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Thema: Wikileaks

  1. #31
    Gast

    Re: Wikileaks

    bin schon so gespannt wie schon lange nicht mehr

    wird assange die usa in die pfanne haun oder heiße luft um nix ?

    lg

    nee nee - nach diesen INFOs ist wohl höchste ALARMSTUFE angesagt ? ... :

    Zitat Zitat von twitter.com/wikileaks

    # Norway briefed by US on WikiLeaks according to NRK (state TV) vor ungefähr 1 Stunde via web

    # Denmark briefed by US Ambassador on WikiLeaks according to Danish press vor ungefähr 1 Stunde via web

    # Canada briefed by US Ambassador according to CBC vor ungefähr 1 Stunde via web

    # Australian Foreign Minister Kevin Rudd briefed by Hillary Clinton on Wikileaks, according to SMH vor ungefähr 1 Stunde via web

    # Sky reports US Ambassador visits Downing Street in advance of Wikileaks document release vor ungefähr 1 Stunde via web

    # NYT briefed the Whitehouse on Monday over Embassy Files: Now we see every tinpot dictator in the world briefed prior to release. vor ungefähr 2 Stunden via web

    # WikiLeaks in today's media http://wlcentral.org/ vor ungefähr 2 Stunden via web

    # Should WikiLeaks expose the world's secret diplomatic backroom dealings? Put it to the vote! http://is.gd/hN4Jh vor ungefähr 2 Stunden via web

    # The Pentagon is hyperventilating again over fears of being held to account: http://is.gd/hGnSS 7:23 AM Nov 24th via web
    ... etc ...
    http://twitter.com/wikileaks

    ------------------------

    Zitat Zitat von dw-world.de
    "Das hat Aus
    wirkungen"


    Außenamtssprecher Philip Crowley sprach von sensiblen Informationen, die Abbild des "diplomatischen Tagesgeschäfts" seien. Das Material umfasse auch Nachrichten und Gesprächsprotokolle mit Einschätzungen über internationale Beziehungen, die Vertreter anderer Staaten gegenüber US-Diplomaten im Vertrauen geäußert hätten. "Wenn dieses Vertrauen gebrochen wird, dann hat das Auswirkungen", sagte Crowley. Er sehe deswegen "Spannungen in den Beziehungen zwischen unseren Diplomaten und Freunden in der ganzen Welt" auf die USA zukommen. Er befürchte sogar Gefahren für die nationale Sicherheit.
    http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6268437,00.html

  2. #32
    Super-Moderator Avatar von Stone
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    Re: Wikileaks

    jaaaa das gefällt mir

    lg
    stone
    Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende


  3. #33
    Gast

    Re: Wikileaks

    Zitat Zitat von welt.de
    USA informieren Bündnispartner

    Washington (dpa) - Die US-Regierung will den möglichen diplomatischen Flurschaden durch eine Veröffentlichung von geheimen Papieren aus dem US-Außenministerium auf der Enthüllungsplattform Wikileaks begrenzen.

    Nach Angaben von Wikileaks wurden in Großbritannien, Kanada, Australien, Israel, Dänemark und Norwegen die Regierungen durch US-Vertreter über die Inhalte der Geheimdokumente informiert, die den Internet-Aktivisten vermutlich vorliegen.

    ...

    Die israelische Tageszeitung «Haaretz» berichtete, die Enthüllungen könnten auch für Israel unangenehm werden. Die US- Regierung habe die Regierung in Jerusalem vorab gewarnt, dass Material aus den vergangenen fünf Jahren veröffentlicht werden könnte.

    ...
    http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/in ... rtner.html


  4. #34
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    Re: Wikileaks

    Hinweise auf Leak verdichten sich: Wikileaks verweist auf Insurance-Datei

    Seit einigen Tagen kursieren im Internet die Vermutungen, dass die Enthüllungsplattform Wikileaks bald wieder für Schlagzeilen sorgen wird. Nach eigenen Angaben plant man unzählige vertrauliche Berichte über die diplomatischen Verbindungen der Vereinigten Staaten im Netz zu publizieren. Nun weist die Plattform via Twitter auf ihre berüchtigte Insurance-Datei hin.

