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Thema: Willy Wimmer

  1. #141
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    Last night of the Brits: Oh Britannia, Britannia rules the „what“?

    Das muss man den Bewohnern der britischen Inseln lassen. Sie bringen über eine Abstimmung die europäischen Probleme auf den Punkt. Dazu sollte man sich nur das Papier von fast 600 Seiten vor Augen halten, das zwischen der Tory-Regierung und Brüssel ausgehandelt worden ist.

    Dieses „Papier“ beleuchtet schlaglichtartig die Probleme für das Vereinigte Königreich und die restliche Europäische Union: Großbritannien ist ein zerrissenes Land. Für kontinental-europäische Häme gibt es keinen Anlass, denn der Rest der Europäischen Union steht wegen der EU-europäischen Kriegspolitik, Frau Merkels Migrationsentscheidung beginnend ab dem September 2015 sowie der Folgen der amerikanischen Bankenpleiten der Jahre 2007 folgende auch nicht besser da. Was ist es aber, das die Lage auf den britischen Inseln so brandgefährlich macht?

    In den letzten Jahren hat sich herausgeschält, dass Großbritannien das Ergebnis des englischen Insel-Imperialismus ist. Schottland, Wales und Nordirland sind seit Jahrzehnten hin- und hergerissen zwischen Betonung einer eigentlich selbstverständlichen Eigenständigkeit und dem Verbleib in der staatsrechtlichen Formation, die der englische Teil der Inseln gegen die Schotten, Waliser und Iren in den letzten Jahrhunderten heraus gekämpft hatte. Von außen betrachtet drängt sich der Eindruck auf, dass auf den britischen Inseln sich alles auf die Notwendigkeiten der „City of London“ als dem Zentralpunkt der britischen Politik richtet. Die politische Wasserscheide war die Brexit-Entscheidung aus dem Jahr 2016. Darüber haben sich die Soll-Bruchstellen der britischen Lage verdeutlicht. So ungeliebt von den britischen Inseln die Europäische Union auch ist oder gewesen sein mag, ihre Wirkung war heilsam und besänftigend. Für Nordirland bot sich mittels des „Karfreitag-Abkommens“ und der von der Europäischen Union garantierte Prosperität die Chance, vom endlosen Blutvergießen Abstand zu nehmen. Wales bekam aus Brüssel Subsidien ohne Ende und Schottland über das EU-Europa die Chance, nicht nur aus London Fesseln angelegt zu sehen, was stolzes schottisches Handeln anbetraf. Die Wirklichkeit, die durch die Brexit-Entscheidung geschaffen worden ist, macht aber deutlich, dass die blutige und krawallige Vergangenheit wieder ans Tageslicht kommt, wenn die Möglichkeiten EU-Europas bewusst ausgeschlagen werden.

    Soll der Bürgerkrieg in Nordirland wieder ausbrechen? Soll Wales in die Unabhängigkeit abdriften und Schottland das machen, was es mit wechselnden Mehrheiten seit Jahrhunderten auch will? Alles das wird zwar nicht beseitigt, aber dennoch über die in dem ausgehandelten Papier ausgesprochene Möglichkeit des Verbleibs des gesamten Vereinigten Königreichs in der „Europäischen Zollunion“ in seinem unblutigen Bezug gehalten. Nichts von dem muss auf den britischen Inseln von dem ausbrechen, was sich seit den blutigen Ereignissen auf dem Balkan auf diesen Inseln herauskristallisiert hatte. In gewisser Weise hat der Balkan in den letzten Jahrzehnten den Preis dafür bezahlt, dass britische Diplomaten jede Friedensmöglichkeit torpediert hatten, weil sie negative Auswirkungen auf den Zusammenhalt der britischen Inseln befürchteten.

    Aus der Sicht vieler Briten ist der dafür zu zahlende Preis zu hoch. Hier kollidieren zwei Grundsätze in einer fast unlösbaren Konsequenz: EU-Europa bietet dem Vereinigten Königreich die Chance, nicht in Zukunft von zentrifugalen Kräften bestimmt zu werden. Auf der anderen Seite verstößt diese Regelung über den Verbleib in der „Europäischen Zollunion“ in fast dramatischer Weise gegen den Grundsatz in den britischen, demokratischen Genen: „Keine Gesetzgebung ohne Repräsentanz“. Das Angebot Europas ist auf Frieden gerichtet, gibt aber keine Mitsprachemöglichkeit in einer Zollunion, die über die britischen Köpfe hinweg bestimmt. Bislang bestimmten die britischen Wähler im EU-Europa mit. Wenn sie EU-Europa verlassen, ist damit Schluss, unbeschadet der zuvor nachdrücklich geschilderten Vorteile des weiteren Verbleibs in der Zollunion zur Verhinderung bürgerkriegsähnlicher Zustände da und dort auf den Inseln. Das Vereinigte Königreich ist derzeit zwischen „Baum und Borke“ gefangen. Bürgerkrieg oder Verzicht auf Mitsprache, das sind hier die Fragen. In dem Dilemma könnte man die Briten geradezu schmoren lassen, weil sie den Johnsons dieser Welt und nicht den Camerons gefolgt sind. Davon ist dringend abzuraten, denn das britische, demokratische Dilemma trifft uns alle in der EU. Es waren die europäischen Völker, die mit großer Zustimmung das „europäische Projekt“ auf den Weg gebracht haben. Sie wollten ihre Souveränität über Zusammenarbeit wetterfest machen. Sie mussten allerdings erleben, dass ihre Repräsentanten diese Vollmacht genutzt haben, gegen den „Souverän“ vorzugehen, ihn als Konstituante abzuschaffen und „vorbestimmten Interessen der Globalindustrie und von Nicht-Regierungsorganisationen“ mit auch Hintergründen bei fremden Regierungen die Rolle des „Souveräns“ zu überantworten.

