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Thema: Ken Jebsen

  1. #41
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    KenFM im Gespräch mit: Prof. Dr. Rainer Rothfuß (Uni Tübingen)

    „Wenn man weiß, wer der Böse ist, hat der Tag Struktur.“

    Dieser Satz stammt von einem der bekanntesten politischen Kabarettisten des Landes, Volker Pispers und führt immer zu garantierten Lachern im Publikum. Dabei handelt es sich bei diesem Satz keineswegs um einen Gag, sondern um eine schlichte Bestandsaufnahme der menschlichen Psyche.

    Menschen, fast alle und fast überall, haben ein Feindbild. Bei einigen wird dieses täglich sichtbar zu schau getragen und prägt das tägliche Verhalten, andere hingegen gehen davon aus, ihre hohe Bildung wäre ein Garant, um nicht selber Opfer des eigenen Feindbildes zu werden.

    Dies ist ein Irrtum. Feindbilder sind oft derart tief in uns verankert und werden, kaum sind wir auf der Welt, von unserem Umfeld derart subtil vermittelt, dass sie auch für Menschen, die auf diesem Gebiet sehr sensibel sind, fast unsichtbar sind.

    Feindbilder haben eine Funktion. Vor allem, wenn man Macht ausüben will. Feindbilder sorgen dafür, Massen zu lenken. Daher ist das Kreieren von Feindbildern die Voraussetzung, wenn man plant, einen Krieg zu beginnen. Vor allem, wenn man es bei der eigenen Bevölkerung mit Menschen zu tun hat, die Krieg vollständig ablehnen. Und doch ist niemand sicher davor, in Mitleidenschaft gezogen zu werden, wenn in seinem Umfeld ein frisch gezimmertes Feindbild greift.

    Schon Joseph Goebbels empfahl, über den Hebel „Feindbild“ auch die Pazifisten in einem Volk mental fit für den Krieg zu machen. Alles, was man tun müsse, sei einen äußeren Feind zu erfinden, und jeden, der diesen Feind nicht bestätigen würde, als Vaterlandsverräter zu brandmarken. Diesem sozialen Druck würde jeder Pazifist früher oder später nachgeben. Ein massiv vermitteltes Feindbild hat also enorme Kraft und ist in der Lage, selbst Weltkriege der Bevölkerung schmackhaft zu machen.

    Aus diesem Grund sind Feindbilder und deren Genese immer auch Forschungsgegenstand an Universitäten. Feindbilder kann man aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln untersuchen. Aus der Sicht der Psychologie natürlich, aber eben auch im Hinblick, wie Feindbilder in der Geschichte der Menschheit immer wieder variieren. Wie sie in unterschiedlichen Kulturen unterschiedlich eingesetzt werden.

    Prof. Dr. Rainer Rothfuß arbeitet seit vielen Jahren an der Universität Tübingen im Forschungsbereich Geowissenschaften. In dieser Funktion organisiert er immer wieder Vortragsreihen, die sich mit Feindbildern beschäftigten.

    Rothfuß untersuchte z.B. schlicht die Tatsache, dass die Intoleranz weltweit massiv zunimmt. Der „Clash of Civilizations“ in etwa kann Teil eines geopolitisch bewusst gewählten Konfrontationskurses sein, bei dem es im Kern um Bodenschätze geht. Aber auch religiös motivierte Kriege nehmen zu. Wo immer unterschiedliche Kulturräume aufeinander prallen, kommt es zu Spannungen.

    Nur wie will der Mensch mit diesen Konflikten in Zukunft umgehen?
    Ist die klassische Form, Krieg, noch eine Option auf einem Planeten, auf dem immer mehr Staaten über Kernwaffen verfügen?

    Der Forschungsgegenstand der „Feindbildgenese“ ist hochaktuell und immens wichtig, um das Überleben der Menschheit auf diesem Planeten zu sichern.

    Gerade daher erstaunte die Tatsache, dass Prof. Dr. Rainer Rothfuß im Rahmen dieser Forschung immer wieder Probleme aus dem eigenen Haus bekam.