    Immer mehr Andeutungen und Spekulationen über eine angeblich bevorstehende Veröffentlichung geheimer US-Dokumente machen im Internet die Runde. Die Plattform Wikileaks plant offenbar unzählige vertrauliche Berichte über die diplomatischen Verbindungen der Vereinigten Staaten im Netz zu publizieren. Nach eigenen Angaben von Wikileaks soll der Leak ungefähr achtmal größer sein als der "Iraq-Leak", mit dem die Plattform erst vor Kurzem für Schlagzeilen sorgte. Allein dieses Dokumenten-Paket war rund 400.000 Seiten stark.

    Nun häufen sich die Anzeichen, dass es die Mitarbeiter von Wikileaks tatsächlich ernst meinen und schon sehr bald weitere geheime Dokumente der USA veröffentlichen werden. Das amerikanische Verteidigungsministerium bereitet sich sogar auf den Leak vor, da man dort von einer Publizierung noch heute ausgeht. Um den Schaden möglich gering zu halten, wurden laut Medienberichten zahlreiche Regierungen kontaktiert, mit denen das Land in enger Verbindung steht. So sollen unter anderem die Türkei und einige skandinavische Länder aus diesem Grund vom Pentagon kontaktiert worden sein. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP gab die deutsche Bundesregierung an, keine Vorwarnung der USA erhalten zu haben.

    Auch Wikileaks selbst betätigt sich fleißig in der Gerüchteküche. Auf Twitter gab ein Mitarbeiter – wahrscheinlich Sprecher Julian Assange – bekannt, dass nun "ein guter Zeitpunkt wäre, die ‚insurance-Datei‘ herunterzuladen". Diese Datei kursiert bereits seit Juli im Netz und wurde von Wikileaks im Zuge der Afghanistan-Veröffentlichungen hochgeladen. Das Archiv ist mit einem nahezu unknackbaren Sicherheitsmechanismus versehen, der nur mit gültigem Passwort zu beseitigen ist. Der Name "insurance" (= Versicherung) deutet daraufhin, dass die Datei prekäre Geheimnisse über die Gegner der Enthüllungsplattform beinhaltet und das Passwort veröffentlicht wird, falls einem Wikileaks Mitarbeiter etwas zustoßen sollte.

    Was genau der jüngst veröffentlichte Tweet allerdings bedeuten soll, ist nicht bekannt. Eventuell plant man die Veröffentlichung des Passwortes, da der Leiter Assange wegen Vergewaltigung international gesucht wird und man bei Wikileaks davon ausgeht, dass sich nur um eine von Amerika ausgehende Manipulation handelt. Es könnte sich allerdings auch um den gesagten Leak über die diplomatischen Verhältnisse der USA handeln.

    Das 1.4 Gigabyte große Paket ist überall im Internet zu finden und die Veröffentlichung des Sicherheits-Codes würde blitzschnell dazu führen, dass die Inhalte der Datei unverschlüsselt weltweit publiziert werden.

    Quelle: http://www.gulli.com/news/hinweise-auf- ... 2010-11-26
    LG
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  5. #35
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    Re: Wikileaks

    Neue WikiLeaks-Enthüllung voraussichtlich am Montag im SPIEGEL

    Das Nachrichtenmagazin “SPIEGEL” wird voraussichtlich am Montag über eine neue WikiLeaks-Enthüllung berichten.

    Ein offenbar versehentlich zu früh publizierter Artikel auf Spiegel.de sowie das Erscheinen des E-Papers des Spiegels am Sonntag um 22.30 Uhr deuten auf die Veröffentlichung hin.

    Der Artikel, der bereits wieder aus dem Netz verschwunden ist, enthielt Hintergrundinformationen über die Enthüllung. Demnach geht es um 251.287 diplomatische Kabel (Telegramme), die von US-Botschaften, -Konsulaten und -Vertretungen an das US-Außenministerium geschickt wurden. Weiterhin sollen mehr als 8.000 Direktiven enthalten sein, die das US-Außenministerium an die diplomatischen Vertretungen übermittelte.

    Es soll sich mehrheitlich um aktuelle Dokumente handeln – die meisten jünger als 2004, allein 9005 Dokumente aus den ersten beiden Monaten dieses Jahres.

