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Thema: Willy Wimmer

  1. #31
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer: Riesiger Friedensmarsch in der Ukraine – Zehntausende Pilger demonstrieren gegen Kriegspolitik und Verarmung

    Willy Wimmer Bericht von: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...gen-krieg.html

    Ein riesiges Heer von Pilgern hat sich aus drei Richtungen nach Kiew aufgemacht, um friedlich gegen miserable Lebensumstände, den Krieg und die vom Westen gestützte Putschregierung der Ukraine zu demonstrieren. Laut Internet-Berichten beobachtet der ukrainische Geheimdienst SBU die enormen Prozessionen. Doch diese sind so groß, dass sich bisher weder Armee noch die ukrainischen Faschisten trauen, die Friedensprozession anzugreifen. Willy Wimmer kommentiert die bislang verfügbaren Informationen und Bilder, die vom Mainstream komplett ignoriert werden …


    Mit den Bildern aus der Ukraine wird das ganze Dilemma in Europa deutlich. In der Ukraine haben die Kirchen den Menschen noch etwas zu sagen und die Menschen lassen sich nicht alles durch die Regierenden bieten. Die Menschen wollen Frieden und sie gehen dafür nicht nur auf die Straßen.

    Sie pilgern über Hunderte von Kilometern und nehmen damit unglaubliche Strapazen auf sich. Der damit deutlich werdende Aufschrei der Menschen gegen die gegenwärtigen Verhältnisse ist so dramatisch, dass weder die Staatsgewalt noch die rechtsfaschistischen Kräfte es wagen, sich den Pilgern in den Weg zu stellen.

    Wo sind bei uns die Pilgerzüge, die sich den Kriegstreibern in den Weg stellen, und wo die Kirchen, deren Priester den Menschen noch etwas zu sagen haben?

    Die Bilder könnten gegensätzlicher nicht sein.

    Der Westen, der hinter dem schlimmen Schicksal der Ukraine steht und alles dort letztlich zu verantworten hat, glänzt durch Militärmanöver und dramatisches Säbelrasseln. Dagegen zeigen die Menschen in einem tiefgläubigen Land mit ihren Friedenszügen, was der christliche Glaube in und für ein Volk bewirken kann.

    Wir im Westen sollten uns nicht täuschen, was die tatsächliche Lage in der Ukraine anbelangt. Dabei ist es geradezu unglaublich, dass die Pilgerzüge im Westen der Ukraine ihren Ausgang genommen haben. In dem Teil der Ukraine, der schon dem Bilde nach an das alte Österreich erinnert und der bislang nach Westen oder in die Eigenstaatlichkeit strebte.

    Wer in den letzten Jahren nach dem westlich unterstützten Putsch gegen die legitime Regierung in Kiew angenommen hatte, dass es keine staatliche Kooperation mit den alten faschistischen Strukturen in diesem Lande geben würde, sah sich enttäuscht.

    Die Europäische Union hatte nicht das Geringste dagegen einzuwenden, riesige Finanzströme dem »Rechten Sektor« zugutekommen zu lassen, solange sich diese Kräfte gegen den Russisch sprechenden Teil der Ukraine oder Russland selbst einsetzen ließen.

    Der deutsche Widersinn kam dabei besonders deutlich zu Tage. Hier wurde der Verbotsantrag gegen die NPD beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Und deutsches Regierungsgeld stärkte die »Asow-« und sonstigen Bataillone im Kampf gegen alles das, was »russisch« war und ist.

    Die Pilgerzüge haben nichts von dem an sich, was in den letzten Jahren die Wiege des russischen Volkes in Europa so auseinandergetrieben hatte. Man muss sich in beiden Ländern nur einmal die Mehrzahl der Ehepaare ansehen, um eines feststellen zu können: Russen heiraten Ukrainer und umgekehrt. Hier haben nach dem Zerfall der Sowjetunion jene westlichen Kräfte angesetzt, die schon vor dem Ersten Weltkrieg über das Council on Foreign Relations aus Chicago alles unternommen haben, die österreichisch-ungarische Doppelmonarchie auseinander zu jagen.

    Das für Mitteleuropa so desaströse amerikanische Modell wurde nach dem Zerfall der Sowjetunion nicht nur in der Ukraine umgesetzt. Russland ist jetzt das Ziel. Dagegen stehen die Menschen in der Ukraine auf. Sie wollen sich ihre Mitmenschlichkeit nicht auch noch nehmen lassen. Und es ist das christliche Kreuz, das ihre Friedenspilgerzüge bestimmt.







    Willy Wimmer live erleben - Jetzt Teilnahme sichern!

    Unseren Medien berichten noch immer nichts über diese Friedensmarsch!


