Seite 4 von 5 ErsteErste 12345 LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 41

Thema: DIE UNO

  1. #31
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    20.468
    Blog-Einträge
    189
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 505326

    Die UNO – Machtinstrument gegen Korea (2)

    Im ersten Teil dieser Artikelreihe konnten wir erfahren, dass hinter der Teilung Koreas am 38. Breitengrad kein strategischer Deal zwischen den USA und der UdSSR (in Jalta oder Potsdam vereinbart) steckte. Was von sowjetischer Seite Handlungen im Rahmen der mandschurischen Operation darstellte, war von US-Seite schlicht eine Okkupation. Auch und gerade deshalb, weil sofort und massiv in die sich selbst organisierenden koreanischen Strukturen eingegriffen wurde. Was genau damals geschah, soll Inhalt des vorliegenden Textes sein. (a1)Stellen wir vornan noch dies, als gutes Beispiel wie durch Feinheiten das Geschichtsbewusstsein der Menschen geprägt wird:„Die Kolonialherrschaft über die Koreanische Halbinsel endete offiziell mit der Kapitulation Japans am 15. August 1945, de facto aber erst vollständig mit der Übergabe der Provinz an die US-amerikanische Siegermacht am 9. September 1945.“(1)Die deutsche Wikipedia hat damit ein manipulatives Meisterstück hingelegt, das sich nicht so schnell erschließt. OFFIZIELL steht für das VÖLKERRECHT, DE FACTO für die (das Völkerrecht brechende) MACHT. „Provinz“ verbirgt die Tatsache, dass Korea eine nationale Identität mit Staatsgrenzen, ein Völkerrechtssubjekt war. Wer hatte damals irgendein Recht, Korea an die USA zu übergeben? Weil den Japanern Korea nicht gehörte, konnten die es schon einmal nicht. Die Koreaner selbst aber hatten niemals vor, ihr Land neuen Besatzern zu überlassen. Es wurde ihnen genommen! MACHT nimmt sich das Recht und schreibt es danach fest, damit die Menschen es nachfolgend, rechtgläubig wie sie sind, hinnehmen.Ausbruch aus der Macht der DeutungshoheitWas ich den Lesern eingangs dieses Artikels daher auch empfehle, ist der Versuch, sich zu trennen von der Interpretation des 38. Breitengrades in Korea, als einer in Folge innergesellschaftlicher Prozesse historisch gewachsenen Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Das ist die Geschichtsschreibung derjenigen, welche über die Köpfe der Koreaner hinweg den Zwist und die Teilung beabsichtigten. Es ist Geschichtsfälschung. Der 38. Breitengrad ist eine Begrifflichkeit des „Teile und Herrsche“.Die Koreaner haben diese künstlich gezogene Grenze schlicht nicht erfunden, nicht gewollt und auch nicht akzeptiert. In diesem Kontext muss man so auch die Ereignisse in den Jahren 1945 bis 1950 einordnen.Der 38. Breitengrad war von Anfang an eine künstliche und von einer fremden Macht, nämlich den USA, gezogene Grenze, mit dem Ziel eines status quo, der diese Grenze später zu einem Völkerrechtssubjekt und damit die Teilung unheilbar machen würde. Diese nicht heilende Wunde konnte später immer und jederzeit offen ausbrechen. Konflikte konnten so gezielt geschürt und erneut entfacht werden.Man hat der nordkoreanischen Regierung im Jahre 1950 vorgeworfen, das Völkerrecht verletzt zu haben, weil deren Armee doch völkerrechtswidrig eine Grenze überschritten hätte.Hallo!? Hatte sie?Von welchem Völkerrecht reden wir hier?Ich greife erneut vor, in dem ich darauf hinweise, dass die Vereinten Nationen, kaum dass sie gegründet waren, diese willkürliche Grenzziehung seitens der US-Amerikaner zu einem durch das Völkerrecht gestützten Gebilde machten. Fragen Sie sich an dieser Stelle, wem das Völkerrecht tatsächlich nützt, wer es für was benutzt und wo das Völkerrecht tatsächlich im Sinne seines Anspruches eingesetzt wurde.Noch einmal:Wer hatte diese Grenze festgelegt? Wieso ist das willkürliche Festlegen von Machtsphären, das gewalttätige Eingreifen in gesellschaftliche Prozesse eines Landes, tausende Kilometer von den Grenzen der USA entfernt, nach fünf Jahren ein Völkerrechtssubjekt, das nicht mehr angetastet werden darf!? Was wir hier lernen dürfen ist, dass Macht sich das Recht schafft und danach als Völkerrecht verbriefen lässt, sodass diejenigen, welche sich der Macht nicht unterordnen, als Rechtsbrecher angeklagt werden können. MACHT SCHAFFT SICH IHR RECHT.Also: 1945 definierten die (sich so sehenden) neuen Herren dieser Welt eine Grenze in einem fremden Land – einfach Kraft ihrer Macht und motiviert durch einen unbegrenzten Herrschaftsanspruch. Fünf Jahre später beriefen sie sich auf das Völkerrecht, als diese Grenze im von ihnen entfachten innerkoreanischen Zwist als nicht bindend betrachtet wurde und konnten sich dabei auf „die Völkergemeinschaft“ berufen.Die „Völkergemeinschaft“ begann nun hinter den Kulissen mehr oder weniger intensiv von den USA aufgefordert, Krieg in Korea zu führen, um die „Verletzung“ des willkürlich definierten Grenzkonstrukts zu bestrafen. Das alles war aber keine Durchsetzung sondern eine Vergewaltigung des Völkerrechts. Es war ein Vergewaltigung nicht des zur Fassade verkommenen Völkerrechts, sondern des wahrhaftigen, welches das Recht der Völker auf Selbstbestimmung klar in seiner Semantik ausdrückt.Wie war es möglich, dass „eine Koalition der Willigen“, bestehend aus über 20 Staaten, den Völkerrechtsbruch auf der koreanischen Halbinsel mittrug? Waren diese und spätere „Koalitionen der Willigen“ wirklich Ausdruck des Willens der Völkergemeinschaft?Ja, wie war es möglich, dass die noch jungen Vereinten Nationen – als Organisation der Völker – diesen Frevel an den Koreanern, einen losgetretenen Krieg, dessen Bombenkrieg allein schon Millionen Tote forderte, überhaupt überleben konnten!?Es geht überhaupt nicht darum, wer damals zuerst die „Grenze“ überschritten hatte. Als der Krieg in Korea begann, hatte die Eigendynamik des in die Gänge gebrachten Prozesses hin zur Konfrontation längst Besitz von selbigem ergriffen. Entscheidend aber ist doch, dass dort überhaupt eine Grenze willkürlich geschaffen worden war, wo es sie zuvor nie gegeben hatte. Das wird bei der ganzen Diskussion zu den Ursachen des Korea-Krieges bis heute schlicht ausgeblendet.Das einfache Konzept, das nicht erkannt wirdSchauen Sie in die Gegenwart und Sie erkennen kristallklar die Parallelen. In Syrien haben die USA (Stand Februar 2018) seit ein paar Monaten einseitig eine sogenannte Demarkationslinie (entlang des Euphrat-Tales) deklariert. Sie haben mit Gewalt und Desinformation des Medienpublikums den Vorläufer einer Grenze geschaffen. Hinter dieser Linie schaffen sie Parallelstrukturen nach ihrem Gutdünken. Sie korrumpieren dort ganz gezielt die „kleinen Eliten“ mit Geld und Posten und sie rüsten die dortige Gesellschaft hoch(a2).Beständig wird dabei in den Medien das Zerrbild verbreitet, diese Demarkationslinie wäre ein Völkerrechtssubjekt, an das sich Syrien zu halten hätte. Das alles mit der Indoktrination, welche durch Propaganda ein Feindbild auf der anderen Seite dieser Linie schafft. Die USA trennen mit dieser Grenze auch und vor allem die Menschen voneinander. Sie kappen bewusst die sozialen Bindungen und können nun mit Propaganda hässliche Narrative „von den Anderen“ unter die Leute bringen. Dadurch wird Angst getriggert. Angst führt aber zu emotionalen, unterbewussten Reaktionen, zu Verteidigungshandlungen (subjektiv so erlebt), zu Krieg. So wird polarisiert, um eine Gesellschaft zu zerreißen.Nichts anderes taten die USA ab dem Jahr 1945 in Korea.Heute dürfen wir auch erkennen, dass die damalige Feindbildprojektion, benamt mit Kommunismus, nichts weiter als ein absichtsvoll geschaffenes Angstbild zur emotionalen Beeinflussung der Bevölkerung war. Es war aber nicht der Kommunismus an sich, sondern die Verweigerung des riesigen Sowjetreiches, sich mit samt seinen Ressourcen dem Imperium (erst dem britischen – später dem anglo-amerikanischen) zu unterwerfen.Heute gibt es den Kommunismus als solches im Prinzip nicht mehr. Also hat man die Feindbilder einfach ausgetauscht gegen Diktaturen, internationalen Terrorismus und den sogenannten radikalen Islamismus. Doch nutzt man die gleichen Mechanismen wie vor 70 Jahren, um mit Gewalt Herrschaftsansprüche durchzusetzen. Dabei wächst die Hemmungslosigkeit mit dem Anwachsen der Macht-Besitzenden.Wer genau hinschaut, sieht, wie dieses System sein Wesen nach außen projiziert. Ein diktatorisches, sich für alternativlos haltendes, religiös eiferndes System, das überall Feinde sieht. Die benötigt das System, um auf sie zeigen zu können. Damit die Menschen nicht merken, dass die Gefahr für deren Frieden vom Herrschaftssystem selbst ausgeht und sie damit das System im eigenen Kopf tragen und leben.Es machen eh alle das Gleiche? Falsch.Im Märchen vom Gut und Böse sind die Dinge einfach, klar strukturiert und man kann sich auch sehr schön auf der (vorgegebenen) „guten Seite“ einordnen. Schließlich sind wir nicht die Bösen. Und alles was darüber hinaus geht, wird damit begründet, dass „die Anderen“ ja das Gleiche machen würden. Daher möchte ich als Nächstes festhalten: Was die US-Amerikaner und die Sowjetunion in Korea taten, war eben NICHT das Gleiche!Versuchen Sie nicht, hier ein Urteil meinerseits zu entdecken. Es geht nicht um Urteile und erst recht geht es nicht um Verurteilungen. Es geht um eine schranken-überwindende, daher mutige Betrachtung dessen, was damals wirklich geschah. Nichts bringt uns das fortwährende moralische Aufrechnen der „bösen“ Taten. Lassen wir die Fakten sprechen. Versuchen wir lieber Geschichte und damit die Logik des Krieges zu verstehen.Neokolonialismus mittels OpportunismusGeht es um die Unterwerfung einer Gesellschaft, dann müssen deren Schwachstellen infilitriert werden. Dazu gehört zuallererst die Stärkung des Machtapparates für die nationalen oder regionalen Eliten. Speziell wird auf jene gezielt, welche die neokoloniale Politik, die im Land wirksam werden soll, wunschgemäß umsetzen. Dafür werden sie korrumpiert und hofiert.Gibt es sie nicht, dann müssen sie aufgebaut werden. Zur Not geschieht das im eigenen Machtbereich, von dem aus sie zur passend geschaffenen Gelegenheit als „Demokraten“ aus dem Hut gezaubert werden. Regionale Eliten, vor allem solche, die etwas zu verlieren haben, sind besonders wertvoll, weil sie extrem gut für nationale Spaltungsprozesse zu gebrauchen sind. Beispiele dafür gibt es reichlich. Man schaue nach Indien, Afghanistan, Iran, Irak, Syrien, Jugoslawien, Kongo, Libyen, Vietnam, Sudan, Yemen … Eine Gesellschaft wird heutzutage immer von innen heraus angegriffen, ihre inneren Konflikte werden ausgenutzt.Für die sich der fremden Macht dienstbar zeigenden Eliten stärkt man ganz gezielt den Militär- und Repressionsapparat. Oft meinen diese (nationalen) Eliten, pragmatisch zu handeln und mit Zweckbündnissen nationale Ziele erreichen zu können. Sie glauben, die fremde Macht für die eigenen Interessen benutzen zu können, erkennen aber in ihrer Selbstüberhebung selten, dass es genau umgekehrt ist.Wir reden also von universellen Prinzipien und schweifen wir mal kurz ab von Korea. Meine Hervorhebung im folgenden Zitat möchte darauf aufmerksam machen, wie man Gesellschaften dazu bringt, sich selbst einer fremden Macht zu unterwerfen und wie weit man das auf den einzelnen Menschen herunter brechen kann. Man schafft Bedingungen in einem Land, die Druck auf Bevölkerungsschichten erzeugen und korrumpiert sie dann. So kann man auch lokale „Sicherheitskräfte“ rekrutieren.