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Thema: Griechenland die neuen EU-Rebellen?

  1. #1
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    Griechenland die neuen EU-Rebellen?

    Griechenland: Politisches Chaos droht, Börse stürzt ab

    Kaum haben sich die EU und Griechenland auf weitere Milliarden-Kredite geeinigt, ist in Athen der Wahlkampf ausgebrochen: Die Börse stürzte ab, weil allgemein erwartet wird, dass die Linkspartei Syriza in den kommenden Wochen die Agenda dominieren wird. Der Bundestag soll in der kommenden Woche erneut in aller Eile über eine Ausweitung des Kredit-Programms entscheiden, obwohl die Rahmenbedingungen völlig unklar sind.



    Die Furcht der Anleger vor politischer Instabilität und einer Abkehr vom Sanierungskurs hat den griechischen Aktienmarkt am Dienstag abstürzen lassen. Der Athener Leitindex schloss 13 Prozent im Minus. Dem Börsenbetreiber zufolge ist das der größte Tagesverlust seit November 1987.


    Vor dem Ende des internationalen Kredit-Programms für Griechenland sucht Regierungschef Antonis Samaras die Machtprobe mit seinen politischen Gegnern. Er zog überraschend die Präsidentenwahl um zwei Monate auf Dezember vor und nominierte am Dienstag den früheren EU-Kommissar Stavros Dimas für das höchste Staatsamt. Samaras setzt damit alles auf eine Karte: Falls sein Kandidat durchfällt, steuert das Land auf Neuwahlen zu. Aus Furcht vor politischer Instabilität und einer Abkehr vom Sanierungskurs flohen Anleger bereits in Scharen aus den griechischen Finanzmärkten.


    Der linke Oppositionschef Alexis Tsipras, dessen Syriza-Partei in Umfragen vorne liegt, lehnt die Politik von EU, EZB und IWF ab und pocht auf ein Ende der Vorgaben von außen. Samaras verfügt im Athener Parlament zwar über eine Mehrheit von 155 der 300 Sitze. Doch für die Wahl des Staatsoberhaupts benötigt er auch viele Stimmen der Opposition. Die Aussicht, dass das Land bei Neuwahlen in neue Turbulenzen geraten könnte, schreckte viele Investoren auf. Der Leitindex der Athener Aktienbörse schloss am Dienstag 13 Prozent im Minus – der größte Tagesverlust seit 1987 im Sog der Turbulenzen eines weltweiten Börsencrashs.


    Es gilt unter Beobachtern als unwahrscheinlich, dass Dimas die Hürde bereits in den beiden ersten Wahlgängen am 16. und 23. Dezember nimmt. Dabei müssten jeweils 200 Abgeordnete für den 73-Jährigen ehemaligen EU-Umweltkommissar stimmen. Etwas besser stehen die Chancen bei der letzten Wahlrunde am 29. Dezember: Dann genügen 180 Stimmen – das sind 25 mehr als das Regierungslager im Parlament vereinen kann. Die kleine Demokratische Partei winkte aber bereits ab und erklärte, sie werde nicht für Dimas stimmen. Auch die rechtsextreme Goldene Morgenröte will nicht Mehrheitsbeschafferin für Samaras spielen.


    Zum Zünglein an der Waage dürften daher rund zwei Dutzend unabhängige Abgeordnete werden. Scheitert die Wahl eines Nachfolgers für den scheidenden Präsidenten Karolos Papoulias, werden laut Verfassung Neuwahlen des Parlaments fällig. Die Wahl des weitgehend mit Repräsentationspflichten betrauten Staatschefs entscheidet somit auch über die Zukunft von Samaras’ Koalition mit der Pasok-Partei von Außenminister Evangelos Venizelos, der am Mittwoch in Berlin erwartet wird. Die Pasok ist politisch fast schon in die Bedeutungslosigkeit versunken, weil sich die Partei stets nur von einer Koalition in die nächste geturnt hatte, für die Probleme der griechischen Bevölkerung jedoch wenig Engagement zeigte.
    Bei dem zweitägigen Besuch in Berlin stehen unter anderem Gespräche mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) an. Samaras wirft der Syriza vor, eine Einigung mit den Geldgebern von Europäischer Union (EU) und Internationalem Währungsfonds (IWF) torpedieren zu wollen. Mit der vorgezogenen Wahl wolle er für klare Verhältnisse sorgen, betonte er in einer Fernsehrede: “Das Land wird dann bereit sein, ganz offiziell die Ära nach der Zeit der Rettungsprogramme einzuläuten.”


    Samaras weiß, dass er irgendwelche Erfolge vorzeigen muss, um nach der taktischen Finte bei der Präsidentenwahl nicht von der Syriza als stärkste Partei abgelöst zu werden. Das Parlament in Athen hatte in der Nacht zu Montag den Haushalt für 2015 beschlossen. Dieser weist offiziell so geringe Schulden aus wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Dennoch gibt es Unstimmigkeiten mit den internationalen Geldgebern, die weitere Einsparungen im Volumen von 1,7 Milliarden Euro verlangen. Daran hängt letztlich die Auszahlung der letzten Tranche des laufenden Kreditprogramms in Höhe von 1,8 Milliarden Euro.


    Da das Programm am 31. Dezember regulär endet, wird wegen der Schwierigkeiten eine Verlängerung fällig. Die griechische Regierung und die griechischen Banken sind seit 2010 mit zwei Rettungsprogrammen in Höhe von insgesamt 240 Milliarden Euro über Wasser gehalten worden. Die Bevölkerung hat von dem Geld so gut wie nichts gesehen und wird auch weiter darben müssen: Im Rahmen der “Rettung” sind die Schulden Griechenlands weiter gestiegen.


