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Thema: Schlafende Vulkane erwachen

  1. #1
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Schlafende Vulkane erwachen

    Aufgrund der Lage, möchte ich hier alle Daten sammeln die mit erwachenden Tiefschläfer
    zu tun haben.

    Mayotte

    - Letzte Aktivität vor ca. 5000 Jahren
    Auf der Vulkaninsel leben ca. 250'000 Meinschen.

    Kadovar
    - Erste Aktivitäten Januar 2018

    Vielleicht wurde Kadovar mal im 17. Jahrhundert
    mit einem Ausbruch erwähnt, dies ist aber nicht gesichert.

    Sonst ist nichts über einen letzten Ausbruch bekannt...


    Geändert von Angeni (14.06.2018 um 12:56 Uhr)
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  2. #2
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Schlafende Vulkane erwachen

    Öræfajökull
    – Vulkan auf Island

    Letzter Ausbruch 1362 und 1727

    Im Jahr 2017 begann unter dem Öræfajökull eine weitere dieser Episoden. Die Vulkanologen
    installierten weitere Messinstrumente um ein exakteres Bild der Vorgänge im Untergrund zu erhalten.
    Mitte November wurde auf Satellitenaufnahmen eine 1 km Durchmessende Absenkung im Eis des
    Gletschers beobachtet. In der Woche zuvor stieg die Leitfähigkeit der entwässernden Flüsse und es
    roch nach Schwefeldioxid. Scheinbar heizt der gefährlichste Vulkan Islands auf.
    https://www.volcanodiscovery.com/ice...fajoekull.html
    http://www.vulkane.net/vulkane/oraef...efajokull.html


    Mount Io

    - Im Süden von Japan
    Seit 250 Jahren ruhig. Der war immer so ruhig,
    dass die nicht mal Live Cams dort aufgestellt wurden...

    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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    - Angeni

  3. #3
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Schlafende Vulkane erwachen

    Relativ harmlos, aber gerne möchte ich diesen Ausbruch hier vernetzen.
    Es werden weitere folgen.

    Vulkan auf Galapagosinseln wieder aktiv
    (13 Jahre ruhe)
    Der Vulkan Sierra Negra auf der Galapagosinsel Isabela spuckt wieder Lava, Asche und Rauch.
    Erst vor kurzem war auf der Nachbarinsel Fernandina der Vulkan La Cumbre ausgebrochen

    Info Sierra Negra
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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    - Angeni

  4. #4
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Schlafende Vulkane erwachen

    Alle schreiben und sprechen aktuell vom Ätna. Der ist mehr oder weniger berechenbar.
    Wesentlich mehr Sorgen bereitet mir Campi Flegrei, dem Supervulkan in Neapel!

    Die ETH Zürich schrieb:

    Supervulkan bei Neapel (I) könnte sich auf Ausbruch vorbereiten

    Forschenden der ETH Zürich gemeinsam mit britischen und italienischen Kollegen zeigten, das der Vulkan
    Campi Flegrei sich auf einen Ausbruch vorbereiten könnte.
    Ein Dampfender Krater des Campi Flegrei nahe Neapel (I). - Keystone
    Das Wichtigste in Kürze


    • Mehr als 1,5 Millionen Menschen leben auf oder in unmittelbarer Nähe des Campi Flegrei.
    • Der Supervulkan nahe Neapel (I) würde falls überhaupt nicht unmittelbar ausbrechen.



    Der Supervulkan Campi Flegrei bei Neapel (I) könnte dabei sein, sich auf einen neuen Ausbruch vorzubereiten. Das berichtet ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der ETH Zürich.
    Mehr als 1,5 Millionen Menschen leben auf oder in unmittelbarer Nähe eines Supervulkans in Italien, den Campi Flegrei (Phlegräischen Feldern). Eine Studie von Forschenden der ETH Zürich gemeinsam mit britischen und italienischen Kollegen zeigt, dass sich das vulkanische Gebiet bei Neapel auf einen nächsten Ausbruch vorbereiten könnte – der allerdings nicht unmittelbar bevorstehen muss. Davon berichten sie im Fachblatt «Science Advances».
    Zwei massive Ausbrüche und mehrere kleine Eruptionen während der letzten 60'000 Jahre sind Zeugen, dass das Gebiet vulkanisch sehr aktiv ist. Bei der letzten Eruption im Jahr 1538 entstand ein neuer Berg, der Monte Nuovo.

