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Thema: Pflichtversicherung für Elementarschäden???

  1. #1
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    Pflichtversicherung für Elementarschäden???

    Das sehe ich mit einer gewissen Skepsis!

    Und warum müssen diese Versicherungen Gewinn machen? Kostendeckung reicht!

    Hintergrund für den vielfachen Ausschluss ist, dass Versicherungen darauf beruhen, dass die Jahresprämien, zum Beispiel für eine Versicherung gegen Feuerschäden an Gebäuden ausreichen, um alle Feuerschäden desselben Jahres zu decken, sowie die Verwaltungskosten und einen Gewinn zu erzielen.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Elementarschaden
    Kommt Pflicht zur Versicherung?

    Recht und Verbraucherschutz???/Antwort - 25.03.2014

    Berlin: (hib/KOS) Die Bundesregierung will die Einführung einer Pflichtversicherung gegen Elementarschäden prüfen. Dies kündigt das Kabinett in einer Antwort (18/852) auf eine Kleine Anfrage (18/687) an, in der sich die Linke kritisch mit den Folgen des Hochwassers 2013 auseinandergesetzt hatte. Die Frage einer Versicherungspflicht will die Regierung in einer von den Justizministern des Bundes und der Länder eingesetzten Arbeitsgruppe verstärkt thematisieren. In dieser Kommission soll auch untersucht werden, welche Kostensteigerungen auf Hausbesitzer im Fall einer solchen Pflichtversicherung zukämen. Die Regierung verweist darauf, dass ein Zwang zum Abschluss einer Versicherung gegen Elementarschäden die Grundrechte von Versicherern wie von Versicherten berühren würde. Solche Eingriffe in Grundrechte müssten das Prinzip der Verhältnismäßigkeit wahren. Derartige verfassungsrechtliche Probleme seien ebenfalls Thema der Bund-Länder-Arbeitsgruppe.
    Nach Angaben in der Antwort pendelt die „Ausstattungsdichte“ an Versicherungen gegen Elementarschäden im Ländervergleich zwischen 95 Prozent in Baden-Württemberg und elf Prozent in Bremen. In jenen ostdeutschen Ländern, die vom Hochwasser 2013 besonders stark betroffen waren, liegen die Quoten in Sachsen bei 42 Prozent, in Thüringen bei 40 Prozent, in Sachsen-Anhalt bei 38 Prozent und in Brandenburg bei 28 Prozent.
    Beim Hochwasser 2013 habe sich gezeigt, so die Linke in ihrer Anfrage, dass die Versicherungsquote gegen Elementarschäden zu gering sei und deshalb Bund wie Länder bei der Schadensregulierung massive Hilfen hätten leisten müssen. Wegen der Zunahme von Extremwetterereignissen im Zuge der globalen Erwärmung würden in den nächsten Jahren Flutschäden häufiger und intensiver auftreten. (Darf ich mal die Glaskugel sehen?) In der Anfrage verwies die Fraktion darauf, dass in Ostdeutschland viele Hauseigentümer angesichts ihrer finanziellen Lage Probleme mit dem Abschluss teurer Versicherungen hätten.

    Quelle: http://www.bundestag.de/presse/hib/2...14_155/01.html
    Vielleicht kommen die sogar auf die Idee den Solidaritätszuschlag Ost in einen Soli Umweltschäden umzuwandeln!
    Gib dem Kind einen neuen Namen und alle schreien "Hurra"!

    Liebe Grüße
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  2. #2
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    Hallo AreWe?,
    Nie war ich ein Freund der „Propagandafront“, nie habe bisher ich dieses Blatt zitiert. Allein der Titel für das Magazin würde mir widerstreben.

    Doch nun wird dort ein interessantes Szenario dargestellt. Tendenziell. Natürlich muß es nicht genauso stattfinden. Nicht an einem Wochenende, sondern vielleicht Schritt für Schritt in kleinen Etappen. Es müssen auch nicht Steuern sein, sondern vielleicht auch Zwangsversicherungen und dergleichen ....

    Eurokrise: Vermögensenteignung kommt; Kapitalflucht wird grausam sein
    http://www.propagandafront.de/121012...usam-sein.html

    freundliche Grüße

  3. #3
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    Zitat Zitat von Default Beitrag anzeigen
    Hallo AreWe?,
    Nie war ich ein Freund der „Propagandafront“, nie habe bisher ich dieses Blatt zitiert. Allein der Titel für das Magazin würde mir widerstreben.

