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Thema: Frankreich und die EU

  1. #111
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    Frankreich stockt Polizei für „Gelbwesten“-Demos auf

    Vielleicht sollten alle Bürger Frankreichs die "vernünftigen Politiker auffordern, sich von den korrupten, ideologischen, etc. Politikern zu distanzieren"!

    Der Innenminister von Frankreich kündigt die landesweite Mobilisierung von über 65.000 Sicherheitskräften für den kommenden Samstag an. Es werden weitere Proteste erwartet.

    Nach den schweren Ausschreitungen bei Protesten der „Gelbwesten“ vom Wochenende stockt Frankreich seine Polizeikräfte auf. Innenminister Christophe Castaner kündigte am Dienstag in Paris die Mobilisierung von landesweit mehr als 65.000 Sicherheitskräften für den kommenden Samstag an.
    Dann werden in der Hauptstadt und an anderen Orten neue Demonstrationen erwartet.
    Zugleich rief Castaner bei einer Anhörung im Rechtsausschuss des Senats alle „vernünftigen Gelbwesten auf, sich von Extremisten zu distanzieren“ und am Samstag nicht in Paris zu demonstrieren. Dort hatten Randalierer am vergangenen Wochenende Schäden in Millionenhöhe angerichtet, mehr als 260 Menschen wurden verletzt.

    Offenbar im Zusammenhang mit den erwarteten Protesten wurden mehrere Erstliga-Fußballspiele am Samstag abgesagt.
    Die Partien Paris Saint-Germain (PSG) gegen Montpellier und Toulouse gegen Lyon wurden auf Aufforderung der Behörden verschoben, wie der französische Fußball-Bund mitteilte. Der deutsche PSG-Trainer Thomas Tuchel äußerte Verständnis. „Für mich ist die Sicherheit am wichtigsten“, sagte er.

    Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/eu...-a2729393.html
    LG
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  2. #112
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    Erster Sieg für die "Gelben Westen"

    Hier eine Nachricht an alle deutschen Defätisten und Hosenscheisser, die immer die Ausrede von sich geben, "man kann eh nichts machen" und "Demos bringen nichts", hier der Beweis, man kann DOCH was tun und es BRINGT was zu demonstrieren. Die Bewegung der "Gelben Westen" in Frankreich haben einen ersten Sieg errungen.



    Die französische Regierung will die zum 1. Januar angekündigte Erhöhung der Ökosteuer auf Diesel und Benzin vorerst nicht umsetzen. Zudem sollen die Preise für Strom und Gas unverändert bleiben.

    "Die Regierung ist zum Dialog bereit und zeigt es, weil diese Steuererhöhung aus dem Haushaltsentwurf von 2019 gestrichen wurde", sagte der französische Premierminister Edouard Philippe am Mittwoch vor dem Abgeordnetenhaus.

    Damit ist das Hauptanliegen der Protestbewegung vorläufig erfüllt. Aber es geht weiter, denn die "Gelben Westen" haben zu neuen Protesten am kommenden Samstag aufgerufen.

    "Macron soll zurücktreten" ist die Forderung der "gilets jaunes".

    Wie ich bereits sagte, die deutschen Sofasitzer und Warmduscher sollen sich ein Beispiel an den Franzosen nehmen und ihren Arsch in Bewegung bringen, raus auf die Strasse zu Hunderttausenden gehen und endlich mal ihre Meinung über die ganze untragbare Situation in Deutschland laut verkünden und auch Forderungen stellen.

    In ganz Frankreich gingen rund 136'000 Franzosen am vergangenen Samstag mit ihren gelben Westen auf die Strasse – das dritte Wochenende in Folge, wie ich hier berichtet habe: "Während Macron in Argentinien weilt, brennt Paris".

    Den "Gelben Westen" geht es jetzt um viel mehr, denn es geht um den Kampf zwischen unten und oben, zwischen der ausgebeuteten Unter- und Mittelschicht gegen die reiche und privilegierte Oberschicht und Elite.

    Macron hatte nämlich die Unverschämtheit, die Steuer auf Treibstoff massiv zu erhöhen, was besonders die Pendler, Arbeiter und Landwirte betrifft, also die Masse der arbeitenden Bevölkerung, will aber die Vermögenssteuer ganz abschaffen, was nur den Reichen zu gute kommt.

    Anfänglich von den Menschen auf dem Lande initiiert, hat sich nun eine Front aus allen gesellschaftlichen Bereichen gebildet und die Bewegung auf die Städte ausgeweitet.

    An den Demonstrationen nehmen Schüler, Studenten, linke und rechte Aktivisten, Eisenbahner, Krankenpfleger, Intellektuelle, Angestellte und Beamte teil, die ihre allgemeine Unzufriedenheit mit der Regierung kundgeben.

    Wie "Le Mond" berichtete, haben sogar Polizisten sich mit den Demonstranten im südwestfranzösischen Pau solidarisiert und symbolisch ihre Schutzhelme abgenommen. "Sie werden nichts gegen die Demonstranten unternehmen, die sie grösstenteils kennen", heisst es in der Zeitung.

    Unterstützt wird die Bewegung sowohl vom linken Oppositionspolitiker Jean-Luc Mélenchon ("La France insoumise") als auch von der rechten Marine Le Pen ("Rassemblement National"). Laut aktuellen Umfragen unterstützen drei Viertel der Franzosen die Proteste der Gelb-Westen!

    Ein weiterer Ausdruck des Widerstandes gegen den Staat ist die Aktion gegen Blitzkästen in Frankreich, die nur als Strassenraub und Geldquelle verstanden werden. Die Einnahmen daraus sind um 15 Prozent zurückgegangen, obwohl das Tempolimit landesweite seit 1. Juli massiv reduziert wurde.







    Seit die Proteste der Gelben Westen begann sind 600 Blitzer deaktiviert worden, 1/5 des Bestandes, durch übermalen, zudecken oder beschädigen. Auch die Überwachungskameras sind das Ziel der Aktivisten.

    Wir sehen einen generellen Aufstand gegen den Staatsapparat, der als Unterdrückungs- und Ausbeuterregime verstanden wird. Die von oben bewusste Aufspaltung in links und rechts wird dabei überwunden.



    Praktisch jeder besitzt so eine gelbe Weste, nämlich als Pflicht im Auto. Und wenn nicht, sind sie an jeder Tanke, Baumarkt und auch IKEA zu haben.

    Was spricht dagegen, dass diese Massenbewegung des Volkszornes sich auch auf Deutschland und überhaupt auf alle EU-Länder ausweitet? Wie lange wollen die Menschen noch Merkels Lügen ertragen, "uns gehts noch gut" und "wir schaffen das?"

    Geht es eben NICHT und wir haben die Schnauze voll!!!

    Wie gut kann es den Deutschen gehen, wenn die Stromversorger im vergangenen Jahr 4,8 Millionen Kunden angedroht haben, wegen unbezahlter Rechnungen den Saft abzudrehen?

    Nicht nur in Frankreich kam es zu Demonstrationen, bei denen sich die Teilnehmer gelbe Warnwesten anzogen, sondern auch in Belgien, den Niederlanden und Bulgarien, wo sie die wichtigsten Strassen blockierten. Was ist mit Deutschland???

    Demokratie im Westen bedeutet nur, man kann wählen wer einen verarscht!

    Bereits im 1976 wussten der Regisseur Sidney Lumet und der Drehbuchautor Paddy Chayefsky was los ist und haben uns die Wahrheit mit ihrem Film "NETWORK" präsentiert:



    Es sind seitdem 42 Jahre vergangen und die Situation ist nur noch schlimmer geworden.
    „Gelbwesten“-Proteste : Macron setzt Ökosteuer-Erhöhung für gesamtes Jahr 2019 aus

    Frankreichs Regierung macht der „Gelbwesten“-Protestbewegung weitere Zugeständnisse. Doch die Regierungsgegner wollen am Wochenende wieder Druck machen – und bekommen Zulauf.

    Frankreichs Regierung reagiert mit weiteren Zugeständnissen auf die anhaltenden Proteste der „Gelbwesten“. Die geplante Anhebung der Ökosteuer auf Benzin und Diesel wird für das gesamte kommende Jahr ausgesetzt, wie Umweltminister François de Rugy am Mittwoch ankündigte. Der Druck auf Präsident Emmanuel Macron dürfte sich dennoch weiter erhöhen. Nach den „Gelbwesten“ wollen nun auch Schüler und Bauern in Frankreich auf die Straße gehen.
    Die hohen Treibstoffpreise waren ein Auslöser der Proteste, die das Land seit Mitte November erschüttern. Die Regierung war bereits am Dienstag einen Schritt auf die Demonstranten zugegangen und hatte angekündigt, die eigentlich zum Jahreswechsel geplanten Steuererhöhungen um sechs Monate zu verschieben und die staatlich regulierten Strom- und Gaspreise über den Winter stabil zu halten.
    Neue Proteste am Wochenende

    weiter hier: https://www.faz.net/aktuell/politik/...-15927284.html
    Und dann haben wir noch so etwas! Alle rechts???????

