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Thema: Unruhen in der Türkei - Nun ein türkischer "Frühling" für Demokratie?

  1. #1
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    Unruhen in der Türkei - Nun ein türkischer "Frühling" für Demokratie?

    „Besorgniserregende“ Gewalt bei Protesten in Istanbul

    In Istanbul sind Proteste gegen ein Park-Projekt am Freitag eskaliert. Mit einer umstrittenen Härte ging die Regierung gegen die Aktivisten vor – so dass einige gar um ihr Leben fürchteten.

    weiter hier: http://www.handelsblatt.com/politik/...l/8284460.html
    Das Schlachtfeld mitten in Istanbul

    Zehntausende Türken rufen nach dem Rücktritt Erdogans: Wegen osmanischer Geschäftemacherei. Doch für ihn sind Protestierer keine Demokraten. Er droht, "eine Million Menschen ins Feld" zu führen.

    weiter hier: http://www.welt.de/politik/ausland/a...-Istanbul.html
    Türkische Demonstranten erringen Sieg über Erdogan

    Nach fünftägigen Protesten stoppt die Regierung den Polizeieinsatz. Premier Erdogan verzichtet auf das umstrittene Bauprojekt im Stadtzentrum. Hunderttausende strömen auf den Taksim-Platz in Istanbul.

    weiter hier: http://www.welt.de/politik/ausland/a...r-Erdogan.html
    „Fast wie eine Revolution“

    Ein überzogener Polizeieinsatz in Istanbul bringt das Fass der Unzufriedenheit gegen die Regierung Erdogan zum Überlaufen. Im ganzen Land formieren sich Proteste - und der Staatschef gibt mittlerweile Fehler zu.

    weiter hier: http://www.tagesspiegel.de/politik/p...-/8285604.html
    Polizei greift in Ankara wieder zu Tränengas

    In Ankara gehen die Sicherheitskräfte wieder härter gegen die Demonstranten vor. In Istanbul wird die Stimmung indes friedlicher. Mehr als 1700 Menschen sollen bei den Protesten bislang verhaftet worden sein.

    weiter hier: http://www.handelsblatt.com/politik/...s/8287332.html
    Am Taksim-Platz werden Bordelle zu Lazaretten

    Der Protest auf den Straßen Istanbuls ist zum Kampf geworden. Es geht längst um Meinungsfreiheit und Menschenrechte. Bürger aller Richtungen solidarisieren sich am Taksim-Platz gegen Premier Erdogan.

    weiter hier: http://www.welt.de/politik/ausland/a...azaretten.html
    Türkei blockt angeblich Facebook und Twitter

    Während massiver Anti-Regierungs-Proteste in Istanbul blocken Behörden nach Augenzeugenberichten den Zugang zu Facebook und Twitter.

    Auf dem Taksim-Platz in Istanbul demonstrieren mehrere tausend Menschen gegen die türkische Regierung. Auslöser für die Proteste, die inzwischen auch auf andere türkische Städte übergegriffen haben, war das brutale Vorgehen der Polizei gegen eine Versammlung, die das Fällen einiger Bäume auf dem Platz verhindern sollte. Die Demonstranten organisieren sich teilweise über soziale Netzwerke. Zudem dienen Facebook und Co als Informationsquelle für türkische Internetnutzer, da die traditionellen Medien kaum über die Vorfälle am Taksim-Platz - wo inzwischen schon Panzer im Einsatz sind - berichten.
    Zensur
    Die Regierung versucht deshalb angeblich, den Zugang zu den sozialen Netzwerken zu unterbinden, wie techcrunch berichtet. Im ganzen Land soll die verfügbare Bandbreite so weit geschrumpft worden sein, dass die sozialen Medien nicht mehr erreichbar sind. Auch das Mobiltelefonnetzwerk ist angeblich beeinträchtigt. Über TTNet, einen von der Regierung kontrollierten Internetprovider, soll gar kein Zugang zu Twitter mehr möglich sein.
    Der türkische Premierminister Erdogan kritisiert die sozialen Medien derweilen scharf, wie die businessweek berichtet: "Es gibt eine Bedrohung namens Twitter. Dort können viele Beispiele für Lügen gefunden werden. Für mich sind soziale Medien die schlimmste Bedrohung für die Gesellschaft."



