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Thema: Artensterben

  1. #31
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    Re: Artensterben

    Diese Übersicht bekam ich per Mail...
    "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert."

    Albert Einstein

  2. #32
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    Re: Artensterben

    danke für die info kilkenny
    ist zwar bereits mehrmals im forum enthalten "die map" aber lieber einmal zuviel als zuwening


    weiter so

  3. #33
    Erfahrener Benutzer Avatar von poseidon
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    Re: Artensterben

    Massensterben
    Rätselhafter Bienentod alarmiert EU


    Bienen bestäuben Blüten – sie sichern der Landwirtschaft gute Erträge.Doch die Insekten
    sterben in großer Zahl,Forscher stehen vor einem Rätsel.Mit einen Notprogramm will
    die EU dem Massentod auf die Spur kommen.Doch bereits jetzt drohen hohe
    wirtschaftliche Verluste.

    Weiter hier http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,741260,00.html



    Liebe Grüße
    Wir können die Windrichtung nicht ändern. Aber wir können die Segel richtig setzen.

  4. #34
    Gast

    Re: Artensterben

    Massensterben im Blitztempo


    US-Forscher behaupten, dass die Geschwindigkeit des aktuellen Artensterbens größer sei als während der fünf großen Apokalypsen der Erdgeschichte. - Foto:Martin Meissner/AP/dapd
    [size=110:ixwd2ph5]
    Forscher äußern Besorgnis über mögliche Dynamik des Artensterbens - Geschwindigkeit größer als während der fünf großen Apokalypsen der Erdgeschichte[/size]

    London - Dass Arten kommen und vergehen, ist zumindest langfristig betrachtet nichts Außergewöhnliches, sondern fixer Bestandteil der Evolution. Seit dem Beginn des Lebens vor 3,5 Milliarden Jahren dürften in etwa 99 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten, die je unseren Planeten besiedelt haben, wieder verschwunden sein.

    Doch der heute lebende Rest könnte viel stärker gefährdet sein, als man bisher annahm. Wahrscheinlich stehen wir sogar vor dem sechsten großen Sterben der Geschichte, behauptet zumindest ein Forscherteam um Anthony Barnosky von der Universität von Kalifornien Berkeley in einem Überblicksartikel im britischen Wissenschaftsmagazin "Nature" (Bd. 471, S. 51)

    Die Forscher verglichen in ihrer Hochrechnung die Zahlen vom heute laufenden Artensterben mit fünf anderen Massensterben der vergangenen 540 Millionen Jahre. Bei diesen Apokalypsen wurden bis zu drei Viertel aller damals lebenden Arten in Zeiträumen von weniger als zwei Millionen Jahren dahingerafft - so etwa alle bis vor 65 Millionen Jahren lebenden Saurierarten.

    Um ihre Berechnungen zu erleichtern, konzentrierten sich die Forscher auf die Säugetiere, von denen heute rund ein Viertel als bedroht gilt. (Insgesamt stehen 3300 Tier- und Pflanzenarten stehen akut vor dem Aussterben.)

    Barnosky und seine Kollegen behaupten nun, dass die Geschwindigkeit des aktuellen Artensterbens größer sei als während der fünf großen Apokalypsen, die durch natürliche Ereignisse wie Meteoriteneinschläge oder Supervulkane ausgelöst wurden. Mit anderen Worten könnte der Mensch bereits in den nächsten Jahrhunderten für ein Desaster sorgen, das sämtliche bisherigen Katastrophen in den Schatten stellt.

