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Thema: Artensterben

  1. #21
    Gast

    Re: Artensterben

    Zitat Zitat von grenzwissenschaft-aktuell
    Mittwoch, 1. September 2010
    Aussterben der nordamerikanischen Megafauna: Studie widerlegt Einschlagstheorie


    Das Mastodon (Illu.) | Copyright: Public Domain

    St. Louis/ USA - Vor rund 12.900 Jahren unterbrach eine abrupte und ebenso drastische Abkühlung die Erwärmung des Erdklimas nach der letzten Eiszeit. Diese als Jüngere Dryas bezeichnete Abkühlung dauerte rund 1.300 Jahre an, bevor sich das Klima wieder erwärmte. Von jeher währt ein wissenschaftlicher Streit über die Ursachen die Abkühlung, während der die nordamerikanische Megafauna ausstarb. Eine neue Studie glaubt nun, eine der kontrovers diskutierten Hypothesen endgültig widerlegen zu können, nach der ein Einschlag eines oder mehrerer astronomischer Objekte die Kälteperiode ausgelöst haben soll.

    Zu den charakteristischen Vertretern der nordamerikanischen Megafauna zählt unter anderem das Wollhaarmammut, das Mastodon, Säbelzahntiger und der Riesen-Kurzschnauzenbär. Neben den Tieren, so vermuten einige Forscher, verschwand auch die kontinental verbreitete Clovis-Kultur nahezu spurlos – eine Theorie, die seither jedoch ebenfalls kontrovers diskutiert wird.

    Seit 2007 versucht die sogenannte "Impakt-Hypothese" Richard B. Firestone und Kollegen die Kältephase durch den Einschlag eines oder mehrerer astronomischer Objekte zu erklären. Anhand von Analysen von Sedimentablagerungen aus der Zeit des Beginn der Jüngeren Dryas glaubten Vertreter den bislang stärksten Beweis für die Einschlags-Hypothese in Form kleinster kugelförmiger Diamanten gefunden zu haben, von welchen sie annehmen, dass sie durch die bei dem Einschlag freigesetzten Kräfte entstanden sind.

    In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" haben Wissenschaftler um den Physiker Dr. Tyrone Daulton von der "Washington University" nun jedoch ihre Ergebnisse der Analysen von Bodenproben aus der Jüngeren Dryas vorgelegt, anhand derer sie keine der beschriebenen Diamanten nachweisen konnten. Bei den beschriebenen Partikeln, die bislang als hexagonale Lonsdaleit-Diamanten gedeutet wurden, wie sie tatsächlich auch im Innern von Meteoriten und an bekannten Einschlagskratern gefunden wurden, handele es sich in Wirklichkeit um gewöhnliches Graphit.

    Bereits zuvor konnten zahlreiche angebliche Beweise für ein Einschlagsereignis als Auslöser der Jüngeren Dryas widerlegt werden. Der Umstand, dass nun auch die Nano-Diamanten als letzter Beweis widerlegt wurden, dürfte, so die Forscher, der Impakt-Hypothese den Todesstoß versetzen. "Wir sollten gegenüber neuen Theorien grundsätzlich immer skeptisch sein", kommentiert der ebenfalls an der aktuellen Studie beteiligte Paläobotaniker Dr. Andrew C. Scott von der "Royal Holloway University of London". "Wenn sich Beweise gegen eine Hypothese stellen, sollte sie dann auch fallen gelassen werden."
    http://grenzwissenschaft-aktuell.blogsp ... schen.html

  2. #22
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    Re: Artensterben

    Ja die Lieben Studien...mal was von Emanuel Velikowsky gelesen?

    Thcok
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  3. #23
    Gast

    Re: Artensterben

    Zitat Zitat von heraldsun.com.au
    Earth 'facing mass extinction'

    * From: AAP
    * September 03, 2010 9:40AM
    * Major marine extinction in process - study
    * Organisms not coping with environment
    * Humans to blame

    THE world is facing a mass extinction event that could be greater than that of the dinosaurs, new Australian research shows.

    Macquarie University palaeobiologist Dr John Alroy used fossils to track the fate of major groups of marine animals throughout the Earth's history.

    He compiled data from nearly 100,000 fossil collections worldwide, tracking the fate of marine animals during extreme extinction events some 250 million years ago.

    The findings, published this week in the international journal Science, showed a major extinction event was currently underway that had the potential to be more severe than any others in history.

    "Organisms that might have adapted in the past may not be able to this time," Dr Alroy said.

