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Thema: Sanktionspolitik, ihre Auswirkungen und Folgen

  1. #1
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    Sanktionspolitik, ihre Auswirkungen und Folgen

    Auf Wunsch der USA: EU beschließt Verlängerung der Sanktionen gegen Russland

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: Uhr

    Die EU hat trotz massiver Warnungen aus den Mitgliedsstaaten die Verlängerung der Sanktionen gegen Russland beschlossen. Die Sanktionen sind Teil des geopolitischen Kalküls der US-Außenpolitik.

    Die 28 EU-Mitgliedstaaten haben eine Verlängerung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate beschlossen. Das verlautete am Freitag aus EU-Kreisen in Brüssel, meldet die AFP. Offiziell werden keine stichhaltigen Gründe genannt, warum die Sanktionen beschlossen werden mussten.

    Tatsächlich geht es bei der Strafmaßnahme um eine Schwächung Russlands, eines der Ziele der US-Außenpolitik. Zwar arbeiten die Amerikaner nach ihrer eigenen gescheiterten Mission in Syrien mit Russland zusammen. Doch an der Nordflanke betreibt vor allem die Nato einen Ausbau ihrer Positionen: Die Ukraine wird massiv aufgerüstet. Zuletzt hatte der US-Kongress die Lieferung von tödlichen Waffen an die Ukraine beschlossen. Polen fordert, ebenfalls gegen Russland, die Stationierung von Nato-Atomwaffen. Montenegro wurde eben zum Nato-Beitritt eingeladen, Serbien soll in die EU. weiter: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...egen-russland/
    Das es sich hier nicht um einen Mehrheitsbeschluss handelt ist hier nicht ersichtlich!
    Viele EU-Staaten wollen diese gar nicht mehr, vor allem bringen fügen sie der eigenen Wirtschaft schwere Verluste!

    LG

  2. #2
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    AW: Sanktionspolitik, ihre Auswirkungen und Folgen

    Für Sanktionen-Aufhebung: Lässt Russland den Donbass fallen?

    Aussagen von US-Außenminister Kerry in Davos deuten darauf hin, dass Moskau einen Deal eingehen könnte den Donbass fallen zu lassen, um dafür die Aufhebung der Sanktionen zu erreichen. Geostrategisch und wirtschaftlich wäre dieser Schritt nachvollziehbar, zumal das Regime in Kiew ohnehin am Ende ist und sich das Ukraine-Problem von selbst lösen könnte.

    Von Marco Maier

    Bislang gibt es von russischer Seite noch keine Bestätigung dafür, doch die Aussagen von US-Außenminister John Kerry hinsichtlich der möglichen baldigen Aufhebung der Sanktionen im Gegenzug dafür, dass Moskau die Unterstützung der Rebellen im Donbass einstellt, sorgen für Unruhe.

    In der letzten Zeit gab es immer wieder Treffen hochrangiger Politiker aus den USA und Russland, in denen auch die schwierige Situation in der Ukraine besprochen wurden. Die Aussagen der politischen Vertreter beider Seiten in den letzten Wochen deuten zumindest unterschwellig darauf hin, dass Moskau durchaus darüber nachdenkt, einen Handel mit dem Westen einzugehen um so der strauchelnden russischen Wirtschaft wieder mehr Luft zum atmen zu geben.

    "ich denke, dass mit Mühe und gutem Willen eine legitime Absicht besteht, das Problem auf beiden Seiten zu lösen, es ist möglich in diesen nächsten Monaten … an einen Punkt zu kommen, bei denen die Sanktionen möglicherweise aufgehoben werden können", so Kerry in einer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos.

    Für Russland, welches unter dem Ölpreisverfall leidet und militärisch stark in Syrien eingebunden ist, wäre die Aufhebung der Sanktionen eine deutliche Erleichterung. Auch wenn die Krim gewiss nicht zur Disposition steht, so könnte Moskau durchaus dafür sorgen, dass die Rebellen im Donbass Kiew bei einer politischen Lösung stärker entgegenkommen. Selbst für Moskau gilt der Donbass inzwischen eher als "verlorener Fall", da eine Lösung wie es sich die Rebellen vorstellen kaum umsetzbar sein wird. Zu groß sind die innenpolitischen Spannungen in der Ukraine und zu stark der Druck der rechten Extremisten.

    Allerdings wird es innenpolitisch schwierig, eine Aufgabe des Donbass – in dem viele russischstämmige Menschen leben – zu rechtfertigen, während man im Nahen Osten militärisch eingreift. Andererseits weiß man in Moskau auch, dass sich das derzeitige Regime in Kiew ohnehin nicht mehr lange halten wird können. Die Ukrainer haben jetzt schon die Schnauze voll von der korrupten und unfähigen Führung, die das Land direkt in den wirtschaftlichen und finanziellen Abgrund reißt.

    Die nächsten Monate werden zeigen, ob sich die Einschätzung Kerrys bewahrheitet und Moskau einen solchen Deal mit dem Westen eingeht. Ganz undenkbar ist dies nicht, zumal Präsident Putin das geopolitische Schachspiel durchaus beherrscht und zudem auch Rücksicht auf die Wirtschaft des eigenen Landes nehmen muss. Insofern wäre dieser Schritt eher als "taktischer Rückzug" zu bewerten, da sich das ukrainische Problem wohl ohnehin von selbst lösen dürfte. weiter: https://www.contra-magazin.com/2016/...onbass-fallen/
    Die Ukraine wird in 5 Teilrepubliken zerfallen, wo schon diverse Oligarchen die Vorarbeit leisten ist schon in kommen!
    Man versucht noch Militärischen Terror auszuüben, doch die Armee spielt auch nicht mehr mit, es gibt sehr viele Überläufer, gleich mit der gesamten Kriegsmaschinerie! Eine Echte Kriegsgefahr besteht nur noch durch die US-Gesponserten "NS-Freiwilligenbataillone" und "Erdorgans Islammiliz".
    Auch die EU kann trotz Versprechen, die Visumspflichtig in die EU nicht aufheben, dass würde die nächste unkontrollierte, doch eigens Erzeugte Flüchtlingswelle bedeuten!
    Zirka 400.000 sind bereits in Polen und Teilen der EU, 100.000 in Ungarn und Slowakei, weitere 1.100.000 sind auch noch in Russland.
    Die Wirtschaftsleistung und das Sozialsystem ist fast nicht mehr existent, der Osten zerbombt, Humanitäre Hilfe kommt nur aus Russland, Orte die an Donbass, Lugansk und die Krim grenzen werden auch schon Mitversorgt.

    LG

  3. #3
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    AW: Sanktionspolitik, ihre Auswirkungen und Folgen

    Russlands heutige Bio-Revolution

    von: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...DE61757502D184
    Wladimir Putins Russland lässt die US-Kampagne »gegen den ISIS« in Syrien schlecht aussehen, weil es in vier Monaten dem Vormarsch der Terroristen in diesem Land mehr Schaden zufügen konnte als das Pentagon mit seinen verdächtig unwirksamen Maßnahmen in 14 Monaten. Doch jetzt versetzt Russland der Herrschaft der US-Agrarindustrie auch noch über den Welthandel mit Nahrungsmitteln eine gewaltige Ohrfeige. Es geht um die Entscheidung, Russland zum weltweit größten Exporteur von gesunder, nicht genmanipulierter und nicht industriell gefertigter Nahrung zu machen.