    Der Bundestag soll voraussichtlich in der kommenden Woche über die neuen Kredite abstimmen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kündigte am Dienstag in Brüssel an, dass die Regierung einen entsprechenden Antrag einbringen werde, der dann in derselben Woche beschlossen werden könnte. Schäuble erklärt das neue Programm damit, dass noch genug Geld herumliegt, das man verwenden könne: Man müsse “kein frisches Geld mobilisieren, denn im jetzigen Programm sind noch rund zehn Milliarden Euro vorhanden, die dafür genutzt werden können.” Voraussetzung sei, dass der IWF auch bei einer etwaigen Kreditlinie involviert wäre. Schäuble sagte weiter, dass Griechenland beachtliche Fortschritte im wirtschaftlichen Bereich erreicht habe. Es seien aber wichtige Teile der vereinbarten Reformen noch nicht umgesetzt.
    Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...ge-1/#comments

    ... nur so am Rande von: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

    Chinas Notenbank schockt die Märkte: Sie akzeptiert nur noch AAA-Anleihen als Sicherheit und entzieht damit den Banken Liquidität. Die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland aus der EU austritt, steigt. Heftige Bewegungen bei Aktien, Devisen und Anleihen sind die Folge.

    Angesichts einer vorgezogenen Präsidentenwahl in Athen halten viele Investoren eine Abkehr vom Sanierungskurs in Griechenland für möglich. Der Athener Leitindex stürzte um 13 Prozent ab. Ohne die konkrete Aussicht auf ein EZB-Anleiheaufkaufprogramm könnte die Lage in Griechenland schnell auf andere südeuropäische Staaten wie Spanien oder Italien übergreifen, warnte Klatt. Die Renditen der spanischen und italienischen Staatsanleihen zogen denn auch wieder an. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte dagegen mit 0,688 Prozent so niedrig wie nie zuvor.

    ...einen Tag vorher bringt RIA-NOVSTI diesen Bericht,
    der von unseren Medien ignoriert wird:


    Griechisch-Eurasischer Geschäftsrat will mit Eurasischer Union kooperieren

    Der im vergangenen September gegründete Griechisch-Eurasische Geschäftsrat will mit der Eurasischen Wirtschaftsunion eng kooperieren. Das teilte die Vizepräsidentin des Rates, Zoya Kiprianova, RIA Novosti am Montag in Athen mit.


    „Der Rat hat zum Ziel, die Beziehungen nicht nur zur Eurasischen Union als Ganzes, sondern auch zu jedem einzelnen Mitgliedsland zu entwickeln. Seit dem 1. Januar 2015 wird die Kaukasusrepublik Armenien Mitglied der Wirtschaftsunion, zu der bereits Kasachstan, Russland und Weißrussland gehören“, sagte Kiprianova, die früher Vizepräsidentin der Griechisch-Russischen Handelskammer war.


    Einige Großunternehmer und große Konzerne hätten bereits den Wunsch bekundet, mit der Eurasischen Wirtschaftsunion zusammenzuarbeiten. Am Vortag sei der Präsident des Griechisch-Eurasischen Geschäftsrates, Ex-Vizeaußenminister Spiros Kouvelis, in Moskau mit Vertretern der Eurasischen Kommission zusammengetroffen, sagte die Vizepräsident. Details der Gespräche lagen zunächst nicht vor.
    weiter:http://de.ria.ru/business/20141208/270170807.html


    ...was geht hier ab?

    Einen Blick in Richtung eurasischen Wirtschaftsraum und die Börse sackt ab?

    Griechenland nach Ungarn ein neuer Bösewicht?
    LG

  2. #2
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    Alexis Tsipras: Offener Brief an Deutschland – Was Ihnen über Griechenland verschwiegen wurde

    Am 13. Januar, also fast zwei Wochen vor den Parlamentswahlen in Griechenland, wandte sich der heutige griechische Regierungschef mit einem Offenen Brief an die deutsche Öffentlichkeit. Wir wollen Ihnen dieses wichtige Dokument nicht vorenthalten



    Die Mehrheit von Ihnen wird sich bereits jetzt eine Meinung darüber gebildet haben, was sie in diesem Artikel lesen wird. Das ist mir bewusst. Ich wage es dennoch, Sie darum zu bitten, sich den folgenden Zeilen möglichst vorurteilsfrei zu widmen. Denn Vorurteile sind, vor allem in Zeiten der Wirtschaftskrise, keine guten Berater, sie schüren Intoleranz, Nationalismus, Rückwärtsgewandtheit, ja sogar Gewalt.


    Ich wende mich mit einem offenen Brief an Sie, um Ihnen eine andere Sicht auf das zu geben, was sich vom Jahr 2010 bis zum heutigen Tage abgespielt hat. In erster Linie jedoch möchte ich Ihnen in aller Aufrichtigkeit die Vorschläge und Zielsetzungen meiner Partei SYRIZA erläutern, welche am 26. Januar die dann neu gewählte griechische Regierung stellen könnte.

    Der griechische Staat ist seit 2010 nicht mehr dazu in der Lage, seine Schulden zurückzuzahlen. Unglücklicherweise beschloss man auf offizieller europäischer Seite, so zu tun, als könne man dieses Problems mittels des größten in der Menschheitsgeschichte je gewährten Kredits und der strikten Durchsetzung eines finanz- und strukturpolitischen Anpassungsprogramms Herr werden. Und das, obwohl dies mit mathematischer Gewissheit das Zusammenschrumpfen des Inlandseinkommens zur Folge haben musste, aus welchem die Abzahlung neuer wie alter Kredite finanziert wird.