    Als er Ende 2014 im Rahmen seiner Forschung Wladimir Michailowitsch Grinin, Botschafter der Russischen Föderation, einlud, um dessen Sicht auf die Krim-Krise zu hören - sein Vortrag trug die Überschrift „Wege in eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Ost und West: Die Perspektive Russlands“ - begann es im Lehrkörper der Uni Tübingen heftig zu brodeln.

    Dieses Brodeln entwickelte sich zu einem heftigen Überkochen, als Rothfuß darauf bestand, auch den Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser einzuladen. Sein Vortrag, den KenFM Anfang Februar veröffentlichte, trug den Titel „Die Terroranschläge vom 11. September 2001 und der „Clash of Civilizations“: Warum die Friedensforschung medial vermittelte Feindbilder hinterfragen muss“.

    Die gesamte Vortragsreihe von Rotfuß war extrem erfolgreich.
    http://www.tuepps.de/events/view/date...

    Dennoch wird sich der Mann endgültig von der UNI-Tübingen verabschieden. Er kann es nicht länger hinnehmen, dass an deutschen Universitäten Forschung, wenn diese gesellschaftspolitisch brisant ist, behindert wird.

    Wir trafen Prof. Dr. Rainer Rothfuß am 15.12. in Tübingen, um mit ihm nach dem Vortrag von Daniele Ganser ein Interview über die Motive seiner Arbeit zu führen.

    Obwohl das Gespräch nachts um zwei Uhr geführt wurde, erlebten wir einen extrem wachen Geist, der vor die Entscheidung gestellt, moralisch einzuknicken und Karriere machen oder Rückgrat bewahren und einen Knick der Karriereleiter hinzunehmen, nie auf die Idee kommen würde, die eigenen Ideale die der Geisteswissenschaften zu verraten.


    Quelle: wwwKenFMde

  2. #42
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    KenFM am Set: Demonstration gegen die Münchner Sicherheitskonferenz, 7. Februar 2015

    Vom 6. - 8. Februar fand die 51. Münchner Sicherheitskonferenz statt. Für den Samstag hatte ein breites Bündnis um den Friedenswinter zu den jährlichen Gegenprotesten aufgerufen. Nach Polizeischätzungen 4000 Demonstranten versammelten sich auf dem Münchner Marienplatz und zogen dann durch die Innenstadt.

    KenFM war mit Kamerateam vor Ort und hat Interviews mit den Konferenzteilnehmern Wolfgang Gehrke und Alexander Neu, beide Bundestagsabgeordnete der Linken, sowie den Galionsfiguren der Gegenproteste, Rainer Braun und Konstantin Wecker, geführt.


    wwwKenFMde

  3. #43
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    KenFM-Collage zu Krieg und Frieden. Abkommen von Minsk.

    „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“
    -Carl von Clausewitz

    Kriege fallen nicht vom Himmel, sie werden gemacht. Von Menschen. Gegen Menschen. Bevor ein Krieg geführt werden kann, muss ein Feindbild kreiert werden. Die Mechanik dabei ist immer dieselbe.

    Das Gegenüber muss entmenschlicht werden. Welche Rolle spielen dabei die Medien? Tragen sie Verantwortung? Zum Beispiel an der aktuellen Situation in der Ukraine? KenFM hat seit rund einem Jahr konsequent auf die Rolle der Medien hingewiesen. Sie haben ihre zentrale Aufgabe in der Demokratie, Aufklärung und Erhalt des Friedens, nahezu aufgegeben, und sich zum Propaganda-Instrument derer machen lassen, für die Krieg nur eine Form der Kommunikation ist. In der KenFM-Collage zeigt sich das volle Ausmaß des Versagens. Wir zeigen Ausschnitte aus den Gesprächen mit: Dr. Daniele Ganser, Prof. Dr. Rainer Rothfuß, Albrecht Müller, Willy Wimmer, Bernhard Trautvetter, Mathias Bröckers, Eugen Drewermann und Dirk C. Fleck.

