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Thema: Stuttgart 21

  1. #141
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    Kriminaltango in der Baugrube

    Stuttgart 21 entwickelt sich zu einem gigantischen Fall von Wirtschaftskriminalität, wie die Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestags verdeutlicht. Der grüne Ausschussvorsitzende Cem Özdemir faselt was von Katzen auf Bäumen. Und die Staatsanwaltschaft Berlin weigert sich, zu ermitteln.

    weiter hier: https://www.kontextwochenzeitung.de/...rube-5144.html
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  2. #142
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    Mit neuem Rückenwind: Die Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21

    Wir machen auf aktuelle Termine und Ereignisse aufmerksam und dokumentieren die Rede des Verkehrsexperten Winfried Wolf bei der Montagsdemonstration vom 18. Juni 2018. Bleiben wir am Ball. Dann bleiben wir „oben“! – Der Widerstand gegen Stuttgart 21 ist auch eine „staatspolitische“ Aufgabe. Dieser Begriff mag übertrieben klingen. Tatsächlich ist er berechtigt. Denn was in Stuttgart geschieht, widerspricht aller Vernunft, der demokratischen, der verkehrspolitischen und der fiskalischen Vernunft. Was dort geschieht, ist Zeichen einer Bunkermentalität und einer gewissen politischen Korruptheit der Verantwortlichen bei der Bahn und beim Bund.

    weiter hier: https://www.nachdenkseiten.de/?p=44587
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  3. #143
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    Das zerstörerische Großprojekt Stuttgart 21

    Seit Mitte 2018 hat das Großprojekt Stuttgart 21 eine neue Dimension erreicht. Die Bahnchefs mussten jetzt selbst zugeben, dass das Projekt unwirtschaftlich ist. Den Bahnvorständen muss von Anfang an klar gewesen sein, dass das Projekt immer unwirtschaftlich sein würde. Denn Bahnchef Richard Lutz musste im April 2018 im Bundestag eingestehen, dass Stuttgart 21 „komplett unwirtschaftlich“ sei und dass das Projekt der Bahn Riesenverluste bescheren werde.

    Im Juni 2018 kam es daraufhin zu einer öffentlichen Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestages. Thilo Sarrazin, der in den Jahren 2000 und 2001 zeitweise für den Netzbereich der Deutschen Bahn AG verantwortlich war, wurde zu dem Ausschuss als Zeuge vorgeladen. Sarrazin sagte, dass das Projekt Stuttgart 21 auf der Liste der unrentablen Projekte der Deutschen Bahn ganz unten stehe. Die Bahn hätte das Projekt niemals in die Rentabilitätsrechnung einbeziehen dürfen. Der damalige Bahnchef Hartmut Mehdorn sagte auf Anfrage von Sarrazin damals, das Projekt sei zwar völlig unrentabel, doch erhalte die Bahn dafür den ganzen Nahverkehrsauftrag für Baden-Württemberg.

    Der Nahverkehrsvertrag wurde im Juni 2003 zwischen Bahn und Land Baden-Württemberg abgeschlossen. Das besondere bei dem Vertrag war, dass es dafür keine Ausschreibung gab. Die Laufzeit des Vertrags war zudem mit 13 Jahren ungewöhnlich lang. Die Zahlungen an die Deutsche Bahn vom Land waren vollkommen überteuert. Ex-Bahnchef Mehdorn hatte also für ein völlig unrentables Projekt seine Zustimmung gegeben, um als Gegenleistung vom Land Baden-Württemberg eine Milliarde Euro zu erhalten. Der Vertragsabschluss war ein hinter den Kulissen abgekarteter Deal.
    Dass es einen solchen krummen Deal gab, wurde bereits lange vermutet. Erst als Thilo Sarrazin aussagte, wurde der Verdacht bestätigt. Zudem wurde belegt, dass durch das Projekt ungeheuerliche Millardensummen an Steuergeldern verschleudert werden. Vermutlich wird Stuttgart 21 nie fertigwerden, so wie der BER. Der Maschinenbau-Ingenieur und Kritiker Hans-Joachim Keim bezweifelt, dass der Tiefbahnhof jemals in Betrieb gehen wird: „Der Tiefbahnhof wird keine Brandschutzgenehmigung erhalten. Das ist ein unlösbares Problem“. Keim hat sich das Brandschutzkonzept genau angesehen. Spätestens bei Brandübungen vor der Inbetriebnahme werde sich zeigen, dass eine „Entfluchtung der Fahrgäste nicht machbar ist“, meint Keim. Das bedeutet, dass Fahrgäste bei einem Brand nicht in Sicherheit gebracht werden können.
    Da es von der Politik keine Reaktionen hinsichtlich des desaströsen Projekts gibt und Milliarden an Steuergeldern weiter ungehindert verschleudert werden, hat sich jetzt eine neue Organisation formiert, die an den Bundestag appellieren will. Die Organisation „Stuttgart 21 – Ausstieg jetzt“ fordert den Bundestag zum sofortigenAusstieg aus Stuttgart 21 und zur Prüfung des vorliegenden Konzepts „Umstieg21“ auf. Das Ziel ist es, mindestens 1000 Unterschriften zu erhalten und den Appell in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zu veröffentlichen.

