Seite 3 von 25 ErsteErste 123456713 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 246

Thema: Die Türkei versinkt im gnadenlosen Kampf der Seilschaften um die Macht

  1. #21
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.262
    Blog-Einträge
    5
    Mentioned
    75 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 358401

    AW: Die Türkei versinkt im gnadenlosen Kampf der Seilschaften um die Macht

    Kurden und Linksextreme gegen Türken: PKK-Konflikt flammt auch in Europa auf

    Quelle: http://www.contra-magazin.com/2015/0...in-europa-auf/

    Der Konflikt zwischen den Anhängern der kurdischen PKK und den Türken wird nicht nur in der Türkei selbst ausgetragen. Auch in der europäischen Diaspora kommt es zunehmend zu Auseinandersetzungen zwischen diesen Gruppen. Importierte nationalistische Gewalt, die immer wieder Opfer fordert.


    Von Marco Maier

    Wer glaubt, dass sich der Konflikt zwischen der kurdischen Terrororganisation PKK und der türkischen Staatsmacht lediglich auf das Krisengebiet selbst auswirkt, der irrt gewaltig. Hier in Europa – unter anderem auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz – leben sehr viele Kurden und Türken, die den Krieg auch hier auf die Straßen tragen.

    So kam es erst am vergangenen Freitag bei einer Demonstration der AKP-nahen UETD (Union Europäisch-Türkischer Demokraten) gegen Terrorismus und die PKK im schweizerischen Raum, in der schweizerischen Hauptstadt Bern zu einer Straßenschlacht. Auf die türkischen Nationalisten stießen Anhänger linksextremistischer Gruppen und PKK-Anhänger, die "gegen Krieg und das Massaker in Kurdistan" demonstrieren wollten.

    Auf der Seite der AKP-nahen Türken marschierten auch einige Mitglieder der rechtsextremistisch "Grauen Wölfe", wie die Anhänger der türkisch-nationalistischen Partei MHP genannt werden. Die MHP gilt als vehementer Gegner der PKK-Bestrebungen eines unabhängigen Kurdistans.

    Ähnliche Auseinandersetzungen wie jene in Bern gab es in der Vergangenheit immer wieder. Nun, mit dem erneuten Aufflammen des Konflikts zwischen der separatistischen PKK und den türkischen Sicherheitskräften, dürfte sich diese Welle der Gewalt erneut auf die europäischen Straßen ergießen, weil sich die Zuwanderer aus der Türkei – egal ob Türken oder Kurden – nach wie vor eng mit ihrer Heimat verbunden fühlen und ihren Nationalismus trotz der Diaspora selbst in zweiter und dritter Generation noch pflegen.
    LG

  2. #22
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.262
    Blog-Einträge
    5
    Mentioned
    75 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 358401

    AW: Die Türkei versinkt im gnadenlosen Kampf der Seilschaften um die Macht

    Schwindel bei den türkischen Parlamentswahlen


    Voltaire Netzwerk
    Die Beobachter des Europarats und der OSZE haben die stark manipulierten Wahlen des 1. November 2015 in der Türkei kritisiert. Allerdings hat keiner von ihnen gewagt, daraus einen Schluss über die Unrechtmäßigkeit der Gewählten zu ziehen, da sie wissen, dass die Türkei NATO-Mitglied ist.
    "Der Wahlkampf war leider durch Ungerechtigkeit und bis zu einem gewissen Grad von Angst getrübt", sagte Andreas Gross, Leiter der Delegation der Parlamentarischen Versammlung des Europarats.
    "Die Gewalttätigkeiten im Süd-Osten des Landes, mit kurdischer Mehrheit, haben die Wahl stark belastet und die letzten Angriffe und Verhaftungen von Kandidaten und Aktivisten, hauptsächlich von der HDP, sind beunruhigend, weil sie ihre Fähigkeit, Kampagne zu machen, behindert haben", sagte Margareta Cederfelt, Leiterin der Delegation der Parlamentarischen Versammlung der OSZE. „Damit eine Wahl wahrhaft demokratisch ist, müssen die Kandidaten das Gefühl haben, dass sie Kampagnen machen können und die Wähler das Gefühl haben, dass sie sicher zu den Urnen kommen können.“
    In Wirklichkeit:
    Viele Bürger konnten sich nicht an den Wahlen beteiligen, unter dem Vorwand, dass sie nicht ihre Wehrpflicht abgeschlossen hatten oder weil sie für ein Delikt einer langen Liste verurteilt wurden, das auch manchmal wenig bedeutend war.
    Wehrpflichtigen des Kontingents, den Studenten der Militärschulen und Bürgern in Untersuchungshaft war das Wahlrecht entzogen worden.
    Oppositionelle Medien sind mundtot gemacht worden: die großen Tageszeitungen Hurriyet und Sabah sowie das ATV-Fernsehen wurden von Schlägern der regierenden Partei angegriffen. Gezielte Untersuchungen betrafen Journalisten und Medienorganisationen, denen vorgeworfen wurde, den Terrorismus zu unterstützen oder verleumderisch gegen Präsident Erdoğan gesprochen zu haben; Websites wurden blockiert; Digitale Dienstanbieter haben aus ihrem Angebot mehrere Fernsehsender entfernt; drei der fünf nationalen Fernsehkanäle, einschließlich des öffentlich-rechtlichen Kanals waren in ihren Programmen eindeutig zugunsten der herrschenden Partei eingestellt; die anderen nationalen Fernsehen, Bugün TV und Kanalturk, wurden von der Polizei geschlossen.
    Ein ausländischer Staat, Saudi Arabien, gab 7 Milliarden (!) ’Geschenke’ aus, um die Wähler zu ’überzeugen’, Präsident Erdoğan zu unterstützen.
    128 politische Büros der Linkspartei (HDP) wurden von Schlägern der Partei des Präsidenten Erdoğan angegriffen. Viele Kandidaten und ihre Teams sind verprügelt worden. Mehr als 300 kurdische Geschäfte wurden geplündert. Dutzende Kandidaten der HDP wurden festgenommen und während der Kampagne in Untersuchungshaft gesetzt.
    Mehr als 2.000 Gegner sind während des Wahlkampfes getötet worden, entweder durch Attentate oder wegen der Unterdrückung der PKK durch die Regierung. Mehrere Dörfer im Südosten des Landes wurden durch Panzer der Armee teilweise zerstört.
    Internationale Beobachter wurden gebeten, die Räumlichkeiten in sieben Wahllokale zu verlassen, und den von politischen Parteien akkreditierten Bürger-Beobachtern wurde der Zugang zu einigen Wahllokalen verboten.
    Die Minimum-Schwelle von 10 % Stimmen, damit eine Liste ins Parlaments kommen kann, begrenzt den politischen Pluralismus und das System, das die Anzahl der Sitze pro Wahlkreis ermittelt, führt zu sehr erheblichen Unterschieden hinsichtlich der Zahl der Wähler pro Sitz; es bevorzugt in unverschämter Weise die AKP.
    Das Verfassungsgericht hat gesagt, dass die Entscheidungen der Wahlkommission nicht überprüft werden könnten, auch wenn die Grundrechte und -Freiheiten verletzt wurden. Deshalb gibt es kein Gerichtsverfahren, weder über die Ungerechtigkeit der Kampagne, noch über die Beschränkungen des Rechts um zu kandidieren, noch über das im Gegensatz zu den internationalen Verpflichtungen der Türkei stehenden Wahlrecht, noch zur trügerischen Füllung der Urnen.
    Letztlich gibt das deklarierte Ergebnis 50.81 % der Stimmen der AKP.

