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Thema: KenFm - Tagesdosis

  1. #411
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    Tagesdosis 4.9.2019 - Wenn Wahlen was bewirken würden, dann wären sie verboten



    Ein Kommentar von Rüdiger Lenz. „Das rationale Denken sperrt den Geist in ein Gefängnis“, (aus dem Film: BUT BEAUTIFUL) Und der Gewinner heißt AfD. So waren die Wahlen in Sachsen und in Brandenburg ein Spiegelbild der Leute, die noch immer glauben, dass wenn Wahlen etwas bewirken würden, ja dann hat der Wähler alles in der Hand. Er muss nur zur Wahl gehen und seine Stimme abgeben. Natürlich für die Partei, der er das zutraut zu bewirken, was er sich erhofft. Auweiha, das Stimmvieh hat wieder entschieden und es glaubt, es käme auf seine Stimmenvielfalt an. In Wahrheit sind all die Wähler, die eine Partei wählen, Teil des Problems. Sie wollen es nicht wissen und sie wehren sich vehement mit allen Mitteln, dass ein solcher Satz ihre Großhirnrinde erreicht. Viel eher sind sie davon überzeugt, dass der Feind der Nichtwähler ist. Die meisten hier oder in der gesamten Aufklärungs- Friedens- oder Demokratiebewegung wollen immer wieder Lösungen präsentiert bekommen. Bekommen jedoch auch oft gar nicht mit, dass sie von ihren Lösungen sprechen, von solchen, die gefälligst in ihr Weltbild-Konzept zu passen haben. Meistens sind solche Leute so voller schlechter Nachrichten über das politische Geschehen in der Welt, dass sie die Lösung vor lauter Lösungen in der Bewegung gar nicht mitbekommen oder sie sofort disliken. Am besten aber funktioniert die Ignoranz, sobald wirkliche Lösungen parat stehen. Sie sind zum Beispiel hier auf KenFM, aber auch auf anderen Portalen zahlreich vertreten. Wahlen hingegen sind die Einfachste von allen. Denn wer wirklich glaubt, dass Wahlen richtig gut sind und sie etwas bewirken und das ich die Pflicht habe, wenigstens zu wählen, der ignoriert das echte Problem, von dessen Lösung dieser Jemand gar keine Ahnung hat. Wie auch? Er blickt ja ständig in die falsche Richtung und hält diese für die richtige. Das ist nicht nur mir bekannt, sondern auch Rainer Mausfeld beschreibt diesen Prozess und fragt sich, wie es kommen kann, dass die Wähler immer wieder die Verursacher wählen. Maria Sanchez, Heilpraktikerin für Psychotherapie, hat erst kürzlich einen Standpunkt zu eben diesen Problemen und Lösungen beschrieben. Das tat sie in einer Kürze und Prägnanz, die mich hoffen ließ, dass viele nun diesen Standpunkt anklicken und ihn anhören. Er heißt: Ein Zuckerguss, der nichts besser macht. Dort nahm sie die Liebe aufs Korn und zeigte auf, wie es mit dieser im Kern wirklich bestellt ist und zu was wir alle konditioniert wurden. Nämlich weg von dem, was viele glauben, was sie sei. Sie wird als Anpassung in unserer Gesellschaft eingesetzt, missbraucht, um den Normen der Gesellschaft zu genügen. Bisher aber klickten den Artikel dort mal gerade 14.000 Leute an. Wie viele haben ihn sich ganz angehört? Mich erstaunt es immer wieder aufs Neue, dass in der Bewegung fast alle Lösungen wollen: "Schreibt doch endlich mal Lösungen auf, nicht immer nur die Probleme. Das bringt uns doch nicht weiter", heißt es auf fast allen Info-Seiten zur Bewegung. Die Lösung heißt nicht, dass wir einen anderen bloß zu wählen brauchen und dann würde alles wieder gut werden. Ich war der erste in der Bewegung, der darauf hinwies und sagte: Ihr müsst erst eure inneren Probleme lösen, sonst wird das nichts mit dem Frieden...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis-4-9-2019-...
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  2. #412
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    Tagesdosis 5.9.2019 - Randbewegungen im Spiegel der Zeit