    Immerhin können wir noch etwas dagegen tun, so Barnosky: "Bisher sind nur ein bis zwei Prozent der Arten ausgestorben, die wir betrachtet haben. Wir können also noch einen großen Teil der Fauna und Flora retten." (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 5./6. 3. 2011)

    Quelle :

    http://derstandard.at/1297819596583/Massensterben-im-Blitztempo

  5. #35
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    Re: Artensterben

    http://www.infokriegernews.de/wordpress/2011/03/09/fischsterben-wieder-millionen-toter-fische/
    Von Cheffe | 9.März 2011
    Fischsterben : Wieder millionen toter Fische
    In den USA gibt es ein fortgesetztes Fischsterben der dritten Art. In der Presse wird von verstopften Hafenbecken durch Fischkadaver geschrieben. Die Menge soll so hoch sein, dass sogar Schiffe dort stecken bleiben. Was führt in den USA zu einem derart heftigem Fischsterben? Im Hafen von Rendondo Beach bietet sich ein Bild des Grauens. Was zu dem heftigen Fischsterben führte ist den Forschern noch unklar, es wird allerdings behauptet, dass die Fische aus irgendeinem Grund alle in das Hafenbecken schwammen und dort an Sauerstoffmangel verendeten.
    http://www.infokriegernews.de/wordpress/2011/03/09/fischsterben-wieder-millionen-toter-fische/

    rtl.de/medien
    http://www.rtl.de/medien/1425c-0-51ca-14/tote-fische-verstopfen-hafenbecken.html

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/ethan-a-huff/millionen-fische-tot-im-hafen-von-redondo-beach-angeschwemmt.html;jsessionid=695BE111BFB303A800FE1 B54384DF065
    09.03.2011
    Millionen Fische tot im Hafen von Redondo Beach angeschwemmt
    Ethan A. Huff
    In einem der bisher vielleicht größten und erschreckendsten Tier-Massensterben wurden Zigmillionen toter Sardellen am 8. März im kalifornischen King Harbor Marina in Redondo Beach, etwa 25 Kilometer südwestlich von Los Angeles, angeschwemmt, berichtet die Lokalzeitung Daily Breeze. Vertreter der Kommune erklärten, die Gründe seien bisher noch unklar, es seien aber Ermittlungen eingeleitet worden.

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/ethan-a-huff/millionen-fische-tot-im-hafen-von-redondo-beach-angeschwemmt.html;jsessionid=695BE111BFB303A800FE1 B54384DF065

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,748618,00.html
    03.03.2011
    Massensterben im Blitztempo
    Menschheit beschleunigt neue Arten-Apokalypse
    Auszug: "[...] Eine Gruppe von US-Wissenschaftlern präsentiert im Fachmagazin "Nature" jetzt eine umfangreiche Berechnung darüber, ob die Geschwindigkeit des aktuellen Artensterbens und dessen Größenordnung mit früheren Katastrophen dieser Art vergleichbar sind. [...] Das Ergebnis: Die Rate, mit der momentan die Arten schwinden, liegt dramatisch über dem Durchschnitt. Sie ist sogar größer als jene, die zu den fünf großen Massenaussterben führten. "[...].

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,748618,00.html

    spiegel.de/fotostrecke
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-65310.html
    03.03.2011
    Drohendes Massenaussterben: Schlittert die Welt in eine Arten-Apokalypse?
    &

    davidicke.com/headlines
    http://www.davidicke.com/headlines
    http://www.davidicke.com/headlines/45542-earth-to-see-sixth-mass-extinction
    Sunday, 06 March 2011 08:07
    Earth to See Sixth Mass Extinction?
    The Earth could be on the verge of the sixth mass extinction, which means many animal species might disappear within the next 300 years, a new study finds. According to a study to be published in the journal Nature, human action is mostly to blame for the mass extinction, which researchers say will affect all organism on earth. A mass extinction is referred to the loss of more than 75 percent of the Earth's species in a relatively short period of time.

    http://www.davidicke.com/headlines/45542-earth-to-see-sixth-mass-extinction

    nature.com/nature/journal
    http://www.nature.com/nature/journal/v471/n7336/full/nature09678.html


    newscenter.berkeley.edu
    http://newscenter.berkeley.edu/2011/03/02/has-the-sixth-mass-extinction-already-arrived/


    globale-evolution.de
    http://www.globale-evolution.de/Forum/viewtopic.php?f=11&t=78&p=21868#p21868
    Samstag 5. März 2011, 20:52
    Artensterben

  6. #36
    Erfahrener Benutzer Avatar von poseidon
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    Re: Artensterben

    Uno Bericht
    Bienensterben wird zum globalen Problem


    Ein neuer Uno Bericht schlägt Alarm : in größeren Teilen der Welt sterben die
    Bienen.Die Nahrungsgrundlage der Menschheit scheint bedroht.
    Besonders schwierig wird die Lage dadurch,dass Gegenmaßnahmen alles
    andere als einfach zu finden sind.


