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Thema: Gold

  1. #61
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    Gold knackt „Magische Marke“: Was der Preis-Anstieg wirklich bedeutet

    Der Goldpreis steigt und steigt, jetzt hat er sogar die „magische Grenze“ von 1400 US-Dollar je Unze gemeistert, wie Finanz-Medien berichten. Warum der aktuelle Anstieg des Edelmetalls etwas trügerisch ist, weshalb Silber nur langsam nachzieht und was das für Anleger bedeutet, hat Sputnik bei erfahrenen Goldmarkt-Experten nachgefragt.

    Aktuell liegt der Goldpreis bei etwa 1411 US-Dollar bzw. 1257 Euro je Unze. Daher schreibt das „Handelsblatt“ auch von einem „guten Halbjahr für Fondsanleger“ und über „Hoffnung für Gold-Produkte“. Weitere Finanz-Medien sprechen von momentan „stabilen Goldaktien“. Sputnik hat zwei erfahrene Goldmarkt-Analytiker befragt, wie der momentane Aufwärtstrend beim Gold einzuschätzen ist.

    „Wir haben beim Gold die Hochs aus dem Jahr 2016 definitiv übertroffen, gar keine Frage“, erklärte Goldmarkt-Experte Philip Klinkmüller vom Investitions-Beratungsunternehmen „Hopf-Klinkmüller Capital Management“ in Stuttgart im Sputnik-Interview. „Es hat sich alles wunderbar entwickelt. Aber im Allgemeinen muss man sagen, dass der restliche Markt trotzdem in einem desolaten Zustand ist.“ Das physische Gold und Goldaktien seien in der Betrachtung dabei zu trennen. „Insbesondere die Goldaktien haben noch nicht einmal die Levels, also das Niveau, von 2016 erreicht. Das ist definitiv ein Faktor, der als besorgniserregend einzustufen ist.“ Auch der Silber-Preis sei aktuell in Relation zum Gold-Preis erschreckend niedrig. Silber sei im Vergleich zu Gold „mindestens 10 US-Dollar zu günstig“, so der Stuttgarter Finanz-Analytiker. Dessen Finanz-Unternehmen betrachtet die Edelmetallmärkte „rein technisch-mathematisch nach der Elliot-Wellen-Methodik. Für uns ist das nach allem, was wir in den letzten Jahren gesehen haben – also das Tief 2015 im Goldmarkt, aber auch Krisen im Minenmarkt – aktuell hauptsächlich eine Aufwärtskorrektur. Sprich: Wir haben nach oben hin Potenzial, gar keine Frage.“
    Gold bald bei 1700 Dollar?

    Goldpreise von 1550 bis 1700 US-Dollar seien langfristig möglich. Das nächste kurzfristige Ziel sei der Bereich um die 1477 Dollar pro Unze. Aber er warnte, es könne auch wieder zu „einem massiven, harten Sell-Off“ (dt.: Verkauf) auf dem Goldmarkt kommen. Das würde dann auch viele Aktien von Goldminenbetreibern treffen, teilweise „auch den Silbermarkt, wobei der noch die besten Chancen aktuell aus unserer Sicht hat.“

    Der momentane Anstieg des Goldpreises sei eine bereinigende Kurskorrektur, zog Finanz-Experte Klinkmüller Bilanz. Schließlich habe das Edelmetall in den vergangenen Jahren viele Täler durchschreiten müssen. Nun gehe es wieder aufwärts, dort wo es laut dem Stuttgarter Gold-Experten hingehöre. Warnung vor voreiligen Gold-Investitionen, Rat zu Silber

    „Wir gehen aktuell nicht davon aus, dass die Aufwärtsbewegung beim Gold bereits am Ende angelangt ist“, sagte er.
    „Auf lange Sicht erwarten wir, dass das Ende der Fahnenstange erreicht wird. Der Goldpreis ist aktuell definitiv kein Marktumfeld, wo man pauschal zu Investitionen raten sollte, ohne die Schwellen (und Risiken, Anm. d. Red.) nach unten zu beachten. Mit einem guten Trading-Ansatz kann man hier sicherlich aktuell noch auf den Zug aufspringen. Dazu kann man auch gerne unsere Updates lesen. Aber man sollte hier jetzt nicht in einen überbordenden Optimismus verfallen. Da würde ich mich eher bei Silber umschauen oder im Bereich der ein oder anderen Minenaktie, die noch auf attraktiven Kursniveaus notiert. Statt auf den aktuellen Goldpreis aufzuspringen.“ Das reine Potenzial der Wertentwicklung sei bei Silber eben größer.
    „Kein euphorischer Anstieg“