„In Afrika soll es dabei vor allem um Ausbildungshilfen für die dortigen Armeen gehen, denn ein gut ausgebildeter Soldat ist erstmal ein Wert an sich. Aber er kann das natürlich nicht nutzen, wenn die Befehle die falschen sind.“(2)Der Repressionsapparat wird – nicht erst seit heute – vorwiegend aus der angegriffenen Gesellschaft rekrutiert. Dass er die „richtigen“ Befehle ausführt, dafür sorgen die ausländischen Berater, welche plakativ eine demokratische Gesellschaft helfen aufzubauen, inhaltlich jedoch für die Durchsetzung von Interessen sorgen. Natürlich ist der Wert (im Zitat) durch subjektive Interessen bestimmt – fremde Interessen! Der gerade zitierte Tagesspiegel hatte es in seiner Überschrift zum Artikel selbst auf den Punkt gebracht:„Es geht um unsere Interessen und Werte.“(3)Unsere Interessen? Ihre, meine?Ja, natürlich! Aus unserem Bedarf, den wir in der Konsumgesellschaft ausleben, unserem Einkaufsverhalten, unserer Art von Mobilität, unserem Reisehunger, unserem Wegwerfverhalten, generiert sich selbstredend, dass anderswo ein gewünschter Repressionsapparat unsere Interessen machtvoll vertritt. Denn wir haben wenig Lust dieses Verhalten zu ändern. Wir reden hier von einem gezielt ausgesuchten Repressionsapparat. Aber was hat das mit Korea im Jahre 1945 zu tun?Dazu nun ein weiteres, längeres Zitat. Die Äußerung stammt vom US-amerikanischen Chef der damaligen südkoreanischen Polizeidivision, Oberst William H. Maglin:„Als wir hier die Polizei übernahmen, waren unter den 20.000 Mann 12.000 Japaner. Was wir taten, war Folgendes: Wir schickten die Japs nach Hause, stockten die Zahl der Koreaner auf und bauten einen Apparat auf, in den sämtliche jungen Männer integriert wurden, die der Polizei vorher geholfen hatten. Einige fragten sich, ob es klug sei, von den Japanern ausgebildetes Personal einfach zu übernehmen. Doch wir dürfen nicht vergessen: Viele Leute sind geborene Polizisten. Wenn sie unter den Japanern einen guten Job verrichteten, warum nur sollten sie dann nicht auch für uns einen guten Job tun? Es wäre doch unfair gewesen, sie nur deshalb davonzujagen, weil sie früher einmal unter den Japanern gedient hatten.“(4)Ein US-Oberst meinte: „warum nur sollten sie dann nicht auch für UNS einen guten Job tun?“. Das war keine unbeholfene Stellungnahme, es war das, was die US-Militärs überhaupt nach Korea trieb. UNS – es ging um UNSERE Interessen.In diesem Zitat bündeln sich Arroganz, Ignoranz und Inkompetenz der US-Machtbürokratie, welche gedachte, die zukünftige Entwicklung Koreas zu gestalten. Menschen, die von dem Land und seinen Menschen absolut keine Ahnung hatten, griffen drastisch in dessen Machtstrukturen ein. Es sollten die Gleichen sein, die 1950 die UNO „um Hilfe anriefen, um den Frieden in Korea zu retten“.Erkennen Sie die Gleichartigkeit der überhebenden Betrachtungsweise zum weiter oben aufgeführten Zitat des Tagesspiegels? Man benutzte einfach Menschen aus der zu unterwerfenden Gesellschaft, um im Machtspiel die eigenen – ausschließlich die eigenen – Machtinteressen durchzusetzen. Die Schwere der Entscheidung, zu Tausenden japanische Kollaborateure in die Sicherheitskräfte Südkoreas zu integrieren, ist kaum abschätzbar. Allein damit waren blutige Konflikte für die kommenden Jahre in Korea vorprogrammiert.Wie finden Sie es, dass nicht ein einziges Mitglied in der US-Militäradministration für Korea die Sprache des Landes sprechen konnte?(4) Aber diese Leute traten an, um Koreas Gesellschaft zu formen.Für die Herrschaftsansprüche des neuen Imperiums war das Vorgehen natürlich „normal“. Sie wollten herrschen: Was lag also näher, als das Herrschaftssystem einfach von den entmachteten Herrschern zu übernehmen und dann entsprechend den eigenen Bedürfnissen und weiter reichenden Zielen anzupassen. Es hatte die USA eh erst ab einem bestimmten Zeitpunkt überhaupt interessiert, was in Korea (und China) geschieht, womit ich erneut auf das Grand Area Planning verweise, das als Strategiepapier des Council on Foreign Relations zur Handlungsmaxime des US-Außenministeriums wurde.Es muss also immer wieder der geschichtliche Kontext einbezogen werden, um zu verstehen, warum diese selbstherrliche Entscheidung der völkerrechtswidrig über (Süd-)Korea etablierten US-Administration ein Schlag in das Gesicht der überwältigenden Mehrheit der Koreaner war. Welcher der Entscheidungsträger in den USA hatte sich wirklich ernsthaft, wozu eine gewisse Fähigkeit des Mitfühlens gehört, für das Schicksal Koreas in den Jahrzehnten zuvor interessiert?Dabei hätten die neuen Möchtegern-Herrscher dieser Welt nur ein paar Wochen zurück schauen müssen.Wussten Sie schon, dass die US-Amerikaner während sie ab dem 11. August 1945 freimütig darüber entschieden, wie und bis wohin sie in einem Opferland des japanischen Imperialismus einmarschieren würden, Tage zuvor mehrere zehntausend Koreaner umgebracht hatten und durch ihren Einsatz der Atombomben weitere tausende Koreaner in den folgenden Monaten erbärmlich verreckten? Mindestens ein Fünftel aller Opfer der Infernos von Hiroshima und Nagasaki waren Koreaner!(5,6)„Im Zuge ihrer Kriegführung in Ost*asien hatte die kaiserlich-japanische Armee in den 1930er und 1940er Jahren zwischen 1,5 und zwei Millionen Menschen aus Korea nach Japan verschleppt, die dort zwölf bis fünfzehn Stunden täglich als Zwangsarbeiter in Bergwerken, Kohlegruben und auf Werften schuften oder als Soldaten dienen mußten. […] Allein in der Präfektur Nagasaki lebten im August 1945 schätzungsweise 63000 koreanische Zwangsarbeiter, davon 30000 in der Stadt selbst. Sie waren zum Dienst für den Mitsubi*shi-Konzern abkommandiert, der dort Kreuzer und Torpedoboote für die kaiserliche Kriegsmarine fertigte und reparierte. Als Nagasaki vor 68 Jahren in Schutt und Asche gelegt wurde, starben etwa 40000 dieser Zwangsarbeiter unmittelbar oder innerhalb eines Jahres an den Folgen.“(6)Japan hatte ein grausames System der Zwangsarbeit installiert, um seine Kriegswirtschaft effektiv und profitabel betreiben zu können. Ebenso brutal verfolgte die Besatzungsmacht jeden aufkeimenden Widerstand. Zehntausende koreanische Frauen und Mädchen wurden verschleppt und systematisch in Militäbordellen der Japaner vergewaltigt.(7,8)Koreanisch wurde erst als Amtssprache, später auch im privaten Gebrauch verboten und zu dessen Überwachung ein Spitzelsystem erschaffen. Die Koreaner wurden zudem gezwungen, ihre Namen abzulegen und durch japanische zu ersetzen. Die Japaner hatten sie als Herrenrasse zu betrachten.(9) Dabei arbeiteten die Besatzer mit einer korrupten und von diesem System profitierenden Elite aus Großgrundbesitzern, Adligen, Bürokraten im Dienste der Kolonialherren sowie Angehörigen im Sicherheitsapparat zusammen.Und genau diese, in weiten Teilen der koreanischen Bevölkerung verhasste Elite wurde nun zum Machtinstrument der US-amerikanischen Verwaltung umfunktioniert. Der Süden der Halbinsel kam vom Regen in die Traufe. Allerdings nicht direkt, denn dazwischen lag die beginnende Umsetzung einer hoffnungsvollen Alternative, die ganz Korea erfasste – den Norden wie den Süden. Das System der Volkskommitees wurde rasch und erfolgreich im ganzen Land etabliert. Es korrelierte in bemerkenswerter Weise mit dem Eingreifen der Roten Armee in den Krieg im Fernen Osten.Die „aggressive Sowjetunion“ „verpasst“ es, Südkorea zu erobernIm Zuge der mandschurischen Operation erreichten am 14. August 1945 sowjetische Truppen den Yalu-Fluss, der auch die Nordgrenze Koreas bildet(10). Am gleichen Tag hatte der japanische Kaiser die Kapitulation Japans verkündet. Am Folgetag wurde die Rede über die Radiofrequenzen verbreitet(11). Nicht alle japanischen Einheiten waren jedoch (auch aufgrund der schlechten Übertragungsqualität) sofort informiert, sodass sich die Kämpfe in der Mandschurei zwischen der Kwantung- und Sowjetarmee noch bis zum 23. August fortsetzten(12,b1).
    Dass Korea mit zum Schauplatz der Militäroperation werden würde, lag also an der strategischen Konzeption, mit der man die Japaner rasch zu besiegen hoffte. Ihr Kern lag in einer umfassenden Zangenbewegung und einem Vorstoß im Rücken des Gegners von See her. Das ist der Bereich am rechten Bildrand der Karte.(b2)
    Der Operationsraum endete in etwa in Nordkorea, weil nur bis dorthin Luftunterstützung und eine stabile Versorgung der Truppen gewährleistet war. Als aber die Japaner nach dem 23. August 1945 alle Kampfhandlungen einstellten, hätte doch „der böse Russe“ ohne Probleme ganz Korea besetzen können? Warum tat er das nicht? Die „aggressive Sowjetunion“ blieb einfach in Nordkorea, obwohl sie zwei Wochen Zeit hatte, vollendete Tatsachen zu schaffen. Sie war darauf aus, einen Konflikt mit dem Alliierten zu vermeiden. Denn erst am 8.September 1945 landeten US-Truppen in Südkorea. Wie erklären die westlichen Historiker ihrem Publikum diese Tatsache?(13)Gar nicht. Es passt nicht ins Narrativ und wird daher nicht weiter erwähnt. Dabei ist es offensichtlich! Aber so wird Geschichte passend gemacht – mit Selektion.Gelebte Basisdemokratie: Die VolkskommiteesDort aber wo die Japaner in Korea die Waffen niederlegten, bildeten sich spontan und landesweit Volkskommitees. Die Übergabe der Verwaltung durch die entmachteten Japaner an die Volkskommitees geschah in der Regel friedlich. Oft zogen die Kolonialherren sogar nächtens ab und überließen die Distrikte sich selbst. Was kein Problem war, schließlich sind Menschen in der Lage, sich zu organisieren und Verantwortung zu übernehmen; was sie auch taten.Arbeiterräte übernahmen die Führung der Industriebetriebe, nachdem viele der (meist japanischen) Besitzer geflohen waren. Ländereien der bis dahin über Jahrzehnte mit den Kolonialherren küngelnden Großgrundbesitzer wurden besetzt. Die koreanische Oberschicht – als Profiteur des kolonialen Systems – war völlig diskreditiert(14). Daraus ergibt sich folgerichtig, dass die Demokratisierungsbewegung von der Unterschicht und großen Teilen der Mittelschicht getragen wurde.Die Rote Armee, die bis in die letzte Augustdekade nach Nordkorea vorrückte, ließ die Volkskommitees übrigens gewähren.(15,16,a3) Warum taten das die Militärs? Waren das alles Kommunisten – diese Leute in den Volkskommitees?Wir können uns selbst herleiten, dass es unmöglich so gewesen sein kann. Gerade die Tatsache, dass sich die Volkskommitees landesweit gründeten und sofort aktiv wurden – also dort, wo sich Sowjettruppen befanden und auch dort wo sie sich NICHT befanden, zeigt ja ganz deutlich auch die neutrale Haltung der sowjetischen Militärs. Die Volkskommitees waren Ausdruck einer breiten Bewegung und spiegelten den Konsens über gewünschte gesellschaftliche Veränderungen im Lande wieder. Das ließ sich am 27-Punkte-Programm dieser sich rasch koordinierenden Bewegung erkennen, zu dessen Schwerpunkten die folgenden gehörten:
    • Durchführung einer umfassenden Bodenreform
    • Nationalisierung der Schwerindustrie
    • Einführung eines gesetzlichen Achtstundentages
    • Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes
    • staatliche Preiskontrolle bei Mieten und grundlegenden Nahrungsmitteln(17)

