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Thema: Gen Food / Monsanto

  1. #591
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Gen Food / Monsanto

    Russland sollte in einigen Punkten als Vorbild angesehen werden. Statt das unsere Politiker die
    Interessen der Lobbys und andere Plänen durchzusetzen, sollten endlich diejenigen Interessen
    vom Planeten und seiner Bevölkerung umgesetzt werden!

    Russland beschließt vollständiges Verbot aller gentechnisch veränderten Nutzpflanzen und Tiere
    Die Freunde gentechnisch veränderter Organismen (GVO) müssen derzeit reichlich schwere Niederlagen verdauen. Einst schien der Vormarsch von Monsanto, Bayer, Syngenta, Dow, DuPont und Konsorten unaufhaltbar. Doch das Projekt ist arg ins Trudeln geraten. Obwohl die westliche GVO-Lobby massiven Druck auf einzelne Duma-Abgeordnete und auf russische Forscher ausgeübt hat, beschloss das russische Parlament am 24. Juni ein vollständiges Verbot aller GVO-Nutzpflanzen und gentechnisch veränderten Tiere. Für die GVO-Lobby entwickelte sich der 24. Juni zu einem veritablen Schwarzen Freitag. Denn auch die EU-Staaten begehrten auf und sperrten sich zum dritten Mal dagegen, die Lizenz des Unkrautvernichters Glyphosat zu erneuern.
    Glyphosat kommt beim Anbau von GVO-Pflanzen sehr häufig zum Einsatz. Und ebenfalls an diesem Tag wachte die EU zu der Meldung auf, dass die britischen Wähler demokratisch für einen Austritt aus der Europäischen Union gestimmt hatten. Globalisten werden sich dieses Datum als Schwarzen Freitag in den Kalender eintragen.

    Die Duma stimmte bei der dritten Lesung des Gesetzesentwurfs nicht nur für ein völliges und landesweites Anbauverbot von GVO-Pflanzen und für ein völliges Verbot, gentechnisch veränderte Tiere zu züchten.

    Das neue Gesetz erlaubt es der russischen Regierung auch noch, die Einfuhr von Produkten zu verbieten, die GVO enthalten. Voraussetzung dafür ist die Erkenntnis, dass eine spezielle GVO-Art negative Folgen für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt hat. Bei Verstößen gegen das Verbot kann die Regierung Bußgelder verhängen. »Das Ministerium für Landwirtschaft ist strikt gegen GVO. Russische Produkte werden sauber bleiben«, erklärte Agrarminister Alexander Tkatschow gegenüber der Presse.

    Gefälschte Pro-GVO-Studie
    Ende 2015 war der erste Entwurf des Verbots debattiert worden. Im Januar 2016 dann unternahm die GVO-Lobby einen schäbigen Versuch, das geplante Verbot scheitern zu lassen.
    Es erschien ein neuer Bericht, angeblich eine umfassende Prüfung früherer Studien zur Sicherheit und gesundheitlichen Unbedenklichkeit von GVO. Der russische Nachrichtendienst Tass.ru berichtete darüber unter der Schlagzeile »Russische Forscher widerlegen Studien zur Gefährlichkeit von GVO«. Viele russische Zeitungen übernahmen die Geschichte ungeprüft. In dem Bericht war die Rede von einer wissenschaftlichen Begutachtung, die im Fachmagazin Critical Reviews in Biotechnology erscheinen sollte.
    Bei den »russischen Wissenschaftlern« handelte es sich bei genauerer Betrachtung um einen einzelnen, nämlich Alexander Y. Pantschin vom Institut für Informationsübertragungsprobleme (IITP) der Russischen Akademie der Wissenschaften. Pantschin arbeitete mit dem amerikanischen Forscher Alexander Tuzhikov zusammen, der am Bascom Palmer Eye Institute der Uni Miami als Research Associate mit Spezialgebiet »Computerwissenschaften, Bioinformatik« geführt wird. Das spricht dafür, dass er vor allem mit Zahlen arbeitet.

    Und was ihre »Analyse« anbelangt, so wurden gerade einmal sieben veröffentlichte Artikel begutachtet. Experimente an lebenden Tieren, etwa mit Ratten, wie sie Professor Gilles-Éric Séralini und andere unternommen hatten? Fehlanzeige. Von den ausgewählten Studien waren viele wiederholt von Monsanto oder anderen GVO-Unternehmen beeinflusst worden. In ihrer Zusammenfassung schrieben Pantschin und sein amerikanischer Kollege Tuzhikov: »Wir führten eine statistische Neu-Analyse und Begutachtung der Experimentdaten durch, die in einigen dieser Studien vorgelegt worden waren. Dabei stellten wir fest, dass die Daten relativ oft im Widerspruch zu den Schlussfolgerungen der Autoren nur schwache Beweise für eine Schädlichkeit aufwiesen, und zwar in einem Maß, das sich nicht von Zufälligkeit unterscheidet.« Das ist wissenschaftlich in etwa so gründlich gearbeitet, als hätten sie sich Tarotkarten legen lassen.

    Nach dem GVO-freundlichen IITP-Bericht traf sich der russische Präsident Wladimir Putin am 26. Januar mit Wladimir Fortow, dem Präsidenten der Russischen Akademie der Wissenschaften. Fortow berichtete Putin von den »Vorzügen«, die GVO aufweisen. Offensichtlich zeigte sich der russische Präsident alles andere als beeindruckt von den Argumenten, die Fortow vorbrachte.

    Es handelt sich augenscheinlich um einen gut finanzierten Versuch, das GVO-Verbot in Russland zu Fall zu bringen. Wer auch immer die finanzielle Unterstützung für das Vorhaben aufgebracht hat, muss Russlands Forscher für primitiv und ignorant halten oder für leicht durch Schmiergelder gefügig zu machen, oder er muss glauben, dass sich Putins Engagement für ein GVO-Verbot einfach aushebeln lasse. In jedem Fall hat er sich verrechnet, denn die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Eine Gruppe führender russischer GVO-Forscher, der nationale Verband für Sicherheit in der Gentechnik (OAGB), ließ kein gutes Haar an der »Begutachtung« Pantschins.

    Entkräftet
    Die Methodik, mit der die beiden GVO-freundlichen Autoren gearbeitet hatten, enthalte massive Fehler, wiesen die Forscher des OAGB nach: »Statistische Analysen wurden nach der Bonferroni-Methode durchgeführt, die einen Mangel an Wirkung zeigen kann, der sich in der Realität zeigt …diese Methode erlaubt keine Identifikation der toxischen Folgen der Objekte, vielmehr verbirgt sie die toxischen Folgen.« Es gebe Dutzende Artikel über die gesundheitlichen Auswirkungen von GVO, darunter viele Artikel mit beunruhigenden Erkenntnissen. Wie seien die GVO-freundlichen Autoren dann zu ihrer Auswahl gerade dieser sieben Artikel gelangt, fragten die OAGB-Wissenschaftler. Abhängig von der gewählten Methodik kann man sich die Statistiken so zurechtlegen, wie man sie gerne hätte. Pantschin und sein Freund versuchten hier offenbar genau das.

    Eine Sonderrolle räumte die fünfseitige »Begutachtung« von Pantschin und Tuzhikov einem inzwischen berühmten Artikel ein, den Professor Gilles-Éric Séralini und sein Forscherteam an der Universität Caen 2012 veröffentlichten. Die Wissenschaftler hatten die weltweit erste Langzeit-Ernährungsstudie zu GVO durchgeführt. Über zwei Jahre hinweg erhielten Ratten gentechnisch verändertes Monsanto-Getreide, das mit Roundup behandelt worden war, dem Glyphosat-haltigen Unkrautvernichtungsmittel Monsantos. Bei dieser Studie zeigte sich, dass die Ratten multiple Tumorherde entwickelten. Viele Tiere starben vorzeitig oder trugen schwere Organschäden davon. Séralini stellte fest, dass die meisten Krebstumoren nach einer Spanne von 90 Tagen ausbrachen – Monsantos Studien hatten unerklärlicherweise just zu diesem Zeitpunkt aufgehört.

    Russland verbannt GVO-Soja und GVO-Mais aus den USA
    Das neue Gesetz untersagt den Anbau von gentechnisch verändertem Getreide in Russland. Zuvor hatte das Land bereits die Einfuhr von amerikanischem Mais und amerikanischen Sojabohnen verboten. Zwischen 80 und 90 Prozent des Maises und der Sojabohnen, die heutzutage aus den USA kommen, sind gentechnisch verändert. Die für Lebensmittelsicherheit zuständige russische Behörde Rosselchosnadsor hatte das Verbot am 15. Februar verkündet und erklärt, dass Sojabohnen und Mais aus den USA mit »Mikroben und GVO kontaminiert« seien. Aus den USA eingeführter Mais sei häufig von Braunfäule befallen, außerdem könne der Mais für transgene Pflanzen verwendet werden, so die Behörde.

    Wenn Monsanto, Bayer, Syngenta und die anderen endlich mal die Wahrheit sagen würden, würden sie erklären, dass es bei GVO keineswegs darum geht, mit Hightech-Methoden die Ernteerträge zu steigern, damit man »die Welt sattmachen« kann. Es geht auch nicht darum, weniger Pflanzenschutzmittel oder andere toxische Chemikalien zu verwenden.
    In Wahrheit ist es ein krankes Projekt einiger fehlgeleiteter Geister, die den menschlichen Genpool mit toxischem Abfall verunreinigen wollen. Es geht um Bevölkerungskontrolle und letztlich darum, die Bevölkerungsgröße zu reduzieren. Russland hat gerade gezeigt, wie man Nein sagt. Das ist sehr gut für Russland und für die Welt. Jetzt wäre es an der Zeit, dass die Amerikaner und die anderen nachziehen.
    Quelle
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  2. #592
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    AW: Gen Food / Monsanto

    Der Fall Bayer/Monsanto – Markt und Shareholder Value auf dem Kapitalmarkt? – Alles Täuschung


    LG

  3. #593
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    AW: Gen Food / Monsanto

    Wurde aber Zeit, dass die Vietnamesen ihre Forderungen stellen!
    Auch wenn viel Schäden an Mensch,Tier & Natur nicht zu bezahlen sind...
    Gesundheitsschädlich: Vietnam fordert Entschädigung für Opfer des Monsanto-produzierten Herbizids

    Über 40 Jahre nach dem Ende des Vietnamkrieges leidet die vietnamesische Bevölkerung immer noch unter dessen Folgen. Die Regierung des südöstlichen Landes will aber die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Vietnam hat von der Bayer-Tochter Monsanto eine Entschädigung für die Opfer des Entlaubungsmittels Agent Orange gefordert, das im Laufe des Vietnamkrieges an die US-Luftwaffe geliefert worden war.

    Die Forderung kommt nach dem jüngsten Urteil über die Schadensersatzzahlung in Höhe von 253 Millionen Euro, die Monsanto an das Krebs-Opfer Dewayne Johnson auszahlen muss. Die Firma soll laut dem Urteil der Geschworenenjury die Krebsrisiken ihres Unkrautvernichters Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat verschleiert haben.

    Das Urteil diene als Rechtsgrundlage, die die vorherigen Behauptungen über die Harmlosigkeit der von Monsanto und anderen Chemiekonzernen produzierten und an die US-Armee gelieferten Herbizide widerlegt, erklärte der Sprecher des vietnamesischen Außenministeriums Nguyen Phuong Tra. Vietnam habe unter den Konsequenzen des Krieges stark gelitten, besonders unter den verheerenden Spätfolgen von toxischen Chemikalien, unter anderem von Agent Orange.

    Mehr zum Thema - Monsanto soll Krebs-Opfer 289 Millionen US-Dollar zahlen
    Schon früher wies Monsanto alle Anschuldigungen zurück und erklärte, die US-Regierung habe die Vorschriften für Agent Orange festgelegt und bestimmt, wann, wo und wie es eingesetzt wurde. Dabei soll Monsanto nur eine der neun Firmen gewesen sein, die für die US-Regierung Agent Orange herstellten.

    Agent Orange, ein von Monsanto produziertes Entlaubungsmittel, wurde von den USA im Vietnamkrieg eingesetzt, um den Gegnern die Tarnung durch den dichten Dschungel zu erschweren und die Nahrungsversorgung zu entziehen. Agent Orange enthielt unter anderem auch den hochtoxischen Stoff TCDD, der schwere gesundheitsschädliche Auswirkungen (Fehlbildungen bei Kindern und Krebserkrankungen) für die vietnamesische Bevölkerung hatte.
    Quelle
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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    - Angeni

  4. #594
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    Gaby Weber: Wie Monsanto die Welt vergiftet

    Warum der Steuerzahler?

    Machen wir doch bei Bayer ein "Bail in", dann zahlen die Aktionäre!



    weltnetz.tv im Interview mit Gaby Weber* über Monsanto und warum der deutsche Steuerzahler wahrscheinlich für die Schäden eines amerikanischen Unternehmens haften muss.

    Seit Jahrzehnten werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. Auch wenn es anfangs für die Landwirte wie ein gutes Geschäft aussah, wurde doch schnell klar, dass am Ende nur Konzerne wie Monsanto die Gewinner sind. 20 Millionen Hektar Land werden mit Herbiziden, Insektiziden, Fungiziden und künstlichem Dünger überflutet. Die Folge sind u.a. Überschwemmungen der Felder, unfruchtbare Böden, Bienen- und Insektensterben sowie Krankheiten unter den Landwirten. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Der Protest gegen das Gift auf den Feldern und in unseren Nahrungsmitteln nimmt weltweit zu, Landwirte kehren wieder zum traditionellen Anbau zurück und die WHO hat Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Dennoch kaufte die Bayer AG im Juni 2018 Monsanto. Auch wenn Monsanto noch immer das führende Unternehmen für Saatgut und Herbizide ist, war doch schon damals abzusehen, dass nicht unerhebliche Schadensersatzforderungen auf Monsanto zukommen werden. Erst im August 2018 verurteilte ein Gericht in San Francisco Monsanto zur Zahlung eines dreistelligen Millionenbetrags. Tausende von weiteren Klagen sind in den USA anhängig. Was wird passieren, falls Bayer als Rechtsnachfolgerin Monsantos mit Schadensersatzforderungen überhäuft wird, für die die Rückstellungen und die Versicherungen nicht mehr reichen? Wird am Ende der deutsche Steuerzahler zur Kasse gebeten werden?
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  5. #595
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    AW: Gen Food / Monsanto

    Immer das gleiche Spiel...
    Neue Gewässerschutzverordnung
    - Bund will Glyphosat-Grenzwert um das Hundertfache erhöhen



    • Gemäss der neuen Gewässerschutzverordnung will der Bund bei 25 Pestiziden den Grenzwert zum Teil massiv erhöhen. Der verwaltungsinterne Entwurf liegt der «Rundschau» vor.
    • Für das umstrittene Pestizid Glyphosat würde sich der Grenzwert um das Hundertfache erhöhen.
    • Ein erster Versuch, die Grenzwerte nach oben anzupassen, war 2017 gescheitert. Auch jetzt kündigt sich starker Widerstand an.


    Laut der revidierten Gewässerschutzverordnung will der Bund den Grenzwert für 25 Pestizide teilweise massiv erhöhen. Die absolute Obergrenze für einzelne Giftstoffe soll neu 10 Mikrogramm pro Liter Wasser betragen. Das betrifft auch das weltweit umstrittene Glyphosat.
    Der Bund hat die brisanten Vorschläge Ende August in die Ämterkonsultation geschickt. Der «Rundschau» liegt der verwaltungsinterne Entwurf der neuen Gewässerschutzverordnung vor.

    Hundertmal mehr Glyphosat
    Mit der neuen Verordnung dürfte deutlich mehr Glyphosat als heute in Schweizer Bäche und Flüsse gelangen. Auch für Glyphosat würde neu eine Obergrenze von 10 Mikrogramm gelten. Das ist hundert Mal mehr als heute.
    Der Anforderungswert für sämtliche Pestizide beträgt heute 0,1 Mikrogramm pro Liter Wasser. Mit der Revision der Gewässerschutzverordnung will der Bund für jeden Wirkstoff individuelle Grenzwerte festlegen. Er unterscheidet zudem zwischen kurzfristigen und langfristigen Belastungen der Gewässer.

    Insekten- und Vogelsterben wegen Pestiziden
    «Das ist inakzeptabel», kritisiert Nationalrätin Tiana Angelina Moser (GLP/ZH). «Die Gesamtbelastung an Pestiziden ist bereits heute viel zu hoch.» Bereits heute gebe es in der Schweiz wegen der hohen Pestizidbelastung ein Vogel- und Insektensterben. «Wir brauchen tiefere und sicher nicht höhere Grenzwerte», verlangt Moser.

    Für Nationalrat Beat Jans (SP/BS) ist der Vorstoss völlig unverständlich: «Höhere Grenzwerte für Pestizide widersprechen allem, was der Bundesrat sonst zum Thema sagt», so der ETH-Agrotechniker. Und er wählt aussergewöhnlich starke Worte: «Ich finde diesen Plan gelinde gesagt strohdumm!»

    Höhere Grenzwerte finden auch Zustimmung
    Der Plan des Bundes hat im Parlament aber auch Anhänger. «Wenn das wissenschaftlich sauber abgeklärt ist, sehe ich kein Problem», sagt Nationalrat Christian Wasserfallen (FDP/BE). Gerade bei Glyphosat habe man sehr viele und detaillierte Studien gemacht.
    Und Nationalrat Werner Salzmann (SVP/BE) betont: «Wenn das Bundesamt für Umwelt sagt, dass das kein Problem sei, dann glaube ich das auch», sagt der gelernte Landwirt. «Ich finde es richtig, dass man der Landwirtschaft Hilfsstoffe zur Verfügung stellt, die die Qualität und Quantität der Produkte erhöhen.»

    Bauernverband ist dagegen
    Das Thema Pestizide ist zurzeit politisch äusserst heikel. Im Jahr 2020 dürfte die radikale Trinkwasser-Initiative an die Urne kommen. In diesem Umfeld reagiert Markus Ritter zurückhaltend auf die höheren Grenzwerte: «Das ist etwas, das wir gar nicht wollen», sagt der Präsident des Bauernverbandes und CVP-Nationalrat. Saubere Gewässer seien eine grosse Errungenschaft in der Schweiz. «Dazu müssen alle ihren Beitrag leisten, auch wir Bauern.»

    Bundesamt will eigenes Papier nicht kommentieren
    Das Bundesamt für Umwelt hat bereits Ende 2017 einen Anlauf unternommen, die Grenzwerte für 25 Pestizide zu erhöhen. Nach massivem Widerstand aus Umweltschutzkreisen hat das Bafu die Zahlen nach unten angepasst. Doch mit 10 Mikrogramm ist die Obergrenze noch immer deutlich höher als der heute geltende Wert von 0,1 Mikrogramm pro Liter.
    Das Bafu wollte die neuen Zahlen gegenüber der «Rundschau» nicht kommentieren. Es handle sich um ein laufendes Verfahren.

    Neue Grenzwerte ab 1.1.2019
    Im erläuternden Bericht zur Revision der Gewässerschutzverordnung schreibt das Amt, dass diese Stoffe in Gewässern «verhältnismässig wenig toxisch» seien. Die neuen Grenzwerte seien wissenschaftlich und nach internationalen Standards hergeleitet worden.
    Der Schutz empfindlicher Pflanzen, Lebewesen und Mikroorganismen sei gewährleistet, steht weiter im interne Bericht. Gemäss dem Verordnungsentwurf sollen die neuen Grenzwerte ab 1.1.2019 gelten.
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  6. #596
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    AW: Gen Food / Monsanto

    Zitat Zitat von Angeni Beitrag anzeigen
    Immer das gleiche Spiel...

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    Ja @Angenie, es ist leider nicht nur bei Glyphosat so!
    ...das setzt quer durch alle Verordnungen fort!
    Im Wasser kommen noch Grenzwertanhebungen bei Medikamentenrückständen, Mikroplastik, Nitraten, Schwermetalle, ....usw
    Dann gibt es seit Tschernobyl die Erhöhung der Strahlenwerte, im Boden, Luft, Wasser, bis zu den Lebensmittel dazu! ...seit Fukushima speziel beim Fisch!
    Der Wald ist auch nur durch Erhöung der Grenzwerte wieder "Gesund geschrieben"!

    LG



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