    LG

  2. #32
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer: Es kommt zu einer Destabilisierung des uns bekannten Europas

    Die Türkei hat die größte Armee Europas, die zweitgrößte innerhalb der Nato nach den USA. Was bedeutet ein Militärputsch für die Nato-Mitgliedschaft? Und ist die Türkei damit noch ein Kandidat für die EU? Sputnik hat nachgefragt bei Willy Wimmer, ehemaliger Staatssekretär im Verteidigungsministerium und Ex-Vizepräsident der OSZE.

    Herr Wimmer, welche Rolle spielt oder spielte das Militär in der Türkei? Jetzt scheint es ja zu großen sogenannten Säuberungen zu kommen.


    © AFP 2016/

    Die türkischen Streitkräfte sind ja der größte Unternehmer in der Türkei. So hängt wirtschaftspolitisch unheimlich viel von dieser Position ab. Die Kräfte, die auf Seiten von Erdogan stehen, haben alles getan, um diese Sonderrolle des Militärs zu beseitigen, und haben dafür ja auch den Beifall des Westens gefunden. Aber dafür zahlen wir jetzt einen unglaublich hohen Preis, denn die Türkei wird einen Weg gehen, wie wir ihn 1991 in Algerien gesehen haben, wo letztendlich der Westen nach dem Sieg islamistischer Kräfte bei freien Wahlen anschließend Algerien schmählich verlassen hat.
    Die Türkei ist Nato-Mitglied. Die Türkei ist ja tatsächlich die Nummer Zwei in der Nato nach den USA. Die größte Nato-Armee in Europa. Was heißt das für das Bündnis, wenn in einem Nato-Mitgliedsland ein Militärputsch stattfindet?


    Die Türkei ist ja eh ein komplizierter Fall innerhalb der Nato. Der türkische Präsident beziehungsweise seine Familie hat ja eine große Nähe zum IS. Die Entwicklungen in Syrien sind maßgeblich von der Türkei und bestimmten Kräften im Land beeinflusst. Genauso wie von Israel. Israel hält Kabinettssitzungen auf den Golanhöhen ab und sagt, das ist jetzt endgültig unser. Und die Türkei verstärkt durch ihr Engagement in Syrien die kurdische Gefahr, was zu einer Spaltung der Türkei führen könnte. Daran hat sich die Nato mit einer schizophrenen Politik beteiligt. Da bin ich mal gespannt, wie die Nato aus diesem Dilemma wieder rauskommt.

    Ist die Türkei für die USA in Bezug auf Syrien und den Nahen Osten unverzichtbar oder wird die USA als Nato-Hauptland aus dem Militärputsch Konsequenzen ziehen für ihr Verhältnis zur Türkei?
    Nein, dazu müssten die USA ja ihre eigene Politik im Nahen und Mittleren Osten ändern. Was sich in der Türkei abspielt, ist doch auch das Ergebnis der westlichen Politik. In der internationalen Presse ist doch schon vor Monaten spekuliert worden, dass die Vereinigten Staaten einem Putsch in der Türkei eher positiv gegenüberstehen würden. Wir haben es doch nicht mehr mit einer rationalen westlichen Politik zu tun, sondern mit dem misslungenen Stopfen von Löchern, die man selbst aufgemacht hat.
    Erdogan scheint es mehr um Innenpolitik zu gehen, riskiert er doch sogar Verstimmungen mit den USA wegen der geforderten Auslieferung von Erdogans Erzfeind, dem Prediger Gülen.


    Wenn er die Wiedereinführung der Todesstrafe fordert, scheint ihm auch die EU-Mitgliedschaft egal zu sein.
    Das sind alles Fall-Out-Produkte einer verhängnisvollen westlichen Politik. Erdogan muss ja innenpolitisch gegen die zweite Hälfte seines eigenen Volkes angehen. Für die Bilder von türkischen Soldaten, die in unmenschlicher Weise eingepfercht nackt auf dem Boden kauern, muss jeder Staatschef irgendwann bezahlen. Das lässt sich kein Volk gefallen.

    Und dann noch das kurdische Dauerproblem der türkischen Regierung. Ich war der Vorsitzende der ersten internationalen OSZE-Mission, die vor vielen Jahren in die Türkei entsandt worden ist. Ich kenn die Türkische Republik sehr gut. Ich habe die kurdischen Gebiete gesehen, wo 3000 Städte und Dörfer in der Auseinandersetzung mit der PKK in den Siebziger und Achtziger Jahren plattgemacht wurden. Millionen Menschen wurden vertrieben. Durch die türkischen Aktivitäten in Syrien wurden diese Probleme nur noch potenziert.
    Die Bundeswehr nutzt eine Militärbasis in der Türkei. Dort kam es ja auch zu Festnahmen. Ist es dort noch sicher?


