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Thema: PRISM - Alles zu diesem Thema und zur Internetüberwachung

  1. #1
    Redakteur Avatar von Angeni
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    PRISM - Alles zu diesem Thema und zur Internetüberwachung

    Ist das Internet sicher für uns und unsere Daten?
    Oder trügt der Schein und wir sind gläsern ohne es
    wirklich zu Wissen?
    Hier sammeln wir Berichte und können und uns unsere
    Meinung selber darüber bilden.

    US-Zeitungsbericht
    Angebliches Internet-Überwachungsprogramm löst Wirbel aus


    Nach Telefon- nun auch Internetdaten? Einer US-Zeitung zufolge nutzt die US-Regierung ein Überwachungsprogramm auf Rechnern von Firmen wie Apple und Skype - mit deren Zustimmung. Mehrere Firmen sehen das anders.


    Kabelgewirr in einem Serverraum: Ein Zeitungsbericht löst Rätselraten darüber aus, welche Daten die US-Regierung sammelt. Quelle: dapd

    WashingtonDer US-Geheimdienst NSA und die Bundespolizei FBI zapfen nach Informationen der „Washington Post“ direkt die zentralen Rechner von fünf Internet-Firmen an - mit deren Zustimmung. Auf diese Weise verschafften sie sich unter anderem Zugang zu Videos, Fotos, E-Mails, Dokumenten und Kontaktdaten. Dadurch seien Analysten in der Lage, die Bewegungen und Verbindungen von Personen über längere Zeiträume hinweg zu verfolgen, berichtete die Zeitung am Donnerstag (Ortszeit).
    Demnach wurde das geheime Programm mit dem Code-Namen PRISM 2007 ins Leben gerufen. Es habe sich im Laufe der Zeit massiv ausgeweitet. Papiere, die für die täglichen Briefings des Präsidenten vorbereitet würden, stützten sich mittlerweile größtenteils auf Erkenntnisse aus diesem Programm. Eine Stellungnahme der US-Regierung lag zunächst nicht vor.
    Der "Washington Post" liegen nach eigenen Angaben Dokumente und PowerPoint-Vorlagen zu dem bislang streng geheimen Programm vor. Den Angaben zufolge geht daraus hervor, welche Internet-Firmen sich beteiligten: Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, PalTalk, AOL, Skype, YouTube und Apple.
    Die Unterlagen seien der Zeitung von einem Geheimdienstmitarbeiter zugespielt worden, der über die nach seiner Sicht grobe Verletzung der Privatsphäre der Nutzer entsetzt gewesen sei. "Die können im wahrsten Sinne des Wortes sehen, wie Sie beim Tippen Ihre Gedanken ausformulieren", wurde der Insider zitiert. Wer als Kongress-Abgeordneter von dem Programm wisse, unterliege einer Schweigepflicht.
    In US-Kreisen wurde die Existenz des Programms bestätigt. Ein hochrangiger Regierungsmitarbeiter sagte der Nachrichtenagentur Reuters, erfasst würden nur die Daten von Nicht-US-Bürgern, die außerhalb des Landes lebten. Der Kongress habe das Programm jüngst "nach ausführlichen Anhörungen und Debatten" verlängert.
    Microsoft nahm der "Washington Post" zufolge 2007 als erster sogenannter "Partner im Privatsektor" am Programm teil. Apple verweigerte demnach fünf Jahre lang die Mitarbeit, bevor der Konzern auch beigetreten sei. Zwar sei PalTalk ein deutlich kleinerer Dienst als die anderen. Er sei jedoch während des Arabischen Frühlings und des Bürgerkriegs in Syrien rege genutzt worden. Der Online-Speicherdienst DropBox solle "in kürze" dazustoßen.
    Apple dementierte den Bericht umgehend. Das Unternehmen habe von dem Überwachungsprogramm noch nie gehört, hieß es dem „Wall Street Journal zufolge“ in der Mitteilung. Auch Google, Yahoo und Facebook wiesen den Bericht zurück.
    Google teilte mit, der Regierung sei nie "eine Hintertür" geöffnet worden. Microsoft erklärte, man leiste nur Anweisungen folge, die sich auf "spezifische Nutzer oder identifizierende Merkmale" bezögen. "Wir haben noch nie von PRISM gehört", sagte ein Apple-Sprecher. Wenn eine Regierungsstelle Zugang zu Nutzerd.
    Quelle

    Mehr Berichte zum Thema - bitte hier klicken

    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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    - Angeni

  2. #2
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    US-Internet-Überwachung:
    Was bisher bekannt ist


    Berichte über ein flächendeckendes Abgreifen von Nutzer-Daten bei US-Internet-Konzernen durch den Geheimdienst NSA haben für Empörung gesorgt. US-Regierung und die Unternehmen dementieren einen direkten Zugriff der Behörden auf die Server. Allerdings gibt es viele offene Fragen. Zugleich sickerten Details zur Internet-Überwachung durch.

