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Thema: KenFm - Tagesdosis

  1. #101
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    AW: KenFm - Tagesdosis

    Tagesdosis 11.11.2017 - Saudi-Arabiens Verbrechen im Jemen




    ...unterstützt durch Washington, London und Berlin. Ein Kommentar von Ernst Wolff. Saudi-Arabien hat den Jemen in dieser Woche fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Seehäfen und Flughäfen sind geschlossen, sämtliche Zufahrtswege abgeriegelt worden. Das saudische Herrscherhaus treibt damit den seit zweieinhalb Jahren andauernden militärischen Konflikt mit dem Nachbarland auf die Spitze. Die Entwicklung hat mehrere Ursachen. Zum einen steckt Saudi-Arabien in erheblichen Schwierigkeiten, da seine Wirtschaft zu neunzig Prozent vom Öl abhängt, der Ölpreis aber seit mehreren Jahren weit unter den Förderkosten liegt und die Devisenreserven des Landes rasant schwinden. Zum anderen tobt seit König Abdullahs Tod 2015 ein Machtkampf, der sich in diesem Sommer durch die Ernennung von Mohammed Bin Salman zum Kronprinzen erheblich verschärft hat. Bin Salman hat in den vergangenen Tagen gewaltsam versucht, seine Macht zu festigen. Er hat mehrere extrem wohlhabende Geschäftsleute festnehmen und ihr Vermögen konfiszieren lassen. Zwei mit ihm um die Thronfolge konkurrierende Prinzen sind unter dubiosen Umständen ums Leben gekommen. Zudem plant Bin Salman, den Staatshaushalt durch einen teilweisen Börsengang des dem Königshaus von Saud gehörenden größten Energiekonzerns der Erde, Aramco, aufzubessern. Es wäre der größte Börsengang aller Zeiten, doch offensichtlich gibt es größere Probleme, da Investoren in aller Welt dem Haus von Saud nicht trauen und zum anderen nicht sicher sind, wie lange das Land angesichts seiner Abhängigkeit vom Öl noch so wohlhabend und mächtig bleiben wird wie in den vergangenen Jahrzehnten. Im Inneren Saudi-Arabiens herrscht überdies wegen der hohen Arbeitslosigkeit und der horrenden sozialen Ungleichheit eine wachsende Unzufriedenheit, die die Regierung mit einer Mischung aus Zuckerbrot (wie der angekündigten Fahrerlaubnis für Frauen) und Peitsche (der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten ausländischer Arbeiter) bekämpft. Um von all diesen Problemen abzulenken, hat sich Bin Salman nun entschieden, den Krieg gegen die im Jemen vor drei Jahren an die Macht gekommenen Huthi-Rebellen, die dem Iran - dem Erzfeind Saudi-Arabiens - nahestehen, drastisch zu verschärfen. Mit diesem Machtpoker nimmt er eine menschliche Tragödie in Kauf, deren Ausmaß einem erst dann bewusst wird, wenn man sich folgende Zahlen vor Augen führt: Jemen ist das mit Abstand ärmste Land im Nahen Osten. Fast achtzehn seiner insgesamt 27 Millionen Einwohner sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. 14,5 Millionen Jemeniten haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, mehr als drei Millionen sind seit Beginn der Kriegshandlungen auf der Flucht. Etwa die Hälfte aller Krankenhäuser liegt in Trümmern, 900.000 Menschen sind an Cholera erkrankt – die größte Epidemie dieser Art, die es je auf der Erde gegeben hat. Zudem sind auf Grund der durch Saudi-Arabien bewusst herbeigeführten katastrophalen Versorgungslage neun Millionen Einwohner akut von einer Hungersnot bedroht. Diese Zahlen müssten jedem Menschen klar machen, welch monumentales Verbrechen es ist, den Jemen unter den gegenwärtigen Bedingungen vollständig von der Außenwelt abzuriegeln. Was aber tun die Regierungen der Welt dagegen? Wer diese Frage mit „nichts“ beantwortet, der irrt, zumindest im Fall der USA, Großbritanniens und Deutschlands. Deren Regierungen sind nämlich nicht nur der unterlassenen Hilfeleistung schuldig, sie sind direkt an dem Verbrechen im Jemen beteiligt und damit Komplizen bei einem geplanten Massenmord. Großbritannien und die USA haben Saudi-Arabien seit Kriegsbeginn mit Waffen im Werte von mehr als 4 Milliarden Dollar versorgt und das Land bei seinen Angriffen logistisch und durch Militärberater unterstützt. Sie haben ihre Strategie auch dann nicht geändert, als die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zweifelsfrei belegt hat, dass Munition aus britischer und amerikanischer Produktion bei Angriffen auf zivile Ziele im Jemen eingesetzt wurde...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/

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  2. #102
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    AW: KenFm - Tagesdosis

    Tagesdosis 14.11.2017 - Hallo “Jamaica”: Bitte Bio-Hanf statt Designer-Junk!



