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Thema: Globalisierung

  1. #11
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    AW: Globalisierung

    „Was wir haben, ist eine Scheindemokratie“ – Dirk Müller über unsere akuten Probleme



    Dirk Müller, auch bekannt unter dem Spitznamen „Mr. Dax“, betont, dass er kein Zyniker ist, wenn er von einer „Scheindemokratie“ spricht. Er konstatiert lediglich, dass trotz Wahlen die großen Entscheidungen schon längst in Hinterzimmern getroffen wurden und der Bürger diesbezüglich kein Mitspracherecht hat. So stellt Müller fest, dass der Abschied vom Verbrennungsmotor längst beschlossene Sache ist und die deutsche Automobilindustrie nicht im Geringsten auf die strukturellen Veränderungen hin zur Elektromobilität vorbereitet ist. Was das für Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben wird, vor allem, wenn man die aktuelle Zuwanderungspolitik der Bundesregierung mit in Betracht zieht, erläutert Müller im Gespräch. Eine tiefere Integration Deutschlands in die Europäische Union sieht der Finanzexperte als Chance. Man müsse es aber richtig machen. Was die internationalen Krisenherde angehen, so sieht Müller vor allem China als großes Crash-Risiko.
    lg

  2. #12
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    Die große Globalisierungslüge

    Die Globalisierung ist nicht einfach so passiert oder musste sein, sondern diese wurde interessengesteuert von Einzelpersonen mit einer bestimmten Ideologie eingebracht!
    Und über die Lügenmedien wurde das Thema geschickt eingesteuert, indem man immer schön über die Vorteile geschrieben hat, aber die Nachteile tunlichst "vergessen" hat!

    Lange haben Politiker die Globalisierung als für alle Menschen von Vorteil und unvermeidbar dargestellt – tatsächlich war sie weder das eine noch das andere. Wenn es die zentristischen Eliten auch weiterhin nicht schaffen, angemessen auf die jüngsten Rückschläge zu reagieren, könnte dies die liberale Demokratie zusammenbrechen lassen. Ein Essay von Dani Rodrik.

    weiter hier: https://makronom.de/dani-rodrik-die-...ngsluege-24731
    LG
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  3. #13
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    Globalism, Technocracy, Socialism: Three Names For The Same Thing

    Es wird eben immer der Begriff benutzt, der momentan am wenigsten auffällt, sonst könnten die Menschen ja aufwachen!

    Every “universal” solution for humankind presupposes a gigantic flaw in the way things are.
    That flaw must be corrected.
    It must be corrected from above, by a better system, which locks the door against an escape back into the old way.
    The first casualty in this utopian process is freedom.
    In fact, freedom is viewed as THE flaw. It opens Pandora’s Box, thus releasing all human ills, crimes, devastations, and inequities.
    Globalism (elites ruling the planet as one nation); Socialism (international governments and mega-corporations owning the means of production and distribution); and Technocracy (engineering world society as if it were a machine); these are all names for the better system that replaces freedom with…what?
    With control.


    weiter hier: https://www.activistpost.com/2018/02...mes-thing.html
    Liebe Grüße
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  4. #14
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    Mercosur-Abkommen: Stoppen Sie das neue TTIP!

    https://www.foodwatch.org/ - 1. Mrz. 2018:

    Mercosur-Abkommen: Stoppen Sie das neue TTIP!




    Vielleicht haben Sie unseren letzten Newsletter nicht gesehen, wir möchten Sie deshalb heute noch einmal auf ein wichtiges, gerade sehr aktuelles Thema hinweisen: In diesen Tagen sitzen die Verhandler zusammen, um letzte Streitpunkte zu einem neuen Freihandelsabkommen zu klären. Es geht um das Abkommen der EU mit dem südamerikanischen Mercosur-Staatenbund (Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay). Das betrifft uns alle, denn für das Mercosur-Abkommen sollen Schutzstandards und demokratische Prinzipien geopfert werden - zulasten der Menschen in Europa und zulasten der Menschen in Südamerika! Und genau wie bei TTIP und CETA ist bei den Mercosur-Verhandlungen Geheimniskrämerei die Devise. Machen Sie mit und stoppen Sie mit uns das neue TTIP: www.foodwatch.de/mercosur-stoppen


    Warum das "Mercosur-Abkommen" das neue TTIP ist!




    TTIP und CETA lassen grüßen: Hinter verschlossenen Türen verhandelt die EU derzeit mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur (Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay) über ein neues Handelsabkommen. Wie TTIP und CETA hätte auch das Mercosur-Abkommen negative Folgen für Verbraucherrechte, Umweltstandards und die Demokratie! Schutzstandards für Verbraucher und Umwelt sowie demokratische Prinzipien sollen zu Lasten der Menschen in Südamerika und Europa geopfert werden.

    Die Verhandlungen stehen kurz vor ihrem Abschluss – und die Öffentlichkeit soll keine Details erfahren, bis der Vertrag unter Dach und Fach ist. Protestieren Sie jetzt und schreiben Sie an EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström!