    Wir haben diese nicht durch Verfassung und Gesetze legitimierte Vorgehensweise bei den jeweiligen deutschen Regierungen in zwei elementaren Beispielen gesehen. Seit 1999 führt Deutschland unter Missachtung der Charta der Vereinten Nationen und der eigenen Verfassung Krieg und ist damit eine der Hauptursachen für das menschliche Elend in weiten Teilen der Welt.
    Im September 2015 hat die deutsche Bundeskanzlerin in unbefugter Weise die deutschen Grenzen schutzlos gestellt. In der Folge sind hunderttausende Menschen unberechtigt und unkontrolliert nach Deutschland gekommen. Damit wurde der deutsche Rechtsstaat ohne Zugewinn bei Humanität regelrecht ausgehebelt. Ein irreparabler Schaden war und ist die Folge. Dies vor allem auch deshalb, weil der Deutsche Bundestag seinen staatlichen Aufgaben nicht nachgekommen ist oder nachkommen wollte. Die Europäische Union sollte ihre politischen Lebenslügen bedenken, wenn der Brexit einen Sinn machen sollte.

    Der Riss geht nicht zwischen den britischen Inseln und der EU alleine, Der Riss geht mitten durch die EU. Polen, Ungarn und andere Staaten sind den staatlichen Vorstellungen der Russischen Föderation inzwischen näher als den wildgewordenen EU-Zuchtmeistern vom Schlage Timmermanns oder Asselborn. Fast dreißig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung müssen wir feststellen, dass es im eigenen Land durch die abgehobene Vorgehensweise „Berlins“ auch nicht anders aussieht. Für die Berliner Regierung ist „Demokratie von gestern“. Das deutsche Volk sieht das anders, so wie die Menschen auf den britischen Inseln auch: keine Gesetzgebung ohne Repräsentanz durch die Bürgerinnen und Bürger.

    Quelle: https://de.sputniknews.com/kommentar...-entscheidung/
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  2. #142
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer: Trump hat bisher keinen Krieg vom Zaun gebrochen, anders als Bush und Obama



    In der EU wird die Diskussion um die Gründung einer europäischen und von den USA unabhängigen Armee immer intensiver geführt. Frankreich und Deutschland spielen dabei eine wichtige Rolle. Der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Willy Wimmer, äußert sich zu der aktuellen Lage und der Rolle der USA in der Welt unter Präsident Donald Trump. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

    LG

  3. #143
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    Willy Wimmer: Kündigung des INF-Vertrages ist der letzte NATO-Schlussstein für Krieg gegen Russland

    "Wandel durch Annäherung" – so lautete der Leitsatz Willy Brandts, mit dem das Ende des Kalten Krieges eingeläutet wurde. Von diesem Motto ist die heutige Politik der USA und der NATO denkbar weit entfernt. Jüngstes Beispiel ist die Kündigung des INF-Vertrags.

    Das muss man dem ehemaligen deutschen Bundeskanzler Willy Brandt lassen: In seinem politischen Leben hat er Deutschland zwei Eckpfeiler hinterlassen, an denen Deutschland in Zukunft gemessen werden wird – auch wenn die Verhältnisse immer schwerer werden, sich daran zu erinnern oder gar politische Konsequenzen zu ziehen.
    "Mehr Demokratie wagen", so lautete der innenpolitische "Meistersatz". In einer Zeit, in der die politischen und medialen Blockwarte unterwegs und die rechtsstaatlichen Strukturen Deutschlands unter die groß-und kleinkoalitionäre Abrissbirne geraten sind, fällt es zunehmend schwer, sich zu diesem "Leitstern-Satz" zu bekennen.
    Die Faschisten machen sich mit staatseigener Unterstützung und mit gewaltigen Finanzmitteln wieder breit, um unter dem vorgeblichen Deckmantel des "Antifaschismus" die freiheitlichen Strukturen des Staates einzureißen. Die Globalisten, die in den letzten Jahrzehnten die politische Macht über noch freie Wahlen an sich gerissen haben, werden diese Macht nicht mehr hergeben.