    Doch nun wird dort ein interessantes Szenario dargestellt. Tendenziell. Natürlich muß es nicht genauso stattfinden. Nicht an einem Wochenende, sondern vielleicht Schritt für Schritt in kleinen Etappen. Es müssen auch nicht Steuern sein, sondern vielleicht auch Zwangsversicherungen und dergleichen ....

    Eurokrise: Vermögensenteignung kommt; Kapitalflucht wird grausam sein
    http://www.propagandafront.de/121012...usam-sein.html

    freundliche Grüße
    Hi Default,

    Ich bin auch kein Freund von der „Propagandafront“
    doch so ein Szenario ist nich weit hergeholt.
    Hab auch schon gedacht das es ein Strategiezug von NWO ist.

    LG

  4. #4
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    Bundesregierung plant Zwangs-Versicherung gegen Hochwasser

    Die Bundesregierung will eine Pflichtversicherung gegen Schäden von Hochwasser und Erdrutschen einführen. Auch wenn das Grundstück nicht in einer Hochrisikozone steht, muss ein Schutz abgeschlossen werden. Die Versicherer hingegen sehen den Zwangs-Police kritisch.

    Die Bundesregierung plädiert gegen den Willen der Versicherer für eine Pflichtversicherung gegen Schäden von Naturkatastrophen.
    „Wir würden gut damit fahren, wenn wir eine bezahlbare Elementarschutzversicherung für alle einführen“, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Florian Pronold, am Dienstag in Berlin. Dies sei auch ein Symbol für die Solidarität der Gesellschaft.
    Die Versicherer hingegen sehen einen Zwangsschutz gegen Schäden von Hochwasser, Erdrutschen, Stürmen und anderen Naturkatastrophen eher kritisch. „Ich halte eine Pflichtversicherung allenfalls für eine ultima ratio und würde davor warnen, jetzt schon mit diesem Instrument zu kommen“, sagte der Präsident des Versicherungsverbandes GDV, Alexander Erdland.
    Denn eine Pflichtversicherung verhindere nicht die zunehmende Gefahr von Hochwasser in diesem Jahrhundert. Sie demotiviere aber den Staat und die einzelnen Versicherten, weiter Vorsorge zu treffen, mahnte Erdland auf einer Branchenkonferenz. „Dann kommen wir in eine Spirale von immer höheren Schäden und immer höheren Prämien.“
    Wichtig sei, das Bewusstsein der Bevölkerung für die Risiken von Naturkatastrophen zu schärfen. Denn 85 Prozent aller Schäden des Hochwassers von Mitte 2013 seien in Gebieten entstanden, die nicht als Hochrisikozonen gelten. Die Flut kostete die Versicherungsbranche 1,8 Milliarden Euro, betroffen waren vor allem Ost- und Süddeutschland. Der Staat legte Hilfsprogramme von rund acht Milliarden Euro auf – insbesondere für die Infrastruktur der öffentlichen Hand.
    Die Versicherer forderten jedoch, dass es Grenzen für die staatliche Hilfe im Schadenfall geben müsse. Denn sonst könnten sich diejenigen, die sich nicht gegen Naturkatastrophen absicherten, auf staatliche Hilfe verlassen, betonte Erdland. „Das kann einfach nicht sein.“
    Wer einen Versicherungsschutz ablehne, müsse vielmehr auch die finanziellen Folgen vom Schadenfall tragen. Denn 99 Prozent aller Gebäude seien privat auch versicherbar, sagte der GDV-Präsident. Er appellierte an die Kommunen etwa in gefährdeten Regionen finanzschwächere Versicherte beim Selbstbehalt höherer Prämien zu unterstützen.
    Verbraucherschützer Lars Gatschke hält eine Pflichtversicherung prinzipiell für sinnvoll. Wichtig sei, dass ein solcher Schutz bezahlbar sei und dass es zudem weitere Schutzmaßnahmen gegen Naturkatastrophen gebe, sagte der Experte des Bundesverbands Verbraucherzentrale zu Reuters.

    Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...en-hochwasser/
    Liebe Grüße

    P.S. Übrigens hatte mich meine Versicherung schon angeschrieben, wie sinnvoll es doch wäre, das mit abzuschließen!

    Ergebnis: ==> Tonne, rund!!!
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  5. #5
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    AW: Pflichtversicherung für Elementarschäden???

