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Thema: Die Bayer-AG / Geschichte, Aktuelles, Zukunft

  1. #1
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    Die Bayer-AG / Geschichte, Aktuelles, Zukunft

    Ich will das jetzt nicht alles komplett von vorn anfangen!

    Die meisten werden über den "I.G. Farben"-Hintergrund bescheid wissen und einige auch über Herrn Achleitner, den Bilderberger sowie sonstige "Schandtaten". Wer es nicht weiss, muss sich eben informieren.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bayer_AG

    Und hier https://www.bayer.de/ die Website, die dermaßen zynisch beginnt .......

    Bayer streicht den Namen Monsanto

    Die Übernahme ist perfekt: Der Leverkusener Bayer-Konzern kauft den amerikanischen Saatguthersteller für knapp 63 Milliarden US-Dollar. Und schafft dessen Namen ab.

    Am kommenden Donnerstag soll die Übernahme des US-Konzerns Monsanto durch den Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer vollzogen werden. Das teilte Bayer mit. Voraussetzung war, dass alle behördlichen Freigaben vorlagen. Das ist nun der Fall.

    Mit der Übernahme soll der Name Monsanto verschwinden. "Monsanto wird als Unternehmensname nicht fortgeführt", teilten die Leverkusener am Montagmorgen mit. "Bayer wird der Unternehmensname bleiben." Die Monsanto-Produkte würden allerdings ihre Namen behalten und "Teil des Portfolios von Bayer werden".

    Die Aufgabe des Namens dürfte im Interesse des Agrarchemieunternehmens sein. Denn Monsanto ist als Marke wegen umstrittener Geschäftspraktiken und dem Unkrautvernichter Glyphosat belastet, das Sammelkläger und einige Studien für krebserregend halten.

    Auflagen verteuerten den Deal

    Insgesamt ist die Übernahme des amerikanischen Saatgutherstellers die größte eines deutschen Unternehmens im Ausland. Laut Bayer liege der Kaufpreis nun bei 63 Milliarden US-Dollar. Bislang war die Übernahme stets auf 62,5 Milliarden Dollar (rund 50 Milliarden Euro) beziffert worden.

    Schon im Mai 2016 hatte Bayer seine Absicht angekündigt, Monsanto übernehmen zu wollen. Doch die Übernahme zog sich, weil Kartellrechte eingehalten werden mussten. Erst vor wenigen Tagen war die letzte wichtige Kartellgenehmigung in den USA erteilt worden. Im März hatte bereits die EU-Kommission zugestimmt.

    Da Bayer und Monsanto fast überall auf der Welt Geschäfte machen, mussten Genehmigungen in rund 30 Ländern eingeholt werden. Für den Bayer-Konzern gab es strenge Auflagen, die auch den Kaufpreis teurer machten als ursprünglich geplant. Außerdem musste Bayer bisherige Unternehmensteile veräußern – und zwar mehr, als dem Pharmakonzern aus Leverkusen zunächst lieb war.

    Ein Drittel Eigenkapital

    In zwei Tranchen muss sich der deutsche Konzern nun unter anderem von seinem Gemüse- und Feldsaatgutgeschäft, von Aktivitäten beim sogenannten Digital Farming sowie vom weltweiten Geschäft mit Glufosinat-Ammonium trennen. Diese übernimmt wiederum der bisherige Konkurrent BASF. Insgesamt beträgt das Umsatzvolumen der zu veräußernden Teile mehr als 2,2 Milliarden Euro. Der Chemiekonzern zahlt dafür rund 7,6 Milliarden Euro. Diesem Verkauf stimmte die EU-Kommission Anfang Mai unter Auflagen zu. Gleichzeitig mit den US-Behörden teilte sie in der vergangenen Woche zudem mit, dass sie BASF für den geeigneten Käufer halte.
    Um den Monsanto-Kaufpreis von 63 Milliarden US-Dollar zu stemmen, will Bayer ein Drittel Eigenkapital einsetzen. Darin sind unter anderem vier Milliarden Euro aus einer Pflichtwandelanleihe enthalten, die Bayer bereits im November 2016 ausgegeben hatte. Die Käufer können die Anleihe also zu einem bestimmten Zeitpunkt in Aktien umwandeln. Zudem erwarb der Singapur-Staatsfonds Temasek 3,6 Prozent der Bayer-Aktien für rund drei Milliarden US-Dollar, die ebenfalls der Eigenkapitalseite zugutekommen. Als jüngste Maßnahme verkündete Bayer eine lange angekündigte Kapitalerhöhung von sechs Milliarden Euro. Über die Höhe war vielfach spekuliert worden.

