Seite 41 von 41 ErsteErste ... 313738394041
Ergebnis 401 bis 406 von 406

Thema: 9/11 mal aus ganz anderer Sicht

  1. #401
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.124
    Blog-Einträge
    3
    Mentioned
    73 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 321886

    AW: 9/11 mal aus ganz anderer Sicht

    Das Ground-Zero-Modell – Dipl. Physiker Heinz Pommer bei SteinZeit | 20.01.2019 | www.kla.tv/13724



    Der Einsturz des World Trade Centers am 11.9.2001 versetzte die ganze Welt in Schrecken. Laut der offiziellen Version der Einsturzursache stürzten die drei Türme durch die Wirkung von Feuer infolge von Flugzeugabstürzen ein. Dies ist aus rein physikalischen Gründen schwer nachvollziehbar. In einer Sendung von NuoViso stellt Diplom-Physiker Heinz Pommer in einem Gespräch mit Robert Stein anschaulich und verständlich seine Ground-Zero-Theorie vor, die einen komplexen kernphysikalischen Prozess als Ursache benennt. Anhand dieses Modells lassen sich viele bisher rätselhafte Beobachtungen erklären.
    https://www.kla.tv/13724
    LG

  2. #402
    Redakteur Avatar von Angeni
    Registriert seit
    31.12.2010
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    10.618
    Mentioned
    249 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 352998

    AW: 9/11 mal aus ganz anderer Sicht

    Hackergruppe macht Ernst und veröffentlicht 9/11-Geheimpapiere:
    Der Tiefe Staat wird niedergebrannt


    Drohung wahr gemacht: Die "Dark Overlord"-Hackergruppe hat erste Zugangscodes für 9/11-Geheimdokumente veröffentlicht und droht mit "verheerenden Folgen für den Tiefen Staat der USA". Die Hacker boten RT "exklusiven Zugang" zu weiteren 9/11-Daten an.

    Die bisher von der Hackergruppe "Dark Overlord" (Dunkler Oberherr) veröffentlichten Dokumente stellen nur einen Bruchteil der 18.000 gestohlenen Geheimdokumente im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 dar. Sie stammen von Versicherungen, Anwaltskanzleien und Regierungsbehörden.

    Zunächst hatte die Gruppe damit gedroht, 10 GB an Daten freizugeben, es sei denn, die gehackten Firmen würden ein Bitcoin-Lösegeld in nicht spezifizierter Höhe bezahlen. Am Mittwoch kündigte die Gruppe jedoch einen "gestaffelten Vergütungsplan" an, bei dem die interessierte Öffentlichkeit Bitcoin-Zahlungen leisten könnte, um so die Dokumente freizuschalten.
    Hackergruppe macht Ernst und veröffentlicht 9/11-Geheimpapiere: Der Tiefe Staat wird niedergebrannt
    Screenshot: steemit.com/thedarkoverlord/@thedarkoverlord

    Bereits einen Tag später gab die Hackergruppe bekannt, dass sie mehr als 12.000 US-Dollar in Bitcoin erhalten habe – "genug, um Layer 1" und mehrere "Checkpoints" mit insgesamt 650 Dokumenten freizuschalten.

    Es gibt vier weitere Schichten, die verschlüsselt bleiben, und laut der Hacker-Gruppe "enthält jede Schicht mehr Geheimnisse, schädlichere Materialien und im Allgemeinen einfach mehr Wahrheit". Die Hacker verlangen zwei Millionen US-Dollar an Bitcoins für die Veröffentlichung ihres sogenannten "Megaleaks", den sie "the 9/11 Papers" genannt haben.
    Im Visier des FBI:
    Mehr lesen:Nach Erpressungsversuch von Hackergruppe: FBI untersucht den Diebstahl von 9/11-Dokumenten

    Die Gruppe hat auch angeboten, die Dokumente an terroristische Gruppen, ausländische Regierungen und Medien zu verkaufen. RT hat den Versuch gewagt und sich an die Hacker gewandt, mit der Bitte um einen Kommentar für die Berichterstattung. Daraufhin boten die Hacker umgehend an, RT exklusiven Zugang zu den "explosiven Papieren" zu gewähren – natürlich zu einem Preis, der es in sich hatte.

    Sie waren bereit, mir diese Dokumente zu verkaufen. Es geht ihnen also nur ums Geld", erläuterte RT America-Korrespondentin Michelle Greenstein, die die Kontaktaufnahme mit den Hackern übernommen hatte.

    Die "Layer 1"-Dokumente scheinen – wenn sie authentisch sind – bewusst keine explosiven Offenbarungen zu enthalten. Die Publikationen konzentrieren sich vor allem auf Zeugnisse der Flughafensicherheit und Details zu Versicherungsleistungen an die von den Anschlägen vom 11. September betroffenen Parteien. Der von RT analysierte Datenspeicherauszug deutet jedoch darauf hin, dass die Gruppe nicht blufft.

    "Lasst dies als eindeutigen Beweis dafür dienen, dass das, was wir sagen, wahr ist und dass wir genau das tun, was wir euch versprochen haben. Lasst ihr weiterhin die Bitcoins fließen, und wir werden dafür weiterhin die Wahrheit fließen lassen", schrieben sie in einer Nachricht, die die Entschlüsselungscodes enthielt.

    Die Dokumente – die sofort aus Reddit, Pastebin und Twitter entfernt wurden –stehen derzeit (zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels) noch auf Steemit zum Download bereit. Kurz nach Freigabe der Entschlüsselungscodes stellte die Gruppe ein Ultimatum, gerichtet an "den Nationalstaat der Vereinigten Staaten von Amerika und den größeren Tiefen Staat":

    Wir werden dich weiter über ein Fass beugen und durchficken, wenn unsere Forderungen nicht erfüllt werden. Du kennst den Punktestand. Eure Zensur und Täuschungsmanöver werden diese Organisation oder ihre öffentliche Unterstützung nicht zum Schweigen bringen. Du wurdest gewarnt.

    An alle anderen beteiligten Parteien (Fluggesellschaften, Prozessanwälte, Ermittlungsfirmen, FBI, TSA, FAA, Banken, Sicherheitsunternehmen usw.): Wir werden euch niederbrennen, es sei denn, ihr fangt an, 'Ball zu spielen'. Diese ganze Situation wird bald zu einer weitaus größeren Tragödie für euer Überleben werden. Trefft die richtige Wahl.