    Quelle: https://www.watergate.tv/das-zerstoe...-stuttgart-21/
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  4. #144
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    Das Bahn-Desaster: Stuttgart 21 – die neue Dauerlast der Bahn

    Die „Stuttgarter Zeitung“ hat für den Bahnhof und das Projekt „Stuttgart 21“ einen Bericht formuliert, der die Öffentlichkeit alarmieren müsste. Die Politik scheint weitgehend tatenlos einer weiteren Verschuldung der Deutschen Bahn AG durch den Bau dieses Bahnhofs zuzusehen. Die neue Investitionsplanung der immer noch staatseigenen Deutschen Bahn AG ist nach den Angaben der Redaktion so ehrgeizig, dass die Bahn bis 2023 3,3 Milliarden Euro mehr Eigenmittel für den Bahnhof „beschaffen“ muss.

    Bahn übernimmt sich möglicherweise
    Die vorgelegten Zahlen sind deshalb alarmierend, weil die Bahn damit mehr investieren muss, als sie alleine im vorigen Jahr über alle Bereiche hinweg investiert habe. Der Betrag sei zudem das Vierfache des Jahresüberschusses aus dem Jahr 2017. Die Milliarden gehen nur auf die Investitionen in den Stuttgarter Bahnhof zurück – und dies ist der eigentlich alarmierende Befund, der sich aus dem Zahlenwerk ergibt.

    Die Bahn droht sich den vorliegenden Rohzahlen nach damit zu übernehmen. Die „Stuttgarter Zeitung“ wiederum beschreibt, dass die Bahn eine Stellungnahme zu den vorgelegten Finanzdaten ablehnen würde. Schon jetzt seien die Gesamtkosten für das Projekt auf zumindest 8,2 Milliarden Euro angestiegen. Der Bundesrechnungshof ginge, wie „andere Experten“, von einem Gesamtvolumen in Höhe von „eher 10 Milliarden Euro“ aus.

    Ein weiteres Problem ergibt sich durch den Umstand, dass es zahlreiche Bauprobleme, Planungsprobleme und Genehmigungsprobleme gebe. Daher würde der Bahnhof frühestens im Jahr 2025 fertiggestellt werden können. Dies sei deutlich später als ursprünglich geplant.
    Die Politik hingegen hält sich derzeit mit Erklärungen zu diesem erneut teuren und offenbar auch fehlgeplanten Projekt zurück. Der Berliner Flughafen BER lässt grüßen. Die Kosten sind explodiert, die Fertigstellung verschiebt sich zusehends weiter nach hinten. In Deutschland lassen sich keine Großprojekte mehr herstellen – oder sollte das Problem einfach darin bestehen, dass die Projektrisiken vorab nicht hinreichend kommuniziert werden?

    Quelle: https://www.neopresse.com/gesellscha...last-der-bahn/
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  5. #145
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    Schmeichelworte zu Stuttgart 21

    Rede von Siegfried Busch, Aktionsbündnis für den Kopfbahnhof Steinlach/Mössingen, auf der 471. Montagsdemo am 8.7.2019


    Liebe Leute,
    die Erfinder und Betreiber des Bahn- und Städtebauprojekts Stuttgart 21 (aktuell richtiger „Immobilienprojekt mit Kollateralschaden Stuttgart 21“), also die Stuttgart-21-Befür*worter, dürfen natürlich ihr Projekt loben und rühmen, das ist normal. Aber man sollte dabei auf dem Teppich bleiben und nicht maßlos übertreiben, sonst wird’s zur fragwürdigen falschen Schmeichelei. Ich hab’ mir in letzter Zeit solche übertriebenen „Schmeichelworte zu Stuttgart 21“ aufgeschrieben, die ersten drei heißen „Das neue Herz Europas“, „Leuchtturmprojekt“ und „geniales Jahrhundertprojekt“.
    Liebe Leute hier auf der Demo, das kennt ihr schon alles und noch viel mehr. In meiner gedruckten Rede stehen 40 Schmeichelworte zu Stuttgart 21. Die meisten sind schon lange zu Lachnummern geworden, sie haben sich überholt oder ins krasse Gegenteil verkehrt. Extrembeispiele sind „best geplantes Projekt“ und „überragende Verkehrsbedeutung“. Die Genehmigungen zur Park- und Stadtzerstörung wurden mit der „überragenden Verkehrsbedeutung“ gerechtfertigt, der Naturschutz damit ausgehebelt. Wörtlich heißt es in der Planfeststellung: „... insbesondere spricht aber die überragende Verkehrsbedeutung des Vorhabens als überwiegend öffentlicher Belang hier für eine Befreiung. Gegenüber dieser überragenden Verkehrsbedeutung haben die Schutzinteressen, die mit dem Landschaftsschutzgebiet verfolgt werden, zurückzutreten.“ (PFB1.5 Seite 346) Damit konnten im Rosensteinpark Bäume gefällt werden und konnte der schöne alte Schlossgarten am Bahnhof ganz legal vernichtet werden!
    Wir Gegner vom „Jahrhundertprojekt“ haben eine Unmenge an kritischen Worten gesagt und geschrieben. Das sind natürlich keine echten Schmeichelworte, sondern das Gegenteil, es ist schonungslose Kritik.
    In meiner Liste heißen die ersten drei von 120: „Größte Fehlentscheidung der Eisenbahngeschichte“, „Eisenbahn-Zerstörungsprojekt“ und „Untergangsprojekt Stuttgart 21“. Ist es denn sinnvoll, immer wieder auf den Unsinn von Stuttgart 21 hinzuweisen und sich immer noch für einen besseren Bahnhof einzusetzen? Ja! Man muss es immer wieder sagen. Das meinte auch der politisch engagierte Bertolt Brecht mit seiner Mahnung „Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde! Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!“
    Jetzt will ich noch zwei Stuttgart-21-Schmeichler direkt ansprechen, den ehemaligen OB Schuster und den S21-Vereinschef Brunnhuber:
    Herr Dr. Schuster, Sie haben 2007 – also vor 12 Jahren – einen Brief an alle 300.000 Stuttgarter Haushalte geschickt mit einer ganze Reihe Lobesworten, die inzwischen fast alle unhaltbar geworden sind. Aus Zeitgründen kann ich wieder nur drei davon nennen:

    1. Sie schrieben „unsere Stadt wird noch lebenswerter“. Die vermutlich über 20jährige Bauzeit ist eine Zumutung für die Stuttgarter, mit großen Belästigungen und Zeitverlusten und damit viel weniger Lebensqualität. Die Vernichtung des Schlossgartens am Bahnhof macht die Stadt unwiederbringlich ärmer, also das krasse Gegenteil von „lebenswerter“. Ob ein neues Stadtviertel, vollmundig „Rosensteinviertel“ genannt, die Stadt lebenswerter macht, möchte ich stark bezweifeln.
    2. Ihr Schmeichelwort „mehr grün“ hat sich aber inzwischen fast bewahrheitet. Nur fehlt bei dem Wort „grün“ eine Kleinigkeit, ein „e“ am Schluss, es muss heißen „mehr Grüne“.
    3. Herr Dr. Schuster, sie behaupteten wörtlich: „ein neuer Durchgangsbahnhof, der doppelt so leistungsfähig ist“. Stehen Sie noch dazu? Wenn der neue Bahnhof weniger leistet als der Kopfbahnhof und auch andere Ihrer Lobesworte schlicht falsch waren, dann wäre es an der Zeit, dass Sie Ihren Irrtum bedauern, öffentlich bekennen und sich entschuldigen. Wie wäre ein Brief aus Ihrer Feder an alle 300.000 Stuttgarter Haushalte, diesmal aber auf eigene Kosten?

    Hallo Herr Brunnhuber, jetzt sind Sie dran. Zunächst ein großes Lob und viel Anerkennung für Sie! Warum denn? Auf die Negativliste von unserem Mitstreiter Jobst Knoblauch haben Sie nämlich als erster geantwortet! Wem hatte Jobst nicht alles geschrieben mit seiner Liste fundamentaler Mängel von Stuttgart 21! Die Mängel heißen: „der quellfähige Gipskeuper, die geringere Leistungsfähigkeit, der ungenügende Brandschutz und so weiter (die ausufernden Kosten, die schräge Tiefhaltestelle, der Bahnhof als Schwimmhalle, die überhöhte Feinstaubbelastung).
    Diese Liste fundamentaler Mängel schickte Jobst Knoblauch als Briefpost, darunter viele Einschreiben, an die Abgeordneten im Landtag, an den Aufsichtsrat und die Vorstände der Bahn, Berliner Minister, Generalbundesanwalt, an Zeitungen usw. Was für ein Einsatz an Zeit und Geld!!
    Aber niemand fand es nötig zu antworten. Totschweigen ist halt auch eine wirksame Strategie, dazu die einfachste und billigste. Ich könnte mir denken, unser unermüdlicher Jobst Knoblauch hat nach Jahren mit lauter Nieten gar nicht mehr mit einer Antwort gerechnet.
    Jetzt kam die große Überraschung: Sie, lieber Herr Brunnhuber, haben vor kurzem geantwortet und dazu noch ausführlich und zu allen Punkten der Mängelliste, das muss doch sehr anerkannt werden, vielen Dank!
    Aber in Ihrer Antwort stehen gleich beim ersten Punkt, dem quellfähigen Gipskeuper, dicke Schmeichelworte: „Die Planungen der Deutschen Bahn basieren auf profunden und belastbaren geologischen Informationen.“ Später heißt es: „Alle relevanten Bereiche wurden erfolgreich durchfahren, ohne dass es zu nennenswerten Hebungen gekommen ist.“ Keine nennenswerten Hebungen! Was heißt das? Also gab es doch zumindest kleine Hebungen, oder? Das erinnert an das Geständnis eines Mädchens: „Papa, ich krieg ein Kind, aber bloß ein ganz kleins.“
    Herr Brunnhuber, Sie schreiben nur von den guten Erfahrungen in Stuttgart mit dem Tunnelbau im Anhydrit. Es gibt aber auch schlechte! Der bahnunabhängige Geologe Dr. Laternser hat als Kommentar zu Ihrer Antwort geschrieben: „Was soll man da sagen! Die bisherigen Tunnelbauten in Stuttgart zeigten vor allem, das der Anhyhdrit der größte Risikofaktor beim Tunnelbau in Stuttgart ist und man dieses Gestein möglichst wenig „belästigen“ sollte. Manche Tunnel machen große Probleme. Der Wagenburgtunnel quillt andauernd und muss immer wieder saniert werden! Die Hebungen betragen in der Nordröhre seit Eröffnung bis maximal etwas über einen Meter!“
    Herr Brunnhuber, der Wagenburgtunnel liegt doch gleich neben den zwei Tunnelröhren des Fildertunnels und die kommen durch die gleiche Gipskeuper-Schicht. Sie schreiben von einem neuen sicheren Verfahren zur Abdichtung. Das ist ja gerade der Skandal, das Verfahren ist neu und damit noch unerprobt, es gibt keine Langzeiterfahrung. Das ist ein Spiel mit dem Feuer, beziehungsweise ein Spiel mit dem Wasser. Und Wasser hat einen kleinen Kopf!
    Zur Leistungsfähigkeit bemühen Sie vor allem den Stresstest, er habe „präzise und detailliert“ 49 Zugankünfte in der Stunde nachgewiesen. Oh weh, der Stresstest! Und von wegen „von der Fachwelt bestätigt“! Die Ingenieure für den Kopfbahnhof schreiben: „Wir sind uns einig, dass der Stresstest mit gezinkten Karten betrieben und bewertet wurde. Insgesamt wurden bei dem Stresstest 46 Regelverstöße identifiziert.“
    Herr Brunnhuber, lassen Sie sich doch die Liste mit den fundamentalen Mängeln des Projekts von unabhängigen Experten beantworten. Denn vermutlich haben Sie die Antworttexte gar nicht selbst geschrieben, nur unterschrieben; aber damit tragen Sie die Verantwortung. Es hat sich aber ausgeschmeichelt, Herr Brunnhuber, Stuttgart 21 ist ein Wurmbau zu Babel und unheilbar, deshalb besser Umstieg und OBEN BLEIBEN!
    Schmeichelworte der Projektbetreiber:

    • das neue Herz Europas
    • Leuchtturmprojekt
    • geniales Jahrhundertprojekt
    • doppelte Leistungsfähigkeit – a. OB Dr. Sch.
    • Zukunftsprojekt
    • Jahrhundertchance
    • best geplantes Projekt
    • überragende Verkehrsbedeutung – PFB
    • Magistrale für Europa
    • kein Superlativ ist übertrieben
    • es handelt sich um eine Riesenchance für ein neues Stuttgart
    • faszinierende Perspektiven
    • ein Gemeinschaftsprojekt mit vielen Vorteilen für alle Beteiligten – CDU
    • tolle Verkehrsanbindung
    • die Umstiegszeiten werden wesentlich vereinfacht
    • S21 ist „abschließend auf dem richtigen Weg“ (Mai 2019!)
    • Kronjuwel im regionalen Mobilitätskonzept der Zukunft
    • das neue Rosenstein-Quartier („bisher war hier Gleiswüste“)
    • Chance, mehr Menschen auf die Schiene zu bringen
    • Chance auf den Anschluss an die großen Verkehrslinien im Land und in Europa
    • Stuttgart 21 ist kein Rückbau, sondern gegenüber dem heutigen Kopfbahnhof ein ZuwachsOB Fritz Kuhn

    OB Dr. Schuster im Brief an alle 300.000 Stuttgarter Haushalte 2007:

    • unsere Stadt wird noch lebenswerter
    • ein neuer Durchgangsbahnhof, der doppelt so leistungsfähig ist
    • der öffentliche Nahverkehr wird spürbar verbessert
    • entlastet die Straßen und unsere Umwelt
    • das Stadtklima…nachhaltig verbessert
    • Die Stadt übernimmt nur relativ geringe Kosten
    • große Chance für die Zukunft unserer Stadt
    • bessere Zugverbindungen
    • mehr Klimaschutz, mehr Lebensqualität
    • mehr Wohnungen, mehr Arbeitsplätze
    • mehr Grün
    • bessere wirtschaftliche Perspektiven

    S21-Vereinschef Georg Brunnhuber, Juni 2019:

    • profunde und belastbare geologische Informationen
    • keine nennenswerte Hebungen
    • verlässliche Erfahrungen im Tunnelbau
    • 49 Zugankünfte in der Spitzenstunde
    • rechtlich einwandfrei sowie regelkonform

    Schmeichelworte verkehrt:

    • größte Fehlentscheidung der Eisenbahngeschichte – Minister Hermann
    • Eisenbahn-Zerstörungsprojekt
    • Untergangsprojekt Stuttgart 21
    • abenteuerliches Großprojekt vor unserer Haustür
    • Wahnsinnsprojekt
    • Milliardenmonster
    • eigentlich wahnsinnig
    • S21-Fiasko
    • Pleitebahnhof
    • Lügenprojekt
    • Experimental-Konstrukt S21
    • Fehlprojekt
    • S21-Murks
    • Monsterprojekt
    • Murksbahnhof
    • Desaster Stuttgart 21
    • Milliardengrab
    • Skandal-Projekt
    • granatenteurer Milliardenscheiß OB Palmer
    • gigantische Misswirtschaft
    • ein Irrsinn
    • S21-Fiasko
    • hoch umstrittenes Projekt
    • hochriskantes Pilotprojekt
    • Ewigkeitsbaustelle
    • Anti-Schienen-Verkehrs-Projekt
    • Supergauprojekt
    • S21 = Sargnagel 21
    • Debakel
    • DBakel
    • bestgeplanter Dauerengpass S21
    • kleine U-Bahn-Haltestelle S21
    • monströses Tunnelbahnhofprojekt
    • unsinniges 10 Mrd.- Bahnprojekt
    • der größte Murks der Eisenbahngeschichte
    • Hass- und Wutprojekt
    • S21-Skandale
    • S21: Inbegriff all dessen, was falsch läuft
    • das bestgeplante S21-Fiasko
    • absurdes Rückbauprojekt
    • Fass ohne Boden
    • grandiose Fehlentscheidung
    • das dümmste Bauprojekt Deutschlands
    • Katastrophenbaustelle
    • selbstzerstörerisches Großprojekt
    • gigantische Misswirtschaft
    • Milliardenverschwendung
    • DB-Fiasko
    • Schrott 21
    • grandiose Fehlentscheidung
    • bundes-politischer Bockmist
    • absehbares Desaster bei S21 für Stuttgart
    • S21-Mist
    • GAU Stuttgart 21 (sprich: Größter anzunehmender Unfug)
    • die Pervertierung der Idee von Eisenbahn –Dr. Rohrhirsch
    • Milliardenpleite
    • Dauer-Pleitegeier
    • Alptraum S21
    • die Mutter aller zynischen, aberwitzigen, pharaonischen Bahnrückbauprojekte – Dr. Wolfgang Hesse
    • schwachsinniges Immobiliengroßprojekt
    • ein Politthriller unglaublichen Ausmaßes
    • S21-Schandtaten
    • Bauloch-Monster
    • S21-Absurditäten
    • das dümmste, asozialste und dreisteste deutsche Großprojekt der Nachkriegszeit – Regisseur Volker Lösch
    • eine einzige Katastrophe
    • ein finanzielles und technisches Desaster
    • S21 ist der größte technisch-wissenschaftliche Betrugsfall der deutschen Industriegeschichte – Dr. Christoph Engelhardt
    • Wurmbau zu Babel
    • groteske Entgleisung
    • Schildbürger-Projekt
    • Schildbürgerstreich
    • unausweichliches Desaster
    • Katastrophenprojekt
    • ein absolut sinnloses und gefährliches Projekt
    • Schienenrückbau-Projekt
    • mafiöses Drecksprojekt
    • Plünderungsprojekt am Steuerzahler
    • schwäbischer Größenwahn
    • diese Sauereien
    • bautechnischer Granatenblödsinn
    • Lügengebäude
    • schrecklichste Baustelle in Stuttgarts Geschichte
    • kollektiver Albtraum
    • Narrengleis
    • verkehrstechnisch ein unfahrbarer unterdimensionierter Supergau
    • Ein gigantischer Betrug an den Wählerinnen und Wählern
    • plumpe verlogene Lobhudelei
    • Narrengleis


    • Wolkenkuckucksheim
    • in Beton gegossene Sehnsüchte
    • verantwortungslose Fahrt ins Desaster
    • Sinnlos-Baustelle
    • Großflughafen BER schon lange im negativen Sinne übertroffen
    • Loser-Projekt S21
    • 25 Jahre laufende Fehlentscheidungen
    • Stuttgart 21 ist ein organisiertes Verbrechen an der Stadt Stuttgart. Und an der Eisenbahn – Gangolf Stocker
    • das Projekt wurde… einfach durchgeprügelt
    • Stuttgart 21: das widersinnigste, teuerste und gefährlichste dieser Projekte
    • ein Hochrisikobahnhof
    • ein absolut sinnloses und gefährliches Projekt
    • ein Verbrechen am deutschen Steuerzahler
    • sinnloses Weitermurksen
    • Flaschenhals-Tiefbahnhof
    • ein Denkmal des Wahnsinns
    • diese Schreckenswüste hier
    • der Fortschritt in die vollständige Perversion verwandelt
    • architektonischer Amoklauf
    • ökonomischer Unsinn
    • ökologisch unvertretbar
    • passt nicht ins 21. Jahrhundert
    • es wird alles nur schlechter
    • tragisch-komisches Milliardenprojekt
    • das peinlichste, inkompetenteste CDU-Projekt aller Zeiten
    • Wirtschaft- und Kulturverbrechen
    • finanziell ein Fiasko
    • verkehrstechnisch ein Debakel
    • gigantische historische Fehlplanung
    • gigantische, nicht zu heilende Fehlplanung
    • ein enorm belastetes Projekt
    • völlig untauglicher Brandschutz
    • ein Staatsverbrechen
    • Stuttgart 21 als Negativ-Beispiel
    • mickrige acht Gleise im Keller
    • Baudesaster
    • Nadelöhr Stuttgart – Südwestpresse


    Quelle: https://www.bei-abriss-aufstand.de/2...-stuttgart-21/
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    S 21: Kombi rückt näher

