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Thema: Diverse Berichte und Meldungen zum Thema

  1. #151
    Luzifer
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    Zitat Zitat von AreWe? Beitrag anzeigen
    Nicht alle sind so stark sich dagegen zu wenden!
    Nicht immer, aber immer öfter. *g*

    Das "Ende des Abendlandes" wird immer mal wieder gern aus den unterschiedlichsten Gründen propagiert. Mal sind es zu viele Türken, die in Deutschland leben, mal der Niedergang des Christentums - und jetzt sind es die Pornos im Internet und der Mangel an Intellektualität.

    Ich bin kein Blödzeitungsleser, bis auf meine Hororfilme am Wochende kommt bei mir nur nur öffentlich-rechtliche Kost in Tüte, ich beherrsche Stil und Rechtschreibung der deutschen Sprache ganz passabel und schreibe meine Postings selbst. Also für einen Halbintellektuellen wie mich gar nicht so schlecht.

    Wenn ich mir die gängigen Wahrheitsseiten so ansehe, bezweifle ich stark, dass die Verfasser überhaupt einen Satz von Nietzsche verstehen könnten, falls sie ihn je läsen. Und wenn "Cheffe" Blecker etwas gegen die Verblödung tun möchte, sollte er bei den Kommentaren auf seiner Webseite anfangen.

    Den Faust musste ich in der Schule lesen, hat mich nicht sonderlich angesprochen und bei Nietzsche kenne ich meine Grenzen.

    Ach ja ... Pornos im Internet habe ich auch schon gesehen - natürlich nur zu Studienzwecken.

  2. #152
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    KenFM über: Mind Doping. Oder: Was der Fall Lance Armstrong über UNS selbst sagt.



    Wer von Euch ohne Doping ist, werfe den ersten Stein!

    Wer ist der erfolgreichste Rennfahrer der Formel 1?
    Michael Schuhmacher. Wie heißt der zweiterfolgreichste ?

    Wer ist der größte Boxer aller Zeiten? Muhammad Ali.
    Wer ist der zweitgrößte?

    Wie heißt der erste Mensch, der den Mond betrat? Neil Armstrong!
    Wer setzte seinen Fuß als zweiter Mensch auf den Erdtrabanten?

    Die Mehrheit von uns kann diese Fragen „spontan" nur dann beantworten, wenn Papa Google in der Nähe ist.

    Was sagt uns das über UNS? Was sagt uns das über den Menschen im allgemeinen?

    Es sagt uns, dass, wer erfolgreich sein möchte, im Sinne von „dass man sich an ihn erinnert, wenn er zur Tür raus ist", dass so jemand nur dann eine Chance hat, wenn er den ERSTEN Platz belegt. Er muss der ERSTE sein! Der Schnellste. Der Höchste. Der, der es am weitesten gebracht hat.
    Liebe Grüße
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  3. #153
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    Luzifers größte Ängste

    Die Entscheidungsträger der Zukunft, man mag es glauben oder nicht, beschäftigen sich mit Themen, für die sich in der Vergangenheit niemand interessiert hätte (sh. weiterführender Link!).

    Ratgeber: Fragen der ASR-Leser werden beantwortet

    Liebe ASR-Leser

    Da mich tagtäglich Mails mit Fragen erreichen hab ich überlegt eine neue Rubrik zu eröffnen wo ihr eure Fragen stellen könnt, die ich oder Experten in unserem Team beantworten werden. Die Fragen und Antworten die ich als interessant und nützlich für andere erachte werden hier veröffentlicht, anonym selbstverständlich. Am besten sind Fragen die kurz gefasst sind und generell zu unseren Themen passen. Neben meiner Wenigkeit stehen uns die Psychoanalytikerin Frau Dr. Sieglinde Fröhlich (Name geändert) und weitere Personen zur Verfügung. Ich eröffne hiermit den Ratgeber und wir sind schon ganz gespannt auf eure Fragen, die wir gerne beantworten. Mails an blog.me(at)hotmail.de senden mit Stichwort "Ratgeber". Bitte Vorname, Ort und Alter angeben.

    Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Ratgeber: Fragen der ASR-Leser werden beantwortet http://alles-schallundrauch.blogspot...#ixzz2KFENaJbZ
    Liebe Grüße
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  4. #154
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    Piercings, Tattoos, Diäten: Totaler Krieg gegen die Geschlechter?

    Tattoos, Piercings, Frisuren, Diäten – alles nur Mode und eben »modern«? Oder steckt mehr dahinter? Was wäre, wenn all diese »Moden« ineinander greifen würden wie Zahnräder eines Uhrwerks und am Ende ein anderer Mensch dabei herauskäme? Was für Auswirkungen haben diese »Trends«, und wo werden sie uns hinführen? Für KOPP-Autor Gerhard Wisnewski dienen sie der Umgestaltung der Geschlechter, die erst zur Entstellung und dann zur Abschaffung der Menschen führen wird.

    Es war einmal eine tolle Erfindung: Um die Evolution schneller voranzubringen, kam die Natur auf die »Idee«, Individuen für die Fortpflanzung nicht nur zu vervielfältigen, sondern verschiedene Erbsätze zu kombinieren. Und zwar durch Sex. Daher schuf »sie« zwei verschiedene Geschlechter, die sich gegenseitig zur Produktion von Nachkommen brauchten. Damit sich die Geschlechter auch wirklich paarten, kam der Sexualtrieb hinzu und etwas, das ihn auslöste: der Angeborene Auslösende Mechanismus (AAM) oder auch »Schlüsselreiz«.

    »Schlüsselreiz« deswegen, weil diese vor allem optischen Signale in die Wahrnehmung des jeweils anderen Geschlechts passten wie ein Schlüssel ins Schloss. Nimmt ein Geschlecht die Schlüsselreize des anderen wahr, wird der Sexualtrieb geweckt und die Paarung eingeleitet. Wie der Bart eines Schlüssels, der für ein bestimmtes Schloss geschaffen wurde, sind diese Schlüsselreize also ein Code. Sendet ein Geschlecht diesen Code aus, wird das andere derselben Art darauf reagieren. Das Ganze sind angeborene Verhaltensweisen oder »Instinkthandlungen«, ohne die Sex und Fortpflanzung nicht funktionieren können.

