Will Draghi die deutschen Banken zerstören?

Sonntag, 6. Oktober 2019 , von Freeman um 12:05

Am 26. August habe ich in meinem Artikel "Nach der Rezession kommt die Grosse Depression" darauf hingewiesen, die Minuszinsen der EZB bedeuten, "die Banken verlieren ihre Ertragskraft, können die risikoreichen Kredite und Geschäfte nicht mehr aufrecht erhalten, stehen dann vor der Pleite".

Eine Verbrechervisage?

Am 4. September hat der Chef der Deutschen Bank die EZB gewarnt, noch eine Zinssenkung könnte mehr schaden als nützen. "Es wird ernste Nebenwirkungen haben", sagte Christian Sewing anlässlich einer Bankenkonferenz in Frankfurt.

Den grössten Schaden erleiden dabei die Sparer in Europa, denn laut Sewing verlieren sie 160 Milliarden Euro pro Jahr wegen den Minuszinsen. Dieses Geld fehlt für Anschaffungen und für das Alter.

Ich verstehe deshalb überhaupt nicht, warum die Bankkunden sich das gefallen lassen und es zu keinem Aufstand deswegen kommt?

Wie dumm sind eigentlich die Leute, die ihr Geld auf einem Bankkonto haben? Es wird doch dort immer weniger und man wird bestohlen!!!

Auch Oswald Grübel, der von 2004 bis 2007 CEO der Credit Suisse und von 2009 bis 2011 Top-Manager der UBS Group AG war, hat die Politik der EZB in einem Interview mit der Schweizer Zeitung NZZ am Sonntag kritisiert.

"Negative Zinssätze sind verrückt. Das bedeutet, dass Geld nichts mehr wert ist", rief Gruebel aus.

"Solange wir negative Zinssätze haben, wird die Finanzindustrie weiter schrumpfen."

Nur schrumpfen? Das ist doch viel zu milde ausgedrückt. Richtig ist, ZERSTÖRT werden und damit das ganze Geld der Kunden verschwinden.

Aber Draghi macht unbeirrt weiter auf dem Zerstörungstrip und keiner hält ihn auf.

Am 12. September hat Draghi als "Abschiedsgeschenk" vor seinem Ausscheiden am Jahresende die Zinsen noch mehr gesenkt. Für Guthaben bei der EZB von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent. Der Leitzins verbleibt auf null Prozent.

Zudem hat Draghi verkündet, wieder mehr Wertpapiere zu kaufen, also Geld ins System zu pumpen: Ab November sollen netto wieder Papiere im Volumen von 20 Milliarden Euro erworben werden – monatlich!!!

Damit werde zum Beispiel die ständig steigenden Schulden der "Südländer" gekauft.

Wie kommt es, dass Draghi den Schaden, den negative Zinssätze den deutschen Banken zufügen, nicht sehen kann? Oder sieht er es und es ist im scheissegal?

Denkt er, "nach mir die Sintflut und die Nachfolgerin Legarde soll damit fertig werden?"

Schauen wir uns den Target2 an mit Stand August 2019:


Die Schuldenmacher in der Eurozone, hauptsächlich Spanien und Italien, schulden Deutschland sagenhafte 897,9 Milliarden Euro!!!

Der Grund dafür, das völlige Ungleichgewicht der Wirtschaftsleistungen zwischen den Süd- und Nordländern.

Die Politiker wie Merkel und die anderen Euroturbos wollen die Eurozone zusammenhalten, KOSTE ES WAS ES WOLLE.

Das heisst, Deutschland gibt den schwachen EU-Ländern Geld, damit diese deutsche Produkte kaufen können. Wenn nicht bricht der Export zusammen.

Die Wirtschaft der schwachen Länder wiederum kann wegen dem für sie teuren Euro nicht mehr so exportieren wie damals als sie noch eigene Währungen hatten und entwerten konnten.

Es handelt sich dabei um ein FEHLKONSTRUKT der Gemeinschaftswährung von Anfang an, wenn so ein Ungleichgewicht herrscht, das keinen wirtschaftlichen und finanziellen Sinn macht.

NIEMALS werden Italien und Spanien diese Schulden zurückzahlen können ... NIE UND NIMMER!!!

Deutschland subventioniert den Export seiner Waren und Dienstleistungen, sonst läuft der Laden nicht. Das soll eine Marktwirtschaft sein?