    Wie die meisten positiven Entwicklungen in Russland, ignorierten die westlichen Medien auch die jährliche Ansprache des Präsidenten vor der Bundesversammlung am 3. Dezember. In seinen dortigen Ausführungen kündigte Putin als nationales Ziel an, dass Russland hinsichtlich seiner Nahrungsmittelversorgung binnen vier Jahren autark sein werde.

    Einer der am wenigsten kommentierten Bereiche der russischen Wirtschaft, insbesondere seitens oberflächlicher westlicher Ökonomen, die Russland nur als ein von Öl- und Gasexporten abhängiges Land darstellen, ist die bedeutende Veränderung, die sich in der russischen Landwirtschaft vollzieht.

    Heute, weniger als eineinhalb Jahre nach der Entscheidung, als Vergeltung für die törichten EU-Sanktionen gegen Russland bedeutendere Agrarexporte aus der EU nach Russland zu verbieten, erlebt die landwirtschaftliche Produktion in Russland eine bemerkenswerte Wiedergeburt – in einigen Fällen sogar erst ihre Geburt. Ausgedrückt in US-Dollar-Werten übersteigen die russischen Exporte landwirtschaftlicher Erzeugnisse diejenigen von Waffen und bringen ein Drittel der Einnahmen aus dem Erdgasexport ein. Das ist an sich schon interessant.

    Präsident Putin teilte den versammelten Mitgliedern des Parlaments in seiner Dezemberrede, einer Art Überblick zur Lage der Russischen Nation, Folgendes mit:
    »Unsere Landwirtschaft gibt ein positives Vorbild ab. Noch vor zehn Jahren haben wir fast die Hälfte unserer Nahrungsmittel eingeführt und hingen kritisch von ihren Importen ab, während Russland inzwischen dem Club der Exporteure beigetreten ist. Im vergangenen Jahr beliefen sich Russlands Agrarexporte auf fast 20 Milliarden US-Dollar. Dies ist ein Viertel mehr als unsere Einnahmen aus den Waffenverkäufen oder etwa ein Drittel unserer Gewinne aus den Erdgasexporten. Unsere Landwirtschaft hat diesen Sprung in einer kurzen, aber produktiven Zeitspanne getätigt. Großen Dank an unsere Bewohner auf dem Lande.
    Ich denke, wir sollten uns das nationale Ziel setzen, bis 2020 den Binnenmarkt vollständig mit im Land erzeugten Lebensmitteln zu versorgen. Wir sind in der Lage, uns aus unserem eigenen Land zu ernähren. Noch wichtiger ist, wir haben dazu die Wasserressourcen. Russland kann einer der weltweit größten Anbieter von gesunden, ökologisch reinen Qualitätslebensmitteln werden, dies umso mehr, weil einige westliche Unternehmen schon lange damit aufgehört haben, solche zu produzieren, und weil die weltweite Nachfrage nach solchen Erzeugnissen weiter zunimmt.«
    Als weiteren Schritt forderte Putin die Duma auf, Maßnahmen zu ergreifen, um Millionen Hektar brachliegendes Ackerland zu bewirtschaften.
    »Es ist notwendig, Millionen von Hektar Ackerland, die jetzt brachliegen, zum Einsatz zu bringen. Sie gehören Großgrundbesitzern, von denen viele wenig Interesse an der Landwirtschaft zeigen. Wie viele Jahre haben wir darüber geredet? Aber nichts ist vorangekommen. Ich schlage vor, nicht genutzte Agrarflächen fragwürdigen Eigentümern abzuerkennen und sie auf einer Auktion an solche zu verkaufen, die das Land bearbeiten wollen und können.«
    Veränderungen in der Landwirtschaft

    Seit Beginn der ersten Präsidentschaft Wladimir Putins im Jahr 2000 hat Russland angefangen, seine landwirtschaftliche Produktion umzustellen. Während der katastrophalen 1990er-Jahre unter Präsident Boris Jelzin musste Russland zu einem hohen Grad Nahrungsmittel einführen. Das war zum Teil auf eine unangebrachte Überzeugung zurückzuführen, dass alles »Made in America« oder alles im Westen besser wäre.

    Russland importierte geschmackloses, in US-Agrarfabriken hergestelltes Geflügel, statt seine höchst schmackhaften, natürlichen, frei laufenden Hühner zu vermarkten. Das Land importierte künstlich gefärbte, geschmacklose Tomaten aus Spanien oder Holland anstelle seiner leckeren, saftigen, selbst erzeugten Bio-Tomaten. Ich weiß das; ich habe beides gehabt. Es gibt keinen Vergleich: Die organischen, russischen Nahrungsmittel übertrumpfen die westlichen unlauteren, verfälschten Industrieprodukte, die heute fälschlicherweise als Nahrungsmittel ausgegeben werden.

    Man hatte in der Ära Jelzin nicht verstanden, dass die Lebensmittelqualität entsprechender westlicher Importe seit Einführung des amerikanischen »Agrobusiness« und der Nahrungsfabrikation in den 1970er-Jahren drastisch abgenommen hat. Die EU zog nach und ahmte die industriellen Verfahren der USA nach, nur ein bisschen weniger radikal. Ferner hat der intensive Einsatz von chemischen Düngemitteln, Herbiziden, Pestiziden, Antibiotika, die über die Tiere in die Felder gelangten, insgesamt zur dramatischen Verarmung der amerikanischen und zunehmend auch der landwirtschaftlichen Böden in der EU an essenziellen Mikroorganismen geführt. Das bewahrheitete sich laut gut unterrichteten Landwirten auch in China.

    In den Vereinigten Staaten hat der Kongress Ende 2015 ein lange gültiges Gesetz zur Fleischkennzeichnung aufgehoben, das Country-of-Origin Labeling Law (COOL, Herkunftsland-Auszeichnungsgesetz). Es verpflichtete die Einzelhändler, bei rotem Fleisch ausdrücklich das Herkunftsland zu kennzeichnen. Abgepacktes Rind- und Schweinefleisch braucht in den USA nun kein Etikett mehr zu tragen, das besagt, woher das Tier ursprünglich stammt.

    Die Lobby der US-Agrarindustrie trat für diese Änderung ein, um Fleisch zweifelhafter Qualität aus den Entwicklungsländern, in denen die Gesundheits- und Sicherheitskontrollen sowie die Erzeugerkosten minimal sind, importieren zu dürfen. In vielen US-Staaten, in denen die Agrarindustrie riesige Zuchtbetriebe, sogenannte »Ag-gag«, betreibt, verbieten Landesgesetze den Journalisten sogar, in solchen industriellen, landwirtschaftlichen Betrieben, oft großen Milch-, Geflügel- und Schweinezuchtbetrieben, zu fotografieren. Das ist so, weil die Menschen massenhaft zu Vegetariern würden, wenn ihnen bewusst würde, was dort geschieht, um in den USA Fleisch auf den Tisch zu bekommen.