    Kreditvereinbarung entschieden abgelehnt

    Man ging das Problem an, als handle es sich beim drohenden Staatsbankrott um einen Liquiditätsengpass. Anders ausgedrückt: Man machte sich die Logik eines Bankers zu eigen, der, statt sich einzugestehen, dass sein an eine bankrotte Firma ausgezahlter Kredit ›geplatzt‹ ist, dieser einfach weitere Geldsummen verleiht und sich vormacht, die Kredite würden abbezahlt, wenn man die unabwendbare Pleite nur immer weiter hinauszögere.

    Es hätte nicht mehr als gesunden Menschenverstand gebraucht, um zu erkennen, dass das konsequente Festhalten am ›Extend and Pretend‹-Dogma [Verlängern von Krediten, wobei man so tut, als ob alles in Ordnung wäre] für mein Land in einer Tragödie enden würde. Es hätte nicht mehr als gesunden Menschenverstand gebraucht, um zu verstehen, dass man, statt Griechenland zu stabilisieren, nur Öl ins Feuer einer sich immer wieder aufs Neue selbst entfachenden Krise goss, die Europa bis in seine Grundfesten bedroht.

    Die im Mai 2010 verabschiedete Kreditvereinbarung wurde von meiner Partei und mir entschieden abgelehnt. Nicht weil wir glaubten, Deutschland und unsere anderen Partner hätten uns nicht genügend Geld zur Verfügung gestellt, sondern weil wir der Auffassung waren, dass sie uns weit größere Summen haben zukommen lassen als angemessen, weit mehr, als anzunehmen wir berechtigt gewesen wären. Geldsummen, die weder der griechischen Bevölkerung zugutekommen würden, da sie nur dazu bestimmt waren, in ein Schuldenfass ohne Boden geworfen zu werden, noch das Anwachsen der Staatsschulden, deren Last unsere Partner unweigerlich immer wieder auf ihre Bürger abwälzen würden, würden verhindern können.


    Diese unleugbare Tatsache war auch der Bundesregierung bekannt und wurde dennoch verschwiegen.

    Tausende Unternehmen in den Ruin getrieben

    Weniger als ein Jahr darauf hatte sich unsere Einschätzung als richtig erwiesen. Die Kombination aus Neuaufnahme enormer Kreditsummen und massiven Kürzungen hatte es nicht nur nicht vermocht, die Schuldenproblematik zu zähmen, sondern darüber hinaus auch die Schwächsten unserer Gesellschaft hart getroffen. Gewissenhafte Arbeitnehmer waren arbeits- und obdachlos geworden und fühlten sich vor allem ihrer Würde beraubt. Die massiven Einkommensverluste trieben Tausende Unternehmen in den Ruin und verhalfen den verbliebenen dazu, sich als Oligopole zu etablieren und an Stärke zu gewinnen.

    In Zeiten, in denen das Defizit an Hoffnung und Perspektive größer ist als alle anderen Defizite, brauchte es nicht lange, bis das ›Schlangenei‹ des Faschismus ausgebrütet war und Neonazis in den Nachbarschaften unseres Landes zu patrouillieren begannen, um Hass und Gewalt zu säen.

    Trotz des fulminanten Scheiterns dieser Strategie hält man bis zum heutigen Tag an der erwähnten Logik der Verlängerung und Täuschung fest. Mit der im Jahr 2012 getroffenen Kreditvereinbarung lud man eine noch größere Schuldenlast auf die ohnehin schon schwachen Schultern Griechenlands und löste eine neue Rezession aus, während die Gelder unserer Partner für die Finanzierung eines Systems persönlicher Bereicherung und Vorteilsnahme verwendet wurden und der damals vorgenommene Haircut vornehmlich die Einlagen der Sozialversicherungs- und Rentenkassen beschnitt.

    Leugnen mathematischer Tatsachen

    In der letzten Zeit hört man Beobachter von einer Stabilisierung Griechenlands sprechen, sogar von Wachstum ist die Rede und davon, dass die verfolgte Politik nun Früchte trage. Dabei handelt es sich um eine willkürliche Verzerrung der Tatsachen, welche einer genaueren Analyse nicht standhalten kann. So markiert der jüngste Anstieg des realen Nationaleinkommens um 0,7 Prozent nicht etwa das Ende der Rezession, sondern deren Fortsetzung, da im selben Zeitraum die Inflation bei 1,8 Prozent lag.


    Die Wahrheit ist, dass die Staatsschulden Griechenlands nicht zurückgezahlt werden können, solange die griechische Volkswirtschaft ständigen fiskalischen Ertränkungsversuchen ausgesetzt ist (fiscal waterboarding). Das Beharren auf diese ausweglose und menschenverachtende Politik und das Leugnen mathematischer Tatsachen kosten den deutschen Steuerzahler Unmengen an Geld und das griechische Volk seine Würde. Und führt, noch viel schlimmer, dazu, dass sich Griechen gegen Deutsche und Deutsche gegen Griechen wenden und so dem Gedanken eines demokratischen und geeinten Europas tiefe Schäden zufügen.

    Deutschland, und vor allem die hart arbeitenden deutschen Steuerzahler haben von einer SYRIZA-Regierung nicht das Geringste zu befürchten. Ganz im Gegenteil.