    Petitions-Text lesen

    Hier protestieren


    Impressum
    Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
    E-Mail: aktuell@foodwatch.de
    Info-Telefon: 030 - 28 09 39 95
    foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg
    Geschäftsführer sind Dr. Thilo Bode und Martin Rücker.




    .
    «Der grosse kosmische Witz ist, dass du das bist, was du suchst»

  5. #15
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    Ausrufezeichen Die Willkommenskultur des Großkapitals: Das Weltwirtschaftsforum will mehr Migration

    Sieh an, sieh an, alles Verschwörungstheorie .......

    Für viele Menschen gilt die Förderung von globalen Wanderungsbewegungen als "links" und humanistisch. Ein Blick auf kapitalistische Eliten-Strategien zum Thema Migration zeigt aber, dass sich die "No Borders"-Anhänger vor einen neoliberalen Karren spannen lassen.

    Wer die Forderung nach offenen Grenzen noch immer für eine "linke" und humanistische Position hält, der sollte nachlesen, wie die kapitalistischen Eliten das Thema "internationale Migration" einordnen: vor allem als ein Feld, auf dem Profite zu holen sind, und als eine Tendenz, die im Sinne der Weltwirtschaft gefördert werden sollte. Das belegt ein Papier des Weltwirtschaftsforums, das der Journalist Norbert Haering ausgegraben hat.

    Vielleicht sollten sich selbst als "links" bezeichnende Verfechter von "offenen Grenzen für alle" überlegen, was für eine gefährliche, neoliberale und ganz und gar nicht "linke" Ideologie sie da unterstützen. So wäre etwa der Vorsitzenden der Linkspartei, Katja Kipping, eine Lektüre des Manifests der radikal-kapitalistischen Migrations-Förderer vom Weltwirtschaftsforum dringend zu empfehlen.
    Die Benennung der handfesten Interessen der Wirtschaft an internationaler Migration hat im Übrigen nichts mit Fremdenangst oder gar Rassismus zu tun. Die Pflicht, Menschen in Not helfen zu müssen und diesen ihre Würde zu lassen, soll durch diesen Text nicht relativiert werden. Hier wird keineswegs das Asylrecht angezweifelt. Kritisiert wird stattdessen, dass jene Menschen, die 'offene Grenzen für alle' fordern, oft gleichzeitig die aktuellen vom Westen initiierten Kriege gegen Afghanistan, Syrien, Irak oder Lybien unterstützen - also die Fluchtursachen mit erzeugen. Außerdem wendet sich dieser Text gegen eine neoliberale Forcierung der Arbeits-Migration über die Flüchtenden hinaus.

    Regierungen zurückdrängen
    Das Konzept, das Norbert Haering in den Untiefen des Archivs des World Economic Forums (WEF) aufgespürt hat, trägt den Namen "Warum Migration gut fürs Geschäft ist" ("The Business Case for Migration") und ist bereits aus dem Jahr 2013 – darum aber umso interessanter in Bezug auf die Gegenwart. Denn die Veröffentlichung liegt vor der europäischen Flüchtlingskrise. Danach wäre ein Papier zu dem Thema schwerlich in einem solch unbekümmerten und offenen Tonfall gehalten worden. Hier geht es nicht um romantische Nächstenliebe, sondern schlicht darum, "das globale Angebot an Arbeit mit der globalen Nachfrage in Einklang zu bringen".

    So stellt das WEF in seinem Konzept fest, dass "die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen" durch "Migranten und Migration eindeutig verbessert werden" kann. Wären nicht die sturen und migrations-skeptischen Regierungen: "Restriktive und unflexible Politiken der Regierungen bringen die Unternehmen in Gefahr", weil sie den freien Fluss der Völkerwanderungen bremsen würden, so das WEF. Darum schlägt das Forum vor, die Rolle der Regierungen zurechtzustutzen:
    Migration wurde früher verstanden als eine Beziehung zwischen einem Individuum und dem Staat. Heute versteht man sie besser als Beziehung zwischen einem Individuum und einem Arbeitgeber, vermittelt über den Staat.
    Der Staat also als Vermittler und Lenker eines international vagabundierenden Lumpenproletariats, dass je nach Bedarf in jene Winkel der Erde "migriert", wo es seine Haut gerade zu Markte tragen darf – eine staatliche Vermittlung zu Diensten der "Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen". Diese Praxis soll aber laut WEF nicht dazu führen, "dass der Privatsektor die nationale Migrationspolitik bestimmen sollte". Natürlich nicht, wer würde denn so eine Dreistigkeit vermuten?

    Konzerne fordern "Willkommenskultur"
    Andererseits soll die Propaganda für das Migrationsmodell doch lieber der Staat produzieren, da es sich als schwierig herausgestellt habe, "den Privatsektor effektiv in die Migrationsdebatte einzubeziehen", so das WEF. Das sei der Fall, wegen der "Sorge der Unternehmensführer, dass sie den Zorn der Bevölkerung auf sich ziehen, wenn sie sich für Migration aussprechen". Und weil die Konzernlenker fürchten, "dass Politiker nicht gewillt sein könnten, ihren Empfehlungen nachzukommen, insbesondere, wenn diese beinhalten, die Dämme gegenüber der Migration abzusenken".

