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Thema: Ukraine/Syrien: Geopolitik dominiert alles!

  1. #31
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
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    Rußland, Ukraine und die Aggression des Westens

    Wie Finanzsystem, Medien & Politik uns in einen Krieg treiben.

    Eva Herman und Andreas Popp im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt im Rahmen eines Seminars der Wissensmanufaktur (www.Wissensmanufaktur.net) auf Cape Breton Island, Kanada. Alle Umfragen zeigen: Die meisten Menschen haben das Vertrauen in die Medien verloren. Denn diese verkaufen ihre Propaganda und Lügen als »Informationen«. Die Kriege im Irak, in Libyen, Afghanistan, Syrien, sie alle sind in Wahrheit international gesteuerte Finanzkriege gewesen, durch mediale Meinungsmache und Gehirnwäsche initiiert und legitimiert. Mit Millionen Toten!

    Der aktuelle Ukrainekonflikt zeigte auf besonders beschämende Weise, wie sich Journalisten in vorauseilendem Gehorsam zu gewissenlosen Handlangern der Kriegsmanager machen ließen.


    Die Ukraine ist das jüngste Beispiel westlicher Intervention und politischer Aggression. Die Folge: Chaos und Vernichtung, sowie Hunderttausende von Opfern. Bei den Eingriffen der US-Administration geht es jedoch nie um Freiheit, Demokratie oder Menschenrechte, sondern in aller Regel um geostrategische- und Finanzinteressen des FED-gesteuerten Dollarsystems. Dabei betreibt die von den USA eingesetzte Marionettenregierung in Kiew ebenso keine Politik im Interesse des ukrainischen Volkes, sondern es geht stets und einzig um das große Geld der Hochfinanz.

    Mit dem Aufstieg Chinas zur ökonomischen Weltmacht wandelten sich die Bedingungen für den US-Dollar. Weil auch Japan als Aufkäufer amerikanischer Staatsanleihen krisenbedingt ausfiel, und aus Europa ohnehin keine ausreichende Nachfrage nach dem US-Dollar erwartet werden konnte, geriet die Nachfrage nach der Leitwährung ins Stocken.

    Hinzu kommt der immer enger werdende Schulterschluß der BRICS-Staaten, die derzeit in allen Bereichen Alternativen zum System der FED etablieren. Dabei ist China inzwischen soweit gegangen, gegenüber Rußland im Fall ökonomischer Probleme Moskaus aufgrund der westlichen Boykottpolitik eine unbegrenzte Bail-out-Garantie auszusprechen.

    Könnte diese Staatengemeinschaft eine Alternative zum NWO-System des Westens sein?

    Zeigt Rußlands Politik der Stärkung von Familie, Sippe und Region (Einstieg in die Landsitzbewegung Anastasia und Betonung des Autarkiekonzeptes) den richtigen Weg?

    Was sind die strukturellen Hintergründe des westlichen Finanzsystems, dessen Wachstumswahn nur zu oft im Staatsterrorismus endet? Und welche Alternativen gäbe es hier?

    Und was können wir alle, jeder selbst, angesichts der Macht und Herrschaft des Geldsystems tun, um das Feld des Friedens zu besetzen? Wie schaffen wir es, fortan der Angst keine Energie mehr zu geben?

    Könnten wir eventuell auch eine geistige Vorsorge treffen? Wie sähe diese aus?
    weiter: Quer-Denken.TV




    LG

  2. #32
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
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    Noam Chomsky: Die inszenierter Terrorkampagne der USA und der Orwellscher Fanatismus gegenüber Putin

    Er ist ein Superstar in der Welt der Intellektuellen, ein überaus produktiver Autor und selbst ernannter Anarchist, der auch mit 86 Jahren nicht kürzer tritt. Er prangert immer noch Unrecht an, dabei hat er im Allgemeinen den Westen in der Schusslinie.

    Noam Chomsky: “Auf der internationalen Bühne rasen wir auf einen Abgrund zu, in den wir fallen werden und der die Aussichten für ein menschenwürdiges Überleben erheblich reduzieren wird.”
    #noam #chomsky #schurkenstaat, #europa #rassistisch #orwell #Putin #Russland #USA #Rassisten #banken #NATO #Kriegsverbrecher #Feindbilder #terror #israel
    Interview in Schriftform und Quelle:http://x2t.com/359006


    ..unbedingt anschauen!

    LG

  3. #33
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    AW: Ukraine/Syrien: Geopolitik dominiert alles!

    Was will Putin? Eine Analyse der sogenannten “Putin-Strategie”
    Posted by Maria Lourdes - 25/04/2015
    http://lupocattivoblog.com/2015/04/2...ie/#more-20576


    Bitte durchlesen!


    Die folgende Analyse ist von Rostislaw Ischtschenko, einer der besten Analytiker Russlands – Leiter des Zentrums für Systemanalyse und Prognose – Übersetzung Alexander Fedotow.


    Diesmal hat Ishchenko wirklich ein Meisterwerk geschaffen: Eine umfassende Analyse der geostrategischen Position Russlands und eine klare Analyse der gesamten “Putin Strategie” für die Ukraine.



    In diesem Konflikt geht es nicht wirklich um “die Ukraine”, sondern um die Zukunft des Planeten!
    Es wird auch keine “neurussische” oder sogar eine “ukrainische” Lösung geben, sondern nur das mögliche Ergebnis eines strategischen Sieges – entweder Russland oder die USA, das den gesamten Planeten betreffen wird.

    Nicht falsch verstehen, liebe Leser! Fakt ist: Putin ist die Antithese zur These Obama – sie haben gemeinsame Herren und die sind uns bekannt. Putin und Obama regieren mittels Juden und werden von Juden regiert:

    Nicht nur in den USA haben die Zionisten -der Name ROTHSCHILD ist schon lange kein TABU-Wort mehr- und ihre religiös Verbündeten, die komplette Kontrolle über die Regierung. Es ist sowohl in Moskau als auch in Jerusalem und weiteren 70 Ländern der Erde “Chabad Lubawitsch” vertreten. Es wäre zu komplex hier jetzt näher darauf einzugehen. Den Lesern seien die Artikel hier und hier empfohlen.

    Rostislaw Ishchenko bietet einen hervorragenden Überblick
    – über die Risiken und Optionen beider Seiten und bietet den ersten umfassenden “Schlüssel” zu dem scheinbar unverständlichen Verhalten Russlands in diesem Konflikt.

    Schließlich versteht Ishchenko auch voll die komplexe und subtile Dynamik in der russischen Gesellschaft.
    Wenn er schreibt “russische Macht ist autoritativ und nicht autoritär” trifft er ins Schwarze und erklärt in sieben Worten mehr als das, was Sie durch das Lesen der Milliarden unnützer Worte erreichen könten, mit denen sogenannte “Experten” versuchen, die russische Realität zu beschreiben.

    WAS WILL PUTIN?


    Vielsagenderweise wird Putin momentan von jenen “Patrioten” nicht wegen einer grossangelegten Zerschlagung der ukrainischen Truppen im Donbass angeschuldigt, die im Januar-Februar nicht geschah.
    Und auch wegen der Moskauer Konsultationen mit Merkel und Hollande prangern sie ihn nicht an.

    Dennoch soll dies nicht ihr Sehnen danach ausblenden, dass der Sieg gestern schon kommen sollte. Und auch nicht die sichere Annahme der Radikalsten unter ihnen, dass Putin irgendwie “Neurussland aufgeben” wird. Und ebenso nicht die gleichgearteten Ängste der Gemäßigten unter ihnen, welche sich unmittelbar nach der Unterzeichnung eines weiteren Waffenstillstands einstellten
    (sollte er unterzeichnet worden sein). Was notwendig ist. Nicht nur für die Umgruppierung und die Wiederaufstockung der Armee Neurusslands, die wirklich beeinträchtigt sein könnte, gäbe es keine Einstellung der aktiven Kampfhandlungen. Aber auch um die veränderte Konfiguration an der internationalen Front zu festigen sowie die neuen diplomatischen Schlachten vorzubereiten.

    Faktisch spielt es keine Rolle, wieviel Aufmerksamkeit die Amateure der politischen und/oder der militärischen Einsätze
    (Internetbeobachter und “Bonapartes”) der Lage im Donbass und in der Ukraine insgesamt widmen. Das ist nur ein Punkt an der globalen Front. Wie auch das Schicksal des Krieges weder am Flughafen Donezk noch auf den Hügeln um Debalzewo entschieden worden ist. Dies ist in Moskau in den Büroräumen am Alten Platz / Staraja Ploschatch im Gebäude der Präsidialverwaltung Russlands und am Smolensker Platz im Aussenministerium Russlands sowie in Büros in Paris, Berlin und Brüssel entschieden worden. Denn der Krieg ist mal eben eines unter vielen Argumenten in einer politischen Debatte.

