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Thema: Kollaps des globalen Systems

  1. #271
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
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    AW: Kollaps des globalen Systems

    Die Welt versinkt im Schuldensumpf

    Inzwischen hat die globale Verschuldung eine Rekordhöhe von 244 Billionen Dollar erreicht. Das sind 318 Prozent der Weltwirtschaftsleistung.



    Von Marco Maier
    Während laut Weltbank fast die Hälfte der globalen Bevölkerung mit weniger als 5,50 Dollar pro Tag auskommen muss und es auch in den wohlhabenderen Ländern der Welt nicht an Armut mangelt, läuft auch anderweitig gewaltig etwas aus dem Ruder. Trotz der anhaltend niedrigen Zinssätze auf den Finanzmärkten steigt die Verschuldung immer weiter an.

    Wie die jüngst veröffentlichten Zahlen zeigen, lag die globale Verschuldung im dritten Quartal 2018 bei insgesamt 244 Billionen Dollar. Das ist ein neues Rekordniveau und entspricht 318 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Laut „Bloomberg“ ist dies nur leicht unter dem Rekordwert von 320 Prozent im dritten Quartal 2016.

    Im Vergleich zum dritten Quartal 2017 zeigen alle Sektoren ein Schuldenplus. So stieg die Verschuldung der privaten Haushalte beispielsweise von 44,2 auf 46,1 Billionen Dollar, während der Unternehmenssektor ohne Finanzbranche einen Anstieg der Schulden von 68,6 auf 72,9 Billionen Dollar verzeichnete. Der Finanzsektor selbst steigerte seine Verschuldung von 58,8 auf 60 Billionen Dollar, während die Staaten ihre Schuldeberge von insgesamt 63,5 auf 65,2 Billionen Dollar vergrößerten.

    Das heißt aber auch: Angesichts dessen, dass für die Schulden auch Zinsen bezahlt werden müssen, werden die Bürger und Konsumenten auch dafür zur Kasse gebeten. Die breite Masse der Menschheit darf für diese Kosten aufkommen, die vorwiegend den Superreichen dieser Welt zugute kommen. Immerhin sind sie es, die entsprechende Vermögenswerte besitzen. Ob nun über Steuern an den Staat oder eben über den Kaufpreis von Gütern und Dienstleistungen oder irgendwelche Service-Gebühren – Milliarden von Menschen bezahlen mit ihrer Arbeitskraft und ihrem (nicht selten kärglichen) Einkommen für diese Exzesse.

    Auf dieser Welt läuft gewaltig etwas falsch und Milliarden Menschen unterwerfen sich einem System, welches sie zu Schuldensklaven einer kleinen Finanzelite macht. Dabei gäbe es genügend Alternativen zum bestehenden System. Man müsste sich einfach nur trauen, eine Veränderung auch durchzuziehen.
    WEITER: https://www.contra-magazin.com/2019/...schuldensumpf/
    LG

  2. #272
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
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    AW: Kollaps des globalen Systems

    Friedrich & Weik: Helikoptergeld – Der letzte Akt der Insolvenzverschleppung


    Nach einem historisch einmaligen, künstlichen Boom ausgelöst durch niedrige Zinsen und billiges Geld, geht der Zyklus dem Ende entgegen und stürmische Zeiten sind zu erwarten.



    weiter: https://www.epochtimes.de/meinung/an...-a2804089.html

    LG

  3. #273
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
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    „Größter Crash aller Zeiten“ – Ökonom warnt vor Staatsanleihen-Blase

    Bis 2023 kommt es zum großen Crash, der das Finanzsystem, wie wir es kennen, umwälzt. Mit über 60 Billionen US-Dollar sind die Staatsschulden maßgeblich an diesem drohenden Kollaps beteiligt. Diese Überzeugung vertritt der Buchautor und Ökonom Marc Friedrich. Sputnik hat mit ihm gesprochen.

    Das weltweite Finanzsystem steht kurz vor seinem Crash – diese Gefahr betont der Ökonom und Buchautor Marc Friedrich in einem neuen Video. Besonders verantwortlich für den drohenden Knall ist aus seiner Sicht eine gigantische Staatsanleihenblase in einer Höhe von bereits über 60 Billiarden US-Dollar.
    „Staaten müssen investieren, müssen sich verschulden, um notwendige Investitionen zu finanzieren, falls die Steuergelder nicht so üppig sprudeln“, erklärt Friedrich im Sputnik-Interview. Investitionen in Infrastruktur und Bildung etwa würden oft vorfinanziert, wenn die Steuern nicht zur Hand sind. Das geschehe über Staatsanleihen.
    Diese als sicher geltenden Papiere kaufe dann zu 90 Prozent die Finanzbranche, bestehend aus Versicherungen, Investoren, Hedgefonds, auf und wandle die Summen in Produkte wie Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen um. Beteiligt sind an diesen Vorgängen so ziemlich alle, denn: „Im Endeffekt hat das jeder Bürger im Portfolio, wenn er zum Beispiel eine Lebensversicherung hat oder ein Rentenpapier“, so Friedrich.

