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Thema: Ken Jebsen

  1. #301
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    AW: Ken Jebsen

    KenFM im Gespräch mit: Gerald Hüther ("Mit Freude lernen")


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  2. #302
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    AW: Ken Jebsen

    Positionen 15: Der Tiefe Staat – Mythos oder Wirklichkeit?



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  3. #303
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    AW: Ken Jebsen

    Endzeitstimmung? - Ken Jebsen im NuoViso Talk



    Wir alle führen Krieg gegen die Zukunft unserer Kinder. Wir als Konsumenten sind Träger eines Systems, welche der Natur und dem Menschen selbst den Krieg erklärt hat. Mit unserem unsichtbaren Verhalten tragen auch wir alle dazu bei. Wie konnte es soweit kommen, dass wir in einer gefühlten Endzeitstimmung leben und viele destruktive Verhaltensweisen an den Tag legen? Ist es die Natur des Menschen oder steht mehr hinter unserer gesellschaftlichen Prägung? Welche Rolle spielen dabei Erziehung und Selbstreflektion? Genau über diese Fragen unterhalten sich Julia Szarvasy und Ken Jebsen.

    Ken Jebsen gehört sicherlich zu den prominentesten Vertretern der alternativen Medien. Mit seinen verschiedenen politischen Formaten bei KenFM erreicht er jeden Monat ein Millionenpublikum. KenFM zeichnet sich durch nachvollziehbar kritischen Journalismus aus und ist daher ein Einstiegspunkt für viele Menschen, welche beginnen sich ernsthaft mit unserem System auseinanderzusetzen und ist daher wichtiger Bestandteil des politischen Wandlungsprozesses im deutschsprachigen Raum. Unser TV Programm: https://nuoviso.tv/live

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  4. #304
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    AW: Ken Jebsen

    Me, Myself and Media 45 – Wissen ist Macht, zu viel Wissen ist Ohnmacht!


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  5. #305
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    nachdenKEN über: Chemnitz



    Chemnitz: Wir ernten, was wir säen! In dieser Ausgabe von nachdenKEN nimmt Ken Jebsen Stellung zur letzten Sendung von „Me, Myself and Media“. Heute schätzen wir bei KenFM die Lage in Chemnitz anders ein, als noch letzte Woche. Die vielfach in den Medien beschworenen Hetzjagden hat es so nicht gegeben, wie wir heute durch verschiedene Verlautbarungen alle wissen. Die Berichterstattung zum Thema rund um den Trauermarsch in Chemnitz diente vor allem einem Zweck: der Spaltung unserer Gesellschaft. Die Stimmung ist aufgeladen, die Fronten verhärtet. Links und Rechts formieren sich Kräfte, die in der Mitte ein gefährliches Vakuum entstehen lassen. Unser Appell geht an die Community: „Lasst euch nicht spalten!“ und schaut hin, warum ihr so wütend seid. Was sind die Ursachen für die Härte, die Aggressivität, die uns immer mehr auch auf den Straßen in Deutschland begegnet? Und welchen Anteil hat Deutschland, hat die deutsche Regierung und wir, die Wähler dieser Regierung, an den Verhältnissen, die Krieg und Zerstörung fördern, während sie Dialog und Verständigung aktiv verhindern? Welchen Anteil hat jeder Einzelne von uns? Wie sieht es mit Solidarität für die Opfer aus? Opfer war Daniel Hillig und die Menschen, die unter dem Karl-Marx-Monument um ihn trauern wollten, sind nicht rechts oder links. Sie sind erst einmal trauernde Bürger, die Respekt verdienen. Wie jeder andere Mensch auch. Opfer sind aber auch die 1,4 Millionen Toten allein im Irak, die Toten in Syrien, die wir Deutsche mitzuverantworten haben. Warum? Weil wir zu passiv sind. Weil wir zuschauen, während anderswo die Bomben fallen und Menschen durch unsere Mitfinanzierung, unsere Logistik getötet werden. An wie vielen Standorten „kämpft“ unsere Bundeswehr? Auf wie vielen Plakaten in Chemnitz bewirbt die Bundeswehr auch nach dem Mord an Hillig illegale Mordkommandos im Ausland? A hat mit B zu tun. Auch, wenn uns diese Wahrheit erstmal ohnmächtig zu machen scheint: Wir sind nicht ohnmächtig, wenn wir solidarisch sind! Uns ist klar, dass es schwer ist neben dem Alltag, den jeder von uns zu bewältigen hat, noch die Kraft aufzubringen, die politische Auseinandersetzung mit den eigenen Anteilen, mit der eigenen Verantwortung zu führen. Aber wir müssen diese Auseinandersetzung führen! Der Mord in Chemnitz ist Teil einer Kette, deren Ganzes wir verstehen müssen, damit wir die Fronten im Außen und die Fronten im Innern überwinden können. Nur so ist ein globaler Frieden möglich.
    Liebe Grüße
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  6. #306
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    KenFM im Gespräch mit: Roberto De Lapuente ("Rechts gewinnt, weil Links versagt")