    Da der Privatsektor aber ein Interesse daran habe, auf Talente aus der ganzen Welt zuzugreifen und neue Märkte zu entwickeln, müssten Regierungen "im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und des Wirtschaftswachstums den Ton der Debatte verändern und sich für Migration einsetzen". Hier wird sie bereits im Jahr 2013 vom Großkapital explizit eingefordert: die "Willkommenskultur".
    Hauptsache Einwanderung
    Eine andere neoliberale und migrationsfördernde Lobby-Gruppe ist die grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung. Und die nimmt die vom WEF zugespielten Bälle in ihrem Bericht vom Dezember 2017 dankend auf. In ihrer Broschüre "Einwanderungsland Deutschland – Bericht der Kommission Perspektiven für eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Flüchtlings- und Einwanderungspolitik" schreiben die Autoren:
    Die großzügige Aufnahmepolitik und die überwältigende Willkommensgeste der Bevölkerung im Sommer 2015 und danach haben Deutschland in weiten Teilen der Welt beachtlichen Respekt und Aufmerksamkeit eingebracht.
    Gestiegen sei aber nicht nur die Zahl von Geflüchteten, sondern auch die Einwanderung nach Deutschland insgesamt, stellt die Böll-Stiftung fest, ohne diesen Befund jedoch angemessen zu den Entwicklungen in den Herkunfts- oder den Zielländern in Relation zu setzen: Stärkung rechtsextremer Tendenzen und zunehmender Konkurrenzkampf in der Unterschicht in den Zielländern? "Brain-Drain" und sonstige Schwächung in den Herkunftsländern? Für die Autoren sind das eher nebensächliche Fragen. Denn die Hauptsache ist doch: "Deutschland gehört heute neben den Vereinigten Staaten, Kanada oder Großbritannien zu den wichtigsten Einwanderungsländern unter den OECD-Staaten."

    Quelle: https://deutsch.rt.com/international...tschaftsforum/
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  6. #16
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    Freihandel – Scheitern ist keine Option

    Zur Kenntnisnahme: Freihandel = Globalisierung = NWO = Knechtschaft

    Und nun zurück zur Überschrift:
    Scheitern ist keine Option
    Versteht Ihr nun???

    Der Handelsstreit zwischen der EU und US-Präsident Trump spitzt sich zu. Europa und China müssen Verantwortung für den Freihandel übernehmen, solange die USA ausfallen.

    weiter hier: http://www.t-online.de/finanzen/id_8...erhandelt.html
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  7. #17
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    Nächster Halt: eine Weltwährung?



    Dann mal gleich das dazu:

    Die Industrial and Commercial Bank of China Limited (ICBC, chinesisch 中国工商银行, Pinyin Zhōngguó Gōngshāng Yínháng) ist – gemessen an der Bilanzsumme – die größte Bank in der Volksrepublik China und der Welt. Mit einem Umsatz von 171 Milliarden US-Dollar steht sie in den Forbes Global 2000 auf Platz 1 der 2.000 größten börsennotierten Unternehmen der Welt (Stand: Geschäftsjahr 2016). Die gesamte Marktkapitalisierung der Bank belief sich Anfang 2017 auf 230 Milliarden US-Dollar.[2][3] Mit ca. 3,5 Billionen US-Dollar ist die Bank die größte der Welt nach Bilanzsumme.[4]

    Die Bank verfügt über 17.200 Filialen (2016), in welchen 5,8 Millionen Geschäfts- und 530 Millionen Privatkunden betreut werden. Mit 412 Filialen außerhalb Asiens ist das Unternehmen auch im Ausland aktiv.[1]


    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Indust..._Bank_of_China
    Liebe Grüße
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  8. #18
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    Soll der Welthandel militärisch abgesichert werden? Ist eine solche Subventionierung der sogenannten Globalisierung und des Verkehrs wirklich sinnvoll?

    Ein Artikel von: Albrecht Müller In den letzten Wochen ist die Frage, ob der Westen und auch Deutschland am Persischen Golf, insbesondere gegen den Iran, militärisch intervenieren sollten, diskutiert worden. An dieser Diskussion beteiligt waren einige, unter anderem der Grünen-Vorsitzende Habeck wegen seines positiven Votums, dann der ehemalige Wehrbeauftragte und Lobbyist Robbe mit der forschen These, die Mullahs verstünden nur die Sprache militärischer Optionen; auf den NachDenkSeiten hat Jens Berger über die angeblich deutschen Schiffe, die unter anderer Flagge fahren, geschrieben; es gab eine Leserbriefsammlung zum Thema. Die Grundsatzfrage, ob wir als Volk und deutscher Staat überhaupt die Aufgabe haben und ein Interesse daran haben sollten, für die Freiheit der Schifffahrtswege auch militärisch einzutreten, wurde aus meiner Sicht viel zu wenig und schon gar nicht radikal gestellt.