    Die Art und Weise, wie in Frankfurt die Wahlen zum künftigen Landtag ausgezählt und "geschätzt" worden sind, macht diesen Weg deutlich. Es fehlt nur noch, die Gedanken aus den letzten zehn Jahren aufzugreifen und amerikanische Wahlautomaten für deutsche Wahlen anzuschaffen. Dann könnte man gleich bei bestimmten Agencies vorher anrufen, was bei einer Wahl rauskommen dürfte.
    Bei der politischen Entwicklung, die Deutschland nimmt, dürfte der Name "Willy Brandt" demnächst nur noch geflüstert und in Untergrundkapellen ausgesprochen werden. Das politische Vermächtnis von Willy Brandt weist aber noch ein anderes, ein außenpolitisches Leuchtfeuer auf. "Wandel durch Annäherung" lauteten die verheißungsvollen Überlegungen seit Ende der Fünfzigerjahre, vorgedacht im geteilten Berlin, mit der durch den Zweiten Weltkrieg geschaffenen Lage fertig zu werden.
    Der Gedanke hatte Erfolg, und das aus zwei Gründen. Unbeschadet einer zugrunde liegenden Bewertung der Ausgangslage, führte dieses Gedankenkonzept zum Ende des Kalten Krieges und zur Wiedervereinigung Deutschlands, weil durch Helmut Schmidt und Helmut Kohl ihrerseits konsequent Folgeentscheidungen getroffen werden konnten, die im Lichte der gesamten weltpolitischen Entwicklung gesehen werden müssen.
    Die Umstände, die letztlich zu diesem Ergebnis führten, müssen allerdings auch vor dem Hintergrund der frühzeitigen Überlegungen gesehen werden, die mit dem Namen des damaligen polnischen Außenministers Adam Rapacki ebenso verbunden sind wie mit dem Namen von Josef Stalin oder der grundsätzlichen russischen Haltung zu Europa seit dem Wiener Kongress.
    Die Konsequenz aus Napoleon, Hitler und dem britischen Interventionstruppen-Befehlshaber in Russland in Zusammenhang mit der bolschewistischen Oktoberrevolution, General Ironside, dürfte getrost als das übergreifende Motiv Moskauer Politik angesehen werden.
    Es war aber gerade das Ende des Kalten Krieges, das für die Vereinigten Staaten eine existenzielle Gefahr heraufbeschwören sollte. Zweimal hatten sie in europäische Kriege eingegriffen, um die Kontrolle über die atlantische Gegenküste nicht gefährdet zu sehen. Auf Versailles 1919 und die damit verbundene Zündschnur für den nächsten europäischen Krieg hatten sie genügend Einfluss genommen, um ihre Überlegungen zu Deutschland und Russland umsetzen zu können.

    Nun sollte mit dem Ende des Kalten Krieges die NATO in Europa nicht mehr die bis dahin angemaßte Rolle spielen? Die Charta von Paris aus dem November 1990 ächtete den europäischen Krieg. Die Europäische Gemeinschaft sollte und wollte in voller Verantwortung für die europäische Geschichte die Beziehungen zwischen der deutschen Ostgrenze und der sowjetischen Westgrenze in eine gedeihliche Zukunft führen.

    Gorbatschows "Gemeinsames europäisches Haus" schien greifbar nahe. Doch schon damals war mit dem bis heute unerklärlichen Abgang von Hans-Dietrich Genscher als deutscher Außenminister klar, dass Europa die Rechnung ohne die amerikanischen Interessen gemacht hatte. Nach dem Amtswechsel spielte die Europäische Gemeinschaft keine Rolle mehr, Teile der Bundesregierung sprachen fortan von der "Osterweiterung der NATO".
    Seither und vor allem seit der Zerstörung des Völkerrechts durch den Krieg gegen Belgrad 1999 dominiert das amerikanische Interesse unsere Beziehungen nicht mit, sondern gegen Russland. Deutsche Panzer vor St. Petersburg, eine anti-russische Rhetorik, die Joseph Goebbels vor Neid erblassen lassen würde, so sieht die NATO-Wirklichkeit in Europa aus.
    "Wandel durch Annäherung" ist faktisch nicht mehr möglich, weil das in der Zielsetzung der Washingtoner Strategen die Selbstaufgabe Russlands zur Folge haben würde. Die mögliche und unter Vorwänden betriebene Kündigung des INF-Vertrages ist der letzte Schlussstein in der Mauer gegen Russland vor Kriegsausbruch. Willy Brandt dachte an das Verbindende.

    Quelle: https://deutsch.rt.com/meinung/80599...-schlussstein/
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  4. #144
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    Offener Brief von Willy Wimmer an Bundespräsidenten: „Zur Wahrung des deutschen Rechtsstaates sollten Sie tätig werden!“

    Willy Wimmer, ehemaliger Staatssekretär (CDU) im Verteidigungsministerium während der Amtszeit von Helmut Kohl und langjähriger Bundestagsabgeordneter, wendet sich mit einem Offenen Brief an den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Wir veröffentlichen ihn im Original.

    Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
    am 7. Dezember 2018 berichtete dpa um 10. 58 Uhr aus der chinesischen Metropole Chengdu, dass Sie sich vor Studenten für die Achtung der Menschenrechte und des Regelwerks der Vereinten Nationen eingesetzt hatten. Den chinesischen Zuhörern und ihrer Regierung wird ebenso wenig wie den Deutschen entgangen sein, dass wegen der erklärten und exekutierten Politik der jeweiligen Bundesregierungen seit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien derartige Aussagen aus dem Munde deutscher Amtsträger noch nicht einmal Schall und Rauch sind.
    Der ehemalige deutsche Bundeskanzler, Herr Gerhard Schröder, hat öffentlich und freimütig eingeräumt, dass er mit seiner Zustimmung zum NATO-Krieg gegen die BR Jugoslawien Völkerrecht gebrochen habe. Das von Ihnen in China so hoch gepriesene Regelwerk der Vereinten Nationen hat durch die erklärte Politik einer Bundesregierung einen irreparablen Schaden davongetragen und die Welt dem „westlichen Faustrecht“ ausgeliefert. Ein Blick in die eigene Verfassung, das deutsche Strafrecht und das Soldatengesetz hätte deutlich machen müssen, mit Maßregelungen anderer Völker und Staaten zurückhaltend zu sein..
    Diese „Politik der schiefen Ebene“, die unser Land abstürzen lässt, sehen wir ebenfalls in der Zerstörung der rechtsstaatlichen Ordnung durch Bundesregierungen, deren vornehmste Aufgabe eigentlich im Schutz dieser Ordnung bestehen müsste. Die Entscheidung der Bundeskanzlerin vom 4./5. September 2015, die deutschen Staatsgrenzen auf Dauer schutzlos zu stellen, hat unserem deutschen Rechtsstaat einen Stoß versetzt, von dem er sich nicht erholen wird.
    Dagegen wenden sich Millionen Bürgerinnen und Bürger in unserem Land. Nicht, weil sie eine Abkehr von der grundgesetzlichen Ordnung wollen. Die Menschen im Lande treten dafür ein, dass der deutsche Staat selbst Achtung vor dem Recht zeigt und staatliches Handeln daran gebunden ist, die Zuständigkeit der Legislative nicht einseitig zur Durchsetzung von Interessen Dritter außer Kraft zu setzen. Diejenigen, die sich dafür einsetzen, die rechtsstaatliche Ordnung durch den Staat gewahrt zu sehen, werden durch die Spitzen unseres Staates bewusst unter Generalverdacht gestellt, um freie Meinungsäußerung erst gar nicht mehr möglich zu machen. Die Bundeskanzlerin lässt sich dazu verleiten, mit Begrifflichkeiten aus dem DDR-Strafrecht, Bürgerinnen und Bürger in der Wahrung ihrer Freiheitsrechte zu kriminalisieren.
    Man gewinnt mehr und mehr den Eindruck, dass unser Land jenseits der Regeln des demokratischen Rechtsstaates durch die Repräsentanten unseres Staates im Sinne einer anderen Ordnung „umgebaut“ werden soll. Dazu wird der Deutsche Bundestag bewusst marginalisiert. Wer sich dem im Vertrauen und zur Wahrung der im Grundgesetz garantierten Rechte in den Weg stellt, wird von den „medialen Blockwarten“, die wie „Kettenhunde“ unseligen Angedenkens den regierungs- und staatsseitig eingeschlagenen Weg absichern, nach Strich und Faden und in faschistisch bewährter Weise fertig gemacht. Für den Kunstbereich hat in diesen Tagen die „Neue Zürcher Zeitung“ das deutsche Verhängnis auf den Punkt gebracht. Zahlreiche und öffentliche Hinweise machen deutlich, dass diese demokratiefeindlichen Elemente in den Medien sich staatlicher und damit finanzieller Unterstützung erfreuen.

    Erschwerend kommen zwei Aspekte hinzu, die unser Land völlig aus der Bahn zu werfen in der Lage sind. Mit Milliarden Euro deutscher und EU-europäischer Finanzmittel unterstützt Deutschland die Ukraine. Ein Land wohlgemerkt, in dem bedeutende militärische Formationen, offen und mit präsidialem Wohlwollen versehen, sich auf eine eindeutig nationalsozialistische Vergangenheit berufen. Mit deutschen Steuermitteln unterstützen wird ein Land, das sich so der Feinde der Menschlichkeit und der Zivilisation bedient.
    Mit den Überlegungen zur „EU-Armee“ und der offen postulierten Beseitigung des sogenannten „Parlamentsvorbehaltes“ geht Deutschland weiter den Weg ins Verhängnis. Die Bundeswehr gerät damit in eine Rolle in EU-Europa und in der NATO, wieder zur „zweiten Säule“ des Staates zu werden. Das strebten Teile der Reichswehr auch mit und durch Adolf Hitler an. Dies ist eine Entwicklung, wie sie auch den 30. Januar 1933 und damit einen Kernbestand der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ ausgemacht hatte.

