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Thema: Alles über Meteoriten/Kometen/Asteroiden usw...

  1. #11
    Gast

    Re: Meteoriteneinschläge

    Asteroiden und Kometen stellen eine tatsächlich reale Gefahr für die Erde dar. Unser Sonnensystem wird von wahren Wellen von diesen meist kleinen Himmelskörpern durchzogen. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat auch ein Asteroid eine neue Form des Zeitalters auf der Erde eingeläutet, indem er die Saurier ausgelöscht hat. Im Grunde grenzt es an ein Wunder, dass so genannte Impakte mittlerweile sehr selten geworden sind. Der Faktor Zeit hat unserem Sonnensystem eine relativ stabile Struktur beschert, welche das Zusammentreffen zwischen unserer Erdmutter Gaia und diversen größeren Objekten sehr selten macht. Dennoch treffen jeden Tag unzählige kleine Objekte, also Meteoriten, auf unsere Erde und verglühen meist in der Atmosphäre, ein Umstand, der uns das Phänomen der Sternschnuppen beschert. Rein statistisch betrachtet wird die Erde jeden Tag von einer Quantität von ca. 40 Tonnen interstellarem Material, zumeist kleine Meteoriten, getroffen.


    Die inneren und die äußeren Planeten trennt ein Asteroidengürtel, wobei die Anzahl dieser Asteroiden nicht genau bekannt ist. Die äußeren Bereiche des Sonnensystems bilden ein weiterer Asteroiden- und Kometengürtel - der so genannte Kuipergürtel (Pluto ist Bestandteil des Gürtels) und ein sphärisches Gebilde aus Staub und Kometen – die Oortsche Wolke. Letztere reicht bis zu einer Entfernung von 1 bis 1,5 Lichtjahren in die Tiefen des Alls hinaus. Die Gravitation der Sonne beeinflusst die kosmischen Objekte noch auf einer Entfernung von bis zu 1,5 Parsec (über 300.000 AE oder 4,88 Lichtjahre). Gravitation ist dabei die Hauptenergiequelle unseres Sonnensystems, welche das Orbit sämtlicher Himmelskörper bedingt. Die Oortsche Wolke ist jedoch ein hypothetisches Gebilde, für dessen Existenz der letzte Beweis noch nicht erbracht wurde. Gemäß unseren astronomischen und mathematisch-physikalischen Grundmodellen müssen wir sie aber mit einer hohen Wahrscheinlichkeit als gegeben betrachten. In diesem Bereich unseres eigenen Sonnensystems gibt es noch immer viele Entdeckungen zu machen, da man hier in weiten Teilen noch eine neue terra incognita sieht, die wir gerade mit aktuellen Projekten, wie etwa WISE, zu erschließen versuchen. Auch ein potentieller Planet X, der auf Grund verschiedener Gravitationsberechnungen und abweichender Singularitäten theoretisch durchaus möglich ist, müsste sich irgendwo zwischen dem Kuipergürtel und der Oortschen Wolke befinden. Allerdings ist dieses theoretische Objekt so weit entfernt, dass sein Einfluss auf die Erde – sofern es keine Himmelskörper in das innere Sonnensystem ablenkt – zu vernachlässigen ist.
    Der letzte uns bekannte große Impakt auf unserem Planeten war in Tunguska/Russland im Jahr 1908. Allein der Faktor Zufall hat hier eine größere Katastrophe verhindert, da dieser Komet in einem unbewohnten Teil Sibiriens einschlug. Wäre dieses Objekt auch nur vier Stunden später in die Erdatmosphäre eingetreten, hätte es St. Petersburg dem Erdboden gleich gemacht.