    „Wir haben ein ganz klares Kaufsignal am Goldmarkt mit dem Anstieg über die 1380-Dollar-Marke. An dieser Marke ist der Goldpreis in den letzten Jahren viele Male hängengeblieben – und jetzt ist er drüber gestiegen. Ein ganz klares Kaufsignal.“ Das sagte Martin Siegel, Gold-Experte von „Stabilitas Fonds“ in Nordrhein-Westfalen, im Sputnik-Interview. Der Finanz-Experte beobachtet und analysiert Bewegungen auf dem Goldmarkt seit den 1980er Jahren. Damit bestätigte er, was zu Beginn der Woche das Finanz-Portal „Onvista“ berichtet hatte: Die „markante Hürde“ von 1366 US-Dollar je Unze wurde beim Gold „gemeistert“.
    „Die Goldminen-Aktien haben den Anstieg mitgemacht, aber nicht besonders euphorisch“, analysierte der Gold-Experte aus NRW. „Man hätte durchaus noch höhere Anstiege nach dieser Seitwärtsbewegung erwarten können. Das ist ein kleiner Wermutstropfen. Auch der Silberpreis ist lange nicht mitgestiegen. Erst am Dienstag hat der Silberpreis endlich nachgeholt. Es gibt noch ein weiteres eher negatives Signal mit den Privatanlegern, die bei physischem Metall eher auf der Verkäuferseite sind. Das sind so Signale dafür, dass der Markt nicht euphorisch und auch nicht einwandfrei in Ordnung ist.“ Damit bestätigte der „Stabilitas“-Finanzexperte die vorangegangene Analyse des Gold-Experten Klinkmüller.
    Was Hoffnung gibt

    „Durch den gestrigen Silberpreisanstieg wird der Markt sauberer“, gab Siegel zu bedenken. „Es kommt mehr spekulatives Interesse in den Markt. Die Minenaktien sind stabil geblieben. Das ist positiv.“ Finanzgeschichtlich betrachtet spreche zudem nichts dagegen, dass „der Goldpreis auch ein neues historisches Hoch erreicht. Die Performance von Gold ist gar nicht so schlecht.“ Er erinnerte zudem an die alte Regel: „Steigt Gold, steigt auch Silber.“

    Sollten jedoch Rohstoffpreise und damit auch Lohnnebenkosten unerwartet in die Höhe schnellen – beispielsweise beim Öl – „dann werden wir das Gold nicht mehr zu diesen Preisen produzieren und abbauen können.“ Zudem schränkte der Gold-Experte aus Bad Salzuflen ein, der aktuelle Aufwärtstrend beim Goldpreis sei hauptsächlich den Termin-Märkten geschuldet. „Das ist für mich keine klassische Aufwärtsbewegung, weil sie nur am Termin-Markt gemacht wurde. Nur auf Papier. Sie ist nicht am physischen Goldmarkt einsehbar.“ Wie der Goldpreis an den Termin-Märkten seit Jahrzehnten manipuliert wird, hat der Münchner Goldmarkt-Fachmann Dimitri Speck mehrfach in früheren Sputnik-Interviews erläutert.
    Tipps für Gold-Anleger

    „Wer jetzt immer wieder Gold kauft – beispielsweise nach der Cost-Average-Methode – der müsste jetzt ganz gut im Gewinn liegen“, nannte Siegel im Gespräch Anleger-Tipps. „Wer 1999 Gold gekauft hat, der hat sein Geld heute versechsfacht oder versiebenfacht.“
    Bei einem weiteren möglichen Goldpreisanstieg lohnen sich auch gut diversifizierte Minenfonds, so der Finanz-Fachmann. „Wir haben auch einen Goldminen- und Silberfonds in unserem Portfolio. Unser Goldminen-Fonds ist 2016 um etwa 75 Prozent gestiegen, der Silberfonds um 124 Prozent. Man kann da schon Geld mit verdienen.“

    Quelle: https://de.sputniknews.com/wirtschaf...preis-anstieg/
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  2. #62
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    Frage Was das Ende des Goldabkommens bedeutet

    Im September 2019 endet das internationale Goldabkommen der Zentralbanken. Einen Grund zur Verlängerung gebe es nicht mehr, sagen die ehemaligen Unterzeichner. Ist das wirklich so?

    Vor genau zwanzig Jahren haben die Europäische Zentralbank und weitere Vertragspartner das sogenannte Goldabkommen (CBGA, Central Bank Gold Agreement) beschlossen. Der Zweck des Goldabkommens ist es, die geplanten Goldverkäufe der Zentralbanken zu koordinieren. Hintergrund zu dem Abkommen war der Wunsch, den Goldpreis und damit den Wert der Goldguthaben der Zentralbanken einigermaßen stabil zu halten. Das wird laut Vertrag dadurch gewährleistet, dass sich die Unterzeichner verpflichten, im Vertragszeitraum nicht mehr als eine festgelegte Höchstmenge an Gold auf den Markt zu bringen. Dem Abkommen gehörten zunächst 15 und aktuell 22 Zentralbanken an. Seit 1999 wurde es dreimal für jeweils fünf Jahre verlängert, wobei die Bedingungen im Laufe der Zeit gelockert wurden.
    Die Zentralbanken halten das Goldabkommen für überflüssig

    Die Unterzeichner des vierten Goldabkommens haben nun entschieden, dessen Laufzeit nicht zu verlängern. Am 26. September 2019 läuft das CBGA aus. Dann ist Schluss mit der internationalen Transparenz zu Goldverkäufen von Zentralbanken. Ein formales Abkommen sei nicht mehr notwendig, da sich der Markt weiterentwickelt habe, heißt es dazu in einer Pressemeldung der EZB. Die Vertragspartner sehen keine Notwendigkeit mehr für ein neues Abkommen, lautet die offizielle Begründung. „Mit Blick auf die Reife, die Liquidität und den Anlegerkreis hat sich der Goldmarkt seit 1999 beträchtlich entwickelt“, erklärt die EZB.
    Zum einen sei der Goldpreis seit 1999 deutlich gestiegen. Eine Stabilisierung sei also gar nicht mehr notwendig. Zum anderen hätten die Zentralbanken in den vergangenen zehn Jahren keine nennenswerten Mengen an Gold mehr verkauft. Im Gegenteil: Zentralbanken seien inzwischen sogar zu Netto-Käufern geworden. Das Vertragswerk sei also obsolet.
    Das Ende der Transparenz

    Die Begründung der Zentralbanken klingt auf den ersten Blick nachvollziehbar. Im Laufe der letzten fünf Jahre haben die europäischen Zentralbanken praktisch alle Goldverkäufe gestoppt – sie verkauften weniger als 25 Tonnen Gold. Möglich wären bis zu 2.000 Tonnen gewesen. Und selbst die wenigen Verkäufe dienten nicht der Erzielung von Deviseneinnahmen, sondern vor allem der Prägung von Goldmünzen. Das Vertragsvolumen war also bei Weitem nicht ausgenutzt worden.
    Die Frage ist jedoch, ob das Goldabkommen deshalb tatsächlich obsolet geworden ist. Denn das Vertragswerk ist nicht nur ein Marktsteuerungselement für die Zentralbanken, um einen Absturz des Goldpreises zu verhindern. Es hat bis heute auch einen zweiten wichtigen Zweck erfüllt: Es schafft mehr Transparenz. Die Zentralbanken, die zu den Unterzeichnern gehören, können nicht heimlich Gold verkaufen – zu welchem Zweck auch immer.
    Dass dieser Zweck nicht heilig sein muss, offenbart sich gerade in Italien. Die rechtnationale Regierung plant nämlich, die Goldreserven der italienischen Zentralbank in Staatsbesitz zu überführen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf ist bereits in Umlauf. Zwar wehrt sich Italiens Notenbankchef Ignazio Visco gegen den Vorstoß der Politik. Die Notenbank habe das „Besitzrecht an den Goldreserven“, sagte Visco Ende März bei Vorlage der Bilanz für das Jahr 2018. Doch das Besitzrecht ist kein Eigentumsrecht. Das ist genau genommen in Italien rechtlich nicht geklärt. Diese Lücke will die Regierung nun ausnutzen. „Klärung“ bedeutet in diesem Fall natürlich: Der Staat will Zugriff auf die Reserven haben.
    Italiens Regierung könnte die Einnahmen aus dem Verkauf von Gold gut gebrauchen, um ihre Haushaltslöcher zu stopfen. Gelingt der Gesetzescoup, hätten Salvini und seine Genossen laut Banca d’Italia Zugriff auf rund 2.500 Tonnen Gold. Das entspricht, am aktuellen Goldpreis gemessen, etwa 104 Milliarden Euro. Es sind die viertgrößten Goldreserven der Welt und nach der Bundesbank der zweitgrößte Bestand in der Euro-Zone. Im Falle einer gesetzlichen Neuregelung, die dem italienischen Staat die Eigentumsrechte am Goldschatz der italienischen Zentralbank zuspräche, könnte Italiens Regierung ab dem 27. September Gold verkaufen, ohne dass dies offiziell bekannt würde. Es würde ihre Chancen erhöhen, die Steuererhöhungen hinauszuzögern, die angesichts der hohen Staatsausgaben eigentlich notwendig wären.
    Die Transparenz, die das Goldabkommen derzeit noch gewährleistet, ist bei den Gesprächen über dessen Verlängerung offensichtlich leider zu kurz gekommen. Schade.

    Quelle: https://www.fundresearch.de/gold/Was...s-bedeutet.php
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  3. #63
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    Anlegerflucht nach Börsen-BebenGoldpreis erstmals seit 2013 wieder über 1500 Dollar

    Die Feinunze Gold kostet erstmals seit 2013 wieder mehr als 1500 Dollar. Damit reagieren die Anleger auf das Börsenbeben der vergangenen Tage. Auch am Mittwoch startete der Dow Jones mit einem deutlichen Minus. Der US-Leitindex fiel zum Start um 1,3 Prozent.

    Die Eskalation im Handelskonflikt zwischen China und den USA und heftige Börsenturbulenzen halten den Goldpreis im Höhenflug. Der Preis für die Feinunze stiegt am Dienstag erstmals seit 2013 über die Marke von 1500 Dollar. Seit Anfang Juni geht es mit dem Goldpreis tendenziell nach oben. In dieser Zeit hat das Edelmetall etwa 14 Prozent an Wert gewonnen.

    weiter hier: https://www.focus.de/finanzen/boerse..._11007306.html
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