    Quelle: http://www.breakfastpaper.de/2010/11/27 ... m-spiegel/
    LG
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  6. #36
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    Re: Wikileaks

    Wikileaks – Veröffentlichung
    Clinton warnt Bundesregierung vor unangenehmen Enthüllungen.

    US – Außenministerin Hillary Clinton hat die Bundesregierung auf eine mögliche
    Enthüllung diplomatischer Geheimnisse im Internet vorbereitet.Nicht nur
    Deutschland wartet bange,was Wikileaks herausgefunden hat.

    Weiter hier http://www.focus.de/politik/ausland/wik ... 76376.html


    Liebe Grüße
    Wir können die Windrichtung nicht ändern. Aber wir können die Segel richtig setzen.

  7. #37
    Gast

    Re: Wikileaks

    Zitat Zitat von morgenpost.de
    Wikileaks
    Peinliche Diplomaten-Dossiers
    Sonntag, 28. November 2010 02:46 - Von Dietrich Alexander

    Das politische Erdbeben kündigt sich mit heftigen Warnstößen an: Die britische Regierung gibt vorsorglich eine "DA-Notice" (Defence Advisory Notice) heraus. Das tut sie selten, denn es ist eigentlich ziemlich undemokratisch und widerspricht dem Grundsatz der gerade bei den Briten so sakrosankten Meinungs- und Pressefreiheit.

    Die "DA-Notice" ist nämlich nichts Geringeres als die Bitte einer Informationssperre wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit, nicht bindend, aber dringlich. Nicht islamistische Terroristen, kein rebellierender Mob gegen die Sparmaßnahmen der Regierung von David Cameron und auch nicht ein möglicherweise bevorstehender wirtschaftlicher Kollaps ist Grund für Londons medienpolitische Notbremse. Sondern das berühmt-berüchtigte Enthüllungsportal Wikileaks.

    Entlarvende Depeschen

    Hunderttausende Geheimdokumente will das Internetportal diesmal ins Netz stellen, peinliche bis entlarvende Depeschen US-amerikanischer Diplomaten über die Politikerelite ihrer jeweiligen Gastländer sollen darunter sein, sehr persönliche Einschätzungen, verletzend bis diskriminierend. Das US State Department ist in heller Aufruhr und seit Tagen mit diplomatischer Begrenzung des politischen Flurschadens beschäftigt. US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton telefoniert sich sozusagen präventiv die Finder wund. Ihren chinesischen Amtskollegen Yang Jiechi hat sie bereits vorgewarnt, wie Außenamtssprecher P.J. Crowley bestätigte, der sogleich anfügte, die angekündigte Veröffentlichung diplomatischer Depeschen sei "unverantwortlich". "Die typischen Mitteilungen beschreiben Zusammenfassungen von Treffen, Analysen von Ereignissen in anderen Ländern und Protokolle vertraulicher Gespräche mit Mitgliedern anderer Regierungen", sagte Crowley. Damit aber würden "Leben und Interessen" der USA aufs Spiel gesetzt. US-Diplomaten seien damit beschäftigt, Regierungen auf der ganzen Welt auf die Veröffentlichungen vorzubereiten, ganz besonders in Großbritannien, Kanada, Australien, Israel, Dänemark, in der Türkei, im Irak und in Norwegen.

    Auch deutsche Politiker werden sich womöglich mit der ungeschminkten Einschätzung ihrer Person durch US-Botschaftsangehörige bis weit in das Jahr 2009 hinein auseinandersetzen müssen: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg Top, Außenminister Guido Westerwelle Flop. Die israelische Zeitung "Ha'aretz" spekuliert bereits über unangenehme Wahrheiten zum Nahost-Friedensprozess, und auch in der Türkei ist man nervös: Verbindungen von staatlichen Stellen zum islamistischen Terrornetzwerk al-Qaida stehen womöglich vor der Aufdeckung. Dazu peinliche Einschätzungen hoher türkischer Politiker durch US-Diplomaten. US-Generalstabschef Mike Mullen warnte Wikileaks davor, weitere geheime Dokumente zu veröffentlichen. Dies sei "extrem gefährlich", sagte Mullen dem US-Fernsehsender CNN. Er hoffe, dass die Verantwortlichen bei Wikileaks an einen Punkt kämen, an dem sie über ihre Verantwortung für das Leben anderer nachdächten, die sie in Gefahr brächten.