    Instrumente wie Soho und Wise erlauben es uns jedoch, auch bisher unbekannte Objekte zu kartographieren. Soho ist dabei der erfolgreichste Kometenjäger aller Zeiten (mittlerweile ca. 2000 neu erfasste Kometen). Dennoch gibt es aber auch in relativer Erdnähe noch neue Himmelskörper zu entdecken. Beispielsweise fand WISE allein in den ersten sechs Wochen seines Obersvationsorbits 16 neue unbekannte Asteroiden, welche ein erdnahes Orbit haben. Diese konnten bisher nicht entdeckt werden, da diese Objekte so genannte dunkle Asteroiden sind, welche nur ein Zehntel des eintreffenden Sonnenlichtes reflektieren, was sie für die meisten Teleskope so gut wie unsichtbar macht. Eines dieser Objekte war so dunkel wie frischer Asphalt und reflektierte nur etwa 5 Prozent des einfallenden Sonnenlichtes, wodurch es gleichsam für Amateurastronomen unsichtbar wurde.

    So far, WISE has observed more than 100,000 asteroids, both known and previously unseen. Most of these space rocks are in the main belt between Mars and Jupiter. However, some are near-Earth objects, asteroids and comets with orbits that pass relatively close to Earth. WISE has discovered more than 90 of these new near-Earth objects. The infrared telescope is also good at spotting comets that orbit far from Earth and has discovered more than a dozen of these so far.
    JPL press release summarizing WISE findings so far, July 16, 2010
    Mittlerweile hat WISE mehr als 100 00 Asteroiden registriert, darunter auch mehr als 90 neue erdnahe Objekte (NEOS = near earth objects), welche ein Orbit haben, das sie immer wieder relativ nahe an unsere Erde heranführt. Zumal die Umlaufbahnen von Planeten und Himmelskörpern keine garantierten Größen sind, sondern vielmehr sich sehr langsam verändernde Konstanten, könnte im Grunde jeder Tag der neue Tag X sein,- allerdings mit der Wahrscheinlichkeit eines Lottogewinnes. Apophis ist eine dieser vagen Schimären, welche der Mathematik das Rechnen lernen. Nicht umsonst hatten die Gallier Angst davor, dass ihnen eines Tages der Himmel auf den Kopf fällt. Im Grunde jedoch ist unser Sonnensystem analytisch betrachtet ein verlässlicher Hafen, der die schlimmsten Stürme lange schon überstanden hat.

    Vereinfacht gesagt ist es zu 99,99 Prozent wahrscheinlicher bei einem Autounfall oder einem unbedachten Fehltritt auf einer Leiter zu Tode zu kommen, als von einem Vermächtnis der Vergangenheit – also einem Asteroiden oder Kometen – getroffen zu werden.
    V.

  2. #12
    Lisa
    Gast

    Re: Meteoriteneinschläge

    Kleiner Asteroid passiert heute die Erde innerhalb der Mondumlaufbahn



    Die für den Asteroiden "2010 TD54" errechnete Bahn führt den kosmischen Brocken | Copyright NASA/JPL

    Pasadena/ USA - Ein Asteroid von der Größe eines PKW wird am heutigen Dienstag die Erde in einem geringeren Abstand als die Mondumlaufbahn passieren. Entdeckt wurde auch dieser Himmelskörper erst wenige Tage vor seinem erdnächsten Punkt. Die Gefahr eines Einschlags besteht laut NASA allerdings nicht.

    Seinen erdnächsten Punkt wird "2010 TD54" heute (Dienstag, 12, Oktober 2010) um 9:30 Uhr die Erde über dem südöstlichen Asien über Singapore erreichen und die Erde in einem Abstand von nur 45.000 Kilometern passieren. Entdeckt wurde der Asteroid erst am 9. Oktober 2010 von der "Catalina Sky Survey" mit einem Teleskop nördlich von Tucson in Arizona.

    "2010 TD54" hat einen Durchmesser von fünf bis zehn Metern und kann aus diesem Grund nur mit mittelgroßen bis großen Teleskopen direkt beobachtet werden. Derartige kleine Asteroiden gibt es in gewaltigen Mengen und Experten gehen davon aus, dass täglich entsprechende Exemplare die Erde innerhalb der Mondumlaufbahn passieren. Durchschnittlich alle zwei Jahre treffe ein solcher Asteroid die Erde. Aller Voraussicht nach würde "2010 TD54" zudem beim Eintritt in die Atmosphäre verbrennen und auf der Erdoberfläche keine Schäden anrichten.