    POLITISCHE ENTSCHEIDUNGEN WERDEN NICHT IMMER VON DER ÖFFENTLICHKEIT UND DEM MILITÄR BEGRIFFEN

    Der Krieg ist das härteste und das letzte Argument. Sein Einsatz ist mit einem höheren Risiko verbunden. Aber das Geschäft startet weder mit einem Krieg, noch endet es mit dem Krieg. Der Krieg ist ein Zwischenschritt, welcher die Unmöglichkeit eines Kompromisses austrägt.
    Und er ist angelegt, um ein neues Umfeld zu schaffen, in welchem entweder ein Kompromiss möglich ist, oder aber die Notwendigkeit dafür mit dem Verschwinden einer der Konfliktparteien verschwindet. Das kommt am Ende der Kampfhandlungen, wenn die Truppen in die Kasernen zurückkehren, und wenn die Generäle ihre Memoiren schreiben und sich auf den nächsten Krieg vorbereiten, und wenn die Politiker und die Diplomaten die Ergebnisse der Auseinandersetzung am Verhandlungstisch zusammenfassen.

    Politische Entscheidungen werden nicht immer von der Öffentlichkeit und dem Militär begriffen. Beispielsweise sollte Preussens Kanzler und späterer Kanzler des Deutschen Reiches Otto von Bismarck im Österreichisch-Preussischen Krieg von 1866 trotz des beharrlichen Drängens des damaligen Königs von Preussen und späteren deutschen Kaisers Wilhelm I. von Preussen und trotz der Forderungen der Generäle die Einnahme Wiens nicht zulassen.
    Und er machte es völlig richtig. Damit beschleunigte er eine Friedensvereinbarung zu Preussens Bedingungen und gewährleistete, dass Österreich-Ungarn für immer bis zu seiner Beseitigung 1918 zu einem Juniorpartner Preussens und später des Deutschen Reiches wurde.

    Um zu verstehen, wie, wann und unter welchen Bedingungen die Kampfhandlungen beendet werden können, müssen wir wissen, was die Politiker konkret wollen, und wie sie die Bedingungen eines Nachkriegskompromisses sehen.
    Zugleich werden die Gründe deutlich werden, weshalb die Kampfhandlungen nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Syrien konkret einen solchen Charakter einer niedrigen Bürgerkriegsintensität mit gelegentlichen Waffenstillständen angenommen haben.

    An der Meinung der Politiker in Kiew können wir aus auf der Hand liegenden Gründen nicht interessiert sein. Denn sie entscheiden gar nichts. Die ausländische Kontrolle der Ukraine erfolgt nicht einmal mehr im Verborgenen. Und es spielt keine Rolle, ob estnische oder georgische Minister dort aktiv sind.
    Denn in jedem Fall sind es immer noch US-amerikanische. Es wäre ein grosser Fehler, an den Ansichten der Führungspersonen der Volksrepubliken Donezk und Lugansk hinsichtlich der Zukunft Interesse zu haben. Diese Republiken existieren durch die russische Unterstützung. Sie existieren so lange, wie Russland sie unterstützt. Daher müssen die Interessen Russlands gewahrt werden. Dies auch gegen das Vornehmen unabhängiger Entscheidungen und Initiativen. Zu viel steht auf dem Spiel für Sachartschenko, Plotnizky oder sonst jemanden, egal wer es ist, um unabhängige Entscheidungen treffen zu können.

    FAKTISCH KANN DIE EU HEUTE WÄHLEN, OB SIE UNTER US-JOCH BLEIBT ODER NACH RUSSLAND PENDELT

    Wir haben auch kein Interesse an der EU-Position. Viel hing von der EU bis Ende vorigen Sommers ab, als der Krieg noch ganz zu Anfang hätte verhindert oder gestoppt werden können.
    Zu jenem Zeitpunkt war eine starke prinzipiell gegen den Krieg gerichtete Position der EU erforderlich und hätte damals möglicherweise die auf die Auslösung eines Krieges gerichteten Handlungen der USA blockieren können. Dies hätte die EU zu einem unabhängigen und wichtigen geopolitischen Akteur gemacht.

    Die EU verpasste diese Chance und agierte als vertrauensvoller Vasall der USA. Im Ergebnis dessen steht Europa jetzt am Rande brodelnder
    innerer Unruhen und hat alle Chancen, in den kommenden Jahren zum Wiederholungsfall des Schicksals der Ukraine zu werden.
    Dies mit einem grösseren Aufschrei, mit einem höheren Blutzoll und mit weniger Aussichten darauf, dass in einer vorsehbaren Zukunft alles sich beruhigen wird bzw. jemand kommt und für Ordnung sorgen wird.

    Faktisch kann die EU heute wählen, ob sie unter US-Joch verbleibt oder Richtung Russland pendelt. Abhängig davon, wie diese Wahl ausgeht, kann Europa mit nur einem leichten Schrecken nochmal davonkommen
    (dergestalt, dass ein Teil an seiner Peripherie verloren geht und einige Länder zerstückelt werden) oder in den Zusammenbruch geraten. Schätzt man dies jetzt nach der Unwilligkeit der europäischen Eliten ein, offen mit der USA zu brechen, ist der og. Zusammenbruch beinahe unvermeidlich.

    Faktisch sollten wir Interesse an der Meinung der beiden Hauptspieler haben, die die Konfiguration der globalen Frontlinie bestimmen, und die faktisch derzeit um den Sieg in der neuen Generation der Kriegführung
    (Drittweltnetzwerk-zentrischer Krieg) kämpfen. Diese Spieler sind die USA und Russland.

    Die Position der USA ist klar und transparent. In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre verfehlte Washington letztendlich die Möglichkeit, die Wirtschaft aus dem Kalten Krieg still zu reformieren und dadurch die unvermeidliche Systemkrise zu vermeiden, deren Entwicklung durch die Endlichkeit des Planeten Erde mit all seinen Ressourcen einschliesslich der menschlichen eingeschränkt wird, was im Widerspruch zur Notwendigkeit steht, endlos Dollars zu drucken und in Umlauf zu bringen.

    ALS RUSSLAND SEIN RECHT AUF EIGENE POLITISCHE ENTSCHEIDUNGEN WAHRNAHM, WURDE SEIN KONFLIKT MIT DEN USA UNVERMEIDBAR

    Danach konnte die USA ihre Agonie durch ein Ausplündern des Rests der Welt nur noch verlängern.
    Man beginnt da mit den Ländern der 3. Welt, kommt dann zu den möglichen Konkurrenten, danach zu den Verbündeten und schliesslich den engen Freunden. Dieser Raubzug konnte nur so lange andauern, wie die USA die Vormacht in der Welt ist und diese Vormachtstellung von ihr nicht in Frage gestellt wurde.

    Das ist der Grund dafür, dass sobald Russland sein Recht auf eigene politische Entscheidungen wahrnahm (selbst wenn nicht mit globaler, sondern nur regionaler Bedeutung), Russlands Konflikt mit der USA unvermeidbar wurde. Und dieser Konflikt kann nicht in einen Kompromißfrieden münden.

    Für die USA bedeutet ein Kompromiß mit Russland einen freiwilligen Verzicht auf ihre Vormachtstellung.
    Dies würde eine rasche Systemkatastrophe nach sich ziehen (nicht nur eine wirtschaftliche und politische Krise, sondern auch eine Lähmung der staatlichen Einrichtungen und die Unfähigkeit des Staats, seine Funktionen auszuüben, d.h. seinen unvermeidlichen Zusammenbruch).

    Siegt die USA, erwartet Russland ein Systemzusammenbruch. Nach so einer “Rebellion” würde Russlands herrschende Klasse mit Liquidierung, Inhaftierung und Beschlagnahme abgestraft werden.
    Der Staat würde zerstückelt werden, wesentliche Teile des Territoriums würden annektiert werden, seine militärische Kraft würde zerschlagen werden.

    Wir müssen verstehen, was die russische Führung und insbesondere der russische Präsident Wladimir Putin erreichen will.
    Somit wird der Krieg bis zum Sieg weitergehen. Und jegliche vorübergehenden Vereinbarungen sollten nur als ein zeitweilige Waffenstillstände gesehen werden, als eine notwendige Atempause für die Umgruppierung der Streitkräfte betrachtet werden, bei welcher neue Ressourcen mobilisiert und zusätzliche Verbündete rekrutiert werden.

    Um ein vollständiges Bild zu bekommen, fehlt uns faktisch nur die Position Russlands. Wir müssen verstehen, was die russische Führung und insbesondere der russische Präsident Wladimir Putin erreichen will.
    Wir sprechen gerade von der Schlüsselrolle Putins innerhalb des russischen Regierungssystems. Putin ist nicht autoritär, wie viele behaupten, sondern in einer mit Autorität ausgestatteten Funktion. Damit gründet er sich nicht auf eine gesetzgeberisch verfestigte Autokratie, sondern die Autorität der Person, die dieses System darstellt, zwingt es, effektiv zu arbeiten und mit ihm an seiner Spitze zu stehen.