    Hackergruppe droht mit weiteren Enthüllungen

    Offensichtlich verärgert über die Tatsache, dass das Lösegeld bisher noch nicht bezahlt wurde, drohen die Hacker mit weiteren Enthüllungen:

    Wir schälen diese Schichten wie eine Zwiebel. Niemand kann euch retten, außer wir. Bezahlt verdammt nochmal.

    Mehr lesen:"Bezahlt oder wir begraben euch!" – Hacker verkaufen die "Wahrheit über 9/11"

    Obwohl die Gruppe darauf besteht, dass ihr Vorgehen finanziell motiviert und nicht am "Hacktivismus" interessiert ist, äußerten sie dennoch die Hoffnung, dass eine weitere "Crowd-Finanzierung" die vollständige Freigabe der 18.000 Dokumente sicherstellen wird.

    Wir können nicht zulassen, dass die Mainstream-Medien weiterhin die Wahrheit unterdrücken. Wir müssen sicherstellen, dass ihre Propaganda zerschlagen wird von der Wahrheit, mit der wir es zu tun haben", schrieben die Hacker, nachdem sie die Entschlüsselungscodes für "Layer 1" bereitgestellt hatten.

    Die Hackergruppe "Dark Overlord" behauptet, Dokumente nicht nur von großen globalen Versicherern wie Lloyds of London und Hiscox gehackt zu haben, sondern auch von Silverstein Properties, dem Eigentümer des World-Trade-Center-Komplexes sowie von verschiedenen Regierungsbehörden.

    Der "Megaleak" soll geheime Dokumente beinhalten, die zur Vernichtung bestimmt waren, aber stattdessen von Anwaltskanzleien aufbewahrt wurden, und angeblich "die Wahrheit über einen der bekanntesten Vorfälle der jüngeren Geschichte" enthüllen.

    Gegründet wurde die Gruppe 2016 und war bereits für zahlreiche Erpressungsversuche mit gehackten Daten verantwortlich. Der bisher bekannteste ereignete sich 2018: "Dark Overlord" veröffentlichte im vergangenen Jahr eine ganze Saison der Netflix-Serie "Orange Is the New Black", nachdem kein Lösegeld gezahlt worden war.
    Die unendliche Geschichte von 9/11
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  3. #403
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    19.777
    Blog-Einträge
    184
    Mentioned
    245 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 451593

    Zum Buch "Sous nos yeux" (Vor unseren Augen)

    Anlässlich der Veröffentlichung seines Buches "Sous nos yeux. Du 11 septembre à Donald Trump“ [Vor unseren Augen. Vom 11. September bis zu Donald Trump. Eine deutsche Übersetzung ist vorgesehen], gab Thierry Meyssan ein Interview per Internet.