    Ein Kommentar von Mathias Bröckers. Die Berliner Polizei warnte am Wochenende einmal mehr vor sogenannten “legal highs” – Käutermischungen, denen hochgiftige Chemikalien beigemischt sind und die derzeit unter dem Namen ”Bonsai” für 5 Euro in Berlin verstärkt angeboten würden. Bei den Beimischungen handelt es sich um synthetische Cannabinoid-Abwandlungen, die Ohnmacht, Krämpfe, Herzprobleme und schwere Übelkeit hervorrufen können und schon zu Todesfällen führten. Ähnlich wie bei der schon vor einigen Jahren bekannt gewordenen Designer-Droge “Spice” docken diese synthetischen Stoffe an den Cannabinoid-Rezeptor im Gehirn an und produzieren eine ähnliche Wirkung wie Cannabis – allerdings mit den oben genannten schweren Nebenwirkungen, die bei natürlichem Cannabis nicht vorkommen. Zudem ist die Dosierung und Wirkung dieser Substanzen, die in Mischungen mit allen möglichen Kräutern angeboten werden, nicht kalkulierbar, was dazu führt, dass schon ein einziger Zug aus einem solchen “K.O.-Joint” zur Ohnmacht führen kann. Wer zieht sich so etwas rein ? Abgesehen von irgendwelchen “Druffis”, denen es völlig egal ist, mit was sie sich gerade die Birne wegknallen, freiwillig wohl niemand. Wenn es sich dennoch so weit verbreitet, dass Polizei und Rettungsstellen Alarm schlagen, haben wir ein Problem, und die vielen Antworten auf die Facebook und Twitter-Postings der Polizei zeigen, dass die Lösung durchaus bekannt ist – bei den Leuten und der Bevölkerung, nicht aber bei den Verantwortlichen der Politik. Wer die Gefahren von unkalkulierbaren, synthetischen Designer-Drogen abwehren will, darf ungefährlichere natürliche Drogen wie Hanf nicht illegalisieren. Es sei denn, er ist immer noch dem Wahn verfallen, mit Strafrecht und Polizei eine “drogenfreie Gesellschaft” durchzusetzen. Dass diese Leitlinie des “war on drugs” mehr Opfer produziert als rettet und jede vernünftige Drogenpolitik sich um Schadensminderung zu kümmern hat, statt um die illusorische Beseitigung sämtlicher Drogen – diese Einsicht beginnt sich immer noch zu langsam durchzusetzen. Neuerdings klingt aber in den Kommentaren zu den Sondierungen der “Jamaica”-Koalition an, dass ein mögliches Ergebnis der Verhandlungen die Entkriminalisierung von Cannabis sein könnte. Weil man den Grünen und der FDP, die an anderen Stellen große Kompromisse machen, irgendetwas Vorzeigbares für ihre Klientel überlassen muss, könnte man ihren Liberalisierungs-Forderungen in Sachen Hanf nachgeben. Ein Verkauf über Apotheken, wie ihn sich FDP-Chef Lindner vorstellt, scheint dabei aber keine wirklich gute Lösung. Seit Anfang 2017 können ja Patienten schon auf Rezept medizinische Hanfblüten aus der Apotheke beziehen, allerdings zu Preisen, die deutlich über denen in anderen Ländern liegen – und auch deutlich über denen des Schwarzmarkts. Nur sehr betuchte Partygäste werden also zwecks Stimmungsaufheiterung die Nachtapotheke besuchen und sich für 25 Euro ein Gramm Gras kaufen – für Freizeitkonsumenten scheint das Apotheken-Modell also noch keine wirkliche Lösung, um Gefahren durch Designer-Junk wie “Bonsai” abzuwenden. Wenn bei den nun anstehenden Koalitionsverhandlungen als Nebeneffekt tatsächlich die längst überfällige Entkriminalisierung der Hanfpflanze herausspringen sollte, müsste deshalb zu allererst und jenseits aller sonstigen Regulierungen der private Anbau für den Eigenbedarf gestattet werden. In den US-Bundesstaaten, die Cannabis legalisiert haben und auch schon in einigen europäischen Ländern hat man damit gute Erfahrungen gemacht und es wird höchste Zeit, dass auch in Deutschland die Polizei nicht mehr für Grünzeug ausrücken muss, sondern gegen echte Kriminelle vorgehen kann....weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/

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  3. #103
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    AW: KenFm - Tagesdosis

    Tagesdosis 15.11.2017 - "Querfront-Preisverleihung abgesagt: Kein Raum für Ken Jebsen"