    Auf einmal ist die Deutsche Bahn bereit, bei Stuttgart 21 über Nachbesserungen, sprich: Ergänzungen zu reden. Zusätzliche Gleise, wie es sie am neuen Bahnhof braucht, um Engpässe zu vermeiden, werden überraschend zur realistischen Option.
    Nach fast drei Stunden Debatte im Stuttgarter Rathaus greift am späten Dienstagnachmittag sogar der entschiedene S-21-Gegner und Stadtrat Hannes Rockenbauch (SÖS) zu lobenden Worten und dankt dem Land Baden-Württemberg für die neuen Überlegungen. Wie einen Kiesel hat der grüne Verkehrsminister Winfried Hermann seinen neuen Plan in die Debatte geworfen, mit zusätzlichen Gleisen gegen die absehbaren Kapazitätsprobleme des neuen Stuttgarter Tiefbahnhofs vorzugehen. Unterirdische Kopfbahnhof-Gleise im rechten Winkel zum Tiefbahnhof, wie sie Hermann anregt, könnte zum einen die S-Bahn gebrauchen, um ihr Angebot in Stuttgart nennenswert auszubauen. Erst recht aber braucht die Bundesregierung zusätzliche Kapazitäten, weil die Deutsche Bahn ihr Fahrgastaufkommen im Zuge der versprochenen Mobilitätswende verdoppeln soll. S 21 in der bisherigen Form, sagen Fachleute übereinstimmend, wäre damit aber heillos überfordert.
    Ergänzung, so heißt also das neue Zauberwort. Und das sieht die Bahn offenbar ebenso. Zumindest wollen ihre Experten an den Erörterungen teilnehmen, die in den kommenden Wochen, während der politischen Sommerpause, stattfinden. Es gebe keinen Grund, der Einladung nicht zu folgen, sagt Manfred Leger, Geschäftsführer der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH: "Wir sind an diesem Austausch interessiert und werden genau zuhören."

    Das kam für viele überraschend, denn nur kurz zuvor hatten mehrere Medien berichtet, die Bahn hätte Hermanns Plänen – oft "Kopfbahnhof light" genannt – bereits eine klare Absage erteilt. Mit ihrer nun bekundeten Gesprächsbereitschaft überholt die Bahn ihre Fans von der CDU hingegen im Eilzugtempo. Denn noch am frühen Dienstagmittag musste sich Minister Hermann regierungsintern der Kritik des konservativen Koalitionspartners aussetzen. Das war wenige Stunden bevor Gerd Hickmann, Abteilungsleiter im Verkehrsministerium, und Ministerialdirektor Uwe Lahl dem Stuttgarter Gemeinderat konzeptionelle Änderungsvorschläge für Stuttgart 21 unterbreiten sollten. Die KollegInnen von der Union legten dabei größten Wert auf die Feststellung, dass diese Aktion nicht mit ihnen abgestimmt worden sei. Immerhin ist Justizminister Guido Wolf so fair, dem grünen Verkehrsminister öffentlich zuzugestehen, dass "es erlaubt sein muss, auf einer so langen Wegstrecke neue Überlegungen in den Raum zu stellen." Dem Geiste des Koalitionsvertrags entspreche dieses Vorgehen allerdings nicht. Dafür aber dem Geist der Projektförderungspflicht, kontern Grüne.
    Bahn-Mann Krenz bemüht längst entzauberte Versprechungen

    Hickmann, der schon den ersten kritischen S-21-Gegenentwurf der Landes-Grünen von 1995 mitverantwortete (und dort unter anderem eine Kombi-Lösung aus Tief- und Kopfbahnhof skizzierte, s. u.), kann während seiner Präsentation im Mittleren Sitzungssaal des Rathauses fundiert erläutern, wo es zu Konfliktpunkten kommen wird, falls die bisherigen Pläne nicht erweitert werden. Da hatte Thorsten Krenz, seit Jahresbeginn Konzernbevollmächtigter der Bahn für Baden-Württemberg, eben erst versucht, sich mit einer Aneinanderreihung von gewagten Behauptungen über Realisierung und Potenzial von S 21 aus der Affäre zu ziehen: Laut Krenz sei nämlich der geplante Bahnknoten – entgegen anderslautender Medienberichte und Expertenmeinungen – schon in seiner aktuellen Form "für den Deutschland-Takt bestens vorbereitet" und zusätzliche Kapazitäten würde es gar keine brauchen. Er steht somit ganz in der Tradition jener DB-Granden, die zum Auftakt der Geißlerschen Schlichtung im Herbst 2010 in eben jenem Saal Folien präsentierten, deren Aussagen von den Projekt-GegnerInnen, allen voran Gangolf Stocker und Boris Palmer, umgehend als fragwürdig entzaubert werden konnten.

    Das Ministerium will Varianten prüfen. Diese

    ähnelt der Hickmann-Skizze von 1995.
    weiter hier: https://www.kontextwochenzeitung.de/...eher-6066.html
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  7. #147
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    "Ein Fass ohne Boden": Stuttgart 21 wird zum Finanzrisiko für die Deutsche Bahn

    Die Deutsche Bahn muss ihre Finanzreserven anzapfen, um Stuttgart 21 zu finanzieren. Doch Ronald Pofalla, der im Vorstand der Deutschen Bahn sitzt meint: "In der Ruhe liegt die Kraft - und fröhlich bleiben."

    Quelle: https://deutsche-wirtschafts-nachric...deutsche-bahn/
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  8. #148
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    Wie die Bahn Stuttgart 21 als Hochleistungsbahnhof verkauft