    Vor dem Hintergrund der völkerrechtlich eindeutigen Situation in Syrien, wo sich nur die Russische Föderation auf Bitten des gewählten syrischen Präsidenten befinden darf, gibt es für die Bundeswehr sowieso keine Legitimation, dort zu sein. Sie sollte abgezogen werden. Die Türken müssen erst einmal ihre Probleme klären. Und ich hoffe sehr, dass nun die innertürkischen Auseinandersetzungen nicht noch über die türkischen Staatsbürger, die in Deutschland leben, auf deutschem Staatsgebiet ausgetragen werden.

    Die EU braucht ja die Türkei weiter in der Flüchtlingskrise. Oder geht es inzwischen auch ohne die Türkei?
    Die EU hat doch bereits zu Beginn der Flüchtlingskrise seit zwei Jahren gewusst, was sich in der Türkei ereignet und mit welchen Flüchtlingsströmen wir rechnen müssen. Das hat die Bundesregierung damals nicht gekümmert und das kümmert sie heute nicht.

    Ist die Türkei also endgültig auf dem Weg zu einem autoritären Staat und weg von EU und Nato?

    Wir leben ohnehin in einer immer gefährlicher werdenden Situation. Chaos in der Türkei, Ausnahmezustand in Frankreich, Großbritannien will die EU verlassen. Da kommt es auf die Entwicklung in der Türkei schon fast nicht mehr an. Es kommt zu einer Destabilisierung des uns bekannten Europas. Möglicherweise richtet sich das alles gegen jemanden ganz anderen. Moskau ist zu Recht besorgt darüber, dass um Russland herum ein Flächenbrand nach dem anderen organisiert wird. Die politische Entwicklung ist evident. Die Türkische Republik ist doch prädestiniert dafür, für ein Zündeln am Südrand der Nato zu sorgen und die ganze Region anzustecken. Da ist Erdogan auch nur ein Spielball unter mehreren. Interview: Armin Siebert, weiter: http://de.sputniknews.com/politik/20...g-europas.html
    Putsch als Tradition: Wie die türkische Armee bisher in die Politik eingriff
    Expertin: Ein Ausschluss der Türkei aus der NATO ist nicht realisierbar
    Erdogan: Forderung nach Todesstrafe für Putschisten wird nicht ignoriert
    LG

  3. #33
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    AW: Willy Wimmer

    "Eine Destabilisierung des uns bekannten Europas"

    Die Türkei hat eine größere Armee als die meisten Staaten in Europa und die zweitgrößte innerhalb der Nato nach den USA. Was bedeutet der Erdogan-Putsch für die Nato-Mitgliedschaft? Die Säuberungswellen in der Türkei sollte eine klare Warnung sein! Gleichzeitig kommt es zu "Einer Destabilisierung des uns bekannten Europas".


    Flächenbrände mit Massiver Hilfe von der BRD und Frankreich! ... wichtig sind ja nur die Waffengeschäfte! ...Europa? ...wer braucht das schon?

    LG

  4. #34
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer: Nato-Awacs in Abschuss von russischem Kampfjet in Türkei involviert

    Der anstehende Besuch des türkischen Präsidenten Erdogan in Russland wäre noch vor wenigen Wochen undenkbar gewesen. Der Abschuss eines russischer Kampfjets durch die Türkei führte zu einer diplomatischen Eiszeit. Willy Wimmer, Ex-Vizepräsident der OSZE, äußert nun den Verdacht, dass der russische Jet unter Mithilfe der Nato abgeschossen wurde.


    © REUTERS/ Reuters TV/Haberturk
    Russischer Diplomat: Nato für Su-24-Abschuss mitverantwortlich

    Herr Wimmer, worauf stützt sich Ihre ungeheure Vermutung, dass der Abschuss des russischen Kampfjets im November 2015 zumindest mit Wissen der Nato geschah?
    Nach meinen Erkenntnissen waren sowohl eine amerikanische, als auch eine saudische Awacs-Maschine involviert. Flugzeuge wie dieses russische Kampfflugzeug holt man nicht einfach so vom Himmel. Sie müssen dahin geführt werden. Und das geht nur mit Awacs.

    Wo kamen diese Awacs-Maschinen her?

    Die amerikanische Maschine soll auf Zypern gestartet sein. Die andere ist von einem saudischen Stützpunkt gestartet. Die Nato hat ja für Grenzverletzungen, wenn es denn hier überhaupt dazu kam, Regeln, welche Konsequenzen das hat. Das läuft gewöhnlich so ab, dass erst zivile Einrichtungen das grenzverletzende Flugzeug ansprechen und auf den Irrtum aufmerksam machen oder es zur Landung veranlassen. Wenn das nicht reicht, übernehmen militärische Einrichtungen, die in Friedenszeiten ein Flugzeug auch bestenfalls zur Landung zwingen. Was dort abgelaufen ist, hat in keinster Weise den international verbindlichen Regeln entsprochen. Man hat das russische Flugzeug runtergeholt, weil man es runterholen wollte.