    Magma wie vor grossen Eruptionen
    Anhand von Gesteinsuntersuchungen und Modellrechnungen haben die Forschenden um Francesca Forni von der ETH Zürich untersucht, wie sich das Magma der Phlegräischen Felder langfristig entwickelt. Wie sie im Fachartikel schreiben, ähneln die Eigenschaften des Magmas, das beim Ausbruch 1538 zutage trat, denjenigen in der Zeit vor und zu Beginn der zwei massiven Eruptionen vor rund 39'000 und vor 15'000 Jahren.
    Bei diesen Supereruptionen entleerten sich oberflächennahe Magmakammern so stark, dass sie einstürzten und kesselartige Vertiefungen (Caldera) hinterliessen. Diese Caldera-bildenden Eruptionen verlaufen laut den Forschenden in jahrtausendelangen Zyklen, während derer sich die Eigenschaften des Magmas ändern, unter anderem der Wassergehalt und die Kristallbildung.
    Die Caldera-Phase, in welcher die Eruption und Kesselbildung stattfinden, wird demnach von einer Post-Caldera-Phase abgelöst, in der es zu regelmässigen kleinen Ausbrüchen kommt. Schliesslich geht diese wieder in eine Prä-Caldera-Phase, in der Eruptionen seltener sind und diese Ausbrüche eher wasserreiches, kristallarmes und weniger heisses Magma zutage förderte.

    In neuer Vorbereitungsphase
    Wie Forni und Kollegen berichten, hatte auch das Material der Monte Nuevo-Eruption ähnliche Eigenschaften. Dies könnte also darauf hinweisen, dass sich die Phlegräischen Felder in einer neuen Prä-Caldera-Phase befinden und sich Magma wieder in Oberflächen-näheren Kammern aufstaut. Dies könne möglicherweise – an einem nicht näher bestimmten Punkt in der Zukunft, zu einer neuen grossen Caldera-bildenden Eruption führen, schreiben die Forscher im Fachartikel.
    Bereits vor einigen Jahren hatte der italienische Zivilschutz die Warnstufe für den Supervulkan aufgrund der unterirdischen Magma- und oberflächlichen Bodenbewegungen.

    Quelle


    Folgendes Video von 2017 nochmals als Auffrischung:
    Erdbeben: Italiens Supervulkan vor dem Ausbruch?

    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  5. #5
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    AW: Schlafende Vulkane erwachen

    Verräterische Erdbeben
    Forscher weisen nach: Unter Eifel-Vulkan steigt Magma auf

    Seit 2013 werden in der Eifel ungewöhnliche Erdbeben gemessen.
    Wissenschaftler glauben: Sie sind Folge von aufsteigender Magma unter dem Laacher-See-Vulkan.

    Wissenschaftler fordern eine Neubewertung des Vulkanismusrisikos in der Eifel. Es gibt zwar keine Anzeichen für einen bevorstehenden Ausbruch. Experten von Erdbebendienst Südwest, Deutschem Geoforschungszentrum Potsdam, Karlsruher Institut für Technologie und Landeserdbebendienst Nordrhein-Westfalen haben aber seit 2013 eine Reihe von Anzeichen festgestellt, die auf Magmabewegungen unter dem Vulkanfeld am Laacher See in Rheinland-Pfalz hinweisen.

    Die Experten sprechen von niedrigfrequenten, schwachen Erdbeben: In Tiefen von acht bis 45 Kilometern ereigneten sich die Beben, die nicht tektonischen Ursprungs sein können, also nicht durch Verschiebungen von Erdplatten. Es sind Lebenszeichen des Vulkans, der dort vor rund 13.000 Jahren ausgebrochen ist und seine Magmakammer geleert hat. Der kreisrunde Laacher See ist dort entstanden, wo sich die Decke der leeren Magmakammer abgesenkt hat.

