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Thema: Willy Wimmer

  1. #21
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer: Die USA vergiften das Klima in Europa

    von Willy Wimmer, Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...in-europa.html

    Bei den ganzen Hiobsbotschaften, die in diesen Tagen das Ergebnis der von Deutschland mitgetragenen Politik im globalen Maßstab sind, könnte man über eine im Ergebnis verheerende Nachricht fast hinweglesen. Dennoch hat es das in sich, was man heute in den Tageszeitungen lesen kann.



    Danach werden die USA ab dem nächsten Jahr eine Panzerbrigade, Tausende von Fahrzeugen und weiteres militärisches Gerät östlich Deutschland in den NATO-Staaten zwischen der Russischen Föderation und Deutschland stationieren. Begründet wird dies mit der angeblichen Besorgnis der dortigen NATO-Mitgliedstaaten vor einer russischen Aggression, die außer diesen Staaten niemand so recht auf dem Kontinent sehen kann.

    Endpunkt einer seit 1992 zielgerichteten amerikanischen Politik, die auf eine erneute Spaltung des Kontinents zielt

    Natürlich haben alle NATO-Staaten darauf gesetzt, dass über den Maidan-Putsch nicht nur die damalige ukrainische Regierung fallen würde. Damit wäre es den USA möglich geworden, ihre seit mehr als einem Jahrzehnt offen deklarierte Politik, die auf eine erneute Spaltung Europas ausgerichtet ist, umzusetzen.

    Da spätestens seit dem unter Einschluss berühmter und kompetenter deutscher Kliniken öffentliche Spektakel um die zopftragende ukrainische Oligarchin Julia Timoschenko über Jahre klar war, worauf die USA in der Ukraine zielten, haben unsere östlichen Nachbarn auf das aus ihrer Sicht richtige Pferd gesetzt.

    Das hat die Bundesregierung selbstredend auch fertiggebracht. Die in der Folge des Maidan-Putsches beabsichtigte Beseitigung der russischen Marinepräsenz auf der Krim zwecks Kappung der Versorgung für Syriens Präsident Assad und die Beseitigung substanzieller Rechte der russischsprachigen Minderheit in der Ukraine erwies sich mit schrecklichen Konsequenzen für die Bewohner der Ost-Ukraine als der »berühmte Schuss in den Ofen«.

    Die markigen Worte aus den baltischen Staaten und aus Polen in Richtung Moskau wurden in dieser Zeit nur noch von den noch deutlicheren Sprüchen hoher deutscher NATO-Offiziere in Richtung Moskau ausgestochen. Das Klima war aber nachhaltig auf Krawall gebürstet, und man hatte aus Kreisen der NATO die psychologische Grundlage für eine ausreichende Selbstbedrohung geschaffen. Damit wurde es atmosphärisch begründet, was heute Grundlage für die amerikanische Truppenstationierung ist.

    Die USA unterlaufen konsequent die Vereinbarungen aus dem Zwei-plus-Vier-Vertrag in Deutschland

    Diese angekündigte Truppenstationierung schließt ein Kapitel ab, das uns in Deutschland ganz unmittelbar betrifft. Alle Konsequenzen aus der Geschichte seit Napoleon hatten uns Deutsche bewogen, auf dem Gebiet der ehemaligen DDR nur deutsche Truppen stationiert zu sehen. Unter keinen Umständen sollte die antagonistische Situation, die für den Kalten Krieg so maßgeblich gewesen war, fortgesetzt werden. Das dichte Geflecht vertraglicher Verbindungen und nicht die militärische Dominanz sollte Europa bestimmen. Es sollte nicht zu einer Präsenz von alliierten NATO-Truppen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR kommen.

    Deutschland war noch nicht wiedervereint, als aus den verbündeten Streitkräften heraus alle möglichen Versuche unternommen wurden, diese Bestimmungen zu unterlaufen. Sichtbar wurde dieses Bemühen spätestens zu dem Zeitpunkt, als wegen des Kriegs in Afghanistan der Flughafen Leipzig ‒ es musste gerade Leipzig sein ‒ zum Drehkreuz für den amerikanischen Truppeneinsatz in Afghanistan werden musste.

    Heute ziehen die Kolonnen vorwiegend amerikanischer Verbände gen Osten auf die Truppenübungsplätze in den östlichen Bundesländern, als gäbe es nicht in Grafenwöhr und an anderer Stelle ausreichenden Übungsraum für die globalen Muskel- und Kriegsspiele der USA. Der Zwei-plus-Vier-Vertrag soll nach Kräften aufgeweicht und in sein Gegenteil gegenüber einer vertragsbezogenen Politik gegenüber Russland verkehrt werden.

    150 Kilometer vor St. Petersburg: Leningrad rückt wieder ins Blickfeld

    St. Petersburg blickt nach Europa. Der Blick nach Westen ist heutzutage keinesfalls erfreulich. Amerikanische Panzer stehen heute gleichsam vor den Toren der zweitwichtigsten Stadt Russlands, wie vor Jahrzehnten sowjetische Raketen auf New York gerichtet waren. Da spielt es schon fast keine Rolle mehr, was in Bezug auf zu unterlassende westliche Truppenstationierungen zwischen der NATO und der Russischen Föderation in besseren Zeiten einmal vereinbart worden war.

    Die USA haben alles getan, um die Dinge in Europa sich hochschaukeln zu lassen. Warum soll man in Moskau die seit 1992 ausgesandten westlichen Signale nicht so deuten, wie man es in Moskau für richtig hält? Heute kann man in Deutschland mit Fug und Recht davon ausgehen, dass die USA gut 25 Jahre benötigt haben, Gräben in Europa wieder auszuheben und Mauern entstehen zu lassen. Der NATO-Vertrag, der ohne die inzwischen eingetretene militärische Integration, die erst nach der Gründung der NATO umgesetzt worden ist, die beiderseitige Ankopplung der atlantischen Gegenküsten zum Gegenstand hatte, wurde durch die USA ohne die Zustimmung der Völker der Vertragsstaaten seinem Vertragszweck zweckentfremdet.