    "Die Welt", "Spiegel", "FAZ", "Stern", usw... da wird geschwiegen!?

    LG

  3. #23
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.262
    Blog-Einträge
    5
    Mentioned
    75 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 358401

    AW: Die Türkei versinkt im gnadenlosen Kampf der Seilschaften um die Macht

    Warum Erdogan besser keine Beweise für Öl-Geschäfte mit IS fordern sollte


    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Bereitschaft erklärt, zurückzutreten, falls der Kauf von Öl durch Ankara bei der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ bewiesen wird.

    „Die Vorwürfe, dass die Türkei Öl bei IS kauft, sind inakzeptabel und es ist amoralisch, darüber zu sprechen. Solche Themen können nicht einfach so angeschnitten werden, es müssen Beweise vorgelegt werden. Falls es solche Dokumente gibt, müssen sie gezeigt werden. Falls diese Tatsache bewiesen wird, werde ich nicht länger auf diesem Sessel bleiben“, sagte der türkische Staatschef am Rande des Weltklima-Gipfels in Paris.


    Das ist nicht die erste umstrittene Äußerung des türkischen Präsidenten, dessen Vorgehen in Syrien von Russlands Präsident Wladimir Putin als Schlag in den Rücken durch Helfershelfer der Terroristen bezeichnet wurde. RT legt mehrere Fakten vor, die darauf hinweisen, dass die Nichtbeteiligung der Türkei an den Öllieferungen von den unter Kontrolle der Terroristen stehenden Gebieten nicht so unumstritten ist, wie dies Ankara erklärt.

    Putin: Privatpersonen aus G20-Staaten finanzieren Terrorismus



    Aufnahmen aus dem All
    Erstens zeigte Russland beim G20-Gipfel in Antalya den Staats- und Regierungschefs das Ausmaß des Ölhandels durch die IS-Terroristen. Wie Russlands Präsident Wladimir Putin sagte, gibt es Satellitenaufnahmen, die zeigten, dass Tanklaster „bis zum Horizont“ wie eine „lebende Pipeline“ Öl aus Syrien in die Türkei transportieren. „Sie fahren Tag und Nacht in die Türkei“, sagte der russische Staatschef.
    Recherchen „The Guardian“
    Putins Worte bewegten einen Journalisten der britischen Zeitung „The Guardian“ zur Durchführung einer eigenen Untersuchung. Er betonte im Ergebnis, dass den Zusammenhang zwischen den Behörden der Türkei und dem „Islamischen Staat“ selbst die Anhänger des Erdogan-Regimes verfolgen könnten.



    Putin: IS-Öl aus besetzten Regionen fließt in die Türkei

    Seit 2012, als die Terroristen in Richtung Syrien vorrückten, war ihre Präsenz auf allen Abschnitten ihres Weges offensichtlich – sie blieben nicht unbemerkt und versammelten sich regelmäßig in türkischen Hotels, in Cafés. Im Ergebnis kamen europäische Diplomaten zu dem Schluss, dass die Behörden der Türkei mit den radikalen Islamisten sympathisieren, die sich nach Syrien begeben, um gegen Baschar al-Assad zu kämpfen.
    Laut „The Guardian“ schlossen türkische Geschäftsleute Super-Deals mit IS-Extremisten, die sich mit Ölschmuggel befassten, wobei jede Woche rund zehn Millionen US-Dollar in die Kasse der Terroristen flossen. Wie hochgestellte Mitglieder des „Islamischen Staates“ der britischen Zeitung mitteilten, bevorzugten die türkischen Behörden, sich in ihre Angelegenheiten nicht einzumischen.
    Zudem wurden im Zufluchtsort des vernichteten Terroristen Abu Sajaf, der für den Ölhandel zuständig war, auf Hardware Informationen über Verbindungen zwischen hochgestellten IS-Vertretern und einigen türkischen Beamten entdeckt.