    Ein Kommentar von Rüdiger Lenz. Dem ehemaligen Radiomoderator, jetzt Verleger der Internet-Plattform KenFM, soll der Kölner Karlspreis verliehen werden. Der Kölner Karlspreis wird verliehen von der Neuen Rheinischen Zeitung an Ken Jebsen. KenFM sei "ein Organ der Demokratie". Weiter schreibt die NRhZ zur Begründung der Verleihung des Preises an den Verleger Ken Jebsen, (Zitat Anfang): "Für seinen aufklärerischen, unabhängigen, facettenreichen, urdemokratischen (Art. 5 GG) Journalismus erhält der vom Radiomann zum Fernsehmacher mutierte mutige Macher und Medienunternehmer Ken Jebsen den fünften "Kölner Karlspreis für Engagierte Literatur und Publizistik" der Neuen Rheinischen Zeitung, deren historisches, von 1848 bis 1849 von Karl Marx herausgegebenes Vorbild sich als 'Organ der Demokratie' betitelte." (Zitat Ende) Als Ort der Verleihung bestimmte man das Kulturkino Babylon in Berlin. Und dieser Ort, also das Kulturkino der Stadt Berlin, Babylon, wurde nun durch den Kultursenator Klaus Lederer verhindert. Lederer veröffentlichte dazu auf seiner Facebook-Seite folgenden Text, (Zitat Anfang): "Wie ich heute erfahren habe, soll im Dezember im Kino Babylon die Verleihung eines Preises für 'engagierte Literatur und Publizistik' an Ken Jebsen stattfinden. Der Preisträger und mehrere an dieser Veranstaltung Beteiligte sind in der Vergangenheit durch offenen, abgründigen Israelhass, die Verbreitung typisch antisemitischer Denkmuster und kruder Verschwörungstheorien in Erscheinung getreten. So die Band 'Die Bandbreite', die mit ihren vor Rechtsesoterik triefenden Texten bis tief in rechtsradikale Milieus wirkt, dort auch aufgetreten ist und sich des Beifalls von NPD bis Jürgen Elsässer versichern konnte. Ich bin entsetzt, dass ein Kulturort in Berlin diesem Jahrmarkt der Verschwörungsgläubigen und Aluhüte eine Bühne bietet. Vom Geschäftsführer des Kinos Babylon würde ich mir angesichts dessen die Courage wünschen, zu sagen: Als Plattform für diesen Wahnsinn stehen wir nicht zur Verfügung." (Zitat Ende) Es folgte daraufhin ein längerer Thread mit Gegnern und Befürwortern. Auch ich habe dort einen Beitrag gepostet, der, wie damals auf der Seite von Jutta Ditfurth,- sie prägte für die gesamte Friedensbewegung den Begriff der "Neurechten"- gelöscht wurde. Argumenten können solche wie Lederer oder Ditfurth nicht ertragen. Ich bot damals der Frau Ditfurth 10.000 Euro dafür an, dass sie ihren Argumenten auch Beweise liefern solle, die den Antisemitismus Ken Jebsens auch beweisen. Daraufhin wurde ich von ihr gelöscht. Bis heute gibt es viel Trara bei den Linken um die Person Jebsen, aber keinerlei Beweis. Man findet wohl eher eine außerirdische Spezies im Weltall, als Beweise von Vorwürfen an den Verleger. Die Vorgehensweise ist immer die gleiche. Es wird einfach etwas behauptet, was man übernommen hat. Geprüft wurde es nicht und wird es auch nie. Man beschmeisst Ken Jebsen mit Ächtungsvorwürfen, die interne Gruppe klatscht Beifall und der Hype um die eigene Person ist groß. Man steht im Mittelpunkt der Wähler oder der Käufer von Büchern und die Sache ist geritzt. Hinzukommen noch innere, eigene, tendenziöse Anzeichen von Rassismus gegen den Halbiraner Jebsen und Klassendenken der primitivsten Art: Ich bin oben und Dich trete ich weiterhin in den Boden. Ich sorge dafür, dass du kleiner Scheißer weiter unten bleibst. Die Angst vor Überfliegern aus dem Lager der Nichtakademiker ist bei Akademikern tatsächlich riesengroß. Auch ich kann davon ein Liedchen singen. Doch was Leute wie Lederer da tatsächlich anrichten, das zu begreifen, reicht ihre Gabe, rational zu denken, schlichtweg nicht aus. Ken Jebsen ist nur eine einzige Person einer Bewegung, die längst immer größere Schichten unserer Gesellschaft erreicht hat. Die Bewegung ist längst in der Breite der Bevölkerung angekommen. Sie ist da und nicht mehr kleinzukriegen. Um das zu erkennen, sollte man ein Ticket bei einem Vortrag von Daniele Ganser buchen. Da sieht man, wer diese Bewegung jetzt ist und wo sie angekommen ist...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/

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  4. #104
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    Tagesdosis 16.11.2017 - Digitale Beiss- und Schluckreflexe



    Ein Kommentar von Bernhard Loyen. Es hat inzwischen schon teilweise skurrile bis amüsante Züge, die Kommentare der jeweiligen Foren zu studieren, sollte es sich bei dem behandelnden Thema um die kritische Betrachtung und Hinterfragung digitaler Zukunftsmodelle handeln. Mein Favorit lautet: Super KenFM, habe ich gerade auf dem Smarthphone gelesen und jetzt? varaibel: sehr schlau KenFM, aber schön für die eigene App Reklame machen. Nochmal, die entsprechenden Texte propagieren keine Verbote, sie möchten dezent, manchmal sicherlich auch mit Nachdruck, auf Gefahren der Digitalisierung unserer Gesellschaft hinweisen. Damit wären wir beim heutigen Thema: "Smartphone am Steuer: Die unterschätzte Gefahr". So lautet die Überschrift der Prüfgesellschaft Dekra. Der Leser erfährt: Mehr als die Hälfte aller Autofahrer mit Smartphone hantiert damit regelmäßig auch während der Fahrt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Sachverständigenorganisation DEKRA. 55 Prozent aller Befragten nutzt demnach ihr Smartphone zumindest hin und wieder am Steuer. Die Hauptgefahr bei der Nutzung des Smarthphones während der Autofahrt ist und bleibt die schlichte Ablenkung vom Straßenverkehr. Der Leser erfährt: "Man muss die Frage stellen: Wer von uns würde als Autofahrer freiwillig während der Fahrt auch nur für fünf Sekunden die Augen schließen? Während der Fahrt auf das Smartphone zu schauen, ist dagegen für viele ganz normal. Dabei ist der Effekt im Grund derselbe." Wer bei 50 km/h drei Sekunden auf das Handy statt auf die Straße schaut, ist in dieser Zeit fast 42 Meter im Blindflug unterwegs. Bei fünf Sekunden sind es fast 70 Meter[1]. Der häufigste Grund, das Smartphone zur Hand zu nehmen, sind eingehende SMS oder WhatsApp-Nachrichten. Gut ein Drittel aller Autofahrer (34 Prozent) liest sie zumindest hin und wieder während der Fahrt. Ein Viertel (25 Prozent) nimmt eingehende Anrufe ohne Freisprecheinrichtung an. Jeder Fünfte (20 Prozent) tippt selbst Nachrichten, und rund jeder Sechste (16 Prozent) ruft ohne Freisprecheinrichtung jemanden an. Seltener sind am Steuer die Nutzung sozialer Netzwerke (6 Prozent) und Spielen am Handy (3 Prozent). Ein sehr bedenkliches neues Phänomen, ist ein weiteres Beispiel für eine grundlegende Verrohung unserer Gesellschaft. Ja, Mensch möchte teilen, aber nicht im ursprünglichen Sinne. Man möchte eher mitteilen, in Form von Fotos und Filmchen. Da kommt natürlich ein schöner Unfall sehr gelegen. Spektakuläre Bilder, schneller Fame und Likes durch blutige Action. Da nerven natürlich die Rettungskräfte, die im Bild stören. Übertreibung? Geben sie mal bei Google ein: "Gaffer behindern Rettungskräfte". Sie werden etwaig staunen. Kein seltenes Ereignis. Jüngst die Tage auf einer Autobahn in Deutschland: Um Gaffer nach dem tödlichen Unfall auf der Autobahn 3 im Spessart vom Filmen und Fotografieren abzuhalten, hat die Feuerwehr zu einem ungewöhnlichen Mittel gegriffen. Mit einem Schlauch spritzte sie Wasser auf Lastwagen, die sehr langsam an der Unfallstelle vorbeifuhren oder gar stehenblieben. In einem Fall habe ein Lkw-Fahrer sogar quer im Führerhaus gelegen, um bessere Aufnahmen machen zu können. Von mehr als zehn Lastwagenfahrern seien die Personalien aufgenommen worden. Sie sollten ein Bußgeld zahlen[2]. Ja, liebe kommentierende autofahrende Leser. Natürlich schaut es auf der anderen Seite nicht besser aus. Auch hier informiert die Dekra: Doch nicht nur bei Autofahrern ist Ablenkung durch Smartphones ein Problem. Auch andere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger sind häufig abgelenkt und sorgen so für kritische Verkehrssituationen. Eine Erhebung der DEKRA Unfallforschung im Jahr 2016 in sechs europäischen Hauptstädten ergab, dass 17 Prozent aller Fußgänger, die die Straße überquerten, dabei durch die Nutzung ihres Smartphones abgelenkt waren. Alleine 2015 wurden fast zehn Prozent mehr Bußgelder verhängt, weil Auto- oder Radfahrer ihr Smartphone im Straßenverkehr nutzten...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/


