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Thema: Artensterben

  1. #91
    Neuer Benutzer Avatar von Perry
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    Hallo!

    Danke für den tollen Bericht und den Link! Lohnt sich da zu stöbern!

    Perry

  2. #92
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Liste der 100 am stärksten bedrohten Arten veröffentlicht

    Liste der 100 am stärksten bedrohten Arten veröffentlicht
    Forscher warnen vor dem Aussterben einzigartiger Pflanzen, Tiere und Pilze
    Die hundert am stärksten vom Aussterben bedrohten Arten der Erde haben Forscher jetzt erstmals auf einer Liste zusammengefasst. Auf ihr stehen so bekannte Tiere wie das Java-und das Sumatra-Nashorn, aber auch Pflanzen, von denen nur noch eine Handvoll Exemplare existieren wie die chinesische Baishan-Tanne oder ein nur in Großbritannien vorkommender Baumpilz. Alle diese Arten stehen kurz vor dem Aussterben, von vielen ist nicht einmal bekannt, wie viele Exemplare überhaupt noch existieren, wie die Forscher der International Union fort the Conservation of Nature (IUCN) in ihrem jetzt veröffentlichten Bericht erklären. "Alle hier gelisteten Arten sind einzigartig und unersetzlich, wenn sie verschwinden, kann kein Geld der Welt sie zurückholen", erklärt Ko-Autorin Ellen Butcher von der Zoological Society of London (ZSL).

    Baumratte Santamartamys rufodorsalis aus den Bergen Kolumbiens
    © Lizzie Noble Foundation
    Aber noch bestehe die Chance, diese bedrohten Arten zu retten - wenn man sofort handele, betonen die Forscher. Erfolgsgeschichten wie das Przewalski-Pferd oder der Buckelwal zeigten, dass gezielte Maßnahmen Arten vor dem fast schon sicheren Aussterben retten können. Das aber erfordere ein Umdenken. Die Gesellschaft müsse begreifen, dass auch vermeintlich nutzlose Arten ein Existenzrecht besitzen.

    "Die Spendergemeinschaft und der Artenschutz tendieren immer mehr zu einer 'Was kann die Natur für uns tun'-Haltung", sagt Jonathan Baillie, Direktor für Artenschutz bei der ZSL. Arten und Lebensräume würden dabei immer stärker danach bewertet, welchen Nutzen sie für den Menschen hätten. Das mache es immer schwerer, die am stärksten bedrohten und oft vermeintlich nutzlosen Arten zu schützen.

    Das Sumatra-Nashorn Diceros sumatrensis gehört zu den hundert am meisten bedrohten Arten weltweit.
    © Save the Rhino International
    Vom Zwergfaultier bis zum Riffbarsch
    Zusammengestellt wurde die Liste der 100 am meisten bedrohten Pflanzen, Tiere und Pilzarten von mehr als 8.000 Wissenschaftlern der IUCN. Auf ihr stehen Arten aus 48 Ländern. Zu den Säugetieren in der Liste gehören das Zwergfaultier Bradypus pygmaeus, das nur noch auf einer kleinen Insel vor der Küste von Panama vorkommt, der in China lebende Hainan-Gibbon (Nomascus hainanus) von dem nur noch weniger als 20 Exemplare existieren oder die auch als asiatisches Einhorn bekannte Saola-Antilope (Pseudoryx nghetinhensis). Neben vielen Fröschen und Kröten finden sich auch Reptilien, Fische und Vögel auf der Liste, wie die Indische Riesentrappe (Ardeotis nigriceps).

    Der Araripe-Helmpipra (Antilophia bokermanni) lebt an Wasserläufen in einem kleinen Gebiet in Brasilien.
    © Ciro Albano www.nebrazilbirding.com
    Nahezu alle auf der Liste stehenden Arten seien durch den Menschen in Gefahr geraten, berichten die Forscher. Meist wurde ihr Lebensraum zerstört, indem beispielsweise der Wald gerodet, ein Fluss aufgestaut oder Feuchtgebiete trockengelegt wurden. Einige Arten werden jedoch auch bereits als Opfer des Klimawandels gelistet, wie der Galapagos-Riffbarsch, von dem nicht bekannt ist, ob es überhaupt noch lebende Exemplare gibt. Auch für die nur auf einer Insel der Seychellen vorkommende Schneckenart Moominia willii geben die Wissenschaftler als Hauptbedrohung Klimawandel und die Verdrängung durch invasive Arten an.