    Ein Kommentar von Bernhard Loyen. Ein vermeintlicher Schock durchläuft das Land. Der Osten hat gewählt, also zwei Bundesländer davon. Eigenständig und nicht nach den medialen Vorgaben der letzten Wochen und Monate. Entsetzen macht sich breit. Warum konnte dieses Ergebnis nicht verhindert werden? Warum konnte die AFD fulminant zulegen, verlor Die Linke existentiell und warum fiel der Höhenflug der Grünen eher flach aus? Annähernd durchgehende Gewissheit bei den meisten Kommentatoren und Analysen, der Osten ist jetzt brauner, also fast schon finsterbraun. Mehrheitlicher Grund die AFD zur zweitstärksten politischen Gruppierung in Brandenburg und Sachsen zu küren, wäre der Hass auf Ausländer und ein subtiler Ärger auf die etablierten Parteien, zu finden bei einem vermeintlichen Großteil der Bevölkerung in Brandenburg und Sachsen. Die AFD sei jetzt die Protestpartei des Ostens, hätte die Linkspartei endgültig abgelöst. Nun gibt es Meinungen, Kommentare, Einschätzungen und - Zahlen. Die erstgenannten sind meist subjektiver Natur. Die Zahlen sind dagegen die verwertbare Realität, sie spiegeln die nüchternen Fakten. Ein Großteil der Gesellschaft diskutiert über das Wahl-Endergebnis der AFD. 27.5% in Sachsen (bei 66,6% Wahlbeteiligung) und 23,5% in Brandenburg (bei 61,3% Wahlbeteiligung). Mich interessieren jedoch die eigentlichen Realzahlen, nämlich jene, unter Berücksichtigung der größten Wählergruppe - den Nichtwählern. Betrachten wir nun die Ergebnisse am Beispiel von Sachsen, dem momentanen Dunkeldeutschland (1). Ausgehend von 100% kämen wir in Sachsen auf folgendes Endergebnis…weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis-5-9-2019-...
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  3. #413
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    Tagesdosis 6.9.2019 – AfD bürgerlich – oder was?



    Eine erregende Moderatorin oder: Scheinheiligkeit ohne Grenzen Ein Kommentar von Klaus Hartmann. Die eigentliche Sensation des Wahlabends am 01.09.2019 schien für manche weniger die Wahlergebnisse der Landtagswahl in Brandenburg und Sachsen, als vielmehr die Wahlberichterstattung gewesen zu sein. Für die Sensation hatte die MDR-Moderatorin Wiebke Binder gesorgt, als sie im ARD-Wahlstudio ihren Interview-Gast, den sächsische Abgeordneten Marco Wanderwitz zu einer Koalitionsaussage verleiten wollte: „Eine stabile Zweierkoalition, eine bürgerliche, wäre ja theoretisch mit der AfD möglich.“ „Eine Koalition mit der AfD wäre keine bürgerliche Koalition“, so die wanderwitzige Antwort. Wie von unsichtbarer Hand gesteuert, sprangen sofort die Empörungsautomaten an, zuerst mittels „Wirbel im Netz“ über das „Debakel“, dann bettelte der MDR um mildernde Umstände, wegen „Stress“, „Missverständnissen“, „Unschärfen“. Schließlich meinte MDR-Chefredakteur Torsten Peuker, es sei ein „Versprecher“ gewesen, „für den wir uns entschuldigen“. Die CDU mit der AfD sei „eine bürgerliche Koalition“? Gott-sei-bei-uns! Das ist ja ein Verstoß gegen die von der CDU-Zentrale verordnete Sprachregelung, dass es rechts von der Union keine bürgerliche Kraft mehr geben darf oder soll. Aber ist die Moderatorin arbeitsvertraglich auf den CDU-Sprech verpflichtet? Möglicherweise hat sie aber das ARD-„Wording“ nicht korrekt befolgt, auf das Herr Dr. Gniffke (bis August Tagesschau-Chef) bekanntermaßen größten Wert legt, und damit ggf. zugleich das Framing-Manual nicht hinreichend beachtet, für das die Anstalt ja viel Zuschauer-Geld zum Fenster rausgeschmissen hat. Welche Gründe wurden für die Aufregung geltend gemacht? Verblüffend – keine! Der Herr ist angeblich Dein Hirte (wenn Du ein Schaf bist), aber der Hirte, Christian ist Ostbeauftragter der Bundesregierung und CDU-Mitglied. Er sprach von einer „ungeschickten und total unpassenden Bemerkung“. Der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil wusste sicher: „Das geht auf gar keinen Fall“, meinte damit aber nicht das Wahlergebnis seiner Partei, sondern besagte Moderatorin. Damit hatten sie ihr Pulver verschossen, Argumente hatten sie beide nicht, Große Koalition auch hier. Solch eine Erregungs-Inszenierung – das ist der Stoff, aus dem die Träume sind. Zumindest die Träume der AfD-Wahlkämpfer. Denn einziger Nutznießer ist die AfD. Sie kann wieder die verfolgte Unschuld spielen, Sympathiepunkte sammeln, und ihre Rolle als „Funktionspartei“ bekommt sie nochmals beglaubigt: Mit der Stimme für die AfD kann man die anderen maximal ärgern. Zweck der Übung erfüllt, man könnte meinen, die AfD selbst habe die Aufregung über die Moderation von Wiebke Binder höchst selbst lanciert, von langer Hand verdeckt vorbereitet. Frei Haus wird ihnen das Beispiel geliefert, wie eng der Meinungsfreiheits-Korridor in den Staatsmedien ist und wie die geringste Überschreitung hysterisch angeprangert wird. Angeprangert –kommt vom Pranger des Mittelalters, als die Übeltäter auf dem Marktplatz öffentlich zur Schau gestellt wurden. Der moderne Medienpranger ist dem voraus, er kommt in alle Haushalte, und die zur Schau gestellten können von Glück sagen, wenn sie danach vergessen, und nicht aus der Stadt bzw. heute aus dem Sender gejagt werden, wie weiland Ken Jebsen beim RBB. Was soll also „bürgerlich“ sein?…weiterlesen hier:https://kenfm.de/tagesdosis-6-9-2019-...
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  4. #414
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    Tagesdosis 7.9.2019 - Kindesmissbrauch – Massenmedial vermarktet oder ...