    Vom Nettoimporteur zum Exporteur

    Während der Sowjetzeit, insbesondere nach 1972, als sowjetische Missernten für Engpässe sorgten, verwendete die UdSSR ihre Öleinnahmen, um ein bedeutender Importeur von US-Weizen und -Getreide zu werden. Das US-Getreidekartell, Unternehmen wie Cargill und Continental Grain, arbeitete mit US-Außenminister Henry Kissinger zusammen, um astronomische Preise für Russland auszuhandeln. Das wurde damals »der große Getreideraub« genannt. Die US-Steuerzahler wurden durch die US-Getreidesubventionen ausgeraubt, und Cargill hatte auf dem Weg zur Bank gut lachen.

    Um das Jahr 2000 kehrte Russland zusammen mit der Ukraine – und in geringerem Maße mit Kasachstan – diese Importabhängigkeit bei Getreide um und wurde wieder der Exportriese für Getreide, insbesondere für Weizen in der Welt, wie er es vor der Russischen Revolution von 1917 einmal gewesen war.

    Schon vor der Krise infolge der US-Sanktionen, in den Jahren 2011 bis 2013, exportierte Russland im Durchschnitt 23 Millionen Tonnen (mmt) Getreide pro Jahr. Zusammen verkauften Russland, die Ukraine und Kasachstan 57 mmt Getreide ins Ausland. Die drei Länder stellten als eine Region in diesem Zeitraum 19 Prozent der gesamten Weltgetreideexporte und 21 Prozent der Weizenexporte und verdrängten die Vereinigten Staaten als den weltweit größten Weizenexporteur.

    Da jetzt die Ukraine aufgrund des von der Regierung Obama im Februar 2014 in Kiew durchgeführten Staatsstreichs de facto ein gescheiterter Staat ist, bekommt die russische Landwirtschaft für die Welt in Bezug auf qualitativ hochwertige Bio-Lebensmittel und Getreide eine strategische Bedeutung.

    Rückblickend war das russische Einfuhrverbot von 2014 für ausgewählte Lebensmittel aus der EU ein wichtiger Wendepunkt. Es hat eine Krise in eine Chance verwandelt, wie ein altes chinesisches Sprichwort lautet. Von Russlands Agrar- und Nahrungsmittelimporten im Wert von insgesamt 39 Milliarden Dollar des Jahres 2013 fielen 23,5 Milliarden Dollar, also 61 Prozent aller Lebensmittelimporte Russlands, in die Produktkategorien, die von dem Verbot betroffen waren.

    Die kürzlich hinzugekommene Entscheidung, alle türkischen Lebensmittelimporte als Vergeltung für den türkischen Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs im syrischen Luftraum zu verbieten, trägt zu diesem gesamten Einfuhrverbot bei. Das Einfuhrverbot für Nahrungsmittel aus der Türkei trat am 1. Januar 2016 in Kraft.

    Während viele westliche Ökonomen auf die ursprünglichen großen inflationären Auswirkungen des Verbots im letzten Jahr verwiesen – ein Faktor, der die russische Zentralbank veranlasste, die Zinsen zu lange gefährlich hoch zu halten –, ist die längerfristige Realität die, dass das Verbot eine dramatische Wende in der landwirtschaftlichen Selbstversorgung erzwungen hat. In dem Maße, in dem die teureren, importierten Lebensmittel in ganz Russland aus den Regalen der Supermärkte verschwinden, wird das auch mit der ursprünglichen Preisinflation für Lebensmittel von Anfang 2015 der Fall sein.

    Der jüngste Rubeleinbruch wird den Verbrauch der noch verbliebenen, teurer gewordenen Lebensmittelimporte aus der EU zugunsten »lokal hergestellter« Nahrungsmittel weiter verdrängen. Weit von einer Katastrophe entfernt, wie sie die New York Times und andere westliche Medien genüsslich ankündigen, wird der neueste Rubeleinbruch sich in einen Vorteil für die russische Landwirtschaft und sogar für die Gesamtwirtschaft umkehren. Das wird die Selbstversorgungsziele deutlich voranbringen.

    Russlands Einfuhrbeschränkungen für Lebensmittel werden in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht aufgehoben, selbst wenn die EU ihre Sanktionen gegen Russland fallenließe. Mit der Entwicklung einer hochwertigen, organischen, nicht genveränderten Landwirtschaft steht für die nationale Wirtschaft viel zu viel auf dem Spiel.

    Neben Russlands Entscheidung, in der Landwirtschaft bis 2020 eine Selbstversorgung zu erlangen, schuf das offizielle russische Anbauverbot vom September 2015 für alle genveränderten Organismen die Voraussetzung für die neueste Entscheidung des Präsidenten, aus der Not eine Tugend zu machen.

    Die schöne russische Schwarzerde

    Russland hat noch einen außergewöhnlichen, natürlichen Vorteil, um zum weltweit wichtigsten Produzenten und Exporteur hochwertiger, organischer und nicht genveränderter Lebensmittel zu werden.

    Russland besitzt einige der reichsten und fruchtbarsten Böden der Welt. Da während des Kalten Krieges wirtschaftliche Einschränkungen vorgeschrieben hatten, die Produkte der chemischen Industrie den nationalen Verteidigungszwecken vorzubehalten, wurden die fruchtbaren russischen Böden nicht wie die im Westen jahrzehntelang der Zerstörung durch chemische Düngemittel oder Pflanzenspritzmittel ausgesetzt.

    Das erweist sich jetzt als ein verborgener Segen, da die Landwirte in der EU und Nordamerika nun gegen die verheerenden Auswirkungen der Chemikalien in ihren Böden, die in großem Umfang lebenswichtige Mikroorganismen zerstören, anzukämpfen haben. Reiche landwirtschaftliche Böden brauchen, um sich zu bilden, lange Jahre und können in kürzester Zeit zerstört werden. Bei einem feuchten und warmen Klima dauert es Jahrtausende, bis sich wenige Zentimeter Humusboden gebildet haben. In kalten trockenen Klimazonen dauert es noch viel länger.

    Russland besitzt eine von nur zwei Landstrecken der Welt, die als »Schwarzerde-Gürtel« bekannt sind. Sie erstreckt sich von Südrussland bis nach Sibirien über Kursk, Lipezk, Tambow und Woronesch Oblasts. Chernozem, das russische Wort für »schwarze Erde«, sind schwarzfarbige Böden mit einem hohen Anteil an Humus, Phosphorsäure, Phosphor und Stickstoff. Schwarzerde ist ein sehr fruchtbarer Boden zur Erzeugung eines hohen landwirtschaftlichen Ertrags. Der russische Schwarzerde-Gürtel erstreckt sich von Sibirien und dem Süden Russlands bis in den Nordosten der Ukraine und weiter der Donau entlang bis in den Balkan.