    "Diese 100 Arten sprechen für sich: Sie sind schön, faszinierend, einzigartig und ungewöhnlich", kommentiert John G. Robinson von der Wildlife Conservation Society die jetzt veröffentlichte Liste. Jede dieser Arten sei Ausdruck der Vielfalt der Natur und repräsentiere eine evolutionäre Lösung für ganz spezielle Umweltbedingungen. "Wir schulden es uns selbst und ihnen, auf diesem Planeten Raum für sie alle zu finden", sagt Robinson.
    Quelle

    LG Angeni

  3. #93
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Das sechste große Artensterben


    Das rapide Artensterben unserer Zeit wird als das sechste Massensterben bezeichnet. Doch es droht mehr: Denn die jetzigen Eingriffe in die Natur werden sich erst in Jahrzehnten auswirken. Artensterben mit Zeitverzögerung: Umweltzerstörung bedroht viele Tier- und Pflanzen-gruppen erst nach etlichen Jahrzehnten. Das berichtet ein internationales Forscherteam für Europa in den “Proceedings” der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (“PNAS”). Demnach wären perspektivisch viel mehr Arten gefährdet als bislang ange-nommen, mahnen die Biologen. In der Erdgeschichte gab es mehrere große Artensterben – ausgelöst etwa durch Meteoriten oder Vulkanismus. Angesichts des derzeitigen rapiden Artenschwunds sprechen viele Experten vom sechsten Massensterben.
    Ursache ist vor allem die Zerstörung oder Verschmutzung von Lebensräumen durch den Menschen. Allerdings war bislang weitgehend unklar, wie schnell verschiedene Lebe-wesen auf Umweltveränderungen reagieren.

    Großer Zeitverzug bei Libellen und Gefäßpflanzen
    Um dies zu klären, untersuchten die Forscher um Stefan Dullinger und Franz Essl von der Universität Wien die Situation in 22 europäischen Ländern, darunter auch Deutschland.
    Als Hinweise auf die Belastung natürlicher Lebensräume werteten sie drei Faktoren: Bevölkerungsdichte, Intensität der Landnutzung und Bruttoinlandsprodukt pro Kopf.
    Bei Moosen, Gefäßpflanzen, Libellen und Heuschrecken erklärte der Entwicklungsstand um das Jahr 1900 den derzeitigen Bedrohungsstatus am besten. Bei Säugetieren und Reptilien waren die Daten von 1900 und 1950 ähnlich aussagekräftig. Nur der Status von Fischen ließ sich eher von aktuelleren Daten ableiten.
    Die Forscher vermuten, dass Eingriffe in Gewässer durch Verschmutzung oder Dämme direkt den gesamten Lebensraum verändern, in dem diese Tiere sich aufhalten. Säugetiere reagieren demnach ebenfalls relativ zeitnah: Da sie besonders große Areale brauchen, werden sie durch Lebensraum-Verluste daher schon früh bedroht.

    Zahl der gefährdeten Arten wird unterschätzt
    Als Beispiel für einen verzögerten Populationsrückgang nennt Dullinger etwa typische Wiesenpflanzen wie die Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi) oder den Teufelsabbiss (Succisa pratensis). “Diese früher sehr verbreiteten Arten gehen heute stark zurück, obwohl die dafür verant-wortlichen Veränderungen wie starker Düngereinsatz oder Drainage schon vor Jahr-zehnten einsetzten”, sagt der Forscher. “Obwohl die menschlichen Einflüsse auf die Umwelt nach dem Zweiten Weltkrieg deutlich zunahmen, deuten unsere Resultate darauf hin, dass der derzeitige Bedrohungs-status vieler Arten das Erbe mehrerer Jahrzehnte widerspiegelt und für vier Gruppen sogar bis zu einem Jahrhundert”, schreiben die Wissenschaftler. “Unsere Wahrnehmung des Aussterberisikos in großen geografischen Maßstab hinkt beträchtlich hinter dem steigenden (…) Druck auf die Artenvielfalt unterschiedlicher Gruppen hinterher.” “Die Gefährdungssituationen, die wir jetzt wahrnehmen, tragen deutliche Spuren dessen, was sich in der Wirtschaftsentwicklung vor 100 Jahren getan hat”, resümiert Dullinger. “Die jetzigen, stärkeren Eingriffe in die Natur werden sich erst in einigen Jahrzehnten auswirken.”
    Fazit: “Die Zahl der gefährdeten Arten wird wohl deutlich unterschätzt.”
    Quelle

    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  4. #94
    Super-Moderator Avatar von Stone
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    Artensterben Pflanzlich...