    Tatsächlich muss die Frage erlaubt sein: Cui bono, wem nützt das? Anders als bei den im Juli von Wikileaks veröffentlichten 75 000 Geheimpapieren über den Krieg in Afghanistan oder den im Oktober enthüllten rund 400 000 klassifizierten Unterlagen des Pentagons zum Irak-Krieg ist beim neuen Scoop kaum Nutzen, aber erheblicher Schaden zu erkennen. Es scheint, dass Wikileaks-Gründer Julien Assange seinem Privatkrieg mit der Weltmacht frönt und wirkliche Aufklärungsarbeit und Transparenz in den Hintergrund zu geraten droht. Welcher Politiker wird fortan noch offen mit seinen US-Kollegen reden? Wie soll man künftig noch vertrauensvoll miteinander umgehen?

    Zerstörerische Kraft

    Die neueste Volte von Wikileaks birgt enorme zerstörerische Kraft. Sie grenzt an Geheimnisverrat und ist geeignet, das Vertrauen diverser Staaten zu den USA über Jahre hinweg zu unterminieren. Ein Großteil des Materials legt ganz normales diplomatisches Geschäft offen, zuweilen banale, aber sehr persönliche Einschätzungen von Präsidenten und Ministern, wie jeder Diplomat sie in sein Heimatministerium sendet. Sie öffentlich zu machen sät Misstrauen, Enttäuschung und bringt womöglich Menschen tatsächlich in Gefahr - etwa, wenn es sich um geheimdienstliche Erkenntnisse bei befreundeten Staaten handeln sollte.

    Wikileaks Die Adresse der Plattform: http://wikileaks.org/
    http://www.morgenpost.de/printarchiv/po ... siers.html

  8. #38
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    Re: Wikileaks

    Spiegel-Online leakt Wikileaks Depechen-Release

    Für kurze Zeit war heute Nachmittag ein Artikel bei Spiegel-Online zu sehe, der “Fragen und Antworten” lieferte, was der für Morgen Abend um 23:00 Uhr angekündigte Wikileaks-Release der “US-Diplomatendepeschen wirklich aussagen” soll. Vermutlich handelte es sich um einen CMS-Bedienungsfehler, denn der Artikel verschwand schnell wieder von der SpOn-Webseite. Aber mittlerweile gibt es einige Leaks des Artikels wie diese Kopie von @fasel.

    Für den Spiegel ist das Vorab-Release nicht ganz so unglücklich, wie es aussehen mag. Man verliert jetzt zwar Klicks und damit Werbeeinblendungen auf diesen Artikel. Aber: Im Moment ist man die einzige Originalquelle und gegenüber den anderen Wikileaks-Kooperationspartnern New York Times, Guardian, Le Monde und El País ist man dadurch insofern im Vorteil, dass alle internationalen Berichte nun den Spiegel als Quelle zitieren. Der Artikel beschreibt aber lediglich Metainformationen, eine inhaltliche Auseinandersetzung gibt es dann ab Morgen Abend zu lesen.

    Konkret handelt es sich bei den Diplomatendepechen um “251.287 sogenannten diplomatischen Kabeln, die US-Botschaften, -Konsulate und -Vertretungen aus aller Welt an das US-Außenministerium in Washington geschickt haben”, sowie um “mehr als 8000 Direktiven des US-Außenministeriums an die diplomatischen Vertretungen in aller Welt.” Die meisten davon aus der Zeit nach 2004. Die Daten stammen aus dem “Secret Internet Protocol Router Network (SIPRNet)”, worauf 2,5 Millionen Menschen Zugriff haben.

    “Die Berichte aus den Ländern sind in der Regel von Diplomaten verfasst, also Botschaftern, Konsuln oder ihren Mitarbeitern. Meist enthalten sie Einschätzungen der politischen Lage im jeweiligen Land, Gesprächsprotokolle, Hintergründe zu Personalentscheidungen und Ereignissen – oder auch Psychogramme einzelner Politiker.”