    Alle, auch die Deutschen, haben der NATO als Verteidigungsbündnis zugestimmt. Das hat das Bundesverfassungsgericht in seinem berühmten »Tornado-Urteil« des Jahres 2007 ausdrücklich festgehalten. Die Ausprägung der NATO als globales Angriffsbündnis ist vom Willen des deutschen Volkes keinesfalls gedeckt, und es gibt keine dafür erforderliche Zustimmung des Deutschen Bundestages.

    Es ist überfällig, wenn die Bundesregierung und der Generalbundesanwalt den täglichen Rechtsbruch auf deutschen Straßen anprangern. Vorzuziehen wäre es allerdings, konsequent und ohne Ansehen der Blickrichtung dagegen vorzugehen. Noch besser wäre es allerdings, in Zusammenhang mit den NATO-Kriegen das Völkerrecht und die eigene Verfassung zu respektieren und die völkerrechtswidrigen amerikanischen Einsätze nicht mitzumachen.

    Diese Politik führt uns wieder in die schrecklichen Bilder des Zweiten Weltkrieges. Ist das unsere Politik gegenüber einem Nachbarn, dem wir mehr als vielen anderen die Wiedervereinigung Deutschlands verdanken können? Einem Nachbarn gegenüber, der nachweisbar seit der Zeit vor dem Ende des Kalten Krieges auf das Völkerrecht, die friedliche Beilegung von Konflikten und den Frieden setzt? Ganz anders als die USA, an die wir mehr und mehr gekettet sind und die sich zu unserem übergroßen Entsetzen in der Zerstörung des Völkerrechts und dem Führen von Kriegen hervortun.

    Das amerikanische Verhalten gegenüber den NATO-Verbündeten und der Russischen Föderation erinnert mehr, als uns lieb sein kann, an den alten römischen Satz über Karthago. In der Konferenz von Bratislava im Mai 2000 haben die USA ihre Sicht deutlich gemacht. Danach scheint es darum zu gehen, Moskau zu zerstören, weil es Moskau gibt. Wir haben es wieder weit gebracht.

    Die Antwort aus Moskau:

    Russland: "Unsere Antwort auf die Panzer-Stationierung der USA in Ost-Europa wird asymmetrisch sein"

    Russland wird kein passiver Zeuge davon sein, wie die USA ihre Militärpräsenz in Europa „mit Schwerpunkt Ostflanke“ weiter ausbauen. Dies hat der ständige Vertreter Russlands bei der NATO, Alexander Gruschko, erklärt. weiter:https://deutsch.rt.com/international...rt-auf-panzer/
    LG

  2. #22
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer: Amok à la Warschau

    Willy Wimmer, Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...-warschau.html

    Gegensätzlicher hätte die Woche nicht zu Ende gehen können. Da äußert sich der russische Präsident Putin bei seinem famosen Mediengespräch mit der russischen Bevölkerung zugunsten gutnachbarschaftlicher Beziehungen zu allen Nachbarn, die an Russlands Grenzen liegen. Der polnische Außenminister Waszczykowski bezeichnet bei einer Konferenz in Bratislawa fast zeitgleich Russland als eine größere Bedrohung als die Mörderbanden des IS in Syrien, dem Irak und all jenen Gebieten, zu denen US-amerikanische Planung und Golfstaatenmilliarden den Weg geebnet haben. Selbstredend, dass der Westen unter bewusster Missachtung aller völkerrechtlichen Regeln auch noch gegen die selbst geschaffene Bedrohung für seine eigene Zivilisation dagegen so etwas wie Krieg führt.



    Ist so etwas auf die Reihe zu kriegen? Für normale Zeitgenossen, die sich noch an das erinnern wollen, was vorgestern passiert ist, gewiss nicht. Wir sind Polen vertraglich enger verbunden, als das für andere Staaten gilt. Sei es über den Umstand, dass wir Nachbarn sind und wir schon wegen Breslau und Danzig Wert auf eine ausgezeichnete Beziehung zu unseren Nachbarn an der östlichen Grenze Deutschlands legen.

    Die EU, die zwar seit Längerem wie eine politisch-demokratische Irridenta wirkt, ist de facto aber ein hochwertiges Bindeglied. Dieses leidet darunter, dass seit geraumer Zeit EU-Europa von einem politischen Führungspersonal bestimmt wird, das nicht weiß, wo der Pfeffer wächst. Mit Wehmut denkt man an die Giscards oder Thatchers, die Walesas oder die Schmidts und Kohls zurück. Aber die Welt ist, wie sie ist.

    Die NATO entwickelt sich mehr und mehr zur »imminent danger«
    Warum soll man in Warschau nicht die Welt so beurteilen, wie man es in Warschau will und für richtig hält? Welche Dimension das politische Agieren in Warschau annimmt, kann derzeit auf dem Gebiet der Innenpolitik bewundert werden. Selbst bei den Champagner-Brigaden in Brüssel rauft man sich die Haare, wenn man den Umbau des polnischen Rechtsstaats nach dem Modell der Regierungspartei sich ansieht. Damit müssen die Polen schon fertig werden, das ist deren Aufgabe.

    Gefährlich für uns Deutsche wird es aber, wenn diese Haltung in der EU und vor allem in der NATO Nachahmer, Anhänger oder Brandstifter der besonderen Art finden würde. Die Bundesregierung ist dringend aufgefordert, ihre eigene Beurteilung der Lage in Europa deutlich zu machen. Zwar ist die deutsche Politik seit der »Merkel-Migration« eine Katastrophe.