    "You may end up with a dramatically altered sea floor because of changes in the dominance of major groups. That is, the extinction occurring now will overturn the balance of the marine groups."

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    The research shows a combination of human behaviour and climate change could have devastating affects on species across the planet.

    "When there's mass extinction all bets are off and anything could happen," Dr Alroy said.

    "So what we're basically doing as the human species collectively is we're running this gigantic experiment with nature."

    There have been three major mass extinction events throughout history and biologists widely agree the world is currently suffering from another.

    The last mass extinction was an estimated 65 million years ago when an asteroid smashed into Mexico and wiped out the dinosaurs, making room for mammals to thrive.

    Dr Alroy said a new mass extinction wouldn't be the result of a single horrific event such as an asteroid hitting Earth.

    Instead, it would be the result of a factors from introduced foreign species, run-offs from fertilisers and pesticides, pollution and deforestation, he said.

    Climate change and an accelerated growth in the worldwide population were also playing a part.

    But Dr Alroy said the current situation was not yet as bad as the worst mass extinction 250 million years ago, known as Permian-Triassic extinction or The Great Dying.

    "It's safe to say that we have not yet lost nearly as much as what was lost during that event but it's also reasonable to say that we could end up losing as much as was lost in that event," he said.

    "We're currently playing games with evolution on a epic scale.

    "Really, really big mass extinctions happen very, very rarely and they have very important long-term consequences."


    Zitat Zitat von G.-Ü.
    Erde "vor Massensterben"

    * Von: AAP
    * 03. September 2010 09.40 Uhr
    * Major Marine Aussterben Prozess - Studie
    * Organismen, die nicht Umgang mit Umwelt
    * Der Mensch schuld

    Die Welt steht vor einem Massensterben Ereignis, das größer sein als der Dinosaurier, neue australische Forschung zeigt konnte.

    Macquarie University palaeobiologist Dr John Alroy Fossilien verwendet, um das Schicksal der großen Gruppen von Meerestieren in der gesamten Erdgeschichte zu verfolgen.

    Er erstellte Daten von fast 100.000 fossilen Sammlungen weltweit, Tracking über das Schicksal von Meerestieren bei extremen Ereignissen vom Aussterben einiger 250.000.000 Jahre alt.

    Die Entdeckungen, veröffentlicht diese Woche in der internationalen Fachzeitschrift Science, zeigte eine große Aussterben Veranstaltung war, dass derzeit das Potenzial, strenger sein als alle anderen in der Geschichte hatte.

    "Organismen, die in der Vergangenheit angepasst haben könnte möglicherweise nicht in der Lage sein, diese Zeit," sagte Dr Alroy.

    "Sie können am Ende mit einem dramatisch veränderten Meeresboden auf Grund von Veränderungen in der Dominanz der großen Fraktionen. Das heißt, die vom Aussterben auftretenden jetzt wird das Gleichgewicht des marinen Gruppen zu stürzen."

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    Die Forschung zeigt eine Kombination von menschlichem Verhalten und der Klimawandel könnte verheerende Auswirkungen auf Arten haben auf dem ganzen Planeten.

    "Wenn es Massensterben sind alle Wetten aus und alles passieren kann," sagte Dr Alroy.

    "Also, was wir im Grunde tun, was die menschliche Spezies kollektiv wir Ausführen dieses gigantisches Experiment mit der Natur."

    Es gibt drei große Massensterben Ereignissen aus der Geschichte und Biologen weithin einig die Welt leidet derzeit unter einer anderen.

    Das letzte Massenaussterben war schätzungsweise 65.000.000 Jahre alt, wenn ein Asteroid in Mexiko zerschlagen und die Dinosaurier und macht Platz für Säugetiere zu gedeihen.

    Dr Alroy sagte ein neues Massensterben wäre nicht das Ergebnis einer einzelnen schreckliche Ereignis werden, wie ein Asteroid trifft die Erde.

    Stattdessen wäre es das Ergebnis einer Faktoren, die von ausländischen eingeführten Arten, run-offs von Düngemitteln und Pestiziden, Umweltverschmutzung und Abholzung, sagte er.

    Der Klimawandel und ein beschleunigtes Wachstum in der weltweiten Bevölkerung spielten ebenfalls eine Rolle.

    Aber Dr. Alroy, sagte die derzeitige Situation war noch nicht so schlimm wie die schlimmste Massensterben 250.000.000 Jahre alt, als Perm-Trias oder das große Sterben bekannt.