    Quelle: http://www.netzpolitik.org/2010/spiegel ... n-release/

    Was die Diplomatendepeschen wirklich aussagen


    WAS ZEIGEN DIE DOKUMENTE?

    Die nun über die Plattform WikiLeaks enthüllten Dokumente bestehen aus

    * insgesamt 251.287 sogenannten diplomatischen Kabeln, die US-Botschaften, -Konsulate und -Vertretungen aus aller Welt an das US-Außenministerium in Washington geschickt haben,
    * und mehr als 8000 Direktiven des US-Außenministeriums an die diplomatischen Vertretungen in aller Welt.

    Ein einziger Bericht geht zurück bis ins Jahr 1966, die weitaus meisten sind jünger als 2004 - damals wurde SIPRNet eingerichtet, die Datenbank, aus der das Material stammt (siehe unten). Die Zahl der Depeschen ist stetig gewachsen, allein aus den ersten beiden Monaten dieses Jahres stammen 9005 Dokumente. Danach bricht der Strom in dem WikiLeaks zugespielten Material ab. Aneinander gereiht ergeben die Depeschen genug Stoff, um 66 SPIEGEL-Jahrgänge zu füllen.

    Der SPIEGEL, die "New York Times", der Londoner "Guardian", der Pariser "Monde" und die Madrider "País" haben das Material gesichtet, analysiert und überprüft. WikiLeaks hatte das Material zur Auswertung überlassen.

    Jede Depesche besteht aus Datum, Urheber, Adressat, Geheimhaltungsstufe und dem eigentlichen Telegrammtext. In letzterem werden oft auch Namen von Informanten erwähnt. Der SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE haben sich deshalb entschieden, die Masse der Dokumente nicht zugänglich zu machen, sondern nur aus einzelnen Depeschen zu zitieren oder einzelne Kabel zu dokumentieren, in denen die Namen von Informanten unkenntlich gemacht sind - es sei denn, der Name des Zuträgers ist von politischer Relevanz.

    Die Berichte aus den Ländern sind in der Regel von Diplomaten verfasst, also Botschaftern, Konsuln oder ihren Mitarbeitern. Meist enthalten sie Einschätzungen der politischen Lage im jeweiligen Land, Gesprächsprotokolle, Hintergründe zu Personalentscheidungen und Ereignissen - oder auch Psychogramme einzelner Politiker.
    WOHER KOMMT DAS MATERIAL, WIE BRISANT IST ES?

    Wie die zuvor über WikiLeaks enthüllten Irak- und Afghanistan-Protokolle wurden die Botschaftsdepeschen über ein geheimes Nachrichtennetz verschickt, das Secret Internet Protocol Router Network (SIPRNet). Dieses US-Regierungsnetz dient dem Transport von Dokumenten, die Verbreitungsbeschränkungen bis zur Stufe "secret/geheim" unterliegen. Diese zweithöchste Geheimhaltungsstufe wird laut Regierungsdefinition für Informationen verwendet, deren Veröffentlichung "der nationalen Sicherheit der USA schweren Schaden zufügen" könnte. Depeschen der Kategorie "top secret/streng geheim" sind in den WikiLeaks zugespielten Daten nicht enthalten, sie werden über einen eigenen Zugang verbreitet.

    Gut die Hälfte der jetzt bekannt gewordenen Botschaftskabel unterliegt keiner Geheimhaltungsstufe, 40,5 Prozent sind als "vertraulich" eingeordnet und nur sechs Prozent respektive 15.652 Depeschen als "geheim". 4330 davon sind so brisant, dass sie als "Noforn" ausgewiesen sind, also Ausländern nicht zugänglich gemacht werden dürfen.

    2,5 Millionen US-Vertreter haben Zugriff auf das SIPRNet-Material - Angestellte aus vielen Ministerien und Behörden, erfahrungsgemäß wird die Datenbank aber vor allem von Angehörigen des Verteidigungsministeriums abgerufen. Sie ist von bestimmten Computern aus zugänglich, die in Operationszentralen der Streitkräfte zu finden sind. Anmeldungsprozeduren und das Passwort wechseln etwa alle 150 Tage. Selbst "top secret"-Material steht immerhin noch etwa 850.000 Amerikanern zur Verfügung. Die Veröffentlichung der Botschaftsdepeschen ist ein Unfall, der früher oder später eintreten musste.
    Grafik: aufbau der depeschen
    Zur großansicht
    DER SPIEGEL

    Grafik: Aufbau der Depeschen
    WIE LIEST MAN DIE DOKUMENTE?