    Damit aber die Katastrophe uns nicht letztlich das Leben und die staatliche Existenz kostet, muss sich die Bundesregierung zu einer eigenen Beurteilung aufschwingen, bevor der in den Worten des polnischen Außenmisters zum Ausdruck kommende »Warschauer Amok« diejenigen zum Losschlagen in Washington ermuntert, die ohnehin nur darauf warten.

    Zur Beurteilung der russischen Politik mag man in Warschau die Ereignisse in der Ukraine nach dem Putsch gegen eine legitime Regierung und dem beabsichtigten Schlag gegen die Rechte der russischsprachigen Bürger heranziehen.

    Man sollte es in Übereinstimmung mit den jahrzehntelangen Fakten machen. Wer hat Milliarden nach eigenem Bekunden in den Putsch in Kiew gesteckt? Wer hat die dafür nötigen Spezialkräfte unter anderem in Polen ausbilden und trainieren lassen? Wer hat nichts dagegen, dass Hitler-freundliche Kräfte wieder an den russischen Staatsgrenzen auftauchen? Warum war in der Ukraine israelisches Personal involviert? Fragen über Fragen, auf die wir alle gerne eine Antwort hätten.

    Es waren die Holländer, die bei einem innerstaatlichen Referendum das Aufbäumen der Europäer im Westen Europas gegen die verhängnisvolle und US-basierte Politik deutlich gemacht haben. In Polen hätte man jeden Anlass, die Karten auf den Tisch zu legen. Es waren die Solidarność und der aus Polen stammende Papst, die das Ende des Kalten Krieges bewirkt haben.

    Ein Bedarf an Feindschaft und Krieg besteht in Europa nicht, auch wenn in Polen kräftig daran gezündelt wird. Es kann nicht sein, dass sich die deutsche Hoffnung auf Polen nur noch bei Bayern München und Lewandowski manifestiert. Aber wenigstens das, wenn die Regierung durchdreht.
    LG

  3. #23
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    AW: Willy Wimmer

    NATO: neue Mieter für die „Wolfsschanze“

    Berlin scheint sich zur Welthauptstadt für kriminelle Geschichtsvergessenheit zu entwickeln.

    Willy Wimmer, ein Beitrag von: http://de.sputniknews.com/kommentare...fsschanze.html

    Ohne Empfinden für die im deutschen Volk vorhandene Nachdenklichkeit und ohne Rücksicht auf unsere Nachbarn im Osten reißt man wieder die Klappe auf, wie Äußerungen hoher deutscher Offiziere im NATO-Auftrag auf den altbekannten Schlachtfeldern des östlichen Europa deutlich machen.

    Aber es geht weit darüber hinaus. Während hier die NPD vor dem Bundesverfassungsgericht steht und aus Gründen der schrecklichen Vergangenheit mit einem Verbot rechnen muss, werden mit breitgefächerter deutscher Regierungsunterstützung diese Kräfte der Vergangenheit in der Korruptions-Ukraine an die Grenze zum russischen Nachbarn befohlen. Nachdem schon im Frühjahr 2014 amerikanische Söldnertruppen die Ost-Ukraine aufgemischt haben, um einen Bürgerkrieg zu entfachen, lies man seitens des Westen und der ukrainischen Führung die Bataillone aus der West-Ukraine von der Leine, die nicht nur in Russland an die schlimmsten Zeiten erinnern mussten.

    Nachdem schon israelische Spezialisten in Kiew auftauchten, war es unglaublich, wer alles mit diesen Gespenstern der Vergangenheit seinen örtlichen Frieden gemacht hatte.

    Warum wieder deutsche Panzer vor Leningrad?

    Bei uns im Lande scheint es eine klare Linie zu geben. Der Schrecken der Vergangenheit ist nur in dem Maße relevant, wie er vor den eigenen Karren gespannt werden kann. Ziemlich opportunistisch und gewiss karrierefördernd, wenn man auf die Nuancen achtet. Warum soll da auf die berechtigten Empfindungen anderer geachtet werden? Erst recht, wenn es sich dabei um Menschen unseres größten Nachbarvolkes, den Russen, handelt.

    Die neuen Beschlüsse der NATO oder das, was in der Vorbereitung zu sein scheint, ist doch eine klare Botschaft, die bewusst mit den schrecklichen Bildern der Vergangenheit spielt: Unsere Panzer stehen wieder 150 Kilometer vor Leningrad und damit dem heutigen St. Petersburg. Seit Jahren hat sich St. Petersburg herausgeputzt, ist eine strahlende Metropole geworden und der Sehnsuchtsort für Kreuzfahrttouristen und andere Reisende. Die Stadt wird dem gerecht, ist voller Leben und denkt europäisch, weil man dazu gehört und dazu gehören will.

    Seit Jahren wird die Russische Föderation vom Westen aus mit intensiver Hetze überzogen. Damit kann man schon nicht leben. Aber welches Signal gibt der Westen dieser Stadt, die im Zweiten Weltkrieg wie kaum eine andere Stadt mit dem Leid gleichgesetzt werden musste, wenn man an ihrer Stadtgrenze Nato-Panzer auffahren lässt? Soll man sich in Russland so in uns und andere getäuscht haben, als gemeinsam mit uns das Ende des Kalten Krieges eingeläutet wurde, die Spaltung Europas beendet werden konnte und sich die Menschen in Neuss und Halle wieder in den Armen liegen konnten?

    Die Begründungen für den NATO-Truppenaufmarsch sind an den Haaren herbeigezogen und dienen nur dem amerikanischen Vormacht-Denken. Dafür werden bedenkenlos unsere deutschen Soldatinnen und Soldaten geopfert.


    Berlin ist auch die Hauptstadt für den orwell´schen „Neusprech.“ Jeder, der das Ende des Kalten Krieges erleben konnte, weiß doch um die Mechanismen, die das Ende dieses dramatischen Konfliktes herbeizuführen in der Lage gewesen sind. Es waren Verhandlungen und das Nutzen entsprechender Verhandlungsstrukturen. Es war in den Folgejahren doch nicht die Russische Föderation, die dieses ganze „Friedensgerüst“ abgerissen und zu Schanden geritten hat.