    Voltaire Netzwerk: Thierry Meyssan, Ihr neues Buch Sous nos yeux [Vor unseren Augen] ist gerade 10 Jahre nach dem vorherigen erschienen. Was ist das Thema, und warum haben Sie so lange gewartet?
    Thierry Meyssan: Vor 16 Jahren prangerte ich den Staatsstreich vom 11. September an. Was ich damals spürte, hat tatsächlich stattgefunden: die Verantwortlichen für diese Operation erstellten einen permanenten Ausnahmezustand in den Vereinigten Staaten und haben sich an einer Reihe von imperialistischen Kriegen beteiligt. Viele Leute haben von diesem Buch nur die kurze Passage über das Attentat auf das Pentagon aufgegriffen, aber es ist ein Buch der politischen Wissenschaft, das man besser hätte ernst nehmen sollen.
    Ich verstehe nicht, wenn mich Leute fragen ob ich immer noch „glaube“, was ich im Jahr 2002 geschrieben habe: Ich sehe es, ich erlebe es jeden Tag. Die politischen Wissenschaften sind empirische Wissenschaften: Man kann zwischen richtigen und falschen Hypothesen nur unterscheiden, wenn man ihre Folgen studiert. Und die Zeit hat mir Recht gegeben.
    Es ist mehr als ein Jahr her, dass Frankreich in Ausnahmezustand gesetzt wurde, während diese Kriege, die den Erweiterten Nahen Osten verwüstet haben, mehr als 3 Millionen Tote gefordert haben. Sie verbreiten sich jetzt in Europa mit Migrationsströmen und terroristischen Anschlägen.
    In Sous nos yeux wollte ich auf ihre Planung zurückkommen. Erklären, wer sie entschieden hat, wie und warum. Der Westen geht dieses Phänomen nur in einer sequenziellen Weise an. Für ihn gibt es in der Regel keine Verbindung zwischen dem was in Afghanistan, im Irak, in Tunesien, Ägypten, Libyen, Jemen und Syrien passiert. All diese Völker wollten Demokratie, aber keines konnte sie einrichten.
    Hinter diesen diskontinuierlichen Erscheinungen gibt es aber einen globalen Plan, der zuerst den Erweiterten Nahen Osten getroffen hat und der sich jetzt bis zum Westen ausdehnt.
    Voltaire Netzwerk: In der Tat, Ihr Buch erscheint gerade im Moment, wo der Ausdruck "post-Wahrheit" in den Massenmedien besonders beliebt ist (um ausschließlich die Pseudo-Propaganda von Putins Russland und die so genannten Lügen von Trump zu verurteilen), und wo sich die selbsternannte „atlantische Ref[v]erenzzeitung" [Wortspiel über Le Monde, „le journal de référence“, das zum „Journal de révérence“ (Verbeugung) wurde BdÜ] rühmt, irgendwie das MiniVer (Ministerium der Wahrheit) mit seinem unbeschreiblichen Decodex zu sein... Ihr Buch zeigt, wie weit die Werte verwechselt wurden, und wie wir mehr denn je in einer wahrhaft Orwellschen Welt leben. Gibt es noch Hoffnung?
    Thierry Meyssan: Im Westen kommen wir gerade mit der Anti-Trump-Kampagne in die erste Phase der Propaganda selbst. Denn dies ist das erste Mal, dass das System die Funktion angreift, die es als die oberste betrachtet. Bei dieser Gelegenheit erscheint ein Widerspruch zwischen den Techniken der "Public Relations" und der "Propaganda". Donald Trump ist in der Tat ein großer Spezialist der ersten und ein Opfer der zweiten.
    Eine der Eigenschaften der Propaganda ist, sich dem kritischen Geist zu substituieren. Als wir in der Schule waren, glaubten wir nicht, dass ein Text dank seines Autors mehr Wert hatte, sondern nur wegen seinem Inhalt. Wir lernten, kritisch zu lesen. Die Demokratie beruht auf diesem Prinzip: Wir müssen jedem einzelnen Bürger die gleiche Aufmerksamkeit widmen, während das Ancien Regime nur dem Adel und dem Klerus das Wort erteilte (man würde heute sagen: den Politikern und Journalisten).
    Der Decodex bewirkt genau das Gegenteil. Er qualifiziert a-priori einen Artikel als richtig oder falsch, je nach seinem Autor. Das ist intellektuell töricht und zutiefst antidemokratisch.
    Es ist Ihnen sicher nicht entgangen, dass der Decodex sowohl an die durch eine geheimnisvoll geschaffene NRO, First Draft, eine Vereinbarung von Medien gebunden ist, als auch an den Militärstab der Europäischen Union. Le Monde, der in der Tat diesen Decodex auf eigene Initiative unternahm, ist sehr weit davon entfernt, ein einfaches Presseorgan zu sein. Und um Ihre Frage zu beantworten, wie während des zweiten Weltkriegs, gibt es keine Hoffnung auf die Medien im Allgemeinen, sondern es gibt nur Hoffnung, solange wir fähig sind, zu widerstehen.
    Voltaire Netzwerk: Die intensive Nutzung von Propaganda, um einen Krieg populär zu machen, ist sicherlich nicht neu, aber mit Libyen und Syrien scheint man seltene Höhen erreicht zu haben, außer den Höhepunkt des ersten Weltkrieges, wie es unter anderem Patrick Cockburn vor kurzem auf CounterPunch erwähnt hat.
    Thierry Meyssan: Ja, aber dieser Vergleich gilt nur für das Vereinigte Königreich (oder genauer gesagt für seine Hauptstadt) und die Vereinigten Staaten, deren Gebiet nicht vom Krieg betroffen war und die die moderne Propaganda beherrschten. Damals wussten weder Russland, noch Deutschland noch Frankreich, was diese Techniken sind.
    Die erste Neuheit ist der Platz, den heute der Rundfunk einnimmt, und häufiger als man vielleicht denkt, die Fiktionsbilder, die als authentische Geschichten in den Nachrichten präsentiert werden. Ich denke zum Beispiel an Sequenzen der angeblichen "grünen Revolution" in Iran oder an andere, über den so genannten Einzug der Rebellen auf dem grünen Platz in Tripolis, in Libyen. Diese Mischung aus Fiktion und Wahrheit hat mit der Verleihung eines Dokumentarfilm-Preises durch Hollywood an Al-Qaida gesiegt, für die Inszenierung der Weißen Helme in Aleppo.
    Die zweite Neuheit ist die Schaffung einer internationalen Koordination zwischen den verbündeten Regierungen, um ihre Propaganda abzustimmen. Es begann mit dem gemeinsamen Office of Global Communications vom Weißen Haus und Downing Street. Heute ist es das StratCom Task Force von der Europäischen Union und das strategische Kommunikations-Center der NATO.