    Linkspartei denunziert Gelbwesten

    Die „Gelben Westen“, die in Frankreich seit drei Wochen gegen den „Präsidenten der Reichen“ Emmanuel Macron rebellieren, haben nicht nur in der Pariser Regierung Panik ausgelöst, sondern auch in der Berliner Zentrale der Linkspartei.
    Die Linke, die aus der stalinistischen Staatspartei der DDR und abgehalfterten SPD- und Gewerkschaftsbürokraten hervorgegangen ist, trägt die Abscheu vor einer Erhebung von unten gewissermaßen in ihrer DNA. Sie hat – um Friedrich Engels zu paraphrasieren – „mehr Angst vor der geringsten Volksbewegung als vor sämtlichen reaktionären Komplotten sämtlicher Regierungen zusammengenommen“. Sie kann in einer sozialen Bewegung, die nicht von den Gewerkschaften kontrolliert und in Schach gehalten wird, nur eine rechte Verschwörung sehen.
    Die WSWS hat bereits vor einer Woche darauf hingewiesen, dass das Hausorgan der Linkspartei, Neues Deutschland, mit offener Feindschaft auf die Proteste in Frankreich reagiert. Nun hat sich der Co-Vorsitzende der Partei, Bernd Riexinger, persönlich zu Wort gemeldet, um die Gelben Westen zu denunzieren. „Das Potenzial Ultrarechter in den Reihen der Bewegung ist besorgniserregend“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). In Deutschland wäre „eine solche Verbrüderung linker und rechter Gesinnung nicht denkbar“.
    Das ND hat Riexingers abschätzigen Bemerkungen in seiner Online-Ausgabe einen prominenten Platz eingeräumt und sie durch ein Interview mit einem französischen Gewerkschafter ergänzt, der die Straßenproteste eine „gefährliche Entwicklung“ nennt.
    „Ich lehne eine Beteiligung ab, weil die Gelben Westen stark von rechts getragen werden“, zitiert das ND Michel Poittevin, einen Funktionär der Gewerkschaft Solidaires-SUD. Poittevin ist vor allem darüber empört, dass die Gewerkschaften, die seit langem jede soziale Bewegung isoliert, gebremst und ausverkauft haben, keinen Einfluss auf die Gelben Westen haben. Es sei „eine Bewegung entstanden, die wir als linke Gewerkschafter*innen nicht einschätzen können. Es haben sich Menschen organisiert, die nicht oder kaum gewerkschaftlich organisiert sind und das auch nicht wollen“, beschwert er sich.


    weiter hier: https://www.wsws.org/de/articles/201...links-d06.html
    Da haben einige Angst vor'm überschwappen!

    Liebe Grüße
    Geändert von AreWe? (vor einer Woche um 08:28 Uhr)
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  3. #113
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    Élysée-Palast befürchtet Staatsstreich in Frankreich



    Der Élysée-Palast und das französische Kabinett befürchten, dass die Demonstranten sich bewaffnen und einen Staatsstreich versuchen werden. Das berichtete der Fernsehsender BFM TV am Donnerstag.

    Die Befürchtung resultiert aus Plänen der protestierenden „Gelbwesten“, am Samstag eine weitere Demonstration zu veranstalten, diesmal vor dem Élysée-Palast. „Wir alle wollen zum Élysée-Palast gehen“, sagte ein Demonstrant.

    „Das sind Putschisten. Wir beobachten den Versuch eines Staatsstreichs“, zitierte die Zeitung „Le Figaro“ einen nicht namentlich genannten Vertreter des Präsidialamtes.
    Dem Blatt zufolge hatten die Geheimdienste die Administration des Präsidenten auf Appelle der Demonstranten aufmerksam gemacht, „zu töten und zu den Waffen zu greifen, um dem Parlament, der Regierung, der Exekutivmacht und den Ordnungshütern einen Schlag zu versetzen“.

    Örtliche Medien berichten ferner von Gegensätzen zwischen Präsident und Regierungschef. Die Residenz des Premiers dementierte die Gerüchte. „Wir arbeiten eng mit dem Élysée-Palast“, hieß es.

    Die „Gelbwesten“ protestieren seit Wochen gegen die Entscheidung der Behörden, die Kraftstoffpreise zu erhöhen. Nach schweren Krawallen lenkte Macron letztendlich ein und hob die für 2019 geplanten Preiserhöhungen auf. Zuvor hatte er als Kompromisslösung ein halbjähriges Moratorium für die Erhöhung der Benzinpreise vorgeschlagen, was von den Demonstranten aber abgelehnt wurde.

    Quelle: https://de.sputniknews.com/politik/2...-befuerchtung/
    Aufstand weitet sich aus: Studenten, Schüler und Energiesektor schließen sich den Gelbwesten an

    Schüler und Studenten strömen auf die Straße und erklären ihre Solidarität mit den Gelbwesten. Auch eine Polizeigewerkschaft hat bereits zum Streik aufgerufen. Für nächste Woche haben Landwirte und Energiesektor ihre Teilnahme an Protesten angekündigt. Frankreich brennt.

    weiter hier: https://deutsch.rt.com/gesellschaft/...en-gelbwesten/
    Liebe Grüße
    Geändert von AreWe? (vor einer Woche um 21:29 Uhr)
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  4. #114
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    Premierminister Frankreichs: "Wir hören den Zorn der Franzosen" – Keine Kraftstoffsteuererhöhung

    Am Mittwoch verkündete die französische Regierung, dass die Kraftstoffsteuer für das Jahr 2019 nicht erhöht werde, am Donnerstag wurde sie ganz aufgehoben. "Diese Steuer hat den Zorn der Franzosen kristallisiert", sagte Premierminister Édouard Philippe.

    Angesichts der massiven Protestwelle hatte Premierminister Édouard Philippe am Dienstag bereits die Aussetzung mehrerer Steuermaßnahmen für sechs Monate angekündigt. Am Mittwochabend hieß es aus dem Élysée-Palast, die geplanten Steuererhöhungen für Benzin und Diesel würden für das gesamte Jahr 2019 außer Kraft gesetzt. Am Donnerstag wurden die geplanten Erhöhungen der Steuern auf Benzin und Diesel gänzlich gekippt.
    Diese Steuer hat den Zorn der Franzosen kristallisiert", sagte der Premier am Donnerstag in einem Interview im TV-Sender TF1 und fügte hinzu, dass "keine Steuer die nationale Einheit in Frage stellen" dürfe.

    Edouard Philippe @EPhilippePM

    Nous avons entendu la colère des Français. Cette taxe sur les carburants n’est pas dans le budget 2019, elle est annulée. #Le20H
    1.157

    Twitter Ads Info und Datenschutz
    812 Nutzer sprechen darüber
    An den geplante Steuererhöhungen auf Benzin und Diesel hatte sich der Protest der Gelbwesten entzündet. Der Protest aber mittlerweile viel allgemeinerer Natur und richtet sich gegen die Regierung und Präsident Emmanuel Macron. So hatte es auch starke Kritik an der weitgehenden Abschaffung der Vermögenssteuer ab dem Jahr 2018 gegeben – zwar muss Immobilienbesitz weiter versteuert werden, für Kapitalbesitz fallen die Abgaben jedoch zum Großteil weg.Diese Regelung hatte Macron auch den Ruf eingebracht, ein "Präsident der Reichen" zu sein. Philippe sagte in seiner Rede vor der Nationalversammlung am Mittwoch, dass die Regierung eine Debatte über die Steuer nicht fürchte. Doch am Donnerstag zeigte sich die Regierung besorgt über mögliche Putschversuche, über die es Berichte in französischen Medien gab.

    weiter hier: https://deutsch.rt.com/europa/80550-...der-franzosen/
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  5. #115
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    Weitere Proteste in Frankreich: Polizeigewerkschaft möchte „streiken“

    Auch Polizisten sind Bürger!

    Der Protest in Frankreich zieht immer weitere Kreise. Nun möchte auch die Polizei oder zumindest die Gewerkschaft „VIGI“ einen unbefristeten Streik initiieren. Schon am 8. Dezember, also am Sonnabend, möchten die Polizisten in den Streik treten. Der 8. Dezember dürfte ohnehin ein intensiver politischer Tag werden: Die sogenannten „gelben Westen“ wollen ebenfalls eine „landesweite Mobilisierung“ erwirken. Mit anderen Worten: Der Streik soll weitergehen. Die Demonstrationen werden sich noch weiter halten, auch wenn die Regierung inzwischen die Erhöhung der Ökosteuer ausgesetzt hat. Das scheint nicht zu reichen.

    Über 25 Millionen Überstunden
    Die Polizei-Gewerkschaft wiederum argumentiert damit, dass das Personal der Polizeikräfte bis zum Äußersten ausgelastet sei. Die Polizei habe mehr als 25 Millionen Überstunden angesammelt. Deshalb meint die Polizeigewerkschaft in einer öffentlichen Erklärung, dass die „Forderungen der Gelbwesten-Bewegung“ alle angingen. Es sei Zeit, sich nun „legal zu organisieren und Solidarität mit ihnen zu zeigen“. Dies würde dem Wohl aller dienen, heißt es. Die Polizeigewerkschaft zeigte sich besorgt, da die Polizisten selbst zum Volk gehörten.

    Es sei das Anliegen der Gewerkschaft bzw. der Polizisten, „am Ende des Monats über die Runden zu kommen“. Es ginge nicht darum, „Teppiche“ im Präsidentenpalast im Wert von 300.000 Euro auszutauschen. Offenbar eine Anspielung auf die Tätigkeit im französischen Staatsdienst.
    Mittlerweile, so heißt es von der Gewerkschaft, würde die Polizei sogar tote Polizeibeamte befürchten, da die Proteste anhielten. Sie gingen davon aus, dass die Polizei Verwundete hinnehmen müsste. Die Unfähigkeit der Führung wiederum sei verantwortlich dafür, dass auch mit Toten zu rechnen sei.
    Offensichtlich eine sehr brisante Stimmung in Frankreich… Macron wird nicht umhin, auch mit der Polizei zu sprechen und zu verhandeln. Es geht ganz offensichtlich um mehr als die bloße Anhebung von Ökosteuern auf Benzinpreise. Auch in den Nachbarländern Belgien und in den Niederlanden wird bereits demonstriert.