    Wir, die KenFM-Redaktion als Teil der Presselandschaft, appellieren an die embeddeten Kollegen: Wir stehen am Beginn eines großen Krieges inmitten von Europa. Dieser Krieg muss verhindert werden, denn es ist illusorisch, zu glauben, dass er sich begrenzen ließe. Hier prallen, wenn auch stellvertretend, Atommächte aufeinander. Ihr, die Medienschaffenden, korrigiert Euren bisherigen Kurs! Unternehmt alles, um den drohenden Konflikt zu verhindern, und nehmt ihn nicht billigend in Kauf! Ein Presseausweis schützt nicht vor dem Strahlentod!
    Quelle: https://www.youtube.com/channel/UCr6...Fs5EOtjMK3i2AQ



    LG

  4. #44
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    KenFM im Gespräch mit: Willy Wimmer

    Lernt der Mensch aus der eigenen Geschichte? Oder bleibt diese für ihn weitgehend abstrakt und er lernt sie, wenn überhaupt, nur auswendig?

    Die Geschichte Europas kann man in zwei Worten zusammenfassen: Hauen und Stechen. Daran hat sich seit Jahrhunderten wenig geändert. Mord und Totschlag wurden nur immer wieder neu benannt. Demokratieexport ist der aktuelle Name. Das Produkt bleibt identisch. Imperialismus. Es geht wie bei James Bond immer nur um Weltherrschaft, nur dass es seit Ende des Zweiten Weltkrieges Atomwaffen auf diesem Planeten gibt.


    Das hat alles verändert. Nur nicht das Denken der menschlichen Spezies.

    Willy Wimmer und Wolfgang Effenberger sind die Autoren des Buches „Wiederkehr der Hasardeure“.

    Ein Profi für europäische und amerikanische Geschichte trifft auf einen deutschen Realpolitiker mit mehr als 35 Jahren Erfahrung. Auf über 550 Seiten hat der Leser die Chance zu erkennen, dass Geschichte eine Straße ist, auf der er sich an dem Punkt wiederfindet, den wir Gegenwart nennen.

    Diese Straße ergibt sich nicht. Sie folgt einer Streckenführung, die in Hinterzimmern erdacht und beschlossen wurde. Ab und an kommt der Reisende an eine Kreuzung. In welcher Richtung es dann weitergeht, hängt von den Ampeln ab. Sollten diese ausgefallen sein, regeln Polizisten den Verkehr und die hören nicht auf jene, die die Strasse benutzen, sondern auf die, die aktuell die Polizisten bezahlen.

    Das Gespräch mit Willy Wimmer verbindet die Großkreuzungen Zweiter Weltkrieg, Ende des Kalten Krieges und Ukraine. Die Fahrzeuge kommen dabei aus den unterschiedlichen Produktionen. Aber sie fahren in der Regel mit Benzin, das von den USA gefördert und verkauft wird.

    Zapfpistolen sind das Pendant zum Colt.

    Das Gespräch wurde Mitte Januar 2015 aufgezeichnet.


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  5. #45
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    KenFM im Gespräch mit: Heiko Flottau

    Heiko Flottau gehört zu einer aussterbenden Spezies in der Branche des Journalismus. Er ist ein klassischer Reporter.

    Reporter bereisen die Welt immer auf der Suche nach einer Geschichte, die erst durch die Persönlichkeit des Reporters zu einer Geschichte wird. Im Fokus sollte immer der fremde Mensch stehen, das fremde Land, die fremde Kultur um die es geht.

    Um diesem Fremden näher zu kommen, sollte ein klassischer Reporter z.B. das Land aus dem er immer wieder berichtet permanent erforschen. Das geht nicht, wenn man in der jeweiligen Hauptstadt kaum das klimatisierte Hotel verlässt, in dem man untergebracht wurde.

    Auch die jeweilige Landessprache sollte man mehr als nur rudimentär beherrschen. Ansonsten bleiben die Geschichten, die man als Reporter aus der Fremde in die Heimat schickt, oberflächlich und hohl. Sie lassen alles vermissen, um was es gehen sollte, nämlich uns, den Menschen zu Hause die Chance zu geben zu erkennen, dass z.B. kriegerische Konflikte im Land X immer komplex sind. Immer von mehreren Seiten betrachtet werden können und sollten.