    Die USA haben offensichtlich gesehen, dass für ihre Interessen nichts schädlicher auf dem euro-asiatischen Kontinent ist als eine gedeihliche Zusammenarbeit der Nationen auf diesem Territorium. Mit dem Krieg gegen Belgrad haben die USA den Krieg wieder nach Europa zurückgeholt und lassen ihn vermutlich mit den jüngsten Entscheidungen in eine globale Dimension wachsen. Es ist offenkundig, dass in der Russischen Föderation dagegen die Gedanken an den „Großen vaterländischen Krieg“ mobilisiert werden. Gerade die Gedanken daran machen deutlich, in welche verhängnisvolle Dimension wir mit dem aktiven Handeln unserer eigenen Regierung einsteigen. Warum soll man da nicht die Bilder dieses Krieges für eigenes Handeln heranziehen? Grade das macht die Perversion westlichen Vorgehens deutlich. Man muss noch nicht einmal die Geschichtsbilder von George Friedman aus seiner Stratfor-Zeit heranziehen, aber jetzt stehen an der russischen Grenze jene Streitkräfte, die eine – aus russischer Sicht — überaus verhängnisvolle Kombination ehemaliger Alliierter und Kriegsgegner darstellen.

    Der Obama-Kriegsrat in Hannover wird in die Geschichte eingehen

    Obama fordert – Berlin gehorcht? – MdB Neu: „USA wollen mehr burden-sharing“

    Mit dem Bild einer Messe und gerade der in Hannover verbindet sich seit alters her die Vorstellung von friedlicher Zusammenarbeit. Auch da hat man die Russen über den Tisch gezogen. Die Zusammenarbeit in der WTO soll durch verstärkte Kooperation und Verschränkung von Volkswirtschaften dem Geschäft, aber auch dem Frieden dienen. Alles florierte prächtig, selbst der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall konnte für die russischen Streitkräfte tätig sein. Als alle sich auf eine perspektivische Zusammenarbeit selbst in sensibelsten Bereichen einstellten, wurde die Schlinge in Form von Sanktionen um den Hals zugezogen, um den größtmöglichen Schaden herbeizuführen. Alle Welt fasst sich an den Kopf, aber ist ohnmächtig, wenn die Washingtoner Kriegstreiber pfeifen. Hier soll demnächst hinter jeder Moschee ein Schlapphut stehen, aber niemand wagt zu fragen, warum wir eigentlich in voller staatlicher Auflösung begriffen sind? Demnächst wird man sich auch nicht mehr fragen müssen, warum alles tödlich schief gegangen ist, wenn die täglichen Provokationen nicht aufhören. Die USA spielen unverdrossen die aus der Zeit des Kalten Krieges bekannten Spiele, die darauf gerichtet sind, den Gegner- hier Russland — zu der einen falschen Reaktion zu verleiten, die das große Losschlagen rechtfertigen würde.

    Seit Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Hafen von Havanna weiß man, wie damit zu verfahren ist. Dafür gibt die deutsche Bundesregierung jetzt die Hände und das in der Gewissheit, dass wir als Nation dieses perverse Vorgehen nicht überleben werden. Und unsere angeblichen Verbündeten in Osteuropa? Endlich können sie mit unserem ökonomischen und dem amerikanischen militärischen Potential die Backen aufblasen, um es „den Russen“ zu zeigen. Wie verkommen muss man in Berlin sein, dieses Verhalten auch noch zu goutieren? Nach der Washingtoner Rede des möglichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump fiel dem deutschen Außenminister nichts Besseres ein, als diese Rede zu bewerten. Schließlich hat man in Berlin Erfahrung damit, grandios mit so etwas zu scheitern und anschließend und im Fall einer Wahl zur Verbesserung der Verhältnisse einen Kotau nach dem anderen machen zu müssen.

    Kein Wunder, wenn Minister Steinmeier Trumps Rede geißelt, spricht dieser doch davon, „America first“ zur Messlatte zu machen. An „Deutschland zuerst“ ist in Berlin natürlich nicht zu denken, auch wenn uns in erster Linie auf dem gemeinsamen Kontinent an der „Abwesenheit von Krieg“ gelegen sein müsste. Demnächst kann man für Treffen dieser Art wie in Hannover nur den „Obersalzberg“ empfehlen.

    Die Meinung des Autors muss nicht mit dem Standpunkt der Redaktion übereinstimmen.
    weiter mehr zum Thema: Nato und Russland nähern sich an — auf Distanz eines Panzerangriffs
    USA schicken Luftüberlegenheitsjäger an russische Grenze

    LG

  4. #24
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer: Appell an Berlin – versucht es mit den Gesetzen, auf die Ihr einen Amtseid abgelegt habt


    Von: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...E978DA697E0F18
    Zu den Äußerungen des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Herrn Bedford-Strohm gegen die Ergebnisse des Grundsatzparteitages der AFD am vergangenen Wochenende in Stuttgart und entsprechende Äußerungen aus anderen Religionsgemeinschaften sind Anmerkungen sinnvoll.



    Natürlich kann man Kritik üben gegenüber jedermann. Der Ratsvorsitzende, Herr Bedford-Strohm, und andere, sollten aber dabei bedenken, was erkennbar zum Auftauchen einer neuen Partei in der deutschen Parteienlandschaft geführt hat. Die Bundesregierung hat es doch vorgemacht, auch wenn der Ministerpräsident des Freistaates Bayern, Herr Seehofer, laut seines ehemaligen CSU-Vizevorsitzenden, Herrn Dr. Peter Gauweiler, in deutschen Tageszeitungen, in unverständlicher Weise gegenüber der Bundesregierung von jedwedem Mut verlassen wird.