    Quelle: http://futurezone.at/netzpolitik/162...r.php?rss=fuzo
    Börse stürzt ab
    „Viel spekulatives Geld in der Türkei“


    03.06.2013, 10:16 Uhr, aktualisiert heute, 14:39 Uhr
    Gewaltsame Ausschreitungen in Istanbul haben auch den Finanzmarkt erschüttert: Die Börse am Bosporus ging auf eine dramatische Talfahrt. Wie Experten den Markt jetzt einschätzen und was Anleger tun sollten.

    weiter hier: http://www.handelsblatt.com/finanzen...i/8290382.html
    http://www.politaia.org/wichtiges/vo...ten-uberfullt/

    CSU fordert Stopp der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

    Autor: NT-Redaktion am 3. Juni 2013 – 12:09
    Einen Abbruch, beziehungsweise mindestens ein längerfristiges Aussetzen der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei fordert die CSU. Stefan Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU im Bundestag, reagierte damit auf die teils brutale Vorgehensweise türkischer Sicherheitsbehörden gegen Umweltdemonstranten im eigenen Land und auf die Ankündigung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan auf dem umstrittenen Taksim-Platz in Istanbul. Müller sagte der “Leipziger Volkszeitung” (Dienstagausgabe): “Die aktuellen Ereignisse in der Türkei zeigen, dass es der falsche Weg ist, der Türkei nun eine Wiederaufnahme der seit Jahren stockenden Beitrittsverhandlungen zu signalisieren. Die Beitrittsverhandlungen dürfen nicht fortgesetzt werden.”
    Das autoritäre Verhalten der Regierung und der unverhältnismäßige Einsatz von Gewalt “entsprechen nicht unserem Verständnis von Demokratie und Meinungsfreiheit”. Die aktuelle Situation mache offensichtlich, welch fundamentale Unterschiede bestünden. Die CSU “ist und bleibt gegen einen EU-Beitritt der Türkei”. Man sollte nach neuen Formen der Partnerschaft suchen.

    Quelle: http://www.netzticker.com/politik/cs...-turkei/148393
    EU kritisiert Polizeigewalt gegen Erdogan-Gegner

    Die türkische Polizei geht nach Ansicht der EU "unverhältnismäßig" gewalttätig gegen Demonstranten vor. Premier Erdogan hingegen bezichtigte "extremistische Elemente", die Unruhen zu verursachen.

    weiter hier: http://www.welt.de/politik/ausland/a...an-Gegner.html
    Ein Toter bei Demonstration in der Türkei

    Bei den Protesten in der Türkei ist ein Demonstrant ums Leben gekommen. Er soll von einem Wagen erfasst worden sein, der in eine Menschenmenge raste. Der Mann erlag seinen Verletzungen.

    Nach zahlreichen Verletzen in den vergangenen Tagen ist erstmals seit dem Beginn der Proteste in der Türkei ein Demonstrant gestorben. Nach Angaben der Vereinigung der türkischen Ärzte erlag der 20-jährige Mehmet Ayvalitas in einem Krankenhaus in Istanbul seinen schweren Verletzungen, die er erlitten hatte, als ein Wagen in einen Protestzug raste. Ayvalitas soll Mitglied einer linken Organisation gewesen sein.
    Der junge Mann und andere Demonstranten waren am Sonntagabend am Rande einer Stadtautobahn im Distrikt Pendik auf der asiatischen Seite von Istanbul marschiert, als das Auto in die Menge fuhr, sagte Huseyin Demirduzen, der Leiter der Ärztegruppe. Ob der Fahrer absichtlich in die Menschengruppe fuhr, war zunächst unklar.
    Der Todesfall könnte die Proteste weiter anheizen. Die Proteste gegen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan setzten sich auch am Montag trotz beispielloser Härte der Polizei fort.
    Mit Tränengas empfangen