    An einem einzigen Tag füllen drei herausstechende Kindesmissbrauchsfälle die massenmedialen Blätter. Die grundsätzlichen Fragen werden jedoch nicht gestellt. Ein Kommentar von Christiane Borowy. Am 5.9.2019 wurde ein Urteil im Fall von Kindesmissbrauch in Lügde gesprochen, am 3.9.2019 wurde das erste Mal berichtet, dass der Fußballprofi Christoph Metzelder kinderpornografische Bilder verbreitet haben soll und in Berlin steht seit dem 5.9.2019 ein Ex-Feuerwehrmann wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht. Seitdem wird in den Massenmedien minütlich bis täglich über Kindesmissbrauch geredet - ohne allerdings dabei etwas Wesentliches zu sagen. Lügde – Berlin - Metzelder…weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis-7-9-2019-...
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  5. #415
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    AW: Tagesdosis 7.9.2019 - Kindesmissbrauch – Massenmedial vermarktet oder ...

    Zitat Zitat von AreWe? Beitrag anzeigen
    Liebe Grüße
    Hallo @AreWe?, ....da hagelt es Beschwerden das https://recherchenetzwerksatanismus.wordpress.com/

    nicht erwähnt wird!

    LG

  6. #416
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    Tagesdosis 9.9.2019 - US-Kriegsvorbereitungen: Es geht nicht darum, den Iran zu besiegen