    Quelle: https://www.politaia.org/weitere-pro...chte-streiken/
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  6. #116
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    Französische Schüler wie zur Exekution aufgereiht

    Irlmaier:
    Die Stadt mit dem eisernen Turm geht im Feuer unter, aber nicht durch den Krieg. Die eigenen Leute zünden an, Revolution wird sein.
    Macron =

    Ein Video viral im Umlauf, das französische Polizisten zeigt, die protestierende Gymnasiasten verhaftet und im Stil einer Exekution niederkniend an einer Wand aufgereiht haben, hat nur einen Tag vor den geplanten Protesten am Samstag im ganzen Land sehr grosse Empörung ausgelöst. Dieses unfassbare Vorgehen der Polizei wird den Zorn gegen das Macron-Regime und die Gewaltbereitschaft gegen den französischen Staat ab sofort noch mehr anheizen.


    Damit hat sich das Macron-Regime zu dem entblösst, was es wirklich ist, ein brutales Regime gegen das französische Volk, wenn es so abscheulich die französische Jugend behandelt.

    Das Filmmaterial zeigt den Moment, nachdem Dutzende Studenten am Donnerstag in Mantes-la-Jolie in Nordfrankreich gegen die Bildungsreform protestiert hatten. Die meisten von ihnen waren Jugendliche aus örtlichen Gymnasien. Ihnen wurden auch die Hände nach hinten mit weissen Plastikbändern gefesselt.



    Das Video, das am Donnerstagabend vom Twitter-Konto Violences Policières (Polizeigewalt) veröffentlicht wurde, wurde in weniger als 24 Stunden mehr als 2 Millionen Mal angesehen. Viele der Reaktionen deuteten darauf hin, dass es wie eine "Hinrichtung durch ein Erschiessungskommando" oder "Geiselnahme" aussah.


    Die Bilder von unbewaffneten französischen Teenagern, die auf Befehl einer schwer bewaffneten Polizei mit erhobenen Armen am Boden knien, werden von den bereits schon wütenden französischen Bürgern wahrscheinlich nicht gut aufgenommen werden, bevor "Act IV" der Proteste der "Gelben Westen" in Paris und anderswo am Samstag stattfindet.

    Dagegen sind 89'000 Gendarmen im ganzen Land zum Einsatz befohlen worden, so der Premierminister. Allein in Paris werden mindestens 8'000 Einsatzpolizisten stationiert sein.

    Ein verärgerter Pariser Taxifahrer rief laut Bloomberg in einem halbstündigen Monolog nach Macrons "Skalp".

    "Wir gehen raus, um zu kämpfen", sagte er und fügte hinzu: "Ich will Macrons Skalp, ich habe vor nichts Angst. Ich habe nichts zu verlieren. Wir müssen unser Leben riskieren, sonst bekommen wir nichts von diesen Leuten."

    Der 40-jährige selbständige Taxifahrer, der seinen Namen nicht nennen wollte, war einer von Tausenden von Demonstranten, die am vergangenen Samstag auf dem Pariser Wahrzeichen Avenue Champs-Elysees die Polizei bekämpfte und Pflastersteine warfen, Autos anzündeten, den Arc de Triomphe beschrifteten und Schaufenster einschlugen, schockierende Bilder, welche die Zuschauer auf der ganzen Welt live miterleben konnten.

    Der gewaltsame Protest begann aber erst, nachdem die Polizei die friedliche Demonstration der "Gelben Westen" mit Schlagstöcken, Tränengas, Gummischrott und Wasserwerfern angegriffen hat und vom Versammlungsort am Arc de Triomphe zu vertreiben versuchte. Das konnte ich aus der Live-Übertragung deutlich sehen.

    Siehe meinen Bericht "Während Macron in Argentinien weilt, brennt Paris".

    Die Proteste zwangen Macron, seinen Plan zur Treibstoffsteuererhöhung für 2019 auszusetzen.

    Aber jetzt kommt mehr laut Bloomberg. Der Taxifahrer plant, "in den streng bewachten Präsidentenpalast von Elysee einzudringen, der nur eine halbe Meile von der bekanntesten Allee von Paris entfernt ist. Er ist einer der Menschen, vor denen Macrons Büro gewarnt hat, die 'toben und töten' wollen."

    Für Leute wie den Taxifahrer gibt es keine Grenzen, wenn es darum geht, den jüngsten französischen Staatschef seit Napoleon zu entfernen, der als Wirtschaftsminister des Landes zwischen 2014 und 2016 das Taxi-Geschäft deregulierte und ein starker Befürworter von Buchungs-Apps für Autofahrten war.

    "Er hat uns ruiniert, er hat unser Geschäft zerstört", sagte der Taxifahrer. "Er will alles neu, digital, die neue Welt, und er hat alles getan, ohne an die Kosten für uns zu denken. Ersetze jeden, habe alles jung, neu? Ja, aber so wird es nicht gemacht. Jetzt ist es Zeit für die Retourkutsche.

    Der Taxifahrer hat sich zusammen mit Freunden über die Sozialen-Medien-Plattformen, WhatsApp und dann Telegram, organisiert, weil der WhatsApp-Chat sie auf "nur wenige hundert Personen in einer Gruppe" beschränkte.

    Eine der Gruppen, in der er sich befindet, heisst "Combat Taxis" oder Taxi-Kampf. Ein anderer wurde als "Samstagkampf" bezeichnet.

    Sie melden ihre Demonstrationspläne nicht bei der Polizei, wie gesetzlich vorgeschrieben, an und befolgen auch nicht die Anweisung des Innenministeriums, nicht zur Champs-Elysees zu gehen.

    Na, dann können wir uns morgen aus der Ferne auf eine Grossdemonstration in Paris und anderen französischen Städten vorbereiten, die revolutionsähnlichen Charakter haben wird.

    Ich werde die Live-Übertragung wieder rechts-oben im Video-Fenster aufschalten.

    ----------------

    Dann möchte ich die ASR-Leser, besonders in Deutschland, daran erinnern, der Vertrag von Lissabon gibt den EU-Ländern ein Tötungsrecht des Staates. Das heisst, die Staatsführung kann den Schiessbefehl gegen das Volk geben.

    Die Franzosen haben 2005 mit einem klaren Nein die sogenannte "EU-Verfassung" abgelehnt. 55 Prozent der Wähler stimmten beim Referendum gegen das Vertragswerk, nur 45 Prozent dafür.

    Um den Volkswillen zu umgehen, hat man dann die EU-Verfassung in den Lissabon-Vertrag umbenannt und damit getarnt. Ein ganz klares antidemokratisches Manöver der Befürworter der EU-Diktatur.

    Ich war am 5. September 2009 als Nicht-EU-Bürger in Berlin bei der Demonstration gegen den Lissabon-Vertrag, zusammen mit lächerlichen 5'000 Teilnehmern, und habe auf dem Potsdamer-Platz eine Rede gegen diesen kriminellen "Vertrag" gehalten.

    Wer hat den Lissabon-Vertrag aber dann angenommen? Natürlich wieder die Deutschen. Er ist am 1. Dezember 2009 in Kraft getreten. Seit dem kann man Euch zusammenschiessen!!!

    ------------------

    UPDATE: Die Sicherheitsbehörden von Paris sind bereit, 80 gepanzerte Fahrzeuge als Vorbereitung auf "extreme Gewalt" und Aufruhr am Samstag einzusetzen, wie Le Parisien meldet.


    Die Berliet VXB-170 werden an den kritischen Punkten in Paris aufgestellt. Die Fahrzeuge können nicht nur Tränengasgranaten abfeuern, sondern auch mit einem 7,62 Maschinengewehr oder 37 oder 40 mm Granatwerfer ausgestattet werden.

    Sieht sehr nach einer Kriegsvorbereitung aus, Krieg gegen die eigene Bevölkerung.
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    EILMELDUNG! In Frankreich wird die Armee aufgefahren







    Eine Revolution die zur Neuen Welt Ordnung führen wird! Gelben Jacken ist ein voll Regierung kreierte und manipulierte Psychologische Operation und keine Volksaufstand, um Leute dazu zu motivieren alles zu zerstören und eben sie zur Revolution zu provozieren!
    Liebe Grüße
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    Der vierte Akt (#Acte4) der Gelben Westen in Paris

    Es ist 8:00 Uhr in Paris. Die ersten Aktivisten der Gelben Westen erscheinen auf dem Place de la Bastille. Die Polizei kontrolliert sehr genau die Teilnehmer der Demonstration an den Zugängen zum Platz. Es werden die Personen und ihre Taschen durchsucht.

    Rechts im Video-Fenster habe ich die Live-Übertragung aufgeschaltet.

    Scheint, als würde die Polizei in Paris den Protesttag der #GiletsJaunes im Keim ersticken zu wollen. Bereits Hunderte Festnahmen, sämtliche heikle Punkte in der Stadt sind komplett abgeriegelt.

    Laut der französischen Polizei wurden heute Morgen bereits 278 #GiletsJaunes festgenommen. Stand: 8:45 Uhr


    Die Polizei von Paris hat 36 Metro- und RER-Stationen schliessen lassen, um zu verhindern, dass die Demonstranten in die Stadt gelangen.