    Nach den Straßenschlachten vom Wochenende marschierten in Ankara rund tausend junge Menschen zum zentralen Kizilay-Platz, wo sie von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften mit Tränengas empfangen wurden. Auch in anderen Städten kam es zu Ausschreitungen.
    In Ankara soll es nach Oppositionsangaben zu Massenfestnahmen gekommen sein. Bei einem Besuch der Polizei habe sie erfahren, dass dort 1500 Menschen in Gewahrsam genommen worden seien, sagte Aylin Nazliaka, Parlamentsabgeordnete der Republikanischen Volkspartei CHP, der "Hürriyet Daily News". "Als wir dort waren, kamen neun weitere Busse an", sagte sie. Die Festgenommenen seien gefesselt. Ihnen werde kein Kontakt zu Rechtsanwälten erlaubt. Sie würden fotografiert und gedrängt, Geständnisse zu unterschreiben.

    Türkei
    Straßenschlachten in Istanbul – Tausende Verletzte

    Auslöser der Demonstrationen war die gewaltsame Auflösung von Protesten gegen den Bau eines Einkaufszentrums in einem beliebten Park am zentralen Taksim-Platz in Istanbul. Zunehmend richten sich die Proteste aber gegen die islamisch-konservative Regierung.
    Die Demonstranten werfen Erdogan einen zunehmend autoritären und selbstherrlichen Regierungsstil vor. Zudem verdächtigen sie ihn, die schleichende Islamisierung der Türkei zu betreiben.

    Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/a...r-Tuerkei.html
    Und nun mal der Reihe nach:
    Wulff sagt, der Islam gehört zu Deutschland,
    Deutschland gehört zur EU,
    diese EU denkt über einen Beitritt der Türkei nach, (eigentlich nicht wirklich, da das Ziel die US-EU sind!)
    die Türken haben Angst vor einer Islamisierung.

    Das passt alles hinten und vorne nicht!!!!!!!

    Die Schlußfolgerung kann nur lauten, Ende der EU, Ende des Euro, zurück zu den zufriedenen Nationalstaaten!

    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
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  2. #2
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    Türkei: Bilder der anhaltenden Proteste

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    Türkische Regierung schlägt Aufstände nieder (Bloody Friday)



    LG Angeni
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    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  4. #4
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    Weiterer Todesfall bei Anti-Erdogan-Demos

    Bei den Protesten in der Türkei gegen die islamisch-konservative Regierung des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan ist Medienberichten zufolge ein weiterer Demonstrant getötet worden. Ein Unbekannter habe dem 22-Jährigen in der südtürkischen Stadt Antakya in den Kopf geschossen. Dies meldete der türkische Nachrichtensender "NTV".

    Der Demonstrant, der Mitglied der Jugendorganisation der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP) gewesen sein soll, erlag darauf im Krankenhaus seinen Verletzungen.

    Bereits mehr als 2300 Verletzte

    Wenige Tage zuvor hatte der türkische Ärzteverband TTB bereits den Tod eines jungen Mannes in Istanbul bestätigt. Er war den Angaben zufolge ums Leben gekommen, als ein Autofahrer im Stadtteil Ümraniye seinen Wagen in eine Gruppe von Demonstranten steuerte. Seit Beginn der Proteste sind laut TTB bereits mehr als 2300 Menschen verletzt worden.
    In Istanbul kam es auch in der vierten Nacht in Folge zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Berichten zufolge ging die Polizei dabei im Stadtteil Besiktas erneut mit Tränengas gegen Erdogan-Gegner vor. Es soll erneut Verletzte gegeben haben.

    Zusammenstöße in weiteren Städten

    Regierungsfeindliche Demonstranten lieferten sich auch in anderen türkischen Städten Straßenkämpfe mit der Polizei. Schwere Zusammenstöße gab es erneut in Ankara rund um den zentralen Kizilay-Platz.

