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Thema: Griechenland die neuen EU-Rebellen?

  1. #41
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    AW: Griechenland die neuen EU-Rebellen?

    Varoufakis kennt Schäubles geheimen Plan für die Euro-Zone


    Quelle: http://www.contra-magazin.com/2015/0...die-euro-zone/

    Griechenlands scheitern soll die anderen Krisenländer in Angst versetzen, um so überall das Diktat der Troika installieren zu können. Dies sei Schäubles Plan für die Euro-Zone, so Varoufakis.



    Von Andre Eric Keller
    Entgegen der öffentllichen Meinung, der deutsche Finanzminister Schäuble wolle Griechenland mit einem dritten Paket vor einem Grexit retten, verfolgt dieser angeblich einen völlig anderen Plan. Niemand geringerer als der griechische Ex-Finanzminister Janis Varoufakis stellte diese Behauptung jüngst in einen Interview auf. "Das dritte Hilfspaket ist zum Scheitern verurteilt, weil es Schäuble so gewollt habe", so Varoufakis gegenüber der spanischen Zeitung "El Pais".


    Varoufakis führte weiters aus, dass der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble niemals daran interessiert war, ein funktionierendes Abkommen mit Griechenland zu schließen. Schäuble versucht vielmehr die Eurozone neu aufzustellen, für Griechenland soll es danach keinen Platz mehr geben. Die Einigung zwischen Griechenland und seinen Gläubigern ist nur ein "Fake", denn diese soll laut Varoufakis keine Alternative, sondern ein Teil des Grexit-Plans darstellen. Brisant, wenn es dem so ist.


    Überhaupt soll ein Grexit nur als Mittel zum Zweck dienen. In Wirklichkeit solle – mit einem Grexit Griechenlands – Spanien, Italien und Frankreich in Angst und Schrecken versetzt werden um hinterher einen Einzug der Troika zu ermöglichen. Um nichts anders geht es. Das "Endziel" ist die Unterwerfung Frankreichs durch die Troika.


    Wenn das wirklich der Wahrheit entspricht, wäre es ein Skandal und Schäuble wäre einfach nicht mehr tragbar. Andererseits, warum sollte Varoufakis uns hier Märchen auftischen? Was hat er noch zu verlieren? War er doch derjenige der eng mit Schäuble zusammenarbeiten musste, so kam er doch an Informationen aus erster Hand. Den wahren Rücktrittsgrund Varoufakis' vom Finanzminsterposten, könnte man so mit der Politik Schäubles verorten, wenn dieser so versucht, Griechenland mit einem hinterhältigen Trick aus der Euro-Zone zu werfen.
    LG

  2. #42
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    AW: Griechenland die neuen EU-Rebellen?

    Griechenland-Wahl:
    Syriza dürfte ersten Daten zufolge stärkste Kraft bleiben


    Quelle: http://www.contra-magazin.com/2015/0...kraft-bleiben/

    Nachwahlbefragungen zeigen einen möglichen Sieg der Syriza, die knapp vor der konservativen Nea Dimokratia liegt. Genauere Zahlen werden die Hochrechnungen liefern, da die Wahlbeteiligung extrem niedrig war und die aktuellen Daten sehr ungenau sind.


    Von Marco Maier


    Die Nachwahlbefragungen in Griechenland zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Syriza des zurückgetretenen Premierministers Alexis Tsipras und der vorher regierenden konservativen Nea Dimokratia. Für die Syriza ergibt sich ein Wert von 30-34 Prozent, für die Nea Dimokratia einer von 28,5 bis 32,5 Prozent.

    Ebenfalls im neuen griechischen Parlament vertreten sind demnach die rechtsextreme Goldene Morgenröte (6,5-8 Prozent), die sozialdemokratische Pasok (5,5-7 Prozent), die kommunistische KKE (5,5-7 Prozent) und die liberale To Potami (4-5,5 Prozent). Alle anderen Parteien – darunter auch die Syriza-Abspaltung "Volkseinheit" – müssen um einen Einzug bangen.