    Die landesweit agierenden Volkskommitees gründeten am 28. August das Komitee zur Vorbereitung der Koreanischen Unabhängigkeit, geführt von Lyuh Woon-Hyung und fungierend als provisorische Regierung von Korea(18). Schon am 6.September tagte eine große Versammlung von Repräsentanten der Volkskommitees aus dem ganzen Land in Seoul(19). Dort wählten sie aus ihren Reihen eine neue Regierung. Am 12.September schließlich wurde die Volksrepublik Korea proklamiert(20).Es gab kein Machtvakuum in Korea, das von irgendwelchen Besatzern hätte gefüllt werden müssen, um Recht und Ordnung herzustellen. Korea nahm seine Geschicke schlicht selbst in die Hand. Und die „annexionistischen Sowjets“ ließen diese basisdemokratische Bewegung einfach so gewähren. Und wer tat es NICHT? Das war die „freieste und demokratischste Nation der Welt“. Wie erklären westliche Historiker nun diese Tatsache?Sie wissen schon. Man lässt es unter den Tisch fallen. Man thematisiert einfach nicht, dass die in GANZ Korea aufkeimende demokratische Bewegung im Südteil des Landes umgehend von der „fortschrittlichsten Demokratie der Erde“ ausgehebelt wurde.Die Volkskommitees wurden – ja, natürlich – auch von Kommunisten geführt. Gerade die Kommunisten Koreas waren die stärksten koreanischen Akteure im militärischen Widerstand gegen die japanischen Kolonialherren und prägten die Partisanenbewegung. Nur logisch war es daher, dass sie eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung genossen. Doch von einer Dominanz der Kommunisten in den Volkskommitees konnte keine Rede sein – weder im Norden, noch im Süden. Sie gesellten sich zu Sozialisten, Konservativen und rechten Nationalisten(21). Sie alle vereinte das Bestreben, ein souveränes, demokratisches Korea aufzubauen.(22)Hochrangige Ideologen, Politiker und Militärs der USA hatten allerdings längst Pläne entwickelt, welche eine demokratische Selbstverwaltung in Form von Volkskommittees nicht vorsahen. Entsprechend verfügte man bald in typisch westlich demokratischer Manier deren Abschaffung. Am 8. September landete die 7. US-Infanteriedivision an der Südwestküste Koreas:„Von der gerade gebildeten koreanischen Regierung nahmen die Besatzungstruppen unter Führung von General John R. Hodge keine Notiz. Statt dessen entstand südlich des 38. Breitengrads die US-amerikanische Militärregierung in Korea […]. In ihrem ersten Generalbefehl wurde die Bevölkerung aufgerufen, deren Anweisungen strikt zu befolgen. Die Menschen in der Hauptstadt Seoul staunten nicht schlecht, als dann auch noch anstelle der koreanischen Flagge das Sternenbanner gehißt wurde.“(23)SO FUNKTIONIERT EINE ANNEXION!Nur, um das nicht aus den Augen zu verlieren: Wir reden hier nicht von der sowjetischen Armee sondern von der US-Armee. Jene, die sich in Korea ohne Hemmungen als Besatzer aufführten, hatten keinen roten Stern an ihren Uniformen. Wieso eigentlich regt es in der Meinungsführerschaft bis heute Niemanden auf, dass die US-Amerikaner einfach mal so Korea im Süden annektierten; kaum dass dieses Land vom kolonialen Joch befreit war?Wussten Sie schon, dass der letzte japanische Gouverneur seit Anfang August 1945 längst die formelle Machtübergabe an die sich gebildeten koreanischen Selbstverwaltungsstrukturen eingeleitet hatte?(24,25)Entwickeln wir das weiter. Diese Annexion war nämlich auch mit der sofortigen Etablierung einer Diktatur verbunden. Und solange die über Jahre geparkte Marionette der USA nicht installiert war, führte ihr nach Korea berufener militärischer Oberbefehlshaber diese Diktatur; war also in Funktion und praktischem Handeln selbst ein Diktator.Was wir hieraus lernen können ist die Erkenntnis, dass es der Weltmacht jenseits des Atlantik noch nie darum ging, Völker von Diktaturen zu befreien. Das ist die emotional aufgebauschte B-Geschichte, um Sie (auf der unterbewussten Ebene) zu vereinnahmen. Wenn notwendig – was oft der Fall war – waren die Vorzeigedemokraten der USA jederzeit bereit, Diktaturen vielmehr zu installieren! Südkorea ist dafür ein klassisches Beispiel.Verwechseln wir in Korea nicht Ursache und Wirkung. Als die Diktatur in Südkorea durch die USA installiert wurde, gab es in Nordkorea mitnichten eine Diktatur. Dem Einparteien-System mitsamt seinem Führerkult um Kim Il-sung, dem späteren langjährigen Präsidenten, wurde in den ersten Monaten nach der Besetzung des koreanischen Südteils durch die US-Amerikaner vielmehr das Fundament bereitet. Das „Geheimnis“ liegt in der Polarisierung der Gesellschaft, die nun rasch einsetzen würde.US-amerikanische Diktatur in SüdkoreaAm 7. September 1945, dem Tag vor der Landung US-amerikanischer Truppen in Südkorea, gab General Douglas MacArthur bekannt, dass Generalleutnant John R. Hodge die höchste administrative Position in Südkorea ausfüllen würde. Beide Männer hatten ein sehr spezielles Verhältnis zu Korea. MacArthur würde sechs Jahre später vehement den massiven Einsatz von Atombomben über Nordkorea fordern.Ohne die Prozesse (auch) in Südkorea nur im Geringsten zu würdigen, etablierte sich stattdessen die Diktatur, nämlich die US-amerikanische Militärregierung in Korea (United States Army Military Government in Korea, kurz USAMGIK). Als eine Delegation der Provisorischen Regierung der Republik Korea, welche in China arbeitete, bei Hodge vorsprechen wollte, wies er sie zurück(26).Die Legitimität dieser provisorischen Regierung war – gegenüber der koreanischen Bevölkerung – sehr zweifelhaft. Aber immerhin waren es Koreaner. Diese Exilregierung gab es schon seit 1919 und ihr erster Führer war ein gewisser Syngman Rhee. In den Jahren zuvor hatte man mit dem Vorläufer des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, der OSS (Office of Strategic Services) kooperiert, um bei Gelegenheit die Regierung in Korea stellen zu können. Ihr Sitz befand sich zuletzt in China – im Machtbereich Chiang Kai-Sheks(27).Syngman Rhee und Chiang Kai-Shek – zwei über Jahre durch die USA mit Geld und Posten geförderte Politiker. Es ist interessant, dass für die USA zu jenem Zeitpunkt selbst diese bürgerlich geprägte Exilregierung nicht gewünscht war. Die Okkupanten hatten ihre eigenen Pläne. In deren Umsetzung würden die beiden gerade genannten Zöglinge noch eine bedrückende politische Rolle spielen. Nur wenig später sollte die Provisorische Regierung nämlich gemeinsam mit Syngman Rhee und Kim Koo von den US-Amerikanern reaktiviert werden, um die Installation eines Marionettenstaates weiter voranzutreiben(28).Die des Koreanischen sämtlich nicht mächtigen US-Militärs focht es jedenfalls nicht an. Ebenso arrogant verhielt sich der US-General gegenüber den Gesandten der neuen Volksrepublik Korea und denen der Volkskommitees(29,30). Kontaktversuche aus jenen Richtungen wurden allesamt ignoriert oder zurück gewiesen. In ihrer manischen Angst vor „der roten Gefahr“, wähnten die Besatzer die Volkskommitees als kommunistisch unterwandert. Dabei waren nach offizieller Lesart die US-Truppen einzig und allein in das Land gekommen, um die japanischen Truppen zu entwaffnen.Als im November 1945 der Kongress der Volksrepublik Korea tagte, legte ihm Generalleutnant Hodge nahe, sich umgehend „freiwillig“ von selbst aufzulösen. Das wiesen die Koreaner zurück. Ganz im Sinne eines Diktators verbot Hodge nun am 12. Dezember 1945 die Tätigkeit der Abgeordneten(31,32). Kein Mensch stellt heutzutage die Frage nach der Legitimation. An solchen Ereignissen sieht man aber sehr schön, wo der Stellenwert tatsächlich gelebter Demokratie bei den (sich selbst so sehenden) wahrhaften Gestaltern der schönen neuen Welt zu suchen ist.Bereits am 9. September, einen Tag nach dem Einmarsch der US-Truppen in Seoul, bezeugte Hodge lange vorher von den USA verabschiedete Konzepte für Korea, als er anwies:
    • Die von den Japanern installierten kolonialen Verwaltungsstrukturen bleiben intakt.
    • Das gilt auch für das Personal.
    • Der japanische Generalgouverneur wird durch einen (US-)amerikanischen ersetzt.
    • Alle japansichen Verwaltungsdirektoren werden entfernt.
    • Frühere Berater und Verwaltungsangestellte der Japaner in Korea werden hinzugezogen.(33)