    Kleptokratischem System den Kampf angesagt

    Unser Ziel ist es nicht, auf Konfrontation mit unseren Partnern zu gehen, noch mehr Kredite oder einen Freibrief für neue Defizite zu erhalten. Unsere Ziele sind die Stabilisierung des Landes, das Erreichen eines ausgeglichenen Primärhaushalts und die Beendigung dieses Aderlasses, den deutsche und griechische Steuerzahler dank dieser absolut unangemessenen Kreditvereinbarung über sich haben ergehen lassen müssen. Wir fordern ein Ende des »Extend and Pretend«-Dogmas, und zwar nicht zu Lasten der Bürger Deutschlands, sondern zu unser aller Vorteil.


    Liebe Leser, ich weiß, dass hinter der Forderung nach genauester Durchsetzung dessen, was vereinbart wurde, die Befürchtung steht, die Griechen könnten, wenn man es ihnen erlaubte, einfach weitermachen wie bisher. Ich habe großes Verständnis für diese Sorge und möchte klarstellen, dass es nicht meine Partei, dass es nicht SYRIZA war, die dieses System aus Korruption, persönlicher Bereicherung und Vorteilsnahme geschaffen hat, sondern eben jene, die heute allzu sehr auf die Einhaltung des Vereinbarten und die Fortführung des Reformprogramms pochen. Selbstverständlich nur, wenn dabei ihre eigenen Privilegien, wie dies in den vergangenen vier Jahren und unter der Regierung Samaras der Fall war, gänzlich unangetastet bleiben.

    Wir haben diesem kleptokratischen System den Kampf angesagt und werden eine weitreichende Reform des Staates und der öffentlichen Verwaltung vornehmen sowie Transparenz, leistungsorientierte Einstellungs- und Beförderungssysteme und Steuergerechtigkeit schaffen, darüber hinaus hart gegen Geldwäscher vorgehen.

    Das ist unsere Reformagenda. Die Reformagenda, die wir dem griechischen Volk bei den kommenden Wahlen zur Abstimmung vorlegen.

    Mehr Solidarität und mehr Demokratie

    Ziel ist es, im Rahmen der Euro-Zone zu einer neuen Übereinkunft zu kommen, die es der griechischen Bevölkerung möglich macht, zu atmen, ihre Produktivität freizusetzen und in Würde zu leben. Mit Wiederherstellung der Schuldentragfähigkeit und einem Ausweg aus der Rezession. Mittels Wachstumsfinanzierung statt zum Scheitern verurteilter Austeritätspolitik, welche immer wieder in die Rezession führt. Mit Förderung des sozialen Zusammenhalts. Mit mehr Solidarität und mehr Demokratie.


    Am 25. Januar wird in Griechenland eine neue Chance für ganz Europa geboren. Mögen wir sie nicht ungenutzt lassen.

    Das Nationaleinkommen sank also weiter, nur eben weniger stark als die Durchschnittspreise. Der Schuldenberg wächst beständig weiter. Wir haben es mit einer beschämenden Schönung der Statistik zu tun, mit welcher man die Effektivität der von der Troika in Griechenland verfolgten Politik zu belegen und die Europäer, die das Recht haben, endlich die Wahrheit zu erfahren, ein weiteres Mal hinters Licht zu führen versucht.
    Quelle:http://info.kopp-verlag.de/hintergru...9878104C3697AD

    Die Börsenmaffia, IWF und EZB abreiten schon mit "Hochdruck" daran Griechenland das Grab zu schaufeln!
    ...Demokratie ist: Wer Brüssel wiederspricht ekommt die Zinsekeule!

    Griechenland: Zinsen für Staatsanleihen steigen rasant

    Nervosität auf dem Bondmarkt: Die Zinsen für fünfjährige griechische Bonds stiegen am Donnerstag auf 17.68 Prozent. Die zehnjährigen Papiere stiegen auf 11 Prozent
    weiter: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...teigen-rasant/

    ...das ist nicht kriminell? ...fast kostenloses Geld von der EZB, als Hilfe für Griechenland dem EU-Budget anlasten. Man gibt Milliarden Kredite um die Wirtschaft in Schwung zu bringen, diese werden jedoch zu 80% für die Zinsentilgung an die diversen Banken ausbezahlt.

    Nur 20% verbleiben um Haushalt und neuen Zinsen abzudecken!
    Dazu kommen noch rigorose Auflagen und eine Sparkurs Verordnung, was das Land völlig kaputt macht.

    Zur gleichen Zeit starten die Mainstream eine Kampagne gegen "Syriz" wo man dann die ganze Schuld abwälzen kann!

    Vermögesbeschaffung der "Elite", durch Vernichtung von Volksvermögen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit und
    Gütesiegel "EUdSSR"!


    LG

  3. #3
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    Alexis Tsipras hat mit Präsident Putin telefoniert

    Wie am Donnerstag bekannt wurde, hat der neue griechische Premierminister Alexis Tsipras mit Russlands Präsident Wladimir Putin gesprochen. Eine Verlautbarung der russischen Regierung bestätigte, das Telefongespräch fand am Donnerstag statt. Dabei hat Putin dem griechischen Regierungschef zu seinem Amt gratuliert und zu einem Besuch nach Moskau eingeladen. Tsipras hat die Einladung angenommen. Hauptthemen des Gesprächs waren die Krise in der Ukraine und die Gaslieferung nach Europa über South Stream und Turkish Stream.



    Interessant ist, beide Staaten verlangen von Deutschland die Bezahlung von Reparationen wegen der deutschen Besatzung während des II. Weltkrieg. Beide, Russland und Griechenland, haben bisher keinen Cent für die Kriegsschäden erhalten. Wissen die Deutschen das überhaupt?