    Türkischer Angriff auf russisches Su-24-Flugzeug



    Kampfjet-Abschuss: Russlands Verteidigungsamt zeigt Su-24-Flugdaten

    Wie die Leiterin des Zentrums für Asien und Nahen Osten des Russischen Instituts für strategische Studien, Anna Glasowa, zuvor in einem RT-Interview gesagt hatte, wurde der russische Su-24-Bomber einige Tage nach dem Beginn der russischen Luftangriffe gegen Objekte des Schmuggelöls abgeschossen, das aus Syrien an verschiedene Länder geliefert wurde, darunter die Türkei.


    „Man kann sicher behaupten, dass eine solche Ölmenge nicht unbemerkt von den türkischen Behörden geliefert werden konnte. Türkische Führungskräfte nahmen an diesen Geschäften sicher teil“, sagte Glasowa.
    Mehr zum Thema: Putin: Jet-Abschuss sollte Lieferung von IS-Öl an Türkei absichern
    Der russische Außenminister Sergej Lawrow betonte ebenfalls, dass die Türkei gleich nachdem die russische Luftwaffe die Ölkonvois der Terroristen zu bombardieren begann, Besorgnis äußerte. „Das ist natürlich kaum ein Zufall, dass unsere türkische Nachbarn sich danach sehr nervös verhielten“.
    Türkische Opposition

    © REUTERS/ Reuters TV/Haberturk
    Russlands EU-Botschafter: Su-24-Abschuss war geplante Aktion

    Der stellvertretende Vorsitzende der oppositionellen Demokratischen Partei der Völker Idris Baluken betonte, dass der Angriff der türkischen Luftwaffe auf das russische Militärflugzeug im Voraus geplant worden sei. Ihm zufolge kann die Demarche mit dem Wunsch Erdogans erklärt werden, sich in die Operation der russischen Luftwaffe gegen die Terroristen in Syrien einzumischen.
    Das Mitglied der größten türkischen Oppositionspartei CHP Mehmet Ali Ediboglu betonte ebenfalls, dass die Vorwürfe gegen die türkische Regierung nicht unbegründet seien. „IS verdiente beim Ölexport 800 Millionen US-Dollar pro Jahr und gab dieses Geld für Waffenkäufe aus. Damit wurde das Öl zum Mittel für Terrorismusfinanzierung“, so Ediboglu. „In Kirkuk, im Norden Iraks, funktionieren vier Ölhandelsfirmen, die dem Anführer der irakischen Kurden, Masud Barsani, nahe stehen. Via diese Firmen kaufen Dutzende Händler, vor allem aus der Türkei, Öl und verkaufen es weiter auf den Weltmärkten. Ich fragte den Energieminister danach im Parlament. Die Antwort war sehr interessant. Er sagte: Wir kaufen Öl bei Barsani im Norden Iraks, woher es kommt – das wissen wir nicht, das sind nicht unsere Sorgen“.
    Festnahme von Journalisten und Militärs in der Türkei
    Der Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ Can Dündar und der Korrespondent dieser Zeitung Erdem Gül waren zuvor wegen der Enthüllungen der Waffenlieferungen durch die türkischen Behörden an die IS-Terroristen festgenommen worden. Dabei wurden die Ermittlungen gegen die Journalisten auf direkten Auftrag Erdogans aufgenommen.

    © AP Photo/ Militant Website, File
    Wegen Berichten zu Waffenschmuggel für IS: Journalisten in Türkei festgenommen

    Die Zeitung veröffentlichte im Mai Fotos von Konvois türkischer LKWs. Wie die Zeitung berichtete, wurden Waffen und Munition an Extremisten geliefert. Zudem tauchte im Netz ein Video auf, auf dem den Journalisten zufolge Waffen zu sehen waren, die die türkischen Behörden an Terroristen in benachbarten Ländern liefern. Doch die volle Version der Videoaufnahme, von der die Rede ist, ist nicht mehr zugänglich. Örtliche Behörden haben sie anscheinend gesperrt bzw. gelöscht.
    Die türkischen Behörden wiesen zunächst diese Vorwürfe zurück und behaupteten, dass es sich bei den Konvois um humanitäre Hilfe handelte, doch später teilten einige Beamte mit, dass die Waffen aus den LKWs für die turkmenischen Einheiten bestimmt waren, die im Norden Syriens kämpften. Dabei unterstützte Erdogan diese Version und betonte, es gebe keinen Unterschied, ob es in den LKWs Waffen gegeben habe oder nicht. Ihm zufolge wurden die LKWs jedenfalls zum Schutz der Interessen der Türkei in der Region geschickt.
    Doch später wurden drei hochgestellte Militärs vor Gericht gerufen – General Ibrahim Aydin, Oberst a.D. Burhanettin Cihangiroglu und General Hamza Celepoglu, die im Januar 2014 LKWs mit Waffen stoppten. In einer Kiste mit der Aufschrift „Vorsicht! Fragil!“ wurde unter Medikamenten Munition entdeckt. Diese LKWs gehörten der Aufklärungsverwaltung der Türkei. Den Militärs, die diese Waffen entdeckten, wurden die Bildung einer Terrorgruppe und Spionage vorgeworfen.
    Erdogan-Clan

    Syriens Außenministerium betonte, dass der Vorfall mit dem russischen Su-24-Flugzeug, das von einem türkischen F-16-Kampfjet abgeschossen wurde, der ganzen Welt bewies, dass der türkische Präsident Terroristen hilft und empfahl Washington, die Informationen zu überprüfen, dass Erdogans Sohn, Bilal, am Ölschmuggel unter Beteiligung des „Islamischen Staates“ teilnahm.

