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Thema: Katastrophenforschung

  1. #31
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    AW: Katastrophenforschung

    Naturkatastrophen forderten seit 1900 acht Millionen Todesopfer

    Am ersten Tag der Generalversammlung der European Geosciences Union in Wien referierten Experten über Auswirkungen des Klimawandels Wien – In Europa wird es durch den Klimawandel in den nächsten Jahrzehnten eine Welle von extremen Wetterereignissen geben, berichteten Forscher bei einer Pressekonferenz am ersten Tag der Generalversammlung der European Geosciences Union (EGU) in Wien.

    Seit 1900 forderten Naturkatastrophen weltweit bereits acht Millionen Tote und verursachten sieben Billionen Dollar Schaden, hieß es. "Europa wird einen progressiven und sehr starken Anstieg von allgemeinen Klimarisiken sehen", sagte Giovanni Forzieri vom Institute for Environment and Sustainability des Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission.

    Extreme Wetterereignisse würden laut Modellberechnungen mit 840 verschiedenen Risikoszenarien häufiger, woran klar erkennbar der von Menschen verursachte Klimawandel schuld sei. Hitze und Hochwasser "Von der aktuellen Frequenz der Naturkatastrophen haben wir modelliert, wie oft das in Zukunft passieren wird", so Forzieri. Was bisher als "Jahrhundertereignis" bezeichnet wurde, dürfte in den kommenden Jahrzehnten weitaus häufiger passieren. Besonders stark betroffen sei der Südwesten Europas. Dort müsse man mit häufigeren Hitzewellen, Dürren und verheerende Großbränden rechnen.

    Viele wiederum von Hochwasser gefährdete Gebiete seien dicht bevölkert und für die Wirtschaft zentral – Unwetter und Überschwemmungen könnten dort schwerwiegende Schäden anrichten. Weltweit haben Naturkatastrophen seit 1900 schon acht Millionen Menschenleben und sieben Billionen Dollar (6,2 Billionen Euro) Schaden verursacht, sagte James Daniell vom Geophysikalischen Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Zu diesem Ergebnis kamen er und Kollegen durch das Auswerten von mehr als 35.000 Katastrophenereignissen.

    "Ein Drittel des wirtschaftlichen Gesamtschadens geht auf das Konto von Flutkatastrophen, Erdbeben verursachten 26 Prozent der Schäden", so Daniell. Stürme seien mit 19 Prozenten ebenfalls maßgeblich beteiligt und verursachten in jüngster Zeit sogar mehr Schäden als Überschwemmungen. Vulkanausbrüche machten lediglich ein Prozent aus. Vier Millionen Tote durch Flutkatastrophen Flutkatastrophen verursachten die Hälfte der insgesamt acht Millionen Toten durch Naturkatastrophen von 1900 bis 2015. Erdbeben forderten in diesem Zeitraum 2,32 Millionen Todesopfer, Vulkanausbrüche 98.000. In jüngster Zeit sei der Tsunami im Indischen Ozean 2004, der 230.000 Menschenleben kostete, die schwerste Katastrophe gewesen. "Das Ereignis mit den bisher meisten Todesopfern ist aber das Hochwasser 1931 in China mit 2,5 Millionen Toten", sagte Daniell. "Grundsätzlich sind weniger entwickelte Länder durch Katastrophen verwundbarer", so der Forscher.

    Sie müssten daher auch in Zukunft höhere wirtschaftliche Schäden und mehr Todesopfer durch Naturkatastrophen befürchten als besser entwickelte Regionen. Die "Generalversammlung der European Geosciences Union (EGU)" findet vom 17. bis 22. April im Austria Center in Wien statt. Laut EGU referieren und diskutieren hier mehr als 13.000 Geowissenschafter aus aller Welt über den Klimawandel, Naturkatastrophen, Rohstoffe sowie Weltraumprojekte. (APA, red, 18.4.2016) http://derstandard.at/2000035120308/...nen-Todesopfer

    Der WK 1 hat rund 25 Millionen tote,
    WK 2 rund 80 Millionen, mit allen Kriegsfolgen
    und rund 25 Millionen tote durch US-Kriege seit 1945!