    Bekommen die US-Geheimdienste nun Informationen von US-Internet-Unternehmen?
    Ja, und das ist auch seit Jahren bekannt. Nach dem „Patriot Act“ können Behörden mit Gerichtsbeschluss Zugang zu Informationen bekommen. Das neue an den Berichten über ein Programm Namens „PRISM“ wäre der freie Zugang zu den Servern von Google, Facebook und Co. statt eines punktuellen Zugriffs. Sowohl die Regierung als auch die Unternehmen weisen dies zurück. Laut US-Geheimdienstkoordinator James Clapper ist PRISM nur ein "internes Computersystem" der Behörden.

    Wie glaubwürdig sind die Dementis der Internet-Konzerne?
    Sie sind ähnlich formuliert und beziehen sich auf einen „direkten Zugriff“ auf Server der Unternehmen. Zugleich klingen einige davon auch sehr persönlich und aufrichtig. So versicherte der Chefentwickler des Online-Netzwerks Google+, Yonathan Zunger, er würde kündigen, wenn er davon Wind bekäme. Und er sei in einer Position bei Google, in der er eine so groß angelegte Spionage-Aktion eigentlich hätte mitkriegen müssen. Zunger ist offen in seiner „Abscheu“ für die NSA: „Wir haben nicht den Kalten Krieg geführt, damit wir die Stasi nachbauen können“.

    Könnte die NSA die Daten auch ohne Kooperation der Internet-Firmen bekommen?
    Absolut. Und Zunger beschreibt eine Möglichkeit dafür: Sie könnten den Datenstrom bei den Anbietern von Internet-Zugängen abgreifen und Datenpakete mit Bezug zum Beispiel zu Facebook oder Google herausfiltern.

    Gibt es Anhaltspunkte dafür?
    Die „New York Times“ zitierte am Wochenende einen Juristen „einer Technologiefirma“, der berichtete, wie die NSA einen Agenten ins Hauptquartier des Unternehmens abkommandiert habe, um den Verdächtigen in einem Cyberangriff zu überwachen. Der Agent habe von der Regierung entwickelte Software auf dem Server installiert und sei für mehrere Wochen geblieben, um Daten in ein Notebook der Agentur herunterzuladen. In anderen Fällen fordere die NSA Echtzeit-Daten an, die dann digital übermittelt würden.

    Wenn der US-Geheimdienst tatsächlich nur Zugang zu den Daten punktuell und mit Gerichtsbeschluss bekommt, wie erklärt sich dann der Satz des „Washington Post“-Informanten, der sagte: „Sie können buchstäblich sehen, wie Ihre Ideen entstehen, wenn Sie tippen“?
    Das muss kein Widerspruch sein. Der amerikanische Journalist und Geheimdienst-Experte Marc Armbinder beschreibt das Funktionieren des „PRISM“-Systems so: Zum Beispiel könnte Facebook die Anordnung bekommen, Informationen über alle Profile aus Abbottabad in Pakistan herauszurücken, angenommen, es gibt 50 davon. „Diese Accounts werden ständig aktualisiert. Also erstellt Facebook eine “Spiegel„-Version der Inhalte, zu der nur die NSA Zugang hat. Die ausgewählten Profile werden in Echtzeit sowohl auf dem Facebook-Server als auch auf dem gespiegelten Server aktualisiert. PRISM ist das Werkzeug, das das alles zusammenbringt.“

    Die US-Regierung betont, dass die Überwachung und die Verwendung der Daten strikt überwacht werden, von wem?
    Die Abläufe bleiben komplett im geheimen Bereich. Die Geheimdienst-Anfragen nach Nutzer-Daten müssen zwar von einem Gericht bewilligt werden - aber es ist ein speziell dafür geschaffenes Gericht mit elf Richtern. Die Anfragen sind so geheim, dass die Unternehmen selbst über ihre Existenz schweigen müssen.
    Quelle

    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  3. #3
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    Ertappter Datenjäger:
    US-Spionagechef kanzelt Medien ab


    US-Geheimdienstchef James Clapper ärgert sich über die Berichterstattung über die Internet-Spitzeleien durch Washington. Geichzeitig bestätigte er erstmals offiziell den Namen des enthüllten Projekts und nennt weitere Einzelheiten.
    Das Überwachungsprogramm sei völlig legal, erklärte US-Geheimdienstchef James Clapper. Gleichzeitig kritisierte er «leichtsinnige Enthüllungen» und warf den Medien vor, «bedeutende Fehldarstellungen» verbreitet zu haben.

