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Thema: KenFm - Tagesdosis

  1. #211
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    AW: KenFm - Tagesdosis

    Tagesdosis 7.7.2018 - Die Flüchtlingsfrage und das globale Finanzsystem



    Was Medien und Politik verschweigen.
    Ein Kommentar von Ernst Wolff. Kein anderes Thema beherrscht Medien und Politik seit Wochen so sehr wie die Flüchtlingsfrage. Ob in Deutschland, den übrigen europäischen Ländern oder in den USA – es scheint, als drehe sich zurzeit alles um den „Schutz der Grenzen“ und die „Eindämmung der Zuwanderung“. Wieso nimmt das Thema ausgerechnet jetzt so viel Raum ein, wo der Ansturm seit längerer Zeit abebbt und die Zahl der Asylsuchenden rückläufig ist? Warum werden gerade jetzt Gesetze erlassen und vorbereitende Maßnahmen getroffen, die ganz offenbar von einem wesentlich höheren Ansturm als dem gegenwärtigen ausgehen? Die Antwort lautet: Weil ein gewaltiger Ansturm bevorsteht, die Öffentlichkeit aber sowohl von den Medien als auch von der Politik über seine Ursachen im Dunkeln gelassen wird. Hier der Hintergrund: 2007/2008 stand das globale Finanzsystem kurz vor dem Zusammenbruch und wurde nur durch das Eingreifen zahlreicher Regierungen gerettet. Da diese Rettungsaktion mehr Geld kostete als den jeweiligen Staaten zur Verfügung stand, sprangen die Zentralbanken als Retter in der Not ein. Sie schöpften riesige Geldmengen aus dem Nichts, vergaben sie zu immer niedrigeren Zinsen und begannen, in immer größerem Ausmaß
    Anleihen von problembelasteten Staaten zu kaufen und die Märkte bei Bedarf durch den Ankauf von Konzern-Anleihen und Aktien zu stabilisieren. Das aber hatte fatale Konsequenzen, denn das System wurde schnell vom „billigen Geld“ abhängig und gleicht heute einem Süchtigen, der auf immer höhere Dosen seiner Droge angewiesen ist, dessen Gesundheit aber mit jeder Gabe weiter untergraben wird. Und so wie man einem Drogenabhängigen nicht zeitlich unbegrenzt Suchtmittel verabreichen kann, ohne ihn letztendlich umzubringen, so lässt sich auch das Finanzsystem nicht durch permanente Geldinjektion unbegrenzt am Leben erhalten. Irgendwann endet die Geldschöpfung durch die Zentralbanken in einer Hyperinflation, d.h.: das Geld verliert seinen Wert und das System kollabiert. Auch die Finanzelite ist sich dieser Gefahr bewusst. Da sie das System, von dem sie in den letzten zehn Jahren in nie dagewesener Weise profitiert hat, aber unbedingt vor dem Untergang retten will, versucht sie seit einiger Zeit, das Ruder herumzureißen. Hierzu lässt sie die Zentralbanken nach und nach aus der lockeren Geldpolitik aussteigen:
    Die US-Zentralbank FED hat ihren Leitzins seit 2015 in sieben kleinen Schritten auf 1,75 bis 2 Prozent erhöht und den Geldfluss vermindert, die Europäische Zentralbank EZB hat ihr Anleihen-Kaufprogramm von anfangs 80 Mrd. Euro pro Monat erst auf 60, dann auf 30 Mrd. Euro reduziert und vor kurzem angekündigt, es bis zum Januar 2019 ganz einzustellen. Diese Maßnahmen haben allerdings Nebenwirkungen, denn durch die lockere Geldpolitik hat die Welt einen Schuldenberg von historischen Dimensionen angehäuft, der ständig durch Zinszahlungen bedient werden muss. Das bedeutet: Schuldner geraten durch die Zinsanhebungen unter immer stärkeren Druck und werden zu Einsparungen gezwungen. Für Konzerne in Entwicklungs- und Schwellenländern heißt das: Weniger investieren, härter kalkulieren und vor allem:
    den wichtigsten Kostenfaktor – die Lohnkosten – weiter senken.
    Für Regierungen heißt das: Noch mehr Austerität, noch weniger Sozialleistungen. Auch die Währungen von Schwellenländern sind betroffen: Investoren stoßen sie ab und gehen dorthin, wo die Zinsen angehoben werden, also hauptsächlich in den Dollarraum. Die Folge: Die Währungen wirtschaftlich ohnehin schwächerer Länder verlieren an Wert, ihre arbeitende Bevölkerung verliert an Kaufkraft und der Lebensstandard vor allem der unteren Schichten sinkt noch weiter – häufig bis unter das Existenzminimum. Da nicht zu erwarten ist, dass die Finanzelite freiwillig vom einmal eingeschlagenen Kurs abweicht, liegt die weitere Entwicklung auf der Hand:
    Die Menschen aus Schwellen- und Entwicklungsländern werden in immer größeren Zahlen versuchen, den zunehmend unerträglicher werdenden Lebensbedingungen in ihrer Heimat zu entfliehen...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/ +++