    Heiko Flottau hat die meiste Zeit seines Lebens für die Süddeutsche Zeitung gearbeitet. Als Auslandskorrespondent. Er ist bis heute einer echter Kenner, wenn es um den Ägypten und den gesamten nahen Osten geht. Flottau hat 13 Jahre in Kairo gelebt und kann das Chaos um den IS in der Region erklären wie kaum ein anderer.

    Später wurde Heiko Flottau nach Jugoslawien versetzt und konzentrierte sich im Anschluss weitere Jahre auf Osteuropa.

    Die Reportagen des Mannes, der heute in Berlin lebt, zeichnete immer aus, das Heiko Flottau stets eine eigene Sicht vertrat und sich nie von der Redaktion oder einem Medientrend unter Druck setzen ließ. Der Mann, der neben seiner Tätigkeit als Reporter auch Fachbücher schrieb, die zu Standardwerken avisierten, ist bis heute das authentische Gegenteil eines embeddeten Journalisten.

    Nicht allen Menschen gefiel die klare Sprache Flottaus. Sein nicht um den heißen Brei reden. Den Palästina Konflikt packte der Mann im Gespräch mit KenFM in nur sieben Worte:

    Die Ursache für die Gewalt ist die Besetzung!

    Heiko Flottau muss man ohne wenn und aber in einem Atemzug mit Peter Scholl-Latour, Peter Arnett und Arnold Hottinger nennen.

    Reporter, die ihren Beruf als Berufung verstanden haben. Ohne solche Journalisten haben wir in der Heimat nicht den Hauch einer Chance, uns ein unverzerrtes Bild eines Konfliktes zu machen. Wir werden Opfer von Propaganda.

    Das Gespräch mit Heiko Flottau zeigt wie unersetzlich unabhängiger Journalismus ist. Gerade in Zeiten wie diesen.


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    LG

  6. #46
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    Me, Myself and Medien #5 - Schicksalstage in der deutschen Presse - auf wen hört Jauch noch?

    Massenmedien beschreiben nicht die Realität - sie erzeugen sie!

    Wer das einmal verstanden hat, sollte das tun, was sich auch beim Kauf teurer Wirtschaftsgüter durchgesetzt hat.

    Hinterfrage das Angebot, vergleiche es mit der Ware der Konkurrenz und suche akribisch nach dem Kleingedruckten.


    Das Kleingedruckte in der deutschen Presselandschaft ist die innere Pressefreiheit. Noch bevor ein Thema zB für die Mattscheibe aufbereitet wird, beschließen die Auftraggeber, was am Ende als Kern-Message herauskommen soll. Ist man z.B. für oder gegen Putin.

    Steht das erst mal fest, werden die entsprechenden Gäste eingeladen. Ausgewogene Berichterstattung ist nicht out, es gab sie nie. Nur, durch die Alternativen im Netz fällt die plumpe Manipulation etwa bei Günther Jauch leichter auf.

    KenFM hat sich dessen Sendung von Anfang Februar vorgeknöpft, um an ihr exemplarisch zu zeigen, wie der Zuschauer durch maximales Weglassen des geschichtlichen Subtextes für blöd verkauft wird.

    Das Konzept geht immer weniger auf, denn der User kann sich in wenigen Augenblicken eine alternative Meinung im Netz organisieren und tut das auch.
    Wer sieht denn überhaupt noch eine politische Talkshow, ohne parallel dazu im Netz zu sein?

    Jauchs Show ist ein Dinosaurier. Groß, aber mit wenig Hirn.
    Die Saurier sind ausgestorben und niemand von uns trägt deshalb Trauer.