    Ein Kommentar von Ernst Wolff. Auf dem G7-Gipfel in der vorletzten Woche gab US-Präsident Trump eine Pressekonferenz, bei der er verkündete, er habe ein gutes Gefühl bezüglich eines neuen Atomabkommens mit dem Iran. Das Land habe sich entscheidend verändert und stehe vor einer großen Zukunft. Viele Zuhörer trauten ihren Ohren nicht, denn zu ihnen sprach derselbe Mann, der das bestehende Atomabkommen mit dem Iran im Mai 2018 einseitig gekündigt, die bisher schärfsten Sanktionen gegen das Land erlassen und ihm erst vor Monaten die „Vernichtung“ angedroht hatte. Trotz dieses eklatanten Widerspruchs zwischen den Worten und Taten des US-Präsidenten hieß es in den Mainstream-Medien anschließend, Trump habe offenbar eingesehen, dass ein Krieg gegen den Iran nicht zu gewinnen sei und suche deshalb nach einer diplomatischen Lösung. Diese Einschätzung der Lage aber steht in krassem Gegensatz zu den seit Monaten andauernden Kriegsvorbereitungen der USA. Darüber hinaus übersieht sie eine der wichtigsten Lehren der Geschichte – dass es nämlich bis heute kein Land gegeben hat, dass vor der Entfesselung eines Krieges nicht seine Bereitschaft zum Frieden erklärt hätte. Schließlich verkennt sie auch die Tatsache, dass es den USA überhaupt nicht auf einen Sieg ankommt, da sich die Ziele und Absichten ihrer Kriegspolitik in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend geändert haben. Bis zum Ende der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts sahen die USA ihre wichtigste Aufgabe in der „Eindämmung“ des Einflussbereiches der Sowjetunion, also der Verhinderung der Ausdehnung von Planwirtschaften. Mit dem Ende der Sowjetunion und dem Fall des Ostblocks aber entfiel dieser Grund. Da sich damals bereits abzeichnete, dass zwei der drei Säulen der US-Vorherrschaft, nämlich die wirtschaftliche und finanzielle Übermacht gegenüber dem Rest der Welt, sich nicht auf Dauer aufrecht erhalten lassen, blieb Washington nichts anderes übrig als verstärkt auf die dritte Säule – das Militär – zu setzen. Weil man aber dem eigenen wirtschaftlichen und finanziellen Verfall kein positives Konzept entgegenzusetzen hatte, dienten sämtliche Kriegseinsätze seit den Neunziger Jahren vor allem der Destabilisierung des Rests der Welt, der Förderung der US-Rüstungsindustrie zur Ankurbelung der Finanzmärkte und der Ablenkung der eigenen Bevölkerung vom Zerfall der US-Infrastruktur und der zunehmenden sozialen Ungleichheit im Land. Keines dieser Ziele würde durch die siegreiche Beendigung eines Kriegseinsatzes erreicht. Im Gegenteil: Ein solches Ende wäre sogar kontraproduktiv. Die Kriege in Afghanistan, im Irak und in Libyen haben dafür bereits eindrucksvolle Beispiele geliefert: In allen drei Fällen haben die USA keinen Sieg davongetragen, sondern vollkommen zerstörte Länder mit verwüsteter Infrastruktur, am Boden liegender Wirtschaft und einer schwer traumatisierten Bevölkerung hinterlassen. Dass die USA jetzt den Iran ins Visier nehmen, liegt vor allem daran, dass er beim Bau der Neuen Seidenstraße, also der Verschmelzung der Wirtschaftsräume der größten US-Konkurrenten Asien und Europa, eine Schlüsselrolle spielt und deshalb aus US-Sicht destabilisiert werden muss. Eine weitere Triebkraft hinter dem immer wahrscheinlicheren Krieg gegen den Iran ist die gegenwärtig einsetzende Rezession...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis-9-9-2019-...
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  7. #417
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    Tagesdosis 10.9.2019 - Der Öko-Konsens