    LG

  2. #212
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    AW: KenFm - Tagesdosis

    Tagesdosis 9.7.2018 - Vernichtungsmaschine stoppen




    Ein Kommentar von Susan Bonath.
    Das Mittelmeer ist ein Massengrab. In diesem Jahr sind schon mehr als 1.000 Menschen darin ertrunken.

    Die meisten von ihnen hatten ein monatelanges Martyrium in einem libyschen Lager durchgemacht. Folter, Hunger, Durst und Tod hatten Narben an Körper und Seele hinterlassen. Viele hätten ihr Leben noch vor sich gehabt. Sie waren vor dem grassierenden Elend in ihren Heimatländern geflohen, auf dem der Wohlstand in den Industrienationen beruht. Nun liegen Ihre Leichen im Meer. Manche spült die Brandung irgendwann an. Doch retten ist verboten. Schiffe dürfen fast nirgendwo in Europa mehr einlaufen. Einzig Barcelona im spanischen Katalonien machte zuletzt eine Ausnahme. In Malta steht ein deutscher Kapitän vor Gericht, weil er 234 Menschen vor dem Ertrinken bewahrt hat.

    Er weint, spricht von einem jungen Mann, der lieber ins Meer gesprungen wäre, als zurück zu müssen, von erschöpften traumatisierten Kindern und ihren Müttern. Retten ist verboten. Die EU wird zur Festung, um die Opfer ihrer vollen Supermarktregale auszusperren. Politiker, auch in Deutschland, sprechen über sie, als handele es sich um Abfall. Es geht nicht mehr um Menschen, die leben wollen, sondern »illegale Wirtschaftsflüchtlinge«. Zeitungsberichte erinnern an die Hetze des Stürmers gegen Juden. Eine wachsende Masse in der Bevölkerung johlt die Hassparolen nach. Lassen wir sie im Meer ersaufen, in der Wüste verdursten oder in Libyen massakrieren? Wo internieren wir sie? Wie weit kann man ihnen das Essen kürzen? Sind sie selbst schuld an ihrer Lage? Burkinis bestimmen Titelseiten. Emanzipation scheint für manchen bierbäuchigen Alemanen die Garantie fürs Aufgeilen an Frauenkörpern in Freibädern zu sein. Mit Pornovideos mit dunkelhäutigen Hauptdarstellern kennt er sich aus. Hauptsache, kein Afrikaner oder Araber stört sein Wohlstandsgefühl.

    Es ist widerlich. Fremdenhass, Sozialdarwinismus und eine perverse Empathielosigkeit brechen sich zusehends Bahn. Die politischen Entscheider machen es vor. Als überflüssig empfundene Menschen werden zum Freiwild erklärt. Töten durch Unterlassen wird nicht nur straffrei gestellt. Bestraft werden heute jene, die für überflüssig erklärte Menschen retten. Die hässliche Fratze des imperialistischen Systems liegt offen da. Verfassungen, Menschenrechtserklärungen und das deutsche Grundgesetz, wonach alle Menschen gleichwertig seien, verkommen zur hohlen Phrase. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Gruppe der Geächteten wächst.

    Die Perversion liegt in massenhafter emotionaler Abstumpfung. Selbst angeblich »Linke« zeigen dies. Unter vorgeblich guten Gründen – nämlich die einheimischen vor ausländischen Abgehängten zu schützen – fordern sie vom Staat martialischen Grenzschutz. Das Problem bleibt bestehen: Die Leute fliehen. Die Leute folgen dem Strom der Waren, die zuvor in großen Teilen von ihnen abgepresst wurden. Sie haben lebensgefährliche Wege auf sich genommen und stehen da. Wer sie abweist, wer sie kriminalisiert, muss sich über eins klar sein: Er plädiert letztendlich für Massenmord. Da helfen alle Erklärungsversuche nichts.