    Ab 2022 rechnet Bayer damit, dass die Übernahme jährlich 1,2 Milliarden US-Dollar zum operativen Ergebnis (Ebitda) beiträgt. Ursprünglich hatten die Leverkusener dafür 1,5 Milliarden Dollar angepeilt.
    Mit dem Monsanto-Kauf übernehmen die Leverkusener aber auch hohe Schulden und Risiken. Monsanto werden ruppige Geschäftsmethoden vorgeworfen. Der bisherige Monsanto-Chef Hugh Grant hatte für die Zeit nach der Übernahme seinen Rückzug aus dem Unternehmen verkündet.

    Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/unter...omplettansicht
    Dieser Artikel des Qualitäts-Mediums "Zeit" liest sich wie ein Gedicht, aber wir kennen den Grund.

    Monsanto ist ein Saatguthersteller , das ist doch positiv!
    Der Name Monsanto verschwindet, das ist doch positiv!
    Die EU-Kommission hat zugestimmt, das ist doch positiv!
    Man kann viel Geld machen, das ist doch positiv!

    Nun, die Aspekte Umwelt, Gesundheit und Mensch kann die Zeit ja in einem späteren Artikel irgendwann mal nachholen! Denn es kann ja, dank Glyphosat, kein Gras über diese Geschichte wachsen!!!

    Bayer + Monsanto = A Match Made in Hell

    It is hardly surprising that the first thing Bayer did after completing their takeover of Monsanto earlier this month was to announce that they were dropping the Monsanto name, merging the two companies’ agrichemical divisions under the Bayer Crop Science name. After all, as everyone knows, Monsanto is one of the most hated corporations in the world. But Bayer itself has an equally atrocious history of death and destruction. Together they are a match made in hell.



    Quelle: https://www.activistpost.com/2018/06...e-in-hell.html
    Ich wünsche allen wahren Gartenfans eine glyphosatfreien Tag!

    LG
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  2. #2
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    Gaby Weber: Allgemeinheit zahlt für Übernahme von Monsanto durch Bayer AG



    Bayer hat beim Kauf von Monsanto die Risiken falsch oder überhaupt nicht eingeschätzt und sich übernommen. Wird am Ende der deutsche Steuerzahler zur Kasse gebeten werden? weltnetz.tv sprach mit Gaby Weber* über den Deal und ihre Klage gegen die Bayer AG. Die WHO hat Glyphosat von Monsanto als wahrscheinlich krebserregend eingestuft und alles deutet darauf hin, dass das Unkrautvernichtungsmittel Umwelt und Gesundheit zerstört. Dennoch kaufte die Bayer AG im Juni 2018 für ca. 66 Milliarden Dollar Monsanto. Auch wenn Monsanto noch immer das führende Unternehmen für Saatgut und Herbizide ist, war doch schon damals abzusehen, dass nicht unerhebliche Schadensersatzforderungen auf Monsanto zukommen werden. Erst im August 2018 verurteilte ein Gericht in San Francisco Monsanto zur Zahlung eines zweistelligen Millionenbetrags. Über 9000 weiteren Klagen sind in den USA anhängig. Was wird passieren, falls Bayer als Rechtsnachfolgerin Monsantos mit Schadensersatzforderungen überhäuft wird, für die die Rückstellungen und die Versicherungen nicht mehr reichen? Wird am Ende der deutsche Steuerzahler zur Kasse gebeten werden? Dies scheint nun eingetreten zu sein. Bayer verkündete im November2018, dass sie einsparen und jede zehnte Stelle streichen wollen. Somit zahlen zunächst 12.000 Menschen mit ihrem Arbeitsplatz. Die Allgemeinheit zahlt aber auch, da Bayer die Beschäftigten nicht einfach kündigen, sondern mit 57 Jahren in Frührente schicken will. Das belastet die Rentenkassen und somit zahlt im Grunde der Steuerzahler. Aus Buenos Aires (Argentinien) sprach Gaby Weber mit weltnetz.tv über Bayer und den unvorteilhaften Monsanto-Deal. Weber hatte schon im September 2018 angekündigt, dass wahrscheinlich die Allgemeinheit für die Übernahme aufkommen müsse. Mittlerweile hat sie die Bayer AG auf Aktenherausgabe verklagt. Die Herausgabe von Akten eines Privatunternehmens nach dem Informationsfreiheitsgesetz wäre in der deutschen Rechtsprechung ein Novum.
    Das wird man nicht zulassen!