    Projektnamen erstmals bestätigt

    Der Geheimdienstchef bestätigte im Rahmen seiner Erklärung erstmals den Projektnamen «PRISM». In einem dreiseitigen Dokument legte die US-Regierung zusätzlich Hintergrundinformationen zu der Internet-Überwachung vor.
    Die Administration könne nur dann eine Internet-Überwachung anordnen, wenn es einen «zulässigen und dokumentierten geheimdienstlichen Zweck im Ausland» gebe, heisst es in dem Papier. Darunter fielen der Kampf gegen den Terrorismus, die Verbreitung von Waffen und Cyberbedrohungen. In früheren Erklärungen der US-Regierung zu dem Thema waren die letzten beiden Punkte nicht aufgelistet worden.
    Washington zapft an im Silicon Valley

    Internes Computersystem
    Die «PRISM»-Dokument erläutert zudem, dass keine Daten erfasst worden seien, ohne dass es die beteiligten Unternehmen gewusst hätten. Bei dem Programm handele sich auch nicht um ein geheimes Sammelprogramm, sondern um ein internes Computersystem der Regierung. Details über die Art der gesammelten Infos nennt das Papier nicht. Es besagt aber, dass etwa Pläne von Terrororganisationen aufgespürt worden seien.
    Aufgrund der Geheimhaltung könne er nicht alle Ungenauigkeiten in der Berichterstattung korrigieren, erklärte US-Geheimdienstchef Clapper. Er habe aber mit der «PRISM»-Dokumentation einige Informationen freigegeben, um manche verbreiteten «Mythen» zerstören zu können.

    Internet-Firmen verneinen Beteiligung
    Britische und US-Medien hatten Ende der Woche die Existenz des streng geheimen Überwachungsprogramms enthüllt. Daran sollen mehrere der grössten Internet-Konzerne des Landes beteiligt sein. Diese haben jedes Wissen über «PRISM» verneint und erklärt, man gebe nur Daten der Nutzer heraus, wenn man per Gesetz dazu verpflichtet sei.
    Den Medienberichten zufolge greift der US-Geheimdienst massenhaft Informationen von grossen Diensten wie Google, Facebook, Microsoft, Apple oder Yahoo ab
    Quelle

    Video sehr aussagekräftig:


    Washington zapft an im Silicon Valley

    Der amerikanische Geheimdienst greift gemäss Medienberichten seit
    2007 auf Daten der führenden US-Internet-Konzerne. Demnach hatten
    die Staatsschützer Zugang zu Millionen von E-Mails, Fotos oder Videos.
    Auch die Schweiz ist betroffen.

    Hier klicken und zum Video gelangen




    Zugriff der USA auf Daten reicht noch tiefer

    Die Überwachung der elektronischen Kommunikation durch die amerikanische Regierung reicht noch tiefer als bisher angenommen. Sie zielt nicht nur auf Telefondaten der grössten Anbieter, sondern auch auf fast alle wichtigen Internetdienste. Weiterlesen


    LG Angeni
    Geändert von Angeni (09.06.2013 um 17:40 Uhr)
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  4. #4
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    USA spähen weltweit Internet-Nutzer aus

    Prism heißt das Überwachungs-Programm des US-Geheimdiensts NSA.
    Dieser Cyber-Spion sammelt im Internet fleißig private Daten, z.B.
    E-Mails, Chats, Fotos, Videos. Betroffen sind offenbar nicht nur
    US-Bürger. Präsident Obama verteidigte das Programm als
    Maßnahme der Terrorbekämpfung.



    LG Angeni
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    Angeni



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  5. #5
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    PRISM - Whistleblowing

    Es gibt zwar einige Artikel darüber, aber es scheint mir, dass sich viele Leute der Bedeutung dieser Nachricht überhaupt nicht im Klaren sind.

