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Thema: Zeitungssterben

  1. #51
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    Medien und Corona : „Süddeutsche Zeitung“-Redaktion geht in Kurzarbeit

    Es ist nicht nur die SZ!
    Da sind noch mehr in Kurzarbeit, aber sie berichten lieber nicht darüber!


    Die Redakteure der „Süddeutschen Zeitung“ werden wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit geschickt. Maximal soll die Kürzung 15 Prozent der Arbeitszeit betragen, teilte die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) mit, zu der die „SZ“ gehört. Diese werde bei allen Redakteuren gleichermaßen angewendet, um die Belastung durch Kurzarbeit für einzelne zu reduzieren. Geschäftsführung und Betriebsräte der Redaktionen einigten sich demnach am Donnerstag über die neue Regelung.

    Der Konzern teilte mit, es gebe wegen der Corona-Krise weniger Ereignisse, über die die Ressorts Sport, Kultur und Regionales berichten könnten. Der Seitenumfang der überregionalen Tageszeitung sei um bis zu 23 Prozent reduziert. Die Arbeit werde nun so umverteilt, dass sie in gleicher Wochenarbeitszeit unabhängig vom Ressort für alle Mitarbeiter möglich sei. Für die Redaktionen in Stuttgart („Stuttgarter Zeitung“, „Stuttgarter Nachrichten“) sei man noch in Gesprächen über eine Vereinbarung zur Kurzarbeit.

    weiter hier: https://www.faz.net/aktuell/sueddeut...-16729613.html
    Nächste Woche gibt es wieder aktuelle Verkaufszahlen.

    LG
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  2. #52
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    AW: Zeitungssterben

    Mir kommen die Tränen....Ich bin auch in "Sebastian" Kurzarbeit...Mir fehlen dieses Monat auch 15% meines Lohns......
    Danke an alle Verantwortlichen und Mitläufer...ihr wurdet erkannt..
    Was auch immer Du tust, handle klug und bedenke das Ende..........

    Agieren...nicht Reagieren!

  3. #53
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    IVW-Blitz-Analyse Tages- und Wochenzeitungen: Zeit gewinnt erneut Auflage, Welt bricht völlig ein

    Wer braucht Zeitungen, die absichtlich Lügen und unnütz Panik verbreiten???

    Der Auflagen-Gewinner des ersten Quartals heißt laut IVW bei den Wochenzeitungen mal wieder Zeit: Um 1,2% steigerte sich das Blatt bei den Abos und Einzelverkäufen - vor allem wegen ePaper-Abos. Massive Verluste sind hingegen bei der Tageszeitung Welt zu beobachten: Nach dem Aus der Welt kompakt verlor sie 23,7% bei den Abos und Einzelverkäufen.

    Nur noch 53.478 Abos und Einzelverkäufe verzeichnete die Welt laut IVW im ersten Quartal 2020. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Rückgang von extremen 23,7%. Ein Faktor bei dieser Entwicklung könnte das Aus der Welt kompakt sein, die Springer zum Ende des Jahres 2019 einstellte. Da der Verlag keine Einzelzahlen der Welt kompakt veröffentlichte, ist aber unklar, wie viele ehemalige Verkäufe des Ablegers für das Minus der Welt verantwortlich sind.
    Auch die Verkäufe des Marktführers Bild schrumpfen weiter ungebremst: Diesmal verlor der Boulevard-Gigant 9,1% seiner Abonnenten und Einzelkäufer, bei gleich bleibender Entwicklung könnte 2021 oder 2022 die Mio.-Marke unterschritten werden. Die kleinste der überregionalen Tageszeitungen, das Neue Deutschland, büßte sogar 14,8% ein, hier geht es mit noch 18.595 Abos und Einzelverkäufen immer mehr an die Substanz.
    Relativ glimpflich davon gekommen sind die anderen vier Titel: Süddeutsche, Frankfurter Allgemeine, Handelsblatt und taz büßten 2,0% bis 2,9% ein.
    Überregionale Tageszeitungen im 1. Quartal 2020 (nur Abo+EV)


    Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA
    weiter hier: https://meedia.de/2020/04/22/ivw-bli...t-voellig-ein/
    https://www.horizont.net/medien/nach...497?crefresh=1

    https://www.lifepr.de/inaktiv/ivw-in...0/boxid/796092

    LG
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  4. #54
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    «Für den Journalismus als Geschäft sieht es immer schlechter aus»

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  5. #55
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    Corona ist schuld – wie DER SPIEGEL seinen Niedergang erklärt

    Köstlich!

    Das müsste nicht sein!
    Diese (und viele andere!) könnten wahre Helden sein!
    Sie müssten nur ihrem eigenen Pressekodex (sofern nicht schon auf der Toilette verbraucht) folgen und eine wahrheitsgemäße Berichterstattung machen.

    Um die Finanzlücke zu verringern, soll das Printhaus in diversen Abteilungen Kurzarbeit angemeldet haben – sich folglich, Corona sei Dank – den selbstverschuldeten Niedergang durch staatliche Gelder subventionieren lassen.

    MEEDIA, ein Dienst, der sich darauf spezialisiert hat, Informationen aus den Kreisen jener zu verbreiten, die selbst dem Zwecke dienen sollen, Informationen zu verbreiten, veröffentlichte am 13. Mai einen spannenden Hintergrundbericht aus den Zimmern des Wochenmagazins DER SPIEGEL. Unter der Überschrift „“Spiegel-Soli”: 50 Spitzenverdiener sollen auf Teile ihres Gehalts verzichten“ schreiben die Medienbeobachter darüber, dass in der Spiegel-Gruppe – dem Wochenmagazin nebst anderen Publikationen unter dem von Rudolf Augstein eingeführten Markennamen – eine Diskussion darüber „entbrannt“ sei, einen „Spiegel-Soli“ einzuführen. Diskutiert wird demnach über die Bereitschaft sogenannter Führungskräfte, „freiwillig“ auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten. Das eingesparte Geld solle „dazu dienen, die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für den Verlag abzumildern“.
    Diese Formulierung bereits macht deutlich: Sehr ausgeprägt scheint die Bereitschaft der Spiegel-Großverdiener, sich im Sinne der Bezeichnung „Spiegel-Soli“ mit „dem Verlag“ solidarisch zu erklären, nicht zu sein. Denn in einem solchen Falle hätte MEEDIA seinen Einstieg anders formuliert. Beispielsweise so: „Spiegel-Führung bereit zum Gehaltsverzicht“ oder „Die 50 Spiegel-Spitzenverdiener üben Solidarität“.
    Eine Idee des Betriebsrats

    So ist naheliegend, dass in dem Bericht auch an keiner Stelle einer der besagten 50 zu Wort kommt. Stattdessen beruft sich MEEDIA auf eine Erklärung des Betriebsrats. “Wir freuen uns, dass im Haus darüber nachgedacht wird, wie wir die Belastung durch die Corona-Krise auf möglichst viele Schultern verteilen könnten”, soll darin laut Bericht zu lesen sein. Es folgt der Hinweis, dass jedoch noch zu klären sei, „wie viel Geld in der Top-Etage eingesammelt werden könnte und auf welchem Weg“. Mit anderen Worten: Die Verzichtsbereitschaft wird durch die niedere Belegschaft eingefordert, die mit ihrer Erklärung die Bereitschaft des Nachdenkens erst angestoßen hat und damit die Führung unter Zugzwang setzt.

    Ungeschickt ist das nicht, denn sollen die Großverdiener des Magazins nun ganz unsolidarisch erklären: „Unsinn, nicht mit uns!“?
    Selbstverständlich können sie dieses nicht – und insofern hat der Betriebsrat bereits jetzt gewonnen. Die nun zu klärende Frage lautet daher nur noch: Auf wie viel ihrer Überbezahlung werden die hohen Herrschaften bereit sein, zu verzichten?