    Dass die Kapitalisten nichts lieber als billige Arbeitskräfte haben, mit Hilfe derer sie ihre Profite maximieren können, steht außer Frage. Die These vom teuflischen Plan einer Finanzelite, dafür massenhaft arme Schlucker ins imperialistische Zentrum Deutschland zu locken, ist dennoch nicht haltbar. Sie hätten einfachere Möglichkeiten. In der Ukraine oder Moldawien, in Bulgarien oder Polen, in Rumänien oder weiten Teilen Südeuropas stünden massenhaft billige Arbeitsmigranten zur Verfügung. Das aber erschwert die Politik jedoch bewusst mit rigiden Gesetzen. Auch kann das Großkapital nach Belieben expandieren. Arbeitskräfte in Afrika lassen sich nun mal brutaler ausbeuten als in Deutschland. Die Flucht von Abertausenden Menschen erschwert diese Form der Unterdrückung vielmehr. Ist ein Land politisch und wirtschaftlich zerrüttet und leidet es unter Bürgerkriegen, wird es schwieriger, die dort vorkommenden Rohstoffe effizient zu plündern...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/

    LG

  3. #213
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    AW: KenFm - Tagesdosis

    Tagesdosis 10.7.2018 - Triumph des Wollens



    Ein Kommentar von Mathias Bröckers.
    Nach ein paar Wochen WM vermisse ich meine Fussballpause am globalen Lagerfeuer. Weil ich gerade an einer größeren Arbeit sitze, hatten die Spiele die Tage irgendwie schön strukturiert. Dass auch die deutsche Mannschaft wie Spanien, Italien und Argentinien dem Weltmeister-Syndrom zum Opfer fiel und früh ausschied, störte nicht weiter. Bei diesem Syndrom scheint es sich ja auch weniger um ein sportliches als um ein systemisches Problem zu handeln, weil man die Turnierhelden, wenn sie ihre Schuldigkeit getan und den Titel geholt haben eben nicht einfach in die Wüste schickt, sondern ihnen schon ehrenhalber Stammplätze und Platzhirschstatus einräumt.

    Was den Aufstieg der Jungen und eine Auswahl der wirklich Besten naturgemäß erschwert. Und weil Platzhirsche oft nicht mehr so richtig wollen, weil sie ja schon mal hatten, kommen dann so saft,-und kraftlose Auftritte heraus wie die der Deutschen gegen Mexiko, Schweden und Süd-Korea. Fußball, so konnte man bei den Spielen dieser Weltmeisterschaft sehen, ist eben auch ein Triumph des Wollens und nicht nur der Passgenauigkeit und des Ballbesitzes.

    Wer blasiert und bräsig die Kugel hin und herschiebt wie La Mannschaft kann keinen Blumentopf mehr gewinnen. Dass viele Teams ins Viertelfinale gekommen sind, deren Marktwert nur einen Bruchteil dessen der ausgeschiedenen Teams wie Deutschland oder Spanien beträgt, ist ein gutes Zeichen: Wollen und Willen, Courage und Engagement, Mannschaftsgeist und Teamspirit - immaterielle Eigenschaften, die sich nicht so einfach zusammenkaufen lassen - sind für den Ausgang der Spiele mindestens so wichtig wie der Marktwert der Spieler...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/

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  4. #214
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    Tagesdosis 11.7.2018 - Masterplan Menschheitsfamilie

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  5. #215
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    Tagesdosis 12.7.2018 - Auf du und du mit dem NSU…


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  6. #216
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    Tagesdosis 13.7.2018 - Russland in Syrien völkerrechtskonform, USA und Westen Völkerrechtsverbrecher



    Liebe Grüße
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  7. #217
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    Tagesdosis 14.7.2018 - Das globale Finanzsystem und der Vorwurf der Verschwörungstheorie



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  8. #218
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    Tagesdosis 16.7.2018 - Präventiv in den Knast: Die Schutzhaft kommt wieder




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  9. #219
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    Tagesdosis 17.7.2018 - Hochverrat in Helsinki?



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    Tagesdosis 18.7.2018 - Vorsicht Trump! Peng! Peng! Peng!


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