    Faktisch hat Putin in 15 Jahren seiner Herrschaftszeit trotz der schwierigen äusseren und inneren Lage versucht, die Rolle der Regierung, der gesetzgebenden Versammlung und auch der Behörden vor Ort zu maximieren.
    Das waren recht logische Schritte, die dem System Vollständigkeit, Stabilität und Kontinuität gegeben haben dürften. Da kein Politiker ewig regiert, ist die Gewährleistung der Kontinuität (ungeachtet wer an die Macht kommt) ein Wesensmerkmal für die Systemerhaltung.

    Insoweit ist leider das Erreichen der vollen Autonomie des Systems, beispielsweise seine Funktionsfähigkeit ohne die Überwachung durch den Präsident, gescheitert.
    Putin ist weiterhin ein entscheidender Anker im System, weil konkret das Vertrauen des Volkes auf seine Person konzentriert ist. Demgegenüber wird dem System selbst (vertreten durch die öffentlichen Behörden und die einzelnen Ämter) viel weniger vertraut.

    In dieser Situation sind Wladimir Putins Meinung und politische Pläne für die Entwicklung von Russlands Aussenpolitik kritisch geworden.
    Und während der Spruch “kein Putin – kein Russland” eine Übertreibung ist, widerspiegelt aus meinem Blickwinkel der Spruch “was Putin will, das will Russland” recht zutreffend die wirkliche Situation.

    DER VON RUSSLAND SICH SELBST ZUGESTANDENE GRAD DER AUSEINANDERSETZUNG MIT DER USA WUCHS SEHR LANGSAM AN

    Erstens ist anzumerken, dass der Mann, welcher seit 15 Jahren Russland aufrichtig zu seiner Wiedergeburt unter den Bedingungen der US-Vorherrschaft in der Weltpolitik und erheblicher Möglichkeiten Washingtons zur Einflussnahme auf die Innenpolitik von Russland selbst führte, ein gutes Verständnis des Wesens des Kampfes und seines Gegenspielers hat. Sonst hätte er nicht so lange durchgehalten.
    Der Grad der Konfrontation mit den USA, welchen Russland sich selbst zugestand, wuchs sehr langsam an und nicht zu irgendeinem bemerkenswerten Punkt. Russland regierte nicht auf den ersten Versuch einer Farbenrevolution in der Ukraine 2000-2002 (“Kassettenskandal”, “Gongadse-Fall” und die Aktion “Ukraine ohne Kutschma”).

    Russland legte eine alternative Position vor, intervenierte aber nicht aktiv in den Putsch von November 2003 bis Januar 2004 in Georgien und von November 2004 bis Januar 2005 in der Ukraine.
    2008 brachte Russland seine Truppen in Ossetien und Abchasien gegen einen Verbündeten der USA (Georgien) ein. 2012 demonstrierten russische Schiffe in Syrien die Bereitschaft zur Konfrontation mit der US Navy und ihren NATO-Verbündeten.

    2013 begann Russland eine präventive wirtschaftliche Aktion gegen das Regime von Janukowitsch und hat damit zur Erkennung der Schädigungen durch eine Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU beigetragen.

    IN JEDEM EINZELNEN ZEITABSCHNITT GESTEHT SICH PUTIN NUR DENJENIGEN GRAD AN KONFRONTATION MIT DEN USA ZU, WELCHEN RUSSLAND AUSHALTEN KANN

    Moskau konnte die Ukraine nicht vor dem Staatsstreich retten. Dies wegen der Niederträchtigkeit, der Feigheit und der Dummheit der ukrainischen Führungspersonen
    (nicht nur Janukowitsch, sondern sie alle, ausnahmslos). Aber nach dem gewaltsamen Putsch in Kiew im Februar 2014 ging Russland in eine offene Auseinandersetzung mit Washington. Vor diesem Ereignis wechselten sich Konflikte mit Perioden verbesserter Beziehungen ab. Seit Beginn 2014 haben sich die Beziehungen zwischen Russland und USA rasch verschlechtert und fast unmittelbar den Punkt erreicht, bei dem eine Vorstufe zum Atomkrieg automatisch erklärt werden könnte.

    Folglich gestand sich Putin selbst in jeder Zeitspanne einen solchen Grad an Konfrontation mit der USA zu, welchen Russland aushalten konnte.
    Wenn jetzt Russland den Grad an Konfrontation nicht begrenzt, dann meint Putin, dass Russland den Sanktionskrieg, den Nervenkrieg, den Informationskrieg, den Bürgerkrieg in der Ukraine und den Wirtschaftskrieg gewinnen kann.

    Das ist die erste wichtige Schlussfolgerung darüber, was Putin will, was er erwartet. Er erwartet zu gewinnen. Und zieht man in Betracht, wie gut er sein Vorgehen vorbereitet, wie durchdacht er die Möglichkeiten durchrechnet, kann man sicher sein, dass wenn die Entscheidung getroffen worden ist, nicht unter dem Druck der USA zurückzuweichen, sondern zu reagieren, die russische Führung doppelte wenn nicht dreifache Garantien für den Sieg hat.


    Ich merke an, dass die Entscheidung, in den Konflikt mit Washington zu gelangen, nicht 2014 oder 2013 getroffen worden ist. Der Krieg am 08.08.08 war eine Herausforderung, die die USA nicht unabgestraft belassen konnten. Seitdem führte jede folgende Stufe der Konfrontation nur zur Erhöhung des Konfrontationsniveaus.
    Weil 2008-1010 die Ressourcen der USA nicht nur im militärischen oder wirtschaftlichen, sondern im komplexen Potential viel grösser als heute waren und gleichzeitig das Potential Russland viel kleiner als jetzt gewesen ist, bestand das Hauptziel darin, eine eher solide denn explosive Zunahme des Konfrontationsgrades zu erzielen. Dafür war notwendig, eine offene Konfrontation zu verzögern, während jetzt die Masken fallengelassen worden sind und jeder begreift, dass es einen Krieg gibt, so weit wie möglich auf längere Sicht. Und es better ist, ihn nicht zuzulassen.

    Mit jedem Jahr ist die USA schwächer und ist Russland stärker geworden. Diese Prozesse verliefen objektiv. Es war nicht möglich, sie zu stoppen. Man könnte dies vertrauensvoll auf 2020-2025 hochrechnen, dass bis dahin die US-Vorherrschaft ohne Konfrontation auf evolutionärem Weg beendet wäre.
    Die USA würde nicht mehr daran denken, wie die Welt zu beherrschen ist, sondern darüber, wie sie aus der inneren Katastrophe gerettet werden würde.

    UNTER DEN BEDINGUNGEN DES WELTFRIEDENS IST DIE FINALE SELBSTZERSTÖRUNG DES VON DEN USA GESCHAFFENEN POLITISCH-MILITÄRISCHEN UND FINANZWIRTSCHAFTLICHEN GLOBALEN SYSTEMS UNVERMEIDLICH

    Somit ist Putins zweiter Wunsch, den Frieden aufrecht zu erhalten oder die Scheinbarkeit des Friedens so lange wie möglich zu wahren.
    Denn der Frieden ist objektiv von Nutzen für Russland, weil im Zustand des Friedens ohne grosse Kosten Russland dasselbe politische Ergebnis mit jedoch einer viel besseren Weltlage erzielt.
    Daher bietet Russland jetzt ständig auch den Frieden an. Ähnlicherweise würde die Junta in Kiew im Fall eines Friedens im Donbass auch zusammenbrechen. Russlands Vorgehen wird in diesem Punkt korrekt von der Maxime Sun Tzus beschrieben: “Der beste Krieg ist einer, der nicht beginnt.”

    Es ist offenkundig, dass in Washington keine Idioten am Werke sind. Egal was da in russischen Talkshows oder von Bloggern Geschriebenem geäussert worden ist. In der USA verstehen sie klar die Lage, in der sie am Ende angelangt sind. Darüber hinaus verstehen sie, dass Russland keine Pläne hat, um sie zu eliminieren und wirklich bereit ist, mit ihnen auf gleicher Augenhöhe zusammenzuarbeiten.
    Aber die sozialökonomische Lage in der USA ist so, dass für sie dort keine Zusammenarbeit akzeptabel ist. Denn der wirtschaftliche Zusammenbruch und die soziale Explosion werden geschehen, bevor Washington (auch bei Unterstützung aus Moskau und Peking) fähig ist, die notwendigen Reformen zu machen (insbesondere unter der Betrachtung, dass gleichzeitig notwendig werden würde, die EU zu reformieren). Hinzu kommt, dass die politische Elite, die in den USA in den letzten 25 Jahren herangewachsen ist, den Status der Herren über die Welt gewöhnt ist. Sie begreifen ehrlich nicht, wie jemand ihnen überhaupt entgegentreten kann.