    PRISM ist ein seit dem Jahr 2007 existierendes, als streng geheim eingestuftes und von der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) geführtes Programm zur Überwachung und Auswertung von elektronischen Medien und elektronisch gespeicherten Daten.[1]
    Laut einer zuerst von der Washington Post[2] und dem britischen Guardian[3] im Juni 2013 veröffentlichten Präsentation sind an dem Programm neun der größten Internetkonzerne und Dienste der USA beteiligt: Microsoft (u. a. mit Skype), Google (u. a. mit YouTube), Facebook, Yahoo!, Apple, AOL und Paltalk.[2] Die Quelle der Veröffentlichungen ist Edward Snowden, ein früherer technischer Angestellter der CIA, der sich am 9. Juni in einem Interview mit den Jounalisten Gleen Greenwald und Ewen MacAskil outete[4][5].
    PRISM soll eine tiefgreifende Überwachung von Personen innerhalb und außerhalb der USA ermöglichen, die digital kommunizieren. Dabei ist es der NSA und dem FBI[2] laut der Washington Post möglich, auf live geführte Kommunikation und gespeicherte Informationen bei den beteiligten Internetkonzernen zuzugreifen.[6] Auf welche Daten zugegriffen werden kann, soll laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom jeweiligen Anbieter abhängen.[7]
    Die Veröffentlichungen zu PRISM sind Teil einer umfangreicheren Offenlegung geheimer US-amerikanischer Dokumente, die auch das Sammeln von Metadaten von Telefongesprächen in den USA, eine geheime Direktive des US-Präsidenten Obama zur Erstellung einer potenziellen Zielliste für Cyberattacken,[8] und ein Boundless Informant genanntes Datamining-Tool beinhaltet. Dieses schlüsselt z. B. in einer Landkarte nach Farben auf, aus welchen Ländern wie viel Information kommt.

    weiter hier: http://de.wikipedia.org/wiki/PRISM_%...ngsprogramm%29


    Full Interview Released on June 9, 2013 - The 29-year-old source behind the biggest intelligence leak in the NSA's history explains his motives, his uncertain future and why he never intended on hiding in the shadows. The individual responsible for one of the most significant leaks in US political history is Edward Snowden, a 29-year-old former technical assistant for the CIA and current employee of the defence contractor Booz Allen Hamilton. Snowden has been working at the National Security Agency for the last four years as an employee of various outside contractors, including Booz Allen and Dell.

    The Guardian, after several days of interviews, is revealing his identity at his request. From the moment he decided to disclose numerous top-secret documents to the public, he was determined not to opt for the protection of anonymity. "I have no intention of hiding who I am because I know I have done nothing wrong," he said.

    Snowden will go down in history as one of America's most consequential whistleblowers, alongside Daniel Ellsberg and Bradley Manning. He is responsible for handing over material from one of the world's most secretive organisations -- the NSA.
    NSA whistleblower Edward Snowden: 'I do not expect to see home again'

    Source for the Guardian's NSA files on why he carried out the biggest intelligence leak in a generation – and what comes next.

    weiter hier: http://www.guardian.co.uk/world/2013...rd-snowden-why
    http://www.guardian.co.uk/world/2013...r-surveillance

    http://www.guardian.co.uk/world/video/2013/jun/09/nsa-whistleblower-edward-snowden-interview-video


    PRISM-Whistleblower bekennt sich

    Ein 29-jähriger Techniker ist die Quelle der jüngsten Enthüllungen über die massive Daten-Sammlung des US-Geheimdiensts NSA bei US-Internet-Diensten. Er trat am Sonntagabend mit einem Interview in britischen Zeitung Guardian aus eigenem Wunsch aus dem Schatten. Der junge Mann namens Edward Snowden war nach eigenen Angaben die vergangenen vier Jahre als Mitarbeiter externer Unternehmen für den US-Geheimdienst NSA tätig. "Sie haben keine Ahnung, was alles möglich ist", sagte er über die Spionage-Möglichkeiten der US-Amerikaner.