    An diesem Prozedere wäre auch nichts Verwerfliches, wenn die Staaten imstande wären, die Investitionen wieder zurückzugeben – mit entsprechendem Gewinn als Zins. Aber derzeit stehen die Dinge anders und die Frage stellt sich, wie sicher die sichere Anlage der Staatsanleihe eigentlich ist: „Wir erleben gerade die größte Blase aller Zeiten, das ist die Staatsanleihenblase. Die Staaten haben sich seit 2008 immer weiter verschuldet. Der Schuldenberg weltweit ist auf 250 Billionen Dollar gestiegen. Das ist das Dreifache des weltweiten Bruttosozialprodukts, also was die Welt in einem Jahr an Waren und Dienstleistungen produziert“, betont der Ökonom. Anstatt aber das Rad sofort anzuhalten, haben sich Staaten und die Finanzwelt seit 2008 in einen Teufelskreis gestürzt, bei dem in erster Linie die Anleger Verlierer sind. „Um die Banken zu retten, haben sich die Staaten massiv bis zur Halskrause verschuldet, um das Geldsystem weiterhin am Laufen zu halten.“ Als große Schuldner führt Friedrich die USA mit 23 Billionen, Deutschland mit zwei Billionen und Italien mit 2,3 Billionen US-Dollar im roten Bereich an.
    Die Folge: Immer weiter sinkende Zinsen auf Schulden, ein Abfall auf Nullzinsen, teilweise schon Negativzinsen – alles, damit die Staatswirtschaften weiter laufen, damit es zu keiner Rezession und zum großen Crash kommt. Das einzige Problem ist: Das Vertrauen der Anleger in dieses System wird immer weiter geschwächt „Wir haben kein Geldsystem mehr, das mit Gold gedeckt wird, sondern es wird gedeckt mit Vertrauen und dieses Vertrauen wurde seit Jahren von oberster Stelle gebrochen. Irgendwann wird ein großer Player sagen: Ich trau der Sache nicht mehr, ich nehme mal die Chips vom Tisch und dann wird das Ganze wie ein Dominospiel umfallen und die Menschen werden das Vertrauen in dieses ungedeckte Papiergeldsystem verlieren.“
    Der Trick von 2008, Geld nachzudrucken und die Krise in die Zukunft hinauszuschieben, werde nicht ewig funktionieren. Bereits die letzten zehn Jahre sind aus Sicht des Ökonomen „sehr teuer erkauft“: „Wir haben eine Nullzinsphase, wir haben in Zukunft eine Altersarmut, weil die notwendigen Renten fehlen. Die Lebensversicherungen sind kaputt gegangen, das Bankensterben wird um sich greifen, niemand kann für das Alter vorsorgen, es gibt keine risikolosen Anlagen mehr. Und parallel haben wir eine weitere Finanzmarktblase generiert und zwar im Bereich Aktien und Immobilien. Kein Normalverdiener mehr kann sich eine Immobilie leisten in den großen Ballungsgebieten Deutschlands. Man hat volkswirtschaftliche Schadensmaximierung betrieben, einfach, um ein paar Jahre „Party“ zu haben, damit die Börse weiter nach oben steigt. Das wird uns natürlich böse auf die Füße fallen“, ist er überzeugt.

    Es sei ein simples mathematisches Prinzip, das sich auf Dauer seine Geltung zurückholt, das lautet: Man kann Schulden nicht mit immer neuen Schulden bezahlen. Deswegen glaubt Marc Friedrich auch: „Das wird mit einem historisch großen Crash enden.“ Sein neues Buch, das im Oktober erscheinen soll, trägt ganz in diesem Sinne den Titel „Der größte Crash aller Zeiten“ und vereinigt die Analysen der letzten Jahre, die er und sein Kollege Matthias Weik durchgeführt haben. Eine Veränderung tut aus seiner Sicht dringend Not: Mit jedem Tag, mit dem wir an diesem falsch gestrickten System festhalten, werden die Kollateralschäden größer: gesamtwirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch.“ Seine Sicht findet er durch die Senkung des Zinssatzes in den USA durch das Federal Reserve System (Fed) von 2,25 Prozent auf 2,0 am Mittwoch bestätigt. Friedrich prognostiziert für die Zukunft einen Negativzins für die Vereinigten Staaten in einer Höhe von -1,5 Prozent und in Europa von mindestens -4. Bei solchen Sätzen kann es nicht lange gut gehen: „Es wird einen Kollaps unseres jetzigen Banken- und Finanzsystems geben, was aber normal ist, weil es Zyklen sind. Unser jetziges Geldsystem ist halt am Ende, in der Spätphase, im sogenannten Crackup-Boom, im letzten Zyklus. Und dann gibt es ein neues System und die Welt wird nicht untergehen – um Gottes willen, aber es wird die größte Vermögensumverteilung und -vernichtung der Geschichte sein“, so der Ökonom.
    Auf die Frage, warum manche Anleger selbst noch bei Negativzinsen investieren, antwortet der Buchautor: „Diejenigen, die es ganz lange halten, die haben vielleicht eine ganz andere Rechnung auf dem Schirm: In Deutschland kriege ich zwar -0,4 Prozent, ich erwarte aber, dass in den nächsten zehn Jahren der Euro umkippt und wir einen enormen Börsencrash erleben oder Staatspleiten. Dann ist natürlich die Investition in eine sichere Staatsanleihe wie Deutschland mit -0,4 ein Bombengeschäft. Wenn alles andere um mich herum, 20, 50, 80 Prozent verliert und ich nur 0,4 – dann bin ich ja der König. So rechnen auch manche Marktteilnehmer“, ist er sich sicher.

    Friedrich und Weik haben in Form von Modellen ein Zeitfenster für den Crash berechnet, das sich bis 2023 erstreckt. Bis dahin wird es aus Friedrichs Sicht zum großen Crash kommen. Aber dieser könne auch früher eintreten: „Auslöser kann alles Mögliche sein. Es kann eine systemrelevante Bank sein, die umkippt, wie die Deutsche Bank, die dann einen fatalen Dominoeffekt auslöst, weil wir durch die globalen Zahlungsströme weltweit miteinander verbunden sind. Es kann sein, dass Italien aus dem Euro ausschert. Es kann sein, dass die Zinsen massiv gesenkt werden müssen, weil wir eine Rezession haben, die ist ja schon am Horizont“, so der Ökonom.

    Quelle: https://de.sputniknews.com/wirtschaf...-aller-zeiten/
    https://de.sputniknews.com/kommentar...eltwirtschaft/

    Liebe Grüße
    Geändert von AreWe? (03.08.2019 um 07:16 Uhr)
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  4. #274
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    Egon W. Kreutzer: „Völker hört die Zins-Signale“ – Die Sparer zahlen die Zeche

    Wenn Nationalökonomen heulend und zähneklappernd die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil die EZB alles daran setzt, den Marsch in die Untiefen der Negativzinsen fortzusetzen, dann sollte man wissen: die Warnungen sollen Laien und selbst Fachleute in maximale Verwirrung stürzen und dabei verbergen, was eigentlich wirklich gespielt wird.

    Die klugen und weisen Nationalökonomen, die so manchen Blödsinn erzählen, wenn der Tag lang ist, weisen stets darauf hin, dass Notenbanken unabhängig zu sein hätten, weshalb ihnen „der Staat“ ebensowenig dreinreden dürfe, wie sie Staat und Volkswirtschaft durch ihre Geldpolitik „stützen“ dürfen.
    Das wäre, wenn es ihnen wirklich um das Wohlergehen der ganzen Volkswirtschaft, einschließlich „Volk“ ginge, heller Blödsinn, weil
    a) die Versorgung einer Volkswirtschaft mit mindestens ausreichender Liquidität viel zu wichtig ist, um ausgerechnet den Staat, also die gewählte Regierung, davon auszuschließen, und
    b) die Zentralbanken der kapitalistischen Welt, so wie sie organisiert und verfasst sind, ohne die freiwillige Mitwirkung der Geschäftsbanken gar nicht in der Lage sind, die Liquiditätsversorgung von Staat und Volkswirtschaft wirksam zu beeinflussen.
    Wenn die klugen und weisen Nationalökonomen also die Stirn runzeln, weil Trump die vom Staat ach so unabhängige Federal Reserve Bank drängt, die Leitzinsen zu senken und wenn sie zugleich heulend und zähneklappernd die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil die EZB alles daran setzt, den Marsch in die Untiefen der Negativzinsen fortzusetzen, dann erinnert das ein bisschen an Pontius Pilatus beim Waschen der Hände in Unschuld, denn diese Warnungen dienen nur dazu, Laien und selbst Fachleute in maximale Verwirrung zu stürzen und dabei zu verbergen, was eigentlich wirklich gespielt wird.
    Zins – warum und wofür? Vordergründig

    Zins ist nicht gleich Zins, weil auch Geld nicht gleich Geld ist.
    Der „Sparer“, der Geld angesammelt hat,

    und dieses Geld einem anderen zur Verfügung stellt, trennt sich mit dem Akt des Verleihens von der Verfügungsgewalt über sein Vermögen und überträgt sie einem anderen. Dies geschieht sowohl, wenn Omi Müller ihre gesparten Scheine aus der zweckentfremdeten Kaffeekanne holt und sie ihrem Enkel in die Hand drückt, der felsenfest verspricht, diesen Kredit sobald es ihm möglich ist, zurückzuzahlen, als auch wenn Omi Müller ihre gesparten Scheine zur Bank trägt, um ihr Sparguthaben aufzustocken.
    Solche „Sparer“ können sich mit einem Hauch von Recht darauf berufen, der Zins, den sie fordern, sei die Entschädigung für den Konsumverzicht, für die entgangenen Freuden, die sie hätten genießen können, hätten sie das Geld nicht gespart, sondern verkonsumiert. Dieser Hauch von Recht ist bei Omi Müller, die sich tatsächlich so manches zusätzliche Stück Torte – mit Sahne – hätte leisten können, wenn sie nicht gespart hätte, noch ziemlich stark. Bei Menschen, die sehr große Vermögen angehäuft haben, die auch bei größter Anstrengung nicht mehr verkonsumierbar sind, handelt es sich um eine reine Schutzbehauptung, hinter der nur die Gier nach noch mehr leistungslosem Einkommen verborgen wird.
    Die Bank, die Kredite vergibt,

    ohne Eigentümer des verliehenen Geldes zu sein, weil sie es mit einem reinen buchhalterischen Trick im Augenblick des Verleihens erst schafft, und zwar nur als ein Guthaben, nur als eine Zahl auf einem Konto, trennt sich mit dem Akt der Kreditvergabe nicht von ihrem Vermögen. Im Gegenteil: Ihre Verfügungsgewalt über ihr tatsächliches Vermögen verändert sich überhaupt nicht. Kreditgewährung ist „nur Bilanzverlängerung“. Wenn man das aus dem Kredit geschaffene Guthaben und die mit dem Kredit eingegangene Schuld gegenüberstellt, dann saldiert sich beides zu null.

    Nur wenn der Kreditnehmer den Kredit nicht tilgt, erleidet die Bank einen Vermögensschaden, weil das gewährte Guthaben nämlich vom Konto des Kreditnehmers verschwunden ist, die „uneinbringliche“ Forderung aber noch in den Büchern steht und letztlich unter Schmälerung des Eigenkapitals ausgebucht werden muss.
    Ein ehrlicher Banker wird also niemals behaupten, der Zins, den er von den Kreditnehmern fordert, sei eine Prämie für seinen Konsumverzicht. Ein wirklich ehrlicher Banker wird noch nicht einmal versuchen, zu erklären, es handle sich um den Konsumsverzicht der Sparer, die Einlagen bei seiner Bank halten, weil er ja deren Geld gar nicht verleiht, auch wenn es beim flüchtigen Hinschauen so aussieht; ein ehrlicher Banker wird erklären, der Zins decke einerseits die Kosten des Kreditgeschäfts seiner Bank, schließlich kosten Gebäude, Mitarbeiter und Computer laufend Geld, der Zins sei außerdem dazu da, Kreditausfälle zu kompensieren, und – nun ja – wenn dann noch etwas übrig bleibt, dann sei das eben sein Gewinn, nicht anders als wenn ein Molkereibesitzer nach Abzug aller Kosten aus dem Verkauf von Milch, Joghurt und Käse einen Gewinn übrig behält.
    Zins – warum und wofür? Hintergründig

    Die klugen und weisen Nationalökonomen, die so manchen Blödsinn erzählen, wenn der Tag lang ist, weisen stets darauf hin, dass einzig der Zins dafür sorge, dass das knappe Gut „Geld“ stets dahin fließe, wo es den größen Nutzen stifte und sprechen dabei von der segensreichen Allocationskraft des Zinses. Auch das ist heller Blödsinn, denn der Zins sorgt nicht dafür, dass das knappe Gut Geld den größen Nutzen stiftet, sondern dafür, dass nur die profitabelsten Geschäfte finanziert werden, also z.B. die Luxussanierung von Mietwohnungen in begehrten Innenstadtlagen statt dem Neubau von Sozialwohnungen.
    Diese Allocationskraft wirkt umso stärker, je höher die geforderten Zinssätze sind, weil der nach Zinsen übrig bleibende Gewinn mit steigenden Zinsen bei immer weniger Geschäftsideen ausreicht, um ein entsprechendes Unternehmen erfolgreich und mit einem nach Steuern und Zinsen für den Unternehmer verbleibenden Gewinn zu betreiben.
    Bei sinkenden Zinsen, so die Theorie, werden immer mehr Geschäfte zu lohnenden Geschäften, es wird zu immer mehr Unternehmensgründungen kommen, die Konjunktur springt an, die Arbeitslosigkeit sinkt, die Wirtschaft blüht und selbst kaum mehr rentable Unternehmen können sich noch mühelos über Wasser halten.
    Das alles stimmt allerdings nur, solange der Geldwert stabil bleibt. Leidet eine Volkswirtschaft unter Inflation, sieht die Rechnung ganz anders aus, denn während ringsum Löhne und Preise steigen, ändert sich der Nominalwert eines Kredites nicht, so dass für den Schuldner sowohl Zins als auch Tilgung mit der Zeit immer leichter zu schultern sind, während die bereits erwähnte Omi Müller tatsächlich, in Bezug auf die Kaufkraft ihrer Ersparnisse, immer ärmer wird. Nicht so die Bank, die einen Kredit vergeben hat. Ihr Vermögen hat sich nicht geändert. Es geht nur um die Zahlen auf dem Papier, und die bleiben gleich.
    Soviel zur eingangs gestellten Frage: „Die Sparer zahlen die Zeche?“,
    und der relativierenden Antwort: „Die kleinen Sparer schon.“
    Zur Kompensation des Kaufkraftverlustes der Sparer sollten also die Zinsen mit zunehmender Inflation steigen, das versteht noch jeder.
    Dass aber umgekehrt, vor dem Hintergrund einer Deflation, die Zinsen auch wieder sinken sollten, um dem steigenden Geldwert nicht noch einen zusätzlichen Kaufkraftzuwachs durch hohe Zinsen zu bescheren, das wird oft vergessen.
    Deflation und Negativzins

    Der Negativzins wird von Geldtheoretikern und Komplementärwährungskonstrukteuren schon lange für erforderlich gehalten, um den Geldumlauf sicherzustellen. Wer sieht, wie sein Geld laufend weniger wird, so argumentieren sie seit Michael Unterguggenberger 1931 in Wörgl sein Notgeld in Umlauf brachte, der wird es ausgeben – und schon geht es allen wieder gut. Daher heißt der Negativzins bei denen auch nicht Negativzins, sondern „Umlaufsicherung“ und wird für unverzichtbar gehalten. Dabei war es (nach meiner Überzeugung) nur die Tatsache, dass Unterguggenberger seiner Gemeinde überhaupt den Zugang zu Liquidität verschaffte, die das Aufblühen der Region – nicht wegen, sondern trotz der Umlaufsicherung des Freigeldes – hervorbrachte.
    Es ist an dieser Stelle erforderlich, vor dem Negativzins noch einmal auf die Deflation einzugehen.
    Ganz einfach gesprochen ist „Deflation“ ein Zustand, in dem zu wenig „Liquidität“ verfügbar ist, so dass das „Angebot“ an Waren und Leistungen trotz Bedarf nicht abgenommen werden kann, weil das Geld fehlt, um es bezahlen zu können. Bei genauerer Betrachtung stellt man jedoch fest, dass im Grunde genug Geld da wäre – aber eben nicht bei denen, die es für ihren ganz normalen Konsum brauchen und es für realwirtschaftliche Produkte einsetzen würden, sondern bei denen, deren realwirtschaftlicher Bedarf auch im Luxussegment weit übergedeckt ist, sodass das schöne Geld in „Geldanlagen“ steckt und gesteckt wird, was dazu führt, dass an den Börsen und Finanzmärkten die Inflation galoppiert, während die Realwirtschaft immer tiefer im Treibsand der Deflation versinkt.
    Ist diese Spirale einmal in Gang gekommen, ist sie kaum mehr aufzuhalten. Eine wegen Liquiditätsmangel austrocknende Realwirtschaft verlockt nicht zum Investieren, weil die Chance auf eine gute Rendite in einem solchen Szenario weitaus kleiner ist als das Risiko des Kapitalverlustes durch Insolvenz, während es zugleich am Kapitalmarkt nur eine Richtung zu geben scheint: Nach oben.
    Dass es sich bei den ewig steigenden Kursen um Inflation handelt, wenn man für eine Aktie X aktuell doppelt so viel ausgeben muss wie vor zwei Jahren, obwohl sich weder Umsatz noch Gewinn des Unternehmens positiv verändert haben, spielt keine Rolle – weil die Inflation auf die Finanzsphäre beschränkt bleibt und nur allmählich und mit Verzögerung auf Sachanlagen (Immobilien, Edelmetall, etc.) übergreift, während realwirtschaftlich nur ganz geringe Preissteigerungen zu erkennen sind. Der Börsianer profitiert primär wegen dieser unterschiedlichen Geldwertentwicklung von der Inflation der Assets. Denn an der Börse sind seine Kursgewinne wenig wert, weil so ziemlich alle angebotenen Anlagen die Teuerung mitmachen, doch kann er mit realisierten Kursgewinnen in der preisstabilen bis deflationären Realwirtschaft tatsächlich den Kursgewinn als Kaufkraftzuwachs für sich in Anspruch nehmen.
    Dieses Phänomen, dass es innerhalb einer Volkswirtschaft zu einer absolut zweigeteilten Geldwertentwicklung kommen kann, wird von den klugen und weisen Nationalökonomen – soweit ich das feststellen kann – entweder nicht wahr- oder nicht ernstgenommen. Im Gegenteil: Es wurde und wird durch die von diesen Ökonomen empfohlenen wirtschafts- und finanzpolitischen Entscheidungen der Regierungen erst hervorgerufen und dann eher noch verschärft.
    Wer die Masse der Bedarfsträger alleine dadurch belastet, dass das Steueraufkommen zum ganz überwiegenden Teil aus der Besteuerung des Konsums, statt aus der Besteuerung der Einkommen generiert wird, und zudem im Interesse der Exportwirtschaft dafür sorgt, dass es über viele Jahre praktisch keine Reallohnsteigerungen gibt, schafft genau die Voraussetzungen, die realwirtschaftliche Investitionen für den Binnenmarkt riskant und wenig erfolgversprechend erscheinen lassen, während die deregulierten internationalen Finanzmärkte aufgrund der Fähigkeit, eine eng begrenzte, sektorale Inflation anzuheizen, immer weiter wachsende Renditen versprechen, die noch dazu außerhalb der Finanzsphäre in Sachwerten realisiert werden können.
    Wie wirkt es sich nun aus, wenn die EZB einerseits Billionen billigen Geldes durch den Ankauf von Anleihen zur Verfügung stellt und zugleich auf die bei ihr gehaltenen Einlagen der Geschäftsbanken einen Negativzins erhebt?

    Nun, es wirkt sich negativ aus.
    Um das zu verstehen, muss man wissen, dass Zentralbankgeld aus dem Kontenkreis der Zentralbank nicht entfliehen kann. Es sei denn, die Banken ließen sich ihre Guthaben in Bargeld, also in Geldscheinen auszahlen, um diese Geldberge, die dafür eigens erst gedruckt werden müssten, in eigenen Tresoren zu verwahren, oder die Banken bzw. die Kunden der Banken würden Geld benutzen, um im Ausland mit Devisen einzukaufen. Die dritte Möglichkeit zu nutzen, nämlich eigene „Sicherheiten“ von der Zentralbank zurückzukaufen, ist in Zeiten, in denen die Zentralbank – koste es was es wolle – Anleihen ankauft, eine eher schizophrene Annahme.
    Die Ansage, die Banken würden mit Negativzinsen beaufschlagt, um sie dazu zu bringen, Kredite auszureichen, statt Geld bei der Zentralbank zu parken, ist absoluter Schwachsinn! Im Gegenteil: Es ist aus technischen Gründen zu erwarten, dass der Bestand an Zentralbankgeld eher wachsen würde, wenn mehr Kredite ausgereicht werden.
    Wenn die EZB also 2,6 Billionen Euro aus dem leeren Hut gezaubert, und diese 2,6 Billionen Euro jenen Banken auf ihren Zentralbankkonten gutgeschrieben hat, die ihr die Papiere verkauft haben, dann sind diese 2,6 Billionen Euro zu Zentralbankgeld geworden, das faktisch nicht aus der Welt geschafft werden kann, weshalb es dem Negativ-Zins schutzlos ausgeliefert ist.
    Wozu brauchten so viele Banken so viel Zentralbankgeld?
    Das ist die eigentlich spannende Frage – aber sie ist relativ einfach zu beantworten.
    Die Zentralbank ist die Bank der Geschäftsbanken. Ohne eine Kontoführung für die Institute des Bankensystems wäre es unmöglich, dass ein Kunde der Bank A eine Überweisung an einen Kunden der Bank B vornehmen könnte. Es sei denn, die Banken würden zwischen sich entsprechende Bargeldtransporte durchführen.
    Tatsächlich landen sämtliche Überweisungen, die zwischen den vielen Instituten täglich hin und her laufen, in einem Clearing-Prozess, in welchem die Geldbewegungen zwischen den Instituten saldiert werden und jeweils nur der Saldo zwischen zwei Instituten durch Buchungen auf den Zentralbankkonten ausgeglichen wird.
    Wenn also die Gemischtwarenbank Nürnberg für ihre Kunden 10 Millionen Euro an die Kurzwarenkassa Würzburg überwiesen hat, während von der Kurzwarenkassa Würzburg 12 Millionen an die Gemischtwarenbank überwiesen wurden, dann wird die Differenz von 2 Millionen Euro vom einen auf das andere Zentralbankkonto übertragen und fertig ist die Laube.
    Nun kann es jedoch vorkommen, dass die Geschäfte bei einer Bank so krumm gelaufen sind, dass ihr Zentralbankkonto die erforderliche Deckung nicht aufweist. Dann wird es erforderlich, eigene Geldanlagen – z.B. Staatsanleihen – zu verpfänden oder zu liquidieren, um das Konto wieder aufzufüllen. Dummerweise haben diese Anleihen nur so lange den aufgedruckten Wert, wie sie unberührt ihrem Fälligkeitstermin entgegenschlummern. Werden sie zwischenzeitlich angerührt und geweckt, entspricht ihr Wert nur dem gerade angesagten Marktwert – und der kann ziemlich niedrig sein, so dass so eine Bank, die in bester Absicht sehr viele italienische Staatsanleihen gekauft hat, ernsthaft in Schwierigkeiten geraten könnte, je boshafter „die Märkte“ die Kurse dieser Anleihen in den Keller drücken.
    Zudem kann es sein, dass die italienische Bank, die eifrig italienische Staatsanleihen gekauft hat, miterleben musste, dass einige ihrer besten Kunden ihre Konten auflösten und viele Millionen auf Konten bei deutschen Banken transferierten, was das Zentralbankkonto dieser italienischen Bank durchaus belastete, obwohl diese Millionen dann an der italienischen (Zentralbank-) Grenze in den Target 2 Salden hängengeblieben sind.
    Gut zu wissen, für die unschuldig notleidende italienische Bank, dass es da jemanden gibt, der ohne Rücksicht auf Verluste, koste es, was es wolle, diese Anleihen aufkauft, denn das ermöglicht es, auch weiterhin fleißig und im besten patriotischen Sinne in Anleihen des eigenen Staates zu investieren.
    Um niemanden zu diskriminieren, muss die EZB natürlich allen Banken die gleiche Chance einräumen, ihre toxischen Papiere abzustoßen, auch denen, die kein Problem mit der Liquidität haben, sondern sich nur vorsorglich vom Schrott trennen wollen, den sonst niemand haben will. Die daraus zufließende Liquidität auf dem Zentralbankkonto ist jedenfalls besser – und sieht auch im Stresstest besser aus – als ein schlecht bewertetes Papier im Tresor. Außerdem kann man mit dieser Liquidität wieder neue Spekulationsspielchen treiben, was die Inflation an den Finanzmärkten weiter antreibt.
    Natürlich handelt es sich beim Anleihekaufprogramm um nichts anderes als um eine verdeckte Kreditgewährung der EZB an die Geschäftsbanken. Weil dabei aber die „Sicherheiten“ nicht verpfändet, sondern verkauft wurden, hat es offiziell keinen Kredit gegeben. D0ch die EZB hat damit zugleich auch noch das komplette Risiko aus den angekauften Papieren übernommen – und das lässt sie sich eben mit jenen 0,4 Prozent Negativzins bezahlen, die auf die Zentralbankguthaben erhoben werden.
    Verrückt daran ist allerdings, dass mit dieser Konstruktion das Gespenst der Deflation in der Euro-Zone quasi in Bronze gegossen wurde und seitdem auf einem stabilen Granitsockel zur Schau gestellt wird.
    Listige Bankmanager

    haben in Deutschland bereits Kredite mit Negativzinsen angeboten – strikt limitiert, natürlich – aber mit der eiskalten Botschaft, dass es irgendwie besser sei, vom Schuldner nach zwei Jahren wenigstens noch 930 Euro Tilgung zu erhalten als die 1.000 Euro, die man jetzt hat, einfach zu behalten. Da kommt doch die Frage auf, ob unter Umständen eine Kreditschuld den erwarteten Crash des Euro besser überstehen könne als das Guthaben auf dem Girokonto oder die Scheine im Safe …
    Zu Ende gedacht heißt das, dass die Abschaffung des Bargeldes als gesetzliches Zahlungsmittel mit der Ausweitung von negativ verzinsten Krediten unvermeidlich wird, ebenso muss dem ein Verbot des Besitzes von Gold und anderen Edelmetallen folgen.
    Klar, es heißt, es habe sich bloß um einen Marketing-Gag gehandelt, man wollte als Bank auf sich aufmerksam machen. Doch da hätte es durchaus viele andere, vermutlich sogar wirksamere Möglichkeiten gegeben. Für mich handelt es sich bei den Krediten „Nimm 1.000 – zahle 9xx zurück!“ nicht um einen Marketinggag, sondern um ein Signal.
    Listige Bankmanager

    haben zugleich damit begonnen, ihren Großeinlegern keine Zinsen mehr gutzuschreiben, sondern ihrerseits Strafzinsen zu erheben. Das sei immer noch billiger als sich selbst einen entsprechend großen Safe anzuschaffen und bewachen zu lassen, und zudem würde der Kaufkraftgewinn die Strafzinsen doch auch wieder ausgleichen … Es droht die Ausweitung dieser Praxis auf alle bei Banken gehaltenen Guthaben, auch beim kleinsten Sparer.
    Zu Ende gedacht heißt das, dass die Abschaffung des Bargeldes als gesetzliches Zahlungsmittel mit der Ausweitung von negativ verzinsten Guthaben unvermeidlich wird, ebenso muss dem ein Verbot des Besitzes von Gold und anderen Edelmetallen folgen.
    Der brave deutsche Steuerzahler nimmt den Negativzins durchaus verwundert zur Kenntnis, bestaunt ihn, wie man ein Kalb mit zwei Köpfen bestaunt, sagt zu seiner Frau: „Da schau mal, was es nicht alles gibt!“, und wendet sich – die Sache schnell vergessend – erheitert der Sportschau und dem Feierabendbier zu.
    Dabei ist im Grunde nur noch eine Schlussfolgerung möglich:
    Wenn Banken auf diese Weise signalisieren,
    dass sie keinen Wert mehr darauf legen, das Geld von Anlegern einzusammeln,
    dass sie auch keinen Wert mehr darauf legen, im Kreditgeschäft Zinsgewinne zu erwirtschaften,
    dass sie im Grunde also den eigentlichen Geschäftsbetrieb als Kreditinstitute klammheimlich einstellen,
    dann kann davon ausgegangen werden,
    dass der ganz große Crash ernsthaft in Vorbereitung ist.
    Eine lang anhaltende Deflation in der Realwirtschaft der gesamten EU, die nur durch wüste Finanzmanipulationen der Zentralbank, in Abstimmung mit der Kommission, in Abstimmung mit mindestens einem nationalen Finanzminister so „beherrscht“ werden konnte, dass die Gewinnansprüche des Finanzkasinos mit immer mehr frisch gedruckter heißer Luft befriedigt werden konnten, weil aus der Realwirtschaft und den Staatshaushalten – außer in Deutschland – kaum noch „Kapitalerträge“ generiert werden konnten, lässt nun auch für den letzten Mohikaner erkennbar werden, dass es für das immer noch anhaltende Wachstum des nominalen Reichtums der Superreichen keine andere Quelle mehr gibt als die Notenpresse –
    dass das gesetzliche Zahlungsmittel aus der Fälscherwerkstatt stammt und den Begünstigten dreist die Sachwerte zusammenkauft, ohne dass diese selbst Werte geschaffen hätten.

    • So, wie im Augenblick alle Indikatoren für die deutsche Wirtschaft nach Süden zeigen,
    • nicht nur, aber auch weil Donald Trump der Globalisierung schwere Knüppel zwischen die Beine wirft,
    • nicht nur, aber auch weil wildgewordene Klimapaniker die Energieversorgung und die Mobilität und damit die Investitionssicherheit schwer beschädigen,
    • nicht nur, aber auch weil eine Regierung ohne Sachverstand zugelassen hat, dass der Sachverstand der Ministerien an externe Berater outgesourct wurde und nun nicht mehr zur Verfügung steht, wenn er wegen der Kritik des Rechnungshofes nicht mehr bezahlt werden kann,

    könnte der sich bereits abzeichnende und spätestens im nächsten und übernächsten Jahr eintretende massive Einbruch des BIP ausreichen, um den DAX ins Taumeln zu stürzen und so viele notleidende Kredite hervorzubringen, dass die instabile deutsche Bankenlandschaft sich mit einem großen Knall in Rauch auflöst. Damit wären sicherlich auch alle eventuell in den Büchern der Deutschen Bank noch verborgenen Risiken elegant ausradiert, während kein Rettungsschirm auch nur annähernd groß genug wäre, um den bis an alle EU-Außengrenzen und hier und da auch darüber hinaus jagenden Domino-Effekt noch aufzuhalten.
    Heerscharen von Geiern, von überall her kommend, werden den Himmel verfinstern und sich der mobilen und immobilen Sicherheiten und Pfänder bemächtigen und die Börsen für ein Butterbrot leerkaufen, während die GroKo in den Wirren der Straßenkämpfe zwischen Plünderern und Sicherheitskräften, zwischen Antifa und Bürgerwehren, zwischen arabischen Clans und chinesischen Triaden in Panik nach Südamerika flüchtet und die Reste des Staatsapparates nicht mehr die Kraft aufbringen, Neuwahlen, beziehungsweise überhaupt noch etwas zu organisieren.
    Wenn dann die Präsidentin der EU Kommission beschließen sollte, das längst grenzenlose und nun auch führungslose Gebiet mit allen, die schon länger oder weniger lange da leben, zu seinem eigenen Schutz und Vorteil mit Unterstützung von UN-Blauhelmen unter EU-Kommissions-Verwaltung zu stellen, dann (Preisfrage):

    • sind die Renten sicher.
    • hat sich die Sache mit dem Friedensvertrag, der Feindstaatenklausel und dem Artikel 146 endgültig erledigt.
    • sind endlich die Vereinigten Staaten von Europa geschaffen und Amis, Chinesen und Russen dürfen sich warm anziehen.
    • werden wir froh sein, wenn wir mitten in der Nacht schweißgebadet aufwachen und feststellen, dass alles nur
    • ein Albtraum war.


    Quelle: https://www.epochtimes.de/meinung/ga...-a2960717.html
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  5. #275
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    Tagesdosis 12.8.2019 - Taumelndes Finanzsystem: Die Manipulation zeigt Folgen



    Ein Kommentar von Ernst Wolff. Betrachtet man die Entwicklung der globalen Finanzmärkte in den vergangenen zehn Jahren aus der Sicht der Mainstream-Medien, so könnte man meinen, die Welt sei in bester Ordnung. Die Zahlen und Fakten, mit denen sie ihre Einschätzung belegen, scheinen ihnen sogar Recht zu geben: Seit der Krise von 2007/08 hat die Welt den längsten Börsenboom aller Zeiten erlebt, die Beschäftigungszahlen sind hoch, die Inflation ist niedrig und der Konsum ganz offenbar ungebrochen. Trotzdem mehren sich zurzeit die Anzeichen, dass es im System brodelt. Daher lohnt es sich, die Angaben der Mainstream-Medien zu hinterfragen. Wer das tut, wird sich wundern, denn bei näherem Hinsehen erscheinen sie in einem ganz anderen Licht – und lassen vor allem nichts Gutes für die Zukunft erwarten. So handelt es sich beim längsten Börsenboom in der Wirtschaftsgeschichte keinesfalls um ein Zeichen der Stärke des Systems, sondern eher um das Gegenteil: Der Boom ist nämlich mit der schwächsten Wirtschaftserholung aller Zeiten einhergegangen und wäre ohne die Manipulation durch die Zentralbanken nicht möglich gewesen. Wären nicht Unmengen an Geld aus dem Nichts geschaffen und zu immer niedrigeren Zinsen an Großinvestoren vergeben worden, hätten diese das Geld nicht in die Finanzmärkte pumpen und so für das größte Missverhältnis sorgen können, das es jemals zwischen Realwirtschaft und Finanzsektor gegeben hat. Dieses Missverhältnis aber zeigt jetzt seine Wirkung, denn die Welt rutscht seit Jahresanfang in eine Rezession, deren Auswirkungen nur durch genau die Maßnahmen gemildert werden könnten, die die Zentralbanken in den letzten zehn Jahren im Übermaß angewandt haben: Gelddrucken und Zinssenkungen. Die EZB zum Beispiel hat zwischen März 2015 und Dezember 2018 mehr als drei Billionen Euro geschaffen und die Zinsen bis auf Null gedrückt. Um sich der Rezession entgegenzustemmen, müsste sie jetzt noch mehr Geld erzeugen und die Zinsen deutlich in den Minusbereich absenken. Das aber würde einerseits das Vertrauen in den Euro untergraben und andererseits das klassische Bankgeschäft, die Kreditvergabe, endgültig zerstören und die Banken so noch stärker in die Finanzspekulation treiben. Aber selbst wenn die EZB aus purer Verzweiflung zu diesen Maßnahmen greifen würde – der gewünschte Effekt, nämlich das Abmildern der Rezession durch ein erneutes Wirtschaftswachstum, würde mit Sicherheit nicht eintreten. Eine Rezession geht nämlich mit einer Entlassungswelle einher, die die ohnehin stagnierende Massenkaufkraft weiter schwächt und so die Nachfrage und damit den Absatz von Industrieprodukten weiter sinken lässt.…weiterlesen hier:https://kenfm.de/tagesdosis-12-8-2019...
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  6. #276
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    Diese Woche wird die Zukunft des Geldes entschieden

    Diese Woche trifft sich die globale Finanzelite der sogenannten „Währungshüter“. Im amerikanischen Jackson Hole findet das alljährliche globale Treffen der Notenbank-Chefs statt. Die Finanzwelt befindet sich an einem Scheidepunkt. Die Wahrscheinlichkeit ist gegeben, dass dort dieses Mal folgenreiche Entscheidungen getroffen werden.
    Die globale Konjunktur ist am Stagnieren, Warnungen vor einer Welt-Rezession werden laut. Das bisherige Instrumentarium der Notenbanker ist weitgehend ausgeschöpft. Neue Ideen sind gefragt, um den globalen Finanzcrash noch weiter hinauszuzögern, die Finanzelite soll noch mehr am Bürger verdienen. Die Agenda des Treffens, bei der es um die „Herausforderung für die Geldpolitik“ gehen soll, klingt zunächst harmlos. Doch angesichts der welt- und finanzpolitischen Lage dürften die dort getroffenen Entscheidungen hochbrisant werden – für jeden Einzelnen von uns.
    Die Möglichkeiten der Politik des billigen Geldes, das die Märkte überschwemmt und zur Blasenbildung beigetragen hat, sind ausgeschöpft. Niedrig- und Nullzinsen helfen nicht mehr, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Demnach soll eine neue Form der Geldpolitik her: die Währungshüter wollen ohne den Umweg durch Banken und Finanzinstitute private und öffentliche Investitionen direkt mit der Notenpresse finanzieren.
    Das klingt wie die Neuauflage des Helikoptergeldes, bei dem die Notenbanken Geld quasi auf alle Haushalte regnen lassen. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied zum Helikoptergeld: Nicht jeder Bürger wird von dem Geldregen profitieren. Die Notenbanken wollen mit den Regierungen bei der Geldverteilung gemeinsame Sache machen. Die Grenzen zwischen Geld- und Fiskalpolitik würden dadurch aufgehoben. Verfasst wurde diese Idee von dem Vermögensverwalter BlackRock sowie dem früheren Schweizer Notenbankchef Philipp Hildebrand und dem ehemaligen Vizechef der Bank of Canada.
    Auch die EZB unter Mario Draghi betreibt eine Geldpolitik die sich mehr und mehr zu einer veritablen Einmischung in die Politik entwickelt hat. Mit den massiven und rechtswidrigen Anleihekäufen hat Draghi und die EZB de facto Staatenfinanzierung praktiziert – eine Einmischung in die Politik, die Notenbanken nicht erlaubt ist. Die in den vergangenen Jahren vollzogene Politisierung der Notenbanken würde sich mit diesem geplanten Szenario noch beschleunigen. In den Entscheidungsgremien finden sich dann immer mehr Nicht-Ökonomen.


    Quelle: https://www.neopresse.com/wirtschaft...s-entschieden/
    Normalerweise würde ich das nicht machen, aber in diesen Zeiten, wo nichts mehr normal zu verlaufen scheint:

    https://www.globale-evolution.de/sho...l=1#post431152

    Die Geschichte hört sich wahrscheinblicher an, als all die ständigen Lügen in der Presse.

    LG
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  7. #277
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    Finanzkrach noch dieses Jahr? Bankenkartell will Sparer enteignen



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