    LG
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  3. #3
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    AW: Die Bayer-AG / Geschichte, Aktuelles, Zukunft

    Bayer-Tochter Monsanto verliert wichtigen US-Glyphosat-Prozess

    Das zum Bayer-Konzern gehörende US-Unternehmen Monsanto muss fast 81 Millionen Dollar
    an den an Krebs erkrankten Edwin Hardeman zahlen. Dies entschied ein US-Gericht.
    Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer verlor damit in den USA einen weiteren wichtigen Prozess um angeblich krebserregende Produkte der Tochter Monsanto. Eine Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco urteilte am Mittwoch, dass Monsanto für Krebsrisiken des Unkrautvernichtungsmittels Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat haftbar ist. Monsanto muss dem 70-jährigen Kläger Edwin Hardeman Schadenersatz in Gesamthöhe von knapp 81 Millionen Dollar zahlen. Bayer zeigte sich in einer Stellungnahme enttäuscht. Dennoch ändere das Urteil nichts «am Gewicht von über vier Jahrzehnten umfangreicher wissenschaftlicher Arbeit und den Schlussfolgerungen von Regulierungsbehörden weltweit, welche die Sicherheit unserer glyphosatbasierten Herbizide und die Schlussfolgerung stützen, dass diese nicht krebserregend sind».
    Der Konzern kündigte zudem an, gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen. In der vergangenen Woche war die Jury bereits im vorentscheidenden ersten Teil des Prozesses zu dem Schluss gekommen, dass Roundup als krebserregend einzustufen sei.

    Musterprozess
    Für Bayer ist der Fall Hardeman hochbrisant, da es sich um einen richtungsweisenden «Bellwether Case» handelt. Damit ist im US-Recht eine Art Musterfall in einem Massenverfahren gemeint. Mehrere dieser repräsentativen Fälle sind angesetzt. Sie sollen den Streitparteien helfen, das Ausmass von Schäden und die Höhe denkbarer Vergleichszahlungen besser abschätzen zu können. Insgesamt sind bei dem zuständigen US-Richter Vince Chhabria mehrere Hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Konsumenten gebündelt.
    Die Klagewelle gegen Bayer war so richtig ins Rollen gekommen, nachdem eine Geschworenenjury dem Krebspatienten Dewayne Johnson in einem anderen Verfahren im August insgesamt 289 Millionen Dollar an Schmerzensgeld und Entschädigung zugesprochen hatte. Die Richterin senkte zwar die Strafe gegen den im vergangenen Jahr von Bayer übernommenen US-Saatgutkonzern Monsanto später auf gut 78 Millionen Dollar, im Grundsatz änderte sie am Urteil aber nichts.
    An der Börse steht Bayer wegen der vielen Glyphosat-Klagen in den USA inzwischen massiv unter Druck. Anleger und Analysten fragen sich, ob die Leverkusener die Risiken des rund 63 Milliarden Dollar teuren Monsanto-Kaufs unterschätzt haben. Das jetzige Verfahren war erst der Anfang: Bis Ende Januar wurden Monsanto in den USA glyphosatbezogene Klagen von etwa 11'200 Klägern zugestellt. Am Donnerstag soll bereits ein weiterer Prozess bei einem Landgericht im kalifornischen Oakland starten.