    "Es ist sicher zu sagen, dass wir noch nicht annähernd so viel wie das, was war während dieser Veranstaltung verloren verloren, aber es ist auch sinnvoll zu sagen, dass wir verlieren könnten am Ende so viel wie in diesem Fall verloren", sagte er.

    "Wir sind derzeit Spiele mit der Evolution auf einer epischen Ausmaßes.

    "Wirklich, wirklich groß passieren Massensterben sehr, sehr selten, und sie haben sehr wichtige langfristige Konsequenzen."
    http://www.heraldsun.com.au/lifestyle/the-other-side/world-facing-mass-extinction/story-e6frfhk6-1225913659680

  4. #24
    Gast

    Re: Das Geheimnis des Bienensterbens

    Dienstag, 12. Oktober 2010

    Grund für weltweites Bienensterben gefunden?


    Honigbienen | Copyright: Wausberg/GNU FDL

    Denver/ USA - Gemeinsam mit Kollegen der "United States Army" glauben Forscher Universitäten von Texas und Montana den Grund, bzw. die Gründe, für das andauernde weltweite Bienenvölkersterben gefunden zu haben. Nicht eine Ursache, sondern eine Kombination zweier Faktoren halten die Wissenschaftler für die Auslöser des bedrohlichen Bienensterbens.

    Seit 2006 sind alleine in den USA bis zu 40 Prozent der Bienenvölker der mysteriösen "Collony Collapse Disorder" (CCD, Bienenvolk-Kollaps) zum Opfer gefallen. Zahlreiche Theorien und Forschungsansätze vermuteten bereits eine Vielzahl von unterschiedlichen Auslösern, darunter Auswirkungen von Mobilfunkstrahlen, über Auswirkungen genetisch manipulierter Pflanzen bis hin zu Pestiziden, Parasiten und Pilzbefall.

    In ungewöhnlicher Zusammenarbeit glauben nun militärische Wissenschaftler und Entomologen (Insektenforscher) die Ursache für das Bienensterben in einer Kombination aus einem Pilzbefall durch den Mikroorganismus "Nosema ceranae" und einem Virus gefunden zu haben. Das Ergebnis ihrer Studie haben die Forscher aktuell im Fachmagazin "PLoS One" veröffentlicht.

    Wie es zu dieser fatalen Kombination jedoch genau kommt, wissen die Forscher bislang noch nicht. Diese Frage zu beantworten sei nun das Ziel weitere Untersuchungen. Beide Faktoren, Pilz und Virus, so die Forscher bislang, profitieren jedoch von kühlem und feuchtem Wetterbedingungen und wirken sich im Magen der betroffenen Tiere aus, weswegen die Wissenschaftler sich weitere Antworten durch das Studium der Nahrung der Tiere erhoffen.

    Erst wenn sich die beiden einzeln eher harmlosen Schädlinge verbinden, entstehe eine Erkrankung der Insekten, die schlussendlich und unweigerlich zu deren Tod führt, so die Forscher. Aus diesem Grund erhoffen sich die Forscher auch ein Mittel gegen das Bienensterben finden zu können, in dem sie gezielt nach einem Mittel gegen einen der Faktoren suchen wollen - eine Hoffnung, für deren Erfüllung die Forscher zunächst dem Pilz zuleibe rücken wollen. Selbst bereits vom Bienenvolk-Kollaps befallene Völker könnten so möglicherweise durch eine Behandlung mit gezielten Fungiziden gerettet werden.

    Quelle : http://grenzwissenschaft-aktuell.blogsp ... erben.html

  5. #25
    Gast

    Re: Das Geheimnis des Bienensterbens

    Der rätselhafte Bienentod – eine unterschätzte Gefahr

    Niki Vogt

    Das Bienensterben bleibt ein großes wirtschaftliches und ökologisches Problem. Trotz zahlreicher wissenschaftlicher Erkenntnisse scheint ein wirkliches Umdenken jedoch noch nicht stattzufinden. Wirtschaftliches Kalkül oder Ignoranz: Die Ursachen sind nur schwer zu erklären.