    So stellt es sich dar, wenn die eine Kolonialmacht durch eine andere ersetzt wird. Nur, dass in diesem Falle die neue Kolonialmacht im Gewand der Fassadendemokratie daher kam. Der Neokolonialismus verbirgt seine Herrschaftsideologie in fein gewählter Sprache von Demokratie und Freiheit. Er gaukelt den Menschen eine Unabhängigkeit vor, die sie nicht besitzen. Wenn die Menschen sich ihrer Unfreiheit nicht bewusst sind, können sie sich auch schlecht dagegen auflehnen.Installation eines koreanischen DiktatorsWenn es um Korea geht, wird beim Begriff Diktator von der Politik und Medien durchdringenden Meinungsführerschaft immerfort der Fokus auf Nordkorea gerichtet; wohlweislich verschweigend, dass man selbst generalstabsmäßig eine brutale Diktatur in Südkorea installierte. Anders ließ sich das System dort ja auch nicht ändern, denn die Einheimischen hatten in ihrer großen Mehrheit – nachgewiesenermaßen und offen angezeigt – andere Pläne in ihrem Land.Basisdemokratie war nicht das, was den US-amerikanischen Besatzern in Bezug auf Korea vorschwebte. Schließlich bedeutete das ja auch Eigenverantwortlichkeit und Souveränität und damit ein radikal eingeschränktes Steuerungsvermögen von außen. Deshalb war die anfängliche US-Militärdiktatur in Korea notwendig für die neue Weltmacht, um Zeit zu gewinnen, für „ihre demokratische koreanische Regierung“, welche zuverlässig dem Westen zugewandt sein würde(a4). Die propagierte Entwaffnung der Japaner war nur das Feigenblatt – die B-Geschichte, um Ersteres zu verbergen.Alfred Crofts, der zu jener Zeit in der Führung der US-Besatzer tätig war, sagte später:„Vor der Landung der Amerikaner konnte eine politisch rechtsgerichtete Partei, die in der Vorstellung des Volkes mit der Kolonialherrschaft assoziiert wurde, nicht bestehen. Doch kurz danach sollten wir wenigstens drei konservative Parteicliquen unterstützen.“(34,35)Da haben wir also die Botschaft: „Unsere (US-)Politik ist alternativlos und wenn es sie im Land nicht gibt, dann entwickeln wir sie dort einfach. Die passenden demokratischen Führer bringen wir gleich mit.“ Womit wir uns Syngman Rhee zuwenden.Zwar war er Koreaner, doch hatte Rhee sein Land seit Jahrzehnten nicht gesehen. Ein Großteil der Kriegsjahre verbrachte er in den USA, zuletzt in Washington. Doch hochgereicht wurde dieser Exilpolitiker schon 40 Jahre früher. Wurde er doch bereits im Jahre 1905 vom damaligen US-Präsidenten Theodore Roosevelt empfangen. In den USA wurde ihm das Studium und Praktizieren an drei renommierten Universitäten ermöglicht(36). Er genoss also eine respektable politische und finanzielle Unterstützung durch die hohe US-Politik.Diese baute ihn in der Folgezeit zu einem „legitimen Repräsentanten“ des koreanischen Volkes auf, obwohl sein Kontakt zu diesem immer weiter schwand. So gründete er im Jahre 1919 in Washington die Korea-Kommission für Amerika und Europa und wurde erster Premierminister der sogenannten Provisorischen Republik Korea. In seinen politischen Funktionen betrieb er Werbung für ein unabhängiges Korea, dass durch Mitwirkung der westlichen Mächte entstehen sollte.(37)Seine akademische Ausbildung und die Beeinflussung seiner Gönner ließen ihn glauben, dass die westlichen Demokratien natürliche Verbündete des koreanischen Volkes seien und die USA der Mittler zwischen den Völkern. Das lässt sich durchaus am Thema seiner Doktorarbeit an der Universität von Princton ablesen, die sich betitelte mit Neutrality as influenced by the United States (Wie Neutralität durch die Vereinigten Staaten beeinflusst wird)(38). Ungeachtet der Tatsache, dass er bereits im Jahre 1925 wegen Amtsmissbrauchs als Präsident der Provisorischen Republik Korea seines Amtes enthoben wurde(39), wurde er von seinen Förderern in den USA fortwährend in dem Gefühl bestärkt, DER Botschafter Koreas in der Welt zu sein.So durfte er bei Abrüstungskonferenzen, im Völkerbund und als außenpolitischer Sprecher Koreas in den USA auftreten und bekam Zugang zu den politischen Eliten der aufstrebenden Weltmacht. Er traf sich mit dem US-Präsidenten der USA Franklin D. Rosevelt und schließlich, im Jahre 1945, wurde ihm eine ganz besondere Ehre zuteil. Syngman Rhee bekam die Möglichkeit zur Teilnahme an der United Nations Conference on International Organization (UNCIO) in San Francisco. Jene Konferenz erarbeitete und verabschiedete die Gründungsakte, die Charta der im Resultat gegründeten Vereinten Nationen(40).Syngman Rhee vertrat sein Land Korea bei der Gründungskonferenz der UNO, obwohl er von seinem Volk in keiner Weise dafür beauftragt worden war? Nein, Rhee vertrat natürlich nicht SEIN Land, sondern er vertrat die „legitimen Interessen“ der Vereinigten Staaten von Amerika in Korea. Von Beginn ihrer Existenz an wurde die UNO für „legitime Interessen“ der Großmächte eingespannt, während die Menschen auf dem Globus in die Illusion eintauchten, ein großes, gerechtes Organ der Völker würde sie in eine lichte Welt hinüber führen.Rhee hatte als Delegierter keinerlei Mandat seines Landes. Er bekam es von seinen US-amerikanischen Gönnern. Über sie hielt er auch Kontakt mit dem US-Geheimdienst OSS, um die internationale, völkerrechtliche Anerkennung der Provisorischen Regierung Koreas zu erreichen(41). Was es in einem Menschen bewirkt, der mit einem gewissen Machtanspruch ausgestattet ist, wenn ihm über Jahre seine besondere politische Rolle bestätigt und er darin gestärkt wird, lässt sich erahnen. Rhee muss sich im Jahre 1945 wie ein koreansicher Sendbote Gottes gefühlt haben, als er nach vielen Jahren wieder den Boden seiner Heimat betrat.Die Rolle des Syngman Rhees war singulär. Er war der einzige vollständig westlich geprägte koreanische Politiker, sprach hervorragend englisch und würde so auch primärer Ansprechpartner der US-Amerikaner in Korea werden. Er war vollständig durch den Westen geprägt, verkehrte ständig mit dessen politischen Eliten – vor allem in den USA und war mit einer Europäerin verheiratet(42). Wie wichtig Rhee den Besatzern war, zeigt die Art seines Eintreffens in seinem Heimatland. Doch zuvor wurde Rhee im September 1945 mit einer Militärmaschine aus den USA nach Tokio geflogen.Dort wurde er mit einem Pass ausgestattet, der ihm die Einreise nach Korea erlaubte. Ja, sie haben richtig gehört. Die USA entschieden im Frühherbst 1945 tatsächlich, ob Koreaner in ihr eigenes Land einreisen durften oder nicht. Ich meine, das ist schon ziemlich abgefahren. Rhee durfte selbstredend einreisen – und wie! Er landete Mitte Oktober 1945 mit der persönlichen Maschine des Fünf-Sterne-Generals Douglas MacArthur(43) in Seoul. MacArthur war damals Oberbefehlshaber der US-Army im Pazifik und so mit enormer Machtfülle ausgestattet. Er hatte sich zuvor persönlich mit Syngman Rhee getroffen(44).Mein Gefühl beim Erfassen dieser Informationen möchte ich in etwa beschreiben mit: In genau solch einer Art und Weise stelle ich mir die Einsetzung eines Statthalters vor. Und: Ein solches Verfahren vereinbart sich mit keinem Verständnis von Demokratie.Während man sich im westlichen Mainstream ungebrochen darüber echauffiert, dass der spätere Präsident Nordkoreas, Kim Il-sung, eine von „Sowjets gezüchtete Marionette“ gewesen sei, betrieb man unverblümt selbst das angeprangerte Verfahren. Dabei hatte Kim Il-sung eine ungleich höhere Akzeptanz in seinem Land als Syngman Rhee und der Gang zur Macht war für Ersteren ungleich demokratischer als für den Zweiten.Die Schlüsselfunktion des Syngman RheeDie englischsprachige Wikipedia liefert weitere sehr erhellende Hintergrundinformationen zur entscheidenden Rolle Syngman Rhees in den geostrategischen Planungen der USA – speziell in Korea. Er war eine Schlüsselfigur und in der damaligen Zeit praktisch nicht ersetzbar. Das erklärt auch die besondere Fürsorge höchster US-Politiker und Militärs für „ihren Koreaner“:„Rhee, who had lived for decades in the United States, was a figure known only from afar in Korea, and therefore regarded as a more or less acceptable compromise candidate for the conservative factions. More importantly, Rhee spoke fluent English whereas none of his rivals did, and therefore he was the Korean politician most trusted and favored by the American occupation government.“(45)Was in etwa heißt:Rhee, der Jahrzehnte in den USA verbracht hatte, war lediglich außerhalb Koreas bekannt und aus diesem Grund ein mehr oder weniger akzeptabler Kompromiss für die Konservativen.[a5] Noch wichtiger aber war, dass Rhee fließend englisch sprach, im Gegensatz zu sonst keinem seiner Rivalen, was ihn zum vertrauenswürdigsten und favorisierten Politiker für die [US-]amerikanische Besatzungsmacht erhob. (Übers. PA)Solch einen Mann benötigten die Besatzer, die allesamt nicht des Koreanischen mächtig waren. Geformt in den USA war Rhee zudem ein glühender Antikommunist, was von den Verfechtern der ins Rollen kommenden Politik des Rollback (Zurückdrängen des Kommunismus) und Containment (Einhegen des Kommunismus) auch ausdrücklich gewünscht war.Der britische Diplomat Roger Makins erkannte im Rückblick sehr gut, wie die US-amerikanische Politik ihren zweifelhaften Demokratieexport betrieb:„[…] the American propensity to go for a man rather than a movement — Giraud among the French in 1942, Chiang Kai-shek in China. Americans have always liked the idea of dealing with a foreign leader who can be identified as ‚their man’“(46).zu deutsch sinngemäßer [US-]amerikanische Hang bestand darin, auf Männer statt auf Bewegungen zu setzen – Giraud in Bezug auf Frankreich 1942, Chiang Kai-shek in China [sic!]. Die [US-]Amerikaner waren immer verfangen in der Idee der Etablierung eines ausländischen Führers, der identifiziert werden konnte als ‚ihr Mann‘.(Übers. PA)Das – so Makins – praktizierten die US-Amerikaner auch im Falle Korea. Kaum einer von ihnen wusste etwas über Land und Menschen und so erschien es den Okkupanten viel einfacher, einen Deal mit Rhee auszuhandeln, als den Versuch zu wagen, das Land Korea zu verstehen(47).Dass ein Mensch wie Rhee, das Potenzial des skrupellosen Diktators in sich trug, spielte da keine Rolle. Mitarbeiter des US-Außenministeriums schätzten ihn als grob und wenig verhandlungsfähig ein. Sie warnten vor einem „gefährlichen Unheilstifter“ (dangerous mischief-maker). Doch für den US-Diktator Generalleutnant Hodge, der ja einen Ersatz für sich in Korea benötigte, war das kein Problem. Ihm schienen die perfekten Englischkenntnisse und der ausgeprägte Antikommunismus Syngman Rhees als ausreichende Qualitätsmerkmale für einen neuen Präsidenten nach Washingtons Gnaden(48,49).Die Besatzer sorgten nach Rhees Ankunft in Korea dafür, dass dieser Mann umgehend zu enormer Macht gelangte. Der britische Journalist und Historiker Max Hastings sagte dazu in seinem Buch The Korean War (Der Korea-Krieg)(50):„In an Asian society, where politics are often dominated by an instinctive desire to fall in behind the strongest force, Rhee’s backing from the military government was the decisive factor in his rise to power.“(51)Was sinngemäß heißt:In einer asiatischen Gesellschaft, in der sich Politik oft von dem Instinkt leiten ließ, sich der stärksten Macht zu unterwerfen, war Rhees Rückhalt durch die Militärregierung der maßgebliche Faktor für seinen Weg zur Macht.Sei noch hinzugefügt, dass diese Art von Politik beileibe nicht auf asiatische Gesellschaften beschränkt ist. Was aber im Falle Koreas von besonderer Bedeutung war, lag in der nun aufkeimenden Hoffnung für die gerade entmachteten Eliten Koreas. Für sie war Rhee nun DIE Hoffnung zur Restauration der alten Verhältnisse.Wie schon weiter oben erläutert, erfuhr Syngman Rhee seine politische Rolle aus der über Jahrzehnte von den USA geförderten sogenannten Provisorischen Regierung Koreas, welche im Machtbereich Chiang Kai-sheks tagte. Sie besaß auch einen militärischen Arm – die Koreanische Befreiungsarmee (Korean Liberation Army; kurz KLA), welche unter dem Oberbefehl von Kai-sheks Nationalrevolutionärer Armee stand. Auch die KLA unterhielt enge Beziehungen zum US-Geheimdienst OSS und wurde für eine Besetzung Koreas unter dessen Beratung trainiert. Letztlich war diese Armee nicht wirklich eine, betrug doch ihre Größe, als Japan kapitulierte, gerade einmal 1.000 Mann.(52)Die Angehörigen dieser Miliz kehrten 1945/46 nach Korea zurück und würden die Basis von Rhees neuer Armee bilden. Sie würden von US-Beratern geschult und geführt werden und als repressives Instrument der neu installierten Macht einen weiteren Baustein in der nun beginnenden durchgreifenden Polarisierung der Gesellschaft auf der koreanischen Halbinsel darstellen. Führungskader der KLA wie der General Lee Beom-seok(a6) wurden von der US-Besatzungsmacht „belohnt“ und gelangten unter Rhee in höchste politische Ämter.(53)Wenn zwei nicht das Gleiche tunIm September 1945 kehrte eine weitere, die koreanische Geschichte prägende Persönlichkeit in die Heimat zurück: Kim Il-sung(a7). Während Syngman Rhee bereits 70 Jahre alt war und sich nun seinen politischen Traum zu erfüllen suchte, wirkte Il-sung am Anfang seiner politischen Karriere als erst 33jähriger ganz und gar nicht wie ein Machtmensch. Die Jahre zuvor waren geprägt vom Partisanenkampf gegen die japanischen Besatzer, der sich für Sung vor allem in der Mandschurei abspielte. Bereits in seiner frühen Jugend wurde er durch die Ideologie des Kommunismus geprägt, ohne dass er damals über direkte Kontakte in die Sowjetunion verfügte(54). Seine strategischen – und Führungsfähigkeiten machten ihn schon in jungen Jahren zum Kommandeur einer Partisaneneinheit, mit der er über längere Zeit erfolgreich operierte.In den Jahren 1940/1941 wurde der Druck auf und die Verluste der Partisanenbewegung so groß, dass sich die verbliebenen Einheiten auf sowjetisches Territorium zurückzogen. Dort erfuhren sie eine Ausbildung und Wiederbewaffnung. Koreanische Partisanen, welche mit der Roten Armee in die Heimat zurückkehrten, schlug große Symphatie aus der Bevölkerung entgegen(a8). Es war daher kein Wunder, dass auch ihre umgehende politische Tätigkeit von der Mehrheit der Menschen akzeptiert und gefordert wurde. Schließlich teilten sie basisdemokratische Forderungen wie die Enteignung der Kollaborateure und vor allem einer umfassenden Bodenreform und grundlegender sozialer Rechte für die Arbeiterschaft.Partisanen waren im Jahre 1945 zu großen Teilen Kommunisten. Das ist nachvollziehbar, denn deren Ausbildung in der UdSSR hatte auch eine ideologische Komponente. Als sie im Spätsommer und Herbst 1945 politisch wirksam wurden, ging es aber mitnichten um eine „kommunistische Diktatur“. Ihre Forderungen für eine allgemeine Verbesserung der sozialen Lage in breiten Bevölkerungsschichten fanden sich in denen der Volkskommitees wieder. Die Kommunisten waren daher zur damaligen Zeit tatsächlich eingebettet in eine große basisdemokratische Volksbewegung. Dass Kim Il-sung aber später eine solch extreme Machtposition erreichen würde war ganz und gar nicht in dieser Volksbewegung begründet.Kim Il-sung sprach hervorragend russisch und chinesisch. Er hatte über Jahrzehnte gegen die japanische Kolonialmacht gekämpft und war ein überzeugter Kommunist. Logisch, dass er als einer der möglichen Führer des neuen Korea von der sowjetischen Spitzenpolitik gefördert und lanciert wurde. Doch ging dies in Nordkorea nicht einher mit einem Besatzungsregime, wie es die US-Amerikaner im Süden der Halbinsel praktizierten. Und Il-sung wurde auch nicht eingesetzt, sondern in jener Zeit letztlich tatsächlich in die Ämter gewählt. Der Weg Nordkoreas in den Personenkult um Il-sung war im Herbst 1945 daher keinesfalls unumgänglich. Er hatte vielmehr mit den nun folgenden Geschehnissen IN GANZ Korea zu tun.Mehr dazu in der nächsten Folge.Bleiben Sie bis dahin schön aufmerksam.