    Aus:
    http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/

  3. #13
    Gast

    Re: Alles über Meteoriten/Kometen usw...

    Erdnahe Asteroiden

    Was tun, wenn nach Apophis noch mehr kommt?



    [size=110:3tjo427w]
    Tagung in Darmstadt spielt mögliche Szenarien durch

    Köln - Freitag, den 13. April 2029 haben sich viele astronomisch Interessierte bereits im Kalender eingetragen: Dann wird mit einem gewissen Sinn für dramatisches Timing der 300 Meter durchmessende Asteroid "(99942) Apophis" knapp an der Erde vorbeirauschen. Der Abstand soll zwischen 6.000 und 30.000 Kilometern betragen (zum Vergleich: geostationäre Satelliten kreisen auf gut 35.000 Kilometern Höhe, der Mond ist um die 400.000 Kilometer entfernt). Weil nach der Entdeckung des Asteroiden im Jahr 2004 zunächst eine gewisse Wahrscheinlichkeit errechnet worden war, dass er auf der Erde einschlagen könnte, wurde er nach dem altägyptischen Gott von Zerstörung und Finsternis benannt.

    Heute wissen wir: Apophis wird uns verschonen - doch wie soll die Menschheit reagieren, wenn Astronomen schon morgen einen neuen Asteroiden auf Kollisionskurs mit der Erde entdecken? - Mit dieser Frage befassen sich derzeit internationale Spitzenexperten auf einer dreitägigem Treffen in Darmstadt, das von der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA ausgerichtet wird. Ganz wehrlos wäre die Menschheit nicht, sollte demnächst ein Erdbahnkreuzer im Anflug auf die Erde gefunden werden: Man könnte versuchen, den Asteroiden durch Beschuss zu zerstören oder aber seine Bahn mit Hilfe der Schwerkraft einer Sonde so zu verändern, dass er die Erde verfehlt. Entscheidend für mögliche Gegenmaßnahmen sind Größe und Zusammensetzung des Brockens sowie die Zeit, die bis zum Einschlag bleibt. Dabei gilt: Je länger die Vorwarnzeit, desto größer die Aussichten auf erfolgreiche Gegenwehr.

    Voller Himmel

    Zur möglichst frühzeitigen Entdeckung eines Asteroiden auf Kollisionskurs setzen die Astronomen auf vollautomatische Teleskope, mit denen sie systematisch den Himmel absuchen. Dabei fanden sie in den vergangenen Jahren eine Fülle erdnaher Objekte, sogenannte NEOs: Mit Stand vom Dienstag verzeichnete die NASA auf ihrer Internetseite 1.150 Brocken, die als "potenziell gefährlich" eingestuft werden, davon knapp 149 mit Durchmessern von mehr als einem Kilometer.

    Zu dieser Gruppe zählen Asteroiden wie jenes Zehn-Kilometer-Geschoss, das vor 65 Millionen Jahren auf Mexikos Halbinsel Yucatan einschlug, einen tiefgreifenden Klimawandel auslöste und so höchstwahrscheinlich das Aussterben der Dinosaurier einleitete. Doch auch kleinere der unzähligen Felsbrocken, die um die Sonne kreisen und als Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems vor gut 4,6 Milliarden Jahren gelten, können schwere Schäden bis hin zur Verwüstung ganzer Regionen anrichten.

    Auf der Tagung werden die versammelten Wissenschaftler und Astronauten, unter ihnen neben Vertretern von ESA und NASA auch solche der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos und einer Reihe weiterer nationaler Weltraumagenturen, auch das theoretische Szenario eines Einschlags von Apophis analysieren.[/size] (APA/red)

    Quelle : http://derstandard.at/1288160082589/Erd ... mehr-kommt

  4. #14
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    Re: Alles über Meteoriten/Kometen/Asteroiden usw...