    Der früher der konservativen Gruppierung der „Seeheimer“ angehörige Reinhold Robbe hat in seinem Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau von der Bundesregierung eine Initiative für eine europäische Schutzmission gefordert. Bei ihm finden sich Sprüche, derentwegen Sozialdemokraten sich schämen müssen. Er spricht von der „herausgehobenen Bedeutung Deutschlands in Europa und in der Welt“. Er fordert eine ehrliche Bestandsaufnahme der „deutschen Interessen“ und Möglichkeiten und spricht in diesem Zusammenhang von „wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen“. Und dann fordert er, die „gefährliche und falsche Sparpolitik der zurückliegenden zwei Jahrzehnte“ aufzugeben und endlich die Marine auf Vordermann zu bringen. Sie ist heute aus seiner Sicht nicht ausreichend für den notwendigen Einsatz am Golf ausgerüstet. Die Golfkrise bietet die Chance, dass Deutschland „seine außenpolitische Handlungsfähigkeit“ nachweisen könne.
    Robbe ist hier ausführlich zitiert, weil an seinem Text sichtbar wird, wie weit die Debatte von der grundsätzlich zu stellenden Frage entfernt ist. Macht es Sinn, macht es für unser Land, macht es für Europa Sinn, den Seeverkehr militärisch abzusichern? Habeck stellt diese Frage nicht. Jens Berger hatte mit Recht den Vorsitzenden der Grünen kritisiert, weil dieser nicht beachtet hat, dass nur wenige sogenannte deutsche Schiffe unter deutscher Flagge fahren. Das fand ich interessant, aber nicht ausreichend. Dazu einige Gedanken und Fragen:
    Wenn schon Marktwirtschaft, dann sollte wenigstens die Regel gelten, dass alle Kosten, die bei der Produktion und beim Transport einer Ware oder einer Dienstleistung anfallen, vom Hersteller dieser Ware auch kalkuliert werden müssen und berechnet werden.
    Wenn wir den Luftverkehr dadurch subventionieren, dass die Kosten der Emissionen den Betreibern nicht angelastet werden, dann ist das eine dem Wettbewerbsprinzip und der Marktwirtschaft widersprechende Subvention. Wenn wir als Steuerzahler den Reedern und den Werften Vorteile gewähren, wie das seit Jahren geschieht, dann ist das eine Subvention des Seeverkehrs. Jens Berger ist in seinem Beitrag zu Habeck auf diese und andere Subventionen zu Recht eingegangen. Tendenziell sorgen beide Subventionen, jene für den Luftverkehr und jene für den Seeverkehr, dafür, dass international vermutlich mehr ausgetauscht wird, als bei Anwendung des Vollkostenprinzips ausgetauscht würde. Freihandel, Welthandel, Globalisierung sind ideologisch aufgeheizte Begriffe. Dass dies so ist und dass dies vermieden werden sollte, sollte spätestens seit der Debatte um die Freihandelsabkommen und die Klimaveränderung gelernt sein.
    Die politisch Verantwortlichen, die Medien, die Lobbyisten des Welthandels haben noch nicht verstanden und schon gar nicht verinnerlicht, dass es heute angesagt wäre, Verkehr, wo immer es geht, zu vermeiden und die Wirtschaftstätigkeit weltweit dezentral zu entwickeln. Dass dies notwendig ist, wurde offensichtlich noch nicht gelernt.
    Auch deshalb ist es richtig, die Grundsatzfragen zu stellen:
    Soll der Welthandel militärisch abgesichert werden? Ist eine solche Subventionierung der sogenannten Globalisierung und des internationalen Verkehrs wirklich sinnvoll?
    Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass auf diplomatischem Wege versucht wird, die Schifffahrtswege freizuhalten. Aber militärisch?
    Ein Bundespräsident hat sich einmal in die Nesseln gesetzt, als er militärische Einsätze in den Zusammenhang mit der Sicherung unserer ökonomischen Interessen brachte. Das war Horst Köhler. Siehe hier im Mai 2010:
    “Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.”
    (Quelle hier)
    Dem damaligen Bundespräsidenten wurde diese Einlassung übelgenommen. Sollte die Sensibilität von damals inzwischen verschwunden sein? Aus meiner Sicht gibt es dafür weder politische noch ökonomische Gründe. Die Bundeswehr ist nicht dazu da, um die Handelswege freizuschießen. Auch deutsche Soldaten sollten für diesen Zweck nicht verheizt werden. Für andere auch nicht. Aber für das Funktionieren der Globalisierung und des Freihandels auf keinen Fall.

    Es wäre interessant zu erfahren, ob NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser das anders sehen.


    Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=54123
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  9. #19
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    Der Neokolonialismus und der Frieden

    Gedanken zu einem gelebten System anlässlich des Weltfriedenstages.