    Allerdings zeigt sich bei den Griechen eine zunehmende Resignation. Die Wahlbeteiligung soll sich ersten Meldungen zufolge auf dem niedrigsten Stand befinden, den Griechenland je erlebt hat. Die Menschen scheinen müde von der Politik und den Versprechungen zu sein. Denn gebessert hat sich in den letzten Jahren gar nichts – egal wer in Athen regiert hat.

    Im Laufe des Abends wird es sich zeigen, welche Regierungskonstellation sich schlussendlich ergeben dürfte. Eine neuerliche Syriza-Regierung bräuchte dafür einige Prozent mehr an Stimmenanteil und vor allem die Rechtsextremisten und die Kommunisten könnten eine Koalition aus Nea Dimokratia, Pasok und To Potami unmöglich machen.
    ...die Neuwahlen bringen erneut ein Ergebnis nicht im Sinne von Brüssel!

    Was kommt jetzt?

    LG

  3. #43
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    AW: Griechenland die neuen EU-Rebellen?

    Missing Link to Yanis Varoufakis - KenFM-Interview von Dirk Pohlmann


    Gerade einmal sieben Monate als Finanzminister der Syriza-Regierung haben Prof. Yanis Varoufakis in Deutschland zum gefühlt bekanntesten Griechen seit Sokrates gemacht. Der Volkswirtschaftler mit Ausbildung an den Universitäten von Essex und East Anglia, der später an der britischen Elite-Uni Cambridge, sowie an den Universitäten von Sydney, Glasgow, Louvain und Athen als Professor lehrte, wird in den deutschen „Qualitätsmedien“ gerne als „Popstar“ lächerlich gemacht – obwohl er die meisten Berufspolitiker in der EU in Sachen Fachwissen klar deklassiert.


    Varoufakis wäre mit seiner Expertise natürlich vor allem ein veritabler politischer Gegner für den Anführer der Anti-Griechen in der EU, den Juristen Dr. Wolfgang Schäuble – wenn sich Schäuble nicht darauf verlassen könnte, dass nur er und nicht auch Varoufakis mit seinen Ansichten in Deutschland zu Wort kommt.
    Wieder einmal sorgen ARD, ZDF, die Bild-Zeitung sowie die anderen üblichen Verdächtigen in den Medien dafür, dass die offizielle Linie wie gleichgeschaltet über alle Kanäle an die Bevölkerung gesendet wird.
    Das ist zum Beispiel zu sehen in „Schäuble – Macht und Ohnmacht“ eine staatstragende ARD-Doku, deren Inhalt durch das KenFM-Interview korrigiert und ergänzt wird, sowie hier mit Schäubles Pitbull und Lautsprecher Rolf-Dieter Krause und hier im Überblick ( http://www.nachdenkseiten.de/?p=24809 ).
    Die Effekte der unheiligen Allianz von „Bild“ (Unverschämte Griechen, faule Griechen, reiche Griechen) und dem Rest der Medien werden hier sichtbar:
    http://www.tagesspiegel.de/politik/um...

    In den USA hingegen haben sich Wirtschafts-Nobelpreisträger wie Paul Krugman oder Josef Stiglitz - selbst in den dortigen Leitmedien! - vehement gegen Schäuble und für Varoufakis geäußert.

    Joseph Stiglitz spricht im Nachrichtenmagazin „Time“ davon, dass mit Schäubles Politik Griechenland von Deutschland zum zweiten Mal nach dem 2. Weltkrieg zerstört wird.
    http://readersupportednews.org/opinio...
    Paul Krugman schreibt in der New York Times, dass an der griechischen Lage in erster Linie der Euro schuld sei – eine Analyse, die Varoufakis ähnlich auch in unserem KenFM-International-Interview mit Dirk Pohlmann vertritt.
    http://www.nytimes.com/2012/06/18/opi...