    ...da ist die Natur mit 8 Millionen noch gnädig!

    LG

  2. #32
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Katastrophenforschung

    The Big Ones: Scientist warns up to 4 quakes over 8.0 possible under ‘current conditions.


    Die Big Ones: Wissenschaftler warnt bis zu 4 bebt über 8,0 möglich unter 'aktuellen Bedingungen.

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    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  3. #33
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    AW: Katastrophenforschung

    Erdbeben und Vulkanausbrüche: Unser Planet im Aufruhr

    Die Meldungen über Naturkatastrophen scheinen sich derzeit zu überschlagen – der mexikanische Vulkanriese Popocatéptl erwacht zu neuem Leben, Erdbeben in Ecuador, Japan und im Yellowstone beherrschen die Schlagzeilen. Gerät die Erde aus dem Gleichgewicht?


    Tatsächlich scheinen so manche Katastrophen – rein statistisch betrachtet – mittlerweile überfällig zu sein. Ob nun große Ausbrüche von Vesuv und Ätna, ein starkes Beben in der Region des San-Andreas-Grabens oder sogar eine verheerende Eruption des Yellowstone-Supervulkans. Selbst der große Schlag von außen, der Absturz eines größeren Asteroiden, gilt als überfällig.

    Nun klingt das alles vor allem nach Spekulation und Panikmache. Außerdem: Wurde die Welt nicht seit ihrem Bestehen schon immer von Katastrophen heimgesucht? Und hat sie nicht trotzdem weiterexistiert? Immer wieder gab es allerdings geologisch aktivere Perioden. Auch wenn sich mit Wahrscheinlichkeiten kaum allzu sinnvoll operieren lässt, fällt derzeit eine Häufung geologischer Aktivität auf. Einige Geologen sehen darin Anzeichen für bevorstehende größere Katastrophen. Diese Fachleute, wohl allen voran Jim O. Berkland, gelten allerdings als Außenseiter ihrer Zunft.

    Tatsache ist, dass letzte Woche der gefährlichste Vulkan Mexikos wiedererwachte. Der beinahe 5500 Meter hohe Popocatépetl, kurz auch »El Popo« genannt, begann vom 17. auf den 18. April wieder Feuer zu speien, warf Lava aus und produzierte laut Angaben des mexikanischen National Disaster Prevention Center (CENAPRED) eine rund drei Kilometer aufragende Aschesäule.

    Der Vulkan zeigt sich bereits seit einigen Jahren steigend aktiv: Die Serie begann nach einer rund 70 Jahre währenden Ruhephase kurz vor Weihnachten 1994. Sie setzte sich dann durch weitere Ausbrüche in den Jahren 2000, 2007, 2011, 2012, 2013 und 2015 fort. Ganz eindeutig nimmt alsodie Aktivität zu.

    In der Region leben etwa 25 Millionen Menschen, die direkt von Ausbrüchen des Vulkans betroffen sind – allein in Mexico City leben 18 Millionen Menschen. Für sie besteht akute Gefahr. Ein großer Ausbruch wäre eine in modernen Zeiten nie dagewesene Katastrophe für Mexiko.

    Solche starken Eruptionen ereigneten sich in der Geschichte des Vulkans wiederholt, reichen allerdings Jahrtausende zurück. In historischen Zeiten gab es lediglich im Jahr 1509 eine Großeruption des Popocatépetl, dessen Name aus der Aztekensprache stammt und so viel wie »rauchender Berg« bedeutet.

    Mit der Vorhersage bleibt es nach wie vor schwierig. Was die Zukunft bringen wird, lässt sich also auch hier und jetzt kaum absehen. Doch die Häufung der Ausbrüche fällt auf. Auffallend auch die zahlreichen Erdbeben, wie sie in den vergangenen Tagen etliche Regionen der Welt heimgesucht haben.

    Da wären die aktuellen Schwarmbeben im Yellowstone-Nationalpark, vor allem aber die starken Beben in Ecuador und Japan, wo sich derzeit auch zwei Vulkane wieder aktiver zeigten: der Sakurajima und der Suwanosejima. Im Laufe des Aprils machten weltweit etliche Vulkane auf sich aufmerkam, darunter der Colima, wiederum Mexiko, der Villarrica in Chile, der Fuego und der SantaMaria auf Guatemala, der Mt. Cleveland in Alaska oder der Reventador in Ecuador.