    Heute, am 1. September, ist Weltfriedenstag. Ohne die Ereignisse des 1. September 1939, als das deutsche Reich den Krieg gegen Polen begann – einen Krieg, der in einen Weltkrieg mündete – hätte es auch die barbarische Zerstörung einer der schönsten Städte Europas, samt dem Tod zehntausender Einwohner und Flüchtlinge – meiner Heimatstadt Dresden – nicht gegeben. Kriege, für deren Ausbruch und Fortgang Deutschland Mitverantwortung trägt, finden aber auch in der Gegenwart statt. Sie werden in hohem Maße auf wirtschaftlicher Ebene geführt und basieren ihrerseits auf einem fragwürdigen Wirtschaftskonzept.
    Dieses Wirtschaftskonzept ist Teil eines Systems, in das wir eingebettet sind und nach dessen Regeln wir leben. Wir befolgen die Regeln der Marktwirtschaft, in dem wir als letzte Instanz aller Produktion die Rolle des Konsumenten ausfüllen. Nur das, was wir konsumieren, bedient Kapitalinteressen und darüber entscheidet sich auf Dauer eben auch, ob sich ein Produkt “am Markt” durchsetzt oder nicht. Die Frage, inwieweit das, was wir da konsumieren, natürliche Bedürfnisse befriedigt, ist nachrangig. Das Gleiche gilt für die Auswirkungen, von denen durch diesen Konsum unsere Umwelt und Mitmenschen hier und anderswo betroffen sind. Zugespitzt formuliert, entscheiden wir mit unserem Alltagsverhalten über Krieg und Frieden – auch über Krieg und Frieden in weit entfernten Regionen. Daher ist das ausschließliche Fingerzeigen auf die Politiker, wie auch die großen Konzerne und Banken in gewisser Weise unehrlich. Denn groß wurden diese zwar auch, weil Politik in ihrem Sinne handelte. Entscheidend aber war und ist immer, ob ein Produkt als Angebot von den Menschen auch angenommen wird. Wir haben – die Regeln des kapitalistischen Marktes befolgend – nach unserer persönlichen Rendite entschieden. Auf der Strecke blieben die sogenannten Kleinen, mit ihnen die Vielfalt – und nicht zu vergessen: die Empathie. Der Niedergang der Tante Emma Läden ist – aus meiner Sicht – ein Symbol für das “Geiz ist geil” – Prinzip, das wir öfter befolgen, als wir es uns zuzugeben wagen. Wo “Geiz ist geil” regiert, regiert auch Besitzstandswahrung – und zwar in allen Schichten einer solchen Gesellschaft. Besitzstandswahrung und Verteilungskämpfe sind die Folge. Auf der anderen Seite erleben wir unreflektierten Konsum. Gerade dieser – als letzter Instanz in der kapitalistischen Verwertungslogik – trägt den Keim des Krieges in sich. Ein Beispiel aus dem hier und heute möchte das deutlich machen. Reden wir über Elektroroller, denn unter anderem ihr Erscheinen betrifft sehr wohl die Frage von Krieg und Frieden. Wir haben es hier mit einem bestimmten Konsum, getriggert durch Anreize zu tun. Ob sich die Nutzer dieser Gefährte jemals gefragt haben, welche tiefgreifenden Konsequenzen mit der Einführung solcher Produkte verbunden sind?
    Für die Akkus dieser Gefährte wird Cobalt benötigt. Über die Hälfte davon kommt aus der Demokratischen Republik Kongo. Größter Anbieter ist ein Schweizer-Konzern: Glencore (1).
    In dieser Republik des Kongo gibt es privilegierte Kinder – Kinderarbeiter die bevorteilt sind, weil sie nämlich über eine Schaufel verfügen und deshalb nicht mit bloßen Händen nach dem wertvollen Rohstoff graben müssen.

    weiter hier: https://peds-ansichten.de/2019/09/ko...eit-wohlstand/
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  10. #20
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    Legenden vom Freihandel

    Wo Freihandel drauf steht, ist nicht automatisch Freihandel drin.

    Beschäftigen wir uns in diesem Artikel mit einer Grundsatzfrage: der nach der Sinnhaftigkeit des globalen Freihandels. Die Globalisierung ist schließlich nichts weiter als der Prozess hin zu einem totalen Freihandel. Fragt sich, ob wir alle das Gleiche unter dem Begriff verstehen. Danach können wir untersuchen, wer und warum ihn überhaupt benötigt.
    Auf das Thema wurde ich immer wieder gestoßen, vermehrt in jener Zeit, als in den USA ein neuer Präsident gewählt worden war, der sich den Protektionismus auf die Fahnen geschrieben hatte. Damals konnte man des öfteren Beiträge wie diese in der ARD-Tagesschau – im medialen Einheitsbrei natürlich nicht nur bei ihr (1,2) – finden (b1):