    Die erste Amtshandlung die Tsipras nach seiner Vereidigung vorgenommen hat, war der Besuch der Gedenkstätte am Schiessstand von Kesarianiin und er legte Blumen nieder. Von den deutschen Besatzern wurde das Gelände für die Erschiessungen von griechischen Widerstandskämpfern benutzt. 1942 wurden 13 Menschen erschossen, 1943 waren es 147 und 1944 weitere 440. Laut Studien, welche die vorherige griechischen Regierungen vorgenommen haben, schuldet Deutschland den Griechen mindestens 200 Milliarden Euro für Schäden durch die Besatzung, für den Wiederaufbau und für Kredite, die Griechenland gezwungen wurde an das III. Reich zu zahlen.

    Mit diesem Betrag wäre ein Grossteil der Schulden Griechenlands gedeckt. Wie kann Schäuble und Merkel knall hart die Einhaltung der Rückzahlung der Schulden verlangen, aber selber die Schuld die Berlin gegenüber Athen aus dem II. Weltkrieg hat nicht honorieren? Wenn ich Tsipras wäre, würde ich die Summen miteinander verrechnen, Merkel und Schäuble deutlich sagen "haltet den Mund", und der Fall wäre erledigt.

    Am Montag hat die LDPR-Fraktion im russischen Parlament einen Initiative eingereicht, um Reparationszahlungen von Deutschland für den Angriff auf die UDSSR zu bekommen. "Tatsache ist, Deutschland hat gar keine Reparationen an die Sowjetunion für die Zerstörung und Verbrechen, welche während des Grossen Vaterländischen Krieg begangen wurden, bezahlt. Es gab eine Vereinbarung mit der DDR nach dem Krieg, keine Reparationen zu verlangen. Aber es gab nie so eine Vereinbarung mit der BRD, geschweige denn mit dem vereinigten Deutschland, und deshalb ist diese Frage noch offen," sagte Mikhail Degtyarev von der Liberalen Demokratischen Partei Russlands.

    Die Sowjetunion bzw. Russland war das grösste Opfer der Massenverbrechen an der Zivilbevölkerung durch Hitlers Kriegsmaschinerie. Es starben dabei zwischen 24 und 40 Millionen Bewohner der Sowjetunion. Dieser Krieg gilt wegen seiner verbrecherischen Ziele, Kriegführung und Ergebnisse allgemein als der "ungeheuerlichste Eroberungs-, Versklavungs- und Vernichtungskrieg, den die moderne Geschichte kennt", laut dem deutschen Historiker Ernst Nolte. Umgerechnet auf heutige Preise beläuft sich der Betrag den Deutschland an Russland als Nachfolger der UDSSR zahlen muss auf mindestens drei bis vier Billionen Euro!!!.

    Degtyarev wies darauf hin, andererseits hat Deutschland Länder kompensiert, die gar nicht am II. Weltkrieg beteiligt waren. So hat Israel, zum Beispiel, mehr als 60 Milliarden Euros bisher erhalten, sagte der Parlamentarier. Sein Kollege von der Partei Vereinigtes Russland und Mitglied des Verteidigungsausschusses, Timur Akulov, meint: "Die Forderung ist berechtigt." Nach seiner Meinung muss Deutschland sogar mehr bezahlen, für den Abzug der sowjetischen Truppen aus Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung auch. "Wir haben so viel Besitz zurückgelassen und so viele Gebäude, als die sowjetischen Truppen die DDR verlassen haben. Deutschland hat auch dafür nichts bezahlt", sagte Akulov.

    Warum taucht das Thema Reparationen in beiden Ländern jetzt auf? Weil die deutsche Bundesregierung massgeblich an der Krise in Griechenland und in Russland verantwortlich ist. Wer beharrt denn auf die brutalen Sparmassnahmen gegen die griechische Bevölkerung? Wer hat die härtesten Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt, unter denen die russische Bevölkerung am meisten leidet? Merkel pilgert wohl dauernd nach Israel, vergiesst dort Krokodilstränen und verteilt Geschenk noch und noch. Aber was das vergangene Leid betrifft und auch das jetzige, das gegenüber der griechischen und russischen Bevölkerung angerichtet wurde, bzw. wird, da zeigt sie keine Spur von Verständnis, Reue oder Wiedergutmachung.

  4. #4
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    Die Fakten über Griechenland - Undankbare Faulenzer? - Monitor 05.02.2015 - Bananenrepublik

    Bananenrepublik, Stimmbürger, Stimmbuerger, Politik, politisches, Kabarett, Satire, Korruption, Comedy, Schwarzer, Humor, Politsatire, lustig, Commedian, Komiker, Entertainer, Moderator, Schauspieler, Satire, lustig, korrupt, Kartell, Yanis Varoufakis, Pressekonferenz, Berlin, Die Fakten, Undankbare Faulenzer, Monitor, Griechenland, Alexis Tsipras, Syriza, Wolfgang Schäuble, Finanzminister, Finanzpolitik, EU, Europa, Euro, Eurogruppe, Haircut, Schuldenschnitt, Umschuldung, Staatsverschuldung, Schuldenkrise, Guthabenkrise, Bankenkrise, Schuldenspirale, Inflation, Deflation, EZB, IWF, IMF, Troika, Wirtschaft, Volkswirtschaft, BIP, Deutschland,




    LG

  5. #5
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Negatives Medienecho auf Wahlsieger Tsipras lässt aufhorchen



    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  6. #6
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    Mit Krediten und Pathos auf dem Weg zu Kompromiss mit Griechenland

    Die nächste Kredit-Welle für Griechenland ist auf einem guten Weg: Die EZB hat angeblich 68,3 Milliraden Euro an Not-Krediten für die griechischen Banken genehmigt, Die Griechen erwarten nun einen Einigung mit der EU. Sogar Wolfgang Schäuble spricht nicht mehr von „Vereinbarungen“, sondern von „Vertrauen“.



    Wir mehrfach vorhergesagt, scheint der Theaterdonner in der Euro-Zone vorüber zu sein – die EU und Griechenland bewegen sich auf eine Einigung zu. Zu Euro-Kompromissen gehören in der Regel Kredite durch die EZB und pathetische Worte. Beides wurde der Öffentlichkeit am Donnerstagabend gehört.


    Kredite:
    Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt einem Insider zufolge den Geldhahn für griechische Banken trotz des ungelösten Schuldenstreits offen. Sie genehmigte Notfall-Hilfen der Athener Notenbank an ihre heimischen Geldhäuser von 68,3 Milliarden Euro, wie am Mittwochabend eine mit den EZB-Verhandlungen vertraute Person erklärte. Das ist eine Erhöhung um etwa 3,3 Milliarden Euro. Die Notenbank in Athen hätte dagegen um etwa zehn Milliarden Euro mehr gebeten, hieß es weiter.


    Griechenland und die Euro-Länder bekommen mit dem Schritt mehr Raum, eine Einigung im Schuldenstreit zu finden. Die europäischen Währungshüter hatten vergangene Woche bereits den Rahmen für die sogenannten ELA-Notfallkredite um fünf Milliarden Euro auf 65 Milliarden Euro aufgestockt.
    Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis hat sich zuversichtlich gezeigt, dass seine Euro-Kollegen der Bitte seines Landes um Verlängerung der Rettungskredite zustimmen werden. Sollte das Gesprächsklima weiter so bleiben wie im Moment, werde es am Donnerstag auf Expertenebene “einen guten Abschluss geben”, sagte er am Mittwochabend in Athen. Die Zustimmung werde dann am Freitag während einer Telefonkonferenz der Euro-Gruppe fallen, sagte Varoufakis voraus. Die Bitte seines Landes sei so formuliert worden, dass “sie die griechische Seite und den Präsidenten der Euro-Gruppe zufriedenstellen wird”. Diese wird von Jeroen Dijsselbloem angeführt.


    Pathos:
    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat im Vorfeld der Verhandlungen an das gigantische Euro-Schneeball-System die großartige europäische Idee erinnert, die eine Einigung erfordere: “Wenn wir unser gegenseitiges Vertrauen zueinander zerstören, zerstören wir Europa”, sagte Schäuble am Mittwoch vor der Bertelsmann Stiftung.

    Mit Blick auf die Hilfen für Griechenland sagte er: “Wir sind sehr großzügig gewesen.” Mit Blick auf die Verhandlungen in den kommenden Tagen zur Lösung des Streits mit Griechenland fügte er an. “Wir werden unser bestes tun bei dem, was zu tun ist”. Er ergänzte: “Wir müssen daran denken, dass wir eine große Verantwortung haben, nämlich Europa stabil zu halten.


    Quelle:http://deutsche-wirtschafts-nachrich...uen-in-europa/

    ....ja, nein, doch, nein, vieleicht, ja, es geht ja doch!

    LG

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    Griechenland akut von Pleite bedroht - Tsipras setzt auf Einigung mit EU-Partnern

    Die griechische Regierung gerät abermals unter Druck. Bis Ende des Monats muss Griechenland Zahlungen auf Kredite, Anleihen, Pensionen und Gehälter in der Höhe von 6,85 Milliarden Euro leisten. Der griechische Finanzminister Varoufakis spricht von "unbedeutenden Liquiditätsproblemen". Tsipras bringt neuerdings Verschwörungstheorien gegen sein Land ins Spiel. Immer wieder wird dabei auch Deutschland genannt





    Athen. Griechenland ist abermals vor dem finanziellen Kollaps, obwohl das Land am Montag fristgerecht eine Schuldenrate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) in der Höhe von 560 Millionen Euro gezahlt hat. Und der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras stemmt sich weiterhin mit aller Macht gegen die Sparpolitk, die von den EU-Partnern - wenn auch zuletzt in abgemildeter Form - gefordert wurde. Tsipras zeigt sich dennoch zuversichtlich, bis Ende der Woche eine Einigung mit den Europartnern zur kurzfristigen Finanzierung der Staatsschulden zu finden. Das Problem werde "auf politischer Ebene bis Ende der Woche, bis zum Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs oder, wenn nötig, während des Gipfels" am Donnerstag und Freitag gelöst werden. weiter: http://www.format.at/politik/interna...rtnern-5557980


    Tsipras: “Ist dies das Europa von dem wir träumten?” – Eines, dass humanitäre Krisen auslöst?


    Als Antwort auf den Vorwurf der EU, dass Griechenland rücksichtslos beziehungsweise unilateral handle, entgegnete der griechische Regierungschef Tsipras, ob dies das Europa ist von dem man träume, eins das eine humanitäre Katastrophe auslöst und es auch zugibt und den Kampf gegen diese Katastrophe als unilateral ansehe? Wen vertritt dieses Europa?

    RT sprach mit Costas Panayotakis einem Professor für Soziologie über die Differenzen.


    Mehr auf unserer Webseite: http://rtdeutsch.com

    ...sehr viele haben sich von der EU mehr erwartet.