    9,2 Prozent der Stimmen erhielt die Linkspartei bei der letzten Bundestagswahl in 2017. Kann dieses Ergebnis zufriedenstellen? In Anbetracht der angespannten sozialen Lage, in der sich große Teile der Menschen in diesem Lande befinden, erscheint das Ergebnis doch eher bemerkenswert bescheiden. Man sollte meinen, dass Missstände wie Hartz IV, der größte Niedriglohnsektor Europas oder auch Alters- und Kinderarmut, dem linken politischen Spektrum einen idealen Nährboden liefern müssten. Stattdessen erleben wir jedoch in ganz Europa ein Erstarken rechter Bewegungen und Parteien. Lega Nord in Italien, Le Pen in Frankreich, AfD in Deutschland, um nur einige zu nennen. Wie lässt sich dieses Paradoxon erklären? Der Autor und Blogger Roberto De Lapuente hat sich in seinem Buch „Rechts gewinnt, weil Links versagt“ eingehend mit dieser Frage beschäftigt. Im Gespräch mit KenFM legt er zahlreiche Gründe dar, die seiner Ansicht nach für die heutige Schwäche der Linken mitverantwortlich sind. Da wären beispielsweise die ständigen Grabenkämpfe über die Frage nach den „wahren“ linken Werten. Diese haben dafür gesorgt, dass das linke Lager in unzählige Splittergruppen zerfallen ist, welche politisch jedoch so diffus positioniert sind, dass es von außen betrachtet kaum noch nachvollziehbar ist, wer oder was Links eigentlich ist. Oder der endgültige Abschied der SPD in den Neoliberalismus, mit dem, um es mit den Worten De Lapuentes auszudrücken: „…die SPD aufgehört hat, eine Alternative für Deutschland zu sein“. Wo auch immer die Fehler liegen, eines ist sicher: Wenn linke Bewegungen in Zukunft mehr sein wollen, als nur eine Randerscheinung, führt kein Weg daran vorbei, die Lager der „rechten Linken“ und der „linken Linken“ zu versöhnen. Dabei müssten sich zwar beide Seiten von einigen ihrer Ideale verabschieden, doch gleichzeitig könnten sie voneinander lernen, um mit vereinten Kräften zu neuer Stärke zu finden. Politik ist Konsensbildung und Konsensbildung beginnt nicht erst außerhalb der eigenen Partei. Wenn es den Linken also gelingt, die eigenen inneren Fronten aufzuweichen, könnten sie tatsächlich ein kleiner Hoffnungsschimmer am Parteienhimmel werden.
    Liebe Grüße
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  7. #307
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    AW: Ken Jebsen