    © AFP 2015/ Ozan Kose
    „Business as usual“: Erdogan-Clan treibt Geschäfte mit IS-Terroristen

    „Das gesamte Öl wird an ein Unternehmen geliefert, das dem Sohn Erdogans gehört. In diesem Zusammenhang wurde die Türkei nervös, als Russland die Luftangriffe gegen IS-Infrastruktur zu fliegen begann und bereits mehr als 500 Tanklaster vernichtete. Das machte Erdogan und sein Unternehmen nervös“, sagte der syrische Informationsminister Omran as-Soubi.
    Laut vielen Experten kontrolliert Bilal persönlich den Handel mit Öl, das Terroristen illegal an die Türkei liefern.
    Laut dem Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow verfügt Moskau über Informationen über das Interesse von Erdogans Sohn am Ölgeschäft.
    Zudem wird das Amt des Energieministers in der neuen türkischen Regierung vom Schwager des amtierenden Präsidenten bekleidet.
    Kontakte mit Kämpfern
    Mörder von russischem Su-24-Pilot ist Türke - Medien



    Im Internet erschien ein Video, auf dem einer der Anführer der „Grauen Wölfe“, ein gewisser Alpaslan Celik, Sohn des früheren Bürgermeisters einer türkischen Stadt, von der Beteiligung am Mord des russischen Su-24-Piloten spricht. Diese bewaffnete Gruppierung ist unter anderem für ein blutiges Massaker an 150 politischen Häftlingen und für den Versuch eines Attentats auf Papst Johannes Paul II. verantwortlich. Die Kämpfer haben Kontakte mit den höchsten Machtstrukturen der Türkei. Laut dem Sprecher der Partei für Demokratie der Völker, Aihan Bilgen, treten die „Grauen Wölfe“ als „grobe Kraft“ der Partei der nationalistischen Bewegung auf, die ihrerseits das Erdogan-Regime unterstützt.

    Dem offiziellen Sprecher der syrischen Streitkräfte, General Ali Maihub, zufolge leistet die türkische Führung internationalen Verbrechern militärische Unterstützung „und kauft dafür billiges Öl, Kulturgegenstände, die die Banditen in syrischen und irakischen Museen geraubt haben, sowie andere Schmuggelwaren“. Er betonte, dass der Autoverkehr zwischen der Türkei und dem von den Terroristen kontrollierten Territorium ohne jegliche Kontrolle erfolge.
    Internationale Politiker
    Der französische Abgeordnete Nicolas Dhuicq (Union für eine Volksbewegung, UMP) zeigte sich ebenfalls überzeugt, dass Ankara ein Doppelspiel führt und den Ölschmuggel gemeinsam mit den Islamisten betreibt. Er betonte, dass der türkische Staatschef unzufrieden sei, dass die russischen Kräfte dieses Spiel behindern. „Denn Präsident Erdogan betreibt bekanntlich den Ölschmuggel gemeinsam mit IS“, so der Parlamentarier.


    Libanons Ex-Präsident: Su-24-Abschuss war geplant - VIDEO



    Der frühere libanesische Präsident Emile Lahoud gab in einem Exklusivinterview für RT einen Kommentar zum Tod des russischen Piloten nach dem Angriff des türkischen Kampfjets ab. Nach seinen Worten hatte Ankara diese Aktion im Voraus geplant, weil Erdogan mit den regionalen extremistischen Gruppierungen verbunden ist.
    „Die ganze Welt weiß, dass der türkische Präsident Erdogan die Fundamentalisten und Extremisten bereits seit fünf Jahren unterstützt“, so Lahoud. „Als der ‚Islamische Staat‘ entstand, unterstützte er auch diese Gruppierung, indem er ihr den Ölhandel genehmigte, wobei das Öl in die Türkei durch das Gebirge im Grenzgebiet transportiert wurde.“
    Mehr zum Thema: "Ölrücktritt": Erdogan zu Abgang bereit
    Der frühere irakische Sicherheitsberater Mubarak ar-Rubai teilte unter Berufung auf Geheimdienste mit, dass IS-Kämpfer in den letzten acht Monaten irakisches Öl und Gas auf dem türkischen Schwarzmarkt für 800 Millionen Dollar verkauft haben.


    Leser westlicher Medien reagieren empört auf Ankaras Angriff auf russische Su-24


    Der Präsident der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, unterstrich seinerseits, dass die Türkei immer radikale Islamisten unterstützt habe und eine Art Stützpunkt sei, wo Kämpfer angeheuert und nach Syrien geschickt werden. „Türkische Medien behaupten, die Türkei hätte immer dem tschetschenischen Volk geholfen. Tatsächlich, Ihr habt die Wahhabiten und Terroristen unterstützt, indem Ihr für sie Geld sammeltet. Ihr habt solche Personen wie Udugow, Umarow, Bassajew empfangen und ihnen medizinische Hilfe geleistet. Und dann verübten sie und ihre Mithelfer Terroranschläge und vernichteten das tschetschenische Volk. Das war Eure Hilfe“, schrieb Kadyrow auf seiner Instagram-Seite.

