Thema: den Schwabinger Kunstfund.
    Von allen Seiten hagelt es derzeit Kritik auf Politik und Staatsanwaltschaft. Vor allem Opferverbände kritisieren, dass der Fund der knapp 1300 Kunstwerke zu spät öffentlich gemacht worden sei. Andere fragen, ob es wirklich nötig war, Gurlitt auf einen Streich alle Bilder wegzunehmen.

    weiter hier: http://www.welt.de/regionales/muench...l-Gurlitt.html
    Liebe Grüße
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    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
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  10. #10
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    Wir werden die Kunstgeschichte umschreiben müssen

    Der Fall Gurlitt ist eine Herausforderung an die Museen: Aufgetaucht sind Bilder von Künstlern, von deren Werk man glaubte, die Nationalsozialisten hätten es zerstört. Das hat enorme Auswirkungen, sagt der Kunsthistoriker Rolf Jessewitsch im F.A.Z.-Gespräch.

    weiter hier: http://www.faz.net/aktuell/feuilleto...-12691633.html
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