    Mit diesem Schreiben, einem offenen Brief, will ich Sie auf diese Fehlentwicklungen aufmerksam machen. Sie sind aus meiner Sicht so gravierend, dass Sie als Bundespräsident zur Wahrung des deutschen Rechtsstaates tätig werden sollten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Willy Wimmer
    Jüchen, den 13. Dez. 2018

    Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/de...-a2739635.html
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  5. #145
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    Willy Wimmer: „Frau Kramp-Karrenbauer ist Verbrauchsmaterial“



    Annegret Kramp-Karrenbauer ist neue CDU-Vorsitzende, Paul Ziemiak, der Chef der Jungen Union, wird ihr Generalsekretär. Ist damit die Volkspartei CDU gerettet? CDU-Urgestein und Staatssekretär a.D. Willy Wimmer hat Zweifel und sieht keinen wirklichen Neubeginn. Sein Favorit wäre weder Spahn, noch Merz, noch AKK, sondern ein Ministerpräsident.
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  6. #146
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    2019, einhundert Jahre nach Versailles: die „Hunnen“ in Washington

    Wer jemals sich eine Vorstellung davon hat machen wollen, was sich vor und nach dem Ersten Weltkrieg über Deutschland an Unrat und Feindpropaganda entladen konnte, der muß heute nur auf das blicken, was die angelsächsischen Eliten dies- und jenseits des Atlantischen Ozeans über den amerikanischen Präsidenten Trump auszuschütten in der Lage sind.

    Geradezu lustvoll machen BBC und CNN den amerikanischen Präsidenten für alles das verantwortlich, was in der Lage sein könnte, der transatlantischen, republikanisch und demokratisch eingefärbten Kriegsallianz und dem „Comey- State“ in den Arm zu fallen. Mit Trump droht nicht der Krieg, nein. Mit Trump droht in Anbetracht der verheerenden Kriegsbilanzen der letzten Jahrzehnte auf amerikanischer Seite Friede und Verständigung. Dies genau dort, wo die Kriegsherren des sogenannten „amerikanischen Jahrhunderts“ den „american way of life“ seit 1866 auf dem Rücken anderer Völker kriegerisch ausgetragen hatten. Wo die Völker nicht vernichtet werden konnten, hat man sie derart aus der Bahn geworfen, daß übelste Kreaturen über das Bild ganzer Staaten und Völker entscheiden konnten. Seit dem gegen Deutschland und Österreich-Ungarn 1914 geführten Vernichtungskrieg und der Vollendung dieser Politik 1919 in Versailles, ist die Welt aus den Fugen. Die kriegslüsternen Kräfte, die den Ersten Weltkrieg gegen die einzigen europäischen Mächte, die über Jahrzehnte dem Frieden und dem Wohlstand ihrer Völker verpflichtet waren, entfesselt hatten, haben ihr mörderisches Werk noch nicht vollendet.

    Mit den Methoden der angelsächsischen Kriegführung seit dem Ende der napoleonischen Kriege werden wir über die NATO und die Europäische Union wieder in Stellung gebracht. Gegen eine andere Nation und ein anderes Volk: Russland und die Russen. Nachdem über den völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien 1999 das seit Ende des Zweiten Weltkrieges geltende Völkerrecht und damit die internationale Friedensordnung durch den Westen vernichtet worden ist, bedient man sich der britischen und französischen Kolonialmethoden, unsere Nachbarn zu unterwerfen. Die Hilfsmittel sind schnell benannt und erfreuen sich in Deutschland der öffentlichen Zustimmung der „neuen deutschen Kriegspartei: die Grünen“ und anderer Helfershelfer für globale Aggressionen. Die Briten haben schon im 19. Jahrhundert den Balkan mit ihrem kolonialen Kampfbegriff von der „humanitären Intervention“ und dem angeblich bestehenden „Recht, jemand anderen zu schützen“, mit tödlicher Wirkung aufgemischt. Auf angelsächsischem Drängen haben sich die Vereinten Nationen durch die Übernahme dieser Kampfbegriffe nachhaltig und zum nicht wieder gut zu machenden Schaden vor den Karren des Krieges spannen lassen. Die NATO und die Europäische Union sind jetzt die wohlfeilen Instrumente für Kriege aller Art und gegen unsere Nachbarvölker. Dabei ist der amerikanische Präsident Trump das leuchtende Beispiel dafür, daß die gnadenlose Kriegspolitik des Westens in den zurückliegenden Jahrzehnten die ökonomische, soziale und rechtliche Substanz der Vereinigten Staaten in den Ruin getrieben hatte. Trump will es offenbar nicht zum Schlimmsten kommen lassen und die Vereinigten Staaten vor dem Zusammenbruch bewahren. Dagegen steht nicht nur die amerikanische Kriegspartei auf. In einem vermutlich letzten Versuch unternimmt man alles, die Dinge militärisch gegen Rußland auf die Spitze zu treiben. Da die eigenen Ressourcen dieses Totrüsten nicht mehr hergeben, werden die Zwangsverbündeten finanzpolitisch auf jede nur denkbare Art und Weise zur Ader gelassen. Der Umstand, daß dies bereits in den Vereinigten Staaten das Land an den Rand des Ruins geführt und erst Präsident Trump ins Amt gebracht hatte, hält diese Kräfte nicht davon ab, in Europa wirtschaftlich, sozial und finanzpolitisch die Staaten von NATO und Europäischer Union in den Kollaps zu treiben. Es ist der vermutlich letzte Versuch, eine Hochrüstung noch einmal auf Kosten der Zwangsverbündeten auflegen zu können und den Krieg gegen Rußland billigend in Kauf zu nehmen.