    Ganz einfach wird die Beantwortung nicht werden. Allein schon deshalb, weil mit diesem Verzicht plötzlich für jeden erkennbar wäre, wer genau zu diesen 50 Topverdienern des Hauses gehört. Auch müsste, um den Verzicht plausibel und nachvollziehbar zu machen, die jeweilige Höhe des Salärs bekannt werden – zumindest dann, wenn es sich um einen prozentualen Verzichtsabzug handelt, was durch den Begriff „Soli“ impliziert wird. Kaum vorstellbar, dass die besagten 50 darüber glücklich wären. Auch könnten, beispielsweise bei dem 60. oder 61. auf der Gehaltsskala, Neidgefühle entstehen, während umgekehrt die letzten fünf der 50 neidvoll auf die Positionen 51 bis 55 schauen werden, welche von der Soli-Zahlung befreit bleiben und nun vielleicht sogar mehr auf dem Konto haben, als die Top-45-to-50. Der Betriebsrat hat insofern in seinem Übereifer einen Stein ins Wasser des Magazins geworfen, der durchaus für einige Turbulenzen sorgen kann. Denn auch ein anonymisierender Pauschalbetrag – sagen wir, jeder der 50 steckt monatlich 1.000 Euro als Spende in die Kaffeekasse – wird selbstverständlich spätestens bei den Plätzen 40 bis 50 die Frage aufkommen lassen, warum sie als kleine Großverdiener ebenso viel opfern sollen wie die ganz großen Großverdiener.
    Mit Peanuts große Löcher stopfen?

    Das allerdings ficht die Arbeitnehmervertreter nicht an. Ihres Erfolges sicher, arbeiten sie bereits an Überlegungen, wie das „eingesparte“ Geld nun sinnvoll eingesetzt werden kann. So stelle sich der Betriebsrat die Frage, „wie lange dadurch Beschäftigung gesichert werden kann, zum Beispiel für Menschen mit befristeten Verträgen“. Eine gute Frage – denn selbst, wenn die 50 Großverdiener in toto monatlich auf 100.000 Euro verzichten sollten – viel ist damit nicht zu wuppen. Vor allem auch deshalb, weil, so MEEDIA, das „Printhaus“ vor allem „in der Vermarktung unter erheblichem Anzeigenrückgang“ leide und deshalb bereits beschlossen sei, zehn Millionen Euro einzusparen. Da wird der „Spiegel-Soli“ der Führung ohne jeden Zweifel einen kräftigen Entlastungsruck durch den Haushalt gehen lassen.
    Tatsächlich steht das Wochenmagazin seit geraumer Zeit vor erheblichen Problemen. Die klassische Printanzeige, die die Funktionsfähigkeit des „Printhauses“ sicherstellte, ist seit Jahren auf dem Rückzug. Hatte ein SPEGEL in guten Zeiten noch gefühlt auf jeder zweiten Seite eine Werbung und galten 30 Prozent als unverzichtbares Minimum, so näherte sich der Anzeigenanteil in letzter Zeit nicht selten der Zehn-Prozent-Marke. Um dieses zu kaschieren, füllte die Redaktion mit ganzseitigen, redaktionsgebastelten Bilderseiten auf. Und mit sogenannten Bartergeschäften – Anzeigen, die wechselseitig die Produkte des eigenen Hauses bewarben, dabei aber keinen tatsächlichen Cashflow generieren.
    Der Niedergang der Anzeigen und der Auflage

    Das Problem der wegbrechenden Anzeigen trifft seit geraumer Zeit alle Printmedien. Ursache dafür ist auf der einen Seite die Umorientierung der Werbetreibenden auf das Internet. Dort kann dank ausgeklügelter Algorithmen die Werbung zielgenau an dem Mann oder die Frau gebracht werden. Haben Sie vor ein paar Tagen via Internet irgendwo ein Hemd gekauft, können Sie sicher sein, künftig von dem entsprechenden Anbieter ständig Anzeigen in ihrem Browser zu finden. Solch eine Zielgenauigkeit kann kein noch so begehrtes Heft jemals leisten.