    Erste sehr positive Ergebnisse

    Erste Ergebnisse aufgrund des auf die landwirtschaftliche Selbstversorgung Russlands gelegten Schwerpunkts und der Gesamtentwicklung erweisen sich als durchaus positiv. Seit im August 2014 die Lebensmitteleinfuhr aus der EU verboten wurde, hat die Produktion von Rindfleisch und Kartoffeln um 25 Prozent zugenommen; bei Schweinefleisch waren es 18 Prozent, bei Käse und Quark 15 Prozent, bei Geflügelfleisch elf Prozent und bei Butter sechs Prozent. Die Gemüseernte in Russland von 2015 war mit einem Ertragszuwachs von insgesamt drei Prozent ebenfalls ein Rekord.

    Die törichten Sanktionen der USA und ihr Wirtschaftskrieg gegen Russland lösten das Gegenteil von dem aus, was die globalistischen Freihandelsbefürworter verlangt haben.

    Sie zwingen Russland, sich mit Bedacht von den Vereinbarungen der Welthandelsorganisation (WTO), die die Agrarindustrie skizziert hatte, abzuwenden. Cargill hatte das WTO-Agrarabkommen verfasst.

    Es zwingt Russland, den liberalen westlichen freien Zustrom internationaler Nahrungsmittel abzubrechen. Die Forderung nach einer nationalen Selbstversorgung bei einem der strategisch wichtigen, wenn nicht dem wichtigsten aller Wirtschaftsgüter ist die nach einer qualitativen Lebensmittelversorgung des Landes. Russland hat mit Bedacht beschlossen, der Selbstversorgung und Qualität den Vorrang vor den »Rechten« von Cargill, ADM oder Monsanto auf freien Handel einzuräumen. Russlands Agrarrevolution bietet der übrigen Welt ein beachtenswertes Beispiel. Dabei geht Qualität vor Quantität. Hochwertige Ernährung betrifft mehr als nur Hektarerträge.
    Mit Sanktionen kann man Russland nicht unterwerfen!
    ...schon gar nicht wenn über einen selbst der Pleitegeier kreist!

    LG

  4. #4
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    AW: Sanktionspolitik, ihre Auswirkungen und Folgen

    Friedman: Putin hat zwei Jahre Zeit um Russland zusammenzuhalten


    in Politik, Contra

    Der Stratfor-Chef George Friedman sieht infolge des Ölpreisverfalls das heutige Russland in einer Situation, wie es bei der Sowjetunion kurz vor dem Zusammenbruch war. Er gibt Wladimir Putin noch zwei Jahre Zeit, das Ruder herumzureißen.


    Von Marco Maier
    Geht es nach dem Geopolitiker George Friedman, hat Russlands Präsident Wladimir Putin nur noch zwei Jahre Zeit, um die Wirtschaft des Landes breiter aufzustellen und sich von der Abhängigkeit vom Öl zu lösen. Ohne eine entsprechende Umstrukturierung der Wirtschaft würden die ökonomischen Kräfte den Staatshaushalt auseinanderreißen.

    In einem Interview mit Mauldin Economics betonte Friedman, dass der Schlüssel zu seiner Vorhersage in der Suspendierung ausländischer Hilfskredite durch Moskau läge. Mit Hilfe dieser Finanzmittel würde Putin den Einfluss Russlands rund um den Globus sichern. Bleibt das Geld aus, dann würden sich die bisherigen Empfängerländer eben den USA zuwenden. Insofern sei eine solche Aussetzung von Hilfszahlungen ein untrügliches Indiz dafür, dass es um die russischen Finanzen jetzt schon sehr schlecht bestellt sei.
    Zwar werde sich die russische Außenpolitik in den nächsten beiden Jahren "aggressiver" verhalten, da man dadurch von den wirtschaftlichen Problemen ablenken könne.

    Auf die Frage wie Russland sich ohne Putin verhalten würde sagte Friedman, dass es nur wenige Veränderungen geben werde, da Putin das Land nicht alleine regiere. Er sei nur das sichtbare Gesicht des Geheimdienstes FSB, welcher das Land wirklich führen würde. Falls Putin etwas geschehen würde, käme eben ein anderer FSB-Offizier an die Macht.

    Es zeigt sich in diesem Interview wieder einmal, wie tief das "Feindbild Russland" bei den amerikanischen Eliten verankert ist. Es gilt Unsicherheit zu säen und mit Hilfe von unbelegbaren Anschuldigungen Russland zu diskreditieren. Denn während Friedman Russland unterstellt, vom FSB regiert zu werden, ist es bei den USA schon längst erwiesen, dass der "Deep State" (oder "Shadow-State") des Militärisch-Industriellen-Komplexes die tatsächliche politische Macht des Landes darstellt, während die Politiker mehr oder weniger nur gut bezahlte Marionetten sind.

    George Friedman, der wie George Soros ein in die USA emigrierter Jude aus Ungarn ist, ist der Direktor der privaten Denkfabrik Stratfor, welche als "Schatten-CIA" gilt. Stratfor stand schon in der Vergangenheit immer wieder in der Kritik, Analysen eher nach jenen geostrategischen Gesichtspunkten auszurichten, die für die Interessen der US-Eliten nützlich sind.
    Das Interview in englischer Sprache:


    ...denke nicht das Russland durch den FSB regiert wird sondern er dient dem Staat, anders als der CIA der gegen den Staat für die Waffenindustrie arbeitet!

    LG

  5. #5
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    AW: Sanktionspolitik, ihre Auswirkungen und Folgen

    Russlands EU-Botschafter: Brüssel hat Sanktionssuppe selber auszulöffeln


    Das Problem der von der EU gegen Russland verhängten Sanktionen ist kein Gegenstand eines Dialogs Russlands mit Europa. Wie der russische EU-Botschafter Wladimir Tschischow am Freitag sagte, soll dieses Problem von seinem Urheber, von der EU, selbst gelöst werden.

    „Das Problem der Sanktionen ist ein langfristiges Problem, denke ich. Russland wird über dieses Problem weder mit Frankreich noch mit der Europäischen Union noch mit den Vereinigten Staaten diskutieren. Dieses Problem wurde nicht von uns geschaffen“, betonte der Diplomat in einem Interview des TV-Senders Rossija 24.

    „Es wäre noch verfrüht zu applaudieren oder vor Freude zu springen, wenn einige europäische Politiker auf die Notwendigkeit hinweisen, die gegen Russland verhängten Sanktionen aufzuheben. In mehreren Ländern sind so angenehme Stimmen zu hören, sie (Länder) seien nie an dieser Sanktionspolitik interessiert gewesen. Aber die Sanktionen wurden doch einstimmig beschlossen“, erinnerte Tschischow.