    Edward Snowden
    Bild: The Guardian Nach den von Snowden enthüllten Dokumenten sammelt die NSA in großem Stil Daten bei Internet-Diensten wie Google, Facebook, Microsoft, Apple und Yahoo. "Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, die so etwas macht", sagte Snowden. "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles was ich mache und sage aufgenommen wird." Seine größte Befürchtung sei, dass sich nichts ändern werde.
    Die US-Regierung hatte erst wenige Stunden zuvor die Informationen über eine ausufernde Sammlung von Daten im Internet durch ein System mit dem Namen PRISM zurückgewiesen. "PRISM ist kein geheimes Programm zum Sammeln oder Aufsaugen von Daten", erklärte US-Geheimdienstkoordinator James Clapper am Samstag. "Es ist ein internes Computersystem der Regierung." Es diene dazu, das gesetzlich erlaubte Sammeln elektronischer Informationen bei der Auslandsaufklärung zu unterstützen.
    Snowden beschrieb im Guardian dagegen sogar noch eine größere Dimension der Datensammlung als die von ihm enthüllten Dokumente andeuten: "Die NSA hat eine Infrastruktur aufgebaut, die ihr erlaubt, fast alles abzufangen." Damit werde der Großteil der menschlichen Kommunikation automatisch aufgesaugt. "Wenn ich in ihre E-Mails oder in das Telefon ihrer Frau hineinsehen wollte, müsste ich nur die abgefangenen Daten aufrufen. Ich kann ihre E-Mails, Passwörter, Gesprächsdaten, Kreditkarteninformationen bekommen."
    Snowden war am 20. Mai 2013 mit den Dokumenten nach Hongkong geflohen und sprach dort mit dem Guardian. Er ist sich über die Konsequenzen seines Handelns bewusst. "Nichts Gutes", lautete seine Antwort auf die Frage, was mit ihm weiter passieren werde. Er gehe davon aus, dass er nie wieder mit seiner Familie oder seinen Freunden Kontakt aufnehmen könne. Seine Hoffnung sei, dass ihn Hongkong nicht ausliefern werde, auch wenn ihm das Risiko einer Gefängnisstrafe von Anfang an klar gewesen sei. "Ich glaube nicht, dass ich mein Zuhause jemals wiedersehen werde."
    Hongkong habe er sich als Ziel ausgesucht, weil sich die Sonderwirtschaftszone dem Recht auf freie Rede und auf politische Abweichung verpflichtet habe. Die Regierung Hongkongs sei unabhängig von China, sagte Snowden. Die USA werde möglicherweise einen Auslieferungsantrag stellen oder die chinesische Regierung könne ihn als wichtige Informationsquelle betrachten. Auch könne er entführt und in die USA gebracht werden, lauten die Befürchtungen laut Guardian.
    Snowden agierte demnach auch bei der CIA, als Mitarbeiter mehrerer externer Unternehmen wie die Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton und der PC-Hersteller Dell. Er beschreibt sein bisheriges Leben als angenehm mit einem Jahresgehalt von 200.000 US-Dollar, einem sicheren Job und ein Zuhause in Hawaii, in dem er mit seiner Freundin gelebt habe. Er wolle dies opfern, weil er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren könne, dass die US-Regierung die Privatsphäre, die Freiheit des Internets und grundlegende Freiheiten weltweit mit seinem Überwachungsapparat zerstöre.
    Der Guardian berichtete am Wochenende auch von einem System der NSA, das einen Überblick über die weltweit gesammelten elektronischen Informationen gebe. Es heiße "Boundless Informant" (etwa: grenzenloser Informant) und zeige unter anderem an, wie sich die Daten auf einzelne Länder verteilen. Allein im März habe die NSA laut dem System 97 Milliarden Daten-Einheiten aus Computer-Netzwerken in aller Welt gesammelt. Davon entfielen 14 Milliarden auf den Iran und 13,5 Milliarden auf Pakistan, wie der Guardian berichtete.

    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldu...h-1885409.html
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  6. #6
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    ja Arewe, hat mich auch erstaunt wie ruhig es hier ist.
    Das Ausmas ist enorm, zumdem von Obama bestätigt.
    Auch wieder ein typisches Thema wo Kritiker hätte sagen
    können "ja die VT wieder...."
    ...ist aber Realität!

    Also HALLO Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  7. #7
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    NSA-Leak

    Sogar den Überwachern wird die Überwachung zu viel

    Edward Snowden wollte nicht länger am Überwachungsstaat bauen und suchte Öffentlichkeit. Sie ist der beste Schutz vor einem System, in dem alle sich misstrauen.


    © Patrick Semansky/AP/dpa


    Standort der National Security Administration (NSA) in Fort Meade

    Edward Snowden lebte auf Hawaii, verdiente nach eigener Aussage 200.000 Dollar im Jahr, hatte eine Freundin und die Aussicht auf eine stetige und ertragreiche Karriere in der amerikanischen Sicherheitsindustrie. Was für viele wie ein Traum klingen mag, hat der 29-jährige Snowden aufgegeben, weil er nicht mehr schweigen, nicht mehr länger Teil der Überwachungsmaschine National Security Agency (NSA) sein wollte. Wissend, dass ihm eine jahrelange Odyssee, Armut und viele Jahre Gefängnis drohen, hat er sich mit einem der größten Geheimdienste der Welt angelegt, seine Geschichte dem britischen Guardian erzählt und sein Gesicht damit weltweit bekannt gemacht.

    Das ist ein gutes Zeichen. Snowden ist längst nicht der erste, der Geheimnisse dieses Dienstes öffentlich macht. Aber er ist der erste, der nicht nur seine Geschichte erzählt, sondern auch sogleich seinen Namen nennt und sein Gesicht dazu zeigt. Keine Geheimnisse mehr, heißt das, kein Verstecken.