    Hej Leute !

    Saatguttausch: Bald strafbar?

    Derzeit läuft in Brüssel die Überarbeitung der EU Richtlinien für die Vermarktung von Saat- und Pflanzgut auf Hochtouren. Die neuen Regelungen bedrohen seltene und bäuerliche Sorten. Alte Sorten sind besonders gefährdet, da der freie Tausch von Saatgut, Knollen und Edelreisern durch die neue Gesetzeslage unter Strafe
    gestellt werden könnte. Das schadet Kleinbauern, regionalen Erzeugern, KonsumentInnen und der Vielfalt.




    Labor-Saatgut statt nachbaufähige Sorten?



    Der Saatgut- und Pflanzguttausch hat Tradition. Doch damit könnte es bald vorbei sein. Um weitergegeben werden zu dürfen, müssen alle Pflanzen erst als Sorte zugelassen werden und dafür teure und aufwändige amtliche Tests bestehen. Diese Test orientieren sich an Industriesorten und sind für weniger hochgezüchtete Sorten nicht zu schaffen. Die Ausnahmeregelungen für alte Sorten im Entwurf der neuen Verordnung bleiben restriktiv und zum Schutz der Sortenvielfalt unzureichend.
    Durch die neue Verordnung wären somit die bäuerlichen Abhängigkeiten von der Saatgutindustrie weiter zementiert. Die biologische Vielfalt unserer Natur und der Markt für biologische Lebensmittel wären nachhaltig beschädigt.


    Das finden wir inakzeptabel. Sie auch?


    Hier finden Sie Informationen, wie Sie aktiv werden können.


    Quelle: http://saatgutpolitik.arche-noah.at/saatgutverordnung

  5. #95
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    Klonen von ausgestorbenen Lebewesen - Jurassic-Park

    Jurassic-park lässt grüssen



    dazu näheres, für diejenigen, die diesen film nicht kennen

    Jurassic Park
    Film (1993)
    Jurassic Park ist ein SciFi-Horror- und Abenteuerfilm von Regisseur Steven Spielberg aus dem Jahr 1993. Die Handlung beruht auf dem Thriller DinoPark von Michael Crichton, der für den Film auch gemeinsam mit David Koepp das Drehbuch schrieb.
    Wikipedia

    lg
    um apollo 11 auf den mond zu bekommen, war eine rechnerleistung von DREI commodore 64 notwendig...
    um heute einen ticket zu lösen, ist EIN pentium-prozessor nicht ausreichend.


  6. #96
    Erfahrener Benutzer Avatar von zottel
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    Ich glaube, dass diese Forschungsrichtung aus ganz anderen Gründen so rasant vorangetrieben wird. Nämlich um künftig das Klonen von unseren beliebten Haustierchen, die irgendwann auch einmal sterben, an den Verbraucher verkaufen zu können. Daraus könnte ein Riesenmarkt entstehen. Man kauft die Haustiere dann nicht mehr beim Züchter, auch nicht mehr in der Tierhandlung, sondern geht künftig zum Kloner, um seinen geliebten Bennyhund wieder zum Leben erwecken zu können oder um den kleinen Purzel (Meerschweinchen) schnell wieder im Heim zu haben, damit das liebe Töchterchen endlich Ruhe gibt und nicht mehr um sein verstorbenes Haustier weinen muss etc.
    Und natürlich gibt es dort auch andere Tierchen zu kaufen, falls man noch kein Haustier bisher besaß - das besondere beim Kloner: es gibt Haustiere nach Maß, sprich aus dem Katalog! Das Tier soll eine bestimmte Fellfarbe haben? Das ist doch kein Problem, liebes Kind! Such dir die Fellfarbe einfach aus: schwarz, braun, robraun, hellbraun, weiß, blätter einfach den Katalog durch und puzzle dir dein Tier zusammen.
    Und wenn du es nicht so gut versorgst und es früher sterben sollte als üblich: ist doch kein Problem, dann besuch uns einfach wieder und wir basteln dir ein neues Haustier zusammen!