Dieser politische Zwang, den Euro am Leben zu erhalten, hat Draghi in seiner Rede vom 26. Juli 2012 zum Ausdruck gebracht, wobei er sagte:

"Die EZB ist bereit, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um den Euro zu erhalten. Und glaubt mir, es wird genug sein."

Es sind 7 Jahre seit diesem "Versprechen" vergangen und der Euro liegt immer noch auf der Intensivstation und muss künstlich am Leben erhalten werden, ja sogar noch mehr denn je.

Die Verschuldung der Länder der EURO-Zone steigt stetig an und nichts hat sich verbessert. Wie lange will man mit dieser falschen Politik noch weiterfahren?

Soll ich euch sagen, was ich meine passieren wird und Draghis Politik erklärt?

Er ist ja Italiener und das heisst, er will die deutschen Banken zerstören, damit dann die deutschen Sparer und Steuerzahler im Endeffekt einen "Bail out" für Italien tragen und vornehmen müssen.

Aber das grosse Ziel ist eine fiskalische und politische Union, die völlige Aufgabe der Souveränität der Länder über die Finanzhoheit. Das hat Draghi zu verstehen gegeben.

Nur, die Stimmung wandelt sich von Tag zu Tag in der EU, die Anti-EU-Bewegungen nehmen in jedem Mitgliedstaat zu. Gelbe Westen, niederländische Proteste, Brexit, selbst in Deutschland braut sich etwas zusammen.

Eigentlich müsste Deutschland als erster aus dem Euro aussteigen, wenn es die ganze Last tragen muss. Aber eben, die Politik will das auf keinem Fall haben und macht weiter bis zum bitteren Ende.

Entweder setzen die Bankster diesen destruktiven Weg des Nullwachstums oder des negativen Wachstums fort, mit noch mehr negativen Zinsen, und die EU geht nicht nur in eine Rezession sondern in eine Depression ... oder ... die Wähler begehren endlich auf und fordern eine radikale Veränderung.

Ach die Wähler ... eine Lachnummer ... auf die zu hoffen ist sinnlos, die sind doch feige und trauen sich nichts, wählen immer wieder dieselben Ausbeuter und Sklaventreiber, die ihnen mit leeren Versprechungen Honig ums Maul schmieren.

Ich sehe deshalb eher eine massive Finanzkrise wird stattfinden, nachdem die deutschen, italienischen Bank etc. zusammenbrechen und das marode Euro-Kartenhaus einstürzt.

Lest meine Empfehlungen was man tun kann im oben verlinkten Artikel und bereitet euch vor. Etwas Zeit bleibt noch übrig aber sie läuft schnell davon.

Was passieren kann zeigt die neueste Bankenkrise in Indien, wo die Punjab Maharashtra Co-operative Bank (PMC) dabei erwischt wurde wie sie die Bilanz fälschte und jahrelang die faulen Kredite versteckt hat.

Das müssen die europäischen Banken übrigens auch ständig tun, die mit Zombie-Schuldner und schiefliegenden Derivaten vollgestopft sind.

Beispiel Deutsche Bank, nur sie verschiebt die faulen Kredite im Wert von 74 Milliarden Euro und die schief gelaufenen Spekulationsgeschäfte für 288 Milliarden Euro in eine "Bad Bank", damit ihre Bilanz besser aussieht.

Banken dürfen diesen Beschiss durchführen, andere Branchen nicht.

Die Zentralbank Indiens (RBI) hat die PMC vergangene Woche übernommen und den 900'000 Kunden mit Guthaben gesagt, sie können kein Geld mehr für die nächsten sechs Monate abheben.

Jetzt stehen die Kunden vor der geschlossen Bank und sind verzweifelt und in Panik, denn sie sagen, sie haben ihr ganzes Geld wegen der PMC-Krise verloren:





Was lehrt uns dieser neueste Fall, auch wenn er in Indien stattfindet? Traut keiner Bank und zieht euer Geld ab.

Bei Minuszinsen bringt es eh nichts sein Geld dort zu haben, sondern es ist besser in Cash Zuhause aufzubewahren.

Bei einer Krise ist sowie nur wer Bargeld hat der König. Das haben wir in Zypern 2013 gesehen, als Kunden vor geschlossenen Banken standen, Karten nicht mehr funktionierten und die Automaten kein Geld ausspuckten.

LG