    Die Ereignisse schienen sich um die Monatsmitte zu häufen. Am 16. April ereignete sich auch das schwere Erdbeben in Ecuador, das auf der Momenten-Magnituden-Skala eine Stärke von 7,8 erreichte und Hunderte von Todesopfern forderte, sowie fast zeitgleich eine Erdbebenserie in Japan, die maximal eine Stärke von 7,0 erreichte. Kann hier ein Zusammenhang bestehen, trotz einer Distanz von mehr als 15 000 Kilometern?

    Der renommierte Geophysiker Paul Caruso, Forscher der amerikanischen Geologiebehörde U.S. Geological Survey (USGS), äußerte sich zwar insgesamt vorsichtig zu der Frage, ob die Katastrophen wirklich miteinander in Verbindung stehen könnten, normalerweise seien Beben auf die Distanz über einen ganzen Ozean hinweg nicht gekoppelt.

    Dennoch existiere eine Hypothese, dass große Beben eine Art Kettenreaktion auslösen können. Immerhin, die beiden so weit entfernten Schauplätze stehen tatsächlich in Verbindung miteinander:über den berühmten zirkumpazifischen Feuergürtel (»Ring of Fire«). Auch andere Fachleute halten es für möglich, dass die großen Erdstöße weitere Beben nach sich ziehen können.

    Roger Bilham von der Universität Colorado geht sogar so weit zu warnen, dass die gegenwärtigen Bedingungen vier seismische Ereignisse größer als 8,0 nach sich ziehen könnten. Sollten sie aber zunächst ausbleiben, könnte sich die Energie längerfristig weiter aufstauen und noch stärkere Beben auslösen.

    Ähnliches erwarten derzeit indische Forscher. Sie erklären, dass sich gegenwärtig genügend tektonische Spannungen aufgebaut haben, um ein Erdbeben größer als 8,0 zu entfesseln. Dies könne jederzeit geschehen.

    Der bereits erwähnte, heftig umstrittene US-Geologe Jim Berkland geht davon aus, dass die meisten großen Beben zu Zeiten von Voll- oder Neumond auftreten, was auch andere Geologen mit Blick auf die Gezeitenwirkung grundsätzlich für plausibel halten. Berkland macht sich gegenwärtig vor allem Sorgen zur San-Andreas-Verwerfung und zur Subduktionszone der Kaskadenkette an der US-Westküste.

    Tatsache ist, dass dem großen Erdbeben, das San Francisco am 18. April 1906 heimsuchte, also vor ziemlich genau 100 Jahren, ebenfalls schwere Beben in Ecuador und Japan vorausgingen: Am31. Januar 1906 wurde Ecuador von einem sehr starken Erdbeben (Magnitude 8,8) erschüttert, am 17. März 1906 folgte dann ein heftiges Beben in Japan (Magnitude 7,8).

    Fachleute wie die Seismologen José Andrade und Ares Rosakis vom Verwaltungsausschuss der Yachay University in Ecuador drängen darauf, das Land endlich mit einem Frühwarnsystem auszustatten.

    Derzeit scheint sich die Erde selbst wie ein natürliches Frühwarnsystem zu verhalten, so meinen auch manche Forscher. Kündigt sich wirklich eine große Katastrophe an? Selbst wenn zu hoffen bleibt, dass sich die Geschichte nicht wiederholt, wird »es« doch unvermeidlich wieder geschehen. Nur wann, das ist eben die Frage.