    Blogs gibt es viele. Es gibt Beautyblogs, Foodblogs, Fashionblogs und unzählige weitere Formen des Internet-Journals. Unter ihnen ist nur selten mal ein Blog, der dem Leser sorgfältig recherchierte, scharfe politische Analysen liefert, die ihn zu einem Blick über den Tellerrand hinaus animieren. Peter Frey – besser gesagt sein Blog „Peds Ansichten“ – ist eine dieser erfrischenden Ausnahmen. Es ist ein Ort, an dem der Leser möglicherweise völlig neue Analysen und Sichtweisen über geopolitisches Zeitgeschehen dargelegt bekommt und der ihm Wege des alternativen Denkens aufzeigt, die ihm vermutlich durch das alleinige Studium der Massenmedien verborgen geblieben wären. Es sind Leute wie Frey, die mit ihrem unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement dafür sorgen, dass die von den Mainstream-Medien bewusst kreierte Informationslücke, im Internet ein Stück weit geschlossen wird. Die intensive Arbeit an seinem Blog ließ in Frey die Erkenntnis heranwachsen, dass es die Angst ist, die dafür sorgt, dass der Mensch, trotz all seiner friedfertigen Anlagen, noch immer ein konfliktgeplagtes Wesen ist. Gegen Angst existiert jedoch ein wirksames Gegenrezept: Mut! Mut, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, um sich so neue Gestaltungsräume zu schaffen, anstatt sich durch angstgetriebene Selbstkonditionierung in die Gefangenschaft einer Opferrolle zu manövrieren. Peter Freys Lebenslauf macht Mut. Er war Autoschlosser, Taxifahrer und nach der Insolvenz als IT-Berater sogar Sozialhilfeempfänger. Sein Weg aus der Hartz-IV-Falle, hin zu dem Punkt, an dem er heute steht, zeigt wie Beharrlichkeit und Begeisterung für das eigene Tun Berge versetzen können. Krisen können Chancen sein. Wie in der Geopolitik hängt alles von der Betrachtungsperspektive ab.
    Liebe Grüße
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  8. #308
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    TREE.TV 0.1 mit Erwin Thoma



    TREE.TV Holz ist der natürlichste Werkstoff des Planeten. Er wächst nach, was ihn automatisch nachhaltig macht. Beton dagegen ist schon bei der Produktion ein Klimakiller und kann später nicht annähernd das Gefühl von Wärme und Wohligkeit vermitteln, wie es Holzhäuser immer tun. Das erklärt aber noch nicht, warum Holz als Baustoff zunehmend eine Renaissance erfährt. Wer sich für ein Haus aus Vollholz entscheidet, will auch an dessen Ursprung erinnert werden. Den Wald. Der Mensch war lange Teil des Waldes, was erklärt, warum kein Mensch von einem Waldspaziergang unberührt bleibt. Wir erinnern uns. Unbewusst. Wer über Stunden leise sitzend auf einem Hochsitz am Rand des Waldes zubrachte und miterleben konnte, wie sich wilde Tiere zeigten, will das sich dabei einstellende Gefühl immer wieder erfahren. In der Stadt ist das kaum möglich. Hochsitze, oder wenn möglich, Baumhäuser üben eine seltsame Faszination auf alle Menschen aus. In den Baumkronen waren einst unsere Urahnen zuhause. Hier in den natürlich erhöhten Orten, ist ein anderer Blick auf die Welt möglich. Der Kopf wird frei und man kommt auf frische Gedanken, die die Welt im eigentlichen Sinne voranbringen. Herzlich willkommen zu TREE.TV, dem neuen Format von KenFM. Gedreht wird in einem extra entwickelten Baumhaus, das in Goldegg bei Salzburg errichtet wurde. Die Idee für dieses ungewöhnliche Nachhaltigkeitszentrum hatten Erwin Thoma und die KenFM-Crew 2017 bei ihrer Friedensfahrt auf die Krim. Was erst nur als verrückte Idee in den Köpfen spukte, ist im September 2018 Realität geworden. Das Baumhaus steht. 60 qm Wohn- und Arbeitsfläche. Knapp 40 Tonnen schwer und frei von rechten Winkeln. Ein Unikat! Im Format TREE.TV wird es bei zukünftigen Gesprächspartnern vor allem darum gehen, wie wir alle und jeder einzelne von uns, die Welt so umgestalten können, dass dieser Planet friedlicher und gerechter wird. Das Baumhaus in Goldegg soll als Symbol für Nachhaltigkeit, Eigeninitiative und Mut stehen. Was haben unsere Urahnen aus den Wäldern und wir, die Menschen des 21. Jahrhunderts, gemeinsam? In jedem von uns schlummert ein Pionier. Wecken wir diesen Mr. Neugier! Wagen wir, alle zusammen, neu zu denken und vor allem neu zu handeln. +++ Erwin Thoma live in Berlin: „Häuser wie der Baum, Städte wie der Wald“ am 8. November 2018 in der Urania Berlin. Weitere Infos hier: https://kenfm.de/erwin-thoma-live-in-...
    Dazu dann das:

    https://www.t-online.de/nachrichten/...n-rodung-.html

    Liebe Grüße
    Geändert von AreWe? (18.09.2018 um 09:44 Uhr)
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  9. #309
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    AW: Ken Jebsen

    KenFM über Medien Politik Gesellschaft und privat | 451 Grad | 74



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  10. #310
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    Ken Jebsen und das Establishment

    Hirnlose Kritiker, die in ihrer Echokammer gefangen sind!