    Rede von Dipl.-Ing. Hans Heydemann, Ingenieure22, auf der 475. Montagsdemo am 5.8.2019
    Liebe Mitstreiter,
    vor drei Wochen, am 16.Juli, hat der Konzernbevollmächtigte der DB, Herr Krenz, vor dem S21-Ausschuss des Stuttgarter Gemeinderates den künftigen Tiefbahnhof „Stuttgart 21“ als Hochleistungsbahnhof angepriesen, der Voraussetzung für den geplanten Deutschlandtakt und die vorgesehene Verdoppelung des Fahrgastaufkommens bis 2030 sein werde.
    Zuvor hatte die DB sich schriftlich über eine Sendung des SWR zur unzureichenden Leistungsfähigkeit des Tiefbahnhofs beschwert, weil der SWR sich nicht mit der DB AG abgestimmt hätte, und wirft dem SWR „einseitige, hochselektive und teils schlicht falsche Behauptungen“ vor.
    Jedoch tischt die DB AG ihrerseits der Öffentlichkeit unhaltbare Behauptungen zur Leistung und Zukunftsfähigkeit von Stuttgart 21 auf: Mit der Aussage „Insgesamt mehr als 70 Ankünfte und Abfahrten sind mehr als der heutige Kopfbahnhof je geleistet hat“ versucht man den 8-gleisigen S21-Tiefbahnhof gegenüber dem bestehenden 16-gleisigen Kopfbahnhof als überlegen hinzustellen. 70 Ankünfte und Abfahrten sind jedoch nur 35 abgefertigte Züge je Stunde – was für eine Vernebelung! Das ist nicht mehr, sondern weniger als der Kopfbahnhof leisten kann und geleistet hat. Dem Fahrplan 1970 zufolge wurden 46 Züge je Stunde im Kopfbahnhof abgefertigt – nach der neuen Rechenweise der DB wären das 92 Ankünfte und Abfahrten, erheblich mehr als 70.
    Tatsächlich könnten im heutigen Kopfbahnhof 50 Züge je Stunde abgefertigt werden, dies mit guter Betriebsqualität, wie 2011 durch Untersuchung des Münchner Verkehrsbüros Vieregg & Rössler nachgewiesen und vom Nahverkehrs-Verband BW bestätigt. Hingegen ist der S21-Tiefbahnhof nur für 32 Züge je Stunde ausgelegt. Im Gutachten des Prof. Heimerl von 1997 heißt es wörtlich: „… kann der Bahnhof nur 32,8 Züge / Stunde leisten.“ Diese „absolute Leistungsgrenze von Stuttgart 21 mit 32,8 Zügen“ hat auch der Gutachter Schwanhäußer bestätigt. Wie erklärt die DB AG jetzt diesen wundersamen Leistungszuwachs? Die 49 Züge des Stresstest beruhen auf mehr als 40 Regelverstößen und sind im realen Betrieb nicht fahrbar.
    Der Personenstromanalyse für Stuttgart-21-Hbf liegt gar nur die von der DB vorgegebene Anzahl von 29 Zügen je Stunde zugrunde. Für die daraus abgeleiteten Personenströme sind die Verkehrs- und Fluchtwege bemessen. Allein schon daraus folgt, dass der S21-Tiefbahnhof die angestrebte Verdoppelung der Fahrgastzahlen gar nicht wird bewältigen können – im Gegensatz zu dem nach dem Umstieg-21-Konzept modernisierten 17-gleisigen Kopfbahnhof, und das für nur einen geringen Bruchteil der S21-Baukosten.
    Das Brandschutzkonzept für den S21-Tiefbahnhof sieht nur Evakuierungsmöglichkeiten für die Fahrgäste aus je einem vollbesetzten Doppelstockzug an jeder Bahnsteigkante vor. Zwei Züge hintereinander, unabdingbar zum Erreichen größerer Abfertigungsleistungen, scheiden damit aus. Die Betriebsgenehmigung für Stuttgart 21 darf nach geltendem Regelwerk keine Doppelbelegungen zulassen. Auch aus Brandschutzgründen kann der künftige Tiefbahnhof keinen Mehrverkehr aufnehmen; die angestrebte Verdoppelung der Fahrgastzahlen ist folglich nicht erreichbar.
    Weiter hebt die DB hervor, dass die Regional-Linien durchgebunden werden und preist dies als „Schaffung zahlreicher umsteigefreier Verbindungen und kürzerer Reisezeiten“. Dies ist auch im heutigen Kopfbahnhof ohne weiteres möglich, mangels Bedarf bislang aber nur auf einige wenige Linien beschränkt; der Fernverkehr mit ICE, TGV und IC/EC ist ohnehin zumeist „durchgebunden“. Fraglich bleibt, wie damit die Fahrgastzahlen wesentlich erhöht und der geforderte Deutschland-Takt sichergestellt werden kann. Nur sehr wenige Reisende wollen z.B. von Osterburken oder Mannheim gerade nach Tübingen fahren; die meisten wollen, sofern sie nicht schon vorher aussteigen, nach Stuttgart, und der Rest will in andere Richtungen, wozu sie in Stuttgart gute Umsteigemöglichkeiten brauchen, die der 8-gleisige Tiefbahnhof aber nicht hergibt.
    Durchgebundene Züge sind nicht die Lösung, sondern dadurch bedingt, dass die Züge wegen der unzulässigen Bahnsteiggleisneigung von 15‰ im S21-Tiefbahnhof nicht wenden können und folglich in Fahrtrichtung ausfahren müssen, ob nun ein Bedarf dafür besteht oder nicht.