    Ein Kommentar von Florian Kirner. Seit gut einem Jahr tobt eine eskalierende Debatte um die Frage des Klimawandels, der Umweltzerstörung und ihrer Ursachen. Man ist versucht, von einem „Glaubenskrieg“ zu sprechen. Aber genau darin liegt schon ein Problem. Der inflationäre Einsatz von religiösen Vokabeln, vor allem auf Seiten der Skeptiker einer menschengemachten Klimakatastrophe schwer in Mode - „Klimakirche“, "CO2-Papst", "Klima-Religion" - ist nicht sehr gut geeignet, eine sachliche Debatte zu ermöglichen, die den Namen verdient. Auch diejenigen, die von einem entscheidenden Beitrag der Menschheit und einen daraus resultierenden Klimakollaps überzeugt sind, befinden sich allerdings in einem hochemotionalisierten Zustand. Sie rechtfertigen das mit der objektiven Dringlichkeit, umgehend und radikal umzusteuern, wenn wir die Ökokatastrophe noch irgendwie abbiegen oder wenigstens einbremsen wollen. Der Konflikt hat längst auch KenFM erreicht. Vor allem hier, im Format Tagesdosis, prallen die Meinungen aufeinander. Bevor ich nun versuchen werde, einige Leitplanken einzuziehen, auf die wir uns vielleicht alle miteinander einigen können, will ich zunächst meine eigene Position deutlich machen. Ich bin das, was Rainer Rupp vermutlich einen „Klimahysteriker“ nennen würde. Meine eigene Beobachtung der Natur, des Wetters und des Klimas, mein Blick auf die Geschichte des Wirkens der menschlichen Zivilisation, sowie die Ergebnisse meiner Recherchen sind eindeutig: der Mensch ist dabei, das Ökosystem des Planeten nicht nur irreparabl zu beschädigen - das tun wir schon sehr lange. Sondern wir sind dabei, das Gleichgewicht des Klimas zu zerstören und sehen in den immer extremeren Wetterereignissen der letzten Jahre lediglich die Vorboten einer kommenden Katastrophe. Für mich, um auch diese Kuh vom schmelzenden Eis zu holen, ist auch evident, dass klimaschädliche Gase, vor allem CO2 und Methan, bei diesem Prozess eine zentrale, verheerende Rolle spielen. So. Und nun zu meinem Konsensvorschlag! Ich denke, wir sind uns quer durch alle Lager, die sich hier gebildet haben, über Folgendes einig: Die menschliche Zivilisation hat das Gesicht dieses Planeten entscheidend verändert. Durch eine seit der Bronzezeit ununterbrochene Entwaldung des Planeten. Durch Flächenversiegelung, Luftverschmutzung, die Begradigung von Flüssen, durch den flächendeckenden Einsatz von Pestiziden, durch gigantische Erdarbeiten, durch Staudämme, Kohlegruben, gigantische Metropolen, Industrieabwässer, Plastikwahnsinn, den Abbau von Koltan oder Lithium, die Förderung von Öl, gentechnische Eingriffe in Saatgut, die Ausrottung zahlreicher Arten und so weiter und so fort - haben wir als Spezies kaum einen Stein auf dem anderen gelassen. Wirklich niemand, der seine fünf Sinne beieinander hat, wird diese Tatsachen bestreiten wollen. Wer allerdings der Meinung ist, es gehe der Natur glänzend und die Rolle unserer Spezies mit ihren 7,6 Milliarden Prachtexemplaren, sei ökolgisch ganz unbedenklich, der sollte aus dem Kreis der ernstzunehmenden Diskussionspartner in der Tat verabschiedet werden. Wenn ich es aber richtig verstehe, sagen ja auch die Skeptiker eines menschlichen Beitrags zur Klimaveränderung, dass man Klimaschutz und Umweltschutz trennen müsse und letzteres natürlich schon sinnvoll sei. Schön. Da sind wir dann doch schon in einer ganze Reihe entscheidender Fragen zusammen. Das sofortige Verbot von Glyphosat etwa dürfte demnach Konsens sein oder dass wir den Plastikwahnsinn beenden und eine Verkehrswende organisieren müssen...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis-10-9-2019...
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  8. #418
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    Die EZB verzweifelt: Wann kommt das Helikoptergeld?