    Nach seinen Worten kommen Banditen aus aller Welt in die Türkei. „Die Türkei kämpft nicht gegen IS! Sie handelt mit ihm, kauft bei ihm Öl und finanziert die Gegner des Islams, die Tausende Muslime töten“, so Kadyrow.
    Der Abgeordnete des EU-Parlaments Javier Couso sagte jüngst, es sei höchste Zeit, „der Türkei, gelinde ausgedrückt, eine richtige Ohrfeige zu verpassen“, weil sie „kriminell fahrlässig gegenüber terroristischen Gruppierungen“ sei.
    Auch der frühere französische Ministerpräsident Francois Fillon behauptete, über Beweise zu verfügen, dass fast das ganze Öl, das IS exportiere, in türkischen Raffinerien verarbeitet werde. „Der Handel erfolgt unmittelbar unter Beteiligung türkischer Unternehmen“, so Fillon. „Eine Verabredung zwischen der Türkei und IS ist offensichtlich.“


    Polnische Zeitung: Westliche Medien nehmen verbrecherische Türkei in Schutz


    Der russische Premier Dmitri Medwedew fand Ankaras Position gar nicht überraschend – „wenn man die Informationen bedenkt, dass manche türkische Beamte, die mit Öllieferungen von IS-Raffinerien verbunden sind, ein unmittelbares Interesse daran hatten.“

    Auch das Weiße Haus hat gefordert, die türkische Grenze für die IS-Kämpfer zu schließen. Das "Wall Street Journal" zitierte eine Quelle in der US-Administration: „Das Spiel hat sich geändert. Genug ist genug. Die Grenze muss verriegelt werden. Das ist eine internationale Gefahr, die von Syrien ausgeht und durch die Türkei verläuft.“
    Experten



    Medien decken IS-Ölschmuggel durch die Türkei nach Israel auf


    Dem russischen Politologen und Orientalisten Grigori Melamedow zufolge „ist es allen längst bekannt, dass das Öl aus Syrien durch das türkische Territorium transportiert wird. Meines Erachtens können Beweise dafür jederzeit vorgelegt werden. Bisher hatte sich aus diplomatischen Gründen niemand damit beschäftigt, um die Türkei nicht in eine ungünstige Lage zu versetzen und mit ihr nicht zu streiten.“ In diesem Kontext erwähnte der Experte gegenüber RT „beispielsweise von unseren Luftstreitkräften gemachte Luftfotos“, auf denen Tankwagen abgebildet seien, die sich auf dem Weg von dem von IS kontrollierten Territorium zur türkischen Grenze befinden.

    Der Politologe Juri Potschta von der Russischen Universität der Völkerfreundschaft fügte hinzu, dass das Öl nicht der einzige Grund sei, warum die türkischen Behörden sich für diesen Schritt entschlossen haben. „Teilweise sind diese Extremisten die Waffe der Türkei im Kampf gegen das legitime Regime in Damaskus. Es wurden ihre Ölinteressen betroffen. Möglicherweise werden dort auch Drogen oder sonst noch etwas befördert. Es werden sogar archäologische Wertgegenstände ausgeführt. In diesem Fall ist Russland in den Interessenbereich der Türkei eingedrungen und hat die türkische Führung verärgert“, so der Experte.
    Der einstige Chef der französischen Militärmission bei der UNO General a.D. Dominique Trinquand sagte ebenfalls, die Türkei würde nicht gegen IS kämpfen bzw. nicht „verschiedene Arten des Handels an ihrer Grenze unterbinden, egal ob mit Öl oder Phosphaten, mit Baumwolle oder mit Menschen“.


    CNN verdächtigt NATO-Chef doppelter Standards in Grenzfragen



    Ein weiterer Militär, der frühere Befehlshaber der Nato-Kräfte in Europa Wesley Clark, vermutete, dass das Bestehen des "Islamischen Staates" in einem gewissen Sinne den Interessen der Türkei entspreche und dass Ankara am Ölhandel mit IS-Kämpfern teilnehmen könnte.
    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Montag gesagt, dass Russland zusätzliche Beweise dafür erhalten habe, dass das auf dem von IS kontrollierten Territorium geförderte Öl in die Türkei transportiert werde. Der Staatschef schloss zudem nicht aus, dass die russische Su-24 abgeschossen worden sei, um die Öllieferungen in die Türkei nicht zu gefährden.

    „Wir haben allen Grund zu vermuten, dass die Entscheidung zum Abschuss unseres Flugzeugs dadurch bedingt war, die Öllieferwege auf das türkische Territorium zu sichern, und zwar zu den Häfen, wo das Öl in Tankschiffe umgeladen wird“, sagte Putin am Rande der Klimaschutz-Konferenz in Frankreich.
    weiter:http://de.sputniknews.com/politik/20...haefte-is.html


    LG

  4. #24
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.262
    Blog-Einträge
    5
    Mentioned
    75 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 358401

    AW: Die Türkei versinkt im gnadenlosen Kampf der Seilschaften um die Macht

    Türkei: Ende der Pressefreiheit, Ölschmuggel und unterstützung des IS


    Dezember 2015: Journalisten die den "Staat-Erdogan" kritisieren oder Verbindungen zur IS aufdecken, werden verfolgt und eingesperrt.
    Erdogan bereichert sich am Ölschmuggel und unterstützt die Terroristen. #erdogan #türkei #is #isis #öl #terrormanagement #Recep #zensur #Sümeyye #syrien #pressefreiheit #medien #nato #usa #daesh #Tayyip #Elçi
    ttt - titel thesen temperamente Quelle: http://x2t.com/417909
    LG

  5. #25
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    20.469
    Blog-Einträge
    189
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 506490

    Erdogan steht jetzt alleine da

    Mehrfach habe ich darauf hingewiesen, die Aussenpolitik Ankaras ist von einer angekündigten "Keine Probleme mit den Nachbarn" zu einer "Nur Probleme mit den Nachbarn" Tatsache geworden. Dank Erdogan liegt die Türkei mit allen Ländern rundherum im Streit. Jetzt hat sogar das Pentagon am Mittwoch verkündet, es wird seine Staffel an 12 F-15 Eagles und Strike Eagle Kampfjets von der Luftwaffenbasis in Incirlik sofort abziehen. Die amerikanischen Maschinen sind bereits am Donnerstag zurück nach Lakenheath auf die britische Insel geflogen. Dieser überraschende Rückzug folgt der ankündigten Beendigung der Stationierung von deutschen und amerikanischen Patriot-Raketen entlang der türkisch-syrischen Grenze.
    Selbst wenn alle diese Provokationen plus der Ölverkauf der Türkei zum Austesten der russischen Reaktion nicht von US Thinktanks ausgedacht und "nichtöffentlich" beauftragt wurden, so muss einem immer klar sein, dass die US-Regierung zumindest von Anfang an von allem gewusst hat! Und nicht erst seit es RT auf YT gibt.