    Nicht weniger „einseitig, hochselektiv und teils schlicht falsch“, wie die DB dies dem SWR in dessen kritischer Berichterstattung über S21 vorwirft, ist allerdings auch die am 16.7.2019 im S21-Ausschuß gezeigte Auswahl der durch das „Bahnprojekt Stuttgart-Ulm ermöglichten kürzeren Reisezeiten im Deutschland-Takt“. Die angeführten Verbindungen vergleichen einseitig die Reisezeiten zum bzw. über den Flughafen Stuttgart mit denen der Bestandsstrecke und erwecken den Eindruck erheblicher Reisezeitersparnisse durch Stuttgart 21, was aber insgesamt gar nicht der Fall ist, sondern eine irreführende Schönfärberei. Die vorgebliche Reisezeitverkürzung Stuttgart–Ulm entsteht ausschließlich durch die Neubaustrecke, nicht aber durch S21 mit Führung über den Flughafen. Die gleiche Fahrzeit ergibt sich auch bei einer Streckenführung ab Wendlingen durch das Neckartal anstatt über den Flughafen, wie im Konzept „Umstieg 21“ vorgeschlagen, so dass S21 hier keinen Vorteil bringt.
    Erst recht fragwürdig sind die angegebenen Reisezeit-Unterschiede bei Fahrten zum Flughafen. Das von der DB angeführte Beispiel „Vaihingen (Enz) – Stuttgart-Flughafen mit 24 Min. gegenüber 1:00 Std heute“ erweckt den Eindruck, Stuttgart 21 werde mehr als doppelt so schnell wie der bestehend Kopfbahnhof. Durch Stuttgart 21 ändert sich die Fahrzeit bis Stuttgart Hbf überhaupt nicht; diese beträgt 17 Minuten mit dem ICE (der nur zweimal am Tag in Vaihingen/Enz hält!) und 19 Min. für den IRE. Für die Weiterfahrt zum Flughafen rechnet die DB 7 Minuten Fahrzeit; die Haltezeit im Hbf mit mindestens 2 Minuten unterschlägt sie. Anstatt 24 Minuten ergeben sich 26 Minuten für eine ICE-Verbindung nur zweimal täglich. Mit dem IRE würde die Gesamtfahrzeit zum Flughafen 28 Minuten betragen anstatt 24 Minuten.
    Der künftige Flughafen-Bahnhof „Station NBS“ ist etwa 300 m vom Abfertigungsgebäude entfernt; dafür sind ab Bahnsteig in 27 m Tiefe 10 Minuten Fußweg zu berücksichtigen, insgesamt also 38 Minuten. Dem gegenüber sieht das Konzept „Umstieg 21“ eine „Express-S-Bahn“ auf der Panorama-Bahnstrecke vor mit nur einem einzigen Zwischenhalt in Stuttgart-Vaihingen, die die Strecke zum Flughafen in nur 15 Minuten zurücklegen würde. Die verbleibende Zeitersparnis von 6 Minuten bei Stuttgart 21 wäre damit unerheblich.
    Zum Flughafen Stuttgart will nur ein sehr kleiner Anteil der Fahrgäste. Zudem sollen der Deutschland-Takt und die angestrebte Fahrgast-Verdoppelung auf der Schiene den Flugreiseverkehr verringern – weshalb da so einseitig mögliche Reisezeit-Verkürzungen zum Flughafen herausstellen? Für die überwiegende Anzahl der Verbindungen und die weitaus meisten Reisenden ergibt Stuttgart 21 überhaupt keinen Vorteil. Dennoch werden dafür an die 10 Mrd. € öffentlicher Gelder „versenkt“.
    Geradezu abenteuerlich ist die Behauptung, Stuttgart 21 ermögliche „einen S-Bahn-ähnlichen Hochleistungsbetrieb“, bei dem „auf jedem Bahnsteiggleis alle fünf Minuten ein Zug fahren“ könne. Das ist bahntechnisch gar nicht möglich; 5 Minuten werden allein für das Ein- und Wiederausfahren mit Abfertigung und 1 Minute Pufferzeit benötigt – für das Aus- und Einsteigen der Fahrgäste verbliebe damit keine Zeit. Schon geringste Verspätungen machen eine derart dichte Zugfolge unmöglich. Hinzu kommt, dass im S21-Tiefbahnhof wegen der zu hohen Gleisneigung sowie der Doppelbelegung die Einfahrt bis auf Schrittgeschwindigkeit herabgesetzt werden muss. Daran wird auch die Einführung von ETCS und Digitalisierung nichts ändern.
    Unhaltbar ist auch die Behauptung „auf jedem der acht Streckengleise kann im Schnitt alle zwei Minuten ein Zug fahren“. Das Brandschutzkonzept für den S21-Tiefbahnhof gibt vor, dass ein im Tunnel in Brand geratener Zug notfalls mittels Notbremsüberbrückung in den Tiefbahnhof einfahren soll, weil dort die Rettungs- und Brandbekämpfungsmöglichkeiten besser sind als im Tunnel. Dies setzt jedoch voraus, dass stets die gesamte Fahrstrecke einschließlich Bahnsteiggleis tatsächlich frei ist und sich kein weiterer Zug davor befindet. Damit ist die angestrebte Verdoppelung des Fahrgast-Aufkommens im Tiefbahnhof Stuttgart 21 unmöglich.
    Wenn später die S21-Tunnel saniert und jeweils dafür ein Jahr lang gesperrt werden müssen wie jetzt der Tunnel zwischen Vaihingen/Enz und Bruchsal, gibt es keine schnellen Ausweichstrecken. Stuttgart wird dann für Jahre vom Bahnverkehr weitgehend abgehängt.
    Stuttgart 21 ist weder ausreichend leistungsfähig noch zukunftsfähig!
    Deshalb oben bleiben!


    Quelle: https://www.bei-abriss-aufstand.de/2...nhof-verkauft/
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