    Weiterführend verlinkt der Vorschlag der europäischen Linksparteien „Plan B“, und die Webseite von Yanis Varoufakis mit hochinteressanten Artikeln.
    http://www.neues-deutschland.de/artik...
    http://yanisvaroufakis.eu/

    Die Alternative zum deutschen Medien-Einheitsbrei läuft auf KenFM. Ein Interview, in dem Yanis Varoufakis selbst zu Wort kommt und seine Argumente nicht nachträglich „senderkompatibel“ (regierungsgenehm) so lange verfälscht und kommentiert werden, bis Varoufakis selbst für Varoufakis nicht mehr erkennbar ist.
    LG

  4. #44
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    AW: Griechenland die neuen EU-Rebellen?

    Generalstreik in Athen: Wütende Protestler attackieren Polizisten mit Benzinbomben und Steinen

    Tränengas und Molotow-Cocktails sind heute bei einer Demonstration auf dem Syntagma-Platz in Athen, während eines Generalstreiks, zu dem Gewerkschaften und Aktivisten aufgerufen hatten, eingesetzt worden. Etwa 50.000 Griechen zogen zum Parlament. Insgesamt sollen in Griechenland über 100.000 Menschen protestiert haben. Ein Mob aus etwa 500 Vermummten wollte es nicht beim friedlichen Protest belassen und attackierte die Polizisten mit etlichen Benzinbomben, Steinen und anderen Gegenständen.


    Es sind die geplatzten Hoffnungen, die ein Großteil des griechischen Volks in die Syriza-Regierung und ihre Versprechen, die Lebensbedingungen zu verbessern und die strikten Sparmaßnahmen zu lockern, setzte. Tatsächlich gab die Regierung dem Druck des IWFs nach und es werden den Griechen weiterhin immer straffere Sparmaßnahmen auferlegt, die die Menschen auf die Straßen treiben. Der heutige Generalstreik, durch den nahezu der gesamte Nahverkehr lahmlegt wurde, richtete sich gegen ein weiteres geplantes Reformpaket, das eine Rentenkürzung von etwa 15% , weitere Kürzungen bei Gehältern von Staatsbediensteten von bis zu 20% und Steuererhöhungen vorsieht.


    LG

  5. #45
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    AW: Griechenland die neuen EU-Rebellen?

    Maischberger-Talk mit Yanis Varoufakis, Sahra Wagenknecht und Linder 10.02.2016 - Bananenrepublik

    Die Rettungspakete wurde postwendend an die EZB und einige Privatbanken überwiesen, die Griechen erhielten nur einen Bruchteil davon!
    ...der Erfolg: Ein Euro Land, wo 25% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben! die Staatsverschuldung bereits
    auf 179,2 % d. BIP beträgt!
    ( zur Info: http://www.usdebtclock.org/world-debt-clock.html )

    ...EU-Pur, ein Kasperletheater! ...vor der großzügigen Hilfe waren die Staatsschulden auf 120%!



    LG


  6. #46
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    Griechenland: Tsipras im Gegenwind

    Drei große Probleme belasten die griechische Regierung: die Blockade der Bauern, die Medien und die Flüchtlinge

    Alexis Tsipras steht dreizehn Monate nach seinem Wahlsieg vor zahlreichen Herausforderungen. Er muss sich gegen Vorwürfe von allen Seiten wehren, während in den Medien, aber auch im Parlament immer intensiver eine "ökumenische Regierung" aller demokratischen Kräfte gefordert wird.

    Neuwahlen, die ebenfalls immer wieder ins Gespräch gebracht werden, lehnen die Parteichefs bislang als "katastrophale Lösung" ab.
    Gleich drei Probleme auf einmal!

    Drei große Probleme belasten die griechische Regierung derzeit vorrangig. Die immer noch von Bauern blockierten Straßen (Griechenlands Bauern machen Ernst), die Medien und die Flüchtlinge. Zusätzlich dazu weht Tsipras Team nicht nur aus dem Inland, sondern auch aus dem Ausland starker Gegenwind entgegen. Die Entscheidung über den vorläufigen Ausschluss aus dem Schengen-Raum wurde auf den 6. März verschoben.

    Tsipras wehrt sich gegen die Vorwürfe der EU-Partner, seine Regierung wäre in der Flüchtlingsfrage zu lasch. Er möchte künftig jeden verbalen Angriff der EU-Partner entschieden zurückweisen. "Die verantwortungsscheuen Bürokraten und xenophoben Regierungen werden uns gegenüber nicht den Finger zeigen", meinte Tsipras am Samstag im Parlament.