    Einsatz in der Schweiz erlaubt
    In der Forschung ist die Frage, ob die in Roundup enthaltene Chemikalie Glyphosat eine krebsauslösende Wirkung hat, umstritten. Die US-Umweltbehörde EPA und auch die Aufsichtsbehörden in der EU gelangten zu dem Schluss, dass von Glyphosat keine Krebsgefahr ausgeht. Dagegen konstatierte die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) vor drei Jahren, dass Glyphosat «wahrscheinlich krebserregend bei Menschen» sei.
    In der Schweiz darf Glyphosat eingesetzt werden. Doch der Verkauf des umstrittenen Herbizids ist rückläufig. 2017 wurden davon noch 186 Tonnen verkauft. Dies sind 45 Prozent weniger als 2008, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) Anfang Februar mitteilte.
    Quelle

    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  4. #4
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    AW: Die Bayer-AG / Geschichte, Aktuelles, Zukunft

    Französische Justiz ermittelt gegen Bayer-Tochter Monsanto

    Der Glyphosat-Hersteller Monsanto soll eine Liste mit Kritikerinnen und Kritikern geführt haben. Nun wird wegen illegaler Erfassung privater Daten ermittelt.

    Die Pariser Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Bayer-Tochter Monsanto eingeleitet. Demnach soll das Unternehmen eine geheime Liste mit Kritikerinnen und Kritikern geführt haben. Laut dem Sender France 2 wollte Monsanto kritische Politiker, Wissenschaftlerinnen und Journalistinnen "erziehen" und auch "überwachen". Der Mutter-Konzern Bayer bestreitet dies.

    weiterlesen hier:
    https://www.zeit.de/wirtschaft/unter...ttlungen-bayer


    lg
    zottel
    "Immer weigere ich mich, irgendetwas deswegen
    für wahr zu halten,
    weil Sachverständige es lehren, oder auch,
    weil alle es annehmen.

    Jede Erkenntnis muss ich mir selbst erarbeiten.
    Alles muß ich neu durchdenken, von Grund auf,
    ohne Vorurteile."


    Albert Einstein (1879-1955)

  5. #5
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    AW: Die Bayer-AG / Geschichte, Aktuelles, Zukunft

    Bayer-Konzern verliert weiteren Glyphosat-Prozess in den USA und
    muss zwei Milliarden Dollar zahlen


    Der Bayer-Konzern hat in den USA eine weitere juristische Niederlage erlitten. Erneut stufte ein Gericht den Unkrautvernichter Roundup des von Bayer übernommenen Monsanto-Konzerns als krebserregend ein. Bayer drohen nun Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe.
    Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat in den USA auch den dritten wichtigen Prozess um angeblich krebserregende Produkte der Tochter Monsanto verloren. Die Geschworenen-Jury des zuständigen Gerichts im kalifornischen Oakland verurteilte das Unternehmen am Montag zu Schadenersatz in Höhe von insgesamt über zwei Milliarden Dollar (1,78 Milliarden Euro) an die beiden Kläger.

    Der größte Teil davon entfällt auf sogenannten Strafschadenersatz, der nach US-amerikanischem Recht weit über den tatsächlich erlittenen Schaden hinausgehen kann. Geklagt hatte ein Rentnerehepaar, das Monsantos Unkrautvernichtungsmittel Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat für seine Krebserkrankungen verantwortlich macht.
    Während des Ende März begonnenen Prozesses hatte die Anklage immer wieder versucht, die Geschworenen nicht nur davon zu überzeugen, dass Monsantos Produkte Krebs verursachen, sondern auch dass etwa mit manipulierten Studien Risiken verschleiert wurden. Bayer führte dagegen Vorerkrankungen der Kläger als Ursache für deren Krebsleiden an.
    Es gebe keine Beweise dafür, dass Glyphosat gesundheitsschädlich sei. Von der Gerichtsentscheidung zeigte sich der Konzern "enttäuscht" und kündigte an, Rechtsmittel einzulegen.