    Vor wenigen Wochen sprach er in Zusammenhang mit dem Versagen der Bundesregierung in der Migrationsfrage von »Unrechtsstaat« oder etwas ähnlichem.

    Heute lässt er eine dagegen gerichtete und dringend notwendige Klage mit insgesamt 170 hochinteressanten Seiten in den Münchener Schubladen verschwinden.

    Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland richten ungehört seit langer Zeit einen dringenden Appell an die Bundesregierung, der aus erkennbaren Berliner Gründen völlig ungehört bleibt: »Versucht es doch einmal in Anbetracht aller Probleme mit den Gesetzen dieses Landes, auf die ihr den Amtseid abgelegt habt.«

    Nicht umsonst haben die Ereignisse vom 4./5. September Staatsstreich-Charakter. Und den Menschen im Land fällt doch auf, dass die Bundesregierung nichts unternimmt, diesen Zustand konsequent anzugehen und die Folgen zu beseitigen. Wo war und wo ist das Wort derjenigen, die heute ‒ aus welchen Gründen auch immer ‒ über eine politische Partei herziehen?

    Verkennen diese Herrschaften eigentlich, dass genau diese bigotte Haltung dazu beiträgt, wenn viele Menschen im Lande sich von alledem abwenden und denjenigen, die andere so gerne irgendwelche Spiegel vorhalten, a priori misstrauen? Und damit den Umstand, dass unser Land sich das alles nicht leisten kann, weder Extremismus noch bigottes Verhalten von steuerfinanzierten Organisationen, angewidert zur Kenntnis nehmen.

    Wozu schweigen diejenigen, die gerne über andere herfallen?


    Viele im Lande können sich daran erinnern, welche Vorwürfe denjenigen gemacht worden sind, die von Amts wegen die Kanonen für die Kriege gesegnet haben. Wo war der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, als ein ehemaliger Amtsbruder und derzeitige Bundespräsident in München auf einer Konferenz eine Rede hielt, die landauf und landab als neuerlicher Ruf Deutschlands nach Waffen und Kriegseinsätzen empfunden worden ist?

    Wo war der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, als vor dem Hintergrund der Schreckensbilder des Zweiten Weltkrieges die Bundesregierung wieder den Einsatz deutscher Soldaten an den russischen Grenzen anordnete?

    Wo war der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, als mit großzügiger Unterstützung jedweder Art die Bundesregierung, die EU und die NATO der ukrainischen Regierung eben nicht in den Arm fielen, als diese Freiwilligenverbände mit klaren Bezügen zur Nazi-Zeit an die russischen Grenzen beorderte?

    Irgendwo steht geschrieben, dass es gilt, den Anfängen zu wehren. Die Kirchen sollten nicht verkennen, in welchem Umfang sie Bestandteil der Anfänge sind, wenn sie über andere urteile
    LG

  5. #25
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    Willy Wimmer: "System-Neige" im Westen

    Nicht erst seit der Flüchtlingskrise schwindet in Deutschland das Vertrauen in das politische Establishment. Doch dieses zeigt sich unbeeindruckt und scheint den eingeschlagenen Kurs weiter verfolgen zu wollen. Die Spannungen mit Russland werden indes zunehmend intensiviert. Staatssekretär a.D. Willy Wimmer (CDU) mit einer Analyse zur aktuellen politischen Lage.

    weiter hier: https://deutsch.rt.com/inland/38209-...stem-neige-im/
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  6. #26
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer: Der Wähler legt sich quer


    Willy Wimmer von: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...sich-quer.html


    In den letzten Wochen mußte man fast den Eindruck gewinnen, daß ein normaler Übergang in den höchsten staatlichen Ämtern nicht mehr möglich sein könnte. Wer sich den derzeitigen Machtkartellen, bestehend aus politischen Parteien, Gewerkschaften und Nicht-Regierungsorganisationen, unterstützt von den etablierten Medien - öffentlich-rechtlich oder privat - in den Weg zu stellen schien, sah sich umgehend abgestempelt. Rechtspopulistisch war noch das geringste Label, das nicht mehr vom Ärmel zu wischen war.




    Vermutlich werden hinter den Kulissen diejenigen, die seit langem Erfahrung mit dieser Vorgehensweise haben, die Fahnen des Boykotts für den Fall geschwungen haben, daß ein für sie ungewünschtes Wahlergebnis dennoch das Ergebnis dieser Wahlen sein könnte.

    Unter diesen Umständen ist in unserem Nachbarland gewählt worden und es stimmt schon bedenklich, wenn jemand völlig ungeschoren bei diesen Auseinandersetzungen davon kommen konnte, der zur Neo-Internationalen der grünen Kriegsbefürworter zugehörig war. Verkommener geht es in Europa mit seinen leidvollen Erfahrungen in diesen Dingen kaum noch.

    Jetzt hat unter diesen Umständen der Wähler gesprochen und die Antwort heißt: Norbert Hofer.

    Das Ergebnis kann über die Briefwahlstimmen noch ausgehen wie es will. Viele Beobachter beschleicht der Eindruck, daß es weder mit der Wahl des Bundespräsidenten in Österreich noch der jüngsten Ernennung eines Bundeskanzlers sein Bewenden haben dürfte.

    Was sagen wir eigentlich, wenn der Trubel jetzt erst richtig losgeht, weil dienigen, die in Österreich in den letzten Jahrzehnten die faktische Macht an sich gerissen haben, das Wählervotum nur als lästiges Intermezzo empfinden?

    Dabei muß man vor dem Hintergrund einschlägiger Erfahrungen im Jahr 2000 mit dem aus ÖVP und FPÖ gebildeten Kabinett natürlich an die Einflußnahme der EU denken.

    Seither hat die EU zwar mit verachtenswerten politischen Kräften wie in der Ukraine ihren Frieden gemacht.

    Bei Parteien, die gemeinhin zum Verfassungsbogen gezählt werden und die in Ländern regieren, bei denen man sich aus Brüssel Einflußnahme zutraut, könnte es wieder einmal anders aussehen.

