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Thema: Atlas-Verbund

  1. #1
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    Atlas-Verbund

    Ein weiterer klangvoller Name neben EuroGendFor und Frontex!

    Was es da wohl noch so alles gibt, von dem wir nichts gehört haben oder wissen (sollen)?

    Die Linke fragt nach "Übung des Spezialkräfteverbundes Atlas"

    „Übung des Spezialkräfteverbundes Atlas im April 2013“ lautet der Titel einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke (17/13607). Darin schreibt die Fraktion, dass die Zusammenarbeit polizeilicher Spezialkräfte der EU-Staaten fortlaufend intensiviert und dabei auch mit paramilitärischen Einheiten zusammengearbeitet werde. Eine der Zusammenarbeitsformen sei der europaweite Verbund „Atlas“, dessen Vorsitz zur Zeit Deutschland inne habe. Wissen wollen die Abgeordneten unter anderem, welche Rolle der Generaldirektion Inneres der Europäischen Kommission bei der Koordinierung der Übung des Spezialkräfteverbundes Atlas im April 2013 zukam.

    Quelle: http://www.bundestag.de/presse/hib/2...13_316/04.html
    Wie früh (1996) man doch immer genau weiss, was man später so brauchen wird!
    Wahre Hellseher!?

    Der Atlas-Verbund oder auch die Atlas-Gruppe vereint die 32 europäischen Polizei-Spezialeinheiten aller 27 EU-Mitgliedstaaten. Die informelle Kooperationsstruktur wurde 2002 gegründet, ihre Wurzeln gehen aber auf das Jahr 1996 zurück. Ziel des Atlas-Verbundes ist die Verbesserung der Kooperation von Polizei-Spezialkräften innerhalb Europas.

    Bedeutung

    Atlas ist keine Abkürzung, sondern bezieht sich auf den gleichnamigen Titanen aus der griechischen Mythologie, der den Himmel auf seinen Schultern trägt.
    Aufbau

    Bereits 1996 entschied der Rat der Europäischen Union, ein Antiterror-Kompetenznetzwerk zu schaffen, um die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten auf diesem Gebiet zu erleichtern. Dies gilt als „Geburtsstunde“ der Atlas-Kooperation. Jedoch wirkten erst die Terroranschläge am 11. September 2001 als Auftakt für die operative Aufbauarbeit. Im Oktober 2001 fand dann ein erstes Treffen der Kommandeure der Polizei-Spezialeinheiten nach „9/11“ statt.

    Die wesentliche Aufbauarbeit wurde von der GSG 9 der Bundespolizei (Deutschland), dem EKO Cobra (Österreich), der GIGN (Frankreich), der DSU (Belgien) und der DSI (Niederlande) geleistet.
    Organisation

    Der Atlas-Verbund ist eine informelle Kooperationsstruktur, trotzdem wurde die Kooperation unterdessen ausgeweitet. So werden gemeinsame Standards für Ausbildung, Ausrüstung und Einsatzverfahren entwickelt oder weiterentwickelt. Einen Schwerpunkt bilden gemeinsame Übungen. Ein gemeinsamer multinationaler Einsatz mehrerer polizeilicher Spezialeinheiten zur Bewältigung einer terroristischen Großlage gilt derzeit aufgrund der politisch-juristischen Sensibilität noch als unwahrscheinlich. Gleichwohl gibt es Initiativen. So legte Österreich im Dezember 2006 den Entwurf eines Rahmenabkommens für gemeinsame Spezialeinsätze vor.
    Arbeitsteilung

    Die GSG 9 der Bundespolizei ist für die Entwicklung von Taktiken und Techniken im maritimen Einsatzumfeld zuständig. Ergänzend entwickeln die GIGN Taktiken und Techniken für den Einsatz an Flugzeugen, die RAID für den Einsatz an öffentlichen Verkehrsmitteln und das EKO Cobra für den Einsatz in Gebäuden. Neben diesen Arbeitsgruppen wurde die Bildung von Expertengruppen, zur Unterstützung von einem terroristischem Anschlag betroffener Staaten, beschlossen.
    Mitglieder