    Der Tod aus dem All lauert jederzeit

    Es passiert jeden Tag millionenfach: Auf die Erde prasseln fast unaufhörlich Brocken aus dem Weltraum nieder. Zum Glück sind die meisten nur wenige Millimeter groß - und verglühen beim Eintritt in unsere Atmosphäre als Sternschnuppen. Wenn jedoch ein größerer Brocken auf die Erde stürzt, kann das verheerend sein. Vor 65 Millionen Jahren vernichtete ein Asteroid die Dinosaurier. Über die Bedrohung durch die Geschosse aus dem All diskutierten Experten bei einem dreitägigen Workshop im Kontrollzentrum der europäischen Weltraumbehörde ESA.

    weiter hier: http://nachrichten.t-online.de/asteroid ... 5904/index
    Hier der interessante Absatz aus dem Artikel:

    Internationale Gemeinschaft gefordert

    Doch die Technologie sei gar nicht das eigentliche Problem, sagt Schweickart. Viel schwieriger sei es, sehr schnell eine gemeinschaftliche Entscheidung auf internationaler Ebene zu treffen. Dazu bedürfe es der kollektive Entscheidung der gesamten Welt. Dafür seien die Vereinten Nationen der einzig richtige Rahmen. Der Workshop der ESA soll daher einen Anstoß für ein internationales Aktionsprogramm liefern. Die Experten empfehlen die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Planung und Steuerung von Abwehrmissionen, bestehend aus Vertretern aller Weltraumorganisationen.
    Da sind sie wieder, unsere "Freunde"!!!

    Also erstens, kann sowas nur die UN, niemand anderes (keine Alternative!!!).

    Und zweitens: Wenn ich das richtig verstehe, brauchen wir ja eine gemeinschaftliche Entscheidung (keine Alternative!!!). Das heisst, da kommt so ein Asteroid dahergeflogen, man hat diesen als gefährlich erkannt, aber es müssen erst alle zustimmen! Naja, und wenn sie nicht alle zustimmen, dann haben wir eben alle Pech gehabt! Ende!

    Bullshit!

    Das weist wieder sehr stark auf Blue Beam und die vorletzte Karte hin.............

    LG
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  5. #15
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    Re: Alles über Meteoriten/Kometen/Asteroiden usw...

    naja eigendlich hört es sich eher nach ner begründung an waffen im all zu positionieren

  6. #16
    Gast

    Re: Alles über Meteoriten/Kometen/Asteroiden usw...

    NASA wird Führungsrolle zur Asteroidenabwehr übernehmen

    Andreas von Rétyi

    Kosmische Querschläger können auch unseren Planeten bedrohen. Auch im erdnahen Raum bewegen sich unzählige Asteroiden auf Bahnen, die manchmal ungemütlich nahe an die Erde heranführen. Viele dieser Objekte sind bislang unentdeckt geblieben, Vollständigkeit in der Erfassung der bedrohlichen Population wird wohl nie erreichbar sein. Doch die US-Weltraumbehörde soll künftig mehr tun, um derlei Überraschungsgäste aus dem All rechtzeitig zu entdecken und möglichst auch vom Kurs abzubringen.

    Ist dies wirklich notwendig oder lediglich Vorwand jener Kalten Krieger, die endlich wieder eine Spielwiese für neue Waffensysteme benötigen?




    Die US-Weltraumbehörde NASA wird künftig die Führungsrolle zur Abwehr von Asteroiden übernehmen, die unsere gesamte Zivilisation bedrohen können. Dies kündigte unlängst John Holdren an, Direktor des Büros für Wissenschafts- und Technologiepolitik im Weißen Haus.