    Die Repräsentanten der herrschenden Klasse der USA
    (nicht so sehr bei der Geschäftswelt wie in der Staatsbürokratie) müssen plötzlich von Richtern über die Schicksale zu wilden Eingeborenen auf der Stufe gleicher Vertragsparteien werden, was für sie unerträglich ist. Das ist so, als würde man Gladstone oder Disraeli bitten, als Premierminister von Cetshwayo in Zululand (Cetshwayo kaMpanda, King of the Zulu Kingdom, 1872-79 -ed,) tätig zu werden. Sozusagen im Unterschied zu Russland, für welches der Frieden von Vorteil ist, ist der Krieg für die USA eine Unvermeidlichkeit.

    Vom Grundsatz her ist jeder Krieg ein Kampf um Rohstoffe. Generell ist der Sieger dann derjenige, der mehr Rohstoffe hat, der gewöhnlich mehr Soldaten mobilmachen kann, mehr Panzer, Schiffe, Flugzeuge bauen kann.
    Dennoch ist manchmal ein strategisch verlorener Krieg taktisch gewonnen worden, direkt auf dem Schlachtfeld. Solche Kriege gab es bei Alexander dem Großen, Friedrich dem Großen sowie auch bei Hitlers Feldzug 1939-1940.

    Die Atommächte können sich einander auf dem Schlachtfeld nicht gegenüberstehen. Daher ist die Frage der Rohstoffbasis von gigantischer Bedeutung. Deswegen haben wir in den vergangenen Jahren zwischen Russland und den USA einen verzweifelten Kampf um die Verbündeten gesehen.
    Russland hat dabei gewonnen. Auf US-Seite sind nur die EU, Kanada, Australien, Japan (und nicht immer und nicht bedingungslos). Russland schaffte es, die BRICS-Länder zu seiner Unterstützung zu mobilisieren, seinen Fuß stark auf Lateinamerika zu setzen und begann, die USA aus Asien und Nordafrika zu verdrängen.

    DIE USA HATTEN DIE OPTION AUF ZWEI TAKTISCHE ENTSCHEIDUNGEN

    Nicht so offensichtlich, natürlich, jedoch gemäß Abstimmungsverhalten in der UNO stellt sich heraus, dass auf der Seite Russlands
    (und nicht offiziell die USA unterstützend, d.h. sich unterstützend für Russland aussprechend) Länder sind, die zusammen ca. 60% des weltweiten BIP kontrollieren, über mehr als Zweidrittel der Erdbevölkerung verfügen sowie 3/4 der gesamten Landmasse des Planeten Erde ausmachen. Das bedeutet sozusagen, dass Russland mehr Ressourcen mobilisieren kann.

    Diesbezüglich hatten die USA die Option auf zwei taktische Entscheidungen. Die erste gab ihnen eine Hoffnung auf Erfolg und wurde von den USA seit den ersten Tagen der ukrainischen Krise verfolgt.


    Dies war ein Versuch, Russland zu zwingen, zwischen schlecht und schlimmer zu wählen. Russland wurde aufgefordert, entweder die Existenz eines Nazi-Staats an seinen Grenzen zu akzeptieren
    (und in diesem Fall einen dramatischen Verlust an internationalem Ansehen und Vertrauen sowie an Unterstützung seiner Verbündeten hinzunehmen) und nach kurzer Zeit dem Risiko eines Angriffs durch die inneren und äusseren pro US-amerikanischen Kräfte mit keiner Chance auf ein Überleben ausgesetzt zu werden, – oder seine Armee in die Ukraine zu entsenden, rasch die Junta dort hinwegzufegen, welche keine Zeit sich zu etablieren gehabt hatte, die legitime Regierung von Janukowitsch wiederherzustellen, dann aber der Aggression gegenüber einem unabhängigen Staat und der Unterdrückung einer Volksrevolution angeschuldigt zu werden, schwelende Unzufriedenheit in der Ukraine zu erleiden und ständig erhebliche Ressourcen an Militär, Politik, Wirtschaft und Diplomatie aufzuwenden, um das Vasallenregime in Kiew zu erhalten (denn ein anderes wäre dort unter solchen Bedingungen gar nicht möglich).

    Russland ist diese Entscheidung umgangen. Eine direkte Invasion ist niemals geschehen. Der Donbass steht im Krieg mit Kiew. Die US-Amerikaner müssen jetzt endlos knappe Ressourcen in das dem Untergang geweihte Regime in Kiew pumpen, während Russland ruhig den Frieden anbieten kann.


    DIE AUFGABE IST SOVIEL WIE MÖGLICH DIE LEBENSGRUNDLAGEN ZU ZERSTÖREN UND DIE BEVÖLKERUNG AN DIE GRENZE DES ÜBERLEBENS ZU DRÄNGEN

    Diesbezüglich griffen die USA zu einer zweiten Variante. Sie ist so alt wie die Hügel. Kannst du den Boden nicht halten, welcher unvermeidlich vom Gegner eingenommen wird, dann zerstöre so viel wie möglich, damit der Sieg für den Gegner schlimmer als eine Niederlage wird, und all seine Ressourcen für die Unterstützung der Existenz und die Versuche der Wiederherstellung der von dir zerstörten Stelle ausgegeben werden würden.
    Daher stellte die USA jegliche Hilfe für die Ukraine ausser der politischen Rhetorik ein. Aber die USA ermutigte Kiew, den Bürgerkrieg quer durch das Land auszuweiten.

    Das ukrainische Land soll nicht nur in Donezk und Lugansk im Kriegsbrand in Schutt und Asche versinken, sondern auch in Kiew und Lwow. Die Aufgabe ist, soviel wie möglich die Lebensgrundlagen zu zerstören und die Bevölkerung an die Grenze des Überlebens zu drängen. Danach wird es dort Millionen von sehr ausgehungerten, sehr schlechten und schwer bewaffneten Männern auf dem Gebiet der Ukraine geben, die im Inland Gemetzel wegen Nahrungsmitteln anrichten werden.
    Und diese Gemetzel könnten nur durch die Stationierung einer erdrückenden ausländischen militärischen Präsenz auf dem Territorium der Ukraine (die Miliz allein würde nicht ausreichen) und durch die massive Zuleitung von Mitteln zur Nahrungsversorgung der Bevölkerung und als Hilfe beim wirtschaftlichen Wiederaufbau gestoppt werden (bis zu dem Punkt, wo die Ukraine beginnen könnte, sich selbst mit Nahrungsmitteln zu versorgen).

    Klar ist, dass all diese Kosten auf Russland fallen würden. Putin meint zu recht, dass nicht nur das Budget, sondern alle öffentlichen Mittel einschliesslich des Militärs in diesem Fall überfordert werden würden und die Last nicht schultern könnten. Darum steht die Aufgabe nicht zuzulassen, dass die Ukraine in den Kriegsbrand gerät, bevor die Miliz fähig ist, die Lage rasch unter Kontrolle zu bringen.
    Es ist notwendig, die Verluste zu minimieren, die Zerstörung zu minimieren, zumindest etwas die Wirtschaft und die Lebensgrundlagen der Großstädte zu bewahren, damit die Bevölkerung zumindest überlebt und nicht stirbt. Dann würden die Nazi-Schergen von den Ukrainern selbst fertiggemacht werden.

    Dabei erscheint die EU als Putins Verbündeter. Weil die EU immer versucht hat, wegen der Rohstoffe mit Russland Geschäfte zu machen, ist die EU am schwächsten ohne Russland und wird ausgelaugt.
    Längst überfällige zentrifugale Prozesse haben in ihr eingesetzt.

    EUROPA KANN DER USA NICHT WIDERSTEHEN, ABER ES IST IN TODESANGST ANGESICHTS DES KRIEGSBRANDS DER UKRAINE
    Wenn Europa jetzt an seiner Ostgrenze noch eine völlig zerstörte Ukraine erbt, dann würde nicht nur Russland draufzahlen, welches durch den Puffer der Volksrepubliken seine Insellage hätte, sondern auch die EU würde draufzahlen. Millionen bewaffneter Männer (abgesehen von solchen Segnungen wie Drogenschmuggel, Waffenschmuggel für jeden Schwarzmarkt, Export von Terrorismus, usw.), was die EU einfach nichit aushalten könnte.

    Europa kann nicht in eine Konfrontation mit den USA eintreten. Aber es ist in Todesangst vor einer Ukraine im Kriegsbrand. Daher versuchen derzeit erstmals während des Ukraine-Konflikts Hollande und Merkel nicht einfach die Forderungen der USA zu unterlaufen
    (Verhängen von Sanktionen mit Versuchen, sie nicht in Kraft zu setzen), sondern sie wagen derzeit auch ein Minimum an unabhängigem Handeln, versuchen zumindest etwas Kompromiß zu erreichen. Wenn nicht Frieden, dann zumindest einen Waffenstillstand in der Ukraine.

    Wenn die ukrainische Arena aufflammt, würde sie rasch ausbrennen. Und die EU würde ein unzuverlässiger Partner werden. Wenn sie nicht bereit ist, in das Lager Russlands überzulaufen, dann sollte sie zumindest eine neutrale Position einnehmen. Washington wird als Teil seiner Strategie gezwungen sein, Europa genauso in Brand zu stecken.