    Weiter hier
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,750139,00.html

    Liebe Grüße
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  7. #37
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    Re: Artensterben




    „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Albert Einstein

    entnommen aus zitate-online.de

    aus welt.online stammt das :

    Nutztiere
    Die Biene, das Geld und der Tod

    Die industrielle Landwirtschaft nutzt die Biene als Bestäuberin. Die Völker werden weltweit versandt. Nun hat eine Seuche in den USA die Imker aufgeschreckt. Ist die Biene ein Opfer der Globalisierung?

    Die ersten Alarmmeldungen kamen aus Pennsylvania: Seit Monaten grassiert dort ein mysteriöses Bienensterben mit gravierenden Folgen. Weil ihm plötzlich 85 Prozent seiner 3.000 Bienenvölker fehlten (und damit 450.000 Dollar Einkommen), wandte sich der Berufsimker David Hackenberg im Oktober vergangenen Jahres verzweifelt an die Bienenforscherin Diana Cox-Foster von der Pennsylvania State University und an den Bienenexperten Pennsylvanias, Dennis van Engelsdorp. Bald hörten die beiden von Verlusten aus mehreren US-Staaten. Im Januar gründeten sie ein Netzwerk, um die Ursachen der neuen Krankheit aufzuspüren, die erst einmal einen Namen bekam: Colony Collapse Disorder (CCD), zu Deutsch Völkerkollapsstörung. Das seltsame Leiden lässt scheinbar gesunde Völker binnen weniger Tage spurlos verschwinden. Im Stock zurück bleiben die Königin, Nahrungsvorräte, Brut und einzelne Arbeiterinnen, die gleich an mehreren Infektionen leiden – als sei ihr Immunsystem kollabiert.

    Anzeige
    Der Alarm stieß auf offene Ohren. Schon im Herbst vergangenen Jahres hatte ein Ausschuss des Nationalen Forschungsrates vor einer drohenden »Bestäubungskrise« gewarnt, falls die Zahl der Bienen weiter sinke. Der Ertrag vieler Obst- und Gemüsesorten, auch von Futterpflanzen für das Vieh hängt von einer Bestäubung durch Insekten ab. So schätzt das US-Landwirtschaftsministerium den Gesamtwert insektenbedingter Ertragssteigerungen bei 95 Obst- und Gemüsesorten auf etwa 14,6 Milliarden Dollar. Der CCD-Alarm führte zu einer Anhörung im Kongress, das Bienensterben reifte zum nationalen Drama heran. Große Zeitungen prophezeiten, bald könne es nur noch Wasser und Brot geben. Schon Albert Einstein habe gewarnt: »Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr.«

    Mitte März erreichte das mediale Bienensterben auch Deutschland. Bald vermeldeten auch hiesige Blätter lokale Völkerverluste von 25 Prozent und mehr. Aids im Bienenstock, Experten fürchten um die ganze Art, Maja summt nicht mehr, lauteten die Schlagzeilen, der Deutsche Berufsimker Bund (DBIB) bestärkte die Untergangsstimmung. »Die Bienenstöcke sind leer«, klagte DBIB-Präsident Manfred Hederer. Er warnt schon seit Langem: »Der Todeskampf der Honigbiene und der Imkerei in Deutschland hat begonnen.« Hederer hat ein klares Feindbild. Als wichtige Ursachen des Völkersterbens nennt er Pestizide und den Einsatz von Gentechnik.

    Die inzwischen international organisierte Bienenforschung rückt jedoch andere Probleme in den Vordergrund, die ebenfalls verstörend sind: Weniger sind die Bienen vom Aussterben bedroht als die traditionelle Hobby-Imkerei. Das Insekt, Sinnbild von Fleiß und Fruchtbarkeit, dürfte wegen seiner enormen ökonomischen Bedeutung wohl kaum verschwinden. Vielmehr wird es züchterisch »optimiert« – als industrieller Bestäubungssklave von globaler Bedeutung.