    weiter hier: https://kenfm.de/die-uno-machtinstrument-gegen-korea-2/
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  2. #32
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.257
    Blog-Einträge
    5
    Mentioned
    75 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 358401

    AW: DIE UNO

    Resolution gescheitert - Russischer UN-Botschafter: „Trauriger Tag für die Welt“



    Der von Russland unterbreitete Resolutionsentwurf des UN-Sicherheitsrates, der den Raketenschlag gegen Syrien verurteilt, hat am Samstag die für die Annahme erforderliche Stimmenzahl nicht erhalten. Der russische Botschafter Wassili Nebensja hofft, dass die Welt keinen so traurigen Tag für die Uno mehr erleben wird, wie den heutigen.



    „Heute ist ein trauriger Tag für die Welt, die Uno und die UN-Charta, die in grober Weise verletzt wurde, sowie für den Sicherheitsrat, der sich seinen Pflichten entzogen hat“, sagte Nebensja am Samstag im UN-Sicherheitsrat in New York nach der Abstimmung über den russischen Dokumententwurf.

    „Man möchte glauben, dass wir keinen schlimmeren Tag sehen werden als diesen“, so der russische Diplomat.

    Für den russischen Resolutionsentwurf hatten neben Russland auch Bolivien und China votiert. Kasachstan, Peru, Äquatorialguinea und Äthiopien enthielten sich der Stimme. Die übrigen acht Mitglieder des UN-Sicherheitsrates, darunter Frankreich, die USA und Großbritannien, stimmten mit Nein.

    Völkerrechtler: Westlicher Angriff ist völkerrechtswidrig und „Kriegsverbrechen“



    Experten aus Deutschland und Österreich haben den jüngsten westlichen Angriff auf Syrien eindeutig als Verstoß gegen das Völkerrecht eingeschätzt.


    Völkerrechtler Norman Paech aus Hamburg spricht von einem Aggressionsakt und Kriegsverbrechen. Für den Innsbrucker Politologen Gerhard Mangott ist der Angriff durch nichts begründet.

    Der Angriff auf Syrien in der Nacht zum Samstag durch US-, britische und französische Raketen sei „nicht völkerrechtskonform“, so Mangott. Das sagte der österreichische Politikwissenschaftler und Völkerrechtsexperte Gerhard Mangott gegenüber Sputnik zum westlichen Angriff. Der sei dagegen sogar „völkerrechtswidrig“, wie er betonte.

    Das sieht der Hamburger Völkerrechtler und ehemalige Bundestagsabgeordnete Norman Paech ebenfalls so. Er betonte gegenüber Sputnik:
    „Es gibt kein Mandat des UN-Sicherheitsrates. Die Staaten, die jetzt angegriffen haben, sind selbst nicht angegriffen worden. Sie haben nach der UNO-Charta und dem geltenden Völkerrecht überhaupt kein Recht, eine Vergeltungsmaßnahme dieser Art vorzunehmen.“ Er sprach von einem nicht zu rechtfertigenden Aggressionsakt und ging noch weiter: „Das ist ein Kriegsverbrechen.“

    Verlorene Glaubwürdigkeit


    Es gibt aus Mangotts Sicht für den Angriff wegen des angeblichen Chemiewaffeneinsatzes am 7. April im syrischen Douma keine „belastbaren Begründungen“. Damit sei das völkerrechtliche und in der UN-Charta festgeschriebene Gewaltverbot verletzt worden. Staaten, die so vorgehen, würden ihre Glaubwürdigkeit verlieren, wenn sie wiederum anderen einen solchen Völkerrechtsbruch vorwerfen, betonte der Politikwissenschaftler von der Universität Innbruck. Das gelte auch für Russland mit Blick auf den Konflikt in der Ukraine.

    Es sei „vollkommen unklar“, ob es einen Giftgaseinsatz gegeben habe, und wenn ja, durch wen der erfolgte, betonte Paech im Interview. Der Hamburger Völkerrechtler sprach von einer Inszenierung: „Das ist immer schon so gewesen, dass man eine unabhängige Untersuchung gar nicht abwartet, sondern sie vorwegnimmt.“ Paech verwies auf „starke Vermutungen“, dass hinter einem mutmaßlichen Giftgaseinsatz Kräfte wie die Al Nusra-Front stehen.
    weiter: https://de.sputniknews.com/politik/2...egsverbrechen/

    Ein neues Zeitalter der Raubritter?

    Es gilt das Recht des Stärkeren!
    Der Schwächere hat das Recht zu schweigen!

    lg

  3. #33
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.257
    Blog-Einträge
    5
    Mentioned
    75 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 358401

    AW: DIE UNO

    Nach dem Raketenangriff: USA, Frankreich und Großbritannien fordern die Einheit der UNO

    Nachdem die USA, das Vereinigte Königreich und Frankreich Syrien ohne Genehmigung der UNO bombardiert und damit vollendete Tatsachen geschaffen haben, fordern sie nun andere Länder auf, ihre völkerrechtlich pikante Militäraktion nachträglich zu legitimieren.


    US-amerikanische, britische sowie französische Schiffe und Flugzeuge feuerten am Samstagmorgen 103 Raketen auf Syrien ab und behaupteten, dies sei eine Reaktion auf den angeblichen Einsatz von chemischen Waffen in Duma, einem Vorort von Damaskus. Die drei Länder warteten gar nicht erst auf eine Genehmigung durch die UNO oder gar auf die Untersuchungsergebnisse der Experten, die - sollte das Team der OPCW die Proben am mutmaßlichen Tatort in Duma überhaupt noch in sinnvoller Weise durchführen können - erst in einem Monat vorgestellt werden können.

    In der Sitzung des UN-Sicherheitsrates vom Samstag haben die USA, Großbritannien und Frankreich dem Gremium einen neuen Resolutionsentwurf zur Untersuchung des angeblichen Einsatzes chemischer Waffen in Syrien vorgelegt.Der neue Resolutionsentwurf soll zur "Gewährleistung ungehinderter humanitärer Lieferungen und des Waffenstillstandes" aufrufen sowie eine "Teilnahme von Damaskus an Friedensverhandlungen unter der Leitung der Vereinten Nationen" fordern.

    Russlands Resolutionsentwurf warf US-geführter Koalition "Aggression" vor

    Zudem sieht der Entwurf eine unabhängige Ermittlung zu den Berichten über die mutmaßlichen Chemiewaffen-Angriffe in Syrien vor. Das Dokument ruft darüber hinaus zur Umsetzung der Resolution 2401 des UN-Sicherheitsrates über den Waffenstillstand in Syrien auf und fordert von Damaskus eine "freiwillige und konstruktive" Teilnahme an Friedensgesprächen ohne Vorbedingungen.

    Zuvor hatte Russland während der Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates einen Resolutionsentwurf unterbreitet, in dem die "Aggression gegenüber Syrien vonseiten der Vereinigten Staaten und deren Verbündeten" verurteilt werden sollte. Dieser Resolutionsentwurf fordert Washington, London und Paris auf, ihr Vorgehen gegenüber der Arabischen Republik Syrien sofort zu stoppen und auf eine Fortsetzung ihres Militäreinsatzes zu verzichten, der gegen die UN-Charta und das Völkerrecht verstoße.

    Mehr zum Thema -
    Experten zu RT: USA agieren als "Luftwaffe des Islamischen Staates" und verbreiten "bewusst Lügen"

    Erwartungsgemäßes Veto durch ständige Mitglieder aus dem Westen

    Russland, die Volksrepublik China und Bolivien stimmten für die Resolution. Vier weitere Mitglieder enthielten sich der Stimme, wobei äthiopische Vertreter meinten, dass es keinen Sinn macht, für eine Resolution zu stimmen, gegen die es erwartungsgemäß ohnehin ein Veto geben würde. Die USA, das Vereinigte Königreich und Frankreich - allesamt ständige Mitglieder mit Vetorecht - stimmten entsprechend auch dagegen und begruben damit den Vorschlag. Der russische Resolutionsentwurf wurde mangels erforderlicher Stimmenmehrheit nicht vom UN-Sicherheitsrat verabschiedet.
    Als Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine "Einheit in der UNO" anmahnte, meinte er offenbar eine solche hinter den Aktionen von London, Paris und Washington.
    Es ist nun Aufgabe des UN-Sicherheitsrates, sich in den politischen, chemischen und humanitären Fragen zu Syrien zu vereinigen und die Initiative zu ergreifen", sagte die französische Präsidentschaft in einer Erklärung nach der Telefonkonferenz von Macron mit Trump und der britischen Premierministerin Theresa May am Samstag.
    ..würde unter Satire besser passen!