    In Briefen an die Vorsitzenden verschiedener Kongresskomitees erklärte Holdren, die NASA werde Verantwortlichkeiten übernehmen, die über das Mandat von 2005 hinausgingen. Der ursprüngliche Auftrag sah vor, rund 90 Prozent der potenziell gefährlichen Asteroiden mit einem Durchmesser von mehr als 140 Meter zu entdecken und zu verfolgen. Bis jetzt fand die Weltraumbehörde 903 von geschätzt mehr als 1000 Asteroiden mit Durchmessern von einem Kilometer und mehr, die unserer Erde näher als 50 Millionen Kilometer kommen. In der 100-Meter-Klasse existieren ungleich mehr erdnahe Himmelskörper.

    Insgesamt wird wohl nie Vollständigkeit zu erreichen sein, wenn es darum geht, all jene Objekte zu erfassen, die irgendwann vielleicht einmal unseren Planeten bedrohen können. Kritiker meinen, wir hätten ja wohl schon genügend Probleme auf dieser Welt, um uns nun auch noch um recht unwahrscheinliche Kollisionsereignisse zu kümmern. Und wirklich: Wer hat schon einen Asteroidenabsturz, einen Kometentreffer oder auch nur einen kleineren Meteoritenfall erlebt?

    Diese Ereignisse sind so selten, dass Gelehrte, die einstmals davon sprachen, Steine könnten wirklich vom Himmel fallen, von ihren Kollegen verlacht und verspottet wurden. Demnach scheint es auch heute eher so, als ob hier entweder versucht wird, neue Gelder für wissenschaftliche Programme loszueisen oder aber vielleicht sogar einen Vorwand zum Test sehr fortschrittlicher Waffensystemen zu finden. Wo könnten diese Systeme besser und verborgener erprobt werden als im Weltraum?



    Jede Forschung beinhaltet natürlich die Möglichkeit, auch zu wenig erfreulichen Zwecken eingesetzt zu werden – dies liegt allein in der Hand der Menschen, die damit befasst sind und dafür bezahlt werden. Wir wissen auch, dass vermeintlich zivile Forschungsprojekte ebenso für geheimdienstliche Programme missbraucht wurden, unter dem Vorwand harmloser Forschung. Es gibt genügend Beispiele hiefür, und somit ist auch keineswegs gesichert, dass nicht auch in diesem aktuellen Fall Ähnliches geschehen kann oder geplant ist.

    Auf der anderen Seite besteht das Problem kosmischer Kollisionen ohne jeden Zweifel. Natürlich sind selbst kleinere Ereignisse dieser Art selten, doch der Zufall hat bekanntlich kein Gedächtnis und zudem kam es in größeren Zeitabständen immer wieder auch zu katastrophalen Abstürzen von Asteroiden- und Kometenmaterie.

    Wir wissen bis heute nicht, was 1908 wirklich in der sibirischen Tunguska-Region havarierte. Die meisten Experten sind sich einig: Es war ein größerer Meteorit, der rund 2000 Quadratkilometer Waldland verwüstete. Doch etliche Details sind damit nicht zu erklären – weder die gefundene Radioaktivität noch der von vielen Zeugen beschriebene Kurswechsel. Es wird wohl weiter geforscht werden müssen. Dennoch sind auch große Meteoritentreffer eine unbestreitbare Tatsache. Große Einschlagkrater belegen dies. Zudem lassen sie auch Altersbestimmungen zu – und eine Aussage zur Häufigkeit wirklich großer Treffer. So sind aus der letzten Jahrmillion vier Einschlagkrater gesichert, die jeweils von einem Körper von rund einem Kilometer Durchmesser gerissen wurden. Rund alle 250 000 Jahre kollidiert unsere Erde mit einem solchen Brocken. Der nächste ist zumindest laut Statistik bereits »überfällig«.

    Ein Zusammenstoß mit Körpern der Größenordnung ab etwa einem Kilometer wäre für unsere Welt, so, wie sie heute strukturiert ist, bereits zivilisationsgefährdend. Die Spuren der Rieskatastrophe zwischen Schwaben- und Frankenalb lassen sich heute als vergleichbarer Einschlag deuten und erlauben anhand geologischer Anomalien so einige Schlussfolgerungen über das, was sich damals in unseren Regionen abspielte.



