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Thema: Investitionsbank AIIB

  1. #1
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    Investitionsbank AIIB

    Celente: AIIB wird die Welt radikal verändern

    Gerald Celente: ”Schauen Sie sich an, was mit der Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) abläuft. Als das Vereinigte Königreich sagte, dass sie da mitmachen werden, gab es natürlich eine Menge Druck aus den Vereinigten Staaten dort nicht mitzumachen und trotzdem haben sie es gemacht. Jetzt gibt es 35 Gründungsmitglieder und man ist bereit zu starten. Nächsten Dienstag, am 31. März, wird es also offiziell. Diese AIIB wird ein Wettbewerber des IWF und der Weltbank werden. Nochmal, die Vereinigten Staaten haben Druck auf ihre Alliierten ausgeübt, dort nicht mitzumachen, aber einer nach dem anderen steigt dort trotzdem ein. Immer mehr Länder steigen bei AIIB ein

    Nach dem Vereinigten Königreich sind Frankreich, Deutschland und Italien mit eingestiegen. Jetzt sieht es so aus, dass sogar Süd-Korea mitmachen wird. Wenn man sich die Gründe dafür vor Augen führt, warum diese Länder mitmachen, dann sind die sehr offensichtlich: für die Vereinigten Staaten ist Asien ein militärischer Schwerpunkt, aber für China dreht sich in Asien alles ums Geschäft. Bei den Amerikanern dreht sich also alles um Krieg, aber für China geht es darum Geschäfte zu machen.
    12 Prozent der Exporte Süd-Koreas gehen zum Beispiel in die USA, aber 25 Prozent davon gehen nach China. Man kann Süd-Koreas Motivation erkennen – es ist Geld. Also haben die Vereinigten Staaten den stellvertretenden US-Außenminister Daniel Russell losgeschickt, um die Süd-Koreaner vom Beitritt abzubringen. Die USA haben gesagt, man müsse sicherstellen, dass die AIIB den ‘hohen Qualitätskriterien’ der Weltbank und des IWF gerecht wird.
    Was für ein Schwall an Scheinheiligkeit das ist! Denn wenn man sich die Leute anschaut, die die Weltbank geführt haben, oder führen, einer von denen war Paul Wolfowitz – der Architekt des Irak-Kriegs und der Wolfowitz-Doktrin, die im wesentlichen einen Angriff auf die ehemalige Sowjetunion gestartet hat, nachdem sie kollabiert war:

    Unser vorrangiges Ziel besteht darin, das Aufkommen eines neuen Rivalen zu verhindern, sei es auf dem Territorium der früheren Sowjetunion oder sonst wo, der eine Bedrohung von der Größe der früheren Sowjetunion darstellen könnte. Das ist die dominante Denkweise, die der neuen regionalen Verteidigungsstrategie zugrunde liegt und das verlangt, dass wir danach trachten, eine feindliche Macht daran zu hindern, eine Region zu dominieren deren Ressourcen ausreichen, unter konsolidierter Kontrolle globale Macht zu erzeugen.“ Das sind also die Leute, die die Weltbank führen. Sind das die ‘hohen Qualitätskriterien’, auf die die AIIB den US-Forderungen nach sinken soll? Schauen Sie sich den neuen Präsidenten in Afghanistan an – der hat mehrere Jahre für die Weltbank gearbeitet. Was also sind diese ‘hohen Qualitätskriterien’? Wenn man sich allein den Namen anschaut – die Asiatische Infrastruktur-Investment-Bank –, das ist das genaue Gegenteil von dem, was Amerika tut. Über die letzten 20 Jahre hat China jährlich um die 8,5 Prozent seines BIP in die Infrastruktur investiert. Und während der gleichen Zeit betrugen die Investitionen in die Infrastruktur der Vereinigten Staaten satte 0,06 Prozent. China holt sich das Gold und die westlichen Medien schweigen

    Infrastruktur und Investitionen sind also nicht gerade etwas, wovon Amerika besonders viel versteht. Unterm Strich geht es um Geld. Die goldene Regel lautet: ‘Wer das Gold hat, macht die Regeln’. China holt sich das Gold und investiert in Asien und die aufstrebenden und sich entwickelnden Märkte. China baut die asiatischen Volkswirtschaften lieber auf, als sich an Kriegen zu beteiligen. Und wenn man sich die Entwicklung der BRIC-Nationen anschaut, zusammen mit ihrem Bankensystem, dann erkennt man, dass sie sich immer weiter von den Vereinigten Staaten distanzieren, genau wie vom Dollar als Reserve-Währung und den Vereinigten Staaten als Weltmacht. Die Mainstream-Medien übersehen diese neue Jahrtausend-Bewegung in Richtung Osten, die Auswirkungen davon sind aber gewaltig.”
    >>> zum englischsprachigen Original-Beitrag
    Weiter: http://n8waechter.info/2015/03/celen...al-veraendern/

    LG

  2. #2
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    China spaltet den Westen

    ...und bringt die Finanzarchitektur ins Wanken

    Deutschland und andere europäische Länder wollen der von China initiierten Asian Infrastructure Investment Bank beitreten. Sie verärgern damit die USA und besiegeln das Ende des westlich dominierten globalen Finanzsystems.



    Hamburg - Auch Deutschland folgt dem Ruf aus China. In einem dürren Kommuniqué gab das Bundesministerium der Finanzen bekannt, dass Deutschland ein Gründungsmitglied der Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) werden wolle. Der Schritt sei mit Frankreich und Italien abgestimmt, die ebenfalls beitreten wolle. Großbritannien hat denselben Schritt schon vor Tagen angekündigt.

    Nur eine beiläufige Randnotiz? Von wegen. Es ist eine Entscheidung mit Sprengkraft. Sie spaltet den Westen, denn die USA ist strikt gegen die Teilnahme westlicher Staaten an dieser von China initiierten Bank. Und - noch wichtiger - sie bringt die globale Finanzarchitektur ins Wanken. Bislang war die globale Finanzwelt vom Westen dominiert. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das sogenannte Bretton-Woods-System installiert. Zwei Institutionen spielten dabei eine entscheidende Rolle: der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank, beide mit Sitz in Washington. Brüderlich teilte sich bis heute der Westen die Führung beider Institutionen - den IWF leitete stets ein Europäer, die Weltbank ein US-Amerikaner.
    China entwickelt alternatives Finanzsystem - frustriert von Hinhaltetaktik der USA
    Diese Dominanz des Westens stieß in den vergangenen Jahren zunehmend auf Kritik der aufstrebenden Schwellenländer, allen voran der BRICS-Staaten unter der Führung China. Sie fühlen sich in beiden Institutionen zu Recht unterrepräsentiert. Mehrmals mahnten sie deshalb eine Reform an. Eine solche, die ihnen mehr Stimmrechte einräumen würde, wurde denn auch schon vor Jahren beschlossen, doch der US-Kongress weigert sich bis heute, die Reform zu ratifizieren (im Gegensatz zu den EU-Staaten).