    Geisel dieser Sanktionen seien europäische Politiker geworden, für die die „berüchtigte Eurosolidarität“ wichtiger sei als die Wirtschaftsinteressen der EU. „Nach der jüngsten Verlängerung der am 31. Januar auslaufenden Sanktionen um weitere sechs Monate atmeten EU-Funktionäre erleichtert auf: Gut, uns sei es wieder gelungen, die Einheit zu bewahren und eine Spaltung zu verhindern… Die Eurosolidarität wird zum Selbstzweck, ganz egal, was die Sanktionen beinhalten und welchen Schaden sie der EU-Wirtschaft zufügen“, betonte der russische Topdiplomat. weiter: http://de.sputniknews.com/
    The National Interest: Moskau bleibt auf Kurs, statt die Segel zu streichen
    Das US-Magazin analysiert die Herausforderungen, mit denen Russlands Interessen 2016 auf der internationalen Bühne konfrontiert werden können. Das Verständnis dafür, wie wichtig Sicherheitsfragen für Russland sind, beleuchtet seine Beziehungen mit den Ländern Eurasiens.

    „Vor zwei Jahren geriet Russland ins Epizentrum eines geopolitischen Tornados. Der Regimesturz in der Ukraine, der Umsturz im Nahen Osten erzeugten ein Tiefdruckgebiet, dessen Sog die Nachbarstaaten in den regionalen Sturm hineinzieht. Mitten im Orkan hat Moskau seine Wahl getroffen. Russland hätte die Segel streichen und sich treiben lassen können, hat sich jedoch dafür entschieden, auf Kurs zu bleiben, selbst wenn es dafür gegen den Wind segeln musste“, schreibt das Magazin.

    Experten zufolge behält Russland das Ruder in der Hand und bewältigt auf kluge Weise die Krisen, um die eigenen Ziele zu erreichen. weiter: http://de.sputniknews.com/politik/20...streichen.html
    ...Grenzkontrollen und Sanktionen kosten der EU bereits 10 Milliarden €!

    LG

  6. #6
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    AW: Sanktionspolitik, ihre Auswirkungen und Folgen

    Der Sanktionskrieg: Es gibt nichts Schlechtes ohne etwas Gutes


    In den zwei letzten Jahren wurden wir zu Zeugen und zu Teilnehmern des Sanktionskrieges Russlands, des Westens und des Ostens. Seit dieser Zeit hört der Terminus "Importersatz" auf, eine leere Worthülse zu sein, wenn auch nicht alle Probleme damit gelöst werden können.



    Die finanzielle Isolierung und das Erdöl
    Am 20. März 2014 wurde sofort nach dem Beitritt der Krim zu Russland ein Paket von Wirtschaftssanktionen eingeführt und auf die schwarze Liste der USA sind 4 Geschäftsmänner und die Bank "Rossija" mit Aktiva von 10 Mrd. Dollar geraten. In den zwei folgenden Jahren haben diese Liste etwa hundert Gesellschaften und Privatpersonen ergänzt, und die großen staatlichen Banken und die Gesellschaften, die mit dem Erdöl und dem Gas verbunden sind, haben sich die Zugänge zu den westlichen Technologien und dem Devisenkapital verschlossen.

    Mit den technologischen Sanktionen versucht der Westen, die zukünftigen Möglichkeiten der Erdöl- und Gasproduktion in Russland zu verringern. Weil die Sanktionen gegen erschlossene Vorkommen nicht wirken, befindet sich gerade das Tagesgeschäft auf historischem Höchststand. Die Ursache liegt in dem Brennstoffkrieg gegen Saudi-Arabien und den Iran, die danach streben, den europäischen Markt zu besetzen, auf dem sich Russland eingerichtet hat.

    Gerade deshalb kann sich keines der Länder die Senkung der Erdölproduktion – ungeachtet der Überproduktionskrise – gönnen, anders wird es sich Verluste von Anteilen auf dem Markt einhandeln. So dass der Krieg auf die Zähigkeit und die Immunität der Wirtschaften und der Regimes zielt. Und – nach dem Verhalten Saudi-Arabiens – bedauert das Land jetzt schon, im Herbst 2014 den Krieg begonnen zu haben.

    Die Finanzsanktionen hat die russische Produktion und auch der Konsument sofort empfunden. Die Banken und die Unternehmen haben immer weniger Möglichkeiten, Anleihen ausländischer Kredite zu bekommen, dadurch verringert sich auch der Anteil der Investitionen im Land. Nach verschiedenen Einschätzungen ist der Investitionsfluss in den letzten zwei Jahren ungefähr um das 10-Fache gesunken. Es würde so scheinen, als wäre alles schrecklich. Aber dieser Prozess hat auch eine positive Seite, die man nicht vergessen darf: die Auslandsschuld Russlands wurde auf 29 Prozent verringert und umfasste zum Anfang des Jahres 515 Mrd. Dollar.

    Die Berechnungen und die Verluste

    Die Ökonomen haben die Ergebnisse verschiedenster Drehbücher durchgerechnet und mit einem Ausgleich versehen. So wurde infolge der Zählungen klar, dass die Sanktionen auf nicht mehr als ein Zehntel des Bruttoinlandsprodukts einen negativen Einfluss hatten, während es bei 90 Prozent der abfallenden Wirtschaftskennziffern der Preissturz des Erdöls war, der dafür verantwortlich zeichnete.

    Freilich werden Effekte von den Sanktionen im Laufe der Zeit auch da spürbar werden, aber dazu wurde das großzügige Programm des Importersatzes ja gestartet, das sich zwar mit Schwierigkeiten entwickelt, aber immerhin, es entwickelt sich. Um so mehr, als noch Leistungsfähigkeiten in China liegen, deren Wesen darin besteht, dass das Land vom Status "der weltweiten Fabrik" zum Status der technologischen Supermacht übergeht, mit der bemerkenswerten Fähigkeit, die Spitzentechnologien weltweit zu verkaufen.

    Die merkwürdigen Transformationen

    In der Mitte 2015 wurde klar, dass der Anteil der europäischen Waren in Russland auf 37 Prozent gesunken ist und nicht mehr als 500 Mio. Dollar im Monat ausmachen. Dabei ist der Anteil der amerikanischen Waren auf 10 Prozent gewachsen, was sehr seltsam ist, in Anbetracht der amerikanischen Rhetorik und der Dressur der westlichen "Partner" mit dem Thema Russenhass. Offenbar ist das für Amerika einfach Business.

    Auf jeden Fall haben die Handelsströme die starken Veränderung nicht ertragen. Die Veränderungen kommen aber nicht nur von den Sanktionen. Auf jeden Fall ist der Hauptfaktor der Instabilität – das Erdöl und der niedrige Preis dafür.

    Die Kontersanktionen

    Im Sommer 2014 hat Russland eine Reihe von Kontersanktionen eingeführt, die die Lebensmittel aus Europa, den USA, Kanada und Australien betroffen haben. Dazu wurde die Sanktionsliste später noch mit Sanktionen gegen türkische Lebensmittel ergänzt. Die Kontersanktionen werden genau solange gelten, wie es Sanktionen gibt.