    Einhundert Jahre nach Versailles und der nachfolgenden Entwicklung in Mitteleuropa ist offensichtlich, daß Rußland und den Russen dieses Schicksal ebenfalls droht: mit unabsehbaren Konsequenzen: entweder stranguliert oder mit Krieg überzogen zu werden. Britische Generalstabschefs und amerikanische Abgeordnete stehen sich dabei in nichts nach. 2019 ist das Jahr, in dem sich Großbritannien über den Brexit wieder zur globalen Kriegsfurie machen will. Unverhohlen wird in London darüber schwadroniert. 2019 ist auch das Jahr, in dem die letzten britischen Soldaten Deutschland verlassen müssen. Deutschland war bis 1914 eine europäische Friedensmacht und um unserer selbst willen können wir nicht anders, als gute Nachbarn für andere Staaten und Völker zu sein. Gute Nachbarschaft und Interaktion zu beiderseitigen Vorteil der Völker und Staaten muß die Prämisse sein. Diejenigen, die sich eine Zusammenarbeit mit den Deutschen und Deutschland nur dann vorstellen können, wenn sie uns dominieren und vor ihren Karren spannen, sind weder unsere Partner noch unsere Freunde.
    Bei seinen Staatsbesuchen in Frankreich im Juli 2017 und im November 2018 hat der amerikanische Präsident Trump in Anwesenheit des französischen Präsidenten Macron deutlich gemacht, daß der amerikanische Kriegseintritt 1917 in den Ersten Weltkrieg nur dem Ziel galt, einen bevorstehenden Sieg Deutschlands und Österreich-Ungarns in einem Krieg, der keinesfalls diesen beiden Mächten in die Schuhe geschoben werden kann, zu verhindern. Der Weg in den Ersten Weltkrieg war davon bestimmt, daß internationale und nationale jüdische Interessen auf der Seite des kaiserlichen Deutschland standen und erst die britisch-französische Zusage für eine „Heimstatt Palästina“ den Kriegseintritt der Vereinigten Staaten auf der Seite der westlichen Kriegsgegner der sogenannten „Mittelmächte“ Österreich-Ungarn und Deutschland bewirken konnte. Versailles 1919 stand in einem ekelerregenden Gegensatz zu allen Grundsätzen europäischer Friedensregelungen, zuletzt des „Wiener Kongresses“1815 nach den napoleonischen Kriegen, und ist bis heute das angelsächsische Modell zur Verheerung der Welt. Es war mit dem Versailler Diktat nicht getan, wie die Unterstützung und Förderung von Adolf Hitler durch große amerikanische Namen und staatliche Einrichtungen gezeigt hat und bis zum Tag der deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 auf allen Gebieten staatlicher Politik fortgesetzt werden sollte. Diese Politik ist heute für Rußland und die Russen vorgesehen. Um Gottes Willen: nein.

    Wenn man das mediale Trommelfeuer auch der europäischen Presse gegen den amerikanischen Präsidenten Trump sich tagtäglich ansieht, dann ist es eine Frage der Zeit, bis man weltweit das geflügelte Wort vernehmen wird: „POTUS has fallen“. Man kann das alles durchdeklinieren. Wenn sich dann noch in London die Kräfte durchsetzen, die einen ungeordneten Brexit anstreben, steht die angelsächsische Kriegsfront gegen Rußland. Der völlig überraschend angesetzte Abzug militärischer amerikanischer Kontingente aus Syrien offenbart das amerikanische „Geschäftsmodell“, wie es die Welt seit der „Schöpfung“ der afghanischen Taliban durch amerikanische Kräfte in den neunziger Jahren erdulden mußte. „Die Taliban waren 'our boys', die man mieten, aber nicht kaufen konnte, wie es aus dem amerikanischen Außenministerium ertönte. Das Modell sollte bis zum IS** nach altbewährtem Muster durchgezogen werden, bis man in Syrien die Aussichtslosigkeit amerikanischen Vorgehens einsehen mußte. Die Kurden als militärische Formation, mit deren Hilfe die Vereinigten Staaten gegen die von den USA selbst geschaffenen Gräuel-Kämpfer vorgingen, wurden gnadenlos fallen gelassen, als den USA danach war. Man muß sich sogar mit dem Gedanken beschäftigen, daß der amerikanisch-kurdische Kampf gegen den amerikanischen Zögling „IS“ zum Ziel hatte, die Kurden zu dezimieren oder es zumindest billigend in Kauf zu nehmen.