    Krankenkassen mit Defizit von mehr als einer Milliarde Euro

    Im vergangenen Jahr mussten die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland ein Defizit von über einer Milliarde Euro verkraften. Grund dafür seien vor allem die gesenkten Zusatzbeiträge.



    Die gesetzlichen Krankenkassen haben im Jahr 2015 ein Defizit von insgesamt 1,14 Milliarden Euro eingefahren. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums standen den Einnahmen der Krankenkassen in Höhe von rund 212,42 Milliarden Euro nach den vorläufigen Finanzergebnissen des Jahres 2015 Ausgaben von rund 213,56 Milliarden Euro gegenüber. Die Differenz von 1,14 Milliarden Euro sei im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Krankenkassen ihre Versicherten durch niedrigere Zusatzbeiträge 2015 entlastet hätten.

    Dieser gewollte Entlastungseffekt für die Versicherten sei mit einer Finanzwirkung der Krankenkassen in einer Größenordnung von rund 900 Millionen Euro verbunden, teilte das Gesundheitsministerium weiter mit. Die Gesamt-Reserve der Gesetzlichen Krankenversicherung betrug zum Jahreswechsel 2015/2016 demnach insgesamt rund 24,5 Milliarden Euro. "Dass die Versicherten durch niedrigere Zusatzbeiträge um knapp 900 Millionen Euro entlastet werden konnten, zeigt die insgesamt gute Finanzlage der Kassen.

    Mit Reserven von rund 24,5 Milliarden Euro steht die Gesetzliche Krankenversicherung weiter auf einer stabilen Grundlage", sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). "Das ist auch das Ergebnis einer sorgfältig abwägenden Gesundheitspolitik, die Einnahmen und Ausgaben gleichermaßen im Blick behält. Notwendige Verbesserungen in der Patientenversorgung mit einer nachhaltigen Finanzierbarkeit zu verbinden, muss auch weiterhin gemeinsames Anliegen von Politik und Krankenkassen sein."

    Allerdings werden in den kommenden Jahren noch deutliche Belastungen infolge der Flüchtlingskrise auf die Krankenkassen zukommen, zumal der Minimalbeitrag der durch die Sozialkassen bezahlt wird, nicht annähernd dafür ausreicht, die Kosten für die Versorgung der Hunderttausenden Asylbewerber zu decken. Hier werden die Ausgaben schon in diesem Jahr beginnen schlagend zu werden – und das Ausmaß kann derzeit noch kaum beziffert werden. weiter: https://www.contra-magazin.com/2016/...illiarde-euro/
    ...dieses Problem haben auch die österreichischen GKK!

    LG

  6. #6
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    Kein Geld ohne Versicherung Klimakrise: Staat zieht sich aus Unwetterhilfen zurück

    Man sieht wo das hinläuft .......

    Die Politik ringt um Programme gegen die Klimakrise, eine Maßnahme greift jetzt schon: Seit Montag hilft Bayern nicht mehr, wenn Extremwetter Häuser beschädigt. Dahinter steckt eine bundesweite Strategie.

    Zwei Drittel aller Hausbesitzer in Bayern haben theoretisch seit dem 1. Juli ein Problem: Wenn Sturzfluten ihre vier Wände unter Wasser setzen, können sie nicht mehr mit finanzieller Hilfe rechnen. Wer keine Elementarschadenversicherung hat, obwohl er eine haben könnte, bekommt keine Staatshilfen mehr.

    Das ist keine einsame bayerische Entscheidung: Sie geht zurück auf ein Treffen der Regierungschefs der Länder vor zwei Jahren. Im Hintergrund steht der Gedanke: Möglichst alle Hausbesitzer sollen sich eine solche Versicherung zulegen. Die Quote liegt aktuell bei 43 Prozent.

    Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten hatten am 1. Juni 2017 den wenig beachteten Beschluss gefasst, dass staatliche Hilfen für Betroffene von Hochwasser, Überflutungen und anderen Naturkatastrophen nicht weiter gewährt werden sollen.

    "Alternative Lösungsmodelle zur Entlastung der öffentlichen Haushalte"

    Die Länderchefs argumentierten mit dem Klimawandel: Dadurch komme es zu mehr Unwetterereignissen – mit drohenden Folgen für die öffentlichen Haushalte. In der Folge sei es "gesamtstaatliche Herausforderung, zur Entlastung der öffentlichen Haushalte alternative Lösungsmodelle zu staatlichen Hilfszahlungen bei Unwetterschäden zu entwickeln".