    Quelle

    Alles ist miteinander verbunden.
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  4. #34
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    AW: Katastrophenforschung

    Drama der Erdgeschichte: Warum vor sechs Millionen Jahren das Mittelmeer verschwand





    Das Mittelmeer war weg, so, als hätte jemand den Stöpsel gezogen. An Stränden, auf die zuvor die Wellen brachen, fiel die Küste 2000 Meter steil ab. Tiefe Canyons durchschnitten die schroffen Hänge, in den Kerben stürzten Flüsse zu Tal. Auf Felsterrassen an den Flanken krallten sich Nadelbäume fest.
    Eine karge Tiefebene erstreckte sich, wo zuvor Wasser schwappte. Am Grund schimmerte eine grauweiße Salzwüste, in der einzelne Seen glitzerten. Wie platte Kegel ragten Hochplateaus hervor – die Inseln Mallorca, Korsika, Sardinien und all die anderen heutigen Urlaubsparadiese (Bild: 2000 Meter tiefe Senke: Bald blieben Salz, Schlick und Seen am Meeresgrund zurück).

    Dass etwas Kolossales passiert sein musste, dämmerte Naturkundlern bereits im 19. Jahrhundert: In Südfrankreich waren Arbeiter beim Bohren von Brunnen auf eine unterirdische Schlucht gestoßen, die mit Erde zugedeckt war.
    Auf der Jahrestagung der European Geosciences Union (EGU) in Wien legten Forscher nun neue Erklärungen vor, wie es zu dem Verschwinden des Mittelmeers gekommen ist.

    Das Erstaunen wollte kein Ende nehmenWeitere Bohrungen zeigten, dass der Graben sich wie ein Untergeschoss unter dem gesamten Rhône-Tal entlangzog. Der Fluss, so viel schien klar, musste sich also einst tief in den Boden geschliffen haben.

    Vor knapp 60 Jahren dann entdeckten Geoforscher im Boden des Mittelmeers Merkwürdiges: Bei der Erkundung des Untergrunds mittels Schallwellen, zeichnete sich auf den Monitoren ihres Forschungsschiffes eine Linie ab: Etwa hundert Meter tief im Schlick wurden Schallwellen reflektiert.
    Es blieb eigentlich nur eine Folgerung, die aber noch kaum ein Forscher auszusprechen wagte: Der Pegel des Mittelmeers musste extrem niedrig gelegen haben.

    Das Erstaunen wollte kein Ende nehmen: Die Linie war überall, sie verlief im gesamten Meeresgrund. Eine Schicht musste sich ozeanweit abgelagert haben. Um was handelte es sich?
    Es dauerte mehr als zehn Jahre, bis Bohrungen enthüllten, dass die Schicht aus Salz bestand. Jetzt fragten sich die verdutzten Forscher: Warum hatte es sich gleichmäßig über den gesamten Grund verteilt?
    Die Analyse ergab, dass es sich wesentlich um Anhydrit handelte – ein Salz, das zurückbleibt, wenn Meerwasser verdunstet.


    (Isoliertes Meer: Als hätte jemand den Stöpsel gezogen)

    Flussmündung am Meeresgrund
    Weitere Bohrungen lieferten die nächste Überraschung: In dem Salz erspähten die Forscher versteinerte Bakterienmatten, sogenannte Stromatolithen. Diese seit Urzeiten die Erde bevölkernden Wesen gedeihen im Flachwasser.
    Jetzt sprachen die Wissenschaftler aus, was kaum noch zu ignorieren war: Der Grund des Mittelmeers muss einst nahezu trockengefallen sein.
    Alles passte zusammen: Große Flüsse wie Nil und Rhône hatten bis zu 2400 Meter tiefe Schneisen in die Küsten geschnitten, wie Erkundungen ergaben.
    Eine Bohrung vor Sardinien brachte den finalen Beweis: Dort lagen im Meeresgrund große Mengen Kies. Es handelte sich um Schotter aus dem Schwemmfächer einer urzeitlichen Flussmündung. Wasser musste sich aus dem Fluss direkt auf den Meeresboden ergossen haben.

    Aber wie lange war das her?
    Mit Spannung warteten die Gelehrten auf das Resultat ihrer Altersbestimmung des Salzes. Atome darin zerfallen in gleichbleibender Menge. Indem man die Menge der zerfallenen Teilchen mit der Menge der Ursprungsteilchen vergleicht, lässt sich das Alter der Substanz bestimmen.