    Zur PersonWolfgang Hirn ist Reporter beim manager magazin. Er reist seit 1986 regelmäßig nach China. Er schreibt seitdem über die Entwicklung des Landes. Er ist Autor des Bestsellers "Herausforderung China". Sein aktuelles Buch hat den Titel "Der nächste Kalte Krieg - China gegen den Westen" (erschienen bei S. Fischer).



    Frustriert von der Hinhaltetaktik der USA begannen vor allem die Chinesen ein alternatives Finanzsystem aufzubauen. So wurde bereits von den BRICS-Staaten die New Development Bank mit Sitz in Shanghai beschlossen. Doch viel bedeutender, weil umfangreicher ist die Asian Infrastructure Investment Bank. Sie wurde im Oktober 2014 von China gelaunched. Startkapital: 50 Milliarden Dollar, das sich jedoch mit zunehmender Mitgliederzahl sukzessive erhöhen wird.

    Inzwischen hat die AIIB rund 30 Staaten als Mitglieder. Australien und Korea schwanken noch, aber sie müssen sich bis Ende März - so die Deadline der Chinesen - entscheiden.

    Für die USA ist der Beitritt der Europäer und möglicherweise Australiens und Koreas eine bittere Niederlage. So werden wohl nur die USA und ihr treuer asiatischer Verbündeter Japan außen vor bleiben - und sich damit isolieren.
    China freut sich klammheimlich, der BDI öffentlich. Er begrüßt den Beitritt Deutschlands zur AIIB, kann die deutsche Industrie doch dadurch auf große Infrastruktur-Aufträge aus Asien hoffen.
    Weiter: http://www.manager-magazin.de/


    LG

  3. #3
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    AW: Investitionsbank AIIB

    Gegen den Dollar: Russland will bei Chinas Entwicklungsbank einsteigen

    Gegen den Dollar: Russland will bei Chinas Entwicklungsbank einsteigen

    Russland will sich an an der neuen chinesischen Entwicklungsbank AIIB beteiligen. Die AIIB gilt als Gegenstück zur Weltbank und dem IWF und soll den Einfluss der USA im asiatisch-pazifischen zurückdrängen. Sehr zum Ärger der Amerikaner haben sich auch die Verbündeten Australien und Südkorea der neuen Allianz angeschlossen.








    Kreml-Chef Wladimir Putin nahm im vergangenen November an einem Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Peking teil. Der chinesische Präsident Xi Jinping will die wirtschaftliche und politische Kooperation in Asien vorantreiben. (Foto: dpa)


    Russland hat beschlossen, einen offiziellen Antrag für eine Mitgliedschaft bei der chinesischen Entwicklungsbank AIIB zu stellen. „Ich möchte Sie über die Entscheidung zur Teilnahme an der AIIB informieren“, sagte der russische Vize-Premier Igor Schuwalow am Samstag bei einem Treffen des Boao Forums in China.


    Wir freuen uns auf eine Zusammenarbeit auf der Ebene der Eurasischen Wirtschaftsunion (EEU) und China (…) Der freie Waren- und Kapitalverkehr innerhalb der EU bringt die Volkswirtschaften in Asien und Europa näher. Dies wird mit der chinesischen Initiative zum Aufbau eines Wirtschaftsgürtels entlang der Seidenstraße verflochten“, zitiert die Nachrichtenagentur TASS Schuwalow.


    Großbritannien und die Schweiz wurden als Gründungsmitglieder der AIIB akzeptiert, bestätigte das chinesische Finanzministerium am Samstag. Südkorea trat der AIIB am Freitag bei, berichtet die Financial Times. Auch Australien wird mitmachen – was die Amerikaner besonders ärgert, gilt Australien doch als besonderer Verbündeter. Deutschland und Frankreich wollen ebenfalls einsteigen. Die Europäer hoffen, dass die Bank ihren Europa-Sitz in ihrem Land aufmachen könnte, weshalb unter den EU-Staaten bereits ein regelrechter Wettlauf um die Gunst der Chinesen entbrannt ist.
    Die Erklärung Russlands kommt einen Tag nachdem Brasilien eine Einladung zur AIIB-Teilnahme angenommen hatte. „China sollte die pragmatische Zusammenarbeit in den Bereichen der Währungsstabilität, der Investitionen, der Finanzierung, des Kredit-Ratings und in weiteren Bereichen stärken“, zitiert Reuters den chinesischen Präsidenten Xi Jinping.


    Die AIIB geht auf eine Initiative des früheren chinesischen Präsidenten Xi Jinping zurück. China will mit der Bank seinen internationalen Einfluss ausbauen. Die Chinesen, deren globale Politik weniger auf militärische Aktionen, sondern viel stärker auf regen Handel setzt, versuchen seit geraumer Zeit, den Yuan als alternative Weltwährung zu positionieren. Die AIIB wird als Konkurrent der Weltbank gehandelt. In den vergangenen Jahren kam internationale Kritik über die Weltbank und den IWF auf. Ihnen wird vorgeworfen, ihre Politik nach den Vorgaben der US-Außenpolitik auszurichten. Die USA sehen die AIIB als eine große Herausforderung und bringen ihren engsten Alliierten Japan auf Linie. Die Regierung in Tokio hatte zuvor mitgeteilt, dass sie keinesfalls an der AIIB-Initiative teilnehmen werde. Die USA und China kämpfen seit geraumer Zeit um die wirtschaftliche und politische Vorherrschaft im asiatisch-pazifischen Raum.


    Die US-amerikanische Ex-Außenministerin Hillary Clinton legte im Jahr 2011 in einem Gastbeitrag des Magazins Foreign Policy die langfristige Strategie der USA offen. „Die Zukunft der Politik wird in Asien und nicht in Afghanistan oder dem Irak entschieden werden und die USA werden sich direkt im Zentrum des Geschehens befinden“, so Clinton. Die US-Außenpolitik der Obama-Regierung richtet sich aktuell gezielt auf den asiatisch-pazifischen Raum aus. In diesem Zusammenhang wurde die militärische Einkreisung Chinas fast vollständig vollzogen.

    Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 29.03.15 00:28 Uhr

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  4. #4
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    Schweiz mit an Bord bei Chinas Entwicklungsbank

    Investitionen:

    Die neue chinesische Entwicklungsbank stösst international auf grosses Interesse. Offizielles Gründungsmitglied ist nun auch die Schweiz. Die USA rutschen hingegen zunehmend in die Isolation ab.



    Das von China angestossene Projekt einer neuen Entwicklungsbank für Asien findet immer mehr Interessenten und bringt die USA in die Defensive. Auch die Schweiz wird offiziell Gründungsmitglied der Bank.
    Die Schweiz sei zusammen mit Grossbritannien formal als Gründungsmitglied akzeptiert worden, teilte das chinesische Finanzministerium mit. Vor einer Woche hatte der Bundesrat beschlossen, am Gründungsprozess der Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) teilzunehmen.

    Beziehung zu China stärken


    Mit der Teilnahme am Gründungsprozess könne die Schweiz an den Statuten mitarbeiten und sich in der Institution gut positionieren, hatten das Wirtschafts- und das Finanzdepartement mitgeteilt. Der Schritt stärke auch die Beziehungen zu China und allgemein zum asiatischen Raum.
    Die Schweiz ist neben Frankreich, Deutschland, Italien und Grossbritannien eines der ersten westeuropäischen Länder, die am Bank-Projekt teilnehmen. Am Wochenende meldeten zudem Russland, Australien und die Niederlande ihr Interesse an. Auch Dänemark stellte nach Angaben von Chinas Aussenministerium einen Mitgliedschaftsantrag.

    Investitionen nach Asien leiten

    Das AIIB-Projekt war im vergangenen Jahr von China aus der Taufe gehoben worden. Bis zum 31. März können sich Interessenten um eine Gründungsmitgliedschaft bewerben. Ziel der Bank ist es, mehr Investitionen in die Infrastruktur - Strassen, Telekommunikationsnetze und andere Bereiche - nach Asien zu leiten.
    «Wir sollten die Bemühungen zur Schaffung eines regionalen Zentrums für die Zusammenarbeit im Finanzbereich vorantreiben», sagte Chinas Präsident Xi Jingping auf dem asiatischen Wirtschaftsforum in Bo'ao auf der südchinesischen Insel Hainan zum Bankenprojekt.

    Konkurrenz zur Weltbank


    Die USA, die ihre Partner mit Blick auf den wachsenden Einfluss Chinas in der Heimatregion zur Zurückhaltung bei der AIIB gemahnt hatte, geraten zunehmend in die Isolation. Auch sie waren von China zur Beteiligung eingeladen worden. Die neue Entwicklungsbank könnte in Konkurrenz zur Weltbank und Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) treten, in denen die USA jeweils eine starke Stellung haben. Dem entgegnete Xi, China suche eine «koordinierte Entwicklung» mit den anderen Finanzinstituten.
    Weltbank-Vizepräsident Cyril Muller liess am Wirtschaftsforum durchblicken, dass er die Idee der Schaffung einer neuen Investitionsbank grundsätzlich unterstütze. Jede der weltweit grossen Finanzinstitutionen lerne voneinander und er teile die Auffassung, dass ein Start bei Null eine gute Idee sei, sagte Muller. «Wir bekommen einen starken Anstoss, uns schnell zu wandeln», fügte er an.
    Die neue Bank könne die Weltbank dazu bringen, flexibler zu werden, sagte zudem Atul Shunglu, Vize-Generalsekretär der indischen Industrie- und Handelskammern. «Wenn man in Schwierigkeiten war, musste man entweder zur Weltbank oder ADB gehen, aber jetzt gibt es eine Alternative.»

    «China macht den USA zunehmend Konkurrenz


    Die Bank mit Sitz in Peking, die China mit 50 Milliarden US-Dollar startet, dürfte am Ende über rund 100 Milliarden US-Dollar Kapital verfügen. Ferner stellt die chinesische Regierung in einem «Seidenstrassenfonds» weitere 40 Milliarden US-Dollar bereit, um ein Infrastrukturnetz über Zentralasien oder Schifffahrtswege auszubauen.
    Das politische Ziel sei die «aktive Mitgestaltung» einer multipolaren Weltordnung, sagte der Experte Moritz Rudolf vom China Institut Merics in Berlin. «China macht den USA zunehmend Konkurrenz.» Es könnten die Grundlagen chinazentrierter Produktionsnetzwerke gelegt und die Auftragsbücher grosser Staatsunternehmen gefüllt werden.
    Durch die Erschliessung neuer Handelsrouten, Absatzmärkte und Energiequellen hoffe China auf Wachstumsimpulse und wolle seine Abhängigkeit von einzelnen Staaten und Märkten verringern, sagte Rudolf.
    (awp/sda/dpa/reu/dbe) weiter: http://www.handelszeitung.ch/invest/...ngsbank-761553

    LG

  5. #5
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    AW: Investitionsbank AIIB

    Fakten und Zahlen

    AIIB erreicht 42 Staaten: So einflussreich wird Chinas neuer Weltbank-Rivale

    42 Länder haben Ende März 2015 ihr Interesse an der AIIB, der New Development Bank, geäußert. Jeder Staat wird genau eine Stimme bei den Abstimmungen haben, während bei der Weltbank die Anzahl der Stimmen nach den gehaltenen finanziellen Anteilen berechnet wird.

    In Beziehung zu allen Staaten der Welt ergibt sich folgendes Bild:


    Die New Development Bank wird bisher 41 Prozent der Fläche der Welt und 58 Prozent der Weltbevölkerung umfassen.
    Im Bruttonationaleinkommen werden 55 Prozent der Welt erreicht, wobei die Staaten Taiwan und Myanmar nicht eingerechnet werden konnten. Die Weltbank stellt in dem Report (1), der hier als Quelle benutzt wurde, keine Daten zu diesen Ländern zur Verfügung.