    LG

    ps: bei zottel im Block

  7. #47
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    KenFM im Gespräch mit: Ivan Rodionov (RT Deutsch)

    Die deutsche Presselandschaft ist seit November 2014 um eine Farbe reicher. Der russische Sender „Russia Today“ produziert seither täglich die 30-minütige Sendung „Der fehlende Part“. Dieses Programm wird vorwiegend über Youtube im Netz verbreitet, und fügt sich nahtlos in die englischsprachigen Produktionen von RT International ein, die den größten Teil des 24-Stunden-Programmes ausmachen. Russia Today, das eine klassische terrestrische Ausstrahlung anstrebt, sieht sich selbst bewusst nicht als Sender, dessen Fokus es ist, über Russland zu berichten, sondern eher als ein Pendant zu BBC oder Deutsche Welle.

    Russia Today ist angetreten, um den Usern Tagespolitik aus der russischen Perspektive näherzubringen. Nicht allen gefällt die russische Konkurrenz. So wurde die Redaktion in Berlin von den Kollegen alles andere als herzlich aufgenommen. Im Gegenteil. RT Deutsch musste sich von Anfang an eher verspotten lassen, aber auch tätliche Angriffe auf Kamerateams von RT kamen vor. Gastfreundschaft und Pressefreiheit scheinen im wiedervereinigten Deutschland aktuell schnell an seine Grenzen zu kommen, wenn man als Europäer zu weit aus dem Osten kommt.

    KenFM sprach mit dem Chefredakteur von RT Deutsch, Ivan Rodionov, über dessen Vorgeschichte und die Herausforderung, auf dem zweitgrößten Nachrichtenmarkt der Welt, der BRD, seine Zielgruppe zu finden. Das Gespräch fand kurz vor Jahreswechsel statt. Wir erlebten in Ivan Rodionov einen sehr erfahrenen und in sich ruhenden Journalisten und Chefredakteur, der jahrelange Erfahrung als Reporter aufweisen kann. Nach eigener Schätzung hat er bis dato weit mehr als die Hälfte aller Staaten auf diesem Globus als Berichterstatter bereist.

    KenFM heißt die Kollegen in Berlin herzlich willkommen, denn Konkurrenz belebt das Nachrichtengeschäft.



    ...zur Sammlung:

    KenFM über: Putin ist Schuld!


    Putin ist schuld!


    Als Willy Brandt und Egon Bahr 1989 nach Moskau eingeladen wurden, um für ihre Ost-Politik die Ehrendoktorwürde der Lomonossow-Universität entgegen zu nehmen, stellte Brandt dem damaligen Präsidenten der im Zerfall befindlichen UdSSR, Michail Gorbatschow, die Frage, was dieser sich für die Zukunft vom Westen wünschen würde. Gorbatschow, ohne den es die Wiedervereinigung Deutschlands nicht gegen hätte, antworte kurz und auf den Punkt:


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    Geändert von green energy (04.03.2015 um 02:23 Uhr)

  8. #48
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    KenFM über: Über dem Gesetz

    Über dem Gesetz!

    Die USA haben gefoltert. Jahrelang. Systematisch. Das ist ein Verbrechen. Basta.

    Diese Gräueltaten der USA gibt es auch in Buchform. Der CIA-Folterbericht. 600 Seiten. Herausgeber der ehemalige Bundesrichter Wolfgang Nešković.

    Nešković bilanziert: „Der CIA-Folterreport ist ein entsetzlicher Blick in den Abgrund, der viele Fragen aufwirft, denen sich auch die deutsche Politik stellen muss.“

    Nešković bilanziert: „Der CIA-Folterreport ist ein entsetzlicher Blick in den Abgrund, der viele Fragen aufwirft, denen sich auch die deutsche Politik stellen muss.“

    Daraus wird wohl nichts werden. Der aktuelle Generalbundesanwalt sieht vorerst keinen Handlungsbedarf. Begründung, die USA haben die Herausgabe aller Dokumente zum Folterskandal verweigert. Wegen „Nationaler Sicherheit".

    Für alle, die es nicht wissen: auch Deutsche wurden von der CIA erst gekidnappt und dann jahrelang gefoltert. Das alles aber reicht unseren Justizbehörden nicht aus, um mehr Druck zu machen. Sie finden sich ab. Was ist ein solcher Rechtsstaat wert? Ein Rechtsstaat, der offensichtlich kein Interesse daran hat, die eigenen Bürger vor der Willkür ausländischer Geheimdienste zu schützen?


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  9. #49
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    KenFM über: Die Lage ist fragil (in die Sammlung)

    "Die Lage ist fragil"

    Das sind die Worte von Merkel nach Minsk. Wobei fragil aktuell bedeutet, der Krieg ist nur verschoben. Er brodelt.

    Es gibt Kräfte, die haben schlicht kein Interesse an Frieden in Europa. Warum auch? Der militärisch-industrielle Komplex in den USA kann nur überleben, wenn immer neue Krisenherde entstehen.

    Speziell die US-Eliten haben die letzten Jahre nach eigenen Aussagen 5 Milliarden US-Dollar in den „Standort“ Europa investiert. Diese „Investition“ rechnet sich nur, wenn es dann auch knallt.

    Kommen wir zum Punkt. Der Krieg in Europa über den Hebel Ukraine gegen Russland wurde in den USA vor Jahren beschlossen und soll in jedem Fall geführt werden. Brzezinski lässt grüßen! Es geht um Vorherrschaft. Durch die USA.

    Fakt ist, der Krieg kommt nicht, er ist längst da.



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  10. #50
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    KenFM am Telefon: Willy Wimmer zu Waffenlieferungen der USA in die Ukraine

    Der völkerrechtswidrige NATO-Krieg gegenüber Jugoslawien 1999 bedeutete eine Zäsur in der Europäischen Geschichte seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Vor allem für Deutschland, das erst zehn Jahre zuvor dank russischer Großzügigkeit wiedervereinigt werden konnte.

    Die NATO, und hier federführend die USA, zeigten ganz offen und dreist, wie weit sie bereit waren zu gehen, um nach dem Zusammenbruch der UdSSR weitere Teile Ost-Europas unter den eigenen Machtschirm zu zwingen.

    Deutschland, damals unter Kanzler Schröder, öffnete mit die
    sem Balkan-Krieg die Büxe der Pandora, die mit der aktuellen Ukraine Krise eine weitere fatale Folge erfährt.

    Krieg inmitten Europas und damit zwischen Europäischen Nachbarn ist keine Utopie mehr. Die Folgen des Zweiten Weltkrieges werden weggewischt, als hätte es sie nie gegeben.

    Die USA, den Deutschen bisher als Garant für den Frieden in Europa in Erinnerung, offenbaren aktuell ihr wahres Gesicht.
    Sie haben den Putsch in Kiew finanziert und durchgesetzt, und sie unternehmen alles, um einen bewaffneten Konflikt mit Russland in die Tat umzusetzen.

    Die Ukraine wird bei diesem geopolitischem Machtspiel nur als Hebel missbraucht, um die russische Föderation zu destabilisieren. Das eigentliche Ziel ist China. China soll von den Bodenschätzen Eurasiens isoliert werden, um den Aufstieg dieses neuen Imperiums zu verhindern.

    Die USA sind bereit, für dieses Ziel auch einen heißen Krieg in Europa zu riskieren, um eine deutlich massivere militärische Präsenz rechtfertigen zu können.

    „Die USA werden Waffen liefern und wissen, dass sie damit Krieg auslösen.“

    Diese SMS von Willy Wimmer an die Redaktion von KenFM löste bei uns die Alarmglocken aus. 30 Minuten geopolitischer Unterricht offenbaren den aktuellen Status quo in Europa.

    Wie kann Europa sich gegenüber den USA emanzipieren, um den Frieden auf dem Mutterkontinent zu erhalten?
    Welche Rolle spielt Deutschland? Kommt die jüngste Diplomatie-Kampagne, Minsk, zu spät?
    Hat Europa sein eigenes Schicksal noch in der Hand?
    Stehen wir am Vorabend eines heißen Krieges mit Russland?

    Willy Wimmer nimmt im Gespräch mit KenFM kein Blatt vor dem Mund. Nie war eine neue Friedensbewegung wichtiger als in diesen Tagen. Die neuen Medien spielen dabei eine Schlüsselrolle.
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