    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  6. #26
    Moderator Avatar von Aaljager
    Registriert seit
    21.04.2012
    Beiträge
    1.268
    Mentioned
    128 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 102697

    AW: Die Türkei versinkt im gnadenlosen Kampf der Seilschaften um die Macht

    Was den Abzug der Kampfjets betrifft so könnte dies eine Reaktion auf diese neuen Techniken der Russen sein. Ich denke den Amis dürfte es absolut nicht gefallen, wenn Ihre Piloten hilflos in der Gegend rumfliegen ind nicht Wissen was Sache ist. Für eine Nation welche nur durch Ihr extrem übersteigertes Selbstgefühl, den eigenen Anspruch auf die Rolle der Weltpolizei dem eigenem Volk gegenüber verkauft, da ist jede Schwächung der Kampfmoral ein NoGo. Und eines ist Sicher diese Hilflosigkeit gegen diese Techniken der Russen, die muss jede Moral bei den betroffenen Truppen vernichten!

    Der andere Punkt das Wissen der USA um die Pläne Erdogans im Vorfeld dürfte obsolet sein, der Erdogan kann nicht mal ins Bad gehen ohne das NSA und Co dies vorher Wissen!

  7. #27
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.262
    Blog-Einträge
    5
    Mentioned
    75 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 358401

    AW: Die Türkei versinkt im gnadenlosen Kampf der Seilschaften um die Macht

    Zitat Zitat von Aaljager Beitrag anzeigen
    Was den Abzug der Kampfjets betrifft so könnte dies eine Reaktion auf diese neuen Techniken der Russen sein. Ich denke den Amis dürfte es absolut nicht gefallen, wenn Ihre Piloten hilflos in der Gegend rumfliegen ind nicht Wissen was Sache ist. Für eine Nation welche nur durch Ihr extrem übersteigertes Selbstgefühl, den eigenen Anspruch auf die Rolle der Weltpolizei dem eigenem Volk gegenüber verkauft, da ist jede Schwächung der Kampfmoral ein NoGo. Und eines ist Sicher diese Hilflosigkeit gegen diese Techniken der Russen, die muss jede Moral bei den betroffenen Truppen vernichten!

    Der andere Punkt das Wissen der USA um die Pläne Erdogans im Vorfeld dürfte obsolet sein, der Erdogan kann nicht mal ins Bad gehen ohne das NSA und Co dies vorher Wissen!
    ...einfacher gesagt, Erdogan ist ein leicht zu manipulierender Träumer, außerdem feige und verlogen,
    sicher kein Politiker!
    Er verwickelt sich in zwielichtige Taten und Geschäfte, wenn er darin Vorteile in seinem eigenen Interesse sieht, über die Folgen ist er sich nur bedingt bewusst!
    Wie der Abschuss von dem SU-24 Jet, dazu wurde er sicher von eigenen Partnern angeheizt und auch geholfen. (wie http://www.voltairenet.org/article189600.html berichtet: Saudische AWACS an der Zerstörung der Suchoi beteiligt)
    Jetzt putzen sie sich ab und zeigen alle mit dem Finger auf ihm!

    Das nächste Wespennest ist schon vorbereitet und wird ihm schmackhaft gemacht!

    Wird Erdogan ukrainische Militäreinheit und Waffen an Krim-Grenze finanzieren?

    Bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan hat der Anführer der Organisation „Madschlis der Krim-Tataren“ und Blockade-Drahtzieher Mustafa Dschemiljow um Geld für einen gewagten Plan ersucht – er will, dass direkt an der Grenze zur Schwarzmeer-Halbinsel in der Stadt Cherson eine Militäreinheit stationiert wird.

    weiter: http://de.sputniknews.com/politik/20...im-grenze.html
    Auch für Ablenkung mit einem Nebenschauplatz wird gesorgt!
    Griechenland: Bewaffneter Angriff auf Konsulat der Türkei


    Deutsche Wirtschafts Nachrichten

    In Griechenland haben 25 maskierte Personen einen Molotow-Cocktails-Anschlag auf das türkische Generalkonsulat verübt. Die Hintergründe der Tat sind unklar.



    Unbekannte haben in der griechischen Stadt Thessaloniki in der Nacht von Donnerstag auf Freitag einen Molotow-Anschlag auf das türkische Generalkonsulat verübt, berichtet die griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA. Die 25 Angreifer sollen maskiert gewesen sein. Hintergründe des Anschlags sind unklar. Das Generalkonsulat in Thessaloniki wurde bereits in den vergangenen Monaten mehrmals Ziel von Anschlägen.
    LG

  8. #28
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.262
    Blog-Einträge
    5
    Mentioned
    75 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 358401

    AW: Die Türkei versinkt im gnadenlosen Kampf der Seilschaften um die Macht

    Bürgerkrieg im Südosten der Türkei

    Im kurdischen Südosten der Türkei eskalieren die Auseinandersetzungen zwischen der Bevölkerung und den türkischen Sicherheitskräften. Die Armee beschießt Wohnviertel und es kommt zu Straßenkämpfen. Überall im Land finden Razzien statt. Die Versorgung ganzer Städte ist zusammengebrochen. In Deutschland fordert Bernd Riexinger, einer der Vorsitzenden der Partei Die Linke, sämtliche Exporte von Waffen in die Türkei einzustellen.