    Für Bayer ist der Fall hochbrisant: Es ist bereits der dritte Schuldspruch innerhalb weniger Monate - und weitere Prozesse werden folgen. Zuletzt war der Konzern in den USA nach eigenen Angaben mit rund 13.400 Klagen wegen des Unkrautvernichters Roundup konfrontiert. Größter Einzelinvestor bei Bayer ist die berüchtigte Fondsgesellschaft BlackRock, die auch Großaktionär bei Monsanto war.
    https://deutsch.rt.com/nordamerika/8...ayer-verliert/


    AUFGEDECKT! - Monsanto - Bayer - Schwarze Listen - Die dunklen Methoden der Konzerne

    Sonnige Grüsse
    Angeni



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    - Angeni

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    AW: Die Bayer-AG / Geschichte, Aktuelles, Zukunft

    Unglaublich!
    Kauf von Monsanto mit Steuergeldern finanziert

    Die Bundesbank unter Jens Weidmann, der EZB-Chef werden will, hat mit dem Wertpapierkaufprogramm der EZB die Monsanto-Übernahme mit finanziert.

    Vor drei Jahren verkündete Bayer-CEO Werner Baumann, stolz wie Bolle, den Kauf des US-Pestizid- und Saatgutkonzerns Monsanto, und seine Aktionäre klatschten Beifall. Er verhieß den Aufstieg zum globalen Player und ungeahnte Dividende. Ihre Gier verhinderte eine besonnene Risiko-Analyse. Heute ist die Aktie im Keller, aus den USA kommen astronomische Schadensersatzforderungen, dem Leverkusener Konzern droht die Übernahme oder der Bankrott. Man könnte schadenfroh grinsen: Geschieht euch recht!
    Doch leider löffeln die Suppe nicht die Shareholder und die Manager aus, sondern der Steuerzahler.

    Angesichts eines drohenden Konkurses wird wohl die deutsche Bundesregierung einspringen - so geschehen bei der Bankenkrise. Auch die Bundesbank wird in diesem Fall erhebliche Verluste einfahren, denn es war Jens Weidmann, der den Kauf Monsantos finanziert hat. Das Geld nahm er aus dem Wertpapierkaufprogramm der Europäischen Zentralbank, EZB.
    Das Public Sector Purchase Progamme (PSPP) war nach der letzten Finanzkrise 2007 entstanden und sollte, so hieß es, durch Ausgabe von Billiggeld eine Deflation verhindern und durch den Erwerb von Staatsanleihen den in die Krise geratenen Staaten zur Seite stehen.

    Das PSPP war aus neoliberalen Kreisen kritisiert worden, weil vor allem die südlichen Länder und nicht Mitteleuropa von ihm profitieren würden. Bundesbankchef Weidmann hatte als einziger im Euro-Rat gegen dieses "Billiggeld" gestimmt.
    Der Berliner Jurist Markus Kerber rief das Bundesverfassungsgericht an, das diese Sorgen teilte und die Sache an den Europäischen Gerichtshof verwies. Kerber hält den Anleihekauf für "Geldzerstörung" und plädiert stattdessen für einen "harten Reformkurs". Der EuGH billigte aber im Dezember 2018 das EZB-Programm; am 30. Juli will das BVerfG in mündlicher Verhandlung entscheiden.
    Während Weidmann jahrelang gegen den Kauf von Staatsobligationen wetterte, blieb er stumm, als im März 2016 die EZB das Corporate Sector Purchase Progamme (CSPP) beschloss. Ab diesem Zeitpunkt ergoss sich das Billiggeld aus Brüssel auch über die Konzerne. Nur wenige Stimmen erhoben sich gegen dieses neue Füllhorn; es "diskriminiere die nicht börsennotierten Firmen" (Kerber) und benachteilige die Konkurrenz aus dem Mittelstand und Startups.