    Ein Wahlerfolg des Hochrechnungs-Bundespräsidenten Norbet Hofer würde aus der Brüsseler Sicht das am europäischen Bürger vorbei beschlossene neue europäische Modell einer völligen Beseitigung der nationalen Identität eine zu große Herausforderung sein.
    LG

  7. #27
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer: „Handel muss das tägliche Brot sein, nicht das Panzerrollen“


    Willy Wimmer: »Zusammenarbeit mit EU und NATO ist lebensgefährlich«

    Markus Gärtner von: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...aehrlich-.html

    Eine der größten Verrücktheiten, auf die sich Europa unter dem Druck der USA in den vergangenen Jahren eingelassen hat, sind die Sanktionen gegen Russland. Von Wladiwostok und Shanghai bis in den tiefen Westen Europas entsteht derzeit eine neue Seidenstraße mit Schnellbahnverbindungen, Logistikzentren und riesigen Industriekonglomeraten.



    Auf Betreiben Chinas wächst diese gigantische Infrastruktur von Osten her auf der eurasischen Landmasse in Richtung Europa. Es ist das weltweit größte wirtschaftliche Entwicklungsprojekt der nächsten Generationen.

    In dieser Phase lassen die Europäer vor Russland einen eisernen Vorhang herunter. Willy Wimmer, der 33 Jahre lang für die CDU im Bundestag saß und in den 90er-Jahren sechs Jahre lang Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE war, fordert schon lange, die Beziehungen zu Russland zu normalisieren. Im Vorfeld des 20. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums, das am 16. und 17. Juni stattfindet, hat Willy Wimmer in zwei Interviews scharf die Politik der EU gegenüber Russland kritisiert und an das Gebot gutnachbarschaftlicher Beziehungen erinnert.

    In einem Gespräch mit Sputnik News beklagte er eine »katastrophale« Entwicklung in Europa, das sich remilitarisiere wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. »Die Politik der guten Nachbarschaft heißt doch, dass ich mit dem Nachbarn Handel treiben und das Beste aus den ökonomischen Potenzialen auf beiden Seiten machen muss … Und wenn ich mir die amerikanische Politik auf dem europäischen Kontinent ansehe, geht es doch in diese Richtung: Strangulation der russischen Föderation aus allen Himmelsrichtungen. Da müssen wir ansetzen«, wird Wimmer bei Sputnik zitiert. Wimmer bezeichnet demnach die Zusammenarbeit mit EU und NATO als »lebensgefährlich«.

    Wimmer gab vor wenigen Tagen auch im Radio AugartenStadt ein Interview zum Thema »Ist Europa am Ende?« In dem Gespräch ging er auf »beunruhigende Zerfallserscheinungen von Staaten und Gesellschaften in Europa« ein. Scharfe Kritik übte Wimmer anlässlich dieses Radio-Auftritts in Wien an der Regierung Merkel: »Wenn die Bundesregierung ihre Rolle als die eines Pudels der USA betrachtet, dann werden wir unseren Aufgaben nicht gerecht.«

    Wimmers Forderung laut der Abschrift des Interviews: Deutschland müsse seine Interessen mit den Nachbarn in Übereinstimmung bringen und sich bemühen, die Beziehungen zu Russland auf eine bessere Grundlage zu stellen.

    LG

  8. #28
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    AW: Willy Wimmer

    KenFM am Telefon: Willy Wimmer nach dem BREXIT-Votum



    Die EU hat sich zu einem bürokratischen Moloch entwickelt. Gesetze werden über Brüssel und möglichst intransparent durchgewunken. Wer hier mitbestimmen möchte, ist besser Konzern-Lobbyist denn gewählter Politiker.
    All das hat über Jahre zu einem enormen Unmut europäischer Bürger gegen Europa geführt. Gegen das Brüssel-Europa, nicht gegen das Europa der Reisefreiheit, der gemeinsamen Währung und das Europa der guten Nachbarn!

    Die britischen Bürger haben am 23. Juni gegen das Brüssel-Europa gestimmt, doch jene, die sie mit manipulierten Medien dazu verleitet haben, werden ihnen etwas völlig anderes unterschieben. Die Briten werden fit gemacht für den Krieg gegen die russische Föderation. Da ist es besser, wieder eine Insel zu werden und Europa für ein Schlachtfeld zu präparieren.

    Europa wird mit der Hilfe britischer Eliten gespalten. Britische Eliten haben spätestens seit dem Irak-Krieg unter Tony Blair klar zu erkennen gegeben, dass sie eher nach der Kriegspfeife der USA tanzen, denn sich die Friedenspfeife der Europäer zum Mund zu führen.

    „Der BREXIT bedeutet letztendlich Krieg“, so Willy Wimmer. Er war über viele Jahre Staatssekretär im Verteidigungsministerium und kann geostrategisch denken.
    Großbritannien hat sich gegen die EU, aber für die NATO ausgesprochen. Noch immer stehen britische Soldaten auf deutschem Boden. Dafür gibt es nach dem BREXIT keinerlei Berechtigung mehr.

    „Die Britischen Soldaten sollen jetzt bitte schön ihre Koffer packen“, bringt es Willy Wimmer auf den Punkt. Das wird wohl nur geschehen, wenn die Bürger jetzt Druck machen und dabei auch Ramstein als wichtigste US-Basis außerhalb der USA dicht machen.

    Warum?

    LG

  9. #29
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer: Armutszeugnis für eine westeuropäische Demokratie

    Willy Wimmer von: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...9E7A48A4CEDA60

    Der heutige österreichische Richterspruch für Neuwahlen zur Wahl des Bundespräsidenten ist eine Art »letzter Rettungsanker« für eine westeuropäische Demokratie. Aber diese Entscheidung reicht bei weitem nicht aus. Die britische Entscheidung zum Brexit und die gestrige Rede des US-Präsidenten Obama bei seinem Besuch in Kanada haben es deutlich gemacht. In den westlichen Demokratien wurde bewusst der politische und mediale Pluralismus beseitigt.