    Also wer wollte was mit dieser Aktion bezwecken?


    Man muss davon ausgehen, dass, wenn man sich nicht mal an internationale Regeln hält, politische Interessen dahinterstecken. Es ging wohl darum, die Beziehungen zwischen der Türkischen Republik und der Russischen Föderation, die ja blühten, so zu zerstören, wie es ja auch anschließend geschehen ist. Letztes Jahr wurde auf amerikanischen Druck der Bau der Pipeline South Stream durch die EU gestoppt. Es ist wenige Wochen später der Türkei und Russland gelungen, mit Turkish Stream einen Ersatz für South Stream zu schaffen. Das war natürlich diametral zur amerikanischen Sanktionspolitik gegenüber Russland. Entsprechend kann man jetzt die Reaktion der Amerikaner interpretieren.

    Der Abschuss erfolgte ja aber wohl von einem türkischen Jet. Wieso riskiert Erdogan so viel und setzt die Beziehungen zu Russland aufs Spiel?


    Die türkische Seite legt ja inzwischen größten Wert darauf, eine Distanz zu legen zwischen den Piloten, die den Abschuss vorgenommen haben, und der eigenen Regierung. Wenn man sagt, dass lag in der Entscheidungsgewalt der Piloten — größer kann man sich ja gar nicht vom eigenen Militär distanzieren. So muss man vermuten, dass hier Piloten eigenmächtig von der Luftwaffenbasis Incirlik aus operiert haben. Gerade haben wir ja bei dem Putsch gesehen, dass offensichtlich innerhalb der türkischen Luftwaffe Dinge abgelaufen sind, die jetzt die Regierung veranlasst haben, durchzugreifen. Wer einen Putsch macht, der hat auch keine Skrupel, ein russisches Flugzeug vom Himmel zu holen.

    Aber zu Beginn hatte sich Erdogan ja hinter die Piloten gestellt. Es hat ein halbes Jahr gedauert bis er sich entschuldigt hat. Wie kam es zu dem Sinneswandel?


    Man muss so eine Situation ja politisch und menschlich im Ablauf betrachten. Was soll denn ein türkischer Präsident anderes machen, wenn so etwas passiert, als zu sagen, das war auf Anweisung der türkischen Regierung? Sonst hätte er ja diejenigen benennen müssen, die es veranlasst haben. Das war sicher politisch ungemein kompliziert. Im Nachhinein kann man so Verständnis haben für die temporären Einlassungen von Erdogan. Später hat der türkische Präsident ja keine Gelegenheit ausgelassen, auf den russischen Präsidenten zuzugehen. So muss man sich fragen, was die türkischen Piloten veranlasst haben soll, eigenmächtig die russische Maschine runterzuholen. Diese Frage verlangt eine Antwort. Und die muss die türkische Regierung noch geben, auch wenn die Beziehungen zur Nato, zu den USA oder zu Saudi-Arabien darunter leiden werden.

    Unmittelbar nach der Aussöhnung Russlands mit der Türkei kam es zum Putsch in der Türkei. Die Nato muss doch etwas davon mitbekommen haben?

    Wenn ich mich mit meinen türkischen Freunden unterhalte, können die in Bezug auf alle Putsche in der Türkei seit 1945 gar nicht verstehen, dass wir fragen, wer dahintersteckt. In der Türkei sagt man immer wieder, die Amerikaner stecken dahinter. Wenn man die Politik der letzten Jahre betrachtet, geht es den Vereinigten Staaten seit geraumer Zeit darum, der Russischen Föderation wirklich an die Wäsche zu gehen, ökonomisch und politisch. Wenn dann ein so wichtiges Land, wie die Türkei, ausschert, und eigene Interessen in Bezug auf Russland verfolgt, dann muss die USA handeln. So ist es aus meiner Sicht klar, dass die amerikanische Seite im türkischen Militär ihre Finger im Spiel hat. Da ist es nur logisch, dass es einen Putsch in der Türkei gibt, damit die Politik Washingtons gegenüber Russland nicht gefährdet wird.

    Erdogan fährt nun wohl zu einem Treffen mit Präsident Putin nach Russland. Wieso fährt er ausgerechnet als erstes nach dem Putsch nach Russland?

    Wie man hört, hat Erdogan möglicherweise sogar sein Leben einer russischen Information zu verdanken. Die russische Seite hat wohl Erdogan gewarnt in Bezug auf die Sicherheit seines Urlaubsortes Marmaris. Die Russen hören natürlich von den Stützpunkten in Syrien aus alles ab und haben Erdogan entsprechend gewarnt. In einer solchen Situation wäre ein türkischer Präsident in der Vergangenheit als erstes nach Washington gefahren. Erdogan fährt aber offensichtlich lieber zuerst zu denen, mit denen er gut kooperieren kann und die ihm das Leben gerettet haben, wenn das so stimmt.