    Was nur konsequent ist. Snowden kennt die Methoden und Möglichkeiten der NSA. Im Interview mit dem Guardian sagte er: "Wenn ich Ihre E-Mails oder die Telefonnummer ihrer Frau sehen will, muss ich nur in die abgefangenen Daten schauen. Ich kann alles bekommen, Ihre Mail, Ihre Passwörter, Ihre Telefonate, ihre Kreditkarten." An seinem Computer bei der NSA hätte er jeden abhören können, egal ob Bundesrichter oder US-Präsident.
    Sich zu verstecken, ist angesichts dessen keine Option mehr. Öffentlichkeit und Transparenz sind der einzige Schutz, ja vielleicht überhaupt der bessere Weg, um mit dem ganzen Problem umzugehen.

    Politik braucht Hilfe
    Und ein Problem ist es. Das zeigt der Fall Prism auch: Er belegt, dass die technische Überwachung ein Ausmaß erreicht hat, das selbst die Überwacher erschreckt. Snowdens Vorwurf: Die Überwachung der NSA werde durch Gesetze und Politik nicht effektiv kontrolliert, sie wachse immer weiter, je mehr technisch möglich sei.

    Kai Biermann





    © ZEIT ONLINE



    Kai Biermann ist Redakteur im Ressort Digital bei ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.
    @kaibiermann folgen@zeitonline_dig folgen





    Politik hat Mühe, mit dieser Technik Schritt zu halten. Nicht nur, weil Gesetze lange Zeit benötigen und technischer Fortschritt oft schneller ist. Sondern auch, weil Politiker die Auswirkungen ihres Tuns nicht immer überblicken. Zu komplex sind manche Systeme, zu weitreichend manche Entscheidungen.

    Politik braucht Hilfe. In demokratischen Gesellschaften ist es die Öffentlichkeit, die beim Korrigieren von Fehlentwicklungen helfen kann. Whistleblower sind daher ein wesentlicher Bestandteil der Demokratie. Nur was die Öffentlichkeit kennt, kann sie verhandeln.

    Kultur des Whistleblowings
    Snowden und andere wollen diese Hilfe geben und opfern dafür sogar ihre Existenz. Snowden steht für eine Entwicklung, die seit einiger Zeit zu beobachten, die spätestens seit WikiLeaks offensichtlich ist: Er steht für eine Kultur des Whistleblowings, des Öffentlichmachens von Missständen und Problemen, ohne dafür etwas zu verlangen.

    Deswegen sieht Snowden sich auch als guten Bürger. Juristisch beging er aus Sicht der USA Hochverrat. Snowden aber sagt, er habe nichts Falsches getan, er habe lediglich auf Machtmissbrauch hingewiesen.

    Die meisten Menschen können seine Haltung sicher nachvollziehen: "I don't want to live in a society that does these sort of things … I do not want to live in a world where everything I do and say is recorded." Er möchte in keiner Gesellschaft leben, in der alles Gesagte und Getane aufgezeichnet und ausgewertet werden kann, sagte er im Guardian.
    Quelle: http://www.zeit.de/digital/datenschu...d-snowden-leak
    Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende


  8. #8
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    Die Furcht vor dem Datensauger NSA

    Scharf dementieren Internetfirmen Vorwürfe, der US-Regierung direkten Zugang zu Servern zu gewähren. Der US-Geheimdienst könnte aber an anderer Stelle die Daten anzapfen – ohne das Wissen von Google, Facebook und Co.

    DüsseldorfDie Internetüberwachung durch den US-Geheimdienst NSA bringt angeschwärzte Unternehmen wie Google, Facebook und Microsoft in Erklärungsnöte. Die Konzerne sind laut einer von dem 29-jährigen IT-Experten Edward Snowden der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Präsentation Teil des Datensammelprogramms PRISM der NSA. Die Firmen haben zwar dementiert, dass sie der Regierung direkten Zugang zu Kundendaten ermöglichten, wie es zunächst geheißen hatte. Dennoch ist die Verunsicherung der Nutzer hoch, dass ihre Daten in größerem Maße als bislang bekannt ausgespäht werden könnten.