    Vielleicht ist es gerade die Erntezeit, die alljährlich dafür sorgt, dass ein Thema die Medien erreicht, das zwar seit Jahren diskutiert, aber noch immer nicht wirklich ernst genommen wird: das Bienensterben. Es ist wohl einer immer größer werdenden Entfremdung des Menschen von der Natur geschuldet, dass die Dramatik dieser Entwicklung nicht wirklich verstanden wird. Ob die Behauptung, Kinder glaubten, dass die Milch aus lila Kühen käme, nur ein populärer Irrtum sei, mag dahingestellt sein. Seit 1997 jedenfalls testet der Natursoziologe Rainer Brämer das Wissen von Schülern über die Natur. Die Kenntnis über Naturzusammenhänge, so das Ergebnis, nimmt jedenfalls kontinuierlich ab.

    Das mangelnde Wissen einer Tiefkühl-, Dosen- und Fertiggerichte-Kultur führt womöglich auch dazu, dass das Bienensterben bisher hauptsächlich ein Thema für die Boulevardspalten darstellt. George Orwell meinte einmal sehr vorausschauend: »Bei wichtigen Themen gibt es immer Aspekte, die keiner erörtern möchte.« Das gilt auch für dieses beklemmende Naturphänomen. Auf Honig könne man auch verzichten, mag vielen zunächst durch den Kopf gehen. Das Desinteresse an Naturproblemen, so Brämer, hänge besonders bei Jugendlichen auch damit zusammen, dass »Erwachsene« das Thema Natur hauptsächlich mit Ge- oder Verboten belegen. In der Tat: Von Waldsterben bis zur globalen Klimakatastrophe ist das Problem der Umweltbelastung längst zum Thema der politisch korrekten Gutmenschen geworden. Insbesondere Jugendliche stellen auf Durchzug, um der allgegenwärtigen Betroffenheitskultur zu entkommen.

    Wesentlich folgenreicher aber als eine mögliche globale Erwärmung der Erde wäre das Aussterben der Bienen. Der Koordinator der Arbeitsgemeinschaft Bienenforschung an der Universität Wien, Stefan Mandl, wies erst kürzlich noch einmal nachdrücklich auf die »Schlüsselrolle der Honigbiene in unserem Ökosystem« hin: »Die Biene leistet auf der Erde 80 Prozent der Gesamtbestäubungsleistung. Ohne sie hätten wir keine blühenden Wiesen, keine Obstproduktion, keine pflanzlichen Öle aus Sonnenblume, Raps oder Kürbis.« Zudem seien Bienen eine wichtige Nahrung, vor allem für Singvögel. Die Endprodukte, von Honig bis zu Propolistropfen, so Mandl, wirkten sich positiv auf die Gesundheit des Menschen und damit auch auf die Volkswirtschaft aus.
    Erst vor drei Jahren wurde das Problem des Bienensterbens einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Im Frühjahr 2007 musste man in den USA mit Erschrecken feststellen, dass 70 Prozent der Bienenpopulation des Vorjahres verschwunden waren. Man nannte das Phänomen »Colony Collaps Disorder«. Festzustellen war ein scheinbar grundloser Zusammenbruch der Völker ohne jede vorhergehende Symptomatik. Die erwachsenen Bienen verlassen den Bienenstaat, um zu sterben. Sehr früh hatte man als Ursache für dieses Sterben die Auswirkungen der Gentechnik in der Landwirtschaft auf dem Zettel. Der Anteil an genmanipuliertem Bt-Mais war in den USA besonders hoch. Die Bienen lagern den Maispollen als Winterfutter ein. Ein Forschungsprojekt der Universität Jena aus den Jahren 2001 bis 2004 bescheinigte zwar die »Unbedenklichkeit« des Genmaises für die Bienen. Gleichzeitig wurden aber auch bedenkliche Ergebnisse zutage gefördert.



    Bei einem Freilandversuch im Rahmen des Projektes wurden die Bienenvölker zufällig mit Parasiten (Mikrosporidien) befallen. Dieser Befall, so heißt es in dem Bericht, »führte bei den Bt-gefütterten Völkern ebenso wie bei den Völkern, die mit Pollen ohne Bt-Toxin gefüttert wurden, zu einer Abnahme der Zahl an Bienen und in deren Folge zu einer verringerten Brutaufzucht. Dieser Effekt war bei den Bt-gefütterten Völkern signifikant stärker.« Zur Begründung hieß es in dem Bericht: »Die signifikanten Unterschiede sprechen für eine Wechselwirkung von Toxin und Pathogen auf die Epithelzellen des Darms der Honigbiene. Der zugrunde liegende Wirkungsmechanismus ist unbekannt.« Das bedeutet auf Deutsch: Das Bt-Gift im Maispollen hat den Darm der Bienen so verändert, dass sie anfälliger für Parasiten wurden. Es dürfte nicht zuletzt der äußerst aktiven Lobbyarbeit von Firmen wie dem Saatguthersteller Monsanto zu »verdanken« sein, dass diese besorgniserregenden Ergebnisse nicht zu einem Stopp des Anbaus von genmanipulierten Pflanzen geführt haben.

    Neben den Auswirkungen gentechnisch veränderten Pflanzenmaterials sind bereits auch andere Ursachen als Möglichkeit benannt worden. Womöglich laufen die verschiedenen Schädigungen auch zu einem multikausalen Ursachenkonglomerat zusammen. Wenn die Gentechnik-Lobby auf der Internetseite TransGen beispielsweise beruhigend feststellt, dass genmanipulierter Mais einer gesunden Bienenpopulation nicht schade, müssten aber gleichzeitig die anderen schädigenden Faktoren benannt werden: So wird der breitgefächerte Einsatz von Pestiziden die Bienenvölker ohne Zweifel schwächen. Im Jahre 2008 gab es in Deutschland durch den Einsatz von Neonicotinoiden, das sind Nervengifte zur Maisbeizung, massive Bienenverluste. 12.500 Bienenvölker waren betroffen. Während dieses Gift in Deutschland in diesem Jahr deshalb keine Zulassung mehr erhielt, kam es in Österreich nicht zu einem Verbot.

    Weiterhin gibt es Theorien, die einen Krankheitserreger vermuten, die Varroamilbe wird ebenfalls als verantwortlich benannt. Monokulturen schwächen das ökologische Gleichgewicht. Und schließlich stellte die Universität Koblenz-Landau einen Zusammenhang zwischen der elektromagnetischen Strahlung des Mobilfunks und dem Verhalten der Bienen auf. Ob hier tatsächlich eine direkte Ursache für das Bienensterben besteht, ist weiterhin offen. Tatsache ist aber, dass die nützlichen Insekten vielfältigen Schädigungen ausgesetzt sind.



    Und obwohl offiziell keine »Schuldigen« benannt werden und das Problem Bienensterben nicht als generelle Gefahr dargestellt wird, steckt selbst die Europäische Union inzwischen 32 Millionen Euro in die Bekämpfung des Bienensterbens. Die EU-Kommission stellt nicht nur eine wirtschaftliche Notlage der Bienenzüchter fest, sondern auch eine Bedrohung der biologischen Vielfalt. Besonders betroffen seien Frankreich und Spanien, die zusammen mehr als ein Viertel der EU-Bienenbestände halten. EU-Umweltkommissar Janez Potocnik mahnt gar zu einem »radikalen Wechsel« unseres Lebensstils und den Produktionsmethoden unserer Landwirtschaft. Aufgeschreckt dürfte die EU-Kommission auch durch eine jüngst veröffentlichte Studie der British Ecological Society worden sein, die beim Jahrestreffen an der Universität von Leeds vorgestellt worden war. Die Experten hatten die Verhältnisse in Indien untersucht, das mit jährlich 7,5 Millionen Tonnen Gemüseproduktion weltweit hinter China den zweiten Platz in diesem Marktsegment einnimmt. Das Ergebnis: Der Rückgang der Insektenpopulation führe bereits jetzt zu einer ernsthaften Bedrohung der Produktion. Bienen, so das Urteil der britischen Studie, seien ein echter Wirtschaftsfaktor. Berechne man die finanzielle Leistung der Bestäuberinsekten, so käme man auf 224 Milliarden US-Dollar jährlich.

    Ob solche Zahlen Firmen wie Monsanto beeindrucken, bleibt fraglich. Die Umweltschutzorganisation mutmaßt, dass es im Zuge einer Gen-Diktatur um durchaus größere Summen ginge. Monsanto, so der Vorwurf, wolle die weltweite Nahrungsversorgung kontrollieren. Da Genveränderungen über Bestäubung gleichsam unfreiwillig auf andere Pflanzen übertragen werden, würde künftig eine Kontrolle der Bauern viel Geld in die Kassen spülen. Die Bauern können nicht einmal ahnen, ob und wo auf ihrem Boden Pflanzen zu finden sein werden, die die patentierten Gene in sich tragen.

    Pflanzen, in denen solche Genpatente nachweisbar sind, sind kostenpflichtig.
    In den Vereinigten Staaten sind viele solcher Prozesse zugunsten der gentechnischen Hersteller und gegen die ahnungslosen Farmer entschieden worden.

    Bereits im Jahre 2006 soll Monsanto zehn Millionen Dollar zur Überwachung ausgegeben haben. In Indien hatte es bei Bauern, die auf dieser Geschäftsgrundlage bei der Baumwollproduktion zur Kasse gebeten werden sollten, deshalb schon Proteste gegeben. Dass all dies vorläufig ohne den Einsatz von Bienen nicht möglich ist, müsste auch den Konzernzentralen klar sein.
    Welche Pläne in den Schubladen liegen, ist ungewiss. Das Ganze ist inzwischen Stoff für einen Thriller aus der Feder eines Michael Crichtons oder Frank Schätzings – eine spannende Vorstellung, wenn die Bedrohung nicht so real wäre.


  6. #26
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    Re: Artensterben

    hi all

    Nagoya (Japan) - Der Erde droht das größte Artensterben seit der Ausrottung der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren! Davon gehen Wissenschaftler aus. Am Ende der 10. Artenschutz-Konferenz der Vereinten Nationen sollen daher 20 strategische Ziele für das kommende Jahrzehnt festgelegt werden.

    Rund 15 000 Delegierte aus 193 Ländern beraten seit Montag in Japan darüber, wie die biologische Vielfalt bewahrt werden kann............


    hier ((( http://www.bild.de/BILD/news/2010/10/21/un-artenschutz-konferenz-in-japan/erde-droht-groesstes-artensterben.html ))) mehr zum thema

    lg

  7. #27
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    Re: Vögel fallen tot vom Himmel und Fische verenden Rätselhaft..

    Wenn ich mir zum Bienensterben oder auch Hummelsterben eine bescheidene Meinung erlauben darf :

    Krankheit ist in der Erhöhung in vielen Arten, aus vielen Gründen in dieser Zeit. Das Wetter hat einen Typ der Klimaveränderung veranlasst, so dass opportunistische Keime in ein anderes Territorium einfallen können. Immunsysteme werden wegen des rollenden Kerns der Erde niedergedrückt, das magnetisches Ausströmen erzeugt und im Wesentlichen auch ein Angriff auf die Gesundheit ist. Ein Niederdrücken mit vielfachen Angriffen verbunden auf das Immunsystem kann das Immunsystem überwältigen, und sicher Krankheit ausbreiten. Bei uns Menschen steigt auch die Krebsrate dadurch an, obwohl es ansonsten vorwiegend eher ein psychisches Problem ist.

  8. #28
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    Re: Das Geheimnis des Bienensterbens

    Wie war das?...Wenn die Bienen sterben hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben.
    „Wer dem Volk keine Freiheit gönnt, verdient sie selbst nicht!“

    Die Wahrheit muss in Misthaufen sein, Milliarden Fliegen können nicht irren …

  9. #29
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    Re: Artensterben

    An Entscheidungsträger in der EU und der USA:

    "Wir rufen sie dazu auf, die Verwendung von Pestiziden der Gruppe der Neonicotinoide zu verbieten, solange deren Sicherheit nicht durch unabhängige, wissenschaftliche Untersuchungen bewiesen ist. Das katastrophale Bienensterben könnte unsere gesamte Nahrungskette in Gefahr bringen. Wenn sie nun umgehend die nötigen Vorkehrungen treffen, können die Bienen vor dem Aussterben bewahrt werden."

    Hier Petition unterzeichnen:

    https://secure.avaaz.org/de/save_the_bees/?cl=900810158&v=8132
    Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen.
    Voltaire

  10. #30
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    Re: Artensterben

    Hey Leute!

    Das Bienensterben ist dramatischer als ihr denkt. Wenns mit den Gentechpflanzen so weitergeht und weiterhin speziell die massgeschneiderten Pestizide für diese unnötigen Pflanzen gesprüht werden dann werden Einsteins Worte letztlich eintreten :
    " Sterben die Bienen, stirbt der Mensch"
    .

    Ich bin kein grosser Redner aber ich bitte euch, das Thema Bienensterben nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Dieses Artensterben ist noch weit katastrophaler als die ganze Gen-Kacke zusammen die fabriziert wird.

    Hier mal ein kurzer Bericht darüber :

    http://www.innovations-report.de/html/berichte/umwelt_naturschutz/bericht-33414.html

    ==> Und hier der Videothread zum Thema Bienensterben : viewtopic.php?p=5746#p5746 (Hinzugefügt von S.E.T.I)

    LG
    Stone
    Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende


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