    Fläche Bevölkerungszahl Bruttonational-einkommen in Mill. US$
    Welt insgesamt 133.945.751 7.161.000.000 48.461.854
    AIIB-Länder Gesamt (1) 54.810.630 4.142.599.105 $ 26.677.600
    Anteil an gesamter Welt (1) 41% 58% 55%
    Asiatische Länder (1) 44.104.619 3.813.890.382 $ 13.277.187
    Anteil an gesamter Welt (1) 33% 53% 27%
    Andere Länder (2) 10.706.011 328.708.723 $ 13.400.413
    Anteil an gesamter Welt (2) 8% 5% 28%

    (1) Bruttonationaleinkommen nach Angaben der Weltbank http://data.worldbank.org/data-catal...-ranking-table

    (2) Ägypten, Australien (3), Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Neuseeland, Österreich, Schweiz, Vereinigtes Königreich
    (3) Quelle: http://www3.nhk.or.jp/nhkworld/engli...150329_11.html
    Die Reihenfolge der größten Volkswirtschaften (US-Dollar) im Jahr 2006 lautet:
    1. USA, 2. Japan, 3. Deutschland, 4. China, 5. Großbritannien, 6. Frankreich, 7. Italien, 8. Kanada, 9. Spanien, 10. Brasilien, 11. Russland, 12. Indien, 13. Südkorea, 14. Mexiko.
    Da die Wechselkurse jedoch fast nie der Kaufkraft entsprechen – in Indien erhält ein Käufer viel mehr Waren für einen bestimmten Betrag als für den gleichen Betrag in den USA – wurden Umrechnungsfaktoren entwickelt. Sie werden in einer künstlichen Währung wie „Internationale Dollars“ ausgedrückt und weichen vom BIP in US-Dollars ab. Das chinesische und indische BIP ist sonst erheblich zu klein.
    Auch in der Eurozone bestehen diese Unterschiede und es wird mit länderspezifischen Korrekturen verrechnet.
    Mit diesen Umrechnungsfaktoren ist die Reihenfolge der größten Volkswirtschaften etwas verändert:
    1. USA, 2. China, 3. Japan, 4. Indien, 5. Deutschland, 6. Großbritannien, 7. Frankreich, 8. Russland, 9. Italien, 10. Brasilien, 11. Mexiko, 12. Spanien, 13. Kanada, 14. Südkorea.
    Das bedeutet für die AIIB, dass von den 14 größten Volkswirtschaften der Welt 8 an der neuen Entwicklungsbank teilnehmen.
    Noch eine letzte Zahl: die USA hatten 2013 ein Bruttonationaleinkommen von 16.768.100 Mill. US$.

    Aufschlüsselung zu den Staaten





    (Quelle der geografischen Daten: deutschsprachiges Wikipedia, Quelle der ökonomischen Daten: http://data.worldbank.org/data-catal...-ranking-table)
    Region Asien
    Land Bekanntgabe Beitrittsinteresse Fläche in km² Bevölkerungszahl Bruttonational-einkommen (Gross domestic product 2013) in Mill. US$ (1)
    Bangladesch 2014 147.570 158000000 149.990
    Brunei 2014 5.765 422.675 16.111
    Kambodscha 2014 181.040 14.138.255 15.239
    Volksrepublik China 2014 9.571.302 1.366.040.000 9.240.270
    Hongkong 2015 1104 7.097.600 9.240.270
    Indien 2014 3.287.469 1.210.569.573 1.876.797
    Indonesien 2014 1.904.569 237.556.363 33.679
    Jordanien 2015 89.342 6.343.000 26.520
    Kasachstan 2014 2.724.900 17.737.000 231.876
    Kuwait 2014 17.818 3.000.000 175.831
    Laos 2014 236.800 6.769.727 11.243
    Malaysia 2014 330.290 28.334.135 313.159
    Malediven 2014 298 328.536 2.300
    Mongolei 2014 1.564.116 2.953.190 11.516
    Myanmar 2014 676.578 51.400.000 k.A.
    Nepal 2014 147.181 26.494.504 19.294
    Oman 2014 309.500 3.219.775 79.656
    Pakistan 2014 880.254 18260000 232.287
    Philippinen 2014 343.448 99.200.000 272.067
    Katar 2014 11.606 2.155.446 203.235
    Rußland (mit Krim) 2015 17.102.344 146000000 2.096.777
    Saudi-Arabien 2015 2.149.690 29.994.272 748.450
    Singapur 2014 712,4 5.498.000 297.941
    Sri Lanka 2014 65.610 20.277.597 67.182
    Südkorea 2015 100.267 50.000.000 1.304.554
    Tadschikistan 2015 143.100 7.910.041 8.508
    Republik China / Taiwan 2015 36.179 23.367.320 k.A.
    Thailand 2014 513.115 69.522.234 387.252
    Türkei 2015 783.562 719.404 822.135
    Usbekistan 2014 447400 30.183.400 56.796
    Vietnam 2014 331690 93.421.835 171.390
    Gesamt 44.104.619 3736913882 28.112.327
    Nicht-regional
    Land Bekanntgabe Beitrittsinteresse Fläche in km² Bevölkerungszahl Bruttonational-einkommen (Gross domestic product 2013) in Mill. US$ (1)
    Ägypten 2015 1.001.449 87.182.703 271.973
    Australien 2015 7.692.024 23.130.900 1.560.372
    Dänemark 2015 43094 5.732.173 335.878
    Deutschland 2015 357.121 81 3.730.261
    Frankreich 2015 668.763 66.317.994 2.806.428
    Italien 2015 301.338 60.788.845 2.149.485
    Luxemburg 2015 2.586,40 549.680 60.131
    Neuseeland 2015 269.652 4.509.900 185.788
    Österreich 2015 83.878,99 8.579.747 428.322
    Schweiz 2015 41285 8.211.700 685.434
    Vereinigtes Königreich 2015 244.820 63.705.000 2.678.455
    Gesamt 10.706.011 328.708.723 14.892.526
    Quelle: http://www.epochtimes.de/AIIB-erreic...-a1231218.html

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    AIIB: Vier Buchstaben, die den Dollar-Oligarchen schlaflose Nächte bereiten

    Deutschland ist Gründungsmitglied, genauso wie Frankreich. Luxemburg ebenso und sogar Großbritannien. Auch Russland und Indien zählen zu den Gründern. Und, was viele überrascht: Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) ist mit von der Partie, eine Institution, die bisher zu den Säulen des Dollar-Systems zählt. Die Rede ist von Chinas Asiatischer Infrastruktur-Investitionsbank oder kurz AIIB. Es stellt sich die Frage: Wird diese AIIB zum Impfkristall einer neuen Währungsordnung, die dem destruktiven Einfluss des Dollars ein Ende bereitet? Oder wird sie von Trojanern wie England und dem IWF infiziert?



    Davon hängt ab, ob sich die Architektur einer neuen Welt herausbildet, in welcher der Dollar und seine aufgeblähte Schuldenlast nicht mehr der ganzen Welt diktieren, wie ihre Wirtschaftspolitik auszusehen hat.