    Doch wäre es nur das, dann hätte der Spiegel vielleicht noch Auswege finden können. Das Problem aber: Auch die Begehrtheit geht ständig zurück. Zu seinen besten Zeiten konnte sich das Magazin noch über fast eine Million kaufwillige Interessenten freuen. 1996 erwirtschaftete der Verlag einen Jahresumsatz in Höhe von 542 Millionen Deutschmark. Diese Zeiten aber sind vorbei. Laut statista lag die Auflage im zweiten Quartal 2015 bei immerhin noch 822.761 Exemplaren. Im ersten Quartal 2020 waren es nur noch 691.451. Das entspricht einem Rückgang von rund 16 Prozent in einer halben Dekade – und der Absturz geht weiter. Um die Finanzlücke zu verringern, hat das Printhaus laut Informationsdienst bereits in diversen Abteilungen Kurzarbeit angemeldet – lässt sich folglich, Corona sei Dank – den selbstverschuldeten Niedergang durch staatliche Gelder subventionieren. Ausgenommen seien davon derzeit noch Redaktion und Dokumentation – doch auch das könne sich bald ändern. Entsprechende Verhandlungen zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat seien bereits im Gange.
    Soli-Symbolik ohne Nährwert?

    Der „Spiegel-Soli” der Big Fifty wird insofern nichts anderes sein als ein Tropfen auf den heißen Stein – Symbolik ohne echten Nährwert. So zitiert dann MEEDIA auch eine Firmensprecherin mit dem abwiegelnden Satz: „Wir befinden uns also noch mitten im Prozess der Ausgestaltung von Maßnahmen zur Ergebnissicherung. Darüber sind die Geschäftsleitung und die Betriebsräte im Austausch.”

    Dennoch hat der „Spiegel-Soli” letztlich selbst für die Führung des Hauses sein Gutes. Denn damit lässt sich der infolge relotionierender Skandale und einseitiger Berichterstattung eigenverursachte Niedergang wunderbar auf die Corona-Krise schieben. So, als ob die Abonnenten, die zu einem Großteil der Risikogruppe der im doppelten Wortsinn 68er angehören dürften, nun vom Virus in besonderem Maße hinweggerafft werden. Oder als ob die Kiosk-Verkäufe deshalb immer weniger werden, weil sich die Corona-gefährdete Leserschaft nicht mehr aus dem Hause wagt. Wobei – wir wollen ja korrekt bleiben – bei den Bahnhofsverkaufsstellen ein gewisser Verkaufsrückgang nachvollziehbar wäre. Künftig die Speerspitze der Regierungspropaganda?

    Bedeutsamer allerdings ist, dass das Printhaus damit einer Forderung der Politik nachkäme, die Corona-bedingte Finanzspritzen an Großunternehmen davon abhängig machen will, dass Dividenden und Vorstandsboni nicht mehr ausgeschüttet werden – weshalb beispielsweise die Lufthansa AG ihren Letztjahresgewinn zu hundert Prozent in die Rücklagen eingestellt hat. Die eingeforderte Solidaritätsbereitschaft der 50 Topverdiener könnte also die in vielen traditionellen Verlagshäusern gehegte Erwartung, als „systemrelevante” Informationsverbreiter künftig mit Steuergeldern finanziert zu werden, durchaus beflügeln. Dass das früher auf seine Staatsferne stolze Haus damit abschließend auch dann unter staatliche Obhut geriete, wenn die Bundesregierung keinen Aufpasser in den Aufsichtsrat oder ins Controlling schickt, ist vernachlässigbar, solange die Gehälter der Mitarbeiter garantiert sind. Schließlich hat sich DER SPIEGEL schon vor geraumer Zeit in die Reihen der Regierungs-nahen Verlautbarungsmedien eingereiht. Da wäre nun ein finanzieller Einstieg der Bundesregierung nur konsequent.