    LG

  8. #8
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    Griechenland: Schwere Ausschreitungen in Athen

    In Athen ist es am Abend zu schweren Ausschreitungen gekommen. Anarchisten beschmierten die Mauern des Parlaments mit Sprüchen wie «Nieder mit der Demokratie».

    Rund 200 Vermummte haben am Dienstagabend im Zentrum Athens Schaufenster eingeschlagen, Autos zerstört und Müllcontainer angezündet. Anschließend verbarrikadierten sie sich im Gebäude des Polytechnikums im Stadtteil Exarchia, der als Hochburg der Autonomen Bewegung gilt. Von dort warfen sich Brandsätze gegen die Polizei. Mindestens zwei Autos brannten völlig aus, wie das Fernsehen berichtete.


    Die Autonomen hatten zuvor vor dem Parlament lautstark die Schließung von Hochsicherheitsgefängnissen gefordert. Zudem verlangten sie die Freilassung aus Gesundheitsgründen eines zu mehrfacher lebenslänglicher Haftstrafe verurteilten Terroristen. Sie beschmierten die Mauern im Hof des Parlamentes mit Sprüchen «Nieder mit der Demokratie» und «Das Parlament soll brennen». Die Polizei setzte Tränengas ein.


    Autonome halten seit einigen Tagen mit gleichen Forderungen mehrere Universitätsgebäude besetzt. Die griechischen Oppositionsparteien werfen dem linken Regierungschef Alexis Tsipras vor, «zu sanft» mit den Autonomen umzugehen.
    Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

    ...ein kleiner EU-Maidan? So ähnlich wie in Prag und Budapest, ist das schon die Antwort auf Tsipras Moskau Reise?


    Tsipras spielt die russische Karte

    Wird Moskau Pleitekandidat Griechenland mit einem MiIliardenkredit belohnen, wenn Athen sich als "Trojanisches Pferd" in der EU und Sanktionsbrecher zeigt? Brüssel beobachtet Athens Politpoker mit Nervosität. weiter: http://www.dw.de/tsipras-spielt-die-...rte/a-18365992

    Russland will vielleicht die griechischen Gasfelder kaufen und nicht exekutieren?
    LG
    Geändert von green energy (08.04.2015 um 02:12 Uhr)

  9. #9
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    IWF revidiert Griechenland-Prognose nach nur drei Tagen nach unten

    Ein Beitrag von DWN: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/20/iwf-revidiert-griechenland-prognose-nach-nur-drei-tagen-nach-unten/


    Der internationale Währungsfonds nimmt seine erst am Dienstag erstellte Wachstumsprognose für Griechenland zurück. Die Annahmen seien zu optimistisch. Der IWF sieht die Schuld in den aktuellen Turbulenzen um Griechenland.









    Der IWF hat seine Wachstumsprognose für Griechenland nach nur drei Tagen nach unten korrigiert. Der Vertreter des IWF in der Troika, Poul Thomsen, sagte am Freitag in Washington, dass die Projektionen des Währungsfonds signifikant nach unten revidiert werden müssten. Der IWF hatte am Dienstag ein überraschend hohes Wachstum für Griechenland vorhergesagt. Es lag demnach bei 2,5 Prozent im Jahr 2015 und bei 3,7 Prozent im Jahr 2016. Der Däne, der auch Europa Chef des IWF ist, sagte in den vergangenen Tagen wäre so viel geschehen, dass die Prognose nicht aufrechterhalten werden könne: „Unsere Wachstums Prognose für dieses Jahr wird ganz klar deutlich nach unten revidiert werden müssen, wegen der aktuellen Turbulenzen und wegen der Verspätung bei der Vervollständigung unserer Beurteilung. Einmal mehr wird damit das Wachstum unter den Vorhersagen bleiben“, sagte Thomsen dem Sender CNBC.


    Die österreichische Zeitung der Standard merkt dazu an: „Es kann gut sein, dass die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) einen neuen Weltrekord in der Kategorie ,die am schnellsten korrigierte Wachstumsprognose‘ aufgestellt haben.“


    Der IWF hat in der Vergangenheit seine Prognosen für Griechenland faktisch jedes Mal nach unten korrigieren müssen, wie der Harvard Ökonom Dani Rodrik nachgewiesen hat. Spätestens im Jahr 2011 hätten die Prognosen deutlich kritischer ausfallen müssen: „Tatsächlich waren die Programme auf der Annahme konzipiert, dass es einen magischen und riesigen Anstieg der Produktivität geben werde, ausgelöst durch die Reformen wie die Liberalisierung bestimmter Berufsgruppen und die Arbeitsmarktreform, die niemals umgesetzt wurden“, schrieb Rodrik bereits im Sommer 2012 im Hinblick auf das sich abzeichnende Desaster in Griechenland.


    Innerhalb so kurzer Zeit haben sich die Experten allerdings noch nie selbst eines Besseren belehrt.



    ...IWF und Ratingagenturen, geben hier einen geplanten Staatsbankrott vor, wie eine Bande von Profikillern agieren sie in Europa.
    Die Griechen müssen 12% Zinsen auf ihre Staatsanleihen zahlen und werden von der Finanzmaffia noch mehr ausgepresst!

    Brüssel hat anscheinend kein Interesse an einer stabilen EU-Politik, sondern arbeitet nur als Handlanger für die Finanzmaffia gegen Europa!
    Ein Armutszeugnis für die EU, zuerst hat man den Griechen die Bilanzen für Euro tauglich verschönert und treibt sie jetzt damit in den Ruin!
    Jetzt wird zugesehen wie der Süden Europas zum Armenhaus gemacht wird, dabei geht es hier um nur lachhafte 2% der EU-Wirtschaftsleistung!
    Die nächsten Opfer auf der IWF Speisekarte sind Spanien und Portugal.
    Es ist auch sehr fraglich nach welchen Kriterien die Zahlungen an die Ukraine vergeben werden, die kein EU Staat ist und gegen alle Völkerrechte verstoßen!