    Die Proteste hatten sich an der gewaltsamen Räumung eines Protestlagers entzündet, mit dem die Zerstörung des Gezi-Parks am zentralen Taksim-Platz in Istanbul verhindert werden sollte. Inzwischen richten sie sich vor allem gegen einen als immer autoritärer empfundenen Kurs Erdogans.

    Menschen in Griechenland bekunden Solidarität

    Ungeachtet der anhaltenden Proteste brach Erdogan am Montag zu einer Nordafrika-Reise auf. Zuvor hatte er seine Drohungen gegen die Demonstranten verschärft. Der türkische Geheimdienst sei inländischen und ausländischen Gruppen auf der Spur, mit denen noch abgerechnet werde, sagte er.
    Derweil sind in Griechenland und den USA zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, um den regierungskritischen Demonstranten in der Türkei ihre Unterstützung auszudrücken. In der griechischen Hauptstadt Athen versammelten sich rund tausend Menschen zu einer vor allem von linken Parteien organisierten Kundgebung. In New York versammelten sich vor dem türkischen Konsulat ebenfalls rund einhundert Menschen.

    Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/a...trationen.html
    Warum werden solche Worte in der Presse benutzt?
    Warum müssen es Feinde sein? Es können doch auch Leute sein, die einfach nur nicht einverstanden mit der Regierung sind!


    Oder verstehe ich da was falsch? Ist jetzt jeder mit einer anderen Meinung ein Feind?

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  5. #5
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    Türkei vor Staatskrise: Uneinigkeit über Demokratieverständnis

    Obwohl inzwischen der gefürchtete türkische Geheimdienst gegen die Urheber der Proteste angesetzt ist, strömen immer noch zehntausende Türken in den Großstädten auf die Straßen / Bild: occupygezipics.tumblr.com

    Die Frontlinien zwischen dem Staatspräsidenten Abdullah Gül und den Premierministers der Türkei, Recep Tayyip Erdoğan, scheinen sich immer mehr zu verhärten und zu einer Staatskrise auszuarten. Während Gül klarstellte, dass eine Demokratie nicht nur aus Wahlen bestehe, beharrte Erdoğan weiterhin darauf, dass Wahlen das einzige Mittel für die Bevölkerung seien, um ihrem Unmut gegenüber der Regierung Ausdruck zu verleihen. Der aktuelle Streit um das Verständnis von Demokratie zeigt, in welch zerrissener Lage sich die Türkei befindet. Auf der einen Seite steht Abdullah Gül, der den Begriff der Demokratie verstanden zu haben scheint — auf der anderen Seite steht ein selbstherrlicher Herrscher, der so viel Macht wie nur irgendwie möglich auf sich selbst vereinen will, so wie es einst im Osmanischen Reich der Sultan tat. Was ist Demokratie? Diese Frage stellen sich des Staatspräsident der Türkei, Abdullah Gül, und Premierminister Recep Tayyip Erdoğan in den letzten Tagen scheinbar öfter. Einen Unterschied gibt es allerdings bei dieser Frage: Wir haben es mit zwei mächtigen Menschen zu tun, die beide unterschiedlicher Meinung darüber sind, was Demokratie eigentlich ist. Während Gül Verständnis für die Demonstrationen zeigte und erklärte, man habe die sinnvollen Forderungen aus dem Protest verstanden, sagt Erdoğan: „Der Inbegriff einer parlamentarischen Demokratie sind Wahlen. Sie spiegeln den Volkswillen wieder. Das ist der Maßstab. Keine Ahnung, was der Staatspräsident für eine Aussage getroffen hat. Ich weiß auch nicht, was sein Vorsatz gewesen ist. Aber so sehe ich das.“ Oder in Klarsprache übersetzt: „Wenn nicht gewählt wird, habt ihr gefälligst die Fresse zu halten! Wo kommen wir denn da hin, wenn ihr außerhalb von Wahlen eure Meinung kund tut?“ Der Staatspräsident ist da schon gerne mal anderer Meinung und besetzt andere Positionen als Erdoğan — vielleicht auch deswegen, weil er sich mit dem Ursprung des Demokratie-Begriffes beschäftigt hat. Die Tageszeitung Milliyet zitiert Gül mit den Worten: „Eine Demokratie besteht nicht nur aus Wahlen.“ Der Premierminister dagegen sieht das, wie oben bereits erwähnt, anders und kündigte inzwischen auch Aktionen gegen seine Gegner an. Die Drahtzieher für die Proteste sollen ausfindig gemacht werden — darauf setzt Erdoğan inzwischen sogar den wegen seiner Methoden gefürchteten türkischen Geheimdienst an. Beobachter befürchten nun gezielte Säuberungen unter den Oppositionellen. So sieht also Erdoğans Demokratieverständnis aus: Wenn sich das Volk außerhalb von Wahlen erhebt, wird die Geheime Staatspolizei angesetzt. Das kennen wir doch von irgendwo her — allerdings nur aus totalitären Systemen, nicht aus einer Demokratie. Diese Türkei, wie wir es heute vorfinden, ist übrigens auch das Land, über das so viele Politiker der Grünen seit vielen Jahren schwärmen und das sie schon unter Gerhard Schröder am liebsten mit in die Europäische Union aufgenommen hätten.