    Ein Kilometer-Asteroid riss hier vor rund 15 Millionen Jahren einen zunächst acht Kilometer weiten und drei Kilometer tiefen Krater in die Erdkruste, verdampfte dabei explosionsartig und heizte das Epizentrum auf die rund fünf- bis sechsfache Oberflächentemperatur unserer Sonne auf. Eine gigantische Druckwelle raste über das Land und grub sogar enge Rillenmuster in den Kalkstein, veränderte die Mikrostruktur von Quarz und schmolz Granit in verschiedenen Stadien auf. Bei der Druckentlastung direkt nach der Explosion federten die stark komprimierten Gesteine wieder zurück, der geschmolzene Untergrund floss von den Rändern zum Kraterzentrum, während die Außenzone absackte und den Krater auf seinen jetzigen Durchmesser von mehr als 20 Kilometer ausweitete. Doch die sekundären Wirkungen reichten viel weiter: Zwischen den Alpen und Norddeutschland wurde alles höhere Leben vernichtet. Eine Asche- und Staubwolke dehnte sich über das Land aus und verbreitete sich hoch oben in der Stratosphäre. Noch größere Einschläge könnten den gesamten Globus durch diesen Effekt einhüllen und in eine Eiszeit führen. Bei einem Meerestreffer würden Tsunamis von Kilometerhöhe die Küstenlinien überrollen und ganze Städte im Ozean verschwinden lassen.

    Wirklich langfristig betrachtet, muss wieder mit einem vergleichbaren Ereignis gerechnet werden. Daher sind die aktuellen Überlegungen grundsätzlich schon angebracht, eine Suche nach solchen bedrohlichen Himmelskörpern zu intensivieren und auch über geeignete Abwehrmaßnahmen nachzudenken.

    Sobald ein möglicherweise gefährlicher Asteroid entdeckt wird, ist die NASA den neuen Richtlinien zufolge verpflichtet, andere Organisationen wie den US-Katastrophenschutz FEMA darüber in Kenntnis zu setzen. Der ehemalige US-Astronaut Russell »Rusty« Schweickart sieht in den Plänen zu einer verstärkten Asteroidenüberwachung einen großen Schritt nach vorne und darin auch einen geeigneten Ausgangspunkt, den Kongress um Bewilligung weiterer finanzieller Mittel zu bitten. Mit einem allerdings vergleichsweise sehr niedrigen Etat bestehe die Möglichkeit, unseren Planeten gegen die permanent drohende Gefahr einer Asteroidenkollision zu schützen. Eine kurzfristig einberufene Arbeitsgruppe empfiehlt die Einrichtung eines Koordinationsbüros zur Planetenverteidigung. Diese neue Zentrale solle mit einem Jahresbudget von rund 250 Millionen US-Dollar versorgt werden. Nun darf man sich darüber streiten, ob ein derartiger Etat angebracht und demnach also sinnvoll ist, oder ob unserer Planet und seine Bewohner keinerlei Weltraumabwehr benötigen. Unbestreitbar ist, dass der Himmelskörper, der unseren Planeten irgendwann mit absoluter Gewissheit treffen wird, schon jetzt irgendwo im Dunkel des Raumes unterwegs ist.



    Gegenwärtig sieht das Budget des Präsidenten für 2011 eine Verdreifachung des Etats für Aktivitäten zur Entdeckung erdnaher Objekte vor, eine Steigerung von 5,8 Millionen US-Dollar auf 20,3 Millionen Dollar.

    Hinsichtlich der Methoden zur Ablenkung von Asteroiden auf Kollisionskurs fallen die Informationen Holdrens eher vage aus. Die diesbezügliche Einschätzung der Regierung befinde sich derzeit noch »in einem frühen Stadium«. Natürlich wäre es sehr interessant und wichtig, hier bald einmal nähere Details zu erfahren.