    Die damalige Wirtschaftsministerin Zypries echauffierte sich zu Trumps Dekreten mit:
    Sie [die Dekrete] zeigen aber, dass die USA offensichtlich abrücken wollen von freiem Handel und geltenden Handelsabkommen.
    Das angeblich freieste Land der Welt wünscht keinen Freihandel mehr, warum? Gab es den denn überhaupt jemals? Was ist das eigentlich: freier Handel oder kurz Freihandel? Gern wiederhole ich an dieser Stelle ein paar Grundsatzfragen:
    • Wie und wodurch ernähren wir uns und was hat das mit dem sogenannten Freihandel zu tun?
    • Auf wessen Kosten leben wir und wie lange kann das noch gut gehen?
    • Wieso muss unsere Wirtschaft ständig weiter wachsen? Eine die es nur kann, wenn das Mantra des Freihandels um jeden Preis durchgesetzt wird.
    • Warum benötigt der Freihandel eine ganz bestimmte, monopolisierte Form von Geldsystemen?
    • Warum ist Geld überhaupt der entscheidende Faktor bei der Wahl gesellschaftlicher und individueller Entscheidungen – statt der realen Faktoren, wie Natur, Ressourcen und Menschen?
    • Worauf basieren die sozialen Ungleichheiten in unserem doch so reichen Land, vor allem aber in anderen Ländern, die angeblich durch den Freihandel “beglückt” werden?
    • Wie definieren wir Reichtum, an welchen Parametern bemessen wir ihn, wem muten wir dafür Armut zu?
    • Woran machen wir unser eigenes Glück und das Glück anderer Menschen fest?
    • Welche Ursachen hat das Klima der Angst und des gegenseitigen Misstrauens in unserer Gesellschaft – und nach außen?
    • Aber vor allem: Ist der “Freihandel” – so wie er in der Gegenwart umgesetzt wird, friedlich? Wie stehen wir als Gesellschaft mit unseren Entscheidungen zur Frage von Krieg und Frieden?