    Russland braucht keinen Kriegsbrand vom Atlantik bis zu den Karpaten
    (wo das Territorium von den Karpaten bis zum Dnjepr schwelende Glut wäre).

    Klar ist, dass der Komplex von Kriegen zwischen Staaten und Bürgerkriegen auf einem bis an die Zähne bewaffneten Kontinent mit mehr als einer halben Milliarde von Bewohnern schlimmer als der Bürgerkrieg in der Ukraine wäre.
    Der Atlantik trennt die USA von Europa. Auch Großbritannien könnte hoffen, sicher hinter dem Kanal zu hocken. Aber Russland und die EU teilen sich eine sehr lange Grenze.

    Russland braucht keinen Kriegsbrand vom Atlantik bis zu den Karpaten
    (wo das Territorium von den Karpaten bis zum Dnjepr schwelende Glut wäre). Daher ist ein anderer Wunsch Putins, die am meisten negativen Folgen des Kriegsbrands in der Ukraine und in Europa so weit wie möglich einzudämmen, denn ein völliges Verhindern dieser Kriegsfolgen ist nicht möglich. Weil wenn die USA es wollen, sie den Kriegsbrand auslösen können. Wir müssen imstande sein, rasch den Kriegsbrand zu löschen und zu retten, was am wertvollsten ist.

    Somit im Wunsch nach Schutz der legitimen Interessen Russlands will Putin den Frieden, den Frieden und nochmals den Frieden. Denn nur der Frieden ermöglicht ihm die Entwicklung mit den grossartigsten Ergebnissen bei niedrigsten Kosten.
    Gut, sofern der Frieden nicht länger möglich ist, und die Waffenstillstände unwirklich und brüchig werden, ist für Putin erforderlich, den Krieg schnellstmöglich zu beenden.

    FORMAL UNVERÄNDERT NÜTZT DER FRIEDEN UNTER FAST ALLEN BEDINGUNGEN NOCH IMMER RUSSLAND

    Ich will hervorheben, dass vor einem Jahr ein Kompromiß über die günstigsten Bedingungen für den Westen hätte erreicht werden können
    (Russland bekommt das Seine noch immer, aber mit der Zeit, warum also so kleinlich?). Jetzt ist dies nicht länger möglich. Und die Bedingungen werden derzeit immer schlechter und schlechter. Formal hat sich nichts geändert. Der Frieden nützt unter fast allen Bedingungen noch immer Russland. Nur eine, obgleich die wichtigste Komponente, hat sich geändert. Das ist die öffentliche Meinung. In der russischen Gesellschaft hält der Wunsch nach Sieg und Vergeltung an. Wie ich bereits erwähnte, ist die Regierung in Russland maßgeblich, aber nicht autoritär. Die öffentliche Meinung ist (im Gegensatz zu den “traditionellen Demokratien”) keine leere Phrase für sie..

    Putin ist das Hauptbindeglied für das System nur so lange, wie er von der Bevölkerungsmehrheit gut respektiert wird. Verliert er die Unterstützung des Volkes, würde das System seine Stabilität verlieren, weil die russischen politischen Kreise noch keine andere Figur seines Formats hervorgebracht haben.
    Die Regierung erfreut sich nur so lange der Autorität, wie sie erfolgreich die Wünsche der Massen verkörpert. So dass die Zerschlagung des ukrainischen Nazismus (wenngleich diplomatisch) offenkundig und unverfänglich sein muss. Denn nur auf dieser Grundlage ist der Kompromiß für Russland jetzt möglich.

    Somit führt ungeachtet der Wünsche von Putin und der Interessen Russlands das internationale Kräfteverhältnis, die Prioritäten und die Möglichkeiten der Parteien zu der Tatsache, dass der Krieg, welcher in der Ukraine im vergangenen Jahr geendet haben sollte, unvermeidlich beinahe ganz Europa in Mitleidenschaft ziehen wird.
    Und man kann nur abschätzen, was effektiver wäre: US-amerikanisches Benzin oder der russische Feuerlöscher.

    Aber sicherlich wird eine Friedenserhaltung unter russischer Führung nicht durch Russlands Wünsche eingeschränkt werden, sondern die Grenzen werden dabei von den realen Möglichkeiten Russlands gesetzt. Man kann auch individuell nicht gegen den Willen des Volkes und den Lauf der Geschichte ankämpfen.
    Und nur wenn das passt, dann ist die einzige vernünftige Lösung eines erfahrenen Politikers die zu verstehen, was das Volk will, und wo der historische Prozess angeführt wird und dies mit all seiner Kraft zu unterstützen.

    ANGESICHTS DES AUSMASSES DES KOMMENDEN KRIEGSBRANDS DAS SCHICKSAL DER UKRAINE ZU ENTSCHEIDEN, IST NICHTS VERBOTENERMASSEN KOMPLEXES

    Die Logik des oben beschriebenen Prozesses macht es extrem unwahrscheinlich, dass die Wünsche der Unterstützer der Schaffung eines Separatstaats Neurussland befriedigt werden. Angesichts des Ausmasses des kommenden Kriegsbrands das Schicksal der Ukraine zu entscheiden, ist nichts verbotenermaßen Komplexes.
    Zugleich wird es ein teures Vergnügen werden.

    Logischerweise wird das russische Volk eine Frage haben: Wenn von uns vor den Nazis gerettete Russen in Neurussland leben, warum müssen sie einem Separatstaat leben? Und wenn sie in einem Separatstaat leben, warum sollte Russland ihre Städte und Fabriken aufbauen?
    Diese Fragen haben nur eine vernünftige Antwort, und zwar die Eingliederung Neurusslands in Russland (um so mehr wegen der Kampfhandlungen, wo schon etwas dort ist; aber für die Verwaltung ist die Lage schlimmer). Gut, sofern ein Teil der Ukraine sich Russland anschliessen kann, dann kann der Rest dies auch. Darüber hinaus ist wahrscheinlich, dass dieses Thema zu einem Zeitpunkt entschieden werden muss, wo die EU als Alternative zur eurasiatischen Option bereits aufgehört haben wird zu existieren.

    Logischerweise, wenn die Wiedervereinigung die Entscheidung ist, dann wird dies eine vereinigte föderale Ukraine sein, und kein anderes merkwürdiges Gebilde. Ich denke, dass eine heutzutage sich ändernde politische Landkarte unausgereift bleibt. Zum Ende dieses Jahres wird der Krieg in der Ukraine offenkundig beendet worden sein. Aber wenn die USA imstande sein wird, die EU in einen Kriegsbrand zu setzen (und das wird sie versuchen), dann wird die endgültige Lösung der territorialen Fragen für zumindest ein paar Jahre aufgeschoben werden, möglicherweise sogar länger.

    Bei all dem haben auch hier wir den Nutzen aus dem Frieden. Unter den Bedingungen des Friedens wird die Ausdehnung der russischen Rohstoffgrundlagen, der Transport von ihren Schürfstätten zu den neuen Verbündeten
    (und ehemaligen Partnern der USA) und die Marginalisierung von Washington, die territoriale Reorganisierung erstens grossartig vereinfacht, und sie wird zweitens zeitweilig an Schlüsselbedeutung einbüßen (speziell für jene, die reorganisiert werden).

    Rostislaw Ischtschenko
    Quellen: What does Putin want? SLAVYANGRAD.orgЧего хочет Путин?sakerforum-ukraine
    Hinweis: Bei julius-hensel.com erschien am 23. April derselbe Artikel von anderen Übersetzern, es lohnt sich diese Version auch zu lesen –hier weiter

    LG

  4. #34
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    AW: Ukraine/Syrien: Geopolitik dominiert alles!

    Geheime Gerichtsakten: USA erpressten Janukowytsch


    Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...ukowytsch.html


    Das Wiener Straflandesgericht ist am 30. April zu dem Schluss gekommen, dass die Staatssekretärin im amerikanischen Außenministerium Victoria Nuland, die dort für Europa und Eurasien zuständig ist, versucht habe, den Präsidenten der Ukraine, Wiktor Janukowytsch, unter Druck zu setzen, damit dieser die mittelfristige Integration der Ukraine in die Europäische Union (EU) durch die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU akzeptiere. Als Druckmittel drohte sie, den ukrainischen Oligarchen Dmytro Firtasch erst verhaften zu lassen, dann die Auslieferung an die USA durchzusetzen und ihn dann anschließend aufgrund von Bestechungsvorwürfen, die auf Jahre zurückliegende Vorwürfe in Indien zurückgehen, zu inhaftieren.





    Diese pikanten Details wurden zum ersten Mal am 30. April in dem Verfahren vor dem Wiener Straflandesgericht offengelegt. Der Vorsitzende Richter Christoph Bauer hatte über den Antrag der amerikanischen Regierung auf Auslieferung von Firtasch zu entscheiden. Die Mitschrift des Verfahrens wurde bisher noch nicht veröffentlicht, und auch die offizielle Urteilsbegründung liegt noch nicht vor.