    Quelle: https://www.tichyseinblick.de/feuill...gang-erklaert/
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  6. #56
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    Lockdown drückt die meisten Titel tief ins Minus / Nur Digitalabos versprechen Rettung

    Och, wat isset schön!

    Die Coronakrise hinterlässt in den jüngsten IVW-Auflagenzahlen des 2. Quartals tiefe Spuren, im Schlechten wie im Guten. Verlierer sind all jene Zeitungen und Zeitschriften, die ein größeres Maß ihrer Einzelverkäufe über den Bahnhofs- und Flughafenhandel erzielen – dieser war während des Lockdowns wenig frequentiert oder gleich ganz geschlossen. Bei den Abos leiden Titel mit hohen Anteilen bei den Bordauflagen und Lesezirkeln, wenn Flugzeuge am Boden bleiben und Gastronomie, Hotels, Friseure und Arztpraxen geschlossen waren oder aus hygienischen Gründen keine Hefte auslegen. Zu den Corona-Gewinnern gehören dagegen Titel mit einem hohen Anteil an IVW-fähigen Digitalabos, allen voran die Zeit.

    Von der Schließung vieler Geschäfte war vor allem die Bild betroffen. Laut Axel Springer waren auf dem Höhepunkt der Pandemie zehn Prozent der Verkaufsstellen vorübergehend geschlossen, was den ohnehin rückläufigen Verkauf weiter beschleunigte. Die verkaufte Auflage der Bild sank (inklusive der B.Z.) auf 1.232.221 Exemplare - ein Minus von 17,4 Prozent. Auch ein Zuwachs bei den Abos um knapp 8 Prozent konnte diese Lücke nicht schließen. Erfolgreicher laufen dagegen die digitalen Bild- und Welt-Abos – allerdings außerhalb der IVW-Auflagensystematik, sondern stattdessen über die gesonderte Paid-Content-Statistik der IVW.

    Auch Titel mit einem hohen Anteil an Bordexemplaren verloren durch den völligen Einbruch des Flugverkehrs erhebliche Teile ihrer Auflage - so sank die verkaufte Auflage des Handelsblatts trotz einer stabilen Abo-Auflage um rund 10 Prozent, weil die Zahl der Bordexemplare von rund 25.000 Exemplaren praktisch auf Null fiel - laut IVW waren es im 2. Quartal exakt 9 Exemplare. Unter dem Strich lag die verkaufte Auflage der Wirtschaftszeitung bei 120.005 Exemplaren (-10,3 Prozent).

    Ähnlich ging es der Süddeutschen Zeitung: Hier blieben von ebenfalls über 25.000 Bordexemplaren nur noch rund 2200 Exemplare übrig - in der Folge sank trotz weitgehend stabiler Abos die verkaufte Auflage um knapp 9 Prozent auf 307.973 Exemplare.

    Die größten Verluste bei den überregionalen Tageszeitungen verzeichnet die Welt, deren Auflage um 43 Prozent auf 68.098 gesunken ist. Hier kommen neben der Coronakrise noch andere Effekte hinzu: Der Verlag hat die unwirtschaftliche Auflage radikal zusammengestrichen, zudem wurden aus Spargründen die Welt Kompakt und die Hamburger Regionalausgabe eingestellt. Allerdings sank dadurch auch die Abo-Auflage um 23,6 Prozent. Doch auch hier erscheint Springer die gesonderte Paid-Content-Statistik der IVW mittlerweile wichtiger.