    Voltaire Netzwerk: Jeder weiß, dass "in Kriegszeiten die Wahrheit das erste Opfer" ist, jeder erinnert sich mindestens einiger Manipulationen und Lügen, die in der Vergangenheit einstimmig von der Presse weitergeleitet wurden. Und doch fällt jeder immer wieder darauf herein! Man hat manchmal den Eindruck, dass "je größer die Dinge, umso leichter werden sie geschluckt": es genügt wenn die meisten Medien davon sprechen. Die Journalisten (und Politiker) sind dennoch nicht alle dumm oder korrupt: wie erklären Sie diese kollektive Blindheit, diese einstimmige Trance der Medien und Politiker?
    Thierry Meyssan: Die Presse hat sich in den letzten Jahren tiefgreifend verändert. Die Zahl der Journalisten in den Vereinigten Staaten sank um zwei Drittel seit dem 11. September. In der Tat gibt es dort fast keine Journalisten mehr, sondern viele Redaktoren, die die Depeschen der Agenturen für unterschiedliche Zielgruppen anpassen. Das ist überhaupt nicht dasselbe.
    Danach überwog die kommerzielle Logik weitgehend das Anliegen zu informieren. Gegen die München-Charta zu verstoßen, welche die Rechte und Pflichten der Journalisten festlegt, wurde für die meisten von ihnen Gang und Gebe, ohne die geringste Ablehnung hervorzurufen, weder in der Profession, noch in der Öffentlichkeit. Zum Beispiel, niemand protestiert, wenn die Presse Konten von einer Bank oder einer Anwaltskanzlei ausstrahlt, angeblich um Betrüger zu entdecken; oder wenn eine Zeitung einen Gerichtswortlaut veröffentlicht, der geheim gehalten werden soll, um, so scheint es, die Schlechtigkeiten eines Beschuldigten zu enthüllen; aber was ist mit der Vertraulichkeit dieser Berufe? Wollen Sie wirklich, dass die Presse Ihre Bank-Bewegungen und Ihren Scheidungsfall offenlegt? wollen Sie als schuldig bezeichnet werden nach einer Anhörung vor einem Richter? Also warum akzeptieren Sie es, wenn es um bekannte Personen geht?
    Schließlich sind die Presse und ihre Leser in der Regel nicht mehr daran interessiert, die Welt zu verstehen und sind böse geworden. Vor zwanzig Jahren schrieben mir meine Leser, diesen oder jenen zu kritisieren, ohne seine Verdienste zu erwähnen. Heute ist es umgekehrt, sie beschuldigen mich, die eine oder andere Persönlichkeit zu loben, aber ihre „Versager“ zu verschweigen.
    Es ist so, weil wir diese Drift akzeptiert haben, dass wir leichtgläubig geworden sind und nicht umgekehrt. Die politischen Entscheidungsträger haben unser kollektives Verhalten angenommen. Wenn man also Präsident Hollande fragt, warum er diese oder jene außenpolitische Entscheidung getroffen hat, antwortet er, dass er auf die Erwartungen der Presse reagieren musste. Das heißt, er macht seine Politik nicht nach Beratung durch seine Verwaltung und Diskussionen mit seinen engsten Beratern, sondern indem er die Zeitung liest.
    Man ist an einem kreisförmigen System angelangt: Journalisten folgen den Politikern, welche ihrerseits den Journalisten folgen. Niemand hat Kontrolle über die Realität.
    Voltaire Netzwerk: Viele Werke haben über den "Arabischen Frühling" geschrieben; fast alle bieten eine vereinfachende Lektüre von den Geschehnissen, die sich spontan abspielen (der berühmte "Wind der Freiheit" der die herrschenden Diktatoren hinwegfegt), der romantischen oder sogar naiven Vorstellung der Pariser entsprechend, von der französischen Revolution. In diesem Zusammenhang verwundert Ihr Buch – milde gesagt! Weshalb ist Ihre Analyse gerechtfertigt, oder mit anderen Worten, warum ist sie nicht einfach eine "Verschwörungstheorie"?
    Thierry Meyssan: Erstens, während der französischen Revolution hat der König verraten, indem er die Hilfe der ausländischen Armeen suchte, um sein Volk zu unterdrücken. Er wurde daher abgesetzt. Aber in keinem der sieben Länder, wo der Arabische Frühling stattfand, wurde das Staatsoberhaupt von seinem Volk abgesetzt. Wirklich seltsam, nicht wahr?
    Dann haben wir viele Zeugnisse und mehrere Dokumente, die die Vorbereitung dieser Ereignisse durch die Angelsachsen seit 2004 belegen. Da es immer eine Verzögerung zwischen der Entscheidungsfindung, der Bereitstellung der notwendigen Teams und der Realisierung des Projektes gibt, und da wir kein Gedächtnis haben, waren wir überrascht durch das, was man uns doch bekannt gegeben hatte.
    Verstehen Sie mich nicht falsch: es haben Protestbewegungen in jedem dieser Länder stattgefunden, aber in keinem war es eine Revolution die darauf abzielte, das Staatsoberhaupt zu stürzen und die Gesellschaft zu demokratisieren. Wir projizieren unsere Fantasie auf Ereignisse, die einer anderen Natur sind.
    Die "Arabischen Frühlinge" sind nur die Wiederholung des "großen arabischen Aufstandes von 1916": eine Bewegung, die jeder damals für spontan hielt. Jedoch stimmen heute alle Historiker überein, wie sie komplett von den Briten manipuliert und gestaltet wurde. Außer, dass es dieses Mal keine romantische Figur wie Lawrence von Arabien gibt, um wie er an die Versprechungen seiner Vorgesetzten in London zu glauben. All dies wurde mit einem perfekten Zynismus ausgeführt.
    Voltaire Netzwerk: Thierry Meyssan, diejenigen die Ihnen folgen und Sie regelmäßig lesen, wissen, dass Sie ein Mann des Friedens sind. Sie sind auf dem Boden des Konflikts seit mehr als 6 Jahren, Ihr Blick und Ihre Analysen sind wertvoll und verdienen mindestens rechtliches Gehör; Jedoch Sie erzählen, wie Sie manchmal auch aktiv bei Ereignissen (sowohl in Syrien als in Libyen, Iran und Russland) mitgemacht haben, daher diese Frage: ohne Sie anzuklagen "der Freund der Mullahs und der schlimmsten Diktatoren" zu sein - das wäre eben dämlich - könnten wir nicht berechtigterweise denken, dass Ihr Kampf gegen den Imperialismus Sie blind macht? Dass Sie nicht "objektiv sind "? Oder dass Sie für die Propaganda der Gegenseite anfällig sind? Dass Sie sogar davon ein Vektor sind!
    Thierry Meyssan: Ich frage mich jeden Tag und ich hoffe auch Sie, der Sie jenseits der Grenze leben, Sie fragen sich jeden Tag für sich. Wo immer Sie leben, werden sie immer von Ihrer Umgebung beeinflusst. Ihre Situation in Europa ist jedoch nicht besser als meine hier.