    [link=http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/andreas-von-r-tyi/nasa-wird-fuehrungsrolle-zur-asteroidenabwehr-uebernehmen.html;jsessionid=144B898679187C5D3A2F60 F8A8AD2869:1cpi24um][/link]

  7. #17
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    Re: Alles über Meteoriten/Kometen/Asteroiden usw...

    am 4.11.2010 haben zwei hobbyastronomen, unabhängig von einander, einen neuen Kometen entdeckt.
    der auf den namen C/2010 V1 Ikeya-Murakami getaufte komet ist ein komet der 7-8 größenklasse(wobei die größe 6 gerade noch sichtbar für das menschliche auge ist) und das C steht für die umlaufzeit welche gößer als 200 jahre ist.
    er ist zur zeit im sternbild der jungfrau zu beobachten, unweit des saturns und sollte auch mit einem "normalen" hobby teleskop noch gut sichtbar sein.



    Quelle: Spaceweather


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  8. #18
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    Re: Alles über Meteoriten/Kometen/Asteroiden usw...

    am 4.11.2011 haben zwei hobbyastronomen, unabhängig von einander, einen neuen Kometen entdeckt.
    der auf den namen C/2010 V1 Ikeya-Murakami getaufte komet ist ein komet der 7-8 größenklasse(wobei die größe 6 gerade noch sichtbar für das menschliche auge ist) und das C steht für die umlaufzeit welche gößer als 200 jahre ist.
    er ist zur zeit im sternbild der jungfrau zu beobachten, unweit des saturns und sollte auch mit einem "normalen" hobby teleskop noch gut sichtbar sein.



    Quelle: Spaceweather


    findthetruth

    am 4.11.2011 ?

    Edit by findthetruth

    danke dir für den hinweis, bin noch nich wirklich wach.

  9. #19
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    Re: Alles über Meteoriten/Kometen/Asteroiden usw...

    dachte schon ich habe das ENDE verschlafen

  10. #20
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    Re: Alles über Meteoriten/Kometen/Asteroiden usw...

    War ja erst am Dienstag ..................die Auswirkungen? .............auch nebensächlich.................

    Meteor Fireball Explodes Over Netherlands



    Ein Feuerball Meteor Reißverschluss über die Niederlande Himmel Dienstag Abend vor der Explosion in der Nordsee, sagt ein Experte.

    Die Niederlande entging nur eine Naturkatastrophe von einem Meteor. Viele Niederländer in den Niederlanden kam es zu einer großen "Feuerball" Meteor am Himmel. Im Norden Leuten gehört einem Knall und sah blinkt. Auch auf Twitter Personen berichteten über das Phänomen.

    Das Groninger astronomischen Theo Jurriens bestätigt, dass dies ein sehr heller Meteor war und an einer Stelle brach in drei Teile.

    Über hundert Berichte von Leuten, die den Feuerball gesehen eingegangen sind. Aus dem Norden der Niederlande gibt es Berichte von Menschen, die Grollen hören, wenn der Meteor vorbei und Gebäude zitterten.

    Mehrere Bilder von dem Feuerball Meteoriten haben im Internet gebucht.

    Update:
    Der Meteor explodierte über dem nördlichen Niederlande und die Nordsee und verursachte eine Explosion, die Schockwellen aus.

    Die Explosion kann durch die Meteor oder die Explosion verursacht worden sein, weil es schneller als der Schall war mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1200 Kilometer pro Stunde. KNMI nicht weiß, welcher der beiden ist die Ursache, sondern Messungen deuten darauf hin, dass es zu einer Explosion kommt, weil Signale früher sind im Norden als in De Bilt Niederlanden.

    Beobachtungen zeigen, dass die Bahn des Meteors von Süden nach Norden kam. Weitere Forschung wird über den genauen Pfad des Meteor gemacht.

    Das Seismometer des KNMI verzeichnete die Schockwellen rund um 19.00 Uhr. Das Institut wurde vor allem Berichte aus Rotterdam und Groningen erhielt. In Groningen, erzeugt die Druckwelle Schwingungen auf den Boden.

    Quelle: http://www.dutchdailynews.com/meteor-fi ... therlands/
    LG
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