    Bei einer nicht offizielen Umfrage, es gibt keinen der diesen Gifgas Anschlag Glauben schenkt!
    Jedoch fragt man, sind die "Angriffe auf Syrien gerecht?" ...da haben 40% noch den "Bösen Assad" im Kopf!
    ...die Angst vor einem russischen Gegenschlag hört man auch heraus!


    LG
    Geändert von green energy (15.04.2018 um 18:48 Uhr)

  4. #34
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.257
    Blog-Einträge
    5
    Mentioned
    75 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 358401

    AW: DIE UNO

    Chefinspekteur der Internationalen Atomenergiebehörde gibt seinen Posten auf

    Der Chefinspekteur der Internationalen Atomenergiebehörde, Tero Varjoranta, hat überraschend seinen Posten aufgegeben. Einen Grund für den plötzlichen Abgang nannte er nicht.



    Der Chefinspekteur der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Tero Varjoranta , hat überraschend seinen Posten aufgegeben. Dies teilte ein Behördensprecher am Freitag in Wien mit. Einen Grund für den plötzlichen Abgang Varjorantas nannte er nicht. Die Aktivitäten der IAEA würden weiter „in höchst professioneller Weise“ ausgeübt, hieß es lediglich.

    Varjoranta war seit Ende 2013 IAEA-Chefinspekteur. Seinen Posten übernimmt übergangsweise Massimo Aparo, geschäftsführender Direktor des IAEA-Büros im Iran. Eine dauerhafte Neubesetzung werde so schnell wie möglich erfolgen, sagte der Sprecher.
    Der Abschied kommt wenige Tage nachdem US-Präsident Donald Trump den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran verkündete. Die IAEA überwacht mit die Einhaltung der Vereinbarung im Iran.

    Die Aufsichtsbehörde hat wiederholt darauf hingewiesen, dass der Iran nicht gegen seine Verpflichtungen verstoßen hat. Der Iran setze all seine Zusagen im Atom-Bereich um, hatte die IAEA auch nach dem Rückzug der USA erklärt. US-Vertreter bei der IAEA hatten sich trotz ihres Ausstiegs aus dem Abkommen für die Fortführung der Inspektionen ausgesprochen.

    Das Abkommen hatten die fünf Vetomächte des UN-Sicherheitsrats sowie Deutschland im Juli 2015 mit dem Iran nach jahrelangen Verhandlungen geschlossen. Die übrigen Vertragspartner wollen auch nach dem Ausstieg der USA an der Vereinbarung mit Teheran festhalten. (afp)
    weiter: https://www.epochtimes.de/politik/we...-a2432583.html

    ...ich denke da muss man nicht nach Gründen suchen! Die Glaubwürdigkeit dieser Organisation wurde von Trump Bloß gestellt!


    LG

  5. #35
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.257
    Blog-Einträge
    5
    Mentioned
    75 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 358401

    AW: DIE UNO

    Russland prangert die Doppelherrschaft in der UNO und den USA an


    Da die westlichen Länder die Entwicklung von Propaganda und Indoktrination für den Krieg ermöglichen, greifen sie unaufhaltsam auf Zensurmittel im Internet zurück. In diesem Zusammenhang ist die Weltbühne durch eine außergewöhnlich heftige Spannung tief gespalten. In Anbetracht der erhöhten Gefahr einer allgemeinen Konfrontation, versucht Moskau glaubwürdige Gesprächspartner in den Vereinten Nationen und den Vereinigten Staaten auszumachen. Was sich derzeit abspielt, hat seit 1938 nicht seines Gleichen und kann auf die gleiche Weise ausarten.




    Auf einer Pressekonferenz am 20. August in Moskau hat der russische Außenminister Sergei Lavrov die an alle ihre Organisationen gegebenen Anweisungen des Generalsekretariats der Vereinten Nationen verurteilt, welche ihnen verbot, in irgendeiner Weise sich an dem Wiederaufbau von Syrien zu beteiligen.

    Er bezog sich auf ein Dokument mit dem Titel Parameters and Principles of UN Assistance (Parameter und Grundsätze der UN-Hilfe), das im Oktober 2017 vom Direktor der politischen Angelegenheiten und damals Nummer 2 der Vereinten Nationen, Jeffrey Feltman, verfasst wurde.

    Man kann dort genau Folgendes lesen: "Die Vereinten Nationen werden zur Mithilfe bei dem Wiederaufbau von Syrien nur bereit sein, wenn ein umfassender, echter und integrativer politischer Übergang, der von den syrischen Konflikt-Parteien verhandelt wurde, tatsächlich in Gang gekommen sein wird." [1].

    Dieser Text steht im Widerspruch zu den Zielen der Vereinten Nationen, wurde aber durch sein Generalsekretariat verteidigt. Zu keinem Zeitpunkt wurden die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen zu seiner Ausarbeitung herangezogen, noch über seine Existenz informiert. Er entspricht den Standpunkten der Regierungen des Vereinigten Königreichs und Frankreichs, aber nicht jener der Vereinigten Staaten.

    Herr Lavrov erklärte, dem UN-Generalsekretär, dem portugiesischen Sozialisten António Guterres, Fragen zur Klärung gestellt zu haben.

    Meines Wissens ist dies das erste Mal, dass ein Mitgliedstaat des Sicherheitsrates ein internes Strategiedokument des Generalsekretariats in Frage stellt. Dieses Problem ist jedoch nicht neu. Ende des Jahres 2015 hatte Russland von einer Reihe interner Dokumente der Vereinten Nationen Kenntnis bekommen, die als "Feltman Plan für Syrien" bekannt wurden [2].
    Es war ein detailliertes Projekt einer totalen und bedingungslosen Kapitulation der Arabischen Republik Syrien, noch viel drastischer als die von General McArthur Japan auferlegten [3].

    Moskau befand sich damals in einer sehr schwierigen Situation. Wenn es diese Dokumente veröffentlicht hätte, wäre die Glaubwürdigkeit der Vereinten Nationen im Dienst des Friedens zerstört worden und es hätte neue zwischenstaatliche Institutionen vorschlagen müssen, um die UNO zu ersetzen. Wladimir Putin beschloss wohlweislich das Geheimnis zu hüten, mit Barack Obama zu verhandeln und die Vereinten Nationen zu retten.

    In der Praxis jedoch hat sich nichts geändert: Feltman wurde von Guterres wieder in seinem Amt bestätigt und hat abermals ein Dokument produziert, um den Frieden zu sabotieren. Er ist jetzt durch die US-Amerikanerin, Rosemary DiCarlo, ersetzt worden, die seine Anweisungen nicht aufgehoben hat.

    Russland wird sich diesmal nicht mit Ausreden und hinhaltenden Antworten zufrieden geben. Aber ist Guterres nun tatsächlich der Vorgesetzte von DiCarlo, oder gibt es innerhalb der Vereinten Nationen eine zweifache Hierarchie, eine öffentliche und dem Frieden verschriebene und eine andere, unbekannten Ursprungs, die den Krieg vorantreibt?
    Zu Beginn des Kalten Krieges haben die USA überlegt, wie sie einen sowjetischen Atomschlag überleben könnten, der mit einem einzigen Schlag ihren Präsidenten und ihre Parlamentarier getötet hätte. Präsident Eisenhower ernannte daher eine Schattenregierung, um die Kontinuität sicherzustellen, sollte eine solche Katastrophe stattfinden. Diese geheime Einheit wurde von seinen Nachfolgern regelmäßig erneuert und besteht heute noch.

    Seit achtzehn Jahren verteidige ich die These, wonach die Vereinigten Staaten nicht mehr von ihren Präsidenten und ihrem Kongress regiert werden, sondern durch diese Ersatz-Entität. Basierend auf offiziellen US-Dokumenten, habe ich die Attentate des 11. September 2001 als einen Staatsstreich dieses nicht gewählten Gremiums interpretiert. Befürchtend, dass ich das demokratische Ideal bestreite, haben meine Gegner meine Arbeit im Ganzen abgelehnt, ohne sie wirklich zu diskutieren, oder sogar ohne sie zu lesen.

    Man könnte denken, dass nach der zweiten Amtszeit von George Bush Jr. und den Mandaten von Barack Obama diese Debatte obsolet geworden sei. Doch während seines Wahlkampfes hat Donald Trump die Existenz dieses „tiefen Staates“ angeprangert, die ihm zufolge, nicht mehr den Interessen des Volkes, sondern denen des transnationalen Finanzwesens dienen würde. Natürlich hat kein einziger ausländischer Staat öffentlich zu einem Thema Stellung genommen, das eine Frage der Innenpolitik und US-Souveränität ist.

    Abgesehen von letzter Woche, als Präsident Wladimir Putin diesen Weg eingeschlagen hat. Am 22. August - also zwei Tage nach der öffentlichen Intervention seines Ministers für auswärtige Angelegenheiten gegenüber der UNO – als er Washingtons Sanktionen gegen sein Land diskutierte, sagte er: "Und es ist nicht nur die Stellungnahme des Präsidenten der Vereinigten Staaten, die zählt. Es ist die Stellungnahme der Institution, die behauptet, der Staat zu sein, der herrschenden Klasse im weitesten Sinne des Wortes. Ich hoffe, dass das Bewusstsein, dass diese Richtlinie keine Zukunft hat, eines Tages unsere Partner erreicht und dass wir beginnen werden, auf normale Weise zu kooperieren" [4].

    Ja, Sie haben richtig gelesen. Präsident Putin erklärt, dass es nicht eine Macht gibt, sondern zwei in den Vereinigten Staaten. Die erste setzt sich aus den gewählten Mitgliedern des Kongresses und der Präsidentschaft zusammen, die zweite ist illegitim und manchmal stärker.

    Innerhalb von zwei Tagen hat die Russische Föderation die Kohärenz der Vereinten Nationen und der Vereinigten Staaten in Frage gestellt.
    Leider bleiben diejenigen, die die Ereignisse des 11. September oder die Konsequenzen der darauf folgenden Kriege noch nicht analysiert haben, immer noch im offiziellen Narrativ gefangen. Sie werden wahrscheinlich die russische Position als eine Manipulation ansehen, die die westlichen Demokratien stören soll.

    Aus Moskaus Sicht soll der Aggressionskrieg - durch zwischengeschaltete Dschihadisten - gegen Syrien so schnell wie möglich beendet werden und die einseitigen Sanktionen der Vereinigten Staaten, von Kanada und der Europäischen Union gegen Russland aufgehoben werden. Das Problem, dem wir alle gegenüber stehen, ist nicht die Verteidigung der Demokratie, sondern die Gefahr eines Krieges.

    Eine parallel existierende Hierarchie ohne jegliche Legitimität, in New York und in Washington, versucht die Welt in einen flächendeckenden Konflikt zu stürzen.
    Thierry Meyssan von: http://www.voltairenet.org/article202611.html

    lg
ZitierenZitieren

  • #36
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    20.468
    Blog-Einträge
    189
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 505326

    DIE UNO

    Man kann dort genau Folgendes lesen: "Die Vereinten Nationen werden zur Mithilfe bei dem Wiederaufbau von Syrien nur bereit sein, wenn ein umfassender, echter und integrativer politischer Übergang, der von den syrischen Konflikt-Parteien verhandelt wurde, tatsächlich in Gang gekommen sein wird."
    Übersetzung:

    Wir, die UN, als ein Teil der umfassenden Rothschild-Weltschlägertruppe werden niemals bereits sein dort mitzuhelfen, solange nicht eine US-Präsidenten-Marionette installiert wurde, damit im Zuge von Demokratie und Menschenrechten sämtliche aufbauarbeiten von US-Firmen durchgeführt werden können. Der nötige Kredit zur Deckung der Kosten (Bezahlung der US-Firmen) muss über den IWF gegen Zinsen und andere souveräne Einschränkungen und diverse Privatisierungen (privare, lat. = berauben) beantragt werden.
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  • #37
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    20.468
    Blog-Einträge
    189
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 505326

    STOPP JETZT!! Der UNO-Migrationspakt ist eine Gefahr für uns alle!