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  5. #105
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    agesdosis 17.11.2017 - Klaus Lederers Angst vor Ken Jebsen



    Ein Kommentar von Pedram Shahyar. Das vom Berliner Kultursenator eingeleitete Verbot einer relativ unbedeutenden Preisverleihung für den kritischen Journalisten Ken Jebsen im Kino Babylon schlägt hohe Wellen. Es ist ausgerechnet der „linke“ Kultursenator und Vize-Bürgermeister der Hauptstadt, der es für nötig hält eine Symbolfigur der neuen Friedensbewegung quasi mit einem Auftrittsverbot zu belegen und auf seinem Facebook-Profil dazu aufruft, diesen „Wahnsinn“ zu stoppen. Michel Foucault hätte seine Freude: die diskursive Grenzziehung, stellte er einst fest, geht immer damit einher, die Grenzen des Sagbaren und Denkbaren mit dem Wahnsinn zu umreißen. Was außerhalb unseres Wertesystems liegt, ist der Wahnsinn. So platt kommt der Berliner Kultursenator daher, denn sein Verbot entzieht sich jeder Grundlage. Vor kurzem sprach Jebsen in Ramstein auf derselben Kundgebung gegen die Airbase und die Drohnenkriege, wo auch Oskar Lafontaine sprach. Im Rahmen der Kampagne gegen die Militärbasis wurde ein gemeinsamer Aufruf von tausenden Aktivisten einschließlich Jebsen, einem Duzend Bundestagsabgeordneten der Linken und sogar dem Parteivorsitzenden Bernd Riexinger verabschiedet. Doch hinter diesem banalen Akt der Zensur liegt mehr als ein autoritär tickender pseudoliberaler Hauptstadtpolitiker, es ist mehr als ein Konflikt zwischen Klaus Lederer und Ken Jebsen – sie sind Synonym für politische Phänomene, Schichten des politischen Denkens und Betriebs. Dieser peinliche Verbotsversuch ist ein Antlitz der Transformation und eine neue Qualität der Anpassung und Integration der linken Bürokratie. Klaus Lederer gehört einer Generation Politiker an, die kurz vor der Wende in den Startlöcher waren in der SED Karriere zu machen. Der Zusammenbruch des Ostblocks und des DDR-Staates zerbrach die aufgestellte Karrierelinie. Die großen Fische gingen zur CDU und wurden Wendehälse. Viele blieben, und die Jugendfunktionäre fanden sich in den 90ern in der absoluten Außenseiterposition wieder: geächtet und belächelt statt Karriere im Staat und Verwaltung. Doch Deutschland wurde linker und allen voran die Hauptstadt. So gelang es der PDS 2001 satte 22,6% in Berlin bei den Wahlen zu holen, mit Gregor Gysi an der Spitze. Die große Hoffnung nun in einer rot-roten Regierung sozialistische Kommunalpolitik zu erleben erwies sich jedoch als eine große Illusion: Unter dem Finanzminister Thilo Sarrazin wurde „gespart bis es quietscht“, und die roten Senatoren und Staatssekretäre erklärten sehr klug warum es nicht anders ginge, warum die Sachzwänge nun mal so wären. Die größte Privatisierung, die die Stadt bis dato erlebt hatte hieß nun „progressive Entstaatlichung“. 100.000 staatliche Wohnungen wurden Investoren in den Hals geworfen, der öffentliche Dienst drastisch zusammengestrichen, und Berlin bekam in den kommenden Jahren das Image einer „failed city“, wo die Verwaltung komplett überfordert ist. Für Lederer und die Parteioligarchie der Linken war nun aber endlich die Möglichkeit gekommen innerhalb des politischen Establishments der Hauptstadt anerkannt zu werden. Der alte Traum der Anerkennung, und das politische Leben als Teil einer Verwaltung wurde Realität. So wurde die Partei glatt gebügelt, dissidente Stimmen an den Rand gedrängt und binnen kürzeste Zeit von zwei Legislaturen halbierte die Partei ihren Stimmenanteil in Berlin. Gelang es im Westen mit einem neuen bundespolitischen Profil viele Stimmen wieder dazuzugewinnen, verlor die Linke massives Terrain im Osten der Stadt bei den unzufriedenen Teilen der Bevölkerung. Während die Abgehängten die Linken nicht mehr als ihren Anwalt gegen das Establishment erkennen konnten, feierte sich die Parteibürokratie als besonders modern und hipp. Hier liegt die zweite kulturelle Signatur der Anpassung. Endlich ist man willkommen in den aufsteigenden Milieus in Berlins Mitte, die sich gerne als Global City feiern und die Ansiedlung der digitalen Industrie als ihren historischen Erfolg anheften...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/
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  6. #106
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    Tagesdosis 18.11.2017 - Soziale Ungleichheit: Die schockierenden Zahlen der Credit Suisse