    Mit Unverständnis haben einige Freunde und Kollegen (Frauen und Männer) auf meinen Auftritt bei Ken Jebsen reagiert. In der Welt von Twitter und Co. wurde aus solchem Unverständnis blanke Ablehnung, wenn auch mit wenig Resonanz. Motto: Hat er sie noch alle? Eine Stellungnahme. Und etwas Werbung für Toleranz und guten Journalismus. Stein des Anstoßes sind zwei unterschiedliche Dinge. Da ist zunächst der Kontakt an sich – verbunden mit der Frage, wem ein Professor (bezahlt immerhin aus Steuergeldern und damit dem öffentlichen Wohl verpflichtet) Interviews geben darf und soll. Auf keinen Fall einem „Agitator“, schreibt ein Lehrstuhlinhaber, der „einem Akteur wie Jebsen niemals einen solch journalistisch legitimierenden Ritterschlag geben“ würde. Begründung neben dem „Agitator“ und dem Wunsch nach Abgrenzung: Man könne nicht sicher sein, dass Jebsen „nicht was Schönes aus den Aufnahmen bastelt“. Er (der Kollege) habe deshalb unter anderem schon Anfragen von Russia Today und Bild abgelehnt.
    Du wirst benutzt, sagt eine andere Professorin. „Ich wäre da nicht zu vertrauensvoll.“ In dieser Mail wird KenFM mit Sputnik verglichen (wo ich auch schon interviewt wurde): Plattformen, sagt die Professorin, „die eher (nicht absolut, aber auch) gesellschaftsspalterische Momente und vielleicht sogar Intentionen in sich tragen und kommunikativ (gelinde gesagt) höchst merkwürdig funktionieren“ – „intransparent und sehr subjektivistisch und parteiisch“. Es folgt die Frage nach dem „SINN“ (tatsächlich groß geschrieben).
    Nun: Ich wollte schon gern wissen, wie KenFM funktioniert – ein Kanal, der von den Spenden und der Zuwendung seiner Anhänger lebt (ganz ohne Rundfunkgebühren), und ein Macher, den seine Herkunftsbranche ignoriert oder attackiert und der „in linken und linksliberalen Kreisen nach wie vor schlecht beleumundet ist“. Mathias Bröckers (2016: 11), noch so ein verfemter Journalist (vgl. Butter 2018: 67), hat aufgezählt, was er „in Kollegenkreisen“ über Jebsen hören konnte: „an der rechten Flanke offen“, Nähe zu Ufologen, Diffamierungen als Antisemit. Unsinn, sagt Bröckers. Ken Jebsen sei „aus den Kreisen des sich seriös nennenden Qualitätsjournalismus“ ausgeschlossen worden, weil er „mindestens zwei Tabus“ verletzt habe: „massive Zweifel an der offiziellen Geschichte der 9/11-Anschläge“ und scharfe Kritik an der „rechtsextremen Politik der israelischen Regierung“ nach Bombardements in Gaza (ebd.).
    Bei KenFM arbeiten Profis, kein Zweifel. Terminabsprache, Empfang, Räume: perfekt. Eine Assistentin plaudert mit dem Gast, bis der Meister kommt. Der nimmt sich ein paar Minuten zum Warmwerden, dann Maske, Kamera, Ton. Das Maximum herausholen. 1A-Fernsehen liefern. Später wird der Nutzer „waldbaer“ über „diese grüne Lichterscheinung“ klagen, „die da ständig“ auf meinem „linken Auge reflektiert“. Kommentar von „wolfcgn“, den das „auch extrem gestört“ hat, „insbesondere in der Gesprächsphase, als Ken von der Qualität seines Produktes geschwärmt hat“: „Nun, shit happens sogar bei KenFM“.
    Was nicht passiert: schneiden, kürzen, in irgendeinen Kontext stellen. Zu sehen ist, was im Kellerstudio passiert. Zwei Menschen sprechen 90 Minuten über ein Thema, längst nicht immer stolperfrei und gar nicht so selten angreifbar im Detail und überhaupt (man muss sich dazu nur durch die Kommentare auf ).