    Im Atlas-Verbund sind aufgrund der föderalen Strukturen einiger Mitgliedsländer sowie der Existenz polizeilicher und militärischer Wachkörper einige Staaten mit mehreren Einheiten vertreten. Zum Atlas-Verbund gehören folgende 32 Einheiten aus den 27 EU-Mitgliedstaaten:


    Weiterhin kooperieren mit dem Atlas-Verbund:


    Operation Octopus

    Bei der Operation Octopus handelte es sich um eine groß angelegte multinationale maritime Übung, an der im September 2007 insgesamt 300 Polizeibeamte aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Schweden und Spanien teilnahmen. Die Übung fand im Hafen von Ostende statt und simulierte die Einnahme einer gekaperten Fähre. Die notwendigen Boote und Hubschrauber kamen aus Beständen der beteiligten Polizeibehörden.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Atlas-Verbund
    Liebe Grüße

    P.S. Kleine Ergänzung:
    http://www.bundestag.de/presse/hib/2...13_318/06.html
    http://www.antyterroryzm.gov.pl/palm.../688/PWGT.html
    Geändert von AreWe? (12.06.2013 um 08:45 Uhr)
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  2. #2
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    Regierung berichtet über Übung des Spezialkräfteverbundes Atlas

    Und wieder (das getürkte) 9/11 als Hintergrund .......

    Auch fühl ich mich schon viel sicherer.

    Über eine Übung des Spezialkräfteverbundes Atlas im April 2013 berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/13785) auf eine Kleine Anfrage die Fraktion Die Linke (17/13607). Darin verweisen die die Fragesteller darauf, dass die Zusammenarbeit polizeilicher Spezialkräfte der EU-Staaten „fortlaufend intensiviert“ werde und eine der „Zusammenarbeitsformen“ der europaweite Verbund „Atlas“ sei. Am 17. und 18. April 2013 habe die „bislang komplexeste Krisenreaktionssimulation auf europäischer Ebene“ stattgefunden, zitiert die Fraktion aus einer Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 17. April 2013. Bei der Übung „Common Challenge 2013“ hätten Spezialkräfte, die „Atlas“ angehören, „Terroranschläge in neun EU-Mitgliedstaaten in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens“ simuliert. Bewältigt worden seien „die terroristischen Angriffssimulationen dann zumindest teilweise durch gemeinsame Einsätze der beteiligten Spezialkräfte“.Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort erläutert, ist die Atlas-Kooperation „ein nicht institutionalisierter Zusammenarbeitsverbund von derzeit 36 Spezialeinheiten aus 29 europäischen Staaten“, der aus den Anschlägen des 11. September 2001 resultiere. Bei der genannten Übung habe es sich um eine Übung in der Verantwortung der Europäischen Union gehandelt. Der Schwerpunkt der Gesamtübung habe in der koordinierten, supranationalen Lagebewältigung einzelner Anlässe gelegen, „die aufgrund simulierter, europaweit gleichzeitiger Geiselnahmelagen durch eine Tätergruppierung erforderlich wurde“. Insgesamt hätten die unterschiedlichen Einsatzanlässe koordiniert bewältigt werden müssen, wobei die betroffenen Spezialeinheiten durch die Einheiten der jeweiligen Nachbarstaaten bei der Lagebewältigung unterstützt worden sein.

    Die Organisation, Durchführung und Bewältigung der neun Einzelübungen oblag laut Vorlage den übenden Mitgliedstaaten Österreich, Slowakei, Schweden, Irland, Lettland, Belgien, Spanien, Italien und Rumänien. Das angenommene Szenario und Ausmaß einer solchen Übung sei bewusst künstlich gehalten. Da ein konkreter Anlass nicht vorhersehbar sei, werde bei Übungen „ein breiter Ansatz gewählt, um möglichst viele denkbare polizeiliche Lagen/Ereignisse abzudecken“. Anhand der simultanen, gleichzeitigen Anschläge seien die betroffenen Mitgliedstaaten „fiktiv nicht in der Lage gewesen, mit den eigenen verfügbaren Mitteln, Ressourcen und Fachkenntnissen die entsprechende polizeiliche Lage selbst zu lösen“. Somit sei Unterstützung durch benachbarte Mitgliedstaaten notwendig gewesen. „Für diesen konkreten Fall ist es zwingend, dass Spezialeinheiten mit Blick auf Kommunikation, Einsatzmittel, polizeiliche Taktiken und hinsichtlich eines gemeinsamen Sprachgebrauches trainieren, um auf einen möglichen Ernstfall vorbereitet zu sein“, heißt es in der Antwort weiter.