    Die Sorge um die Bienen waren groß, als sich Ende März in der Aula der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim Wissenschaftler aus den deutschsprachigen Ländern, mehreren Nachbarstaaten, aber auch aus Brasilien und Mexiko trafen. Das Fazit der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Bieneninstitute war deutlich. »Den deutschen Bienen geht es zurzeit recht gut«, konnte Stefan Berg, Gastgeber der Tagung und Bienenforscher der LWG, verkünden. Ein Sterben wie in den USA drohe derzeit nicht, das belegten erste Zahlen des »Deutschen Bienenmonitorings«. In dessen Rahmen werden landesweit mehr als 7000 Völker beobachtet. Erfahrungen aus der Vergangenheit hatten gezeigt, dass punktuelle Alarmmeldungen von Imkern, zusätzlich verstärkt durch die Resonanz der Medien, zu Fehlalarmen führten.

    Inzwischen liegen alle Zahlen des Bienenmonitorings vor. Der durchschnittliche Völkerverlust nach dem Winter beträgt knapp acht Prozent – bis zu zehn Prozent gelten als normal. »Der vergangene Winter war sehr mild, deshalb sind die guten Zahlen kein Wunder«, sagt Stefan Berg. Mehr noch: Der ungewöhnlich warme April hat bereits zu Rekorderträgen beim Honig und zum Anwachsen starker Bienenvölker geführt, die Insekten lieben Wärme. Da die Winterverluste in den Vorjahren höher lagen, wurden vorsorglich Ersatzvölker gezüchtet – für die gibt es nun kaum Bedarf. »Manche Imker dürften auf ihren Völkern sitzen bleiben«, sagt Berg.

    Bienen vermehren sich unter guten Bedingungen sehr schnell, eine Arbeiterin lebt durchschnittlich nur etwa vier Wochen lang. Die Königin legt täglich ein- bis zweitausend Eier, produziert Nachwuchs im Minutentakt. Im Winter entfällt das Brutgeschäft. Die Insekten müssen Monate im Stock überdauern, unter zehn Grad Celsius droht draußen der Kältetod. Entsprechend heikel ist diese Winterphase für die Tiere. »Da kann schon eine natürliche Ursache wie dunkler Honig dem Stock gefährlich werden«, sagt Berg. Dunkler Wald- oder Tannenhonig ist ballaststoffreich, das wird für Bienen zum Problem – sie müssen mehr koten. Das tun die reinlichen Wesen normalerweise draußen. »Bei langer Kälte geht dies jedoch nicht, dann koten sie im Stock«, sagt Berg. Wehe, eine Biene ist krank: Ihre Keime verteilen sich, das Volk gerät in Gefahr. »Dies ist nur ein Beispiel von vielen, warum Winterverluste natürlich sind«, erklärt der Forscher. Er ist skeptisch, ob die neue Völkerkollapsstörung CCD wirklich neu ist.

    Sein Kollege Peter Rosenkranz, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Bieneninstitute und Forscher an der Universität Hohenheim, bekräftigt diese Skepsis. Dass Bienenstöcke plötzlich leer sind, sei ein altbekanntes Phänomen, »Kahlfliegen heißt der Fachausdruck«. Der Hintergrund: »Bienen sind treue Staatsdiener bis in den Tod.« Wenn ihr Ende naht, fliegen sie weg. Ihr letzter Dienst entlastet das Volk von der Leiche und möglichen Keimen. Falls kranke Tiere nicht weichen, prügeln ihre Artgenossen sie aus dem Stock.

    Die radikale Hygiene ist überlebenswichtig, erschwert aber den Forschern die Ursachensuche. Denn Vögel, Kröten oder Spinnen mögen Bienen, lassen jetzt in der warmen Jahreszeit täglich etwa eine Milliarde Tiere in Deutschland spurlos verschwinden. Bricht ein Bienenvolk zusammen, dann auch seine Hygiene, die Letzten ihres Stammes leiden unter großem Stress und schleppen vielerlei Keime mit sich herum. Die Keime auf den zurückgebliebenen Bienen werden nun von US-Forschern geprüft. »Jeder deutsche Kassenpatient wäre froh über eine solch sorgfältige Untersuchung«, meint Peter Rosenkranz. Ob wirklich eine Erklärung dabei herauskommt, daran zweifelt nicht nur er.