    Das ganze erinnert mich eher an den Film: The 6-th Day mit Arnold Schwarzenegger.
    Der Film spielt übrigens im Jahr 2015. Na in 2 Jahren könnten wir ja so weit sein.

    Bei Wikipedia kann man ein wenig mehr über diesen Film erfahren: http://de.wikipedia.org/wiki/The_6th_Day

    Im Film wird dann auch die Grenze des Klonens aufgehoben und man klont da bereits Menschen.
    So weit weg sind wir davon nicht mehr.
    Aus dieser Perspektive lohnt es sich, den Film mal anzusehen. Das, was mit dem Film im Jahre 2000 noch als Science-Fiction beschrieben wurde, könnte bald schon blanke Realität sein.

    LG
    zottel
    "Immer weigere ich mich, irgendetwas deswegen
    für wahr zu halten,
    weil Sachverständige es lehren, oder auch,
    weil alle es annehmen.

    Jede Erkenntnis muss ich mir selbst erarbeiten.
    Alles muß ich neu durchdenken, von Grund auf,
    ohne Vorurteile."


    Albert Einstein (1879-1955)

  7. #97
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    Wunschkind

    @ Zottel

    Nach den Wunschtierchen kommen dann die Wunschkinder!

    Ob man da Regressansprüche (Geld-zurück-Garantie) stellen kann, wenn der kleine Racker nicht so intelligent oder hübsch wird, wie versprochen? Und das "ungeliebte etwas" kommt dann wohin? Wurstmaschine?

    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  8. #98
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    Alles entsetzliche Gedanken
    "Immer weigere ich mich, irgendetwas deswegen
    für wahr zu halten,
    weil Sachverständige es lehren, oder auch,
    weil alle es annehmen.

    Jede Erkenntnis muss ich mir selbst erarbeiten.
    Alles muß ich neu durchdenken, von Grund auf,
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    Albert Einstein (1879-1955)

  9. #99
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    Das Desaster an der US-Westküste geht weiter:

    Seehunde, Austern, Pelikane, Fische und Tintenfische sind krank, gehen ein oder vermehren sich nicht!
    Die Voraussetzungen für eine Massenausrottung in den Weltmeeren scheinen gegeben, denn immer mehr Meereslebewesen werden krank oder tot an der Pazifikküste der USA angespült. Die Medien berichten über kranke Seehunde, tote Fische, verschwundene Pelikane und noch viel mehr, während Wissenschaftler herauszufinden versuchen, was genau dazu führt, dass ganze marine Ökosysteme scheinbar unerklärlich leiden und zugrunde gehen.



    Berichte über das Massensterben gibt es vor allem aus Kalifornien, wo junge Seelöwen in Rekordzahl an die Küste gespült werden. Das Wall Street Journal (WSJ) meldet, zum zweiten Mal hintereinander sei das Leben vieler Seelöwenbabys in Gefahr, nachdem sie von den Muttertieren aufgegeben würden, eine direkte Folge des Nahrungsmangels.

    Berichten zufolge wurden von Januar bis Mai 367 Seelöwen in das Marine Mammal Center in der Nähe von San Francisco gebracht, fast fünfmal so viele wie im Durchschnitt. In Südkalifornien wurden in diesem Jahr schon über 600 Seelöwen gerettet, fast doppelt so viele wie normal. Bereits im vergangenen Jahr wurden 1.600 Tiere behandelt.
    »Seelöwen leben von denselben Ressourcen wie Menschen«, erklärte Shawn Johnson, Leiterin der Abteilung Veterinärwissenschaft am Marine Mammal Center, im WSJ. »Wenn bei ihnen Probleme auftauchen, zeigt dies, dass vermutlich Probleme im Meer bestehen.«
    Etwas weiter nördlich erleiden Orcas und Beluga-Wale ein ähnliches Schicksal. Die Wetter- und Ozeanografie-Behörde der USA (National Oceanic and Atmospheric Administration, NOAA) macht die verbreitete Verseuchung durch Öl- und Gasbohrungen dafür verantwortlich, dass beide Arten in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen sind.