    Denn der genaue Umfang der von der NSA erfassten Daten ist nach wie vor unklar. Snowdens Äußerungen erwecken den Anschein, dass die Überwachung weitreichender sein könnte als von den Unternehmen selbst eingeräumt. Vielleicht ist ihnen gar nicht selber bewusst, welche Fähigkeiten der Geheimdienst hat. „Die NSA hat eine Infrastruktur aufgebaut, die ihr erlaubt, fast alles abzufangen“, sagt der IT-Experte Snowden in einem umfangreichen Interview mit der Zeitung „The Guardian“. Damit werde der Großteil der menschlichen Kommunikation automatisch aufgesaugt. „Wenn ich in ihre E-Mails oder in das Telefon ihrer Frau hineinsehen wollte, müsste ich nur die abgefangenen Daten aufrufen. Ich kann ihre E-Mails, Passwörter, Gesprächsdaten, Kreditkarten-Informationen bekommen.“

    Bekannte „Whistleblower“ in US-Sicherheitsbehörden


    • Bradley Manning

      Der Soldat Manning stach Hunderttausende militärische Geheimdokumente und Diplomatendepeschen an die Enthüllungsplattform Wikileaks durch. Seit der vergangenen Woche muss sich der Obergefreite daher vor einem Militärgericht in Fort Meade in Maryland verantworten. Der Fall gilt als der größte Geheimnisverrat der amerikanischen Geschichte.
    • Jeffrey Wigand
    • Frederic Whitehurst
    • Mordechai Wanunu
    • W. Mark Felt
    • Daniel Ellsberg


    Snowden selbst habe durch seine Tätigkeit für die IT-Beratungsfirma Booz Allen Hamilton und andere Sub-Unternehmer des US-Geheimdienstes NSA vom Umfang des Überwachungsprogramms erfahren. Booz Allen Hamilton rühmt sich damit, dass ein Großteil der 25.000 Mitarbeiter von der US-Regierung eine Sicherheitsfreigabe von „Top Secret oder höher“ hätte. Die Beratungsfirma ist ein Spezialist für IT-Sicherheit und arbeitet für viele amerikanische Behörden.
    Die Chefs der angegriffenen Internetunternehmen haben erbost auf die Details aus der NSA-Präsentation reagiert. Es gebe „keine Hintertür“ zu Google-Servern versicherte etwa Google-Vorstandschef Larry Page. Lediglich auf Basis genau geprüfter Gerichtsbeschlüsse gebe Google Daten heraus. Das Programm PRISM ist laut Darstellung von US-Geheimdienstdirektor James Clapper lediglich eine interne Computer-Anwendung der NSA, um Auskunftsersuchen zu vereinfachen. Die Behörde teile das in der Hoffnung mit, einige der Mythen über PRISM einzugrenzen.
    Diese Beurteilung gibt den bisherigen Dementis der Internet- und Technologiefirmen recht, nur auf richterlichen Beschluss Daten herauszugeben. Allerdings gibt es Zweifel, ob sich der Geheimdienst mit dieser Möglichkeit der Datensammlung zufrieden gibt.
    Quelle
    LG Angeni



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    Snowden in Hongkong vorerst sicher

    Edward Snowden, der das Geheimdienst-Programm PRISM öffentlich machte, droht in den USA ein Prozess. Deshalb ist der 29-Jährige erst einmal in Hongkong abgetaucht – und bekommt Ratschläge von einem Gejagten.



    Auch in den USA hat Whistleblower Edward Snowden Anhänger. Quelle: AFP

    HongkongDer frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, der den amerikanischen Spionage-Skandal aufgedeckt und sich nach Hongkong geflüchtet hat, ist in der chinesischen Sonderverwaltungsregion vorerst sicher. Wie Rechtsexperten erläuterten, wäre der 29-Jährige durch das Justizsystem in Hongkong vor einer schnellen Auslieferung an die USA geschützt. Das Verfahren könnte Monate dauern. Noch liegt aber kein Antrag vor. Wo Snowden sich aufhält, war am Dienstag unbekannt.

    Ein Gast namens Edward Snowden wohnte vorübergehend im Mira Hotel im Stadtviertel Tsim Sha Tsui, ist aber am Montag ausgezogen, wie Mitarbeiter berichteten. Der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter hatte sich vor drei Wochen von Hawaii nach Hongkong geflüchtet. Das autonom regierte Hongkong hat – anders als China – zwar ein Auslieferungsabkommen mit den USA, doch könnte sich Snowden unter Hinweis auf politische Verfolgung dagegen wehren und zudem drei Berufungsinstanzen durchlaufen.
    Eine Auslieferung könnte am Ende auch durch die chinesische Regierung verhindert werden, falls Peking seine nationalen Interessen beeinträchtigt sehen sollte. Snowden könnte in Hongkong auch politisches Asyl beantragen, was ihm ebenfalls viel Zeit schenken würde, auch wenn sein Ersuchen am Ende abgelehnt würde, erläuterten Menschenrechtsexperten.