    Das Lebensmittelembargo hat die Preise beeinflusst, die gewachsen waren, aber den entscheidenden Effekt hat der Wechselkurs geleistet. Kaum sind die Erdölpreise auch für Russland wieder gestiegen hat man noch aktiver begonnen, Gold aufzukaufen. Eine andere bemerkenswerte Kennziffer ist die einheimische Lebensmittelproduktion. Hier haben sich die einheimischen Produzenten in die freien Nischen gestürzt, sowie auch andere ausländische Produzenten, die zwar noch bei guter Qualität hohe Preise verlangen, aber letzten Endes wird die Konkurrenz untereinander die Preise mit der Zeit regulieren. So hat der Sanktionskrieg auch seine gute Seiten.
    Quelle: https://www.contra-magazin.com/2016/...e-etwas-gutes/

    LG

  7. #7
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    AW: Sanktionspolitik, ihre Auswirkungen und Folgen

    Pakistan – Die echte nukleare Gefahr!

    Während die USA, die EU und die NATO sich mit dem Iran und mit Nordkorea beschäftigen und mit Sanktionen versuchen deren Atomprogramme zu Unterbinden, rüstet Pakistan heimlich still und leise auf. Fareed Zakaria zeigte unlängst der US-amerikanischen Öffentlichkeit, wo die nukleare Terrorgefahr wirklich liegt! In Pakistan – mit dem Segen der US-Regierung.
    Von Rui Filipe Gutschmidt


    Eines der wenigen kritischen Politmagazine in den USA ist GPS auf CNN – Global Public Square – mit Fareed Zakaria. Er warnte in seiner Sendung vor der wahren atomaren Gefahr in der Welt. Nicht der Iran oder Nordkorea, auch nicht die Geheimprogramme Israels und der Saudis bedrohen den Weltfrieden mit ihrem Nuklearprogramm sondern der langzeitige Verbündete der USA, Pakistan. Das Land hat seit seiner Unabhängigkeit von den Briten 3 Kriege gegen Indien geführt, wobei Zakaria als Inder als persönlich involviert gilt.

    Doch was auch immer die Beweggründe sein mögen, die hinter Fareeds Interesse stecken, der Mann hat recht. Pakistan ist eine tickende Atombombe. Das Land liegt zwischen Indien, Afghanistan und dem Iran und in den Stammesgebieten an der afghanischen Grenze liegt der Ursprung der Taliban. Der Terrorismus hält sich dort mit Unterstützung der Bevölkerung – es gibt kaum staatliche Schulen, Mädchen werden auf die Heirat vorbereitet, Jungs werden in den Koranschulen zur nächsten Generation Taliban herangezogen – aber auch Militärs und Geheimdienste wurden infiltriert und die Islamisten haben einen großen Einfluss auf die Regierung.

    Dieses instabile Land hat seit langem Atomwaffen, die auf Indien gerichtet sind. Die Inder ihrerseits, mit denen sich Pakistan einen kalten Krieg liefern, besitzen ebenfalls ein nukleares Arsenal. In den letzten vier Jahren hat Pakistan sein nukleares Arsenal um 44 Prozent vergrößert. Damit haben sie das am schnellsten wachsende atomare Waffenarsenal der Welt und mit über einhundert Sprengköpfen hat Pakistan inzwischen das sechst größte globale Arsenal, gleich hinter Großbritannien. Wachsen sie so weiter, erreichen sie 250 Sprengköpfe bis 2025 und wären dann auf Platz 5. Eine andere Schätzung deutet darauf hin, dass das instabile Land in fünf Jahren auf Platz 3 kommen könnte – noch vor China!

    Auch die sogenannten taktischen Nuklearwaffen, die für den Einsatz auf dem Schlachtfeld gedacht und dadurch kleiner und transportfähiger sind, werden derzeit in Pakistan produziert. Doch diese Waffen sind auch besonders interessant für die Dschihadisten. Seit langem liefern sich die Taliban und das Militär einen Bürgerkrieg, bei denen die Gotteskrieger nicht selten Kasernen und Militärschulen angreifen. Auch Nuklearwissenschaftler sollen schon entführt worden sein. Also geht die Gefahr nicht vom Iran oder Nordkorea mit ihren vielleicht 2 oder 3 Bomben aus – wenn sie denn überhaupt existieren, dienen diese mehr dazu, die USA und den Rest der Welt zu erpressen!

    Pakistan ist freilich ein „Verbündeter“ der USA und darf daher (wie auch Israel oder Saudi-Arabien) scheinbar unbehelligt nuklear aufrüsten. Es gibt aber die reale Gefahr einer Machtübernahme durch die Islamisten oder auch „nur“ die Aneignung von Atomwaffen durch diese. Die CIA soll angeblich einen Plan haben, um „mit allen Mitteln“ (auch durch Atomwaffengebrauch) ein solches Szenario zu verhindern. Die EU sollte mal lieber mit Pakistan eine Abrüstung verhandeln, anstatt den Iran unter Druck zu setzen. Europa muss sich von der perfiden US-Politik lösen.weiter: https://www.contra-magazin.com/2016/...kleare-gefahr/
    ...diese Angst ist berechtigt und wird völlig vertuscht!

    LG

  8. #8
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    AW: Sanktionspolitik, ihre Auswirkungen und Folgen

    Obama in Hannover: Sanktionen gegen Moskau „können und müssen weg“


    Die Sanktionen gegen Russland können und müssen aufgehoben werden, wie der US-Präsident Barack Obama bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Hannover sagte.
    Die Sanktionen gegen Russland können und müssen aufgehoben werden, wenn das Land seinen Verpflichtungen (im Rahmen der Minsker Vereinbarungen – Anm. d. Red.) nachkomt“, so Obama am Sonntag in Hannover.


    oto: APA/AFP/JOHN MACDOUGALL Gespräche unter Freunden: Barack Obama bei seinem Abschiedbesuch in Hannover

    Am 14. April hatte der russische Präsident Wladimir Putin bei seiner TV-Fragestunde seinerseits geäußert, dass der Westen eher mehr Druck auf die ukrainische Regierung ausüben sollte, um die angestrebten Ziele zu erreichen. Russland sei bereit mitzuwirken. Moskau habe in Bezug auf die Minsker Vereinbarungen seinerseits alles erfüllt, so Putin. Die USA und EU machen Putin zufolge immer wieder darauf aufmerksam, wie kompliziert die innenpolitische Situation in der Ukraine sei. Russland habe damit jedoch nichts zu tun, so der russische Staatschef. weiter: http://de.sputniknews.com/politik/20...-aufheben.html
    Putin zu Minsker Abkommen: Moskau hat seinerseits schon alles erfüllt
    Die Erfüllung vom "Misker Abkommen"!
    ... ? nach US Auffassung?
    ... was ist mit der Krim, sie ist die eigentliche Ursache der Sanktionen, auf einmal kein Thema mehr?
    ... und wer kommt für den verursachten Schaden, durch die Sanktionen auf? ...wieder der Steuerzahler?

    LG

  9. #9
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    AW: Sanktionspolitik, ihre Auswirkungen und Folgen

    Neue Kriege: USA streben globale Kontrolle über Öl-Industrie an

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: Uhr

    Die USA streben die weltweite Kontrolle über die Öl-Industrie an. Der Kalte Krieg gegen Russland dient diesem Ziel ebenso wie das mögliche Abrücken von Saudi-Arabien oder der Kampf gegen China. Diese Strategie erklärt auch, warum plötzlich drei der wichtigsten Öl-Produzenten - Nigeria, Brasilien und Venezuela - vor dem Kollaps ihrer politischen Systeme stehen.


    US-Präsident Obama bei einem Dinner für die Nordischen Staaten im Weißen Haus am 13. Mai. (Foto: dpa)

    Um die Kontrolle über das globale Ölgeschäft zu erlangen, nutzen die USA alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Für Staaten, die nicht kooperieren, kann das einschneidende Folgen haben. Aktuell sind Nigeria, Venezuela und Brasilien vom inneren Chaos bedroht. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die Ursache nur teilweise innenpolitischer Natur sind. Fast immer lässt sich ein Muster erkennen: Die Staaten haben versucht, eigene Wege zu gehen oder mit Partnern zu kooperieren, die Mitbewerber der USA auf dem Ölmarkt sind.

    Der nigerianische Präsident Muhammedu Buhari möchte die Beziehungen zwischen seinem Land und China intensivieren. Buhari befand sich im April auf einem Staatsbesuch in China. Es wurden mehrere Wirtschaftsverträge geschlossen. Der chinesische Konzern Sinohydro Corporation Limited soll Nigeria dabei helfen, 300 Solaranlagen zu bauen. Der Vertrag hat einen Wert von etwa 500 Millionen Dollar. Im Granit- und Marmorsektor wurde ein Kooperationsvertrag von 55 Millionen Dollar geschlossen. China soll eine Granit-Bergbau-Anlage bauen.

    Es soll eine Autobahn entlang der Strecke Abuja-Ibadan-Lagos für etwa eine Milliarde Dollar gebaut werden, berichte die nigerianische Premium Times. Zudem sollen die Chinesen für 2,5 Milliarden Dollar beim Ausbau der Metro in Lagos helfen. In der nigerianischen Freihandelszone Ogun-Guangdong soll ein High-Tech-Industriepark für rund eine Milliarde gebaut werden. Ein Großteil der Projekte sollen über die chinesische Entwicklungsbank AIIB finanziert werden. Zuvor hatte China Nigeria einen Kredit von sechs Millionen Dollar für den Ausbau der Infrastruktur angeboten, berichtet Reuters.

    Voice of America (VoA) berichtete im März, dass China mehr Öl aus Nigeria importieren möchte. Im vergangenen Jahr importierte China eine Milliarde Barrel an Öl aus Nigeria. Dieses Volumen erheblich angehoben werden. China ist derzeit der größte Handelspartner des afrikanischen Kontinents, so VoA. Die chinesische Botschaft in Ankara meldete, dass es nicht mehr wichtig sei, ob der Iran ungehindert Öl nach China exportieren darf oder kann. China will der Hauptabnehmer des nigerianischen Öls werden. The Sun berichtet, dass vor allem die US-Regierung gegen eine Annäherung zwischen China und Nigeria ist. Die Amerikaner waren wütend über Buharis China-Reise.

    Wichtig für die Ölproduktion Nigerias ist das Niger-Delta, das sich im Süden des Landes befindet. Dort ist die militante Organisation „Emancipation of the Niger Delta“ (MEND) aktiv. Die MEND-Separatisten fordern die Abspaltung des ölreichen Niger-Deltas vom Rest des Landes. Die Organisation führt insbesondere Attacken auf Öl-Pipelines und Stellungen der Öl-Konzerne aus. In Nigeria sind nach Angaben von Bloomberg die Öl-Konzerne Royal Dutch Shell Plc, Chevron Corp., Exxon Mobil Corp., Total SA und Eni SpA aktiv. Sie fördern im Rahmen von Joint Ventures mit der staatlichen Nigerian National Petroleum Corp. Etwa 90 Prozent des nigerianischen Öls. Bisher hat MEND Förderplattformen von Royal Dutch Shell, Total, Eni SpA, Chevron und Exxon attackiert. Im Jahr 2010 entführte die Organisation Mitarbeiter des Ölkonzerns Exxon, berichtet France 24. Die Liberation berichtet, dass MEND eine Gefahr für Total in Nigeria ist.

    Stratfor urteilt, dass MEND eine Bedrohung für die nigerianische Ölindustrie ist.
    Die USA haben auch ein zerrüttetes Verhältnis zu Venezuela. Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro befürchtet, dass Washington ihn und seine Partei stürzen wollen.

    Der Deutschlandfunk zitiert Maduro: „Wir haben Aktivitäten von einigen US-Amerikanern aufgedeckt und die Leute festgenommen. Präsident Obama und seine Diplomaten organisieren eine Konspiration, um meine Regierung zu stürzen. Ich habe die Beweise.“

    Das rechte Oppositionsbündnis Mesa de la Unidad Democrática (MUD) wird massiv von der US-Organisation National Endowment for Democracy (NED) unterstützt. NED wird von der US-Regierung und der CIA-Tarnorganisation USAID finanziert. Nach Angaben der US-amerikanischen Anwältin und Publizistin Eva Golinger haben die USA über ihre Organisationen mehrere venezolanische Anti-Regierungs-Bündnisse mit Millionen von Dollars unterstützt.

    „Die MUD ist nur der Vollstrecker, der es erfolglos versuchen wird, in Venezuela die Sanktionen von Obama in Kraft zu setzen. Die Agenda der rechten Kräfte ist die Gewalt […]. Die Rechte hat eine Roadmap für den Staatsstreich veröffentlicht, der im Dekret von Obama verbrieft ist“, zitiert El Tiempo den Gouverneur der Region Aragua und hochrangiges Mitglied der PSUV („Vereinigte Sozialistische Partei Venezuelas“), Tareck El Aissam.

    In den vergangenen Jahren hatte die Regierung von Venezuela eine Reihe von Ölprojekten, unter denen sich auch Projekte von US-Ölkonzerne befanden, verstaatlicht. Deshalb musste Venezuela im Jahr 2014 dem Ölkonzern Exxon Mobil 1,6 Milliarden Dollar als Entschädigung zahlen. Das hatte das Schiedsgericht der Weltbank entschieden, berichtet telesurtv. Venezuela hatte im Jahr 2007 den gesamten Öl-Sektor verstaatlicht und die US-Öl-Konzerne aus dem Land gejagt.

    Seitdem sind die Beziehungen zwischen Washington und Caracas gestört. Im vergangenen Jahr hatte Maduro gesagt, dass Exxon Mobil aktiv daran arbeite, Venezuela zu destabilisieren. „Es gibt eine brutale Kampagne gegen Venezuela, die von Exxon Mobil finanziert wird“, zitiert telesurtv Maduro.

    Zuvor war bekannt geworden, dass die USA die Opposition in Brasilien unterstützt hatten, um die Präsidentin Dilma Rousseff zu stürzen. Rousseff verweigert US-Öl-Konzernen den Zugang zum brasilianischen Ölmarkt.