    Quelle: http://www.bundestag.de/presse/hib/2...13_347/02.html
    Liebe Grüße
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  3. #3
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    Europäische Union stärkt Netzwerk von Spezialtruppen

    Allein in diesem Jahr organisiert die EU 65 Übungen europäischer SEK-Einheiten. Viel Geld fließt an die deutsche GSG 9, die eng mit der Cobra aus Österreich kooperiert
    Die Europäische Union will ihren Zusammenschluss polizeilicher Spezialeinheiten erheblich stärken. Dies geht aus einem Dokument der estnischen Ratspräsidentschaft hervor, das die britische Organisation Statewatch online gestellt hat. Es behandelt den sogenannten ATLAS-Verbund, in dem sich 38 Spezialeinsatzkommandos (SEK) aus 28 EU-Mitgliedstaaten sowie aus Norwegen, der Schweiz und Island koordinieren. Die Truppen sollen jetzt ein dauerhaftes Sekretariat erhalten, das nach derzeitigen Plänen beim Anti-Terrorzentrum der Polizeiagentur Europol in Den Haag angesiedelt würde.
    Auch der grenzüberschreitende Transport von Waffen und Einsatzausrüstung soll erleichtert werden. Der ATLAS-Verbund richtet in diesem Jahr 65 Übungen oder grenzüberschreitende Treffen aus, zu denen die Spezialeinheiten aus verschiedenen Ländern anreisen. Vor dem Grenzübertritt müssen oft zeitraubende Genehmigungen beantragt werden. Dies betrifft insbesondere Übungen mit Gefahrenstoffen. Schließlich sollen die Beteiligten des ATLAS-Verbundes auch das Verfahren für gegenseitige Hilfeersuchen vereinfachen.
    Umsetzung der "Solidaritätsklausel"

    Der nach den Anschlägen des 11. September 2001 gegründete ATLAS-Verbund gehört seit 2008 zu den Strukturen der Europäischen Union. Offiziell bei der EU-Kommission angesiedelt, wird das Netzwerk als eine der 18 "Expertengruppen" der Ratsarbeitsgruppe Strafverfolgung geführt. Die Europäische Union will sich damit auf große polizeiliche Lagen vorbereiten, die eine Unterstützung anderer Mitgliedstaaten erfordern.
    Grundlage für solche Einsätze wäre die sogenannte Solidaritätsklausel, die im Vertrag von Lissabon festgeschrieben ist (EU-Mitgliedstaaten beschließen Hilfe bei politischen Krisen und Terroranschlägen).
    Aus Deutschland beteiligt sich die GSG 9 der Bundespolizei am ATLAS-Verbund. In 2013 hatte die Truppe die bis dahin größte Antiterror-Übung der ATLAS-Einheiten ausgerichtet. Geführt wird die GSG 9 mittlerweile in der Bundespolizeidirektion 11 in Berlin-Kreuzberg. Das neugegründete Kommando bündelt alle Spezialkräfte der Bundespolizei unter einheitlicher Führung, darunter auch die Einheit für Schutzaufgaben im Ausland, die Abteilung Einsatz- und Ermittlungsunterstützung und den Bundespolizei-Flugdienst.
    Enge Zusammenarbeit mit Österreich