    Achtung ! Wichtige Info.....



    Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende


  9. #419
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    Ausrufezeichen Tagesdosis 24.10.2019 – Sind sogenannte CO2-Klimaskeptiker therapierbar?

    Diplom-Psychologe = Experte, Fachkraft, usw., also jemand, der das Alleinstellungsmerkmal hat, nur ihm vertrauen zu können!

    Auf deutsch: ein Depp!

    Gegenfrage: Ist Herr Chmielewski therapierbar???

    Es wird und wurde nun in jüngster Zeit fortlaufend mal mehr, mal weniger hart zum Thema Klima in all seinen Facetten debattiert. Die forcierte Diskussion dynamisierte sich in Deutschland mit dem plötzlichen Auftauchen von Greta Thunberg und der rasanten Entwicklung der Fridays For Future Bewegung. Diverse Animositäten, unterschiedliche Meinungsbilder wurden, auch über das KenFM Portal, öffentlich ausgetragen. Die jeweiligen Kontrahenten nutzen die vermeintlich besseren wahrhaftigeren Quellen, um sie dem vermeintlich variabel naiveren, dummen, fahrlässigen Argumentationsgegner mal mehr, mal weniger höflich entgegen zu schleudern. Die dazugehörigen Foren glühten, mal mehr, mal weniger freundlich. Selten ausgewogen in der nüchternen Betrachtung, der Diskussion. Kurz zusammengefasst gibt es mittlerweile drei festgefahrene Fraktionen – Menschen die absolut wissen, dass der Klimawandel menschengemacht ist. Menschen, die die Rolle des Menschen hinsichtlich existierender Klimaveränderungen etwas entspannter sehen und natürlich die schlicht Irritierten, bzw. Desinteressierten hinsichtlich der so emotional geführten Diskussion. Die erstgenannte Fraktion argumentiert nun gerne überspitzt, diejenigen, die den menschengemachten Klimawandel nicht erkennen wollten, seien doch schlicht krank, bzw. so blind könne der individuelle Mensch doch nicht sein. Der Volksmund spricht – doof bleibt doof, da helfen auch keine Wahrheitspillen. Also müssen Ärzte an die Ungläubigen ran. Sie schütteln den Kopf? Was möchte der Autor ihnen mitteilen? Nun, eher unbeachtet, sehr vielen Menschen schlicht nicht bekannt, macht sich die Gilde der Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten so ihre Gedanken. Wie umgehen mit den Menschen, die einfach nicht verstehen wollen, vielleicht können? Jenen Menschen, die keinerlei Verständnis für Fridays For Future, Rezo, XY for Future, Greta, Herrn Lesch, den Extinction Rebellion Enthusiasten und weiteren Aufklärern besitzen oder entwickeln. Die den Ernst der Lage vermeintlich negieren oder sogar im Extremfall schlicht leugnen. Die Mitgliederzeitschrift dieser Standesorganisation „Psychotherapeutenjournal“ veröffentlichte in der Ausgabe 3/2019 einen Artikel mit der beeindruckenden Überschrift: „Verleumdung der Apokalypse – der Umgang mit der Klimakrise aus der Perspektive der Existenziellen Psychotherapie“ (1). Sie schütteln schon wieder den Kopf? Es kommt noch besser. Auf insgesamt siebeneinhalb Seiten darf der Diplom-Psychologe Fabian Chmielewski (ein Mitglied der psychologists4future) seinen Fachkollegen seine Gedankenwelt, seine Analyse der Problematik darlegen. Das Editorial weißt den pot. Fachleser zumindest hin, es handele sich um einen „streitbaren Text gewiss“, der aber „gerade in seiner Zuspitzung und Parteinahme ein geeigneter Anstoß für die nötige Debatte um die gesellschaftspolitische Verantwortung unserer Berufsgruppe (…)“ anscheinend nötig sei.
    Da diese Publikation nur den Pflichtabonnenten genannter Sparte bekannt ist, durfte Herr Chmielewski Ende September in der Frankfurter Rundschau, Rubrik Psychologie, seine Sicht dieser bedenklichen Symptomatik bei Teilen der Gesellschaft, den dortigen Lesern darlegen. Zitat: Wir brauchen alle eine Therapie. Warum der Mensch die globale Bedrohung lieber ignoriert, aber das Raubtier vor der Nase fürchtet.Für psychologieunkundige erläutert also der Fachmann in diesem Artikel die Sachlage, Zitat: Wie passt das dazu, dass so viele Menschen seit über drei Jahrzehnten vor den bedrohlichen Auswirkungen eines menschengemachten Klimawandels die Augen verschließen? Die Erklärung ist einfach: Unser Gehirn und eine so ungewöhnliche Bedrohung wie die Klimakrise sind schlichtweg nicht kompatibel. Denn unser Bedrohungssystem ist auf konkrete, sichtbare Gefahren geeicht – auf das vor uns auftauchende Raubtier statt auf sich langsam entwickelnde Katastrophenszenarien, die sich zunächst vor allem über Statistiken ausdrücken. Es reagiert daher eher impulsiv auf kurzfristige Gefährdungen, als sich rational mit zukünftigen Problemen zu beschäftigen. Gibt es Hoffnung? Natürlich, Zitat: Ja. Die langsameren, aber komplexeren Anteile unseres Gehirns können die schnelleren, archaischen kontrollieren. Nichts anderes passiert, wenn wir uns ausgewogen über bestimmte Themen informieren, uns beraten lassen oder in einer