    Im Gegensatz zu den US-Militärprotokollen aus dem Irak und Afghanistan sind die diplomatischen Telegramme leichter lesbar. Sie enthalten weniger Abkürzungen im Text und werden in der Regel ohne Zeitdruck in einem Büro erstellt. Dennoch sind einige Codes im Kopfbereich der Dokumente erklärungsbedürftig - in der Grafik links erfahren Sie anhand einer Musterdepesche, wie sie aufgebaut ist und welche Daten darin im Detail notiert sind. Im Video oben bekommen Sie erklärt, wie man die Dokumente liest und auswertet.
    WIE VERLÄSSLICH SIND DIE INFORMATIONEN?

    Diplomaten berichten in den Depeschen über Ereignisse aus aller Welt und stellen dabei häufig Politiker und ihre Motive bloß. Vieles wird in dem Glauben notiert und verschickt, dass die Protokolle während der kommenden 25 Jahre nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Das erklärt vermutlich, warum die Botschafter und Gesandten der USA auch viel Klatsch und Berichte vom Hörensagen an die Zentrale melden.

    Den Reiz der Dokumente macht aus, dass viele Diplomaten und Politiker im Vertrauen auf die Geheimhaltung die Wahrheit aussprechen; zumindest so, wie sie diese sehen. Allerdings: Welche Informanten die Wahrheit sagen, wer nur Hörensagen wiedergibt, was womöglich gar eine gezielte Intrige oder Lüge ist - das lässt sich nicht immer zweifelsfrei erkennen.
    IST DER DATENSATZ VOLLSTÄNDIG?

    Wie genau der Dokumentensatz zustande gekommen ist, ist unklar. Es wäre durchaus möglich, dass überproportional viele oder wenige Meldungen aus einem Land oder einer Region in die Datensammlung eingegangen sind. Auch zeitlich oder inhaltlich ist eine Verzerrung denkbar.

    Bekannt ist, in welcher Einrichtung das Material aus dem US-System entnommen wurde, - nicht aber, unter welchen Umständen der WikiLeaks-Informant das Material kopiert hat. Er könnte in Zeitnot gewesen sein. Er könnte gestört worden sein. Er könnte Material gezielt oder zufällig ausgewählt haben oder eben doch den komplett vorhandenen Satz kopiert haben. Dieser Satz könnte ebenso eine Auswahl gewesen sein - nach unbekannten Kriterien. Der Informant oder andere Personen können auch nachträglich ausgewählt haben. "Top Secret"-Dokumente fehlen schon deshalb, weil sie über einen anderen Zugang verbreitet werden, auf den der Informant möglicherweise nicht zugreifen konnte oder wollte.
    WIE HALTEN ES ANDERE LÄNDER?

    Die Offenheit in den internen Dokumenten ist nicht ungewöhnlich. Nur nach außen hin ergeht sich die Weltdiplomatie in gedrechselten Formulierungen - nach innen wird durchaus Klartext gesprochen, das halten nicht nur die USA so.

    Auch technisch ist das US-System keine einzigartige Lösung. Deutschland zum Beispiel verlässt sich auf ein ähnliches System. Ein gesichertes Intranet, ebenfalls 2004 eingerichtet, verbindet alle Botschaften und Generalkonsulate mit dem Auswärtigen Amt. Die deutschen Diplomaten unterteilen ihre Korrespondenz in vier Geheimhaltungsstufen: "Verschlusssache - Nur für den Dienstgebrauch", "Verschlusssache - Vertraulich", "Geheim" und "Streng geheim". Die Verschlüsselung übernimmt ein System namens Sina. Wie viele Personen genau Zugang zu dem Netzwerk haben, ist unbekannt.

    Quelle: http://fasel.soup.io/post/90465766/Frag ... n-wirklich
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  9. #39

  10. #40
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    Re: Wikileaks

    Bin ja gespannt.
    Wann ist Release Datum? Morgen 23 Uhr?

    Olaf
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

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