    Wenn sich das „Geschäftsmodell“ nicht mehr lohnt, wird in Washington der „Stöpsel“ gezogen und Knall auf Fall der eigene Verbündete fallen gelassen. In Taiwan hat man das 1978 nachts über einen Anruf beim taiwanesischen Präsidenten erfahren können. Befürchtet man dieses in Berlin, weil anders die Flut von Äußerungen seitens der Regierung und aus den sie tragenden Parteien kaum noch zu verstehen ist? Angeblich geht es ohne die USA als „Weltpolizist“ gar nicht, obwohl gerade das Aufschluß über den heutigen Zustand der Welt gibt. Warum sollte Präsident Trump nur die Kurden „den Bach herunter gehen lassen“, wenn den Vereinigten Staaten offensichtlich das Wasser bis zum Halse steht und die NATO bald die Rolle der Kurden spielen dürfte?

    Quelle: https://de.sputniknews.com/kommentar...umsturzplaene/
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer im Interview - Trump, Iran und das Jahr 2019




    "Also, die Vereinigten Staaten sind in so schlimmen Turbulenzen, was ihren eigenen Staat und Regierungsapparat anbetrifft, dass man eigentlich noch staunen muss, dass es die Vereinigten Staaten so noch gibt." Quelle(Pars Today German): https://www.youtube.com/channel/UC0Ze...
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    Berlin geißelt Maduro - Willy Wimmer: „Keine eigenständige Politik“ - EXKLUSIV

    Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro wird von westlichen Mächten weiterhin unter Druck gesetzt. Auch die Bundesregierung schließt sich diesen an und erwägt die Anerkennung des selbsternanntem Präsidenten Juan Guaidó. Empört darüber zeigt sich Staatssekretär a.D. Willy Wimmer (CDU). Maduro kennt er höchstpersönlich.

    Venezuelas Regierungschef Nicolás Maduro beanspruche für sich die Macht auf Grundlage von Wahlen, „die internationalen, demokratischen Standards nicht ansatzweise entsprechen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Er könne daher nicht der legitime Führer Venezuelas sein. Die Bundesregierung spreche sich somit für die Anerkennung von Juan Guaidó als Interimspräsidenten aus, „sofern es nicht umgehend zu freien und fairen Wahlen kommt“.

    Herr Wimmer, die Lage in Caracas ist weiterhin angespannt. Der Abgeordnete Juan Guaidó hatte sich gestern selbst zum Übergangsstaatschef erklärt und Maduro die Legitimation abgesprochen. Wie schätzen Sie die Lage in Venezuela ein?

    Wir haben es mit einem Machtkampf der Luxusklasse zu tun. Und zwar mit einem Machtkampf um den ganzen Kontinent. Als Brasilien Mitglied der BRICS-Staaten wurde, war absehbar, dass es zu einer globalpolitischen Auseinandersetzung kommen würde zwischen den Vereinigten Staaten und den sogenannten BRICS-Staaten. Das hat sich auch in Brasilien ausgetobt. Wir brauchen uns den Präsidenten anzusehen, dann wissen wir, wie dieser Machtkampf ausgegangen ist. Das ist in Venezuela nicht anders.

    weiter: https://de.sputniknews.com/politik/2...uela-reaktion/

    Das komplette Interview mit Willy Wimmer zum Nachhören:

    LG

  9. #149
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer erhält den Bautzner Friedenspreis 2019


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  10. #150
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer: „Die USA führen die Nato nur noch mit Nötigung und Erpressung“



    Die 55. Münchner Sicherheitskonferenz ist Geschichte. Willy Wimmer, ehemaliger Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium, hat selbst viele Jahre an der Konferenz teilgenommen.



    Er meint, München war ein Treffen der Anti-Trump-Koalition, bei dem es darum ging, den Druck auf die Nato und die europäischen Bündnispartner zu erhöhen.

    Herr Wimmer, wie war Ihr Eindruck von der diesjährigen Sicherheitskonferenz? Was bleibt hängen?


    Ich glaube, dass die deutschen Automobilbauer Auswirkungen von München unmittelbar zu spüren bekommen werden. Die Bundeskanzlerin hat ja dort gegen den amerikanischen Präsidenten in einer Weise randaliert, dass das nicht ohne Folgen bleiben wird. Man kann nicht jemandem während der gesamten Rede gegens da Schienbein treten und dann erwarten, dass Einsicht gezeigt wird bei ökonomischen Interessen.