    Jeder von uns muss sich bemühen objektiv zu werden. Es ist nicht spontan. In einem Konflikt müssen wir versuchen zu verstehen, wie unsere Gegner die Lage analysieren. Nicht um sie besser zu bekämpfen, sondern um möglicherweise einander näher zu kommen.
    Das sei vorausgesetzt, und da man auch weiß, dass die politische Verantwortung darin besteht, dauerhaft die wenigst-schlechteste Lösung zu wählen, behaupte ich nicht, Heiligen gedient zu haben, aber wohl den Besten. Deshalb habe ich nicht George W. Bush, Barack Obama gedient, die den Erweiterten Nahen Osten zerstört haben, nicht Nicolas Sarkozy, der Libyen zerstört hat oder François Hollande, der Syrien zerstört hat. Im Gegenteil, ich habe für Hugo Chávez gearbeitet, der sein Volk dem Analphabetismus entrissen hat, für Mahmoud Ahmadinedschad, der den Iran industrialisiert hat, für Muammar Gaddafi, der der Sklaverei in Libyen ein Ende gesetzt hat und für Baschar Al-Assad, der die syrische arabische Republik vor den Dschihadisten-Horden gerettet hat. Niemals hat man mich aufgefordert, etwas zu tun wofür ich erröten könnte, und wenn man mich darum gebeten hätte, hätte ich es ausgeschlagen.
    Voltaire Netzwerk: Wenn man Sie liest, wird man wirklich schwindlig, da alles was Sie schreiben völlig anders ist als die Erzählung, die davon im Westen gemacht wird. Wie ist das möglich?
    Thierry Meyssan: Im Westen gibt es keine autoritären Regime, aber die Propaganda ist jeden Tag am Werk. Sie wird nicht von oben angeordnet, sondern von unten erwartet. Sie triumphiert nur, weil wir die Wahrheit nicht wissen wollen; weil wir die Verbrechen, die in unserem Namen begangen werden nicht kennen wollen. Wir sind wie Straußvögel, die ihre Köpfe im Sand verstecken.
    Der beste Beweis dafür ist der Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich. Bis heute hat praktisch keiner der Hauptanwärter gesagt, was er als Präsident tun würde. Alle erklären, was ihr Ministerpräsident in wirtschaftlichen Angelegenheiten tun sollte, aber keiner wagt von der Verantwortung des Präsidenten, Funktion die sie anstreben, zu sprechen: die Außenpolitik und die Verteidigung des Vaterlandes. Jedoch zur Zeit der Globalisierung ist es einfach unmöglich, wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen, ohne vorher das Land auf der internationalen Bühne neu zu positionieren. Aber es gibt nur wenige, die es wagen, die internationalen Beziehungen zu analysieren, das Thema wurde Tabu.
    Voltaire Netzwerk: Die Terroranschläge von Daesch und Al-Kaida in Frankreich in den letzten 2 Jahren haben den medialen Diskurs ein wenig verändert, vor allem nach dem Gemetzel des 13. November in Paris; plötzlich gaben die Medien den dissonanten Stimmen hier und da ein wenig Echo - vorher nicht hörbar -, die die guten Gründe der französischen Politik in Libyen und Syrien in Frage stellen, und auch die besonderen und privilegierten Beziehungen, die unsere Politiker mit Katar und Saudi-Arabien pflegen. Und dann sind wir wieder sehr schnell zum Status Quo Ante zurückgekommen: "Baschar", der Henker, muss gehen...
    Thierry Meyssan: Wieder einmal nehmen Sie Dinge verkehrt. Der Generaldirektor der Inneren Sicherheit, Patrick Calvar, sagte vor einem Kongress-Ausschuss, dass er wusste, wer die Attentate gesponsert hatte, aber dass er sie nicht nennen würde. Tatsächlich ist es nicht er, der es sagen sollte, sondern der Präsident der Republik, François Hollande.
    Aber wie ich in „Sous nos yeux“ erkläre, haben Alain Juppé und François Hollande geheime internationale Verpflichtungen akzeptiert, die sie nicht halten konnten. Wegen diesem Betrug hat Recep Tayyip Erdoğan dieses Attentat und das von Brüssel gesponsert, die er beide auch schon im Voraus begrüßt hatte. Diese beiden Operationen wurden von zwei verschiedenen Kommandos ausgeführt, mit Ausnahme von Mohamed Abrini, vom britischen MI6, der an beiden teilgenommen hat.
    Unsere aufeinanderfolgenden Regierungen haben so erbärmliche Entscheidungen getroffen, dass sie nicht wagen, sie zuzugeben. Ich habe diese Situation in meinen Artikeln behandelt, aber nur durch die Blume. Diese Situation kann nicht länger andauern. Ich kann nicht mehr ertragen, dass unsere Landsleute im Bataclan und auf den Café-Terrassen sterben. Ich habe dieses Buch geschrieben, um die schmutzige Wäsche zu waschen, alle schmutzige Wäsche, und damit wir uns ändern.
    Voltaire Netzwerk: Mit diesem Buch gehen Sie in die zwar nahe Vergangenheit zurück, die aber scheinbar schon vergangen ist: Ich denke an die extravagante Friedens-Rede von Dominique de Villepin bei den Vereinten Nationen im Jahr 2003, und an die illegale militärische Aktion gegen Libyen im Jahr 2011. Wie haben in Frankreich in so kurzer Zeit (8 Jahre) unsere "Eliten" zum totalen Triumph der Thesen der US-Neokonservativen und ihrer „Selbst-erfüllenden Prophezeiung“ des "Zusammenstoß der Zivilisationen" und zum "Krieg ohne Ende gegen den Terrorismus" beitragen können?
    Thierry Meyssan: Erstens gibt es aus meiner Sicht keine Prophezeiung: den "Zusammenstoß der Zivilisationen" und den "Krieg gegen den Terror" hat es nie gegeben. Es gibt nur einen Krieg eines Imperiums und seiner Verbündeten im Kampf gegen die Völker des Erweiterten Nahen Ostens und des Donbass. Die Neuheit ist, dass das Imperium nicht mehr durch das Weiße Haus regiert wird, sondern durch den tiefen Staat, von dem wir mehrere Führer identifiziert haben.
    Dann ist die Ausrichtung der europäischen Eliten auf die Obama-Administration ein klassisches Phänomen der Zusammenarbeit mit dem Stärkeren. Sie geht heute gegen die Trump-Administration weiter. So dass die Europäer in den Dienst der amerikanischen Opposition geschlittert sind.
    Voltaire Netzwerk: A propos: Sie machen einen bemerkenswerten Unterschied zwischen den Präsidentschaften von Sarkozy und Hollande: letzterer hat den Krieg in Syrien fortgeführt, den der erste sicherlich begonnen hatte, aber später wegen Pragmatismus eingestellt hatte...