    Würde die Paarung mit übermalten Schlüsselreizen noch funktionieren?
    Ein Code wird gestört

    Schlüsselreize steuern aber nicht nur das Sexual-, sondern viele Aspekte des Sozialverhaltens. Berühmt ist zum Beispiel das Stichling-Männchen, das eine primitive Papp-Attrappe als Rivalen attackiert, wenn man dem Papp-Fisch einen roten Bauch verpasst. Schon das zeigt, dass optische Schlüsselreize sehr einfache »Abzeichen« sind, die dem anderen wesentliche Informationen geben. Und genau nun wird es interessant. Man kann diesen Code nämlich auch stören. Und zwar, indem man die Schlüsselreize verändert, kaschiert, überpinselt oder sonst wie abändert, so dass sie nicht mehr funktionieren. Man stelle sich beispielsweise einen Erpel vor, dessen markant gezeichnetes Gefieder mit anderen Farben und Formen übermalt würde: Würde die Paarung dann noch funktionieren?
    Die sogenannten »Moden«: Ein Geschlecht als Karikatur des anderen

    Wohl kaum. Und dennoch wird genau das praktiziert, und zwar mit dem Menschen. Seit einigen Jahrzehnten werden so genannte »Moden« eingeführt, die das Erscheinungsbild von Mann und Frau nachhaltig ändern. Dabei gehorchen diese »Moden« nicht zufälligen Launen, sondern ergeben zusammen ein System, das die Schlüsselreize des Menschen so lange abändert, bis dieser »Geschlechtercode« nicht mehr funktioniert. Durch Diäten, Piercings, Haarschnitte, Muskeltraining, Kleidung und Tätowierungen werden die Geschlechter solange abgewandelt, bis sie jeweils zur Karikatur des anderen werden. Als Karikatur aber funktionieren sie nicht mehr. Wovon aus dem Boden schießende Samenbanken, Flirtschulen und Partnerinstitute ein beredtes Zeugnis ablegen. Was die Begegnung von Mann und Frau angeblich fördern soll, ist in Wahrheit nur ein Reparaturbetrieb für eine total gestörte Geschlechterkommunikation – die zu einer Art »sozialer Sterilisierung« führt. Und zusammen mit anderen Verhütungsmethoden zu weiter sinkenden Geburtenraten.


    Die Muschelfrau von William Adolphe Bouguereau 1885...

    Der Papst tritt auf den Plan

    Dass das die Kirche auf den Plan ruft, ist natürlich kein Wunder. Erstens könnte das »Herumkrakeln« auf Gottes Schöpfung bereits per se als Blasphemie betrachtet werden. Schließlich ähnelt eine Tätowierung auf einem menschlichen Körper dem Versuch, ein Bild von Raffael mit einer Comic-Zeichnung zu »verschönern«. Zweitens gehöre es nach dem biblischen Schöpfungsbericht »zum Wesen des Geschöpfes Mensch, dass er von Gott als Mann und als Frau geschaffen ist«, sagte der scheidende Papst Benedikt XVI. bei seiner letzten Weihnachtsansprache an die römische Kurie am 21. Dezember 2012.
    »Diese Dualität ist wesentlich für das Menschsein, wie Gott es ihm gegeben hat. Gerade diese Dualität als Vorgegebenheit wird bestritten«, kritisierte der Papst und nahm damit Bezug auf den modernen Gender-Wahn, nach dem die Geschlechter angeblich anerzogen und nicht angeboren sein sollen. Um das zu widerlegen, bedarf es keinerlei intellektueller Erörterungen, sondern lediglich eines Blicks auf den Unterleib eines Neugeborenen. Und zu dessen biologischer Ausstattung gehört natürlich auch ein spezifischer Verhaltensapparat.


    ...und heute?
    Die Schöpfung wird abgeschafft

    »Es gilt nicht mehr, was im Schöpfungsbericht steht«, fuhr der Papst fort: »›Als Mann und Frau schuf ER sie‹ (Gen 1, 27). Nein, nun gilt, nicht ER schuf sie als Mann und Frau; die Gesellschaft hat es bisher getan, und nun entscheiden wir selbst darüber.« Die oben angesprochenen »Moden« (die Benedikt nicht ausdrücklich erwähnt) sind dabei Mittel zum Zweck, um den Körper entsprechend umzugestalten. Mann und Frau werden »in ihrem Schöpfungsanspruch als einander ergänzende Gestalten des Menschseins bestritten«, so Benedikt. Und das hat weitreichende Folgen. Denn: Wenn es »die von der Schöpfung kommende Dualität von Mann und Frau nicht gibt, dann gibt es auch Familie als von der Schöpfung vorgegebene Wirklichkeit nicht mehr. Dann hat aber auch das Kind seinen bisherigen Ort und seine ihm eigene Würde verloren«.
    Mit anderen Worten sind die beschriebenen »Moden« ein spektakulärer Eingriff in die Natur des Menschen und Werkzeuge bei der Umgestaltung und Abschaffung der Geschlechter. Da die Existenz dieser Geschlechter allerdings maßgeblich zum Erfolg des Menschen und des Lebens überhaupt beigetragen hat, kann man sich ausmalen, wohin das führen wird...


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  5. #155
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    Untergang des Abendlandes



    Der Untergang des Abendlandes ist der Untergang der Kultur, wenn diese übergeht in Zivilisation, die lediglich fähig ist die Bedürfnissbefriedigung einzelner Menschen zu gewährleisten. Ein solcher kultureller Niedergang provoziert das Aufkommen eines faustischen Imperiums.
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  6. #156
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    Gemeinschaftsgefühl - Fehlanzeige?