    Diese fundamentalen Fragen sind in den großen Medien – milde ausgedrückt – unterrepräsentiert. Das gleiche gilt für die Politik. Warum ist das so? Stattdessen – so vermittelt es uns die Meinungshoheit – ist der sogenannte Freihandel, Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung fundamental für unseren (materiellen) Wohlstand. Wobei sie völlig ausblendet, dass Wohlstand in unserer entwickelten Gesellschaft überhaupt nicht das Problem ist, sondern eher die überbordende Produktion und einseitige Verteilung von Reichtum. Statt der realen, existenziellen Probleme werden uns damit Fiktionen vorgesetzt – derer wir uns auch noch annehmen. Doch vom Erkennen, Diskutieren und Angehen der existenziellen Probleme auf unserem Planeten hängen doch die Lösungsansätze ab, die auch unseren Kindern und Kindeskindern noch ein würdevolles Leben auf unserem Planeten ermöglichen können – oder es unmöglich machen! Statt sich mit den hautnahen, für jeden fühlbaren Problemen unserer Gesellschaft zu beschäftigen, lassen wir uns – alle Schichten betreffend und damit die breite Masse der Bevölkerung umfassend – bereitwillig in eine Scheinwelt entführen, die uns Probleme auftischt, mit denen wir uns offenbar beschäftigen sollen. Wieso lassen wir das zu? Der Raubbau an Ressourcen der Natur geht ungebremst weiter. Wir leben auf Kosten anderer Menschen, beuten sie aus und verklappen dann auch noch den Müll bei ihnen. Weil dieser Raubbau zum großen Teil in andere Staaten ausgelagert wurde, ist das entsprechende Bild hierzulande auch noch extrem weich gezeichnet. Eigentlich ein Vollzeitthema für empathische Menschen, aber Dauerthemen sind andere – und wir schnupfen sie auf. Wie kann das sein? Das Gieren um die Ressourcen dieser Erde hat uns in unzählige Kriege geführt. Die Empfindung, dass der benutzte Begriff Freihandel das freie Handeln, inbegriffen Verhandeln zum beiderseitigen Vorteil beschreibt und damit gut für die Menschen und die Menschheit ist, verhindert das rationale, reflektierende Erkennen. Jenes, das uns auch den Freihandel als Mittel zur Etikettierung in einem Spiel sichtbar macht, in dem angeblich für alle Teilnehmer die gleichen Chancen – wie immer man die auch definieren mag – gegeben sind. Diese Etikettierung kaschiert allerdings die Ausbeutung von Menschen, Natur und Ressourcen. Eine Ausbeutung die auf den Prämissen von Macht und Herrschaft beruht. Machtverhältnisse widerspiegeln letztlich immer das Streben nach einseitigen Vorteilen für den Stärkeren. Freihandel ist also ein Eigenname, eine Marke die – wie so oft in der Werbung – eine Täuschung ist. Freihandel hat nichts zu tun mit dem reinen, bedarfsmäßigen und damit allen nützenden Austausch von Waren – selbst wenn es über ein Geldsystem organisiert ist. Denn in einer, zugegebenermaßen ziemlich utopischen Welt dient Geld als Mittel zum Zweck, eben dem fairen Austausch von Gütern. In unserer Welt jedoch dient der Austausch von Gütern der Sicherung und Mehrung von Vermögen – in Geld. Die Verhältnisse sind auf den Kopf gestellt. Das ist eindeutig mit dem maßlosen Ausbeuten von Ressourcen verbunden, nur um ein nicht enden sollendes Wirtschaftswachstum sichern zu können. Denn ohne dieses gibt es auch keine Mehrung des Kapitals – ein völlig irres, von den Menschen selbst erfundenes und auch noch sklavisch befolgtes System. Große asiatische Nationen wie China und Indien eifern inzwischen dem nach, was die westlichen Staaten bereits seit Jahrhunderten betrieben. Auch wenn wir uns eine Scheinwelt zimmern, leben wir in einer realen Welt. Und die Wirklichkeit wird uns einholen, ganz sicher. Warum also sind unsere Medien nicht voll von den tatsächlich anzupackenden Aufgaben? Kurzsichtiges, auf den eigenen Vorteil ausgerichtetes Denken hat offenbar nach wie vor die Hoheit über weitsichtige, unbequeme und zum kollektiven Handeln auffordernde Prozesse. Mehr noch weist es auf Abhängigkeiten hin – zu jenen, die vom umgesetzten System und aus der Sicht von Kapitalinteressen gesehen am meisten davon profitieren. Und in diesem Kontext weist oben zitierter ARD-Artikel, wenn auch ungewollt und nur mittelbar, auf einen Brennpunkt hin, der im Prinzip so ziemlich alle oben aufgeführten realen Herausforderungen unserer Gesellschaften aufnimmt – eben den Freihandel. Der Freihandel wird durch die Meinungsführer, deren Apologeten sich weit über Politik und Medien tief in den Bereich von Bildung und Ideologien verzweigen, wie als wissenschaftlich bewiesen und faktisch alternativlos hingestellt. Gemeinhin wird er in einem Zug mit Demokratie und Globalisierung genannt. Vor allem auch letzteres präsentiert man uns als faktisches Naturgesetz und damit unvermeidlich und zwingend notwendig für das Funktionieren von Gesellschaften. Weil über diese Mechanismen nämlich der Aberglaube vom Wirtschaftswachstum, das niemals enden darf, existent gehalten wird. Deshalb wage ich zu behaupten: Freihandel, Wirtschaftswachstum, Demokratie und Globalisierung sind als Begriffe von der Matrix annektiert und verbunden sowie in einen moralisch ehrenwerten Kontext gebracht worden. Wie war doch gleich die Behauptung zur Notwendigkeit von Wirtschaftswachstum? Es schaffe Arbeitsplätze und Wohlstand. Weil wir nur über Wirtschaftswachstum die Kosten für Arbeitsplätze und Wohlstand finanzieren könnten. Kosten? Welche Kosten? Woran machen wir denn Kosten fest? Verdeutlichen wir uns im Folgenden die Absurdität unseres Wirtschaftssystems. Und um zu verstehen, wie abgefahren das ist, benötigen wir kein Studium der Ökonomie oder Betriebswirtschaft. Wir produzieren auf Teufel komm raus, um unsere Kosten zu finanzieren? Was verstehen wir unter Kosten? Geld. Und jeder nickt. Kaum einer hinterfragt. Es wird hingenommen wie ein unverrückbares, von Gott gegebenes Gesetz. Geld ist das knappe Gut in den Gesellschaften. Ausgerechnet das Einzige, das sich inzwischen in praktisch beliebiger Höhe generieren lässt, virtuell und als reine Verrechnungseinheit nutzbar, ausgerechnet das ist immer knapp. Alle anderen Ressourcen sind endlich, aber die beuten wir aus, als wären sie in beliebiger Menge verfügbar. Nichts drückt den Widersinn derzeit besser aus, als die massive politisch-mediale Heiligsprechung des Elektroautos zum angeblichen Klimaretter. Denn um es ganz klar zu sagen: Das Elektroauto ist ein weiterer Sargnagel zur Ruinierung der Umwelt und Destabilisierung von Gesellschaften.