    Snowden hatte die Hafenmetropole nach eigenen Angaben wegen des Engagements der sieben Millionen Hongkonger für freie Meinungsäußerung und das Recht auf abweichende Meinungen als Zufluchtsort gewählt. Der langjährige China-Beobachter Johnny Lau Yui-Siu hält es für unwahrscheinlich, dass der junge Amerikaner auf Anweisung Pekings ausgeliefert werden könnte: „Die chinesisch-amerikanischen Beziehungen sind nicht gut genug, als dass Peking die Hongkonger, die sich Freiheit und Rechtsstaatlichkeit zu Herzen nehmen, wieder provozieren würde“, sagte Lau der Zeitung „South China Morning Post“.
    Unterdessen empfahlt Wikileaks-Gründer Julian Assange dem Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter Snowden, Asyl in Lateinamerika zu beantragen. „Lateinamerika hat gezeigt, dass es bei den Menschenrechten vorankommt und eine lange Asyl-Tradition hat“, sagte Assange, der selbst in der ecuadorianischen Vertretung in London Asyl erhalten hat, am Montagabend (Ortszeit) in einem Interview des US-Senders CNN.
    Das vom Snowden aufgedeckte weltweite US-Ausspähprogramm für Internet- und Telefonverbindungsdaten habe keine rechtliche Grundlage, sagte Assange. Auch dürfe man den Beteuerungen von US-Präsident Barack Obama keinen Glauben schenken, dass keine Gespräche mitgehört würden. „Man kann überhaupt keinen Erklärungen trauen, die das Weiße Haus abgibt“, sagte Assange. „Niemand hat Obama den Auftrag für eine weltweite Überwachung erteilt.“
    Bekannte „Whistleblower“ in US-Sicherheitsbehörden
    hier einsehen: Quelle

    LG Angeni
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    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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    Renommee: 416772
    NSA überwacht Deutschland immer noch

    Aus keinem anderen europäischen Land saugt die NSA mehr Daten ab als aus Deutschland. Warum? Dazu bemühen einige den Terror vom 11. September. Andere führen verschwörungsähnliche Theorien an.



    Stützpunkt der US-Armee in Bad Aibling. Deutschland wird überwacht wie kein anderes europäisches Land. Quelle: ap

    Boundless Informant, unbegrenzter Auskunftsgeber, heißt das Analysewerkzeug, mit dem der US-Auslandsgeheimdienst NSA Milliarden abgehörter Kommunikationsdaten filtert. Der Guardian berichtet, dass der Geheimdienst dank Boundless Informant sehen kann, über welches Land er am meisten weiß. Deutschland steht auf dieser Karte weit oben. Nach Ländern wie Pakistan, Afghanistan, China, Ägypten oder Indien kommt dann bald schon Deutschland. Aus keinem anderen europäischen Land saugt die NSA mehr Daten ab als aus Deutschland. Warum?
    „Ich finde das nicht so erstaunlich“, sagt Wolfgang Wieland, Sicherheitspolitiker der Grünen im Bundestag. In Deutschland hätten die Attentäter des 11. September gelebt, hier gebe es „regen Reiseverkehr von Islamisten“, Deutschland sei das stärkste Land in Europa und gleichzeitig eines, das keine Vorratsdatenspeicherung kennt und viel Wert auf Datenschutz lege.
    „Möglicherweise sagen sich die USA, wenn die Deutschen das nicht selber machen und die Daten erheben, dann machen wir es eben“, sagte Wieland. Er sehe das eher als ein Kompliment, „dass sie kein Vertrauen in die Überwachungsmaßnahmen hier haben“.

    Zumindest den ersten Punkt teilen auch andere Sicherheitspolitiker. „Sollte diese Information [des Guardian, Anm.d.Red.] zutreffend sein, kann ich mir das nur so erklären, dass wir hier bittere Erfahrungen mit Terrorismus gemacht haben“, sagt Wolfgang Bosbach von der CDU. „In den vergangenen Jahren sind hier acht Anschläge fehlgeschlagen oder vereitelt worden, das bleibt natürlich auch den Amerikanern nicht verborgen.“

    Ob CDU, SPD, FDP oder Linke, sie alle verweisen auf die Terroristen um Mohammed Atta, die in Hamburg lebten, bevor sie in die USA flogen, um die Flugzeuge zu entführen. Aber genügt dieses Ereignis von vor zwölf Jahren als Erklärung für das nachhaltige Interesse?
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