    Die türkische Regierung geht mit zunehmender Härte gegen die kurdische Nationalbewegung in ihrem Land vor. Augenzeugen zufolge setzte das Militär in kurdischen Ortschaften sogar Panzer und Raketen ein. Teilweise sollen auch Flugzeuge im Einsatz gewesen sein. Nach Angaben der türkischen Armee kämpfen inzwischen bis zu 10.000 Soldaten in der Region. Die verbotende Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), gegen die sich der Einsatz nach offizieller Lesart richtet, sprach am Wochenende erstmals von einem "Bürgerkrieg" in der Südost-Türkei.



    In der vergangenen Woche stieg die Zahl der offiziell angegebenen Toten auf über 100 Personen. Während das türkische Militär die Opfer als bewaffnete PKK-Kämpfer bezeichnet, sprechen Vertreter der Opposition davon, dass hauptsächlich normale Anwohner unter den Toten seien. Auch ein Sprecher der PKK widersprach den Angaben der türkischen Regierung. Murat Karayilan bezeichnete die Informationen des Militärs als "Lügen" und forderte den türkischen Staat auf, die Toten und angeblich gefundene Waffen öffentlich zu präsentieren.


    Mehr lesen:"Erdoğan ist ein Kollaborateur“ - Nach Anschlag in Suruç liefern sich Kurden Straßenschlacht mit der Polizei in Istanbul

    In zahlreichen Städten hat das türkische Militär inzwischen eine Ausgangssperre erlassen. In Diyabakir, Cizre und Silopi gehen hauptsächlich junge Menschen auf die Straße, um gegen die drastische Repression zu protestieren. Der Ort Silopi wird seit einer Woche vom Militär belagert. In anderen Regionen gilt bereits seit dem 2. Dezember – mit kurzen Unterbrechungen – rund um die Uhr eine Ausnahmezustand. Der Abgeordnete im türkischen Parlament, Ferhat Encü, berichtet gegenüber Medien von einer katastrophalen Situation.
    "In manchen Vierteln gibt es keine intakten Häuser mehr, die Gebäude sind zerstört oder in Brand gesetzt. Das Militär durchsucht ohne richterliche Anordnung Wohnungen. Leichen liegen auf der Straße und können wegen der Kämpfe nicht abgeholt werden."
    Bernd Riexinger forderte am heutigen Montag, dass Deutschland alle Rüstungsexporte an die Türkei einstellt. Der Vorsitzende der Partei Die Linke argumentiert, der Einsatz von gelieferten Waffen gegen die eigene Bevölkerung verstoße gegen den Nato-Vertrag.
    "Es muss einen sofortigen Stopp aller Rüstungsexporte in die Türkei geben, denn deutsche Waffen morden mit. Die Bundesregierung hat unter Kanzler Helmut Kohl aus diesem Grund 1992 ebenfalls ein Waffenembargo gegen die Türkei beschlossen."
    Außerdem forderte er Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) auf, sich gegenüber der Türkei sofort für die Beendigung des Konflikts einzusetzen. Der "Vernichtungskampf" der türkischen Regierung gegen die Anhänger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) dürfe "nicht länger toleriert werden". Auch Grünen-Chef Cem Özdemir sprach inzwischen von einem "Krieg gegen die Kurden".

    Mehr lesen:Analyse: Chancen und Risiken der Türkei in Rojava

    Seit mehr als einem halben Jahr halten inzwischen die Aufstände von Jugendlichen aus der Region an. Nach übereinstimmenden Medienberichten spielt die linke Jugendorganisation "Revolutionäre Patriotische Jugendbewegung" eine wichtige Rolle bei den Unruhen. Die Gruppe mit der kurdischen Abkürzung YDG-H gilt vielen als eine Jugendorganisation der PKK. Allerdings wurde sie erst in den vergangenen zwei Jahren wirklich aktiv, und oftmals auch dem damals offiziell noch gültigen Waffenstillstand zwischen PKK und türkischer Regierung zum Trotz.

    Im Oktober 2014 begann die Organisation "Islamischer Staat", die kurdische Stadt Kobane in Syrien anzugreifen. Im gesamten Südosten der Türkei entwickelte sich eine Solidaritätsbewegung. Dabei ist der extreme Islamismus auch unter Kurden vertreten. Mit der kurdisch-islamistischen Partei Hür Dava Partisi lieferte sich die YDG-H offene Gefechte, obwohl die PKK-Führung dies untersagte. In dieser Zeit nahmen die Jugendproteste in den hauptsächlich kurdisch besiedelten Gebieten zunehmend den Charakter eines allgemeinen Volksauftandes an.



    Erst als die kurdische "Demokratische Partei der Völker" (HDP) am 7. Juni 2015 gut 13 Prozent der Stimmen in den landesweiten Parlamentswahlen gewann, beruhigte sich die Situation vorübergehend. Allerdings hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nicht vor, dass Wahlergebnis anzuerkennen. Die 80 Sitze der HDP kosteten seiner islamistischen AKP die absolute Mehrheit im Parlament.

    Daraufhin eskalierte die türkische Regierung die Polizei- und Militäreinsätze im Südosten des Landes. Präsident Erdogan rückte die HDP in die Nähe der PKK, die auch in Europa und des USA weiterhin als Terrororganisation gilt. Die folgenden Einsätze des türkischen Militärs zwar betrafen teilweise auch Syrien und den Irak. Allerdings hatte die Bevölkerung im Südosten der Türkei die Hauptlast zu tragen.
    Quelle: https://deutsch.rt.com/der-nahe-oste...distan-turkei/

    LG

  9. #29
    Moderator Avatar von Aaljager
    Registriert seit
    21.04.2012
    Beiträge
    1.268
    Mentioned
    128 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 102697

    AW: Die Türkei versinkt im gnadenlosen Kampf der Seilschaften um die Macht

    Aua die Lage ist ja echt mehr als Übel und Wir liefern auch noch die Waffen für den Genozid. Ich wette da bekommen wir bald eine nette Zahlungsaufforderug zum ausgleich der Schäden!

