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Thema: Der Buchfink Abstrakt Denken

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    Der Buchfink Abstrakt Denken

    Der Buchfink

    Abstrakt Denken


    ... abstrakt bedeutet "wegziehen": ab, lat. von, weg und trahere, lat. ziehen



    Abstrahieren heißt einen Vorgang aus der sichtbar erlebten Welt wegziehen und auf
    eine allgemeine Ebene ziehen, das Subjektive zum Objektiven machen.


    Der Sinn liegt darin, Vorgänge für alle Menschen gleich gültig zu machen, und diese
    gleich gültigen Formen dann wiederum auf subjektive Zusammenhänge anzuwenden.


    Dies passiert in der Mathematik, Physik und Chemie genauso wie in der Sprache.


    Man findet dazu in der Literatur viele Anwendungsbereiche. Zum Beispiel: Der
    Pythagoräische Lehrsatz, Binomische Formeln, Weg-Zeit-Diagramme, Chemische
    Formeln, usw. sowie alle grammatikalischen Strukturen der Sprache, die
    Harmonielehre in der Musik und der Farbenkreis der Malerei.


    Die Hinwendung zu Gesetzmäßigkeiten führt uns zu einem tieferen Verständnis der
    Zusammenhängen von belebter und unbelebter Materie, in der Sprache lernen wir
    durch das Anwenden der Grammatik die Zusammenhänge zwischen Information und
    Kommunikation kennen.


    Durch das Anwenden abstrakter Strukturen im praktischen Leben verbinden wir die
    reine Geometrie der Form mit der Materie, damit schaffen wir Neues, wir leben
    Kreativität; gleichzeitig werden wir im Denken flexibel.



    Einblick in die Ursprache, vom Konkreten zum Abstrakten


    Phonem, Graphem, Silben


    Vom Laut zum Schriftzeichen zur Silbe sind die ersten Stufen der sprachlichen
    Menschheitsentwicklung. Dabei drängt sich die Frage auf, woher kommen die gesprochenen Laute?


    Wenn wir Babys beobachten, so erleben wir die erste Lautbildung in Form von A. Wir
    kennen das A als Ausruf, wenn wir uns freuen, jemanden zu treffen: "Ah, schön, dass
    du da bist!" In diesem kurzen Satz befinden sich drei A-Laute. Sie drücken unsere
    Herzensfreude aus und kommen aus unserem Inneren, aus unserem
    Seelenempfinden. A steht in Resonanz mit der Venus.



    Wenn wir O sprechen, so umschließen wir damit die Außenwelt liebevoll und nehmen
    sie zu uns herein, wir beschützen, was wir gefunden haben. Es ist die Geste, wenn
    man ein Baby, ein Tier oder einen Schatz im Arm hält. "Oh, was für ein liebes Kind!"
    O steht in Resonanz mit dem Uranos.






    Das I erleben und sprechen wir meist zum ersten Mal um das siebente Lebensjahr.
    Wir sagen zu uns selbst ICH. Diese Selbstwahrnehmung, unabhängig von der
    Außenwelt, können wir ausdrücken, sobald die ersten Milchzähne ausfallen. Mit dem
    Aussprechen des ICH werden wir körperlich von unseren Eltern unabhängig. Über
    das I präsentieren wir uns der Außenwelt. I steht in Resonanz mit dem Merkur.



    Das U kommt ebenfalls tief aus unserem Wesen, es ist der Laut des Erstaunens, wenn
    man was nicht gedacht hätte, durch das U lassen wir uns von außen beeindrucken.
    "Uh, das war knapp!"



    Sprechen wir das U sehr lange und langsam aus, so zieht es einen selbst dabei aus
    dem Körper hinaus, wir gelangen über das U in die Unendlichkeit. Das U steht in
    Resonanz mit dem Saturn, mit der Urmutter.



    Das E ist die eigene Kraft, sich gegen die Umwelt abzugrenzen. Wenn jemand sagt:
    "Wehe, wenn du über meine Schwelle gehst!", dann wirkt das bedrohlicher als der
    Satz "Du bleibst draußen." Es ist die Kraft des Mars', die sich im E ausdrückt. Wir
    schaffen damit unseren persönlichen Raum mit einer Schwelle, die niemand
    übertreten darf, außer mit unserer Erlaubnis.