    Richter Bauer lehnte eine Auslieferung ab, da es eine unzulässige politische Einmischung seitens der amerikanischen Regierung in den Fall gegeben habe. Dies stelle, so heißt es in Bauers Urteil, eine Verletzung von Art. 4, Abs. 3 des Österreichisch-Amerikanischen Auslieferungsvertrages von 1998 dar. Dort heißt es: »Die Auslieferung wird nicht bewilligt, wenn die zur Behandlung zuständige Behörde des ersuchten Staates entscheidet, dass das Ersuchen aus politischen Beweggründen gestellt wird.«

    David Herszenhorn, ein Journalist der New York Times, twitterte während der Verhandlung gegen Firtasch und veröffentlichte dann einen Artikel, der auf dem beruhte, was für ihn aus dem Deutschen übersetzt worden war. In der Zeitungsversion heißt es:
    »Die Anwälte von Firtasch behaupteten, das ursprüngliche Verhaftungsersuchen seitens der USA vom 30. Oktober 2010 stehe in direktem Zusammenhang mit einer Reise der amerikanischen Staatssekretärin im Außenministerium Victoria Nuland in die Ukraine, mit der sie versuchte, Herrn Janukowytsch davon abzuhalten, sein Versprechen, noch offene politische Vereinbarungen und Handelsvereinbarungen mit Europa zu unterzeichnen, nicht einzuhalten. Nuland verließ Washington am gleichen Tag, als das Verhaftungsersuchen an Österreich übergeben wurde.
    Vier Tage später wurde dieses Ersuchen wieder zurückgenommen, erklärte der Anwalt Christian Hausmaninger, nachdem Nuland offenbar zu dem Schluss gekommen war, Janukowytsch habe ihr zugesichert, die Verträge zu unterzeichnen. Von diesem Zeitpunkt an rührte sich in dem Verfahren aufgrund von Bestechungsvorwürfen in Indien nichts, erklärte Hausmaninger weiter.
    Erst am 26. Februar – vier Tage, nachdem Janukowytsch nach monatelangen Demonstrationen gestürzt worden war – sei wieder Bewegung in die Sache gekommen. Das Verhaftungsersuchen wurde erneuert, und die österreichischen Behörden nahmen Herrn Firtasch zwei Wochen später am gleichen Tag fest, als der neue ukrainische Ministerpräsident Arsenij P. Jazenjuk Präsident Obama im Weißen Haus besuchte.«
    Aus den Twitter-Mitteilungen Herszenhorns vom 30. April – insgesamt 87 unterschiedliche Mitteilungen – ergibt sich ein anderes, differenziertes Bild dessen, was vor Gericht dargelegt wurde.


    Nach diesen Aufzeichnungen wurden Richter Bauer Beweise dafür vorgelegt, dass die amerikanische Regierung deutlich gemacht hatte, dass sie es vorzöge, wenn Julija Tymoschenko Präsident Wiktor Janukowytsch ersetzen würde; zusätzlich interveniert hatte, um nach dem Sturz von Präsident Janukowytsch am 21. Februar 2014 die von Firtasch unterstützte Kandidatur Vitali Klitschkos für das Amt des ukrainischen Präsidenten zu verhindern, und darüber hinaus versuchte, eine Umverteilung der Anteile Firtaschs im Erdgas und Titanbereich durchzusetzen.

    Weitere Informationen zum amerikanischen Interesse am ukrainischen Titan, siehe hier; und zur amerikanischen Entscheidung, Tymoschenko nicht wegen Korruption anzuklagen, finden Sie hier ausführliche Informationen. Herszenhorn lässt anklingen, die österreichische Regierung habe interveniert, um das Urteil zum Nachteil der USA zu beeinflussen. So schreibt er:
    »Mindestens vier Anwälte vertreten Firtasch im Prozess vor dem Wiener Gericht, möglicherweise halten sich noch weitere Anwälte im Gerichtsflur auf oder sind gerade nicht hier. Ein Anwalt der Regierung unterstützt den Auslieferungsantrag.«
    Das amerikanische Außenministerium hat bisher offiziell auf das Urteil noch nicht reagiert. Der Sprecher des US-Justizministeriums Peter Carr erklärte in einer E-Mail-Stellungnahme gegenüber amerikanischen Zeitungen, man sei über das Urteil enttäuscht. Telefonisch sagte er gegenüber einer Londoner Zeitung am Freitag, das Justizministerium werde in Berufung gehen.

    Über den zeitlichen Ablauf der amerikanischen Vorwürfe gegen Firtasch wurde bereits berichtet. Zum ersten Mal wurden im April 2006 Bestechungsvorwürfe gegen Firtasch laut. Die betreffenden Transaktionen, die in der offiziellen Anklageschrift aufgelistet wurden, beziehen sich auf den Zeitraum zwischen April 2006 und Juli 2010.


    Die Ermittlungen des Geschworenengerichts (»Grand Jury«) in Chicago begannen im Januar 2012. Die offizielle Anklageerhebung erfolgte nach den österreichischen Akten erst nach Juni 2013.

    Das an Österreich gerichtete Verhaftungsersuchen der USA im Auslieferungsersuchen datiert auf den 30. Oktober 2013, wurde dann aber am 4. November wieder zurückgezogen, um dann am 27. Februar 2014 erneuert zu werden. Am 12. März 2014 wurde Firtasch dann von den österreichischen Behörden verhaftet.

    Von amerikanischer Regierungsseite sind folgende Regierungsvertreter maßgeblich an diesem Prozess beteiligt: Eric Holder, der vom 3. Februar 2009 bis zum 27. April 2015 amerikanischer Justizminister war; Hillary Clinton, US-Außenministerin vom 21. Januar 2009 bis zum 1. Februar 2013, und Victoria Nuland, Staatssekretärin im US-Außenministerium seit dem 18. September 2013. Ebenfalls im September 2013 kam es zu einem Wechsel an der Spitze der amerikanischen Bundespolizei Federal Bureau of Investigations (FBI), als James Comey am 4. September von Robert Mueller abgelöst wurde.


    Für die Ermittlungen war das Chicagoer Büro des FBI verantwortlich. Am Anfang leitete Robert Grant die Ermittlungen, der von 2004 bis zum September 2012 als leitender Beamter in Chicago eingesetzt war.

    Am 2. November 2012 wurde Grant durch Cory Nelson ersetzt, aber auch dieser war nur sieben Monate bis zum Juli 2013 im Amt. Kurzfristig übernahm dann Robert Shields die Leitung, bis Robert Holley am 12. November 2013 diese Funktion übernahm.

    Der für das Grand-Jury-Verfahren zuständige Bezirksstaatsanwalt war Patrick Fitzgerald, der aber bereits im Juni 2012 zurücktrat. Seine Funktion wurde dann zeitweise von einem Stellvertreter übernommen, bis dann am 23. Oktober 2013 Zachary Fardon das Amt übernahm.

    Das US-Außenministerium kündigte den Besuch Nulands in Kiew für den 3. und 4. November 2013 an. In einer Mitschrift einer Erklärung Nulands vom 4. November heißt es laut der amerikanischen Botschaft in Kiew, es sei zu einem sehr guten und langen Treffen zwischen Nuland und dem ukrainischen Präsidenten gekommen. Weiter sagte sie:
    »Der Präsident hat bei diesem Treffen deutlich gemacht, dass die Ukraine sich entschieden habe, und diese Entscheidung sei für Europa gefallen. Die USA unterstützten das Recht der Ukraine zu dieser Entscheidung, und wir sind entschlossen, die Ukraine dabei zu unterstützen, um die wenigen noch verbleibenden Hindernisse für ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union und den damit verbundenen Handelsvorteilen auszuräumen. Wir wollen heute Abend auch die Gelegenheit ergreifen, der Ukraine zu all den Anstrengungen zu gratulieren, die das Land bereits unternommen hat, um die Bedingungen zu erfüllen, die die EU gestellt hat – dabei ging es um buchstäblich Dutzende gesetzgeberische Maßnahmen. Ich habe heute auch ein Schreiben von Außenminister Kerry an den Präsidenten übergeben.«
    Im Zuge der Enthüllungen während des Verfahrens in Österreich tauchte auch eine Aufzeichnung auf, die sich auf Teile des Gesprächs zwischen Nuland und Janukowytsch bezieht. Mitschnitte der vertraulichen Bemerkungen Nulands in Kiew tauchten bereits in der Vergangenheit auf und können hier nachgelesen werden.