    Magma liefert einzige Erklärung für Bebentyp

    Und die könnte sich allmählich wieder füllen. Die gemessenen Mikroerschütterungen ließen sich nur damit erklären, dass flüssige Magma sich am umgebenen Gestein in der Erdkruste vorbeischiebt, so die im Geophysical Journal International veröffentlichte Studie. Dabei kann es zu den kleinen Erdbeben kommen.
    Solche Beben wurden in den vergangenen Jahren an zahlreichen aktiven Vulkanen, unter anderem in Russland und auf Island, aufgezeichnet. Sie gelten aber nicht als Warnzeichen bevorstehender Vulkanausbrüche, sondern als normales Phänomen magmatischer Aktivität in Vulkangebieten.

    Festgestellt wurden diese Erdbeben an vier Orten unweit des Laacher Sees in kleinen Schüben im vergangenen Jahr sowie 2017, 2015 und 2013. 2013 wurden sie erstmals gemessen, was aber auch an verbesserter Messtechnik liegen kann. "Es ist gut möglich, dass es diese Beben schon immer gab, sie aber nicht detektierbar waren", erklärte Joachim Ritter, einer der beteiligten Wissenschaftler bereits 2018 gegenüber t-online.de. Das Messnetz dort ist nach den ersten Entdeckungen 2013 deutlich ausgebaut worden.

    Magma-Nachschub aus 45 Kilometern Tiefe

    Die Orte, an denen die Mikrobeben gemessen wurde, dürften markieren, wo sich das Magma bewegt. Sie reihen sich entlang des Verlaufs der sogenannten Ochtendung-Störungszone. Das ist eine tektonische Bruchkante, ein 15 bis 20 Kilometer langer Riss in der festen, spröden Oberkruste, die zumindest bis in etwa 20 Kilometer Tiefe reicht. An der Störungszone ereigneten sich im vergangenen Jahr 18 Beben – zwei davon waren magmatischen Ursprungs.
    Unter der Ober- liegt die Unterkruste, und darunter der Erdmantel, in dem in 45 bis 50 Kilometern der Plume endet. Das ist der senkrechte Strom heißen Materials aus der Tiefe. Die Hauptkammer ist wenige Kilometer unter der Oberfläche.
    Die Beben deuten darauf hin, dass verschiedene Magmakörper zwischen dem Plume und der Hauptkammer in Bewegung sind. Mit dem Aufsteigen verringert sich auch der Druck und es kann sich Gas lösen. Auch das kann zu Beben führen.

    Nächster Ausbruch noch nicht absehbar

    Was die Forscher auch festgestellt haben: Es gab in dem Zeitraum keine Anzeichen, dass die kleinen Beben sich tendenziell nach oben verlagern. Das wäre ein Alarmzeichen für konstanten Zustrom. Ebenfalls beruhigend für die Menschen in der Region: In der Vergangenheit vergingen mehrere zehntausend Jahre, bis es wieder zu einem Ausbruch kam.

    Demnach wäre der Vulkan noch lange nicht reif für einen Ausbruch. Grundsätzlich gilt es aber nur als Frage der Zeit, wann genug Magma angereichert ist für einen neuen Ausbruch rund 24 km von Koblenz und 40 von Bonn entfernt.

    Weil ihre Ergebnisse zeigen, dass es in der Erde rumort, fordern die Wissenschaftler, dass dort genauer hingeschaut wird. Angesichts des Ausmaßes des Ausbruchs vor 13.000 Jahre empfehlen sie kontinuierliche Überwachung und stärkere interdisziplinäre Zusammenarbeit. Nötig seien weitere Messungen, um die Größe, Entwicklung und den gegenwärtigen Zustand potenzieller Magmaspeicher abzubilden und die Vulkangefahr weiter zu bewerten.
    Quelle

    Überraschung aus dem Untergrund (Terra xpress - ZDF)


    Als Auffrischung:
    Deutschlands Supervulkan, größer als gedacht!





    LG Angeni
    Geändert von Angeni (08.01.2019 um 16:01 Uhr)
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  6. #6
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    AW: Schlafende Vulkane erwachen

    Querverweis
    Der Vulklan Bolshaya Udina auf der Halbinsel Kamtschatka galt bis 2017 als erloschen.
    Sein Erwachen begann im Oktober 2017 und bis Februar 2019 wurden etwa 2.400 seismische
    Ereignisse registriert.
    Hier geht es zum Bericht
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  7. #7
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    AW: Schlafende Vulkane erwachen

    Dieser junge Vulkan könnte bald ausbrechen


    Sonnige Grüsse
    Angeni



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