    Aber: Ken Jebsen lässt seinen Gast reden, Fehler machen, unsicher wirken und stellt die Datei dann komplett ins Netz. Vielleicht kann er es sich leisten, auch mal ein Video in die Tonne zu treten. Wer weiß. Grüne Punkte auf der Brille oder Inhalte, die nicht zu seinem Ethos passen (dazu gleich mehr). Was ich sicher weiß: Ken Jebsen ist neugierig auf seine Gäste. Er hat nicht schon im Kopf, was er sagen oder senden will. Keine „Realität“ aus der Redaktionsstube, die der Gesprächspartner nur noch illustrieren muss (und die einfach nicht gesendet oder gedruckt wird, wo er das nicht tut). „Was Schönes aus den Aufnahmen“ basteln: So funktioniert Journalismus heute (vgl. Karidi 2017, Meyen 2018a). KenFM funktioniert so nicht.
    Das führt direkt zum zweiten Stein des Anstoßes, interessanterweise deutlich kleiner als der Kontaktvorwurf (zumindest bei denen, die mit mir über das Interview gesprochen haben). Der Inhalt. Das, was ich gesagt habe. Der Magen drehe sich ihm um, wenn er mein Lob auf einen Journalismus der Marke Ken höre, schreibt ein ehemaliger Doktorand, inzwischen selbst eine Art Star in der Branche. Den Auftritt selbst könne er ja irgendwie verstehen. Die Reichweite („größeres Publikum war nie für die Kommunikationswissenschaft“), der Absatz („das Buch verkauft sich danach bestimmt“), das Tempo (in 90 Minuten „drei Stunden Inhalte hineingepackt“). Aber sonst? Lästern über kommerzielle Medien, wo „für Visitenkarten“ und „fürs Flottenmanagement“ geworben werde. Und dann das mit dem Magen.
    Dieser Journalist beruft sich auf Wolfgang Storz, „der natürlich aus dem tiefen System der alten Medien kommt“: „Was er (Ken Jebsen) macht, das macht er, um seine Deutung der Welt zu stärken, nicht um zu bedeutenden Ereignissen die wichtigsten unterschiedlichsten Interessen und Perspektiven darzulegen; wie dies die Pflicht von Journalisten ist, so die berufliche Norm, zugegeben zu oft nicht die Praxis“ (Storz 2015).
    Gut gesprochen, in jeder Hinsicht. Öffentlichkeit herstellen: Das ist der Auftrag des Journalismus (vgl. Pöttker 2001). Alle zu Wort kommen lassen (alle Menschen, alle Positionen). „Wichtige, richtige und faire Informationen für möglichst viele Menschen“, sagt der Journalistikwissenschaftler Horst Pöttker (2018). Man könne schlecht leben, wenn man „keinen freien Zugang zu verlässlichen Informationen darüber habe, welche Möglichkeiten und Gefahren es gibt“. KenFM (und andere alternative Kanäle im Netz) gibt es, weil die traditionellen Medien diesen Auftrag nicht erfüllen. Weil sie nicht über alle Ereignisse, Interessen, Perspektiven berichten, lieber Wolfgang Storz. Weil sie auslassen, weglassen, ignorieren. Warum sollte jemand Geld spenden, wenn der Gebührenrundfunk und werbefinanzierte Angebote alles liefern, was er braucht? Warum ein zweites Gericht bestellen oder gar in eine Spelunke wechseln (in den „halbdunkel-ausgeleuchteten Raum des Sagbaren“, so der Ex-Doktorand mit feiner Ironie), wenn man schon satt ist?
    Das (buchlange) Interview, das Mathias Bröckers (2016) mit Ken Jebsen geführt hat, sollte Pflichtlektüre werden auf jeder Journalistenschule – nicht wegen der Form (viel zu viele lange Fragen und oft noch längere Antworten), sondern wegen des Inhalts. Den Journalismus und „die freie Presse“ beschreibt Jebsen dort als „Immunsystem der Demokratie“ (S. 214). Sein Credo in ein paar Zitaten zum Zitieren: „unvoreingenommen“ bleiben, auch wenn Menschen „am medialen Pranger stehen“. Menschen „ertragen“ und vor allem „zu Wort kommen“ lassen, die „vom Mainstream abweichen“ (S. 222). „Dafür sorgen, dass Demokratie nicht korrumpiert wird, oder wenn dies geschieht, darauf hinweisen“ (S. 47). Angsthasen? Absolut ungeeignet für den Beruf. „Das ist doch ganz einfach. Journalismus bedeutet, etwas zu bringen, von dem andere wollen, dass es nicht veröffentlicht wird. Alles andere ist PR“ (S. 48). Und: „KenFM liefert Argumente, um dem Mainstream zu widersprechen“ (S. 37) – ein Muss für uns Bürgerinnen und Bürger, denn „fast alles, was wir heute als Wirklichkeit betrachten, ist ein künstlich erzeugtes Produkt der Massenmedien, auf die wir uns dann beziehen, wenn wir uns ‚unsere‘ Urteile bilden. Nur werden die ‚Fakten‘ erst zuvor von den Medien selbst geschaffen“ (S. 48).
    Man ahnt es schon: Die einstigen Kolleginnen und Kollegen kommen nicht gut weg in diesem Interviewbuch. „Embeddet“ (S. 49) und „gesteuert“ durch eine „klebrige Nähe“ zur Macht (S. 38). Kein „Mindestabstand“ zur Politik, zu wenig „unterschiedliche Standpunkte zu einem Thema“ (S. 39). Recherche „nur noch aus Versehen“, „XXL-Tabuthemen“ (S. 117) und vor allem keine Kritik an den USA – dem „schlichten Umstand geschuldet“, dass die Presse „in Schlüsselpositionen von Personen geführt wird, die nicht neutral berichten wollen, dürfen oder können“, weil sie über Stipendien oder Think Tanks „zu hörigen Fans der US-Politik“ gemacht worden seien (S. 92).
    Zu pauschal, natürlich. Zu wenig sensibel für die Perlen in den Tiefen der Medienmaschine. Ken Jebsen steht mit dieser Kritik aber nicht allein. Auch hier lohnt sich ein Blick in die Kommentare zu unserem Gespräch. Dort äußern sich keine Verschwörungstheoretiker, sondern Menschen, die besorgt sind über den Zustand von Medien und Demokratie. Menschen, die sich schon vor Jahren vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk abgewandt haben, obwohl (oder weil) sie „verlässliche Informationen“ (Pöttker) über Möglichkeiten und Gefahren brauchen.
    Auch wer sich über Ken Jebsen informieren will, kommt mit Wikipedia nicht weiter (die deutsche Ausgabe „manipuliert, was die Tasten hergeben“, sagt der, um den es geht, Bröckers 2016: 154) und auch nicht mit den sogenannten Leitmedien. Im Gespräch mit Mathias Bröckers (2016: 75) erzählt Jebsen zum Beispiel, wie er das Echo auf sein Aus beim RBB erlebt hat. Niemand habe mit ihm über den Antisemitismus-Vorwurf gesprochen. Niemand sei ins Archiv gegangen, um die fragliche Sendung noch einmal anzuhören. „Man schrieb voneinander ab. Punkt.“
    Die Moral von der Geschichte? Jebsen: „Das Establishment hat ein Riesenproblem mit dem, was man echte Meinungsfreiheit nennt, und es hat die Medienrevolution nicht verstanden. Der Staat, seine kontrollierten Presseorgane, die so gut wie nie gegen, sondern immer nur im Sinne der besitzenden Eliten berichten, all diese Herrschenden haben immer noch nicht realisiert, dass ein verlorenes Meinungsmonopol (…) sämtliche Machtstrukturen durch den Wolf dreht“ (Bröckers 2016: 208). Hier irrt Ken Jebsen. Das Establishment hat verstanden, um was es geht. Es schließt die Kommentarspalten (vgl. Meyen 2018b), es fährt Kampagnen gegen Fake News, Hate Speech, Verschwörungstheorien ( „Sprachregelungen und Kampfbegriffe“, bei denen es um die „Deutungshoheit“ geht, Schreyer 2018: 179), es versucht, Facebook und Co. zu kontrollieren. Und es spricht Kontaktverbote aus. Ausgang offen.


    Quelle: https://medienblog.hypotheses.org/2668
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