    Quelle: http://www.novayo.de/politik/interna...staendnis.html
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  6. #6
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    Erdogan droht Demonstranten mit Geheimdienst

    Ob solche Aussagen bei der Bevölkerung gut ankommen???

    Angesichts der anhaltenden Proteste in der Türkei scheint Recep Tayyip Erdogan langsam die Geduld zu verlieren. Der Ministerpräsident will den Geheimdienst auf die Drahtzieher des Aufstands ansetzen.

    Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan reagiert unwirsch auf die andauernden Massenproteste gegen seine Regierung und droht den Demonstranten nun mit harten Konsequenzen. Der Geheimdienst suche schon die Drahtzieher und werde mit ihnen «abrechnen», sagte er in Ankara. Die Kundgebungen seien von extremistischen Gruppen und der Opposition organisiert und sollten dem Land Schaden zufügen, schimpfte er.Vergleiche mit den Aufständen während des Arabischen Frühlings wies Erdogan mit scharfen Worten zurück. «Wir haben in der Türkei schon längst Frühling», sagte er unter Hinweis auf die parlamentarische Demokratie in seinem Land. «Aber es gibt eben auch die, die den Frühling in einen Winter verwandeln wollen.» Seinen Bürgern riet er angesichts der vier Tage andauernden Proteste: «Bewahrt Ruhe. Das wird alles vorbeigehen.»
    Mit Tränengas gegen Demonstranten

    weiter hier: http://www.bernerzeitung.ch/ausland/...story/31600873
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  7. #7
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    Festnahmen in Türkei wegen Twitter-Botschaften