    Damit wurde eine Idee umgesetzt, die eine lange Vorgeschichte hat: Bereits nach der Flutkatastrophe 2002, insbesondere an Elbe und Donau, empfahl das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einem Papier sogar eine Pflicht von Elementarschadenversicherungen.

    Autor Gert G. Wagner, heute Vorsitzender des Sozialbeirats der Bundesregierung und Mitglied des Sachverständigenrates für Verbraucherpolitik, forderte, die Beseitigung solcher Schäden dürfe nicht der gesamten Volkswirtschaft aufgebürdet werden. "Besser wäre, wenn der Staat eine Eigenvorsorge verlangte – über eine Versicherung." Die müssten alle abschließen.

    Länder ließen Versicherungspflicht für alle prüfen

    Nach der Flut 2013 in acht Bundesländern und mit einem geschätzten Schaden von 8,2 Milliarden Euro ließen die Ministerpräsidenten die Versicherungspflicht prüfen. Trotz erster negativer Einschätzung 2015 sollte eine Arbeitsgruppe weiter nach Möglichkeiten suchen – und kam doch zum gleichen Ergebnis: verfassungsrechtlich sehr problematisch.

    Auch der wissenschaftliche Dienst des Bundestags bestätigte das 2016. Versicherer und vor allem Verbraucher könnten sich erfolgreich dagegen wehren. Kommentare unter einer Petition für eine Pflicht auf der Petitionsplattform des Bundestags zeigen, dass mit Widerstand zu rechnen wäre: "Sollen die Bürger Meck-Poms irgendwelchen bayrischen Häuslebauern, die am Lawinenhang gebaut haben, bezahlen, dass diese ihr Haus nach dem Lawinenabgang 1:1 wieder aufbauen dürfen?"

    Solidarprinzip wegen besonders Betroffener?

    Auf der anderen Seite gibt es Befürworter in ganz unterschiedlichen Lagern. Politiker, Bund der Versicherten, Wirtschaftsexperten und Verbraucherschützer sprechen sich dafür aus. Die rheinland-pfälzische Zentrale argumentiert mit dem Solidarprinzip: "Nur wenn alle Häuser in Deutschland gleichzeitig gegen die vielfältigen Elementarschäden versichert werden müssten, könnte es ... zu bezahlbaren Preisen für alle kommen."
    Auch die Frage nach dem Staat als Nothelfer würde sich nicht mehr stellen, wenn alle versichert sind. Es gäbe auch zumindest nicht mehr die Ungerechtigkeit wie in der Vergangenheit, dass zwei Nachbarn mit und ohne Versicherung jeweils entschädigt werden – obwohl nur einer Prämie zahlt. Zudem würde das Risiko höherer Beiträge nach Einschätzung von Fachleuten die Vorbeugung fördern.

    Söder: Staatshilfen führen zu Verzicht auf Versicherung

    Das griff Bayerns damaliger Finanzminister und heutiger Ministerpräsident Markus Söder (CSU) 2017 auf: "Staatliche Hilfen bei Naturkatastrophen sollten nicht dazu führen, dass bewusst vom Abschluss von Elementarschadenversicherungen abgesehen und stattdessen auf den Staat vertraut wird".

    Bayerns Regierung beschloss damals, zum 1. Juli 2019 keine Soforthilfen mehr zu gewähren, wenn Schäden versicherbar waren. Eine Härtefallregelung sollte weiter bestehen bleiben – die entsprechenden Richtlinien sind aber nach Auskunft des Finanzministeriums bisher nicht überarbeitet.
    Rheinland-Pfalz hat 2018 sein Hilfskonzept für Betroffene neu aufgestellt – und vor Kurzem Hilfen wieder gestrichen: Es gibt dort nun keine Nothilfen von bis zu 25.000 Euro mehr, lediglich Soforthilfen unter noch unklaren Voraussetzungen. Hessen hat seine Richtlinie zur Gewährung staatlicher Hilfen bei Elementarschäden im vergangenen Jahr auslaufen lassen. In Sachsen bekommt bereits nur Geld, wer bedürftig ist und sich nicht versichern konnte.

    Viele Verträge für Wohngebäudeversicherungen umfassen nicht den Schutz bei Elementarschäden. (Quelle: Grafik: Benjamin Springstrow)

    Die meisten Bundesländer müssen gar keine Regelungen ändern oder zurücknehmen, weil es dort keine entsprechenden Erlasse gibt, sondern gedacht war, dass sie bei Naturkatastrophen fallweise kurzfristig beschlossen werden.
    Viele Hausbesitzer überschätzen eigenen Schutz

    Ein Problem: 93 Prozent der Hausbesitzer glauben, sie seien gegen alle Naturgefahren versichert, ergab eine GFK-Umfrage für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Wenn Wasser ins Haus flutet, folgt manchmal das böse Erwachen: Den Zusatzschutz für Elementarschäden haben in den Bundesländern nur zwischen 21 Prozent (Bremen) und 47 (Sachsen und Thüringen). In den neuen Bundesländern haben viele Hausbesitzer Policen aus DDR-Zeiten, die Überschwemmungsschäden abdecken und von der Allianz übernommen wurden.

    Baden-Württemberg ist ein Sonderfall, weil es dort eine Pflichtversicherung mit dem Staat als Garantiegeber gab, bis das Modell 1993 für unzulässig erklärt wurde. 94 Prozent der Gebäude haben den Schutz – eine leicht rückläufige Zahl.
    Anteil versicherter Häuser steigt stark

    Dort lag der Wert 2013 noch höher – bei 95 Prozent. In allen anderen Bundesländern sind seither Millionen Versicherungen ergänzt worden. In Hessen etwa gab es seither fast eine Verdoppelung von 21 auf 39 Prozent, in Bayern gab es ein Plus von mehr als 50 Prozent. Für NRW verzeichnen die Versicherer einen Anstieg von 31 auf 43 Prozent.

    Eigentlich hatten die Ministerpräsidenten auch eine bundesweite Elementarschadenskampagne angekündigt: Der Bevölkerung sollte klar gemacht werden, dass Unwetter mit finanziellen Folgen fast überall möglich sind – "unter Hinweis auf die geänderten Richtlinien für die Vergabe von Hilfszahlungen bei Elementarschadensereignissen". Die Versicherer drängen auf eine solche Kampagne: "Das sollte zügig umgesetzt werden, um das nach wie vor geringe Risikobewusstsein in der Bevölkerung zu erhöhen", so ein GDV-Sprecher zu t-online.de.

    Doch es gibt auch die Hausbesitzer, denen das Risiko sehr wohl bewusst ist und die genau das stark zu spüren bekommen, wenn sie sich versichern wollen: In der höchsten Gefährdungsklasse, wo es statistisch mindestens einmal in zehn Jahren zum Hochwasser kommt, sind anteilig die wenigsten Gebäude versichert. 2016 war das nur jedes dritte besonders bedrohte Gebäude. Betroffene berichten, keinen oder nur zu extrem abschreckenden Prämien Verträge angeboten zu bekommen.

    Elementargefahren: Gefährdung durch Hochwasser (Quelle: Gessamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV))

    "Finanztest": Preise gehen durch die Decke

    Als "Finanztest" im vergangenen Jahr für einen Test von Elementarschädenpolicen recherchierte, stieß die Redaktion auf zahlreiche Beschwerden verärgerter Hauseigentümer über Kündigungen durch die Versicherer. "Die Preise für Hausversicherungen gehen durch die Decke." Die Versicherer machten Kunden "gewaltig Druck. Entweder er schluckt die Preiserhöhung oder er wird rausgeworfen", stellte das Magazin fest.

    Der GDV, der auf wenige Quadratmeter genau sagen kann, wie oft wo Starkregen fällt, nennt keine Zahlen, wie viele Gebäude als nicht versicherbar gelten. "Über 100 Versicherer bieten Versicherungsschutz an. Probleme bezüglich der Versicherbarkeit sind die Ausnahme", so ein Sprecher.

    Verantwortung liege auch bei Hausbesitzern, wenn sie keinen Vertrag bekommen: Wer abgewiesen wird, habe demnach in fast allen Fällen das Gebäude in einem sehr schlechten baulichen Zustand, unternehme gar nichts zur Vorbeugung oder trage bei einer außergewöhnlichen Häufung von Schadensfällen nichts dazu bei, Schäden zu minimieren.

    Eine Möglichkeit sei auch, an Flüssen ein regelmäßig überflutetes Erdgeschoss entsprechend zu gestalten und nicht zu versichern. "Der Schutz beginnt dann mit dem ersten Obergeschoss."

    Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/...ausnahmen.html
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