    Wie soll sich denn nun die Rolle der Türkei in der Nato und im Verhältnis zu den USA entwickeln? Immerhin stellt die Türkei die zweitgrößte Nato-Armee.


    Das Verhältnis zu den USA hat jetzt so massive Risse bekommen, dass man nicht weiß, wann es zusammenbricht. Das betrifft ja auch das Engagement der Bundeswehr als Teil der Nato in der Türkei. Wir sind ja nicht in der Türkei, weil Syrien über die Türkei hergefallen ist, sondern weil die Türkei offen im syrischen Bürgerkrieg gezündelt hat. Erdogan ist doch mitverantwortlich dafür, dass in Syrien Chaos herrscht und wir Hunderttausende Tote haben. Das heißt, die Bundeswehr schützt hier nicht einen Verbündeten, sondern ermuntert ihn durch unsere Präsenz, seine aggressive Vorgehensweise gegenüber einem Nachbarland durchzuziehen. Diese Schizophrenie ist doch inzwischen Bestandteil der Nato.
    Interview: Armin Siebert von: http://de.sputniknews.com/politik/20...-kampfjet.html
    USA bezeichnen Mord an Su-24-Piloten als „Selbstverteidigung“ – Video

    Der lange Weg Erdogans zur Entschuldigung
    Nato-Manöver „Sea Breeze '16“: Am Türkei-Putsch beteiligte Fregatte wird ausgetauscht
    Türkei warnt Russland vor geplantem Putschversuch im Nachbarland
    WikiLeaks: Erdogan plante schon im Oktober Attacke auf russisches Kampfflugzeug
    LG

  5. #35
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer: Wahlkrieg, made in U.S.A.

    Willy Wimmer von: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...-in-u-s-a.html
    Es könnte uns am Rücken vorbeigehen, was sich bei der Wahl in einem Land abspielt, mit dem wir eine enge Zusammenarbeit pflegen. Das ist jedenfalls die Norm bei den meisten Ländern, mit denen wir es zu tun haben. Bei den USA ist das anders. Davon hängt unser Schicksal zu einem bedeutenden Teil ab, wenn wir die Erfahrungen der Vergangenheit heranziehen. Aber bei dieser Wahl ist schon vor dem eigentlichen Wahltermin erkennbar, dass nicht nur das Wohl und Wehe Deutschlands von dem möglichen Wahlergebnis in den USA tangiert ist und sein wird.



    Schauen wir uns doch die vier Kandidaten in der Spitzenformation an. Unsere Rohrstock-Medien verweisen in ihrer täglichen Berichterstattung auch deshalb auf die beiden Spitzenkandidaten, Frau Clinton und Herrn Trump, um im deutschen Volk jenes Maß an Widerwillen Herrn Trump gegenüber sich entfalten zu lassen, das im Sinne der sogenannten »trans-atlantischen Netzwerke« ein in jeder Hinsicht auskömmliches Dasein für die erwarteten kommenden 4 Jahre garantieren soll.

    Es ist bisher dem deutschen Außenminister, Herrn Steinmeier, vorbehalten, vor Herrn Trump ausdrücklich zu warnen. Viele im Lande erinnern sich noch an die anschließenden »Eiertänze«, die die Bundeskanzlerin beim noch im Amt befindlichen Präsidenten Obama hinlegen musste, nachdem sie ihm eine Rede als Kandidat vor dem Brandenburger Tor verweigert hatte.

    Für die Bundesregierung und die deutsche Rohrstock-Presse wäre es allerdings ein Gebot der Stunde, anhand der Spenderliste für beide Kandidaten das deutsche Volk darüber aufzuklären, welche amerikanischen Industriezweige für die nächsten 4 Jahre »return of investment« einfordern und von der dann im Amt befindlichen amerikanischen Regierung die staatliche Unterstützung der deutschen und europäischen Wirtschaft gegenüber bei der Durchsetzung ihrer eigenen Interessen einfordern werden. TTIP als Spielplatz für amerikanische Anwaltsinteressen in Europa ist doch ein Musterbeispiel dafür, welche Verbindung zu dem Umstand hergestellt werden kann, dass die Wallstreet-Anwälte zu den Spitzenspendern für die Demokratische Partei fast traditionell zählen.

    Der Umstand, dass darüber die demokratische Beteiligung der europäischen Völker an ihren Gemeinwesen und die Demokratie generell auf der Strecke in Europa bleiben sollte, kann fast vernachlässigt werden. Beim »Budapest-Putsch« der deutschen Bundeskanzlerin am 4./5. September 2015 konnte jeder bewundern, was eine deutsche Regierungschefin von den Grundregeln eines demokratischen Staates und seiner Rechtsordnung hält.