    Erneute Proteste gegen Erdogan in Istanbul und Ankara


    Wegen der Verbreitung "irreführender und beleidigender Informationen" im Onlinekurzbotschaftendienst Twitter sind im Zusammenhang mit den regierungskritischen Protesten in der Türkei mindestens 25 Menschen festgenommen worden. Nach etwa zehn weiteren Verdächtigen suchten die Behörden in der westlichen Stadt Izmir noch, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Am sechsten Tag in Folge setzte die türkische Polizei in der Nacht wieder Tränengas und Wasserwerfer gegen Demonstranten ein.
    Ali Engin, ein Vertreter der oppositionellen Republikanischen Volkspartei in Izmir sagte, die Festnahmen seien wegen "Aufrufs zum Protest" erfolgt. Er rechne mit einer baldigen Freilassung. In Istanbul und anderen Städten der Türkei gibt es seit Tagen Zusammenstöße zwischen Erdogan-Gegnern und der Polizei. Auslöser war die am Freitag erfolgte gewaltsame Auflösung von Protesten gegen große Bauvorhaben auf dem Gelände des beliebten Gezi-Parks am Taksim-Platz in Istanbul.
    Die Polizei ging in Istanbul und der Hauptstadt Ankara gegen jeweils hunderte Protestierende vor, die sich in Richtung der Büros von Regierungschef Recep Tayyip Erdogan bewegten, wie Medien und ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Demnach ignorierten die Demonstranten Aufrufe, die Kundgebungen aufzulösen. In Istanbul demonstrierten zudem wieder tausende Menschen auf dem Taksim-Platz.
    Bei den Protesten kamen bislang zwei junge Männer ums Leben. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen und Ärzteverbänden wurden mehr als 1700 Menschen verletzt. In der Nacht zum Mittwoch wurden laut Medienberichten in der südlichen Stadt Hatay zwei Polizisten und drei Demonstranten verletzt.
    Nach der Empörung über die Polizeigewalt bewegte sich die Regierung in Ankara am Dienstag überraschend auf die Protestierenden zu und bekundete ihr Bedauern. "Ich entschuldige mich bei denen, die Opfer von Gewalt geworden sind, weil sie sich für die Umwelt einsetzen", sagte Vize-Regierungschef Bülent Arinç. Regierung und Menschenrechtsorganisationen hielten allerdings an ihrer unterschiedlichen Einschätzung über das Ausmaß der Gewalt fest.
    Quelle

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    wollte hier eigentlich was posten
    geht aber wohl nicht

    Weiterführende Diskussion bitte hier

    lamdacore
    Geändert von lamdacore (06.06.2013 um 19:33 Uhr)

  10. #10
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    „Lady in Red“ wird zum Gesicht der türkischen Rebellion



    Weder mit Wasserwerfern noch mit Tränengas konnte die türkische Polizei die Massenproteste beenden. Im Gegenteil: Der Aufstand hat nun seine ersten Gesichter, deren Fotos um die Welt gehen. Immer mehr Menschen solidarisieren sich mit den Demonstranten.
    Sie trägt ein rotes Sommerkleid, das dunkel gelockte Haar reicht bis zu den Schultern. An ihrem rechten Arm hängt eine weiße Stoffumhängetasche. Während andere sich schon vorsorglich wegdrehen, blickt sie noch interessiert und scheinbar arglos in die Reihe der Polizisten. Da beschießt einer der Polizisten sie plötzlich mit einer Flüssigkeit. Die Haare werden von der Wucht des Strahls zur Seite geweht, die junge Türkin dreht sich weg. Doch da ist es schon zu spät, längst ist das Tränengas auf ihre Hornhäute gelangt. Unmittelbar darauf müssen der Frau im roten Kleid die Tränen in die Augen geschossen sein, ein stechender Schmerz setzt dann ein und Übelkeit kommt auf – denn so wirkt Tränengas.

    Obwohl er nur etwa anderthalb Meter von ihr entfernt steht, muss der sprühende Polizist mit keiner dieser Reaktionen rechnen – denn sein Gesicht ist hinter einer Schutzmaske verborgen. Mitleid mit der jungen Frau scheint er nicht zu haben. Mit einem großen Schritt setzt er ihr sogar noch nach, als sie sich abwendet, und sprüht weiter auf sie ein. Ein Fotograf hat all dies festgehalten. Mehrmals hat er auf den Auslöser gedrückt: vor, während und nach der Tränengasattacke. Wenig später gingen die Fotos um die Welt und gaben den Protesten in der Türkei ein Gesicht.

    Seit Ende Mai gibt es in Istanbul heftige Proteste. Alles begann mit einer Gruppe von Aktivisten, die den städtischen Gezi-Park besetzten, um zu verhindern, dass er durch ein Einkaufszentrum besetzt wird. Doch die Polizei ging so brutal gegen die Aktivisten vor, dass sich schnell Tausende Türken mit ihnen solidarisierten.

    Das Bild der „Lady in Red“ geht um die Welt

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