Psychotherapie befinden. Und was unseren Umgang mit der Klimakrise angeht, brauchen wir (fast) alle eine Sitzung (2). Siehe da. Zur Thematik der ausgewogenen Information wird bedauerlicherweise im Artikel nicht eingegangen. Wenden wir uns daher dem Beitrag von Herrn Chmielewski in dem Fachmagazin zu. Zuerst die Erläuterung der Problematik, diesmal auf akademischer Augenhöhe mit seinen Branchenkollegen, Zitat aus dem Artikel: Die Verleugnung der Apokalypse – der Umgang mit der Klimakrise aus der Perspektive der Existenziellen Psychotherapie: Psychotherapeuten scheuen sich naturgemäß und zurecht davor, Menschen eine bestimmte Sichtweise aufzudrängen. Sie versuchen, ihre eigenen Werte aus der Therapie möglichst herauszuhalten, um Patienten selbstbestimmte Entscheidungen zu ermöglichen. Ausnahmen sind allerdings dann zu machen, wenn es um akute Eigen- oder Fremdgefährdung geht. Wir stellen in diesen Fällen den Wert der physischen Unversehrtheit von Menschen über den Wert der therapeutischen Abstinenz. Was haben diese Zeilen nun mit der jüngsten Klimadiskussion zu tun? Die Erläuterung, Zitat: Haben wir es bei der Klimakrise nicht ebenfalls mit einer – wenn man so will – Eigen- und Fremdgefährdung zu tun, diesmal sogar von globaler Tragweite? Wenn also offenkundig ein gesamtgesellschaftliches Gesundheitsproblem besteht – sind wir dann nicht verpflichtet, mit unserem psychologischen Rüstzeug im Kampf gegen dieses zu helfen? Sollten wir hier nicht versuchen, dem therapeutisch zu begegnen – und nicht mit „gleichschwebender Aufmerksamkeit“ lediglich bei einer bloßen Diagnose stehen zu bleiben? Etwas später wird den Kollegen noch intensiver der Ernst der Lage, also die Öffnung der Argumentation zukünftiger Patientenscharen und winkenden Honoraren professionell vermittelt, Zitat: Die Klimakrise lässt sich selbstverständlich nicht (nur) auf individueller Ebene erklären, geschweige denn: lösen. Wir müssen als Psychotherapeuten hier unsere gewohnte „default“Einstellung, die das Wohl des Einzelnen, der vor uns sitzt, im Blick hat, auch einmal verlassen und eine „kosmische Perspektive“ einnehmen. Kosmisch wirken erstmal für nüchtern Betrachtende die potentiellen Krankenscheine, also das klingeln auf den Praxiskonten. Das Jahr 2018 listet für Deutschland 26.693 psychologische Psychotherapeutengruppen auf (3). Vorsichtig formuliert, da könnte sich ein beeindruckendes Marktsegment entwickeln. Bezogen auf Klimaveränderungen auch noch in den nächsten 20, 200, 2000 Jahren, ein lukratives blühendes Geschäftsmodell. Wie tastet sich der besorgte Psychotherapeut nun an seine kranken Mitbürger heran. Freiwillig werden sie nicht kommen. Zuerst müssen sie erkannt werden, Zitat: Da wir es bei der Auseinandersetzung mit dem menschengemachten Klimawandel mit einer (noch) änderbaren Situation zu tun haben, ist hier ein aktivistisches Vorgehen in Richtung dieses Ziels funktional. Wir können unser Überleben (und das unserer Urenkel) noch sichern durch zeitnahes kämpferisches Wirken im Sinne des Fight-Systems. Die Gruppe der demonstrierenden Jugendlichen wäre vor diesem Hintergrund als existenziell gesund zu bezeichnen. Schematherapeutisch gesprochen sind also aktuell die Menschen, die im „Gesunder Erwachsener“-Modus (…) sind, eben nicht die Erwachsenen – sondern die Jugendlichen. Jetzt heißt es also „die Alten“ zu überzeugen, dass sie krank sind. Das sie Hilfe benötigen, Zitat: Letztlich müssen wir bei Menschen im Vermeidungs-Modus ein Schuldempfinden (im Sinne existenzieller Verantwortung) aufbauen – auch dafür, nichts über den Klimawandel und seine Verursachung zu wissen…Diese Schuld kann zu einer Veränderungsmotivation führen. Scham hingegen verleitet eher dazu, dass wir uns mit uns selbst beschäftigen, weniger empathisch für andere werden…Es hilft also mehr, die Verantwortung zu betonen und Verhalten zu kritisieren, als Menschen dazu zu bringen, sich für ihre Versäumnisse zu verurteilen und sich dafür zu schämen, was sie angerichtet haben. Harrison und Mallett (2013) erklären die Beziehung zwischen „eco-guilt“, Todesbewusstheit, umweltbezogenen Werten und Verhalten von Personen. Sie beschreiben, dass Todesbewusstheit Menschen in Einklang mit sozialen Werten handeln lässt und sie sich schuldig fühlen lässt, wenn sie sich als diskrepant zu diesen erleben. Der komplette Link zum Artikel ist im Originalbeitrag auf der Homepage von KenFM hinterlegt. Ich überlasse es ihrer Lebenserfahrung, ihrer Biografie diese Parallelgedankenwelt zu deuten und entsprechend zuzuordnen. Für mich stellt sich die Frage, wo soll diese Spaltungsdiskussion noch hinführen, wenn auf dieser Ebene eher unerkannt schon aktiv agiert wird? Sie negieren die Spaltungstendenzen, dann möchte ich ihnen noch diesen Absatz zitieren. Zuhören und sich vor Augen führen, welche Organisationen, Gruppierungen, Machthebel