    Ein Kommentar von Ernst Wolff. Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat in dieser Woche zum achten Mal ihren „Global Wealth Report“ („Globalen Wohlstandsbericht“) veröffentlicht. Darin geht es vor allem um die Frage, wie sich die Verteilung des weltweiten Reichtums in den zehn Jahren seit der Krise von 2007 / 2008 verändert hat. Dem oberflächlichen Leser des Papiers wird der Eindruck vermittelt, die Welt sei auf dem besten Weg in eine strahlende Zukunft: Das globale Vermögen ist in den zurückliegenden zehn Jahren um 27 Prozent und allein in den letzten zwölf Monaten um 6,4 Prozent gestiegen. Noch besser klingt es, wenn man liest, dass das Durchschnittsvermögen eines Deutschen bei 174.000 Euro, das eines Amerikaners bei $ 388.600 und das eines Schweizers gar bei $ 537.000 liegt. Der Gipfel der guten Nachrichten aber scheint erreicht, wenn man erfährt, dass das weltweite Durchschnittsvermögen eines Erwachsenen mit $ 56.540 ein neues Rekordhoch erreicht hat. Entscheidend sind die Trends hinter den Statistiken Wer sich angesichts dieser Zahlen die Augen reibt, tut das allerdings zurecht, denn mit der Wirklichkeit haben die Zahlenspielereien der Credit Suisse wenig zu tun. Doch so irreführend die von Statistikern berechneten Durchschnittswerte sind, so alarmierend sind die Trends, die sich dahinter verbergen: Sie zeigen eine sich immer schneller beschleunigende Konzentration von Vermögenswerten in den Händen von immer weniger Menschen, drastischer ausgedrückt: Eine globale Explosion der sozialen Ungleichheit. Besaß das reichste Hundertstel auf unserem Planeten 2008 42,6 Prozent des globalen Gesamtvermögens, so ist dieser Anteil inzwischen auf 50,1 Prozent angewachsen. Etwas mehr als die Hälfte des weltweiten Vermögens befindet sich damit in der Hand von nur einem Prozent der Weltbevölkerung, während siebzig Prozent der Weltbevölkerung über gerade einmal 2,7 % des Gesamtvermögens verfügen. Allein im vergangenen Jahr sind weltweit 2,3 Millionen neue Millionäre hinzugekommen, womit die Anzahl der Millionäre auf dem gesamten Globus jetzt bei 36 Millionen und damit um 170 Prozent höher liegt als im Jahr 2000. Noch größer ist die Zunahme des Reichtums bei den „Ultra High Networth Individuals“ (Ultrareiche mit einem Netto-Vermögen von über $ 50 Millionen): Ihre Zahl ist in derselben Zeit um 500 Prozent angestiegen, allein in Deutschland sind in den vergangenen zwölf Monaten 500 Personen in diesen Kreis aufgestiegen und haben ihn auf 7.200 erweitert. Die Politik hat den Ultrareichen ermöglicht, die Krise für sich zu nutzen Hintergrund der rasanten Zunahme der weltweiten Vermögenskonzentration ist die Politik, die nach dem Beinahe-Zusammenbruch des globalen Finanzsystems betrieben wurde. Damals standen zahlreiche Großbanken in aller Welt vor der Zahlungsunfähigkeit. Politiker in aller Welt erklärten sie für „too big to fail“ und retteten sie mit Steuergeldern, deren Löwenanteil die arbeitende Bevölkerung erwirtschaftet hatte. Da diese größte Vermögensumverteilung von unten nach oben riesige Löcher in die Staatshaushalte riss, wurde die arbeitende Bevölkerung anschließend auch noch zur „Austerität“ verurteilt. Während die Manager geretteter Banken auch nach der Krise noch ihre millionenschweren Boni erhielten, musste die arbeitende Bevölkerung den Gürtel enger schnallen und sich einschränken – in Südeuropa bis hin zum Verzicht auf grundlegende soziale Leistungen wie die medizinische Versorgung von Krebskranken, Schwangeren und Kleinkindern. Da die Realwirtschaft nach der Krise nicht wieder anspringen wollte, begannen die Zentralbanken, Geld zu drucken und zu immer niedrigeren Zinssätzen zu vergeben. Dieses Geld aber wurde zum weitaus größten Teil nicht in den Wirtschaftskreislauf eingespeist, sondern von vermögenden Investoren zu erneuter Spekulation genutzt. Das wiederum hat dazu geführt, dass die Börsen-, Anleihen- und Immobilienmärkte immer neue Rekordwerte verzeichneten und den Spekulanten riesige Gewinne bescherten...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/

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  7. #107
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    Tagesdosis 20.11.2017 - Das Establishment in der Krise