    Es reicht aber nicht, um nur mit Clinton und Trump zu kommen

    Es mag sein, dass bei dem inneramerikanischen Widerwillen, der sich fast in gleicher Weise gegen die beiden Spitzenkandidaten zu entwickeln scheint, nur auf diese beiden Kandidaten geblickt wird. Natürlich ist der Abstand in den Umfragen zwischen Clinton und Trump und den nachfolgenden Frau Dr. Jill Stein und Gary Johnson beachtlich groß, uneinholbar groß. Dennoch kommt bei dieser Wahl beiden nachfolgenden Kandidaten eine Schlüsselrolle alleine deshalb zu, weil sie diejenigen in den USA auffangen könnten, die beide Kandidaten Clinton und Trump für letzte Ausgeburten eines in sich kollabierenden Systems halten.

    Es gibt sie noch, die demokratische Grundsubstanz im amerikanischen Volk. Das ist vor allem bei der Kandidatin Dr. Jill Stein zu bewundern, die sich einen klaren Blick für die demokratischen Notwendigkeiten für die amerikanische Gesellschaft bewahrt hat und amerikanische Städte und Gemeinden für aufnahmestark genug hält, wenn das Washingtoner System der Macht-Usurpation durch Interessenmonopole kollabiert. Bei dem, was sich derzeit in den USA abspielt, könnten beide Kandidaten, Frau Dr. Jill Stein und Gary Johnson, genügend Stimmen auf sich vereinen, um weder Clinton noch Trump den Zugriff auf das Weiße Haus zu erlauben.

    Für Krieg als amerikanisches Geschäftsmodell: Clinton
    Für Frieden:Trump, Dr. Jill Stein und G. Johnson

    Die Fronten sind klar und man muss schon den Eindruck gewinnen, dass es gerade die republikanischen Angehörigen des Kriegs-Establishments mit ihrem Protestbrief gegen Trump in der letzten Woche deutlich gemacht haben, wie es eigentlich in Washington aussieht. Es ist bei Gott kein Geheimnis, dass die amerikanische »Welt-Neuordnungspolitik« zwischen Demokraten und Republikanern parteiübergreifend gestaltet worden ist. Das haben schon die jeweils der Oppositionspartei angehörenden Verteidigungsminister in Washington deutlich gemacht. Kandidat Trump bricht die weltgefährdende Kumpanei sichtbar auf und das macht ihn bei den Haydens und McCains aus seinem eigenen Lager so verhasst.

    Was Trump über die NATO sagt, mag den Balten und Polen als Wurmfortsätze des Washingtoner Kriegs-Kartells nicht gefallen. Es steht aber in den Verträgen zur NATO drin. Das ist auch einer der Gründe, warum Frau Clinton schäumt. War es doch ihr Mann, Präsident Bill Clinton, der mit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien den Krieg wieder nach Europa zurückgebracht hatte. Dabei hatte er nicht versäumt, den NATO-Vertrag in die Illegalität zu verdrehen mit allen Konsequenzen für unsere Soldatinnen und Soldaten. Unvergessen sind ihre eigenen Freuden-Ausbrüche, als der libysche Machthaber viehisch umgebracht wurde.

    Die vor uns liegenden Wochen sind aus Gründen des amerikanischen Systems kriegsgefährlich
    Man wundert sich als Europäer ohnehin, wenn die Bandbreite amerikanischer Politik betrachtet wird. Es mag ein Nachteil des europäischen Systems sein, wenn die eigene Regierungshandschrift bei staatlichem Handeln in jedem Teil der Welt erkannt und verstanden wird. Das ist systembedingt in den USA anders, wo die Politik der eigenen Agency, sei sie denn erfolgreich, einen ganz anderen Zugriff auf das staatliche Budget und damit die eigenen Möglichkeiten und Erlöse bedeutet. Für die vor uns liegenden Wochen bis zum ersten Wahltermin in den USA bedeutet das, mit allem rechnen zu müssen, was kriegerische Auseinandersetzungen anbelangt, die von den Kräften in Washington angezettelt werden, die einen zweckbestimmten Blick auf die Zukunft haben. Auch da ist zwischen Clinton und Trump sehr wohl zu unterscheiden.

    Clinton, und das haben die Reden auf dem Installierungs-Parteitag deutlich gezeigt, steht für Kräfte, die für jeden Krieg gut sind. Dabei kommt es auf die Weltgegend gar nicht an, weil die Überlegenheit des amerikanischen Systems eben auf dem Schlachtfeld gesucht werden muss, wenn sonst nicht mehr viel übrig ist. Trump steht erklärtermaßen nicht dafür ein, auch wenn eine Wahl von Herrn Trump zum Präsidenten oder knapp darunter innere Verwerfungen, die man sich nicht ausdenken mag, zur Folge haben dürfte.