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  7. #157
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    Der Paradigmenwechsel ist in vollem Gange

    Es ist schon faszinierend, was derzeit auf der Welt vor sich geht. Wiederholte Unruhen in Ägypten, massive Proteste u.a. in Brasilien und in der Türkei. Die Menschen geben sich nicht mehr mit ihren teilweise schlechten und ihrer Meinung nach ungerechten Lebensbedingungen zufrieden. Sie hinterfragen und kritisieren ihre Regierungen, die sie dafür verantwortlich machen. Sie gehen auf die Straße und begehren auf. Die Wahrheiten kommen ans Tageslicht. Was noch vor einigen Monaten nur die Verschwörungsfreaks glaubten, die man nicht ernst nahm, macht nun in allen Medien die Runde – und selbst der Bild-Leser kann sich über unglaubliche Machenschaften verbündeteter Länder informieren, dank eines mutigen Mannes, der von den USA inoffiziell als Staatsfeind Nr. 1 auserkoren wurde. Kampf der Energien
    Mit aller Härte versucht die „Alte Macht“, also die „Alte Energie“ ihre Macht zu erhalten und zu festigen. Was auf den ersten Blick als ein Rückfall in alte Zeiten anmutet, ist ein letztes Aufbegehren der Mächtigen, die sich nicht auf die Neue Energie einlassen können und einlassen wollen.

    Die globale Veränderung nimmt ihren Lauf, immer schneller fließen die Neuen Energien der Neuen Zeit und machen den Weg frei für die Wahrheit. Es ist wie ein globales Aufwachen der Menschheit und es betrifft alle Bereiche des Lebens. Ob in wirtschaftlichen, politischen oder sozialen Bereichen, auf allen Flecken der Erde. Und ich meine, das ist nur der Anfang. Wer hätte geglaubt, dass die mächtigste Nation nicht nur ihre eigenen Bürger ausspioniert, sondern auch die Bürger ihrer Verbündetenen, dessen Regierungen davon (angeblich) nichts ahnten…
    Es sind die Zeiten, in denen sich herausstellt, dass alles bisher Dagewesene nichts weiter als Verschleierungen sind, die jetzt gelüftet werden. Die Schleier lösen sich und die Wahrheit bahnt sich ihren Weg – nicht auf Umwegen, sondern auf direktem Weg, wie es der Whistleblower Snowden beweist, der seine wichtigsten Geheimdiensterkenntnisse mal eben schnell in einem Youtube-Video der ganzen Welt zeigt und daraufhin untertaucht. Die Erde verändert sich, die alten Krusten werden aufgeweicht. Die Erde erfindet sich neu, das Alte hat ausgedient und wird neu geboren – so wie aus einer grauen Raupe ein bunter Schmetterling entsteht.

    Auf dem Weg zur Erleuchung im Crashkurs des Zeitenwandels
    Was hat das mit mir zu tun?
    Was hat diese globale Entwicklung aber mit uns selbst zu tun? Sind wir nur stiller Beobachter und fassungsloser sich wundernder Zeitungsleser? Mit Sicherheit nicht! Diese „Kämpfe“ auf den Straßen von Rio und Cairo aller Milieus und Schichten, diese Wahrheitssuche von Snowden und anderen (z.B. Assange/Wikileaks) – dies alles ist symptomatisch für unsere eigene „Ent“-wicklung. Sind wir mal ehrlich zu uns selbst. Was fühle ich, wie geht es mir, wie sehe ich meinen Partner, meinen Job, meine Eltern? Nicht nur im Außen zeigt sich der Menschheit die Wahrheit, auch in uns selbst zeigt sie sich, auf fremde Art und Weise, die oft auch sehr grausam sein kann.
    Bin das ich? Ist das wirklich ein Teil von mir? Was stört mich an meinem Partner, meinem Job, meinen Kollegen? Was hat das mit mir zu tun? Nur wenn wir auch unsere eigenen Wahrheiten integrieren und akzeptieren kann sich unsere eigene persönliche „Ent“-wicklung vollziehen. Es sind nicht die anderen, sondern es sind wir, die sich ändern müssen – in uns selbst. Was uns an den anderen stört, ist ein Spiegel unserselbst. Aber wir können im Reinen mit allem sein, wenn wir auch diese innere Wahrheit anerkennen und loslassen – in Liebe, der höchsten Energie (nicht nur auf der Erde).

    Quelle: http://www.2012spirit.de/2013/07/der...-vollem-gange/
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  8. #158
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    Die unvorstellbar große Lüge

    Wenn einem das mal klar geworden ist, dann sollte vieles viel einfacher gehandhabt werden können!
    Und genau aus diesem Grund gilt: Dezentralisierung vor Zentralisierung

    Warum geben Menschen ihre Freiheit auf und lassen sich beherrschen? Es liegt an der ausgezeichneten Fähigkeit von Tyrannen, Menschen in den Glauben zu versetzen, dass das zu ihrem eigenen Wohl sei. Es ist traurig zu sehen, dass das immer wieder funktioniert. Es ist wie bei einem Sklaventreiber, der seine Sklaven davon überzeugt, dass der Sinn der Versklavung darin besteht, den Sklaven zu dienen. Wie gelingt es diesen Größenwahnsinnigen eigentlich, ihre Opfer dazu zu bringen, auf diese ganz offensichtliche Lüge hereinzufallen?
    Ein sehr beliebtes Mittel zur Rechtfertigung von Tyrannei, ist es, ständig von sehr großen Dimensionen zu sprechen. So groß, dass sie sich die meisten Menschen gar nicht vorstellen können. Der Tyrann spricht ständig von realen oder erfundenen Problemen, die so groß sind, dass normale Menschen keine Chance haben, sie zu lösen. Ich zeige das mal an folgendem Beispiel:
    Erstes Szenario: In einem Dorf mit ein paar hundert Einwohnern steht ein Mann auf und sagt: “Es gibt eine Familie in unserer Stadt, die in letzter Zeit viel Pech gehabt hat. Es sind gute Menschen und sie könnten Hilfe gebrauchen. Also macht mich zum Bürgermeister. Dann werde ich euch alle besteuern und der armen Familie helfen!“
    Zweites Szenario: In einem Land mit ein paar hundert Millionen Einwohnern steht ein Mann auf und sagt: “Es gibt viele Familien in unserem Land, die in letzter Zeit viel Pech hatten. Es sind gute Menschen und sie könnten Hilfe gebrauchen. Also macht mich zum Präsidenten. Dann werde ich euch alle besteuern und den armen Familien helfen!”
    Der einzige Unterschied zwischen den beiden Szenarien ist der Maßstab. In dem kleinen Dorf würde niemand auf die Sprüche des Möchtegern-Tyrannen hereinfallen. Die Dorfbewohner würden einfach sagen: “Wir kennen die Familie. Wir legen einfach ein bißchen zusammen und helfen ihnen. Dazu brauchen wir keinen Bürgermeister oder eine Steuer oder irgendein Programm einer Regierung.” Aber wenn genau die gleiche schlechte Idee in großem Maßstab durchgeführt wird, fallen Millionen von Menschen darauf herein. Nur weil es darum geht, vielen Millionen Menschen zu helfen, anstatt nur einer Familie. Weil es für „normale“ Menschen unvorstellbar ist, Millionen von Menschen zu helfen, tappen sie in die Falle.

    Natürlich scheint es nur unvorstellbar zu sein. Hunderte Millionen “normale” Menschen können Millionen armen Menschen genau so einfach helfen, wie es ein paar Hundert Dorfbewohner bei einer Familie tun können. Aber wenn mit großen Zahlen um sich geworfen wird, dann entsteht bei vielen „normalen“ Menschen ein hoffnungsloses Bild. Sie denken: “Naja, ich kann mir zwar vorstellen, einem oder zwei Menschen zu helfen, aber ich kann nicht einer Million armer Menschen helfen!” Natürlich ist das nicht die Aufgabe eines einzelnen Menschen. Die Menschen in einer Stadt helfen vor Ort ein paar armen Leuten, in der Nachbarstadt passiert das gleiche und so weiter. Jeder bekommt Hilfe, aber nicht von irgendeinem zentralen autoritären Monster, sondern von vielen, vielen, vielen Menschen, die sich alle mit einem kleinen Stückchen des Mitgefühls und der Liebe an der Hilfe beteiligen. In der Summe entsteht auf diese Weise ein riesiges Ausmaß an gegenseitiger Hilfe und Unterstützung.

    Die Vorgehensweise von Tyrannen ist immer die gleiche: “Dieses Problem ist so groß, dass normale Menschen es niemals lösen können! Deshalb müssen wir, die Regierung uns darum kümmern!” Das ist der Standardspruch der Politiker. Und dieser Standardspruch ist eine Lüge. Die Menschen können sich selbst um die Probleme kümmern. Schließlich sind es ganz “normale” Menschen, die die Hilfsprogramme der Regierung bezahlen. Wenn sich die Menschen eines nicht leisten können, dann ist es dieser überaufgeblähte und von guten Absichten nur so triefende Bürokratiewasserkopf. Der Staat ist keine gute Fee. Er kann keinen Wohlstand herbeizaubern. Er vernichtet den Wohlstand ganz normaler Menschen. Die Menschen können es sich angeblich nicht leisten, den Armen zu helfen, aber sie können es sich leisten, Steuern zu zahlen, um den Armen zu helfen – und zusätzlich eine Armee aus Bürokraten und Politikern durchfüttern. Was ist das für eine dumme Behauptung?
    Und die Politiker benutzen die gleiche betrügerische Masche nicht nur für das Problem mit den „Armen“, sondern auch für viele andere Dinge. “Normale Menschen können unmöglich sicherstellen, dass Millionen von alten Menschen Geld haben, wenn sie in Rente gehen!”, “Normale Menschen können unmöglich Straßen bauen!”, “Normale Menschen können unmöglich die Kindererziehung und die Schule von Millionen von Kindern bezahlen!” Und so weiter, und so weiter.
    Jede einzelne Version dieser Lüge kann ganz einfach widerlegt werden. Für diesen Beitrag, nehme ich einfach mal folgendes Beispiel: “Normale Menschen können sich unmöglich gegen eine militärische Invasion wehren.” Die Lüge lebt erneut einzig und allein von dem Maßstab, der die Menschen verwirrt und erschreckt. Wenn die chinesische Armee an deine Haustür klopft, könntest du dich gegen sie wehren? Natürlich nicht. Und das ist Beweis dafür, dass wir eine “Regierung” brauchen, um sicher zu sein! Oder doch nicht?
    Nein. Wenn wir das Szenario in viele kleine Stück zerteilen, so wie in dem Beispiel mit der Hilfe für die Armen, dann verliert es seinen Schrecken. Angenommen du lebst in einem kleinen Ort mit 300 Einwohnern. Eines Tages wollen ganze drei chinesische Soldaten das Städtchen übernehmen. Glaubst du, dass sich die Einwohner gegen sie wehren können werden? Ähm, ja. Ziemlich einfach sogar. Wenn es ein ganz durchschnittlicher kleiner Ort in Amerika ist, sind 100 von den 300 Einwohnern bewaffnet. Und jeder von den 100 hat durchschnittlich drei Waffen. Zwei dieser drei Waffen würden sie im Angriffsfall sehr gerne den anderen 200 Bewohnern des Ortes für die Verteidigung ausleihen. (Ja, es gibt so viele Waffen wie Menschen in den USA.)
    So, jetzt sind 300 bewaffnete Leute in dem Städtchen mit ganzen drei chinesischen Soldaten konfrontiert. So sieht es aus, wenn die – gemessen an der Anzahl der Soldaten – größte Streitmacht der Welt alle ihre Soldaten einmal um die halbe Welt schickt, um in die USA einzumarschieren. Allein aus logistischen Gründen ist die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, gleich Null. Die Menge an Ressourcen, die dazu nötig sind, um drei Millionen chinesische Soldaten in die USA zu bringen, ist außerordentlich groß. Allein wenn niemand auch nur einen Finger rührt, um Widerstand zu leisten. Und wenn das passiert, dann rühren die Leute natürlich ihre Finger, um Widerstand zu leisten. Vor allem ihre Finger am Abzug.
    Also könntest du und 300 deiner Landsleute – alle bewaffnet – mit ganzen drei chinesischen Soldaten fertig werden? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich und ein paar hundert Leute, die ich kenne, das hinkriegen. Die drei Typen könnten auch mit einem Panzer und einem Dutzend Granaten und drei Maschinengewehren ankommen und sie würden immer noch verlieren. (Übrigens hat die chinesische Armee nicht eine Million Panzer – es sind ungefähr 10.000 – aber tun wir einfach mal so, nur damit sie auch eine bessere Chance haben. Also dieses Szenario ist sehr viel schlechter als der schlechteste Worst-Case, den man sich nur vorstellen kann: Die größte Streitmacht der Welt macht die Wundertüte auf und verfrachtet ihre gesamte Armee in die USA. Selbst wenn es kein Militär gäbe, keine Flugzeuge, keine Panzer, keine Kriegsschiffe, nicht einmal eine ausgebildete und vorbereitete private Miliz. Selbst in diesem schlechtesten aller vorstellbarer Szenarien hätten die Eindringlinge nicht den Hauch einer Chance zur Eroberung dieses kleinen Städtchens.
    Hast du immer noch Angst vor einer ausländischen Invasion? Denkst du immer noch, dass das eine schreckliche Gefahr ist, mit der „normale“ Menschen unmöglich fertg werden können? Ich nicht. Es ist nur eine weitere Lüge, die die Politiker dazu benutzen, um dich dazu zu bringen, deine Freiheit wegzuwerfen und sie gegen deine Versklavung einzutauschen. Und diese Versklavung nennen sie dann “Sicherheit”.
    Es gibt nur eine Bande – nur eine einzige –, die dazu in der Lage ist, dieses Land zu besetzen und zu unterdrücken. Es gelingt ihr nicht durch Überzahl oder eine größere Feuerkraft. Es gelingt ihr, indem sie bei den Amerikanern die Vorstellung davon erzeugen, dass sie das Recht dazu hat, das Volk auszurauben und zu kontrollieren. Die Bande heißt “Regierung der Vereinigten Staaten.” Kurz gesagt, diese eine Bande, die dazu in der Lage ist, das amerikanische Volk zu erpressen und zu unterdrücken, ist diejenige, für die die gutmütigen und leichtgläubigen Amerikaner immer wieder abstimmen, damit sie vor den ganzen anderen Banden geschützt werden. Vor den ganzen anderen Banden, die unsere Freiheit überhaupt nicht bedrohen können.


    Quelle: http://www.freiwilligfrei.info/archives/4725
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  9. #159
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    Kulturforscher:
    "Auf dem besten Wege in die absolute Verblödung"


    Der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier beklagt die zunehmende Verdummung der heranwachsenden Generation. Schuld sei ein Bildungssystem, in dem nur nach ökonomischen Aspekten unterrichtet werde. Von Christin Bohmann


    Schon der Titel provoziert: "Performer, Styler, Egoisten: Über eine Jugend, der die Alten die Ideale abgewöhnt haben" heißt das Buch von Bernhard Heinzlmaier. Darin kritisiert er eine systematische Verdummung der Jungen, die "mit begrenztem Horizont und engem Herz" in eine unmenschliche Leistungsgesellschaft gedrängt werden würden. Der 53-Jährige ist Mitbegründer des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien.
    Die Welt: Herr Heinzlmaier, wie verblödet ist unsere Jugend?



    Bernhard Heinzlmaier: Sie ist auf dem besten Wege, in die absolute Verblödung geführt zu werden. Wenn unser Erziehungs- und Bildungssystem nur noch nach den ökonomischen Gesichtspunkten von OECD und Pisa funktionieren muss, rechne ich den Jugendlichen keine guten Chancen aus.



    Die Welt: Sie schreiben, dass die heutigen Bildungsstandards von der Wirtschaft diktiert würden. Was heißt das?



    Heinzlmaier: Bei der Zusammensetzung der Bildungsinhalte zählt nur noch die wirtschaftliche Logik. Die Lehrinhalte werden danach ausgewählt, was später auf dem Arbeitsmarkt auf jeden Fall verwertbar ist. Seit Jahren findet in den Schulen eine Verlagerung zugunsten naturwissenschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Inhalte statt. Unterrichtsstunden in Musik, Literatur und Kunst werden gekürzt, weil diese Fächer kein im ökonomischen Sinne nützliches Wissen vermitteln.



    Die Welt: Was ist mit alternativen Schulformen wie zum Beispiel Waldorf-Schulen?



    Heinzlmaier: Das ist schlicht eine Flucht der gut gebildeten Mittelschichten, die weiter Wert auf eine umfassende, auch kulturelle Bildung legen. Die Alternativen zum staatlichen Bildungssystem sind da. Doch die kann sich eine vierköpfige Familie aus Berlin-Marzahn nicht leisten, also helfen sie nur den Reichen. Ich bin kein Illusionist. Technisches und arbeitsmarktorientiertes Wissen muss in den Schulen unbedingt vermittelt werden, aber nicht alleine. Der Verzicht auf kulturelle Bildung wird unsere demokratische Grundordnung über kurz oder lang gefährden, weil der Nachfolgegeneration die politische Urteilsfähigkeit fehlt.



    Die Welt: Dennoch sind geisteswissenschaftliche Studiengänge wie Germanistik seit Jahren komplett überlaufen.



    Heinzlmaier: Viele junge Menschen haben nach wie vor das Bedürfnis nach humanistischer Bildung. Deswegen ist das Interesse an diesen Studiengängen immer noch groß. Aber auch hier ist es kein Geheimnis, dass die Wirtschaft immer mehr Einfluss darauf nimmt, was an den Hochschulen in Lehre und Forschung stattfindet.



    Die Welt: Forscher sagen, Jugendliche seien durch Leistungsdruck verunsichert. Gleichzeitig konstatieren Sie, die Jungen wünschten sich mehr klare Vorgaben. Wie passt das zusammen?



    Heinzlmaier: Die meisten Jugendlichen heutzutage sind Pragmatiker. Die wissen genau, wie ihnen der soziale Aufstieg gelingen kann. Um erfolgreich zu sein, müssen sie sich an die Normen und Regeln des Neoliberalismus anpassen. Gleichzeitig stehen sie dank der vielen Wahlmöglichkeiten heutzutage unter einem permanenten Entscheidungsdruck. Viele von ihnen sagen: "Die Welt ist zu komplex, wir hätten es gern wieder etwas einfacher."



    Die Welt: Wofür stehen Jugendliche heute auf?



    Heinzlmaier: Für ihre eigenen Interessen. Wenn die infrage stehen, gehen die jungen Leute auch auf die Straße. Nehmen Sie die Demonstrationen in der ganzen Welt: Den Protesten in Spanien zum Beispiel liegen überwiegend materielle Interessen zugrunde. Diese Leute sorgen sich um ihren Arbeitsplatz, ob die Umstände günstig sind, eine Familie zu gründen, um ihren sozialen Status. Aber dem liegen keine weiterreichende Werte zugrunde.



    Die Welt: Was sollte falsch daran sein, auf diese Art seine Zukunft mitzubestimmen?



    Heinzlmaier: Weil es nur noch um Einzelinteressen geht, nicht mehr um das gesellschaftliche Ganze. Wo früher die Orientierung an Traditionen Sicherheit gab, herrscht heute Beliebigkeit und Unübersichtlichkeit. Und anstelle von sozialen und beruflichen Kompetenzen ist vielfach die Selbstvermarktungsfähigkeit getreten. Das Produkt, das die Jugend primär verkauft, sind sie selbst.



    Die Welt: Fühlen sich ältere Generationen vom Zweckoptimismus der Jüngeren beleidigt, weil sie für vermeintlich höhere Ideale gekämpft haben?



    Heinzlmaier: In der Tat. Diese Ökonomisierung der Bildung ist ein Schlag ins Gesicht der 68er-Generation. Die haben noch in größeren Dimensionen gedacht, haben über die Dritte Welt, die Hochschulreform, Sozialgesetze und demokratische Mitbestimmung gestritten. In den 90er-Jahren kam dann so langsam der Umbruch in eine Ego-Gesellschaft. Auch viele der 1968er haben sich korrumpieren lassen. Deswegen hat die ganze 1968-Bewegung bei den Nachfolgegenerationen an Ansehen verloren. Mittlerweile hat sich der Tenor durchgesetzt: "Wir wollen etwas leisten, und wir wollen dafür auch materiell entschädigt werden."



    Die Welt: Die Autoren der letzten Sinus-Jugendstudie haben aber auch festgestellt, dass sich Jugendliche in Deutschland eine eigene Familie wünschen, aber es schwierig finden, den richtigen Zeitpunkt für die Familienplanung zu erwischen.



    Heinzlmaier: Die Familie stellt den letzten geschützten Rückzugsraum in dieser Gesellschaft dar, ein nach außen abgeschlossenes System, in dem sich der Mensch aufgehoben fühlen kann. Je unwirtlicher die Welt da draußen ist, desto wichtiger werden die kleinen Lebenswelten. Insofern ist die Suche nach Geborgenheit fast eine Art Reflex auf die wachsende Unsicherheit in unserer Gesellschaft.



    Die Welt: Wie werden aus jungen Menschen dann "Egoisten" und "Performer"?



    Heinzlmaier: Letztlich geht es um Erfolg, Image und Konsum. Wichtiger als, wie ich mich fühle, ist, wie die anderen mich sehen. Wie sehe ich aus? Welche Statussymbole habe ich? Dieses Verhalten lernen Kinder und Jugendliche schon sehr früh, und sie lernen auch, sich selbst gut zu verkaufen. Die neuen Medien verstärken dieses Bedürfnis nach Selbstdarstellung und Selbstvermarktung nur noch. Aber notwendig glücklich wird man nicht, wenn man tagtäglich eine Rolle spielt, mit der das eigene Selbst wenig bis nichts zu tun hat.



    Die Welt: Was müsste sich also ändern?



    Heinzlmaier: Zum einen müssen wir anfangen, die Probleme der Jugendlichen wieder ernst zunehmen. Oft genug höre ich: Was haben die zu meckern? Denen geht es im Vergleich zu den früheren Generationen doch richtig gut. Auf der anderen Seite müssen wir wegkommen von einer Lebenshaltung, in der es nur um materielle Güter geht, und von einer Bildungspolitik, die nur den Interessen der Wirtschaft dient. Wir brauchen eine neue Bewegung aus der Zivilgesellschaft heraus, wenn humanistische Werte in unserem Bildungssystem wieder eine Rolle spielen sollen. Wenn das nicht passiert, sehe ich für die Jugend schwarz.
    Bernhard Heinzlmaier: Performer, Styler, Egoisten. Über eine Jugend, der die Alten die Ideale abgewöhnt haben, Berlin, 2013
    "Immer weigere ich mich, irgendetwas deswegen
    für wahr zu halten,
    weil Sachverständige es lehren, oder auch,
    weil alle es annehmen.

    Jede Erkenntnis muss ich mir selbst erarbeiten.
    Alles muß ich neu durchdenken, von Grund auf,
    ohne Vorurteile."


    Albert Einstein (1879-1955)

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    Angst regiert in Amerika - Aus Angst wird Überwachung akzeptiert

    Christian Sauerborn
    Zeit Online
    Di, 23 Jul 2013 13:43 CDT



    Aus Angst akzeptieren US-Amerikaner Überwachung eher als Deutsche. Leser Christian Sauerborn erlebt es jeden Tag: Er ist mit einer Amerikanerin verheiratet.