    Der folgende Auszug ist bisher noch nicht verifiziert und sollte daher mit Vorsicht genossen werden:
    »Nuland: ›Herr Präsident, wir werden Firtasch verhaften, wenn Sie der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens [mit der EU] nicht zustimmen.‹
    Janukowytsch: ›Gut, dann werde ich unterschreiben.‹
    (Im Hintergrund klingelt ein Telefon, man hört Schritte, ein Murmeln, und dann entschuldigt sich Janukowytsch für einen Moment, um das Gespräch annehmen zu können. In seiner Abwesenheit flüstern Nuland und Botschafter Geoffrey Pyatt.)
    Nuland: ›Wir haben ihn an den E…‹
    (Ausschnitt aus einem anderen Telefongespräch)
    Janukowytsch: ›Sie sind aus dem Schneider, Dima. Die Amerikaner sind darauf hereingefallen.‹
    Firtasch: ›Sie sind ein Prachtkerl, Herr Präsident.‹«
    In Herszenhorns Twitter-Nachrichten heißt es dazu: »Das mag stimmen oder nicht, die Anwälte Firtaschs haben ein faszinierendes Narrativ seiner juristischen Abenteuer vorgelegt, die sich jeweils in Abhängigkeit von den Zielen des US-Außenministeriums zum Guten oder Schlechten wandten.«
    LG

  5. #35
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    AW: Ukraine/Syrien: Geopolitik dominiert alles!

    Weltkrieg - Die Agressionen der Nato gegen Russland

    Bericht: News 23


    Aktuelle Nachrichten und Hintergründe zu aktuellen geopolitischen Eskalations-Entwicklungen zwischen Russland und der Nato! Europa setzt auf massive Aufrüstung und Provokationen, welche wir bereits aus dem Kalten Krieg kennen! Dies ist die heiße Phase! Die Gefahr ist Realistisch!


    LG

  6. #36
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    AW: Ukraine/Syrien: Geopolitik dominiert alles!

    USA gegen Russland: Europäer verlieren die Kontrolle über ihren Kontinent

    Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten


    Europa gerät zwischen die Fronten. Die USA und Russland dehnen ihre Einfluss-Sphären auf dem Kontinent aus. Das Prinzip: Zuerst lässt man kämpfen, dann teilt man auf. Nach der Ukraine versinkt Mazedonien im Chaos. Die EU ist machtlos, weil ihr die Nato die Außenpolitik diktiert. „Fuck the EU“ wird zum gemeinsamen Motto der Großmächte.


    US-Sonderbeauftragte Victoria Nuland reist von Kiew nach Moskau. Die USA haben die EU ist auf dem eigenen Kontinent zum Zusehen verurteilt, Russland nimmt die Vorlage dankbar an. (Foto: dpa)


    Massenprotest in Mazedonien: Auf dem Balkan droht die nächste Ukraine. (Foto: dpa)


    Auch in Griechenland hat Victoria Nuland bereits nach dem Rechten gesehen – hier bei ihrem Besuch im März mit Außenminister Nikos Kotzias. (Foto: dpa)

    Die US-Sonderbeauftragte Victoria Nuland ist in Moskau eingetroffen. Auf einem Twitter-Foto gesteht der US-Botschafter in Moskau, dass er eine Vorliebe für russische Süßspeisen hat, wie die staatliche russischen Agentur TASS zufrieden meldet. Das ist reichlich kokett für einen angeblich „geächteten“ Staat. Nuland wird mit dem russischen Außenminister Lawrow zusammentreffen. Die Diplomatin war zuvor in Kiew gewesen und hatte angekündigt, die Amerikaner wollen sich ab sofort direkt an den Verhandlungen über die Zukunft des Donbass beteiligen und die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen selbst überwachen. Nuland, die mit ihrem Spruch „Fuck the EU“ zu Beginn des Umsturzes in Kiew berühmt geworden ist, traut den europäischen Partnern nicht. Angela Merkel ist wegen der Spionage-Affäre geschwächt – das haben auch die Amerikaner bemerkt. Schon vor Nulands Moskau-Reise war US-Außenminister John Kerry mit Präsident Wladimir Putin zusammengetroffen, um sich in Fragen der Weltpolitik mit den Russen abzustimmen.

    Man kann vermutlich nicht von einer Entspannung sprechen.
    Doch es ist unübersehbar, dass Russland und die USA im Grunde dieselbe Strategie verfolgen: Beide Großmächte versuchen, ihre jeweilige Einflusssphäre auszuweiten. Europa ist wegen des riesigen Energiemarktes der aktuelle Schauplatz: Die Amerikaner wollen ihre Fracking-Technologie exportieren. Die Russen wollen ihre Gas-Exporte sichern. Es ist ein Kampf auf Augenhöhe, bei dem am Ende vielleicht keiner der beiden Kontrahenten ein Monopol erhalten wird. Aber auch mit einem Duopol können beide gut Geld verdienen. Die Energiewende der Deutschen ist ebensowenig ein Exportschlager wie die französische Nuklear-Technologie. Russland und die USA sehen Europa nicht als gleichwertigen Partner.

    Die Ausdehnung erfolgt einer geschickten Mischung aus PR, Unruhe, Agitation und Abhängigkeit. In Kiew haben die Amerikaner gezündelt und die Russen haben reagiert. Keine der beiden Großmächte hat nur eine Sekunde daran gedacht, sich nicht einzumischen. Über den Grad kann man streiten – der wird von den jeweiligen Spin-Doctores bestimmt. Am Ende steht jedoch meist ein Deal: Man teilt sich einen Markt auf, den man vorher in Unruhe versetzt hat. Der IWF-Kritiker Joe Stiglitz hat in seinem Buch beschrieben, dass nationale Unruhen zum Repertoire des IWF gehören. Dadurch sinken die Preise für Assets wie etwa Infrastruktur oder der Industrie. Käufer können dann billig einsteigen. Oligarchen gibt es in West und Ost. Sie warten auf ihre Chance.

    Der nächste Fall einer solchen Destabilisierung könnte Mazedonien sein:
    Nach einem Konflikt zwischen Kosovaren und der mazedonischen Polizei gibt es Massenproteste, die den Sturz der Regierung fordern. Das russische Außenministerium hat, wie die vom Westen finanziert Moscow Times genüsslich berichtet, bereits kritisiert, dass die Ereignisse in Mazedonien an eine „bunte Revolution“ wie in der Ukraine erinnern: Auch dort waren die Amerikaner unter tätiger Mithilfe der Europäer lang vor der Eskalation auf dem Maidan involviert. Auch die Russen haben von den Ereignissen sicher nicht nur aus dem Fernsehen erfahren. In Skopje ist eine demokratisch gewählte Regierung an der Macht. Sie soll sich, so die These der Russen, als zu russlandfreundlich erwiesen haben. Vor allem unterstütze sie die russische Erdöl-Pipeline über die Türkei. Der Oppositionsführer, der die Proteste anführt, hat im staatlichen russischen TV-Sender RT gesagt, auch er wolle das russische Projekt vorantreiben. Aber er wolle auch mit den Amerikanern zusammenarbeiten.

    Die EU wirkt in beiden Fällen hilflos: In der Ukraine hat sie sich von den Amerikanern in die verheerenden Sanktionen gegen Russland treiben lassen.
    Russland ist einer der wichtigsten Handelspartner für die meisten EU-Staaten. Die Europäer müssen doppelt zahlen: Täglich kommen Meldungen von Unternehmen über Umsatz-Einbrüche wegen der russischen Gegen-Sanktionen. Zugleich müssen die Steuerzahler mit immer neuen Krediten die Ukraine über Wasser halten. Zuletzt hat die staatliche Eisenbahn die Insolvenz angemeldet, was den Europäern Millionen-Verluste bescheren dürfte.

    In Mazedonien hat die EU schon jetzt wiederholt, was sie bei der Ukraine verbockt hat: Sie hat dem Land Avancen auf die EU-Mitgliedschaft gemacht.
    Nun wirkt im Mazedonien-Konflikt völlig überfordert: Der EU-Beauftragte sagte dem Guardian, er glaube, dass die Schießerei zwischen den Kosovaren und der Polizei von „Islamisten“ angezettelt wurde. In Mazedonien sehen wir denselben Konflikt wie überall in Osteuropa: Staatliche Souveränität steht gegen den Drang zur Selbstbestimmung der Völker. Das schwierige Dilemma wird systematisch ausgeblendet: Technokraten tun sich leichter mit Landkarten als mit Kulturen. Die Karten erscheinen als geduldige Dogmen. Die Kulturen und Sprachen muss man verstehen. Mit Steuergeldern sind solche Konflikte nicht zu lösen. Doch die Verteilung der Steuergelder ist der einzige Rohstoff, über den EU verfügt.

    Die EU ist nämlich, wie die beschämende Haltung von Staaten wie Frankreich und Polen in der Flüchtlingsfrage zeigt, längst keine Werte-Gemeinschaft, sondern eine reine Wirtschaftsgemeinschaft, in der alle Beteiligten versuchen, ihre jeweiligen Egoismus auszubalancieren. Die gemeinsame Hoffnung aller: Je größer die EU wird, umso mehr gibt es zu verteilen.
    Beitrittskandidaten werden von Berufspolitikern und Technokraten zu „Reformen“ gedrängt. Das sind in der Regel Austeritäts-Programme und

    Privatisierungen. Im Gegenzug gibt es dann Kredite.
    Wie man an Griechenland sieht: Die „Reformen“ werden meist versprochen, um an die Kredite zu kommen. Ist man einmal „drinnen“, zählen nur noch die Kredite, die man an die nationalen Netzwerke verteilen kann. Innenpolitisch sind die vom IWF inspirierten Radikal-Programme nicht durchzusetzen. Doch die Staaten werden mürbe gemacht.