hier wirken, Zitat: Bei den vermeidenden Menschen müsste man zugleich durch emotionsaktivierende Kampagnen die Vermeidung erschweren. Hier könnte ein „Mehr Panik“ also tatsächlich sinnvoll sein und aufrütteln. Um einen ausschließlich intellektualisierenden Umgang zu verhindern, ist es wichtig, persönliche Einzelschicksale und an Emotionen appellierende Methoden zu wählen…Es besteht ansonsten die Gefahr, dass Menschen, die die Strategie des Vermeidens aufgeben, von Angst überflutet werden und vom Vermeiden zum Erdulden wechseln. Nur indem große Furcht plus hohe Wirksamkeitserwartungen gleichermaßen vermittelt werden, werden Menschen handlungsfähig…Ein zweites Annäherungsziel kann die in Aussicht gestellte Zugehörigkeit sein. Wer arbeitet hier Hand in Hand? Mehr Panik, am Beispiel Greta? Emotionsaktivierende Kampagnen, am Beispiel Greta, Rezo und FFF? Gruppenzugehörigkeit, am Beispiel Fridays For Future und der Soft-Vereinigung Extinction Rebellion? Woran denken sie bei diesen Begriffen? Der Artikel von Diplom-Psychologe Fabian Chmielewski, einem Mitglied der psychologists4future, findet sich aktuell. Warum? Sind subtile Ängste der Bevölkerung in den letzten dreißig Jahren ähnlich fürsorglich beobachtet worden? Angst vor Atomwaffen. US-Kriege, die jederzeit sich zum Weltkrieg ausweiten können. Flüchtlingswellen. Regionale wirtschaftliche Zusammenbrüche. Parallelgesellschaften. Menschenverachtende Bundespolitik. Werden diese Ängste genauso wahr und ernst genommen? Das Resümee, die Zielrichtung im Artikel zumindest widersprüchlich, Zitat: Was können wir also konkret tun? Hier einige, sicherlich nicht erschöpfende Vorschläge: Die Bundespsychotherapeutenkammer sollte ein Statement veröffentlichen, aus dem klar wird, dass sich die weit überwiegende Mehrheit der Psychotherapeuten dem wissenschaftlichen Konsens in Bezug auf den menschengemachten Klimawandel anschließt und damit auch den Vorschlägen der Klimaforscher. Anders formuliert, auch hier ist offensichtlich innerhalb der Berufsgilde eine konträre Meinung unerwünscht. Zitat: Wir sollten als Psychotherapeuten mit anderen Berufsgruppen, die sich aktuell für den Klimaschutz engagieren, zusammenarbeiten…Unsere spezifische Expertise als Beziehungs- und Kommunikationsexperten könnte hier hilfreich sein. Nun der Widerspruch, Zitat: Ein thematisch „aufsuchendes“ Verhalten im Sinne einer Missionierung von Patienten ist natürlich im Sinne des Abstinenzgebots zu unterlassen. Den Patienten nicht politisch zu manipulieren, heißt aber nicht, dass wir keine eigene Haltung zu diesem Thema haben dürfen oder sollten. Wird so therapeutische Neutralität kommuniziert, bzw. aufgehoben? Zwei Gedanken früherer Zeiten: Bereits 1951 schrieb ein Lord Bertrand Russell in seiner Schrift The Impact of Science on Society (dt.: Wissenschaft wandelt das Leben): „Politisch wird wahrscheinlich die Massenpsychologie zur wichtigsten Disziplin werden… Das Aufkommen der modernen Propagandamethoden hat ihre Bedeutung wesentlich gesteigert… Es steht zu hoffen, daß eines Tages jeder jeden zu allem überreden kann, wenn er seinen Patienten nur jung genug in die Hand bekommt und vom Staat mit Geld und dem erforderlichen Apparat versehen wird.“ Dem kann man nur den deutsche Aphoristiker Werner Mitsch entgegen stellen, Zitat: Die Weltverbesserer. Sie reißen alte Zäune ein, um Platz für neue Mauern zu schaffen. Noch einmal, dieses Land, unsere Gesellschaft sollte die mentale und mitmenschliche Souveränität besitzen, konträre Meinungen bei gewissen Themengebieten zu ertragen, auch entsprechend zu moderieren. Es sollte immer noch gelten – nicht über jedes Stöckchen springen, das einem hingehalten wird. Es sollte zudem doch bitte jedem mündigen Bürger schlussendlich überlassen bleiben, wie er gedenkt sich zu dieser Thematik zu äußern, sich zu positionieren. Es sollte sich weiterhin in diesem Land keinerlei Stigmatisierung entwickeln, hinsichtlich eines vermeintlich therapiebedürftigen „Klimaketzertums“. Dienen überspitzt die Besetzungen prominenter Plätze und Kreuzungen durch Extinction Rebellion als Testphase für zukünftige öffentliche Vorführungen bis Geißelungen von Unbelehrbaren? Schwachsinn, Utopie? Surreal befinde ich solche Artikel, wie „Verleumdung der Apokalypse – der Umgang mit der Klimakrise aus der Perspektive der Existenziellen Psychotherapie“. Mehr als bedenklich, als sehr unangenehmes persönliches Gefühl, befinde ich Zeiten, in denen freies Denken in den Tatbestand der Therapierbarkeit zu kippen droht. Noch einmal Werner Mitsch: Gibt es einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis? Es gibt ihn. In der Tat.

    Quelle: https://kenfm.de/tagesdosis-24-10-20...-therapierbar/
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

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