    Im Oktober 2014 kündete China die Gründung einer neuen internationalen Bank für die Finanzierung großer Infrastrukturprojekte in ganz Asien an. Treibendes Motiv für China war die Finanzierung der Neuen Seidenstraße, der eurasischen Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnverbindung und des Ausbaus der Überseeverbindungen. Eine Rolle spielte aber auch die Weigerung der USA, einer grundlegenden Wahlreform innerhalb des IWF zuzustimmen, die der Stimme Chinas und anderer Schwellenländer mehr Gewicht verleihen würde. Peking kündigte an, für den Start der neuen Bank 50 Milliarden Dollar bereitzustellen.

    Damals ignorierten Washington und die meisten Länder der Welt die Bank; die Obama-Regierung attackierte die AIIB, es könne ihr an Transparenz mangeln und zudem würden Bedenken über Umweltschäden womöglich nicht ausreichend berücksichtigt – offenkundig eine Ablenkung von der Realität, dass die AIIB eine strategische Bedrohung für die weitere globale Hegemonie des Dollars darstellt.

    Washingtons gut gezieltes Eigentor

    Während Großbritannien, Australien, Japan und andere wichtige US-Verbündete Interesse am Beitritt zur AIIB bekundeten, hat die Obama-Regierung mit ihrem erbitterten Widerstand ein fettes Eigentor geschossen. Bis zum Stichtag 31. März sind über 40 Länder Chinas neuer Bank als Gründungsmitglieder beigetreten. Die Bank droht jetzt als langfristiger Gläubiger, der Kapital für große Infrastrukturinvestitionen in ganz Eurasien und vielleicht darüber hinaus bereitstellt, zur Konkurrenz von IWF, Weltbank und der Asiatischen Entwicklungsbank zu werden. Diese drei wurden nach dem Zweiten Weltkrieg unter Federführung der USA mit dem Vertrag von Bretton Woods geschaffen, alle drei stehen unter strikter Kontrolle Washingtons, zum Vorteil des Dollars und amerikanischer Interessen.

    Nun ist es nicht so, als operiere China hinter dem Rücken der teuren Freunde in Washington. 2010 erkämpften sich China, Brasilien und andere Schwellenländer die Zusage für eine Reform des IWF, durch welche die Beiträge zum IWF verdoppelt würden. Als Gegenleistung erhielten die Stimmen von Ländern wie China, Russland, Indien, Brasilien und anderer Volkswirtschaften mehr Gewicht – Länder, die 1944 als wirtschaftliche Größe noch gar nicht auf der Landkarte standen. Der Vorschlag erhielt 77 Prozent des Stimmanteils aller IWF-Mitgliedsländer.

    Mit der 2010 beschlossenen Reform der Stimmrechte würde China zum drittgrößten Mitgliedsland im IWF und vier aufstrebende Wirtschaftsmächte – Brasilien, China, Indien und Russland – zählten zu den zehn größten Anteilseignern im Fonds. Nach der derzeit geltenden Regelung hält Washington eine Sperrminorität von 16,75 Prozent. Enge Verbündete – Japan mit 6,23 Prozent, Großbritannien und Frankreich mit jeweils 4,29 und Deutschland mit 5,81 Prozent – sorgen normalerweise dafür, dass die IWF-Politik in allen Bereichen für Amerikas nationale Interessen »günstig« ausfällt.

    China, Russland, Indien, Brasilien und andere aufstrebende Wirtschaftsmächte betrachten es als absurd, dass nach der derzeitigen Stimmrechtsverteilung im IWF-Direktorium Frankreich mit einem BIP von drei Billionen Dollar über mehr Stimmen verfügt als China mit einem dreimal so hohen BIP von zehn Billionen Dollar, oder dass Belgien (1,86 Prozent) mit einem BIP von 500 Milliarden Dollar mehr Stimmanteile erhält als Brasilien (1,72 Prozent) mit einem mehr als viermal so hohen BIP von 2,2 Billionen Dollar. Laut der IWF-Satzung sollte der Stimmanteil eines Mitgliedslands grob dem relativen Umfang des BIP unter den 147 IWF-Ländern entsprechen. In der 1944 von Washington verfassten IWF-Satzung wurde festgelegt, dass wichtige Entscheidungen des IWF nur bei einem Stimmanteil von 85 Prozent umgesetzt werden.

    Mit Zähnen und Klauen verteidigt Washington die alte Satzung, die den USA eine Sperrminorität garantiert. Der US-Kongress lehnt es ab, die IWF-Reform zu verabschieden und die Pattsituation zu beenden. Für China und die anderen schnell wachsenden BRICS-Staaten ist das die Veranlassung, sich von IWF und Weltbank abzuwenden und eine vollkommen neue globale Struktur aufzubauen. Aktuell entwickelt sich die AIIB rapide zum Kernstück dieser neuen globalen Struktur.


    Anstatt zu versuchen, von innen Einfluss auf den Kurs der neuen AIIB zu nehmen, wählt Washington eine Taktik, die ihm eine erniedrigende geopolitische Niederlage einbringt, und durch die US-Konzerne voraussichtlich von lukrativen Bauaufträgen ausgeschlossen werden.

    Obamas Außenpolitik wird, wie schon unter George W. Bush, von einer Clique neokonservativer Ideologen bestimmt, die offenkundig nicht zu flexibler Reaktion fähig sind. In ihren Augen ist alles, was China tut, »schlecht« und muss deshalb mit aller US-Macht bekämpft werden.

    Diese Kräfte in Washington betrachten China als den aufstrebenden globalen Herausforderer der militärischen Macht der USA, deshalb verhängt Obama eine Militärstrategie des »Schwenks nach Asien«, um Peking einzukreisen. Chinas wirtschaftlicher und finanzieller Einfluss bedroht das Dollar-System, also muss auch dieser bekämpft werden. Die BRICS-Staaten drohen, sich nicht mehr von Washington wie Vasallenstaaten behandeln zu lassen, also muss ihnen »eine Lektion erteilt« werden, wie Washington jüngst mit den üblichen organisierten Farbenrevolution-Demonstrationen gegen BRICS-Präsidentin Dilma Rousseff vorexerzierte, in der Hoffnung, eine US-freundliche Freimarkt-Alternative ans Ruder zu bringen.