    Die Auflage der Welt am Sonntag sinkt um rund 36.000 Exemplare auf 348.006 Exemplare, wobei der Verlag auf die gestiegene harte Auflage (Abo+EV) verweist, die 1,7 Prozent über Vorjahr liegt. Die Auflage der Bild am Sonntag geht um 11 Prozent auf 712.378 Exemplare zurück, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung verzeichnet ein Minus von 19,4 Prozent auf 190.624 Exemplare - Hauptgrund ist auch hier die zusammengebrochene Bordauflage (-91 Prozent), aber auch statistische Sondereffekte, die auch die werktägliche FAZ betreffen.

    weiter hier: https://www.horizont.net/medien/nach...ing_share=news
    Liebe Grüße
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  7. #57
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    Ausrufezeichen Auflagen-Kollaps: Grüne und SPD wollen jetzt staatlich gestützte Medien!



    Die nun veröffentlichten Auflagenzahlen des Branchenverbandes IVW zeigen, wie verheerend sich die Corona-Krise auf viele Mainstream-Medien ausgewirkt haben. Die Grünen und die SPD fordern inzwischen offen eine systematische Subventionierung erwünschter Medien! Um den gestrauchelten Blättern unter die Arme zu greifen, wurden im Bundestag von den Altparteien nun bereits bis zu 220 Millionen Euro Presseförderung beschlossen.
    Hallohallohallo???????

    LG
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  8. #58
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    "Die Zeit" bleibt im Aufwind, dickes Minus für "Die Welt"

    Ist es nicht schön, wie immer mehr von diesen penetranten Lügenblättern verschwinden?

    Die Corona-Krise hat die Print-Branche auch im dritten Quartal geprägt - die Auflagenentwicklung vieler Titel ist fast schon besorgniserregend. Die größten Leidtragenden sind dabei vor allem Zeitschriften und Zeitungen, die bislang kostenfrei auf Flügen verteilt worden - doch weil nur wenige Flieger abheben, fallen die sogenannten "Bordexemplare" quasi weg. Weil diese aber in die verkaufte Auflage eingehen, gibt's insbesondere für jene Blätter, die in der Vergangenheit versuchten, ihre Auflage zu schönen, dramatisch nach unten.
    Beispiel gefällig? Der "Focus" etwas zählt bei den Bordexemplaren ein erstaunliches Minus von 99,37 Prozent - von über 64.000 Heften ging es hier im Vergleich zum Vorjahresquartal auf gerade mal 408 nach unten. Kein Wunder also, dass unterm Strich ein massives Auflagen-Minus von 28,1 Prozent. Zieht man nur Einzelverkauf und Abo, also die "harten" Auflagenbestandteile heran, dann lag das Minus im dritten Quartal immerhin bei nur noch 4,0 Prozent.
    Besser kam der "Spiegel" davon, der bei der harten Auflage nur 0,4 Prozent einbüßte, insgesamt aber ebenfalls darunter litt, dass die Zahl der Bordexemplare um über 50.000 zurückging. Ähnliches macht sich auch beim "Stern" bemerkbar: Blickt man auf die gesamte verkaufte Auflage, dann fällt das Minus mit 16,3 Prozent bedingt durch den genannten Effekt nochmal ein ganzes Stück üppiger aus. Auch bei der harten Auflage büßt das Magazin immerhin 6,5 Prozent binnen Jahresfrist ein.
    Verkaufte
    3/2020
    Verkaufte
    3/2019
    +/-
    absolut
    +/-
    in Prozent
    TV 14 1.778.270 1.870.599 -92.329 -4,9 %
    Bild 1.183.392 1.379.405 -196.013 -14,2 %
    TV Digital 1.064.888 1.224.485 -159.597 -13,0 %
    Hörzu 860.901 914.181 -53.280 -5,8 %
    Nur TV Plus 825.444 836.770 -11.326 -1,4 %
    TV Direkt 823.546 868.422 -44.876 -5,2 %
    TV Movie 745.592 804.297 -58.705 -7,3 %
    Landlust 740.388 780.847 -40.459 -5,2 %
    Bild Am Sonntag Gesamt 680.825 749.901 -69.076 -9,2 %
    Der Spiegel 654.484 719.326 -64.842 -9,0 %
    Auf Einen Blick 628.769 663.873 -35.104 -5,3 %
    TV Spielfilm 627.998 660.317 -32.319 -4,9 %
    TV Pur 571.894 575.648 -3.754 -0,7 %
    Bild Der Frau 562.936 630.704 -67.768 -10,7 %
    Freizeit Revue 549.354 599.855 -50.501 -8,4 %
    Und auch die "Bild"-Zeitung bekommt den Bordexemplar-Effekt zu spüren: Mehr als 64.000 Exemplare fehlen hier - und drücken die Zahlen somit weiter. Und doch sind die Verluste des Springer-Blatts längst nicht nur darauf zurückzuführen, denn unterm Strich lag das Auflagen-Minus bei fast 200.000 auf nun 1,18 Millionen. Das entspricht einem Rückgang um 14,2 Prozent. Gemessen an der "Welt" ist "Bild" damit aber noch vergleichsweise gut bedient: Hier brach die verkaufte Auflage sogar um 36,9 Prozent auf 74.388 Exemplare ein. Die harte Auflage sank im Gegenzug um ebenfalls beachtliche 28,4 Prozent.
    Auch für "FAZ" und "SZ" gab es rote Vorzeichen. Gegen den Trend legten dagegen das "Handelsblatt" und die "taz" zu - und auch nicht zuletzt "Die Zeit" kann sich weiterhin über steigende Verkäufe freuen. Um 6,0 Prozent ging die verkaufte Auflage im Vergleich zum dritten Quartal 2019 nach oben, sodass man sich in Hamburg nun über deutlich mehr als eine halbe Million verkaufte Exemplare freuen kann. Insbesondere der Verkauf der Digital-Abos dürfte für den anhaltenden Aufschwung der "Zeit" im Corona-Jahr gesorgt haben.
    Doch nicht alle Wochenzeitungen können sich über eine derartige Entwicklung freuen. So büßten sowohl die "Bild am Sonntag" als auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" jeweils mehr als neun Prozent ihrer verkauften Auflage ein, für die "Welt am Sonntag" ging es sogar um fast zwölf Prozent nach unten.
    Die größten Gewinner und Verlierer