    Die Menschen lehnen sich gegen die Regierenden auf. Nicht nur der deutsche Bundespräsident hält die Staatsbürger für berüchtigte »Problemfälle« und behandelt sie entsprechend. Die Lage auf dem Mediensektor ist für jeden aufrechten Demokraten die Hölle. In Großbritannien können sich Kandidaten nach den heutigen Presseberichten nur halten, wenn der Presse-Zar Rupert Murdoch sie fördert.

    Niemand sollte annehmen, dass es in Deutschland oder Österreich anders sein könnte. Das haben der Abschuss und die »politische Hinrichtung« des Amtsvorgängers des jetzigen Bundespräsidenten und die »Wahl« von Herrn Gauck selbst deutlich gezeigt.

    Diese Tage sind neben der österreichischen Gerichtsentscheidung wegen der Ereignisse im politischen London davon gekennzeichnet, klassischen europäischen Journalismus über die BBC noch einmal erleben zu dürfen. Umso deutlicher fällt der Unterschied zu den medialen Zuchtmeistern und Wutjournalisten in deutschen und österreichischen Nachrichtensendungen auf. Der Wiener Richterspruch hat eine gewaltige Sprengwirkung, die es zu beachten gilt. Wer daraus für den gesellschaftlichen Zustand keine Konsequenzen zieht, wird in den kommenden Monaten erleben, wie der jeweilige Staat »den Bach« runter geht.

    Westliche Wahlen unter »Zwangsaufsicht durch die OSZE« stellen

    Wer jemals nach Ende der Sowjetunion in Europa »Wahlbeobachtung« betrieben hat, der kommt an Grundwahrheiten nicht vorbei. Wenn man sich in den Wahllokalen kurz nach dem Zerfall der Sowjetunion die Wahldurchführung ansehen konnte, musste man Unterschiede zu der heimatlichen Erfahrung feststellen. In den Wahllokalen lief alles äußerst korrekt ab.

    Das mussten die Lehrerinnen aus den örtlichen Schulen schon in den Jahren der Sowjetunion gemacht haben. Ein anderer Eindruck konnte nicht entstehen. Problematisch wurde die Übermittlung dieser Ergebnisse in die Wahlzentralen, weil niemand wissen konnte, wie auf die Elektronik eingewirkt wurde.

    Das ist aber das Grundproblem im Westen. Dort wird mehr und mehr versucht, Wahlen nicht mehr über Stimmzettel sondern auf elektronischem Weg durchzuführen und damit der Manipulation Tür und Tor zu öffnen.

    Niemand sollte sagen, dass dies ein »östliches« Problem sei. Der Westen steht für diese Manipulation. Alles erinnert an angebliche »Wahlen«, die man beobachten konnte und bei denen nicht nur deutsche Diplomaten davon berichteten, dass der amerikanische Botschafter vorher die Stimmverhältnisse zwischen Regierung und Opposition festgelegt hatte.

    OSZE jetzt an die Front?

    20 Jahre Wahlbeobachtung in der Ukraine haben deutlich gemacht, wie Wahlen und ihre Beobachtung genutzt worden sind, »farbige Revolutionen« durchzusetzen.

    Dann wurden eben Wahlergebnisse, die nicht gefielen, von OSZE-Repräsentanten angefochten, damit man selbst zur Belohnung auf einen führenden Parlamentsposten gehievt werden sollte. Es ist längst überfällig, dass das Instrument der Wahlbeobachtung durch westliche Mächte nicht genutzt wird, um östliche Staaten unter erpresserischen Druck zu setzen.

    Die westlichen Staaten müssen endlich anerkennen, dass uneingeschränkte Wahlbeobachtung in ihren Staaten eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, überhaupt noch von fairen und freien Wahlen sprechen zu können.

    Die USA scheinen jetzt endlich Konsequenzen zu ziehen und der OSZE größere Möglichkeiten einzuräumen. Dafür ist es auch höchste Zeit, nachdem bei zurückliegenden Wahlen OSZE-Wahlbeobachter in den USA damit rechnen mussten, durch Polizisten erschossen zu werden.

    Nur um es noch einmal festzuhalten! Die ersten Anzeigen wegen "Differenzen bei der Auszählung"! ...die kamen vom Innenministerium selbst!

    LG

  10. #30
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer: “Der Westen hat sich verzockt”

    Kanzlerin Merkel macht in ihrer Regierungserklärung zum Nato-Gipfel Moskau verantwortlich für die Vertrauenskrise. Willy Wimmer, ehemaliger Staatsminister für Verteidigung und Vizepräsident der OSZE, findet es unerhört, dass im 75. Jahr nach dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion wieder aggressive Töne gegenüber Russland angeschlagen werden.



    Was steht nun wirklich auf der Agenda des Nato-Gipfels?

    Herr Wimmer, was erwarten Sie vom Nato-Gipfel in Warschau?

    Das ist ja quasi eine Art Nato-Festveranstaltung aus Anlass des 75. Jahrestages des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion.
    Das wird vor allem an einem Punkt deutlich: jetzt stehen unsere Panzer wieder an der Stadtgrenze von Leningrad bzw. St. Petersburg. Die ganze Entwicklung, die damals Schrecken, Elend und Not über Europa gebracht hat, ist jetzt durch die Nato wieder herbeigeführt worden. Wenn ich nun die Regierungserklärung der Bundeskanzlerin höre, ist das sowas von geschichtsvergessen, um nicht zu sagen widerlich, was man im Deutschen Bundestag dazu gesagt hat, dass man nur empört sein kann.

    Gibt es denn im Moment überhaupt einen Austausch zwischen der Nato und Russland?

    Wir befinden uns ja in dieser verhängnisvollen Situation, weil die Nato seit 25 Jahren, seit 1992 ihre Politik geändert hat. Das, was wir heute sehen, auch die Situation in der Ukraine und die Entwicklung um die Krim, dazu muss man ja ganz nüchtern sagen: der Westen, die Nato und die Europäische Union haben sich verzockt und die Ukraine zahlt den Preis dafür. Das kann man doch nicht Russland anlasten.
    Damals vor 75 Jahren ging es um den Lebensraum im Osten. Heute will sich die Nato die russischen Ressourcen unter den Nagel reißen.

    Vieles in der Nato passiert auf Druck aus Polen und dem Baltikum. Meinen Sie, dass die Gefahr besteht, dass Russland diese Territorien angreift?

    Das haben wir ja jetzt wieder bei den jüngsten Äußerungen der litauischen Staatspräsidentin hören können. Polen und das Baltikum versuchen, Deutschland und das deutsche Volk in Stellung zu bringen gegen Russland, was von beiden Völkern nicht gewollt wird. Wir wären doch mit dem Klammersack gepudert, wenn wir auf diese Sirenenklänge aus dem Baltikum und Polen hören würden. Das ist der Versuch, in Abstimmung mit der amerikanischen Politik, eine neue Mauer quer durch Europa zu bauen, diesmal von den baltischen Staaten bis zum Schwarzen Meer, um Russland zu isolieren.

    Außenminister Steinmeier sprach von Säbelrasseln und wurde dafür heftig kritisiert. Nun wurde bekannt, dass auch große Internetportale wie Spiegel Online oder Faz ihre Kommentarfunktion ausschalten, wenn es um das Thema Nato und Russland geht. Darf man die Nato nicht kritisieren?


    Das ist jedenfalls die Absicht der hier noch Regierenden, alles zu tun, um den Konfrontations-, um nicht zu sagen, Kriegsvorbereitungen gegenüber der Russischen Föderation eine Legitimation zu geben.
    Was ist aus den freien Ländern des Westens geworden? Wir haben den Pluralismus in den Medien beseitigt und beseitigen den Pluralismus in der politischen Diskussion. Und in Deutschland wird das in weiten Teilen auch noch goutiert.

    Dieser Tage hat eine Kommission in London konstatiert, dass Großbritannien seinerzeit zu voreilig in den Irak-Krieg eingegriffen hat. Manchmal scheint man im Moment im Westen eine ähnliche Stimmungsmache gegen Russland zu spüren, wie damals vorm Irakkrieg.

    Das ist jetzt auch eine gezielte Aktivität, die von den angelsächsischen Medien vor vier Jahren ausging. Die Bilder des russischen Präsidenten, die damals auf den Coverseiten der internationalen und vor allem der amerikanischen Magazine gezeichnet wurden, das war doch das Gleiche an Propaganda, was wir gegen den deutschen Kaiser im Vorfeld des Ersten Weltkrieges aus London erlebt haben. Das ist auch jetzt systematisch vorbereitet worden.
    So wie auch der völkerrechtswidrige Krieg gegen Jugoslawien, bei dem damals die Völkerrechtsordnung in Europa zusammengeschossen wurde, auch schon dem Ziel diente, letzten Endes gegen die Russische Föderation vorzugehen.

    Fotos: Großbritannien: Invasion in den Irak als Fehler eingestuft

    Wir haben uns doch 1990 eine ganz andere Welt vorgestellt, die die Amerikaner nicht wollten, weil sie unter allen Umständen eine Konfrontationssituation zwischen den Deutschen und den Russen etablieren wollen.
    Herr Wimmer, Sie waren Vizepräsident der OSZE. Deutschland hat gerade den OSZE-Vorsitz. Irgendwie bekommt man wenig davon mit. Was erwarten Sie sich von Deutschlands OSZE-Vorsitz?

    Die OSZE hat doch seit dem Jugoslawien-Krieg von den Amerikanern, den Briten und von uns allen das Rückgrat rausoperiert bekommen. Die OSZE ist doch bei Weitem nicht mehr das wie Anfang der Neunzigerjahre. Ich habe ja das damalige politische Konzept über die Stationierung von Bundeswehr in der DDR selbst erarbeitet. Damals war noch klar, wir gehen nicht mit der Nato in diesen Raum, der sich uns am Ende des Kalten Krieges öffnete. Im Frühjahr 1992 wurden dann die Hebel umgelegt und es ging nur noch um die Nato und das amerikanische Konzept, Europa zu spalten.

    Also Sie erwarten sich von Deutschlands OSZE-Vorsitz nicht viel?


    Gar nichts! Die OSZE ist ein Papiertiger geworden.

    Wie sollte sich also Deutschland zur Nato verhalten?


    Unser Land muss durch die Bundesregierung und hoffentlich in Zukunft durch einen verständigen Bundespräsidenten den Weg zurück finden zur Charta von Paris. Da haben sich die Staats- und Regierungschefs Europas, Kanadas und der Vereinigten Staaten in die Hand versprochen, Europa zu einem Territorium des Friedens, des Völkerrechts, der Menschenrechte und der guten Zusammenarbeit
    zu machen. Und was ist daraus geworden? Das genaue Gegenteil. Wir stehen wieder vor den Grenzen eines Staates, der vor 75 Jahren 27 Millionen seiner Landsleute verloren hat. Das kann man nicht oft genug betonen. Wir müssen zurück zur Vernunft.
    weiter: http://de.sputniknews.com/politik/20...-verzockt.html
    Wien: OSZE-Konferenz bewertet Nato-Russland-Konfrontationskurs
    Merkel vs. Wagenknecht – Die NATO als Streitpunkt im Bundestag
    Schutz vor Nato: Russland stellt Überhorizontradare auf
    Chef des Freidenker-Verbands: Keine Entspannungssignale vom Nato-Gipfel in Warschau
    LG

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