    In einem interessanten Beitrag hat der Ökonom Anatole Kaletsky auf dem Project Syndicate skizziert, dass die Taktik der Troika in Griechenland darin bestehen dürfte, das Land in die innere Pleite zu treiben: Wenn die Troika hart bleibt, kann die Syriza-Regierung die öffentlichen Bediensteten nicht mehr bezahlen. Die Bankeinlagen der Griechen sind laut EU-Recht weiter auf Euro denominiert. Führt Griechenland die Drachme oder eine andere Zweitwährung ein, könnten die Bankkunden ihre gesicherten Einlagen in Euro einklagen. Die Kombination dieser Elemente würde Syriza nicht überleben, meint der Ökonom. Die Regierung würde stürzen. Griechenland könnte in der Folge zur Plünderung freigegeben werden. So weit werden es die Amerikaner jedoch nicht kommen lassen: Griechenland gehört wegen der Nato zu ihrer Einfluss-Sphäre. Das geopolitische Projekt muss von den europäischen Steuerzahlern weiterfinanziert werden – bis zum St. Nimmerleinstag – und zwar mit oder ohne Pleite, weil die EU-Verträge einen separaten Euro-Austritt nicht vorsehen.

    In allen drei Fällen – Griechenland, Ukraine und Mazedonien – findet der Verteilungskrieg auf europäischem Boden statt.
    Die Europäer selbst sind, entweder über die EU oder durch ihre schwachen Regierungen – nur Zuseher in dem Prozess. Wie man an der wieder erwachten Besuchsdiplomatie zwischen Moskau und Washington sehen kann, reden die Kontrahenten bereits wieder intensiv miteinander. Die EU und die nationalen Regierungen werden, wenn sie Glück haben, aus zweiter Hand informiert. Eigene Positionen kann sie nicht beziehen, weil die Nato längst der Außenpolitik die Feder führt.

    Geopolitisch gilt also „Fuck the EU“.
    Die Amerikaner haben es ausgesprochen, die Russen werden es sich denken. Das ist eine unerfreuliche Entwicklung, vor allem, wenn sie auf dem eigenen Kontinent abläuft. Sie ist jedoch die logische Folge der widersprüchlichen Entwicklung der EU selbst. Sie resultiert aus dem Paradox von Selbstüberschätzung und innerer Zerstrittenheit. Solche Patienten sind ein gefundenes Fressen für die Neocons in den USA und die geduldigen Taktikern in Kreml. Die Europäer verlieren die Kontrolle über ihren Kontinent.
    ...anscheinend wollen wir (EU-Politiker) es nicht anders!

    LG

  7. #37
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    AW: Ukraine/Syrien: Geopolitik dominiert alles!

    Anti-Russland-Koalition sucht Gründe für neue Sanktionen

    Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten


    Die Regierung in Kiew beschuldigt die Rebellen für die Explosion auf einem Patrouillen-Boot. Dieses Ereignis könnte zum Anlass genommen werden, die zögernden EU-Staaten auf einen härteren Kurs gegen Russland zu bringen.






    Vor der ukrainischen Hafenstadt Mariupol ist ein Patrouillen-Boot gesunken.

    Die ukrainische Regierung gibt dafür den Rebellen die Schuld. Grenzschützer hätten den im Meer treibenden Sprengkörper an Bord hieven wollen, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme des ukrainischen Militärs. Dabei sei die Bombe explodiert. Durch die Detonation wurde am Sonntag von den sieben Grenzschützern an Bord des Schiffs einer getötet, die übrigen verletzt.
    weiter: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...ue-sanktionen/
    Obama: G7-Länder bereit zu neuen Russland-Sanktionen

    Russland-Sanktionen (150)




    Die G7-Gruppe hat deutlich zu verstehen gegeben, dass sie zur Einleitung weiterer substantieller Sanktionen gegen Russland bereit ist, wie US-Präsident Barack Obama am Montag in einer Pressekonferenz zu den Ergebnissen des G7-Gipfels in Deutschland sagte.


    Das Boot ist nach ersten Angaben nach einer Explosion im Maschinenraum gesunken und es gib nur leicht Verletzte!
    Heute war es ein Sprengkörper der im Wasser treibt und ein Toter!
    Man will die EU zu weiteren Sanktionen drängen!
    Doch die USA halten sich überhaupt nicht daran, sie verbuchen noch ein Plus von 6% im Russlandgeschäft!

    :http://de.sputniknews.com/wirtschaft...302596581.html

    ... und "Schokoprinz" zerbombt weiter die Ostukraine:

    http://de.sputniknews.com/politik/20...302683240.html
    Hallo liebe EU-Leibeigene der US-Diktatur!
    Wo ist die Strafsanktionen für den Unlauteren Wettbewerb der USA, da sich diese nicht an die Sanktionen Halten?!
    Wie lange stützt man noch das Irren Duo in der Ukraine, die Völkermord auf ihrer Tagesordnung haben?!

    LG

  8. #38
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    AW: Ukraine/Syrien: Geopolitik dominiert alles!

    Starikow: Warum Putin DNR und LNR nicht anerkennt



    vom Saker – Danke Sasa Schronzator für den Link.

    Liebe Freunde,
    dank meines bewundernswerten Freundes Tatschit Michailowitsch kann ich wieder einmal mit euch eine untertitelte Version einer wirklich bedeutenden Video-Erklärung von Nikolai Starikow teilen. Die “Hurrah-Patrioten” werden erzürnt sein, aber viele von euch werden das hohe Niveau von Starikows (nun, in Wirklichkeit Putins) Strategie zu schätzen wissen.
    Viel Vergnügen!



    LG

  9. #39
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    AW: Ukraine/Syrien: Geopolitik dominiert alles!

    Putin auf Deutsch zum Ukrainekonflikt

    Viel in der Presse erwähnt, selten zitiert und nie gezeigt wurde Putins Statement vom letzten Wochenende in Sankt Petersburg zum Ukrainekonflikt, dessen Entstehung und mögliche Lösung nach seiner Meinung.


    Da ist es wohl an der Zeit für die unverhüllte Wahrheit bei russland.TV in deutscher Übersetzung. Hier die originalen Ausführungen Putins zur am Rande des Wirtschaftsforums im Rahmen einer Podiumsdiskussion. Wie immer unkommentiert zur eigenen Meinungsbildung nach dem Skript auf der Kreml-Homepage.

    Mehr Videos und aktuelle News online unter http://www.russland.ru



    Putin, Ukraine und Wirtschaftsforum


    Auch Putin entgeht dem Thema Ukrainekonflikt nirgends.

    So ebenfalls nicht auf dem gerade stattgefundenen Wirtschaftsforum im Sankt Petersburg, wo er seinen Standpunkt in der Sache noch einmal deutlich machte. Von den News weitgehend verdrängt wurde der erfolgreiche Abschluss über eine Ausweitung der Nordstream-Pipeline zur Umgehung der Ukraine, vielleicht auch weil deutsche Journalisten das Land des Euromaidan nicht so gerne als unsicheren Transitstaat bezeichnen. Dafür kaschierten die Kreml-Medien die Tatsache, dass zwar viele Gäste in Piter waren, aber gerade aus dem Westen nicht mehr die wirkliche Spitze der Wirtschaft – wieder einmal dank des Ukrainekonflikts.


    LG

  10. #40
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    AW: Ukraine/Syrien: Geopolitik dominiert alles!

    Putins Gas-Gambit


    Wladimir Putin machte einen neuen genialen Schachzug. Die Ergebnisse der Verhandlungen über Gaslieferungen am Wirtschaftsforum in Sankt-Petersburg sind mehr als eindeutig – Deutschland beansprucht die Rolle des Haupttransitlandes für russisches Gas nach Europa. Damit werden die ukrainischen Vertreter von den russischen Pipelines zurückgedrängt. Der Deal zwischen Berlin und Moskau wird ganz sicher für Unmut in Washington, Kiew und vermutlich auch Ankara sorgen.



    Der Deal sorgte bereits für eine Welle der Empörung seitens der US-Massenmedien. In einem Artikel mit dem Titel „Neuer gefährlicher Nord-Stream von Gasprom nach Deutschland“ drückt die Zeitung „The Trumpet“ ihre Unzufriedenheit aus:

    „Sobald die Pipeline fertiggestellt ist – wird gesamt Ost-Europa von der „Gaskarte“ verschwinden“

    Die Zeitung mutmaßt, dass ab jetzt Ukraine, Polen, Rumänien, Weißrussland und Slowakei vom Gasprozess ausgeschlossen sein werden.

    ... hinter den Kulissen, fast lautlos an der Sanktionspolitik vorbei geschlichen, wird Deutschland und die Türkei zum neuen Gastransitland der EU!

    LG

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