    Die Datenlage ist miserabel, die Zahl potenzieller Krankheitserreger riesig: Viren, Bakterien, Pilze und parasitierende Tiere. Deren Zusammenspiel ist weitgehend unbekannt. Hinzu kommen menschenbedingte Stressfaktoren: Pestizide, agrarische Monokulturen, veränderte Einsatz-, Zucht- und Haltungsbedingungen für die Insektenvölker. Längst werden Bienenköniginnen künstlich besamt und zu Tausenden gezüchtet.

    Die befürchtete Bestäubungskatastrophe in den USA, die vor allem die riesigen Mandel- und Obstplantagen in Kalifornien getroffen hätte, ist ausgeblieben. Mitte Mai berichteten die Los Angeles Times und das Wissenschaftsmagazin Science , Kaliforniens Farmer erwarteten deutlich üppigere Ernten als im Vorjahr. Allerdings hatten sie auch die Bestäubungsprämien für die Bienenzüchter mehr als verdoppelt, von 50 auf 125 Dollar und mehr pro Volk.

    »Die industrielle Landwirtschaft braucht industrielle Bestäubung«, sagt Peter Neumann vom Schweizer Zentrum für Bienenforschung in Bern. Er war wochenlang in den USA unterwegs, um die Forschung von 17 Ländern in der Europäischen Arbeitsgruppe zur Vorbeugung von Bienenverlusten mit jener der US-Kollegen zu koordinieren. »Wir wollen so die Chancen erhöhen, Krankheitsursachen zu finden und Gegenmaßnahmen entwickeln zu können.« Im August werde er noch zu Kollegen nach China fliegen.

    Die globalisierte Maja erfordert globalisierte Forschung. Längst werden Zuchtköniginnen oder Schwärme als »Paketbienen« in luftdurchlässiger Verpackung weltweit verschickt. Etwa von Australien in die USA, um dortige Völkerverluste rasch und günstig auszugleichen. Die EU hat Importe verboten, hiesige Bienenforscher verfolgen die US-Bestäubungsindustrie mit Skepsis. 1,2 Millionen Völker werden jährlich quer durch die USA nach Kalifornien transportiert, um dort ab Februar in den riesigen Mandel- und Obstplantagen als Bestäuber zu dienen. Die Wanderimker sind wenig am Honig interessiert, ihr Geld verdienen sie mit Prämien pro Volk, das sie für eine bestimmte Zeit bereitstellen.

    »Der Honig ist oft kaum verkäuflich«, sagt Peter Gallmann, Leiter des Schweizer Zentrums für Bienenforschung. In den Monokulturen ist der Einsatz von Pestiziden Routine, auch die Bienen werden vorbeugend mit Antibiotika (etwa gegen Faulbrut) oder mit Pestiziden behandelt, beispielsweise gegen einen der größten Bienenfeinde, die Varroamilbe.

    Starke Völker sind wenig interessant für den Halter: Zwei mittelgroße bringen mehr Prämie. Große Völker sammeln zudem effizient Honig, rasch 30 Kilo und mehr. Dieser Fleiß ist unerwünscht, das Gewicht der Stöcke erschwert den Transport. Manche Imker verzichten gar auf die Überwinterung, Völker ex und hopp. Das industrielle Treiben stößt jetzt auch in den USA auf Kritik. So zitiert Science Forscher, die den weiten Transport der Bienen für schädlich halten, ebenso das Verfüttern von speziellem Fruchtzuckersirup, um die Bestände vor der Mandelblüte hochzutreiben. Der natürliche Rhythmus der Bienen werde zerstört, das stresse die Tiere. Imker kontern, das sei seit Jahren Usus und entfalle somit als Erklärung für das aktuelle Bienensterben CCD.