    September 2018: Dieses Abkommen hat „die sichere, geordnete und reguläre Migration“ zum Ziel und soll es ermöglichen, dass Migranten, ungeachtet ihrer Qualifikationen der Zugang zum Wunschland deutlich erleichtert wird. Es sollen legale Routen geschaffen, eine Medienzensur zur ausgewogenen Berichterstattung eingeführt, bereits im Heimatland Sprachkurse des Ziellandes angeboten, der Familiennachzug deutlich erleichtert und auch der Geldtransfer ins Heimatland Vergünstigen. werden. ➤ Mehr hier: https://bit.ly/2pcJAaK ➤ Unterzeichnen hier: https://bit.ly/2y1osrK ➤ Der Einfluss der internationalen Großkonzerne auf den Globalen Migrationspakt der UNO:https://bit.ly/2OZgsyQ Video: https://bit.ly/2QiKjCB #migrationspakt #uno #konzerne ➤ ➤ Wichtig! Bitte lesen! Der Einfluss der internationalen Großkonzerne auf den Globalen Migrationspakt der UNO https://bit.ly/2OZgsyQ
    Ich habe nur eine Frage: Wer hat Euch gefragt???

    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  • #38
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.257
    Blog-Einträge
    5
    Mentioned
    75 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 358401

    AW: DIE UNO

    UNO: die Geburt der post-westlichen Welt




    von Thierry Meyssan: http://www.voltairenet.org/article203264.html
    Die Verwaltung der Vereinten Nationen hatte einen Zusammenstoß zwischen Pro- und Anti-Trump-Kräften in der Generalversammlung erhofft. Es hat sich jedoch etwas ganz anderes abgespielt. Während einige Staaten, darunter Frankreich, die Methoden des Gastes des Weißen Hauses anprangerten, hat Russland eine Analyse des westlichen Bündnisses unternommen. Moskau zufolge, ist die überwiegende Mehrheit der aktuellen Probleme auf den Willen der ehemaligen Kolonialmächte zurückzuführen, ihre Herrschaft über den Rest der Welt um jeden Preis aufrecht zu erhalten. Um die Probleme zu überwinden, hat sich eine große Koalition gebildet.


    Trotz des Anscheins ist die Parade der Staatsoberhäupter und Regierungschefs oder der Minister für auswärtige Angelegenheiten in der Generalversammlung der Vereinten Nationen nicht unnütz. Natürlich haben die meisten von ihnen nichts zu sagen und wenden sich nur an ihre inländische öffentliche Meinung, indem sie die Fahrlässigkeit der Vereinten Nationen beanstanden und zur Einhaltung des Rechtes aufrufen. Aber mehrere Stellungnahmen haben sich auf den Grund der Debatte konzentriert: wie kann man Streitigkeiten zwischen Staaten lösen und Frieden gewährleisten?

    Die ersten drei Tage wurden durch die Rede von Donald Trump (Vereinigte Staaten) und die Antworten von Emmanuel Macron (Frankreich) und Hassan Rohani (Iran) geprägt. Aber diese ganze Problematik hat sich am vierten Tag in Luft aufgelöst, als Sergei Lavrov (Russland) in seiner Rede die post-westliche Welt vorstellte.

    Die Schwenke der Welt laut Donald Trump

    Präsident Trump, dessen Reden in der Regel extrem wirr sind, hatte dieses Mal einen sehr strukturierten Text vorbereitet [1]. Im Unterschied zu seinen Vorgängern hat er versichert, die "Unabhängigkeit und Zusammenarbeit", "der Steuerung, Kontrolle und internationalen Herrschaft" vorzuziehen (mit anderen Worten: eher seine nationalen Interessen als diejenigen des "American Empire"). Er fuhr fort mit der Auflistung der von ihm unternommenen Anpassungen des Systems.

    Die Vereinigten Staaten haben China keinen Handelskrieg erklärt, sondern versuchen, ihre Zahlungsbilanz wiederherzustellen. Zur gleichen Zeit versuchen sie einen internationalen Markt wiederherzustellen, der auf freiem Wettbewerb beruht, wie es ihre Stellungnahme in Bezug auf Energie beweist: Sie sind große Kohlenwasserstoff-Exporteure geworden und hätten daher Interesse an hohen Preisen, aber sie sprechen der OPEC als einem zwischenstaatlichen Kartell die Existenzberechtigung ab, und plädieren für niedrigere Preise.
    Sie sind gegen die Strukturen und die Vereinbarungen der Globalisierung (d. h. aus Sicht des Weißen Hauses, gegen den transnationalen Finanz-Imperialismus), insbesondere gegen den Menschenrechtsrat, den internationalen Strafgerichtshof und die UNRWA. Natürlich nicht, um Folter (die zur Zeit von George Bush Jr. legitimiert wurde) oder Verbrechen zu befürworten, oder um die Palästinenser auszuhungern, sondern um Organisationen zu zerstören, die ihre Thematik instrumentalisieren, um andere Ziele zu erreichen.
    Bezüglich der Migration aus Lateinamerika in die Vereinigten Staaten und jener innerhalb des süd-amerikanischen Kontinents selbst, wollen sie ihr ein Ende setzen, indem sie das Übel an der Wurzel anfassen. Für das Weiße Haus entsteht das Problem aus den Vorschriften der

    Globalisierungsabkommen, besonders aus dem NAFTA-Vertrag. Präsident Trump hat daher ein neues Abkommen mit Mexiko ausgehandelt, das die Exporte mit dem Einhalten der sozialen Rechte der mexikanischen Arbeiter verknüpft. Er beabsichtigt, zur ursprünglichen Monroe-Doktrin zurückzukehren: die multinationalen Unternehmen werden sich nicht mehr in die Verwaltung des Kontinents einmischen können.

    Der Verweis auf die Monroe-Doktrin verdient nun eine Erklärung, weil dieser Ausdruck zu Beginn des 20. Jahrhunderts so sehr auf den amerikanischen Kolonialismus hindeutet. Donald Trump ist ein Bewunderer der Außenpolitik der Präsidenten Andrew Jackson (1829-1837) und Richard Nixon (1969-74), zwei sehr umstrittene Figuren. Die Monroe-Doktrin (1823) wurde während der Intervention in die spanische Kolonie Florida von einem Mann entwickelt, der damals nur der General Jackson war. Zu dieser Zeit wollte James Monroe den amerikanischen Kontinent gegen den europäischen Imperialismus schützen. Es war die „Epoche der edlen Absichten“. Er versprach, dass die Vereinigten Staaten in Europa nicht intervenieren würden, solange es die Europäer unterließen, in Amerika zu intervenieren. Es war erst ein Dreiviertel-Jahrhundert später, besonders unter Theodore Roosevelt (1901-1909), dass die Monroe-Doktrin dem Imperialismus der USA in Lateinamerika als Feigenblatt diente.

    Die Verteidigung der alten Welt durch Emmanuel Macron und Hassan Rohani


    In einer seltsamen Umkehrung der Rollen hat sich der französische Präsident, Emmanuel Macron, in der UNO als der europäische Barack Obama vorgestellt, gegenüber dem amerikanischen Charles De Gaulle, Donald Trump. Er hat ihm symbolisch den Krieg erklärt, als er sagte: "Unterzeichnen wir keine Vereinbarungen mehr mit Mächten, die das Abkommen von Paris nicht einhalten" (also nicht mit den Vereinigten Staaten); eine seltsame Art, um den Multilateralismus zu verteidigen!

    Der französische Präsident hat mit der impliziten Feststellung von Donald Trump begonnen: die Krise der aktuellen „liberalen westfälischen Ordnung“ [2]. Das heißt, die Krise der Nationalstaaten, die durch die wirtschaftliche Globalisierung zerrüttet wurden. Aber das tat er nur, um die Lösung des Weißen Hauses besser anzufechten, als er sie als das "Gesetz des Stärkeren" beschrieb. Er hat daher die französische Lösung propagiert, "basierend auf drei Grundsätzen: der erste ist die Achtung der Souveränität, die Grundlage unserer Charta; der zweite, ist die Stärkung der regionalen Zusammenarbeit; und der dritte ist die Bereitstellung von robusteren internationalen Garantien".

    Dann ist seine Rede vollkommen auseinander gefallen und hat mit einer lyrischen Überschwänglichkeit geendet. Emmanuel Macron hat sich einer Übung in jugendlicher Heuchelei, am Rande der Schizophrenie, hingegeben.

    Als Beispiel für die "Wahrung der Souveränität" hat er aufgerufen, nicht "anstelle des syrischen Volkes" zu entscheiden, wer dessen Staatschef sein sollte, obwohl er Präsident Al–Assad verbot, als Kandidat vor seinen Mitbürgern zur Wahl anzutreten....
    Was die "Stärkung der regionalen Zusammenarbeit" betrifft, hat er die Unterstützung der Afrikanischen Union für die französische Anti-Terror-Operation in der Sahel-Zone angeführt. Aber diese ist tatsächlich nur der am Boden stattfindende Teil eines größeren Plans, unter der Leitung des AfriCom, bei dem die US-Armee den Teil der Operationen in der Luft sicherstellt. Die Afrikanische Union selbst hat keine eigene Armee, sie greift nur ein, um eine koloniale Operation zu legalisieren. Ebenfalls sind die für die Entwicklung der Sahelzone investierten Summen, die der französische Präsident, nicht in Euro, sondern in US-Dollar erwähnt hat, zugleich echte afrikanische Projekte und eine Auslandshilfe für die Entwicklung, von deren Ineffizienz sich jeder hat überzeugen können.
    Was den "Beitrag von robusteren internationalen Garantien" betrifft, hat er die Arbeit zur Bekämpfung der Ungleichheiten angeführt, der sich der G7-Gipfel von Biarritz widmete. Eigentlich ging es für ihn nur darum, die westliche Führung über den Rest der Welt, Russland und China inbegriffen, ein wenig mehr hervorzuheben. So hat er versichert, dass "die Zeit, wo ein Club von reichen Ländern allein das Gleichgewicht der Welt definieren konnte, lange vergangen sei", hat sich verpflichtet... einen Bericht über die getroffenen Entscheidungen der großen westlichen Länder der nächsten Mitgliederversammlung vorzulegen. Im Übrigen hat er noch verkündet, dass der "G7 ein Motor sein müsse " für den von den Vereinten Nationen unternommenen Kampf gegen die Ungleichheit.

    Als der iranische Präsident Scheich Hassan Rohani seinerseits das Wort ergriff, beschrieb er im Detail die Art und Weise, auf die das Weiße Haus Schritt für Schritt die Grundsätze des Völkerrechts zerstört [3].

    Er erinnerte daran, dass das 5 + 1 Abkommen (JCPoA) durch den UN-Sicherheitsrat validiert wurde, der viele Institutionen zu seiner Unterstützung (Resolution 2231) aufgerufen hatte. Dann, dass die Vereinigten Staaten des Donald Trump sich von ihm zurückzogen, womit sie der Unterschrift seines Vorgängers widersprachen und den Grundsatz der Kontinuität des Staates verletzten. Er wies darauf hin, dass der Iran, wie es durch die 12 aufeinander folgenden Berichte der IAEO bestätigt wird, seine Pflicht erfüllt habe und immer noch seine Verpflichtungen erfülle. Er war empört über den Aufruf von Präsident Trump, die UN-Resolution nicht zu respektieren und über die Bedrohung, die er für jene bereit hielt, die sie respektieren.

    Er beendete seine Rede mit der Erinnerung an ein paar Fakten: der Iran habe Saddam Hussein, die Taliban und Daesch, schon vor den Vereinigten Staaten (die sie damals unterstützten) bekämpft; es ist ein und dieselbe Art, um darauf hinzuweisen, dass die Umkehrungen der Vereinigten Staaten seit langem nicht der Logik des Rechtes gehorchen, sondern nur ihren verborgenen Interessen.

    Sergej Lawrow präsentiert die post-westliche Welt

    Diese Debatte, nicht für oder gegen die Vereinigten Staaten, sondern für oder gegen Donald Trump, drehte sich um zwei Hauptargumente:
    • Das Weiße-Haus zerstört das System, von dem die internationalen Finanzeliten so gut profitiert haben. (Macron).
    • Das Weiße-Haus tut nicht einmal mehr so, als achte es das Völkerrecht (Rohani).

