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Thema: Ken Jebsen

  1. #371
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    AW: Ken Jebsen

    Dr. Daniele Ganser: Deutschland rüstet auf und Preisverleihung Mind Award 2018/19


    LG

  2. #372
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    KenFM im Gespräch mit: Peter H. Grassmann (“Zähmt die Wirtschaft!”)



    Peter H. Grassmann hat eine steile Karriere hingelegt. Nachdem er in München Physik studiert und bei einem gewissen Werner Heisenberg promoviert hatte, ging er ans weltbekannte MIT an der Universität in Cambridge. Von dort aus zog es ihn wieder zurück in die Heimat. Es folgten erfolgreiche Jahre bei Siemens, wo er u.a. am Aufbau der Sparte für bildgebende Verfahren mithalf. Bei Carl Zeiss war er im Vorstand tätig. Derselbe Peter H. Grassmann hat nun ein Buch mit dem unmissverständlichen Titel: „Zähmt die Wirtschaft! Ohne bürgerliche Einmischung werden wir die Gier nicht stoppen“ geschrieben. Es ist ein Appell für einen gesellschaftlichen Wandel, hin zu einer werteorientierten Marktwirtschaft, der sich natürlich auch an die ehemaligen Manager-Kollegen richtet. Nur wenn wirklich alle mitziehen, lässt sich eine enkeltaugliche Wirtschaft auch tatsächlich etablieren. Das ewige Gegeneinander-Ausspielen von Shareholder-Value und Nachhaltigkeit muss endlich ein Ende finden. Damit dies gelingt, möchte Grassmann die Demokratie stärken. Der Plan, alle vier Jahre ein Kreuz zu machen und Verantwortung nach oben zu delegieren, ist offensichtlich fehlgeschlagen. Die Zeit ist reif für mehr Einmischung von der Basis, für mehr direkte Demokratie. Denn globaler Wandel braucht effektives regionales Handeln. Dafür müssen die Regionen, muss der einzelne Bürger, gestärkt werden. Das bedeutet auch: Mehr Bildung und Aufklärung, statt immerwährender Ablenkung durch sportliche Großevents, damit der Einzelne seiner Verantwortung auch gerecht werden kann. Unmöglich? Wenn sich die Notwendigkeit nach Neuem inzwischen bis in die Chefetagen von Großunternehmen herumspricht, sollte man nichts von vornherein ausschließen.
    Liebe Grüße
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  3. #373
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    M-PATHIE – Zu Gast heute: Dr. Heidi Wichmann (“Was Algen, ein gesundes Gehirn und Wale ...“)



    Dr. Heidi Wichmann ist Neuro- und Meeresbiologin sowie Autorin des Buches „Was Algen, ein gesundes Gehirn und Wale miteinander zu tun haben“. Durch ihre Forschungen mit Meeresalgen und -bakterien stellte sie fest, welch ein enormer Umfang an heilenden Substanzen auf ihre Entdeckung warten. Ganz besonders aber hat Dr. Wichmann die Wirkung von Algen auf den Wachstumsprozess unserer Nervenzellen im Gehirn interessiert. Algen können das Zellwachstum unseres Gehirns anregen und auch dafür sorgen, dass Giftstoffe aus ihm herausgefiltert werden. Sie erzählt in diesem Gespräch über ihre Forschungen und nimmt den Zuschauer dabei auf eine spannende Reise in die Mikrowelt der Zellen, Algen und Bakterien mit, dass man manchmal glaubt, einem Krimi zuzuhören. Sie spricht hier über Genregulation, Epigenetik, die Intelligenz der Natur, Synergieeffekte und über viele weitere vorklinische Studien, die das gleiche Potenzial besitzen, wie das viel gepriesene CBD aus der Cannabis-Pflanze. Um dieses Potenzial wird sich aber leider nicht mit Nachdruck gekümmert. Die Intelligenz der Natur in Lebensmittel zu integrieren, ist Dr. Wichmanns Steckenpferd geworden. So hat sie selbst Produkte entwickelt, die sie als Nahrungsergänzungsmittel vertreibt. Hierbei muss man ziemlich vorsichtig mit den Worten umgehen, da sonst sehr schnell Rechtsanwälte mit Klagen drohen, die sich auf höhere fünfstellige Summen belaufen können. „Heilmittel“ oder „zu medizinischen Zwecken angewendet", darf sie ihre Produkte nicht benennen. Das Erstaunlichste an ihrer Forschung ist die Tatsache, dass allein die Umwelt Stoffe aussendet, die die Immunsysteme der in ihr lebenden Spezies stärken. Das geschieht häufig sogar allein durch die Atemwege und über die Haut, weil Pflanzen ihre heilenden und stärkenden Substanzen als Spurenelemente auf deren Oberflächen absetzen. Da wir Menschen jedoch unsere Umwelt stören und auch zerstören, kommen immer weniger heilende und kräftigende Substanzen in unseren Nahrungsmitteln vor, sodass Zivilisationskrankheiten immer stärker aufblühen können. Umweltschutz in diesem Sinne ist Lebensschutz für Geist und Körper! Das wird noch viel zu wenig erkannt, da die herkömmlichen Methoden von Heilung stets das Einnehmen von Pillen als immunstärkende Behandlungsmethode favorisieren. Das Lebensmittel Heilkräfte haben und die Intelligenz der Natur in sich vereinen, ist ein vergessenes Wissen in den Heilberufen. Mehr von und über Dr. Heidi Weichmann hier: https://www.dr-wichmann.com Das Buch „Was Algen ein gesundes Gehirn und Wale miteinander zu tun haben“: https://www.isbn.de/buch/978398179952...
    Liebe Grüße
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  4. #374
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    Ruediger Dahlke: Kriege in Medizin und Körper – wie wir uns davor schützen und gesund bleiben



    Follow the money! Was in der internationalen Politik einem unausgesprochenen Naturgesetz gleicht, trifft leider auch im medizinischen Bereich den Nagel auf den Kopf. Unsummen an Geldern werden dort seit Jahrzehnten in die Erforschung und Bekämpfung der Krankheiten unserer Zeit gesteckt – mit mäßigem Erfolg. Warum ist das so? Dr. Ruediger Dahlke, einer der bekanntesten Humanmediziner im deutschsprachigen Raum, hat einen möglichen Erklärungsansatz hierfür: Es wird in die falsche Richtung geforscht. Und zwar bewusst. Denn solange das Auf-der-Stelle-treten Programm ist, bleibt auch der Geldregen, der infolgedessen über die Pharmaindustrie niedergeht, weiter beständig. Der gesunde Mensch, so brutal es auch klingen mag, wäre für die Pharmaindustrie – und damit für einen wichtigen Stützpfeiler unserer Wirtschaft – das Ende. Von daher ist es auch nur allzu logisch, dass hier Selbsterhaltungstriebe am Werk sind, die das Ziel größtmöglicher Gesundheit aktiv zu unterbinden versuchen. Die Pharmaindustrie braucht möglichst viele Patienten und dafür erfindet man notfalls auch neue Krankheiten oder verschiebt Grenzwerte. Im Gesundheitsbereich ist daher dringend ein gesellschaftliches Umdenken von Nöten. So wie es in einer Demokratie eines mündigen Bürgers bedarf, so benötigt auch ein funktionierendes Gesundheitssystem einen mündigen Patienten. Mutige Ärzte wie Dr. Ruediger Dahlke leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Anlässlich der Vergabe des MIND Awards 2018/2019 hat Dr. Dahlke einen Vortrag unter dem Titel „Kriege in Medizin und Körper – wie wir uns davor schützen und gesund bleiben“ gehalten. KenFM war in Montabaur vor Ort und hat den Vortrag für Euch aufgezeichnet.
    Liebe Grüße
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  5. #375
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    KenFM im Gespräch mit: Bernd Erbel (Diplomat und Botschafter a.D.)



    Der Mensch trägt das Reisefieber in sich. Das war schon immer so und dafür bedarf es gar keiner Charterflüge und Vollpensionen. Bernd Erbel ist das beste Beispiel hierfür. Schon zu Kindheitstagen bereiste er mit seinem Vater allerlei ferne Orte, in einer Zeit, in der das Reisen eigentlich nur einer kleinen, wohlständigen Elite vorbehalten war. Mit dem Auto bis in die Türkei oder den Iran zu fahren, war für das abenteuerlustige Familiengespann nichts Ungewöhnliches. Das Fernweh wurde Erbel also in die Wiege gelegt. Folgerichtig entschied er sich auch für einen Beruf, bei dem seine Passion garantiert nicht zu kurz kommen würde: Er wurde Diplomat im auswärtigen Dienst. Als solcher verbrachte er mehr als zwei Drittel seines Lebens im Ausland. Schwerpunkt dabei: Der Nahe Osten. Ägypten, Libanon, Jemen und der Irak waren nur einige der Stationen einer bewegten beruflichen Laufbahn. Heute kennt Erbel die Region wie kaum ein Zweiter. Nicht nur, weil er so viel Zeit vor Ort verbracht hat, sondern vor allem auch deswegen, weil er bei seiner Arbeit stets in Kontakt mit den dort ansässigen Menschen geblieben ist. Klimatisierte Hilton-Hotel-Diplomatie kam für den ausgebildeten Orientalisten nie in Frage. All diese unzähligen Erfahrungen und Erinnerungen hat Erbel nun im Interview mit KenFM Revue passieren lassen. Und da Vergangenheit und Gegenwart untrennbar miteinander verbunden sind, ist es gelungen bei jedem Thema den Bezug zur aktuellen Tagespolitik herzustellen. Was ist also los in Middle East und wie ist es dazu gekommen? Nun, nur wenige Menschen sind in der Lage so fundiert auf diese Frage zu antworten, wie Bernd Erbel es ist.
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  6. #376
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    KenFM im Gespräch mit: Wolfgang Bittner (“Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen”)



    Was bedeutet Heimat? Diese Frage ist im 21. Jahrhundert aktueller denn je. Globalisierung und grenzenlose Mobilität haben das bisherige Verständnis des Heimatbegriffs auf den Prüfstand gestellt. In Zeiten, in denen der Mensch – sofern er zu den ökonomisch Bessergestellten auf diesem Planeten gehört – jederzeit, überallhin reisen kann, mag das Wort Heimat zuweilen sogar wie ein veraltetes Relikt erscheinen. Doch für die meisten Menschen ist Heimat eben doch mehr als ein monatlich wechselnder Lebensmittelpunkt. Sie ist eine Mischung aus individuellen Erinnerungen und Gefühlen und von daher auch nur schwer allgemein verständlich in Worte zu fassen. Vermutlich erschließt sich einem die wahre Bedeutung erst dann, wenn das, was zuvor als Heimat bezeichnet wurde, auf einmal verlorengeht. Eine solche Erfahrung der vollständigen Entwurzelung gehört zur Biographie von Wolfgang Bittner. Er hat sie in seinem neuen Roman „Die Heimat, der Krieg und der goldene Westen: Ein deutsches Lebensbild“ schriftlich verarbeitet. Dabei lässt Bittner den Leser in die Gefühlswelt eines kleinen Jungen eintauchen, der sich mit den äußerst schmerzhaften Erfahrungen von Flucht und Vertreibung konfrontiert sieht. Eine Geschichte, die zwar gegen Ende des 2. Weltkrieges spielt, jedoch nichts an ihrer Aktualität eingebüßt hat. Um aus der Vergangenheit zu lernen, muss man den Mut aufbringen, sich ihr zu stellen. Wolfgang Bittner hat dies stellvertretend für uns getan. Die Erfahrungen, die er in seinem Buch, sowie in dieser Ausgabe von KenFM im Gespräch mit uns teilt, sind folglich Gold wert. Denn Geschichte wiederholt sich, auch wenn dies nie unter identischen Vorzeichen geschieht.
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  7. #377
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    KenFM im Gespräch mit: Robert Fitzthum (“China verstehen”)



    China, 22.117 km Außengrenze, Atommacht und ein Staat mit ungefähr 1,4 Milliarden Menschen. Ein Land, so groß, vielseitig, progressiv und gegensätzlich, dass man es unmöglich in einem Menschenleben erfassen kann – geschweige denn in einem einzigen Interview. Versuchen kann man es trotzdem. Vor allem, wenn man einen Gesprächspartner vor sich hat, der seit Jahren in China lebt und Vollkontakt zur Bevölkerung hat. Robert Fitzthum studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien und ist Beobachter der innen- und außenpolitischen Entwicklungen Chinas. Im Gespräch mit KenFM beschreibt er nicht nur Chinas Status als Weltmacht, sondern auch seine wirtschaftlichen Interessen in anderen Ländern. Ein Kernthema hierbei ist die neue Seidenstraße, die von westlichen Industrien und Politikern weitestgehend ignoriert wird. Diese riesige, wirtschaftliche Verbindung birgt ein enormes Potenzial, um die Weltwirtschaft grundlegend zu verändern. „Made in China“ ist nicht mehr nur ein Symbol für billig gemachtes Handwerk – längst hat der technologische Fortschritt viele westliche Länder um Längen überholt. Schon allein die nackten Zahlen beeindrucken: Wenn auf dem europäischen Markt mit „peanuts“ gehandelt werden würde, müsste man die Güter, die über die neue Seidenstraße kommen werden, wohl allein aufgrund der Menge als riesige Erdnussplantagen bezeichnen. Die EU jedoch beteiligt sich an diesem Großprojekt nicht und möchte das sogar anderen Nicht-EU-Mitgliedern untersagen. Das ist Kapitalismus „at its best“: Denn gut ist nach EU-Denke nur, wenn sich der eigene Säckel füllt und niemals der der anderen. Dass diese Rechnung in einer globalisierten, multipolaren Welt nicht aufgeht und sogar der eigenen Bevölkerung schadet, sollte eigentlich jedem klar sein. Dennoch wird weiter am Prinzip der Konkurrenz festgehalten, statt sich zu vernetzen und zu organisieren. Was hätten wir wohl für eine Welt, in der alle Länder zusammenarbeiten würden, jedes sein eigenes Potenzial zu 100 % ausschöpfen und technologischer Fortschritt mittels Teamwork und Austausch befruchtend wirken würde? Vielleicht eine Welt ohne Mangel, Hunger und Gewalt? Träumen wir uns 111 Minuten ins Reich der Mitte und versuchen wir auch China zu verstehen.
    Liebe Grüße
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    M-PATHIE – Zu Gast heute: Hans-Joachim Maaz – Die normopathische Gesellschaft



    Dr. Hans-Joachim Maaz ist Mediziner, Psychiater, Psychoanalytiker und Autor zahlreicher Bücher. Maaz war Chefarzt einer psychotherapeutischen und psychosomatischen Klinik in Halle. Heute arbeitet er in der Hans-Joachim Maaz - Stiftung für Beziehungskultur. Gerade im Bereich der Gesellschaft weiß Maaz Wichtiges herauszuarbeiten und dies leicht verständlich zu erklären. Maaz ist einer der führenden Gesellschaftskritiker in diesem Land geworden, den auch die Öffentlich-rechtlichen Medien einladen. In diesem Gespräch geht Hans-Jochim Maaz tief in die Krankheit unserer Konsum- und Wettbewerbsgesellschaft hinein. Er erklärt vom Kleinkind bis hin zum Erwachsenwerden die möglichen Störungen, denen wir alle mehr oder weniger unterliegen könnten und zeigt auf, wie diese Störungen die Identität und Sinnstiftung der Menschen und seine Gesellschaft bilden und auch abbilden. Eines der wichtigen Merkmale gesunder Erwachsener sieht Hans-Joachim Maaz in den Beziehungen, denen wir durch die Zielsetzungen der Gesellschaft selbst unterliegen. Wenn einem Kind vorgegeben wird, wie es handeln soll, was richtig und was falsch ist, was es zu tun oder zu lassen hat, dann entwickelt sich eine Beziehung oft zeitlebens als eine Subjekt-Objekt-Beziehung, in der das Subjekt als Autorität dem Objekt als Gehorchendem vorschreibt, was es zu tun und was es zu lassen hat. Hier beginnt die Störung, da dem Kind abtrainiert wird, dass es selbst Subjekt, also Akteur seines Lebens ist. Die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Störungsbilder greifen in alle Schichten menschlicher Kultur hinein und bilden sich bis in die Strukturen der Demokratie und können dann destruktive Muster politischen Handelns ausprägen (strukturelle Gewalt). So wird aus dem inneren Störungsbild eine äußere gestörte Welt. Ein Abbild, in der die Projektionen des inneren Zerrissenseins vorherrschen und auf diese Weise nach Kanalisierung streben. Und genau so verhält sich die Gesellschaft und vor allem die Politik. Sie irrationalisiert das humanistische Menschenbild und die Demokratie und hat auch keine wirklichen Antworten auf die Probleme dieser Gesellschaft. Wer eine andere Meinung hat, wird so zum Bösen gemacht und abgewertet, damit auf diese Abwertung möglichst viel der eigenen inneren negativen Energien abgeladen werden können. Die Gewaltspirale entsteht. Das alles ist zurückzuführen auf eine frühkindliche Bindungsschwäche. An ihr entlang bilden sich im Laufe des Lebens immer weitere Probleme (Kollaterale) zu größeren Konfliktherden aus, die dann in einer Gesellschaft unbewusst das Handeln aller bestimmen. Bindungsschwächen erhöhen angstbindendes Verhalten und es führt dazu, dass die Welt angststiftend aufgefasst wird. Diese überhöhte Angst sucht quasi nach Angstbindungen im Außen, was wiederum die Störungsmuster verhärtet. Ein unsäglicher Kreislauf, aus dem man selbst nur sehr schwer wieder herausfindet. Auf diese Weise spiegeln sich die soziale Gewalt, die militärische Gewalt und die Gewalt gegen die Umwelt wider. Und exakt hier haben wir das Hauptproblem aller Probleme. Wir stehen kurz vor einem Implodieren unserer Gesellschaft, wenn wir nicht erkennen, dass unsere inneren Störungen die Störungen in der Außenwelt mitproduzieren. Daher braucht es eine völlig neue Beziehungs- und Bindungskultur, die nicht ausgrenzt, sondern eine, die einlädt und einbindet. Im Herbst erscheint sein neues Buch zu diesem Thema. Infos zu Hans-Joachim Maaz: https://hans-joachim-maaz-stiftung.de
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    AW: Ken Jebsen

    Positionen 18: “Akadämlich” – Freies Denken unerwünscht!



    Kinder sind unsere Zukunft. Wie wir mit unserem Nachwuchs umgehen, können wir täglich beobachten. Vor allem in Schulen, KiTas und Kindergärten wird die Zukunft unserer Kinder nicht „gespielt“, so wie es sein sollte, sondern eher „verspielt“, so wie es das System vorgibt. Das System selbst ist nämlich ein Gehorsam vermittelndes. Noten und Frontalunterricht führen zu Angst und Demotivation.

    LG

  10. #380
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    KenFM im Gespräch mit: Prof. Dr. Josef Foschepoth ("Verfassungswidrig! Das KPD-Verbot im...")



    Professor Dr. Josef Foschepoth muss unter aufgeklärten Bürgern, die sich um ihre Freiheit, Sicherheit und Privatsphäre sorgen, eigentlich gar nicht mehr vorgestellt werden. Als Historiker und Publizist schrieb er unter anderem Bücher wie „Überwachtes Deutschland“ und „Verfassungswidrig! Das KPD-Verbot im Kalten Bürgerkrieg" – Standardwerke zum deutschen Staat nach 1945. Foschepoth bringt darin zu Tage, was Alliiertes Recht und Besatzungsrecht heute, in einer angeblich souveränen Bundesrepublik, überhaupt noch zu bedeuten haben. So viel sei verraten: Mehr als jeder von uns vermutet hätte. Sogar das Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands kam nicht von ungefähr – und nach Foschepoth war dies sogar verfassungswidrig. Warum? Weil das Verfahren zur Feststellung der Verfassungswidrigkeit der KPD selbst schon verfassungswidrig war. Klingt kompliziert? Ist es oft, vor allem wenn die Geschichte umgeschrieben werden müsste. Im Gespräch mit KenFM geht der Autor tief hinein in die Verstrickungen der deutschen Geschichte zwischen 1949 bis 1969 und rückt die deutsch-deutsche Geschichte in ein relativ unbekanntes Bild. Am Ende bleibt großes Staunen, viel neues Grundwissen und eine Art Gretchenfrage. Sie lautet: „Deutschland, wie hältst du es mit deiner Rechtsstaatlichkeit?“
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