  10. #30
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.262
    Blog-Einträge
    5
    Mentioned
    75 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 358401

    AW: Die Türkei versinkt im gnadenlosen Kampf der Seilschaften um die Macht

    Zitat Zitat von Aaljager Beitrag anzeigen
    Aua die Lage ist ja echt mehr als Übel und Wir liefern auch noch die Waffen für den Genozid. Ich wette da bekommen wir bald eine nette Zahlungsaufforderug zum ausgleich der Schäden!
    hallo @Aaljager,

    der Erdogan im Dauerwahn!
    In Deutschland gehen bereits 15.000 Kurden auf die Straße!
    Er hat auch auf n-tv mitgeteilt, dass er Russland in 7 Tagen besetzen kann!
    Die Bundeswehr in der Türkei, jetzt kommen auch noch die Deutschen AWACS dazu?
    Der nächste Akt fängt da auch gleich an, "wenn schon sterben dann am Schlachtfeld!" ...der ist komplett durchgeknallt!
    Auch die NATO-Führung sollten sich die EU-Spitzen einmal an die Brust nehmen!
    ...diese Hirngespinste enden unausweichlich in einem Blutbad!
    Jeder vernünftige Mensch und auch die NATO! ...sollte rasch Abstand von ihm nehmen!


    Nato-Radar-Flugzeuge sollen in die Türkei – gegen wen?


    Vor dem Hintergrund der politischen Krise zwischen der Türkei und Russland verstärkt die NATO die Luftverteidigung der Türkei. Laut Informationen der „Bild am Sonntag“ will das Militärbündnis Aufklärungsflieger vom Typ Boeing E-3 in der Türkei stationieren. Auch die Bundeswehr soll in den Einsatz einbezogen werden.
    weiter: http://de.sputniknews.com/militar/20...e-tuerkei.html

    Ankara versetzt Moskau mit Hilfe für Krim-Blockade erneut Stoß in den Rücken



    Die Zusammenarbeit der Türkei mit Leuten, die die Krim-Blockade verursacht haben, zeigt laut dem Gouverneur von Sewastopol, Sergej Menajlo, das wahre Gesicht Ankaras. Zuvor hatte das türkische Verteidigungsministerium militärische Hilfe für die Krim-Blockade versprochen.

    weiter:http://de.sputniknews.com/panorama/2...ewastopol.html
    Krim-Tataren: Aufbau einer Guerilla-Truppe mit „türkischer Hilfe“

    in Contra-Spezial,

    Ein selbsternannter Führer der Krim-Tataren behauptet, dass die türkische Regierung die Krim-Blockade unterstützte. Zudem soll sie eine Guerilla-Truppe unterstützen, die Sabotage-Aktionen auf der Halbinsel durchführen soll. Will die Türkei damit weiter den Konflikt mit Russland anheizen?



    Von Christan Saarländer


    "Während sich die Kiewer Regierung noch am Kopf kratzt, unterstützen uns die Türken bereits", so Lenur Islymanow, der selbsternannte Führer der militanten Krim-Tataren. Es soll bereits finanzielle Unterstützung von türkischer Seite erhalten haben und diese bald in die ukrainischen Kräfte eingegliedert werden. "Mehr als hundert Mann haben sich uns bereits angeschlossen", so Isylmanov in einem Interview weiter.

    Innerhalb von einem Jahr will der Führer der Krim-Tataren zusammen mit den ukrainischen Streitkräften die Krim zurückerobern.Die Mehrzahl der Krim-Bewohner stammt aus Russland und entschied sich in einem Referendum im März 2014 mit überwältigender Mehrheit für die Rückkehr zur russischen Förderation. Sowohl die Kiewer Putsch-Regierung als auch der Westen akzeptiert diese Entscheidung nicht. Will man die Krim nun also mit terroristischen Aktivitäten wieder zurückerobern?

    Zuvor waren bereits die faschistischen Grauen Wölfe aus der Türkei auf der Halbinsel gesichtet worden, die in der Vergangenheit immer wieder durch terroristische Aktionen aufgefallen waren. Auf einem Bild auf Twitter posiert der Organisator der Krim-Blockade mit Anhängern der "Grauen Wölfe" während der Krim-Blockade. Die Krim-Blockade führte auf der Krim zu Stromausfällen. Inzwischen hat das russische Festland die Stromversorgung übernommen.

    Contra-Magazin berichtete jüngst von der Beteiligung der türkischen Extremisten an der Krim-Blockade. Die Organisation gilt als gewaltbereit und auch in Deutschland werden die Aktivitäten von den Landesverfassungsschutz-Ämtern mit Sorge beobachtet. Die Vereinigung wird zudem mit dem Stay-Behind-Programm der NATO in Verbindung gebracht, ein ultra-rechtes Partisanenprogramm, welches in Friedenszeiten für zahlreiche Terroranschläge verantwortlich gemacht wurde.

    Sollte die Türkei offiziell die Aktivitäten der pro-westlichen Krim-Tataren finanziell Unterstützen, wäre das nach dem Abschuss der russischen Su-24 der nächste feindselige Akt der Türkei. Nach Angeben der Moskauer Nachrichtenagentur TASS verhandelt die Ukraine mit Israel und der Türkei über ein Freihandelsabkommen.
    LG

Seite 3 von 25 ErsteErste 123456713 ... LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •