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Thema: Diverse Berichte und Meldungen zum Thema

  1. #1301
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    Für mich ist eine Studie "echt", wenn sie deutliche statistische Belege liefert. Und bei den Geburten waren eben keine Häufungen zu Vollmond zu verzeichnen.

    Ich kann auch nicht erkennen, was am Vollmond anders sein soll, als einen Tag vor oder danach. Das kann man nicht mal richtig erkennen.

    Das Beispiel mit dem Menstruationszyklus bezieht sich auf einen vollen Mondumlauf. Dass hier Korrelationen bestehen, bestreite ich doch gar nicht. Hat aber auch nichts zu zu- oder abnehmendem Mond zu tun.

    Ich möchte noch mal in Erinnerung rufen, dass es um die Analyse von "Mondsicheln" ging. Nicht um eine grundsätzliche Wirkung.
    Sorry, Luzifer, jetzt muss ich mich bei dir entschuldigen, da mir erst eben aufgefallen ist, dass ich mich in einem anderen Thread vorhin wähnte. (Finde den aber gerade gar nicht mehr? Wahrscheinlich schon zu spät für mich heute *lol*) Ich hatte vorhin nur deinen Post gelesen und hatte angenommen, dass dies die Antwort auf unseren Dialog mit Constantin war, wo es um ein ähnliches Thema ging. *Kniefall*
    "Immer weigere ich mich, irgendetwas deswegen
    für wahr zu halten,
    weil Sachverständige es lehren, oder auch,
    weil alle es annehmen.

    Jede Erkenntnis muss ich mir selbst erarbeiten.
    Alles muß ich neu durchdenken, von Grund auf,
    ohne Vorurteile."


    Albert Einstein (1879-1955)

  2. #1302
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    Explosive Zahlen

    http://www.nachdenkseiten.de/upload/...ahlen_2013.pdf

    "Politik in Zahlen" nennt sich eine 24-seitige PDF-"Argumentationshilfe" der "Linken". Das ist aber keine Argumentationshilfe. Das ist in Zahlen gegossener Sprengstoff! Eine Zusammenstellung von derart explosiven Zahlen ist mir noch nirgendwo untergekommen. Diese "Argumentationshilfe" verweist den durch und durch zensierten Wohlstandsreport Armutsbericht der Berliner Gurkentruppe dorthin, wo er hingehört: Nämlich ins Reich der Märchen, in Pippi Langstrumpfs Taka-Tuka-Land, in dem sich unsere ReGIERung die Welt so macht, wie sie ihr gefällt. Weil die Broschüre der "Linken" das genaue Gegenteil belegt. Man muss sich die Zahlen wirklich einmal in Ruhe und genau ansehen, damit das ganze Ausmaß gescheiterter NLEPD-Politik sichtbar wird. Ein paar Kostproben gefällig?
    - Die geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen sind von 2005 bis 2012 kontinuierlich gesunken, aber parallel dazu hat sich die Arbeitsproduktivität merklich erhöht (S. 3).
    Bedeutet: Die Jobanforderungen sind härter geworden; es muss in gleicher Zeit mehr Leistung gezeigt werden.
    - Die preisbereinigten Bruttostundenlöhne sind zwischen 2000 und 2010 in allen Bereichen gesunken (S. 10).
    Bedeutet: Die Beschäftigten erhalten weniger Geld für mehr Arbeit; wenn das keine Ausbeutung ist ...
    - Der Krankenstand von Arbeitnehmern ist zwischen 2005 und 2012 zwar insgesamt gesunken, dafür aber sind die Ausfälle wegen psychischer Probleme drastisch nach oben gegangen (S. 24).
    Bedeutet: Die Leute schleppen sich auch noch krank zur Arbeit, um ihren Job nicht zu verlieren; und zwar so lange, bis sie durchdrehen. Das kann dann die Pharmaindustrie, um daran auch noch zu verdienen, wieder richten, bspw. mit Ritalin u. ä. Zeugs. Vorsatz? Falls ja, dann wäre das vorsätzliche Körperverletzung!
    - Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse ist heute niedriger als zu Beginn der 90er Jahre (S. 15).
    Bedeutet: Immer mehr Menschen werden in Minijobs und Leiharbeit zulasten von regulären Jobs beschäftigt und reguläre Jobs werden vernichtet.
    - Die Anzahl befristeter Arbeitsverträge hat enorm zugenommen (S. 15).
    Bedeutet: Die Zukunftsperspektiven für die arbeitende Bevölkerung haben enorm abgenommen, denn ohne Job keine Familie, kein Haus, kein Auto, keine Zukunft.
    - Der Niedriglohnsektor hat von 2000 bis 2010 gerade auch in Vollzeit enorme Zuwächse zu verzeichnen (S. 16).
    Bedeutet: Reguläre Jobs werden abgebaut und durch Billig-Tagelöhner ersetzt; so sieht Ausbeutung aus!
    - Der Anteil von Minijobs hat von 2003 bis 2012 in erschreckendem Maße zugenommen (S. 19).
    Bedeutet: Die Sozialkassen bluten aus. Es rechnet sich offensichtlich für den Arbeitgeber, einen regulären Job in zwei bis drei Minijobs zu zerhacken und sich die Arbeitskräfte ggf. über die Hartz-IV-Aufstockung auch noch vom Staat subventionieren zu lassen, Altersarmut vorprogrammiert!
    - Die Leiharbeit hat sich von 2003 bis 2011 nahezu verdreifacht (S. 20).
    Bedeutet: Leiharbeit dient wirklich nicht dem Abdecken von Arbeitsspitzen, sondern stattdessen dem Ersetzen ganzer Belegschaften, womit die Gewerkschaften zum zahnlosen Tiger gemacht worden sind.
    - Die offizielle Arbeitslosenzahl ist seit der Hartz-IV-Einführung 2004 zwar gesunken (S. 21), aber der Anteil von in Minijobs Beschäftigten auch in vergleichbarem Maße gestiegen (S. 19).
    Bedeutet: Wenn die Jobcenter vermitteln, dann vermitteln sie in mies bezahlte Aushilfs-Jobs, aber nicht in reguläre Arbeit, von der man auch leben kann; mit anderen Worten erfolgt die Vermittlung in Zwangsarbeit unter Beibehaltung der "Kunden".
    - Die Mindestlöhne liegen, soweit vorhanden, zwischen 7 und 13,70 Euro pro Stunde, was bei dem 160h-Monat 1120 bis 2192 Euro ausmacht (S. 12). Die Armutsschwelle hingegen liegt im 1-Personen-Haushalt ohne Kinder bei 993 Euro und beim 2-Personen-Haushalt mit drei Kindern bei 2384 Euro (S. 9).
    Bedeutet: Nur wer kinderloser Single bleibt, hat überhaupt eine Chance, an der Armutsgrenze herum zu dümpeln. Heirat und Kinder bewirken unweigerlich Verarmung; das ist echter Schutz der Familie und ein einzigartiger Erfolg der Familienpolitik!
    Schluss an dieser Stelle, obwohl es noch endlos so weitergehen könnte. Rentenminderung, Steuerentlastung für Reiche, Zunahme der Millionäre usw. - all das habe ich bei den erwähnten Kostproben noch außen vor gelassen. Die Zahlen sprechen für sich; schaut sie euch bitte mal an. Sie besagen völlig unabhängig von den Augenwischerei-Beteuerungen populistischer Lügner in höchsten Positionen, dass
    - die Hartz-Reformen ein völliger Versager sind,
    - die Änderung des SGB-II die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer gemacht hat,
    - die Wirtschaft über die Aufstocker-Schiene seit Jahren verdeckt subventioniert wird,
    - die Jobcenter nicht in vernünftige Jobs vermitteln,
    - der Mindestlohn, so er denn überhaupt existiert, nicht zum Aufbau einer Zukunft ausreicht,
    - die Menschen hier im Kalkutta Europas hemmungslos ausgebeutet werden,
    - die Menschen eben dadurch krank gemacht werden,
    - die Familie von Staats wegen günstigstenfalls als zu eliminierender Störfaktor betrachtet wird usw.
    Nimmt man all das zusammen, dann wird da mehr als nur einmal vorsätzlich gegen das Grundgesetz verstoßen. Eigentlich müsste man die Leute, die so etwas angerührt haben und die, die es weiter tragen, wegen der Bildung einer terroristischen Vereinigung rechtlich belangen und ihnen vor allem verbieten, sich zur Wahl zu stellen!


    Quelle: http://realasmodis.blog.de/2013/03/1...hlen-15644727/
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  3. #1303
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    Studie: Hersteller bauen in Elektro-Geräte Defekte ein

    Na, wo bleibt denn hier die "Nachhaltigkeit"?

    Hersteller von elektronischen Geräten wie Drucker, Kopfhörer, Waschmaschinen oder Elektrozahnbürsten bauen offenbar immer häufiger Schwachstellen in ihre Geräte ein, damit sie schneller verschleißen oder kaputt gehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Grünen-Bundestagsfraktion, über die die “Saarbrücker Zeitung” berichtet. In dem Gutachten werden zahlreiche Produkte aufgeführt, bei denen die Industrie laut Experten täuscht oder trickst. So würden Hersteller Bauteile verwenden, die einen frühzeitigen Defekt auslösten. Auch würden technische Tricks angewendet, um die Nutzungsdauer eines Gerätes zu verkürzen. Die Leidtragenden, so die Gutachter, seien die Kunden, die in immer kürzeren Abständen neue Produkte kaufen müssten. Einer der Autoren, der Verbraucherexperte Stefan Schridde, sagte der Zeitung, er habe in den letzten Jahren an die 2.000 Hinweise auf verdächtige Produkte ausgewertet. Laut Gutachten kostet der künstliche Verschleiß die Verbraucher mehrere Milliarden Euro im Jahr. Die Grünen-Politikerin Dorothea Steiner nannte das Vorgehen der Hersteller eine “Schweinerei”. Frühzeitiger Verschleiß verursache “auch immense Müllberge”. Die verbraucherpolitische Sprecherin der Fraktion, Nicole Maisch, forderte, das “Gewährleistungs- und Garantierecht” zügig zu überarbeiten.

    Quelle: http://www.netzticker.com/allgemein/...kte-ein/143468
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  4. #1304
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    Noch ist es für Griechenland und Zypern nicht zu spät

    Ein Kommentar aus Holland … Unter dem Gesichtspunkt, dass der Autor des in Rede stehenden / obigen Artikels in seinem Umfeld täglich die zunehmende Verarmung der Menschen (am sichtbarsten bei den Schwächsten) in Griechenland wahrnimmt, verstehe ich seinen Artikel. Der direkte Vergleich mit dem Holocaust passt aber nicht in die ansonsten äußerst berechtigte Diskussion – ein (Beinahe-) Bankrott irgendeines Landes hat wenig mit bewaffneten Fallschirmjägern und sogenannten Endlösungen zu tun. Die Quelle der heutigen Probleme ist der lange existierende Traum von Politikern (des Nordens), dass Europa (mit dem 2. Weltkrieg noch in starker Erinnerung) sich – nach dem Modell der USA – möglichst weit vereinigen soll, damit ein Dritter Weltkrieg zumindest Europa nie wieder heimsuchen kann. Europa kann nicht mit den USA verglichen werden

    Der dabei immer noch herrschende Denkfehler war und ist, dass Europa letztendlich nicht mit den USA vergleichbar ist. Europa ist eben wirtschaftlich viel differenzierter als die USA. Die USA haben sich – über Konflikte bzw. Bürgerkrieg – wirtschaftlich und kulturell langsam zu einer Union entwickelt. Auch in den USA gibt es Unterschiede und schwächere Staaten, die zusätzliche föderale Unterstützung erhalten, aber es wird mehr oder weniger einheitlich gedacht und – sehr wichtig – zudem auch die selbe Sprache gesprochen. Diese Basisentwicklung hat vor / bis zu der industriellen Revolution und auf jeden Fall zu Zeiten stattgefunden, in denen Papiergeld noch durch Gold gedeckt war. In Europa spricht man dagegen allem voran erst einmal nicht die selbe Sprachen, und wirtschaftlich ist es sehr unterschiedlich. Deutschland, Frankreich, England, Benelux, Spanien haben aus dem kolonialen Gewinn (und erst hier darf das Wort Holocaust fallen) schon viel früher eine Infrastruktur aufgebaut und schritten wirtschaftlich / industriell / finanziell weit voraus. Die Länder Zentral- und Südeuropas konnten dagegen diesen Schritten nicht folgen und hatten dazu noch andere Handicaps, wie beispielsweise geologische Formationen, die eine Verkehrsinfrastruktur schwieriger oder ineffizienter gestalten. Und das Klima, welches die Gestaltung der Arbeitszeiten schwieriger macht (oft verwechselt mit Faulheit), spielte auch seine Rolle. Eine dünnere Bevölkerung, schwierigere Energieversorgung und viel weniger fruchtbare Agrarflächen sind weitere strukturelle Nachteile. Eine Gemeinschaftswährung zwischen ungleichen Ländern ist unmöglich

    Eine einheitliche Währung zwischen Ländern, die sich aus wirtschaftlich und wie auch immer gestalteten sonstigen Gründen nicht auf dem selben Niveau befinden, ist einfach nicht möglich. Ein Staat kann auch ohne Einheitswährung kollabieren, wie die Geschichte 100 Mal bewiesen hat. Frankreich war in 200 Jahren schon 7 Mal bankrott, Deutschland letztens 1945, Argentinien vor 10 Jahren usw. Ich rufe in Erinnerung, dass sogar die Benelux-Staaten (Belgien, Niederlande, Luxemburg) damals – zurecht – nicht zu einer einheitlichen Währung kommen wollten, obwohl diese Länder noch vergleichbar sind. Der Euro wäre nur überlebensfähig gewesen, wenn nur Deutschland, Holland, Dänemark, Belgien, Luxemburg, Österreich, bei entsprechendem Willen England und – fragwürdig – noch Frankreich einbezogen worden wären – und das nicht, ohne sich fallweise gegenseitig zu helfen, aber ohne Schock-Effekte. Eine Währungsunion beinhaltet unbedingt Bankenhilfe (und Kontrolle), Arbeitsmigration, Sprache, Auslandpolitik, (ökonomische) Immigrationspolitik, Steuerpolitik, Energie-Austausch (Gas-, Wasserenergie usw.) bis hin zu letztendlich sogar Internetgeschwindigkeits-Politik. Für all das bedarf es zumindest auch eines vergleichbaren Steuerpotentials (pro Kopf), um irgendwie alle zu einigen. In vorstehend angeführten und auch anderen Fällen des Bankrotts gab es immer einen Schock, eine Entwertung des Geldes (ob bar oder auf der Bank). Was jetzt in Griechenland (möglicherweise in absehbarer Zeit auch Zypern) passiert, ist aber ein langsamer und viel gefährlicherer “schleichender Schock”, wobei nicht schlagartig das Geld seinen Wert verliert, sondern die Menschen in die Position gedrängt werden, langsam – “siga-siga” – auch ihren Sachwertbesitz (z. B. ihre Häuser oder ihr Land) zu verkaufen / zu verlieren, weil der Steuerexplosion nicht mehr entsprochen werden kann. Wer das nicht versteht: die neu verhängten Steuern werden jetzt in Euro bezahlt, nicht in einer devaluierten Neodrachme oder so. Nach einer Geldentwertung (Euro-Exit) würden Steuern leichter aufzubringen sein, meistens ohne Verlust von Immobilien bzw. Land, also ohne Mega-Verlust privater Sachwerte. Bei einem solchen “schleichenden” Schock werden also die Schwächeren einfach ALLES verlieren, wogegen sich bei dem “Währungsschock” nur das noch nicht in Sachwerte umgewandelte Geld “verflüchtigt”, was eher die Reicheren betrifft. Deswegen ist also ein Euro-Exit Zyperns besser. Das Land wird nach dem Jahr des Schocks wieder konkurrenzfähig werden, damit die Basiswirtschaft wieder endgültig in Gang kommt. Die Menschen behalten ihre Häuser und ihr Land, Geld wird aber anfangs “verdampfen”. Nahrung wird wieder bezahlbar. Die Reicheren werden ihre Pickup-Trucks bis zur Verschrottung fahren und nach 10 Jahre einen Renault kaufen – oder früher, weil 10 Jahre schon viel sind. Griechen oder Zyprioten werden erst einmal auf großartige Importe verzichten müssen, können aber schon ihr Osterfest mit einheimischen Produkten genießen. Griechenland hat – glücklicherweise – die Industrierevolution verpasst …

    Abschließend merke ich an: Griechenland hat die industrielle Revolution “verpasst”, und nur deswegen liebe ich das Land so sehr. Ich sehe, dass man sich um seine Familien, seine Omas und Opas kümmert (in Holland schon “de-individualisiert”), ich muss nicht auf jeder Straße an 10- oder 16-stöckigen Hochhäusern vorbeifahren, und die griechische Gelassenheit wärmt meine Seele. Und sogar in den Vorstädten oder Industriezonen Griechenlands fühle ich mich besser als in Vorstädten von Amsterdam. Griechenland soll lieber seine Schönheit (Leute und Land) beschützen und den Tourismus fördern, anstatt Geiz-Investoren anzuziehen, die Landschaft mit Windparks und Golfplätzen kaputt zu machen und den Tourismus nach spanischem Vorbild ausbrennen zu lassen. Die Entscheidung liegt bei Griechenland – noch ist es nicht zu spät dafür.

    Quelle: http://www.griechenland-blog.gr/2013...u-spaet/12616/
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  5. #1305
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    Island

    Sehr spannend!

    Eine Verfassung wie Wikipedia

    In einem einzigartigen Experiment haben Islands Bürger an Regeln für ihr Zusammenleben geschrieben. Jetzt soll das Parlament über die neue Verfassung abstimmen. Doch das alte Island der Fischbarone und Bankmanager wehrt sich.

    Isländische Politiker reden gern mit Ausländern, sie wollen wissen, was die Welt so denkt über ihre kleine Insel. Derzeit bekommt man sie aber kaum zu fassen. Strategietreffen, Debatten, Abstimmungen; sie schwirren hin und her zwischen dem Althing - dem Parlament am zugefrorenen See von Reykjavik -, ihren Büros und diversen Innenstadt-Lokalen. Es herrscht Endspiel-Stimmung. Im April wird ein neues Parlament gewählt, den Abgeordneten bleiben wenige Arbeitstage, um Liegengebliebenes zu erledigen. Darunter ein nicht ganz unwesentliches Vorhaben: die neue Verfassung, die sie billigen müssen.
    Die Parlamentarier wissen, dass ein international beachtetes politisches Experiment in ihren Händen liegt, aber es ist durchaus möglich, dass Islands Parteien es in diesen hektischen Tagen scheitern lassen. Eine Mehrheit der Abgeordneten sei für die neue Verfassung, heißt es, der Rest strikt dagegen. Es wird getrickst und intrigiert mit aller Macht. "Wenn der Verfassungsgebungsprozess misslingt, wäre das ein frontaler Angriff auf Islands Demokratie", sagt der Ökonomie-Professor Thorvaldur Gyslason und hat insofern recht, als der Wille des Volkes dann tatsächlich eklatant missachtet worden wäre. Denn es ist sein Text, der Text des Volkes, um den es geht.
    Einzigartig ist, wie er zustande kam: Noch nie haben sich die Einwohner eines Landes so selbstbestimmt und transparent, so frei von Parteien-Einfluss und Partikularinteressen neue Regeln des Zusammenlebens geben können. Daher das Interesse im Ausland, wo Island oft als politisches Labor gesehen wird. Obendrein bekräftigten zwei Drittel der Bürger im vergangenen Oktober per Referendum, dass sie genau diesen von ihnen erarbeiteten Text auch wirklich als Basis für eine künftige Verfassung wünschen. Und nun könnte dieser Volkswille in der Maschine der Parteipolitik zu Staub zerrieben werden.

    weiter hier: http://www.sueddeutsche.de/politik/p...edia-1.1626022

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  6. #1306
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    Jörg Asmussen: Der Mann, nach dessen Pfeife Europa tanzen soll

    Das EZB-Direktoriums-Mitglied Jörg Asmussen will keine Zwangs-Abgaben in anderen Euro-Staaten außer Zypern einführen. Wer ist der Mann, der plötzlich bestimmen kann, wer von den Völkern Europas rasiert wird und wer nicht? Die Spur führt tief ins Herz der Banken-Lobby, der Pleite-Bank IKB und zur SPD. Er weiß, was Netzwerken heißt. Und er will ganz nach oben.

    In der Wochenzeitung Die Zeit legte EZB-Direktoriums-Mitglied Jörg Asmussen am Mittwoch in zwei knappen Sätzen sein Programm für Europa vor. Gut verständlich und präzise: „Die Lösung, die für Zypern gefunden wurde, trägt den in Europa einzigartigen Gegebenheiten des dortigen Bankensektors Rechnung. Das heißt: Kein anderes Land würde ein solches Programm benötigen.
    Das klingt gut. Klingt nach Entwarnung.
    Das Statement ist jedoch das Gegenteil. Es ist eine Warnung.
    Es ist phänomenal, dass ein von keinem Volk Europas jemals gewählter Banker der Europäischen Zentralbank, tatsächlich verkünden kann, was mit den Völkern Europas geschehen wird. Gemeinsam mit dem IWF und der Euro-Gruppe ist die EZB zuständig für die Neuordnung Europas.
    Viele in Deutschland haben noch nicht begriffen, welch ein fundamentaler Wechsel sich in Europa am vergangenen Wochenende vollzogen hat. Man kann getrost von einem Putsch von oben sprechen.
    Im Morgengrauen des 16. März 2013 hat die Truppe der Euro-Retter entschieden, dass in Zypern ab sofort kein einziger Bürger mehr an sein Bargeld kommt. Eine Gruppe, die niemand gewählt hat, hat entschieden, dass über Nacht alle Banken geschlossen werden, dass es kein Online-Banking mehr gibt, die Bankomaten stillgelegt werden, den Banken alle Transaktionen untersagt werden.
    Das Verblüffende war nicht nur der Beschluss. Das Unerhörte war die Tatsache: Der „Beschluss“ dieses völlig undemokratischen, intransparenten und niemandem Rechenschaft schuldende Gremium wurde auf Knopfdruck umgesetzt.
    Mit einem Federstrich ist das Land, das noch vor wenigen Monaten die EU-Ratspräsidentschaft innehatte, vom Euro abgeschnitten worden.
    Betroffen warnen nicht die zypriotischen Politiker, denen noch einige Tage vor dem Beschluss Gelegenheit gegeben wurde, ihre Konten leerzuräumen (hier). Nicht die russischen Oligarchen, die schon seit Monaten ihr Geld aus Zypern abziehen (hier). Nicht den verantwortungslosen Bankern, die die Banken mit amerikanischem „moral hazard“ in die Insolvenz geführt hatten.
    Betroffen war schon gar nicht die Gruppe der Versager-Aufseher von der EZB oder der Euro-Gruppe. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte nach dem Nein Zyperns zur helfenden EU-Hand den verräterischen Satz gesagt, dass die Banken Zyperns „seit 2011 insolvent“ seien. Das Problem war also bekannt.
    Niemandem dieser Herrschaften wurde das Bank-Konto gesperrt.
    Gesperrt wurde es den Hausfrauen, Lehrern, Ärzten, Handwerkern, Rentnern, Schülern, Krankenschwestern, Bauern, Arbeitern in Zypern. Sie können ihre Mieten nicht mehr zahlen, ihren Strom. Sie können keine Medikamente mehr kaufen, ihren Mitarbeitern keine Gehälter mehr überweisen.
    Die Begründung lieferte Angela Merkel: Es müssten jene einen Beitrag leisten, die das Desaster zu verantworten hätten. Merkel auf einer Wahlveranstaltung in Grimmen, noch vor dem Sturm der Entrüstung gegen die Zwangs-Abgabe:
    Merkel sagte, dass es richtig sei, dass jeder, der ein Bankkonto in Zypern hat, auch für die Zypern-Rettung zur Kasse gebeten wird. Damit würden „die Verantwortlichen zum Teil mit einbezogen und nicht nur die Steuerzahler anderer Länder“. Merkel: „Es ist ein guter Schritt, der uns eine Zustimmung zu einer Hilfe für Zypern sicherlich leichter macht.“
    Die Entscheidung wurde getroffen, um den Euro zu retten. Der Schlachtplan wurde von Wolfgang Schäuble entwickelt, einem ausgesuchten Menschenfreund (hier).
    Schäubles Feldmarschall ist Jörg Asmussen. Asmussen ist ein SPD-Mann. Er diente unter Hans Eichel und vor allem Peer Steinbrück. Er gehört zum engsten Umfeld des SPD-Kanzlerkandidaten. Freunde von Asmussen sagen, dass er politische Ambitionen habe. Schon einmal soll er Mitglied in einem Schatten-Kabinett gewesen sein.
    Jörg Asmussen war der Mann, der stets hinter Steinbrück durchs Bild der TV-Kameras huschte, wenn wieder eine Rettung verkündet werden musste. Schäuble hat ihn übernommen, weil er Asmussens Vollstrecker-Qualitäten schätzte.
    Heute sitzt Asmussen in der Funktion des „Außenministers“ im Direktorium der Europäischen Zentralbank und gilt als der Star der deutschen Finanzpolitik. Seine Karriere ist mehrfach im Detail beschrieben worden. Er war Staatssekretär bei verschiedenen Finanzministern. Egal, aus welcher Partei sie kamen. Asmussen hat alle überlebt – und ist immer weiter nach oben gestiegen.
    Das spricht für ihn. Er steigt nach oben, wie der Gewinner der Bergwertung bei der Tour de France.
    Er lässt sich nicht wählen. Er steigt einfach
    Jetzt sitzt Asmussen in Frankfurt und bestimmt die Geschicke Europas. Nach seiner Pfeife tanzt der Kontinent. Er ist der Mann, der entscheidet, in welchen Staaten der Euro-Zone die Bürger geschröpft werden und wo nicht.
    Ein solcher Job ist eine schwere Bürde. Der Mann trägt große Verantwortung. Er ist auf sich gestellt: Kein Wähler kann ihn befragen, kein Parlamentarier ihn nach Hause schicken. Er lebt jenseits der Demokratie.
    Das könnte eigentlich ganz nützlich sein: Wenn Europa an bestimmten Stellen nicht mehr von Partei-Klüngeln und Freundeskreisen regiert würde; wenn nicht in jeder Entscheidung an eine Klientel zu denken wäre. Wenn nicht immer der Kompromiss gesucht werden müsste. Wenn nicht jede Entscheidung immer so lange dauern würde.
    Wenn an bestimmten Stellen Leute das Sagen hätten, die wirklich absolut niemandem verpflichtet sind. Die nur im Interesse der Bürger Europas entscheiden würden. Deren Integrität so bestechend wäre, dass schon die Idee der Korruption oder der Korrumpierbarkeit an ihnen abprallen würde.
    Ja, solche Leute könnte Europa gebrauchen. Auf sie würde man in der Krise hören. Ihnen würde man vielleicht sogar folgen. Gerade, wenn es wirklich kritisch wird.
    Ist Jörg Asmussen solch ein Mann?
    Einige Schlaglichter auf sein bisheriges Wirken geben die Antwort.
    Asmussen hat als „Ministerialdirektor im Bundesministerium Finanzen“ im Jahr 2006 einen Aufsatz zum Thema „Verbriefungen aus der Sicht des Finanzministeriums“ in der Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen geschrieben. Darin geht es um die sogenannten „Asset Backed Securities“ (ABS).
    Asmussen schreibt:
    „Spätestens mit dem Übergang in die Europäische Währungsunion hat ein Wandel der europäischen Finanzmärkte begonnen, der unter anderem durch Globalisierung, neue Produkte und eine immer stärkere Kapitalmarktorientierung geprägt ist. Die Kreditversorgung einer Volkswirtschaft – und damit in Deutschland vor allem des Mittelstandes – hängt entscheidend davon ab, inwieweit eine moderne Kapitalmarktgesetzgebung eine Integration in die weltweiten Finanzierungskreisläufe über neue Kapitalmarktprodukte und angemessene Aufsichtsstrukturen bewirken kann.
    Dabei sollte nicht nur Kapital für Investitionen in deutsche Unternehmen und Infrastruktur günstig mobilisiert werden können, sondern auch eine „tiefere Fertigung von Finanzdienstleistungen“ am Standort Deutschland erfolgen. Moderne Kapitalmarktgesetze helfen zudem den Banken, die ihr Geschäftsmodell allmählich auf ein aktives Management ihrer Portfolien umstellen.“
    Asset Backed Securities (ABS) sind kein finanzpolitisches Anti-Blockier-System. Sie sind das Gegenteil davon. Sie sind die „Waffen der Massenvernichtung“, wie Warren Buffet sie einmal nannte, als er über Derivate sprach. Es sind jene Kunstprodukte, die die Auslöser des Crashs 2008 waren. Sie sind das die verheerendsten Schrottpapiere, die es gibt. ABS sind jene Papiere, mit denen die Banker Milliarden an Boni scheffeln. ABS sind jene Papiere, die die Schuldner zu Puppen machen, zu „muppets“, wie Goldman Sachs einmal gesagt hat.
    Jörg Asmussen ist der Herr der europäischen Muppet-Show.
    Der Ministerialdirektor Asmussen hat in dem Aufsatz beschrieben, wie segensreich und wichtig die ABS für Deutschland seien. Man arbeite im Finanzministerium auf Hochdruck daran, mit diesen Papieren nun endlich auch die Deutschen zu beglücken.
    Asmussen wörtlich über den Willen der Bundesregierung, diese Waffen auch in Anschlag zu bringen:
    „Entscheidend sind … der Wille zur Veränderung und die notwendige Hartnäckigkeit, wenn es um deren Umsetzung geht.“
    Als einer der Partner nennt Asmussen in dem Papier neben wohltätigen Einrichtungen wie der KfW als Partner für die „Promise- und Provide-Programme“ auch eine gewisse True-Sales-Initiative (TSI).
    Hinter dieser Initiative steckt die geballte deutsche Banken-Macht. TSI ist die Speerspitze der Banken-Lobby. Im Vergleich mit ihr nimmt sich der Bundesverband Deutscher Banken aus wie eine Abteilung der Heilsarmee. Der SPD-Abtrünnige Albrecht Müller hat sich ausführlich mit der TSI beschäftigt. Es ist bei Müller interessant zu lesen, wie Asmussen als Mitglied der TSI bei den Finanzministern von Bund und Ländern Druck machen wollen dafür werben, dass ABS-Geschäfte von der Gewerbesteuer befreit werden. Postwendend sichert der Ministerialdirektor Asmussen dem Lobbyisten Asmussen zu, dass man sich seitens des Bundes in eine entsprechende Richtung zu bewegen gedenke.
    Die offiziellen Ziele der TSI:
    „Die TSI hat sich in den letzten Jahren für die Entwicklung des deutschen Verbriefungsmarktes eingesetzt. Ihr war es dabei stets ein Anliegen, Banken die Möglichkeit zu eröffnen, nach deutschem Recht auf Basis eines standardisierten, mit allen Marktbeteiligten abgestimmten Verfahrens, ihre Kredite zu verbriefen. Eine weitere Zielsetzung besteht in der Etablierung einer Marke für deutsche Verbriefungstransaktionen mit einem hohen Standard hinsichtlich Transparenz, Investoreninformationen und Market Making. Des Weiteren geht es darum, eine Plattform für die deutsche Verbriefungsindustrie und ihre Themen zu schaffen und dabei auch die Brücke zu Politik und Wirtschaft zu schlagen.“
    Die TSI ist weit mehr als eine Lobby-Vereinigung. Sie macht nicht nur Politik, sondern ist auch dort, wo das große Geld ist – bei den Transaktionen:
    Seit 2005 stellt die TSI Services GmbH (eine 100%ige Tochter der True Sale International GmbH „TSI“) deutsche Zweckgesellschaften (Special Purpose Vehicle “SPV”) unter Nutzung des deutschen Rechts bereit.
    In weit über 80 Transaktionen (Stand: Febuar 2013) haben inländische und ausländische Originatoren bereits ein deutsches SPV zur Abwicklung ihrer Verbriefungstransaktion genutzt.
    Transaktionen, die über ein deutsches TSI SPV abgewickelt werden, können zusätzlich das Zertifikat CERTIFIED BY TSI – DEUTSCHER VERBRIEFUNGSSTANDARD beantragen, das zwischenzeitlich bereits an eine Vielzahl von Transaktionen verliehen werden konnte.
    Die Zertifizierung einer Transaktion durch die TSI kann zeitgleich mit der Gründung einer Zweckgesellschaft beantragt werden. Zu den Kunden der TSI, die sowohl die Gründung als auch die Zertifizierung beauftragen, zählen unter anderem die Volkswagen Bank und die Santander Consumer Bank.
    Die Gesellschafter der GmbH sind die Banken. In ihrem Beirat sitzen die Banken-Vertreter, Rating-Agenturen und Wirtschaftsprüfer. Während seiner Amtszeit im Finanzministerium saß Asmussen höchstpersönlich im Beirat der Lobby-Vereinigung.
    Als Autor des Grundsatz-Artikel hält Asmussen die beiden Funktionen streng auseinander – indem er seine Beziehung zum Lobby-Unternehmen einfach verschweigt. In der Autorenbeschreibung deutet die Redaktion der Zeitschrift an, dass Asmussen nicht bloß ein Schöngeist ist. Er kann helfen, „signalisiert Offenheit für eine konstruktive Prüfung weiterer Handlungsfelder“:
    „Die (mittelständische) Wirtschaft wie auch die Banken auf dem Weg zu einer stärkeren Kapitalmarktorientierung „soweit erforderlich und machbar“ durch moderne Rahmenbedingungen zu begleiten, sieht der Autor ausdrücklich als Aufgabe des Bundesministeriums der Finanzen. Mit Blick auf den Verbriefungsmarkt skizziert er die aktive Begleitung der True-Sale-Initiative bei den Anpassungen im Gewerbe- und Umsatzsteuerrecht sowie bei der Einführung von Refinanzierungsregistern, signalisiert Offenheit für eine konstruktive Prüfung weiterer Handlungsfelder wie Erleichterung von Investitionen in ABS durch Versicherungen und Sozialversicherungsträger und verweist auf Bestrebungen zur Modernisierung des Public-Private-Partnership-Rechts.“
    Die aktuellen Mitglieder des Beirats und ihre Herkunft belegen, wie die Finanzindustrie verfasst ist: Wirtschaftsprüfer, Banken, Landesbanken, Ratingagenturen, das Bundesfinanzministerium – sie alle haben sich in einer Vereinigung zusammengeschlossen.
    Die Namen sind das Programm der TSI:
    Christian Bauer
    Partner, Audit, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
    Michael Bücker
    Mitglied des Vorstands, Bayerische Landesbank
    Markus Burghardt
    Financial Services Leader, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
    Dr. Matthias Danne
    Mitglied des Vorstandes, DekaBank Deutsche Girozentrale
    Frank Fiedler
    Mitglied des Vorstandes, Volkswagen Financial Services AG
    Torsten Hinrichs
    Leiter der Geschäftsführung, Standard & Poor’s Deutschland
    Daniel Kolter
    Geschäftsführer, Moody’s Deutschland GmbH
    Rainer Krick
    Mitglied des Vorstandes, Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale
    Rolf Maihöfer
    Head of Public Sector Germany, Citigroup Global Markets Deutschland AG & Co. KGaA
    Hans-Joachim Otto
    Parl. Staatssekretär, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
    Dr. Thorsten Pötzsch
    Ministerialdirigent, Bundesministerium der Finanzen
    Michael Reuther
    Mitglied der Vorstands, COMMERZBANK Aktiengesellschaft
    Jens Schmidt-Buergel
    Geschäftsführer, Fitch Deutschland GmbH
    Werner Steinmüller
    Head of Global Transaction Banking, Deutsche Bank AG
    Andrea Umberto Varese
    Mitglied des Vorstands, UniCredit Bank AG
    Matthias Wittenburg
    Mitglied des Vorstandes, HSH Nordbank AG
    Der Ministerialdirektor Asmussen hat also die Banken-Lobby und all jene, die dafür bezahlt werden, dass sie Banken kontrollieren, bei der Gesetzgebung für den deutschen Kapitalmarkt ins Boot geholt. Er hat jedoch nicht nur die Gesetze nach dem Geschmack derer gemacht, die von den Gesetzen profitieren. Er hat in dem Artikel an keiner Stelle erwähnt, dass er selbst im Beirat eines Unternehmens sitzt, das mit den ABS sehr gutes Geld verdient.
    Eine Jugendsünde? Eine kleine Nachlässigkeit?
    Die TSI hält jedes Jahr einen Kongress ab. Der TSI Kongress am 26. Und 27. September 2013 steht unter der Überschrift „Asset Based Finance – die Zukunft der Kapital- und Kreditmärkte“. Die Eröffnung steht unter dem Titel: „Die Bedeutung der Bankenunion für Europas Finanzmarktstabilität“.
    Dazu vermerkt das Programm der TSI, welch illustren Redner man hatte gewinnen können:
    Keynote: Jörg Asmussen, Member of the Executive Board of the European Central Bank
    Jörg Asmussen war als Mitarbeiter im Finanzministeriums Aufsichtsrats-Mitglied der staatlichen IKB-Bank. In Wall Street Kreisen halten sie sich heute noch den Bauch vor Lachen, wenn der Name IKB fällt: Denen in „Dusseldorf“ – so die Amerikaner – habe man am leichtesten die US-Schrottpapiere verkauft. Die konnte gar nicht genug von den Asset Backed Securities bekommen. Kein Wunder: Aufsichtsrat Asmussen war ja der Vordenker der ABS. Er hatte eine gute Nase für neue Produkte. Und die politische Macht, sie in den Markt zu bringen.
    Ende Juli 2007 war die IKB durch Geschäfte mit ABS beinahe zusammengebrochen. Nur mit massiven Staatshilfen konnte die Bank gerettet werden. Es folgten Notverkäufe und eine unendliche Geschichte der Geldvernichtung.
    Lobbypedia schreibt über Asmussens Begründung, warum er als Aufseher der IKB von dem Milliarden-Desaster aber auch schon gar nichts bemerkt haben will:
    „Als Zeuge im Düsseldorfer Betrugsprozess gegen den ehemaligen IKB-Chef Stefan Ortseifen belastete der ehemalige IKB-Aufsichtsrat Asmussen den Angeklagten. Asmussen sowie der Ex-Eon-Chef Ulrich Hartmann warfen Ortseifen Falschinformation und Täuschung vor, weil er eine Woche vor der drohenden Insolvenz der Mittelstandsbank noch optimistische Presseerklärungen abgeben hätte.“
    So läuft das also mit dem Mann, der über Europa bestimmt.
    Der Artikelschreiber Asmussen pries in einem Fach-Aufsatz die Notwendigkeit der ABS und erklärte die Brillanz dieser Schrott-Papiere wortgewaltig. Als Mitglied im Lobby-Unternehmen TSI setzte sich Asmussen dafür ein, dass zur Einführung der finanzpolitischen Massenvernichtungs-Waffen „der Wille zur Veränderung und die notwendige Hartnäckigkeit, wenn es um deren Umsetzung geht“, entscheidend seien.
    Als Aufsichtsratsmitglied der IKB hatte Asmussen nichts von den furchtbaren Machenschaften des spielsüchtigen Vorstands mitbekommen. Er hatte ihn zwar Tag und Nacht auf schärfste kontrolliert. Hatte ihn gewarnt, hatte gesagt: Setzen Sie auf Sparbücher! Bei ABS kenne ich mich aus. Die sind verdammt gefährlich! Doch er wurde hintergangen: Der ABS-Experte Asmussen ist von „optimistischen Presseerklärungen“ getäuscht worden.
    Jetzt weiß man, warum dieser Mann immer nach oben steigt.
    Wir waren auf der Suche nach einem integren, ganz und gar unabhängigen Retter für Europa gewesen.
    Wir haben ihn in Asmussen nicht gefunden. Der Mann, nach dessen Pfeife nun Europa tanzt, ist ein Mann der keine Grenzen kennt. Er ist gleichzeitig Lobbyist und Gesetzgeber. Er ist gleichzeitig Kontrolleur und Beiratsmitglied. Er ist ein Mann, der nicht weiß was Gewaltenteilung heißt, weil er nicht weiß, was Corporate Governance ist. Auf Altdeutsch würde man „Anstand“ sagen. Jörg Asmussen lebt abseits der Demokratie.
    Die Veranstalter, auf der Asmussen im September beim Lobby-Verband sprechen wird, haben die „Asset Backed Securities“ als Heils-Bringer durch „Asset Based Finance“ ersetzt. Denn seine alten Freunde von der Banken-Lobby sind ihm auch in seiner neuen Rolle bei der EZB herzlich zugetan. Schließlich vertreiben sie weiter Schrottpapiere. Und diese Schrottpapiere werden von der EZB als Sicherheiten akzepiert. Die TSI erhielt die Informationen aus erster Hand: „Verbriefungstransaktionen als EZB-Collateral“ werden auf der TSI-Website beworben.
    Jörg Asmussen wird bei seiner Keynote bei den Lobbyisten nicht über ABS sprechen.
    Er wird über ABF sprechen.
    Vielleicht wird er über die EZB und ABF sprechen.
    Jörg Asmussen wird jedoch ganz sicher über Europa sprechen, der nächsten Etappe seiner Karriere.
    Und alle werden ihm gebannt zuhören, die alten Freunde von KPMG, Deutscher Bank, Bayrischer Landesbank und dem Bundesfinanzministerium.
    Denn es spricht der Mann, der in Europa Geschichte schreibt.
    Es spricht der Mann, der im Direktorium der EZB an den Schalthebeln zu den europäischen Geld-Druckmaschinen sitzt. Es spricht der Mann, der darüber entscheiden kann, ob die Hausfrauen, Lehrer, Krankenschwestern und Rentnern noch Geld aus dem Geldautomaten ziehen können.
    Es spricht der Mann, nach dessen Pfeife Europa tanzen soll.



    Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...a-tanzen-soll/
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  7. #1307
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    Island - Trennbankensystem

    Diese wichtige Meldung hätte ich fast übersehen!

    Island: Wirtschaftsausschuss des Parlaments verabschiedet einstimmig Antrag für Bankentrennung

    Der für Wirtschafts- und Handelsfragen zuständige Ausschuss des isländischen Parlaments (Althingi) stimmte am 19. März einstimmig für die Bankentrennungs-Vorlage 239. Darin heißt es: "Das Parlament beschließt, den Wirtschaftsminister damit zu beauftragen, einen Ausschuss einzusetzen, um den Rahmen für Bankdienstleistungen in Island neu zu ordnen. Durch die Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken soll das Risiko für Störungen der Volkswirtschaft durch den Bankensektor minimiert werden."
    Über die weiteren Schritte, vor allem darüber, wann das gesamte Parlament darüber abstimmt, wird im Laufe des Tages noch eine Presseerklärung erwartet.
    Alle Abgeordneten hatten zuvor Unterlagen des dänischen und schwedischen Schiller-Instituts über die internationale Kampagne zur Wiedereinführung von Glass-Steagall erhalten. Ein Begleitschreiben, das auch auf der Webseite des Parlaments gepostet wurde, betonte die internationale Wichtigkeit der isländischen Initiative: "Island hat sich entschieden, einen anderen Weg zu gehen, als Austerität und spekulative Finanztitel zu retten, wie das in zu vielen anderen Ländern immer noch geschieht. Deshalb hoffen wir, daß der isländische Althingi auch den Weg für die volle Bankentrennung weisen kann – den wichtigsten Schritt für die Wiederherstellung des Gemeinwohls und für eine produktions- statt spekulationsbasierte Ökonomie."

    Quelle: http://www.bueso.de/node/6372
    Da müssen die Qualitätsmedien gerade geschlafen haben!

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  8. #1308
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    Überraschung!

    War das jetzt real oder nur die Sprechblase, um die wahren Gespräche zu überdecken?

    Nahost-Konflikt: Obama überrascht mit deutlicher Kritik an Israel

    Mit einer ungewöhnlich kritischen Rede hat sich US-Präsident Obama in Jerusalem ans israelische Volk gewandt. Es solle sich in die Lage der Palästinenser versetzen und Frieden schließen. Dafür erntete er begeisterten Beifall vom studentischen Auditorium und empörte Kommentare von Politikern. Es war eine Rede, die es in sich hatte: Barack Obamas Ansprache vor Hunderten jungen Israelis war ein überraschender Höhepunkt seiner Nahost-Reise, mit der eigentlich äußerst niedrige Erwartungen verbunden waren. In selten deutlichen Worten beschrieb der US-Präsident dabei die Ungerechtigkeiten, denen Palästinenser ausgesetzt seien und beschwor die jungen Israelis, sich in die Lage der Nachbarn hineinzuversetzen. Frieden zu schließen sei nicht nur eine Sache der Fairness, sondern eine Notwendigkeit. Ein jüdisches und demokratisches Israel sei angesichts der demografischen Entwicklung nur möglich, wenn es ein lebensfähiges unabhängiges Palästina an seiner Seite gebe, so Obama.

    weiter hier: http://www.spiegel.de/politik/auslan...7.html#ref=rss
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  9. #1309
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    Nur 2 Cent - Kinderarbeit JETZT abschaffen!



    Mit zwei Cent mehr pro Tafel Schokolade gehört Kinderarbeit in der Kakaoindustrie der Vergangenheit an. Zu diesem gemeinsam mit Fachleuten erarbeiteten Ergebnis kommen die Schüler des SchokoFair-Projekts der Städtischen Montessori-Hauptschule Düsseldorf in ihrem Kurzfilm „Nur 2 Cent".

    "Nur 2 Cent" - das ist die Doku über eine Idee, die viel verändern könnte, eine Dokumentation ihrer Arbeit, Aktionen und einem ganz besonderen Erlebnis mit Ferrero und Sarah Connor.
    Liebe Grüße
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  10. #1310
    SPARTIAT
    Gast
    http://m.focus.de/politik/ausland/ti...id_946981.html

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Boris...wski#section_1

    Beteiligung an der Fluglinie
    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Aeroflot

    Zwischenfälle:
    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Aeroflot-Flug_821

    88 Insassen Verunglückten dabei.

    Aehnlicher Zwischenfall:
    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Flugz...z_bei_Smolensk

    In beiden Faellen wird als Grund "Pilotenfehler" genannt.
    Geändert von SPARTIAT (24.03.2013 um 21:10 Uhr)

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