    Was war geschehen?
    Das Ergebnis war eine riesige Überraschung: Das Salz hatte sich vor knapp sechs Millionen Jahren abgelagert, also in geologisch gesehen jüngster Vergangenheit. Zu jener Zeit muss das Mittelmeer verdampft sein und das Salz hinterlassen haben, folgerten die Wissenschaftler.
    Seither debattieren Forscher über die Ursachen des Erdgeschichtsdramas. Klar scheint, dass sich die Straße von Gibraltar einst geschlossen haben muss, jene 14 Kilometer schmale Meerenge zwischen Europa und Afrika, durch die das Mittelmeer mit Wasser aus dem Atlantik versorgt wird (Wie sähe ein Tsunami im Mittelmeer aus?).
    Aber wie könnte das geschehen sein? Auf der EGU-Tagung in Wien favorisierten Geoforscher zwei Theorien:
    Eine Erdplatte, der sogenannte Gibraltar-Bogen, habe sich gedreht – und den Seeweg schließlich blockiert, meint eine Gruppe um Ana Crespo-Blanc von der Universidad de Granada in Spanien.
    Vulkane hätten den Zugang zum Mittelmeer verstopft, meinten Guillermo Booth-Rea und seine Kollegen vom selben Forschungsinstitut.
    Ana Crespo-Blanc und ihre Kollegen haben die Bewegungen der Erdplatten rekonstruiert, die bei Gibraltar ein kompliziertes Puzzle vieler Platten sind: Die Region geriet einst in den Sog der Alpenentstehung: Die Afrikanische Erdplatte schiebt sich wie ein Sporn in die Europäische, wobei sich in der Knautschzone die Alpen türmen.
    Video:

    Verbogene Platte
    Auch westlich und östlich verbiegen sich seither die Platten. Vor neun Millionen Jahren, so berichteten es Ana Crespo-Blanc und ihre Kollegen auf der Wiener Tagung, begann sich dabei ein knapp 200 Kilometer breiter Block entgegen dem Uhrzeigersinn in die Straße von Gibraltar zu drehen – bis die sich schließlich vor knapp sechs Millionen Jahren geschlossen hatte.
    Die Gruppe um Guillermo Booth-Rea hingegen präsentierte Bilder des Untergrunds, die sie vor Gibraltar mit Schallwellen gewonnen hatten. Dort taucht eine Erdplatte unter eine andere. Die Bilder zeigen die kilometerdicken Ablagerungen von Vulkanen, die vor zehn bis sechs Millionen Jahren dort am Meeresgrund ausgebrochen waren. Sie könnten den Seeweg schließlich blockiert haben, meinen die Forscher (Verbreitung der Flache-Erde-Theorie als Strategie der Diskreditierung kritischer Meinungsäußerung (Videos)).
    War der Wasserzufluss ausgedünnt, könnte eine Kettenreaktion eingesetzt haben, meint Rob Govers von der Universität Utrecht in den Niederlanden: Eine leichte Absenkung des Wasserpegels reiche aus, um die Austrocknung des Mittelmeers unumkehrbar zu machen.


    Das Meer lief wieder voll
    Als sich nämlich der Wasserspiegel senkte, wurde der Meeresgrund entlastet – er hob sich. Die Hebung verkleinerte die Straße von Gibraltar weiter. Folglich verringerte sich der Wasserzustrom aus dem Atlantik noch mehr – und damit wiederum die Wasserlast auf dem Meeresgrund. Die Hebung des Bodens setzte sich fort.
    Dass das Mittelmeer überhaupt wieder volllief, verdankt sich nach Meinung der Forscher der abtauchenden Erdplatte: Sie zerrt den Grund des Mittelmeers unterhalb der Straße von Gibraltar mittlerweile mit in die Tiefe. Vor 5,3 Millionen Jahren hatte sich das Land so weit gesenkt, dass wieder Wasser vom Atlantik ins Mittelmeer strömte.
    Quelle

    LG Angeni
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    Angeni



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  5. #35
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    AW: Katastrophenforschung

    SCIENTISTS SAY CRATON EDGE EARTHQUAKES CAUSED BY NEW UPWELLING MAGMA FROM THE ASTHENOSPHERE






    Global Earthquake Update -- NEW SCIENCE of Craton Pressure Displacement




    Weiterlesen (Englisch)
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  6. #36
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    AW: Katastrophenforschung

    Und gleich noch eine Meldung von Geologen:

    San Andreas fault 'locked, loaded and ready to roll' with big earthquake, expert says

    Was soviel heisst wie,schon ein kleines Beben kann dem angespannten Falt zur Entladung bringen.