    Thierry Meyssan: Ja, obwohl Präsident Sarkozy sich mit Bedacht aus Syrien zurückzog, hatte er zuvor die Kämpfe in der Goldküste und in Libyen bis zu ihrem Ende weitergeführt. Aber das wichtigste ist woanders. Die Sarkozy-Regierungen haben sich über die französische Beteiligung an dem britischen Plan des "arabischen Frühlings" gespalten.
    Also sollten wir diejenigen würdigen, die Präsident Sarkozy davon überzeugt haben, Frieden zu machen. Da ist es aber, wo es kompliziert wird: sie wurden fast alle vom System bestraft. Während Alain Juppé von den Medien bejubelt wird, ist der Präfekt Édouard Lacroix physisch eliminiert worden, Claude Guéant wurde zu Gefängnis verurteilt, Bernard Squarcini und François Fillon werden von der Justiz verfolgt. Nur Gérard Longuet ist gut davongekommen. Verstehen Sie bitte, dass diese Art von Beispiel alle diejenigen abkühlt, die heute den Krieg beenden könnten.
    Voltaire Netzwerk: Ihr Buch beginnt mit der folgenden Resolution der Vereinten Nationen: "Alle Staaten müssen sich enthalten, subversive bewaffnete Aktivitäten oder Terroristen zu organisieren, zu helfen, zu schüren, zu finanzieren, zu fördern oder zu tolerieren, um mit Gewalt das Regime eines anderen Staates zu ändern, sowie um in die Machtkämpfe in einem anderen Staat einzugreifen." Diese relevante Erinnerung an die Basis des Völkerrechts scheint von den meisten unserer Politiker, Journalisten und Medien, die ihre Worte aufnehmen ohne sie jemals zu hinterfragen, völlig ignoriert zu werden.
    Thierry Meyssan: Dieses Zitat ist von der Resolution entnommen, die die Bedeutung der Charta der Vereinten Nationen im Detail beschreibt. Es ist ein Referenztext, den alle Diplomaten und Fachjournalisten natürlich studiert haben.
    Ihn vergessen, zeigt, dass man nicht mehr gewillt ist, die Grundsätze des Völkerrechts zu verteidigen. Wir leben heute in einer scheinheiligen Welt, wo Politiker und Beamte der Vereinten Nationen sich auf die Charta berufen, aber sie dauerhaft missbrauchen. Wie ich in diesem Buch detailliert zeige, werden die aktuellen Kriege im Nahen Osten und im Donbass politisch und logistisch von der Nummer 2 der Organisation der Vereinten Nationen geführt: von Jeffrey Feltman.
    Voltaire Netzwerk: In diesem Buch, im Gegensatz zu den vorangegangenen, haben Sie beschlossen, nicht die Quellen anzugeben und auch keine Fußnoten. Warum diese Wahl, die Sie der Kritik Fabeln zu erzählen aussetzen wird, die sicher gegen Sie geltend gemacht werden wird? Ist es eine Wette auf die Intelligenz der Leser?
    Thierry Meyssan: Im Jahr 2002, im Buch L’Effroyable imposture 1 [11. September 2001: Der inszenierte Terrorismus] hatte ich die offiziellen Quellen aus dem Internet zitiert. Zu dieser Zeit machte man es noch nicht so. Nur wenige Leute hatten übrigens schon Zugang zum Internet. Ich wurde kritisiert, mich nicht auf die einzige ernstzunehmende Quelle zu stützen: das Papier. Im Jahr 2007 in L’Effroyable imposture 2 (über den Krieg, der gerade gegen den Libanon stattgefunden hatte), habe ich Hunderte von Nachrichtenagentur-Depeschen und offizielle Berichte zitiert. Da man mir nichts vorwerfen konnte, hat die Presse das Buch einfach ignoriert. Dieses Mal habe ich meine Quellen nicht zitiert. Die Leute, die ich in Frage stelle, werden vielleicht leugnen und mich der Konfabulation beschuldigen. Wenn sie öffentlich darüber diskutieren wollen, bin ich bereit, ihnen zu antworten.
    Wissen Sie, zwischen 2002, 2007 und 2017 habe ich viel erlebt, viel gelernt und bin reifer geworden. Niemand in Frankreich hat an den Ereignissen so sehr teilgenommen wie ich.
    Voltaire Netzwerk: Vor 10 Jahren, erhielt Ihr Buch L’Effroyable Imposture 2. Manipulations et désinformations keine einzige Rezension in den Medien. Ihr Image war bei den Buchhändlern derart schlecht - auch sie waren Opfer der Propaganda - dass sie es mit Zurückhaltung begrüßten, indem sie es nicht sichtbar ins Schaufenster stellten (wie jede Neuheit von einem Bestseller-Autor) sondern unsichtbar hinten im Regal, oder sogar völlig versteckt vor der Öffentlichkeit, in der Reserve (wo die Lager aufbewahrt werden). Es war aber sehr gut verkauft worden. Angesichts des fast hysterischen Klimas, das "Baschar", Putin und Trump umgibt, ist es klar, dass es nicht besser empfangen werden wird: Können wir optimistisch sein, was den Erfolg seiner Enthüllung betrifft?
    Thierry Meyssan: Es ist eine andere Zeit. Vor ein paar Jahren glaubten die meisten von uns alles, was von Le Monde gesagt wurde. Heute stellt die Mehrheit die Widersprüche der selbstgerechten Rhetorik in Frage.
    Beispielsweise nehmen wir an, dass Al-Kaida eine Gruppe von anti-westlichen Fanatikern wäre, die die Anschläge vom 11. September begangen hätten, wie ist es möglich, dass man von General Carter Ham (Kommandant des AfriCom) verlangt hat, sich auf Al-Kaida in Libyen zu stützen - was ja seinen Protest ausgelöst hat und das Ende seiner Mission -? Warum hat Laurent Fabius die arabischen Staaten unterstützt, warum hat Al-Qaida, ihm zufolge, "einen guten Job" in Syrien gemacht? Warum hat Frankreich Al-Qaida in Syrien Munition geschickt?
    Wir können also hoffen, dass sie einzeln, die einen nach den anderen, die Franzosen im Allgemeinen - und so auch die Buchhändler – überdenken werden, was sie seit dem Anfang zu wissen glaubten. Wenn die Tatsachen anscheinend inkonsequent sind, auf welchem Niveau befindet sich ihre Logik?
    Voltaire Netzwerk: Thierry Meyssan, vielen Dank für Ihre Zeit und noch mehr für dieses außergewöhnliche Buch, das ich Ihren Lesern empfehle und sie einlade, es so weit wie möglich um sie herum zu verbreiten. Ein letztes Wort zum Abschluss?
    Thierry Meyssan: Jeder muss sich jetzt positionieren, angesichts dessen, was im Erweiterten Nahen Osten begonnen hat. Es hat in fernen Ländern begonnen, aber es kommt jetzt auf uns zu. Die Attentate einerseits, die Kriegs-Propaganda andererseits, sind ja schon da. Und wenn wir uns weigern, die Wahrheit zu erkennen, werden wir durch die Kräfte zermalmt werden, denen wir weiterhin als Verbündete dienen. Je mehr wir warten, desto schwieriger wird es, unsere Freiheit bei uns zu verteidigen.