    Ein Kommentar von Susan Bonath. »Liebe Leserin, lieber Leser, seit vergangener Nacht befindet sich Deutschland in einer Regierungskrise.« Danke, Spiegel online, dass du als wichtige »Erziehungsinstanz« uns dies am frühen Montag morgen wissen ließest. Ja, die Krise – wir haben es mitbekommen: Jamaika ist geplatzt. Das ist echt dumm gelaufen für die Vertreter des konservativen Flügels des Establishments. Dumm gelaufen ist es auch für dessen olivgrünen Anhang, der jede Schweinerei mitmacht, um an begehrte Posten im bürgerlichen Staat zu gelangen. Da stellte sich also um Mitternacht der politische Klassensprecher diverser Verbände von Konzernen und Finanzkapital, FDP-Chef Christian Linder, einfach hin, und kündigte Jamaika. Die C-Parteien seien ihm zu rückständig konservativ, die anderen hatten wohl zu viele wunderliche halbsoziale Forderungen im Gepäck. »Wir werden unsere Wähler nicht im Stich lassen«, posaunte Lindner in die Kameras. Die Gemeinten wissen Bescheid, Mövenpick und Co. lassen grüßen. Immerhin, man muss ihm zugute halten: Die Interessen der von ihm vertretenden Kapitalfraktionen hat er nicht verraten. Es sei den Unterhändlern von CDU, CSU und Grünen zum Beispiel nicht gelungen, »eine gemeinsame Idee für die Modernisierung des Landes zu finden«, monierte Lindner. Wenn er das so ausspricht und man dabei an das Programm der FDP denkt, weiß man, was er meint: Die FDP will weniger Steuern für Reiche und noch weniger Sozialstaat. Sie will in der NATO bleiben und die Bundeswehr aufrüsten. Sie will weniger Arbeitsrechte und noch mehr Unternehmerfreiheit, durchgesetzt mit mehr Polizei und Militär. Eine Mietpreisbremse will sie nicht und weiterhin kein Recht auf Wohnen. Die laut dem jüngsten Bericht der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe inzwischen knapp eine Million Obdachlosen im Land – Tendenz steigend – sollen bitteschön mehr Eigenverantwortung übernehmen. Slums in Stadtzentren zu errichten, bleibt allerdings verboten. Das stört das Lebensgefühl der »Leistungsträger«. Der Ausstieg der Gelben sei »unverständlich«, monierte Grünen-Verhandlungsführer Jürgen Trittin. Seine Partei sei schließlich »bis an die Schmerzgrenze« gegangen. Neu ist das Überschreiten von Grenzen bei den Grünen fürs Mitregieren nun nicht, sei es bei ihrer Zustimmung für Kriegseinsätze in der Vergangenheit oder aktuell beim ad acta Legen sozialer Forderungen, wie die Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen. Ja, es war ein theatralischer Abgang des einst mehrfach gescheiterten Jungunternehmers Linder. Man könnte meinen, er spekuliert auf noch mehr Prozente für die FDP bei Neuwahlen. Mit den Grünen geht es eben nicht. Zwar finden die den Kapitalismus wie Linder super. Zwar wollen die auch nicht die imperiale Kriegstreiberei, Ressourcenplünderung und die global wie national fortschreitende soziale Verelendung stoppen. Es gibt indes eine Nuance: Die Grünen wollen die mehr werdenden Opfer, also Flüchtlinge, nicht ganz so streng nach wirtschaftlicher Verwertbarkeit sortieren. Nun jault das Establishment auf und die AfD reibt sich die Hände. Mit ihrer wirren Mischung aus christlich-konservativ-autoritärem Fundamentalismus, neoliberaler Reichenförderung – etwa durch Abschaffung der Erbschaftssteuer –, sozialchauvinistischer Armenunterdrückung – etwa durch Arbeitspflicht für Erwerbslose – und rassistisch-ethnischem Sortierungswahn ist die selbsternannte »Alternative für Deutschland« auf alle Fälle kompatibler als die Grünen für verschiedene, ans Ruder drängende Kapitalinteressen-Verbände. Sich nun der AfD an den Hals zu werfen, wäre inhaltlich weder für die C-Parteien noch für die Liberalen ein Problem. Aber es wäre blöd für die Dauer-Demokratie-Show, die das Establishment der sogenannten Mittelschicht und allen, die sich dazu zählen wollen, weiter vorzuspielen gedenkt...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/

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    Tagesdosis 21.11.2017 - „Russiagate“ und kein Ende



    Ein Kommentar von Mathias Bröckers. Vor einem Jahr wurde Donald Trump gewählt – ein alles zerstörender Meteorit, ein Monster, eine Horrorgestalt war Präsident der Vereinigten Staaten, so präsentierten die Großmedien das Wahlergebnis. Und waren selbst am meisten geschockt, denn sie hatten einen Wahlsieg Hillary Clintons mit über 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit vorhergesagt. Die Wähler unterdessen hatten die von den Medien im Wahlkampf konstruierte Parallelwelt – mit einem absoluten Horrorclown auf der einen und einer allseits gütigen Landesmutter auf der anderen Seite – durchschaut. Und so kam es, dass sich die War Party-/Neocon-Neoliberale-/Wall Street-/Think Tank-/Corporate Media-Maschine, die Clinton unterstützt hatte, trotz milliardenteurem Brainwashing nicht durchsetzte. Sensationell – und irgendwie auch sehr demokratisch: nicht das größte Budget an Wahlkampfgeldern gewinnt – Hillary setzte mit sagenhaften 1,3 Milliarden fast doppelt so viel wie Trump ein – sondern der glaubwürdigere Kandidat, selbst wenn die Großmedien ihn als notorischen Lügner porträtieren. Das war der größte anzunehmende Unfall, der Super-GAU für Clinton und die Medienmaschine – und die Geburtsstunde der verrücktesten Verschwörungstheorie unserer Tage: der Behauptung, dass „russische Hacker“ die US-Wahlen manipuliert hätten und Trump von Putin auf den Thron gehievt worden sei. Konkrete, nachvollziehbare Beweise gab es dafür nicht, auch die Chefs von FBI, CIA und NSA konnten nicht liefern, gaben sich aber „überzeugt“ von diesem Verdacht – und so kam „Russiagate“ in die Welt. Anders als bei „Watergate“ in den 70er Jahren, als echte Einbrecher im Wahlkampfbüro der demokratischen Partei geschnappt wurden und der republikanische Präsident Nixon wegen dieses Manipulationsversuchs zurücktreten musste, beruht „Russiagate“ allein auf Behauptungen, Vermutungen und Gerüchten. Weil mir das vorkam wie eine mittelalterliche Intrigengeschichte, begann ich über dieses „Real Game of Thrones“ zu schreiben und die Intrigen um „König Donald, die unsichtbaren Meister und den Kampf um den Thron“ in satirischem Ton zu begleiten. Anders war die absurde Posse um „Russiagate“ nicht zu fassen und nach 100 Tagen Trump-Regentschaft schien es mir dann genug. Die Meister in den Tiefen des Königreichs ließen freilich nicht locker, ihre Herolde und Lautsprecher wurden nicht müde, die ebenso unsichtbaren wie allmächtigen Hacker des ultrabösen Putin und dessen heimliche Allianz mit dem Horrorpräsidenten Trump zu beschwören. Anhörungen, Vorladungen, Ausschüsse, Sonderermittler...“Russiagate“ ist bis heute täglich in den Schlagzeilen. Hat etwa ein hohes Tier aus Donalds Stab vor fünf Jahren mit jemandem gesprochen, der einen russischen Schäferhund besitzt? Oder Geschäfte mit einem Unternehmer gemacht, der mit der leibhaftigen Großnichte Stalins verheiratet war ? „Es ist schwer, keine Satire zu schreiben“ notierte einst der Dichter Juvenal zu seinen Beobachtungen am Hofe der römischen Kaiser und das gilt angesichts von „Russiagate“ noch immer - wäre das Ganze nicht wirklich ernst. Denn um was geht es bei dieser Nullnummer, die seit einem Jahr nichts und wieder nichts zu Tage gefördert hat ? Zum einen um einen nützlichen Sündenbock, um das selbstverschuldete Debakel der Wahlniederlage zu kaschieren - die geleakten emails hatten ja keine äußeren, russischen Manipulationen aufgedeckt, sondern die internen von Clinton und wie sie den populären Kandidaten Bernie Sanders weggebissen hat. Vor allem aber geht es bei „Russiagate“ darum, Trump an der Einlösung seines Wahlversprechen zu hindern: „to come along with Russia“. Verständigungen, Verhandlungen, De-Eskalation des Kalten Kriegs – all das darf es nicht geben und schon um einen Versuch Trumps in diese Richtung zu verhindern, wird das substanzlose „Russiagate“-Gerücht seit über einem Jahr geköchelt und verbreitet. Jetzt ist es sogar über den Atlantik gekommen – russische Hacker sollen sowohl hinter den Autonomiebestrebungen Kataloniens stecken, wie auch für den Brexit verantwortlich sein...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/

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  9. #109
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    Tagesdosis 22.11.2017 - Rebellion gegen Schulz




    SPD-Abgeordnete grummeln gegen hartes Nein zur GroKo Ein Kommentar von Rüdiger Lenz. Da schien alles so einfach zu sein, ja auch so einfach zu gelingen. Die SPD hatte nach der Bundestagswahl verkündet: Wir wollen nicht mit Merkel mitregieren, basta! Und jetzt? Jetzt ruft der SPD-Politiker Johannes Kahrs seine Partei zur Gesprächsbereitschaft mit dem Bundespräsidenten auf. Man müsse mit dem Bundespräsidenten Steinmeier reden, ohne gleich auf einem eigenen Standpunkt zu verharren, sagte Kahrs an seine Partei gerichtet. Die Spitzen der Partei und der Fraktion, zahlreiche Abgeordnete der SPD sehen das auch so. Es rumort in der SPD. Nun, Steinmeier und Schulz treffen sich am Donnerstag. In der SPD mehren sich die Stimmen, die gegen Neuwahlen sind. Und viele fragen sich und fragten sich von Anfang an, wieso denn die SPD nicht mitregieren solle. Schließlich sind sie ja seit vier Jahren in der Regierung. Wo kommt dieses Nein zum Regieren eigentlich her? Erinnern wir uns: Martin Schulz, zugegeben, ein ziemlich langweiliger Kanzlerkandidat, kämpfte in einem höchst unspektakulären Wahlkampf gegen die Kanzlerin Merkel – und am Ende waren sie sich in fast allem einig. Man darf wohl annehmen, dass jemand, der im Wahlkampf ist, das ein so jemand auch gewinnen und regieren will. Wie anders aber dieser Martin Schulz. Er will nicht mitregieren und die Partei hatte beschlossen, mit Merkel wollen wir nicht im selben Boot sitzen, sprich mitregieren. Wunderte das damals niemand? Sofort im Gespräch waren die FDP und die Grünen. Jamaika sollte es werden. Sie wollten und am Ende konnte die FDP nicht. FDP-Chef Lindner sorgte für einen politischen Urknall in den Sondierungsgesprächen und jetzt? Jetzt geht die Gerüchteküche so richtig los und sie nützt wem? Richtig, der Kanzlerin. Der Focus schreibt, Zitat Anfang: „Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik ist eine Regierungsbildung in Koalitionssondierungen gescheitert. Wir erleben also gerade einen politischen Urknall. Doch trotz all der Schwierigkeiten: Das ist gut so! Neuwahlen bieten mehr Chancen als Risiken. Und jeder Bürger, der sie aus Bequemlichkeit („Ich will nicht schon wieder wählen") oder aus Prinzip („Ich habe gewählt und jetzt müssen die das hinkriegen!“) ablehnt, sollte noch einmal nachdenken. Denn die vergangenen Monate waren aufschlussreich. Im Vergleich zum vergangenen Bundestagswahlkampf hat sich vieles zum Positiven geändert.“ Zitat Ende. Lassen wir uns das einmal auf der Zunge zergehen: Das, was da geschehen ist, soll gut gewesen sein? Neuwahlen bieten mehr Chancen? Jeder Bürger soll nicht zu bequem sein und jetzt Neuwahlen umjubeln? Die vergangenen Monate waren aufschlussreich? Vieles soll sich zum Positiven geändert haben? Stellen Sie sich, liebe Leserin und lieber Leser einmal vor, sie arbeiten als Chefingenieur bei einem Automobilhersteller und kreieren seit gut einem Jahr das neue Auto. Ein Renner soll es werden. Alles fokussiert sich auf dieses Auto, das ganze Unternehmen. Alle geben sich Mühe doch dann der Donnerschlag vom Chefingenieur: „Das Auto muss neu überdacht werden. Wir müssen es ganz anders bauen.“ Den Rest dieses Beispiels mag jetzt jeder selbst zu Ende denken. Das passiert gerade flächendeckend mit dem Wahlvolk. Es wird für die Karrierewünsche einer politischen Elite benutzt. Die politische Elite will sich nicht durchringen, um zusammen zu regieren. Das also ist bei all der Bundestagswahl, die viele gefangen nahm, herumgekommen. Das wars. Aus und vorbei! Wir dürfen uns jetzt darauf freuen, dass wir diese Pappenheimer, also die letzt mögliche Alternative für die große Mehrheit der Wähler, noch einmal durchdenken sollen und uns darüber Gedanken machen sollen, ob wir lieber Kinderlähmung oder Pocken oder Lepra bekommen wollen. Nicht die, sondern wir, das Wahlvieh ist schuld. Erinnert das nicht auch ein wenig an Irland und sein Beitrittsversuch zur EU. Da wurde so lange gewählt, bis es passte. Hauptsache „rinn in ne EU“...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/


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    Tagesdosis 23.11.2017 - Dream Team statt Chaostruppe



    Ein Kommentar von Bernhard Loyen. Politik verkommt immer mehr zur Farce. Bei den Bürgern, die ein Restinteresse an politischen Zusammenhängen und Verwicklungen besitzen, existiert annähernd nur noch eine Reaktion. Die Politik mit ihren Hasardeuren wirke nur noch wie eine Realsatire. Das politische Theater wird zur inhaltsleeren Klamotte. Bis zur diesjährigen Bundestagsswahl erfolgte die letzten Jahrzehnte nachfolgend politische Routine. Es bildeten sich für vier Jahre wechselnde Koalitionen. Diese erließen größtenteils Gesetze, die nicht im Sinne der Wähler waren, d.h. die den Bürgern eher schadeten . Politiker widersprachen ihren politischen Versprechen und brachen mit parteilichen sog. Traditionen. Dienliche Inhalte wurden sekundär. Es ging um Anteile und Sicherung an einer vermeintlichen Macht. Die Parteienlandschaft hat sich dieses Jahr wieder vergrößert. Auch das gab es schon mal in diesem Lande, kein herrausragendes Phänomen. Das wirklich neue Ereignis - es findet sich keine Regierungskoalition. Gebildet von zwei, oder sogar diesmal von drei Parteien. Ressentiments, Befindlichkeiten, Sturheit, Unflexibilitäten, Verantwortungslosigkeiten, schlicht die völlige Verblendung vor der sicherlich beeindruckenden Verpflichtung und Berufung dem Wählerauftrag nachzukommen. Dieser Druck, diese Verpflichtung, war aber ihre eigene Wahl. Die des Berufspolitikers. Sie möge doch dann auch bitte entsprechend ernst genommen werden, wie die des Chirurgs nach Abschluss seiner Doktorarbeit. Aus Theorie, wird Praxis mit immenser entsprechender Verantwortung. Nun stellt sich die Frage nach neuen Lösungsmodellen. Nach neuen Wegen der politischen Zusammenarbeit. In ländlichen Gebieten, hat man sich schon lange von parteipolitischem Geklüngel verabschiedet. Die politische Zugehörigkeit rückt in den Hintergrund. Posten werden nach Fähigkeiten vergeben, nicht nach Parteibuch. Man kennt sich, man schätzt sich. Sicherlich gibt es auch dörflichen Filz, das liegt leider in der Natur von Machtmenschen, aber es gibt auch genug Beispiele für effiziente Koalitionen und effektiver Zusammenarbeit. Die besten, kompetentesten und vorallem ehrlich interessiertesten Menschen finden zueinander, zum Wohle der Bürger. Dorf, Gemeinde first. Partei second. Warum lässt sich diese Möglichkeit nicht auch in die große Politik übertragen? Qualität, anstatt Quantität. Ein Team mit wirklichen Fachleuten, unabhängig vom Parteibuch. Die Traummannschaft von Effiziens und Können. Die Besten zum Wohle des Landes. Eine politische Nationalmanschaft. Es geht doch um unser Land, oder? All Star Team statt Chaostruppe. Es gebe auch genug Platz für Wasserträger. Vielleicht sogar noch ein Schritt weiter gehen. Die Bürger, also wir, wählen diese Auswahl, diese Mannschaft alle vier Jahre neu. Stellen sie zusammen, ausgewählt aus den jeweiligen Teams, also den Parteien. Selbstverständlich eine gemischte Aufstellung. Wer kein Bock hat fliegt raus. Bewertet wird die fachliche Leistung. Der Einsatz für das Team und die Fans. Natürlich wird auch der Trainer, die Trainerin auf diesem Wege ausgewählt. Kann Teamgeist nachhaltig gestärkt werden? Taktik und Konditionstraining liegen im gefragten Kompetenzgebiet und werden entsprechend kritisch bewertet. Falsche Sponsoren könnten auf diesem Wege auch gleich ausgetauscht werden. Haben sie Vorschläge für Auswahl und Aufstellung? Bitte schön, die Foren sind eröffnet.

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