    Entlarven die anstehende Rekordernte in Kalifornien und die Honigschwemme in Mitteleuropa Begriffe wie »Völkerkollaps« und »Bienen-Aids« als mediale Übertreibungen? Forschungskoordinator Peter Neumann beurteilt die Medienberichte durchaus kritisch: »Es wurde überdramatisiert. Starke Verluste einzelner Imker wurden selektiv wahrgenommen und durch positive Rückkopplung in der Öffentlichkeit verstärkt.« Oberste Priorität müsse deshalb eine bessere Überwachung der Bestände haben, um die wahren Ausmaße des Sterbens zu erfassen.

    Dass Kaliforniens Farmer gut davongekommen sind, ist für ihn jedoch kein Grund zur Entwarnung. »Ich habe sterbende Völker in den USA gesehen mit viel junger Brut, aber nur noch wenigen Bienen und der Königin. Das ist ungewöhnlich.« Auch die grob geschätzte Verlustrate von 25 Prozent sei beunruhigend: »Das ist hoch, zu hoch.«

    Weltweit treten seit Jahren verstärkte Völkerverluste auf, in Deutschland betrugen sie im Winter 2002/03 beunruhigende 30 Prozent. Deshalb wurde das Deutsche Bienenmonitoring eingeführt. Ähnliche Verluste gab es in China oder Brasilien. Die Verursacher müssen eine globale Verbreitung haben. »Hauptverdächtige sind Varroa plus X. Wobei X mit hoher Wahrscheinlichkeit ein weiteres Pathogen ist wie Bakterien, Viren oder Pilze«, sagt Neumann. Die globalisierte Imkerei hat die Varroamilben, die ursprünglich aus Asien stammen, in Europa und Amerika eingeschleppt. Nebenverdächtige seien Umweltfaktoren. Elektrosmog und Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) seien dagegen »mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Ursache auszuschließen«.

    Letzteres bestätigt auch Jerry Bromenshenk, Bienenforscher an der University of Montana in Missoula und Mitglied der amerikanischen CCD Working Group. »Wir haben viele CCD-Höfe ohne jede Funkverbindung«, sagt er. Die irrige Zuordnung stamme, wie manch andere Fehlinformation, aus Deutschland. Auch GVO halte seine Arbeitsgruppe als Ursache für unwahrscheinlich, siehe die hohen Verluste im fast gentechfreien Deutschland 2002.

    Bromenshenks Gruppe verfügt inzwischen über die wohl besten US-Daten. Von 630 Bienenhaltern in 49 Bundesstaaten verzeichnete rund die Hälfte niedrige bis durchschnittliche Verluste in den vergangenen 16 Monaten, vorwiegend winterbedingt. Immerhin elf Prozent beklagten schwere Verluste (etwa drei Viertel ihrer Völker), die nicht wie üblich erklärbar seien mit Varroa, Pestiziden oder Kälte, sondern mit der.CCD

    Die industrielle Landwirtschaft indessen braucht die Honigbiene. Milliardenschwere ökonomische Interessen werden dafür sorgen, dass sie nicht ausstirbt. Noch dominieren in Mitteleuropa Hobbyimker, die mit Liebe zu den Tieren überwiegend Honig erzeugen und dem Bauern ein Glas voll schenken, für den guten Standort. Doch die Zahl der Profis wächst. Die Vereinigungen der Bestäubungsimker in Deutschland und den Niederlanden haben bereits Mindestlöhne für ihre Tiere gefordert: 41 Euro pro Volk im Freiland für drei Wochen, unter Glas und Folie 39 Euro pro Volk und Woche. Den Bienen stehen harte Zeiten bevor.


    ...und uns erst recht
    Mein persönlicher Bildungsauftrag lautet nicht, Ihnen das Denken abzunehmen, sondern Sie dazu anzuleiten...

  8. #38
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    Re: Artensterben

    Hallo
    Zum großen fichsterben sag ich corexit
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  9. #39
    Super-Moderator Avatar von Stone
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    Re: Artensterben

    Hej Andy

    Der Artikel aus Welt online zeigt die eine Seite der Medaile. Eine Studie wieder vielen anderen. Es gibt Tausende Studien die das rasante Bienensterben erklären wollen. Aber welche ist logisch, welche stimmt ?