    Dabei hat Washington ein Problem: Nichts davon funktioniert mehr wie gewohnt. Und Washington sieht, wie die engsten »Verbündeten« abtrünnig werden und Chinas AIIB beitreten. Man fühlt sich an die Worte des britischen Premierministers Lord Palmerston erinnert: »England hat keine Freunde, sondern nur Interessen.«

    Die neue Struktur entsteht

    Nicht nur stehen mit Russland, Brasilien und Indien vier der fünf BRICS-Staaten auf der Liste der AIIB-Gründer, sondern auch Australien, Neuseeland, Indonesien, Pakistan und Vietnam haben sich für den Beitritt zu Chinas neuer Bank entschieden – Länder, mit denen die Obama-Regierung bei dem militärischen Asien-Schwenk gegen China rechnet. Sogar Taiwan hat unter dem chinesischen Namen »Taipei« den Antrag auf Mitgliedschaft gestellt.


    Darüber hinaus war es ein schwerer Rückschlag für Washingtons Image und womöglich die zukünftige Dominanz in IWF und Weltbank, dass fünf Länder der Gruppe der sieben großen westlichen Wirtschaftsmächte – Italien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und sogar Japan – wohl mitmachen werden. Insgesamt haben sich über 40 Länder als Gründungsmitglieder beworben.

    »Money talks and nobody walks« – frei übersetzt etwa: »Das Geld bestimmt und keiner bleibt weg« – hieß es in den 1960er Jahren in einem verrückten Werbesong für das Bekleidungsgeschäft Dennison, den der Rock‘n‘-Roll-DJ Charlie Greer im beliebten New Yorker Radiosender WABC Top 40 spielte. China hat das Geld und offenbar bleibt außer den USA keiner weg.

    Dass sich so viele Länder – darunter die größten EU-Mitgliedsstaaten – beeilen, bei der von China unterstützten Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank dabei zu sein, zeigt: Sie verstehen, dass die Zukunft der Welt mit Asien und Eurasien steht oder fällt. Die Wirtschaft der USA und Kanadas erstickt unter einem unbezahlbaren Schuldenberg, einer verrottenden Infrastruktur und verfallenden ehemaligen Industriestädten wie Detroit oder Pittsburgh. Amerika ist nicht mehr der Handelsmagnet, der alle anderen anzieht. Das Land ist am Ende, die offiziellen Wirtschaftszahlen sind ein Lügenkonstrukt, die tatsächliche Arbeitslosigkeit bewegt sich laut John Williams‘ Shadow Government Statistics mit 23,2 Prozent im Bereich des Niveaus während der Großen Depression.

    China befindet sich in einer Schlüsselposition, um eine solche Bank zu gründen und länderübergreifende Infrastruktur zu finanzieren, wie beispielsweise im Rahmen der Neuen Seidenstraße die Transeurasische Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnverbindung, an die sich Russland derzeit anbindet. In ganz Eurasien und Asien wird es enormen Bedarf für den Bau von Kraftwerken und Autobahnen geben. Entsprechende Pläne, Südkorea über Nordkorea mit der chinesischen Wirtschaft zu verbinden, werden bereits erstellt.


    Der Infrastrukturbedarf in Asien und Eurasien ist so hoch, dass er auf Jahrzehnte hinaus das industrielle Wachstum befeuern wird. Nach Schätzung der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) wird Asien in den nächsten zehn Jahren acht Billionen Dollar für Energie, Transport, Telekommunikation und Wasseraufbereitung/Abwassermanagement benötigen. Private Investitionen in Infrastruktur, zumeist in risikoarme Projekte, belaufen sich aktuell auf lediglich 13 Milliarden Dollar pro Jahr. Durch staatliche Entwicklungshilfe kommen weitere elf Milliarden pro Jahr hinzu. Es fehlen also mehr als 700 Milliarden Dollar pro Jahr.

    Mit der Weigerung, der AIIB beizutreten, und dem Versuch, sie zu stoppen, stellt sich Washington praktisch gegen regionale Investitionen in Asien, die den Handel ausweiten, die Entwicklung der Finanzmärkte und die makroökonomische Stabilität unterstützen, Umwelt, Gesundheit und soziale Bedingungen verbessern. Alles, was Washington stattdessen zu bieten hat, ist die törichte Transpazifische Partnerschaft für US-freundliche Freihandelsverträge, durch die sich Monsanto und andere US-Konzerne im Streben nach Profit über nationale Gesetze asiatischer Länder hinwegsetzen könnten.

    Allein die Tatsache, dass die AIIB weltweit so viel Unterstützung findet, beweist die Unfähigkeit der US-dominierten Bretton-Woods-Institutionen Weltbank, IWF und Asiatische Entwicklungsbank.

    Und eine neue BRICS-Bank

    Die Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank ist nur eine neue Initiative der aufstrebenden Wirtschaftsmächte der Welt.

    Beim BRICS-Gipfeltreffen 2014 in der brasilianischen Stadt Fortaleza erklärten die versammelten fünf Staatschefs ganz offen: »Wir sind enttäuscht und ernsthaft besorgt über die derzeitige Nicht-Umsetzung der 2010 beschlossenen Reform des Internationalen Währungsfonds, die die Legitimität, Glaubwürdigkeit und Effektivität des IWF schmälert.« Zusammengenommen verfügen die BRICS über ein BIP von 16 Billionen Dollar und sie stellen 40 Prozent der Weltbevölkerung – lassen sich also nicht mit leichter Hand als Gruppe von Bananenrepubliken abtun, als die sie manche Politiker in Washington offenbar immer noch betrachten. Sie haben wohl seit 1944 ihre Augen nicht überprüfen lassen.


    Der Sitz der Neuen Entwicklungsbank (NDB), wie sie offiziell heißt, oder inoffiziell auch BRICS-Entwicklungsbank, wird in Shanghai sein, Chinas schnell wachsendem Finanz-Drehkreuz der Welt. Sie wird mit einer Liquiditätsreserve von 100 Milliarden Dollar an den Start gehen, um sich vor möglichen Währungsattacken zu schützen, wie sie Washington und die Wall Street 1997 gegen die damals boomenden asiatischen Tigerstaaten, angeführt von Südkorea, Malaysia und Indonesien, lancierten. Zusätzlich wird die neue Bank über ein Startkapital von 50 Milliarden Dollar verfügen, zu dem jedes BRICS-Land zehn Milliarden Dollar beisteuert; es besteht die Option der Erhöhung auf 100 Milliarden Dollar für die Finanzierung von BRICS-Infrastrukturprojekten.

    Laut Satzung der NDB steht die Mitgliedschaft allen UNO-Mitgliedsstaaten offen. Bedeutsam ist allerdings, dass der Kapitalanteil der fünf gründenden BRICS-Länder nie unter 55 Prozent sinken und der Anteil eines Nicht-Gründungsmitglieds nie über sieben Prozent steigen darf. Kurz: Die BRICS-Bank wird von Regierungen betrieben, die die Unzufriedenheit mit den von Washington dominierten Institutionen von Bretton Woods teilen.