    Die US-amerikanische Gesellschaft lebt eine Kultur der Angst, und das nicht erst seit 9/11. Vom exzessiv gepflegten Recht auf Waffenbesitz bis hin zur Sorge, nicht schlank oder kommerziell erfolgreich genug zu sein: Angst bestimmt den Alltag. In der New Yorker U-Bahn sieht man Werbung für Feuermelder mit dem Foto eines verbrannten Mädchengesichts, dazu der Slogan: "Sie kennt das schlimmste Geräusch, das ein Feuermelder machen kann - Stille!" Selbst das Mietshaus in Philadelphia, in dem ich seit ein paar Jahren mit meiner Frau Marie lebe, ist in Waschküche und Fitnessstudio videoüberwacht.

    Marie ist Amerikanerin, ich bin Deutscher. Bevor ich mit ihr zusammenzog, hatte ich mir in New York ein Apartment mit einem Paar geteilt, dessen weibliche Hälfte, Melissa, meistens auf der Couch vor dem Fernseher saß und Gras rauchte. Einmal unterhielten wir uns über meine Gründe, aus Deutschland wegzugehen und was mich dort störte. Sie sagte nur: "Du wirst noch lernen, Amerika genauso zu hassen." In der Rückschau erscheint sie mir wie ein bekifftes Orakel.

    Für mich ist es selbstverständlich, täglich die politischen Entwicklungen zu verfolgen. Marie aber reagiert wie viele US-Bürger, die ich kenne: Sie sucht die Abkehr von Konflikten, will nach 9/11, Afghanistan- und Irakkrieg nur zurück in die Seifenblase einer heilen amerikanischen Welt.

    Marie ist Lehrerin, jeden Morgen spricht sie mit ihren Schülern den Flaggeneid. Sie raucht nicht und trinkt weder Alkohol noch Kaffee. Sie hat Obama gewählt, ist für Homosexuellenrechte, gegen Waffen und auch nicht sonderlich religiös. Marie sieht sich selbst als liberal. An der Ostküste gehört es zum guten Ton, liberal zu sein.

    Hinter dieser politisch korrekten, liberalen Fassade verbergen sich auch konservative Werte: Wer böse ist, gehört ins Gefängnis. Wer sehr böse ist, auf den elektrischen Stuhl. Sexualstraftäter? Dürfen selbstverständlich im Internet mit Foto und Wohnsitz identifiziert und an den öffentlichen Pranger gestellt werden. Der Attentäter von Boston? Erst foltern, dann töten!

    In der Seifenblase einer heilen Welt

    Oft bemühe ich mich bei diesen Themen um eine Diskussion. Ich argumentiere, dass auch Verbrecher Menschenrechte hätten, dass man durch das rigide Wegsperren der halben Bevölkerung nicht die Ursachen bekämpft, sondern nur die Symptome, dass es keine absolute Sicherheit gibt und der Überwachungsstaat die Freiheit zerstören wird. Darauf reagiert Marie mit Flucht in die schützende Seifenblase. Die Debatte endet mit dem Satz: "I don’t wanna talk about it anymore!"

    Wenn wir bei Freunden zu Gast sind, zum Beispiel bei der Familie Horrocks, habe ich politisches Sprechverbot. Miriam Horrocks ist die Witwe des Co-Piloten, dessen Flugzeug am 11. September den zweiten Turm traf. Heute ist sie wieder verheiratet, ihr Mann Paul ist überzeugter Republikaner.

    Marie und ich sitzen beim Essen mit der Familie, ihren vier Kindern, es wird gebetet. Die älteste Tochter Christa erzählt vom Buch Schnee, der auf Zedern fällt und sagt, dass sie die Probleme von Minderheiten in den USA verstehen kann. Ihr Stiefvater ignoriert dies. Dann kommt die Rede auf den Amoklauf von Fort Hood. Miriam ist sofort klar, dass Al-Kaida dahinter steckt, Paul sagt, man müsste sie alle wegsperren und sich selbst überlassen. Marie schweigt, weil sie der Mehrheitsmeinung folgt. Ich schweige, weil ich nicht auf der Couch schlafen will.

    Angst vor Terror, Angst vor Außerirdischen

    Viele Amerikaner, die ich kenne, sind voller Angst. Vielleicht hat in den USA schon immer eine Angstkultur geherrscht, und zwar so ausgeprägt, dass sie irrationale Folgen hat. Als zum Beispiel 1938 das auf Science-Fiction basierende Hörspiel Krieg der Welten im Radio übertragen wurde, löste es eine Massenhysterie aus - weil zwei von sechs Millionen amerikanischer Zuhörer den Angriff von Außerirdischen für real hielten.

    Es gibt keinen ultimativen Schutz. Vor Außerirdischen ebenso wenig wie vor realen Gefahren. Im Versuch, das Ideal einer unangreifbaren Gesellschaft zu errichten, zerstören die USA alles, was ihre Gesellschaft lebenswert macht. Die Demokraten haben meine Hoffnung auf eine politische Alternative zerstört, indem sie das Erbe der Bush-Zeit übernahmen und legitimierten. Barack Obama mag den Krieg gegen den Terror offiziell für beendet erklärt haben. Der NSA-Staat im Staate aber wird bleiben. Und die USA bleiben eine Weltmacht mit Verfolgungswahn.

    Kommentar: Mit Angst können Menschen regiert werden und wurden es in vergangener Zeit. Dazu ein paar Auszüge aus dem Buch Politische Ponerologie:
    Solch eine Gesellschaft, die bereits vom hysteroiden Zustand befallen ist, betrachtet jegliche Wahrnehmung der unbequemen Wahrheit als Anzeichen von ‚Schlechtheit‘.

    ~ Andrzej M. Łobaczewski, Politische Ponerologie (2012), S. 101
    Weiter schrieb Łobaczewski zum Thema Hysterie:
    Die traditionelle Interpretation dieser großen historischen Krankheiten [einer Pathokratie] lehrte die Historiker bereits, zwei Phasen zu unterscheiden. Die erste Phase wird durch eine Periode spiritueller Krisen in einer Gesellschaft gekennzeichnet, die die Geschichtsschreibung mit einem Verfall an ideellen, moralischen und religiösen Werten assoziiert, die bislang die betreffende Gesellschaft am Leben hielten. Der Egoismus bei einzelnen Menschen wie auch bei sozialen Gruppierungen wächst, moralische Pflichten und soziale Netzwerke lockern sich spürbar. Daraufhin dominieren unwichtige Dinge den menschlichen Geist bis zu dem Ausmaß, dass kein Platz mehr für Gedanken über öffentliche Angelegenheiten oder ein Gefühl für ein Engagement um die Zukunft vorhanden ist. Eine Folge davon ist die Atrophie der Wertehierarchie im Denken der Menschen und Gesellschaften; dies wurde bereits in Einzelanalysen der Geschichtsschreibung wie auch in psychiatrischen Schriften beschrieben. Die Regierung eines Landes ist schließlich angesichts der Probleme, die unter anderen Umständen ohne große Schwierigkeiten gelöst hätten werden können, gelähmt und hilflos. Wir wollen solche Krisenzeiten der uns bereits vertrauten Phase der sozialen Hysterisation zuordnen. [...]

    Zustände gesellschaftlicher Hysterisation

    Wenn ein Laie wissenschaftliche oder literarische Beschreibungen von hysterischen Phänomenen durchsieht - wie jenes vom letzten großen Anstieg der Hysterie in Europa, ein viertel Jahrhundert vor dem ersten Weltkrieg - , so kann er den Eindruck bekommen, dass dies in individuellen Fällen endemisch war, besonders bei Frauen. Die ansteckende Natur von hysterischen Zuständen wurde jedoch bereits von Jean-Martin Charcot entdeckt und beschrieben.

    Es ist praktisch unmöglich, dass sich Hysterie als rein individuelles Phänomen manifestiert, da sie über psychologische Resonanz, Identifikation und Imitation ansteckend ist. Jedes menschliche Wesen ist für diese Fehlfunktion der Persönlichkeit prädisponiert, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß und obwohl sie normalerweise durch Erziehung und Selbstbetrachtung zu überwinden ist, was die Zugänglichkeit zu korrektem Denken und emotionaler Selbstdisziplin fördert.

    Während ‚glücklichen Zeiten‘ des Friedens lernen die Kinder der privilegierten Schichten - abhängig von der jeweiligen sozialen Ungerechtigkeit - jene unangenehmen Vorstellungen aus ihrem Bewusstsein zu verdrängen, die suggerieren, dass sie und ihre Eltern von den Ungerechtigkeiten gegenüber anderen Menschen profitieren. Diese jungen Menschen lernen die moralischen und mentalen Werte jedes Menschen zu disqualifizieren und herabzusetzen, dessen Arbeit sie zu ihrem eigenen übergroßen Vorteil nutzen. Junge Gemüter nehmen auf diese Weise Gewohnheiten an, die eine unterbewusste Selektion und Substitution von Informationen zulassen, was zu einer hysterisch konversiven Ökonomie des Denkens führt. Sie wachsen auf, um auf eine Weise zu hysterischen Erwachsenen zu werden, die - mittels der oben erwähnten Wege - solche Charakteristika noch weiter und stärker entwickeln. Das hysterische Muster bei Erfahrungen und im Verhalten steigt an und verbreitet sich von den privilegierten Schichten nach unten, bis es die Grenzen des ersten Kriteriums der Ponerogenese erreicht: Die Verkümmerung der natürlichen kritischen Fähigkeiten in Bezug auf pathologische Menschen.

    Wenn die Gewohnheiten von unterbewusster Selektion und Substitution von Gedankeninformationen sich auf makrosoziale Ebene ausbreiten, tendiert eine Gesellschaft dazu, gegenüber sachlicher Kritik Verachtung zu entwickeln und jeden Menschen zu beschämen, der vor Gefahren warnt. Auch anderen Ländern wird Verachtung entgegengebracht, die normale Gedankenmuster aufrecht erhalten konnten. Diese egotistische Gedankenterrorisierung wird durch die Gesellschaft selbst und durch ihre Prozesse des konversiven Denkens erreicht. Dies macht die Notwendigkeit der Zensur von Presse, Theater oder von Nachrichten überflüssig, da ein pathologisch hypersensitiver Zensor in den Bürgern des Landes selbst lebt.

    Wenn drei ‚Egos‘ regieren - Egoismus, Egotismus, und Egozentrik, dann verschwindet das Gefühl von sozialen Verbindungen und der Verantwortlichkeit gegenüber anderen Menschen und die betreffende Gesellschaft spaltet sich in Gruppierungen, die zueinander immer feindlicher werden.

    Wenn eine hysterische Umgebung aufhört, die Meinungen eingeschränkter, nicht-wirklich-normaler Menschen von den Ansichten normaler, vernünftiger Personen zu unterscheiden, ist der Aktivierung pathologischer Faktoren verschiedenster Art Tür und Tor geöffnet.

    Individuen, die - wie bereits beschrieben - von einer pathologischen Sichtweise der Realität und abnormen Zielen, die durch ihre unterschiedliche Natur verursacht wurde, beherrscht werden, können unter diesen Umständen ihre Aktivitäten ausleben. Wenn eine beliebige Gesellschaft es nicht schafft, unter ihren ethnologischen und politischen Umständen den Zustand der Hysterisation zu überwinden, kann eine gewaltige, blutige Tragödie die Folge sein.

    [ebd., S. 200 ff.]


    Quelle
    "Immer weigere ich mich, irgendetwas deswegen
    für wahr zu halten,
    weil Sachverständige es lehren, oder auch,
    weil alle es annehmen.

    Jede Erkenntnis muss ich mir selbst erarbeiten.
    Alles muß ich neu durchdenken, von Grund auf,
    ohne Vorurteile."


    Albert Einstein (1879-1955)

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