    Foto: Wassilis Aswestopoulos
    Darüber hinaus wurde die Debatte über einen Lichtblick der Regierung - die Verabschiedung des "parallelen Pakets" zur Stützung sozial Schwacher - von einer besorgten Äußerung des Premiers überschattet. Tsipras fürchtet einen russisch-türkischen Krieg.
    Eine persönliche, aber auch eine nationale Schmach seitens der Türken musste Tsipras indes bereits Anfang der vergangenen Woche hinnehmen. Die Türkei verweigerte dem griechischen Premier auf der griechischen Insel für das Auftanken des Staatsjets zwischenzulanden. Stattdessen wurde Tsipras ein Zwischenstopp in der Türkei nahegelegt. Um dem Affront abzuschwächen, wählte Tsipras für seinen Staatsbesuch in den Iran die Alternativroute über Ägypten.

    Die Bauern kontrollieren die Straßen

    Anlässlich einer Schlechtwetterfront öffneten einige Bauern am Samstagabend ihre Blockaden für die Dauer der intensiven Regenfälle. Bis zu einem Gipfeltreffen der verschiedenen Vertreter der Bauern am Montag mit Alexis Tsipras möchten sie ihre Positionen jedoch halten.

    Kommt es am Montag zu keiner Einigung, dann sind weitere, verschärfte Aktionen zu erwarten. Die Regierung setzt ihrerseits darauf, dass die Front von alleine bröckelt. Denn bereits jetzt sorgen sich die Weinbauern um ihre Reben, welche sie mit Beginn des verfrüht beginnenden Frühlings pflegen müssen.

    Die Medien sind ein "Feind der Demokratie"

    Dagegen ist die Stimmung der Journalisten und Medienmacher gegen die Regierung eher schlechter als besser geworden. Tsipras beabsichtigt, die Zahl der Sendelizenzen im Land auf maximal vier zu begrenzen. Die neuen Lizenzen sollen in einer internationalen Ausschreibung feilgeboten werden. Deshalb fürchten die großen Privatsender, Mega, Ant1, Skai, Star, E, Makedonia TV um ihre Existenz. Kleinere Privatsender hoffen dagegen, als lokale Spartenkanäle überleben zu können.

    Die Begrenzung auf vier landesweite Sender wird von der Regierung mit der Technologie der digitalen Fernsehübertragung begründet. Darüber hinaus behauptet vor allem Staatsminister Nikos Pappas wahrheitswidrig, dass auch Deutschland nicht mehr als fünf Sender habe. Zur Stützung seiner These lieferte Pappas eine in Italien in Auftrag gegebene Studie, welche von Experten, wie dem MIT Professor Michalis Bletsas, widerlegt wird.

    Aus Bletsas Gutachten zu den Regierungsplänen geht im Übrigen hervor, dass zwei der Sendelizenzen offenbar für das staatliche Fernsehen ERT vorgesehen sind. Bislang wurde davon ausgegangen, dass alle vier Lizenzen zusätzlich zum staatlichen Fernsehen vergeben werden. Die damit zusammenhängenden politischen Debatten brachten jedoch das wahre Motiv der Regierung zum Vorschein.

    Vize-Verwaltungsreformminister Christophoros Vernadakis verteidigte die Begrenzung der Medienvielfalt als Mittel zur Stärkung der Demokratie. Für Bernadakis sind "autonome Medien das Grundübel der Demokratie".

    Die NATO übernimmt die Kontrolle…
    ...und die "Ultrapatrioten" sprechen von Landesverrat

    Um dem Vorwurf, die eigenen Grenzen nicht wirksam zu schützen, entgegenzutreten und, offenbar um, wie Vize-Verteidigungsminister Dimitris Vitsas behauptet, der Türkei den schwarzen Peter in der Flüchtlingsfrage zuzuschieben, hat Griechenland akzeptiert, dass NATO-Streitkräfte die Patrouillen in der Ägäis übernehmen.