    M8 Simulation on the San Andreas Fault



    ShakeOut Scenario



    Mehr Text (Englisch)
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    Angeni



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  7. #37
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    AW: Katastrophenforschung

    Mount St. Helens Is Recharging Its Magma Stores, Setting Off Earthquake Swarms

    WHEN IT COMES down to it, volcanoes spend most of their existence not erupting. If you look at almost any volcano, it might have a bout of eruption for days to months at a time, then go quiet for decades, centuries or more. So when you think about the activity at any given volcano, you should not only concern yourself with what might be happening when the volcano is actually coughing stuff up (erupting), but also when, at the surface, things look perfectly calm.
    There are a number of ways to examine what a volcano was/is doing during these periods of repose. My research is like that of a historian, trying to understand what was going on before eruptions that have already happened. I do this bylooking at the evidence of changes in the magmatic system recorded in the crystals that are brought up during an eruption. There you find the record of intrusions of new magma occurring frequently, even during times when the volcanic system might not erupt for 100,000 years! So the real action at many volcanoes might be happening kilometers beneath our feet.
    Now, if you want to be more like a journalist and look at what might be going in at the moments between eruptions, you can turn to seismology. At many volcanoes, there is a constant background din of small earthquakes caused by magma, hot gasses, hot water, or faults underneath the volcano. They can occur in swarms and across a wide range of depths—from the mantle source of the magma all the way to the surface. You can use the number of earthquakes and their depth to start to weave a story of how magma might be moving underneath a volcano during those quiet periods.
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  8. #38
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    AW: Katastrophenforschung

    Forscher: Erdmantel unter den USA trennt sich von der Erdkruste

    Unter den südöstlichen Regionen der USA schichtet sich der Erdmantel fast buchstäblich von der darauf liegenden Erdkruste ab. Das könnte Erdbeben auf dem Territorium Washingtons und anderer Städte an der Ostküste auslösen,
    wo es eigentlich keine entsprechenden Voraussetzungen gibt, schreibt die Website Live Science.

    „Wir brauchen uns meines Erachtens keine Sorgen zu machen: Ich denke nicht, dass sich die Situation künftig stark ändert – weder in unserer Zeit noch in den Zeiten unserer Enkelkinder“, sagte Berk Biryol von der University North Carolina at Chapel Hill. „Geologische Prozesse dauern viel, viel länger: Innerhalb der Erde ändert sich nichts über Nacht. Solche Prozesse dauern Millionen Jahre.“

    Dem Experten zufolge gab es in Washington D.C. und anderen Städten im Osten des Landes in letzter Zeit mehrere kaum spürbare Erdstöße, die Seismologen aber beunruhigend fanden. Denn der östliche Teil der USA liege auf einer stabilen tektonischen Platte, was Erdbeben grundsätzlich unmöglich mache.
    Gemeinsam mit seinen Kollegen hat Biryol das Innere der Erde an der Ostküste mit Radaren untersucht und eine 3D-Karte von den drei wichtigsten Gesteinsschichten erstellt: der Erdkruste, die üblicherweise die Quelle aller Erdbeben ist, des Erdmantels und der Asthenosphäre, einer dünnen halbflüssigen Schicht zwischen der Erdkruste und dem Erdmantel, auf der alle tektonischen Platten „schwimmen“.
    Dabei stellte sich etwas Überraschendes heraus: Die Erdkruste unter dem östlichen Teil der USA ist sehr ungleichmäßig, nämlich an einigen Stellen sehr dick und an einigen anderen äußerst dünn. Diese Unterschiede sind nach Einschätzung Biryols der Grund dafür, dass im Osten Amerikas Erdbeben passieren.