    Blickt man auf die größten Gewinner der aktuellen IVW-Zahlen im dritten Quartal, dann fällt vor allem die "Glamour" ins Auge. Um 51,8 Prozent konnte das Magazin seine verkaufte Auflage steigern - ein derart großes Plus von mehr als 130.000 Exemplaren gelang sonst keinem Aber auch "Land Idee" und "Mein schönes Land" können sich zu den Aufsteigern zählen. Deren Gewinne gingen offensichtlich ein wenig auf Kosten der "Landlust", die zwar immer nch zu den Magazinen mit der höchsten Auflage zählt, aber gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,2 Prozent verlor.
    Verkaufte
    3/2020
    Verkaufte
    3/2019
    +/-
    absolut
    +/-
    in Prozent
    Glamour 386.198 254.405 +131.793 +51,8 %
    Land Idee 292.067 242.717 +49.350 +20,3 %
    Mein Schönes Land 218.482 174.938 +43.544 +24,9 %
    Katapult Magazin Für Ka 56.822 24.136 +32.686 +135,4 %
    Die Zeit 532.453 502.337 +30.116 +6,0 %
    Revue Der Woche 129.931 100.093 +29.838 +29,8 %
    Adel Exklusiv 100.973 73.109 +27.864 +38,1 %
    Schöne Welt 151.273 125.958 +25.315 +20,1 %
    Freizeit Extra 68.617 44.072 +24.545 +55,7 %
    Woche Exklusiv 69.877 49.315 +20.562 +41,7 %
    Lego Ninjago Legacy 106.589 88.995 +17.594 +19,8 %
    Meine Woche 121.620 105.028 +16.592 +15,8 %
    Gartenidee 35.340 18.818 +16.522 +87,8 %
    Auto Classic 42.209 26.281 +15.928 +60,6 %
    Disney Die Eiskönigin 49.094 33.657 +15.437 +45,9 %
    Unter den größten Verlierern findet sich neben "Bild" und "Focus" auch die "Sport Bild", die wohl darunter leidet, dass das der öffentliche Fokus in den vergangenen Monaten nicht so sehr auf Sport lag. Um mehr als ein Drittel ging die Auflage der Zeitschrift zurück. Auch die "kicker"-Auflage musste immerhin ein Minus von über 16 Prozent hinnehmen. Aber auch TV-Zeitschriften verkaufen sich immer schlechter: "TV 14" führt die Auflagen-Hitliste zwar an, gab aber um 4,9 Prozent nach, "TV DIgital" hielt sich mit einem Minus von 13,0 Prozent nur noch knapp über der Millionen-Marke.
    Und auch andere Klassiker verlieren weiter an Auflage, so etwa die "Bunte", für die es um fast ein Fünftel nach unten ging. In den Top 10 der größten Verlierer findet sich außerdem die Frauenzeitschrift "Joy", deren Auflage im dritten Quartal sogar um mehr als 44 Prozent absackte.

    Verkaufte
    3/2020
    Verkaufte
    3/2019
    +/-
    absolut
    +/-
    in Prozent
    Bild 1.183.392 1.379.405 -196.013 -14,2 %
    TV Digital 1.064.888 1.224.485 -159.597 -13,0 %
    Sport Bild 198.079 302.979 -104.900 -34,6 %
    Focus 261.938 364.254 -102.316 -28,1 %
    TV 14 1.778.270 1.870.599 -92.329 -4,9 %
    Bunte 363.476 444.268 -80.792 -18,2 %
    Stern 390.044 466.019 -75.975 -16,3 %
    Joy 87.051 157.332 -70.281 -44,7 %
    Bild Am Sonntag Gesamt 680.825 749.901 -69.076 -9,2 %
    Bild Der Frau 562.936 630.704 -67.768 -10,7 %
    Der Spiegel 654.484 719.326 -64.842 -9,0 %
    TV Movie 745.592 804.297 -58.705 -7,3 %
    Für Sie 179.531 233.919 -54.388 -23,3 %
    Hörzu 860.901 914.181 -53.280 -5,8 %
    Freizeit Revue 549.354 599.855 -50.501 -8,4 %

    Quelle: https://www.dwdl.de/zahlenzentrale/7...uer_die_welt_/
    Wech mit Schiet!!!

    Frankfurter Allgemeine und Süddeutsche: Der parallele Niedergang der Leitmedien

    Quelle: https://www.tichyseinblick.de/tichys...er-leitmedien/
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  9. #59
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    Renommee: 718586

    Operation Pressebestechung läuft an: Millionen-Staatshilfen für Printmedien

    So wie der Staat mit Staatshilfen versucht, die vom Lockdown betroffenen Branchen bei Laune zu halten, so versucht er, die Stimmung zu seinen Gunsten auch an anderer Stelle mit Steuergeldern zu sichern: Jetzt steigt Deutschland in die direkte Presseförderung ein: Marode, wirtschaftlich kaum mehr tragfähig, aber linientreue und somit „erhaltungswürdige“ Verlage sollen über mehrere Jahre hinweg mit 220 Millionen Euro gepampert werden – ein bereits im Sommer beschlossener Plan nimmt nun konkrete Formen an.

    weiter hier: https://www.journalistenwatch.com/20...ung-millionen/
    Liebe Grüße
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  10. #60
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    Stern

    Warum soll ich mir so einen Scheiß kaufen???

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Okay, ich kaufe jeden zukünftigen Stern, wenn die für den Nachweis des Covid19 Isolates sorgen!

    Wird aber nicht passieren!

    LG
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