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Thema: Passporting

  1. #1
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    Passporting

    Was ist das nun wieder? Werden wir nicht schon mit ausreichend überflüssigen News versorgt?

    Ein kleiner unscheinbarer (und für "Unwissende" belangloser) Artikel bei den DWN:

    Vorteil EU: Citi Bank unterstellt sich als erste US-Bank der EZB

    Die Citi unterwirft sich der EZB und kommt damit in den Genuss des EU-passportings.

    Quelle: https://deutsche-wirtschafts-nachric...-bank-der-ezb/
    Dazu ein aufklärender Artikel im Rahmen des Brexits von enormer Bedeutung!

    Darum wäre der Brexit das Aus für den Finanz-Hotspot London

    Ein Brexit könnte Großbritannien mehr kosten als seinen Platz in Europa. Millionen, gar Milliarden Pfund, tausende Jobs und Londons Stellung als Premium-Finanzplatz stehen auf dem Spiel. Das sagen zumindest Akteure der Finanzindustrie in London und warnen vor dem Aus des “Passporting”.


    Sie sprechen diese Warnung kurz vor dem EU-Referendum im Juni aus, um den Briten klar zu machen, dass ein EU-Austritt komplexe und weitreichende Folgen hätte, die nicht mehr rückgängig zu machen wären. Im Grunde lässt sich die ganze Problematik mit einem Wort umschreiben: Passporting.

    Was ist Passporting?

    Passporting umschreibt einen Mechanismus, den viele Firmen mit Sitz in Großbritanninen nutzen, um in der ganzen EU Geschäfte zu machen. Im Konkreten funktioniert der Mechanismus so: Firmen, die ihren Sitz lediglich in London haben, können dank Passporting in der ganzen EU ihre Dienstleistungen anbieten, und das ohne Geschäftstellen in einem Mitgliedstaat zu eröffnen und sich an behördliche Vorgaben in diesem Land zu halten.


    Diese Passporting-Rechte hat nur Großbritannien - sie sind einer der Hauptgründe warum London als internationaler Finanzplatz so beliebt ist. Denn so finden Firmen aus aller Welt Zugang zur EU, ohne in der Union selbst Niederlassungen eröffnen zu müssen. Auch Schweizer und US-amerikanische Banken nutzen deshalb den Finanzplatz London nur allzu gerne.
    Was passiert mit dem Finanzplatz London wenn Passporting Vergangenheit wird?

    Banken, Versicherer und Fonds aus Großbritannien müssten nach Frankfurt, Paris oder Dublin gehen und um Erlaubnis bitten, im entsprechenden Land tätig werden zu dürfen. Dann hängt alles von lokalen, möglicherweise unbequemen Regularien ab.
    Eine solche Umsiedlung kostet Geld, viel Geld. Denn EU-Regularien sind in einigen Belangen deutlich strikter als britische Vorschriften. So verlangt die EU beispielsweise schonmal ein happiges Mindestkapital in Höhe von fünf Millionen Euro für Banken und Versicherer. Basel-III-Regularien schreiben darüber hinaus vor, dass Banken einen Kapitalpuffer in Höhe von acht Prozent ihrer gesamten Vermögenswerte halten müssen. Für Fonds variieren die Kapitalisierungskosten über die EU hinweg erheblich.
    Banken, die also weiter in der EU Geschäfte machen wollen, stehen vor erheblich Herausforderungen. Autorisierungen von EU-Behörden könnten, auch wegen der hohen monetären Anforderungen, Monate, wenn nicht Jahre dauern.
    Einige sehen den Brexit daher schon als das faktische Ende des Finanzplatzes London. Passporting ist von elementarer Wichtigkeit für das Geschäftsmodell London. Wenn der Brexit am 23. Juni bejaht wird, hätte dies unter anderem die Folge, dass viele außereurpäische Firmen ihren EU-Standort aus London auslagern würden, beziehungsweise müssten.

    weiter hier: https://www.finanzen100.de/finanznac...153447_282053/
    http://www.marketwatch.com/story/why-a-brexit-could-kill-london-as-a-top-financial-hub-2016-06-01?link=sfmw_tw

    Das wollen wir mal weiter verfolgen!

    LG
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  2. #2
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    Absage an Passporting - Großbritannien geht bei Banken auf Konfrontation mit der EU

    Großbritannien will seine Banken nach dem Brexit nicht den EU-Regulierungen unterwerfen.

    Die britische Premierministerin Theresa May will verhindern, dass sich das Finanzsystem ihres Landes nach dessen Austritt aus der EU noch nach Brüsseler Regeln richten muss. Großbritannien dürfe nach dem Brexit nicht in die Rolle des passiven Umsetzers von EU-Regeln kommen, sagte sie in einem am Sonntag veröffentlichten BBC-Interview, das schon am Freitag aufgezeichnet worden war. Dazu sei die Finanzindustrie des Landes zu wichtig. Es könne daher nicht angehen, dass die EU über die sogenannte Pass-Regeln für Banken Kontrolle über wichtige Teile des britischen Finanzsystems behalte. Der EU-Pass erlaubt es Banken und Finanzdienstleistern mit Zulassung in einem Land der Union, auch in den anderen Mitgliedsländern Geschäfte zu machen und Dienstleistungen zu verkaufen.

    „Wenn wir das ‚Passporting‘ akzeptieren würden, wären wir bloß ein Empfänger von Regeln“, sagte sie. Die britische Finanzwirtschaft würde dann Vorgaben unterliegen, die andernorts formuliert würden. Ihr Land könne sich aber nicht Regeln fügen, auf die es selbst keinen Einfluss habe.

    Am Freitag hatte May sich in einer Grundsatzrede für ein maßgeschneidertes Abkommen mit den verbleibenden 27 EU-Staaten aus, das auch die für das Königreich wichtige Finanzbranche beinhaltet. Sie gibt sich zuversichtlich, dass dies möglich ist, auch wenn sie mit dem Vorwurf aus Brüssel konfrontiert ist, ihr gehe es um „Rosinen-Pickerei“. EU-Chefunterhändler Michel Barnier kündigte aber an, dass Mays Äußerungen in die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen einfließen würden.
    Die Generaldirektorin des britischen Unternehmerverbands CBI, Carolyn Fairbairn, mahnte die Regierung zu raschem Handeln, um dem Wegzug von Finanzdienstleistern zu verhindern. „Jetzt haben wir eine Verhandlungsposition, mit der wir anfangen können. Das muss jetzt sehr schnell gehen, weil schon jetzt Finanzdienstleister umziehen“, sagte sie der BBC.

    Quelle: https://webcache.googleusercontent.c...ient=firefox-b
    Liebe Grüße
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