    Ich bin zwar kein Imker aber Beruflich muss ich meistens fragen : "Was tat dieses Teil vorher und was tut es jetzt?"
    Und mit der Beantwortung von diesem Satz sind auch meistens die Störungen von Anlagen schon fast gelöst.
    Das lässt sich auch auf Bienen übertragen. Wie war ihr Umfeld bevor sie massiv starben und wie siehts jetzt damit aus ? Der Satz im Welt online Artikel das die Bienen mit viel Waldhonig viel Scheißen und deshalb überall massiv absterben (zumindest wirds in dem Artikel so sugeriert) ist wirklich witzig. Ham die Bienen früher keinen Wald gehabt ?

    Irgenwas hat sich in ihrem Umfeld verändert nur was ?

    Nuja als allererstes fällt mir der massive Einsatz von Pestiziden ein. So massiv eingesetzt wurden die früher nicht. Ein Permanent geschwächter Organismus wird auch geschwächte Nachkommen zeugen. Logisch oder ?
    Geschwächte Individuen und noch mehr schädliche Substanzen im Körper -> noch schwächere Individuen.

    Jo und als zweites wär dann noch die Hochfrequente elektromagnetische Strahlung, sprich Radar, DigiTV, Handy, und mit viel Power Richtfunk im rennen . Das alles gabs ja früher auch nicht. Ich kenne Leute die simple Elektroleitungen (50Hz) im Boden oder in der Wand als störend empfinden und können sie mir auch ca zeigen auch wenn sies nich gesehen haben wo und wie die Leitungen verlegt wurden. Wie reagiern dann so kleine Geschöpfe wie Bienen drauf ? Das Jetzt ist zwarn blöder vergleich aber das dürft sich für die kleinen so anfühlen wie wenn wir die Hand für 5 sek ind die Mikrowelle bei 200 Watt stecken.

    Ausfallgrund Nummer Drei der im Welt Artikel nur angekratzt wurde sind GVO. GVO´s Genetisch veränderte Lebensmittel.
    Jetzt nochn völlig überzogener Vergleich : Zwei Äpfel, einer Natur, einer Kunststoff. Welchen kann ich verdauen ?
    Ich stell mir GVO´s so vor wie das Kinderspiel mit den Teilen Quadrat dem Kreis und dem Dreieckteil das durch das passende Loch muss.
    Wenn alle drei Teile dann Quadratisch sind, passen zwei nicht mehr.
    Wenn man ein bischen recherchiert wird man feststellen das es fast keine anerkannte Studien (betonung auf anerkannt) gibt die Gentechnisch veränderte Pflanzen in Zusammenhang mit dem Bienensterben bringen.Nicht das es keine gäbe, die Studien sind nur nicht anerkannt !

    Es ist zwar nicht bewiesen aber es sieht danach aus als ob das ganze Bienensterben Hausgemacht ist, sprich man/wir sollten was ändern.

    LG
    Stone
    Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende


  10. #40
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    Re: Artensterben

    Wenn man die Realität als logische Bildersprache des GESAMTEN Lebens betrachtet, und die Realität somit der gemeinsame Konsens des Lebens ist, dann macht es Sinn das Leben als eine energetische Konstante zu betrachten. Somit erscheint das Artensterben in einem anderen Licht, denn das Verschwinden einer Spezie führt zur Entstehung einer neuen Spezie. Das Leben besteht aus allem Organischen. Gibt es weniger Pflanzenfresser, wird es mehr Pflanzen geben, was aktuell der Fall ist. Artensterben ist vielmehr ein Masken- und Kostümwandel auf der Bühne des Lebens. Die Rollen ändern sich ... einzig das Leben, energetisch gesehen, bleibt, was es ist ... reaktive Ordnung, denn sonst würde alles im Chaos untergehen.

    Gruß hierundjetzt
    Vier Begriffe reichen aus, um das ganze Universum darzulegen:

    Aktive Unordnung
    Reaktive Unordnung
    Reaktive Ordung
    Aktive Ordnung

    http://www.gold-dna.de

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