    Auch entlang der Küste von Alaska leiden Seehunde; mehr als 250 haben eine rätselhafte Krankheit entwickelt, die oft tödlich verläuft. Experten vermuten, das Wachstum giftiger Algen entlang der Küstengewässer könnte die Ursache sein, das Wachstum wiederum sei auf die zusätzliche Sonneneinstrahlung durch den noch immer währenden Rückgang der Ozonschicht zurückzuführen.
    »Insgesamt hat die Regierung seit 2003 bei Meeressäugetier-Arten 38 ungewöhnliche ›Mortalitäts-Ereignisse‹ festgestellt«, schrieb Carlton im WSJ. »Das sind fast doppelt so viele wie in der Zeit von 1991 – als die Tiere von der Regierung unter größeren Schutz gestellt wurden – bis 2002.«
    Auf der anderen Seite des Landes, in der Indian River Lagoon in Florida, strandeten 2012 und 2013 insgesamt Hunderte von Seekühen und 80 Große Tümmler. In South Carolina wurden 2013 zwischen DeBordieu Beach und Pawleys Island 40.000 tote Menhaden, [ein 15 bis 20 Zentimeter großer Fisch aus der Heringsfamilie] an den Strand gespült. Eine Woche zuvor wurden Tausende Fische dieser Gattung entlang der Küste der Masonboro-Insel in North Carolina an Land geschwemmt. Ein Jahr zuvor wurden an denselben Stränden Tausende toter Seesterne gefunden.

    Noch einmal zu Kalifornien: Veränderte Wettermuster, die einige Wissenschaftler auf das Wetterphänomen des El Niño zurückführen, bewirken, dass Fische und Wale an ungewöhnlichen Orten auftauchen. In San Diego wurden kürzlich der erste Gelbflossen-Thunfisch überhaupt und die erste Mahi-Mahi-Dorade dieses Jahres gefangen. Diese Fische gibt es normalerweise in San Diego nicht.
    »Wir haben hier bereits sehr ungewöhnliche Fische gefangen«, erklärte Tim Barnett, emeritierter Meeresforscher am Scipps Institute of Oceanography in San Diego, im Sender KPBS. »Der erste Gelbflossen-Thunfisch wurde im Mai gefangen – so etwas hat es seit Menschengedenken nicht gegeben.«
    »Das Zweite war der Fang der ersten Mahi-Mahi-Dorade im Januar. Auch das gab es noch nie. Sie lieben warmes Wasser, man findet sie hier normalerweise erst im September.«
    Das Massensterben in den Ozeanen markiert den Beginn einer möglichen globalen Auslöschung

    Da diese Fischarten normalerweise nicht in den kalten Gewässern vor der Küste Kaliforniens leben, ist ihr Schicksal praktisch schon besiegelt, genauso wie das der übrigen toten Fische, die zuvor entdeckt wurden. Rechnen Sie dazu die Millionen toter Seesterne, die entlang der gesamten Westküste eingesammelt werden, und die Welt hat ein reales Problem.
    »Es ist das größte Mortalitätsereignis bei marinen Erkrankungen, das wir erlebt haben«, kommentierte Drew Harvell, Meeres-Epidemiologe an der Cornell University, das Phänomen im Sender KUOW News. »Es betrifft über zwanzig Arten an unseren Küsten und verursacht eine katastrophale Mortalität. … Ich erwarte, dass alle Seesterne in den nächsten Monaten eingehen.«
    Ob es die Strahlung aus Fukushima ist oder Rückstände von Öl und Chemikalien von der BP-Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, veränderte Wettermuster oder eine Kombination aus allen Dreien, eines ist sicher: Die Ozeane der Welt sind krank. Und angesichts der Entwicklung der Dinge scheint es weniger eine Frage, ob, sondern vielmehr wann es zu einer globalen Ausrottung epischen Ausmaßes kommt.
    Quelle: http://info.kopp-verlag.de/index.html

    Wissenschaft rätselt über die genauen Ursachen:

    Die Studien werden finaziert mit freundlicher Unterstützung von:



    Chevron BP Shell Exxon GE Monsanto



    ...USW, das es sehr genaue und sehr lange dauert, bis wir alle
    gestorben sind!

    LG

  10. #100
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    AW: Artensterben

    Großes Vogelsterben in Europa! - Clixoom Science & Fiction




    ...das sind 60%!


    LG

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