    Ei ist der Laut des Anschmiegens, des Liebhabens, der freundlichen Zuwendung.
    Man nimmt ein Kind in den Arm, reibt Wange an Wange und sagt: "Ei, ei". Das Ei
    steht in Resonanz mit dem Mond. Es sind die Gefühlsreaktionen, spontan, aus dem Bauch heraus.



    Das Eu ist der Laut des Feuers. Die auflodernden Flammen, die einen Impuls, eine
    Kraft geben. Z.B.: "Fürchtet euch nicht, euch ist heute der Heiland geboren. Freude
    allen Menschen." Eu steht in Resonanz mit Jupiter.



    Das Au ist die Verbindung aus der Herzenskraft, der Liebe, zu der ein Mensch fähig
    ist mit der Unendlichkeit, in welche er die Liebe ausbreitet. Au ist der Laut der Sonne,
    der Anfang und das Ende in einem. Wir sprechen diesen Ausruf der Begeisterung
    meist mit einem englischen Wort aus: "Wow, toll!"



    "Schau deinen Traum, hör auf zu staunen. Aus jedem Baum dringt ein Raunen wie Tau
    von deines Wesens Saum."



    A, E, I, O, U, Au, Ei und Eu sind Seelenlaute, die der Mensch aus seinem tiefsten
    Inneren in die Welt bringt, mit der Artikulation der Vokale tritt der Mensch in
    Wechselwirkung mit der Natur.



    Alle Konsonanten haben Vorbilder in dieser Natur.



    Der Mensch ahmte die Geräusche der Natur nach und formte gemeinsam mit den
    Vokalen Wörter. Möchte man den ursprünglichen Sinn der Wörter erkennen, so kann
    man diesen aus der Kombination der Lautbedeutungen erkennen.



    Die Übersetzung von einer Sprache in eine andere ist daher nicht so ohne Weiteres
    zulässig, da jede Kultur in den jeweiligen Worten einen anderen Inhalt ausdrücken möchte.



    Der Aufbau der Grammatik gleicht einem Haus.



    Einteilung der Wörter in Wortarten



    Um eine Struktur zu schaffen, Ordnung in die gefühlsmäßige Verwendung von
    Sprache zu bringen, Inhalte ganz gezielt auszudrücken, werden Wörter in Wortarten
    eingeteilt. Jede dieser Wortarten hat eine bestimmte Aufgabe im Sprachgebrauch zu erfüllen.



    Das Zentrum der Sprache bildet das Verb, es bestimmt durch seine Form alle
    anderen Teile des Satzes.



    Somit bilden die Wortarten die sprachliche Grundlage oder Basis für die nächste Ebene:



    Wortgruppen und Sätze



    Hier finden sich zuerst Wortgruppen zu Satzgliedern und Attributen zusammen,
    diese bilden die nächst größere Einheit von einfachen Sätzen.



    Ein Satz dient dem Transport von Gedanken in die Umwelt, er ist das wichtigste
    Kommunikationsmittel. Zwischen Wortgruppen und Sätzen stehen satzwertige
    Infinitivgruppen, Partizipialgruppen und Appositionen.



    Um komplexe Inhalte wiederzugeben, sie in Beziehung zueinander zu setzen,
    verwendet man Hauptsatzreihen und Satzgefüge; für Letzteres steht eine große
    Anzahl an Nebensätzen zur Verfügung.



    Mit der bewussten Anwendung bestimmter Satzstrukturen sowie mit der
    Verwendung von Bindewörtern, Verweiswörtern, Leitwörtern und vielen weiteren
    stilistischen Instrumenten wird der Textzusammenhang zwischen Sätzen hergestellt.




    Abstrakte Strukturen lassen sich in vielen Lebensbereichen finden und anwenden,
    um ganz bewusst eine persönliche Idee zum Ausdruck zu bringen. Hier wurde das
    Thema hinsichtlich Sprachgebrauch beleuchtet.




    Herzlichst,
    der Buchfink


    Bei Interesse an einem Thema bitte, melden Sie sich unter Sprechfeld@gmx.at oder auch
    gerne auf Telegram im Kanal https://t.me/BuchfinkS




    Geändert von Stone (vor einer Woche um 21:39 Uhr)

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