    Beide neuen Infrastrukturbanken zusammen stellen für das US-Dollar-System und dessen seit 1944 bestehender Kontrolle über die weltweiten Finanzströme die größte Bedrohung dar. Und diese Bedrohung treibt die führungslose Außenpolitik Washingtons. Frieden und Zusammenarbeit sind ein viel sinnvollerer Weg, das Zusammenleben zivilisierter Nationen zu regeln.
    Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...BC4445C93F5B1B

    LG

  7. #7
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    AW: Investitionsbank AIIB

    Neue Allianz: Iran wird Mitglied bei chinesischer Entwicklungsbank

    Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...lied-der-aiib/


    Der Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate sind als Gründungsmitglieder der chinesischen Entwicklungsbank angenommen worden. Alle bisherigen Mitglieder der Bank haben der Aufnahme zugestimmt. Ende des Jahres soll die Entwicklungsbank ihre Arbeit starten.



    Chinas Entwicklungsbank AIIB erhält weiteren Zuwachs: Nach China, Frankreich, Deutschland, Italien, Indien und Großbritannien sind nun auch der Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate als Gründungsmitglieder aufgenommen worden. Die Zahl der voraussichtlichen Gründer ist nun auf 35 gestiegen, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

    Die Gründungsmitglieder haben das Recht, die zukünftigen Regeln zur Arbeit der Bank mitzubestimmen. Die Länder, die sich nun nach dem 31. März der Bank anschließen, werden nur ein Abstimmungsrecht haben, aber nicht mehr in die grundlegenden Prozesse der Bank eingreifen können, so die Agentur. Wie Russland hat auch Japan hat erneut Interesse an der AIIB bekundet und hat einen Beitrag in Höhe von 1,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

    Die USA hatten lange versucht, ihre Verbündeten von einem Beitritt zur chinesischen Entwicklungsbank abzuhalten – allerdings ohne Erfolg
    . Die AIIB sei auch deshalb auf so große Zustimmung gestoßen, weil es den Amerikanern nicht gelungen sei, die bestehenden Institutionen wie den IWF den neuen weltpolitischen Gegebenheiten entsprechend zu strukturieren, sagte jüngst Laurence Summers. Summers ist Präsident der Harvard-Universität und ehemaliger Finanzminister.
    LG

  8. #8
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    AW: Investitionsbank AIIB

    Gegen den Dollar: China will das Weltfinanz-System neu ordnen

    Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten
    Mit der Gründung der Entwicklungsbank AIIB hat China das Weltfinanzsystem neu geordnet. Asiatische Staaten sind nun nicht mehr allein abhängig vom IWF und der Weltbank. Dabei stand die Gründung der Entwicklungsbank lange auf der Kippe, denn Chinas politische Elite hatte Zweifel an der Finanzierung und der Realisierbarkeit des Projekts.

    Chinas Präsident Xi Jinping (re.) trieb die Pläne der neuen Entwicklungsbank voran und konnte auch Russlands Präsidenten Wladimir Putin dafür gewinnen. (Foto: dpa)

    Die neue Gründung einer eigenen Entwicklungsbank gilt als einer der größten geopolitischen Erfolge Chinas in den letzten Jahren. Die mit einem Gesamtkapital von 100 Milliarden US-Dollar ausgestattete AIIB (Asian Infrastructure Investment Bank) soll der Finanzierung von Infrastrukturprojekten in Asien dienen. Die AIIB soll ein Gegengewicht zum IWF und zur Weltbank bilden. Beide Organisationen werden von den USA dominiert. China sieht sich angesichts seines wachsenden wirtschaftlichen Gewichts nicht ausreichend repräsentiert und drängt seit langem auf Reformen des Weltfinanzsystems. Die USA wiederum sehen durch die chinesische Entwicklungsbank ihre Kontrolle über das Finanzsystem gefährdet und haben daher versucht, die AIIB-Gründung zu verhindern.

    Der Plan zur Gründung einer eigenen Entwicklungsbank wäre fast an den Zweifeln der chinesischen Politik-Elite gescheitert. Die internen Regierungsdebatten darüber begannen im Frühjahr 2013 und dauerten etwa sechs Monate. Daran beteiligt waren Vertreter des Finanzministeriums, des Handelsministeriums und des staatlichen Think Tanks China Center for International Economic Exchanges (CCIEE). Die Skeptiker sahen China nicht in der Lage, eine multilateral Bank zu leiten und verwiesen auf die mangelnde Erfahrung Pekings. Sie befürchteten, die Bank werde unter chinesischer Führung Verluste realisieren.

    Darüber hinaus rechneten sie nicht mit großem Interesse anderer Staaten, sich an der Institution zu beteiligen. Eine Delegation des Finanzministeriums warb bei Staaten aus Südostasien für das Projekt. Zwar fanden sich Unterstützer, doch die dortigen Regierungen verfügten nicht über ausreichende Mittel zur Finanzierung der Bank. Andere Regierungsmitglieder zweifelten am Sinn des Projekts, da China bereits Mitglied in der Entwicklungsbank der BRICS-Staaten ist. Die Institution wurde im vergangenen Jahr gegründet und soll Kredite für Infrastruktur-Projekte in den Schwellenländern bereitstellen. Außerdem stand die Kapitalaustattung der Bank lange in Frage.
    „Am Anfang war China nicht sehr zuversichtlich. Die Sorge war, dass es nicht genug Kapital dafür geben würde“, zitiert Reuters einen mit der Sache vertrauten chinesischen Beamten.

    Erst mit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Xi Jinping erhielten die Pläne neuen Auftrieb. Als er im Frühjahr 2013 zum Präsidenten der Volksrepublik wurde, machte er sich für das Projekt stark, denn er sah darin die ideale Institution, um Chinas neue Infrastruktur- und Export-Strategie zu finanzieren. Die im Herbst 2013 vorgestellte Initiative namens „Ein Gürtel, eine Straße“ sieht die Stärkung der eurasischen Staaten entlang der ehemaligen Seidenstraße vor. Über den Ausbau der Infrastruktur sollen die Regionen zu Land un zu Wasser enger miteinander verbunden werden.
    „Niemand konnte sich vorstellen, dass die AIIB so erfolgreich sein wird, dass sich so viele Leute darauf melden würden“, sagte eine weitere chinesische Quelle zu Reuters.