    LG

  10. #10
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    AW: Griechenland die neuen EU-Rebellen?

    Schulden-Krise eskaliert: IWF fordert Verluste von Euro-Steuerzahlern

    Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten


    in der Troika ist ein offener Streit ausgebrochen. Der Internationale Währungsfonds fordert, dass die europäischen Steuerzahler nun Verluste realisieren müssten, um Griechenland zu retten. Alternativ wären noch radikalere soziale Einschnitte in Griechenland denkbar. Die Zeichen stehen auf Sturm.








    Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat den Finanzministern der Euro-Zone offenbar das Messer angesetzt. Die FT berichtet, habe der Europachef des IWF, Poul Thomsen gefordert, dass die europäischen Gläubiger Abschreibungen auf ihre Kredite an Griechenland machen müssen, damit der IWF die Rettung Griechenlands weiter unterstützt. Der IWF habe die Europäer gewarnt, dass die Zahlen Griechenland erneut deutlich schlechter sein werden als erwartet. So wird es in diesem Jahr keinen Primärüberschuss geben, sondern ein Defizit.


    Ein dauerhafter Primärüberschuss war die Bedingung des IWF gewesen, weitere Kreditzusagen an Griechenland in Aussicht zu stellen. Bereits im Vorjahr hatte Griechenland einen solchen Überschuss gemeldet. Damals hatte der heutige Finanzminister Yanis Varoufakis aufgezeigt, dass dieser Überschuss nur mit rechnerischen Tricks zustandegekommen ist. Das hat den IWF jedoch nicht gehindert weiter auf eine solche Bilanz-Kosmetik zu setzen. Nun stellt sich heraus, dass Griechenland wohl auch mit allen zur Verfügung stehenden Rechenkunststücken keine Chance hat, einen solchen Primärüberschuss zu erwirtschaften.


    Daher fordert der IWF, dass die Steuerzahler der Eurozone nun endlich Verluste realisieren sollen. Die Steuerzahler sind über die EZB der größte Gläubiger Griechenlands. Für die nächste Tranche erwartet Griechenland 7,2 Milliarden Euro, die Hälfte davon bezahlen die Steuerzahler aus der Eurozone, die andere Hälfte kommt vom IWF.


    Der IWF hat zur Bekräftigung seiner Forderung eine revidierte Prognose für Griechenland vorgelegt. Ursprünglich hatten die Gläubiger von Athen verlangt, dass der Primärüberschuss im Jahr 2015 drei Prozent des BIP betragen müsse. Nun wird es jedoch ein Defizit von mindestens fünf Prozent geben, erwartet der IWF. Damit würde sich die gesamte Schuldensituation Griechenlands erneut dramatisch verschlechtern.
    Als Alternative für eine bevorstehende Beteiligung der europäischen Steuerzahler schlägt der IWF dramatische neue soziale Einschnitte in Griechenland vor. Bei den Gesprächen ist der IWF nach Ansicht von Arbeitsminister Skourletis die „extremste Stimme“. Der Währungsfonds halte unnachgiebig an seinen Forderungen nach Arbeitsmarktreformen fest, inklusive Rentenkürzungen und Massenentlassungen, sagte Skourletis dem Sender Mega TV. Außerdem sperre sich der IWF gegen Pläne zur Anhebung des Mindestlohns.


    Damit zeichnet sich eine weitere Komplikation in den Bemühungen der Euro Retter ab, Griechenland mit einer provisorischen Lösung im Euro zu halten. Die FT geht davon aus, dass sowohl Athen als auch die Euro Finanzminister die Forderungen des IWF zurückweisen werden. Für die Regierung in Athen ist unmöglich, ein noch härteres Austritt jetzt Programm zu fahren. Die Euro Finanzminister versuchen, ihren Wählern so lange als möglich die Realität schön zu reden, um nicht Milliardenverluste für die europäischen Steuerzahler einräumen zu müssen.


    Der von den Euro Finanzministern vom Verhandlungstisch gemobbte griechische Finanzminister Yanis Varoufakis erhielt unterdessen Rückendeckung von dem bekannten Investor Mohammed El-Erian. Dieser schrieb in einem Zeitungsartikel, dass es ein Fehler gewesen sei, Varoufakis zur Seite zu schieben. Der Ökonomieprofessor hätte als einziger den Mut gehabt, das Dilemma beim Namen zu nennen. Er habe völlig richtig gesagt, dass Griechenland seine Schulden niemals werde zahlen können. El-Erian hält es für denkbar, dass Varoufakis wieder in die erste Reihe zurückkehrt. Er könnte nach einem Crash in Griechenland die Aufgabe wahrnehmen, die griechischen Staatsfinanzen von Null aufzubauen.


    In der Zwischenzeit die Euro-Retter und die Griechen, dass die europäische Zentralbank (EZB) helfen könnte, die kommenden Wochen zu überbrücken. In dieser Woche werden die Kriterien für die Notfallkredite für die griechischen Banken verhandelt. Die EZB ist jedoch eher geneigt, die Lage zu verschärfen. So will die EZB die Werthaltigkeit der griechischen Sicherheiten in noch geringerem Umfang als bisher akzeptieren, meldet die Zeitung Kathimerini.



    ...gebt den Ukrainern kein Geld mehr und schmeißt doch endlich den IWF raus!

    LG

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