    Die Entstehung dieser Ungleichmäßigkeit führt der Geologe darauf zurück, dass der Erdmantel unter diesem Teil der tektonischen Platte sich fast buchstäblich von der Erdkruste „abschichtet“, so dass diese an einigen Stellen sehr dünn geworden sei.Dieser Prozess hat dem Experten zufolge schon vor etwa 65 Millionen Jahren begonnen, als die tektonische Platte unter dem östlichen Teil der USA wegen der Reibung an anderen Platten deformiert wurde. Dieses Phänomen sei allerdings völlig ungefährlich für die Amerikaner, auch wenn dadurch schwache Erdstöße entstehen, so Biryol.



    Quelle

    Was könnte diese neue Erkenntnis sonst noch aufzeigen?



    LG Angeni
    Geändert von Angeni (11.05.2016 um 17:34 Uhr)
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    Angeni



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    AW: Katastrophenforschung

    .... ich nimm das mal hier rein. Wenn ich an Deutschland denke und wie vor vielen Jahren gasagt wurde:
    "Es könnte in späteren Jahren zu Hurrikans kommen....", was ja auch geschehen ist.
    Bei uns war 1999 Lothar, der wie eine Walze über grosse Teile der Schweiz fegte.


    Das Schweizer Wetter wird amerikanisch

    Das Schweizer Klima gleicht immer mehr jenem in Amerika. Die
    aussergewöhnlichen Wetterphänomene seien Beweis für die Klimaerwärmung,
    sagt ein Experte von Greenpeace.





    Wegen heftiger Regenfälle herrscht in manchen Gebieten der Schweiz nach wie vor Hochwassergefahr. Nur schon seit dem 27. Mai verzeichnete Meteonews sieben Regentage. Und noch nie wurde im Monat Mai an einzelnen Stationen so viel Niederschlag gemessen wie in diesem Jahr. Auch der Blick auf die aktuelle Woche verspricht kaum Änderungen.

    Die Ähnlichkeit der klimatischen Verhältnisse in der Schweiz mit jenen in Amerika sei noch nie so deutlich gewesen, schreibt «Le Matin». «Die Korrelation zwischen extremen Gewittern, wie sie jedes Jahr auf dem amerikanischen Kontinent verzeichnet werden, und der Klimaerwärmung wurde durch statistische Studien bewiesen», sagt Georg Klingler, Klima-Experte bei Greenpeace Schweiz. Ihm zufolge haben sich solche Wetterphänomene in der Schweiz in diesem Jahr gehäuft. «Können die Wissenschaftler keine andere Erklärung zu dieser Tendenz abliefern, sind die Zahlen unmissverständlich.»

    Gewitter werden gefährlicher
    Auch Martine Rebetez, Klimatologin an der Universität Neuenburg und bei der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), sagt: «Die Unwetter werden immer heftiger.» 2016 hätten neue Tendenzen festgestellt werden können: Schneemassen unter 2000 Metern bis Ende Mai und Temperaturen, die für diese Jahreszeit 0,8 Grad unter dem Durchschnitt liegen. Und: «Da es im Frühling immer regnete, war die Niederschlagsmenge noch nie so ausgiebig», sagt Rebetez.
    Die Wissenschaftlerin hat noch weitere Phänomene festgestellt. Auch die Blitze würden immer heftiger. Die Folge: «Das Aufeinandertreffen von warmer Strömung und kalter Luft sorgt im Falle eines Gewitters für noch grössere Gefahren für die Bevölkerung.»

    Freiburg und St. Gallen am meisten gefährdet
    Immerhin: «Tornados sind in der Schweiz eher unwahrscheinlich. Wirbelstürme tauchen auf grossen, flachen Gebieten auf», sagt Rebetez. In der Schweiz seien die meisten Siedlungen dank der Gebirgslandschaft geschützt. «In unseren Breiten ist es mehr der zunehmende Regen und Hagel, der für Schäden sorgt.»
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    .... nur Klimaerwärmung...?
    Zum Ami Wetter würde da besser Chemtrail und Haarp passen....
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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    Verwerfungen drohen sich zu verbinden 7.3 auf der Richterskala:
    Wissenschaftler warnen vor verheerenden Erdbeben in Kalifornien


    Video hier zu sehen - Klicken
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    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

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