    Ich habe in meinem Fazit von der Sicherheitskonferenz einen Riss im transatlantischen Verhältnis konstatiert. Mein Kollege hat mich daraufhin korrigiert, dass es keinen Bruch mit den USA, sondern mit Trump gibt. Wie sehen Sie das?

    Ja, das wurde in München offensichtlich. Das war ja in München ein Treffen der Anti-Trump-Koalition. Es haben bei der Rede von Frau Merkel ja auch die gejubelt, die zu den europäischen Gefolgsleuten dieser amerikanischen Kriegskoalition gehören. Das hat sich dann auch bei der Rede des Vizepräsidenten Pence gezeigt, der auch zu dieser Kriegskoalition gehört und dessen Rede höchst unglaubwürdig war, obwohl er sich immer wieder Richtung Trump über den Atlantik verneigt hat. Man konnte auch in seiner Rede feststellen: Die USA führen die Nato nicht mehr aus gemeinsamer Interessenlage, sondern nur noch mit Nötigung und Erpressung.

    Das konnte man erst vor wenigen Wochen spektakulär in Moskau sehen, als die Russische Föderation die westlichen Militär-Attachés eingeladen hatte, sich das fragliche Raketengeschoss an Ort und Stelle anzusehen, das den USA als Vorwand diente, den INF-Vertrag aufzukündigen. Die Vereinigten Staaten haben die westlichen Militär-Attachés so unter Druck gesetzt, dass, soweit ich weiß, außer dem zypriotischen und griechischen Militär-Attaché niemand es gewagt hat, dieses Raketengeschoss in eigenen Augenschein zu nehmen.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Fazit zur Münchner Sicherheitskonferenz: Houston, wir haben ein Problem<<<


    Diese Drohungen haben wir auch bei den Äußerungen von Vizepräsident Pence zu Nord Stream 2 in München und am Tag zuvor in Warschau gesehen. Wenn man nur noch mit Erpressung und Nötigung einen Verein führen kann, dann bricht der über kurz oder lang auseinander.

    Die Amerikaner sind ja offensichtlich nach Europa gekommen, um sich mindestens in zwei Punkten durchzusetzen: Nord Stream 2 und Iranisches Atomabkommen. In keinem der Punkte scheinen sie sich durchgesetzt zu haben. Was sagt das über die Weltmacht USA und über das europäisch- und deutsch-amerikanische Verhältnis aus?


    Schlimmer kann es eigentlich nicht sein. Die Sollbruchstellen sind bei dieser Münchner Veranstaltung ostentativ wie eine Monstranz um den Bayrischen Hof herumgetragen worden, und jeder hat sie gesehen. Wenn man im Zusammenhang mit der durchaus komplizierten Situation im Nahen und Mittleren Osten Auschwitz und den Holocaust bemühen muss – wie das übrigens damals auch Joschka Fischer im Zusammenhang mit dem völkerrechtswidrigen Angriff auf Jugoslawien getan hat –, dann ist das in so hohem Maße abstoßend, dass man sich eigentlich erschreckt abwenden müsste. Ist denen denn nichts mehr heilig? Wenn man das nutzten muss, um aktuelle Konflikte anzuheizen, dann ist ein Bündnis, das das nötig hat, mehr als am Ende.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: „Freunde gestern, Freunde heute, Freunde für immer……“<<<


    Russland war natürlich auch wieder ein beliebtes Feindbild in München, mal mehr, mal weniger. Aber zumindest für die USA scheint Russland tatsächlich im Moment nicht Staatsfeind Nr. 1 zu sein. Iran, Venezuela und China scheinen da nach oben gerückt zu sein.

    Das kann aber morgen schon wieder anders sein. Wir haben bei dem Zwischenfall mit der ukrainischen Marine im Schwarzen Meer ja gesehen, wie scharf es gegen Russland geht. Wenn man den Berichten glauben kann, dann wurden bei dieser Operation Awacs-Maschinen, die unweit von meinem Wohnort in Deutschland stationiert sind, eingesetzt, um Radarstellungen der Russischen Föderation in diesem Gebiet auszukundschaften. Das erinnert schon sehr an den Kalten Krieg. Wenn also Russland an einem Tag mal weniger aus Washington benannt wird, will das noch nichts heißen.

    Es wäre also dringend nötig, dass der amerikanische Präsident Trump endlich einmal den Handlungsspielraum bekommt, um seine Politik gestalten zu können. So lange das nicht möglich ist, gehe ich davon aus, dass die transatlantische Kriegskoalition in Washington, Berlin, Paris, Brüssel und London alles unternimmt, um die Welt eben nicht sicherer zu machen.

    Das Interview mit Willy Wimmer zum Nachhören:




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