    Für den russischen Minister für auswärtige Angelegenheiten, Sergei Lavrov, verdeckt diese Debatte ein viel tieferes Problem. «Auf der einen Seite sehen wir die Stärkung der polyzentrischen Grundsätze der Weltordnung, (...) das Bestreben der Nationen, die Souveränität und die mit ihren nationalen, kulturellen und religiösen Identitäten kompatiblen Entwicklungsmodelle zu bewahren. Auf der anderen Seite sehen wir den Wunsch von mehreren westlichen Staaten, die ihren selbsternannten Status der "Weltleader" behalten wollen und die den irreversiblen Trend zur Multipolarität bremsen", sagte er [4].

    Von da an galt es für Moskau nicht mehr Präsident Trump anzugreifen, noch die Vereinigten Staaten, sondern den Westen im Allgemeinen. Sergej Lawrow ging so weit, eine Parallele mit dem Münchner Abkommen (1938) zu ziehen. Damals schlossen Frankreich und das Vereinigte Königreich ein Bündnis mit Deutschland und Italien. Sicherlich wird dieses Ereignis heute in Westeuropa als eine französisch-britische Feigheit vor den Forderungen der Nazis empfunden, aber es bleibt im russischen Gedächtnis als der entscheidende Schritt eingegraben, der zum zweiten Weltkrieg führte. Während die west-europäischen Historiker versuchen festzustellen, wer diese Entscheidung getroffen hat, und wer der Bewegung gefolgt ist, sehen die russischen Historiker nur eins: keiner der Westeuropäer hat seine Verantwortung übernommen.

    Seine Kritik erweiternd, verurteilte Sergej Lawrow nicht die Verstöße gegen das Recht, sondern gegen die internationalen Strukturen. Er bemerkte, dass der Westen Völker zwingt, gegen ihren Willen in militärische Bündnisse einzutreten und manche Staaten bedroht, die ihre Partner selbst wählen wollen. In Bezugnahme auf den Fall Jeffrey Feltman [5], prangerte er die Versuche an, die Verwaltung der Vereinten Nationen zu kontrollieren, ihr die Rolle der Mitgliedstaaten zu übergeben und letztlich das Generalsekretariat dazu zu verwenden, sie zu manipulieren.

    Er verwies auf die verzweifelte Natur dieser Versuche, indem er das Beispiel der Unwirksamkeit des fünfzig Jahre langen US-Embargos gegen Kuba anführte. Er prangerte den britischen Willen an, zu urteilen und ohne Gerichtsverfahren zu verurteilen, mittels seiner Rhetorik des "sehr wahrscheinlich".

    Sergej Lawrow betonte abschließend, dass der ganze westliche Unfrieden den Rest der Welt nicht hindere, zusammen zu arbeiten und sich zu entwickeln. Er erinnerte an das im Jahr 2016 von Präsident Putin auf dem Forum Valdai in Erinnerung gerufene Projekt „Erweiterte Eurasische Partnership“, um die Initiative „One Belt, one Road“ von Präsident Xi zu vervollständigen. Diese breit angelegte, zunächst von China aber nur kühl aufgenommene Initiative, wird nun durch die kollektive Sicherheits-Organisation (OTSC), die eurasische Wirtschaftsunion, die Gemeinschaft der unabhängiger Staaten, die BRIC-Staaten und die Organisation der Zusammenarbeit von Shanghai (SCO) unterstützt. Die Gegenvorschläge von Australien, Japan und der Europäischen Union sind tot geboren.

    Während die westlichen Beamten die Gewohnheit haben, vorab ihre Projekte bekannt zu geben und sie zu diskutieren, erwähnen die russischen Diplomaten sie nur, wenn sie bereits begonnen haben und sie sicher sind, dass sie sie durchführen können.

    Kurz gesagt ist die von dem britischen Abgeordneten Halford J. Mackinder [6] entworfene und von dem nationalen US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzeziński präzisierte Strategie [7] der Eindämmung Russlands und Chinas gescheitert. Der Schwerpunkt der Welt bewegt sich östlich, nicht gegen die Westmächte, aber durch ihre Schuld [8].
    Der stellvertretende Premierminister von Syrien, Walid al-Muallem, zog die ersten praktischen Konsequenzen aus diesen Analysen, und forderte am nächsten Tag auf dem Podium der Generalversammlung, den sofortigen Rückzug der US-, französischen und türkischen Besatzungstruppen [9].

    [1] “Remarks by Donald Trump to the 73rd Session of the United Nations General Assembly”, by Donald Trump, Voltaire Network, 25 September 2018.
    [2] « Discours d’Emmanuel Macron devant la 73e séance de l’Assemblée générale des Nations unies », par Emmanuel Macron, Réseau Voltaire, 25 septembre 2018.
    [3] “Remarks by Hassan Rohani to the 73rd Session of the United Nations General Assembly”, by Hassan Rohani, Voltaire Network, 25 September 2018.
    [4] “Remarks by Sergey Lavrov to the 73rd Session of the United Nations General Assembly”, by Sergey Lavrov, Voltaire Network, 28 September 2018.
    [5] „Deutschland und die Uno gegen Syrien“; „Wie die Verwaltung der UNO den Krieg organisiert“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 28. Januar 2016 und 6. September 2018.
    [6] “The geographical pivot of history”, Halford J. Mackinder, The Geographical Journal, 1904, 23, pp. 421–37.
    [7] The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives, Zbigniew Brzeziński, Basic Books. 1997.
    [8] “The Geopolitics of American Global Decline”, by Alfred McCoy, Tom Dispatch (USA) , Voltaire Network, 22 June 2015.
    [9] “Remarks by Walid Al-Moualem to the 73rd Session of the United Nations General Assembly”, by Walid Al-Moualem, Voltaire Network, 29 September 2018.


    LG

  • #39
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.257
    Blog-Einträge
    5
    Mentioned
    75 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 358401

    AW: DIE UNO

    Nikki Haley: "Wusste nicht einmal, was die UNO überhaupt tut"



    Bei einem Treffen des konservativen "Council for National Policy" plauderte die scheidende UNO-Botschafterin der USA Nikki Haley offenbar recht ungezwungen aus dem Nähkästchen. Ursprünglich habe Donald Trump ihr einen Job als US-Außenministerin angeboten. Sie habe abgelehnt, da ihr der Hintergrund dafür gefehlt habe. Auch für den Botschafterposten bei der UNO sei sie eigentlich ungeeignet gewesen. Sie habe nicht einmal gewusst, was die UNO überhaupt tut. Dass Haley von Trumps Übergangsteam in die Regierung geholt wurde, habe vor allem etwas mit der Außenwirkung zu tun gehabt. Haley ist eine Frau indischer Herkunft. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

    LG

  • #40
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    20.468
    Blog-Einträge
    189
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 505326

    Vom UN-Migrationspakt über die EU auf die ganze UNO schauen

    Es ist höchste Zeit, die Organisation der Vereinten Nationen mit ihren Neben- und Sonderorganisationen kritisch und genau unter die Lupe zu nehmen.

    „Die Experten des Feri Cognitive Finance Institute vermuten hinter dem aktuellen Budgetstreit zwischen Italien und Brüssel eher eine Inszenierung. Die eigentliche Idee dürfte vielmehr sein, erst eine Parallelwährung einzuführen und dann aus der Eurozone auszusteigen.”
    Diese Zusammenfassung des Artikels auf Focus Money benennt das Thema klar. Wer wissen will, wie Finanzexperten Italien wirtschaftlich einschätzen, findet das auf Focus Money übersichtlich dargestellt. Mir geht es hier um die politische Dimension.

    Über die Einführung von Mini-BOTs wird schon länger diskutiert. Focus Money beschreibt: „Buoni Ordinari del Tesoro“ (BOT) wären Schatzanweisungen in kleiner Stückelung mit Laufzeiten zwischen drei und zwölf Monaten und zitiert Michael Blümke, Portfolio Manager bei Ethenea: „Im Kern handelt es sich damit unserer Ansicht nach um die Einführung einer Parallelwährung und den ‚Einstieg in den Ausstieg‘ Italiens aus dem Euro.“ Heinz-Werner Rapp vom Feri Cognitive Finance Institute meine, „dass der aktuelle Budget-Streit Italiens mit der EU Teil einer größeren Inszenierung ist, die von der italienischen Regierung gezielt aufgeführt und eskaliert werde.” Das detaillierte Konzept für die Vorstufe zum Austritt aus der Eurozone, vermute Rapp, habe die Regierung in der Schublade: Mini-BOTs innerhalb von Italien als Zahlungsmittel zulassen: „Die Regierung hätte damit eine Art Parallelwährung und könnte ohne Rücksprache mit der EZB neues Geld in Umlauf bringen.“
    Welche Folgen das für die Finanz- und Kapitalmärkte haben könnte/müsste, führt Focus Money aus.

    Für mich sind solche möglicherweise aktuell werdenden Pläne ein weiteres Indiz dafür, dass die EU erodiert. Die Kräfte, welche die EU quasi in Richtung EG oder EWG zurückrüsten möchten, wachsen. Das ist vielen Leuten quer durch Europa klar, auch wenn sie es öffentlich nicht aussprechen, um an Stellen wie im Auswärtigen Amt in Berlin nicht gleich wieder eine Anti-Desinformations-Kampagne gegen angebliche Desinformation auszulösen. Auf gut Deutsch: einen Maulkorb mehr gegen Regierungsunerwünschtes. Nur in Paris, Brüssel und Berlin bastelt die classe politique weiter unverdrossen oder unbelehrbar an der ever closer union (wählen Sie bitte selbst, welchen Befund Sie richtiger finden). Die EU steht zur Zeit nicht im öffentlichen Fokus, weil der sich auf ein Großthema verlagert, das mit dem UN-Migrationspakt zu eng beschrieben ist. Das Thema, das die classe politique unabsichtlich, aber wirksam auf die Tagesordnung schiebt, lautet: Was hat sich da aus den Vereinten Nationen (VN), ihren Nebenorganen und Sonderorganisationen seit 1945 entwickelt – an den Institutionen von demokratischen Staaten vorbei?
    Die UN, hierzulande gern UNO genannt, steht bei Max Müller ebenso wie bei Prof. Dr. Lieschen Müller im Rufe: Das sind die Guten. Jeder wird sich an etwas erinnern, was das belegt: Blauhelme in Krisengebieten, Hilfsaktionen gegen Hunger, die Betreuung von Flüchtlingslagern nicht zuletzt.
    Doch was aus der kleinen UN-Bürokratie 1945 in London bis heute an ca. 15 Standorten in der Welt wurde, überblickt nicht einmal mehr das Generalsekretariat.

    Zur Zeit sind 193 Staaten UN-Mitglieder. Die NGO Freedom House stufte 2016 weltweit 123 als Demokratien ein. Freedom House unterscheidet aber nicht nur demokratische und nicht-demokratische, sondern freie, eingeschränkt freie und unfreie Staaten. Von den 123 Demokratien 2016 waren nach ihren Kriterien 87 frei und 36 eingeschränkt frei (von 72 nicht-demokratischen Staaten 23 eingeschränkt frei und 49 unfrei). Worauf ich hinaus will, ist sehr einfach: 87 freie Demokratien werden von einer großen Mehrheit von UN-Staaten dominiert, welche die Herrschaft des Rechts, Freiheit und Demokratie nicht als ihre Handlungsgrundlage haben. Genauer: Von hochbezahlten UN-Bürokraten, die in ihrem Selbstverständnis nicht den Ländern dienen, deren Regierunge sie entsandt haben, sondern ihrer eingebildeten Weltregierung, die vor Niemandem Rechenschaft ablegt.

    Es ist höchste Zeit, die Organisation der Vereinten Nationen mit ihren Neben- und Sonderorganisationen kritisch und genau unter die Lupe zu nehmen. Packen wir es an.

    Quelle: https://www.tichyseinblick.de/kolumn...e-uno-schauen/
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  • Seite 4 von 5 ErsteErste 12345 LetzteLetzte

    Aktive Benutzer

    Aktive Benutzer

    Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

    Berechtigungen

    • Neue Themen erstellen: Nein
    • Themen beantworten: Nein
    • Anhänge hochladen: Nein
    • Beiträge bearbeiten: Nein
    •