    Die rechtsextreme Goldene Morgenröte nutzte diese Steilvorlage dazu, sich als patriotische Partei zu profilieren. Sie leakte ein Video aus der geheimen Debatte des Parlamentsausschusses für Verteidigung und beherrschte damit einige Tage lang die politischen Schlagzeilen.

    Bedenken zur Militärpräsenz melden jedoch auch gemäßigtere Kräfte wie die Stadtverwaltung von Rhodos an.
    Zusätzlich zur Problematik der Grenzkontrolle kommt die von der EU geforderte Einrichtung von Hotspots für Flüchtlinge. Hier versucht die Regierung mit allen Mitteln, schnellstmöglich die geforderten Einrichtungen fertig zu stellen. Der Versuch, diese Anlagen allein mit dem Militär zu erbauen, scheint gescheitert.

    Ausschreibungen für die Auftragserteilung an private Unternehmer scheinen zu zeitraubend zu sein. Ergo wurde im Parlament mit der Regierungsmehrheit beschlossen, dass die Aufträge ohne Ausschreibung vom Verteidigungsminister an Unternehmer vergeben werden. Die Aufträge betreffen nicht nur den Bau, sondern auch den Transport und die Versorgung der Flüchtlinge.

    Zusätzlich zu Protesten von "besorgten Bürgern", die nach dem Muster von Pegida agieren, demonstrieren auch Menschenrechtler gegen die Hotspots. Sie fürchten keine Überfremdung ihrer Wohngebiete, sondern eher eine unmenschliche Unterbringung von Schutzbedürftigen. Auf Rhodos sperrten sich daher drei Aktivisten mit Theatermasken in einen Käfig. Sie möchten damit die Entmenschlichung der Flüchtlinge anprangern.

    Von der Realität eingeholt

    Tatsächlich werden Regierung, Aktivisten und Nationalisten jedoch von der Realität eingeholt. Das bessere Wetter der vergangenen Tage ließ den Flüchtlingen wieder mehr Möglichkeiten zur Seepassage.

    Auf der vom griechischen Festland am weitesten entfernten Insel Kastelorizo, wo sich 250 Einwohner verlieren, kamen allein zu Beginn des Wochenendes 900 Flüchtlinge an. Im gesamten Land waren es bis Samstagabend knapp 11.000.
    weiter: http://www.heise.de/tp/artikel/47/47473/1.html

    LG

  7. #47
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    Athen lehnt Besuch von Österreichs Innenministerin ab

    Die griechische Regierung hat einen Besuch der österreichischen Innenministerin abgelehnt. Schon am Tag zuvor wurde die griechische Botschafterin aus Wien abgezogen. Hintergrund der diplomatischen Eskalation ist die Flüchtlingskrise.

    weiter hier: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...ministerin-ab/
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  8. #48
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    AW: Griechenland die neuen EU-Rebellen?

    EU-Bericht sieht neue Banken-Krise in Griechenland



    Deutsche Wirtschafts Nachrichten


    Die wirtschaftliche Lage Griechenlands verbessert sich kaum – im Bankensektor haben sich die Fundamentaldaten sogar verschlechtert. Besonders die hohe Zahl ausfallgefährdeter Kredit beunruhigt die Verfasser einer aktuellen Analyse der Europäischen Kommission.


    Griechenlands Wirtschaft hat immer noch mit bedeutenden Problemen zu kämpfen. (Foto: dpa)

    In ihrer neuesten Analyse zur Situation in Griechenland zeichnet die EU ein durchwachsenes Bild. Während sich einige Fundamentaldaten stabilisiert haben, lässt sich aus den Zahlen des Bankensektors eine Schieflage vieler Finanzinstitute herauslesen.
    Die griechische Wirtshaft war aus Sicht der Europäischen Kommission seit 2014 auf einem guten Weg – bis sie um die Mitte des vergangenen Jahres deutlich an Schwung einbüßte. „Nachdem sie 2014 wieder zu wachsen begann und eine überraschende Widerstandsfähigkeit in der ersten Hälfte des Jahres 2015 zeigte, ist Griechenlands Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte wieder in die Rezession gerutscht. Dies spiegelte einen starken Vertrauensverlust der Anleger, Stress innerhalb des Bankensystems und die Unsicherheit bezüglich der verlängerten Verhandlungen um das Hilfsprogramm wieder“, schreibt die Kommission.