    Laut der britischen Bürgerrechtsorganisation Statewatch wurden die Finanzen des ATLAS-Verbundes in den vergangenen Jahren in großem Maße aufgestockt. Nutznießer war dabei oft die GSG 9, die zuletzt 2015 rund eine Million Euro von der EU-Kommission erhielt. Zu den weiteren Begünstigten gehörten die Cobra aus Österreich sowie Spezialeinheiten aus Ländern wie Estland, Polen oder Schweden.
    Nicht nur im ATLAS-Verbund arbeitet die GSG 9 eng mit der Cobra zusammen. Gemeinsam bilden sie den sogenannten Südschienen-Verbund. Vor Gipfeltreffen oder anderen Großereignissen entsenden beide Länder gegenseitig ihre Kräfte. Beim G20-Gipfel in Hamburg hatte die dortige Einsatzleitung die Truppe aus Österreich auch bei Ausschreitungen im Schanzenviertel eingesetzt (Häuserkampf zum G20: Spezialeinheiten hätten schießen dürfen).
    Entscheidungen des ATLAS-Verbundes werden im "Commanders-Forum" getroffen, in dem sich die Anführer der beteiligten Spezialeinheiten organisieren. Ihr Chef ist derzeit der Leiter der Cobra aus Österreich, Bernhard Treibenreif. Zu den jüngsten Beschlüssen des "Commanders-Forum" gehört unter anderem die engere Zusammenarbeit mit Europol. Derzeit werden die Aktivitäten von ATLAS durch die jeweilige Ratspräsidentschaft koordiniert.
    Das feste Büro bei Europol soll nun dafür sorgen, dass langfristige Projekte bei dem halbjährlichen Wechsel der Verantwortung nicht aus den Augen verloren werden. Schon jetzt kooperiert Europol eng mit den Spezialeinheiten. Geplant ist unter anderem der Umstieg auf das gesicherte SIENA-Netzwerk bei Europol, über das auch eingestufte Nachrichten verschickt werden können.
    Rechtliche Probleme bei der Finanzierung

    Allerdings wird die geplante Ansiedlung auch Probleme auf, denn nicht alle Spezialeinheiten von ATLAS sind auch an Europol beteiligt. Das könnte unter anderem bedeuten, dass sie von der gemeinsamen Kommunikation mit Europol ausgeschlossen bleiben. Ähnliche Stolpersteine würden sich bei der Finanzierung des neuen Sekretariates ergeben. Der ATLAS-Verbund könnte über den EU-Fonds für die Innere Sicherheit Teil des Europol-Budgets werden. Allerdings ist unklar, wie dann mit den Einheiten der Nicht-EU-Mitglieder Norwegen, der Schweiz und Island verfahren würde. Womöglich müsste deshalb der ATLAS-Ratsbeschluss von 2008 geändert werden.
    Die Vorschläge zur Stärkung des ATLAS-Verbundes wurden zunächst in einer gemeinsamen Sitzung der Ratsarbeitsgruppen "Terrorismus" und "Strafverfolgung" erörtert. Sie werden jetzt vom Europol Management Board und dann im "Commanders Forum" von ATLAS behandelt. Eine Arbeitsgruppe mit ATLAS, Europol und der Kommission soll dann konkrete Maßnahmen erarbeiten. Diese werden den Plänen zufolge noch in diesem Jahr vom Rat der Europäischen Union als Schlussfolgerungen erlassen. Vermutlich werden dann die EU-Kommission und die EU-Mitgliedstaaten mit ihrer Umsetzung beauftragt. Nach Estland haben Bulgarien und Österreich die halbjährliche Ratspräsidentschaft inne. Alle drei Länder haben im Rahmen ihrer "Triopräsidentschaft" den Ausbau des ATLAS-Verbundes zur gemeinsamen Priorität erklärt.

    Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Eur...n-3849186.html
    https://www.facebook.com/herbertkick...5271224812451/



    Am 9. und 10. Oktober fand in ganz Europa die bisher größte Übung von Spezialeinheiten statt. Das Spezialeinsatzkommando Baden-Württemberg ist stellvertretend für alle Spezialeinsatzkommandos in Deutschland Mitglied im sog. ATLAS-Verbund. Die GSG 9, Spezialeinheit der Bundespolizei, vertritt Deutschland ebenfalls im in diesem Verbund. In sieben Ländern Europas wurden zeitgleich unterschiedliche Szenarien durchgespielt. Ziel dieser Übung ist es, dass Zusammenwirken von Spezialeinheiten länderübergreifend zu trainieren.
    Könnte auch Werbung für ein Action-Game sein!

    Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage

    https://www.google.com/url?sa=t&rct=...Kiqv7or3VKT3x6
    LG
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