    Wer Russland sieht, sollte an die eigene, deutsche Geschichte denken

    Versailles hat es uns auf Dauer unter die Nase gerieben. Deutschland war an allem schuld. Die von John Foster Dulles in den Vertrag hineingeschriebenen Reparationen wurden bis vor wenigen Jahren korrekt von uns bezahlt. Schäuble sei Zeuge. Deshalb ergriff uns alle ungläubiges Staunen, von dem Autor der Schlafwandler rechtzeitig zum Jahrestag des Kriegsausbruchs im Jahre 1914 die wissenschaftlich fundierte Erkenntnis nachlesen zu können, dass von einer deutschen Alleinschuld überhaupt nicht die Rede sein könnte. Alle seien sie wie die Schlafwandler in den Abgrund marschiert.

    Merkwürdig war bei Christopher Clark allerdings, in welchem Maße er bei dieser historischen Betrachtung das Vereinigte Königreich draußen vorließ. Vor allem die in Großbritannien cliquenhaft betriebene Organisation von internationalen Zwangsläufigkeiten, die auf die Beseitigung des überaus erfolgreichen und aufstrebenden Deutschen Reiches gerichtet waren. Man kommt langsam aber sicher dahinter, wer den Schrecken und die Katastrophen herbeigefingert hatte, auch wenn Versailles eine neue Form der übergreifenden Kriegführung gegen das taumelnde Deutschland war.

    Warum soll das bei Russland heute anders sein? Wenn man nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in allen bekannten Einzelschritten sich das amerikanische Vorgehen gegen die Russische Föderation ansieht, war von einem Harvard-Professor über die beabsichtigte Übernahme der russischen Ressourcen bis hin zum Speer-Spitzenputsch in Kiew alles darauf gerichtet, sich Russland gefügig zu machen. Das Spiel ist nicht zu Ende. Es ist eine in Washington betriebene Dauerbeschäftigung. Was interessiert uns das? Wenn es schiefgeht, wird es niemanden mehr geben, der von uns als einem liebenswerten Land noch sprechen mag oder von unseren Nachbarn, denen wir herzlich zugetan sind, wenn wir von der Bundeskanzlerin mal absehen. Deshalb ist der Wahlkrieg in den USA eine Frage unseres Überlebens.
    LG

  6. #36
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer: Bundesregierung darf Ramstein innerhalb von zwei Jahren auflösen (Sputniknews)

    übernommener Beitrag von Sputniknews Deutschland - https://de.sputniknews.com
    Warum gibt es 25 Jahre nach Ende des Kalten Krieges noch immer amerikanische Militärbasen in Europa? Laut Willy Wimmer, ehemaliger Staatssekretär im Verteidigungsministerium und Ex-Vizepräsident der OSZE, dienen Ramstein & Co schon lange nicht mehr dem Schutz Europas, sondern als Drehscheibe für Aggressionskriege der Nato.


    LG

  7. #37
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    AW: Willy Wimmer

    Ja, wir dürfen das!

    Und nun kommt "teile und herrsche" ins Spiel!

    Eine erkleckliche Anzahl von Bundesbürgern mit Verstand (inkl. eingebürgerte mit Migrationshintergrund) sind für die Auflösung und dann gibt es andere (Dumme, Uninteressierte, von den Medien manipulierte, etc.) sowie die hardcore US-"Fans"!
    Durch unsere "Schein"-Demokratie sind aber die am Drücker, die anderen Regeln folgen.

    Aber selbst mit einer neuen Verfassung, in der bestimmte Dinge ein für alle Mal geregelt sind, sind wir nicht auf der sicheren Seite (es sei denn wir bringen dort Verantwortung, keine Immunität, Bestrafung mit ein), wie schon seit längerer Zeit zu bemerken ist, da Frau Merkel alle Regeln bricht und sich einen Dreck darum schert.

    Alles sehr komplex und nicht von heute auf morgen zu machen.

    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
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  8. #38
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    Willy Wimmer: Wir werden in den Krieg geprügelt

    Was hat sich in einem Jahr des russischen Engagements in Syrien verändert und gibt es eine reelle Chance auf Frieden? Sputnik-Korrespondentin Ilona Pfeffer hat den ehemaligen Staatssekretär im deutschen Verteidigungsministerium und Ex-Vizepräsidenten der OSZE Willy Wimmer um seine Einschätzung der Lage in Syrien gebeten.

    Herr Wimmer, die Kämpfe in Syrien reißen nicht ab und vereinbarte Waffenruhen werden immer wieder gebrochen. Die Einmischung der USA und Russlands werden in den Medien teils irreführend dokumentiert. Wie beurteilen Sie die Lage in Syrien?

    Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/2...epruegelt.html
    Liebe Grüße
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  9. #39
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    AW: Willy Wimmer

    KenFM am Set: Willy Wimmer zur Ausstellung "Ab morgen Kameraden" im Haus der Geschichte in Bonn


    Als 1989 die Berliner Mauer fiel, standen sich plötzlich zwei Armeen gegenüber, die zwar Deutsch sprachen, aber über Jahrzehnte unterschiedlichen Systemen gedient hatten, der NATO und dem Warschauer Pakt. Jetzt, wo in Moskau und Washington abgesegnet worden war, dass die DDR in der neuen BRD aufgehen würde, stand die Frage im Raum, wohin mit der Nationalen Volksarmee (NVA) und all ihrem militärischen Gerät? Eine solche Situation hatte es weltweit noch nie geben. War es überhaupt möglich, zwei sich bis dato als Klassenfeinde betrachtende Kampfverbände zu einer Armee der Einheit zusammenzufassen?

    Wer das herausfinden wollte, musste vor allem eine Vision teilen, nämlich, dass aus Feinden Kameraden werden können. Willy Wimmer war seinerzeit als Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium von Bundeskanzler Helmut Kohl mit eben dieser Aufgabe betraut worden. Statt die Soldaten der NVA zu entlassen, ihr Gerät zu verschrotten und die Liegenschaften zu schließen, sollte er dafür sorgen, dass es zu einer echten Fusion kam.

    Eine Herkulesaufgabe, bei der man rund um die Uhr improvisieren musste. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und wird aktuell im Haus der Geschichte in Bonn gezeigt. KenFM traf Willy Wimmer vor Ort, um mit ihm einen kurzen Rundgang durch die Ausstellung zu tätigen. "Ab morgen Kameraden! Armee der Einheit" zeigt noch einmal die Stationen der Verschmelzung beider Truppenverbände und kann mit selten Exponaten aufwarten, von denen Willy Wimmer einige gestiftet hat. Umso bedauerlicher ist der Weg, den die Bundeswehr des wiedervereinigten Deutschland ab 1999 ging, als sie sich am völkerrechtswidrigen NATO-Krieg gegen Jugoslawien beteiligte.

    Heute in 2016 ist aus der Bundeswehr von damals, die genau wie die NATO als Verteidigungsarmee gegründet worden war, eine mobile Eingreiftruppe geworden, die, wann immer es die NATO wünscht, Ressourcen-Kriege führt und diese dann aber als Peace-Keeping-Operations versucht zu verkaufen. Willy Wimmer gehört zu den härtesten Kritikern dieser zerstörerischen Politik.



    LG

  10. #40
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer -16.10.16 Wie geht es weiter in Europa-Hintergründe & Aussichten-SeeGespräche Unterwegs

    Der aktuelle Vortrag und die Diskussion zu den Themen:
    • Ist die EU am Ende?
    • TTIP & CETA
    • Flucht und Migration
    • Türkei-Deal
    • Erlebte Geschichte bei der CIA
    • Krieg gegen den Terror
    • Putin, der Böse?
    • €uro- und Schuldenunion
    und vieles mehr!

    Das Publikum hat über eine Stunde interessante Fragen gestellt!

    WILLY WIMMER war stellvertretender Leiter der Delegation des Deutschen Bundestages bei der Parlamentarischen Versammlung der OSZE und war von 1994 bis 2000 Vizepräsident der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa). Von ´85 bis ´92 verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und dann parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verteidigung.
    33 Jahre für die CDU im Bundestag und beteiligt an der Wiedervereinigung.
    Auch heute pflegt er nach wie vor gute Kontakte zu allen politischen Parteien im In- und Ausland und ist Autor verschiedener, sicherheitspolitischer Bücher und beliebter Redner.
    Der Jurist setzt sich für eine politische Aufklärung ein und „plaudert aus dem Nähkästchen“.

    Hier ist die Aufzeichnung vom 16.10.16 im Cinewood Waldkraiburg.

    Moderation Rainer Forster & Günter Anwander.

    Wir möchten bitten uns mit einer kleinen Spende zum Ansehen der Produktion zu unterstützen.
    Da wir keine GEZ-Einnahmen haben oder über finanzierte Werbeblöcke verfügen ist es so finanzierbar.
    Ab 20 € Unterstützung, als Filmpate, veröffentlichen wir im nächsten Video auch gerne den Spender. Ab 100 € für Firmen auch mit dem Link zur Homepage. Eine Quittung folgt auf Wunsch.

    Diesmal bedanken wir uns besonders für die Unterstützung bei dem Biomarkt Landmanns Landsberg https://landmanns-landsberg.de


    LG

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