    Wir nutzen Geld nicht, um die zur Verfügung stehenden Ressourcen zu verwalten. Stattdessen nutzen wir die endlichen Ressourcen, um das in beliebiger Höhe erschaffbare Geld zu verwalten. Was ist das für eine verdrehte Logik?
    Wir meinen, Geld wäre notwendig, um Essen und Trinken zu können. Und sind so weit, dass wir bedauernd mit den Schultern zucken, wenn Menschen verhungern, weil sie nicht wirtschaftlich, nicht effizient genug produzieren konnten. Weil sie nicht wettbewerbsfähig waren – was für ein Zynismus! Das Menschen anderswo arm, bettelarm sind – und zwar im Sinne der Grundbedürfnisse von Menschen und nicht gemessen am Typ des Autos, der Wohnungseinrichtung oder der Anzahl und Typ elektronischer Kommunikationsmittel. Dafür ist “mangelnde Wettbewerbsfähigkeit” eine zynische Umschreibung. Es ist die Verhöhnung der Opfer des Freihandels durch die profitierenden Täter. Dabei ist der Profit der Täter ein äußerst Zweifelhafter. Wollen wir tatsächlich immerfort, Tag für Tag wettbewerbsfähig sein? Was steckt hinter diesem Anspruch? Vielleicht jener, der meint, wenn man schon sein Leben lang im Hamsterrad unterwegs ist, sollte es doch wenigstens ein Wohlstands-Hamsterrad sein? Dabei sage ich ja nicht, dass diese tief in die Gesellschaften eingebrannte Matrix, welche das Geld – einen Glauben – über die Natur stellt, so einfach abgeschafft werden könnte. Aber die Gesellschaft insgesamt wagt ja nicht einmal, dem Problem überhaupt ins Auge zu blicken. Dass wir damit doch unsere schiere Existenz schon in der nahen Zukunft gefährden, darf einfach nicht wahr sein – tut es aber. Geld ist Religion, eine Ideologie. Es ist reiner Glaube, dass Geld wertvoll sei und wenn man es glaubt, handelt man entsprechend. Der Freihandel, den die USA in den vergangenen sieben Jahrzehnten durchsetzten, beruhte auf dem weltweiten Glauben, dass der US-Dollar wertvoll sei. Wer es nicht glaubte, wurde durch die überwältigende Stärke der US-Militärs – im Bündnis mit Geheimdiensten, Politik und treuen Medien – davon “überzeugt”. Womit wir zurückkehren zum Protektionismus der US-Regierung unter Donald Trump. Denn die Aufwände zur Sicherstellung des Glaubens an den US-Dollar sind ins Unermessliche gestiegen und haben die USA wirtschaftlich zu einem Koloss auf tönernen Füßen gemacht. Das erkennen wir aber nicht, wenn wir auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes schauen, bei dem die USA – Stand 2017 – noch immer die Weltrangliste anführen. Denn im BIP versammeln sich auch alle Dienstleistungen, zum Beispiel auch alle Finanzdienstleistungen. Das Problem der USA ist nicht in Zahlen sichtbar, sondern in den handfesten Bildern seines Landes. Man sieht es an heruntergekommenen Industrien, verödeten Wirtschaftsregionen, am hemmungslosen Raubbau an den eigenen Ressourcen. Die USA haben – aus Profitgründen – über Jahrzehnte hinweg ihre Produktion ausgelagert. Erst waren es die Tigerstaaten, welche die Rolle der verlängerten Werkbank übernahmen, dann wurde diese von China übernommen. Mit dieser Produktionsverlagerung, verlagerte sich allerdings auch zunehmend der Schwerpunkt an Technologie und Wissen in andere Weltregionen. Der Freihandel, so wie ihn die USA betrieben, war gut für die Geschäftsbücher der Konzerne, aber er war auf Dauer nicht gut für das Land. Die USA kauften sich für ihre US-Dollars, für auf Macht und reinem Glauben beruhende virtuelle Werte ein, was sie brauchten. Sie konsumierten auf Kosten anderer, doch real verarmten sie dabei auch selbst! Der Preis für die Profitgier des Militärisch-Industriellen Komplexes der USA ist ein geistige, intellektuelle und soziale Verarmung im Land. In vielen Bereichen sind die USA heutzutage nicht mehr konkurrenzfähig. Bislang kompensierten sie das mit ihrer politischen und militärischen Macht, die ihren Mitbewerbern gleich noch die Ideologie der “einzigartigen Nation” aufzwang. Doch die militärische Überlegenheit, der Garant für das Funktionieren des Petro-Dollars, sie schwindet. In Jahres-Budgets von 700 Milliarden US-Dollar für das Pentagon und weit mehr als 50 Milliarden für Geheimdienste steckt auch Ineffizienz und maßlose Preistreiberei der Rüstungskonzerne. Die Gründe für das im Vergleich zu den Vorgängerregierungen deutlich geänderte Gebaren der Trump-Administration liegen also nicht in Durchgeknalltheit und natürlich schon gar nicht im Verfall irgendwelcher moralischen Werte. Sie liegen in der schlichten Erkenntnis, dass die Vereinigten Staaten von Amerika mit der Weiterführung der bisher betriebenen Politik das System im eigenen Land als solches gefährden. Die von den USA in letzter Zeit verabschiedeten wie angedrohten Sanktionen gegen diverse “Mitbewerber” im “Freihandelssystem” sind dabei auch indirekte Botschaften an US-Konzerne, wieder mehr im eigenen Land zu investieren, um so nicht “zufällig” mitbetroffen zu werden – was sehr schön an Apple, einschließlich seiner verlängerten Werkbänke in China ersichtlich wird (3). Donald Trump und andere sehen eine Gefährdung von Geschäftsinteressen, wie sie auch den Block “freier Nationen” in Europa als das betrachten, was diese schon immer waren: dienstbare Geister zur Umsetzung der eigenen Interessen und ansonsten – Konkurrenten. Bleiben Sie bitte schön aufmerksam.


    Quelle: https://peds-ansichten.de/2019/09/fr...chaftwachstum/
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

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