    Die chinesische Entwicklungsbank stieß weltweit auf großes Interesse. So kündigten die Golfstaaten und wichtige europäische Staaten – zu Pekings Überraschung und entgegen den Forderungen der USA – ihre Unterstützung für das Projekt an. Deutschland wird führende Rolle bei der chinesischen Entwicklungsbank einnehmen. Mit einem Stimmenanteil von 4,1 Prozent wird Deutschland nach China, Indien und Russland der viertgrößte Anteilseigner der AIIB (Asian Infrastructure Investment Bank) sein. Auch Russland wird sich an der AIIB beteiligen. Russland stand einer von China geleiteten Bank zunächst skeptisch gegenüber. Doch da es bereits eine Eurasische Wirtschaftsunion gegründet hat, sieht in Chinas Plan zur Entwicklung einer neuen Seidenstraße gemeinsame Interessen. Darüber hinaus zählen Großbritannien, Frankreich, Italien und die Schweiz zu den Gründungsmitglieder.
    LG

  9. #9
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    AW: Investitionsbank AIIB

    Die AIIB wurde am 25. Dezember 2015 offiziell eröffnet

    Die AIIB (Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank) wurde am 25. Dezember in Peking offiziell eröffnet: 17 Staaten mit einem Kapital über 50 Prozent haben die Ratifizierungsurkunden unterschrieben. Die Eröffnungssitzung wird am 16. und 17. Januar 2016 stattfinden, Verwaltungs- und Aufsichtsrat werden formell gewählt.



    Chinas Außenministerium hat bestätigt, dass die Ratifizierungsurkunden von 17 Staaten vorliegen, die mit dem entsprechenden Kapital hinterlegt wurden. Laut Artikel 59 tritt das Abkommen der AIIB in Kraft, wenn mindestens 10 Unterzeichner mit mindestens 50 Prozent der zugeteiliten Anteile vorliegen.

    Die AIIB wird ihren Hauptsitz in Peking haben. Sie besitzt ein autorisiertes Aktienkapital von 100 Milliarden Dollar, regionale Mitglieder halten die Mehrheit von 75 Prozent von Anteilen.
    Chinas Finanzminister Lou Jiwei nannte die Bank bei der Eröffnung „Einen Meilenstein in der Reform des globalen wirtschaftlichen Steuerungssystems". Mittlerweile sind die grundlegenden Prinzipien der Bank, die Geschäftsmodelle und -systeme und die Satzung durch Verhandlungen erarbeitet. Die Policen der Bank sind mit der Unterstützung von multilateralen Entwicklungsbanken (MDBs), bilateralen Agenturen und internationalen Experten entworfen, und umfassend mit den zukünftigen Mitgliedsländer besprochen worden.

    Derzeit sind 57 Staaten Mitglieder der AIIB (hier die Liste). Der designierte Präsident Jin Liqun bezeichnete die Eröffnung als „einen wahrlich historischen Anlaß“ und lobte die Delegationen, die mit Experten zusammen „im vergangenen Jahr unermüdlich und kollegial daran gearbeitet haben, die grundlegenden Prinzipien der Bank – Transparenz, Offenheit, Verantwortlichkeit und Unabhängigkeit – zu verdeutlichen und eine moderne Satzung sowie einen soliden Entscheidungs- und Steuerungsrahmen ihres operativen Geschäfts zu entwickeln.“

    Die Eröffnungssitzung des Aufsichtsrats der Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank wird am 16. und 17. Januar 2016 abgehalten. Auf der Sitzung wird der Aufsichtsrat den Anfang der Projekte in Übereinstimmung mit dem Artikel 60 der Abmachung bekannt geben.

    Der Aufsichtsrat wird auch den Verwaltungsrat und den Präsidenten formell wählen. Der Verwaltungsrat wird seine erste Sitzung kurz nach der Aufsichtsratsitzung abhalten.
    Es sei „außerordentlich erfreulich, eine Vision verwirklicht zu sehen. Die AIIB wird für Asiens Bedürfnisse der Infrastrukturfinanzierung von heute sowie zukünftiger Generationen eine innovative Finanzierungsplattform bieten. Die Bank freut sich darauf, der Familie multilateraler Entwicklungspartner beizutreten und zur umfassenden wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Asien durch nachhaltige Infrastrukturinvestitionen beizutragen.“ (Quelle) (ks)
    Das macht dem IWF sicher keine Freude!
    Wurde da vielleicht von Wall Street Investoren am gestrigen 6%gen Absturz von Chinas Börse nachgeholfen?

    LG

  10. #10
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    Joachim von Amsberg wird Vizepräsident

    Wikipedia ist da noch nicht ganz auf Stand!

    https://de.wikipedia.org/wiki/Joachi..._%28Bankier%29

    Die asiatische Investitionsbank AIIB bekommt einen deutschen Vize-Chef. Joachim von Amsberg wechselt von der Weltbank nach Asien und wird einer von fünf Vizepräsidenten. Deutschland gehört zum Gründerkreis der Bank.

    In das Top-Management der von China initiierten Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) zieht ein Deutscher ein. Der Vizepräsident für Entwicklungsfinanzierung der Weltbank, Joachim von Amsberg, wurde am Freitag nach einer Mitteilung der Bank zu einem der fünf AIIB-Vizepräsidenten berufen und soll dort für Politik und Strategie zuständig sein. Die Bundesregierung begrüßte die Entscheidung. Amsberg werde damit an entscheidender Stelle in der AIIB dazu beitragen, dass Deutschland seine Rolle in der Bank aktiv wahrnehme, erklärte das Bundesfinanzministerium.

    Die AIIB geht auf eine Initiative des chinesischen Präsidenten Xi Jingping vor knapp zwei Jahren zurück. Sie wurde im Dezember 2015 aus der Taufe gehoben und nahm ihr Geschäft im Januar auf. Trotz Vorbehalten der USA hatten sich US-Partnerländer wie Großbritannien und Deutschland entschlossen, dem Gründerkreis beizutreten. Die AIIB soll vor allem Infrastrukturprojekte in Asien finanzieren helfen.

    Amsberg wurde vom Präsidenten der AIIB, Jin Liqun, ernannt. Er soll nach Angaben aus dem Bundesfinanzministerium auch verantwortlich für die Investmentportfolios der AIIB sein. Auch die Überwachung der Einhaltung von Standards und Verfahren im Tagesgeschäft gehöre zu seinen Aufgaben. Weitere Vizepräsidenten sind der Brite Danny Alexander sowie Finanzfachleute aus Indien, Südkorea und Indonesien.

    Quelle: http://www.handelsblatt.com/unterneh.../12928462.html
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

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