    Vorläufigen Daten der Statistikbehörde Eurostat zufolge hat sich die Wirtschaft des Landes im dritten Quartal 2015 um 1,4 Prozent und im vierten Quartal um 0,6 Prozent abgeschwächt. Für das gesamte vergangene Jahr bedeutet dies einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von rund 0,7 Prozent, wie der Bericht der Kommission festhält. Die Analysten gehen für das laufende Jahr ebenfalls von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts aus, ehe die griechische Wirtschaft 2017 wieder um etwa 2,7 Prozent wachsen werde. Die von der Kommission vorgebrachten Gründe für diese positive Annahme sind ein wachsendes Vertrauen von Investoren, dass sich aus der Lockerung der Kapitalverkehrskontrollen und der Erfüllung von Reformzusagen ableiten werde.
    Die Inflation entwickelt sich 2015 wie schon in den beiden Jahren zuvor negativ. Im laufenden Jahr wird sie dem Bericht zufolge mit 0,5 Prozent wieder in den positiven Bereich einschwenken, weil sich die Wirtschaft besser entwickeln könnte. Dies würde auch einen Rückgang der Arbeitslosigkeit nach sich ziehen, welche den Prognosen der EU zufolge im laufenden Jahr 24 Prozent und 2017 etwa 22,8 Prozent betragen werde. Im Oktober 2015 lag die offizielle Zahl bei 25,4 Prozent.

    Bedeutende Risiken finden sich in Griechenlands Bankensektor. „Die finanzielle Lage der griechischen Banken hat sich seit der Ankündigung neuer Wahlen Mitte Dezember 2014 permanent verschlechtert. Signifikante und kontinuierliche Kapitalabflüsse haben ihre Liquidität stark beeinträchtigt: von Mitte Dezember 2014 bis Ende Juni 2015 wurden mehr als 25 Prozent aller Einlagen abgezogen. (…) Das sich verschlechternde ökonomische Umfeld und die politische Unsicherheit hatten einen schädlichen Einfluss auf die Qualität des Kredit-Portfolios und führten zu einer Zunahme ausfallgefährdeter Darlehen“, heißt es in dem Bericht. „Die Bürde der faulen Kredite stellt für die griechischen Banken eine akute Herausforderung dar, weil diese Ende September 2015 rund 40 Prozent aller vergebenen Kredit ausmachten“, heißt es in dem Bericht.

    Ende Oktober 2015 ergab zudem eine Untersuchung der EZB, dass die vier größten Geldinstitute Griechenlands Kapitaldefizite von 4,4 Milliarden Euro im durchgespielten Normalszenario und 14,4 Milliarden Euro in einem ungünstigen Marktszenario haben würden.
    LG

  9. #49
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    Fragwürdige Rolle von Helfern, Aktivisten und Hilfsorganisationen: Kritik in Athen nimmt zu

    Vorboten von TTIP???

    Im Hafen von Piräus beispielsweise hätten ausländische Nichtregierungsorganisationen (NGO) das Kommando übernommen, eigene Regeln aufgestellt und so den Staat ersetzt, schreibt das griechische Newsportal „tribune“.

    weiter hier: http://www.epochtimes.de/politik/wel...meistgelesen=1
    Fragwürdig? Nein, ich nenne das kriminell!!!

    LG
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  10. #50
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    Protest gegen Rentenkürzung

    Landesweite Streiks in Griechenland - keine Flüge

    Griechenland steht wegen eines landesweiten Streiks aus Protest gegen geplante Rentenkürzungen weitgehend still. Dem Ausstand, zu dem die Gewerkschaft der Staatsdiensteten Griechenlands (ADEDY) aufgerufen hatte, schlossen sich auch die Fluglotsen an.

    weiter hier: http://www.t-online.de/nachrichten/a...ne-fluege.html
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