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Thema: Das billige Öl

  1. #1
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    Das billige Öl

    Wir kennen zwei Glaubensformen im Umgang mit dem Öl.

    Die eine Form ist Peak-oil.
    Ein ziemliches Horrorszenario, praktisch wie Weltuntergang.

    Peak Oil bedeutet: Der Höhepunkt der Erdöl-Förderung ist erreicht.
    http://www.peak-oil.com/peak-oil/

    Die andere, neuerdings weit verbreitete Glaubensform ist abiotisches Öl. Das Öl wäre „unerschöpflich.
    Die Theorie stammt angeblich aus Russland.

    Krieg ums Erdöl: Dabei ist es doch unerschöpflich
    http://www.pravda-tv.com/2014/05/kri...nerschopflich/

    Super. Wir können ewig so weitermachen und es muß sich nie etwas ändern.
    Und beim Wirtschaftswachstum können wir nun endlich den Gashebel bis zum Anschlag durchdrücken und auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen.

    Wenn ich widersprüchliche Glaubensvorstellungen finde, dann fühle ich mich verarscht und werde vorsichtig.


    An allen Ecken und Enden spricht man von Manipulation. Genmanipulation, Manipulation in der Presse, um nur zwei zu nennen.
    Man spricht von Goldpreis-Manipulation. Nicht gerade mein Thema. Der Draghi pumpt eine Billion in die Finanzmärkte . Für mich ist das Börsenmanipulation mit billigem Geld. Das billige Öl lässt die Wirtschaft florieren auf breiter Front.
    Ausgerechnet der billige Ölpreis soll nun ein Beweis sein für den Unsinn des Peak-Oil. Steht in der Mainstream-Presse:

    Das Märchen von den versiegenden Rohstoffen
    http://www.welt.de/finanzen/article1...ohstoffen.html

    ______________________________________

    Ich poste einige Artikel, nur damit man die komplizierten Zusammenhänge mit dem Billig-Öl besser sieht:


    11. 12. 2014
    Wie zur tiefsten Krisenzeit
    US-Öl kostet weniger als 60 Dollar
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/marktb...e14142491.html


    27. 11. 2014
    Öl-Kartell gespalten
    Saudis kapern die Opec
    Bislang haben sich die wichtigsten Öl-Förderstaaten stets auf eine Linie beim Preis für das schwarze Gold einigen können. Doch damit ist es vorbei. Der Fracking-Boom zwingt die Giganten aus dem Nahen Osten zu einer neuen Politik. Es geht um Konkurrenten und Marktanteil.
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Saudis...e14051011.html


    10.12.2014
    Wegen der Fracking-Fördermethode in den USA und einem weltweit sinkenden Ölverbrauch rechnet das Kartell 2015 mit der schwächsten Nachfrage nach Opec-Öl seit zwölf Jahren
    http://www.onvista.de/news/opec-erwa...t-2003-1965161


    10.12.2014
    „Kanadische Öl-Sande sowie Teile der brasilianischen und der mexikanischen Produktion sind bei den gegenwärtigen Preisen unrentabel.“ Insgesamt seien bereits zwölf Prozent der weltweiten Ölförderung bedroht.
    http://www.focus.de/finanzen/news/ko...d_4335638.html


    „Leider“ muss man schon wieder vorgehen gegen das schlimme Schreckgespenst Deflation:


    09.12.2014
    EZB zum Handeln gezwungen
    Irrer Mechanismus: Wie die Öl-Scheichs Deutschlands Sparern die Zinsen verhageln
    ...Doch die Bundesbürger sollten sich nicht zu früh freuen. Das Billig-Öl macht nicht nur Benzin und Heizöl günstig. Es wirbelt die ganze Weltwirtschaft durcheinander. Und es richtet enormen Schaden an - auf Millionen deutscher Sparkonten...
    http://www.focus.de/finanzen/banken/...d_4325826.html


    11. 12. 2014
    Öl- und Gaskonzerne unter Druck
    Russlands Krise trifft den deutschen Mittelstand
    Die Krise der russischen Öl- und Gaskonzerne durch den abgestürzten Ölpreis bremst deren Investitionen – und trifft so auch deutsche mittelständische Zulieferer.


    08.12.2014
    Nicht nur bei Fluggesellschaften, sondern auch bei Reedereien und Logistikkonzernen schlägt sich das billige Öl positiv in der Bilanz nieder – und wird zu einem scheinbar kostenlosen Konjunkturprogramm. Sinken die Rohölpreise um 30 Prozent, wachsen die Industrieländer um zusätzliche 0,8 Prozent, rechnete zuletzt der IWF vor.
    http://www.handelsblatt.com/unterneh.../11078770.html


    10.12.2014
    Tanker kentert und läuft aus
    Öl bedroht weltgrößten Mangrovenwald
    http://www.n-tv.de/panorama/Oel-bedr...e14130941.html


    07.12.2014
    Israel
    Ausgetretenes Öl könnte Rotes Meer erreichen
    Mindestens drei Millionen Liter Rohöl sind aus einer Leitung im Süden Israels ausgetreten.
    http://www.faz.net/aktuell/gesellsch...-13307517.html


    Bitte raten Sie, welche zwei Meldungen nicht in diese Reihe passen.

    Ein außergewöhnlich merkwürdiger Zufall ist eingetreten.
    Die Verlierer sind die Sparer und der Mittelstand.
    Die Gewinner sind die reichen Konzerne und Industrienationen.

    Oder ist es doch ein Naturgesetz?
    Etwas anderes anzunehmen wäre ungefähr das Gleiche als würde man warten, dass wegen dem CIA-Folterbericht jemand angeklagt werden könnte.


    freundliche Grüße

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
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    Zitat Zitat von Default Beitrag anzeigen
    Wir kennen zwei Glaubensformen im Umgang mit dem Öl.

    Die eine Form ist Peak-oil.
    Ein ziemliches Horrorszenario, praktisch wie Weltuntergang.

    Peak Oil bedeutet: Der Höhepunkt der Erdöl-Förderung ist erreicht.
    http://www.peak-oil.com/peak-oil/

    Die andere, neuerdings weit verbreitete Glaubensform ist abiotisches Öl. Das Öl wäre „unerschöpflich.
    Die Theorie stammt angeblich aus Russland.

    Krieg ums Erdöl: Dabei ist es doch unerschöpflich
    http://www.pravda-tv.com/2014/05/kri...nerschopflich/

    Super. Wir können ewig so weitermachen und es muß sich nie etwas ändern.
    Und beim Wirtschaftswachstum können wir nun endlich den Gashebel bis zum Anschlag durchdrücken und auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen.

    Wenn ich widersprüchliche Glaubensvorstellungen finde, dann fühle ich mich verarscht und werde vorsichtig.


    An allen Ecken und Enden spricht man von Manipulation. Genmanipulation, Manipulation in der Presse, um nur zwei zu nennen.
    Man spricht von Goldpreis-Manipulation. Nicht gerade mein Thema. Der Draghi pumpt eine Billion in die Finanzmärkte . Für mich ist das Börsenmanipulation mit billigem Geld. Das billige Öl lässt die Wirtschaft florieren auf breiter Front.
    Ausgerechnet der billige Ölpreis soll nun ein Beweis sein für den Unsinn des Peak-Oil. Steht in der Mainstream-Presse:

    Das Märchen von den versiegenden Rohstoffen
    http://www.welt.de/finanzen/article1...ohstoffen.html

    ______________________________________

    Ich poste einige Artikel, nur damit man die komplizierten Zusammenhänge mit dem Billig-Öl besser sieht:


    11. 12. 2014
    Wie zur tiefsten Krisenzeit
    US-Öl kostet weniger als 60 Dollar
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/marktb...e14142491.html


    27. 11. 2014
    Öl-Kartell gespalten
    Saudis kapern die Opec
    Bislang haben sich die wichtigsten Öl-Förderstaaten stets auf eine Linie beim Preis für das schwarze Gold einigen können. Doch damit ist es vorbei. Der Fracking-Boom zwingt die Giganten aus dem Nahen Osten zu einer neuen Politik. Es geht um Konkurrenten und Marktanteil.
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Saudis...e14051011.html


    10.12.2014
    Wegen der Fracking-Fördermethode in den USA und einem weltweit sinkenden Ölverbrauch rechnet das Kartell 2015 mit der schwächsten Nachfrage nach Opec-Öl seit zwölf Jahren
    http://www.onvista.de/news/opec-erwa...t-2003-1965161


    10.12.2014
    „Kanadische Öl-Sande sowie Teile der brasilianischen und der mexikanischen Produktion sind bei den gegenwärtigen Preisen unrentabel.“ Insgesamt seien bereits zwölf Prozent der weltweiten Ölförderung bedroht.
    http://www.focus.de/finanzen/news/ko...d_4335638.html


    „Leider“ muss man schon wieder vorgehen gegen das schlimme Schreckgespenst Deflation:


    09.12.2014
    EZB zum Handeln gezwungen
    Irrer Mechanismus: Wie die Öl-Scheichs Deutschlands Sparern die Zinsen verhageln
    ...Doch die Bundesbürger sollten sich nicht zu früh freuen. Das Billig-Öl macht nicht nur Benzin und Heizöl günstig. Es wirbelt die ganze Weltwirtschaft durcheinander. Und es richtet enormen Schaden an - auf Millionen deutscher Sparkonten...
    http://www.focus.de/finanzen/banken/...d_4325826.html


    11. 12. 2014
    Öl- und Gaskonzerne unter Druck
    Russlands Krise trifft den deutschen Mittelstand
    Die Krise der russischen Öl- und Gaskonzerne durch den abgestürzten Ölpreis bremst deren Investitionen – und trifft so auch deutsche mittelständische Zulieferer.


    08.12.2014
    Nicht nur bei Fluggesellschaften, sondern auch bei Reedereien und Logistikkonzernen schlägt sich das billige Öl positiv in der Bilanz nieder – und wird zu einem scheinbar kostenlosen Konjunkturprogramm. Sinken die Rohölpreise um 30 Prozent, wachsen die Industrieländer um zusätzliche 0,8 Prozent, rechnete zuletzt der IWF vor.
    http://www.handelsblatt.com/unterneh.../11078770.html


    10.12.2014
    Tanker kentert und läuft aus
    Öl bedroht weltgrößten Mangrovenwald
    http://www.n-tv.de/panorama/Oel-bedr...e14130941.html


    07.12.2014
    Israel
    Ausgetretenes Öl könnte Rotes Meer erreichen
    Mindestens drei Millionen Liter Rohöl sind aus einer Leitung im Süden Israels ausgetreten.
    http://www.faz.net/aktuell/gesellsch...-13307517.html


    Bitte raten Sie, welche zwei Meldungen nicht in diese Reihe passen.

    Ein außergewöhnlich merkwürdiger Zufall ist eingetreten.
    Die Verlierer sind die Sparer und der Mittelstand.
    Die Gewinner sind die reichen Konzerne und Industrienationen.

    Oder ist es doch ein Naturgesetz?
    Etwas anderes anzunehmen wäre ungefähr das Gleiche als würde man warten, dass wegen dem CIA-Folterbericht jemand angeklagt werden könnte.


    freundliche Grüße
    Hallo Default,

    einen Gewinner hast vergessen!

    Die Staatsfinanz gewinnt immer!

    1 Liter Diesel in der Alpenrepublik "Österreich" kostet derzeit € 1,18

    (noch immer um 20% zu hoch)

    netto Preis p. Liter € 0,58 plus Steueranteil € 0,60

    Was die Manipulation betrifft:

    Kommt ein Kurssturz bei den Ölkonzernen und deren Zulieferern, werden wertvolle Betriebe von der Finanzmaffia mit Monoply Geld billig eingekauft und zentral gesteuert.
    Was haben unsere Politiker und Banxter aus 2008 gelernt?
    Die Konsequenz daraus heißt Machtaufbau, "Bankenrettung" und alles läuft so weiter!

    Als Druckmittel gegen Russland:

    Putin hat den Braten gerochen und Notreserven angelegt um das Ganze abzufedern.
    Auch die Aktion in der Krim war Strategisch notwendig und ist unblutig abgelaufen.
    Bei den hirnrissigen Sanktionen gegen Russland von der EU und US-Regierung ist auch ein
    Schuss ins eigene Knie, den größeren Schaden trifft uns und ist Wirtschaftlicher Selbstmord.
    Wenn die Diskriminierung Russland so weiter geht und noch mehr Würgegriff nimmt, wir es bald gewaltig krachen! Unter Jelzin wäre es schon zur Katastrophe gekommen, sein Generalstab hätte sich nicht nur die Krim gesichert.

    Peak-oil:

    Ist ein Märchen von den versiegenden Rohstoffen um den Fracking-Boom seine
    Legalität zu verschaffen. Die Umstellung auf Alternative Energie ist Technisch schon lange möglich nur die Ölmaffia lässt dies nicht zu! Es sprudelt noch genug und jetzt auch noch
    aus Schiefersteinen. Bei Fracking ist derzeit unrentabel, die Produktion ist um 35% teurer
    als der Ölpreisen. Da werden die Finazgeier bald mit dem Aufkaufen beginnen.

    Ölpreis und Zinsen:

    Ein Schwachsinn! 0% Zinsen aber noch immer eine Reale Inflation von 4 %!
    das ist ein abschöpfen der Sparguthaben um die Spare zu Börsengeschäften verleiten,
    da kann man sie leichter abzocken, da gibt es keine Einlagensicherung!

    Der Vergleich:

    Bürger, Sparer und der Mittelstand:
    Bei nicht Bezahlung von Rechnungen, Gebühren, Steuern, gibt es Insolvenz, Pfändung, Krida-Betrugsverfahren, Haftstrafen!

    Baken und Großkonzerne:
    Bei nicht Beahlung von
    Rechnungen, Gebühren, Steuern, gibt es unendliche Stundungen, Zuschüsse, Hilfspakete und weiter "Bonifikationen"!

    Der Staat:

    Er hat immer Recht! wenn nicht so schafft er sich das Recht!

    LG

  3. #3
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    Hallo green energy,
    Zitat Zitat von green energy Beitrag anzeigen
    Peak-oil:

    Ist ein Märchen von den versiegenden Rohstoffen um den Fracking-Boom seine
    Legalität zu verschaffen. Die Umstellung auf Alternative Energie ist Technisch schon lange möglich nur die Ölmaffia lässt dies nicht zu!
    Beim Fracking wird Gas gefördert. Gas scheint nun die alternative Technologie zu sein.
    Und die Ölmafia meint offensichtlich, man könnte einfach auf Gas umschalten.
    Wir sollten nicht vergessen, dass der Obama Europa zu Gas-Fracking aufgerufen hat, um vom russischen Gas unabhängig zu werden.

    Wie man beobachten kann, rüstet Russland in der Arktis auf.
    Es geht dort nach eigenen Angaben um den „goldenen Vorrat“ Russlands .
    Warum haben wir das alles nötig? Weil es kein Problem mit dem Öl gibt?

    Sind Öl und Gas gleichwertig?. Mit Gas kann man zwar heizen und Kraftfahrzeuge betreiben. Aber kann man aus Gas Autoreifen machen?
    Vergisst man dabei vielleicht, dass da die Pharma- Chemie- und Plastik-Industie dranhängt?

    Ob man jemals wieder Ölfelder (oder eine vergleichbare Quelle) findet wie in Saudi-Arabien?
    Dabei geht es nicht nur um eine Milliarde Kraftfahrzeuge.
    Falls nicht, dann wird Fracking sicherlich bald "alternativlos" sein.


    Tarnen und Täuschen.
    Weiter oben stand etwas von der "schwächsten Nachfrage nach Opec-Öl seit zwölf Jahren"
    Was steckt wirklich dahinter?
    Geht vielleicht doch das saudische Ölfeld langsam zu Neige?
    Ihr mögt entgegenhalten: Lächerlich, die erhöhen sogar die Förderrate.
    Ich würde sagen: Kennt ihr den Effekt, wenn jemand stirbt, dass er in den letzten Tagen noch einmal besonders gut aussieht?
    Wir kennen inzwischen die verlogene Mafia. Wie könnte man es vertuschen?
    Ein cleverer Trick, den Ölpreis unter Druck zu setzen.
    Der Ölpreis wird das Gegenteil beweisen.
    Wir hätten alle mit steigenden Öl-Preisen gerechnet.
    Und die Wirtschaft läuft auf Hochtouren.


    Wird bald Ersatz gefunden, kräht kein Hahn mehr danach.
    Wenn nicht, dann gibt es vielleicht Krieg.
    Auf nach Russland und in die Arktis.


    freundliche Grüße
    Geändert von Default (13.12.2014 um 13:23 Uhr)

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
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    Zitat Zitat von Default Beitrag anzeigen
    Hallo green energy,

    Beim Fracking wird Gas gefördert. Gas scheint nun die alternative Technologie zu sein.
    Und die Ölmafia meint offensichtlich, man könnte einfach auf Gas umschalten.
    Wir sollten nicht vergessen, dass der Obama Europa zu Gas-Fracking aufgerufen hat, um vom russischen Gas unabhängig zu werden.

    freundliche Grüße
    Hallo Default,

    Das es bei uns um Gas-Fracking geht ist schon klar, doch ich meinte damit Schieferölquellen die per Fracking aus der Tiefe gepresst werden, was halb Kanada und den Norden der USA zur Wüste machen.
    hier ein Artikel von: http://www.fr-online.de/wirtschaft/k...,22617364.html

    Ölsand-Industrie leidet unter US- Fracking


    Abraumarbeiten in der Nähe des Öl-Städtchens Fort McMurray. Foto: AFP/RALSTON

    EDMONTON –

    Der Highway 63 im Norden Kanadas galt lange als die Straße der unbegrenzten Möglichkeiten. Durch tiefe Wälder schlängelt sie sich vorbei an Raffinerieanlagen und Abraumhalden hinein ins Herz der kanadischen Ölsandindustrie. Bis vor Kurzem herrschte hier Goldgräberstimmung, und die Milliarden sprudelten mindestens so kräftig wie die Ölquellen.

    Doch nun schlägt die Stimmung um. Kurz hinter dem Öl-städtchen Fort McMurray tauchen unweit des Highway Bauruinen auf. Hier wollten Kanadas größter Ölkonzern Suncor und die französische Total-Gruppe den „Voyageur Upgrader“ bauen, eine Zwölf-Milliarden-Dollar-Anlage, in der kanadisches Schweröl in leichteres Öl umgewandelt werden sollte. Jetzt haben die Partner das Vorzeigeprojekt gestoppt. Wo einmal für den Weltmarkt produziert werden sollte, ragen nur noch ein paar rostige Metallsäulen aus dem Permafrost.
    Ölrausch in den USA

    Fast drei Milliarden Dollar wurden hier sprichwörtlich in den Sand gesetzt. Die Pleite steht beispielhaft für das jähe Ende des Ölsand-Booms in Kanada. In der Provinz Alberta lagern die drittgrößten bekannten Ölreserven der Welt, und lange lautete das Motto: immer schneller, immer weiter, immer reicher. Auf Kosten der Umwelt: Bei der Ölsandförderung entstehen laut Greenpeace dreimal so viel Klimagase wie bei der normalen Ölgewinnung.
    Dieser Tage aber lohnt sich das Geschäft immer weniger. Zwar werden nach wie vor etwa 1,7 Milliarden Barrel Schweröl am Tag aus den sandigen Böden des Athabasca-Tals gehoben. Doch den Kanadiern fällt es immer schwerer, den von Umweltschützern als „schmutziges Öl“ gebranntmarkten Rohstoff auch zu verkaufen. weiter: http://www.fr-online.de/wirtschaft/k...,22617364.html

    ...bleibt der Ölpreis länger unter US $ 85,00 kommen die "Aasgeier" mit
    Krediten und zocken ab! Bei uns läuft es mit dem Gas-Fracking nicht anders.
    Kein Interesse besteht auf "Alternativen Ersatz", das wird sowieso im Vorfeld aufgekauft und unter Verschluss genommen.
    Was hier zählt ist "gig business" und die Leichen gehören uns!
    LG

  5. #5
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    Hallo green energy,

    wegen dem Fracking brauchst du bei mir keine offenen Türen einrennen.
    Dass das alternativlos werden könnte war ein zynischer Kommentar, der aber nicht gerade jeder Grundlage entbehrt.
    Ich nehme an, das war verständlich.

    Wie wir aber schon gesehen haben, tun die Öl-Erzeuger-Länder etwas gegen Fracking, auch wenn es nur um Konkurrenz und Marktanteile geht:

    Ölpreisschock: US-Fracking-Aktivitäten brechen um 40% ein
    http://www.peak-oil.com/2014/12/oelp...hen-um-40-ein/

    Doch das ist eine aktuelle Momentaufnahme.
    Ich würde nicht wagen, Prognosen für 2017 abzugeben.

    Auf der anderen Seite spricht man von riesigen Ölvorkommen im schwarzen Meer.
    Während es um die angeblich riesigen Ölvorkommen in Griechenland/Zypern auf einmal verdächtig ruhig geworden ist.
    Was soll ich nun davon halten?

    Oder anders gesagt: Dient der Öl-Preiskrieg vielleicht dazu, Russland zu schaden?

    freundliche Grüße
    Geändert von Default (13.12.2014 um 15:21 Uhr)

  6. #6
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    Vom schwarzen Schwan ist die Rede.

    Öl - der "Schwarze Schwan" für die Finanzmärkte (Teil II)
    http://www.goldseiten.de/artikel/228...e-Teil-II.html

    Das ist aber nicht etwa die Idee der Goldfans, eine ähnliche Überschrift findet sich auch hier:

    The Oil-Drenched Black Swan, Part 2: The Financialization of Oil
    http://www.oftwominds.com/blogdec14/...-oil12-14.html

    Ich fasse kurz zusammen, und hoffe, das ist so richtig:
    Shale ist so eine Art Schiefer- oder Sandgestein.
    Es gibt shale-gas, das ist Fracking
    Und es gibt auch shale oil.
    Dieser Shale-Bereich ist inzwischen zu einer Bubble geworden, die mit der dot-com Krise verglichen wird.

    Siehe vielleicht auch:
    Shale Oil Boom May Become Next Bubble
    http://sputniknews.com/analysis/2014...015719480.html

    The Empire of Frack.

    Oil Prices and Energy Wars: The Empire of Frack versus Russia
    http://www.strategic-culture.org/new...us-russia.html

    Klar. In Amerika werden schon höhere Ölpreise gefordert, damit das Fracking nicht eingeht.

    High Oil Prices “Protect Shale Fracking”: Why Mississippi Governor Phil Bryant Wants High Oil Prices for Fracking
    http://www.globalresearch.ca/high-oi...acking/5416338


    Unterdessen plant und baut Russland Atomkraftwerke in Ungarn, in Indien und in der Türkei.


    freundliche Grüße

  7. #7
    Super-Moderator Avatar von Stone
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    Najü... der Plan der Saudis dürfte aufgegangen sein.......... Fördern bis das Fracking der Firmen in den USA unrentabel wird lol ..... Ich dachte nie das ich je die Ölförderung Gutheissen würde ; ) ....
    Allerdings die unangenehmen Nebeneffekte fur uns und unseren grossen Nachbarn Russland sind auch net ohne .............

    Aber egal... ich hoff Europa wird in absehbahrer Zeit Energieautark............. Denn Energie ist Alles heutzutage...... Und selbst wenns mit den Uneffizienten Photovoltaikpaneelen geschieht ....
    Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende


  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
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    Zitat Zitat von Stone Beitrag anzeigen
    Najü... der Plan der Saudis dürfte aufgegangen sein.......... Fördern bis das Fracking der Firmen in den USA unrentabel wird lol ..... Ich dachte nie das ich je die Ölförderung Gutheissen würde ; ) ....
    Allerdings die unangenehmen Nebeneffekte fur uns und unseren grossen Nachbarn Russland sind auch net ohne .............

    Aber egal... ich hoff Europa wird in absehbahrer Zeit Energieautark............. Denn Energie ist Alles heutzutage...... Und selbst wenns mit den Uneffizienten Photovoltaikpaneelen geschieht ....
    Hi Stone,

    Energieautark sind wir schon lange, nur es wird verhindert, die Öl Maffia verteidigt mit allen Mitteln ihre dominant Vorherrschaft! Das geht schon soweit das Ölheizungen mit
    € 4.000,00 gefördert werden und Wärmepumpe nur mit € 1.200,00.
    Kleine Wasserkraftwerke, Windanlagen, PV-Anlagen fast nichts mehr bekommen.
    Da müsste schon in der Politik aufgeräumt werden um es zu verändern.

    Das billige Öl wird uns noch sehr Teuer kommen, das Spiel mit Russland und den Ölpreis bringt auch viele andere in Schieflage, das kann ein Turbolader für den Globalen Finanzkollaps sein. Die Pressefritzen bringen nur die russische Turbulenzen, in der EU und
    USA greifen noch die Zentralbanken ins Aktien geschehen ein, doch schau mal was sich da
    abspielt! Unsere Bankster träumen schon vom nächsten Rettungspaket, doch es gibt kein
    Geld mehr zum austeilen, die Wirtschaft wird durch die Selbstmordpolitik weiter abgewürgt,
    an den EU-Aussengenzen stehen Millionen von Flüchtlinge, Die Arbeitslosen in der EU steigen immer weiter, Griechenland. Spanien, Italien, Frankreich, praktisch pleite!

    Ein Phänomen sind die Ukrainer, sie flüchten zum "Feind" Russland!
    Noch einen beitrag von http://alles-schallundrauch.blogspot.co.at

    Rohöl ist billiger als Mineralwasser

    Mittwoch, 17. Dezember 2014 , von Freeman um 10:00

    Der Preis von Rohöl ist dramatisch in den letzten Monaten gefallen und liegt jetzt unter 60 Dollar das Fass. Im Juni kostete ein Fass noch über 105 Dollar. Man kann den gesunkenen Ölpreis auf viele Art darstellen, aber am einfachsten ist es zu sagen, Rohöl ist jetzt billiger als Mineralwasser. Ein Fass Öl beinhaltet 158,987 Liter. 60 Dollar ist gleich 48,38 Euro. Demnach kostet 1 Liter Rohöl 30 Eurocents. Die meisten bekannten Mineralwasser wie Geroldsteiner oder Apollinaris liegen im Preis pro Liter weit darüber, ab 0,50 Euro bis 1 Euro und mehr. Klar gibt es auch billiges "no-name" Wasser um die 30 Cents bei den Discountern, aber generell ist Rohöl so tief im Preis gesunken und kostet weniger als Mineralwasser.



    Dieser dramatische Fall des Preises für Rohöl zeigt, der Zustand der Weltwirtschaft muss sehr schlecht sein. Der Bedarf an Öl liegt viel tiefer als die Produktion. Die Welt schwimmt offensichtlich in Öl, es gibt mehr als genug, deshalb ist der Preis gesunken. Damit wird bestätigt was ich schon lange sage, die Behauptung es gebe ein "Peak-Oil", also der Verbrauch würde die maximale Fördermenge übersteigen, ist völliger Blödsinn. Das habe ich Daniele Ganser schon vor Jahren gesagt, er würde einen Irrglauben verfolgen. Jahrelang warnte er in seinen Seminaren und Vorträgen, das Öl geht bald aus, wir werden auf dem Trockenen sitzen und der Ölpreis wird deshalb astronomisch steigen.

    Er liegt voll daneben mit seiner Prognose. Auch seine Behauptung, der Westen führt Kriege wegen Öl, habe ich versucht ihm zu erklären, ist anders als er denkt. Es geht nicht darum Länder zu überfallen um Öl aus den Boden zu holen, sondern genau andersrum, damit es im Boden bleibt. Warum? Weil wir auf der Welt in Öl schwimmen und zu viel Förderung den Preis verdirbt. Saddam Hussein wurde von Washington angegriffen und ermordet, damit er aufhört zu viel Öl zu fördern, das war doch der Grund. Amerika hat doch nicht den Irak überfallen um Öl von dort zu stehlen, sondern damit die Produktion gedrosselt wird und dann der Preis steigt. So ist es auch geschehen.

    Wieso wurde Gaddafi von der NATO angegriffen und ermordet? Weil er ein "böser Diktator" war wie man uns erzählt hat? Ist doch lächerlich. Nein, aus dem selben Grund warum man Saddam beseitigte. Aus Sicht der globalen Elite hatte Libyen eine zu hohe Ölproduktion, die Gaddafi nicht verringern wollte, weil Libyen als quasi sozialistischer Staat mit den Öleinnahmen der Bevölkerung viele Gratisdienste anbieten konnte, wie kostenlose medizinischen Versorgung, Familienunterstützung, Schulbildung und vieles mehr. Die meisten Menschen im Westen haben keine Ahnung vom arabischen Sozialismus (Baath Partei), so wie er im Irak und in Syrien, aber auch in Libyen praktiziert wurde.

    Von einem hohen Ölpreis profitieren logischerweise viele, nicht nur die Förderländer, sondern besonders die amerikanischen Ölkonzerne, aber auch der amerikanische Staat. Durch die Ölpreisbindung an den Dollar ist die Dominanz der USA über die Weltwirtschaft gewährleistet. Je höher der Ölpreis je mehr Dollar muss die ganze Welt kaufen um den Energieimport zu bezahlen, je mehr Dollar müssen die Zentralbanken als Reservewährung halten, je mehr Dollar kommen zurück im Kreislauf und es werden damit US-Schuldscheine gekauft. Die gigantische amerikanische Schuldenwirtschaft auf die der "American Way of Life" aufbaut, ist nur wegen dem Petrodollar möglich.

    Das heisst, es ist im Interesse Washingtons einen hohen Ölpreis zu haben und nicht einen niedrigen, damit viele Dollars im Finanzsystem zirkulieren und der weltweite Bedarf für Dollars hoch ist. Nur so ist ein "Leben über seine Verhältnisse" möglich. Wenn man es genau nimmt, dann schadet der aktuelle Preiszerfall des Öls mittel- und langfristig den USA am meisten.

    Die ganze Fracking-Industrie im Lande wird es sowieso bald lüpfen, denn das ist ja die teuerste Form der Ölförderung. Rechnen wir mit einem Zusammenbruch nicht nur der Förderfirmen, sondern auch der Banken und Hedgefonds die in diese extrem umweltschädliche Energiegewinnung investiert haben.

    Dabei sind die aktuellen 60 Dollar pro Fass nicht mal der Tiefpunkt. Der Preis kann viel weiter auf 40 Dollar und weniger sinken. Speziell weil OPEC keine Absicht zeigt die Produktion zu verringern. Dieses Überangebot, diese Schwemme und dieser Überfluss drückt den Preis ins bodenlose. Das wird dramatische Auswirkungen nicht nur auf die bekannten Ölförderländer haben, sondern auch auf die westlichen Industrienationen.

    Wenn der Preis unter die Produktionskosten sinkt, was bereits vieler Orts geschehen ist, wird eine Pleitewelle in der Ölindustrie folgen. Bekannte Namen haben schon Massenentlassungen angekündigt, wie Halliburton, wo 1000 Arbeiter ihren Job verlieren, und auch BP plant einen grossen Personalabbau.

    Wegen dem fallenden Ölpreis sind auch die Kurse an den Aktienbörsen gefallen. Die globalen Ölkonzerne wie Chevron und Exxon Mobil waren die grössten Verlierer im Dow Jones Index in den vergangenen Tagen. Auch die Aktien der Firmen die nach Öl suchen haben Kursverluste erlitten. Wer will denn noch nach neuen Quellen bohren?

    Am schlimmsten trifft das billige Öl die amerikanischen Investmentfonds, die wie verrückt in die Schuldpapiere der US-Ölbranche für etwa 30 Milliarden Dollar investiert haben. Sie verlieren rapide an Wert, genau so schnell wie der Ölpreis fällt. Die nächste Kreditblase wird dann bald platzen, so wie die Immobilienblase 2008.

    Billiges Öl ist auch für die Ausweitung der alternativen Energien schädlich. Wenn Öl so billig wie Wasser ist und im Überfluss vorhanden, warum in teuere Alternativen investieren? Die Autofahrer und andere Treibstoffverbraucher mögen sich jetzt freuen, weil an den Tankstellen die Preise fallen. Die Geschichte zeigt aber, billiges Öl ist nur vorübergehend. Der Preis kann morgen wieder steigen.

    Egal, der generelle Trend geht gegen Öl als Energiequelle und das "flüssige Gold" wird den Weg der Kohle gehen. Der Abbau wurde faktisch eingestellt und es liegt mehr Kohle im Boden als je gefördert wurde. Schauen wir uns die Geschichte an. Holz war bis vor 200 Jahren der Brennstoff Nummer 1. Dann wurde Holz durch Kohle ersetzt. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde Kohle durch Öl abgelöst und jetzt Öl durch Gas.

    Der Anstieg des Gasverbrauchs auf Kosten von Öl ist auch ein Grund für den Preiszerfall. In wenigen Jahrzehnten wird aber auch Gas durch Wasserstoff oder irgendeine saubere und erneuerbare Energieform ersetzt. Möglichweise wird jeder Haushalt sein eigenes Kraftwerk haben. Die Technologie dazu gibt es. Dann bleibt Öl und Gas wie Kohle im Boden liegen.

    OPEC steht vor einer Zukunft wo dessen Produkt Öl, das im Übefluss vorhanden ist, kontinuierlich Marktanteile an Gas und andere Energieformen verliert und bereits verloren hat. Jetzt versucht die OPEC unter der Führung der Saudis durch eine Preisreduzierung den Anteil am Energiemarkt zurück zu gewinnen. Vergeblich!

    Es gibt Beobachter die meinen, die USA und Saudi Arabien haben sich zusammengetan, um den "Feinden" wie Russland, Syrien, Iran und Venezuela eine tödlichen Stoss zu versetzen. Sie haben sich geeinigt den Preis so lange niedrig zu halten, bis denen die Luft ausgeht. Sobald das geschehen ist, geht der Preis wieder nach oben, meinen sie.

    Andere Stimmen behaupten, es ist andersrum. Die grössten Energieproduzenten der Welt, Russland und Saudi Arabien, sind hier Partner und wollen den Kanadiern, Amerikanern und Europäern einen Schaden zufügen und das Fracking und die Inlandsförderung endgültig beerdigen, damit sie nicht energieunabhängig werden. Es geht um das Loswerden von lästiger Konkurrenz und Sicherung des Marktes. Nach dieser Flurbereinigung geht der Preis nach oben.

    Dann gibt es die dritte Version, Saudi Arabien geht gegen alle Seiten vor, wie auch schon. Will Russland und Iran als grösste Konkurrenten und die westlichen Fracker mit Kanada, USA und Europa, und auch die lokalen Rivalen am Golf loswerden und den Ölmarkt alleine bestimmen. Die Kriegskasse sei mit 800 Milliarden Dollar voll und damit könnten die Saudis eine Weile durchhalten.

    Wir wissen nicht, wer gegen wen ein Kompott hier durchführt und ob die Preisreduzierung überhaupt mit Absicht passiert. Vielleicht liegt es wirklich nur an Marktkräften, an zu viel Angebot und zu wenig Nachfrage. Das heisst, die Weltwirtschaft macht eine Vollbremsung, der Motor braucht viel weniger Öl als Treibstoff und deshalb der niedrige Preis.

    Egal wie, wir können uns auf turbulente Zeiten in den nächsten Monaten einrichten, denn der Preiszerfall des Öls wird weltweit dramatische Konsequenzen nach sich ziehen. Bei den Produzenten wie bei den Konsumenten. Es könnte zu Firmenkonkurse, Staatspleiten, Währungsturbulenzen und sogar zu einem Krieg führen, denn es geht um die Existenz.

    Was gerade mit der russischen Währung passiert, der starke Kursverlust gegenüber Dollar und Euro, ist ein Teil davon. Es handelt sich um einen hinterhältigen Krieg mit finanziellen Mitteln gegen Russland. Der Kurs ist doch voll manipuliert und hat nichts mit der Wirtschaftskraft Russlands zu tun. Sind die Fabriken plötzlich verschwunden, die Landwirtschaft, die Rohstoffe oder das Öl und Gas das Russland hat? Nein. Die Finanzverbrecher drücken künstlich den Kurs, so wie den für Gold und andere Commodities.

    Aber diese Situation hilft Russland mittelfristig, denn dadurch werden die Exporte gefördert weil billiger und die Inlandsproduktion angekurbelt, weil die Importe teuerer werden. Deutschland verliert noch mehr Exporte nach Russland. Wenn Aktien und andere Werte in Russland jetzt günstig sind, ist es der Zeitpunkt dort zu kaufen. Ich würde die Aktien von Ölfirmen als Schnäppchen holen. Wenn alle etwas verschmähen sollte man zugreifen.

    Verwandter Artikel:
    Wissenschaftler bestätigen, Erdöl ist kein fossiler Brennstoff

    Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Rohöl ist billiger als Mineralwasser

    LG

  9. #9
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    Rohöl reißt Rubel runter. Chaos als Ziel?
    Sowohl Rohöl als auch der Rubel sind phasenweise in den freien Fall übergegangen. Der Zusammenhang zwischen beiden Bewegungen ist offensichtlich – die Hintergründe weniger…





    http://www.rottmeyer.de/chaos-als-zi...-rubel-runter/

    freundliche Grüße

  10. #10
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    Alles halb so schlimm?

    17.12.2014
    Die Wirtschaftliche Bewertung Russlands ist Ausdruck eines Finanzkrieges. Die Attacken haben keine Chance
    http://german.ruvr.ru/2014_12_17/Die...e-Chance-6757/

    17.12.2014
    Das Russland-Märchen
    Die Nachrichtenagenturen schüren derzeit Ängste vor einer Pleite Russlands...
    http://www.goldseiten.de/artikel/228...-Maerchen.html

    Putin will den starken Mann spielen?
    Und die Oligarchen werden kaum verhungern.
    Was soll man glauben?

    18.12.14
    Komplott gegen Russland - Wer steckt hinter dem Ölpreisverfall?
    ...In Russland spricht man schon seit einigen Monaten von einem Komplott. Der Sekretär von Russlands Nationalem Sicherheitsrat, Nikolaj Patruschej, verglich die jetzige Situation in Russland, mit den 1980er-Jahren, hieß es in der Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta", berichtete n-tv.de.
    Er sagte, die USA hätten damals den Ölpreisverfall herbeigeführt, um die Sowjetunion in den Bankrott zu treiben. Heute sei der Absturz des Ölpreises ebenfalls zwischen den USA und Saudi Arabien abgesprochen, schreibt das Russische Institut für Strategische Studien. Mitten in der Ukraine Krise im März, besuchte der US-Präsident Barack Obama Riad. Über das Treffen schrieb die russische Zeitung Prawda: "Obama will, dass Saudi-Arabien die russische Wirtschaft zerstört".
    Rund 40 Prozent russische Staatseinnahmen stammen aus dem Export von Rohöl...
    http://www.epochtimes.de/Komplott-ge...-a1208485.html


    18.12.14
    Ölpreis: 1 Billionen Dollar hängen in der Luft
    Laut einer Analyse von Goldman Sachs sind durch den stark gefallenen Ölpreis derzeit global 1 Billionen Dollar in akuter Verlustgefahr – und dabei ist die amerikanische Shale-Industrie (“Fracking”) noch gar nicht mitgerechnet. Goldman Sachs hat die 400 größten Öl- und Gasfelder der Welt, die derzeit in Planung sind, analysiert – und kommt zu dem Ergebnis, dass Investitionen von 930 Milliarden Dollar “in der Luft hängen”, wenn der Ölpreis (Brent) unter 70 Dollar verbleibt....

    ... Bliebe der Ölpreis auf aktuellem Niveau, dürfte die Zahl der wirklich an den Start gebrachten Objekte im nächsten Jahr noch weiter sinken. Die Folge wäre der größte Investitionsstop der letzten Jahrzehnte – mit bislang ungeahnten Folgen für die Weltwirtschaft.

    Es drohen vor allem jene Staaten in noch schwerere Turbulenzen zu geraten, die einen hohen Ölpreis brauchen, um ein ausgeglichenes Budget zu erreichen – eine Pleite etwa Venzuelas gilt an den Märkte bereits als weitgehend sicher, wenn sich der Ölpreis nicht zügig erhöht. Aber auch für einige US-Shale-Firmen wird es bald eng:...

    ... Im Endeffekt dürfte das zu einem Rückgang der Ölproduktion auch in den USA und damit mittelfristig wieder zu steigenden Ölpreisen führen.
    Während kurzzeitig insbesondere die positiven Effekte vor allem für Länder überwiegen, die Öl importieren müssen, so sind die Risiken für die Weltwirtschaft nicht zu unterschätzen: so könnte der amerikanische High-Yield-Markt crashen – mit der Folge, dass die dadurch ausgelöste Panik mit anschließender Liquiditätsverknappung auch die globale Aktienmärkte in schwere Turbulenzen bringen würden. Der tiefe Ölpreis ist also ein zweischneidiges Schwert: Chance, aber vor allem auch Risiko zugleich. Während aber die Chancen relativ offensichtlich sind, sind die Risiken weit weniger kalkulierbar.
    http://finanzmarktwelt.de/oelpreis-1...der-luft-7465/


    freundliche Grüße

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