    Ein großer Teil der Bayer-Anleihen von der Bundesbank wurde mit EZB-Geldern gekauft

    Die Liste der EZB offenbart, wer mit diesem praktisch geschenkten Geld subventioniert wurde: Daimler, Telecom, Vonovia, aber auch Coca-Cola, Nestlé und Shell. Warum auch letztere mit europäischen Steuergeldern unterstützt wurden, hat die EZB bislang nicht erklärt.
    Die von der Bayer AG und der Bayer Capital Group ausgegebenen Anleihen für den Kauf Monsantos sind in sechs Transaktionen übernommen worden. William Lelieveldt, Sprecher der EZB, bestätigte mir gegenüber den Kauf der Bayer-Bonds im Rahmen des CSPP-Programms, verschwieg aber den genauen Umfang und den Zinssatz. Selbstverständlich habe man "risk management considerations" angestellt, behauptet Lelieveldt. Aber wie diese konkret ausgesehen haben, verriet er nicht. Die Bonds liegen im Portfolio der Bundesbank. Meine Anträge auf die Überlassung ihrer Risiko-Einschätzung sind in Brüssel wie in Frankfurt anhängig. Ich habe, falls mir die Auskunft verweigert wird, um Rechtsmittelbelehrung gebeten.
    Meine Klage gegen die Bayer AG auf Herausgabe ihres Due Diligence Reports (America First oder wer profitiert vom Deal Bayer-Monsanto) wird am 12. September vor dem Oberlandesgericht Köln verhandelt werden.
    Das Leverkusener Unternehmen, das laut seiner Homepage "höhere Maßstäbe bei Transparenz" verspricht, hat für Monsanto den stolzen Preis von 62 Milliarden Dollar gezahlt. "Welche Bank gibt so einen großen Kredit", wunderte sich damals die FAZ. Ein Viertel der Summe soll aus Eigenkapital gestemmt worden sein, aus Verkäufen von Firmenteilen an die BASF, was die US-Börsenaufsicht SEC gefordert hatte, und aus dem Verkauf des Werkstoffherstellers Covestro. Außerdem hatte Bayer über eine Kapitalerhöhung neue Aktien ausgegeben und für die restliche Finanzierung die Bank of America, die Crédit Suisse und das Haus Rothschild engagiert. Nicht bekannt wurde, dass ein großer Teil der Bayer-Anleihen von der Bundesbank mit EZB-Geldern gekauft wurde.
    Der US-Vermögensverwalter BlackRock hält übrigens an Monsanto und Bayer sowie auch an BASF und Covestro ansehnliche Aktienpakete. An der CSPP-Transaktion habe er aber nicht mitgewirkt, erklärte Lelieveldt auf Anfrage. Er bestätigte, dass BlackRock Dienstleistungen ("some services") für die EZB ausführe: " Externe Dienstleister, die zum Beispiel in die Stress-Tests der Banken involviert sind, müssen strikt trennen zwischen dem Dienstleister-Team und anderen Teams, die große finanzielle Institutionen oder Investoren beraten." Die EZB habe sorgfältig geprüft, ob hier ein Interessenkonflikt vorliege.
    Weidmann bewirbt sich seit längerem um den Posten des neuen EZB-Präsidenten. Seitdem meine Anfrage nach dem Kauf der Bayer-Anleihen im Rahmen des CSPP-Programms auf seinem Schreibtisch liegt, weiß er, dass er seine Entscheidung - europäische Steuergelder den Monsanto-Aktionären praktisch geschenkt zu haben - öffentlich wird. Obwohl er jahrelang gegen den EZB-Kauf von Staatsobligationen gewettert hatte, verteidigt er plötzlich diese Praxis. "Inzwischen hat der Europäische Gerichtshof festgestellt, dass es rechtens ist. Das ist geltende Beschlusslage", begründete Weidmann der ZEIT gegenüber seinen Meinungswechsel. Am 30. Juni wird in Brüssel über die Nachfolge Mario Draghis entschieden. Und so, wie die Bayer-Aktie fällt, so fallen auch Weidmanns Chancen.
    https://www.heise.de/tp/features/Kauf-von-Monsanto-mit-Steuergeldern-finanziert-4453665.html?fbclid=IwAR1nOWMeDvon7uyEMMgITHbCHLtb PbtVVtoxCFaIyq4JckyQrmugbWS-hrM

    Wie Monsanto seine Risiken auf Bayer abwälzte



    Sonnige Grüsse
    Angeni



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