    Der derzeitige Interimspräsident Michel Temer soll Informant der US-Regierung gewesen sein. Temer war maßgeblich am Sturz von Rousseff beteiligt gewesen sein. Wikileaks veröffentlichte vertrauliche Depeschen über die Tätigkeit Temers. Erst kürzlich hatten sich seine Leute mit US-Senatoren getroffen, um über eine Kooperation im Erdöl-Sektor zu beraten.

    Doch auch der ehemaligen US-Verbündete Saudi-Arabien ist im Visier Washingtons. Es gibt wichtige Anzeichen dafür, dass sich die Saudis auf das Exil vorbereiten, da sie einen Umsturz befürchten.

    Der ehemalige Stabschef im Pentagon, Lawrence Wilkerson, sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Wir müssen uns auch im Klaren darüber sein, dass der Arabische Frühling – ich nenne es Arabischer Winter – noch nicht vorüber ist. Die Könige und Emire von Bahrain, Saudi-Arabien und Katar und andere sind alle verängstigt. Die Welt verändert sich, und diese Emire und Könige sind auf der falschen Seite der Geschichte. Ihre Tage sind gezählt.“

    Saudi-Arabien und die übrigen Golf-Staaten gehören zu den wichtigsten OPEC-Staaten. Durch den Machtverlust der Scheich-Monarchien könnte die OPEC zerschlagen werden, was insbesondere der US-Frackingindustrie zugute kommen würde, da der Einfluss von anderen Energieanbietern gebrochen wäre. Zuletzt hatte die US-Frackingindustrie die Produktion erneut aufgenommen, da der Ölpreis sich erholte. Die Erhöhung der Produktion muss zwangsläufig zum erneuten Rückgang des Ölpreises führen, wodurch wiederum Länder wie Saudi-Arabien, aber auch Russland, der Iran, Nigeria, Venezuela und weitere Öl- und Gasproduzenten geschädigt werden.

    Forbes berichtet, dass die USA dabei sind, den Öl-Krieg gegen die OPEC und Saudi-Arabien zu gewinnen. Nach einer Analyse von Oilprice.com kann Saudi-Arabien den Ölpreis-Krieg gegen die USA nicht gewinnen, da niedrige Ölpreise „ein Vorteil für die US-Wirtschaft und die US-Bürger, aber eine Katastrophe für die OPEC und Saudi-Arabien sind“.
    Alles läuft nach Plan!
    • Die US-Wirtschaft ist kurz vor dem Kollaps!
    • Die Infrastruktur verrottet!
    • Die 25 % der Bevölkerung verarmt weiter 35 % an der Armutsgrenze!
    • Ihre Machtgier und Arroganz, die Anmaßungen, das Recht auf die Weltherrschaft zu haben!
    • Der Versuch alles und Jeden zu kontrollieren, sich über alle Gesetze hinweg setzen, auf brutalste alle zu Erpressen!
    • Mit 1000 Militärbasen, rund um den Globus ihre Tyrannei verbreiten!
    • Die von Bankstern und Mafia-Großkonzern Gekaufte und Korrupte Politik, habe durch Blindheit jede Realität verloren!

    All das beschleunigt ihren Eigenen Untergang! ... alles steht auf Selbstvernichtung! ... ohne es selbst zu bemerken!
    Den große Globale Krieg können sie nicht mehr auslösen, doch die verursachten Schäden und die nötigen Aufräumarbeiten werden Jahrzehnte dauern!

    LG

  10. #10
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    AW: Sanktionspolitik, ihre Auswirkungen und Folgen

    Russland-Sanktionen werden zum Problem für Bayern


    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: Uhr
    Die Sanktionen gegen Russland bringen Bayern als das wirtschaftlich stärkste deutsche Bundesland unter besonderen Druck. Der Grund: Die Milchbauern sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Nun sollen die Steuerzahler der EU und aus Deutschland einspringen.


    Horst Seehofer am 3. Februar zu Besuch bei Wladimir Putin in Moskau. (Foto: dpa)

    Nach Angaben des Deutschen Bauernverbands treffen die Russland-Sanktionen vor allem die bayrischen Milchbauern. Bayern ist der größte Milchproduzent Deutschland. Doch die Bundesregierung ist der Ansicht, dass nicht die Sanktionen, sondern ein Überangebot an Milch die Preise drücken würde.

    Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) fordert eine sofortige Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland. „Die Sanktionen schaden Russland ebenso wie den Mitgliedstaaten der EU – auch und vor allem Bayern“, zitiert das Oberbayrische Volksblatt den VBW-Chef Bertram Brossardt. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbands (DBV) sollen die Sanktionen der Hauptgrund für den Milchpreisverfall sein, was wiederum vor allem Bayern trifft.

    Die Augsburger Allgemeine berichtet, dass Bayern mit 34.000 Milchbauern der wichtigste Milchproduzent Deutschlands ist. Doch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt unterstützt die Sanktionen gegen Russland. Auslöser des Milchpreisverfalls sei vor allem, dass die deutschen Milchbauern bei einem hohen Milchpreis ihre Kapazitäten erweitert und somit ein Überangebot auf dem Markt entstanden sei, zitiert die NOZ Schmidt.

    Zuvor hatte Ludwig Börger, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Milchwirtschaft (VDM) und Leiter des Referates Milch beim Deutschen Bauernverband (DBV), im Interview mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten gesagt, dass Russland ein wichtiger Käse-Importeur sei und Deutschland zu den wichtigsten Käseproduzenten weltweit gehöre.

    Auf einem Milchgipfel bei Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) in Berlin sollen am Montag Hilfen für die Bauern beschlossen werden, die unter den derzeit niedrigen Milchpreisen leiden (Pk 13.30 Uhr). Schmidt hat bereits Bürgschaften, Kredite sowie steuerliche Erleichterungen für die Landwirte angekündigt, jedoch noch keine Summe genannt. Der Lebensmitteleinzelhandel soll zudem die Preise im Kühlregal wieder heraufsetzen.

    EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat den unter einem Preiseinbruch leidenden Milchbauern weitere Hilfen der Gemeinschaft in Aussicht gestellt. „Die Kommission hat sämtliche ihr zur Verfügung stehenden gesetzlichen Mittel … genutzt und wird auch künftig alles tun, um den europäischen Bauern unter die Arme zu greifen“, sagte der Ire dem Tagesspiegel. In diesem Jahr habe die EU bereits 218.000 Tonnen Magermilch zu Festpreisen aufgekauft.

    Er werde vorschlagen, die Obergrenze für den Ankauf von Erzeugnissen zu Festpreisen auf 350.000 Tonnen anzuheben. Im vergangenen Jahr habe es Stützungsmaßnahmen für rund 2,8 Millionen Tonnen Milch, Butter und Käse gegeben. Das habe ganz erheblich dazu beigetragen, dass die Milchpreise nicht noch weiter gefallen seien.
    ...die Rechnung wird immer größer!

    LG

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