    Das folgende Foto zeigt einige #GiletsJaunes aus der Auvergne. Sie haben eine 5 1/2-stündige Fahrt über Nacht gemacht und sind in Paris angekommen. Sie sagen, "Verwechselt uns nicht mit den Zerstörern und Verbrennern von Dingen. Dafür sind wir nicht hier."


    Aus den TV-Bildern ist ersichtlich, die Zivil-Bullen sind wieder unter den Demonstranten, die mit den roten Armbinden. Ihre Aufgabe ist es, sich die "Randalierer" zu greifen.

    Andere verkleidete Polizisten sind vermummt und mit Maschinenpistolen ausgerüstet.

    Die Champs-Élysées ist für den Verkehr gesperrt und es befinden sich einige der Gelben Westen bereits auf der "Prachtstrasse".


    Mit Kampfmontur ausgerüstete Polizisten haben sich als Sperre aufgestellt.


    9:30 Uhr, es kommt zu ersten Konfrontationen mit der Polizei, die Schlagstöcke einsetzt.

    10:25 Uhr, erster Einsatz von Tränengas.


    Die Aktivisten werfen und kicken die Gasgranaten zurück auf die Polizei.

    Auch in anderen Teilen Frankreichs kommt es zu Protesten der #GiletsJaunes, wie in Grenoble an der Mautstelle #Voreppe. Die Polizei will auch dort die Demonstration verhindern.


    Einige Bauern mit ihren Traktoren nahmen an der #GiletsJaunes-Demonstration in der Innenstadt von #Puy teil.


    In Langon haben die Gelben Westen versucht Airbus zu blockieren. Sie stellten vier Grosstransporter vor die Hangar.


    Um 12:00 Uhr, das bisherige Symbolbild des Tages, der Arc de Triomphe von gepanzerten Fahrzeugen der Polizei umstellt.


    Mein Fazit nach 4 Stunden der Beobachtung, die Demonstration scheint nicht zentral koordiniert zu werden. Es gibt keine Sichtbare geplante Vorgehensweise der #GiletsJaunes.

    Wenn jemand dahinter stecken würde, gebe es Ablenkungsmanöver, um die Polizei wegzulocken, um dann in die Lücke gezielt vorstossen zu können. Es gibt auch gar keine Stosstrupps, welche die Sperren durchbrechen können.

    Es ist von der Seite der Demonstranten alles sehr unkoordiniert und spontan. So wird das nichts und die Polizei hat die Lage voll im Griff.

    Schweres Gerät und Waffen sind gar nicht nötig und Tränengas reicht schon, um die Demonstranten nach Belieben zu kontrollieren. Man lässt sie einfach sich etwas austoben. Eine Gefahr besteht in keinster Weise.

    Eine Revolution oder gar ein Putsch ist das nicht, vor dem die Staatsvertreter im Vorfeld gewarnt haben.

    Wenn, dann müsste es wie damals in Rumänien 1989 ablaufen, wo die Masse der Hunderttausenden alle Staatsämter stürmte, der Diktator Nicolae Ceaușescu aus seiner Residenz flüchten musste und das Militär ihn dann schnappte, ein Standgericht durchführte, ihn und seine Frau Elena zum Tode verurteilten und beide sofort erschossen haben.

    Um 13:00 Uhr steigerte die Polizei den Einsatz von Tränengas massiv auf der Champs-Élysées und die Demonstranten rannten in alle Richtungen davon.

    Mal schauen wie die #GiletsJaunes auf diese Provokation reagieren. Werden sie jetzt richtig gewalttätig und Sachen anzünden, wie vergangenen Samstag, oder friedlich bleiben oder aufgeben und Nachhause gehen?

    Um 13:40 Uhr. Was hört man von Macron bisher? Nichts. Der kleine Mann schweigt, wo er doch vorher so gesprächig war und die Leute kritisierte. Er sollte als Präsident sein Schweigen beenden und positive Massnahmen verkünden, wenn er überleben will.

    14:00 Uhr, die ersten gepanzerten Fahrzeuge sind auf den Strassen von Paris gegen die Demonstranten im Einsatz.

    Die ersten Barrikaden aus Holz von den Schutzwänden und Weihnachtsbäumen werden angezündet.


    Die Polizei schiesst mit Gummischrott auf die Demonstranten.






    Die Polizei setzt das Mittel der "Präventivhaft" umfangreich ein. Mehr als 500 Gelbe Westen sind bisher verhaftet worden.


    Um 14:45 Uhr fahren noch mehr Panzerwagen vor ...


    ... und rollen über die Barrikaden.


    15:15 Uhr, das erste Auto brennt.


    Um 15:50 Uhr hat sich ein einzelner Aktivist mit der französischen Fahne in der Hand zwischen der Polizeireihe und den Demonstranten hingekniet, um beide Seiten aufzufordern nicht mehr sich gegenseitig zu bekämpfen.




    Dann plötzlich stürmten die Polizisten los, überrannten ihn, traten ihn zusammen und nahmen ihm die Fahne weg, liessen ihn verletzt am Boden liegen.




    Um 16:39 Uhr meine ich, der "Aufstand" der keiner war ist vorbei, der Unrechtsstaat hat seine Übermacht demonstriert, die #GiletsJaunes hatten nichts in der Hand, ausser Steine, und wurden mit einem Grossaufgebot an Polizei, Tränengas, Gummigeschosse und Panzerfahrzeuge vertrieben. Das war es wohl gewesen. Was jetzt noch läuft sind "Rükzugsgefächte".

    Wie ich oben um 12:00 Uhr schon feststellte, hat diese Bewegung keinerlei Führung und Koordination, deshalb sind sie nicht effektiv in ihrem Kampf gegen das System. Es sind über 1000 Aktivisten auch aus dem Verkehr gezogen worden.

    Wie ich schon oft sagte, wenn kein Geld, keine Organisation und keine Führung hinter einer Bewegung steht, dann findet keine Revolution statt. Einfach so aus dem Volk kann nichts effektives entstehen.

    Beispiel eines erfolgreichen Putsches

    Hinter dem Maidanaufstand und Putsch in der Ukraine stand das US-Aussenministerium und hat 5 Milliarden Dollar investiert. Mit diesen Ressourcen kann man einen Umsturz "erfolgreich" durchziehen.

    Die Mitglieder der sogenannte Opposition auf dem Maidan-Platz in Kiew, waren nur wegen der 20 Euro pro Tag dort, die sie von der US-Botschaft ausbezahlt bekommen haben.

    Wer meint, es wäre sonst ein Schwanz bei minus 15 Grad drei Monate lang im Dezember, Januar und Februar dort gestanden, der ist völlig naiv. Die wurden natürlich auch bestens mit Essen und Trinken versorgt.

    Dann wurden alle wichtigen Figuren der Politik, des Geheimdienstes, der Polizei, des Militärs, der Justiz und der Medien von den Amerikanern gekauft, damit sie den Putsch unterstützen oder wenigstens nicht im Weg stehen.

    10'000 Dollar pro Landesverräter reichten da schon, wichtigere bekamen 100'000 Dollar, mit dem Versprechen, später mehr zu kriegen.

    Dann hat man eine riesige Propaganda losgelassen, um damit die Leute in der Ukraine und weltweit davon überzeugt, der Maidan-Aufstand ist gut und die amtierende Regierung böse. Journalisten sind sehr billig zu haben.

    Am Höhepunkt hat man noch Scharfschützen eingesetzt, die auf die Polizei und auf die Demonstranten geschossen haben und es der Regierung in die Schuhe geschoben.

    Als Zeitrahmen hat man die Olympiade in Sochi gewählt, denn so waren die Russen und besonders Putin voll damit beschäftigt, diese vorzubereiten und zu veranstalten, ohne was in Kiew sich zusammenbraute mitzubekommen.

    Am Schluss stand der legitim gewählte Präsident Janukowitsch mit seinen Ministern völlig alleine da und musste flüchten.

    Ja, mit Milliarden im Rücken kann eine Revolution umgesetzt werden. Man kauft sie einfach!

    Deshalb ... bonsoir France ... oder besser, bonne nuit!


    https://www.t-online.de/nachrichten/...arrikaden.html

    https://de.sputniknews.com/politik/2...roteste-paris/



    Die Bewegung der Gelbwesten zieht Kreise: Jetzt machen schon Schülerinnen, Schüler, Studierende mit, Bauern, sogar Polizisten schlagen sich auf ihre Seite. Sie fordern: Null Obdachlosigkeit, keine Rente unter 1200 Euro, keine europäische Armee. .. sehen so Forderungen von „Ultrarechten“ (Bernd Riexinger) aus? Wolfgang Gehrcke sieht Parallelen zur Revolte der 68’er. Damals floh Staatspräsident DeGaulle nach Baden-Baden. Wer nimmt heute Macron auf? Und wann springt der Funke von Frankreich nach Deutschland?
    Liebe Grüße
    Geändert von AreWe? (vor 5 Tagen um 19:25 Uhr)
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  9. #119
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    Die Gelbwesten

    Die sich zur Wehr setzenden französischen Untertanen kämpfen gegen das sich abzeichnende Ende der Demokratie in ihrem Land.

    Emmanuel Macron, das ist das Kunstprodukt, das der französischen Wählerschaft durch eine großangelegte Medienkampagne verkauft wurde. Von der Finanzoligarchie an die Macht gehievt, sollte er für sie „Europa retten“ — die EU aus dem Sumpf ziehen. Doch der Glanz der Herrschaft, mit dem er sich so gerne umgibt, verblasst. Dafür sorgen seine Untertanen, mit ihren Westen in unübersehbarem leuchtendem Gelb.

    Jedes Fahrzeug in Frankreich muss mit einer gelben Warnweste bestückt sein. Damit ist gewährleistet, dass der Fahrer im Falle eines Unfalles oder einer Panne auf der Autobahn gut sichtbar ist und nicht überfahren wird.
    Die Idee, die gelbe Weste zu tragen, um gegen eine unbeliebte Regierung zu demonstrieren, fand also schnell Anklang. Die Kleidung war zur Hand und musste nicht von Soros für eine mehr oder weniger inszenierte „Farbenrevolution“ zur Verfügung gestellt werden. Die Symbolik passte: Zeige, dass Du im Falle eines sozio-ökonomischen Notfalls nicht überrollt werden möchtest.
    Wie jeder weiß, wurde die Protestbewegung von einem erneuten Anstieg der Kraftstoffsteuer ausgelöst. Es wurde aber sofort klar, dass es um mehr ging. Die Kraftstoffsteuer war der letzte Tropfen einer langen Reihe von Maßnahmen, die den Reichen auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung Vorteile verschaffen sollten. Deswegen erzielte die Bewegung auch fast augenblicklich Beliebtheit und Zustimmung.
    Die Stimmen des Volkes

    Die Gelbwesten demonstrierten am Samstag, den 17. November zum ersten Mal auf den Champs-Elysées in Paris. Es war so ganz anders als die üblichen Gewerkschafts-Demonstrationen, wo man gut organisiert und Banner schwenkend den Boulevard vom Place de la République zum Place de la Bastille in die eine oder andere Richtung abschritt und am Ende den Ansprachen der Anführer lauschte. Die Gelbwesten erschienen einfach, unorganisiert und ohne Anführer, die ihnen sagten, wo sie marschieren oder Ansprachen halten sollten. Sie waren einfach da, in ihren gelben Westen, wütend und bereit, dem verständnisvollen Zuhörer ihren Zorn zu erklären. Kurz gesagt war die Botschaft folgende:
    Wir kommen nicht über die Runden. Die Lebenshaltungskosten steigen immer weiter und unsere Einkommen werden immer geringer. Wir ertragen es einfach nicht mehr. Die Regierung muss innehalten, nachdenken und den Kurs ändern.
    Bis jetzt bestand jedoch die Reaktion der Regierung darin, Polizisten loszuschicken, die Ströme von Tränengas in die Menge sprühten – offenbar, um die Menschen vom nahe gelegenen Elysée-Palast, der Präsidentenresidenz, fernzuhalten. Präsident Macron hielt sich woanders auf – all der Trubel war wohl unter seiner Würde.
    Diejenigen, die hinhörten, konnten jedoch eine Menge über die Lage im heutigen Frankreich erfahren – vor allem in den Kleinstädten und ländlichen Gebieten, woher viele der Demonstranten kamen. Die Dinge stehen viel schlechter, als Regierungsbeamte und die Medien zugeben.
    Da waren junge Frauen, die sieben Tage die Woche arbeiteten und trotzdem nicht wussten, wie sie ihre Kinder ernähren und kleiden sollten.
    Die Menschen waren wütend aber bereit, die wirtschaftlichen Probleme genau darzustellen.
    Die 83jährige Colette besitzt zwar kein Auto, erzählte aber jedem, der es hören wollte, dass der steile Anstieg der Benzinpreise auch Menschen ohne Auto beeinträchtigen würde, weil er auch die Preise für Nahrungsmittel und andere Grundbedürfnisse in die Höhe treibt. Sie hatte alles durchgerechnet und war zu dem Ergebnis gekommen, dass dieser Anstieg einen Rentner im Monat 80 Euro kosten würde.
    „Macron hat nicht damit geworben, dass er die Renten einfriert“, erinnerte sich eine Gelbweste. Aber genau das hat er getan, so wie er auch die Solidaritätssteuer für Rentner erhöht hat.
    Abgespeckte Gesundheitsversorgung

    Eine wichtige und immer wieder zu hörende Klage betraf das Gesundheitswesen. Frankreich hatte über lange Zeit die beste öffentliche Gesundheitsversorgung der Welt. Nun jedoch wird sie stetig abgebaut, um das vorrangige Ziel des Kapitalismus zu verfolgen: Profit zu machen.
    In den letzten Jahren lancierte die Regierung eine Kampagne, die die Bürger zuerst ermutigen und schließlich dazu zwingen sollte, eine „mutuelle“ abzuschließen – eine private Krankenversicherung, die angeblich die „Lücken“ in Frankreichs allgemeiner Krankenversicherung füllen sollte. Die „Lücken“ können unter anderem die 15 Prozent sein, die bei leichten Erkrankungen nicht abgedeckt sind – für schwere Krankheiten kommt die Versicherung zu 100 Prozent auf –, oder für Medizin, die nicht mehr erstattet wird, oder für zahnmedizinische Leistungen.
    Die „Lücken“ werden immer größer, so wie die Kosten, die für die mutuelle aufzubringen sind. In Wirklichkeit sind diese Maßnahmen – der Öffentlichkeit als Verbesserung durch Modernisierung verkauft – die schrittweise Privatisierung des Gesundheitswesens. Es ist eine hinterhältige Art, die gesamte Gesundheitsversorgung der internationalen Finanz-Kapital-Anlage auf dem Serviertablett zu reichen. Auf diesen Schachzug ist aber niemand hereingefallen und er steht ganz oben auf der Liste der Beschwerden der Gelbwesten.
    Auch die Verschlechterung der Pflege in öffentlichen Krankenhäusern wird beklagt. In ländlichen Gegenden gibt es immer weniger Krankenhäuser, und in der Notaufnahme „muss man so lange warten bis man stirbt“. All jene, die es sich leisten können, lassen sich in privaten Krankenhäusern behandeln. Die meisten sind dazu aber nicht in der Lage. Das Pflegepersonal ist überarbeitet und unterbezahlt. Wenn man hört, was Krankenschwestern und Pfleger zu ertragen haben, wird klar, dass dies tatsächlich ein ehrenhafter Beruf ist.
    Dies alles erinnert mich an eine junge Frau, die wir letzten Sommer im Südwesten Frankreichs bei einem öffentlichen Picknick getroffen haben. Sie ist im ambulanten Altenpflegedienst in ländlichen Gebieten tätig und füttert die alten Menschen, badet sie, bietet ihnen einen Augenblick fröhlicher Gesellschaft und Verständnisses und fährt dazu von einem zum anderen. Sie liebt ihren Beruf, liebt es, alten Menschen zu helfen, kann jedoch kaum davon leben. Sie wird zu all jenen gehören, die für die Fahrten von Patient zu Patient mehr bezahlen müssen.
    Die Menschen zahlen bereitwillig Steuern, wenn sie dafür etwas bekommen – nicht aber, wenn man ihnen das Gewohnte wegnimmt.
    Die Super-Reichen und die großen Konzerne mit ihren Truppen von Rechtsanwälten und ihren Steueroasen oder Eindringlinge wie Amazon und Google sind die Steuerhinterzieher. Die normalen französischen Bürger sind jedoch relativ disziplinierte Steuerzahler, weil sie ausgezeichnete öffentliche Leistungen dafür bekamen: eine optimale Gesundheitsversorgung, erstklassige öffentliche Verkehrsmittel, ein schnelles und effizientes Postwesen, kostenlose Universitätsausbildung.
    Doch all dies ist nun unter Beschuss durch die Herrschaft des Finanzkapitals – auch „Neoliberalismus“ genannt. In ländlichen Gegenden werden immer mehr Postämter, Schulen und Krankenhäuser geschlossen und nicht profitable Zugverbindungen eingestellt, weil den EU-Direktiven entsprechend der „freie Wettbewerb“ eingeführt wird. Dadurch sind die Menschen gezwungen, noch öfter mit ihrem Auto zu fahren, vor allem, weil große Einkaufszentren die traditionellen Läden in Kleinstädten verdrängen.
    Inkohärente Energiepolitik

    Und die von der Regierung angekündigte Steuer – zusätzliche 6,6 Cent pro Liter Diesel und zusätzliche 2,9 Cent pro Liter Benzin – ist nur ein erster Schritt in einer Reihe geplanter Erhöhungen in den nächsten Jahren. Die Maßnahmen sollen die Menschen dazu animieren, weniger zu fahren oder, besser noch, ihre alten Fahrzeuge zu verschrotten und schöne neue Elektro-Autos zu kaufen.
    Mehr und mehr wird politische Steuerung zur Übung in sozialer Manipulation durch Technokraten, die alles besser wissen. Diese spezielle Übung steht in völligem Widerspruch zu einer früheren Regierungsmaßnahme der sozialen Manipulation, in der wirtschaftliche Anreize die Menschen dazu bewegen sollten, mehr Dieselfahrzeuge zu kaufen.
    Nun hat es sich die Regierung anders überlegt. Mehr als die Hälfte der Privatfahrzeuge fährt mit Diesel, wenngleich der Anteil abnimmt. Nun sagt man den Besitzern, sie sollten stattdessen ein Elektro-Auto kaufen. Aber Menschen, die gerade so über die Runden kommen, können sich diese Umstellung nicht leisten.
    Außerdem ist die Energiepolitik inkohärent. Theoretisch gehört zur „grünen“ Ökonomie die Schließung der vielen französischen Atomkraftwerke. Wo würde dann jedoch der Strom für die Elektro-Autos herkommen? Und Atomkraft ist „sauber“, sie verursacht keinen CO2-Ausstoß. Die Leute fragen sich also, was hier abläuft.
    Keine Investition in die Zukunft

    Die vielversprechendsten alternativen Energiequellen in Frankreich sind die ausgeprägten Gezeiten entlang der nördlichen Küste. Letzten Juli wurde jedoch das Gezeitenenergie-Projekt an der Küste der Normandie fallen gelassen, weil es wegen fehlender Kunden nicht profitabel war. Dies ist symptomatisch dafür, was bei dieser jetzigen Regierung schiefläuft. Große neue Industrie-Projekte sind anfangs fast nie profitabel. Deswegen bedürfen sie ja der staatlichen Unterstützung und der Subventionen, um mit Blick auf die Zukunft anzulaufen.
    Unter de Gaulle wurden solche Projekte unterstützt, die Frankreich zum Status einer wichtigen Industriemacht verhalfen sowie der ganzen Bevölkerung zuvor nie erreichten Wohlstand beschert haben. Die Macron-Regierung aber investiert weder in die Zukunft noch wird sie aktiv, um noch vorhandene Wirtschaftszweige zu bewahren. Macron ist verantwortlich dafür, dass der wichtigste französische Energiekonzern, Alstom, an General Electric verkauft wurde.
    Es ist in der Tat reinste Heuchelei, die französische Kraftstoffsteuer eine „Ökosteuer“ zu nennen, weil die Einnahmen aus einer echten Öko-Steuer in die Entwicklung sauberer Energie wie zum Beispiel in Gezeitenkraftwerke investiert werden würden. Die Einnahmen sind jedoch dafür vorgesehen, den Haushalt zu sanieren, also die Staatsschulden zu bezahlen.
    Macrons Kraftstoffsteuer ist neben den Kürzungen im öffentlichen Sektor und dem Ausverkauf des „Tafelsilbers“ – also dem Verkauf potentieller Profitmacher wie Alstom, Hafenanlagen und den Pariser Flughäfen – nichts als eine weitere Austeritätsmaßnahme.
    Die Regierung hat nicht verstanden

    Die anfänglichen Reaktionen der Regierung haben gezeigt, dass diese nicht wirklich zuhörte. Sie wollte sich nicht die Mühe machen, zu verstehen, worum es ging – also verunglimpfte sie die Protestbewegung und griff dafür in die Klischee-Kiste.
    Macrons erste Reaktion bestand darin, bei den Protestierenden Schuldgefühle hervorzurufen, indem er das stärkste Argument der Globalisierer für die Einführung unpopulärer Maßnahmen anführte: die globale Erwärmung. Was auch immer die Protestierenden für kleine Beschwerden hätten – so wies er sie zurecht –, diese seien nichts gegen die Zukunft des Planeten.
    Dies beeindruckte die Menschen nicht, die alles über den Klimawandel gehört hatten und sich wie jeder andere um die Umwelt sorgen, die aber erwidern mussten: „Ich mache mir mehr Sorgen um das Ende des Monats als um das Ende der Welt.“
    Nach dem 25. November, dem zweiten Sonntag der Gelbwesten, an dem mehr Demonstrierende zusammenkamen und mehr Tränengas eingesetzt wurde, erklärte der für den Haushalt zuständige Minister Gérard Darmanin, dass das, was da an den Champs-Elysées demonstriert hatte, „la peste brune“ gewesen sei, die braune Pest, also Faschisten. Für all jene, die die Franzosen gerne als Rassisten verurteilen, sei angemerkt, dass Darmanin aus der algerischen Arbeiterklasse stammt.
    Diese Bemerkung provozierte einen Aufschrei der Entrüstung, der zeigte, wie groß die öffentliche Unterstützung für die Bewegung ist – neuesten Umfragen zufolge gibt es Zustimmungswerte von 70 Prozent, selbst nach unkontrolliertem Vandalismus. Macrons Innenminister Christophe Castaner musste daraufhin erklären, die Kommunikation von Seiten der Regierung sei schlecht organisiert worden.
    Dies ist natürlich die bekannte Technokraten-Ausrede: Wir hatten immer recht, es lag nur an der „Kommunikation“ und nicht an den Tatsachen an sich.
    Vielleicht habe ich ja etwas übersehen, aber in den vielen Interviews, die ich mir angehört habe, vernahm ich kein einziges Wort, das in die Kategorie „rechts außen“, weniger noch „Faschismus“ fallen würde, oder das auch nur eine Vorliebe für eine bestimmte Partei offenbart hätte. Diesen Menschen geht es ausschließlich um konkrete, praktische Probleme. Kein Hauch von Ideologie, was für Paris ja eine große Leistung ist!
    So manche, die keine Kenntnis der französischen Geschichte haben und eifrig darum bemüht sind, ihren linken Purismus zur Schau zu stellen, deuteten an, die Gelbwesten seien gefährlich nationalistisch, weil sie ab und zu französische Fahnen schwenkten und die Marseillaise sängen. Dies bedeutet aber einfach nur, dass sie Franzosen sind. Historisch gesehen ist die französische Linke patriotisch, vor allem, wenn sie sich gegen die Aristokraten und die Reichen auflehnt – oder während der Nazi-Okkupation (1).
    Es ist nur eine Art zu sagen, „Wir sind das Volk, wir machen die Arbeit und Ihr müsst Euch unsere Beschwerden anhören“. Nationalismus ist nur dann schlecht, wenn er sich aggressiv gegenüber andern Ländern verhält. Diese Bewegung greift niemanden an, sie wirkt ausschließlich im Innern.
    Die Schwäche Macrons

    Die Gelbwesten haben der ganzen Welt klargemacht, dass Emmanuel Macron ein Kunstprodukt war, das der Wählerschaft durch eine außergewöhnliche Medienkampagne verkauft wurde. Macron war das Kaninchen, das man aus dem Hut gezaubert hat und das von jenen gesponsert wurde, die man die französische Oligarchie nennen muss. Nachdem er die Aufmerksamkeit des etablierten Königsmachers Jacques Attali auf sich gezogen hatte, durfte Macron einige Zeit bei der Rothschild-Bank verbringen, wo er schnell ein kleines Vermögen anhäufte. Dies stellte seine Klassenloyalität seinen Unterstützern gegenüber sicher.
    Die flächendeckende Unterstützung durch die Medien und die Angstkampagne gegen die „Faschistin“ Marine LePen – die zudem ihre wichtigste Debatte vermasselte – hievten Macron ins Amt. Er hatte seine Frau kennengelernt, als sie ihm Theaterunterricht gab, und nun darf er den Präsidenten spielen.
    Abbau des Sozialstaats

    Die ihm von seinen Sponsoren zugeteilte Aufgabe war klar. Er sollte die „Reformen“ – sprich Austeritätsmaßnahmen – energischer durchsetzen, die die vorangegangenen Regierungen zwar begonnen, bei der Beschleunigung des Untergangs des Sozialstaates jedoch herumgetrödelt hatten.
    Und zudem sollte Macron „Europa retten“. Europa zu retten bedeutet, die EU vor dem Sumpf zu retten, in dem sie sich gerade befindet.
    Deswegen ist er von Ausgaben-Kürzungen und einem ausgeglichenen Haushalt so besessen. Weil er dazu von den Oligarchen, die seine Kandidatur unterstützt hatten, auserwählt worden war.
    Er wurde von der Finanzoligarchie vor allem dazu auserkoren, die EU vor der drohenden Auflösung durch den Euro zu bewahren. Die Gründungsverträge der EU und vor allem die gemeinsame Währung, der Euro, haben ein unhaltbares Ungleichgewicht zwischen den Mitgliedstaaten geschaffen. Die Ironie besteht darin, dass frühere französische Regierungen, angefangen von Mitterand, größtenteils für diese Sachlage verantwortlich sind. Das wiedervereinigte Deutschland sollte daran gehindert werden, die vorherrschende Macht in Europa zu werden. In einem verzweifelten und fachlich schlecht untermauerten Versuch bestand Frankreich darauf, Deutschland durch eine gemeinsame Währung an Frankreich zu binden.
    Die Deutschen stimmten dem Euro widerstrebend zu – aber nur zu ihren eigenen Bedingungen. In der Folge wurde Deutschland zum widerwilligen Kreditgeber gleichermaßen widerwilliger EU-Mitgliedsstaaten – Italiens, Spaniens, Portugals und natürlich des ruinierten Griechenlands. Die finanzielle Kluft zwischen Deutschland und seinen südlichen Nachbarn wird immer tiefer, was auf beiden Seiten zu Missgunst führt.
    Deutschland möchte seine wirtschaftliche Macht nicht mit Ländern teilen, die es als unverantwortliche Verschwender betrachtet. So besteht nun Macrons Mission darin, Deutschland zu beweisen, dass Frankreich trotz seiner erlahmenden Wirtschaft „Verantwortung“ zeigt – indem es das Volk ausquetscht, um die Zinsen auf seine Schulden zu bedienen. Macron meint, die Politiker in Berlin und die Banker in Frankfurt so beeindrucken zu können, dass sie ihre Meinung ändern und sagen: „Gut gemacht, Emmanuel, jetzt sind wir bereit, unseren Reichtum zum Wohle aller 27 Mitgliedsstaaten in einen Gemeinschaftstopf zu werfen.“ Und deswegen wird Macron alles tun, um den Haushalt auszugleichen – damit die Deutschen ihn lieben.
    Bis jetzt wirkt der Macron-Zauber bei den Deutschen aber nicht, er treibt jedoch sein eigenes Volk auf die Straßen.
    Aber ist es überhaupt sein Volk? Liegen Macron seine gewöhnlichen Landsleute, die für ihren Lebensunterhalt arbeiten, wirklich am Herzen? Die Antwort lautet übereinstimmend, dass sie das nicht tun.
    Macron verliert gerade den Rückhalt sowohl bei den Menschen auf der Straße als auch bei den Oligarchen, die ihn unterstützt haben. Er erledigt seinen Job nicht.
    Macrons aus dem Hut gezauberter politischer Aufstieg verschafft ihm nur wenig Legitimation, sobald der Glanz auf den Titelseiten der Hochglanzmagazine verblasst. Mithilfe seiner Freunde erfand Macron seine eigene Partei, La Republique en Marche, was nicht viel bedeutet, aber Handeln suggerierte. Er bevölkerte seine Partei mit Individuen aus der „Zivilgesellschaft“, oft Unternehmer aus dem Mittelstand ohne jegliche politische Erfahrung und ein paar Abtrünnige der Sozialistischen oder der Republikanischen Partei, die die wichtigsten Regierungsposten bekamen.
    Rücktritt - wegen „Frustration“

    Der einzige bekannte Rekrut aus der „Zivilgesellschaft“ war der beliebte Umweltaktivist Nicolas Hulot, der Umweltminister wurde, letzten August jedoch plötzlich in einer Radioansage seinen Rücktritt ankündigte – wegen Frustration.
    Macrons stärkster Unterstützer der politischen Klasse war Gérard Collomb, sozialistischer Bürgermeister von Lyon, der den Kabinetts-Spitzenposten des Innenministers erhielt, einschließlich der Kontrolle über die Staatspolizei. Kurz nach dem Abschied Hulots kündigte Collomb auch seinen Abschied an, um nach Lyon zurückzugehen. Macron bat ihn dringend, zu bleiben, aber am 3. Oktober trat Collomb zurück – mit einer verblüffenden Erklärung, in der er darauf aufmerksam machte, dass sein Nachfolger „immense Probleme“ zu erwarten habe. In den „schwierigen Vierteln“ in den Vororten großer Städte, so sagte er, sei die Situation „sehr besorgniserregend: Es herrscht das Gesetz des Urwalds, Drogendealer und Islamisten haben die Republik übernommen.“ Solche Vororte müssten „zurückerobert“ werden.
    Nach dieser Stellenbeschreibung tat sich Macron schwer, einen neuen Innenminister zu finden. Er suchte hier und dort und fand schließlich einen alten Spezi, den er an die Spitze seiner Partei gestellt hatte, den Ex-Sozialisten Christophe Castaner. Dieser besitzt einen Abschluss in Kriminologie – was ihn aber für die Führung der Staatspolizei besonders qualifiziert, ist seine enge Verbindung zu einem Mafioso aus Marseilles in den 70er Jahren, offenbar hergestellt durch seine Vorliebe für Poker und den Konsum von Whiskey in illegalen Lasterhöhlen.
    Randale

    Am 17. November waren die Demonstranten friedlich, nahmen jedoch die heftigen Tränengas-Angriffe übel. Am 25. November ging es ein wenig rauer zu, und am 1. Dezember brach die Hölle los. Ohne Anführer und ohne Ordner, die die Demonstranten vor Angriffen, Provokationen und Infiltration schützen sollen, war es nicht zu vermeiden, dass Randalierer sich einmischten und begannen, Dinge zu zerstören, Läden zu plündern und Mülltonnen, Fahrzeuge und sogar Gebäude anzuzünden – nicht nur in Paris, sondern in ganz Frankreich: von Marseille bis Brest, von Toulouse bis Straßburg. In der entlegenen Stadt Puy en Vely, das für seine Kapelle auf einem Felsen und seine traditionelle Klöppelspitze bekannt ist, wurde die Präfektur in Brand gesetzt. Touristenbesuche werden storniert, feine Restaurants bleiben leer und Kaufhäuser bangen um ihre weihnachtlichen Schaufenster. Der wirtschaftliche Schaden ist enorm.
    Und doch bleiben die Zustimmungsraten für die Gelbwesten hoch – wahrscheinlich, weil die Menschen in der Lage sind, zwischen sich sorgenden Bürgern und den Randalierern, die um der Zerstörung willen Chaos anrichten, zu unterscheiden.
    Am Montag fanden in den geplagten Vororten plötzlich neue Unruhen statt, vor denen Collomb gewarnt hatte, als er sich nach Lyon zurückzog. Für die Staatspolizei stellte dies eine neue Front dar und ihre Vertreter gaben bekannt, dass sie der Lage nicht mehr Herr wurden. Den Ausnahmezustand auszurufen wird wahrscheinlich nicht zu einer Lösung führen.
    Geplatzte Blase

    Macron ist eine Blase, die geplatzt ist. Die Legitimation seiner Autorität wird sehr in Frage gestellt. Er wurde aber 2017 für eine fünfjährige Amtszeit gewählt und seine Partei besitzt die Mehrheit im Parlament – was seine Absetzung fast unmöglich macht.
    Was nun? Obwohl sie durch Macrons Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2017 in den Hintergrund gedrängt wurden, versuchen Politiker aller Couleur die Bewegung für sich zu gewinnen – diskret zwar, weil die Gelbwesten ihrem Misstrauen allen Politikern gegenüber deutlich Ausdruck verliehen haben. Diese Bewegung strebt nicht nach Macht. Sie möchte Abhilfe für ihre Beschwerden. Die Regierung hätte von Anfang an genau zuhören, Diskussionen zulassen und Kompromisse schließen sollen. Je mehr Zeit verstreicht, desto schwieriger wird es werden, aber nichts ist unmöglich.
    Etwa zwei- oder dreihundert Jahre lang hatten Menschen, die man als „links“ bezeichnen könnte, gehofft, dass vom Volk ausgehende Bewegungen positive Veränderungen hervorbringen würden. Heute scheinen viele Linke Angst vor solchen Bewegungen zu haben und überzeugt zu sein, „Populismus“ führe unweigerlich zu „Faschismus“. Diese Haltung ist einer von vielen Faktoren, die darauf hindeuten, dass zukünftige Umwälzungen von der Linken, wie sie sich heute darstellt, nicht angeführt werden. Die, die den Wandel fürchten, werden nicht zur Stelle sein, um ihn Wirklichkeit werden zu lassen. Doch Wandel ist unvermeidbar – und er muss nicht zum Schlechteren sein.


    Quelle: https://www.rubikon.news/artikel/die-gelbwesten
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    Gelbwesten machen Grenzen zu Frankreich dicht

    Bei den "gilets jaunes" an der spanisch-französischen Grenze ist gute Stimmung und die Solidarität der Autofahrer groß, obwohl sie zum Teil in langen Staus stehen
    Während es in Paris erneut zu massiven Auseinandersetzungen zwischen den Gelbwesten und der Polizei kommt, die für die Protestierenden "keine Gnade" kenne, stellt sich die Lage in der Provinz ganz anders da. Zwar herrscht im baskischen Grenzgebiet ein riesiges Verkehrschaos seit dem frühen Morgen, doch die Lage ist weder angespannt noch aggressiv.
    An der Mautstelle in Biriatu wurde schon am frühen Morgen begonnen, die Grenze zu blockieren. Inzwischen sind zwei der drei Grenzübergänge von Irun nach Hendaye blockiert. Der LKW-Stau auf der Autobahn vor der Grenze ist mehr als acht Kilometer lang. Nur alle 10 Minuten wird ein Lastwagen durchgelassen. Und die Fahrer quittieren das Weiterkommen, bis zur nächsten Mautstelle und zur nächsten Blockade meist mit lautem Hupen und strecken die Faust mit ausgestrecktem Daumen nach oben aus dem Fenster.
    Bild: R. Streck
    So bedanken sich auch viele Autofahrer bei den "gilets jaunes". Normale Autos dürfen langsam durchfahren. Als Belohnung für die Verzögerung ist heute aber die Durchfahrt gratis. Das gilt auch in Richtung des spanischen Baskenlands, wo zunächst nicht blockiert wurde. Wie lange es hier noch ein Durchkommen gibt, ist unklar. Denn Patrick Manterola kündigt gegenüber Telepolis an, dass im weiteren Verlauf der Protest ausgeweitet werden soll, wenn aus Donibane Lohizune (St. Jean de Luz) und Biarritz weitere Blockierer hinzustoßen werden, sagt der Baske mit seiner Baskenmütze auf dem Kopf.
    Zwischenzeitlich werden die Zugänge zur Autobahn mit Barrikaden aus Paletten blockiert und im Laufe des Tages wurde auch eine der beiden kleineren Grenzübergänge blockiert, über die normalerweise keine LKWs fahren. Doch die baskische Polizei Ertzaintza hatte sie zum Übergang zwischen Behobia und Pausu geleitet, weshalb auch dieser blockiert wurde, was in all den Wochen zuvor nie geschehen war. Das Ergebnis ist, dass diese Grenze mit Lastwagen so verstopft ist, dass schließlich auch hier keine PKWs mehr über die Grenze fahren konnten. Der Versuch, die Lastwagen über den letzten verbleibenden Übergang zu lotsen, ließ man offensichtlich bleiben. Sonst wäre das Verkehrschaos enorm geworden und hätte ganz Hendaye und Irun verstopft.
    So haben die Gelbwesten hier einen großen Erfolg erzielt. Die Proteste wurden deutlich ausgeweitet und gleichzeitig haben sich auch viele Menschen aus dem spanischen Baskenland mit den Gelbwesten solidarisiert. Und genau in diese Richtung argumentiert Mari-Jose im Gespräch mit Telepolis. "Es ist doch überall das Gleiche, wir müssen in ganz Europa aufstehen und für unsere Rechte kämpfen", erklärt die Frau, die sich im "Schichtdienst" bei den Blockaden mit ihrem Mann abwechselt.
    "Es hat sich viel verändert, wir sind solidarischer geworden", sagt sie. Das sei bisher der größte Erfolg, aus der Anonymität zu kommen. Das sei in Frankreich dringend nötig, wo die Vereinzelung deutlich stärker sei als auf der anderen Seite der Grenze, weist sie über den Bidasoa, woher ihre Mutter einst kam. Jetzt habe man erkannt oder gestehe es gegenseitig ein, dass viele Menschen ähnliche Probleme haben. Dass das Geld, das man verdient oder als Rente bezieht, oft nicht bis zum Monatsende reicht.
    Mari-Jose. Bild: R. Streck
    Erstaunlich, vom Auslöser der eigentlichen Proteste, die geplante Steuererhöhung für Treibstoffe, sprechen auch Margot und Manu nicht, obwohl die nur für sechs Monate ausgesetzt wurde. Es geht längst um grundlegende soziale Fragen: "Es geht um höhere Löhne und Renten, es geht um niedrigere Steuern und Sozialabgaben." Und wie das bezahlt werden soll, wissen Manu und Margot auch. Die gesamten Subventionen überall für die Unternehmen, für die Politiker müssten gestrichen werden, die Steuern für Reiche und für die multinationalen Unternehmen erhöht werden, die ja praktisch keine Steuern zahlten.
    Manu, ein gestandener Linker, der seine Fahne mit dem aufgedruckten Revolutionshelden Che Guevara schwenkt, sieht schon eine "Revolution". Es gehe längst nicht mehr nur um einzelne Verbesserungen oder Forderungen. Darüber sei die Bewegung längst hinausgewachsen. "Es kann nicht sein, dass wir arbeiten und bisweilen nicht mal mehr vernünftig essen können, während da die Volksvertreter nichts tun und in Saus und Braus leben."
    Auch Mari-Jose, die eher wie die typische Hausfrau wirkt, stellt die Systemfrage. "Das System ist krank und gehört grundlegend umgekrempelt." Auf die Frage einer Journalistin des baskischen Rundfunks, ob man den Rücktritt von Macron fordere, erklärt sie: "Das fordern einige, aber was ist damit gewonnen, wenn ein anderer kommt und das Gleiche macht?" Diese Regierung jedenfalls tue nichts, um die Probleme zu lösen. Letztlich sei das eine Sache, die überall zu beobachten sei, auch in Deutschland, Spanien... "es ist ein globalisiertes Problem".
    Manu und Margot. Bild: R. Streck
    Überall sollten deshalb die Menschen gegen diese Zustände auf die Straße gehen. Sie hofft, dass die Bewegung in andere Länder schwappt, wie es im Nachbarland Belgien schon geschehen ist: "Dass man uns heute sagt, weil wir in Europa sind und Brüssel diktiert, der Mindestlohn könne höchstens um 3% angehoben werden, sei unglaublich." Das sei viel zu wenig, um die Lage vieler Menschen zu verbessern, denen es schlecht ginge." Wenn ich mich rechte erinnere, wurde der Mindestlohn 1968 um 35% angehoben." Das war eine Reaktion darauf, dass das System im Mai 68 während den revolutionsähnlichen Aufständen in eine große Klemme geriet. "Wir haben alle Zeit der Welt", erklärt die Frau und ist bereit, solange durchzuhalten, "solange der Körper mitspielt.
    Auf die Frage, dass Macron schon die rechtsradikale Le Pen dafür verantwortlich gemacht hat, hinter den Protesten zu stehen, worüber auch in der deutschen Linken gestritten wird, lachen alle Gesprächspartner nur müde. Klar gäbe es Parteien, die den Protest zu vereinnahmen versuchten, aber von allen Seiten, erklärt Manu. "Glaubst du, die Faschisten wären mit meiner Fahne einverstanden?", fragt er. Auffällig ist, dass die typischen Parteifahnen fehlen, auch französische Fahnen sind rar, dafür sieht man sowohl baskische, korsische und bretonische.
    Nein, die Rechtsradikalen seien hier jedenfalls kein Problem, ist man sich einig. Natürlich könne man nicht in den Kopf der vielen Menschen schauen, die sich nun mobilisieren. Aber hier sei es eine breite Bewegung die über allen politischen Parteien steht und hier fänden sich vor allem Menschen aus dem linken Spektrum. "Le Pen und ihrer Bewegung sind das Letzte", fügt Margot an. Hier gab es an keiner Blockade fremdenfeindliche Verbalattacken oder Angriffe, die bisweilen angeführt werden, wo vom Schreibtisch aus auch festgestellt wird, dass in dieser Revolte keine "solidarische Perspektive" liegen soll.
    Bild: R. Streck
    Weder "Ultrarechte" noch "Ultralinke", sondern das "Ultravolk" steht hinter den Protesten

    Im Gespräch mit zahlreichen Menschen, die seit Wochen aktiv sind, hört sich das auf der Autobahnmautstelle hier jedenfalls ziemlich anders an. Das kann natürlich auch eine lokale baskische Besonderheit sein. Man gewinnt hier den Eindruck, dass die Einschätzung durchaus korrekt ist, die Alain Bauer vornimmt. Der Kriminologe und früherer Sicherheitsberater von Präsident Sarkozy spricht vom "Ultrapeuple". Damit meint er aber keinen rechten Mob.
    Übersetzt heißt das in etwa "Ultravolk". Es handle sich bei den Protesten weder um "Ultrarechte" noch um "Ultralinke", sondern eben um ein "Ultravolk", dessen Situation und Befindlichkeiten die Regierung und die wirtschaftlichen Eliten hinter ihrem Schleier ignoriert haben (Die Revolte des Ultravolks). Und für Bauer sind die Proteste von hoher Bedeutung. "Diese Revolte scheint von einer anderen Natur. Sie geht tiefer, ist verwurzelter. Entschlossener", meint er.
    Tatsächlich ist festzustellen, dass der Protest nun schon, anders als in Frankreich meist feststellbar, eine ganze Weile anhält. Oft kochen Proteste hier sehr schnell hoch, radikalisieren sich schnell, um dann wie ein Soufflee in sich zusammenzubrechen. Patrique, Manu, Margot und Mari-Jose gehen nun davon aus, dass dies nicht erneut der Fall sein wird, denn es gehe inzwischen um ganz existenzielle Fragen.
    Patrique Manterola. Bild: R. Streck
    "Wir müssen uns natürlich besser organisieren und Strukturen schaffen." Gewalt findet sie nicht gut. "Mein Vorbild ist Katalonien", erklärt die Frau. Der friedlicher und langandauernde Widerstand dort habe ihr Mut gemacht und gezeigt, dass man gemeinsam etwas tun könnte. Patrique Manterola meint zur Gewalt, es werde hier jedenfalls "solange friedlich bleiben, solange die nicht anrücken", verweist er auf eine gute Hundertschaft Polizei und Gendarmerie die aus einem gewissen Abstand die Szenerie interessiert verfolgen. Der Revolutionär Manu erwartet, anders als Patrique, dass es hier zu keinem Versuch kommen werde, die Blockade gewaltsam aufzulösen. "Die meisten sind doch auf unserer Seite", meint Manu. "Das sind doch auch nur arme Schweine, die kaum über die Runden kommen." Man habe keine Probleme mit den "flics", am Morgen sogar gemeinsam gefrühstückt und sich ausgetauscht.
    Update:
    Zwischenzeitlich haben die französischen Sicherheitskräfte einen Vorfall genutzt, um die große Blockade an Autobahn zu räumen. Dabei soll nach Aussagen der gilets jaunes auch Reizgas und Pfefferspray eingesetzt worden sein. Dazu sei es gekommen, nachdem einige Blockierer aus dem fernen Pau angekommen seien, die auf Krawall gebürstet waren. Sie hätten sich über die Absprachen hinweggesetzt, dass hier alles friedlich bleiben soll, da man sich in Hendaye Katalonien als Vorbild der Basken gewählt hat. Friedlicher gewaltfreier Ungehorsam. Die Gelbwesten haben angekündigt, nach dem Abendessen um 22 Uhr wieder mit der LKW-Blockade an der Autobahn zu beginnen, die dann mehr symbolisch ist, da ab dann bis Sonntag 22 Uhr ohnehin nur LKW mit Sondergenehmigung fahren dürfen.
    Da es an der zweiten Brücke zwischen Behobia nach Pausu zu keinen unschönen Vorgägen kam, ist diese Grenze weiter für LKW blockiert. Inzwischen wurde auch eine Lösung gefunden, um den LKW-Stau so zu organisieren, damit PKWs wieder durchkommen. Doch noch immer gibt es auch um 20 Uhr noch lange Autoschlangen beidseits der Grenze.

    Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Gel...t-4246007.html
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

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