    Quelle: https://www.voltairenet.org/article195773.html
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  4. #404
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    19.777
    Blog-Einträge
    184
    Mentioned
    245 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 451593

    Vor unseren Augen

    Wir beginnen mit der Veröffentlichung von Thierry Meyssans Buch „Vor unseren Augen“ in mehreren Folgen. Es handelt sich um ein anspruchsvolles Werk über die Geschichte der letzten achtzehn Jahr auf der Grundlage der Erlebnisse des Autors im Dienst mehrerer Nationen. Dieses Buch hat nicht seinesgleichen und kann es nicht haben, soweit keine andere Person an diesen aufeinanderfolgenden Ereignissen in Lateinamerika, in Afrika und im Nahen Osten auf der Seite der Regierungen, die vom Westen in Frage gestellt wurden, teilgenommen hat.

    Ein Staat darf keine auf den gewaltsamen Umsturz des Regimes eines anderen Staates gerichteten subversiven, terroristischen oder bewaffneten Aktivitäten organisieren, unterstützen, schüren, finanzieren, anstiften oder dulden und nicht in interne Konflikte in einem anderen Staat eingreifen.
    Resolution 2625, am 24. Oktober 1970 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen


    Vorwort des Autors

    Kein Wissen ist endgültig. Wie jede andere Wissenschaft ist die Geschichtswissenschaft ein Infragestellen von dem, was man für sicher hielt, und was angesichts neuer Erkenntnisse verändert, wenn nicht für nichtig erklärt werden muss.
    Ich lehne die Wahl, vor die man uns stellt, zwischen dem „Zirkelschluss der Vernunft“ und dem „einzigartigen Denken“ einerseits und dem emotionalen und „postfaktischen“ Diskurs andererseits ab. Ich stelle mich auf eine andere Ebene: Ich versuche, die Tatsachen von den Erscheinungen zu trennen und die Wahrheit von den Mitteilungen. Vor allem solange Menschen versuchen, andere auszubeuten, können meiner Ansicht nach internationale Beziehungen nicht vollständig demokratisch und damit transparent sein. Folglich ist es, jenseits von Schlichen und Tricks, von Natur aus unmöglich, die internationalen Ereignisse mit Gewissheit zu interpretieren, wenn sie in Erscheinung treten. Die Wahrheit kommt erst im Lauf der Zeit an den Tag. Ich kann mich über den gegenwärtigen Moment täuschen, aber ich verzichte nie darauf, meine Eindrücke in Frage zu stellen und nachzuvollziehen. Dieses Training ist umso schwieriger, als die Welt unter Kriegen leidet, die uns zur Stellungnahme verpflichten, ohne abzuwarten.
    Für meinen Teil habe ich mich auf die Seite der Unschuldigen gestellt, die Unbekannte in ihre Dörfer eindringen und dort ihr Recht aufzwingen sehen, Unschuldige, die die internationalen Fernsehsender das Mantra wiederholen hören, dass ihre Führer Tyrannen seien und ihren Platz an die Westler abgeben müssten, Unschuldige, die die Unterwerfung verweigern und deshalb von den Bomben der Nato ausradiert werden. Ich habe den Anspruch, ein Analytiker zu sein, der versucht, objektiv zu beobachten, und gleichzeitig ein Mensch, der den Leidenden mit den Mitteln, über die er verfügt, Unterstützung gibt.
    In diesem Buch beanspruche ich, über Dokumente und aktuelle unmittelbare Erfahrungsberichte hinauszugehen. Allerdings versuche ich im Unterschied zu früheren Autoren nicht, die Berechtigung der Politik meines Landes nachzuweisen, sondern die Verkettung der Ereignisse zu verstehen, deren Objekt und Subjekt ich gleichzeitig gewesen bin.
    Mancher wird behaupten, dass ich im Gegensatz zu meinem Bekenntnis in Wahrheit versuche, mein Handeln zu rechtfertigen und – bewusst oder unbewusst – Voreingenommenheit an den Tag lege. Ich hoffe, dass er sich an der Etablierung der Wahrheit beteiligen und mir die Dokumente zeigen oder öffentlich machen wird, die ich nicht kenne.
    Es trifft genau zu, dass meine Rolle in diesen Ereignissen es mir ermöglicht hat, zahlreiche Fakten zu erfahren und zu verifizieren, die der Öffentlichkeit und oft auch vielen anderen Akteuren nicht bekannt waren. Dieses Wissen habe ich auf empirischem Wege erworben. Erst nach und nach habe ich die Folgerichtigkeit dieser Ereignisse verstanden.
    Damit der Leser meinen intellektuellen Gedankengang nachvollziehen kann, habe ich nicht eine Allgemeine Geschichte des arabischen Frühlings geschrieben, sondern drei partielle Geschichten der letzten achtzehn Jahre ausgehend von drei unterschiedlichen Standpunkten: die der Muslimbrüder, die der aufeinanderfolgenden französischen Regierungen und die der Behörden der Vereinigten Staaten. In der vorliegenden Ausgabe habe ich die Reihenfolge dieser Teile im Vergleich zu den vorangegangenen Ausgaben, wo das Handeln Frankreichs an erster Stelle stand, umgekehrt. Schließlich geht es hier um eine internationale Leserschaft.
    Auf der Suche nach Macht stellten die Muslimbrüder sich in den Dienst des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten, wobei sie sich gleichzeitig Gedanken machten, wie sie Frankreich in ihrem Kampf um die Beherrschung des Volkes auf ihre Seite ziehen könnten. Die französische Führung, mit ihren eigenen Zielen beschäftigt, bemühte sich weder, die Logik der Muslimbrüder noch die ihres US-Lehnsherren zu verstehen, sondern einzig die Vorteile der Kolonialisierung wiederzugewinnen und sich zu bereichern. Nur Washington und London waren im Besitz aller Informationen darüber, was die Muslimbrüder vorbereiteten und was sich tatsächlich ereignete.
    Das Resultat erinnert an russische Puppen: Man begreift die Organisation der Ereignisse, die spontan erscheinen, so wie die Umstände und die genaueren Bestimmungen gewisser Entscheidungen nur Schritt für Schritt.
    Meine Zeugenaussage unterscheidet sich so stark von dem, was die Leser über dasselbe Thema lesen oder hören konnten, dass mancher Angst bekommt vor den Konsequenzen dessen, was ich geschrieben habe. Andere wiederum werden sich Gedanken machen über diese gigantische Manipulation und und über den Weg, wie ihr ein Ende gesetzt werden kann.
    Bei der ersten Ausgabe, aber nicht bei den folgenden, haben sich mehrere Fehler herausgestellt. Wahrscheinlich sind weitere enthalten, zu deren Korrektur ich in der Folge verpflichtet bin. Es ist möglich, dass die eine oder andere der Korrelationen, die ich ans Licht bringe, nur dem Zufall geschuldet ist, aber mit Sicherheit nicht ihre starke Häufung.
    Entsprechend den aufeinanderfolgenden Enthüllungen über diesen Zeitraum sind zahlreiche kleine Zusätze enthalten.
    Zweifellos werden die Anhänger des Imperialismus mir getreu ihrem Fetischausdruck „Verschwörungstheorien“ vorwerfen. Das ist ein billiger Vorwurf, den sie seit fünfzehn Jahren handhaben. Sie haben extensiv Gebrauch davon gemacht, seit ich die offizielle Version der Attentate des 11. September 2001 bestreite. Sie leugnen weiterhin und verraten sich selbst, wenn sie al-Qaida in Libyen und Syrien unterstützen und sie gleichzeitig für Massaker in den Vereinigten Staaten, Frankreich, Belgien usw. anklagen.
    Wenn die kleinen Fehler berichtigt sind, wird es letzten Endes diese Häufung der Fakten sein, auf die jeder, wenn er aufrichtig ist, mit einer logischen und stimmigen Erklärung reagieren muss.

    (Fortsetzung folgt …)



    Quelle: https://www.voltairenet.org/article206960.html
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  5. #405
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    19.777
    Blog-Einträge
    184
    Mentioned
    245 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 451593

    Vor unseren Augen (2/25) Die Muslimbruderschaft als Mörder

    Das ist wirklich lesenswert!

    Wir setzen die Veröffentlichung des Buches von Thierry Meyssan „Sous nos yeux“ fort. In diesem Teil beschreibt er die Gründung einer ägyptischen Geheimgesellschaft, der Muslimbruderschaft, dann ihre Neugründung durch die britischen Geheimdienste nach dem Zweiten Weltkrieg und schließlich die Benutzung dieser Gruppe durch den MI6, um politische Morde in dieser ehemaligen Kronkolonie durchzuführen.

    Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch Sous nos yeux.
    Siehe hier die Inhaltsangabe.

    Hasan al-Banna, der Gründer der Muslimbruderschaft. Über seine Familie ist wenig bekannt, außer dass sie Uhrmacher waren – ein Beruf, der in Ägypten den Juden vorbehalten war.
    Der „arabische Frühling“,
    wie ihn die Muslimbrüder erlebten


    1951 schufen die angelsächsischen Geheimdienste aus der Organisation gleichen Namens einen politischen Geheimbund: die Muslimbrüder. Sie benutzten sie zunächst zur Ermordung von Persönlichkeiten, die sich ihnen widersetzten, dann ab 1979 als Söldner gegen die Sowjets. Zu Beginn der 1990er Jahre wurden sie in die Nato eingegliedert und in den 2010er Jahren versuchte man sie in den arabischen Ländern an die Macht zu bringen. Die Muslimbruderschaft und der Sufi-Orden der Naqschbandi wurden in Höhe von mindestens 80 Milliarden Dollar jährlich von der saudischen Herrscherfamilie finanziert, was eine der weltweit bedeutendsten Armeen aus ihnen machte. Die Gesamtheit der dschihadistischen Führer einschließlich der von Daesch gehört zu diesem militärischen Apparat.
    1 – Die ägyptische Muslimbruderschaft

    Vier Weltreiche verschwinden im Laufe des Ersten Weltkriegs, das Deutsche Reich, das Österreichisch-Ungarische Reich, das zaristische Heilige Russland und die osmanische „Hohe Pforte“. Die Sieger lassen jegliches Maß außer Acht und zwingen den Besiegten ihre Bedingungen auf. So legt in Europa der Versailler Vertrag inakzeptable Auflagen für Deutschland fest, dem er die alleinige Schuld an dem Konflikt gibt. Im Orient läuft die Zerstückelung des Osmanischen Kalifats schief: Auf der Konferenz von San Remo (1920) wird in Übereinstimmung mit dem geheimen Sykes-Picot-Abkommen (1916) Großbritannien ermächtigt, die jüdische Heimstätte Palästina zu gründen, während Frankreich Syrien (damals unter Einschluss des heutigen Libanon) kolonisieren darf. Jedoch lehnt sich in dem, was vom Osmanischen Reich übrig geblieben ist, Mustafa Kemal gleichzeitig gegen den Sultan auf, der den Krieg verloren hat, wie auch gegen die Westmächte, die sein Land in ihre Gewalt bringen. Auf der Konferenz von Sèvres (1920) wird das Kalifat in kleine Stückchen zerschnitten, um alle Arten von neuen Staaten zu schaffen, darunter auch Kurdistan. Die türkisch-mongolische Bevölkerung von Thrakien und von Anatolien erhebt sich und bringt Kemal an die Macht. Schließlich werden auf der Konferenz von Lausanne (1923) die gegenwärtigen Grenzen gezogen, man verzichtet auf Kurdistan und organisiert riesige Umsiedlungen der Bevölkerung, die mehr als eine halbe Million Tote zur Folge haben.


    weiter hier: https://www.voltairenet.org/article206981.html
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  6. #406
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    19.777
    Blog-Einträge
    184
    Mentioned
    245 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 451593

    Vor unseren Augen (3/25) Die Muslimbruderschaft als Hilfstruppe von MI6 und CIA

    Wir setzen die Veröffentlichung von Thierry Meyssans Buch „Sous nos yeux“ fort. In dieser Folge beschreibt er, wie Präsident Jimmy Carter und sein Nationaler Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski die terroristischen Kapazitäten der Muslimbruderschaft gegen die Sowjetrussen benutzten.


    Der Nationale Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski ließ sich einfallen, die Muslimbrüder für terroristische Einsätze gegen die kommunistische Regierung Afghanistans zu benutzen; dadurch wurde die Intervention der UdSSR ausgelöst.
    3 – Die Bruderschaft im Dienst der Carter-Brzezinski-Strategie

    Sir James Macqueen Craig, Fachmann für den Nahen Osten, überredete das Vereinigte Königreich dazu, die Muslimbrüder für Geheimoperationen außerhalb von Ägypten zu gebrauchen. Er dachte sich auch den Plan des “Arabischen Frühlings” nach dem Unternehmensmodell aus, das Lawrence von Arabien 1915 umgesetzt hatte.
    1972–73 beginnen James Craig, ein Funktionär des Foreign Office – wahrscheinlich auch des MI6 – und der britische Botschafter in Ägypten Sir Richard Beaumont eine intensive Lobbyarbeit mit dem Ziel, dass ihr Land und die Vereinigten Staaten sich die Muslimbruderschaft nicht nur in Ägypten gegen Marxisten und Nationalisten zunutze machten, sondern in der gesamten moslemischen Welt. Sir Craig wird bald darauf zum Botschafter ihrer Majestät in Syrien, dann in Arabien ernannt und wird bei der CIA Gehör finden. Sehr viel später wird er der Designer des „Arabischen Frühlings“.
    1977 wird in den Vereinigten Staaten Jimmy Carter zum Präsidenten gewählt. Er ernennt Zbigniew Brzezinski zum Nationalen Sicherheitsberater. Der beschließt, den Islamismus gegen die Sowjetrussen zu benutzen. Er gibt grünes Licht an die Saudis, ihre Zahlungen an die Islamische Weltliga zu erhöhen, organisiert Regimewechsel in Pakistan, im Iran und in Syrien, destabilisiert Afghanistan und macht den Zugang der Vereinigten Staaten zum Erdöl des „erweiterten Nahen Osten“ zu einer Zielvorstellung der nationalen Sicherheit. Schließlich überträgt er der Bruderschaft militärische Ausrüstung.
    Diese Strategie wird beim Treffen der Bilderberg-Gruppe [1], das die Nato im April 1979 in Österreich organisiert, von Bernard Lewis klar und deutlich dargelegt. Der angloisraelisch-US-amerikanische Islamologe versichert dort, dass die Muslimbrüder nicht nur eine bedeutende Rolle gegenüber den Sowjets spielen und interne Unruhen in Zentralasien bewirken, sondern auch den Nahen Osten im Interesse Israels balkanisieren können.


    weiter hier: https://www.voltairenet.org/article207076.html
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

Seite 41 von 41 ErsteErste ... 313738394041

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •